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Full text: Fachbrief Grundschule (Rights reserved) Ausgabe 14.2022 (Rights reserved)

FACHBRIEF NR. 14 GRUNDSCHULE Themenschwerpunkt Demokratiebildung in der Primarstufe Teil I: Partizipation und Mitbestimmung Es wird gebeten, den Fachbrief allen Pädagoginnen und Pädagogen in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen. Zeitgleich wird er ins Netz gestellt unter: https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fachbriefe-grundschule Ihre Ansprechpartner in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie: Cihan Mutlu, Fachaufsicht Gesellschaftswissenschaften 5/6 und Sachunterricht; Demokratiebildung an Grundschulen: cihan.mutlu@senbjf.berlin.de Foto: „Wortwolke Demokratiebildung“ von Cihan Mutlu; Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, das Erstarken demokratiegefährdender gesellschaftlicher Tendenzen in den letzten Jahren, aber auch der Einmarsch russischer Truppen in die demokratische Ukraine, führen uns zunehmend vor Augen, dass die Demokratie, die vom demokratischen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger lebt, nicht als selbstverständlich betrachtet werden darf. Angesichts der aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen sind daher auch die Grundschulen mehr gefordert, ihren Auftrag der Demokratiebildung (§ 1 SchulG Berlin) in den Fokus zu rücken. Die Heranbildung einer demokratischen Haltung, die auf Freiheit und sozialer Gerechtigkeit beruht, politische Bildung voraussetzt und demokratisches Handeln bedingt, kann nicht früh genug ein Teil der Erziehung und Bildung sein. Umso mehr kommt den Grundschulen eine bedeutende Rolle zu, demokratieförderliche Lernund Lebenswelten zu schaffen und diese zu kultivieren. Dies kann nicht von heute auf morgen gelingen, sondern nur Ergebnis eines Entwicklungsprozesses sein. Eine Säule der Demokratiebildung stellen Partizipation und Mitbestimmung dar. Die neue Fassung des Schulgesetzes (vom 31.03.2022) gibt vor, im Schulprogramm „die Grundsätze der Demokratiebildung und der konkreten Beteiligung von Schülerinnen und Schülern an der Gestaltung des Schulalltags, einschließlich der Beteiligung der Schülerinnen und Schüler bei der finanziellen Absicherung der besonderen pädagogischen Schwerpunkte und Aktivitäten, auch durch ein eigenes Budget der Schülerinnen und Schüler (Schülerinnen- und Schülerhaushalt)“ (SchulG § 8, Absatz 2, Nr. 12.), festzulegen. Mit diesem Fachbrief möchte ich Sie anhand von Anregungen, Angeboten, Praxisbeispielen sowie Unterrichtsmaterialien nicht nur bei der Entwicklung und Umsetzung von Beteiligungsstrukturen unterstützen, sondern Sie auch über weitere Schulgesetzesänderungen (u.a. zum Klassenrat, der Wahl der Klassensprecherinnen und Klassensprecher, der Gesamtschülervertretung und der Schulkonferenz) informieren, die die Beteiligungs- und Partizipationsmöglichkeiten der Grundschülerinnen und Grundschüler stärken. Des Weiteren stellt dieser Fachbrief neben anderen Unterstützungsmöglichkeiten (Schüler*in- nen-Haushalt, Kinder- und Jugendbeteiligungsstellen, Elternbeteiligung) das Programm „Politische Bildung an Berliner Schulen“ vor, das allen öffentlichen Schulen ein Budget zur Förderung demokratieförderlicher Vorhaben zur Verfügung stellt. Seite 2 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Dieser Fachbrief stellt den ersten Teil einer Fachbriefreihe dar, mit der das komplexe Feld der Demokratiebildung stärker beleuchtet werden soll. Die nachfolgenden Fachbriefe werden sich mit drei weiteren Säulen der Demokratiebildung befassen:  der Entwicklung einer demokratischen Unterrichtskultur,  der Vermittlung von demokratieförderlichen Kompetenzen sowie mit  Zugängen zur politischen Bildung und demokratierelevanten Themen im Grundschulalter. Bitte leiten Sie die diesen Fachbrief den Kolleginnen und Kollegen aller Fächer und pädagogischen Berufsgruppen weiter. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Start ins neue Schuljahr sowie Freude, Kreativität und Kraft bei der Umsetzung demokratieförderlicher Vorhaben an Ihrer Schule. Mit freundlichen Grüßen Cihan Mutlu Inhalt 1 Formate der Partizipation und Mitbestimmung .................................................................... 4 1.1 Klassenrat ................................................................................................................................... 4 1.1.1 Räumliche Gestaltung des Klassenrats ........................................................................................................ 5 1.1.2 Vorbereitung des Klassenrats ........................................................................................................................ 5 1.1.3 Materialien ....................................................................................................................................................... 5 1.1.4 Implementierung des Klassenrats ................................................................................................................. 6 1.2 Wahl der Klassensprecherinnen und Klassensprecher .............................................................. 6 1.2.1 Aufgaben der Klassensprecherinnen und Klassensprecher ....................................................................... 6 1.2.2 Gelingensbedingungen .................................................................................................................................. 7 1.3 Gesamtschülervertretung ........................................................................................................... 7 1.4 Schulkonferenz ........................................................................................................................... 8 1.5 Assembly ..................................................................................................................................... 8 1.6 Schüler*innen-Haushalt.............................................................................................................. 9 1.7 Kinder- und Jugendbeteiligungsstellen ................................................................................... 10 1.8 Elternbeteiligung ...................................................................................................................... 11 2 Neue Wege gehen – das Programm „Politische Bildung an Berliner Schulen“ ................. 12 3 Außerschulische Angebote ................................................................................................. 