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Periodical volume

Full text: Integriertes Handlungskonzept Hainholz Issue 2015

SANIERUNG „SOZIALE STADT“

HAINHOLZ

INTEGRIERTES HANDLUNGSKONZEPT
Fortschreibung 2015

LANDESHAUPTSTADT HANNOVER
FACHBEREICH PLANEN UND STADTENTWICKLUNG
- STADTERNEUERUNG -

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Landeshauptstadt Hannover
Fachbereich
Planen und Stadtentwicklung,
Stadterneuerung
Redaktion

Wolfgang Herberg

Sachgebiet Stadterneuerung (61.41)

Uta Schäfer

Sachgebiet Stadterneuerung (61.41)

Texte

Stefan Gauer

Sachgebiet Wohnraumförderung (61.43)

Christina Glahn

Quartiersmanagement Hainholz (50.51.1)

Ursula Lerch-Fricke
Fachbereich Soziales (50.5)

Dr. Silke Mardorf

Jugend- und Sozialdezernat (Dez. III)

Heike Neumann

Sachgebiet Wohnraumförderung (61.42)

Katharina Over

Sachgebiet Stadterneuerung (61.41)

Svenja Schlüter
Kulturtreff Hainholz

Petra Urban

Fachbereich Umwelt und Stadtgrün (67.22)

Titelfoto
Fotos,
Plandarstellungen
Gestaltung
Hannover

Großes Fest im Kleingarten
(Holger Hütte)

Sachgebiet Stadterneuerung (61.41)
Und andere
Mareike Engel

Sachgebiet Stadterneuerung (61.41)

Arbeitsstand 15.05.2016

Inhalt
Inhalt
Inhalt....................................................................................................4
1.	

Einleitung und Anlass...............................................................5

2.	

Ziele, Bilanz und Ausblick.........................................................7
2.0. Demografische Situation und Entwicklung..........................................7
2.1.	Wohnen/Städtebauliche Entwicklung................................................11
2.2.	Lokale Ökonomie................................................................................28
2.3.	Soziale und kulturelle Angebote und Infrastruktur............................35
2.4.	Bildung und Qualifizierung.................................................................49
2.5.	ÖPNV, Verkehrsprojekte.....................................................................54
2.6.	Wohnumfeld, Grün- und Freiflächen..................................................61
2.7.	Stadtteilkultur....................................................................................65
2.8.	Image, Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligung, bürgerschaftliches
	

Engagement und Verstetigung...........................................................69

2.9. Umwelt- und Klimaschutz..................................................................81
3.	

Kosten und Finanzierung........................................................85

4.	Anhänge..................................................................................88
4.1.	Verzeichnis der Projekte im IHK 2015................................................88
4.2.	Eckdaten zur Sanierung......................................................................90
4.3.	Allgemeine Sanierungsziele................................................................92
4.4.	Geförderte Projekte aus den Quartiersfonds Hainholz.......................94
5.	Maßnahmenplan.....................................................................96

4

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Einleitung und Anlass
1. Einleitung und Anlass
Seit Dezember 2001 ist Hainholz förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet im
Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale
Stadt“. Kennzeichnend für das Programm „Soziale Stadt“ ist der integrierte
Arbeitsansatz, d.h. die verschiedenen Themenfelder wie Wohnen, soziale
Infrastruktur oder lokale Ökonomie, die das Zusammenleben im Quartier
ausmachen, gemeinsam zu betrachten und zu bearbeiten. Dies setzt ein ressortübergreifendes Arbeiten voraus. Das jährlich erscheinende integrierte
Handlungskonzept gibt einen Überblick über das Erreichte eines Jahres und
ermöglicht immer wieder eine Vergewisserung der gemeinsam abgestimmten
Ziele.
Übergeordnetes Ziel und Strategie des Programms „Soziale Stadt“ in Hainholz ist das Wohnquartier für die bereits heute dort lebenden Menschen wie
auch für neue BewohnerInnen attraktiver zu gestalten. Die Entwicklung und
Verstetigung „stabiler Nachbarschaften“ ist dabei ein besonderes Anliegen.
Seit dem letzten IHK im Jahr 2014 konnten weitere Projekte umgesetzt
werden; folgende werden hier beispielhaft aufgeführt:

•	Die alten Gebäude am Hainhölzer Markt Nord wurden abgebrochen und

am 04. Dezember 2014 fand die Grundsteinlegung für das neue Wohnprojekt statt. Bereits am 24. September 2015 konnte das Richtfest gefeiert
werden. Der Bezug der Wohnungen und die Eröffnung der Bankfiliale sind
für den Sommer 2016 vorgesehen.
•	Am 30. Mai 2015 wurde im Naturbad Hainholz der Kultursommer 2015
eröffnet, der mit dem Stadtteil- und Gewerbefest am 12. September
seinen Abschluss fand.
•	Am 8. Oktober 2015 haben sich die VertreterInnen der städtischen Fachbereiche, die maßgeblich an der Sanierung in Hainholz beteiligt sind,
zu einem Auftaktgespräch zum Thema Verstetigung wichtiger Sanierungsprojekte getroffen. Dieses Thema wird ab 2016 ff. im Quartier
weiterdiskutiert und vertieft.
•	Am Spielplatz in der Bunnenbergstraße fand im Frühsommer 2015 die
Kinderbeteiligung für die Gestaltung statt. Die Ergebnisse flossen in eine
Drucksache ein und wurden von den zuständigen Gremien beschlossen.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

5

Einleitung und Anlass
Das Integrierte Handlungskonzept Hainholz wird jährlich fortgeschrieben
und ist eine gemeinsame Richtschnur für die Arbeit in Hainholz. Diese Fortschreibung betrachtet den Zeitraum vom 01.07.14 bis zum 31.12.15 und, so
dass die folgenden Fortschreibungen dann jeweils ein Kalenderjahr abbilden
werden. Da die Sanierung in Hainholz in wenigen Jahren abgeschlossen sein
wird, haben wir darauf verzichtet, die Struktur gänzlich auf die Anfordernisse
eines Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts umzustellen.
Für alle Projekte gilt dass die Zielsetzung der Zugänglichkeit i. S. von Artikel 9
der UN-Behindertenrechtskonvention und dabei auch die besonderen Belange
von sehbehinderten Menschen berücksichtigt werden sollen. Das bedeutet,
dass geeignete Maßnahmen zu treffen sind, um für Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen den Zugang zur physischen Umwelt, zu
Transportmitteln, zu Information und Kommunikation sowie zu anderen Einrichtungen und Diensten, die der Öffentlichkeit offen stehen oder für sie bereit
gestellt werden, gewährleistet werden sollen.
Die erforderlichen Maßnahmen schließen die Feststellung und Beseitigung von
Zugangshindernissen und Zugangsbarrieren ein. Hierzu zählen zum Beispiel
geeignete Maßnahmen, um Mindeststandards und Leitlinien zur Zugänglichkeit von öffentlichen Einrichtungen zu schaffen oder um den Zugang von
Menschen mit Behinderungen zu den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zu fördern.
Bei der Verwirklichung der Teilhabe behinderter Menschen steht die Herstellung von Barrierefreiheit im Vordergrund. Die übergeordneten Themen „Gender
Mainstreaming“ und „Barrierefreiheit“ sind daher auch in die Sanierungsziele
für Hainholz eingeflossen (hierzu Anhang 4.3 Allgemeine Sanierungsziele).
Die Fortschreibungen der Integrierten Handlungskonzepte seit Sanierungsbeginn im Jahr 2001 können unter:
http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Planen,
-Bauen,-Wohnen/Stadterneuerung-Förderung/Publikationen/SanierungHainholz-Dokumentation
eingesehen bzw. heruntergeladen werden.

6

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
2. Ziele, Bilanz und Ausblick
2.0. Demografische Situation und Entwicklung
1. Bevölkerung und Haushalte:
2. Ziele, Bilanz und Ausblick

Der Stadtteil Hainholz wächst. Im Zeitraum 2011 bis 2015 sind 516 Menschen
hinzugekommen (+ 7,7 %). Das bedeutet einen Anstieg der Bevölkerung von
1. Bevölkerung und Haushalte:
6.664 EinwohnerInnen im Jahr 2011 auf 7.180 im Jahr 2015.
2.0. Demografische Situation und Entwicklung

Der Stadtteil Hainholz wächst. Im Zeitraum 2011 bis 2015 sind 516 Menschen
hinzugekommen
(+ 7,7 %). am
Das Ort
bedeutet
einen Anstieg der
von 2011
6.664
Abbildung 1: Bevölkerung
der Hauptwohnung
in Bevölkerung
Hainholz insg.
EinwohnerInnen im Jahr 2011 auf 7.180 im Jahr 2015.
 bis 2015
Abbildung 1: Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung in Hainholz insg. 2011 bis 2015
 

Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Wahlen und Statistik und Koordinationsstelle Sozialplanung

Quelle: Landeshauptstadt
Hannover, Sachgebiet
Wahlen und Statistik
und Koordinationsstelle
Sozialplanung

 

 
ZumWachstum
Wachstum
wesentlich
Deutsche
mit Migrationshintergrund
Zum
habenhaben
wesentlich
Deutsche mit
Migrationshintergrund
sowie AusländerInnen
beigetragen, überwiegend mittleren Alters. In den Jahren 2011 bis 2015 hat sich das Gebiet
1
sowie AusländerInnen
beigetragen,
überwiegend
mittleren
insgesamt
leicht verjüngt, worauf
ein sinkender
Altenquotient
(von 31,1Alters.
auf 28,2In%)den
bei
gleich bleibendem Jugendquotient (25,0 %) hindeutet.

Jahren 2011 bis 2015 hat sich das Gebiet insgesamt leicht verjüngt, worauf
1
Rund
16 % der Hainhölzer
sind minderjährig,
womit
Kindernur etwas
ein sinkender
Altenquotient
(von 31,1
aufder28,2
%) und
bei Jugendanteil
gleich bleibendem

höher ist, als im gesamtstädtischen Durchschnitt (15 %). Unter den 0-17 Jährigen ist der
Jugendquotient
(25,0
%) hindeutet. in Hainholz im Vergleich zur Landeshauptstadt
Anteil
der Kinder mit
Migrationshintergrund
überdurchschnittlich gestiegen. Von den insgesamt 111 hinzugekommenen Minderjährigen
im Zeitraum 2011 bis 2015 haben 82 einen Migrationshintergrund. Abbildung 2 zeigt die
Rund 16 % des
der Hainhölzer
sind minderjährig,
womit der KinderJugendEntwicklung
Anteils der Jugendlichen
mit Migrationshintergrund
im und
Vergleich
zur
Landeshauptstadt insgesamt.

anteil nur etwas höher ist, als im gesamtstädtischen Durchschnitt (15 %).
Unter den 0-17 Jährigen ist der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund
in Hainholz im Vergleich zur Landeshauptstadt überdurchschnittlich gestiegen. Von den insgesamt 111 hinzugekommenen Minderjährigen im Zeitraum

Jugend- und Altenquotient drücken das Verhältnis der Anzahl junger (bzw. alter)
Menschen zur Bevölkerung mittleren
1
Jugend- und Altenquotient drücken das Verhältnis der Anzahl junger (bzw. alter) Menschen zur Bevölkerung mittleren
Alters
Angezeigt
ein Quartier
Laufe
der
Alters
aus.aus.
Angezeigt
wird, ob einwird,
Quartierob
im Laufe
der Zeit altertim
/ sich
verjüngt.
  Zeit altert/sich verjüngt.
1

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

7

Ziele, Bilanz und Ausblick
2011 bis 2015 haben 82 einen Migrationshintergrund. Abbildung 2 zeigt die
Entwicklung des Anteils der Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Vergleich zur Landeshauptstadt insgesamt.
 

Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung der Kinder und Jugendlichen mit Migra-

Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung der Kinder und Jugendlichen mit
tionshintergrund in Hainholz und Hannover insg. im Zeitraum 2011-2015
Migrationshintergrund in Hainholz und Hannover insg. im Zeitraum 2011-2015

Quelle: Landeshauptstadt 
Hannover, Sachgebiet
Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung der Kinder und Jugendlichen mit
Wahlen und StatistikMigrationshintergrund in Hainholz und Hannover insg. im Zeitraum 2011-2015
und Koordinationsstelle
Sozialplanung

 

Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Wahlen und Statistik und Koordinationsstelle Sozialplanung

Hainholz
leben
697 Familien.
18,4
% derinsg.
Haushalte
insg.
(LHH
InInHainholz
leben
697 Familien.
Das sindDas
18,4sind
% der
Haushalte
(LHH 16,8
%). Auffällig
hoch
ist
der
Anteil
der
allein
Erziehenden,
der
mit
34,1
%
im
Jahr
2014
deutlich
über
16,8 %). Auffällig hoch ist der Anteil der allein Erziehenden, der mit 34,1 dem
%
städtischen Mittel (LHH 27,1 %) liegt. Die Einkindfamilie dominiert in Hainholz gleichermaßen
(54,7
%), wie
der Stadtüber
insgesamt
(54,6 %). Dafür
gibt (LHH
es deutlich
mehr
Drei-Die
und 
im Jahr
2014in deutlich
dem städtischen
Mittel
27,1 %)
liegt.
Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Wahlen und Statistik und Koordinationsstelle Sozialplanung
Mehrkindfamilien (14,6 % der Familien) als im Durchschnitt (11,2 %).
Einkindfamilie dominiert in Hainholz gleichermaßen (54,7 %), wie in der Stadt

In Hainholz leben 697 Familien. Das sind 18,4 % der Haushalte insg. (LHH 16,8 %). Auffällig
hoch
ist der Anteil
Erziehenden,
der mit mehr
34,1 %Dreiim Jahr
deutlich über dem
insgesamt
(54,6der
%).allein
Dafür
gibt es deutlich
und2014
Mehrkindfamilien
Abbildung 3: Familien nach Anzahl der Kinder in Hainholz und in der Landeshauptstadt
städtischen Mittel (LHH 27,1 %) liegt. Die Einkindfamilie dominiert in Hainholz gleichermaßen
Hannover
am 01.01.2014
(14,6%),% der
alsinsgesamt
im Durchschnitt
(54,7
wie Familien)
in der Stadt
(54,6 %).(11,2
Dafür%).
gibt es deutlich mehr Drei- und
 
Mehrkindfamilien (14,6 % der Familien) als im Durchschnitt (11,2 %).

Abbildung 3: Familien nach Anzahl der Kinder in Hainholz und in der LandesAbbildung
3: Hannover
Familien nach
der Kinder in Hainholz und in der Landeshauptstadt
hauptstadt
am Anzahl
01.01.2014
Quelle: Landeshauptstadt
Hannover, Sachgebiet
Wahlen und Statistik
und Koordinationsstelle
Sozialplanung

Hannover am 01.01.2014
 

 

Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Wahlen und Statistik und Koordinationsstelle Sozialplanung

 
 

Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Wahlen und Statistik und Koordinationsstelle Sozialplanung

 

 
 

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Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Soziale Situation
2. Arbeitslosigkeit:
Der Arbeitslosenanteil betrug Ende 2014 13,3 % (LHH 7,8 %) und liegt damit
zwar deutlich über dem Durchschnitt der Landeshauptstadt, ist aber seit 2012
kontinuierlich leicht gesunken. Über 90 % der Arbeitslosen beziehen Transfer 
leistungen im Rahmen des Zweiten Sozialgesetzbuches (Hartz IV) und sind
Soziale
Situation
demnach
meist langzeitarbeitslos. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profi2.
Arbeitslosigkeit:
tierten
im Vergleich zum Vorjahr insbesondere Deutsche (- 0,8 %) und unter
25-Jährige
(- 24 %),betrug
nichtEnde
aber2014
AusländerInnen
(+%)
4,1und
%)liegt
unddamit
55-Jährige
und
Der
Arbeitslosenanteil
13,3 % (LHH 7,8
zwar deutlich
über dem Durchschnitt der Landeshauptstadt, ist aber seit 2012 kontinuierlich leicht
ältere (+Über
2,490%).
Jugendarbeitslosigkeit
ist damit auf
6 des
% gesungesunken.
% Die
der Arbeitslosen
beziehen Transferleistungen
im unter
Rahmen
Zweiten
Sozialgesetzbuches
(Hartz
IV)
und
sind
demnach
meist
langzeitarbeitslos.
Vom
Rückgang
ken und damit deutlich niedriger, als in den Vorjahren (jeweils rund 8 %).
der Arbeitslosigkeit profitierten im Vergleich zum Vorjahr insbesondere Deutsche (- 0,8 %)
und
unter 25-Jährige
(- 24Stand
%), nicht
aber AusländerInnen
(+ 4,1 %) undZielgruppen
55-Jährige und
Abbildung
4 zeigt den
der Arbeitslosigkeit
verschiedener
in
ältere (+ 2,4 %). Die Jugendarbeitslosigkeit ist damit auf unter 6 % gesunken und damit
Hainholz
im Vergleich
zurVorjahren
Landeshauptstadt
insgesamt.
deutlich
niedriger,
als in den
(jeweils rund Hannover
8 %). Abbildung
4 zeigt den Stand der
Arbeitslosigkeit verschiedener Zielgruppen in Hainholz im Vergleich zur Landeshauptstadt
Hannover insgesamt.

Abbildung 4: Arbeitslosigkeit in Hainholz und Hannover insg. nach unterAbbildung
4: Zielgruppen
Arbeitslosigkeitim
in Dezember
Hainholz und
Hannover insg. nach unterschiedlichen
schiedlichen
2014
Zielgruppen im Dezember 2014

Quelle: Landeshauptstadt
Hannover, Sachgebiet
Wahlen und Statistik
und Koordinationsstelle
Sozialplanung

Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Wahlen und Statistik und Koordinationsstelle Sozialplanung

 

3.Transferleistungsbezug
Transferleistungsbezug
3.
Die positive Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit schlägt sich nach wie vor nicht in der
Die positive
bei der Arbeitslosigkeit
sich nach wie
vorII
Entwicklung
derEntwicklung
Transferleistungsbeziehenden
zur Sicherungschlägt
des Lebensunterhalts
(SGB
oder
SGB
XII)
nieder.
Sie
stieg
Ende
2014
gegenüber
dem
Vorjahr
deutlich
an
und
liegt
bei
nicht in der Entwicklung der Transferleistungsbeziehenden zur Sicherung des
31,5 % (LHH 15,6 %). Damit erreicht sie ihren vorläufigen Höchststand seit 2005 (vgl.
Abbildung
5). In der Generation
60 plus
25,4 %Sie
(LHH
9,2 Ende
%) Transferleistungen
Lebensunterhalts
(SGB II oder
SGBbeziehen
XII) nieder.
stieg
2014 gegenund unter den Kindern und Jugendlichen ist es nahezu die Hälfte (49 % im Vergleich zu
über27,4
dem%).
Vorjahr deutlich an und liegt bei 31,5 % (LHH 15,6 %). Damit erreicht
LHH:

sie ihren vorläufigen Höchststand seit 2005 (vgl. Abbildung 5). In der Generation 60 plus beziehen 25,4 % (LHH 9,2 %) Transferleistungen und unter den
Kindern und Jugendlichen ist es nahezu die Hälfte (49 % im Vergleich zu LHH:
27,4 %).

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

9

Ziele, Bilanz und Ausblick
 Abbildung 5: Anteil der EmpfängerInnen von Transferleistungen zur Sicherung

des Lebensunterhaltes im Stadtteil Hainholz und in der Landeshauptstadt ins-

Quelle: Landeshauptstadt
Hannover, Sachgebiet
Wahlen und Statistik
und Koordinationsstelle
Sozialplanung

Abbildung 5: Anteil der EmpfängerInnen von Transferleistungen zur Sicherung des
Lebensunterhaltes
im Dezember
Stadtteil Hainholz und in der Landeshauptstadt insgesamt, jeweils im
gesamt, jeweils im
Dezember
 

Quelle: Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Wahlen und Statistik und Koordinationsstelle Sozialplanung
*Anteil der beziehenden von Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII

 

10

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

 

Ziele, Bilanz und Ausblick
2.1. Wohnen/Städtebauliche Entwicklung
Wohnen für spezielle Nachfragegruppen/Belegrechtswohnungen
Auf dem hannoverschen Wohnungsmarkt gibt es Haushalte, die am freien
Wohnungsmarkt Probleme haben, eine angemessene Wohnung zu finden.
Die Zahl dieser Haushalte, die auf eine Belegrechtswohnung angewiesen sind,
ist in den letzten Jahren gestiegen. Die Sanierung aus dem Städtebauförderprogramm Soziale Stadt bedeutet auch, dass für diese Haushalte bezahlbare
Mieten gesichert werden müssen. Gleichwohl kann eine Konzentration von
Belegrechtswohnungen dazu führen, dass sich einseitige Bewohnerstrukturen
bilden oder verstärken.
In Hainholz gab es zu Beginn der Sanierung 828 Belegrechtswohnungen, dieses
entspricht einem Anteil von etwas über 22 Prozent des Gesamtbestandes. Für
den überwiegenden Teil der Wohnungen waren außerdem Einkommensgrenzen bei der Vermietung zu beachten.
Im Jahr 2001 wurde für knapp 630 Wohnungen eine Gebietsfreistellung mit
Belegrechtsverzichten erteilt. Diese Wohnungen konnten damit frei von Einkommensbeschränkungen vermietet werden. Die damals noch zu leistende
Fehlbelegungsabgabe war im Freistellungsgebiet nicht zu entrichten. Die Vereinbarungen wurden 2004 und 2009 für jeweils weitere fünf Jahre verlängert.
Die letzte Gebietsfreistellung/Belegrechtsvereinbarung lief zum 31.03.2014
aus. Für den Zeitraum ab 2014 erfolgten Gespräche über einen teilweisen
Belegrechtsverzicht, bei dem die endgültige Zustimmung noch aussteht.
Der Anteil der ausgeübten Belegrechte im Stadtteil liegt unter Berücksichtigung der geplanten Vereinbarung bei ca. 12,61 % der Wohnungen im Stadtteil
(Stand: 30.09.2015).
Gebäudemodernisierung
Nachdem der Schwerpunkt der öffentlichen Förderung bis Ende 2012 in der
Aufwertung der öffentlichen Infrastruktur in der „Neuen Mitte“ von Hainholz lag, wurden in den letzten Jahren wieder Städtebaufördermittel für die
Gebäudemodernisierung eingesetzt. Es ist festzustellen, dass es in Hainholz
auch durch die Städtebauförderung gelungen ist, ein investitionsförderndes Klima im Bereich der Modernisierung und des Wohnungsneubaus zu
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

11

Ziele, Bilanz und Ausblick
schaffen. Die städtische Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH
(GBH) nimmt Fördermittel für die Umsetzung der Gebäudemodernisierung in
Anspruch. Andere Eigentümer zeigen aufgrund der leichten Kreditverfügbarkeit am Kapitalmarkt bzw. der Niedrigzinspolitik und der mittlerweile auch in
Hainholz erzielbaren Mieten derzeit kein Interesse, Städtebaufördermittel für
Modernisierungsmaßnahmen einzusetzen.
Geförderte Modernisierungen im GBH-Bestand
Im vergangenen Berichtszeitraum hat die Gesellschaft für Bauen und Wohnen
Hannover mbH (GBH) die Modernisierung einiger Objekte vorbereitet, aber
keine Wohnungen modernisiert. Für das Jahr 2016 plant die GBH unter Zuhilfenahme von Städtebaufördermitteln eine umfassende Modernisierung der
Gebäude Bömelburgstraße 21, Knoevenagelweg 5 und 7, und Knoevenagelweg 13 und 15.
Neben einer energetischen Modernisierung der Wohnungen und einer
Anpassung der Bäder und Küchen an heutige Ansprüche werden auch die
Treppenhäuser und Hauseingänge erneuert. Die Bömelburgstraße 21, ein
Laubenganghaus, wird um eine Etage aufgestockt. Durch den Einbau eines
Fahrstuhls wird der barrierefreie Zugang zu allen Wohnungen geschaffen.
Wenn diese Maßnahmen abgeschlossen sind, hat die GBH sämtliche dreigeschossigen Wohngebäude in ihrem Bestand in Hainholz modernisiert und
leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit zeitgemäßen preiswerten Wohnungen in Hannover.
Das Gebäude Bömelburgstraße 21 vor der
Sanierung
(Foto: U. Schäfer)

12

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Modernisierungsmaßnahmen weiterer Wohnungseigentümer
Die zu Beginn der Sanierung an internationale Fondsgesellschaften privatisierten Wohnungsbestände wurden in den Jahren 2012 und 2013 von zwei
in Hannover ansässigen Gesellschaften erworben, die schrittweise ohne Inanspruchnahme von Städtebaufördermitteln diese Bestände erneuerten.
Die Meravis Wohnungsbau- und Immobilien GmbH hat im Herbst 2015 die
Instandsetzung und Modernisierung ihrer neu erworbenen Blöcke in der
Bömelburgstr. 12 und 14, am Knoevenagelweg 9 und 11, am Prußweg 6 und
8 und in der Fenskestr. 31, 33, 35 abgeschlossen. Alle Häuser wurden energetisch saniert, die Hauseingänge, Treppenhäuser und Wohnungstüren wurden
erneuert, die Balkone ersetzt oder neu angebaut, und die Außenflächen wurden
modernisiert. Insgesamt investierte Meravis mehr als 3,5 Mill. Euro in diese
Maßnahmen. Die Modernisierung beschränkte sich weitgehend auf das Haus
und das Wohnumfeld, die Wohnungen selber werden nur bei Mieterwechsel
oder auf Wunsch der Mieter modernisiert. So wurde sichergestellt, dass niemand infolge umlagefähiger Modernisierungsmaßnahmen seine Miete nicht
mehr aufbringen kann.
Der Eingangsbereich der
Fenskestr. 31, 33, 35
nach der Sanierung
(Foto: U. Schäfer)

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

13

Ziele, Bilanz und Ausblick
Nachdem die Krasemann Immobilien-Gruppe im vergangenen Berichtszeitraum das imageprägende Gebäude Bömelburgstraße 13 a bis 13 f
instandgesetzt und teilmodernisiert hatte, hat sie in diesem Jahr das fünfgeschossige Gebäude am „Bömelburgplatz“ (Bömelburgstraße 36, 38, 40)
instandgesetzt sowie Fenster, Eingangsbereiche und Fassaden erneuert. In
beide Maßnahmen flossen insgesamt etwa 1,6 Mill. Euro.
Weitere private Investitionen flossen im Berichtszeitraum in die energetische
Modernisierung der Gebäude Fenskestraße 13 und Voltmerstraße 35 und 37.
Konzept für ein generationengerechtes Bömelburgviertel
Nach Fertigstellung der für den Stadtteil wichtigen großen Infrastrukturprojekte
und aufgrund der deutlich höheren Zuweisung von Städtebaufördermitteln
durch Bund und Land stehen wieder mehr Städtebaufördermittel für die Entwicklung eines zukunftsfähigen Wohnungsbestandes zur Verfügung. Diese
sollten vor allem dort eingesetzt werden, wo neben einer Modernisierung
der Wohnungen auch städtebauliche Missstände zu beseitigen sind sowie
bei den Objekten, deren Anpassung an die künftige Wohnungsnachfrage
ohne öffentliche Förderung unwirtschaftlich ist. Beides trifft vor allem für die
Fünfgeschosser und deren unmittelbares Umfeld zu, die etwa ein Viertel des
Wohnungsbestandes der GBH im Bömelburgviertel ausmachen.
Die GBH hat deshalb 2012 das Büro zimmermann + partner architekten
aus Cottbus mit einem Konzept für eine zukunftsfähige Modernisierung
und Entwicklung für den Gebäudebestand im Bömelburgviertel beauftragt.
Der Schwerpunkt lag auf Lösungen zur barrierearmen Erschließung und
Modernisierung der Wohnungen in den verschiedenen Gebäudetypen im
Bömelburgviertel.
Um den städtebaulichen Orientierungsrahmen für eine zukunftsfähige
Quartiersentwicklung zu vertiefen, beauftragte die LHH 2014 die Arbeitsgemeinschaft der Berliner Büros Stadt – Land – Fluss, Büro für Städtebau und
Stadtplanung und der Machleidt GmbH mit einer Städtebaulichen Vertiefungsstudie „Generationengerechtes Bömelburgviertel“. Ausgehend von der
städtebaulichen Leitidee der Entstehungszeit wurden Vorschläge zur Aufwertung und stufenweisen Ergänzung des Gebiets erarbeitet.

