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III. Der Weg des Beamten. Herkunft, Erziehung, Individualismus, Scheidewege, Mimicry

Full text: Berliner Beamte / Clerk, ...

22 Großstadt-Dokumente Bd. 43. Berliner Beamte.

Beamtenstand und von Söhnen mittlerer Beamten ins höhere Beamtentum statt.

Dieses Aufsteigen ist idealer Veamtenersatz. Der Sohn hat alle Freuden und Nöte des Beamtentums der niederen Klasse im Elternhause erfahren. Er bringt das soziale Verständnis dafür in seine höhere Klasse mit und einen Willen zum Beruf, der ihm vom Vater anerzogen ist. Denn den Vatern pflegt menschlicherweise die Schicht ihrer Vorgesetzten, die ihnen unerreichbar war, als die nächsthöhere Stufe zu irdischer Glückseligkeit zu erscheinen. Der Kanzleidiener sieht seine Träume erfüllt, wenn sein Sohn sich zum Geheimen Rechnungsrat aufschwingt, und der Geheime Rechnungsrat, wenn sein Sohn den Rat IV. Klasse erreicht hat.

Aber es erneuert sich das Beamtentum im wesentlichen doch nicht aus sich selbst heraus, abgesehen von dem idealen Beamtenersatz aus unterer Beamtenschicht. Der Beamtensohn, der lediglich wieder das Amt des Vaters anstrebt, ist dazu entweder durch dessen wirtschaftliche Lage gezwungen, oder sein Ehrgeiz findet eben an dem väterlichen Beruf Genüge.

Die Zahl der jungen Leute aber, die mit 18 Jahren in raschem, sicherem Brot und in einen: Beruf, der ihrer jugendlichen Phantasie keine Reize gibt, ihr Heil sehen, ist selbstverständlich nicht groß.

Es ist also, von wenigen Fällen abgesehen, fast immer der harte, bittere Zwang, der junge Menschen dazu bringt, sich das Beamtenlos zu wühlen.

Es ist noch gut, wenn sie dabei das Bewußtsein
        
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