Path:
Im Bouillonkeller

Full text: Dunkle Winkel in Berlin / Ostwald, Hans

n wennste mir nid) jleich begrüßt,

Denn jiebts eent jegen 'n Kegel!

Denn jiebts eent jegen ’tt Kegel!

Denn jiebts eent jegen ’n Kegel!

Ick bin Marie'n ihr Lndewig

Un war zwee Jahr in Tegel!1)

Un war zwee Jahr in Tegel!

Merk' Dir bei!

Ja, in Tegel!!

So klang eine harte, heisere Stimme aus einem Keller heraus auf die nächtliche Straße. Es war so gegen drei Uhr morgens. Der Fahrdamm war leer. Nur von fern leuchteten die trüben Laternen vom Nacht-Omnibus. Wenige Leute gingen auf der Straße. Männer, die nicht ganz gerade gehen konnten. Männer, die nach Bier und nach Schnaps rochen. Männer, die jedes der herumstreifenden Frauenzimmer anredeten und anstarrten. 9

Und dann diese Frauenzimmer!

Man kennt sie ja. Sie pendeln von Straßenecke zu Straßenecke, in geschmackloser, proletarischer, sonntäglicher Kleidung, die sie mit irgend einem grellbunten Hut — oder mit knalliger Seidenblnse, besonders hohen Steh-

2) Tegel: Berliner Gefängnis.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.