14

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

III

orgung

Ziele, Bilanz und Ausblick
Der Vertiefungsbereich zum
„generationengerechten
Bömelburgviertel“
(Abbildung: Büro
Machleidt GmbH)

Bömelburgstra

ße

Städtebauliche Vertiefungsstudie
„Generationengerechtes
Bömelburgviertel“

Entwurf Vertiefungsbereich
Stand:

V

Januar 2015

Neubau

Gräsersaum
Terrassen

öffentliche Freiflächen

Fensk
estraß

e

Spiel- und Sportflächen

IV

Prußweg

ng
III
rsorgu
EG Ve

III

III

III

III

Spiel
Bolzen

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V

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III

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fah

„Generationengerechtes
Bömelburgviertel“

TG

IV+

ffel
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IV+ nen
woh

Zu

Entwurf Vertiefungsbereich

V

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III

Städtebauliche Vertiefungsstudie
III

V

II

III

III
EG Versorgung

V

ve
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Spiel

Bömelbu

III

IV

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Stand:

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Bömelburgstraße

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Neubau

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Januar 2015

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Gräsersaum

Fenskes

IV

traße

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IV

Terrassen

l
IV

öffentliche Freiflächen

II
Kita

Spiel- und Sportflächen
IV

M 1:500
10
M 1:500
10

20

30 m

STADT • LAND • FLUSS
Städtebau
und
20
30 m Stadtplanung BDA SRL

STADT • LAND • FLUSS
Städtebau und Stadtplanung BDA SRL

Neben den erforderlichen baulichen Eingriffen in die Gebäudestruktur wurde
in der Studie geprüft, ob die städtebauliche Grundordnung der Siedlung auch
bei Neubau/Neuplanung berücksichtigt oder verändert werden soll. Insbesondere für die räumlichen Entwicklungsschwerpunkte östliche Voltmerstraße/

III
ung
rsorg
EG Ve

III

Spiel

Prußweg
Knoevenagelweg
sowie für den „Bömelburgplatz“ wurden Vorschläge zur
III
stufenweise
Erneuerung
III und Erweiterung des Wohnungsangebotes gemacht.
Zudem wurden modellhaft Möglichkeiten für die funktionale Zonierung der
Freiräume aufgezeigt sowie die Ergänzungsvorschläge für die Wegebeziehungen dargestellt.
Spiel

III

III

Um auf mögliche Vorhaben, deren Umsetzung die Verwirklichung des Konzepts wesentlich erschweren würden, angemessen reagieren zu können, wurde
im Juli 2015 das „städtebauliche Leitbild der Weiterentwicklung und KomBömelburgstra
ße
plettierung
des Bömelburgviertels in Zeilenbauweise und die gestalterische
Neuordnung der wohnungsnahen Freiräume in den Schwerpunktbereichen

IV

straße

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

enske

III
EG Versorgung

V

Bolzen
Im Rahmen des Stadtteilforums
und der Sanierungskommission wurden
beide Konzepte in der Entstehungsphase und nach Fertigstellung mit den
Bewohnerinnen und Bewohnern von Hainholz diskutiert. Mitglieder des Seniorennetzwerkes des Stadtbezirks Nord wurden vorab in einer gesonderten
Veranstaltung beteiligt.

15

Ziele, Bilanz und Ausblick
•	östliche Seite der Voltmerstraße zwischen Schmedesweg und Knoevenagelweg,
•	Knoevenagelweg
•	und südliche Bömelburgstraße, Platzfläche

zur Anpassung an die perspektivischen Wohnungsbedarfe“ als Sanierungsziel „Städtebauliche Entwicklung Bömelburgviertel Hainholz“ (Drucksache
0861/2015) beschlossen.
Für den Teilbereich zwischen Voltmerstraße – Knoevenagelweg – Schmedesweg, der im gültigen Durchführungsplan teilweise als Garagenfläche
festgesetzt ist, befindet sich der Bebauungsplan Nr. 1818 in Aufstellung
(Aufstellungsbeschluss Dezember 2014). Damit wird die Voraussetzung
geschaffen, noch während der Laufzeit der Sanierung dort neue Wohnungen
zu errichten bzw. dieses Sanierungsziel auch darüber hinaus abzusichern. Als
nächster Planungsschritt wird für Frühjahr 2016 der Beschluss über die Ziele
und Zwecke der Planung sowie die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
vorbereitet.
Integratives Wohnprojekt am Hainhölzer Markt Nord
Als Auftakt für die Entwicklung des Hainhölzer Marktes errichtet die GBH ein
neues Wohnhaus im Passivhausstandard mit 22 barrierefreien, teilweise rollstuhlgerechten Wohnungen und Räumlichkeiten für eine Wohngruppe für
Menschen mit Behinderungen. Ein Aufenthaltsraum in der ersten Etage, ein
Wohncafé im Erdgeschoss und ein sichtgeschützter Gartenbereich an der
Südseite sind Gemeinschaftsangebote für die BewohnerInnen. Eine Sparkassenfiliale wird im Erdgeschoß an der Schulenburger Landstraße eröffnen.
Für den Neubau hatte die GBH Anfang 2012 einen Architektenwettbewerb
ausgelobt, an dem 10 Büros beteiligt waren. Mit dem ersten Preis wurde der
Entwurf des Architekturbüros Kiefer + Kiefer aus Sarstedt ausgezeichnet, der
jetzt in einer überarbeiteten Form gebaut wird. Der viergeschossige Baukörper
in Verlängerung des Baublocks Voltmerstraße bildet den nördlichen Abschluss
des zukünftigen Hainhölzer Marktes und wird bis an die Schulenburger Landstraße geführt. An der Schulenburger Landstraße erhält das Gebäude mit
einem zusätzlichen Obergeschoss eine Betonung. Die ehemals vorhandene
Blockrandbebauung zur Schulenburger Landstraße wurde geöffnet, so dass
künftig ein direkter Durchgang vom Hochbahnsteig zum Innenhofbereich
16

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Voltmerstraße besteht. Die Sparkassenfiliale im Erdgeschoss wird von dem
neu geschaffenen großzügigen Vorplatz erschlossen und öffnet sich sowohl
zum Hainhölzer Markt als auch zur Schulenburger Landstraße.
In der Wohngruppe in der 1. Etage werden 8 junge Menschen mit Behinderungen leben. Unterstützt durch ein Pflege- und Assistenzangebot der GIS
(gemeinnützige Gesellschaft für integrative Sozialdienste Hannover) werden
die Teilhabemöglichkeiten der BewohnerInnen gestärkt und sie werden in
ihrer selbst bestimmten Lebensgestaltung unterstützt.
Die GBH setzt am Hainhölzer Markt Nord ihr an anderen Standorten bereits
bewährtes Konzept „wohnen +“ um. Im Gemeinschaftsraum und im Wohncafé können sich die MieterInnen treffen, zusammen essen, miteinander
klönen oder andere gemeinschaftliche Aktivitäten durchführen. Bei Bedarf
gibt es die Möglichkeit, auf Hilfs- und Betreuungsangebote der GIS zurückzugreifen, es besteht aber keine Verpflichtung, diesen Dienstleister zu wählen.
Durch dieses Konzept ermöglicht die GBH ihren Mieterinnen und Mietern ein
langes selbstständiges Wohnen im Alter.
Für das Vorhaben war die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans (Nr. 1766 – Hainhölzer Markt Nord) erforderlich. Im Juli 2014 wurde der
Satzungsbeschluss durch den Rat der Landeshauptstadt Hannover gefasst.
Im April 2014 begann die GBH mit dem Abriss der seit 2010 bzw. 2012 leerstehenden Gebäude Voltmerstr. 57 C,D,E und der notwendigen Bodensanierung,
Baubeginn war im Herbst 2014 und ein knappes Jahr später, am 24. September 2015 wurde Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung des Neubaus und der
Außenanlagen ist für Mai 2016 geplant.
Mit dem Neubauvorhaben direkt am Hochbahnsteig Hainhölzer Markt schafft
die GBH attraktive, barrierefreie und preisgünstige Wohnungen nicht nur für
SeniorInnen. Damit wird eine Lücke im bisherigen Wohnungsangebot in Hainholz geschlossen.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

17

Ziele, Bilanz und Ausblick
Richtfest am Hainhölzer
Markt Nord
(Foto: U. Schäfer)

Hainhölzer Markt Süd: Einkaufen und Wohnen
Die Revitalisierung der Brachfläche an der Niedersachsenringtrasse und die
Sicherung der wohnungsnahen Versorgung in Hainholz durch die Entwicklung
des Hainhölzer Marktes zu einem Nahversorgungszentrum ist auch weiterhin
eines der Schlüsselprojekte der Sanierung in Hainholz.
Nachdem das Verfahren zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 1716 im
Juni 2012 eingestellt werden musste, wird das Gebiet nun mit zwei voneinander unabhängigen Vorhaben entwickelt. Im nördlichen Bereich errichtet die
GBH (Baubeginn Herbst 2014) ein Integriertes Wohnprojekt mit einer Sparkassenfiliale im Erdgeschoss (H 01.004).
Mit der Einleitung des Verfahrens für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan
Nr. 1800 „Hainhölzer Markt Süd“ ist der Startschuss für die Entwicklung des
Bereichs zwischen der Schulenburger Landstr. 66 und dem Wohnprojekt der
GBH am Hainhölzer Markt Nord zu einem zeitgemäßen Nahversorgungszentrum
gefallen. Der Investor plant ein ein- bis zweigeschossiges Nahversorgungszentrum mit einem Supermarkt an der Schulenburger Landstraße, einem
Discounter zur Voltmerstraße, einem Drogeriemarkt sowie einem Fachmarkt. Entlang der Schulenburger Landstraße sind in den Obergeschossen 40
teilweise geförderte Wohnungen mit 2 bis 4 Zimmern und Balkon vorgesehen. Diese Bebauung erreicht abwechselnd 4 bzw. 5 Geschosse. Sämtliche
18

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Wohnungen sind barrierefrei über einen Aufzug erreichbar, 6 Wohnungen
werden rollstuhlgerecht geplant.
Stellplätze für ca. 200 PKW, gegliedert durch Pflanzflächen und Bäume,
werden gebaut sowie die neue Straße Hainhölzer Markt (H 05.001).
Als Vorleistung für die Entwicklung des Hainhölzer Marktes wurden im Rahmen
des EFRE-Projektes „Neue Mitte Hainholz“ die verkehrliche Erschließung
des Hainhölzer Marktes durch den Neubau des Hochbahnsteigs „Hainhölzer
Markt“ erheblich verbessert sowie mit der Grünen Mitte das städtebauliche
Umfeld deutlich aufgewertet. Der neue Fuß- und Radweg „Julius-Trip-Ring“
gewährleistet zusätzlich die verbesserte Erreichbarkeit aus den angrenzenden
Stadtteilen Herrenhausen, Nordstadt und Vahrenwald.
Bei der Entwicklung des Hainhölzer Markts wird darauf geachtet, dass durch
die neuen Angebote der bereits bestehende Einzelhandel an der Schulenburger Landstraße nicht gefährdet, sondern gestärkt wird. Es werden daher die
Vorgaben des städtischen Einzelhandelsgutachtens berücksichtigt, in dem
Vorgaben zur Flächenausnutzung und der Angebotspalette formuliert sind.
Die frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher
Belange zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan fand im Sommer 2014
statt. Im Berichtszeitraum wurde die Planung für das Vorhaben konkretisiert,
wurden die ersten Entwürfe der Gutachten für den Bebauungsplan erstellt,
deren Ergebnisse wiederum in die weitere Konkretisierung der Planung
einmünden. Unter Zuhilfenahme von Städtebaufördermitteln werden gegenwärtig das Altlastengutachten erstellt und die Verbindungsstraße Hainhölzer
Markt geplant. Für das Jahr 2016 ist vorgesehen, die Planungen soweit voranzubringen, dass der Auslegungsbeschluss als nächster Schritt zur Umsetzung
der Maßnahme gefasst wird. Parallel laufen die Verhandlungen für den Durchführungsvertrag und die Förderung des Vorhabens.
Wohnungsneubau
Hainholz wird zunehmend als Standort für Wohnungsneubau attraktiv. Im
Berichtszeitraum wurde mit dem Bau von 39 neuen Wohnungen begonnen.
Neben den 23 Wohnungen am Hainhölzer Markt Nord (H 01.004) entstehen
weitere neue Wohnungen an der Schulenburger Landstraße. Hinzu kommen
die geplanten 40 Wohnungen am Hainhölzer Markt Süd (H 001.05) sowie
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

19

Ziele, Bilanz und Ausblick
vereinzelte Dachgeschossausbauten. Voranfragen gibt es außerdem für weitere Grundstücke, zum Teil müsste dafür aber das bestehende Planungsrecht
geändert werden.
Wohn- und Geschäftshaus Schulenburger Landstraße 20
Für das brachliegende Grundstück Schulenburger Landstr. 20, direkt gegenüber der Stadtbahnhaltestelle Fenskestraße, sieht der gültige Bebauungsplan
Nr. 1328 eine 4-5 geschossige Blockrandbebauung vor. Infolge einer Grundstücksteilung und der Bebauung des rückwärtigen Grundstücks mit zwei
Doppelhäusern war diese nur schwierig zu realisieren. Erst nach einem Eigentümerwechsel im Jahr 2013 konnte ein realisierbares Vorhaben für dieses
Grundstück entwickelt werden.
Im Oktober 2015 begannen die Bauarbeiten für ein fünfgeschossiges Wohnund Geschäftshaus in der Schulenburger Landstraße 20, direkt an der
Stadtbahnhaltestelle Fenskestraße, gegenüber der VSM AG. Der Investor, die
Hainholz Bau-Invest GmbH & Co. KG errichtet 2 Läden im Erdgeschoss und 16
Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen mit Balkonen in den oberen Etagen. Das
Dach wird teilweise begrünt und ist in diesem Bereich auch zugänglich. Eine
Tiefgarage nimmt den ruhenden Verkehr auf, der Hof wird – soweit möglich –
begrünt und mit dem von der neuen NBauO geforderten Spielplatz für kleine
Kinder ausgestattet. Das Gebäude schließt den Baublock an der Schulenburger Landstraße und nimmt mit seiner architektonischen Gestaltung Bezug auf
die Industriegeschichte in Hainholz.
Für dieses Vorhaben wurden keine Fördergelder in Anspruch genommen.
Die Baugrube ist
ausgehoben und die
Einschalung für die Tiefgarage wird vorbereitet
(Foto: U. Schäfer)

20

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Belegrechte, Belegungsbindungen
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 01.001

Zu Beginn der Sanierung bestand bei etwas über 22 Prozent der Wohnungen im
Sanierungsgebiet ein Belegungsrecht zu Gunsten der Landeshauptstadt Hannover,
bei einem Teil der Wohnungen waren bei Neuvermietung Einkommens- und
Wohnflächengrenzen zu beachten. Diese Wohnungen lagen überwiegend im
Bereich der Bömelburgstraße und der angrenzenden Straßen. All diese Faktoren
haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass sich im Sanierungsgebiet
Bewohnerinnen und Bewohner mit einem geringen Einkommen und/oder sozialen
Problemen konzentriert haben.
Zur Unterstützung der sozialen Stabilisierung wurden unterschiedliche Maßnahmen
umgesetzt. Durch die Aufhebung bestehender Bindungen und dem Verzicht auf die
Ausübung von Belegrechten soll bei Neuvermietung eine bessere Durchmischung
der Mieterstruktur erreicht werden.
Die 2001 zum ersten Mal erteilte Gebietsfreistellung (Freistellung von bestehenden
Einkommens- und Flächenbeschränkungen und teilweiser Verzicht auf die
Ausübung des Belegungsrechtes) für knapp 630 Wohnungen wurde 2004 durch eine
entsprechende zeitlich befristete Vereinbarung zur Wahrnehmung der
Belegungsrechte
verlängert.
Am
31.03.2014
lief
die
letzte
Gebietsfreistellung / Belegrechtsvereinbarung aus.
Für den Zeitraum ab 2014 erfolgten Gespräche über einen
Belegrechtsverzicht, bei dem die endgültige Zustimmung noch aussteht

teilweisen

Der Anteil an Wohnungen mit Belegrechten liegt unter Berücksichtigung der
geplanten Vereinbarung bei ca. 12,61 % der Wohnungen im Stadtteil (Stand:
30.09.2015).
Projektziel:

Ausgewogene soziale Mischung im Quartier

Zielgruppe:

Alle Mietergruppen, insbesondere in Belegrechtsbeständen

Laufzeit

2001: Beginn der Gebietsfreistellung / Belegrechtsvereinbarung
2004: Verlängerung der Gebietsfreistellung / Belegrechtsvereinbarung
2009: Verlängerung der Gebietsfreistellung / Belegrechtsvereinbarung bis 31.03.14

(Beginn/Ende)

Für den Zeitraum ab 2014 erfolgten Gespräche über einen teilweisen
Belegrechtsverzicht, bei dem die endgültige Zustimmung noch aussteht.
Träger:

Landeshauptstadt Hannover, Bereich Stadterneuerung und Wohnen

Kooperationspartner:

Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH

Stand des
Verfahrens
(31.12.2015)

Ein großer Teil der Wohnungen im Sanierungsgebiet kann frei von
Einkommensbeschränkungen vermietet werden. Inzwischen sind aber über die
Modernisierungsförderung auch wieder viele Wohnungen gebunden; allerdings für
Personen mit einem erweiterten Wohnberechtigungsschein (160 %
Einkommensgrenze).
Die Zahl der ausgeübten Belegungsrechte wurde gesenkt. Eine Stabilisierung der
Bewohnerstruktur kann langfristig durch diese Maßnahmen unterstützt werden.

 

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

21

Ziele, Bilanz und Ausblick
Gebäudemodernisierung

H 01.002

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Ein großer Anteil der Wohnungen im Sanierungsgebiet ist aufgrund des
Energieverbrauchs (unzureichende Wärmedämmung bei Fassade, Fenster, Dach,
Kellerdecke), veralteter Heizanlagen, nicht mehr zeitgemäßer sanitärer Anlagen u. a.
Mängel modernisierungsbedürftig. Von 2003 bis 2014 wurden insgesamt 261 WE
insbesondere mit Wohnungs- und Städtebauförderungsmitteln grundlegend saniert.
Bei
der
Modernisierung
wurden
folgende
Maßnahmen
durchgeführt:
Wärmedämmung, Einbau von Isolierglasfenstern, neue Heizanlagen, Einbau von
Warmwasserzählern, Elt-Verstärkung, Erneuerung der sanitären Anlagen, sechs
Wohnungszusammenlegungen, Neugestaltung/Aufwertung der Eingangsbereiche,
zum Teil Anbau von Balkonen, Aufwertung der gebäudebezogenen Freiflächen,
Regenwasserversickerung.

Projektziel:

Energie einsparen, Heiz(=Neben)-kosten für die MieterInnen senken, äußeres
Erscheinungsbild des Gebäudes im Stadtteil verbessern

Zielgruppe:

Mieterinnen und Mieter/ Familien/ SeniorInnen

Laufzeit

seit 2003 bis zum Abschluss des Sanierungszeitraums

(Beginn/Ende)

Träger:

Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH, diverse Privateigentümer

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiete Stadterneuerung und
Wohnraumförderung

Kosten und
Finanzierung:

Die Kosten und die Finanzierung sind den jeweiligen Projekten (s.u.) zugeordnet.

(01.07.14)
Fertiggestellte
Modernisierungen
Bertramstr. 2

Gesamtkosten
in €

Wohnraumförderung
in €

Städtebauförderung
in €

Eigenmittel
in €

Pro Klima/KfW
in €

7

176.434

88.217

88.217

Bertramstr. 4, 4a

14

407.208

182.853

222.855

1.500

Bömelburgstr.
13, 15, 17, 19

24

1.348.800

539.550

349.250

460.000

Bömelburgstr.
18, 18a, 18b

18

866.100

409.650

267.217

178.144

11.089

Bömelburgstr
22, 22a, 22b

21/18

805.682

427.200

208.097

161.136

9.249

Bömelburgstr.
24, 26, 28

21/18

909.814

397.850

301.656

201.104

9.204

Bömelburgstr.
29, 31

18

380.000

120.000

130.210

129.790

18

1.124.960

417.400

407.560

300.000

12

608.000

243.200

164.800

200.000

Bunnenbergstr.
15a

8

157.340

Prußweg 1, 3, 5

21

1.284.500

513.800

Prußweg 2, 4

12

807.350

322.940

Prußweg
15, 17, 19, 21

24

1.338.432

Bömelburgstr.
33, 35, 37
Bömelburgstr.
52, 54

22

Anzahl WE
vorher/nachher

(4 Gewerbe)

78.670

78.670

350.000

320.700

100.000

214.410

270.000

192.880

1.105.000

40.552

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Voltmerstr. 41

12

114.390

55.456

57.844

Schulenburger
Landstraße 60

13

199.960

99.980

99.980

Schulenburger
Landstraße 63

-

160.000

80.000

80.000

Bömelburgstr.

24

1.666.978

676.200

300.000

675.778

15.000

267/261

12.355.948

4.067.790

2.052.698

3.728.026

2.611.922

1.090

39, 39 A, 39 B
insgesamt

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Nach der für das kommende Jahr geplanten Modernisierung der Dreigeschosser
Bömelburgstr. 21 und am Knoevenagelweg hat die GBH ihren gesamten
dreigeschossigen Wohnungsbestand in Hainholz modernisiert. Zur Festlegung von
Schwerpunkten bei der Modernisierung der Fünfgeschosser und der damit
einhergehenden städtebaulichen Ergänzung des Bömelburggebietes wurde ein
Konzept für das Bömelburgviertel erarbeitet (H 01.003) und als Sanierungsziel
verabschiedet. Dieses sieht auch (Ersatz-)Wohnungsneubau auf ausgewählten
Grundstücken vor, um diesen zu ermöglichen, befindet sich der Bebauungsplan
Nr. 1818 im Verfahren.
Weitere Eigentümer in Hainholz sanieren ihre Bestände ohne die Inanspruchnahme
von Fördergeldern.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

23

Ziele, Bilanz und Ausblick
Konzept Bömelburgviertel
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Das in großen Teilen der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH)
gehörende Bömelburgviertel ist von drei- bis fünfgeschossiger Zeilenbebauung der
50er und 60er Jahre geprägt. Mittlerweile hat die GBH über die Hälfte ihres
Wohnungsbestandes modernisiert. Etwa ein Drittel des GBH-Wohnungsbestandes
befindet sich in noch nicht sanierten Fünfgeschossern, die langfristig auf dem
Wohnungsmarkt ohne weitergehende Eingriffe in die Bausubstanz nicht oder nur
schwer vermietbar sein werden.
Unter dem Titel „Generationengerechtes Bömelburgviertel“ erarbeitet die GBH in
Kooperation mit der LHH ein Gesamtkonzept für eine zukunftsfähige Modernisierung
und Entwicklung des Bömelburgviertels. Als ein Baustein dazu wurde 2012 ein
Gutachten zu Möglichkeiten der barrierearmen Erschließung und Modernisierung
Entwicklung des Gebäudebestands beauftragt. Als nächsten Baustein beauftragte
die LHH 2014 eine städtebaulich Vertiefungsstudie, um städtebauliche und
freiraumplanerische
Aspekte
als
Entscheidungsgrundlage
für
die
Quartiersentwicklung zu vertiefen. Beide Gutachten wurden in den Stadtteilgremien
vorgestellt und diskutiert.
Um auf aktuelle Vorhaben, deren Umsetzung die Verwirklichung des Konzepts
wesentlich erschweren würden, angemessen reagieren zu können, wurde 2015 das
städtebauliche
Konzept
„Generationengerechtes
Bömelburgviertel“
als
Sanierungsziel beschlossen.
Für den Teilbereich zwischen Voltmerstr. – Knoevenagelweg – Schmedesweg, der
im gültigen Durchführungsplan teilweise als Garagenfläche festgesetzt ist, befindet
sich der Bebauungsplan Nr. 1818 in Aufstellung.