13 Seite 3 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 1 Formate der Partizipation und Mitbestimmung Schule kann ein akzeptierter Lern- und Lebensort mit gelebter Demokratie sein, wenn verschiedene Plattformen genutzt werden, die Mitbestimmung und Teilhabe ermöglichen. Formate wie der Klassenrat (S. 5), Wahlen der Klassensprecherinnen und Klassensprecher (S. 7), die basisdemokratische Assembly (S. 9) und der „Schüler*innen-Haushalt“ (S. 10) sowie die Gremienarbeit in der Gesamtschülervertretung (S. 8) und Schulkonferenz (S. 9) fördern kommunikative Kompetenzen und stärken sowohl das Gemeinschaftsgefühl als auch eine demokratische Grundhaltung der Schülerinnen und Schüler. Umso wichtiger ist es, bereits in der Grundschule Instrumente der Partizipation und Mitbestimmung zu etablieren und sukzessive auszubauen. 1.1 Klassenrat Der Klassenrat ist eine leicht umsetzbare, demokratiebildende Methode, um Schülerinnen und Schülern Raum und Zeit zu bieten, u.a. Konflikte auszutragen, sich zu beraten, schulspezifische Probleme zu besprechen, Gruppenentscheidungen zu treffen und sich gegenseitig und den Pädagoginnen und Pädagogen Feedback zu geben. Zudem können über die Klassensprecherinnen und Klassensprecher im Klassenrat besprochene Themen an die Gesamtschülervertretung herangetragen werden, so dass diese die Interessen der Schülerinnen und Schüler gezielter wahrnehmen kann. Auf https://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/politische-bildung/klassenrat/ finden Sie aktuelle Informationen, Angebote u.v.m. zum Klassenrat. Für die Durchführung des Klassenrats ist allen Klassen innerhalb des Unterrichts mindestens eine Stunde je Schulmonat zu gewähren (SchulG § 84a). Idealerweise findet der Klassenrat jedoch einmal wöchentlich1 (z.B. jeden Freitag in der letzten Stunde oder als Eröffnung der Schulwoche) und ebenso bei akutem Bedarf statt, um 1. ein aktuelles Problem in absehbarer zeitlicher Nähe zum Ereignis zu bearbeiten, bevor es chronisch wird, 2. durch ständige Übung eine angemessene demokratische Gesprächskultur zu etablieren und 3. insgesamt zur nachhaltigen Prävention von Problemen ein positives soziales Klima zu schaffen. Beim Klassenrat sollten pädagogische Kräfte möglichst passiv und ggf. korrigierend und beratend wirken. Einzelne Aufgaben und Rollen (wie Moderation, Zeitwächterin/-wächter, Redelistenführung, Beobachtende, positive Sprachwächterin/-wächter, Protokoll) werden zur 1 SchulG §84a: „ Seite 4 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Förderung der Verantwortungsübernahme vor oder zu Beginn des Klassenrats verteilt. Diese Aufgaben müssen im Vorfeld mit den Kindern besprochen worden sein. Rollenkarten bieten während der Durchführung des Klassenrats Unterstützung (s.u. Materialien). Als förderlich für ein positives Gesprächsklima kann sich ein Sitzkreis erweisen, der zuweilen dem Klassenrat auch den Namen „Klassenkreis“ gibt. Der Kreis macht die Zusammengehörigkeit der Klasse auf symbolischer Ebene erlebbar: Er ermöglicht jedem Individuum sowohl eine gleichwertige Position als auch den Blickkontakt zu allen anderen Teilnehmenden. Der thematischen Vorbereitung eines Klassenrats kann beispielsweise eine Wandzeitung dienen, die prominent an der Wand im Klassenraum platziert ist. Die Wandzeitung bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, bis zum Klassenrat nicht nur Kritikpunkte und Wünsche zu sammeln, sondern auch Lob. WANDZEITUNG Ich lobe… Ich informiere… Ich kritisiere… Ich wünsche… Eine gute Alternative stellt auch eine Klassenratsbox dar (s. Abb. rechts). Die darin gesammelten Wünsche und Anliegen werden von den Klassensprechenden oder einem Klassenratsdienst zur Vorbereitung der Klassenratssitzung genutzt. Foto: C. Mutlu Ergänzende Impulse (z.B. zum Ablauf, zu Stolpersteinen und zu Methoden) und Praxisbeispiele sowie Hinweise für Pädagoginnen und Pädagogen gibt es auf www.klassenrat.org, in den Publikationen der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) („Klassenrat – Herzstück einer demokratischen Schule. Eine Einführung für Pädagog*innen“ und „Klassenrat auf den Punkt gebracht. Eine Anleitung für Schüler*innen“) und auf derklassenrat.de. Letztere bietet zudem eine kurzgefasste PDF-Präsentation zur Umsetzung des Klassenrats inklusive Rollenkarten, die auch erworben werden können. Ämterkarten zum Herunterladen gibt es in der Unterrichtseinheit „Klassenrat“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Seite 5 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Beratung: Die Implementierung des Klassenrats kann auch von Schulberaterinnen und Schulberatern aus den Regionalen Verbünden begleitet werden. Bitte nehmen Sie hierfür Kontakt mit Ihrem jeweiligen Verbund auf. Weitere Informationen: https://fortbildungen.berlin/  Fortbildung: Regelmäßig bieten die Schulberaterinnen und Schulberater Fortbildungen zum Thema „Klassenrat“ an. Diese können im Fortbildungsverzeichnis unter https://fortbildungen.berlin/ nach Registrierung eingesehen und gebucht werden. Auch schulinterne Veranstaltungen können bei Ihrem Verbund angefragt werden.  Außerschulische Träger: Seit mehreren Jahren bieten unterschiedliche Träger der außerschulischen Bildungsarbeit im Land Berlin verschiedene Angebote für die Implementierung des Klassenrats (Beispiele ab S. 15) an. Neben umfangreichen Informationen zur Methode werden auch zahlreiche Workshops und Beratungen für Schulen und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angeboten. Diese können je nach Bedarf sowohl die Einführung des Klassenrats als auch die Weiterentwicklung bestehender Konzepte an der Schule unterstützen.       Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e. V. Verein für Demokratie und Vielfalt in Schule und beruflicher Bildung e. V. Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung e.V. Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH mehr als lernen e.V. 1.2 Wahl der Klassensprecherinnen und Klassensprecher Ab dem Schuljahr 2022/23 werden in allen Jahrgangsstufen, also auch schon in der 1. Jahrgangsstufe, spätestens einen Monat nach Beginn des Schuljahres in jeder Klasse zwei gleichberechtigte Klassensprecherinnen und -sprecher gewählt (SchulG § 84). Bei der Wahl von Klassensprecherinnen und –sprechern der Klasse oder Lerngruppe machen Grundschülerinnen und -schüler erste Erfahrungen mit demokratischen Wahlen. Es ist dabei wichtig, die pflichtgemäße Durchführung der Wahl zu Beginn des Schuljahres auch zum Anlass zu nehmen, die Themen „Mitbestimmung“, „Partizipation“ und „Demokratie“ zu behandeln. Um Kindern diesbezüglich den Sinn, die Funktion und die Prinzipien von Wahlen kindgerecht nahezubringen, bieten sich z.B. die Kopiervorlagen mit methodischen Anregungen und Erläuterungen des Göttinger Instituts für Demokratieforschung an: http://www.demokratie-goettingen.de/content/uploads/2014/01/KS-Wahl.pdf. Als gewählte Interessenvertreterinnen und -vertreter setzen sich Klassensprecherinnen und -sprecher bei den Pädagoginnen und Pädagogen, der Schulleitung sowie der Elternvertretung für die Belange und Rechte ihrer Mitschülerinnen und -schüler ein bzw. stellen das kommunikative Bindeglied zwischen diesen Gruppen sowie unter den Schülerinnen und Schülern dar (z.B. bei Konflikten, Kritik, Wünschen). Darüber hinaus nehmen sie an den Treffen der Gesamtschülervertretung (vgl. Kap. 1.3) teil und informieren die Klasse / die Lenrgruppe über die dort behandelten Themen, Beschlüsse und Projekte. Seite 6 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Da Grundschulkinder mit der neuen verantwortungsvollen Rolle als gewählte Klassensprecherinnen und -sprecher zunächst überfordert sein können, sollten Pädagoginnen und Pädagogen sie stets ermuntern, ihre Aufgaben wahrzunehmen, und ihnen mit dem Aufzeigen von Handlungsoptionen zur Seite stehen. Im Idealfall erhalten alle gewählten Klassensprecherinnen und -sprecher der Schule eine Schulung zu Beginn des Schuljahres, z.B. durch die Schulsozialarbeit oder außerschulische Träger (Angebote ab S. 15). Für die Aufrechterhaltung der Akzeptanz der gewählten Klassensprecherinnen und -sprecher sowie für die Erfahrbarmachung vom Sinn, sich demokratisch vertreten zu lassen, ist es von großer Bedeutung, dass Pädagoginnen und Pädagogen die gewählten Vertreterinnen und Vertreter weder bevorzugt behandeln oder benachteiligen noch sie als Hilfskräfte der Lehrkraft einsetzen. D.h. es gehört NICHT zu den Aufgaben von Klassensprecherinnen und Klassensprechern, beispielsweise       die Pausenaufsicht zu übernehmen, in der Klasse für Ruhe zu sorgen, störende Kinder aufzuschreiben, wenn die Lehrkraft die Klasse einmal allein lassen muss, Ordnungsdienste zu übernehmen oder die Ausführung der Dienste der anderen Kinder zu kontrollieren sowie allein alle Probleme in der Klasse zu lösen. 1.3 Gesamtschülervertretung Die Gesamtschülervertretung (GSV) vertritt die Rechte aller Schülerinnen und Schüler und setzt sich für deren Belange und Interessen ein. Darüber hinaus wirkt sie aktiv an der Gestaltung schulischen Lebens mit. Genauso wie Themen, die im Klassenrat besprochen worden sind, von der Gesamtschülervertretung aufgegriffen werden können, können auch Vorschläge der Gesamtschülervertretung zur Diskussion und Abstimmung in die Klassen hineingetragen werden. Ab dem Schuljahr 2022/23 sind – unabhängig von der Schulform – alle gewählten Klassensprecherinnen und -sprecher der Jahrgangsstufen 1 bis 6 stimmberechtigte Mitglieder der Gesamtschülervertretung (SchulG § 85). Mit der Schulgesetzänderung haben außerdem nun die Sprecherinnen und Sprecher aller Klassen der Grundschule, also auch der 1. und 2. Jahrgangsstufen, das Recht, sich mindestens zweimal im Schuljahr zu treffen. Darüber hinaus wählen die Klassensprecherinnen und -sprecher aus ihrem Kreis vier stimmberechtigte Mitglieder der Schulkonferenz. Seite 7 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Praxishinweise und Methoden für die GSV-Arbeit bieten:       „Pimp my School - 1 x 1 der SV-Arbeit“ (Friedrich-Ebert-Stiftung), „Leitfaden für Schülervertreter“ (Landesschülerausschuss), „SV-Tipps… und Tricks für die SchülerInnenvertretungs-Arbeit“ (DGB-Jugend), „Schüler*innen-Vertretung. Alles, was IHR wissen müsst“ (Achtung: Die rechtlichen Hinweise darin gelten nur für das Land Brandenburg.), „Selbst. Bestimmt. Handbuch für Berliner Schülervertreter_innen“ (DEVI), die Materialseite des SV-Bildungswerks. Es ist zu empfehlen, dass sich auch Klassenleitungen und/oder Verantwortliche für die SV-Arbeit unter Beachtung der rechtlichen Neuerungen im Schulgesetz mit mindestens einem der oben genannten Praxishinweise auseinandersetzen, um die Schülerinnen und Schüler angemessen unterstützen zu können. 1.4 Schulkonferenz Mit Beginn des Schuljahres 2022/23 werden die Mitbestimmungsrechte von Grundschülerinnen und Grundschülern auch im obersten schulischen Beratungs- und Beschlussgremium gestärkt: der Schulkonferenz.2 Diese besteht nunmehr aus der Schulleitung, bis zu vier von der Gesamtkonferenz gewählten Vertreterinnen oder Vertretern (je eine Person davon aus der ergänzenden Förderung und der Schulsozialarbeit), vier von der Gesamtelternvertretung gewählten Erziehungsberechtigten, einer schulexternen Person sowie aus vier von der Gesamtschülervertretung, an Grundschulen von den Sprecherinnen und Sprechern der Schülerinnen und Schüler gewählten Schülerinnen oder Schülern, die ebenso stimmberechtigt sind. Mit beratender Stimme gehört der Schulkonferenz auch eine Vertreterin oder ein Vertreter der nichtpädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an (vgl. SchulG § 77). Somit haben mit § 75 Abs. 3 des Berliner Schulgesetzes die der Schulkonferenz angehörenden Schülerinnen und Schüler auch das Recht, an den Sitzungen der Gesamtkonferenz und anderen Gremien der Schule mit beratender Stimme teilzunehmen und damit auf breiter Ebene an schulischen Entscheidungsprozessen mitzuwirken. 1.5 Assembly (Text von Hannes Hauenschild, Refik-Veseli-Schule) Die Assembly ist eine Vollversammlung der Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig für eine Unterrichtsstunde stattfindet und ein Kernelement von Schuldemokratie und gelebter Vielfalt ist. In einem großen Raum wie der Aula oder Turnhalle kommen alle Klassen / Lerngruppen und alle Lehrkräfte zusammen und verfolgen die von Schülerinnen und Schülern vorbereitete, moderierte und technisch umgesetzte Veranstaltung (Video, Präsentation, Ton). Im Zentrum der Assemblyarbeit ist ein Team von Lehrkräften und Moderierenden, die in einer AG zusammenkommen und die redaktionelle Arbeit für die Inhalte, die Gestaltung von Folien 2 Zu den Entscheidungs- und Anhörungsrechten der Schulkonferenz vgl. SchulG Berlin § 76. Seite 8 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 und Videos sowie den Ablauf der Veranstaltung erledigen. Das Programm selbst kann denkbar bunt gestaltet sein. Als unterhaltsam und spannend haben sich etwa folgende Bestandteile erwiesen, die als Struktur nach und nach verfestigt wurden: Wunschvideo der Woche, Projektpräsentationen von Schulklassen, Nachrichten aus Politik und Gesellschaft, Experimente von Schülerinnen und Schülern, Quiz, Interviews mit Gästen, Challenges, Kino- oder Serientipps, Reportagen über Personen und Lebenswerke, Geschicklichkeitsspiele, Wetter, wichtige Mitteilungen und Termine usw. Das Moderationsteam bereitet mit Unterstützung der betreuenden Lehrkräfte die Texte vor und übt vor der Assembly die