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Full text: Das Berliner Spielertum / Ostwald, Hans

32 Großstadt-Dokumente Bd. 35. Das Berliner Spielertum.

Artur hatte in einem größeren Konfektionsgeschäft gelernt. Kam in lose Gesellschaft. Brachte sein Gehalt mehrmals durch. Wagte sich nicht nach Hause. Der Vater holte ihn aber stets wieder. Als er oft verlor, sah er die Kniffe ab und machte selbst öfter Kompanie-geschäfte mit Professionellen. Nebenbei aber war er in dem kleinen Fabrikationsgeschäst seines Vaters tätig. Als er ein Kind von einer beim Vater beschäftigten Näherin bekam, wurde er solider und griff zu, als ihm ein Jugendfreund eine Filiale eines Vertriebsgeschäfts anbot. Wurde ein flotter Geschäftsmann, ist für Kunst und Theater mit ziemlichem Verständnis interessiert und hat die Mutter seines Jungen geheiratet.

*

Sein Jugendfreund war Lehrkollege von ihm und hat ihn wohl in die lose Gesellschaft hineingezogen. Er ging jahrelang als Professioneller. Bis seine Schwester einen Fabrikanten eines populären Sckmuckgegenftandes heiratete, und er in dessen Geschäft aufgenommen wurde. Seitdem ist er energisch im Geschäft tätig und sagte, als er Artur traf:

Na wir beide sind doch über unsere Iugendtor-heiten raus!

*

Max 11., war Hausdiener. Verkehrte viel auf Rennplätzen und in „Sportlokalen". Verlor — und lernte nach und nach die Tricks. Gab seine Stellung aus und sieht jetzt in der modischen, einfachen Kleidung und dem blaffen Gesicht aus wie etwa ein Bankbeamter. Er „zieht" überall, in Weitzensee, bei Abendessen, in Nachtlokalen. Weiß seine Mitspieler genau abzuschätzen. Ist nicht ohne psychologische Begabung. Ist auch nicht ohne
        
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