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Das Wetteinmaleins

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

Das Züettdnmaleins

€in längst seliger Perserschah hat einmal den sinnigen Saft gesprochen, daß ihn Wettrennen ganz kühl ließen. Er weiß ja, ein Pferd ist schneller als das andere, welches, ist ihm egal.

Dieses simple Negieren jeglicher wettrennerei, ohne den Ge-danken, daß der Pferdezucht Nennen wie das liebe Brot not tun, liegt dem Berliner, der nur je einen Pferdefuß über die Bahn hat fliegen sehen, fern.

Rennen und wetten sind ihm ein Begriff. Cäuft ein Pferd gegen ein Rudel anderer Kumpane, so hat er nichts eiligeres zu tun, als seine Meinung über das Ende der Rennen in klingende Münze umzusetzen.

Das heißt, er wettet.

<£r hat zwei Mittel zu diesem löblichen Zwecke. Den Totalisator und die Zunft der Buchmacher.

Der deutsche Totalisator — in Oesterreich heißt er Totali-sateur, in Frankreich Pari-mutuel — ist das einzige, staatlich konzessionierte Mittel zur wette auf dem Rennplatz. Eine Cotterie auf dem grünen Rasen, mit so vielen „Klaffen", als das Programm Rennen ausweist. Nur mit anderer Unterlage als das fünfflässige königlich preußische Hazardspiel. weit nach-denkfamer und dem blinden Zufall weniger preisgegeben.

jedermann, der eine Karte zum ersten oder zum Sattel-platz löst, kann den Totalisator benutzen. Nur Offiziere in Uniform nicht. Aber sie haben Sendboten, die ihnen das Geschäft besorgen.
        
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