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Full text: Jahresbericht ... des Vorstands der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin Issue 2001

Stiftung des öffentlichen Rechts

Jahresbericht 2001

ZLB Jahresbericht 2001

ZLB Jahresbericht 2001

Herausgeber Vorstand der Stiftung ZLB Dr. Claudia Lux Breite Straße 36 10178 Berlin T.: (030) 90 226-0 F.: (030) 90 226-494 Email: lux@zlb.de http://www.zlb.de Haus Berliner Stadtbibliothek mit Zentrum für Berlin-Studien Breite Straße 30-36 10178 Berlin T.: (030) 90 226-0 F.: (030) 90 226-494 Email: info@zlb.de http://www.zlb.de Haus Amerika-Gedenkbibliothek mit Jugendbibliothek Hallescher Komet Blücherplatz 1 10961 Berlin T.: (030) 90 226-0 F.: (030) 90 226-139 Email: info@zlb.de http://www.zlb.de

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Inhalt

1. Schwerpunkt der Arbeit der ZLB in 2001: Die Umstellung der UricaSoftware auf die VÖBB-Software adis-BMS der Firma astec. 5 2. Dienstleistungen 5 Benutzer und Ausleihe 5 Leihverkehr 6 Dienstleistung Auskunft und Information 6 3. Der Verbund der öffentlichen Bibliotheken Berlins 7 4. Aus- und Fortbildung in der ZLB 7 Ausbildung 7 Praktikanten 8 Fortbildung 8 5. Entwicklung des Bestandsangebotes 8 Die Fachbereiche im Überblick 8 Die Historischen Sondersammlungen 10 Bestandserhaltung 10 Referat Zentrum für Berlin-Studien 11 6. Öffentlichkeitsarbeit 11 Veranstaltungen, Ausstellungen, Führungen 11 Die Pressearbeit 11 ZLB-Webseiten 11 7. Gebäude 12

Baumaßnahmen
Neubauplanung

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Anhang Statistische Übersicht der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin

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Jahresbericht
des Vorstands der Zentral- und Landesbibliothek für 2001

1. Schwerpunkt der Arbeit der ZLB in 2001: Die Umstellung der Urica- Software auf die VÖBB-Software adis-BMS der Firma astec.
Das Jahr 2001 war durch die Vorbereitungen, die Durchführung und die Nachwehen des Software-Umstiegs in der ZLB gekennzeichnet. Die VÖBB Arbeitsgruppe der ZLB mit zahlreichen Unterarbeitsgruppen bereitete in enger Zusammenarbeit mit der VÖBB-Projektleitung den Einstieg zum 17. September 2001 vor. Während der Umstellung konnte die ZLB immer geöffnet bleiben, auch wenn es Einschränkungen des Betriebs gab. Die aufwendige Schulung aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat sehr gut funktioniert und das Testsystem erweckte Hoffnungen, die leider in der Folge durch die Realität nicht erfüllt wurden. Dauerhafte Probleme waren die fehlerbehaftete Migration und unzuverlässige, teilweise fehlerhafte Softwarelieferungen der Firma. Einige Entwicklungen, wie z.B. die ZDB-Titelübernahme waren nicht zum Einstiegstermin fertig und das Gesamtsystem ist sehr langsam geworden, so dass Schlangen im Benutzungsbereich und Staus bei der Bearbeitung der Medien schon nicht mehr als Übergangsproblem angesehen werden können. Dieser Umstand fordert zusätzliches Personal, so dass bestimmte wichtige Maßnahmen eingefroren werden müssen (z. B. die Retrokonversion aller Bestände in der EDV). Trotzdem kann man sagen, dass der Einstieg der ZLB in den VÖBB einigermaßen gut vollzogen worden ist und den Kunden der ZLB jetzt der gleiche gute Service wie in den Bezirken mit Web-Bestellungen und Lieferungen in andere Bibliotheken oder nach Hause geboten wird.

2. Dienstleistungen
Benutzer und Ausleihe Die Besucherzahl sank um 10,2 %. Ursachen für den Besucherrückgang: • • • • • Mehrwöchiger Ausleihstopp bei der Systemumstellung Keine Einarbeitung neuer Bücher wegen halbjährigen Katalogstopps für Datenmigration und Systemumstellungen effektive telefonische Auskunft Nutzung des VÖBB im Web mit (Vorbestellung, Verlängerung, Lieferung) vielen Kontenfunktionen

vermehrte Nutzung der verbesserten Dienstleistungen der ZLB im Internet.

