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Reklame der Warenhäuser

Full text: Berliner Warenhäuser / Colze, Leo

Reklame der Warenhäuser.	 77

Die Karikaturen» denn um solche handelte es sich, der ihgenart Hajduks gemäß, wurden das Gesprächsthema Berlins. Der Erfolg war offensichtlich. Durch die Zeichnung allein machte die neue Firma von sich reden, und hatte so gewonnen Spiel. Die Kunst August Hajduks, nichts mit dem l’art pour 1'art-Prinzipe gemein habend, wurde seine beste Einführung.

Es dauerte nicht lange, so begann sich der Einfluß dieser neuen Jnseratenart überall fühlbar zu machen. Schrift und Zeichnungen, ja selbst die Künstlermarke des Malers wurden kopiert, und heute ist bei einem Blick auf die Ganzseiteninserate von Warenhäusern Berlins und der Provinz der Einfluß der „51. d. W."-Inserate unverkennbar.

Dieses Warenhaus hat, man kann es, ohne in den Verdacht der Uebertreibung zu kommen, sagen, befruchtend und belebend auf die gesamte Jnseratkunst gewirkt.

Daß, um ein mehr reales Gebiet noch kurz zu berühren, die Kosten der Reklame für die Berliner Warenhäuser keine geringen sind, ist auch dem Fernstehendsten klar. Die Reklame-etats sind denn auch keine allzu kleinen, und halten sich durchaus auf der Höhe von 15—25 OOO Mark pro Monat. 180 000 Mark für das Jahr für Reklame dürften nicht allzuviel sein. Solche Posten muß das Berliner Warenhaus schon opfern, will es dem Publikum in Erinnerung bleiben.
        
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