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Abfälle

Full text: Dunkle Winkel in Berlin / Ostwald, Hans

hastig schleicht die Alte vorwärts. Um die Ecke biegen schon einige Wagen in die Straße. Die Huse der Pferde klatschen in den schmelzenden Schnee, der von heftigen Windstößen niedergetrieben wird. Sie zittert und beugt das Gesicht vor dem Schneewind. Rasch vorwärts, rasch vorwärts!

An der Ecke sieht sie einen Augenblick auf. Die ganze Straße ist mit Wagen gefüllt. Um die elektrischen Kugeln an dem gegenüberliegenden Gebäude, das nur aus großen Fenstern besteht, tanzen Schneeflocken wie Mückenschwärme.

Sie geht langsamer. Es ist noch nicht zu spät. Aus den großen Toren kommen fortwährend Männer mit Apfelsinenkisten, Fleischmollen und Kohlkörben. Das wird alles auf die Wagen verpackt. Da stehen sie bunt durcheinander: große, umgitterte Obstwagen, flache Schlächterwagen mit frischen Rindervierteln, von denen noch das Blut tropft, und Handwagen in allen Größen, vierräderig und zweiräderig. Unaufhörlich flutet der Strom der Händler und Träger aus und ein. Zwischen den Männern in wollenen Jacken kräftige Frauen mit dem rücksichtslosen Ausdrucke der Händlerinnen. Rufend drängen sie durcheinander. Jetzt ist der Höhepunkt des Lebens in der Zentralmarkthalle. Wenn die Dämmerung noch mit der Nacht ringt und sie Schritt für Schritt zurückdrängt, arbeiten hier die Händler mit erhöhter
        
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