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2001 Besucher der ZLB Telefonische Anfragen (zentral) Besuche auf Webseiten 1.298.877 36.124 1.706.306

2000 1.475.693 41.296 1.238.984

Trend -10,2% -12,5% +37,7%

Das Verhältnis zwischen den beiden Häusern der Zentral- und Landesbibliothek blieb gegenüber dem Vorjahr konstant bei den Besuchern mit 75% für die Amerika-Gedenkbibliothek und 25 % für die Berliner Stadtbibliothek. Aufgrund der Systemumstellung sanken die Ausleihzahlen um ca. 340.000 auf 2.807.619 (2000: 3.147.408).

2001 Ausleihen (ohne Lesesaalausleihen) Schöne Literatur Sachliteratur Kinder- und Jugendliteratur ohne Nonbooks Non-Book-Medien insgesamt davon Kinder und Jugendliche Aktive Benutzer 2.807.619 103.913 1.627.128 169.901 732.428 174.249 86.784

2000 3.147.408 121.679 2.005.972 180.189 839.568 189.923 86.102

Trend -10,8% -14,6% -18,9% -5,7% -12,8% -8,3% +0,8%

Leihverkehr Zunächst durch zeitweise fehlende Nachweise, dann durch die Einführung des VÖBB und die damit verbundenen Direktbestellungen der Kunden erlitt der Leihverkehr einen deutlichen Rückgang. Insgesamt sanken die Bestellungen im Leihverkehr 2001.

Leihverkehrsbestellungen Gesamtaufkommen Aktiver/Gebender Leihverkehr Passiver/nehmender Leihverkehr Aus angeschlossenen Bibliotheken

2001 11.630 9.473 2.157 3.369

2000 18.464 16.726 1.738 8.139

Trend -37,0% -43,6% +24,1% -58,6%

Dienstleistung Auskunft und Information Das Angebot der Online-Datenbanken und der CD-ROM Datenbanken wurde mit 6.031 Aufrufen gut genutzt. Aufgrund der Katalogsituation, die wegen der Umstellung problematisch war, erfreute sich der WorldCat bei Kunden und Mitarbeitern großer Beliebtheit. Der Schwerpunkt der Kundenschulungen lag in 2001 auf den Einführungen in die Benutzung des neuen Bibliothekssystems, insbesondere in den OpacRecherchen, die teilweise bis zu dreimal täglich angeboten wurden.

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Der telefonische Auskunftsdienst hat sich auch im zweiten Jahr seiner Existenz sehr bewährt und wird mit Unterstützung der Azubis des 2. und 3. Lehrjahres aufrecht erhalten. Der Rückgang ist auch auf die Reduzierung auf einen Auskunftsplatz zurück zu führen.

Telefonische Auskünfte gesamt

2001 36.124

2000 41.296

Trend -12,5%

3. Der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins
Die ZLB betreibt die Verbundzentrale des gemeinsamen Verbunds der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) und finanziert zusätzlich in 2001 die Projektleitung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbundzentrale habe unter Aufbietung teilweise aller Kraftreserven nicht nur die letzten Bezirke sondern schließlich auch die ZLB in den Verbund gebracht. Die hohe Zahl der Überstunden konnte in 2001 noch nicht abgebaut werden. Mehr als 10 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der ZLB waren in diversen Testgängen und Softwareentwicklungen beteiligt, die der ZLB und den Bezirken gemeinsam neue Möglichkeiten bieten sollten. Die Verwaltung der ZLB und besonders die Haushaltsstelle übernahm die Vereinnahmung und Verrechnung der Transportgebühren mit den Bezirken, der ZLB und dem Transportunternehmen. Ein besonderer Aufwand für den VÖBB kam auf die Haushaltsstelle der ZLB zu, als die Funktion „Bezahlen im Verbund“ in der Software realisiert wurde. Da nun ein Kunde in jedem Bezirk seine Schulden bezahlen kann, muss zwischen den Bezirken eine Verrechnung stattfinden. In 2001 konnte die Software von aStec allerdings diese Gelder noch nicht fehlerfrei berechnen. Weitere Dienstleistungen sind die Zentrale Ausbildungsstelle, die Ausbildung der Fachangestellten koordiniert und die Tests für BewerberInnen durchführt, das Transportauto für Leihverkehr Broschürendienste und die Mittelverwaltung der Ständigen Konferenz Leiterinnen und Leiter der Berliner Öffentlichen Bibliotheken. die die und der

