Path:
III. Der Weg des Beamten. Herkunft, Erziehung, Individualismus, Scheidewege, Mimicry

Full text: Berliner Beamte / Clerk, ...

Die Universitäten führen eine Statistik über die Herkunft der Studenten, bei der sich herausgestellt hat, daß nicht gerade die Söhne der akademisch Gebildeten vorwiegend die Universitäten bevölkern. Es hat sich vielmehr gezeigt, daß hauptsächlich der Lehrerstand, der Handwerkerstand, der Kaufmannsstand, der Offiziersstand und der Beamtenstand seine Söhne auf Universitäten schickt.

Über die Herkunft des Beamten hat sich die Statistik noch nicht den Kopf zerbrochen. Eine solche Be-rufsstatistik würde übrigens auch zum Arbeitsfeld der Veamtenvertretungen gehören. Es ist im allgemeinen anzunehmen, dasz der Beamte seinen begabten Sohn, wenn er es wirtschaftlich möglich machen kann, studieren läßt oder einem freien Beruf oder einem höheren Beruf zuführt. Die Mehrzahl der Beamten dürste ihren bekannten Stoßseufzer wahr machen: „Alles soll mein Iunge

werden: bloß nicht Beamter!"

Es ist nicht gerade anzunehmen, daß das Vorbild des Vaters, der oft verärgert, enttäuscht, sorgenvoll aus dem Dienst nach Hause kommt, den heranwachsenden Sohn dazu anfeuert, sich seine Zukunft dahin auszumalen,

daß er einmal Beamter werde.

So kommt es, daß gerade aus Beamtenhänsern die geringere Zahl der Beamten hervorgeht. Es findet aber ein Aufsteigen von Unterbeamtensöhnen in den mittleren
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.