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VII. Beamtenkammern? Aufgaben und Grenzen ihrer Arbeit

Full text: Berliner Beamte / Clerk, ...

80 Großstadt - Dokumente 23b. 43. Berliner Beamte.

Arbeit alljährlich geleistet, die auf die Hebung des Beamtentums abzielt. Und doch: wieviel geht verloren.

Hier könnten Beamtenkammern Segensreiches leisten. Sie könnten der Obrigkeit alles Material fernhalten, das nicht von allgemeinem Interesse für das Beamtentum ist. Sie würden Gegensätze im Beamtentum allmählich ausgleichen und auch gewisse Spannungen zwischen Obrigkeit und Beamtentum ausschalten.

Denn man muß doch annehmen, daß nur intellektuell und moralisch besonders qualifizierte Beamte von dem Vertrauen ihrer Genossen in das Amt eines Mitgliedes der Beamtenkammern hinaufgetragen werden würden.

Irgend ein bestimmender Einfluß ist der Kammer nicht einzuräumen. Sie soll sammeln, sondern, sichten, begutachten, und wenn nötig auch einmal schlichten, nicht richten. Bestimmte Aufträge könnte die Obrigkeit ihr jederzeit erteilen und durch die Mitwirkung eines rechtskundigen Syndikus würde der Wert der Arbeit einer solchen Veamtenkammer sich ohne Mühe auch für die Lösung schwierigerer Fragen steigern lassen.

Die Arbeit der Beamtenkammern dürfte die Geschäfte des Personaldezernenten bei den großen Behörden ganz wesentlich vereinfachen. Der Personaldezernent ist immer ein vielgeplagter Beamter. Aus alten Akten, aus Petitionen und Statistiken, die unter den verschiedensten Verhältnissen entstanden sind, muß er sich ein Gesamtbild schaffen. Er soll die verschiedensten Beamtenarten übersehen, allen soll er gerecht werden und alle Inter-
        
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