4. Aus- und Fortbildung in der ZLB
Ausbildung Jährlich können vier Fachangestellte (insgesamt 12) für Medien und Informationsdienste ausgebildet werden.
Auszubildende (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste) 1. Ausbildungsjahr 2. Ausbildungsjahr 3. Ausbildungsjahr Auszubildende gesamt

2001 4 (4 weibl.) 4 (3 weibl./1 männl.) 2 (1 weibl./1 männl.) 12

2000 4 (3 weibl./1 männl.) 2 (1 weibl./1 männl.) 6 (4 weibl./2 männl.) 12

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Praktikanten Die Softwareumstellung hat auch dazu geführt, dass in 2001 weniger Praktikanten betreut werden konnten. Trotzdem gab es Schülerpraktikanten, Praktikanten in der Diplomausbildung von Fachhochschulen und Praktikanten, die sich in der Ausbildung zum wissenschaftlichen Bibliothekar befinden. Außerdem wurden zwei Referendarinnen ausgebildet. Fortbildung Die Fortbildungen in 2001 waren nahezu vollständig durch die vielen Schulungen in den unterschiedlichen Modulen der Verbundsoftware geprägt. Insgesamt wurden 277 MitarbeiterInnen in 9 verschiedenen Schulungen mit insgesamt 11.000 Schulungsstunden von Mitte Juli bis Ende Oktober 2001 geschult.

5. Entwicklung des Bestandsangebotes
Im Jahr 2001 hat sich der Bestand der Zentral- und Landesbibliothek Berlin durch einen Zugang von nur 50.331 (2000: 66.418) Medieneinheiten und einem Abgang von 15.989 (2001: 17.912) auf 2.395.954 (2000: 2.361.612) Medieneinheiten erhöht.

2001 Bestand Zugang Abgang 2.395.954 50.331 15.989

2000 2.361.612 66.418 17.912

Trend +1,5% -24,2% -10,7%

Der deutliche Rückgang im Bestandszugang ist einerseits auf Einsparungen im Erwerbungstitel, andererseits auf den Katalogisierungstopp zurück zu führen. Die Fachbereiche im Überblick Der Beitritt der Zentral- und Landesbibliothek Berlin in den Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins prägte auch die Tätigkeit der Abteilung Medienzentrum im Berichtszeitraum. Viele notwendige Arbeitsinstrumente, wie ein vollständiger EDV-Katalog, Fremddaten, Schlagwortregister u.v.m. standen gar nicht mehr oder nicht wie in gewohnter Qualität zur Verfügung. Ein kontinuierlicher Bestandsaufbau entsprechend der Nachfrage und des Angebots am Medienmarkt war in diesem Jahr nicht möglich. So bildete die Mitwirkung in den Vorbereitungsgremien zur VÖBB-Einführung sowie nach Beitritt die Mängelregistrierung, aber auch die Projektbetreuung neuer Aufgaben, die durch den Verbundbeitritt realisiert werden mussten, bei zahlreichen Fachlektoren den Arbeitsschwerpunkt im Berichtszeitraum. Schwerpunkt in 2001 war wieder die Fortführung von multimedialen Medienund Dienstleistungsangeboten in allen Fachbereichen und insbesondere des Zentrallektorats Multimedia. Das Angebot von elektronischen Datenbanken, online und offline, konnte erheblich erweitert werden. Hierfür wurden auch Bundesmittel zugewiesen. Ohne diese hätten, aufgrund der steigenden Lizenzkosten insbesondere für Online-Datenbanken, bei weitem nicht derart befriedigende Angebote erreicht werden können. Weitere Schwerpunkte bei Medienanschaffungen betreffen die Euro-Umstellung und den weiteren Ausbau des Sprachenangebotes mittels multimedialer Sprachkurse.

