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Geschlecht und Verbrechen

Full text: Geschlecht und Verbrechen / Buschan, Georg

Geschlecht und Verbrechen.

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nalität nur die Hälfte der männlichen erreicht. Beim männlichen Geschlecht machen die Verurteilungen wegen schweren Diebstahls 10% der Verurteilungen wegen einfachen Diebstahls aus, beim weiblichen aber nur 4,9%. Es fehlt der Frau eben an der körperlichen Gewandtheit und an Mut, beides Eigenschaften, die zur Begehung eines schweren Diebstahls erforderlich sind. In Deutschland wurden im Durchschnitt in den Zähren 1881 bis 1892 (nach Högel, Straffälligkeit des Weibes, S. 276) verurteilt wegen:

Alter	leichten Diebstahls		schweren Diebstahls	
	Männer	Welber	Männer	Weiber
12 bis 18 Jahre . . .	42,8	16,0	8,4	1,0
18 „21 „ ...	61,5	23,1	13,6	1,5
21 „25 		54,2	19,5	10,6	1,2
25 „30 „ ...	48,0	16,7	7,3	0,9
co  o  o	41,0	16,0	4,9	0,7
40 „50 		30,8	13,4	2,9	0,5
50 „60 „ ...	21,4	8,6	1,5	0,2
60 „70 „ ...	12,4	4,3	0,6	0,09
70 Jahre und darüber	5,1	1,7	0,1	0,02
Jugendliche ....	42,8	16,0	8,4	1,01
Erwachsene		36,3	13,9	5,1	0,7
Zusammen		37,5	14,3	5,7	0,76

Der Höhepunkt der Straffälligkeit fällt bei beiden Arten des Diebstahls für beide Geschlechter in bett Zeitraum von 18 bis 21 Zähren. Die männlichen Jugendlichen machen beim schweren Diebstahl 31,2% aller Fälle, beim einfachen nur 23,2% derselben aus. Die entsprechen-den Zahlen für die weiblichen Iugendlichen sind 23,6 und 20,7%.

Auf den Familienstand verteilt sich in den einzelnen Altersklassen die Straffälligkeit wie folgt. Es kamen
        
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