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Full text: Jahresbericht ... des Vorstands der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin Issue 2004

Stiftung des öffentlichen Rechts

Jahresbericht 2004
des Vorstands der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin

ZLB Jahresbericht 2004

ZLB Jahresbericht 2004

Herausgeber Vorstand der Stiftung ZLB Dr. Claudia Lux Breite Straße 36 10178 Berlin T.: (030) 90 226-0 F.: (030) 90 226-494 Email: lux@zlb.de http://www.zlb.de

Haus Berliner Stadtbibliothek mit Zentrum für Berlin-Studien Breite Straße 30-36 10178 Berlin T.: (030) 90 226-0 F.: (030) 90 226-494 Email: info@zlb.de http://www.zlb.de

Haus Amerika-Gedenkbibliothek mit Jugendbibliothek Hallescher Komet Blücherplatz 1 10961 Berlin T.: (030) 90 226-0 F.: (030) 90 226-139 Email: info@zlb.de http://www.zlb.de

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Inhalt 1. Schwerpunkte in 2004
Neuer Service: Erweiterung der Öffnungszeiten der ZLB 50 Jahre Amerika-Gedenkbibliothek Internationale Zusammenarbeit mit Paris und Moskau

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4 4 5

2.

Dienstleistungen
Benutzer und Ausleihe Leihverkehr Dienstleistung Auskunft und Information Kundenschulungen

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5 7 8 9

3. 4. 5.

Der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins Weitere Dienstleistungen für andere Einrichtungen Aus- und Fortbildung in der ZLB
Ausbildung Praktikanten Fortbildung

9 11 11
11 12 12

6.

Entwicklung und Erhalt des Medienangebotes
Die Fachbereiche im Überblick Die Historischen Sammlungen Referat Zentrum für Berlinstudien e-Lernbar

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13 18 18 19

7.

Öffentlichkeitsarbeit
Pressearbeit Kooperationen/Werbung Veranstaltungen Führungen und Besucherservice Der Web-Auftritt

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19 19 20 20 21

8.

Wichtige interne Arbeiten
EDV Verwaltung Technische Dienste und Gebäude

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22 22 23

9.

Bauvorhaben Schlossplatz

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Statistische Übersicht der Stiftung ZLB (Anlage)

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Jahresbericht 2004 des Vorstands der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) 1. Schwerpunkte in 2004
Neuer Service: Erweiterung der Öffnungszeiten der ZLB Im Jahr 2004 konnte die ZLB wie geplant ihre Servicezeiten für die Kunden deutlich erweitern, indem die Öffnungszeiten der Häuser AmerikaGedenkbibliothek und Berliner Stadtbibliothek stärker aneinander angeglichen wurden. Für die Amerika-Gedenkbibliothek änderten sich die Öffnungszeiten von Montag 15 –19 Uhr, Dienstag bis Samstag von 11-19 Uhr auf Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr und Samstag von 10 bis 19 Uhr bei vollem Service. Für die Berliner Stadtbibliothek veränderte sich nichts an den Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 10-21 Uhr, allerdings wird jetzt der volle Service eine Stunde länger also ebenfalls bis 20 Uhr angeboten. Samstag verlängerte sich die Öffnung von 10 – 19 Uhr um eine Stunde in den Abend hinein. Von den Kunden der Bibliothek wurde das neue Angebot begeistert aufgenommen. Insgesamt entzerrte sich die schwierige Schlangensituation im Haus AGB vor allem am Montag. Die Umsetzung dieser neuen Öffnungszeiten ist dem erhöhten Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu danken, die zusätzliche Dienste am Kunden dafür erbringen und gleichzeitig versuchen, ihre bisherigen Arbeitsgebiete weiterhin durch verbesserte Organisation und Abstimmung zu leisten. Auch bauliche Maßnahmen und eine völlig neue Magazinbestellorganisation im Haus AGB waren notwendige Voraussetzungen für diesen Schritt. http://www.zlb.de/kunden_service/oeffnungszeiten Die größte Leistung für die Realisierung dieser neuen Zeiten lag im Benutzungsbereich mit der völlig neuen, sehr komplexen Koordination aller Dienste in den Bereichen Ortsleihe, Magazin und telefonische Auskunft für beide Häuser, die nun mit Hilfe eines DV-Planungssystems durchgeführt wird. Um sicher zu stellen, dass bis 10 Uhr morgens, der neuen Öffnungszeit im Haus AGB, dort alle Medien eingestellt sind, wurde erneut nach bewährter Methode ein Prozess initiiert, um Lösungen zu erarbeiten und zu realisieren. Das bedeutet konkret, dass eine Person aus einem ganz anderen Bereich, eine sogenannte Prozesseigentümerin, den Bereich Einstelldienst analysiert, mit den dort Arbeitenden vertrauensvoll Lösungen und Verbesserungen diskutiert und diese Vorschläge dann mit der Leitung dieses Bereichs bespricht und erst anschließend dem Vorstand als Maßnahmenpaket vorschlägt. Da der Einstellbereich schon seit dem Mauerfall nie ausreichend Personal für das Einstellvolumen zur Verfügung hatte, wird hier besonders viel mit unterschiedlichen Hilfskräften gearbeitet. Daher müssen Methoden gefunden werden, die leicht erklärbar und standardisiert sind. Ein zentraler ‚Non-Book’Standort im Haus AGB, die Anschaffung besonderer Bücherwagen und die Veränderung der Kennzeichnung von Medien sind nur wenige Beispiele, die dieser Prozess als Ergebnis hatte. Obwohl dieser Prozess in 2004 noch nicht abgeschlossen werden konnte und nur einzelne Verbesserungen erledigt waren, konnte doch das eigentliche Ziel, das Rückstellen der Medien im öffentlichen Bereich vor 10 Uhr, grundsätzlich erreicht werden. 50 Jahre Gedenkbibliothek Die Feier zum fünfzigjährigen Bestehen der Amerika-Gedenkbibliothek war ein Höhepunkt unserer Veranstaltungen im Jahr 2004. Obwohl erst am Tag zuvor die Renovierung der AGB-Halle mit dem Verlegen der letzten Stücke des neuen

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Teppichbodens abgeschlossen war, konnte ein schöner Festakt und ein schönes Bibliotheksfest für die Leser mit einem fröhlichen und anspruchsvollen Musik- und Literaturangebot, mit Quiz und Spielen bis kurz vor Mitternacht stattfinden. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten nicht nur zuvor intensiv die Renovierungsarbeiten und die Aufrechterhaltung des Ausleihbetriebes während des Baubetriebes über Wochen unterstützt, sondern auch die Vorbereitung und die Öffnung bis in die Nacht am 17. September 2004 garantiert. Dieses unermüdliche Engagement aus beiden Häusern der ZLB wurde auf dem Festakt besonders dankend und anerkennend hervorgehoben. Der offizielle Festakt selbst war ausgezeichnet durch die Anwesenheit von Frau Marsha Coats, Gattin des amerikanischen Botschafters in Berlin, die Reden von Frau Karin Schubert, Bürgermeisterin von Berlin, Herrn Dr. Thomas Flierl, Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Herrn Fritz Bornemann, Architekt der AGB, und Herrn Karsten D. Voigt, Koordinator für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit im Auswärtigen Amt, der die Festrede gehalten hat. Wie auch die Generaldirektorin der ZLB, stellten sie die Bedeutung der AmerikaGedenkbibliothek historisch wie auch in ihrem neuen Kontext ZLB für die Stadt Berlin dar. http://www.zlb.de/aktivitaeten/Fuenfzig_Jahre Internationale Zusammenarbeit mit Paris und Moskau Im Oktober 2004 wurde mit der Bibliothek für Ausländische Literatur (Rudomino) in Moskau ein Kooperationsvertrag geschlossen. Diese Bibliothek ist für uns von großer Bedeutung, da sie in ihrem Bestand auch Werke aus unseren Sammlungen besitzt, die durch die Verlagerung nach dem Krieg als sogenannte Beutekunst in diese Bibliothek kam. Die mögliche Zusammenarbeit, die vorrangig gegenseitige Information und Unterstützung bei den fremdsprachigen Erwerbungen, Kooperation im Bereich der Email-Auskunft und Austausch von Mitarbeitern beinhaltet, wird sich aber auch auf diesen besonderen Aspekt richten. Auch ist die ZLB eingeladen, im internationalen Beirat der Rudomino-Bibliothek mitzuarbeiten. Unser erster Kooperationspartner war die Bibliothèque Publique D'Information (BPI) im Centre Georges Pompidou in Paris. Mit diesem Partner fanden schon verschiedene Austauschprogramme zwischen den Bibliotheken statt, in 2004 war die Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der ZLB zu einem Studienaufenthalt im Bereich Öffentlichkeitsarbeit der BPI. Im Oktober gestalte die ZLB ein zweitägiges Seminar zu internen Organisationsfragen beider Bibliotheken, als Auftakt für eine gemeinsame Reihe von Seminaren. Aus Termingründen konnte leider kein Vertreter der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur bei diesem Programm vertreten sein, die französische Seite nahm mit einem hohen Vertreter des französischen Kulturministeriums teil. http://www.zlb.de/aktivitaeten/kooperationen

2. Dienstleistungen
Benutzer und Ausleihe Die Zahl der realen Besucher in der ZLB konnte um mehr als 100.000 gesteigert werden und dies obwohl, insbesondere im Haus AGB, durch die Renovierungsmaßnahmen über Wochen nur ein sehr eingeschränkter Zugang zu den Medien geboten wurde. Die neuen Öffnungszeiten wurden sehr gut vom Publikum angenommen. Die Erhöhung um 7,6 % auf mehr als 1,5 Millionen Besucher gegenüber dem Vorjahr ist ein großer Erfolg. Individuelle

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Rückmeldungen von Besuchern, die früher unseren Service nicht genutzt haben, weil sie selbst lange arbeiten, zeigen, dass wir auch einige neue Schichten hinzugewinnen konnten. Zwischen den Häusern BStB und AGB ist das positive Verhältnis von rund 25 % zur 75 % Besuchern erhalten geblieben, die kleine Zunahme für die Berliner Stadtbibliothek in 2004 ist eher auf die Renovierungsarbeiten in der Amerika-Gedenkbibliothek zurück zu führen. Die explosionsartige Steigerung bei der telefonischen Auskunft um fast 20 % liegt an deutlich mehr Nachfragen zu Ausleihbedingungen und Verlängerungen, zur Konteneinsicht sowie zu den Öffnungszeiten. Dieser Bereich hat sich zu einem genuinen Servicebereich der ZLB entwickelt, der gerne genutzt wird, weil der besonders kompetente und freundliche Auftritt des Telefonteams überzeugt.