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Als Bestandserweiterung der ZLB ist besonders die Übernahme von zwei Bibliotheken zu erwähnen: • Fachbibliothek der ehemaligen Landesbildstelle mit rund 70.000 Medien überwiegend zum Fach Film, aber auch Medienpädagogik, Filmtechnik und Soziologie. Fachbibliothek des ehemaligen Deutschen Bibliotheksinstituts mit ca. 24.000 Bänden.

•

Die Zeitschriftenzusammenführung konnte auf Grund fehlender Personalkapazitäten nicht so zügig fortgesetzt werden, wie geplant. Dies führt zu erheblichen Nachweisproblemen, die erst nach Jahren geregelt werden können. Es muss daher Personalkapazität aus anderen Bereichen umgesetzt werden, um in einem überschaubaren Zeitrahmen von drei Jahren das Projekt beenden zu können. Von den verschiedenen Fachbereichen muss besonders die Kinder- und Jugendbibliothek hervorgehoben werden, die wieder großes Interesse bei zahlreichen Besuchen von Fachkollegen des In- und Auslandes hervorrief. Der Bestand an Videos konnte im Berichtszeitraum durch die Übernahme von rund 2.200 Videos der Landesbildstelle für die Kinder und Jugendlichen erweitert werden. Bei den fremdsprachigen Kinder- und Jugendmedien ist die englische Sprache besonders gefragt. Zu erwähnen ist weiterhin der starke Zugang an DVDs im Videolektorat, der aber die Wünsche der Kunden noch nicht befriedigen kann. Der Ausbau der Artothek hat sich durch Sponsoring auf Ölbilder und Kleinplastiken erweitert, was durch die Aktivitäten des Fachlektors bewirkt wurde. Im Fachbereich Naturwissenschaften wurde ein Multimediaarbeitsplatzes für Mathematik und Informatik eingerichtet, es soll als nächster einer für die naturwissenschaftlichen Fächer folgen. Das Fach Technik beklagt, dass die Ausleihzahlen im dritten Jahr der Verlagerung des Faches von der AGB in die BStB noch immer nicht den alten Stand erreichen konnten. Hier ist eine Analyse notwendig, die sowohl den Inhalt des Freihandangebotes, als auch die Art und Weise der Präsentation beurteilen soll. Der Spezialbereich Musik hat sich auch besonders um die richtige Softwareanpassung bei der Umstellung für ihren Spezialbereich und den der Bezirke gekümmert. Der Spezialbereich eröffnete im Berichtszeitraum in den Räumen der historischen Sondersammlung die „Musik-Kabinette“ mit Salonnotenbeständen, Walzen und Schellackplatten. Auf dem Wege eines Leihvertrages zog die Bibliothek des Rechtsgelehrten Wengler von ihrem langjährigen Domizil im wissenschaftlichen Springer-Verlag in die Breite Straße um. Die Bibliothek der „Wengler-Stiftung“ wird in unmittelbarer Nähe zum Fach Recht der Öffentlichkeit geschlossen zugänglich gemacht. Dadurch erfährt der bereits sehr umfangreiche Bestand des Faches Recht eine sehr wertvolle Ergänzung mit Schwerpunkt internationales Recht. Im Spezialbreich Medizin-Gesundheit wird als besonderer Service ein Zeitschriftenumlauf von 125 Titeln an 15 Teilnehmer organisiert. Dem Spezialbereich Sondersammlungen wurde in 2001 strukturell die Buchbinderei und die Zentralstelle für wissenschaftliche Altbestände zugeordnet, die Fotostelle wurde aufgelöst und ein Digitalisierungszentrum, das die Kundenwünsche umfassend befriedigen kann, über eine private Firma eingerichtet.

