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VI. Beamten-Wirtschafts-Statistik. Wirtschaftliche Stellung des Beamten, Beseitigung des Petitionswesens, Fünfjährige Umfrage von Amts wegen

Full text: Berliner Beamte / Clerk, ...

68 Großstadt-Dokumente Vd. 43. Berliner Beamte.

wird jetzt immer allgemein behauptet: das Gehalt lange nicht; und in Zeiten der Teuerung wird es ja auch ohne weiteres geglaubt. Aus der anderen Seite wäre die Obrigkeit stets in der Lage, aus den systematisch zu bearbeitenden Ergebnissen der Statistik zu entnehmen: wie sieht es im Beamtentum aus?

Es würde damit eine ähnliche Wirkung erzielt werden, wie etwa seinerzeit mit der Einführung der Alterszulagen. Die Alterszulagen traten an die Stelle der Zulagen, die der Beamte erhielt durch Einrücken in die Stellen ausgeschiedener Vordermänner. Er wartete also sozusagen auf den Tod älterer Kollegen. Das war auch ein nicht erfreulicher Zustand. Die Alterszulagen haben ihn beseitigt.

Man wende nicht ein gegen die gesetzliche Festlegung der periodischen wirtschaftlichen Statistik, das Beamtentum würde selber dagegen sein. Würde dagegen sein, weil es sich nicht ausftagen lassen will. Es wäre ein Eindringen in persönliche Verhältnisse.

Wie aber soll sich eine Obrigkeit, die Geld geben soll, anders einen Einblick verschaffen, als durch eine solche Statistik! Sie soll sich ja um das persönliche Wohl und Wehe ihrer Beamten kümmern. Also müssen die Beamten doch wohl auch Rede stehen, wenn sie etwas haben wollen.

Zahlen sagen mehr als allgemeine Klagen.

And vor allem: es ist würdiger des Beamten, alle fünf Jahre einfach sachlich zu sagen: dieses sind meine Verhältnisse, als sich dauernd in
        
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