Präsentation der Texte. Die anderen Lehrkräfte betreuen ihre Klassen und unterstützen sie gegebenenfalls für einen ruhigen Ablauf der Assembly. Von der Assembly kann die gesamte Schulgemeinschaft und Schulkultur profitieren, da die Vielfalt der Menschen an der Schule und der schulischen Arbeit im Unterricht, in Projekten, Ausflügen oder Begegnungen so deutlich wird und ein Gemeinschaftsgefühl durch gemeinsame Kenntnis und ein regelmäßiges Zusammenkommen entsteht. Die Assembly stärkt Kompetenzen der beteiligten Schülerinnen und Schüler im Moderationsteam hinsichtlich der Präsentation, Recherche von Informationen, Strukturierung der eigenen Arbeitsweise und des Entwerfens von Präsentationen. Gleichzeitig wirkt die redaktionelle Arbeit sprachbildend. Die Zuschauenden können ebenfalls an der Assembly wachsen, da sie die Moderation selbst erleben, Kenntnis von relevanten sozialen, politischen oder kulturellen Geschehnissen erlangen und nicht zuletzt kommen durch die rotierenden Klassen- oder Lerngruppenpräsentationen über ein Schuljahr eine Vielzahl von Lernenden zusätzlich für eine Assembly in die Rolle der Moderierenden. Die betreute Vorbereitung einer Präsentation vor der gesamten Schulgemeinde und wertschätzende Reaktionen haben oft zu Steigerung des Selbstvertrauens und zu einer großen Kompetenzentwicklung bei den Lernenden geführt. Besondere Leistungen werden sichtbar gemacht und ausgezeichnet. Für eine gelungene Durchführung über ein Schuljahr hinweg bedarf es eines Zusammenwirkens von Schulleitung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie weiterem pädagogischen Personal, da die Vorbereitung der Assembly in die Unterrichtsstruktur einfließen muss und zeitliche, räumliche sowie finanzielle Ressourcen und langfristige Planung verlangt (feste Schulstunde für die Assembly, Abordnung von Lehrkräften für die AG und weitere Stunden zur Betreuung und Vorbereitung, Unterstützung durch Kollegium bei Klassenpräsentationen, Aufräumen und Aufbau, Betreuung ihrer Klassen, Freistellung von Schülerinnen und Schüler für Erarbeitung und Proben vor der Veranstaltung, hochwertige Veranstaltungstechnik wie Beamer, Laptop, Software, Leinwand, Kamera, Audiosystem und Mikrofone). 1.6 Schüler*innen-Haushalt (Text von Bettina Dettendorfer, SenBJF) Der Schüler*innenHaushalt ist ein Projekt zur Förderung demokratischer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen und zur Steigerung der Partizipation von Schülerinnen und Schülern im Land Berlin. Die Grundidee Seite 9 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 ist sowohl einfach als auch überzeugend: Schülerinnen und Schüler erhalten die Verantwortung für die Verwendung eines festen Budgets an ihrer Schule, das ihnen im Rahmen des Projekts zur Verfügung gestellt wird. Über den Einsatz des Budgets entscheiden die Schülerinnen und Schüler dann in einem demokratischen Prozess. Dieser Entscheidungsprozess wird von der Ideensammlung bis zur Durchführung der Abstimmung und der Realisierung der eigenen Ideen von einem aus Schülerinnen und Schülern bestehenden Planungsteam eigenständig vorbereitet und umgesetzt. Unterstützt wird das Planungsteam dabei von einer festen Begleitperson der Schule und der pädagogischen Begleitung und Unterstützung durch den Projektträger Servicestelle Jugendbeteiligung in Form von Schulbesuchen und Workshops. Das Projekt bietet großes Potential für Kinder und Jugendliche, um demokratische Prozesse selbst zu gestalten. Denn sie sind mit zentralen Herausforderungen demokratischer Vorgänge konfrontiert und lernen, für diese Lösungen zu entwickeln. Kinder und Jugendliche erleben sich so als selbstwirksam und verantwortlich für die Gestaltung ihrer Schule. Sie erlernen Demokratie. Eine Bewerbung auf Teilnahme ist Schulen aller Schularten in der Regel im Herbst möglich. Weitere Informationen finden Sie unter: http://schuelerinnen-haushalt.de/. 1.7 Kinder- und Jugendbeteiligungsstellen In den meisten Bezirken in Berlin befassen sich Einrichtungen auf lokaler Ebene und meist im Auftrag des Bezirksamts, der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) oder des Jugendamts mit der Stärkung von Beteiligungsrechten von Kindern und Jugendlichen, unterstützen diese in ihrem Engagement (teilweise auch finanziell) und bieten ihre Expertise für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an: Berliner Kinder- und Jugendbeteiligungsstellen                Charlottenburg-Wilmersdorf (BVV): Kinder- und Jugendparlament (KJP CW) Friedrichshain-Kreuzberg (Bezirksamt): Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüro (KJBb) Lichtenberg (Bezirksamt): Koordinationsstelle Kinder- und Jugendbeteiligung Marzahn-Hellersdorf (Humanistenverband): Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Mitte (Bezirksamt): Kinder- und Jugendbüro Mitte Mitte (Moabiter Ratschlag; Jugendamt): Koordinierungsstelle Kinder- & Jugendbeteiligung Neukölln (Bezirksamt): Kinder- und Jugendbüro Neukölln Pankow (Jugendamt): Kinder- & Jugendbeauftragte des Bezirks; Wegweiser Partizipation Spandau: Kompaxx e.V. Jugendhilfe Spandau (Bezirksamt): Kinder- & Jugendbeauftragte beim Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf (Bezirksamt): Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf Tempelhof-Schöneberg (BVV): Kinder- und Jugendparlament (KJP TS) Tempelhof-Schöneberg (Bezirksamt): Stelle für Kinder- & Jugendbeteiligung berlinweit: Drehscheibe Kinder- und Jugendpolitik (Stiftung SPI) berlin- und bundesweit: Servicestelle Jugendbeteiligung e.V. Seite 10 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 1.8 Elternbeteiligung Eine demokratische Schule lebt auch von der Mitwirkung von Eltern, die informiert sind und sich aktiv ins Schulleben einbringen und es mitgestalten: sowohl informell (vgl. SchulG § 88) als auch als gewählte Elternvertreterinnen und -vertreter (vgl. SchulG § 89) im Rahmen der Gremienarbeit (vgl. SchulG § 90), in Eltern-Arbeitsgruppen oder über den Schulförderverein.  Über Aufgaben, Pflichten und Rechte bei der Elternarbeit informiert der „Leitfaden für Elternvertretungen“.  Einen praxisnahen Leitfaden für Schulfördervereine finden Sie unter: https://www.bosch-stiftung.de/sites/default/files/publications/pdf_import/Publikation_Schulfoerdervereine.pdf.  