Projektziel:

Entwicklung eines zukunftsfähigen Wohnungsbestandes im Bömelburgviertel

Zielgruppe:

Mieterinnen und Mieter, insbesondere auch SeniorInnen und Menschen mit
Behinderungen

Laufzeit

Erste Planungsüberlegungen
Aufstellungsbeschluss B-Plan 1818
Städtebauliche Vertiefungsstudie
Beschluss Sanierungsziel

(Beginn/Ende)

2009
Dezember 2014
Februar 2015
Juli 2015

Träger:

Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH, Landeshauptstadt Hannover,
Sachgebiet Stadterneuerung

Kooperationspartner:

Stadtteilforum, Seniorennetzwerk des Stadtbezirks Nord

Kosten und
Finanzierung

Städtebaufördermittel
GBH
Zusätzliche Mittel der LHH
Gesamtkosten

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

24

H 01.003

10.000
10.000
12.257
32.257

Fertigstellung des Gutachtens zum Umgang mit dem Gebäudebestand Mitte 2013,
Fertigstellung
Städtebauliche
Vertiefungsstudie
„Generationengerechtes
Bömelburgviertel“ Anfang 2015. Beschluss Sanierungsziel „Städtebauliche
Entwicklung Bömelburgviertel Hainholz“ Juli 2015. Aufstellungsbeschluss B-Plan Nr.
1818 „Voltmerstr. / Schmedesweg“ Dezember 2014

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Integratives Wohnprojekt am Hainhölzer Markt
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 01.004

Die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH) errichtet im
nördlichen Bereich des Hainhölzer Marktes ein integratives Wohnprojekt im
Passivhausstandard. Das Wohnprojekt ist als ein barrierefreies, teilweise
rollstuhlgerechtes Wohnhaus für Menschen mit und ohne Behinderung geplant. Es
werden unterschiedliche Wohnformen realisiert, darunter eine Wohngruppe. Ein
Wohncafé und ein gemeinsam nutzbarer Gartenbereich ermöglichen Begegnung
und Kommunikation. Im Erdgeschoss entsteht eine Sparkassenfiliale.
Der viergeschossige Baukörper verlängert den Baublock Voltmerstraße und bildet
eine geradlinige Platzwand zum Hainhölzer Markt. Zur Schulenburger Landstraße
wird der Riegel als Kopf ausgebildet und ermöglicht so eine eindeutigere Ausbildung
der Straßenkante.
Das Wohnprojekt stellt den Auftakt für die weitere Entwicklung des Hainhölzer
Marktes dar. Zur Realisierung war die Aufstellung eines vorhabenbezogenen
Bebauungsplans (Nr. 1766, Hainhölzer Markt Nord) notwendig.

Projektziel:

Schaffung von barrierefreien preisgebundenen Wohnungen, Schaffung eines Wohnund Betreuungsangebots für Menschen mit Behinderungen, städtebauliche
Aufwertung des Hainhölzer Marktes

Zielgruppe:

Alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere
Menschen mit Behinderungen

Laufzeit

Erste Planungsüberlegungen
Satzungsbeschluss vorhabenbezogener B-Plan 1766
Geplante Fertigstellung

(Beginn/Ende)

Seniorinnen

und

Senioren

sowie

2011
Juli 2014
Mitte 2016

Träger:

Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH)

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt
Hannover,
Wohnraumförderung, gGISmbh
Sozialdienste Hannover)

Kosten und
Finanzierung

- Städtebauförderung

(31.12.15)

- Wohnraumförderung

3.107.200 €

- KFW Darlehen energieeffizientes Bauen

1.150.000 €

- zusätzliche Mittel der LHH
- ProKlima

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Sachgebiet
Stadterneuerung,
Sachgebiet
(gemeinnützige Gesellschaft für integrative

175.000 €

437.900 €
84.000 €

- Eigenmittel der GBH

1.970.200 €

Gesamtkosten

6.924.300 €

Baubeginn war im Herbst 2014, die Fertigstellung von Gebäude und Außenanlagen
ist für Mitte 2016 geplant.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

25

Ziele, Bilanz und Ausblick
Hainhölzer Markt Süd
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 01.005

Die große Freifläche am Hainhölzer Markt soll zu einem lebendigen
Stadtteilmittelpunkt und Nahversorgungszentrum entwickelt werden. Dazu hat in den
Jahren
2005
bis
2009
die
Hainhölzer
Markt
Entwicklungsund
Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG eine Planung entwickelt, die neben einem
Einzelhandelsstandort auch Wohnungen und eine Pflegeeinrichtung umfasste. Nach
der öffentlichen Auslegung des dafür notwendigen vorhabenbezogenen
Bebauungsplanes Nr. 1716 im April 2009 stagnierte das Verfahren. Nachdem die
GBH sich entschieden hatte, auf ihrem Grundstück am Nordrand des Hainhölzer
Marktes ein eigenes Wohnprojekt zu entwickeln (H 01.004 – Wohnprojekt
Hainhölzer Markt Nord), stand die ursprünglich für das Vorhaben vorgesehene
Fläche nicht mehr vollständig zur Verfügung. Deshalb wurde das Verfahren zum BPlan 1716 im Juni 2012 eingestellt.
Die Rahlfs Immobilien GmbH plant auf dem südlichen Teil des ehemaligen
Vorhabengebietes ein Nahversorgungszentrum mit 40 Wohnungen in den
Obergeschossen an der Schulenburger Landstraße. Mit einer attraktiven
städtebaulichen Gestaltung wird die Lücke Hainhölzer Markt geschlossen und soll
auch ein Impuls für die Weiterentwicklung des bestehenden Geschäftsbereiches an
der Schulenburger Landstraße gesetzt werden. Sämtliche Wohnungen sind über
einen Aufzug barrierefrei erschlossen.
Aufgrund der geänderten Planung und des geänderten Flächenzuschnitts ist für das
Vorhaben die erneute Aufstellung eines Vorhabenbezogenen Bebauungsplans
notwendig.

Projektziel:

Nachhaltige Verbesserung der Nahversorgungssituation in integrierter Lage, Neubau
von Wohnungen, städtebauliche Aufwertung des Bereichs am Hainhölzer Markt

Zielgruppe:

Alle Bevölkerungsgruppen

Laufzeit

Beginn der ersten Planungsüberlegungen:
Abbruch des Verfahrens zum B-Plan 1716:
Neustart der Planung:
Aufstellungsbeschluss B-Plan 1800

(Beginn/Ende)

Träger:

Rahlfs Immobilien GmbH Neustadt a.R.

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung

Kosten und
Finanzierung

Der Hainhölzer Markt Süd wird mit privaten Mitteln errichtet, die Kosten werden zur
Zeit ermittelt. Für die äußere Erschließung sowie für die Altlastensanierung und
andere Ordnungsmaßnahmen ist eine Förderung mit Städtebaufördermitteln
möglich, für die Wohnungen stehen Wohnraumfördermittel zur Verfügung.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

26

2005
2012
2012
2014

Im Sommer 2014 wurden die ersten notwendigen Drucksachenbeschlüsse für den
Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 1800, Hainhölzer Markt Süd, gefasst und
die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt. Gegenwärtig erfolgt die
Konkretisierung und Abstimmung der Planung und werden die Gutachten erstellt, die
öffentliche Auslegung ist für 2016 geplant.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses

H 01.006

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Für das lange brachliegende Grundstück Schulenburger Landstraße 20 plant ein
privater Investor einen Neubau mit 22 Wohnungen und Ladengeschäften im
Erdgeschoss. Die Wohnungen werden über einen Aufzug barrierefrei erschlossen
und verfügen alle über einen Balkon zum Hofbereich. Da das Grundstück sehr klein
ist, wird ergänzende zur Hofbegrünung auf dem Dach ein begrünter
Aufenthaltsbereich für die BewohnerInnen geschaffen.

Projektziel:

Schaffung barrierefreier und familiengerechter Wohnungen, Belebung der Erdgeschosszone an der Schulenburger Landstraße, Schließung einer imageprägenden
Baulücke

Zielgruppe:

Familien

Laufzeit

Erste Planungsgespräche 2008, Bauantrag 2014, Fertigstellung voraussichtlich 2016

(Beginn/Ende)

Träger:

Hainholz Bau-Invest GmbH & Co. KG

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung

Kosten und
Finanzierung

Das Projekt wird privat finanziert, Fördermittel werden nicht in Anspruch genommen.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens

Die Baugenehmigung ist erteilt und die Bauarbeiten haben begonnen.

(31.12.15)

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

27

Ziele, Bilanz und Ausblick
2.2. Lokale Ökonomie
Helmkehof
Die markante, teilweise leer stehende, ehemalige Gummifabrik in der Helmkestraße 5a hat ein privater Investor im Jahr 2012 erworben. Seitdem baut
er schrittweise die Gebäude für eine neue wirtschaftliche und künstlerischkulturelle Nutzung aus. Im Jahr 2013 wurde mit der energetischen Sanierung
des straßenbegleitenden Gebäudeteiles der Anfang gemacht, wobei großer
Wert auf den Erhalt der historischen Fassadenansicht gelegt wurde. Seit 2013
finden Theateraufführungen und andere Freiluftveranstaltungen im Hof statt.
Im vergangenen Jahr wurde die Außenterrasse im Hof hergerichtet und
fanden erste Ausstellungen im Kesselhaus statt.
Für die Zukunft ist der Ausbau des Kesselhauses als Veranstaltungsraum für
Kleinkunst, Konzerte, Vorträge und auch private Veranstaltungen geplant. In
der Halle „Gustav 3“ soll eine Kaffeerösterei entstehen.
Neue Mieter, wie die Kunstfabrik Hannover, die Tanzfabrik Hannover-Neustadt, DesignerInnen, KünstlerInnen, Chocolatiers usw. sprechen mit ihren
Angeboten ein überwiegend junges und urban orientiertes Publikum weit über
Hainholz und Hannover hinaus an. Gleichzeitig verwurzelt sich das Projekt im
Stadtteil und hat sich aktiv am Kultursommer 2015 beteiligt.
Das privat finanzierte Projekt entwickelt sich zu einem inspirierenden Ort und
trägt damit nachhaltig zur Imageverbesserung von Hainholz bei.
Der Innenbereich des
Helmkehofs lädt zum
Verweilen ein
(Foto: U. Schäfer)

28

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Bildung, Wirtschaft und Arbeit im Quartier (BiWAQ III)
Unter Federführung des Bereiches Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung (50.5) im Fachbereich Soziales hat sich die Stadt
Hannover erfolgreich mit dem Projekt „AktionsraumNord“ für die Teilnahme
am ESF- Bundesprogramm Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)
beworben, das für die Förderrunde 2015 bis 2018 vom Bundesministerium
für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ausgelobt wurde.
Mit dem Projekt sollen städtebauliche Investitionen des Programms „Soziale Stadt“ mit arbeitsmarkpolitischen Instrumenten verzahnt werden, um
benachteiligte Stadtteile zu stabilisieren und die Quartiere aufzuwerten.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Projekte in den Gebieten des
Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ stattfinden, also in städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligten Stadtteilen. Im „Aktions-	
raumNord“ werden Projekte in den Gebieten Stöcken, Hainholz, SahlkampMitte und Vahrenheide-Ost (als Ergänzungsgebiet) stattfinden.
Für die gesamte Förderrunde 2015-2018 stehen bis zu 58,7 Millionen ESFMittel und bis zu 35,3 Millionen Bundesmittel des BMUB zur Verfügung, die
maximale Antragshöhe pro Kommune lag bei 2 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt zu 50 % aus ESF-Mitteln, 40 % aus Bundesmitteln und 10 %
der Gelder müssen als Eigenmittel von allen Teilprojektträgern und der LHH
eingebracht werden.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

29

Ziele, Bilanz und Ausblick
Gefördert werden arbeitsmarktpolitische Projekte in zwei Handlungsfeldern,
die auch zugleich die Projektziele verdeutlichen:
Handlungsfeld 1 (HF 1): Nachhaltige Integration von langzeitarbeitslosen
Frauen und Männern ab 27 Jahre in Beschäftigung.
Handlungsfeld 2 (HF 2) Stärkung der lokalen Ökonomie.
Durch den Zusammenschluss der LHH mit erfahrenen und in den Gebieten
bekannten Trägern bietet das Projekt „AktionsraumNord“ den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in sieben Teilprojekten eine Vielfalt von Möglichkeiten
für einen gelungenen Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt (Projektbogen 02.002).
Im Sanierungsgebiet Hainholz wird ein Teilprojekt „Garten- und Landschaftsbau“ aufgebaut. Die weiteren Projekte, zu denen auch die EinwohnerInnen
der jeweils anderen Sanierungsgebiete Zugang haben sollen:
Mobilität:
Fahrdienst für Teilnehmende der Projekte, um die Erreichbarkeit der Gebiete
zu erleichtern. Qualifikation als FahrerIn. (alle Gebiete)
GANS-Werkstatt:
TeilnehmerInnen-Akquise, Entdecken der Stärken und praktische Erprobung
der Kompetenzen; im Idealfall Vermittlung in eine Beschäftigung. (Stöcken)
Angebot für langzeitarbeitslose Männer:
Ansprache, Stabilisierung, Orientierung und Beratung; Strukturierung des Alltags und Begleitung in Arbeitsverhältnisse. (alle Gebiete)
Stärkung der lokalen Ökonomie:
Aufsuchende Beratung, Erstellen eines Arbeitgeberatlasses, Einrichten einer
regelmäßigen Austauschplattform, Durchführung von gemeinsamen Marketingprojekten und erstellen eines Leerstandsmanagements. (alle Gebiete)

30

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Integration in Beschäftigung:
Aktivierung, Kompetenzentwicklung und Coaching für langezeitarbeitslose
Frauen und niedrigschwellige Qualifizierung sowie Beschäftigung. (SahlkampMitte)
Perspektiven sehen, entwickeln, umsetzen:
Anlaufstelle für langzeitarbeitslose Menschen, Schulungen, aufsuchende
Arbeit. (Sahlkamp-Mitte)

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

31

Ziele, Bilanz und Ausblick
Helmkehof

H 02.001

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Das teilweise leerstehende Industriegebäude in der Helmkestraße 5a wurde im Jahr
2012 durch einen privaten Investor erworben. Seitdem wird das Ensemble
schrittweise erneuert und zu einem Zentrum von Kultur und Kreativwirtschaft
ausgebaut.

Projektziel:

Aufwertung des Stadtteils durch Etablierung neuer Nutzungen, Schaffung von
Arbeitsplätzen in der Kultur- und Kreativwirtschaft

Zielgruppe:

Gewerbetreibende aus der Kreativwirtschaft, KünstlerInnen, kulturell interessierte
Menschen

Laufzeit

Seit 2012

(Beginn/Ende)

Träger:

Privat (Relaxed Living)

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Gewerberunde Hainholz

Kosten und
Finanzierung

Das Projekt wird privat finanziert, Fördermittel werden nicht in Anspruch genommen.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Die Sanierung des Haupthauses und die Hofgestaltung sind abgeschlossen. Im
Kesselhaus und der Halle Gustav 3 sind erste Mieter eingezogen, der Umbau wird
voraussichtlich 2016 abgeschlossen.

Ausstellung Brazil in der
Gustavhalle im Sommer
2015
(Foto: U. Schäfer)

Ausstellung Brazil
in der Gustavhalle
im Sommer 2015
(Foto: U. Schäfer)

32

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
BiWAQ III
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 02.002
Unter Federführung des Bereiches Bürgerschaftliches Engagement und soziale
Stadtteilentwicklung (50.5) im Fachbereich Soziales hat sich die Stadt Hannover
erfolgreich mit dem Projekt „AktionsraumNord“ für die Teilnahme am ESFBundesprogramm Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ) beworben, das für
die Förderrunde 2015 bis 2018 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) ausgelobt wurde.
Mit dem Projekt sollen städtebauliche Investitionen des Programms „Soziale Stadt“
mit arbeitsmarkpolitischen Instrumenten verzahnt werden, um benachteiligte
Stadtteile zu stabilisieren und die Quartiere aufzuwerten.
Gefördert werden arbeitsmarktpolitische Projekte in zwei Handlungsfeldern, die auch
die Projektziele verdeutlichen:
Handlungsfeld 1 : Nachhaltige Integration von langzeitarbeitslosen Frauen und
Männer ab 27 Jahren in Beschäftigung.
Handlungsfeld 2 : Stärkung der lokalen Ökonomie.
Der „AktionsraumNord“ ist ein Zusammenschluss der hannoverschen
Sanierungsgebiete Stöcken, Hainholz, Sahlkamp-West und des ehemaligen
Sanierungsgebiets Vahrenheide-Ost.

Projektziel:

Nachhaltige Integration von langzeitarbeitslosen Frauen und Männern ab 27 Jahre in
Beschäftigung
Stärkung der lokalen Ökonomie

Zielgruppe:

Langzeitarbeitslose Menschen ab 27 Jahren, lokale Beschäftigungsträger und
Betriebe

Laufzeit

Juni 2015 bis Ende 2018

(Beginn/Ende)

Träger:

Fachbereich Soziales der Landeshauptstadt Hannover, Bereich Bürgerschaftliches
Engagement und soziale Stadtteilentwicklung

Kooperationspartner:

Job Center Region Hannover, LHH: Bereiche Wirtschaftsförderung,
Stadterneuerung, Beschäftigungsförderung/Stützpunkt Hölderlinstraße und
Gewerberunden, Stadtteileinrichtungen wie z.B. Familienzentren

Kosten und
Finanzierung

Für die gesamte Förderrunde 2015 – 2018 stehen bis zu 58,7 Millionen ESF-Mittel
und bis zu 35,3 Millionen Bundesmittel des BMUB zur Verfügung, die maximale
Antragshöhe pro Kommune liegt bei 2 Millionen Euro.

(31.12.15)

Die Finanzierung erfolgt zu 50 % aus ESF – Mitteln, 40 % aus Bundesmitteln und 10
% der Gelder müssen als Eigenmittel von allen Teilprojekten und der LHH
eingebracht werden.
Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Durch den Zusammenschluss der LHH mit erfahrenen und in den Gebieten
bekannten Trägern bietet das Projekt „AktionsraumNord“ den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern in sieben Teilprojekten eine Vielfalt von Möglichkeiten für einen
gelungenen Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt.
Es soll auf die vorhandene soziale Infrastruktur in den Projektgebieten aufgebaut
werden, den dort tätigen Akteuren kommt durch ihre Schlüsselfunktion eine
besondere Bedeutung zu. Die Kontakte sind geknüpft und bisher sollen sieben
konkrete Projekte in den vier Gebieten durchgeführt werden:

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

33

Ziele, Bilanz und Ausblick
Verein Unternehmer für Hainholz e. V.

H 02.003

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Um die Beteiligung der Gewerbetreibenden an der Gebietsentwicklung
sicherzustellen, wurde in Hainholz ein Gewerbenetzwerk aufgebaut. Seit Mai 2006
luden die Gewerbebeauftragten alle 2-3 Monate zu Gewerberunden ein, auf denen
Themen wie die Entwicklung des Hainhölzer Marktes, Fördermöglichkeiten für
Gewerbebetriebe im Rahmen der Sanierung „Soziale Stadt“, Entwicklung des
Sorstgeländes, der Gewerbeführer Hainholz und andere Projekte der Imagepflege
(Kunst und Kultur als Standortmarke - Kultursommer 2008/2011) besprochen
wurden. Ziel war dabei, dass die Gewerbetreibenden das Umfeld ihres
Unternehmensstandortes als umgebenden Markt begreifen und gemeinsame
Strategien - auch Werbemaßnahmen im Rahmen eines Standortmarketings - zur
wirtschaftlichen Belebung ergreifen.

Projektziel:

Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Gewerbetreibenden und der
infrastrukturellen Angebote für die Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner

Zielgruppe:

Gewerbetreibende im Sanierungsgebiet und der nahen Umgebung

Laufzeit

Beginn Mitte 2006, laufend

(Beginn/Ende)

Träger:

Büro StadtUmBau in Kooperation mit STATTwerke Consult GmbH / Unternehmer für
Hainholz e.V.

Kooperationspartner:

Gewerbetreibende am Standort, Existenzgründer, Schulen, Jugendeinrichtungen,
Quartiersmanagement, IHK, Handwerkskammer, Job Center, Vereine, Künstler,
Grundstücks- Gebäudeeigentümer, Forum Nordost e.V.

Stand des
Verfahrens

Aus den Gewerberunden, die bis Ende 2013 von den Gewerbebeauftragten
organisiert und durchgeführt wurden, hat sich eine Interessengemeinschaft
„Unternehmer für Hainholz e.V.“ gegründet (November 2008), um langfristig die
Aufgaben
Vernetzung
und
Standortmarketing
zu
übernehmen.
Der
Unternehmerverein Hainholz ist auch Gründungsmitglied des Interessenverbandes
Forum Nordost e.V. und beteiligt sich an gemeinsamen Veranstaltungen wie z.B.
Gemeinschaftsstand auf der Wirtschaftsmesse Hannover in der AWD Arena.

(31.12.15)

Ein eigenes Logo, ein Internetauftritt und eine Imagemappe wurden entwickelt,
Informationsveranstaltungen für Hainhölzer Gewerbetreibende durchgeführt. Im
September 2014 wurde das 7. Stadtteil- und Gewerbefest vor der Marienkirche
durchgeführt, um die Bevölkerung auf die Potenziale und Angebote der lokalen
Wirtschaft aufmerksam zu machen. Weitere Geschäftsleute und Investoren sollen
durch die geplanten Projekte und Aktionen als Partner für die wirtschaftliche
Entwicklung gewonnen werden. Das 8. Stadtteil- und Gewerbefest wurde als
Abschluss des Kultursommers Hainholz 2015 erstmalig vor dem Kulturhaus
Hainholz durchgeführt.
Die regelmäßig gut besuchten Zusammenkünfte der Hainhölzer Gewerbetreibenden
und die Teilnahme an stadtteilrelevanten Themen zeigen, dass sich die
Interessengemeinschaft im Stadtteil etabliert hat.

34

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
2.3. Soziale und kulturelle Angebote und Infrastruktur
„Starkes Hainholz“
Das seit 2005 existierende Projekt „Starkes Hainholz“ hat sich mittlerweile
zu einem etablierten und allseits anerkannten Lernfeld für Gewaltprävention
im Stadtteil entwickelt. „Starkes Hainholz“ beschäftigt sich mit der Frage,
wie gesellschaftliche Institutionen im Stadtteil Hainholz dem Thema „Gewaltprävention und Soziales Lernen“ kontinuierlich und verbindlich begegnen
können. Im Zentrum stand und steht die Entwicklung eines gemeinsamen
Gewaltbegriffes und einer angemessenen Methodik mit dem Ziel einer konstruktiven und nachhaltigen Kultur des Miteinanders.
Nachdem das Projekt bereits 2006 in Münster den Deutschen Förderpreis für
Kriminalitätsprävention erhalten hatte, wurde „Starkes Hainholz“ 2010 für
den 1. Platz des Förderpreises der TUI-Stiftung mit einem Scheck über 	
5.000 € ausgezeichnet. 2011 konnte das „Starke Hainholz“ in Berlin eine
Anerkennung beim „Soziale Stadt Preis 2010“ entgegennehmen.
Im Frühling 2012 präsentierte sich das „Starke Hainholz“, gemeinsam mit
den anderen Preisträgern des Kriminalpräventionspreises, auf dem Deutschen Präventionstag in München. Ferner war das „Starke Hainholz“ eines
der herausragenden Projekte, das von der Stadt Hannover auf dem Deutschen
Fürsorgetag im Mai in Hannover präsentiert wurde.
2013 konnte die neue Integrierte Gesamtschule Büssingweg als neue Teilnehmerin beim „Starken Hainholz“ begrüßt werden.
Es finden kontinuierlich jährliche Methodentrainings für MitarbeiterInnen der
Institutionen und BewohnerInnen des Stadtteils statt sowie ein großer jährlicher Präventionstag.
2014 wurde der 7. Präventionstag unter dem Motto „Ich darf Fehler machen
– du auch“ und Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen durchgeführt. 2015 gab es nicht nur ein Motto, sondern jede Einrichtung konnte
sich aus den 7 Regeln ein Jahresmotto aussuchen. Damit spiegelte das Starke
Hainholz die Vielfalt der hainhölzer Einrichtungen in den verschiedenen Jahresmotti wieder.
Wichtigstes Thema in 2014 war die
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Verstetigung des Lernfeldes
35

Ziele, Bilanz und Ausblick
Gewaltprävention. Eine Arbeitsgruppe widmet sich intensiv der politischen
Gremienarbeit und informiert sich über mögliche Verstetigungsformen. In
2015 wurde das Lernfeld für 3 Jahre in den festen Zuwendungshaushalt der
Stadt Hannover aufgenommen. Zentrale Arbeit in 2015 und perspektivisch in
2016 ist die weitere Verstetigung des Lernfeldes Gewaltprävention.
Neubau der Kindertagestätte und des Gemeindehauses der ev.-luth.
Kirchengemeinde Hainholz
Das Gebäude der Kindertagesstätte in der Hüttenstraße 24 kann nach jahrzehntelanger Nutzung nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. Aus diesem
Grund plant die ev.-luth. Kirchengemeinde Hainholz den Neubau einer Kindertagesstätte auf der „Kirchenwiese“ direkt an der Marienkirche an der
Fenskestraße.
Die Kirchengemeinde hat in einem Wettbewerb im Jahr 2011 einen Entwurf
des hannoverschen Architekturbüros Kellner, Schleich und Wunderling ausgewählt, der nun in Kooperation mit einem örtlichen Investor realisiert werden
soll. Geplant ist ein eingeschossiges Gebäude für fünf Gruppen im Passivhausstandard. Das geplante Gebäude wird dem Kreuzungsbereich Hüttenstraße
/ Fenskestraße eine neue städtebauliche Fassung verleihen, ohne dabei den
Blick zur Kirche zu verdecken. Entlang der Fenskestraße schließt sich ein
Ersatzneubau für das Gemeindehaus an, der dann auch einen barrierefreien
Zugang zu den Räumlichkeiten der Kirchengemeinde bieten wird.
Gegenwärtig wird in enger Absprache zwischen der Kirchengemeinde und dem
Investor die Planung konkretisiert und der Bauantrag erarbeitet. Zur Verwirklichung des Vorhabens ist ein Flächentausch zwischen der Landeshauptstadt
Hannover und der Kirchengemeinde notwendig, die Vorbereitungen dazu sind
abgeschlossen.
Der Zugang zur neuen Kita wird sich in der Nähe des Kreuzungsbereichs Hüttenstraße/Fenskestraße befinden. Um einen gefahrlosen und barrierefreien
Zugang zu ermöglichen, plant die Landeshauptstadt Hannover im Anschluss
an diese Baumaßnahme die Verkehrsberuhigung der Hüttenstraße zwischen
Fenskestraße und Turmstraße und im Zusammenhang damit eine behutsame
Erneuerung der Turmstraße und des „Kirchenplatzes“ (H 05.002).

