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Wie sieht nun die Arbeit in vielen Erziehungsanstalten aus?

Full text: Gefährdete und verwahrloste Jugend / Lasson, Alfred

Schluhbetrachtungen. 
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erfolge zu verzeichnen waren; aber das wird auch nicht be- 
stritten werden dürfen: den veränderten Zeitverhältnissen ent¬ 
sprechend, müssen andere Erziehungsgrundsätze auch in den kirch¬ 
lichen und anderen Anstalten privater Fürsorge angewandt 
werden. Kann der Staat die Hilfe der privaten Anstalten 
nicht entbehren, und er kann sie heute nicht und will sie über¬ 
haupt nicht entbehren, so mutz er doch — selbst wenn eine 
Hundertmillionenanleihe nötig werden sollte — ein ernstes 
Wort dazwischen reden dürfen. Die Leitung 
der Anstalten muß reformiert werden. Andere 
Leitung, anderer Geist. 
Äufjfietmdifiuigeii 
Die vorliegenden Ausführungen sollen, wie wohl erkenn¬ 
bar, nicht lediglich kritischen Zwecken dienen, sondern sie sollten 
auch versuchen, gegenüber den bestehenden Mißständen zu zeigen, 
wie es in der Fürsorgeerziehung vielleicht gemacht werden 
könnte. Es ist ganz besonders auf die unermüdliche Reformarbeit 
hervorragender Männer auf diesem Gebiete hingewiesen worden, 
auf Herrn v. Kaphengst-Kohlow, Konrad Agahd, Pastor Plaß 
und Geheimrat Krohne. Und wenn das Kapitel über „Arbeits¬ 
erziehung und Anstaltsleben" manchem vielleicht als ein schöner 
Traum, als eine Utopie erscheinen mag, so ist darauf zu er¬ 
widern, daß alles, was hier als sozialpädagogisch notwendig ge¬ 
schildert wurde, in Wirklichkeit bereits vorhanden ist, und zwar in 
allernächster Nähe der Reichshauptstadt, und daß jedem, aber 
auch jedem Besucher zu jeder Zeit die Pforten des „Erziehungs¬ 
heims am Urban" zur Besichtigung offen stehen. Und nicht besser
        
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