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II. Milieu und Erziehung. Die Gefährdung der Jugend durch die Wohnungsmisere

Full text: Gefährdete und verwahrloste Jugend / Lasson, Alfred

24 Großstadt-Dokumente Bd. 49. Gefährdete und verwahrloste Jugend. 
Küche werden auf zwei Nähmaschinen Damenkleiderröcke an¬ 
gefertigt. Der Fußboden ist mit Schmutz und Staub bedeckt. 
Abends wird in der .Rüche ein Bett aufgestellt, in welchem 
die an Luftröhrenkatarrh erkrankte Patientin mit ihrer Tochter 
schläft. 
Teltowerstr.Du er geb. III. 
In einer Stube schlafen sechs Personen in drei Betten. 
Der Patient selbst teilt das Bett mit seiner Frau. Die zweite 
Stube ist an Schlafleute vermietet. 
Rirdorf, Lessingstr.vorn III. 
Die Wohnung der Influenzakranken besteht aus Stube 
und Rüche. In der kleinen Stube schlafen Mann, 
Frau und sechs Kinder. (Zwei Rinder sind kürzlich ge¬ 
storben.) Für diese acht Personen sind an Schlafgelegenheiten 
vorhanden: Zwei Betten, ein Kinderbett und ein Kinder¬ 
wagen. 
L i n i e n st r , Quergeb. II. 
Die Familie der an Gelenkrheuma erkrankten Patientin 
besteht aus neun Personen. In einem Bett in der Küche 
schlafen die drei ältesten Kinder; in der Stube schlafen in 
einem Kinderbett zwei Kinder, während vier Personen 
in einem Bett, welches mit Hilfe von zwei Stühlen ver¬ 
breitert wird, schlafen müssen. In der Küche läuft das Wasser 
an den Wänden herab. 
Schulzendorferstr..., vorn IV. 
Die Wohnung besteht aus einer kleinen verräucherten 
und schmutzigen Küche, welche die Kranke mit ihrem Sohne 
bewohnt. Die lungenkranke Patientin, welche Nacht¬ 
schweiße hat, muß mit ihrem 13jährigen Sohne das 
eine zur Verfügung st eh ende Bett teilen(!) 
Nirdorf, Wanzlickstr. .., Quergeb.III. 
In der Stube schlafen in zwei Betten die Eheleute mit 
Zwei Kindern. In der nicht heizbaren, sehr kleinen Kammer 
schlafen in zwei Betten vier Kinder. Der Raum wird durch 
hie Betten vollständig ausgefüllt.
        
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