36

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Wiederaufbau des Vereinsheims des Kleingartenvereins Hainholz
e.V.
Das Vereinsheim des Kleingartenvereins Hainholz e.V., ein wichtiger Treffpunkt im Stadtteil, wurde im Juni 2012 durch einen Brand zerstört. In ersten
Planungsüberlegungen im Herbst 2012 wurde im Stadtteil und der Bezirkspolitik die Idee entwickelt, beim Wiederaufbau des Gebäudes eine Gaststätte zu
integrieren und damit das Vereinsheim für weitere Bevölkerungsgruppen zu
öffnen. Aus finanziellen Gründen konnte dieses Vorhaben nicht weiter verfolgt
werden. Das neue Vereinsheim lehnt sich stattdessen in Form und Funktion
eng an das bisherige Vereinsheim an.
Das Vereinsheim bildet ein räumliches Bindeglied zwischen dem Naturbad
Hainholz und den Sportanlagen des VfV von 1887 e.V. Hainholz. Der Wiederaufbau, der im Laufe des Jahres 2015 abgeschlossen wurde, trägt zur
Komplettierung der Grünen Mitte Hainholz bei.
Bevor der Kleingartenverein Hainholz e.V. sein
neues Gebäude richtig
nutzen kann, ist noch
viel zu tun. Als nächster
Schritt steht die Herrichtung der Außenanlagen
an.
(Foto: U. Schäfer)

Umnutzung und Modernisierung des Hausmeisterhauses
Das Kulturhaus Hainholz bildet gemeinsam mit der Sporthalle und dem Familienzentrum ein städtebaulich prägendes Ensemble und das soziale Zentrum
in der Grünen Mitte Hainholz. Das ebenfalls zu diesem Ensemble gehörende
ehemalige Hausmeisterhaus, zurzeit Sitz des Quartiersmanagements, fällt
optisch aus dem Zusammenhang, da es bislang nicht modernisiert wurde.
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

37

Ziele, Bilanz und Ausblick
Im Rahmen des EFRE-Projektes Neue Mitte Hainholz wurde im Zusammenhang mit den angrenzenden Maßnahmen in der Grünen Mitte geprüft,
inwieweit auch eine Modernisierung und anschließende öffentliche Nutzung
für das Hausmeisterhaus möglich wäre. Ergebnis war, dass sich insbesondere
aufgrund der Anforderungen an die barrierefreie Erschließung öffentlicher
Bauten eine Modernisierung für eine öffentliche Nutzung wirtschaftlich nicht
darstellen ließ.
Deshalb wurde das Hausmeisterhaus im Oktober 2015 zum Verkauf ausgeschrieben. Die Ausschreibung richtet sich ausschließlich an Interessierte, die
dieses Gebäude für eine stadtteilbezogene kulturelle oder künstlerische Nutzung erwerben und modernisieren möchten. Eine Kombination von Wohnen
und Arbeiten ist möglich, der Fokus der künftigen Nutzung soll aber deutlich
auf der kulturell-künstlerischen Nutzung liegen. In der Bewerbung muss dieses
Nutzungskonzept erläutert werden und es soll dargestellt werden, inwieweit
eine Kooperation mit im Stadtteil bereits tätigen Akteuren, insbesondere der
Hainhölzer Kulturgemeinschaft, vorgesehen ist.
Die Ausschreibung erfolgt zum Festpreis, der vorab durch ein Wertgutachten
ermittelt wurde. Ausschlaggebend für den Zuschlag werden das Nutzungskonzept und die geplanten Maßnahmen am Gebäude sein. Bei Vorliegen der
Voraussetzungen ist vorgesehen, die Modernisierung und Umnutzung des
Gebäudes mit Städtebaufördermitteln zu unterstützen, damit sich das Haus
gut in das in den letzten Jahren geschaffene Ensemble einfügt.
Das Hausmeisterhaus
soll sich nach dem Verkauf und der Sanierung in
das Ensemble einfügen.
(Foto: U. Schäfer)

38

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Ausbau der Fichteschule zur Ganztagsschule
Die Grundschule Fichteschule wird gegenwärtig von etwa 300 Kindern aus
über 30 Nationen besucht. Über 90 % der Schülerinnen und Schüler kommen
aus Familien mit Migrationshintergrund, etwa die Hälfte der Kinder kommen
aus Familien, die Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
erhalten. Die Fichteschule hat sich bereits seit längerem auf die besonderen Herausforderungen, die sich aus dieser sozialen und kulturellen Situation
ergeben, eingestellt und dafür spezielle pädagogische und Betreuungsangebote entwickelt.
Zum Schuljahr 2015/2016 wurde der Ganztagsschulbetrieb an der Fichteschule eingeführt.
Die räumlichen Voraussetzungen für den Ganztagsbetrieb wurden mit einem
Anbau an das bestehende Schulgebäude geschaffen. Der nördlich an die
Schule angrenzende Pavillon, in dem der ehemalige Schulkindergarten und
Hortgruppen der AWO-Kita untergebracht waren, wurde dafür abgerissen.
Der Neubau, der vom hannoverschen Architekturbüro pk nord geplant wurde,
enthält im Erdgeschoss eine Mensa und einen Raum für die Ganztagsbetreuung, die zusammen auch als Aula genutzt werden können. Im Obergeschoss
sind vier Unterrichtsräume und zwei Kleingruppenräume angeordnet. Der
Zugang im Schulbetrieb erfolgt über das Bestandsgebäude. Die Aula verfügt
über einen gesonderten Eingang von der Voltmerstraße, so dass sie auch für
Veranstaltungen genutzt werden kann.
Der Anbau nimmt in seiner Gestaltung die Klinkerfassade des Schulgebäudes
auf, setzt aber farblich und in der Struktur eigene Akzente. Durch bodentiefe
Tür- und Fensteröffnungen fällt viel Licht in die neuen Räume. Das Flachdach
wird begrünt. In das bestehende Treppenhaus des Bestandsgebäudes wird
ein Aufzug eingebaut, so dass künftig die Räume in allen Etagen barrierefrei
erschlossen sind.
Nachdem bereits 2006/07 insgesamt ca. drei Mio. Euro in die Sanierung
des Bestandsgebäudes investiert wurden (IHK Hainholz 2007, Projektbogen
H.03.008), ist der Umbau der Fichteschule abgeschlossen.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

39

Ziele, Bilanz und Ausblick
Der Anbau der Fichteschule ist fertiggestellt.
(Foto: U. Schäfer)

Einrichten eines Sozialen Cafés
Während des Kultursommers 2015 fand im Hainhölzer Teegarten vier Monate
lang jeden Sonntag das Soziale Café statt. Dadurch wurde der Teegarten
belebt und aktiviert. Aufgrund der guten Resonanz soll das Café von Oktober
2015 bis April 2016 als Projekt im Kulturtreff an drei Tagen in der Woche
weiter geführt werden. Es soll erprobt werden, ob sich der gute Zuspruch
während des Kultursommers auch in diesen Räumlichkeiten fortführen lässt.
Hierfür wurde als Projektträger beta-Tab gewonnen, der im Sanierungsgebiet
Hainholz angesiedelt ist. Der Projektträger bietet Tagesstrukturierung durch
Betätigung für Menschen mit einer seelischen Erkrankung. Diese betreute
Maßnahme dient der Verbesserung der beruflichen Teilhabe und ermöglicht
somit Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit
in einem dafür geeigneten arbeitsnahen Umfeld zu trainieren und den Weg in
eine individuell angemessene Arbeit zu eröffnen.
Das Café wird gut von den HainhölzerInnen angenommen. Ab Anfang 2016
soll versucht werden, weitere Programmpunkte im Café zu etablieren, zum
Beispiel Dianachmittage, ein Gesangs- und Geschichtscafé. Perspektivisch
wird damit versucht, den langjährigen Wunsch der Bürger nach einem nichtkommerziellen/Sozialen Café umzusetzen.

40

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Nachbarschaftsarbeit

H 03.001

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Die Förderung der Nachbarschaft und des Zusammenlebens ist Schwerpunktaufgabe in dem überwiegend aus Sozialwohnungen bestehenden Wohnquartier der Bömelburgstraße und umliegender Straßen, in dem eine Ballung sozialer Problemlagen
festgestellt wurde. Die Ziele des Projektes sind unter anderem die Förderung der
Nachbarschaftsarbeit
und
des
Zusammenlebens
der
verschiedenen
Bevölkerungsgruppen sowie Vermeidung von Fluktuation, Verbesserung sozialer
Angebote und Hilfe und Unterstützung für das Gemeinwesen.

Projektziel:

Förderung der Nachbarschaft und des Zusammenlebens der verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Bömelburgviertel

Zielgruppe:

Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere im Bömelburgviertel

Laufzeit

seit 2004 laufend

(Beginn/Ende)

Träger:

Miteinander für ein schöneres Viertel e.V. (MSV e.V.)

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Quartiersmanagement Hainholz, Bereich
Stadtteilkulturarbeit, Gesellschaft für Bauen und Wohnen mbH (GBH), Kulturtreff
Hainholz, ASB, Stadtteilrunde, Stadtteilforum u. a.

Kosten und
Finanzierung

2013

2014

2015

2016

2017

(31.12.15)
Zusätzliche Mittel
d. LHH

15.000

15.000

15.000

15.000

15.000

Dritt- / Eigenmittel
(der GBH)

15.000

15.000

15.000

15.000

15.000

Gesamtkosten

30.000

30.000

30.000

30.000

30.000

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Seit 2010 entstanden mehrere neue Angebote im Nachbarschaftsladen: Jeden
Donnerstag wird in Kooperation mit dem ASB ein offener Mittagstisch angeboten
(H 03.006), einmal im Monat findet ein Musikalisches Sonntagscafé vor allem für
SeniorInnen statt, 2011 kamen zwei Kindermalgruppen und ein wöchentliches
Frühstück für SeniorInnen hinzu. Neuestes Projekt ist „Pico Bello Hainholz“
(H 08.006), das die Sauberkeit im Stadtteil verbessern soll.
Im Rahmen der Verstetigung der Projektarbeit konnten nach und nach verstärkt
Bewohnerinnen und Bewohner für eine ehrenamtliche Mitarbeit im
Nachbarschaftsladen gewonnen werden. Damit wird dem Ansatz Hilfe zur Selbsthilfe
sowie dem Aufbau und der Förderung tragfähiger und selbsttragender Strukturen
Rechnung getragen.
Im Rahmen der Haushaltsplanungen wurde Ende 2015 beschlossen, das Projekt zu
verstetigen und ab 2016 in den festen Zuwendungshaushalt der Landeshauptstadt
Hannover aufzunehmen.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

41

Ziele, Bilanz und Ausblick
Gewaltpräventionsprojekt Starkes Hainholz

H 03.002

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Das vernetzte Lernfeld STARKES HAINHOLZ beschäftigt sich mit der Frage, wie
gesellschaftliche Institutionen im Stadtteil Hainholz dem Thema „Gewaltprävention
und Soziales Lernen“ begegnen können. Im Zentrum steht die Entwicklung eines
gemeinsamen Gewaltbegriffes und einer angemessenen Methodik mit dem Ziel
einer konstruktiven und nachhaltigen Kultur des Miteinanders.

Projektziel:

Ziel ist die Verstetigung der Lernfeldinhalte über die Projektdauer hinaus, um eine
vernetzte und innovative Präventionsarbeit im Stadtteil abzusichern.

Zielgruppe:

Mitarbeitende Hainhölzer Institutionen/Einrichtungen und ihre Zielgruppen

Laufzeit

Laufend seit 01.09.2005

(Beginn/Ende)

Träger:

Diakonisches Werk Stadtverband Hannover e.V., GewaltPräventionsStelle/Netzwerk
Courage - Konfliktkulturen gegen Gewalt

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Quartiersmanagement, Kita Hüttenstr., Familienzentrum, GS Fichteschule, IGS Büssingweg, Tagesgruppe Hainholz, Kulturtreff, Kinderund Jugendhaus, Polizei, HzE-Team Hainholz

Kosten und
Finanzierung

2013

2014

2015

2016

2017

(31.12.15)
Eigenmittel

15.000

15.000

15.000

15.000

15.000

Zusätzliche Mittel
d. LHH

15.000

15.000

15.000

15.000

15.000

Gesamtkosten

30.000

30.000

30.000

30.000

30.000

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

2012 nahm das STARKE HAINHOLZ am Deutschen Präventionstag in München als
einer der Preisträger des Kriminalpräventionspreises teil. Außerdem wurde das
Projekt als eines von sechs herausragenden Projekten der LHH beim Deutschen
Fürsorgetag in Hannover präsentiert.
Ziele für 2014 und 2015: Koordinierung des jährlich stattfindenden Hainhölzer
Präventionstages, des Evaluationstreffens, des Treffens aller Präventionsfachkräfte.
Konzeptionieren und koordinieren eines jährlich stattfindenden Methoden-Trainings
für MitarbeiterInnen und BewohnerInnen, Fortschreibung und Pflege der
Rahmenkonzeption.
Das Starke Hainholz ist seit 2015 im Rahmen der Verstetigung für drei Jahre in den
festen Zuwendungshaushalt der Stadt Hannover aufgenommen worden. Weiterhin
ist es wichtig, über den Zeitraum nach 2017 noch eine Finanzierungsmöglichkeit zur
langfristigen Weiterführung zu finden.

42

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Neubau von Kita und Gemeindehaus der
ev.-luth. Kirchengemeinde Hainholz
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 03.003

Das Gebäude der gemeindeeigenen Kindertagesstätte in der Hüttenstr. 24 kann
nicht mehr wirtschaftlich saniert werden. Deshalb plant die ev.-luth.
Kirchengemeinde Hainholz eine neue Kita für fünf Gruppen. Für die neue Kita wurde
ein Raumprogramm entwickelt, das dem zukünftigen Bedarf gerecht wird. Das in
den 60er Jahren errichte Gemeindehaus in der Turmstraße verfügt über keinen
ebenerdigen Zugang, der Gemeindesaal in der ersten Etage ist nur über Treppen
erreichbar.
Der geplante eingeschossige Neubau auf der Wiese an der Marienkirche fasst den
Kreuzungsbereich Fenskestraße / Hüttenstraße städtebaulich, ohne die Sicht auf die
Kirche zu verdecken. An der Fenskestraße wird sich ein Ersatzbau für das
Gemeindehaus anschließen, der dann auch einen barrierefreien Zugang zum Büro
und den Räumen der Kirchengemeinde bieten wird.

Projektziel:

Verbesserung der Kinderbetreuung in Hainholz, Neubau eines zeitgemäßen
barrierefreien Gebäudes im Passivhausstandard

Zielgruppe:

Kinder und Familien, Mitglieder und BesucherInnen der Kirchengemeinde

Laufzeit
(Beginn/Ende)

Seit
Geplanter Baubeginn

Träger:

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hainholz

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Jugend und Familie sowie Sachgebiet
Stadterneuerung

Stand des
Verfahrens

Die Kirchengemeinde hat mehrere Architekturbüros beauftragt, Gesamtwürfe für
Kindertagesstätte und Gemeindehaus vorzulegen. Eine Jury hat den Entwurf des
Büros Kellner, Schleich und Wunderling ausgewählt. Der Bauantrag wurde Ende
2015 eingereicht, aufgrund von Finanzierungsproblemen ist derzeit aber nicht
absehbar, wann das Vorhaben verwirklicht werden kann.

(31.12.15)

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

2010
2016

43

Ziele, Bilanz und Ausblick
Gemeinsam Essen in Hainholz

H 03.004

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

In den vergangenen Jahren wurde immer wieder der Wunsch nach einem
kostenlosen und gemeinschaftsstiftenden Mittagstisch in Hainholz geäußert.
Deshalb wurde in einem Pilotprojekt im Herbst 2009 in Hainholz die Akzeptanz eines
Offenen Mittagstisches getestet. Dieses Angebot wurde sehr schnell gut
angenommen.

Projektziel:

Beförderung des nachbarschaftlichen Miteinanders durch gemeinsames Essen
Unterstützung von Menschen in prekären materiellen Verhältnissen durch
Bereitstellung eines kostenlosen gesunden Mittagessens
Frühzeitige Erfassung von Bedarfen und Problemlagen als Voraussetzung für die
Schaffung zielgruppenspezifischer neuer Angebote

Zielgruppe:

Hainhölzerinnen und Hainhölzer aller Altersgruppen und sozialen Milieus

Laufzeit

Der Mittagstisch findet seit März 2010 einmal in der Woche statt.

(Beginn/Ende)

Träger:

Arbeiter-Samariter-Bund, Kreisverband Region Hannover e.V. (ASB) in
gemeinsamer Trägerschaft mit Miteinander für ein schöneres Viertel e.V. (MSV) und
der GBH

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Quartiersmanagement, Stadtbezirksmanagement und
Offene Seniorenarbeit, Hainhölzer Kirchengemeinde, Hainhölzer Kulturgemeinschaft

Kosten und
Finanzierung

2013

2014

2015

2016

2017

(31.12.15)
Projektmittel des
ASB
GBH
Sonstige Mittel

Gesamtkosten
Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

10.000

10.000

8.000

8.000

8.000

7.750

7.750

7.750

7.750

7.750

800

800

2.400

2.400

2.400

18.550

18.550

18.150

18.150

18.150

Seit März 2010 wird in einem Kooperationsprojekt von ASB, GBH und MSV e.V.
einmal wöchentlich ein Offener Mittagstisch im Mietertreff der GBH angeboten. Vor
allem SeniorInnen nutzen die Möglichkeit des gemeinsamen Essens und In-KontaktKommens. Bis zu 30 Personen nehmen dieses Angebot wahr.
ASB und MSV sind bei den Mittagstischen mit Ansprechpartnern vor Ort und können
so auf Fragen und Wünsche sofort eingehen. Begleitet wird der Offene Mittagstisch
von einem Projektbeirat aus Einrichtungen im Stadtteil und Angehörigen der
Stadtverwaltung. Für das fünfjährige Jubiläum im Jahr 2016 wird eine kulinarische
Aktionswoche geplant
Da der ASB ab 2015 weniger Geld zur Verfügung stellt, wurde beschlossen, dass
die SeniorInnen –soweit finanziell möglich- zwei Euro für die Mahlzeiten bezahlen.

44

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Neubau Vereinsheim des Kleingartenvereins

H 03.005

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Das Vereinsheim des Kleingartenverein Hainholz e.V. ist im Juni 2012 abgebrannt.
Der Wiederaufbau, ein einfacher Zweckaufbau, lehnt sich eng das bisherige
Vereinsheim an. Neben Räumen für die Vereinsarbeit (Büro, Versammlungsraum)
wird wie bislang auch eine Bewirtung in kleinem Maßstab möglich sein.

Projektziel:

Verbesserung der Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten im Stadtteil, Förderung des
sozialen Miteinanders

Zielgruppe:

Mitglieder und Gäste des Kleingartenvereins Hainholz e.V., alle HainhölzerInnen

Laufzeit

Planung seit Ende 2012, Fertigstellung im Sommer 2015

(Beginn/Ende)

Träger:

Kleingartenverein Hainholz e.V.

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Fachbereiche Umwelt und Stadtgrün, Planen und
Stadtentwicklung

Kosten und
Finanzierung

Die Baukosten in Höhe von ca. 160.000 Euro wurden durch Eigenmittel des Vereins,
Mittel aus der Brandversicherung, Eigenarbeit der Vereinsmitglieder aufgebracht.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Das Gebäude ist erstellt und soll im Laufe des Winters 2015/16 ausgebaut und um
eine kleine Terrasse im Außenbereich ergänzt werden. Geplant ist, dass für kleinere
private Feiern das Objekt angemietet werden kann. Das Projekt ist damit
abgeschlossen.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

45

Ziele, Bilanz und Ausblick
Umnutzung und Modernisierung des
Hausmeisterhauses (Voltmerstraße 32)
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 03.006

Das ehemalige Hausmeisterhaus in der Grünen Mitte Hainholz ist stark
modernisierungsbedürftig. Da sich eine barrierefreie Zugänglichkeit wirtschaftlich
nicht herstellen lässt, kann das Gebäude nicht für eine künftige öffentliche Nutzung
modernisiert werden.
Um den Charakter des Ensembles zu erhalten, wird nach einem privaten Käufer
gesucht, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kulturhaus Hainholz das Haus mit
einer künstlerischen oder kulturellen Nutzung belebt. Wünschenswert ist eine
Kooperation mit der Hainhölzer Kulturgemeinschaft und anderen bereits im Stadtteil
tätigen Akteuren.

Projektziel:

Erhalt des städtebaulichen Ensembles am Kulturhaus Hainholz, Stärkung von
Hainholz als Ort von Kunst und Kultur

Zielgruppe:

Künstlerinnen bzw. Künstler

Laufzeit
(Beginn/Ende)

Vorbereitung der Ausschreibung ab 2013
Die Modernisierung sollte zum Abschluss der Sanierung (2018) abgeschlossen sein.

Träger:

Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, FB Wirtschaft, FB Bildung und Qualifizierung,
Hainhölzer Kulturgemeinschaft e.V.

Kosten und
Finanzierung

Das Objekt wurde zum Festpreis von 75.000 Euro zum Verkauf ausgeschrieben.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

46

Das Gebäude wurde Ende Oktober 2015 zum Verkauf ausgeschrieben, die
Bewerbungsfrist läuft bis zum 8. Januar 2016. Bei Vorliegen der Voraussetzungen
kann die Modernisierung mit Städtebaufördermitteln gefördert werden.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Ausbau der Fichteschule zur Ganztagsschule
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 03.007

Die räumliche Situation der Grundschule Fichteschule ermöglichte bislang keinen
offenen Ganztagsbetrieb. Es fehlten nicht nur eine Mensa, sondern auch
Gruppenräume und Räume für Ganztagsbetreuung. Aufgrund gestiegener
Schülerzahlen und der Umstellung auf kleinere Klassengrößen in den Grundschulen
reichten auch die vorhandenen Unterrichtsräume nicht mehr aus, so dass Container
aufgestellt werden mussten.
Zu Beginn des Schuljahres 2015/2016 wurde der Ganztagsschulbetrieb an der
Fichteschule eingeführt. Mit dem Bau von Mensa, einem Raum für
Ganztagbetreuung sowie weiteren Unterrichts- und Kleingruppenräumen werden die
räumlichen Voraussetzungen dafür geschaffen. Die Aula wird über einen
gesonderten Zugang von außen verfügen, so dass sie auch für Veranstaltungen
genutzt werden kann. Durch den Einbau eines Aufzugs im Bestandsgebäude
werden auch die oberen Etagen der Schule barrierefrei erreichbar sein.

Projektziel:

Verbesserung der Bildungschancen im Stadtteil, barrierefreie Zugänglichkeit aller
Räume der Grundschule

Zielgruppe:

Kinder im Grundschulalter, Eltern

Laufzeit
(Beginn/Ende)

Planung
Fertigstellung

Träger:

Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Gebäudemanagement

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Bibliothek, Schule, Museen und
Kulturbüro

Kosten und
Finanzierung

Die Baukosten liegen bei ca. 4 Mill. Euro.

2013
Anfang 2016

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens

Die Fertigstellung ist für Anfang 2016 vorgesehen.

(31.12.15)

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

47

Ziele, Bilanz und Ausblick
Das Soziale Café
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 03.008

Während des Kultursommer 2015 fand im Hainhölzer Teegarten vier Monate lang
jeden Sonntag das Soziale Cafe` statt. Dadurch wurde der Teegarten belebt und
aktiviert. Aufgrund der guten Resonanz soll das Café von Oktober 2015 bis April
2016 als Projekt im Kulturtreff an drei Tagen in der Woche weiter geführt werden.
Hierfür wurde als Projektträger beta-Tab gewonnen, der im Sanierungsgebiet
Hainholz angesiedelt ist. Der Projektträger bietet Tagesstrukturierung durch
Betätigung für Menschen mit einer seelischen Erkrankung. Diese betreute
Maßnahme dient der Verbesserung der beruflichen Teilhabe und ermöglicht somit
Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit in einem
dafür geeigneten arbeitsnahen Umfeld zu trainieren und den Weg in eine individuell
angemessene Arbeit zu eröffnen.