2004 Besucher der ZLB Telefonische Anfragen (zentral) Besuche auf Webseiten (ohne VÖBB) Besuche von ZLB-Funktionen über VÖBB und IVR (Interactive Voice Response) Summe aller Besuche (real und virtuell) 1.531.954 46.631 4.786.966 985.502 7.351.053

2003 1.423.473 38.951 3.342.072 800.771 5.605.267

Trend +7,6% +19,7% +43,2% +23,1% +31,1%

Die Erweiterung verschiedener Servicebereiche durch ein abgestimmtes und benutzerfreundliches Webangebot ist das erklärte Ziel des neuen Webauftritts. Es ist daher besonders erfreulich, dass eine Steigerung von mehr als 43 % auf über 4,7 Millionen Besuche auf den Webseiten der ZLB den Sinn, diesen großen Aufwand zu wagen, für die realisierten Veränderungen so positiv bestätigt. Weiterhin haben mehr als 985.000 virtuelle Besuche die ZLB über den VÖBB und das interaktive Sprachsystem IVR erreicht. Zählt man alle realen und virtuellen Besuche zusammen, so ist die Zentral- und Landesbibliothek Berlin im Jahr 2004 mehr als 7 Millionen mal besucht worden. Die Steigerung der Ausleihen auf weit über 3,7 Millionen macht erneut deutlich, welche wichtige Rolle die Zentral- und Landesbibliothek im Gesamtgefüge der Medien– und Literaturvermittlung in Berlin spielt. Die grobe sachliche Gliederung zeigt, welche Interessen durch den Bestand vor allen Dingen befriedigt werden. Während die Schöne Literatur in Buchform einen geringen Rückgang zu verzeichnen hat, kann man feststellen, dass in der deutlichen Steigerung der Non-Book-Medien auch eine stattliche Anzahl Hörbücher mit Schöner Literatur versteckt sind. Die Ausleihen der Sachliteratur hat sich erneut um ca. 100.000 verbessert. Deutliche weniger Ausleihen hatten die Kinder- und Jugendbücher, da hier eine fast dreimonatige Schließung dieses Bereichs durch den Einbau einer neuen Klimaanlage notwendig war. Trotz dieser schwierigen Situation konnte sich der Non-Book Bereich bei den Kindern und Jugendlichen etwas verbessern, da das Non-Book-Angebot erweitert und besser präsentiert wurde.

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2004 Ausleihen (mit / ohne Lesesaalausleihen) Schöne Literatur Sachliteratur Kinder- und Jugendliteratur ohne Nonbooks Non-Book-Medien insgesamt davon Kinder und Jugendliche Aktive Benutzer 3.761.736 mit L. 99.475 2.248.927 180.240 1.233.094 262.781 98.019

2003 3.549.187 ohne L. 99.559 2.141.131 206.027 1.102.470 258.739 93.426

Trend +6,0% -0,1% +5,0% -12,5% +11,8% +1,6% +4,9%

Verbesserte Bedingungen wurden auch durch die Aufstellung von vier einzelnen Selbstverbuchungsgeräten in beiden Häusern der ZLB erreicht, die rund 6 % der Ausleihen abdecken, sowie durch die Einführung eines E-CashVerfahrens für die Kunden. Allerdings ist der Einsatz der Selbstverbuchungsgeräte noch nicht optimal, zu häufig bricht der Vorgang ab und nur ein Teil der Nutzer hat Bücher und Videos, ohne noch eine CD mitzunehmen, die eben noch nicht über das Selbstverbuchungsgerät ausgeliehen werden kann. Die Zunahme der aktiven Benutzer um 4,9 % kann man auf verschiedene Ursachen zurückführen. Neben den Öffnungszeiten sind hier zunächst der aktuelle Bestand und die gute Auswahl, der hohe Anteil von Non-Books und sicher auch die Verbesserung der Ästhetik seit der Renovierung der Amerika-Gedenkbibliothek zu nennen. Es deutet an, was noch möglich wäre, wenn ein neues Haus mit neuer Technologie für die ZLB errichtet würde. Wenn diese Leistungen aber den angekündigten reduzierten Personalstunden in den folgenden Jahren gehalten werden sollen, dann sind dringend Investitionen in die RFID-Technologie, weitere Selbstverbuchungsgeräte sowie Rückgabeautomaten zu planen. Leihverkehr Die Steigerung der Bestellzahlen im Leihverkehr mit + 18,7 % für den aktiven, gebenden Leihverkehr und + 49,6 % für den passiven, nehmenden Leihverkehr ist beachtlich. Die Bestellmenge hat sich vor allem durch die Einführung der Online-Bestellung per Email erhöht, gleichzeitig konnte dadurch, trotz der damit zusammenhängenden Folgearbeiten, diese verbesserte Leistung des Bereichs ohne zusätzliches Personal und in erheblich kürzerer Zeit erbracht werden. Auch die Komponente Endnutzerbestellung in der Fernleihe wurde eingeführt, sodass Fernleihbestellungen vom Kunden selbst für Bücher und für Zeitschriftenaufsätze in Online-Formulare eingetragen werden können. Die in 2004 erlassene neue Leihverkehrsordnung wurde im Vorgriff auf die Übernahme der Aufgaben des Berliner Gesamtkatalogs in der ZLB umgesetzt und das damit zusammenhängende neue Abrechnungsverfahren gemeinsam mit der Verbundzentrale entwickelt. http://www.zlb.de/kunden_service/fernleihe

Leihverkehrsbestellungen Gesamtaufkommen Aktiver/Gebender Leihverkehr Passiver/nehmender Leihverkehr Aus angeschlossenen Bibliotheken

2004 7.131 5.209 1.922 102.307

2003 5.674 4.389 1.285 72.202

Trend +25,7% +18,7% +49,6% +41,7%

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Dienstleistung Auskunft und Information Die telefonische Auskunft der Zentral- und Landesbibliothek Berlin wurde in 2004 dem Referat Informationsdienste zugeordnet. In 2004 ist eine erhebliche Leistungssteigerung in diesem Bereich erkennbar, der sich zur telefonischen Service-Line entwickelt hat und der insgesamt um 20 % mehr genutzt worden ist als im vergangenen Jahr. Neben einer achtprozentigen Steigerung der Katalogauskunft sind vor allem die Konteneinsicht und die VÖBBAusleihbedingungen nachgefragt worden. Es zeigt den Trend, dass neben dem Internet-Angebot auch Personen, die keinen solchen Zugang zu Hause haben, andere Servicewege schätzen und gerne nutzen. Gleichzeitig muss betont werden, dass die telefonische Auskunft der ZLB mit gut ausgebildeten Fachangestellten besetzt ist, die freundlich und professionell diese Dienstleistung erbringen, sodass sicher auch die guten Erfahrungen, die Kunden mit dieser Dienstleistung machen, die ansteigende Nachfrage begründen. http://www.zlb.de/fragen_sie_uns

Telefonische Dienstleistungen gesamt davon ZLB-Kataloge VÖBB Ausleihbedingungen Konteneinsicht

2004 46.631 9.431 10.618 5.864

2003 38.951 8.709 8.456 4.944

Trend +19.7% +8,3% +25,6% +18,6%

Für die ZLB kann damit an den Auskunftspulten in der Bibliothek die Konzentration auf die Besucher vor Ort stattfinden, ohne durch Telefonanfragen gestört zu werden. Die Kunden müssen nicht erst in die ZLB kommen, um Fragen zu Katalog und Benutzerkonto, aber auch andere Fragen beantwortet zu erhalten. Für allgemeine Wissensfragen steht seit einiger Zeit auch unsere aktive Email-Auskunft zur Verfügung, bei der jeder Kunde im Rahmen von Question Point das Bearbeiten seiner Email verfolgen kann. Für die Schulungen zu Question Point reisten Mitarbeiter in 2004 durch Deutschland und Europa, da die ZLB die erste Question Point Bibliothek in Deutschland war und die deutsche Übersetzung der Oberfläche verantwortet. Es ist inzwischen gelungen noch weitere Teilnehmer aus Deutschland zu gewinnen. Trotzdem kommen deswegen immer noch viele Fachbesucher, um die Anwendung bei uns erläutert zu bekommen. Auch unsere Partnerbibliotheken in Frankreich und Moskau wollen sich diesem internationalen Auskunftsnetzwerk anschließen; dafür wurden in 2004 einige Vorbereitungen vollendet. http://www.zlb.de/wissensgebiete/informationsdienste Die Auskunft im Rahmen der Internetbibliothek nahm in 2004 ebenfalls leicht zu und wird aktiv von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Referats Information unterstützt. Gleichzeitig schult das Referat Information das Personal der ZLB in den angebotenen Datenbanken, dabei liegt, nach dem allseits konsultierten Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB), die Nutzung der GBIDatenbanken vor PCI, First Search und Lexis/Nexis an erster Stelle. Die sehr schnelle Information aus Zeitungen und Zeitschriften ist dafür ein vorrangiger Nutzungsgrund. Auch die Biografischen Datenbanken werden gerne abgefragt. http://www.zlb.de/suche

