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Appendix Zur Technik des Betrugs beim Glücksspiel*. Von Hans von Manteuffel, Königl. Kriminalkommissar zu Berlin

Full text: Das Berliner Spielertum / Ostwald, Hans

Zur Technik des Betrugs beim Glücksspiel. 69

leichtern. Die besonderen Schwierigkeiten, mit welchen Feststellungen bei Spielaffären in solchen, wie überhaupt in besseren Kreisen zu kämpfen haben, hat ein Kenner der Professionals Seite 7/9 des oben erwähnten Buches „Das Spiel, die Spielerwelt und die Geheimnisse des Falschspieles" unter dem Pseudonym „Signor Domino" zutreffend geschildert. Wenn man sich nicht von vornherein völlig von dem guten Willen und der Auffassung der Beteiligten abhängig machen und aus Untersuchung eines Spielbetruges überhaupt verzichten will, muß man sich mit bestimmten und sicheren Normen für solche Feststellungen vertraut machen.

In erster Linie ist die grundlegende Voraussetzung jedes ehrlichen Spieles die genaue Beachtung der allgemeinen Spielregeln. Hierunter versteht man, daß die Karten ohne äußerlich erkennbare Merkmale und in richtiger Anzahl vorhanden sind, daß dieselben sorgfältig gemischt, gehörig abgehoben und in vorgeschriebener Weise gegeben werden, und Spielgegner in einem geheimen, durch die Spielgesetze ausgeschlossenen Einverständnis zum Nachteile Nichteingeweihter handeln. Gegen diese unterschiedslos für jedes Spiel gültigen Normen richten sich vorzüglich die Anstrengungen der Falschspieler. Welche Hilfsmittel denselben zu Gebote stehen, ist in dem trefflichen Buche des Signor Domino ausführlich geschildert. Eine kurze, übersichtliche Zusammenstellung findet sich zweite Hälfte Seite 725/28 des Handbuches für Untersuchungsrichter von Dr. Hans Groß (Graz, Leuschner und LubensKys Buchhandlung 1899). Einige Irrtümer und Lücken in der Darstellung des ersten Buches erfordern eine Ergänzung. Vorausbemerken möchte ich, daß es ein folgenschwerer Irrtum sein würde, anzunehmen, daß jemand ein Kartenkünstler sein müsse, um betrügen zu können. Von einem Gewerbsspieler, wenn er nicht ein
        
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