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Geschlecht und Verbrechen

Full text: Geschlecht und Verbrechen / Buschan, Georg

Geschlecht und Verbrechen.	19

9  bis  14  Iahre	14  bis  18  Jahre	18  bis  21  Jahre	21  bis  25  Jahre	25  bis  30  Iahre	30  bis  40  Iahre	40  bis  50  Iahre	50  bis  60  Iahre	60  bis  70  Iahre	über  70  Iahre	über-  haupt
12,2	13,6	11,0	13,9	15,1	19,5	23,2	22,9	19,5	16,9	17,1

Hiernach zu urteilen ist die Kriminalität des Weibes in dem Lebensalter von 40 bis 50 um mehr als 35% gesteigert. Diese Ziffer würde, wie S. Weinberg, der die gleiche Statistik zitiert (Einslutz der Geschlechtsfunktionen, S. 32), dazu bemerkt, noch höher ausfallen, wenn man die wirkliche kritische Zeit, also das 45. bis 50. Lebensjahr berücksichtigen könnte. Hauptsächlich sind Beleidigung, Hausfriedensbruch, Verletzung der Eidespslicht sowie Hehlerei die Vergehen, für welche das weibliche Geschlecht in den kritischen Jahren die höchste Ziffer stellt. An der Hand der Statistik können wir auch hier wieder den Beweis erbringen. Nach Högel (Straffälligkeit, S. 253) kamen in Deutschland in den Jahren 1886 bis 1895 auf 10000 Weiber der Altersklassen:

	12  bis  15  Iahre	15  bis  18  Iahre	18  bis  21  Iahre	21  bis  25  Iahre	25  bis  30  Iahre	30  bis  40  Iahre	40  bis  50  Iahre	50  bis  60  Iahre	60  bis  70  Iahre	70  Iahre  und  dar.  über	über-  haupt
Verurteilte wegen Beleidigung .	0,2	1,2	3,0	5,2	8,3	11,4	11,9	8,1	4,0	1,5	6,9
Hausfriedensbruch . . .	0,0	0,2	0,6	0,9	1,3	2,0	2,3	1,4	0,5	0,2	1,2
Verletzung der Eidespflicht.	0,0	0,09	0,2	0,2	0,2	0,2	0,3	0,2	0,1	0,06	0,2
Hehlerei. . .	0,3	0,5	0,8	1,2	1,6	2,5	3,1	1,9	0,7	0,2	1,6
        
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