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Besonderer Aufwand steckt in dem Bereich der Linksammlungen, dem traditionellen Herzstück von Auskunft und Information der ZLB. Die Linksammlungen führen unsere Nutzer eigenständig und gezielt zu den für sie wichtigen Informationen. Die Webseiten der Linksammlung mit mehr als 9.000 Links werden mehr als 500.000 mal jährlich aufgerufen. Durch die Erweiterung des Web-Auftritts und die Einbindung der Fachbereiche wurde in 2004 die Betreuung und Verbesserung der fachspezifischen Links teilweise dezentralisiert und eine spezifische Ausrichtung auf die Bedürfnisse der ZLBBenutzer erreicht. http://linksammlungen.zlb.de/1.2.1.100.9.html Kundenschulungen Zur Dienstleistung Auskunft und Information gehören heute auch immer mehr Schulungen in Medien- und Informationskompetenz, die in 2004 inhaltlich verbessert angeboten wurden. Schwerpunkt ist die Vermittlung von Katalogrecherchen am Opac für Bibliotheksbenutzer. Spezielle Kurse dafür und für die Nutzung von Internet werden für Senioren angeboten. Hier wurde in 2004 ein zusätzliches Folgeprogramm „Betreutes Üben am Internet für Senioren“ erfolgreich ausprobiert und inzwischen in ein reguläres Angebot umgewandelt. Auch die allgemeinen Datenbankeinführungen sowie die Projekte zur Medienkompetenzvermittlung für Schüler wurden in 2004 weitergeführt. Spezialisiert ist die ZLB mittlerweile auf einen neuen „Teaching on demand“Service für Informationskompetenz, bei dem der Kunde, wenn er gerade etwas sucht, direkt eine Kurzschulung am Online-Katalog oder an einer Datenbank erhält. Er wird so nicht mehr auf starre Schulungszeiten verwiesen, bei denen Kunden aus Zeitmangel oft nicht erschienen sind, sondern erhält sofort, auf sein Niveau angepasst, die entsprechende Einführung. http://www.zlb.de/kunden_service

3. Der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins
Die ZLB betreibt die Verbundzentrale des gemeinsamen Verbunds der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB). Da die Finanzierung der Projektleitung mit dem Projektabschluss nicht weiter von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur finanziert wurde, übernahm die EDVLeitung der ZLB mit der Hälfte ihrer Arbeitszeit kurzfristig ab Anfang Juni 2004 zusätzlich die Leitung der Verbundzentrale, bis die Stelle des VÖBBServicezentrums neu besetzt werden konnte. Dies wurde in 2004 noch nicht realisiert. Das Jahr 2004 war das erste Jahr des VÖBB-Regelbetriebes. Als höchstes Gremium des VÖBB nahm die Verbundkonferenz in 2004 ihre Tätigkeit auf. In diesem Gremium sind die Bezirksstadt-Rätinnen und -Räte der 12 Berliner Bezirke, die Generaldirektorin der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek, die Leitung der Verbundzentrale, sowie die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur vertreten. Da der Verbund gemeinsam finanziert wird, entscheidet dieses Gremium über haushaltsrelevante Projekte und Maßnahmen gemeinsam. In 2004 konnten einige wichtige Punkte für die Funktionsfähigkeit des Verbundes verbessert oder eingeführt werden, so die neue Suchmaskengestaltung im Standard-OPAC und im Web, Verbesserungen der Selbstbedienung im Benutzerkonto, die Nutzung von Munzinger-Datenbanken über den OPAC, Einzelbestellungen per e-mail an die Buchhändler und der

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NOT-PC, der schon Anfang des Jahres in Betrieb genommen wurde. Außerdem wurde beim Fremddatenabgleich im Dienstkatalog wurde ein Dialog eingeführt, der die Neuaufnahme von Dubletten zuverlässig unterbinden soll. Erfolgreich wurde auch die erste Stufe des Ausfallkonzepts und das Projekt Fahrbibliotheken sowie die Einspielung der ZDB-Daten abgeschlossen. Im zweiten Release 2004 wurde seitens der Softwarefirma eine erhebliche Änderung in der Grundstruktur der Datenverarbeitung in Vorbereitung auf eine Umstellung auf serverbasierte Verfahren gebracht, die am Ende des Jahres zu erheblichen Performanceproblemen und Instabilitäten des Systems geführt haben. Hier war die Verbundzentrale ca. einen Monat lang durch Konfliktmanagement und Fehlerbereinigung absorbiert. Die Leistungen des VÖBB können derzeit mit zwei Kennzahlen beschrieben werden: 82.500 Lieferungen in andere Bezirke werden über den Transportservice des VÖBB geleistet und die Gesamtzahl der Zugriffe auf www.voebb.de beträgt 7.791.400. Neben den Leistungen, die durch die Verbundzentrale des VÖBB erbracht werden, ist die ZLB im Bereich des Verbundes auch mit der Betreuung des Interactive Voice Response Systems sowie der zeitaufwendigen Begleitung (Dokumentation, Hilfestellung) bei der Einführung neuer Release engagiert. In verschiedenen Arbeitsgruppen, wie der AG zum Change-Request, dem Systemanwendertreffen, dem Kompetenzzentrum Sacherschließung und bei Anfragen zum Katalogisieren im OPAC arbeiten weitere Mitarbeiterinnen der ZLB aktiv im VÖBB mit. Ein besonderes Gewicht hat dabei auch die ZLBVerwaltung, über die Beschaffungen, Transportkosten, aber auch die Einnahmen von ‚Bezahlen im Verbund’ laufen und die in 2004 einige Verbesserungen in diesem immer noch sehr aufwändigen Verrechnungsverfahren zwischen allen Beteiligten des Verbundes eingeführt hat. http://www.zlb.de/buecher_medien/datenbanken

4. Weitere Dienstleistungen für andere Einrichtungen
Wie bisher wird auch die Zeitschriftenkatalogisierung in der Zeitschriftendatenbank für die Bezirke von der ZLB erledigt, teilweise wurde gemeinsam mit dem Personal des Berliner Gesamtkatalogs die dort verankerte ZDB-Katalogisierung für andere Bibliotheken weitergeführt. Im Zusammenhang mit der Öffentlichkeitsarbeit für die Öffentlichen Bibliotheken Berlins, wie z. B. das Binden des Jahresberichts 2003, Verteilung von Adressverzeichnissen und andere Versandaktionen gab es vielfältige organisatorische Unterstützung seitens der ZLB für die Bezirke. Mit der Umstrukturierung des Leihverkehrs für die Versorgung von Berlin und Brandenburg, eine neue Aufgabe der ZLB, wurden Vorbereitungen getroffen und erhebliche Fortschritte bereits in 2004 erzielt. Diese vielfältigen Serviceleistungen für die Berliner Bibliotheken werden durch die Veränderung des Stiftungsgesetzes und die daraus folgende Einbeziehung der Aufgaben vom Berliner Gesamtkatalog und der Senatsbibliothek ausgebaut werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZLB engagieren sich in verschiedenen Arbeitskreisen der Öffentlichen Bibliotheken Berlins und die Generaldirektorin nimmt selbst an der PISA-AG der Ständigen Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Berliner Öffentlichen Bibliotheken teil. Aktive Teilnahmen an verschiedenen regionalen Arbeitskreisen (z. B. zum Thema Zeitungen und zur Bestandserhaltung) sind weitere Bereiche der ZLB Aktivitäten im regionalen Umfeld. Eine ganze Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen

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Bereichen waren auch 2004 aktiv in regionalen und überregionalen Arbeitsgremien und Verbänden tätig. Auf vielfältige Weise sind mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZLB an der Weiterbildung der Berliner Bibliothekarinnen und Bibliothekare über die Seminare an der Freien Universität (FU) und bei der Ausbildung des höheren Dienstes an der Humboldt-Universität aktiv beteiligt. Das Lektorat Türkisch übt für Berlin eine zentrale Funktion aus. Im Zusammenhang mit der Strukturdiskussion der Öffentlichen Bibliotheken in Berlin hat die Generaldirektorin ihren Vorschlag mit Anregungen für eine gesamtstädtisches Bibliothekssystem mit gutem Service für den Kunden im Kiez weiter ausgearbeitet und bei einer Weiterbildung der FU zur Diskussion gestellt. Auf unterschiedliche Weise werden die Fachlektorinnen und -lektoren der ZLB von außerhalb konsultiert, insbesondere der Fachlektor für türkische Medien aber auch andere Spezialbereiche werden immer wieder um Hilfestellung aus den Bezirken und aus anderen Bibliotheken gebeten oder zu Vorträgen und Seminaren eingeladen, inzwischen immer häufiger auch von internationaler Ebene. Wie jedes Jahr führte die ZLB in 2004 den Bewerbertest für Auszubildende für den Beruf „Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste“ für 14 Wissenschaftliche und Öffentliche Bibliotheken (2003: 16) mit 616 (2003: 674) Bewerbern durchgeführt. Im Rahmen der Fami-Ausbildung fanden verschiedene Lehrunterweisungen und Prüfungsvorbereitungen für die BerlinBrandenburgische Prüfungsklasse durch Mitarbeiterinnen der ZLB ebenso statt wie die Organisation der Zwischen- und Abschlussprüfungen für 111 Schüler und für die FAMI- Nachqualifizierung. Vom Aus- und Weiterbildungsbereich der ZLB wurden 59 Fachpraktika in andere Institutionen und diverse Führungen in der ZLB für die Auszubildenden vermittelt. Im Jahre 2004 übernahm die ZLB zum ersten Mal für die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur die Auswahl der beiden Bibliotheksreferendare, in dem sie die vielen Bewerbungen gesichtet, eine Auswahl getroffen und dann in Bewerbergesprächen eine Bibliotheksreferendarin und einen Bibliotheksreferendar für die Senatsverwaltung ausgewählt wurden. Auf Grund des sichtbar zunehmenden Mangels an Führungskräften im Deutschen Bibliothekswesen unterstützt die ZLB gerne diese Aufgabe. Vielfältig sind mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZLB an der Weiterbildung der Berliner Bibliothekarinnen und Bibliothekare über die Seminare an der Freien Universität (FU) und bei der Ausbildung des höheren Dienstes an der Humboldt-Universität und bei den Studiengängen an der Fachhochschule Potsdam aktiv beteiligt.