Projektziel:








Erhöhung des Selbstwertgefühls
Stabilisierung der emotionalen Befindlichkeit
Erhöhung der Chancen Einstiegswege in eine berufliche Tätigkeit zu finden
Partizipation und Teilhabe am Stadtteilleben, Erweiterung der
Selbstwahrnehmung ( Arbeit für den Stadtteil)
berufliche Perspektiven zu entwickeln

Zielgruppe:

Erwachsene BewohnerInnen mittleren Alters, mit und ohne Migrationshintergrund,
mit starken seelischen Beeinträchtigungen/Behinderungen

Laufzeit

Vom Mai 2015 bis vorläufig Ende April 2016, da in der Erprobung.

(Beginn/Ende)

Träger:

beta-TaB und beta-Tagesstätte, Helmkestr. 7A, 30165 Hannover

Kooperationspartner:

Nachbarschaftsarbeit MSV, Internationale Stadtteilgärten, Quartiersmanagement
Hainholz

Stand des
Verfahrens

Das Programm wird gut von den HainhölzerInnen angenommen. Ab Anfang 2016
soll versucht werden, weitere Programmpunkte im Café zu etablieren, zum Beispiel
Dianachmittage, ein Gesangs- und Geschichtscafé.

(31.12.15)

Perspektivisch wird damit versucht, den langjährigen Wunsch der Bürger nach
einem nichtkommerziellen/Sozialen Café umzusetzen und langfristig abzusichern.

48

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
2.4. Bildung und Qualifizierung
Berufsorientierungswoche „Youth City 2014“ – ein Hainhölzer Erfolgsmodell
Auch die sechste Auflage der „Youth City“, die vom Jugendumweltbüro Janun
e. V. und dem Quartiersmanagement Hainholz und zahlreichen Akteuren des
Stadtteils organisiert und im Sommer durchgeführt wurde, konnte als großer
Erfolg verbucht werden. Fast 150 Schülerinnen und Schüler nahmen an der
Woche zur Berufsorientierung teil und bekamen praxisbezogene und abwechslungsreiche Einblicke in verschiedene Berufsfelder.
Bohren, Schleifen, Schweißen und Gärtnern, aber auch Fotografieren, Kochen,
Organisieren und Abrechnen. NeuntklässlerInnen der neuen IGS Büssingweg
in Hainholz tauschten in der Woche ihr Klassenzimmer gegen die Arbeit im
Freien. Der Kulturtreff Hainholz war der zentrale Ausbildungsort der diesjährigen Berufsorientierungswoche. Neben Holz-, Textil- und Metallwerkstätten
sowie einer Landschaftsgärtnerei konnten die SchülerInnen dort auch Berufsfelder wie Gastronomie, Büro, Polizei, Rettungsdienst und Medienproduktion
kennen lernen, die teilweise in zusätzlichen Pavillons stattfanden. Insgesamt
standen 20 Berufe zur Auswahl. Die SchülerInnen konnten sich frei entscheiden, ob sie an jedem Tag etwas Neues ausprobieren oder die ganze Woche
kontinuierlich an einem Projekt mitarbeiten wollten.
Highlight des Projektes waren der Neubau zweier massiver Holzbänke für
den Stadtteil, ein wenig schöner Schulhof wurde von den SchülerInnen in
eine kleine Oase verwandelt sowie die Anfertigung und Verschönerung von
10 Abfallkörben für den Stadtteil, die dann mit dem städtischen Abfallentsorgungsbetrieb AHA vor Ort aufgehängt wurden. Dabei wurde besonders
die Kreativität der Jugendlichen angesprochen, es entstanden phantastische
Wesen und Papierkörbe im Tier-Look. Alle Arbeiten wurden von den Jugendlichen unter Anleitung von FachausbilderInnen durchgeführt. Dabei wurde
manches Talent sichtbar, das im Schulalltag wohl unentdeckt geblieben wäre.
Das war auch das Resümee der beteiligten Schulen, die sich nach den
erfolgreichen „Youth City“-Veranstaltungen der Vorjahre wieder für eine Fortsetzung eingesetzt hatten. Aber auch die Jugendlichen, die Bepflanzungen
und Blumenrabatten angelegten, ein großes Rankgitter in der Metallwerkstatt
herstellten oder einen Film über das Projekt drehten, waren wieder motiviert
und engagiert.
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

49

Ziele, Bilanz und Ausblick
Ein erfolgreiches Zusatzangebot fand im Herbst 2014 und 2015 mit der Berufsmesse „Contact“ statt. Auch im Anschluss an diese „Youth City“ bzw. nach
der Berufsmesse erhielten wieder einige der Hainholzer SchülerInnen einen
Praktikumsplatz.
Eine große Herausforderung stand mit der „Youth City 2014“ bevor. Die im
August 2010 neu gegründete IGS Büssingweg, in die die bisherig beteiligten
Schulen aufgingen, war im Jahr 2014 erstmals fünfzügig und es musste mit
einer Teilnehmeranzahl von rund 150 SchülerInnen geplant werden. Damit
steigt ab jetzt die Teilnehmerzahl im Vergleich zu den Vorjahren auf fast das
Doppelte. Auch aus diesem Grund war der zentrale Veranstaltungsort der
Berufsorientierungswoche diesmal das Kulturhaus Hainholz und die angrenzende Grünfläche vor dem Kulturhaus.

50

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Youth City Hainholz 2014

H 04.001

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Auch 2014 gab es wieder die sehr erfolgreiche Berufsorientierungswoche, an der
seit 2010 jährlich jeweils rund 100 Jugendliche teilgenommen haben. Im Rahmen
einer fünftägigen Berufsorientierungswoche hat auch 2014 wieder die
berufsorientierende und aktivierende Jugendstadt „Youth City Hainholz“
stattgefunden. Im Vorfeld wurden seit 2009 Schulen, Vereine, Betriebe und weitere
Akteure als Multiplikatoren akquiriert und gewonnen. Seit 2014 wird durch die 5Zügigkeit der IGS Büssingweg mit einer Teilnehmerzahl von rund 150 statt 100
SchülerInnen gerechnet.

Projektziel:

Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Orientierung für
Schülerinnen und Schüler. Sie lernen Tätigkeiten in verschiedenen Branchen
kennen und übernehmen unterschiedliche praktische Aufgaben. Anhand von
Workshops werden dabei Ideen und Wünsche aller Beteiligten integriert und mit
berücksichtigt. Unter Beteiligung der jugendlichen TeilnehmerInnen wird als
Highlight der „Youth City Hainholz 2014” eine Abschlussveranstaltung geplant,
vorbereitet und durchgeführt.

Zielgruppe:

Jugendliche der IGS Büssingweg

Laufzeit

Ab 2010 jährlich

(Beginn/Ende)

Träger:

Landeshauptstadt Hannover, Quartiersmanagement Hainholz

Kooperationspartner:

Kulturtreff Hainholz e.V., QM Hainholz; IGS Büssingweg, Kinder- und Jugendhaus
Hainholz, Polizei, MSV -Nachbarschaftstreff, ASB, Honorarkräfte aus den
berufsorientierenden Bereichen, ehrenamtliche HelferInnen

Kosten und
Finanzierung

Das Budget der Youth City liegt bei 150 TeilnehmerInnen und 25 Teamern bei
40.000 € jährlich.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Die Youth City wurde als „Stärken vor Ort“-Projekt im Jahr 2010 begonnen und
inzwischen viermal erfolgreich durchgeführt. Highlight der Youth City 2014 war die
Abschlussveranstaltung am Freitagabend, an der die SchülerInnen ihren Eltern die
erarbeiteten Gegenstände vorführten. Die MetallerbauerInnen hatten z.B. Rankgitter
für die Blumenbeete und Rankhilfen aus Metall für die Tomaten erarbeitet, der
Gartenbau hat einen verwilderten Schulhof in eine kleine Oase verwandelt und das
Bistro zauberte leckere Köstlichkeiten, um die Besucher damit zu verwöhnen. Der
Holzbereich baute für die Schule und für den Stadtteil jeweils eine stabile Holzbank.
Perspektivisch soll die Youth City alle zwei Jahre stattfinden, damit findet die
nächste Youth City im August 2016 statt.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

51

Ziele, Bilanz und Ausblick
Contact
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 04.002
Jugendliche mit Migrationshintergrund und Hauptschulabschluss sind doppelt so oft
ohne einen anerkannten Berufsabschluss und damit ohne jegliche Chance auf eine
tragfähige
berufliche
Integration.
Eltern
vieler
SchülerInnen
mit
Migrationshintergrund sind außerdem EmpfängerInnen von Transferleistungen und
haben kaum Kontakte in die Berufswelt. Empfehlung über Verwandte ist aber einer
der häufigsten Wege für Jugendliche, Ausbildungsplätze zu finden.
In Hannover gibt es einige Berufsmessen - dort stehen diese Jugendlichen aus
Hainholz aber in Konkurrenz zu Jugendlichen aus ganz Hannover. Viele
Konkurrierende haben höhere Schulabschlüsse, sind einheimische Muttersprachler
und verfügen über eine stärkere familiäre Förderung. Daher sollte für Jugendliche
aus Hainholz eine Kontaktstelle geschaffen werden, bei der sie sich nicht gegen
Konkurrenz behaupten müssen und die Chance besteht, Unternehmen durch den
persönlichen Kontakt für sie zu gewinnen und die Chance, sich mit ihren praktischen
Fertigkeiten zu präsentieren.

Projektziel:

Ziel des Projektes ist die frühzeitige Kontaktaufnahme von SchülerInnen aus
Hainholz mit Unternehmen zur Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche und die
Weiterbildung
von
Unternehmen
zum
Thema
Auszubildende
mit
Migrationshintergrund. Anlass ist die hohe Anzahl von SchulabgängerInnen mit
Migrationshintergrund und Hauptschulabschluss in Hainholz, die keinen
Ausbildungsplatz finden.

Zielgruppe:

SchülerInnen aus Hainholz mit Migrationshintergrund

Laufzeit

ab 01.08.2011

(Beginn/Ende)

Träger:

Landeshauptstadt Hannover, Quartiersmanagement

Kooperationspartner:

IGS Büssingweg, QM Hainholz und diverse ortsansässige Firmen

Kosten und
Finanzierung
(31.12.15)

Bis 2015 lagen die Budgetkosten der Berufsmesse bei 6000 €. Ab 2016 wird das
Projekt mit 1000 € in der Vorbereitung unterstützt.

Stand des
Verfahrens

Das Projekt fand zunächst erfolgreich als „Stärken vor Ort-Projekt“ statt. Seit 2012
wurde es weiter gefördert. Erfolgreich konnte die neue IGS Büssingweg mit in die
Berufsmesse integriert werden.

(31.12.15)

Perspektivisch soll ab 2016 die Schule das Projekt in Eigenverantwortung
übernehmen. Das in Hainholz ansässige Büro StadtUmBau, wird das Projekt in der
Vorbereitung unterstützen.

52

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Migrantinnen kochen und schreiben
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Projektziel:

Mit einer Gruppe von zehn Migrantinnen findet wöchentlich ein Kochkurs statt. Im
Wechsel stellt jede Woche eine andere Frau ihr Heimatland über ein Gericht aus
ihrem Land dar. Ferner erzählen sie sich gegenseitig ihren Weg aus ihrem
Heimatland nach Deutschland. Die Frauen wollen über den Kurs ein Kochbuch
erstellen, in dem ihr Gericht, ihr Lebensweg nach Deutschland und die derzeitige
Situation in ihrem Heimatland verfasst werden soll.






Verbesserung des Zusammenlebens verschiedener Kulturen
Integration und Beteiligung von Bewohner/innen
Integration, Partizipation und Teilhabe am Stadtteilleben
Orientierung in der neuen Lebenswelt
Erhöhung des Selbstwertgefühls

Zielgruppe:

Migrantinnen aus Hainholz

Laufzeit

September 2015 bis Ende Dezember 2016

(Beginn/Ende)

H 04.003

Träger:

Quartiersmanagement Hainholz

Kooperationspartner:

Migrantinnen für Agenda 21, Evangelische Kirchengemeinde Hainholz

Kosten und
Finanzierung

Für die erste Anlaufphase wurden aus Quartiersfondsmitteln 190 € und aus Mitteln
des Sozialdezernat 500 in 2015 gewährt. Aus dem Quartiersfonds für das Jahr 2016
sollen zunächst noch einmal 500 € beantragt werden, um das Buchprojekt zu
unterstützen.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Zunächst war nur ein Kochkurs für ein halbes Jahr geplant. Während des Kurses
fanden die Frauen aber so viel Interesse am Kochen, am Treffen und sich
austauschen, dass sie den Plan fassten, ein Kochbuch über ihren Kurs und ihren
Lebensweg zu verfassen.
Da die Frauen alle nicht erwerbstätig sind und, zu Hause meist nur in ihrer
Muttersprache kommunizieren, entfällt das regelmäßige sprachliche Üben der
deutschen Sprache. Es stellte sich heraus, dass sie Unterstützung benötigen, das
Gesprochene in Buchform zu verfassen. Um das Buch schreiben zu können,
benötigen sie Hilfe von einer deutschen Muttersprachlerin, die ihnen dabei behilflich
ist. Hierfür sollen Anfang 2016 Honorarmittel beantragt werden.
Kochen, sich austauschen, ein Buch darüber schreiben war den Frauen aber nicht
genug; sie engagieren sich jetzt für den Stadtteil und haben bei den verschiedensten
Veranstaltungen das Catering übernommen, z.B. bei der Berufsmesse, einer
Stadtteilfeier, einem Workshop. Die Frauen sind jetzt dabei sich beim Mittagstisch,
im Nachbarschaftsladen, zu engagieren.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

53

Ziele, Bilanz und Ausblick
2.5. ÖPNV, Verkehrsprojekte
Straße Hainhölzer Markt
Zur zukünftigen Erschließung des geplanten Einkaufszentrums am Hainhölzer
Markt (H 05.001) ist der Neubau einer Verbindungsstraße zwischen Schulenburger Landstraße und Voltmerstraße erforderlich. Da die konkrete Planung
für das Einkaufszentrum ins Stocken geraten war, wurde im Jahr 2012
zunächst nur der zur Straße gehörende nördliche Geh- und Radweg erstellt.
Damit wurde die fußläufige Verbindung zwischen dem neuen Hochbahnsteig
und dem Quartier sowie den Infrastruktureinrichtungen entlang der Voltmerstraße entscheidend verbessert. Gemeinsam mit den angrenzenden neuen
Radwegen in der Grünen Mitte sowie zwischen Schulenburger Landstraße und
Helmkestraße stellt der Radweg an der Hainhölzer Allee den Lückenschluss
des innerstädtischen Radrundwegs Julius-Trip-Ring dar. Auf Antrag des Stadtbezirksrats Nord erhielt die neue Straße den Namen Hainhölzer Markt.
Die Planung für die eigentliche Straße wurde im November 2015 beauftragt. Ziel der Landeshauptstadt Hannover ist es, sämtliche Neubauten
und Modernisierungen von Straßen barrierefrei sowohl für Menschen mit
Mobilitätseinschränkungen als auch für Menschen mit Einschränkungen der
visuellen Wahrnehmungsfähigkeit zu realisieren. Deshalb wird im Rahmen
der Straßenplanung zur Hainhölzer Allee auch geprüft, wie der Kreuzungsbereich zur Voltmerstraße (IHK 2013, H 05.001) besser an die Bedarfe von
Menschen mit Sehbehinderungen angepasst werden kann. Die Errichtung von
Fahrbahn und Gehweg an der Südseite erfolgt im Zusammenhang mit der
Errichtung des Nahversorgungszentrums am Hainhölzer Markt. Die Aufteilung
der Kosten zwischen dem Investor und der Landeshauptstadt Hannover wird
im Durchführungsvertrag zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 1800,
Hainhölzer Markt Süd, geregelt.
Neugestaltung des Umfeldes der Hainhölzer Kirche: Turmstraße und
Hüttenstraße
Die Hainhölzer Kirchengemeinde plant auf der Fläche direkt an der Kirche den
Neubau ihrer Kindertagesstätte und des Gemeindezentrums (siehe hierzu 		
H 03.003). Damit wird die städtebauliche Situation im Umfeld der Kirche neu
gefasst: eine Raumkante zur Fenskestraße und zur Hüttenstraße wird den bislang offen wirkenden Bereich klar abschließen.
54

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Ergänzend zum Neubauprojekt der Kirchengemeinde plant die Stadt eine
Neugestaltung der öffentlichen Verkehrsflächen in der Turmstraße und der
Hüttenstraße zwischen der Fenskestraße und der Turmstraße.
Die Turmstraße soll bestandsorientiert und unter Berücksichtigung der vorhandenen Oberflächenstruktur behutsam erneuert werden. Im Westen der
Turmstraße soll Vorplatz entstehen, der den Zugang zur denkmalgeschützten
Hainhölzer Kirche und zum Eingang des künftigen Gemeindezentrums gleichermaßen ermöglichen soll. Soweit mit den Anforderungen an die barriere-	
freie Planung öffentlicher Flächen vereinbar, sollen das vorhandene Pflaster
und die Granitborde aufgenommen und in die Gestaltung integriert werden.
Der Haupteingang der geplanten Kindertagesstätte liegt in der Nähe des
Kreuzungspunktes Hüttenstraße/Fenskestraße. Auf der gegenüber liegenden
Straßenseite befindet sich der Spielplatz Fenskestraße.
Die Hüttenstraße ist eine Tempo-30-Zone, das ist bislang stadträumlich und
gestalterisch zwischen Fenskestraße und Turmstraße aber nicht erlebbar.
Bereits Ende 2003 schlug deshalb die AG Verkehr des Stadtteilforums Hainholz
eine Verkehrsberuhigung in diesem Bereich vor. Die Hüttenstraße soll zwischen diesen beiden Kreuzungspunkten so umgestaltet werden, dass sowohl
die Anforderungen an die Verkehrssicherheit vor allem der Kinder erfüllt
werden, als auch eine gestalterische Aufwertung dieses Bereiches erfolgt.
Die Hüttenstraße im
Bereich der künftigen
Kindertagesstätte
(Foto: U. Schäfer)

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

55

Ziele, Bilanz und Ausblick
Mit dem Neubau von Kindertagesstätte und Gemeindezentrum und der
anschließenden Neugestaltung der öffentlichen Verkehrsflächen wird der
Eingangsbereich in den Süden des Sanierungsgebietes gestalterisch definiert und gefasst. Um den besonderen Anforderungen dieses Ortes gerecht
zu werden, wurde der Planungsauftrag für eine Vorstudie an ein Landschaftsarchitekturbüro vergeben, welches diesen Auftrag in Kooperation mit einem
Verkehrsplanungsbüro ausführt.
Der Vorplatz der Kirche
soll umgestaltet werden.
(Foto: U. Schäfer)

Ausbau der Schulenburger Landstr. zwischen dem Hochbahnsteig
Hainhölzer Markt und der Sorststraße
Die Schulenburger Landstraße nimmt als wichtige Landesstraße in hohem
Maße Durchgangsverkehre zwischen den nordwestlichen Umlandgemeinden
Hannovers und der Innenstadt sowie Verkehre in das und aus dem Gewerbegebiet auf. Die damit verbundenen Belastungen der Bevölkerung durch
Lärm und Abgase werden durch die ungenügende städtebauliche Integration dieser Hauptverkehrsstraße in Folge großer Baulücken, mangelhafter
Querschnittsgestaltung und Randbegrünung noch verstärkt. Die Fuß- und
Radwege entsprechen in Breite und Ausstattung nicht mehr den heutigen
Anforderungen an Qualität und Sicherheit und die Querungsmöglichkeiten für
FußgängerInnen und RadfahrerInnen sind schlecht. Im Jahr 2009 wurde deshalb ein Gesamtkonzept zum Ausbau der Schulenburger Landstraße zwischen
Bohnhorststraße und Hochbahnsteig „Friedenauer Straße“ entwickelt.
56

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Der ausgebaute Bereich zwischen den Hochbahnsteigen Fenskestraße und
Hainhölzer Markt wurde im 2014 für den Verkehr freigegeben. Ab 2017 wird
der Abschnitt zwischen Hainhölzer Markt und Sorststraße ausgebaut: die
Straßenbahn wird auf einem gesonderten Gleiskörper geführt, Fußwege und
Radwege erhalten eine erkennbare Linienführung, beidseits der Straße wird
ein Grünstreifen mit Baumpflanzungen eingebaut. Im Sanierungsgebiet wird
der Kreuzungsbereich zur Chamissostraße erneuert.
Die Nebenanlagen sind
stark erneuerungsbedürftig.
(Foto: U. Schäfer)

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

57

Ziele, Bilanz und Ausblick
Straße Hainhölzer Markt

H 05.001

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Die Straße Hainhölzer Markt verbindet die Schulenburger Landstraße mit der
Voltmerstraße und dient neben der Erschließung des Hainhölzer Marktes der
Anbindung der zentralen Infrastruktureinrichtungen im Stadtteil (Naturbad usw.) an
das übergeordnete Straßennetz. Mit dem straßenbegleitenden Fuß- und Radweg
wird der innerstädtische Radrundweg Julius-Trip-Ring komplettiert.

Projektziel:

Erschließung des Nahversorgungszentrums Hainhölzer Markt Süd, Verbindung der
Schulenburger Landstraße mit der Voltmerstraße, Lückenschluss im Julius-Trip-Ring

Zielgruppe:

Alle VerkehrsteilnehmerInnen

Laufzeit

Beginn der ersten Planungsüberlegungen:
Fertigstellung des Fuß- und Radweges:
Geplante Fertigstellung der Straße:

(Beginn/Ende)

Anfang 2005
Juni 2012
2018

Träger:

Landeshauptstadt Fachbereich Tiefbau

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung, Rahlfs Immobilien GmbH
Neustadt a. R.

Kosten und
Finanzierung

Der Fuß- und Radweg wurde mit insgesamt 110.500 Euro aus
Städtebaufördermitteln und EFRE-Mitteln gefördert (IHK 2014, H 05.005).

(31.12.15)

Die Straße ist Bestandteil des Projektes Hainhölzer Markt Süd (H 01.005). Die
Kostenteilung zwischen dem Investor und der LHH wird im Durchführungsvertrag
zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan geregelt.
Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

58

Der Fuß- und Radweg wurde im August 2012 zur Nutzung freigeben. Die Planung
der Straße wurde im November 2015 beauftragt, der Bau erfolgt im Zusammenhang
mit dem Bau des Nahversorgungszentrums Hainhölzer Markt.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Erneuerung Turmstraße/Hüttenstraße
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 05.002

An der Hüttenstraße, Ecke Fenskestraße, plant die ev.-luth. Kirchengemeinde
Hainholz einen Ersatzneubau für ihre Kita, in der Verlängerung soll an der
Fenskestraße das neue Gemeindezentrum entstehen. Die Hüttenstraße ist zwar als
Tempo-30-Zone ausgewiesen, wird aufgrund ihres breiten Querschnitts aber
deutlich schneller befahren. Im Bereich des künftigen Kitaeingangs parken
außerdem regelmäßig LKW. Die Turmstraße, einschließlich des „Kirchenvorplatzes“
im Westen ist insgesamt erneuerungsbedürftig, verfügt aber über eine
charakteristische Pflasterung, die den Ort prägt.
Beide Straßen sollen erneuert werden. In der Hüttenstraße liegt der Schwerpunkt
der Neugestaltung in der Verkehrsberuhigung, die Turmstraße soll
bestandsorientiert so erneuert werden, dass sowohl der Charakter des Ortes betont
wird als auch die barrierefreie Erreichbarkeit der kirchlichen Gebäude deutlich
verbessert wird.

Projektziel:

Nachhaltige Verkehrsberuhigung, stadtgestalterische Aufwertung, barrierefreie
Umgestaltung des Umfeldes der Hainhölzer Kirche

Zielgruppe:

Kinder und Eltern, Besucherinnen und Besucher der Hainhölzer Kirche, Menschen
mit Behinderungen, alle Verkehrsteilnehmerinnen

Laufzeit
(Beginn/Ende)

Beginn der Planung:
Fertigstellung:

Träger:

Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Tiefbau und Sachgebiet Stadterneuerung

Kooperationspartner:

Hainhölzer Kirchengemeinde, Stadtteilforum, Sanierungskommission

Kosten und
Finanzierung

Das Projekt wird aus Städtebaufördermitteln finanziert, die Kosten werden auf ca.
700.000 Euro geschätzt.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Anfang 2015
2017/2018

Der Planungsauftrag für eine Vorstudie wurde im Herbst 2015 vergeben. Die
Planungsbeteiligung der AnliegerInnen und aller interessierten HainhölzerInnen soll
im Frühjahr 2016 stattfinden. Der Baubeginn ist gegenwärtig im Zusammenhang mit
den Hochbaumaßnahmen der Kirchengemeinde vorgesehen.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

59

Ziele, Bilanz und Ausblick
Ausbau der Schulenburger Landstraße
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 05.003

Die Schulenburger Landstraße nimmt als wichtige Landesstraße in hohem Maße
den Durchgangsverkehr zwischen den nordwestlichen Umlandgemeinden
Hannovers und der Innenstadt sowie Verkehr in das und aus dem Gewerbegebiet
auf. Die damit verbundenen Belastungen der Bevölkerung durch Lärm und Abgase
werden durch die mangelhafte städtebauliche Integration dieser Hauptverkehrsstraße in Folge großer Baulücken, mangelhafter Querschnittsgestaltung und
Randbegrünung noch verstärkt. Die Fuß- und Radwege entsprechen in Breite und
Ausstattung nicht mehr den heutigen Anforderungen an Qualität und Sicherheit und
die Querungsmöglichkeiten für FußgängerInnen und RadfahrerInnen sind
ungenügend. Im Jahr 2009 wurde deshalb ein Gesamtkonzept zum Ausbau der
Schulenburger Landstraße zwischen Bohnhorststraße und Hochbahnsteig
„Friedenauer Straße“ entwickelt.
In einer ersten Bauphase wurde der Bereich zwischen dem Hainhölzer Markt und
der Bohnhorststraße erneuert (IHK 2014, H 05.004). Im folgenden Bauabschnitt
zwischen Hainhölzer Markt und Sorststraße wird die Straßenbahn auf einem
gesonderten Gleisbett geführt, werden durchgehende Fuß- und Radwege
geschaffen und mit einer Baumreihe zur Straße abgegrenzt und die Fahrbahn an die
neue Linienführung angepasst und erneuert.

