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"Chips"

Full text: Berliner Klubs / Katscher, Leopold

«Rips.

Schwarze und Weiße, grüne und rote, runde und eckige Elfenbeinplättchen bedecken die Spieltische: Chips.

Chips wörtlich übersetzt bedeutet eigentlich Schnitzelchen.

Nirgends sieht man bares Geld. Nur die ganz „Ausgemisteten" suchen in den Westentaschen die letzten "Pfunde" zusammen, denen lohnt es sich nicht mehr, sie erst beim Kassierer umzuwechseln.

Im allgemeinen wird nur um Chips gespielt, die die Streichhölzchen früherer Jahre verdrängt haben. Bei Beginn der Partie tauscht der Spieler seiu Geld gegen die kleinen Plättchen ein, die ein Wechseln und Herausgeben, einen lästigen Zeitverlust, nicht nötig machen, ^ie gelten je nach Farbe und Fornl zehn, zwanzig, fünfzig und hundert Mark.

Jedoch nicht nur der Bequemlichkeit wegen ist das bare Geld an den Spieltischen so selten zu sehen. Zwei triftige Momente haben die Einführung der Spielmarken begünstigt. Zunächst, es wird sicherlich viel leichtsinniger gespielt, man legt viel hänsiger und schneller ein Häufchen der farbigen Elfenbeinplatten auf die Karte, ehe man sich von fünf oder zehn Goldstücken trennt. Wenn man das blanke Gold in den Fingern spürt, wenn man das harte, kalte Metall erfaßt oder wenn man gar erst die
        
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