5. Aus- und Fortbildung in der ZLB
Ausbildung Wie in den vergangenen Jahren konnte die ZLB in 2004 bei der Anzahl von 4 Ausbildungsplätzen für den Beruf ‚Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste’ bleiben. Die Verteilung der 12 Auszubildenden ist der untenstehenden Tabelle zu entnehmen. Es wurde noch einmal in allen Bereichen auf eine gute Betreuung der Auszubildenden hingewiesen, um einer nachlassenden Vorbereitung und Aufmerksamkeit trotz erhöhter Leistungsanforderung bei den Ausbildern entgegenzuwirken. Die regelmäßig praktizierte Einbindung in die telefonische Auskunft finden die Auszubildenden

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selbst wichtig, da sie dort die Vielfalt ihrer Kenntnisse sehr selbstständig anwenden können.

Auszubildende (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste) 1. Ausbildungsjahr 2. Ausbildungsjahr 3. Ausbildungsjahr Auszubildende gesamt

2004 4 (2 weibl./2 männl.) 4 (2 weibl./2 männl.) 4 (3 weibl./1 männl.) 12

2003 4 (2 weibl./2 männl.) 4 (3 weibl./1 männl.) 4 (3 weibl./1 männl.) 12

Praktikanten 2004 konnten insgesamt 38 Praktika zwischen 3 Wochen und 6 Monaten in der ZLB angeboten werden, zusätzlich 17 Schülerpraktikanten und 9 Austauschpraktikanten. Weitere Praktikanten kamen aus dem Aufbaustudiengang und wollten vor allen Dingen Managementkenntnisse vermittelt bekommen. Die verschiedenen Leitungsebenen der ZLB stehen immer wieder für diesen Kreis zur Verfügung und lassen die Trainees direkt im Leitungsbereich mitwirken und anstehende Probleme des Management bis zur Lösung mit Unterstützung bearbeiten. Fortbildung Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, nehmen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZLB an Weiterbildungen teil. Intern und extern wurden verschiedene Fortbildungen angeboten, an denen 73 (2003: 192) Mitarbeiterinnen teilnahmen, darunter waren Kurse in Excel, Word, Windows NT, E-Mail, Corel Draw, PageMaker, Access, HTML, die Bibliothekssoftware adis/BMS, bibliotheksbezogene Sprachkurse sowie Windows, Netman, Allegro, Adobe Acrobat, Oracle Datenbank sowie verschiedene Fachdatenbanken. Für die internen Fortbildungen haben sich auch die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der ZLB sehr bewährt und werden durch ihre Lehrerfahrungen immer besser. http://www.zlb.de/ueber_uns/ausbildung

6. Entwicklung und Erhalt des Medienangebotes
Im Jahr 2004 konnte die Zentral- und Landesbibliothek Berlin ihren Bestand auf 2.697.737 erhöhen, er umfasst u.a. ganze Sammlungen, wie die HardenbergSammlung mit mehreren tausend Bänden.

2004 Bestand Zugang Abgang 2.697.737 95.875 23.801

2003 2.625.663 120.744 28.912

Trend +2,7% -20,6% -17,7%

Zugang und Abgang lagen in 2004 Jahr deutlich unter dem Vorjahresniveau, da es einerseits nicht so große Sammlungen wie im letzten Jahr zu erwerben gab, andererseits in einigen Bereichen wie Literatur die gestiegenen Buchpreise den Erwerb einer niedrigeren Anzahl an Bänden zur Folge hatte.

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In fast allen Fächern sind die Umsatzzahlen 2004 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, dabei spielten die Non Books (CD, CD-ROM, DVD und Video) im Verhältnis zur Steigerung der Ausleihen des Buchbestandes eine prozentual deutlich größere Rolle. Dieses Ergebnis konnte trotz der Renovierung des Freihandbereichs des Hauses AGB erreicht werden, da auf die Aktualisierung besonders Wert gelegt wurde. Auch konnte durch die Präsenz aller Fachbereiche und ihrer Dienstleistungen im Internet nach dem Web-Relaunch der ZLB in 2004 mit der Pflege der eigenen Web-Site mittels eines CMS (Content Management Systems) ein verbesserter Bekanntheitsgrad erreicht werden. Hervorzuheben sind dabei in Inhalt und Gestaltung die Web-Sites des Videolektorats und der Kinder- und Jugendbibliothek, was sich auch durch überdurchschnittliche Zugriffe auf diese Sites ausdrückt. Inzwischen bieten viele Fachbereiche fachbezogene Einführungskurse direkt in der Bibliothek beim jeweiligen Fach an. Diese Kurse, die meist ein unmittelbares Interesse des Kunden befriedigen können, werden zunehmend gerne angenommen, da sie auf den Kunden zugeschnitten und nach seinem Bedarf konzipiert sind. Anders als bei der Nutzung eines klassischen Buchbestandes bedarf die Fülle an elektronischen Medien, die Suche in diesen und die Auswahl einer schier überwältigenden Fülle an Informationen für die Nutzer immer mehr diese professionelle Hilfestellung, um ihn informationskompetent zu machen. Fachbezogene Führungen, Einführungs- und Aufbaukurse, Linksammlungen, Aufbau von fachbezogenen PC Multimedia-Arbeitsplätzen wurden von verschiedenen Fächern in Angriff genommen. Das zentrale Multimedia-Referat war dabei Koordinator und Motor zugleich. Die Schnittstelle zum Referat Informationsdienste, in dem die Einführungen für die allgemeinen OnlineDatenbanken stattfinden und eine Menge bibliothekspädagogischer Erfahrungen vorhanden sind, wurde durch Personalunion sichergestellt. Insgesamt war es möglich im Jahr 2004 in den Fach- und Spezialbereichen den Schwerpunkt, On- und Offline-Datenbanken stärker und strukturierter in das Bestandsangebot einzubeziehen, mit anderen weiterführenden Quellen im Web zu verknüpfen und mittels einer eigenen Web-Präsenz publik zu machen, dies konnte erfolgreich realisiert werden. http://www.zlb.de/wissensgebiete/informationsdienste/informationskompetenz Die hohe Nachfrage am aktuellen Bestand, die sehr hohe Besucherfrequenz und die Integration von IuK-technischen Benutzerarbeitsplätzen in den Freihandbereichen führen insbesondere im Haus AGB zu einer extremen Belastung an Medienbewegungen. Die Raumreserven sind erschöpft, sodass für 2005 eine notwendige konzeptionelle Überarbeitung der Bestandpflege und Präsentation erfolgen wird. Der weitere Raumbedarf ist dringend und die Hoffnung auf eine Lösung auf dem Schlossplatz bleibt bestehen. http://www.zlb.de/fragen_sie_uns Die Fachbereiche im Überblick Das Zentrallektorat Multimedia hat einen sehr großen Bedarf an aufwändiger Bestandspflege (Aktualität, Zeitschalter, Lizenzverwaltung) und achtet gleichzeitig auf eine sehr kurze Einarbeitungszeit, damit die Medien schnellstmöglich zur Verfügung stehen und aktuell sind. Die Zuständigkeiten des Bereichs umfassen nicht nur den Bestandsaufbau entleihbarer Medien, sondern auch die Installation von nicht entleihbaren Datenbanken, Betriebssystemen, Soft- und Officeangeboten sowie die Betreuung der anderen Fach- und Spezialbereiche beim Aufbau und der Pflege von Multimediaarbeitsplätzen.

