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Appendix Bauernfängerkünste im Süden*. Von Hans von Manteuffel

Full text: Das Berliner Spielertum / Ostwald, Hans

80 Großstadt-Dokumente 23b. 35. Das Berliner Sptelertum.

Augen der Anwesenden möglich. So kann sich ein Falschspieler eine ganze Reihe gewinnreicher Loups vorbereiten, indem er eine größere Anzahl von Karten in einer ganz bestimmten Folge z. B. bei Vakkarat für sich oder den bankhaltenden Genossen an dritter, sechster, zwölfter usw. Stelle Karten legt, die sich zu neun Points, d. h. großen Schlägen ergänzen. Die von Signor Domino vorausgesetzte Schwierigkeit, solche Reihenfolge „geladener" Karten ins Spiel zu bringen und trotz etwaigen Mischens und Ab-hebens im Takt zu erhalten, liegt gar nicht vor, wenn der Spieler selbst oder sein Helfer dieselbe in dem Moment, wo er den Talon nach Mischen und Abheben erhält oder beim Abheben selbst aus den während desselben liegen gebliebenen Rest der Karten und mit diesem zusammen auf den vorher abgehobenen Teil legt. Durch ein derartiges, völlig unauffälliges Arbeiten im Spielsaale selbst erübrigen sich alle von demselben Autor beschriebenen geheimen Taschen behufs Einschmuggelung und Anwendung der Portees. Zu den von demselben Verfasser geschilderten drei Arten des Mischens gehört auch eine besondere Abart, das „Melken" genannt. Hierbei wird so verfahren, daß stets eine obere und eine untere Karte des Talons gleichzeitig mit einem Griffe abgezogen und die abgezogenen Karten auseinandergelegt werden. Ist das Kartenspiel derartig geordnet worden, daß die obere resp. untere Hälfte des Talons alle Karten mit gerader, die andere alle mit ungerader Augenzahl enthält — Bilder werden nach Verabredung bewertet —, so werden nach dem Mischen gerade und ungerade, Karten einander folgen. Diese Ordnung wird, wie bekannt, auch durch wiederholtes Abheben nicht gestört. Mit einer derartig „geladenen" Karte kann der Falschspieler beim Tempeln den nicht eingeweihten Pointeur nach Gefallen verlieren lassen. Besetzt derselbe gerade oder ungerade Karten, der Bankier
        
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