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V. Schema F. Amerikanismus, Maschinenschrift in Akten, Diktat und Stenographie, Aktenwesen, Die Firmen der Behörden, Arbeitshygiene, Rechtsauskunftstellen

Full text: Berliner Beamte / Clerk, ...

V. Schema F.

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so viel als der felbstschreibende und er leistet es auch dreimal so schnell.

Die Maschine liefert das Aktenkonzept ebensogut als der Regierungsrat, meistens sogar deutlicher geschrieben als die „ausgeschriebene" Hand des Herrn Regierungsrates, und die Maschine liefert die Reinschrift sofort mit und schaltet die schwerfällige Handkanzlei also für die Mehrzahl der Sachen ohne weiteres aus.

Es ist auch nicht wahr, daß die Akten dicker werden, wenn alle größeren Verfügungen auf besonderem Bogen in Maschinenschrift zu den Akten gelangen. Die Maschinenschrift ist enger und deutlicher. Wo früher 5—6 oft mit den schönsten Krähenfüßen bedeckte Blätter erschienen, würden sich 2—3 deutlich geschriebene Ma-schinenschristseiten befinden.

Akten in Maschinenschrift sollen schwer lesbar sein. Warum aber sind schon handschriftlich geschriebene Akten überhaupt schwer lesbar? Weil jede Handschrift anders ist und weil jede Ecke weißen Aktenpapieres auf den Vorlagen und Eingängen mit Verfügungen besät ist, wenn diese zu den Akten kommen. Wenn Blatt auf Blatt aber deutlich geschrieben chronologisch im Aktenstück erscheint, soll es wohl sehr schwer sein von schwer-leserlichen Akten zu sprechen.

Der persönliche Duktus der Handschriften in einem Aktenstück ist gewiß ein guter Führer beim Aktenlesen, das weiß jeder, der je Akten las.

Aber auch der persönliche Duktus ist manchmal äußerst schwer leserlich und seine Entzifferung und die
        
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