Ein Beispiel für die Gründung von Eltern-Arbeitskreisen bietet: https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/gute-schule/mitwirkung-von-schuelern-und-eltern/eltern-in-der-inklusion.pdf. Seite 11 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 2 Neue Wege gehen – das Programm „Politische Bildung an Berliner Schulen“ Am 01.01.2021 ging das Programm „Politische Bildung an Berliner Schulen“ an den Start. Dadurch erhielten erstmalig alle öffentlichen Berliner Schulen ein Budget für Maßnahmen zur Stärkung der politischen Bildung und zur Förderung von Schulentwicklungsprozessen im Sinne einer demokratischen Schule. Mit dem neuen Programm sollen Schulen somit darin unterstützt werden, die demokratische Schulkultur und die Partizipation an Entscheidungsprozessen aller an Schule Beteiligter zu fördern. Themen und Formate: Das Programm sieht vor, dass Schulen selbst ihre Bedarfe definieren und idealerweise über die Verwendung der Mittel in einem schulspezifischen Prozess, der die unterschiedlichen Gruppen an der Schule einbezieht, entscheiden. Die inhaltliche Bandbreite möglicher Themen im Sinne der übergreifenden Themen und thematischen Bezüge zur politischen Bildung ist dabei groß. Denkbar ist dabei in Grundschulen das Aufgreifen unterschiedlicher Aspekte und Fragestellungen z.B. zu Kinder- und Menschenrechten, zu Diskriminierung, zu Geschlechter-Thematiken oder zu Klimabildung, nachhaltiger Entwicklung, zum Lernen in globalen Zusammenhängen und zur Medienbildung. Aber auch klassische Projekte der historisch-politischen Bildung, der Demokratiebildung oder der Gewaltprävention sind in diesem Programm für Grundschulen vorstellbar. Bei den Formaten ist ebenfalls keine Schule festgelegt. Möglich sind beispielsweise Aktivitäten wie Workshops und Projekte für Schülerinnen und Schüler zu den benannten Themen, Fortbildungen für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte. Ebenso sind eine Beratung bei spezifischen Fragen oder die Begleitung von Schulentwicklungsprozessen und anderes mehr denkbar. Im Idealfall entfalten die Angebote Wirkung für die gesamte Schulgemeinschaft im Sinne der Stärkung einer demokratischen Schulkultur. Kooperationen mit außerschulischen Kooperationspartner: Zentrales Fundament des Programms ist dabei die Kooperation zwischen Schulen und außerschulischen Partnern, welche die Schulen durch außergewöhnliche Perspektiven und Methoden bereichern und darin unterstützen können, dass Schülerinnen und Schülern spezifische Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben oder dass Auseinandersetzungen mit besonderen Themen angestoßen werden. So können spezielle Bedarfe abgedeckt und passgenaue Angebote entwickelt werden. Die außerschulischen Partner können ihre eigene weitreichende Expertise und ihre eigenen Themen in den Bildungsprozess einbringen und bieten ganz unterschiedliche thematische Angebote und Formate. Neue Kooperationsdynamiken können angeschoben werden. Weitere Informationen zur Umsetzung des Programms und Beschaffung der Angebote finden Sie in den Fachinformationen zum Programm „Politische Bildung an Berliner Schulen“ unter https://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/politische-bildung/. Mehr Informationen zum Programm „Politische Bildung an Berliner Schulen“ erhalten Sie in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie bei: Bettina Dettendorfer (Tel. 90227 5161, bettina.dettendorfer@senbjf.berlin.de). Für Fragen zu den Verträgen, der Zahlbarmachung und Abwicklung von Verträgen erhalten Sie in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Auskunft bei: Petra Tasler (Tel. 90227 6272, petra.tasler@senbjf.berlin.de). Seite 12 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 3 Außerschulische Angebote Folgende Auswahl an Angeboten außerschulischer Träger können Klassen und Schulen bei der Etablierung von Beteiligungs- und Mitbestimmungsstrukturen unterstützen: Fachstelle Politische Bildung und Beteiligung an Grundschule Schlaglicht e.V., Colbestr. 19, 10247 Berlin https://schlaglicht-ev.de/, Kontakt: Johannes Kreye, E-Mail: kontakt@schlaglicht-ev.de Der Schlaglicht e.V. bietet mit seiner Expertise spezifische Beratungen für Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeit aus Grundschulen an, um eine demokratische Schulkultur und politische Bildungsprozesse zu etablieren oder weiterzuentwickeln. Hierfür werden einerseits spezifische Informationsmaterialien und Fortbildungsmodule bereitgestellt, andererseits Schulen aber auch explizit und individuell zu den Themen Klassenrat, Vertretung von Schülerinnen und Schülern an Grundschulen sowie der Ermöglichung und Durchführung von Projekten der politischen Bildung mit Grundschulkindern beraten. Es werden altersentsprechende, lebensweltlich orientierte pädagogische Ansätze und Zugänge aufgezeigt. Darüber hinaus bietet der Schlaglicht e.V. auch Projekte für Schülerinnen und Schüler zu den Schwerpunkten Vielfalt und Chancengleichheit, Mitbestimmung und Teilhabe sowie Erinnerungskultur und kindgerechte Auseinandersetzung mit der Zeit des Nationalsozialismus an. Unterstützung durch Informations- und Lernmaterialien; fachliche Beratung, Coaching und Zusammenarbeit mit Schulen; Fortbildungen und Beratungen für Schulleitungen, LehrForkräfte, Erzieher/-innen und Schulsozialarbeit; spezifische Projekte zu den oben genannten mat/ Themen mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Jahrgangsstufen in der GrundKosten schule; Fortbildung und Beratung teilweise über Projektförderung kostenfrei möglich; Kosten für die Projekte mit Schülerinnen und Schülern auf Anfrage Individuelle Begleitung von Klassenrats-Einführungen (ab Jahrgangsstufe 3) Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH, Conradstraße 75, 13509 Berlin https://befu.berlin, Kontakt: Georg Mastritsch, 0176 949 220 28, E-Mail: post@befu.berlin Die individuelle Begleitung von Klassenratseinführungen der Beteiligungsfüchse setzt an den spezifischen Bedarfen der jeweiligen Schulen an. Ziel der Klassenratseinführungen ist es, Schulen auf dem Weg der institutionellen Verankerung des Klassenrats als wichtigsten Bestandteil der Mitbestimmung von Schülerinnen und Schülern auf der Ebene der Klasse/Lerngruppe zu begleiten. Bei der Einführung des Klassenrats in Oberschulen wird zuweilen die Erfahrung gemacht, dass Schülerinnen und Schüler den Klassenrat in der Grundschule erfolglos als Konfliktlösungsinstrument genutzt haben oder sich einige Monate um dieselben Themen drehen und ihn nach einiger Zeit nicht mehr durchführen. Dabei ist der Klassenrat ein lösungsorientiertes Verfahren und gewinnt erst an Qualität, wenn Schülerinnen und Schüler über den eigenen Tellerrand hinausschauen und das Schulleben bzw. gesellschaftliche Fragen zu Angelegenheiten der Klasse machen. Im Einführungskonzept werden lösungsorientiert und positiv Themen behandelt, die gewaltvorbeugend und fördernd für das Klassenklima sind. ForEinführung des Klassenrates im Klassenverband (über mehrere Wochen); Fortbildung für mat/ Lehrkräfte; Begleitung einer schulinternen Steuergruppe