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VII. Beamtenkammern? Aufgaben und Grenzen ihrer Arbeit

Full text: Berliner Beamte / Clerk, ...

VII. Beamtenkammern?

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leben nicht nur diesem Schaden, sondern auch der Obrigkeit und der ihr anvertrauten öffentlichen Angelegenheit.

Gerade die Beamtenkörperschaft der Großstädte würde sich dazu eignen, es mit solchen Berufsvertretungen zu versuchen. Es sind auch bereits Versuche dazu im Gange. Der Beamte, der schweigen muß, hat manches Weh, daß erst zutage treten wird, wenn er es an einer Stelle aussprechen darf, wo es den rein persönlichen Charakter verliert.

Beamtenkammern oder nicht! Jedenfalls darf der Beamte, der ja schon in der städtischen Selbstverwaltung ein willkommenes Glied ist, den Vorsatz haben, seine wirtschaftlichen, beruflichen und sittlichen Interessen in gesetzlichem Rahmen vertreten zu sehen. Der Großstadtbeamte besonders ist so mit dem Leben des Tages und den Fragen der Zeit in Fühlung, daß er ein schlechter Kerl sein müßte, wenn sich in ihm nicht eine gewisse llr-teilsreife und Selbsterziehung einstellen würde.

Beamtenkammern — der Sache nach — nicht dem Namen nach — als Sammelbecken aller guten Kräfte des Beamtentums — im großen oder im kleineren Maßstabe, zuerst als Versuch, dann als gesetzliche Einrichtung, das muß die Hoffnung des deutschen Beamten sein.
        
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