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Die historischen Sondersammlungen Nach dem Umzug der Sondersammlungen in den Flügel des Marstalls, Breite Str. 30/31, im vorausgehenden Jahr und der Zugewinnung des historischen Lesesaals des Landesarchivs, verfügt dieser Spezialbereich erstmals über ausreichend Platz, aber vor allem über eine angemessene Unterbringung seiner historischen Sammlungen. Seit Nutzung eines eigenen Lesesaals konnten regelmäßige Öffnungszeiten (Donnerstag von 10.00 bis 19.00 Uhr) eingeführt werden, an denen jedermann ohne vorherige Anmeldung Medien einsehen kann. Der Bestand der Sondersammlungen konnte auch 2001 durch weitere Sammlungen und wenige Neuerwerbungen auf Auktionen ergänzt werden. Des weiteren wurde die Sammlung „Minibücher“ den Sondersammlungen zugeordnet. Sie umfasst derzeit bereits über 2.000 zum Teil sehr seltene Exemplare. Für die Erschließung des Archivs der ZLB und des Nachlasses Deißmann gelang es zusätzlich durch ehrenamtliche Tätigkeit Unterstützung zu erhalten. Für die Erschließung des Nachlasses Wilutzky wurde ein Werkvertrag geschlossen, der durch private Spenden finanziert wurde. Bestandserhaltung Dem Bereich Sondersammlungen wurde in 2001 strukturell die Buchbinderei zugeordnet, um die Bestandserhaltungsmaßnahmen an einer Stelle zu konzentrieren. Ein erheblicher Teil des Medienetats wurde auch 2001 für die Bestandserhaltung verwandt - ein wichtiger Schwerpunkt bei allen Landesbibliotheken, der oft in der Würdigung unberücksichtigt bleibt. Neben der klassischen buchbinderischen Bearbeitung und der Restaurierung und Konservierung wertvoller Altbestände wurde ein Gutachten des „Zentrums für Bestandserhaltung Leipzig“ angefordert, welches aufgrund des erheblichen Schimmelbefalls der Bestände erforderlich wurde und das im Ergebnis neben der Schadensfeststellung auch Schritte der Schadensbeseitigung aufzeigt. Im Rahmen der Bestandserhaltung wurden aber auch neue Wege beschritten. So wurde der Nutzung von Originalwerken mittels Digitalisierung große Aufmerksamkeit geschenkt, die neben dem Merkmal der Bestandserhaltung qualitativ neue und höherwertige Nutzungen erlauben. Beispielhaft ist hier auf das abgeschlossene Projekt des digitalisierten Berliner Adressbuches hinzuweisen, welches in Kürze im Internet weltweit zur Nutzung zur Verfügung stehen wird (wichtig für häufige Anfragen aus den USA) und als „Grundsteinlegung“ der digitalen Fachbibliothek Berlin des Zentrums für BerlinStudien zu betrachten ist.

Referat Zentrum für Berlin-Studien Im Zentrum für Berlin-Studien konnte auf Grund der allgemeinen Softwareumstellung die Anpassung der veralteten Software der Berlin Bibliographie in 2001 noch nicht umgesetzt werden, allerdings ist die Recherchierbarkeit der Datenbank häuserübergreifend gegeben. Das Zentrum für Berlin-Studien erhält wie kein anderer Bereich eine hohe Anzahl an Rechercheanfragen mittels Post, Fax, Telefon und Mail. Die rund 440 positiv erledigten umfangreichen Auskünfte, für deren Bearbeitung weit mehr als 30 Minuten benötigt werden, zählen zu den besonderen Serviceleistungen des Referats, die vor allem gerne durch Berliner Institutionen und Senatsverwaltungen genutzt werden.

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6. Öffentlichkeitsarbeit
Veranstaltungen, Ausstellungen, Führungen Die Öffentlichkeitsarbeit der ZLB in 2001 wurde durch neue Kooperationspartner geprägt, darunter die spanische Botschaft, das FinnlandInstitut, das Institut Francais, das Musée Pierre Noel und die Yvan Goll Stiftung, die Hanns-Eisler-Musikhochschule, die Heinrich-Heine Gesellschaft, die Berliner Abendschau und Partner für Berlin sowie der Faksimile Verlag Luzern. Alle Partner haben ihr Interesse an einer weiteren zukünftigen Zusammenarbeit geäußert. Unter den 126 Veranstaltungen für Erwachsene (2000: 125) und 21 Ausstellungen (2000: 13) war auch die 100-Jahr-Feier, die in einem schönen, lebendigen und festlichen Rahmen bei sehr gutem Besuch veranstaltet werden konnte. Als gelungene kulturelle Belebung für die AGB sind die neu eingerichteten Musikveranstaltungen in der Musikbibliothek zu nennen, die die Besucher an einigen Samstagnachmittagen erfreuten. Die erfolgreichste Ausstellung war traditionell die „100 besten Plakate“, mit einer sehr schönen Plakatwerbung für diese Ausstellung. Insgesamt kamen 5.349 ( 2000: 6.740) Besucher zu den Veranstaltungen für Erwachsene. Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit will für das Jahr 2002 ein neues Veranstaltungskonzept konzipieren, welches verstärkt auf die von den internationalen Vertretungen geäußerten Kooperationswünsche eingehen wird, ohne die regionalen Literaturveranstaltungen zu vernachlässigen.