zur Verankerung und WeiterentKosten wicklung eines schulinternen Klassenrat-Curriculums; Kosten auf Anfrage Seite 13 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Klassenrat (Jahrgangsstufen 1 bis 6) Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) , www.degede.de/kompetenz-teamdemokratiepaedagogik-bbbe/, www.degede.de/project/3-d-schulentwicklung-fuer-berliner-schulen/, www.klassenrat.org; Anmeldung: kompetenzteam-demokratiepaedagogik-BBBE@degede.de Der Klassenrat ist das „Herzstück“ der Demokratiepädagogik. Er ist in den Jahrgangsstufen 1 bis 6 einer Grundschule einsetzbar. Mögliche Zielgruppen: pädagogisches Personal in Grundschulen, Schülerinnen/Schüler einer Klasse plus Lehrkraft, Klassenlehrkräfte mehrerer Klassen plus 5 Lernende pro Klasse. Inhalte: Theoretische Grundlagen, Ablauf, Rollen, Themen, Simulation eines Klassenrats, Gelingensfaktoren. Die DeGeDe arbeitet seit Jahren am Thema Klassenrat und hat vielfältiges Material zur Durchführung des Klassenrates erarbeitet. Das Material ist auf der Webseite www.klassen- rat.org kostenfrei downloadbar. In einer hochwertigen Variante kann pro Klasse eine Klassenratstasche erworben werden, in der die Klassenratsmaterialien für eine Klasse enthalten sind. Je zwei Klassenratstrainerinnen und -trainer kommen an die Schule und führen den Klassenrat ein. Die DeGeDe bietet auch das Modul „Klassenrat online“ an. Projekttage für die Schülerinnen und Schüler; Pädagogischer Nachmittag/Studientag für Format/ pädagogisches Personal; Kosten je nach Fortbildungslänge: 3 bis 5 Stunden für LehrKosten kräfte 1 bis 3 Projekttage für Schülerinnen und Schüler Professionalisierung der SV (ab Jahrgangsstufe 3) Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH, Conradstraße 75, 13509 Berlin https://befu.berlin, Kontakt: Georg Mastritsch, 0176 949 220 28, E-Mail: post@befu.berlin Schule ist nicht nur ein Lernort, sondern Teil der Lebenswelt viele junger Menschen. Umso wichtiger ist es, Schülerinnen und Schüler an Entscheidungen teilhaben zu lassen und sie ihre Interessen einbringen zu lassen. Dabei braucht es jedoch Wissen über Abläufe, Werkzeuge und Möglichkeiten der Schülerinnen- und Schülervertretung. Dazu bieten wir Workshops und Fortbildungen für Schülerinnen und Schüler zu den Themen unter anderem zu SV-Grundlagen, Rechte & Pflichten von Klassensprecherinnen und Klassensprecher, Kommunikationstraining und Projektplanung. Format/ Tagesworkshop für Klassensprecherinnen und -sprecher (SV-Grundlagen); SV-Fahrt (mehKosten rere Tage); Kosten auf Anfrage „Nachhaltige Stärkung und Qualifizierung der Schüler*innenvertretung“ (Jahrgangsstufen 3 bis 6) I.D.E – Institut für Demokratieentwicklung; https://www.ide-berlin.org; Kontakt: dorothea.schuetze@ide-berlin.org, 01577-9225275; Anmeldung: kontakt@ide-berlin.org oder dorothea.schuetze@ide-berlin.org In einer aufeinander aufbauenden Qualifizierungsreihe (in der Regel 3 Module) werden alle gewählten Klassensprecherinnen und -sprecher einer Schule u.a. in folgenden Feldern fortgebildet: Reflexion bisheriger SV-Arbeit, Veränderungswünsche, Verinnerlichung der SV-Rechte und -Aufgaben, demokratische Entscheidungsfindungen, Präsentieren, Moderieren, Aushandlung von Lösungen, Feedback geben und nehmen, Konfliktbearbeitung, Projektmanagement, Leitung von SV-Stunden und Seite 14 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Schülerparlamentssitzungen, etc. Die Fortbildungen finden in Zusammenarbeit von I.D.E-Mitarbeitenden und Pädagoginnen und Pädagogen der jeweiligen Schule statt. Die beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen werden darüber hinaus von I.D.E-Mitarbeitenden gecoacht und auf zukünftig selbstorganisierte Qualifizierungsreihen vorbereitet. Außerdem finden Reflexionssitzungen mit den Klassenleitungen und eine zentrale Veranstaltung im gesamten Kollegium statt. Vorgespräch(e) mit Schulleitung/ESL und beteiligten Pädagoginnen/Pädagogen; Workshops mit allen Klassensprecherinnen/-sprechern (inkl. Gruppenarbeit, Format/ spielepädagogische Einheiten, Präsentationen etc.); Coaching-Gespräche mit den Kosten schulinternen Pädagoginnen/ Pädagogen, die an der Durchführung der Qualifizierungsreihe beteiligt sind; Reflexionsrunden mit den Klassenleitungen; Gesamtkonferenz oder Dienstberatung mit dem Kollegium; Kosten ca. 4.500 Euro Bring dich ein! (Klassen 3 bis 6) grenzgänger Berlin im Netzwerk Migration in Europa e.V.; mail@grenzgaenge-berlin.de; https://grenzgaenge.net/ Wie kann ich für meine Rechte und die meiner Mitmenschen einstehen? Diese Frage wird im Seminar „Bring dich ein!“ behandelt. Schon in der Lebenswelt Grundschule gibt es erste Möglichkeiten der Mitbestimmung. Im Rahmen dieses Seminars setzen sich neu gewählte Klassensprecherinnen und Klassensprecher mit ihrer Rolle auseinander, erfahren mehr über ihre Aufgaben und Mitbestimmungsmöglichkeiten und werden darin gestärkt, Verantwortung zu übernehmen. Im Rahmen von gestalterischen und spielerischen Methoden entwickeln sie einen Handlungsplan für ihre Schule und testen dabei, wie demokratische Entscheidungen funktionieren. Format/ 2-tägiges Seminar; 2000 EUR (Ein begrenztes Kontingent der Seminare werden von der Kosten Landeszentrale für politische Bildung Berlin gefördert.) Schüler*innen-Parlament (ab Jahrgangsstufe 1) Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH, Conradstraße 75, 13509 Berlin https://befu.berlin, Kontakt: Georg Mastritsch, 0176 949 220 28, E-Mail: post@befu.berlin Das Schüler*innen-Parlament ist eine methodisch auf Grundschulkinder zugeschnittene Form der GSV-Sitzung. Schülerinnen und Schüler übernehmen nach dem Bild des Klassenrates Aufgaben und bearbeiten selbst gewählte Themen in partizipativen Formaten. Das Schüler*innen-Parlament bietet die große Chance, eine formelle GSV-Sitzung in eine interaktive Tagung zu verwandeln, die neben einem positiven Beitrag zur Schulkultur bereits jungen Kindern niedrigschwellig den Wert von schulischer Interessensvertretung näherbringt. Wie im Klassenrat gilt auch hier: Die Qualität des Parlaments steigt, wenn Schülerinnen und Schüler nicht nur das eigene Lernen organisieren, sondern auch Themen des Schullebens und des Kiezes in den Blick nehmen. Tagesworkshop (in Verbindung mit dem Thema “Grundlagen der SV”) für Schülerinnen/Schüler mit anschließender Begleitung von mehreren Parlamentssitzungen. BegleiFormat/ tung eines pädagogischen Planungsteams zur Vor- und Nachbereitung der ParlamentsKosten sitzungen. Vorstellung des Konzepts auf Gesamtkonferenz/Dienstbesprechung möglich; Kosten auf Anfrage Seite 15 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Zukunftswerkstatt „Schule gestalten“ (Jahrgangsstufen 1 bis 6) Servicestelle Jugendbeteiligung e.V., www.servicestelle-jugendbeteiligung.de, 030-308784525 politische.bildung@jugendbeteiligung.info; Anmeldung: www.servicestelle-jugendbeteili- gung.de/angebote-zum-budget-fuer-politische-bildung/ Beteiligung und Mitbestimmung fängt meistens im eigenen direkten Lebensumfeld an. Deshalb spielt der Raum „Schule“ eine wichtige Rolle bei der Heranführung an diese Themen. Im Rahmen der „Zukunftswerkstatt Schule Gestalten“ setzen sich Schülerinnen und Schüler intensiv mit ihren Bedürfnissen und Anforderungen an den Lern- und Lebensort Schule auseinander. Sie entwickeln Lösungsansätze für ihre Interessen und bekommen das notwendige Handwerkszeug, um die Lösungsansätze in die Tat umzusetzen. Insbesondere werden Finanzierungsmöglichkeiten inner- und außerhalb der Schule beleuchtet, damit der Umsetzung der Ideen und der gemeinsamen Verbesserung der Schule nichts mehr im Weg steht. Format/Kosten 2 fünfstündige Projekttage; 2000 € für ca. 100 Teilnehmende Sozialraumbeteiligung (Jahrgangsstufen 1 bis 6) Servicestelle Jugendbeteiligung e.V., www.servicestelle-jugendbeteiligung.de; Kontakt: 030308784525, politische.bildung@jugendbeteiligung.info Schulen sind wichtige Akteure in ihrem Sozialraum. Und auch der Sozialraum kann für die Schulen eine wichtige Bereicherung darstellen. In der „Beteiligungswerkstatt Sozialraum Gestalten“ werden wir mit den Kindern den Sozialraum im Umfeld der Schule erkunden. Diese können herausfinden, welche Möglichkeiten er schon bietet und wie sie ihn noch weiterentwickeln möchten. Über kreative und spielerische Methoden werden die Bedeutung und die Möglichkeiten des Sozialraums im wörtlichen Sinne begriffen und erfahrbar gemacht. Die Kinder entwickeln miteinander Lösungsansätze für ihre eigenen Anliegen und erweitern so die Möglichkeiten für sich und die Schule. So profitieren am Ende alle: Die Akteure im Umfeld, die Schule und natürlich die Kinder selbst. For2 fünfstündige Projekttage; 2000 € für ca. 45 Teilnehmende mat/ www.servicestelle-jugendbeteiligung.de/angebote-zum-budget-fuer-politische-bildung/ Kosten Hands for Kids (Jahrgangsstufen 1 bis 6) Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) , www.degede.de/, https://bbbe.bildungdemokratie.de/handsforkids/ „Hands for Kids“ ist ein umfassendes demokratiepädagogisches Grundwertecurriculum für die Jahrgangsstufen 1 bis 6. Es verbindet demokratische Bildung mit demokratischer Schulentwicklung und formt die Schule zu einem Ort mit gelebter Demokratie. Das Grundwertecurriculum ist fächerübergreifend angelegt und unterstützt die individuellen Lernprozesse der Kinder. Neben kooperativen Lernformen wird unter anderem in Stationen gelernt, bei denen die Schülerinnen und Schüler anhand von Stationenkarten selbstgesteuert und eigenständig lernen können. Hands for Kids enthält folgende Themen: 1. Identität entdecken, Gemeinschaft leben - 1.1 Meine Hände – Unsere Hände - 1.2 Wer bin ich? Wer sind wir? - 2. Kinder sind stark - 2.1 Ich-Botschaften und der Umgang mit Gefühlen - 2.2 Freundschaften schließen können - 2.3 Für andere Kinder eintreten – gegen Mobbing - 3. Demokratie leben, Seite 16 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Verantwortung übernehmen - 3.1 Klassenrat - 3.2 Kinder übernehmen Verantwortung (Service Learning/Lernen durch Engagement) - 4. Alle Kinder haben Rechte - 4.1 Kinderrechte und die Regeln in unserer Lerngruppe - 4.2 Kinder- und Menschenrechte - 5. Global Kids - 5.1 Kinderbilder in den Medien - 5.2 Kinderkonferenzen. Die Materialien des Demokratiecurriculums sind online verfügbar: https://bbbe.bildungdemokratie.de/handsforkids/. Die Fortbildung bereitet darauf vor, die Materialien in der Jahrgangsstufen 1 bis 6 gut einsetzen zu können. ForFortbildungen für Lehrkräfte, Erzieherinnen/Erzieher, Schulsozialarbeit, Pädagoginmat/ nen/Pädagogen; pädagogische Nachmittage; Workshops; Studientage; Webinare; KosKosten ten je nach Zeit und Format Vielfältige demokratiepädagogische Bausteine Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) , www.degede.de/, Anmeldung: kompetenzteam-demokratiepaedagogik-BBBE@degede.de Die DeGeDe hat ein Kompetenznetzwerk aus Expertinnen und Experten zum Thema Demokratiepädagogik. Das Team bietet Unterstützung in folgenden Themen- und/oder Prozessbausteine an: 1. Entwicklung demokratischer Kompetenzen, 2. sozialer Zusammenhalt in Klassen und Gruppen, 3. Partizipation und neue Lernkulturen, 4. Schule als Lebensraum (Schulkultur), 5. Entwicklung von Kooperation und Vernetzung, 6. demokratische Schulentwicklungsprozesse. U.a. sind folgende Themenfelder möglich: Verfahren der Beteiligung, gute Zusammenarbeit mit Eltern, Gewaltprävention, Mobbing/Cybermobbing, Diskriminierung, Diversity/Genderthematik, wertschätzende Kommunikation, Konflikte/Mediation, Verantwortungsübernahme, Respekt und Werte. Coaching, Training, Fortbildung, Workshop, Moderation, Projekttage, Prozessbegleitung, Format/ Schulentwicklungsprozess, Supervision, Vortrag; für pädagogisches Personal, Lernende, Kosten Schulleitungen und andere Gremien der Schule; Kosten je nach Format/Zeit Demokratische Schulentwicklung Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) , www.degede.de/, Anmeldung: kompetenzteam-demokratiepaedagogik-BBBE@degede.de Die Digitale Akademie bietet in Kooperation mit der SenBJF zwei Module für Teams aus Schulleitungen (erweiterten Schulleitungen, Lehrkräfteteams) an. Die Themen: 1. Zusammenarbeit mit Eltern/Sorgeberechtigten, 2. Kooperation im Kollegium. Ziel der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik ist es, Schulleitungen bei der Schulentwicklung zu unterstützen und dabei Schulen auf dem Weg zu einer demokratischen Schulkultur zu begleiten. Dabei ist das „Mitnehmen“ des gesamten Kollegiums und die Einbeziehung der Eltern und Sorgeberechtigten eine wichtige Gelingensbedingung. Je Modul: 4 Veranstaltungen (Teil A-D) à 3 Stunden zuzüglich Vor- und Nachbereitung Format/ sowie im Teil D Anbahnung möglicher Besuche der Schule vor Ort zur Begleitung des Kosten Projektaufbaus und der Vernetzung; Online – auf Wunsch auch Präsenz; kostenlos Seite 17 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 (Teil-)Qualifikation zum Multiplikator/zur Multiplikatorin für Demokratieförderung in der pädagogischen Praxis aus Curriculum “Was MACHT was?!” (für pädagogisches Personal) Beteiligungsfüchse gemeinnützige GmbH, Conradstraße 75, 13509 Berlin https://befu.berlin, Kontakt: Michael Siegel, 0162 267 9214, E-Mail: post@befu.berlin Das Curriculum „WAS MACHT WAS?!