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Das Zentrallektorat Zeitungen und allgemeine Zeitschriften umfasst einen Bestand von 642 Titeln. Der Bestand konnte 2004 um 11 neue Titel erweitert werden. Die Archivierungspflicht wird vor allem durch Verfilmung und in zunehmendem Maße durch Digitalisierung garantiert. Alle Pflichtexemplare werden der Nutzung entzogen, die durch Ankauf eines weiteren Exemplars gewährleistet wird. Dem sich ständig verändernden Zeitungsmarkt und der hohen Nachfrage und Nutzung können durch elektronische Angebote besonders gut entsprochen werden. Sie bieten in der Regel einen Mehrwert durch leicht recherchierbare Inhaltsverzeichnisse, Register und Foren. Der Bestand an Zeitungen und Zeitschriften ist nicht entleihbar. Demzufolge sind die Präsentationsformen und die Arbeitsbedingungen für die Nutzer besonders wichtig. In beiden Häusern der ZLB konnten im Jahr 2004 hier Verbesserungen für die Präsentation dieses Bestandes realisiert werden. Zu den Neuerungen zählen die vereinheitlichte Beschriftung und eine Änderung der Regalaufteilung im Haus Amerika-Gedenkbibliothek und die Umgestaltung des Pressezentrums im Haus Berliner Stadtbibliothek, wodurch sich der optische Eindruck erheblich verbessert hat. Für die Nutzer werden zusätzlich Dienstleistungen durch einen zum Kopier- und Scanservice direkt neben dem kleinen Pressezentrum im Haus BStB angeboten. Neben dem Bestandsaufbau, der Präsentation und Archivierung obliegt dem Zentrallektorat die Koordinierung der Zeitungs- und Zeitschriftenauswertung für die Berlin-Bibliographie. Auch das Zentrallektorat Allgemeine Zeitungen setzt den Schwerpunkt seiner Arbeit auf das Angebot von Online- und Offline-Präsentationen neben den nach wie vor stark nachgefragten Papierausgaben der Tageszeitungen im Pressezentrum. Der in 10 Jahren aufgebaute Filmbestand der ZLB ist heute der größte, allgemein zugängliche, öffentliche Bestand an einer deutschen Bibliothek. Das Zentrallektorat Video erwirbt Videos und DVDs für alle Fächer auch durch Auslandseinkäufe. In beiden Häusern der ZLB wird der Filmbestand zentral mit dazugehöriger Abspieltechnik angeboten. Die Sammlung an Spiel- und Dokumentationsfilmen im Haus ABG gehört zu den umfangreichsten und qualitativ bemerkenswertesten Filmbeständen. Dies liegt an der aktiven Beobachtung des Filmmarkts. Da der ostasiatische Film aktuell als künstlerisch am interessantesten gilt, wurde 2004 eine solche Auswahl erworben. Die Anschaffung der Library of African Cinema und einer Auswahl der Serie African American Perspectives konnten durch Drittmittel ermöglicht werden. Hier gilt der besondere Dank der US-Botschaft, die nicht nur 2004 Mittel zur Verfügung stellte. Eine Übersicht über das Gesamtangebot sowie eine sehr umfangreiche Linksammlung kann der Web-Site entnommen werden. Bei der Bestandserschließung diese Medien kann kaum auf Fremddaten zurückgegriffen werden, was zu einer erheblichen Belastung bei der Einarbeitung führt. http://www.zlb.de/wissensgebiete/kunst_buehne_medien/videos Zum Fachbereich Geistes- und Sozialwissenschaft gehören die Fächer Geschichte, Soziologie, Politische Wissenschaften, Philosophie, Pädagogik, Psychologie, Volkskunde und Militärwissenschaft. Die Nutzung des Bestandes ist hoch, was auf einen sehr guten Bestandsaufbau und auf die sehr schnelle Reaktion auf aktuelle Themen und Trends zurückzuführen ist. So wurde im Fach Pädagogik zur weiteren Diskussion über die PISA-Studie der Bestand an Didaktik der einzelnen Fächer und Werke zu den strukturellen Veränderungen im Schulwesen ausgebaut. Zudem wurden neue Medien für Gehörlose gekauft. Im Fach Politische Wissenschaften wurden verstärkt Medien zu den Themen Globalisierung, Transatlantische Widersprüche, Politischer Islam, NahostKonflikt, Antisemitismus und EU-Erweiterung in 2004 aktuell angeschafft. Der Nachfrage an Medien im Fach Psychologie entsprechend wurde dort der

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Bestand an Psychotherapie und Entwicklungspsychologie Textausgaben von Sigmund Freud deutlich ausgebaut.

sowie

an

Im Fachbereich Literatur und Sprache gelten für das Sachgebiet Literatur – sowohl den deutschen als auch den ausländischen Anteil – nach wie vor die Gegenwartsliteratur als Schwerpunkt des Bestandsaufbaus. Verstärkt wurden 2004 Neuerwerbungen von polnischen Schriftstellern im Original erworben. Deutsch als Fremdsprache bildet neben Sprachlernprogrammen weiterhin einen Schwerpunkt des Sprachlektorats. Allerdings sind die Zugangszahlen für Literatur gesunken. Ursache sind ansteigende Preise vor allem für literaturwissenschaftliche Veröffentlichungen und der Rückgang an Pflichtexemplaren. Mit dem vorhandenen Etat ist es nicht möglich, die ständige notwendige Aktualisierung des Freihandbestandes in ausreichendem Maße zu realisieren. Daher können verschlissene Exemplare nur in Ausnahmefällen ersetzt werden. Trotz der Auslagerung des Freihandbestandes während der Renovierungsarbeiten in der Lesehalle konnte die Ausleihe für Literatur, Sprache und Hörbücher im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert werden. Der ständige Platzmangel hatte starken Einfluss auf die Präsentation des Bestandes. Es ist nicht mehr möglich, einen repräsentativen Überblick über den Bestand in Freihand zu geben. http://www.zlb.de/wissensgebiete/literatur_sprachen_laender/literatur Der Fachbereich General Interest dient mit seinem ersten Schwerpunkt der Versorgung von ausländischen Mitbürgern mit originalsprachiger Literatur aus dem eigenen Kulturkreis. Dazu gehört türkische und russische Literatur sowie albanische und serbokroatische und andere Sprachen. Die Ausleihfrequenz dieses Fachs gehört zu einer der höchsten in der ZLB, womit der Bedarf an diesem Angebot deutlich wird. Neben dem originalsprachigen Literaturangebot werden in diesem Bereich in einem zweiten Schwerpunkt besondere Interessen der unterschiedlichen Leser bedient. Zu den Neuerungen und Verbesserungen in 2004 zählte u. a. die veränderte Regalbeschriftung des Reisezentrums. Zudem sind einige Bestände wie z. B. "Lebensgestaltung", "Eltern-KindBereich" und "Hobby-Bereich" neu und mit dem Bestand des Reisezentrums und des Bestands für Lebensfragen (z.B. Eltern und Kind) zweckmäßiger aufgestellt worden. Neben der Lektoratstätigkeit wurde von dem Fachbereich eine projektbezogene Mehrarbeit bei der Einführung der erweiterten Öffnungszeiten und der Renovierung der Lesehalle im Haus AGB erbracht. Zu dem Fachbereich Kunst, Bühne, Medien gehören die Fächer Kunst, Theater, Kommunikation und Medien sowie die Artothek. Die Fächer Theater, Kommunikation und Medien erfuhren eine beachtliche Erweiterung durch die Übernahme der Spezialbibliothek der Landesbildstelle, die 2004 sukzessive in den Gesamtbestand eingearbeitet wurde. Im Jahr 2004 gab es für den Bestandsaufbau Kunst wenig spezielle Schwerpunkte, nur die Gruppe Inneneinrichtung/Design war stark gefragt und wurde verstärkt nachgekauft. Der Bestandsaufbau Artothek hatte den Schwerpunkt Kleinplastiken. Hier kamen 17 neue Exemplare hinzu. Die Ausleihen Kunst und Artothek waren leicht rückläufig, was auf die Schließungszeit wegen der Renovierung im Haus AGB zurückführen ist. Die Bilddatenbank konnte ab Oktober 2004 nach Abschluss eines Rahmenvertrages mit der VG Bild wieder ins Internet gehen. Leider konnte aus personellen Gründen die Digitalisierung nicht in dem geplanten Umfang fortgesetzt werden. http://www.zlb.de/wissensgebiete/kunst_buehne_medien/theater Alle Fächer des Fachbereichs werden gut frequentiert, auch wenn an das Vorjahresniveau bei Kunst nicht angeknüpft werden konnte, was mit den Behinderungen durch die Renovierungen zu tun haben könnte. Das Fach

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Theater hat die besten Umsatzzahlen erreicht. Die gemeinsame Präsentation mit dem Videolektorat und der Artothek in der Lesehalle des Hauses AGB ist für den Nutzer inhaltlich besonders reizvoll. Andererseits hat der Bereich den größten Platzmangel in der Freihand. Hier wäre es eine Hoffnung, wenn der Bereich auf dem Schlossplatz bald mehr Platz erhalten könnte. Die Artothek rundet das Angebot an Kunstliteratur durch Grafiken und Kleinplastiken ab. Die Artothek der ZLB hat im Vergleich aller deutschen Artotheken in Bibliotheken (www.artothek.org) die höchsten Umsätze. Durch die Integration der Ausleihe über den Online Katalog des VÖBB bindet diese außergewöhnliche Medienart keine zusätzlichen Ressourcen. Der Bestand jedoch wird zusätzlich in einem Bildkatalog, der neben der Abbildung auch Auskünfte zum Künstler und zur Technik gibt, erschlossen und kann nun nach Abschluss eines Lizenzvertrages wieder im Internet präsentiert werden. http://www.zlb.de/wissensgebiete/kunst_buehne_medien/artothek Der Fachbereich Naturwissenschaft und Technik umfasst die Fächer Naturwissenschaften, Umwelt, Technik, Landwirtschaft und Sport und grenzt unmittelbar an den Fachbereich Mathematik/Informatik an. Beide Fachbereiche nutzen gemeinsame Ressourcen sowohl in der Auskunftstätigkeit, wie in der Nutzung von multimedialen Angeboten. Der Fachbereich Naturwissenschaften kann ständig steigende Ausleihzahlen aufweisen, was auch für die im Fachbereich angesiedelten Fächer gilt. Hier ist insbesondere auch das Fach Umwelt zu benennen. Der Fachbereich hat 2004 mit dem FIZ Karlsruhe eine Lizenz über den Bezug sämtlicher STNE Zeitschriften abgeschlossen und so sein multimediales Angebot erheblich erweitert. Der Fachbereich hat darüber hinaus zur Gewinnung von Grauer Literatur und einer bedarfsgerechten Erwerbung Kooperationen mit Fachverbänden und Institutionen begründet. Für bestimmte Bereiche der Naturwissenschaften wurde ein Outsourcing mit einer Buchhandlung erprobt. Der Versuch wurde schon im Herbst 2004 beendet, da der besondere Bedarf, den die ZLB bei diesem Bestand benötigt, sich mit den standardisierten Konzepten der Buchhandlung nicht in Einklang bringen ließ. Gemeinsam gab man daher diese Idee auf. http://www.zlb.de/wissensgebiete/naturwissenschaft_technik/naturwissenschaft/ service Der Fachbereich Mathematik/Informatik verfügt durch das Fach Informatik über einen sehr hohen Medienmix, deren Präsentation durch den Bereich hervorragend bewältigt wird. Weiterführende Verzeichnisse zu OnlineAngeboten und deren Vorteile werden sowohl in der Freihand dem Nutzer vor Ort, als auch auf der eigenen Web-Site zur Verfügung gestellt. Der sehr schnellen Alterung des Bestandes wird durch eine systematisch erhöhte Bestandspflege, d.h. durch Aussonderung, Rechnung getragen. Der hohe Anteil von Pflichtexemplaren (36,9 %), insbesondere die hochspezialisierte, aktuelle Forschungsliteratur, erfordert in vielen Fällen einen größeren Arbeitsaufwand. Vervollkommnet wird das Bestandsangebot durch PC-Arbeitsplätze mit festinstallierten Lernprogrammen (z. B. Mathematik, Programmierung), deren Eigeninstallation durch den Nutzer nur schwer zu realisieren ist. In einem Projekt mit Hilfskräften wurde die Zusammenführung von Disketten mit Büchern (Ergebnis 100 ME) begonnen, indem die Überprüfung der Funktionsfähigkeit der 5,25“Disketten auf Funktionsfähigkeit, danach die Überspielung auf CDROM, sowie ggf. die Makulierung und Umsignierung durchgeführt wurde. Damit wird dieser Bestand auch für Nutzer, die heute im allgemeinen kein 5,25“ Laufwerk in ihrem PC mehr haben, wieder benutzbar. Der Fachbereich Kinder- und Jugendbibliothek bedient Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres. Neben dem Bestandsangebot werden hier von Kursen für die Nutzung des Internets bis zur

