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Vollblut

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

6	' Großstadt-Dokumente Bd. *0. Berliner Sport.

deinen preisen. An der rechten Längsseite ein Häuschen für den amerikanischen Toto, der automatisch wirkt, und eine lange Buffethalle. Die wände behängt mit bunten Pappschildern, darauf die Namen berühmter Rennpferde stehen. Gegenüber ein traulicher Sektwinkel im Rücken der Klubtribüne. Zur Linken die Auszahlkassen der wettmaschine.

Vor der Rennbahn.

Line lange gerade Linie. Ganz links der Hofxavillon mit einer schmalen Veranda, stillos zusammengezimmert; daneben die niedrige, langgestreckte Tribüne, dicht am Zielhäuschen, vorn schmucklose kalte Logen.

weiter rechts die Tribüne des Unionklubs mit aufgesetzter Etage für die grauen des Klubs. Leidet ständig an Füllung. Dann die Totalisatortribüne, unten die klappernden Kassen, oben Plätze. Daneben wieder eine lange Riesentribüne. Ein freier Platz, wo die Hockeys zu Pferde steigen. Im hinter-gründ ein schmaler See. Urtd dann der Volksplatz.

Eintritt eine Mark. Immer schwarz besät.

Zehn Minuten vor drei Uhr.

3m Wagehäuschen wimmelt es hin und her.

Das Geschlecht der Zwerge, die kleinen schmalbrüstigen Hockeys in bunter Seidenjacke kommen und lassen sich aus der wage nieder. Der eine, in schwarz-weißgestreiftem Dreß der königlichen Farben des fiskalischen Gestüts Graditz.

Dieser „preußische" Hockey fühlt sich stolz als Respektsperson. weiß und rot — der Hockey der Hohenlohes, der reichen schleichen Magnaten. Der dritte, in karmesinroter Zacke mit blauen Aermeln. Gelbe Zacke mit grüner Schärpe, weißer Dreß mit roten Tupfen. Kunterbunte Schattierungen.

Samt Sattelzeug wird der Reitersmann gewogen, er hat kein Gramm mehr zu wiegen, als dem Renner, den er steuern soll, zugeschrieben ist. wiegt er weniger, muß er „totes" Gewicht, Bleistücke, in den Sattel nehmen. Das Gewicht ist ja des Hockeys Anfang und Ende. Lin Leichtgewicht von
        
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