“ lädt mit einem ausgezeichnet ausgebauten Methodenkoffer dazu ein, den Umgang mit der eigenen pädagogischen Macht zu reflektieren und auch auf eigene, biographische Machterfahrungen zu stoßen, die vielleicht sogar prägend waren. Rund um die Schlagworte Adultismus, Kinderrechte, Selbstfürsorge, Partizipation, Teamkultur, Wertschätzung sowie den Konzepten von Schuld, Lob, Strafe, Regeln und Grenzen bietet die Fortbildung auf der Grundlage des Curriculums “Was MACHT was?!” eine umfassende und beeindruckende Sammlung von Hintergrundwissen und Methoden zur Reflexion zu allen genannten Themen. Viele biographische Übungen laden dabei zum Kennenlernen der Wurzeln eingeübter Herangehensweisen ein. (https://befu.berlin/wasmachtwas/) Format/ mehrteilige Fortbildungsreihe für Pädagoginnen und Pädagogen, alle Module einzeln Kosten auch In-House buchbar (nach individueller Absprache); Kosten auf Anfrage Welche Rechte habe ich eigentlich in der Schule? Peer-to-Peer-Seminare von und für Schüler*innen (Jahrgangsstufen 1 bis 6) SV-Bildungswerk e.V., SV-Berater*innen-Projekt, https://sv-bildungswerk.de/berlin; Ansprechpartnerin: Lisanne Herrmann, 030 61 20 37 71, E-Mail: berlin@sv-bildungswerk.de Junge SV-Beraterinnen und -berater, die selbst noch zur Schule gehen oder wenig älter sind, führen im Rahmen des SV-Bildungswerks Peer-to-Peer-Seminare zu Demokratie und Mitbestimmung an Berliner (Grund-)Schulen durch. Die Seminare unterstützen und ermutigen Schülerinnen und Schüler, sich in wichtige schulische Prozesse einzubringen und Beteiligungsstrukturen aufzubauen. Jeder Workshop wird individuell nach den Wünschen und Bedürfnissen der Gruppe geplant, das Format ist daher sehr flexibel. Thematisch sind sowohl einführende Seminare (Was ist eigentlich Demokratie und was hat das mit mir zu tun?), vertiefende Seminare zur Beteiligung in der Schule (Schulparlamente, SV-Arbeit, Klassenrat, Kinderrechte etc.), Methodenworkshops zur Planung von gemeinsamen Projekten und zahlreiche weitere Themen möglich. Im Rahmen eines SV-Coachings begleiten wir die Schülerinnen und Schüler einer Schule gerne auch längerfristig. Präsenz oder online – Je nach Format, Dauer und Zahl der Teilnehmenden fallen unterFormat/ schiedliche Kosten an. Wir erstellen im Vorfeld immer ein individuelles Angebot, das auf Kosten die jeweiligen Möglichkeiten vor Ort Rücksicht nimmt. Seite 18 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Fokus: Demokratie! (Jahrgangstufen 1 bis 6) Miteinander.Schule, www.miteinander.schule, Kontakt: info@miteinander.schule In unserem interaktiven Auftaktworkshop „Fokus: Demokratie!“ entwerfen Vertretende aus allen Statusgruppen der Grundschule (Schulleitung, Kollegium, Schulpersonal und Lernende) zusammen Ideen für ihre Ziele demokratischer Schulentwicklung: Wo liegt der wirkungsvollste Hebel für eine möglichst breit getragene und damit nachhaltige Weiterentwicklung gelebter Demokratie an unserer Schule? Und was brauchen wir konkret dafür? Zugleich ist der Fokusworkshop ein gemeinsamer demokratischer Prozess, in dem echte Beteiligung erlebbar wird. Gerade auch Kinder können sich hier anerkannt und gehört fühlen. Eine Vereinbarung der Teilnehmenden für Umsetzung und Planung der nächsten konkreten Schritte runden den Auftaktworkshop ab. Ihre Ergebnisse und Ziele werden durch das Moderationsteam visualisiert, so dass alle in der Schule daran teilhaben können. Dieses Modul eignet sich im Besonderen als Auftakt für die Teilnahme am „Programm für politische Bildung an Berliner Schulen“, um ein gemeinsames Verständnis der erreichten und erstrebenswerten Ziele für gelebte Demokratie zu bilden. Interaktiver Workshop (4,5 h) mit Dialog und Beteiligung aller Teilnehmenden (ZusammenForsetzung in Absprache mit der Schule - möglich sind: Schulleitungen, Steuerungsgruppen, mat/ Kollegium, Kinder - Vertreter aller Statusgruppen der Schulgemeinschaft. 5-25 TN. Kosten Kosten nach Absprache je nach Ort/TN-Zahl und Fördermöglichkeiten Kurs aufnehmen: Gemeinsam ins neue Schuljahr! (Jahrgangsstufen 1 bis 6) Miteinander.Schule, www.miteinander.schule, Kontakt: info@miteinander.schule Der interaktive Orientierungs-Workshop “Kurs aufnehmen: Gemeinsam ins neue Schuljahr!” bringt Struktur und Klarheit in die vielfältigen Erfahrungen und Veränderungen, die alle Schulbeteiligten aktuell miteinander durchlebt haben - sei es auf Klassen- oder auf Schulebene: Was hat sich verändert? Wovon möchten wir mehr - oder weniger? Und was möchten wir auf jeden Fall behalten? Die Entwicklung eines gemeinsamen und bewussten Bildes zu diesen Fragen gibt der Schul- oder Klassengemeinschaft Kraft und Stabilität für das neue Schuljahr. Das partizipative Format stärkt die Kommunikation auf Augenhöhe, so dass alle, gerade auch Kinder, ihre Ideen und Erfahrungen einbringen können. So kann der Orientierungs-Workshop auch ein Auftakt für eine gemeinsame Entwicklung sein, in der Schulleitung, Kollegium sowie Grundschülerinnen und -schüler zusammen bewusst Verantwortung für die Gestaltung ihres Schulleben übernehmen. Moderierter Workshop à 4h für ca. 15-30 Teilnehmende aller Statusgruppen. Ein individuFormat/ eller Termin vorab zur gemeinsamen Vorplanung ist Teil des Angebots. Kosten nach AbKosten sprache je nach Ort/TN-Zahl und Fördermöglichkeiten Seite 19 von 20 Fachbrief Nr. 14 Grundschule Demokratiebildung I: Partizipation und Mitbestimmung August 2022 Standpunkt Demokratie – hier stehen wir! Der Demokratie-Kompass für Ihre Schule (Jahrgangsstufen 1 bis 6) Miteinander.Schule, www.miteinander.schule, Kontakt: info@miteinander.schule Mit unserer Standortbestimmung erhalten Sie einen Kompass für Ihre Schule in Sachen Demokratie: Mit einer schulspezifischen Umfrage (analog oder digital) werden im Vorfeld die unterschiedlichen Perspektiven aller Statusgruppen der Schulgemeinschaft auf eine demokratische Schulentwicklung in Themenschwerpunkten gebündelt. Sie erhalten einen aktuellen Überblick zu Stärken, Potenzialen, Ressourcen und Bedürfnissen an Ihrer Schule und können mit einer klaren Ausrichtung die nächsten konkreten Schritte steuern. Im Anschluss findet ein moderierter Dialog statt, in dem Vertreterinnen und Vertreter der Schulbeteiligten (Schulleitung, Kollegium, Schülerinnen und Schüler sowie Schulpersonal) Anregungen für besondere Potenziale und konkrete Handlungsfelder in der weiteren Entwicklung austauschen können. Dieses Modul bildet auch die optimale Grundlage für den Start im „Programm für politische Bildung an Berliner Schulen“ und erleichtert die gezielte Auswahl der weiteren Angebote innerhalb der Förderung. Format/ Standortanalyse, Umfrage – digital/analog; Kosten nach Absprache je nach Ort/TN-Zahl Kosten und Fördermöglichkeiten Seite 20 von 20
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