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Die einzelnen Klubs

Full text: Berliner Klubs / Katscher, Leopold

Die einzelnen Klubs.	13

Hub". Wenn einmal etwas Passiert, dann zahlt die Klub-kasse die Schulden. So mancher, der der Ressource 50 000 Mark schuldig -war, ^betritt nie wieder deren Räume, nie wird er aber auch 'an die Schulden gemahnt werden.

Nun muß aber auch zugleich betont werden, daß gerade in der Ressource von 1794 ein sehr großer Teil der Mitglieder überhaupt nicht; spielt, daß diese Herren, meist Börseaner, Mitglieder sind, weil es zum guten Ton gehört und eine gewisse gesellschaftliche Stellung voraussetzt. Das Einzige, was diese Gruppe mit dem Klub verbindet, sind die großen Diners, besonders au Kaisers Geburtstag, wo regelmäßig alle Mitglieder ihre königstrene Gesinnung betätigen und das ausgezeichnete Menu mit den erlesenen Weinen gontiren.

Zu den Auserkorenen der Ressource gehört zunächst die Creme des Berliner Handelsstandes, die Bankdirektoren, dazu eine große Anzahl von Rechtsanwälten. Vielfach sind'zwei Geueratiouen dort vertreten, der alte Geheime Kommerzienrat und der junge dereinstige Erbe des väterlichen Nameus und des väterlichen Geldes ....

Es ist nicht ganz leicht, Mitglied der Ressource von 1794 zu werden, die Mitgliedschaft hebt aber dafür dann in gewissen Kreisen die Persönlichkeit des Betreffenden, vielleicht sogar in beschränktem Maße auch seinen Kredit, eine gesellschaftlich einwandsfreie Position ist nötig, ehe uran sich dort an die Pokertische setzen darf — aber dann ist es eine Lust, da oben zu leben.

Die Ressource weist zwei Eigentümlichkeiten auf, die beachtenswert erscheinen. Sie ist einer der wenigen Klubs, in dem auch in den Vormittagsstunden, und nicht nur des Sonntags, viel gespielt wird. Dort sitzen dann die großeri Herren, die eigentlich an die Börse gehen müßten, und spielen, neuerdiugs Bridge, per Telephon
        
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