Projektziel:

Stadtgestalterische Aufwertung, Barrierefreiheit, Verbesserung der Bedingungen für
alle VerkehrsteilnehmerInnen

Zielgruppe:

Alle VerkehrsteilnehmerInnen

Laufzeit

Erste Planungsüberlegungen
Beginn Baumaßnahme
Fertigstellung

(Beginn/Ende)

Träger:

Landeshauptstadt Hannover, FB Tiefbau

Kooperationspartner:

Infra Infrastrukturgesellschaft Region Hannover GmbH, TransTec Bauplanungs- und
Managementgesellschaft mbH, üstra AG, Landeshauptstadt Hannover, FB Planen
und Stadtentwicklung

Kosten und
Finanzierung

Die Baukosten werden auf 6,5 Mill. Euro geschätzt, der städtische Anteil beträgt
voraussichtlich 15 %.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

60

2009
2017
2018

Im Dezember 2015 fand das Planfeststellungsverfahren statt. Die vorbereitenden
Leitungsarbeiten sollen 2017 erfolgen, Gleis- und Straßenbauarbeiten schließen sich
2018 an.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
2.6. Wohnumfeld, Grün- und Freiflächen
Spielplätze
Nachdem die Arbeiten in der „Grüne Mitte Hainholz“ erfolgreich zum Abschluss
gebracht wurden, sollen in den Folgejahren bis zum Ende der Sanierung die
drei Spielplätze Bunnenbergstraße, Am Hopfengarten und Fenskestraße im
südlichen Teil des Sanierungsgebiets neu gestaltet werden. Der Anfang hierzu
wurde in der Bunnenbergstraße gemacht, indem dort eine Beteiligungsaktion
mit Kindern stattfand (H 06.001).
In den kommenden Jahren bis zum geplanten Ende der Sanierung werden
dann die beiden anderen Spielplätze saniert. Auch hier soll eine intensive
Beteiligung der künftigen Nutzerinnen und Nutzer vorgeschaltet werden.
Kinderbeteiligung auf
dem Spielplatz Bunnenbergstraße
(Foto: chora blau)

Gartendreieck Hainholz
In Hainholz stellt der Verein Internationale StadtteilGärten Hannover e.V.
(ISG) die Fläche „Am Rübenacker“ für internationales Gärtnern bereit. Diese
Gartenfläche bildet zusammen mit dem Teegarten das „Gartendreieck
Hainholz“. Die Pflege der Gärten erfolgt mit Unterstützung mehrerer ehrenamtlicher Helfer. Im „Rübenacker“ wird mit naturnahen Techniken der Boden
für den Gemüseanbau genutzt
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

61

Ziele, Bilanz und Ausblick
Der Teegarten wird seit seiner Anlage von mehreren Gruppen sowohl gelegentlich als auch regelmäßig genutzt. Bis Anfang 2013 wurde er auch von
der Ländlichen Erwachsenen-Bildung (LEB) für die Seniorengruppe „Kaffeeklatsch“ genutzt. Im Teegarten treffen sich auch Stadtteilinitiativen zu Festen
und Workshops und selbstorganisierte, teils interkulturelle AnwohnerInnengruppen. Im Kultursommer 2015 war der Teegarten der zentrale Treffpunkt
im Stadtteil. Jeden Sonntag wurde der Garten mit den verschiedensten Veranstaltungen und einem wöchentlichen Sozialen Café (siehe hierzu PB 03.008)
betrieben. In 2016 wird sich ein regelmäßiger Gartenbeirat treffen und sich
um die Angebote und perspektivisch um die Verstetigung der Angebote im
Teegarten kümmern.
Das Soziale Café im Teegarten Hainholz
(Foto: Chr. Glahn)

62

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Spielplatz Bunnenbergstraße
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 06.001

Der insgesamt 490 m² große Spielplatz Bunnenbergstraße befindet sich in direkter
Nachbarschaft zum Kulturbunker. Die Ausstattung des Spielplatzes wirkt insgesamt
kahl und abgespielt.
Grundlage für die Neugestaltung des Spielplatzes ist eine Kinderbeteiligung.
Die Besonderheit der Gestaltung des Spielplatzes leitet sich aus einem häufig
genannten Wunsch der Kinder nach einer Rennbahn ab. Diese „Rennstrecke“
besitzt ein Oberflächenrelief mit Bahnen, die die Möglichkeit zum Bespielen mit
Spielzeugautos oder Murmeln bietet. Spielangebote wie Plattenbänderungen in
Gestalt einer Zielgeraden, ein Spielhaus ‚Boxengasse‘, Siegerpodest, Federwippe
‚Rennauto‘ nehmen Bezug auf dieses Thema. Weitere Spielgeräte resultieren
ebenfalls aus den Wünschen der Kinder, wie z.B. eine große Nestschaukel, die
vielen Kindern das gleichzeitige Schaukeln ermöglicht, sowie ein Karussell. Ergänzt
werden die Spielangebote durch eine Doppelreckstange.

Projektziel:

Ziel ist es, für diesen Spielplatz trotz seiner begrenzten Fläche ein interessantes und
abwechslungsreiches Angebot zu entwickeln und ihm eine besondere Bedeutung
und ein farbenfrohes, fröhliches Erscheinungsbild zu geben.

Zielgruppe:

Kinder aus dem Wohnumfeld und Stadtteil

Laufzeit

Frühjahr 2015 bis 2017

(Beginn/Ende)

Träger:

Landeshauptstadt Hannover – Fachbereich Umwelt und Stadtgrün

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover – Sachgebiet Stadterneuerung
Landschaftsarchitekturbüro chora blau, Hannover
Ev.-luth. Kindertagesstätte Hannover-Hainholz, Hüttenstraße 24

Kosten und
Finanzierung

2013

2014

2015

2016

2017

(31.12.15)
Städtebauförderung

98.000

Gesamtkosten

98.000

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Im April 2015 wurde eine Kinderbeteiligung durchgeführt. Aus den Ideen und
Wünschen der Kinder wurde eine Planung für den Spielplatz entwickelt. Die
Planungen wurden den Kinder vorgestellt und anschließend von den politischen
Gremien beschlossen. Der Umbau des Spielplatzes ist im Jahr 2016 vorgesehen.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

63

Ziele, Bilanz und Ausblick
„Immer wieder sonntags im Teegarten“

H 06.002

Flohmarkt für „Groß und Klein“
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Nach dem erfolgreichen Kultursommer 2008, und 2011 fand auch 2015 wieder ein
Kultursommer statt. Unter dem Motto „Hainholz lebt! Verborgene Orte in Hannover Hainholz sichtbar machen“ sollen die Potenziale des Stadtteils sichtbar gemacht
werden und die öffentlichen Räume belebt werden.
Der Veranstaltungsort Teegarten Hainholz sollte während des Kultursommers jeden
Sonntag belebt und aktiviert werden. Highlights waren das Sonntagscafé mit
selbstgemachtem Kaffee und Kuchen, ein Flohmarkt, Basteln für Kinder und das
Kulturdinner.

Projektziel:







Teilhabe durch kreative und zielgruppenspezifische Projekte (junge Familie
mit und ohne Migrationshintergrund)
Kreativität fördern
Partizipation und Teilhabe am Stadtteilleben ermöglichen
Beteiligung von Bewohner/Innen
Verbesserung des Zusammenlebens von jung und alt und
unterschiedlichster kultureller Nationalitäten

Zielgruppe:

- Junge Familien, mit und ohne Migrationshintergrund,
- StadtteilbewohnerInnen- vorrangig des Bömelburgviertels

Laufzeit

Von Mai 2015 bis September 2015

(Beginn/Ende)

Träger:

Quartiersmanagement Hainholz

Kooperationspartner:

Beta89, Nachbarschaftsladen MSV e.V. KSH Hannover, Mütter aus dem Stadtteil

Stand des
Verfahrens

Der Beirat trifft sich regelmäßig und plant gemeinsame Veranstaltungen, wie zum
Beispiel einen Flohmarkt, verschiedene Familienangebote, Konzerte und wieder ein
Café im Teegarten.

(31.12.15)

Die Sonntagsveranstaltungen sind gut im Stadtteil etabliert. 2016 soll sich ein
regelmäßiger Gartenbeirat gründen, um die Belebung und die weitere Verstetigung
des Projekts Teegarten voranzutreiben.
Das Kulturdinner war so gut besucht, dass der Wunsch nach einer jährlich
stattfindenden Wiederholung ab 2016 fest umgesetzt werden soll. Beim Kulturdinner
wird zusammen gegessen und es kommt zu einem Kulturaustausch, da jede/r zum
Rahmenprogramm des Abends beiträgt.
Ab 2016 wird es eine Honorarkraft geben, die die Projekte bündeln soll, damit die
Verstetigung des Teegartens Hainholz vorangetrieben wird.

64

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
2.7. Stadtteilkultur
Gewerbe- und Kultursommer Hainholz 2015
Zu Beginn des Jahres 2014 hatte sich aus dem Stadtteil die Idee weiterentwickelt, wieder einen Kultursommer – wie in den Jahren 2008 und 2011
– anzubieten. Die Gewerberunde Hainholz konnte frühzeitig eingebunden
werden, so dass neben kulturellen Angeboten auch ökonomische Aspekte
maßgeblich in das Konzept einfließen sollten.
Die Veranstaltungsreihe begann mit der Saisoneröffnung des Naturbades
Hainholz am 30. Mai und endete mit dem Stadtteil- und Gewerbefest am 12.
September 2015. Die Beteiligten und Kooperationspartner hatten die Möglichkeit, mit ihren Veranstaltungen in diesem Zeitraum im Stadtteil präsent
zu sein.
Der Hainhölzer Kulturdinner am Werkstatttreff
(Foto: H. Hütte)

Für die Veranstaltungsreihe wurde eine gemeinsame Broschüre aufgelegt
und im Quartier und überörtlich in geeigneter Art und Weise geworben
(Banner, Plakate, Flyer etc.). Die städtische „Hainholz Zeitung Soziale Stadt“
(Sanierungszeitung), die im gesamten Stadtteil verteilt wird, widmete
dem Kultursommer eine Doppelseite im Innenteil. Auch die Hannoversche
Allgemeine Zeitung unterstützte die Veranstaltung, indem sie in ihrem Stadtteilanzeiger Nord einen großen Bericht veröffentlicht hat. Dieser Bericht kann
über die Seite des Kulturtreffs heruntergeladen werden:
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

65

Ziele, Bilanz und Ausblick
http://www.kulturtreffhainholz.de/data/_uploaded/media/presse/Kultursommer_Stadtanzeiger.pdf
Soweit möglich sollten sich die Veranstaltungen finanziell selbst tragen,
konnten in Einzelfällen jedoch auch Unterstützung erhalten. Hierzu war es
erforderlich, Einnahmequellen (Stiftungen, Sponsoren, Kulturetat der LHH,
Wirtschaftsförderung der LHH, Quartiersfonds etc.) zu eröffnen. Eine Übersicht der wichtigsten Finanzierungswege ist dem Projektbogen H 07.001 zu
entnehmen.
Die Projektgruppe aus den Reihen der Gewerbetreibenden, des Kulturtreffs,
freier KünstlerInnen, EinwohnerInnen und des Quartiersbüros Hainholz, die
den Kultursommer maßgeblich konzipiert hatte, begleitete die Veranstaltungen über den gesamten Zeitraum. Diese Projektgruppe wird für das Jahr
2016 auch die Dokumentation des Kultursommers begleiten und hierzu entsprechende Aufträge vergeben; die Finanzierung ist aus dem städtischen
Kulturhaushalt gesichert. Erste Eindrücke des Kultursommers in Form einer
Fotogalerie bietet die Seite des Kulturtreffs:
http://www.kulturtreffhainholz.de/index.php/Kultursommer_2015
Der Kultursommer Hainholz 2015 war ein voller Erfolg. Es ist gelungen, die
Stärken des Stadtteils herauszuarbeiten und das Image nachhaltig zu verbessern. Hainholz ist als wichtiger Standort der hannoverschen Kunstszene
anerkannt, die Freiraumqualitäten konnten vermittelt werden und viele
BewohnerInnen benachbarter Stadtteile sind auf die Potentiale des Quartiers aufmerksam geworden. Einige speziell für den Kultursommer konzipierte
Projekte sollen auch in den Folgejahren angeboten werden, aus manchen
Projekten haben sich neue Kooperationsstrukturen entwickelt, die darauf
abzielen, das Erreichte zu vertiefen.
Exemplarische Beispiele für Projekte, die auch in den Folgejahren angeboten
werden sollen:

•	Hainhölzer Kulturdinner
•	Kaffee, Kunst, Theater und Flohmarkt im Teegarten
•	Musikveranstaltungen in der ehemaligen Kornbrennerei

66

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Ausstellung zur
Geschichte der Kirchengemeinde
(Foto: H. Hütte)

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

67

Ziele, Bilanz und Ausblick
Kultursommer 2015
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 07.001

In Anlehnung an die in den Jahren 2008 und 2011 durchgeführten Kultursommer soll
auch im Jahr 2015 eine Veranstaltungsreihe konzipiert werden. Dieses Mal soll der
Schwerpunkt aber auch die gewerbliche Kunstszene und die Potentiale der örtlichen
Gewerbetreibenden in den Fokus der Öffentlichkeit setzen.
Es hat sich eine Projektgruppe gebildet, die aus VertreterInnen des örtlichen
Gewerbevereins, des Kulturtreffs Hainholz, und des Kulturbunkers Hainholz besteht.
Unterstützt wird die Projektgruppe von interessierten EinwohnerInnen und dem
Quartiersbüro Hainholz.
In mehreren Treffen Ende 2013 wurde eine Projektskizze erarbeitet, die als
Grundlage für eine erste Förderzusage des FB Wirtschaft diente. In weiteren Treffen
hat die AG begonnen, das Konzept zu erarbeiten. Auf Grundlage dieses Konzepts
mit den Projektbögen sollten ab Herbst 2014 die ersten Finanzierungsmittel
eingeworben werden. Die AG trifft sich ca. alle zwei Wochen und wird dabei von
weiteren interessierten EinwohnerInnen und KünstlerInnen des Stadtteils unterstützt.

Projektziel:

Förderung und Pflege der lokalen Ökonomie,
Herausarbeiten einer Stadtteilidentität, Stärkung des Selbstbewusstseins der
Hainhölzerinnen
und
Hainhölzer
und
Veränderung
der
Innenwie
Außenwahrnehmung des Stadtteils

Zielgruppe:

Alle EinwohnerInnen des Stadtteils Hainholz, die örtlichen Gewerbetreibenden und
die Stadtöffentlichkeit

Laufzeit

Vorbereitung ab Herbst 2013; Durchführung im Sommer 2015

(Beginn/Ende)

Träger:

Gewerbeverein „Unternehmer für Hainholz e. V.“, Kulturtreff Hainholz, Kulturbunker
Hainholz

Kooperationspartner:

Interessierte EinwohnerInnen; örtliche KünstlerInnen, Landeshauptstadt Hannover
(Bereiche Wirtschaftsförderung, Stadtteilkulturarbei, Bürgerschaftliches Engagement
und soziale Stadtentwicklung, Stadterneuerung und Wohnen)

Kosten und
Finanzierung

2012

2013

2014

2015

2016

(31.12.15)
Sponsoren

3.900

Spenden und
Einnahmen

1.625

Zusätzliche Mittel
d. LHH

5.000

9.815

Dritt- / Eigenmittel
(der Projektträger)

4.309

14.235

Quartiersfonds
Hainholz

5.000

6.430

14.309

31.005

Gesamtkosten
Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

68

Der Kultursommer war ein voller Erfolg. In der Zeit vom 30.05.15 bis zum 12.09.15
fanden mehr als 50 Veranstaltungen statt, die die Vielfältigkeit des Stadtteils
widerspiegelten. Die Veranstaltung wird im kommenden Jahr in einer Broschüre
dokumentiert.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
2.8. Image, Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligung, 			
Bürgerschaftliches Engagement und Verstetigung
Die im Rahmen des integrierten Handlungskonzeptes entwickelten und dargestellten Projekte werden regelmäßig mit und zur Förderung der Beteiligung
der Bewohnerinnen und Bewohner umgesetzt. Die Fortschreibung des integrierten Handlungskonzepts wird jährlich zur Information und Diskussion in
die politischen Gremien unter Beteiligung der Bürgerinnen- und Bürgervertreter sowie der Öffentlichkeit gegeben.
Die folgenden Beteiligungsformate begleiten den Sanierungsprozess und
sollen nach Möglichkeit über die Sanierung hinaus verstetigt werden:
Stadtteilforum
Das Stadtteilforum ist eine offene Zusammenkunft von Bewohnerinnen und
Bewohnern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Einrichtungen in
Hainholz. Die Forumssitzungen werden von einer gewählten Sprechergruppe
gemeinsam mit dem Quartiersmanagement vorbereitet. Im Stadtteilforum
soll über alle Planungen und Vorhaben im Rahmen der Sanierung berichtet
werden, außerdem ist es für die Anwohnerinnen und Anwohner eine Möglichkeit, Anregungen und Kritik loszuwerden.
Das Stadtteilforum entscheidet über Anträge aus dem Quartiersfonds, die den
Betrag von 1.000 €uro nicht überschreiten. Mit dieser von der Verwaltung
eingeräumten Möglichkeit, Mittel für Projekte im Stadtteil zu vergeben, wird
das Stadtteilforum gestärkt. Näheres im Projektbogen H.08.001.
Quartiersfonds
Jedes Jahr wird ein Budget von 25.000 € in den Verwaltungshaushalt eingestellt; bei einer Freigabe der Mittel von 80% im Berichtsjahr standen dem
Stadtteil 20.000 € für Projekte zur Verfügung, die von (nichtstädtischen) Einrichtungen, Verbänden, Institutionen und auch Einzelpersonen in Anspruch
genommen werden können. Voraussetzung hierfür ist, dass die Sanierungsziele für den Stadtteil gefördert werden. Mit diesem Instrument wird das
Engagement für den Stadtteil direkt und unmittelbar gefördert. Hierzu der
Projektbogen H.08.002, in dem die Projekte aufgeführt sind, die nach dem
1. Juli 2014 bis zum 31 Dezember 2015 gefördert wurden. Im Anhang sind
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

69

Ziele, Bilanz und Ausblick
wegen der Umstellung auf eine jährliche Fortschreibung des IHK auch noch
die geförderten Projekte des Jahres 2014 aufgeführt.
Arbeitsgemeinschaft Stadtteilgeschichte
Neben den Wandtafeln zur Geschichte des Stadtteils hat sich die Arbeitsgemeinschaft im abgelaufenen Berichtsjahr intensiv mit der Archivierung und
Katalogisierung der vorhandenen Unterlagen beschäftigt. Es ist gelungen,
studentische Hilfskräfte der Universität Hannover hierfür zu gewinnen. Nun
stehen das Raumproblem und die weitere Finanzierung im Fokus der Arbeitsgemeinschaft. Mehr hierzu im Projektbogen H.08.006.
Im Rahmen des Kultursommers Hainholz wurde im Naturbad Hainholz
eine neue Geschichtstafel angebracht. Weiterhin wurden im Kulturtreff ein
Geschichtscafé sowie ein geführter Rundgang auf dem jüdischen Friedhof An
der Strangriede angeboten. Den TeilnehmerInnen wurden dabei interessante
Einblicke in die Geschichte des Stadtteils übermittelt.
Die Gruppe hatte regelmäßige Arbeitstreffen. Es konnten zusätzlich zwei neue
ehrenamtliche Mitarbeiter gewonnen werden.
Hainholz-Zeitung
Mit der zwei Mal jährlich erscheinenden Zeitung, die von der Stadt Hannover aufgelegt wird, informieren wir über die wichtigsten Themen aus dem
Sanierungsgebiet. Einrichtungen und Projektträger haben hier die Möglichkeit sich bzw. ihre Einrichtung vorzustellen. Da die Zeitung in alle Haushalte
des Sanierungsgebiets verteilt wird, können die aktuellen Themen an eine
große Leserschaft vermittelt werden, zumal die wichtigsten Berichte in die
türkische und die russische Sprache übersetzt werden. Die Sanierungszeitung
kann auch vom Internetportal der Stadt Hannover unter www.hannover.de
heruntergeladen werden.
Preis Soziale Stadt 2014
Die „Neue Mitte Hainholz“ erhielt Anfang Juli 2014 den Preis „Soziale Stadt
2014“. In der Laudatio begründeten die AusloberInnen des Preises die Vergabe
folgendermaßen (Auszug): „Besonders bemerkenswert ist der umfassende
Beteiligungsprozess bei der Gestaltung der neuen Mitte des Stadtteils. Die
70

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Jury ist überzeugt, dass es durch die Kombination eines öffentlichen Freiraums für Alle mit verschiedenen sozialen und kulturellen Einrichtungen hier
gelingt, nachhaltige positive Wirkungen für die Lebensqualität, das soziale
Miteinander und auch für die Verbesserung des Außenbildes des Stadtteils zu
erreichen. Neben dem integrierten Ansatz war die Jury beeindruckt von der
Qualität der Freiraumgestaltung und der Architektur. Baukultur ist hier ein
sichtbares Zeichen für Wertschätzung und Inklusion“.
Der Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, wurde vom Bundesverband der
Arbeiterwohlfahrt (AWO), dem Deutschen Städtetag, dem Bundesverband
deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), dem Deutschen
Mieterbund und dem Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung (vhw)
gemeinsam ausgelobt. Unterstützt wurde er durch das Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Insgesamt hatten
sich 196 Projekte aus ganz Deutschland beteiligt. Weitere Informationen sind
im Internet unter
www.staedtebaufoerderung.info zu finden.
Am Tag der Städtebauförderung am 9. Mai 2015 wurde die Dokumentation
zum Preis Soziale Stadt in Hainholz im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.
In dieser Ausstellung, die vorher bereits ab dem 3. März 15 im Kulturtreff
Hainholz zu sehen war, wurden die zehn PreisträgerInnen aus dem ganzen
Bundesgebiet und die zehn Projekte, die eine Belobigung erfahren hatten,
gezeigt.
Verstetigung
Seit Herausgabe des IHK Hainholz 2014 konnte als weiteres Projekt die Mitfinanzierung der Nachbarschaftsarbeit in der Bömelburgstraße (H 03.001)
zumindest für drei Jahre in den städtischen Haushalt aufgenommen werden.
Das dort angesiedelte Projekt Pico Bello (H 08.006) konnte finanziell auf eine
breitere Basis gestellt werden, indem einige lokale Wohnungsbauträger sich
einbringen. Auch das Gewaltpräventionsprojekt Starkes Hainholz (H 03.002)
wurde in den städtischen Haushalt aufgenommen.
Im Oktober 2015 fanden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der wichtigsten an der Sanierung beteiligten Fachbereiche der LHH zu einem Workshop
zusammen, um erste konzeptionelle Überlegungen zur Verstetigung der
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

71

Ziele, Bilanz und Ausblick
Sanierungsergebnisse über den Förderzeitraum hinaus zu diskutieren. Die
in dem Workshop zusammengestellte Bestandsaufnahme wird ab dem Jahr
2016 Grundlage für den Beteiligungsprozess mit den Bewohnerinnen und
Bewohnern, Einrichtungen, der örtlichen Politik, dem Stadtteilforum, den
Gewerbetreibenden, den Künstlerinnen und Künstlern und Initiativen sein.
Es soll ab 2016 ein offener und durch ein zu beauftragendes Büro moderierter
Prozess in die Wege geleitet werden. Aus diesem Prozess heraus können sich
bereits während der noch laufenden Sanierung Bausteine entwickeln, die in
dieser Zeit bereits bearbeitet werden.
Der Stadtteil Hainholz wird zurzeit als eines von drei niedersächsischen Quartieren im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit unter dem Titel „Gelingende
Kooperationen im Sozialraum“ beforscht. Die Fallstudie zu Hainholz soll als
wichtige Grundlage für den Dialogprozess ebenfalls zum Verstetigungsdialog
herangezogen werden. Auf der Seite der Landesarbeitsgemeinschaft Soziale
Brennpunkte Niedersachsen e. V. wird die Arbeit laufend dokumentiert:
http://www.lag-nds.de/content/gelingende-kooperationen-im-sozialraum

72

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Stadtteilforum
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 08.001

Das Stadtteilforum ist seit 2002 das zentrale Beteiligungs- und Informationsgremium
im Sanierungsgebiet Hainholz. Es tagt als offener Zusammenschluss von
Bewohnerinnen und Bewohnern, Wohnungswirtschaft, Institutionen und im Stadtteil
Tätigen. Nach Außen wird es durch eine gewählte Sprechergruppe vertreten.
Seit Einrichtung der Sanierungskommission hat das Stadtteilforum als offenes
Forum zur Formulierung der Anliegen der HainhölzerInnen an Bedeutung verloren.
In Zukunft hängt die Bedeutung des Stadtteilforums deshalb davon ab, dass es die
Interessen des Stadtteils deutlicher formuliert und in die politischen Gremien
einbringt. Deshalb übernehmen die SprecherInnen des Stadtteilforums zunehmend
mehr Verantwortung für die Themensetzung und Durchführung der Sitzungen. Für
die Sprechergruppe erwächst daraus eine besondere Verantwortung für den
Stadtteil.
Die Teilnahme der Bewohnerinnen und Bewohner an den monatlichen Sitzungen
des Stadtteilforums ist sehr themenabhängig. Generell sind Menschen mit
Migrationshintergrund, Menschen in prekären Lebenslagen und jüngere Menschen
im Stadtteilforum unterrepräsentiert.
Die Aktivitäten des Stadtteilforums werden inhaltlich und organisatorisch durch das
Quartiersmanagement unterstützt sowie materiell aus dem Quartiersfonds gefördert.

Projektziel:

Förderung von Mitwirkungsbereitschaft und Engagement
Perspektivisch: Verstetigung des Stadtteilforums als
Interessenvertretung der Bewohnerinnen und Bewohner

Zielgruppe:

Alle Bewohnerinnen und Bewohner des Sanierungsgebietes

Laufzeit

Seit Anfang 2002

(Beginn/Ende)

selbst

organisierte

Träger:

Bewohnerinnen und Bewohner

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung und
Quartiersmanagement, Kulturtreff, Einrichtungen, Vereine, Gewerbetreibende

Kosten und
Finanzierung

Bereitstellung von Präsentationstechnik aus Quartiersfondsmitteln in einer
Gesamtsumme von bislang 4.420 €. Daneben teilweise finanzielle Unterstützung der
Sprechergruppe aus dem Quartiersfonds für Besprechungen und Durchführung des
Stadtteilforums.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Das Stadtteilforum tagt monatlich mit einer Teilnehmerzahl von 15 - 40 Personen. Es
gibt eine Sprechergruppe, die zurzeit aus 4 Personen besteht. Diese
Sprechergruppe wurde im April 2013 durch das Stadtteilforum in einer Neuwahl
bestätigt.
Das Stadtteilforum wird bislang mit aktiver inhaltlicher und organisatorischer
Unterstützung des Quartiersmanagements vorbereitet sowie mit materiellen
Ressourcen aus der Stadtverwaltung unterstützt. Zur eigenständigen Vorbereitung
durch die Sprechergruppe fehlen neben materiellen vor allem zeitliche Ressourcen
bei der ehrenamtlich tätigen Sprechergruppe. Die Unterstützung des Stadtteilforums
auch über das Sanierungsende hinaus wird ab 2016 ein wesentlicher Baustein des
Dialogprozesses zur Verstetigung sein.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

73

Ziele, Bilanz und Ausblick
Quartiersfonds
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 08.002

Seit dem Jahr 2005 steht dem Stadtteil ein Quartiersfonds in Höhe von 25.000 € aus
dem städtischen Haushalt zur Verfügung; da in der Regel lediglich 80 % der Mittel
freigegeben werden, sind in der Finanzierungsübersicht nur diese Beträge
aufgeführt. Der Quartiersfonds dient der unbürokratischen Unterstützung von
Projekten, kleineren Investitionen und anderen Vorhaben von Bürgerinnen und
Bürgern sowie Initiativen, Vereinen und anderen Institutionen in Hainholz.
Das Stadtteilforum hat Kriterien für die Vergabe von Quartiersfondsgeldern
beschlossen, auf deren Basis es über die Anträge entscheidet. Die
Beschlussempfehlung
des
Stadtteilforums
wird
abschließend
der
Sanierungskommission vorgelegt, bei Vorhaben unter 1.000 Euro entscheidet das
Stadtteilforum. Vorhaben, die 200 € Fördersumme nicht überschreiten, werden vom
Quartiersbüro beschieden.

Projektziel:

Förderung von Mitwirkungsbereitschaft und Engagement, Verbesserung des
äußeren Erscheinungsbildes des Stadtteils, Verbesserung des nachbarschaftlichen
Miteinanders

Zielgruppe:

Alle Bewohnerinnen und Bewohner von Hainholz

Laufzeit

Seit 2005

(Beginn/Ende)

Träger:

Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung

Kooperationspartner:

Stadtteilforum, Sanierungskommission, Anwohnerinnen und Anwohner, Vereine und
Einrichtungen

Kosten und
Finanzierung

2005 – 2013

2014

2015

2016

2017

(31.12.15)
Zusätzliche Mittel
d. LHH

185.351 €

20.000€

20.000 €

20.000 €

20.000 €

Gesamtkosten

185.351 €

20.000 €

20.000 €

20.000 €

20.000 €

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Der Quartiersfonds wurde nach anfänglichen Startschwierigkeiten schnell als
Ressource für den Stadtteil verstanden. Mittlerweile zählen zu den Antragstellern
nicht nur Vereine und Einrichtungen, sondern auch Anwohnerinnen und Anwohner,
die gemeinsam mit anderen ein Projekt durchführen möchten.
Die faktische Entscheidungskompetenz des Stadtteilforums bei der Mittelvergabe für
die Quartiersfondsgelder führt dazu, dass das Stadtteilforum als zentrales Gremium
der Beteiligung im Stadtteil aufgewertet wird.
Damit künftig bei sehr kleinen Projekten noch schneller über eine Förderung
entschieden werden kann, wurde beschlossen, dass bis zu einer Einzelförderung
von 200 € das Stadtteilbüro selbst entscheidet. Ein Beschluss des Statteilforums
und/oder der Sanierungskommission ist dann nicht mehr notwendig. Dort wird aber
laufend berichtet.
Eine Übersicht der geförderten Projekte im Berichtszeitraum befindet sich in der
Anlage dieses IHK.

74

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Lebendiger Adventskalender

H 08.003

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Vom 1. bis zum 24. Dezember öffnen Privatpersonen, Einrichtungen,
Gewerbetreibende und Hausgemeinschaften ihre „Türchen“ für HainhölzerInnen und
BesucherInnen des Stadtteils. Der Lebendige Adventskalender, der viele
unterschiedliche Menschen im Stadtteil zusammenbringt, wird aus dem
Quartiersfonds Hainholz gefördert.

Projektziel:

Förderung des nachbarschaftlichen Miteinanders

Zielgruppe:

Alle Hainhölzerinnen und Hainhölzer

Laufzeit

Seit 2005

(Beginn/Ende)

Träger:

Ev.-luth. Kirchengemeinde Hainholz

Kooperationspartner:

Stadtteilrunde Hainholz, ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen
Kindereinrichtungen, Kulturtreff, Vereine, Gewerbetreibende

Kosten und
Finanzierung

2013

2014

2015

2016

und

Bürger,

2017

(31.12.15)
Quartiersfonds

500 €

500 €

500 €

500 €

500 €

Dritt- / Eigenmittel
(des Eigentümers)

Die Kosten für die Bewirtung der Kinder und Gäste sowie Überraschungen hinter
den „Türchen“ werden von den Gastgebern übernommen.

Stand des
Verfahrens

Der Lebendige Adventskalender hat sich als regelmäßige Veranstaltung im Stadtteil
etabliert und wird sowohl von Einrichtungen, als auch von Geschäftsleuten und
Privatpersonen aktiv getragen. Ziel ist es, dass sich der Lebendige Adventskalender
als gute Tradition im Stadtteil etabliert und sich jedes Jahr verschiedene
Geschäftsleute, Einrichtungen und Privatpersonen bereit erklären, ihre „Türchen“ zu
öffnen. Perspektivisch wird angestrebt, dass sich das Projekt selber trägt bzw. von
Sponsoren aus dem Stadtteil unterstützt wird.

(31.12.15)

Im Dezember 2015 wurde bereits der 13. Lebendige Adventskalender veranstaltet.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

75

Ziele, Bilanz und Ausblick
Hainholz-Zeitung
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 08.004

Die Hainholz Zeitung, die im Herbst 2015 zum 22. Mal erschienen ist, berichtet seit
September 2004 über Sanierungsmaßnahmen und „Soziale Stadt“-Projekte in
Hainholz. Daneben werden immer auch Reportagen und Berichte über Menschen in
Hainholz, die Arbeit von Einrichtungen und Institutionen und anderes Wissenswerte
aus dem Stadtteil veröffentlicht.
Die Hainholz-Zeitung wird in einer Auflage von 5.700 Stück kostenlos an alle
Haushalte im Sanierungsgebiet verteilt und liegt darüber hinaus im Stadtteilbüro, in
Geschäften sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen im Stadtteil zum
Mitnehmen aus. Mit der Zeitung wird insbesondere auch der Teil der Bevölkerung
angesprochen, der zwar nicht aktiv in das Geschehen eingreifen möchte, aber
dennoch über die Entwicklungen in Hainholz informiert sein will.

Projektziel:

Information
der
Bewohnerinnen
und
Mitwirkungsbereitschaft und Engagement

Zielgruppe:

Alle Hainhölzerinnen und Hainhölzer, Interessierte außerhalb des Stadtteils

Laufzeit

Seit 2004

(Beginn/Ende)

Bewohner,

Förderung

von

Träger:

Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung

Kooperationspartner:

Quartiersmanagement, Stadtteilrunde, GBH, interessierte Bürgerinnen und Bürger

Kosten und
Finanzierung

2013

2014

2015

2016

2017

(31.12.15)
Städtebauförderung

12.744 €

12.744 €

12.744 €

12.744 €

12.744 €

Gesamtkosten

12.744 €

12.744 €

12.744 €

12.744 €

12.744 €

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

76

Die Sanierungszeitung erscheint in der Regel zwei Mal im Jahr. Die Zeitung hat sich
als wichtiges Medium im Stadtteil etabliert und wird deshalb von den Bewohnerinnen
und Bewohnern oft bereits vor Erscheinen nachgefragt. Im Internet sind alle
Ausgaben unter http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Planen,Bauen,-Wohnen/Stadterneuerung-Förderung/Publikationen/Sanierung-HainholzDokumentation abrufbar.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
“Hainhölzer Geschichte/n“

H 08.005

Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Die AG Stadtteilgeschichte möchte sowohl einen Beitrag zur Stadtteilverschönerung
und Weiterbildung leisten, als auch Geschichtsbewusstsein, Identität und
Verbundenheit mit dem Stadtteil Hainholz fördern.

Projektziel:

Identifikation mit dem Stadtteil Hainholz durch das Medium Stadtteilgeschichte
Stärkung
der
Stadtteilidentität
durch
gemeinsame
Erforschung
der
Stadtteilgeschichte und Erstellung einer professionell recherchierten und gestalteten
Dokumentation zur Stadtteilgeschichte von Hainholz

Zielgruppe:

Alle Hainhölzerinnen und Hainhölzer mit Interesse an der Geschichte des Stadtteils unabhängig von Herkunft/Nationalität, Wohndauer und Bildungsabschluss

Laufzeit

laufend seit Oktober 2010

(Beginn/Ende)

Träger:

AG Stadtteilgeschichte/Hainhölzer Kulturgemeinschaft e.V.

Kooperationspartner:

Landeshauptstadt
Hannover,
Stadtbezirksmanagement
Nord,
Hainhölzer
Gewerbetreibende, Hainhölzer Bürgerinnen und Bürger, ev.-luth. Kirchengemeinde
Hainholz, Quartiersmanagement Hainholz

Kosten und
Finanzierung

Das Projekt lebt wesentlich von den Eigenleistungen und dem Engagement der
Beteiligten sowie von Sachspenden/Sachleistungen Hainhölzer BürgerInnen und
Gewerbetreibender.

(01.07.14)

Zusätzlich wurden weitere Fördermittel eingeworben:
Quartiersfonds 2010, 2011 und 2013
Stadtbezirksrat und Integrationsbeirat Nord
Landeshauptstadt Hannover, FB Stiftungen
Spenden von Hainhölzer Firmen
Landeshauptstadt Hannover, FB Soziales
Gesamt
Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

5.200 €
1.600 €
1.000 €
700 €
2.500 €
11.000 €

Die AG Stadtteilgeschichte trifft sich einmal im Monat. Mit Unterstützung von Prof.
Dr. Schneider, Leibniz Universität Hannover, haben drei Studenten des historischen
Seminars das Material katalogisiert. Die digitalen Materialien wurden von einem
Studenten in seiner Praktikantenzeit aufbereitet und ein Handbuch für spätere
Nutzer erstellt. Mit ihm wurde bis einschl. November 2014 ein Werkvertrag
abgeschlossen. Bis Mai 2015 hat dieser weiter ehrenamtlich mitgewirkt. Da das
Projekt sehr umfangreich ist und von Laien nur begleitet werden kann, ist man auf
fachliche Unterstützung angewiesen. So konnte im September 2015 eine Historikerin
zur Mitarbeit gewonnen und mit ihr ein Werkvertrag abgeschlossen werden.
Im November 2013 fand eine Ausstellung und Präsentation zur Bürgerschule und im
April 2014 eine Präsentation der Hainhölzer Straßen im Rahmen eines
Geschichtscafés statt. 2015 wurden im Rahmen des Kultursommers ein
Geschichtscafè sowie ein Rundgang über den jüdischen Friedhof Strangriede
angeboten. Außerdem wurde im Hainhölzer Bad eine neue Geschichtstafel platziert.
Z.Z. wird ein Geschichtscafé für Januar 2016 vorbereitet. Parallel wird an weiteren
Wandtafeln gearbeitet sowie das umfangreiche Material ausgewertet und
recherchiert. Weitere Ziele sind das Akquirieren ehrenamtlicher MitarbeiterInnen, die
Erstellung eines Kalenders und jährlich 1- bis-2-mal ein Geschichts- und Erzählcafé.
Langfristiges Ziel ist die Erstellung eines Buches zur Hainhölzer Geschichte mit
Zeitzeugeninterviews.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

77

Ziele, Bilanz und Ausblick
Pico Bello Hainholz
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 08.006

Der Stadtteil Hainholz macht an vielen Ecken einen verwahrlosten Eindruck:
Fallengelassene Kleinabfälle, illegale Sperrmüllablagerungen, durch den Wind
verwehte „Gelbe Säcke“, stehengelassene Einkaufswagen usw. beeinflussen das
Image von Hainholz in negativer Weise.
Im Rahmen des Projektes „Pico Bello Hainholz“ kümmert sich ein Pico Bello
Mitarbeiter um die Sauberkeit im Stadtteil. In der Vorbereitungsphase wurden in
Zusammenarbeit mit verschiedenen Stadtteilgremien die Vermüllungsschwerpunkte
identifiziert und Routen für wöchentliche Kontrollgänge erarbeitet. Der
Projektmitarbeiter
veranlasst
die
Beseitigung
von
„Dreckecken“
und
Müllablagerungen durch Ansprache der Eigentümer bzw. der Verantwortlichen,
Meldung von Sperr- und Sondermüll bei AHA, Hundekotbeutelspender bestücken,
Rückführung von Einkaufswagen und wird bei kleinen Müllansammlungen auch
selber tätig.
In einem weiteren Schritt wurde in Zusammenarbeit mit den im Stadtteil tätigen
Akteuren eine Beratung der Anwohner in punkto Mülltrennung, Müllvermeidung,
Recycling und Ressourcenschonung aufgebaut. Besonders wichtig ist die
Kooperation mit dem Familienzentrum und den dort beheimateten Rucksackmüttern.
Das Projekt zeigt gute Wirkung auf den Stadtteil. Der Pico Bello Mitarbeiter ist im
Stadtteil bekannt und wird auch als Ansprechpartner angesehen mit dem man die
Müllproblematik erörtern kann.

Projektziel:

Das Projekt verbessert die Sauberkeit im Stadtteil und damit einhergehend die
Wohnqualität.

Zielgruppe:

Bewohner/innen und Besucher/innen von Hainholz

Laufzeit

01.11.2011 bis 30.11.16

(Beginn/Ende)

Träger:

Miteinander für ein schönes Viertel e.V. - MSV e.V.

Kooperationspartner:

Quartiersmanagement Hainholz, Stadtteilforum Hainholz, Nachbarschaftsladen
Hainholz, Polizei/Kontaktbeamter, Parkranger der LHH, Stadtbezirksrat Nord,
ortsansässige Schulen, GBH, Wohnungsbaugesellschaften im Sanierungsgebiet
(Aragon, Meravis)

Kosten und
Finanzierung

2012

2013

2014

2015

2016

(31.12.15)
EU- und
Bundesmittel ESFProgramm
Bürgerarbeit) ab
12/14 Jobcenter
Region Hannover

25.990 €

22.965 €

Zusätzliche Mittel
d. LHH
Dritt- / Eigenmittel
(des Eigentümers)

Gesamtkosten
Stand des
Verfahrens
(31.12.15))

78

22.330 €

11.790 €

10.800 €

950 €
8.340 €

6.615 €

5.100 €

7.110 €

6.500 €

34.330 €

29.580 €

28.380 €

18.900 €

17.300 €

Zum 31.10.14 lief das Bürgerarbeitsprojekt Pico Bello aus. Im Rahmen einer vom
Jobcenter geförderten Arbeitsstelle, wurde zum 01.12.14 ein Mitarbeiter, befristet auf
zwei Jahre, für das Pico Bello Projekt eingestellt. Es wird angestrebt, die
Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Wohnungsunternehmen auszubauen und
so das Projekt zu verstetigen; so dass der Mitarbeiter angestellt werden kann.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
Patenschaften für Baumscheiben
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 08.007

Viele Grünflächen um die Straßenbäume werden von HundehalterInnen als
„Toilette“ für ihre Vierbeiner genutzt. Außerdem deponieren AnwohnerInnen häufig
die Säcke für das Altpapier und die Umverpackungen auf diesen Flächen. Nicht
selten werden auch Einkaufswagen dort abgestellt.
Um dies zu vermeiden, ist geplant, dass diese Flächen sukzessive an PatInnen
vergeben werden, die dort ein Baumbeet anlegen und betreuen. Damit die Projekte
für die Paten und Patinnen kostenneutral bleiben, sollen die Anpflanzungen aus
Quartiersfondsmittel finanziert werden.

Projektziel:

Stärkung gemeinwesenorientierter Ansätze zum Aufbau und zur Stabilisierung
sozialer Netze
Stabilisierung von Nachbarschaften
Verbesserung der Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume
Schaffung von wohnungsnahen Grünflächen/Aufwertung der Wohnumfeldqualitäten

Zielgruppe:

Alle EinwohnerInnen des Stadtteils

Laufzeit

Laufend ab dem Frühjahr 2014

(Beginn/Ende)

Träger:

Quartiersbüro Hainholz

Kooperationspartner:

LHH, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün

Kosten und
Finanzierung

2013

2014

2015

2016

2017

(31.12.15)
Zusätzliche Mittel
d. LHH

270 €

587,84 €

500 €

500 €

270 €

587,84 €

500 €

500 €

Dritt- / Eigenmittel
(des Eigentümers)
Sonstige Mittel

Gesamtkosten
Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

Mit einer ersten Anwohnerin wurden zunächst zwei „Baumscheiben“ in der
Voltmerstraße bepflanzt. Über diese Aktion wurde in der Sanierungszeitung
berichtet, so dass sich ein weiterer Anwohner aus der Schulenburger Landstr.
meldete, der auch zwei Baumbeete als Pate übernahm. Ein erneuter Bericht hierzu
bewirkte, dass sich ein ortsansässiges Ladengeschäft (türkischer Friseur) meldete,
um vor dem dortigen Geschäft ebenfalls ein Baumbeet anzulegen. Ende 2015 hat
eine Wohnungseigentümergemeinschaft ein viertes Projekt begonnen. Nach
Möglichkeit sollen die Baumscheiben entlang der neu gepflanzten Bäume in der
Schulenburger
Landstraße
durch
weitere
AnwohnerInnen
und
auch
Gewerbetreibende in Patenschaft genommen werden.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

79

Ziele, Bilanz und Ausblick
Nachbarschaftskreis Hainholz
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

Durch die vermehrten Zuzüge von Asylsuchenden musste die Landeshauptstadt
Hannover dazu übergehen, auch städtische Turnhallen vorübergehend mit
alleinstehenden männlichen Flüchtlingen zu belegen. Daneben gibt es am Rande
des Sanierungsgebietes Hainholz bereits zwei Standorte, in denen Menschen untergebracht sind; hier wohnen teilweise auch (Teil)familien mit Kindern. Es wurde ein
Nachbarschaftskreis aufgebaut, der die hierfür entstehenden Unterstützungspotentiale bündelt und die Auswirkungen der Zuzüge für den Stadtteil diskutiert.

Projektziel:

Unterstützung der Standorte
Angebote für die zugereisten Menschen bündeln
Angebote an die Zugereisten vermitteln
Unterstützung Ehrenamtlicher

Zielgruppe:

Flüchtlinge und bereits vorher untergebrachte Menschen in den
Gemeinschaftsunterkünften

Laufzeit

Ab Januar 2015

(Beginn/Ende)

Träger:

Initiator und Koordination: Hainhölzer Kulturgemeinschaft e.V.

Kooperationspartner:

ASB, DRK, European Homecare GmbH, Fair Facility Management GmbH,
Hochschule Hannover Fakultät V- Diakonie, Gesundheit und Soziales, VHS, VfL
Eintracht, Musikzentrum, Stadtteilrunde Hainholz etc. und diverse Freiwillige

Kosten und
Finanzierung

Für die Treffen des Unterstützerkreises stellt der Kulturtreff seine Räumlichkeiten
und Getränke zur Verfügung. Fördergelder in Höhe von 825 € wurden in 2015
eingenommen.

(31.12.15)

Stand des
Verfahrens
(31.12.15)

80

H 08.008

Im Jahre 2015 wurde ein umfangreiches Angebot für die BewohnerInnen der
Unterkünfte durchgeführt, so z.B. Spiel-und Ferienangebote für Kinder,
Deutschkurse für Flüchtlinge, Sport- und Kulturangebote, sowie ein regelmäßiges
Internationales Café.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick
2.9. Umwelt- und Klimaschutz
Energetische Stadtsanierung – Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept
Im April 2015 wurde nach zweijähriger Bearbeitungsdauer das Integrierte
Energie- und Klimaschutzkonzept Hainholz fertiggestellt. Das Untersuchungsgebiet umfasste insgesamt 173 ha, neben dem Sanierungsgebiet noch das
weitaus größere Gewerbegebiet Hainholz, das sich nördlich anschließt.
Das energetische Quartierskonzept Hainholz zeigt Potenziale zu energetischen
Optimierung von Hainholz auf und formuliert Strategien und Handlungsempfehlungen zur schrittweisen Umsetzung des Konzeptes. Ein besonderer
Fokus lag auf möglichen Synergieeffekten zwischen Gewerbe und Wohnen,
beispielsweise bei der Energieversorgung.
Unter dem Leitbild „Hainholz – mit Vielfalt zur energetischen Erneuerung“
wurden folgende Handlungsfelder für den Stadtteil definiert:

•	Gebäudesanierung:

energetische Sanierung der Gewerbebauten und
Wohngebäude. Dieses Handlungsfeld besitzt oberste Priorität, da hier die
größten Einsparpotenziale an Primärenergie liegen und die Maßnahmen
am schnellsten umsetzbar sind.
•	Energieversorgung und Energieeffizienz: Ausbau der erneuerbaren Energien (Photovoltaik, Solarthermie), Austausch alter Heizanlagen sowie
Ausbau des Fernwärmenetzes. Auch dieses Handlungsfeld besitzt eine
hohe Priorität.
•	Städtebau und Freiraum: hier wurden vor allem mittel- und langfristig
umzusetzende Maßnahmen mit Auswirkungen auf das Mikroklima im
Übergangsbereich Wohnen/Gewerbe und im Gewerbegebiet vorgeschlagen
•	Mobilität: Integration von Sharingsystemen für Privathaushalte und
Gewerbebetriebe sowie Steigerung des Einsatzes elektrisch betriebener
Fahrzeuge. Hier wurde die Erarbeitung eines integrierten Mobilitätskonzeptes als Grundlage für eine mittelfristige Umsetzung der Vorschläge
empfohlen.
•	Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit: Information und Aktivierung der Eigentümer als Schlüsselakteure der energetischen Erneuerung,
begleitend zu allen anderen Maßnahmen. Hier handelt es sich um eine
kostengünstige und zeitnah umzusetzende Maßnahmen.
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

81

Ziele, Bilanz und Ausblick
Die Akteure im Stadtteil, in der Stadtgesellschaft und in der Verwaltung
wurden in die Erarbeitung des Konzepts einbezogen. In drei thematischen
Fachgesprächen - „Mobilität“, „Energie und Netze“ sowie „Wohnen“ - wurden
erste Ergebnisse vorgestellt, Anregungen eingebracht und Kooperationsmöglichkeiten, beispielsweise zwischen Gewerbe und Wohnen bei der
Energieversorgung, ausgelotet.
Für die Einbeziehung der EinwohnerInnen und HausbesitzerInnen wurden
vorrangig die bewährten Beteiligungsgremien in Hainholz – Stadtteilforum
und Sanierungskommission – genutzt. Dabei wurde auch auf weitere, bereits
bestehende Informations- und Beratungsangebote zur energetischen Sanierung, verwiesen und ggf. AnsprechpartnerInnen vermittelt.
Infolge der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit und der generell gestiegenen
Aufmerksamkeit für Fragen der Energieeffizienz gab und gibt es gezieltere
Anfragen von HauseigentümerInnen nach Fördermöglichkeiten für energetische Sanierungsmaßnahmen im Bestand. Das Sachgebiet Stadterneuerung
kann die Lotsenfunktion für die EigentümerInnen durch den „Förderdschungel“
aufgrund der im Rahmen des Projektes entwickelten Kooperationsbeziehungen und „kurzen Wege“ jetzt besser wahrnehmen.
Auf einen möglichen zweiten Programmschritt, die Einrichtung eines Sanierungsmanagement zur Unterstützung der Projektumsetzung in ausgewählten
Bereichen, wurde deshalb verzichtet.
Das Energetische Quartierskonzept Hainholz ist unter folgendem Link zum
Download verfügbar:
http://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Planen,-Bauen,Wohnen/Stadterneuerung-Förderung/Energetische-Quartierskonzepte
Eine Kurzfassung mit den wichtigsten Ergebnissen ist außerdem als Anlage
der Drucksache 2634/2015 beigefügt.