Veranstaltungen in der ZLB Veranstaltungen insgesamt Teilnehmer insgesamt Jugendveranstaltungen Teilnehmer an Jugendversanstaltungen Führungen insgesamt Führungen in der Jugendbibliothek Ausstellungen

2001 126 5.349 155 3.640 261 126 21

2000 125 6.740 273 3.809 203 30 13

Trend +0,8% -20,6% -43,2% -4,4% +28,6% +320% +61.5%

Die Pressearbeit Der ZLB Pressespiegel 2001 belegt die Pressearbeit. ZLB-Webseiten Insgesamt wurden 1,7 Millionen Seitenaufrufe unter www.zlb.de gezählt. Zählbare Basis der Statistiken sind die Log-Dateien des apache-Web-ServerProgramms. In diesen Dateien steht jeder Zugriff auf eine Datei im web-server. Die Statistik-Software zählt die Zugriffe auf html-Dateien als Seitenzugriffe. 2001 wurde mit der Durchführung des dringend notwendigen WEB-Relaunches für die ZLB-Seiten begonnen.
ZLB-Webseiten-Besuche gesamt 2001 1.706.306 2000 1.238.984 Trend +37,7%

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7. Gebäude
Baumassnahmen Es konnten verschiedene Baumaßnahmen realisiert werden, um die Dächer an beiden Standorten zu sanieren – leider ist es weder in der AGB noch in der Berliner Stadtbibliothek trotz Abschluss der Baumaßnahmen hinreichend gelungen, die Dächer abzudichten. Bodenüberschwemmungen im AGBMagazin konnten an einer Stelle durch Erneuerung der Rohre verhindert werden, sind aber an anderer Stelle noch vorhanden. Die Einführung der neuen Software verlangte auch Baumaßnahmen in verschiedenen Bereichen der Benutzung und der OPAC-Plätze in der AGB. Neubauplanungen Durch die Einsetzung der Kommission für die Historische Mitte Berlins konnte die Generaldirektorin erneut vor der Kommission den Neubau der ZLB auf dem Schlossplatz vertreten. Durch Mitarbeit in den verschiedenen Gremien gelang es, die ZLB als eine der Institutionen, die die Kommission für das HumboldtForum auf dem Schlossplatz vorschlug, zu etablieren.

Dr. Claudia Lux Generaldirektorin

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Statistische Übersicht der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Personalbestand Personal planmäßige Stellen Auszubildende nichtplanmäßige Beschäftigungspositionen

2001 296,75

2000 297,05

1999 294,08 283,08

1998 294,33 281,5 11 2,33

1997 294,33 281,5 11 2,33

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11 2,33

Öffnungszeiten wöchentliche Stundenzahl insgesamt Ausleihtage

2001 63 286

2000 63 302

1999 63 301

1998 63 298

1997 63 298

Medienbestand Bestand Zugang Abgang Schöne Literatur Sachliteratur Kinder- u. Jugendliteratur Non-book-Medien

2001 2.395.954 50.331 15.989 165.575 1.900182 71.354 258.843

2000 2.361.612 66.418 17.912 165.006 1.871.987 70.427 254.192

1999 2.313.106 61.924 18.244 163.692 1.836.368 66.916 246.130

1998 2.269.426 60.790 13.905 163.735 1.803.829 64.825 237.037

1997 2.263.647 58.863 13.538 162.305 1.808.200 64.221 228.921

Aktive Benutzer 2001 o. Angaben (Institutionen) über 60 51-60 41-50 31-40 26-30 21-25 15-20 unter 15 Insgesamt

absolut 590 2.379 4.018 9.369 20.329 14.353 17.502 14.156 4.088 86.784

Anteil % 0,68% 2,74% 4,63% 10,80% 23,42% 16,54% 12,17% 16,31% 4,71% 92%

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Veranstaltungen 2001 Veranstaltungen Ausstellungen JuBi Veranstaltungen davon Führungen u. Schulungen 126 21 155 126

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