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Geschlecht und Verbrechen

Full text: Geschlecht und Verbrechen / Buschan, Georg

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Großstadt-Dokumente Bd. 48.

weiblichen Geschlecht aus 25,4% (!)

Dem Diebstahl nahe verwandt sind Begünstigung und Hehlerei. Nach Högel (Straffälligkeit des Weibes, S. 277) wurden in den Jahren 1881 bis 1892 in Deutschland wegen Hehlerei 4430 Männer und 3098 Weiber verurteilt oder auf 10000 Straf mündige jedes Geschlechtes 2,84 Männer und 1,81 Weiber. Die weibliche Straf-sälligkeit erreicht somit die männliche in diesem Punkte um etwas mehr als 2/s. Die Hehlerei gehört also zur Domäne der weiblichen Kriminalität, ebenso wie die Kuppelei, von der weiter unten noch die Rede sein wird. Die Verteilung dieses Tatbestandes aus die einzelnen Altersklassen ist folgende. Es wurden in dem angegebenen Zeitraum in Deutschland im Durchschnitt nach Högel (1. c.) bestraft:

im Alter von	12 bis	18	Iahren .	. 2,62 Männer,	0,45
„ „ „	18 „	21	„	. 3,48	0,93
„ „ „	21 „	25	„	. 3,44	1,32
„ „ „	25 „	30	„	. 3,45	1,77
	30 „	40	„	. 3,41	2,91
„ „ „	40 „	50	„	. 3,05	3,41
„ „ „	50 „	60	„	. 2,32	2,14
	60 „	70	„	. 1,30	0,91
„ „ „	70 Jahren		und darüber 0,45 „		0,29
Jugendliche				2,62	0,45
Erwachsene.				. 2,89	2,08
Zusammen .				2,84	1,81

Die höchste Strasfälligkeit weisen somit die Männer während des 18. bis 21. Lebensjahres, die Weiber dagegen erst während des 40. bis 50. auf. Diese beiden höchsten Ziffern sind annähernd einander gleich. Auch für England hat Högel (1. c. S. 281) das gleiche Verhalten feststellen können. Die Zahl der Jugendlichen ist beim weiblichen Geschlecht eine viel geringere (0,45) als beim männlichen (2,62).
        
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