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VI. Beamten-Wirtschafts-Statistik. Wirtschaftliche Stellung des Beamten, Beseitigung des Petitionswesens, Fünfjährige Umfrage von Amts wegen

Full text: Berliner Beamte / Clerk, ...

66 Großstadt-Dokumente 23b. 43. Berliner Beamte.

möglich zu beurteilen, ob das Einkommen der Klassen nicht genügend ist oder ob es nicht etwa doch genügt.

Die Obrigkeit verlangt von ihren Beamten, daß sie nicht leichtsinnig Schulden machen. Aber selbst unverdiente Verschuldung erschwert die dienstliche Laufbahn des Beamten. Umsomehr muß dafür gesorgt sein, daß das Einkommen mit dem mittleren Bedarf der einzelner: Gehaltsklassen in Einklang steht.

Der jetzige Zustand ist der, daß von Zeit zu Zeit, wenn nicht gar dauernd, von den Beamten ganz allgemein behauptet wird, ihr Einkommen sei unzureichend. Die Obrigkeit verhält sich angesichts der periodischen Wiederkehr der Klage naturgemäß zunächst immer abwartend. Auch fehlt es ihr an jeder Unterlage, die Stichhaltigkeit der Klage zu beurteilen. Die Obrigkeit weiß heute nicht genau, welche wirtschaftliche Verpflichtung etwa haben die Angehörigen der Gehaltsklasse von 4000 Mark? Wieviele von ihnen sind verheiratet? Wieviele haben z. B. 5 Kinder? Was wird an Miete im Durchschnitt von diesen Beamten gezahlt? Welche Unkosten durch Unglückssälle und Krankheiten sind im Durchschnitt aufgewendet?

Nun aber soll die Obrigkeit beurteilen, ob die 4000 Mark zu dem standesgemäßen Unterhalt der Beamten mit 4000 Mark reichen?

Immerhin: Aufbesserungen finden statt; wenn die wirtschaftlichen kosten sich verteuern, dann pflegen ja alle Verwaltungen das zu berücksichtigen.

Aber dann ist noch keine Gewähr, daß die Auf-
        
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