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Hausaufgabenhilfe mannigfaltige Dienstleistungen erbracht. Besonders ist auch die Öffentlichkeitsarbeit mit einer Vielzahl von Veranstaltungen zu erwähnen. Auch wurden verschiedene organisatorische Maßnahmen durchgeführt. So wurden in 2004 u.a. unterschiedliche Signaturen bei CDs und Kassetten im Kinder- und Jugendbereich zur besseren Unterscheidung zwischen Hörspielen und Lesungen vergeben, ferner weitere farbige Hüllen für den Kinderkassettenbestand erworben, damit die Inhalte von den Nutzern deutlicher getrennt werden können. Ein neues Video- und Romanregal im Jugendbereich wurde errichtet, um erweiterte Bestände (z.B. englischsprachige Jugendbücher) zu präsentieren. Ersatz von verschlissenen und unhygienischen Möbeln im Jugendbereich zur Verbesserung der Ästhetik. Zudem wurden weitere 23 neue Sachbuchregale im Kinderbereich aufgestellt, in denen die, in den letzten Jahren in immer größeren Formaten erschienenen, Kinderbücher angemessen Platz gefunden haben. Die Bilderbuchburg wurde ebenfalls durch weitere Module zur besseren Auffindbarkeit der Bilderbücher erweitert. Zur Auffrischung des optischen Eindrucks von Bestand und Mobiliar sind verbrauchte Sitzmöbel auch in der Kinderbibliothek durch neue ausgetauscht worden. Den Kindern liegt sehr viel an einer guten ästhetischen Gestaltung, um sich wohl zu fühlen. Bei den Fachgebieten liegt die Kinder- und Jugendbibliothek mit den Zugriffen auf die Website klar vorne, was u.a. auf das wirklich attraktive, virtuelle Angebot und dem in 2004 neu erschienenen Newsletter „Jubistern“ zurückzuführen ist. Der Spezialbereich Medizin und Gesundheit hat einen Gesamtbestand, der für die Wissenschaft, das mittlere medizinische Personal, niedergelassene Ärzte und den Bürger von großem Interesse auch für die Präsenzkonsultation ist. Die Ausleihe in diesem Fachbereich stieg in 2004 um 6 %, was der kontinuierlichen und sehr aktuellen Bestandserweiterung und –pflege zu verdanken ist. Insbesondere ist sie auf die Nutzung von Videos (21% zum Vorjahr) und CDROM zurückzuführen. Seit 2004 steht den Benutzern ein MultimediaArbeitsplatz zur Verfügung. Der Fachbereich erhält von den Nutzern viel Anerkennung und Lob für seinen aktuellen Bestand und seinen hervorragenden Service. Der Fachbereich pflegt durch Kontakte zu über fünfzig medizinischen Einrichtungen in Berlin seine engen Beziehungen zum Fachbenutzer und führte 557 in Spezialführungen durch den Fachbereich. Besonders enge Kontakte bestehen zu den universitär gebundenen, medizinischen Fachbibliotheken, um den ZLB-Bestand in Abgrenzung dazu, auf die Interessen des Bürgers, die der niedergelassenen Ärzte und auf das mittlere medizinische Personal, die nicht die Fachbibliotheken aufsuchen, abzustimmen. So werden viele Dienstleistungen, wie Datenbanken, Einführungen, Schulungen und Aufsatzdienste geboten. Der Spezialbereich Recht Wirtschaft ist ein großer Spezialbereich, dem auch die Sammlung zum internationalen Recht des Rechtsgelehrten Wengler angehört, welche von dem Stifterverband der Wissenschaften finanziert wird. Mit einer der größten Loseblattsammlungen, einem umfassenden Zeitschriftenangebot und den wichtigsten Datenbanken wird dieser Bereich sehr stark von fachlich interessierten Bürgern genutzt. Durch die bedarfsgerechten Anschaffungen nehmen die Ausleihzahlen ständig zu. Der Fachbereich erfreut sich großen Zuspruchs und es werden vor allem auch die Freundlichkeit und der Service gelobt. Auf Grund der klar umrissenen Teilgebiete im Fach Recht wurde nach dem Wegfall von Personalstellen eine neue Lösung gesucht. Für den Bestandsaufbau wurde eine Kooperation mit einer Fachbuchhandlung Recht begründet. Die Kooperation ist sehr erfolgreich und wird weitergeführt. Der Spezialbereich Musik bietet neben Musik-Literatur alle Arten von Tonträgern sowie Noten. Der Bereich zählt zu den umsatzstärksten der ZLB mit einer herausragenden Öffentlichkeitsarbeit. Mit der Verlagerung von

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internationalen Unternehmen der Musikindustrie wie Sony und Universal nach Berlin ist der Pflichtexemplarzugang bei Tonträgern regelrecht explodiert – und zwar von 253 Exemplaren im Jahr 2003 auf 1934 im Jahr 2004! Dabei wird überproportional der Bestand an populärer Musik bedient, der durch Eigenankäufe zu anderen Musikbereichen ausgeglichen wird. Darüber hinaus ist der Musikbestand u.a. durch eine außergewöhnliche Geschenk-Sammlung mit ca. 300 Jazz- und Weltmusik-CDs und dem Erwerb einer wichtigen OnlineLizenz für das „New Grove Dictionary of Music“ ergänzt worden. Auf Grund des sehr umfangreichen Altbestandes und der Zusammenführung der Bestände von den Häusern AGB und BStB wird jedes Jahr auch die Retrokatalogisierung als ein Arbeitsschwerpunkt gesetzt. Sie ist auf Grund fehlender Fremddaten sehr mühsam. http://www.zlb.de/wissensgebiete/musik Die Historischen Sammlungen Im Jahr 2004 konnten erneut für die Region und die Wissenschaft neue Sammlungen für den Spezialbereich Historische Sammlungen erworben werden. Ein sogenanntes Highlight war der Ankauf der Bibliothek des Fürsten von Hardenberg, mit der die Historischen Sammlungen eine wertvolle Erweiterung erfuhren, die in ihrer Bedeutung für die Wissenschaft über die Grenzen Berlins hinausweist. Des weiteren handelt es sich insbesondere um die Bibliothek und den Nachlass des Berliner Buchhändlers Herbach, die Arno Peters zur „Synchronoptischen Weltgeschichte“ und als Schenkung der Kulturstiftung zur Förderung der Berliner Landesbibliothek eine Kant-Sammlung des Philosophieprofessors Gerhard Funke. Die Sammlungen werden vorrangig im Online-Katalog erschlossen, sodass sie weltweit im Bibliothekskatalog recherchierbar sind. 2004 konnte die Revision und Neuordnung der 2003 erworbenen Sammlung Fühmann abgeschlossen werden. Der Spezialbereich hat auch durch eine Reihe von öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten auf die wertvollen Bestände hingewiesen. Bedeutsam ist ebenfalls die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Erschließung des Nachlasses Kuczynski, die im Autographenportal „Kalliope“ erfolgt. Im Rahmen der Bestandserhaltung ist auf das Verfahren zur Entsäuerung und Schimmelbeseitigung, welches mit beachtlichen Drittmitteln der Deutschen Klassenlotterie (DKL) durchgeführt werden konnte, hinzuweisen. Aber auch die Digitalisierungsprojekte, wie die der „Bauzeitschriften“ und ein Projekt mit der Firma „Touch and Turn“, das zum „Projekt des Jahres“ von der EU ausgezeichnet wurde, müssen Erwähnung finden. http://www.zlb.de/aktivitaeten/projekte Referat Zentrum für Berlin-Studien Das Zentrum für Berlin Studien sammelt alles zu Berlin und kann inzwischen auf einen sehr guten, breit angelegten Bestand blicken. Es erstellt die BerlinBibliografie die im Jahr 2004 ins Internet gestellt wurde und dort recherchierbar ist. Die Einbindung in die Virtuelle Deutsche Landesbibliographie ist für den Herbst vorgesehen, da es noch zahlreiche Registerunstimmigkeiten gibt, verursacht durch die Überspielung aus dem alten Datenbanksystem, die von Hand bereinigt werden müssen. Bislang wurden schon mehr als 14.000 Datensätze korrigiert. Erfolgreich konnte das Zentrum für Berlin Studien das ins Internet gestellt Berliner Adressbuch von 1790 bis 1944 für die Nutzung verbessern, sodass die Zugriffe darauf sich in 2004 verdreifacht haben. Besonders beliebt ist auch die Webseite mit den speziellen Berlin-Projekten des Zentrums.

