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Weitere Kindertragödien

Full text: Gefährdete und verwahrloste Jugend / Lasson, Alfred

Weitere Ätnbcrtrngöbten. ________ ___________

und andersbehauptet er, das ttiud fei -in Bastard, und nach bdcmntcm Muster beschuldigt -r es onan,st,scher Steigungen-qruudlole infame Verleumdungen gegen die tote Frau und das zartbesaitete, hilflose Sind. „Sie können mit dem was Sie wollen", „Sie können es dem ersten besten schenken , Ich nehme nicht das mindeste Interesse an diesem Bastard -solche Redensarten gebrauchte er gegenüber einer Freundin er verstorbenen Frau, die da- Kind hin und wieder aus einige loge zu sich nahm. Wagte sie aber, das Kind um eme halbe <31unde über die vorn Vater vorgeschriebene Frist zu behalten, so schäumte in ihm das oerlehte Elternrecht auf zu einem groben Briefe - und als auf Grund von Ermittlungen dcr Zentrale das Voimundschaftsgericht die Entziehung des 'Rechts der -orge für die Person des lindes gegen den Vater aussprach, da wandte sich der gekränkte Vater beschwerdeführend an das Landgericht - was ihm allerdings nichts nützte. Nach dem Tode ferner Frau hatte der liebevolle Vater das damals einjährige Slmt> in eine elende ärmliche Pflegestelle anf dem Lande gegeben zu einer kinderreichen, armen Familie, die unter dein Dache hau, e, zuletzt war die Pslegefrau krebskrank, und es herrschte m der engen Wohnung ein Zustand, datz selbst btc vorhm erwähnte mütterliche Freundin der Heilten E. nicht mehr die Schwelle dieses Heims zu überschreiten vermochte. Nie besuchte der Vater das Siinb, nur selten zahlte er Pflegegeld, für die Kleidung ließ er jene Frau sorgen. - Nach dem Tode der Pflegemutter nahm der Vater das nunmehr siebenjährige Kind zu sich, und nun begann eine noch viel schlimmere Zeit für das zarte Wesen. Brutale Züchtigungen kamen allerdings nicht vor, — das dulc o c die „Bildung" und das „Ansehen" des Vaters nicht; nichts dergleichen geschah; nur, datz das Kind nie ein freundliches Wort hörte, nur, das; der Vater es stets im Tone eines ^klaven-aufsehers anherrschte, wegen seiner „Frchsucht" anfuhr, ihm seine uneheliche Geburt vorwarf, an seiner „Stumpfsinniglen , wenn es völlig wortlos und mit dem Stoizismus des mchhan-delten, hilflosen, aufs äußerste gefaßten Geschöpfes vor ihm stand, herum kurierte, mit dem abscheulichen Verdacht der Onanie
        
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