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Geschlecht und Verbrechen

Full text: Geschlecht und Verbrechen / Buschan, Georg

Geschlecht und Verbrechen. 
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Die männlichen Jugendlichen sind an den Ver¬ 
urteilungen wegen schwerer Körperverletzung verhältnis¬ 
mäßig häufiger beteiligt als an der leichten Form. Die 
weiblichen Jugendlichen machen bei ersterer nur V24, bei 
letzterer Via der männlichen Kriminalität aus. — Für 
beide Formen der Körperverletzung fällt der Höhepunkt 
beim männlichen Geschlecht zwischen 21 und 25, die Jahre 
der männlichen Kraftentfaltnng, beim weiblichen erst zwi¬ 
schen 30 und 40 Jahren. Woher dieser Unterschied kom- 
men mag, entzieht sich meiner Beurteilung. In den 
höheren Altersklassen tritt bei ersterem ein rasches Sinken 
der Straffälligkeit ein, bei letzterem geht dieselbe lang¬ 
samer zurück. 
Über die Verteilung der Verurteilten aus den Familien¬ 
stand bei beiden Geschlechtern vermochte ich leider keine 
statistischen Mitteilungen zu finden; auch Högel verfügt 
über solche nicht, er gibt nur ganz summarisch fiir beide 
Geschlechter zusammen an, daß in Deutschland die Ledigen 
zwischen 21 und 40 Jahren stärker belastet sind als die
        
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