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VII. Beamtenkammern? Aufgaben und Grenzen ihrer Arbeit

Full text: Berliner Beamte / Clerk, ...

Der Ruf der Beamten nach einer Vertretung ihrer Berufsinteressen ist erst neuerdings laut geworden. Das Vorbild der Begründung von Handels-, Apotheker-, Handwerks- und Landwirtschaftskammern mag den Wunsch angeregt haben.

Es ist nun aber zunächst nicht zu übersehen, daß die bereits bestehenden gesetzlichen Kammerbildungen ausschließlich Vertretungen freier Berufe sind, deren Merkmal der freie Wettbewerb ist.

Man muß aber auch die Vertretung der Arzte und Anwälte in Arzte- und Anwaltskammern als eine Vertretung von im freien Wettbewerb stehenden Berufen ansehen. Allerdings haben diese letzteren Kammern auch Ausgaben, die aus die Wahrung des Standesehrbegriffs abzielen.

Wenn jetzt aus den Kreisen der Beamten der Wunsch erschallt nach Beamtenkammern, so wird zunächst die Frage zu stellen sein, inwieweit der Wunsch überhaupt berechtigt ist.

Die Interessen des Beamtentums sind von dreierlei Art: wirtschaftlicher, beruflicher und moralischer Art.

Das wirtschaftliche Interesse hat bekanntlich sich bereits in großen Bildungen organisiert. Die Einkaufsund Baugenossenschaften, die Spar- und Darlehnsvereine, die Veranstaltung von billigen Vortrags- und Theaterabenden durch diese Vereine, sowie das glänzend ein-
        
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