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e-LernBar Die e-LernBar wird als neues Projekt der ZLB seit 2004 genutzt. Es werden dort 47 Kurse an 32 PC’s in einem Lernsystem für die Kunden angeboten. Damit erhält der Kunde die Möglichkeit, in seinen Kurs dort wieder einsteigen zu können, wo er ihn beim letzten Besuch verlassen hat. Außerdem bekommt er seinen Leistungsstand mitgeteilt. Trotz dieser interessanten Features soll die eLernBar in Zukunft stärker mit der EDV der ZLB verknüpft werden, sodass die technologische Seite einfacher zu betreuen ist. Es wurde Werbung unterschiedlicher Art gemacht, aber durch die Baustelle unmittelbar vor dem Eingangsbereich, die das ganze Jahr 2004 über unverändert bestehen blieb, war der Zugang eher versteckt und von außen nur mit Einschränkungen und speziellen Hinweisen für Besucher möglich. Das Feed-Back der Kunden für die e-LernBar ist enorm groß und kann im Besucherbuch nachgelesen werden. http://www.zlb.de/wissensgebiete/elernbar

7. Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der ZLB fußt auf drei Schwerpunktbereichen, die unter einer Leitung zusammengefasst organisiert werden: Pressearbeit/PR; Kulturprogramm mit Ausstellungen und Veranstaltungen sowie die Leitung der Webredaktion. Pressearbeit Starke Presseresonanz weckten wieder die Buchverkaufs-Aktionen des Freundeskreises im Frühling und Herbst 2004. Von herausragender Bedeutung war neben dem AGB-Jubiläum natürlich die Erweiterung der Öffnungszeiten im Mai 2004 und die Einführung des W-Lan-Angebots (Internet per Funk) im Oktober. Die Pressekonferenz zu diesem Thema wurde gut besucht und der Staatssekretär für Wirtschaft, Volkmar Strauch, schlug den Buzzer zum W-LanStart. Ein weiterer Höhepunkt war zum Ausklang des Jahres die Vorstellung einer neuen Erwerbung: Die Kantbibliothek. Auch diese Pressekonferenz stieß auf starke Resonanz. Beide Presseagenturen, ddp und dpa, waren anwesend. Hinzu kommen die regelmäßigen, wöchentlichen Medieninformationen (immer montags) zu Veranstaltungen und Ausstellungen der ZLB, die an alle Tageszeitungen, Stadtmagazine und Wochenblätter gefaxt werden. Diese Medieninformationen müssen im Einzelnen speziell für die Empfänger/Redaktionen aufbereitet sein. Insgesamt erschienen in 2004 insgesamt: 213 Artikel über die ZLB, das sind 17-18 Artikel pro Monat. Kooperationen / Werbung Im Bereich der Kooperationen ist vor allem die Kooperation mit der BPI Paris zu nennen. Die Leitung der Öffentlichkeitsarbeit hatte in Paris die Gelegenheit, intensiv in der BPI-Management-Ebene mitzuarbeiten und hat die Eindrücke in einem Bericht zusammengefasst. Der Besuch hat für die Öffentlichkeitsarbeit Anregungen gegeben aber auch das Bewusstsein, dass die Öffentlichkeitsarbeit der ZLB ebenfalls auf einem hohen Niveau stattfindet. Ebenfalls hervorzuheben ist die Kooperation mit der Rudomino-Bibliothek Moskau. Im Herbst 2004 kamen etliche Kollegen der obersten Leitungsebenen in die ZLB zur Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages, verbunden mit einer Veranstaltung und einer Ausstellungseröffnung. Die ZLB zeigte eine russische Ausstellung über Doktor Haas, den sog. heiligen Doktor von Moskau. Die Übersetzung der Ausstellungsfahnen wurde durch die Kooperation mit der Secco-Stiftung realisiert, die auch den Transport finanzierte.

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Ebenfalls ausgebaut wurden die Kontakte mit dem Jüdischen Museum. Die Marketingund PR-Abteilungen trafen sich mehrfach mit der Öffentlichkeitsarbeit der ZLB, um gemeinsame Aktivitäten für das kommende Jahr zu planen und sich in Sachen Werbemaßnahmen in den Ansätzen abzustimmen. Veranstaltungen Die Veranstaltungstechnik wurde erneuert und dadurch die technische Qualität der Veranstaltungen im Berlin-Saal entscheidend erhöht. Das Veranstaltungsprogramm der ZLB lockte 2004 wieder viele Besucher an. In Zahlen zusammengefasst: es gab 156 kulturelle Veranstaltungen inklusive 19 Ausstellungen und damit verbundene Vernissagen mit insgesamt 9.617 Besuchern. Große Beliebtheit erfreuen sich die musikalischen Aufführungen am Samstag Nachmittag im Musikbereich des Hauses AGB, bei dem auch Zufallsgäste angezogen werden. Insgesamt ist die Zunahme an Besuchern im Veranstaltungsbereich deutlich spürbar. Öffentlichkeitswirksam hinzu kommen die 292 Veranstaltungen und Führungen der Kinder- und der Jugendbibliothek. Diese umfassen Aktivitäten wie Kinderveranstaltungen: Interneteinführungen bis 12 Jahre, Mitmachveranstaltungen, Puppentheater, Liederveranstaltungen, Buchlesungen/Vorlesen (u. a. mit amerikanischer Botschaft), Kinoveranstaltungen für Kinder, Bibliotheksführungen (Klassen, Azubis), Märchentage 2004, Vorlesewettbewerb, 10x Monatsrätsel für Kinder, Abschlussveranstaltung Bücherzeit, Teilnahme am KinderLiteraTour /S-Bahn Projekt, Lesetandem, Büchersommer, Teilnahme am Literaturfestival sowie Interneteinführungen für Jugendliche ab 12 Jahre, Basteln für Kinder, Hausaufgabenhilfe für Schüler bis zur 10. Klasse, Hausaufgabenhilfe für Mädchen (gesponsert vom Lions-Club), Rechtsberatung für junge Leute. In 2004 wurde eine Umfrage unter den Veranstaltungsbesuchern der ZLB fortgesetzt. Ziel der Erhebung ist es, herauszufinden, wer welche ZLBVeranstaltungen besucht, welche Themen gut oder weniger gut abgedeckt sind, wie hoch der Zufriedenheitsgrad der Besucher ist, welche Informationsquellen besonders wichtig für unsere Werbung sind und welche unserer ZLBZielgruppen wir ggf. bislang unberücksichtigt gelassen haben und noch aktivieren können. Diese Umfrage wird auch noch Anfang 2005 fortgeführt.
Veranstaltungen in der ZLB Veranstaltungen für Erwachsene Teilnehmer Erwachsene Jugendveranstaltungen Teilnehmer Jugendversanstaltungen Allgemeine Führungen (und Benutzerschulungen) Führungen/Schulungen in der Jugendbibliothek Ausstellungen 2004 156 9.617 51 2.422 189 (272) 241 19 2003 94 5.355 45 2.865 201 (279) 243 15 Trend +66,0% +79,6% +13,3% -15,5% -2,5% -0,8% +26,7%

Führungen und Besucherservice Vom Besucherservice wurden 2004 insgesamt 189 Führungen/Veranstaltungen mit 2.730 Teilnehmerinnen und Teilnehmern organisiert, davon 163 Führungen (einschl. Opac-Einführung) für Schüler, Studenten, Azubis, sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Aus- und Weiterbildungsinstituten, 23 Gästebetreuungen, einschließlich der Musikbibliothek und die Betreuung

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ausländischer Praktikanten. Der Besucherservice erstellt Programme für Gäste der ZLB und organisiert Besuche in weiteren Bibliotheken in Berlin und Brandenburg, sowie in anderen Städten Deutschlands und betreut die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während ihres Aufenthaltes in Berlin. http://www.zlb.de/kunden_service/gaeste_service Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit im Besucherservice ist die zentrale Vermittlung, Organisation und Durchführung von Führungen für Schüler, Studenten und denjenigen, die in einem Aus- und Weiterbildungsverhältnis stehen. Innerhalb dieser Angebote wurden Führungen, einschl. Einführungen in die Opac–Benutzung, verstärkt vom Spezialbereich Medizin/Gesundheit, durchgeführt. Insgesamt fanden 27 Führungen mit 557 Teilnehmern statt. Einführungen für Bereiche wie Ergotherapie, Krankenpflege, Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege standen hier im Mittelpunkt. Besonders nutzen unsere Angebote das Institut für Weiterbildung / Vivantes ,TBZ (Technologie und Bildungszentrum), Wannseeschule, AWO-Lübbenau: Medizinische Akademie für Ergotherapie, Caritas – Klinik, das HedwigsKrankenhaus, Vitanas-Akademie gGmbH, Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen. Im Spezialbereich: Recht / Wirtschaft wird besonders der Bereich Wirtschaft für Einführungen von Weiterbildungen zur Bürokauffrau bzw. zum Bürokaufmann und zu Versicherungsangestellten genutzt. Hier sind die Partner u. a. bbw Berufsvorbereitungs- und Ausbildungsgesellschaft mbh und BEST-Sabel- Bildungszentrum GmbH. Der Web-Auftritt Eine zentrale Aufgabe im Jahr 2004 war für die Öffentlichkeitsarbeit die Nachbesserung und Ergänzung des Webauftritts der ZLB, der im Jahr 2003 relaunched wurde. Die Webredaktion trifft sich kontinuierlich und optimiert das Internetangebot für die ZLB-Kunden. Der Anstieg der Zugriffszahlen beweist, dass die ZLB mit dem Ausbau ihrer „Web-Contents“ und Online-Infrastruktur einen richtigen Schritt macht: So sind die Zugriffszahlen auf die ZLB-Seiten im vergangenen Jahr stark gewachsen. Im Jahr 2003 lag die Gesamtzahl der Seiten-Aufrufe noch bei 3,3 Millionen, im Jahr 2004 schon bei insgesamt ca. 5,5 Millionen Zugriffen. Der enorme Zuwachs der Seitenaufrufe im Internet hat damit zu tun, dass die ZLB in den Jahren 2003 und 2004 viel Wert auf aktuelle und inhaltlich nutzbringende Inhalte gelegt und die Interessen der Online-Nutzer zum Anlass für Neuerungen und Veränderungen des Online-Angebots genommen hat. So sind zum Beispiel die digitalisierten Bände der historischen Berliner Adressbücher (1799-1943), insgesamt rund 5 Millionen Seiten, seit 2004 im Netz recherchierbar http://adressbuch.zlb.de/ : Auf diesen Seiten wird monatlich ca. 70.000-100.000-mal zugegriffen. Dieser unkomplizierte und international relevante Service hat sich offenbar schnell herumgesprochen. Die Online-Projekte der ZLB, z. B. „Geschichten aus der Berliner Märzrevolution“ oder „Die Deutsche Geschichte in der Berliner Presse“ folgen dem Spitzenreiter Adressbuch mit bis zu 80.000 Zugriffen monatlich: http://www.zlb.de/berlin_studien/projekte. Und mit durchschnittlich 45.000 Zugriffen liegen die von der ZLB erstellten thematischen Linksammlungen auf einem guten 3. Platz http://linksammlungen.zlb.de/ . Sehr hohe Zugriffszahlen erreicht neuerdings auch der Bibliotheksdienst, die Fach-Zeitschrift für das deutsche Bibliothekswesen, die in der ZLB redaktionell erstellt und überregional vertrieben wird. Schon ausgelieferte Hefte können nun im PDF-Format auf den ZLB-Seiten aufgerufen werden und erreichen immerhin monatlich um die 10.000 Zugriffe http://www.zlb.de/aktivitaeten/bd_neu .

