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Wasserratten und Rasenspieler

Full text: Berliner Sport / Arndt, Arno

Wasserratten und Rasenspteler.

lassen sich selten blicken. Da die Berliner die Reisekosten zu tragen haben, käme der Lall gar zu teuer. Um so häusiger gibt die proviitz Gastrollen, und umgekehrt reisen Berliner Mannschaften draußen umher. Grasen das Reich ab oder machen einen kurzen Abstecher nach Kopenhagen, wien und Prag, wo sie einträchtig mit den Tschechen um den Ball sich schlagen. Denn die Tschechen sind brave Zahler und tragen die Spesen.

Abseits vorn Gros stehen die Akademiker, Haben ihre eigene Studentenmeisterschaft und sind sürnehmer im Gebahren. Spielen nicht am Sonntag wie die misera plebs.

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Hockey und Golf sind im Grunde rein englische Sportspiele. Popularität in Berlin gleich Null. Aus Gewohnheit pflegt sie die englische Kolonie. Darüber hinaus ist ihre Slim-stättc auf schmale Zirkel beschränkt, polo fehlt ganz. Zaghafte versuche blieben nicht aus. Aber der Rest war Schweigen.

Die Llawn-Tennis-Gilde schwillt langsam an und wächst sich von flirtender vergnügsamkeit zum ernsten Sport aus. private Klubplätze und öffentliche Courts sprechen von seinem Umfang. 3n jedem Frühjahr trommelt ein Tournier großen Stils die Spieler zusammen. Berlin hat die Hamburger Tennishochburg längst in den Schatten gestellt. Aber auf einen grünen Zweig werden die märkischen Tennissreunde erst kommen, wenn sie weniger englisch und mehr deutsch reden werden und verlernen, in engem und monoklebewehrtem Kreis sich abzusondern.
        
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