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VI. Beamten-Wirtschafts-Statistik. Wirtschaftliche Stellung des Beamten, Beseitigung des Petitionswesens, Fünfjährige Umfrage von Amts wegen

Full text: Berliner Beamte / Clerk, ...

Das Verhältnis zwischen Obrigkeit und Beamtentum stellt sich in wirtschaftlicher Beziehung als ein Schutzverhältnis dar.

Der Beamte ist in seinem wirtschaftlichen Leben nicht mehr von der Willkür einzelner Machthaber abhängig. Nicht nur seine Rechtsstellung ist gesetzlich gesichert, sondern auch seine wirtschaftliche Stellung.

Es ist menschlich und aus der dauernden Steigerung aller menschlichen Bedürfnisse zu verstehen, daß über die wirtschaftlichen Bedürfnisse der einzelnen Beamtenschichten zwischen den Beamten selber und ihrer Obrigkeit immer wieder Meinungsverschiedenheiten entstehen.

Auch der Beamte bleibt von den Erschütterungen des Wirtschaftslebens nicht unberührt. Während aber die freien Berufe ihre Träger nicht lebenslänglich an sich fesseln und außerdem jedem die tröstliche Möglichkeit bieten, im freien Wettbewerb sich zur höchsten wirtschaftlichen Freiheit herauszuarbeiten, ist der Beantte in einem gewissen Alter nicht mehr imstande, umzusatteln, weil er zu einseitig vorgebildet und für den steten Wettbewerb zu unselbständig geworden ist. Auch ist selbst dem Aller-tüchtigsten eine Grenze gesetzt, die weit hinter den Möglichkeiten der freien Berufe zurückbleibt.

Es fehlt dem Beamten ferner jede Möglichkeit, mit dem Nachdruck auf seine wirtschaftliche Besserstellung hinzuarbeiten, wie den Trägern der freien Berufe.
        
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