Path:
Volume

Full text: Beteiligungsbericht (Rights reserved) Issue2015 (Rights reserved)

Kreissparkasse Ostalb TZA GOA Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH Zentrum für Gestaltung OSTALBKREIS OstalbKlinikum Service GmbH WiRO Krankenhaus Eigenbetriebe OstalbKlinikum Aalen/ Wachkoma Bopfingen Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH Servicegesellschaft St. AnnaVirngrundKlinik mbH St. AnnaVirngrundKlinik Ellwangen BETEILIGUNGSBERICHT DES OSTALBKREISES 2015 VORWORT Der Ostalbkreis ist an zahlreichen Gesellschaften beteiligt oder gehört ihnen an. Viele Aufgaben des Landkreises werden in nicht unerheblichem Umfang von Beteiligungsgesel lschaften außerhalb der Kernverwaltung wahrgenommen. Die wirtschaftliche Betätigung kann in verschiedenen Organisationsformen, wie dem Regiebetrieb (wirtschaftlich u nselbstständig), dem Eigenbetrieb (wirtschaftlich selbstständig, rechtlich unselbstständig), den Gesellschaften in Privatrechtsform wie der GmbH oder der Aktiengesellschaft (wir tschaftlich und rechtlich selbstständig) oder in Zweckverbänden und Vereinen erfolgen. Die kreiseigenen Unternehmen sind – trotz der formalen Ausgründung in Unternehmen privater Rechtsform – Instrumente zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben. Ein erfolgreiches Agieren der Unternehmen erfordert ein gutes Zusammenspiel zwischen dem Ostalbkreis, den Mitgesellschaftern und den Beteiligungsunternehmen. Als „Konzernmutter“ übernimmt der Kreis wirtschaftliche und politische Verantwortung für seine Tochterorganisationen und trägt unternehmerische Risiken. Umgekehrt müssen die Tochtergesellschaften den Interessen des Kreises dienen, indem sie die übertragenen Au fgaben effizient erfüllen. Der Ostalbkreis bildet mit den in seinem Mehrheitsbesitz stehenden Unternehmen – unbeschadet einer rechtlichen Selbständigkeit der Unternehmen – eine wirtschaftliche Einheit. In jedem einzelnen Beteiligungsverhältnis gilt es daher, die voranstehenden ö ffentlichen Interessen mit den unternehmerischen Einzelinteressen in Einklang zu bringen. Es gibt verschiedene Gründe, die zur Gründung von Unternehmen in Privatrecht sform, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen, führen. Dies können organisatorische oder auch politische Gründe sein. Zwingend ist jedoch immer „der öffentliche Zweck“, dem das Unte rnehmen dienen muss. § 105 Abs. 2 GemO i. V. m. § 48 LKrO schreibt dem Landkreis die Erstellung eines jährl ichen Beteiligungsberichts mit den wesentlichen Daten über die in Privatre chtsform geführten Unternehmen bzw. privatrechtlichen Unternehmen, an denen der Landkreis unmitte lbar beteiligt ist, verbindlich vor. Dasselbe gilt für Unternehmen, an denen der Landkreis mit mehr als 50 % mittelbar beteiligt ist. Bei Unternehmen mit einer unmittelbaren Beteiligung von weniger als 25 % genügt die Darstellung des Gegenstands des Unternehmens, der Beteiligungsverhältnisse und des Stands der Erfüllung des öffentl ichen Zwecks. