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Das Kaufhaus des Westens

Full text: Berliner Warenhäuser / Colze, Leo

Das Kaufhaus des Westens.	23

wenig vorgebogenen Erker an der Passauerstraße, tragen viel zur Belebung des Ganzen bei.

Die Seiteneingänge zum Erdgeschoß, die Zugänge zu den Treppenhäusern und die Einfahrtstore an den Nebenstraßen sind in der Fassadenarchitektur in einfachen Formen hervorgehoben.

Hervorzuheben sind noch die reichen Kunstschmiedearbeiten an dem Brüstungsgitter und dem Versenktor am Hauptportal, sowie die kunstvolle Figuren tragenden Bronzeausleger an der Ansbacherstraße und die Laternen auf den Einbauten an den Ecken des Gebäudes.

Innerhalb des mächtigen Gebäudekompleres wurden vier große Höfe angeordnet. Die denselben zugekehrten Fassaden sind in Putzarchitektur ausgeführt. Die Struktur des gewählten Putzmaterials, Terranova, wurde in den verschiedensten Techniken zur Belebung der Flächen herangezogen. Die beiden vorzugsweise durch den Geschäftsbetrieb und besonders den Transport der Waren in Benutzung genommenen Höfe haben eine einfachere Architektur, während für die Innenhöfe 1 und 2 eine reichere, künstlerische Ausgestaltung in Anwendung kam. Diese Höfe stehen mit den Nepräsentationsräumen des Erdgeschosses in Verbindung und sollen dem erholungsbedürftigen Besucher Ruheplätze in einem architektonisch und gärtnerisch-künstlerisch ausgebildeten Innengarten bieten. Den flachbogig vorgebauten, glasgedeckten, eingeschossigen Ausbauten sind originell in Kalkstein aufgebaute Brunnenanlagen angegliedert, aus deren in Bronze gebildeten Auslässen das plätschernde Wasser, von Schale zu Schale rieselnd, sich in weite Becken ergießt. Der vorgenannte Ausbau, zugleich die Brunnenwand bildend, hat eine reichere architektonische Gestaltung erfahren und ist durch dieser Brunnenanlage angepaßte Ornamente geschmückt.

Zierliche Säulenstellungen mit dazwischen angeordneten Brüstungen schließen die große Halle nach der Tauenzienstraße und dem Hose zu gegen den Zwischenstück ab; kunstvolle, durch-
        
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