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VI. Die Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger

Full text: Berliner Theater / Turszinsky, Walter

62 Großstadt-Dokumente Vd. 29. Berliner Theater.

Vörsianerhetüren und Prinzenmaitressen, außerhalb der Grenzen jeglicher Toleranz stehen... und daß nur sie, die beuchten der chambres separees und gewisser Berliner Bälle, es sind, die sich z. V. auch von je dagegen gesträubt haben, daß die Theaterdirektoren die Lieferung der Damentoiletten aus ihre Äctppe und Kasse nehmen. Aber gerade hier wird die politische Belehnung der Schauspielerin die notwendige reinliche Scheidung schaffen. Es wird sich da — meinetwegen nicht ohne Pharisäertum — eine geistige und (im freien Sinne) sittliche first dass der Bühnenkünstlerinnen Herausdestillieren, die ihren sogenannten Kameradinnen durch schroffe persönliche Abwendung und dann wohl auch öffentlich in der Delegiertentagung den Marsch blasen werden. So wird man die wahrhaften „Schandflecke" noch deutlicher boykottieren und sie endlich ganz ausmerzen. Ob aber auch das Spalier der Bühnenkünstlerinnen Frauen birgt, die sich mit Ernst und Verständnis in sozial-förderische, berufliche Aufgaben vertiefen könnten, will man wissen? Einige Namen für viele, die Namen Louise Dumont, Marie Pospischill, Rosa Bertens, geben die Antwort auf diese Frage.

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Eine Kritik über diese Leistungen kann man sich sparen, solange es schwer wird, auch nur eine künstlerische Genossenschaft aufzutreiben, die solches erreicht hat. In diesem Rahmen durchaus positiver Ergebnisse bleiben natürlich noch kleine Wünsche unerfüllt. Das geschäftsführende Präsidium der Vereinigung, zu dem sich außer den im ersten Kapitelabschnitt Charakterisierten noch die Schauspieler Willy Grun-wald, Bruno Köhler, Oscar Keßler, Jocza Samts, Oberregisseur vom Hoftheater in München, Emil Reubke, Regisseur des Dessauer Hoftheaters, Adolf Mylius vom Stadttheater in Hamburg und Hermann Nissen vom Wiener Burgtheater gesellen, ist durch-
        
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