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Das Wetteinmaleins

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

30	Großstadt-Dokumente Bd. *0. Berliner Sport.

die verfeinerten Seelen des Turfs, die, ob sie große oder kleine Summen wetten, mit diesen den Totalisator zu belasten sich scheuen. Es sind die plunger, die aus Grundsatz dem Buchmacher vor der klappernden Maschine den Vorzug geben und die reinste Freude genossen zu haben glauben, wenn sie im Kampf um lange und, kurze Gdds die Oberhand behalten. Das heißt, lange (Ddds erobern. Gdds ist der turftechnische Ausdruck für point. Der Buchmacher „legt" fünf (Ddds gegen den Einsatz des wettlustigen.

Und dieser „nimmt" sie und erhält im Gewinnfalle das fünffache des Einsatzes ausgezahlt. Das Geschäft ist ganz börsenmäßig geregelt nach Angebot und Nachfrage. Es ist natürlich, daß des Legers Streben immer dahin geht, sein Risiko so klein wie möglich zu gestalten. Daher bietet er in erster Linie die Favoriten zu den kürzesten (Ddds an — alles diskret auf dem Rennplatz — und die übrigen startenden pferde entsprechend länger. )e nach ihren Chancen. Der Nehmer sieht seinerseits zu, welcher Buchmacher ihn mit den längsten Ddds beglückt, feilscht hier und feilscht da und einigt sich schließlich, wenn er sieht, daß der Ring wie auf unsichtbares Kommando solidarisch zueinander steht und die Kurse bei dem Zehnten, den er angebohrt hat, nicht anders stehen, als beim ersten, um ruckweise, je weniger Sekunden noch zum Rennen entfernt sind, zu fallen oder zu steigen.

Der beliebteste Kurs ist „pari": Die Verdoppelung des Einsatzes. fjeiße Favoriten stehen „auf". Etwa 5 : ^ auf. Das heißt, der Wetter setzt 5 ZHarf und ist im Gewinnfalle um H Mark bereichert, erhält also 9 Mark, eingerechnet den Einsatz, die sogenannten „Stakes", zurück. Die Aufwetten gehen bis ins Unendliche.

Line sogenannte totsichere Sache ist mitunter zu dem Cili-xutkurs von ^00:3 auf zu haben. Um 3 Mark zu gewinnen muß ein Blauer gesetzt werden. Derart winzige Ädds gehören zu den Seltenheiten und sind für den Wetter noch böser, wenn
        
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