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Bei den Bibliotheks-Fachbereichen selbst sieht das Ranking wie folgt aus: Ganz vorne im Nutzerinteresse liegt der Bereich Kinder- und Jugendbibliothek (ca. 48.000 Zugriffe pro Jahr). Möglicherweise erklärt sich diese Spitzenreiterrolle dadurch, dass die Comic-Figuren Messer-Matzke und seine Bande, die als Marketingfiguren im ZLB-Jugendbibliotheksführer in einer hochwertigen Printpublikation repräsentiert sind, schon auf der Startseite der ZLB einen Direct-Click in diesen Bereich gewähren. Es folgen an zweiter und dritter Stelle die Fachbereiche Informationsdienste und Kunst-Bühne-Medien. Erfreulich aus ZLB-Sicht ist, dass investierte Arbeit sich messbar lohnt: Fachbereiche, die sich das Jahr über besonders um die nachgefragten Themen ihrer Kunden bemühten und viele knappe und gute Lektüre-Tipps für ihren Bereich gegeben haben, weisen in der Folge eine überdurchschnittlich hohe Steigerungsrate auf. So etwa der Fachbereich Mathematik/Informatik, der eine aktive Rolle bei den Online-Literatur-Empfehlungen auf den ZLB-Seiten einnimmt http://www.zlb.de/buecher_medien/empfehlungen .

8. Wichtige interne Arbeiten
EDV In 2004 wurde in beiden Häusern der ZLB das W-Lan für Kunden installiert, das mit Hilfe der Firma Versatel eingerichtet wurde. Die Kunden können sich entsprechende Karten mit Zugangscodes kaufen und dann auf ihrem eigenen Laptop Internet in der Bibliothek nutzen. Erfolgreich konnte an den Standgeräten die Internetvergabe mit Zeitablauf am PC von der EDV in 2004 stabilisiert werden. In 2004 hatte die EDV-Abteilung insgesamt über 400 Geräte mit unterschiedlichen Anwendungen zu betreuen. Täglich erhält die hausinterne Hotline der EDV ca. 50 Anrufe. 2004 wurden 138 PC’s neu installiert und diverse andere Geräte betreut und gewartet. Die Einführung der ProFiskal Software war ein weiterer wichtiger Schritt zu einer regulären Haushaltssoftware. Durch die vielfältigen Renovierungen in beiden Häusern der ZLB, insbesondere im Freihandbereich des Hauses AGB, mussten viele Mitarbeiter- und Benutzer-PC’s abgebaut und später wieder aufgebaut werden. Zum Glück konnte noch im Dezember die Neuverkabelung des Ribbeckhauses begonnen werden. Es handelt sich dabei um die dringende Ablösung der Token-Ring Verkabelung durch Ethernet. Auch die Integration der Kinder- und Jugendbibliothek ins Hausnetz konnte 2004 abgeschlossen werden. Verwaltung Im internen Bereich der Verwaltung gab es einige Besonderheiten neben der Routine wie die Betreuung des Wirtschaftsprüfers in 2004 oder die Beschaffung von Hilfskräften. So waren nach der Prüfung durch den Rechnungshof im Personalbereich die Erkenntnisse des Rechnungshofs aufzunehmen und die vorgeschlagenen Veränderungen entsprechend umzusetzen. Im Juli konnte die Einführung des Datenträgeraustausches für das OnlineBanking mit der Haushaltssoftware Pro Fiskal zwischen der ZLB und der Berliner Volksbank realisiert werden. Konkrete Verwaltungsarbeit war die Folge des neuen ZLB-Gesetzes in verschiedener Art und Weise, so die Integration der Haushaltspläne vom Berliner Gesamtkatalog und der Senatsbibliothek, die Übernahme der Beamten und die daraus folgenden Regelungen, die getroffen werden mussten für eine vollständige Integration dieser Bereiche. Von den verschiedenen Ausschreibungen, die der Verwaltungsbereich zu erledigen hatte, sind besonders die Neuausschreibungen zu erwähnen: Buchbindearbeiten, Bewachungs- und Pförtnerdienste, Kopierservice sowie

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Reinigungsleistung. Neue Dienstvereinbarungen gab es im Rahmen der neuen Öffnungszeiten. Ebenfalls aufwändig waren die vielfältigen Gespräche im Zusammenhang mit einem eigenen Tarifvertrag für die ZLB und die Listen, Aufstellungen und Berechnungen, die dazu notwendig waren, um den im Folgejahr 2005 schon vorweg reduzierten Personaletat wieder durch einen Tarifabschluss auszugleichen. In 2004 ist es endlich gelungen, dem Wunsch der Kunden entsprechend ein Minicafé über mobile Kaffeewagen für ein nicht vorhandenes Bibliothekscafé zu erhalten. Technische Dienste und Gebäude Durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wurden in 2004 vielfältige Baumaßnahmen erbracht wie • • • • • die Fassadensanierung Ribbeckhaus die Erneuerung der Klimaanlage in der Kinder- und Jugendbibliothek des Hauses AGB die Renovierung der großen AGB-Halle (zentraler Freihandbereich) die Sanierung eines Magazinkellers des Hauses BStB diverse Dachreparaturen und Prüfung der Brandschutzsituation der ZLB mit Folgeaufträgen

9. Bauvorhaben Schlossplatz
Intensiviert wurde in 2004 die Zusammenarbeit mit den Partnern des HumboldtForums für den Schlossplatz. Es fanden regelmäßige Kooperationstreffen statt, an denen sporadisch auch die Dahlemer Museen teilnahmen, gemeinsame Veranstaltungs- und Ausstellungskonzepte wurden besprochen und eine gemeinsame Webpräsenz für das Humboldt-Forum erarbeitet. Die Generaldirektorin machte einen Vorschlag zu einen Projektantrag zur inhaltlichen Zusammenarbeit der drei Partner im Programmbereich. Es zeichnete sich ab, dass die weiteren Planungen für den Schlossplatz in 2005 intensiviert werden, da dann der Abriss des Palastes der Republik vorgesehen ist.

Dr. Claudia Lux Generaldirektorin

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Anlage

Statistische Übersicht der Stiftung ZLB

2004 ZLB Personalbestand Personal planmäßige Stellen Auszubildende/r nichtplanmäßige Beschäftigungspositionen Öffnungszeiten wöchentliche Stundenzahl insgesamt Ausleihtage Bestand Zugang Abgang Schöne Literatur Sachliteratur Kinder- und Jugendliteratur Non-Book Medien Entleihungen Schöne Literatur Sachliteratur Kinder- und Jugendliteratur (ohne Non-Books) Non-Book Medien insgesamt - davon Kinder und Jugendliteratur 64 302 2.697.737 95.875 23.801 167.535 2.147.142 82.301 300.759 3.761.736 99.475 2.248.927 180.240 300,58 282,58 12

2003 ZLB

2002 ZLB

2001 ZLB

300,58 282,58 12

298,58 282,58 12

297,08 283,08 12

6

6

4

2

63 301 2.625.663 120.744 28.912 166.330 2.100.916 77.320 281.097 3.549.187 99.559 2.141.131 206.027

63 300 2.533.831 155.009 17.132 165.900 2.024.306 74.158 269.467 3.314.130 98.632 2.062.207 182.656

63 286 2.395.954 50.331 15.989 165.575 1.900.182 71.354 258.843 2.807.619 103.913 1.627.128 169.901

1.233.094 262.781

1.102.470 258.739

970.635 230.161

732.428 174.249

24

ZLB Jahresbericht 2004

Veranstaltungen etc. 2004

Aktive Benutzer 2004

- Veranstaltungen - Ausstellungen - Führungen - Benutzerschulungen

156 19 189 83

o. Angaben (Institutionen) 1.823

1,86%

über 60

3.286

3,35%

51-60

5.040

5,14%

JuBi - Veranstaltungen - Führungen, Schulungen, Beratungen u.a.

51

41-50

11.627

11,86%

31-40 241 26-30

20.704

21,12%

16.598

16,93%

21-25

18.279

18,65%

15-20

15.240

15,55%

unter 15

5.422

5,53%

Insgesamt:

98.019

25
        
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