82

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Ziele, Bilanz und Ausblick

Das Untersuchungsgebiet
mit den Schwerpunktbereichen.
Schwerpunktb
(Abbildung: LHH, 2013)

A - Überga
Wohnen/Ge

Schwerpunktbereiche
A - Übergangsbereich
Wohnen/Gewerbe
B - Gewerbeblock
mit Straßenräumen
B

B

B - Gewerb
mit Straßen

C - Wohnquartier
Bömelburgviertel

C - Wohnq
Bömelburg
D - Beispielhafter Altbaublock
gebietsübergreifend
- Mobilitätskonzept

A

C

A
D

D - Beispie

gebietsübe
Die Schwerpunktbereiche bieten
- AufMobilitä
schluss über Bestandsmerkmale und
Potenziale, die in weiteren, ähnlich
strukturierten Bereichen von Hainholz
und Hannover vorkommen.

Schwerpunktbereiche



C

D

Die Schwerpun
schluss über B
Potenziale, die
strukturierten
und Hannover

Schwerpunktbereiche

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

83

Ziele, Bilanz und Ausblick
Erstellung eines integrierten energetischen
Quartierskonzeptes
Kurzbeschreibung /
Ausgangslage:

H 09.001

Mit dem KfW-Programm Nr.432 „Energetische Stadtsanierung - Zuschüsse für
integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanager“ soll die Steigerung der
Energieeffizienz in den Kommunen als Beitrag zur Erreichung der bundespolitischen
Klimaschutzziele (Senkung des C02-Ausstoßes im Gebäudebereich um 40 % bis
zum Jahr 2020 gegenüber 1990) gefördert werden. Dabei sind auch die
kommunalen energetischen Zielsetzungen (Masterplan Stadt und Region Hannover |
100 % für den Klimaschutz) besonders zu beachten.
Im integrierten Quartierskonzept (Baustein A des KfW-Programms 432) sollen
Potenziale zur energetischen Optimierung des Stadtquartiers aufgezeigt und
Strategien sowie Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des Konzepts formuliert
werden.
Im Fokus der Betrachtungen stand für das Konzeptgebiet Hainholz die Ausrichtung
des Quartiers hinsichtlich der Nutzung möglicher Synergien zwischen den Bereichen
Wohnen und Gewerbe. Weitere Bearbeitungsthemen waren u.a. klimagerechte
Mobilität, Stärkung des Fernwärmenetzes, Nutzung regenerativer Energien im
Quartier, energetische Gebäudesanierung und die Förderung klimabewussten
Verbraucherverhaltens.

Projektziel:

Ziel der Konzepterstellung war es, praxisgerechte und umsetzungsorientierte
Handlungsempfehlungen für ein klimafreundliches Quartier Hainholz zu beschreiben
bzw.eine Basis für zukünftige Investitionsentscheidungen von Gewerbe,
Wohnungswirtschaft und ImmobilieneigentümerInnen zu schaffen – insbesondere
vor dem Hintergrund der Nutzung möglicher Synergien zwischen den Bereichen
Wohnen und Gewerbe. Das Konzept sollte mögliche Klimaschutzmaßnahmen in
Abwägung sowohl mit städtebaulichen und baukulturellen als auch mit gewerblichen,
wohnungswirtschaftlichen und sozialen Aspekten beschreiben.

Zielgruppe:

Gewerbetreibende, Eigentümerinnen und Eigentümer, Mieterinnen und Mieter

Laufzeit

23.04.2013 – 23.04.2015

(Beginn/Ende)

84

Träger:

Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Stadterneuerung

Kooperationspartner:

Beauftragtes Büro

Kosten und
Finanzierung

Die Kosten von ca. 100.000 € für das Quartierskonzept wurden zu 65 % (65.000 €)
aus dem KfW – Förderprogramm 432 „Energetische Stadtsanierung“ erstattet. Der
Eigenanteil von 35 % (35.000 €) wurden über Mittel der Landeshauptstadt Hannover
bereitgestellt.

Stand des
Verfahrens

Das Konzept wurde zum 23.04.2015 (Einreichungsfrist für den
Verwendungsnachweis bei der KfW) fertig gestellt. Die wesentlichen Ergebnisse
wurden in der Info-Drucksache 2634/2015 zusammengefasst.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Kosten und Finanzierung
3. Kosten und Finanzierung
Städtebauförderung
Für die Finanzierung des Programms „Soziale Stadt“ stehen Städtebauförderungsmittel des Bundes, des Landes und der Kommune zur Verfügung. Diese
können hauptsächlich für investive Maßnahmen eingesetzt werden. Seit 2001
hat das Land einen Kostenrahmen von ca. 12,7 Mio. € an Städtebauförderungsmitteln bewilligt.
Ergänzend zur Förderung für investive Maßnahmen wurden seit 2007 nicht
investive Städtebauförderungsmittel für das Modellprojekt Bildungsoffensive
und die Gründung einer Stadtteilgenossenschaft in Höhe von 415.000 € bewilligt. Da sich das Land Niedersachsen hier finanziell nicht engagierte, mussten
bei Inanspruchnahme 2/3 von der Kommune gegenfinanziert werden.
Neben der Städtebauförderung als Leitprogramm ist es das Ziel, weitere
Finanzierungsmittel einzubinden und zu bündeln. Hier gilt es diverse Förderprogramme zu nutzen bzw. eigene städtische Haushaltsmittel in die
Sanierungsgebiete „Soziale Stadt“ zu lenken. Die wichtigsten Finanzierungswege stellen sich wie folgt dar:
EFRE
Zur Förderung der „Neuen Mitte Hainholz“ hat das Land 2008 einen Fördermittelrahmen von 3,052 Mio. € aus dem Europäischen Fond für Regionale
Entwicklung (EFRE) bewilligt. Mit diesen Mitteln wurden wichtige Infrastrukturprojekte in Hainholz zu 50 % mitfinanziert. Neben großen Projekten mit
Strahlkraft – Stadtteileingang Süd, Grüne Mitte Hainholz mit Familienzentrum
und Kulturhaus – wurden in der Voltmerstraße und im Umfeld des Hainhölzer
Marktes etliche Maßnahmen umgesetzt, die die Verkehrserschließung und die
Verkehrssicherheit in Hainholz erheblich verbessert haben.
Investitionspakt
In Sanierungsgebieten können nach der Förderrichtlinie Investitionspakt für
Gebäude der sozialen Infrastruktur Mittel zur Minderung des Primärenergiebedarfs, insbesondere des Bedarfs an fossiler Energie sowie zur umfassenden
baulichen Erneuerung der Gebäude beantragt werden. In Hainholz ist es
gelungen 850.000 € für die Sanierung der Sporthalle am Kulturhaus aus dem
Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

85

Kosten und Finanzierung
Investitionspakt zu akquirieren.
Stärken vor Ort (SvO)
Aus dem Programm „Stärken vor Ort“ des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) können in drei Jahren pro Förderperiode max. 100.000 € beantragt werden, die für Mikroprojekte mit einem
Finanzvolumen je von maximal 10.000 € eingesetzt werden können.
2009 wurden in Hainholz SvO Projektmittel in Höhe von 40.300 €, in 2010
Projektmittel in Höhe von 86.200 € und in 2011 Projektmittel in Höhe von ca.
90.000 € vergeben. Das Projekt Stärken vor Ort endete für das Sanierungsgebiet Hainholz mit dem Jahr 2012.
Mittel des Jugend- und Sozialdezernats
Rund 3,85 Mio. € hat die Stadt insgesamt für alle Gebiete der „Sozialen Stadt“
(neben Hainholz: Mittelfeld, Stöcken, Sahlkamp-Mitte, Mühlenberg und Vahrenheide-Ost) in den jährlichen kommunalen Sozial-Haushalten bereitgestellt;
davon entfielen im Zeitraum von 2001 bis 2015 rund 1,57 Mio. € auf Hainholz. Die Gelder fließen in Projekte unter Regie der Stadt und auf zahlreiche
Aktivitäten von nicht-städtischen Einrichtungen, Vereinen, Initiativen usw. im
Stadtteil – hier in Form von Projekt-Zuwendungen.
BIWaQ III
Für die Förderperiode 2015 bis 2018 hat die Landeshauptstadt Hannover
knapp zwei Mio. Euro bewilligt bekommen. Da an dem Projekt vier hannoversche Sanierungsgebiete beteiligt sind, kann die genaue Summe, die auf
Hainholz entfällt, noch nichtbeziffert werden.
Wohnraumfördermittel
Nach dem geltenden Wohnraumförderprogramm des Landes Niedersachsen
können im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel im Fördergebiet Hainholz folgende Maßnahmen gefördert werden:

•	Neubau von Mietwohnungen allgemein
•		Mietwohnraumförderung für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen

86

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Kosten und Finanzierung
•		Modernisierungsmaßnahmen
•		Eigentumsförderung
Für Vorhaben im Bereich des Soziale-Stadt-Gebietes Hainholz sind bisher
Wohnraumfördermittel bewilligt worden:

•	für den Neubau ca. 3,5 Mio. € (Landes- und städtische Mittel)
•	für Modernisierungsmaßnahmen ca. 4,1 Mio. € (Landesmittel)
Daneben werden zinsverbilligte Darlehen für Eigentums- und Modernisierungsmaßnahmen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in
unterschiedlichen Programmen vergeben.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

87

Anhänge
4. Anhänge
4.1.	 Verzeichnis der Projekte im IHK 2015
4.1.1.		

Wohnen/Städtebauliche Entwicklung

01.001	Belegrechte, Belegungsbindungen								Seite
01.002	Gebäudemodernisierung											Seite
01.003	Konzept Bömelburgviertel											Seite
01.004	 Integratives Wohnprojekt am Hainhölzer Markt				 Seite
01.005	Hainhölzer Markt Süd												Seite
01.006	 Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses					 Seite
4.1.2.		

21
22
24
25
26
27

Lokale Ökonomie

02.001	Helmkehof																Seite 32
02.002	BiWAQ III																Seite 33
02.003	 Verein Unternehmer für Hainholz e. V.							 Seite 34
4.1.3.		 Soziale und kulturelle Angebote und Infrastruktur
03.001	Nachbarschaftsarbeit												Seite
03.002	 Gewaltpräventionsprojekt Starkes Hainholz					 Seite
03.003	 Neubau von Kita und Gemeindehaus der ev.-luth.
			Kirchengemeinde Hainholz											Seite
03.004	Gemeinsam Essen in Hainholz									Seite
03.005	 Neubau Vereinsheim des Kleingartenvereins					 Seite
03.006	 Umnutzung und Modernisierung des Hausmeister			hauses (Voltmerstraße 32)											Seite
03.007	 Ausbau der Fichteschule zur Ganztagsschule					 Seite
03.008	Das Soziale Café														Seite

41
42
43
44
45
46
47
48

4.1.4.		 Bildung und Qualifizierung
04.001	 Youth City Hainholz 2014											 Seite 51
04.002	Contact																	Seite 52
04.003	 Migrantinnen kochen und schreiben							 Seite 53
4.1.5. 		 ÖPNV, Verkehrsprojekte
05.001	Straße Hainhölzer Markt											Seite 58
05.002	 Erneuerung Turmstraße/Hüttenstraße							 Seite 59
88

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Anhänge
05.003	 Ausbau der Schulenburger Landstraße							 Seite 60
4.1.6.		 Wohnumfeld, Grün- und Freiflächen
06.001	Spielplatz Bunnenbergstraße										Seite 63
06.002	 „Immer wieder sonntags im Teegarten“ Flohmarkt
			für „Groß und Klein“													Seite 64
4.1.7.		

Stadtteilkultur

07.001	Kultursommer 2015													Seite 68
4.1.8.		 Image, Öffentlichkeitsarbeit, Beteiligung, Bürgerschaftliches 				
			Engagement und Verstetigung
08.001	Stadtteilforum															Seite 73
08.002	Quartiersfonds															Seite
08.003	Lebendiger Adventskalender										Seite
08.004	Hainholz-Zeitung														Seite
08.005	„Hainhölzer Geschichte/n“										Seite
08.006	Pico Bello Hainholz													Seite
08.007	 Patenschaften für Baumscheiben								 Seite
08.008	Nachbarschaftskreis Hainholz										Seite

74
75
76
77
78
79
80

4.1.9.		 Umwelt- und Klimaschutz
09.001	 Erstellung eines integrierten energetischen Quartiers			konzeptes																Seite 84

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

89

Anhänge
4.2
Eckdaten
zur Sanierung
4.2.	
Eckdaten
zur Sanierung
Programmbeginn

Sanierungsgebiet „Soziale Stadt Hainholz“ förmlich
festgelegt am 05. Dezember 2001

Steuerung/Koordination

Federführung innerhalb der Stadtverwaltung im
Sachgebiet Stadterneuerung in Kooperation mit weiteren
Dezernaten und Fachbereichen, insbesondere mit dem
Jugend- und Sozialdezernat

Zentrale Projekte der Sanierung

Hainhölzer Markt
Grüne Mitte Hainholz
Umbau des Hainhölzer Bades zum Naturbad
Umbau der ehem. Alice-Salomon Schule zum Kulturund Bildungszentrum
Neubau des Kinder- und Jugendhauses
Nachbarschaftsarbeit Bömelburg
Musik in Hainholz
Gewaltpräventionsprojekt Starkes Hainholz
Gebäudemodernisierung
Verkehrsberuhigung
Aufwertung von wohnungsnahen Grünflächen

Akteure der Sanierung vor Ort

Sanierungskommission, Stadtteilforum, Stadtteilbüro,
Stadtteilrunde, „Unternehmer für Hainholz e.V.“

Finanzierung

Städtebauförderungsmittel:
 bisher 12,7 Mio. € von ca. 23,4 Mio. € (Gesamtrahmen), 1/3 Bund,1/3 Land und 1/3 Stadt
 ab 2008: 415.000 € nicht-investive Mittel,
1/3 Bund, 2/3 Stadt und andere
Mittel Soziale Stadt im Jugend- und Sozialdezernat:
 2001 bis 2015: 1.570.000 €
Quartiersfonds der Stadt Hannover:
 Mittelansatz seit 2005 jährlich 25.000 €, unterliegt
der städtischen Haushaltsfreigabe (60 - 95 %)
 Gesamtmittel 2005-2015: 222.164 €
Mittel der Europäischen Union:
 2003 - 2008: 460.000 €
„Lokales Kapital für soziale Zwecke“ (LOS)
 2007 - 2013: 3.050.000 € EFRE
 2009 - 2011: 216.000 € „Stärken vor Ort“
Weitere Mittel:
 2002: 45.000 € „Kompetenz und Qualifikation für
junge Menschen“ (KuQ)
 2006 - 2008: 110.000 € ExWoSt
 2011: 957.000 € Investitionspakt

Zusätzlich flossen Drittmittel von Stiftungen, Sponsoren etc., die nicht über den städtischen
Haushalt abgewickelt wurden, sowie Eigenmittel der Projektträger bzw. Eigentümer.

90

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Anhänge
Lage in Hannover
Größe
Einwohneranzahl (01.01.2015)
Sozialstruktur (01.01.2015)
o
Altersstruktur

o

o
o

nördlicher Innenstadtrand
48,6 ha
7.180 Menschen

0-17 Jahre 16,0 % / 15,0 % Stadt Hannover
18 – 60 Jahre 65,2 % / 60,8 % Stadt Hannover
über 60 Jahre 18,4 % / 24,1 % Stadt Hannover
Migrationshintergrund
insgesamt 49,8 % / 29,3 % Stadt Hannover
0-17 Jahre 72,5 % / 44,5 % Stadt Hannover
Ca. 85 verschiedene Nationalitäten
Arbeitslosigkeit
13,3 % / 7,8 % Stadt Hannover (in 2014)
Transferleistungen zur
31,5 % / 15,6 % Stadt Hannover (in 2014)
Sicherung d. Lebensunterhalts*

Städtebauliche Struktur
o
bauliche Nutzung

o

Gebäudestruktur

o

ÖPNV/IV

o

Grün- und Freiflächen

o

Infrastruktur Einrichtungen

Wohnungsbestand

vornehmlich Wohnen (teilweise mit Kleingewerbe
in Hofbereichen der Schulenburger Landstraße)
private Infrastruktur (Einzelhandel/Gastronomie)
schwerpunktmäßig entlang der Schulenburger Landstr.
öffentliche Infrastruktur an der Voltmerstraße
gründerzeitliche Blockrandbebauung in mehrgeschossiger Bauweise unterschiedlichen Alters
Zeilenbebauung im Bömelburgviertel (um 1960)
kaum Einfamilienhäuser
Stadtbahnlinie 6, zwei Hochbahnsteige, Buslinie 121
gute Anbindung an den IV
ausgedehnte Kleingartenbereiche, Spielplätze,
teilweise wohnungsbezogene Freiflächen
viele frei zugängliche öffentliche Grünflächen
vier Kitas, Grundschule, Kinder- und Jugendhaus,
Kulturtreff, ev. Kirchengemeinde, Außenstelle der VHS
ca. 4.400 WE;
Davon 467 WE im Eigentum der GBH
wenig 4- und mehr Zimmer-Wohnungen

* Durch die Hartz-IV-Gesetzesänderungen werden ab dem 01.01.2005 die "Empfängerinnen und Empfänger von
Transferleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts" als Hilfsindikator zur Beschreibung von Einkommensarmut
herangezogen. Dieser Indikator setzt sich zusammen aus Empfänger/-innen von Leistungen nach SGB II (Arbeitslosengeld II
und Sozialgeld) sowie von Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung nach SGB XII.

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

91

Anhänge
4.3.	 Allgemeine Sanierungsziele
Der Rat der Landeshauptstadt Hannover hat am 9. Juni 2005 beschlossen,
dass es das Leitbild und damit Hauptziel für eine soziale Stadterneuerungspolitik in und für Hainholz ist, die Lebenssituation der Menschen vor Ort in
Hainholz nachhaltig zu verbessern.
Allen Handlungsfeldern liegen folgende Zielsetzungen zugrunde:

•	Bekämpfung von Einkommensarmut und deren Auswirkungen
•	Förderung und Pflege der lokalen Ökonomie
•	Schaffung zielgruppenorientierter Angebote insbesondere zur Unter-	

stützung von Menschen in belasteten Lebenslagen im Stadtteil
•	Stärkung gemeinwesenorientierter Ansätze zum Aufbau und zur Stabilisierung sozialer Netze

•	Stabilisierung von Nachbarschaften
•	Hilfe zur Selbsthilfe
•	Schwerpunktbildung bei präventiven Ansätzen in den Bereichen Gewalt,

Gesundheit und Sucht
•	Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderung und Senioren
•	Schaffung von barrierefreiem Wohnraum und eines barrierefreien Wohnumfeldes
•	Berücksichtigung des Konzepts des „Gender Mainstreaming“ (Herstellung
der Chancengleichheit von Frauen und Männern)
•	Verbesserung der Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume
•	Schaffung von wohnungsnahen Grünflächen/Aufwertung der Wohnumfeldqualitäten
•	Aufwertung des Wohnungsbestandes durch Modernisierung/Anpassung
an die perspektivische Wohnungsmarktentwicklung
•	Halten von stabilisierenden Gruppen im Stadtteil und Öffnung des Stadtteils für sozial stabilisierende Bevölkerungsgruppen von außen durch neue
Wohnformen. Dabei werden auch weiterhin Wohnungen zur Versorgung
von Haushalten zur Verfügung stehen, die Unterstützung bei der Wohnungsversorgung benötigen.
•	Herausarbeiten einer Stadtteilidentität, Stärkung des Selbstbewusstseins
der Hainhölzerinnen und Hainhölzer und Veränderung der Innen- wie
Außenwahrnehmung des Stadtteils
•	Aufwertung der Schulenburger Landstraße durch die Stärkung von
92

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Anhänge
Einzelhandel und Dienstleistung in der Schulenburger Landstraße und am
Hainhölzer Markt
•	Weiterentwicklung und Komplettierung des Bömelburgviertels in Zeilenbauweise und gestalterische Neuordnung der wohnungsnahen Freiräume

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

93

Anhänge
4.4.	 Geförderte Projekte aus den Quartiersfonds Hainholz
4.4 Geförderte Projekte aus dem Quartiersfonds Hainholz

Geförderte
Projekte
2014:

94

Beleuchtung Figurinen
Stadtteilrallye
Malen mit Kindern
Fahrradtour und EFRE- Projekte
Mittagstisch
Kindersommerfest
Ferienfahrt
Beseitigung Graffity
Musik im Teegarten
Lebendiger Adventskalender
Vier Hundekotbeutelboxen
Stadtteil- und Gewerbefest
20 Kartons Hundekotbeutel
Weitere Kosten für Stadtteilfest
Hüpfburg, Sommerfest
Flohmarkt im Teegarten
Bastelaktionen im Teegarten
Hundekotbeutelbox Auf dem Dorn
Hundekotbeutelbox am Kulturbunker
Kulturfest zum Tag der Einheit
Große Spiele, großer Spaß
Laternenumzug
Sprachkurs
Sachkosten für Beteiligung
Lebendiger Adventskalender, Sportverein
Beirat Kultursommer 2015
Zuschuss Pico Bello
Baumpatenschaft Voltmerstraße
Baumpatenschaft Schulenburger Landstraße
Beirat Teegarten
Summe (Freigabe 70% + Mittelrückflüsse aus Vorjahren)

52,15 €
265,00 €
850,00 €
230,00 €
1.500,00 €
530,00 €
809,20 €
162,70 €
195,00 €
700,00 €
828,32 €
900,00 €
309,40 €
600,00 €
130,90 €
173,00 €
128,00 €
207,08 €
207,08 €
930,00 €
686,00 €
350,00 €
988,00 €
75,00 €
190,00 €
5.000,00 €
950,00 €
160,00 €
110,00 €
197,00 €
18.413,83 €

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Anhänge

Geförderte
Projekte
2015:

Fahrradsternfahrt
Illumination Stele
8. Hainhölzer Präventionstag
„Magical Mysterie Hainholz“
Musik und Geräusche
Fahrt in den Heidepark
Gewerbe- und Kultursommer
Training für Ausdruck und Gesang
Baumpatenschaft
HISS Veranstaltung
Einweihungswochenende Sportverein
Banner für den Teegarten
Kunstmarkthalle
Einfach Singen
Nachtrag Baumpatenschaft
Restaurierung Skulpturen
Ersatz Beutelbox Kulturhaus
Lebendiger Adventskalender
Fahrt nach Dankersen
30 Kartons Beutelboxen
Laternenumzug Familienzentrum
Selbstbehauptung für Mädchen
Mediation für Jungen
Laternenumzug Kleingärtner
Grundausstattung Baumpatenschaften
Baumpatenschaft SLS 46
Geschichtswerkstatt, Sichtung Fundus
Nachtrag Kulturveranstaltungen
Sachkosten für Beteiligung
Musik und Tanz anderer Kulturen
Trommeln und Perkussion
Berufsmesse Contact 2015
Migrantinnen kochen und erzählen
Roller- und Radfahrtraining
Postkarten Starkes Hainholz
Ruhig schlafen, Flüchtlinge Sporthalle
HISS, Veranstaltungsvorbereitung
Stillkurs
Musik liegt in der Luft, Teil I
Lebendiger Adventskalender, Sportverein
Summe (Freigabe 80% + Mittelrückfluss aus 2014)

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

190,00 €
52,15 €
125,00 €
565,00 €
350,00 €
252,00 €
5.730,00 €
990,00 €
200,00 €
80,00 €
990,00 €
180,00 €
950,00 €
170,00 €
127,04 €
200,00 €
145,20 €
153,32 €
950,00 €
464,10 €
350,00 €
860,00 €
925,00 €
250,00 €
60,80 €
200,00 €
200,00 €
46,83 €
100,00 €
600,00 €
800,00 €
500,00 €
190,00 €
699,60 €
190,00 €
200,00 €
18,50 €
120,00 €
600,00 €
250,00
20.024,54 €

95

Maßnahmenplan
5. Maßnahmenplan

Stadtteilmittelpunkt

"Hainhölzer Markt"

Grüne Mitte

96

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Maßnahmenplan

Maßnahmenplan
Maßnahmenplan
Maßnahmen
Förderung
Maßnahmen
mitmit
Förderung
Maßnahmen
in Vorbereitung/
Durchführung
Maßnahmen
in Vorbereitung/
Durchführung
Spiel-/
Bolzplatz
Spiel-/
Bolzplatz
Gebäudeabriss
Gebäudeabriss
Geltungsbereich
Sanierungsgebietes
Geltungsbereich
desdes
Sanierungsgebietes
Städtebauförderung
Städtebauförderung
Geltungsbereich
Sanierungsgebietes
Geltungsbereich
desdes
Sanierungsgebietes
EFRE-Förderung
EFRE-Förderung

Öffentliche
VerkehrsGrünflächen
Öffentliche
Verkehrsundund
Grünflächen
Straßen/
Wege/
Plätze
Straßen/
Wege/
Plätze
Grünflächen
Grünflächen

Private
FreiGrünflächen
Private
Freiundund
Grünflächen
Wege
/ Plätze
/ Parkplätze
Wege
/ Plätze
/ Parkplätze
Grünflächen
Grünflächen

Soziale
Infrastruktur
Soziale
Infrastruktur
Umnutzung/
Neugestaltung
Umnutzung/
Neugestaltung
Neubau
Neubau

Wohnen
Wohnen
Gebäudemodernisierung
Gebäudemodernisierung
Teilmodernisierung
Teilmodernisierung
Neubau
Neubau

Gewerbe
Gewerbe
Neugestaltung
Neugestaltung
Neubau
Neubau

Maßstab
1:2200
Maßstab
1:2200

Landeshaupstadt
Hannover
Landeshaupstadt
Hannover
Fachbereich
Planen
Stadtentwicklung
Fachbereich
Planen
und und
Stadtentwicklung
Bereich
Stadterneuerung
Wohnen
Bereich
Stadterneuerung
und und
Wohnen
OE 61.41
OE 61.41

Integriertes Handlungskonzept Hainholz 2015

Stand
2015-10
Stand
2015-10

Basisdaten:
Stadtkarte
1:1000
Basisdaten:
Stadtkarte
1:1000
LH Hannover
- Geoinformation
© LH ©
Hannover
- Geoinformation

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