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XI. Der deutsche Bühnenklub

Full text: Berliner Theater / Turszinsky, Walter

XI. Der deutsche Bühnenklub.	107

von Jahrzehnten des Zigeunerischen entwöhnten Beruf wieder zu den Lieblingsbeschäftigungen des Zi-geunertums zurückzwingen wollen. Wer — aus der engeren Klassensphäre — mit diesen Leuten eines Herzens ist, der mag draußen bleiben. An ihm ist nichts gelegen, und gerade so sondert man am geschicktesten die Spreu vom Weizen. Dann aber appelliere man öffentlich an jene obersten des Berufs, die — zum Teil — noch fernstehen und nach der augenblicklichen Sachlage einen Grund dazu haben. Dann aber sage man ihnen: „Die Luft ist wieder rein. Wir möchten jetzt besser bauen. Wenn Ihr helft, werden wir es auch können." Wahrhaftig: diese Männer müßten kein soziales Gefühl haben, wenn sie auch dann noch untätig blieben. — Inzwischen hat das Präsidium des Klubs unisono sein Amt niedergelegt, und neue Leute, voran der Theaterdirektor Hans Gregor, der Sänger Paul Knüpfer, der Professor Siegwart Fried-mann, sind an die Spitze gestellt. Hoffentlich treten diese auch zugleich als Reformatoren auf und säubern den Boden der an sich so wertvollen Vereinigung von allen Ausartungen.
        
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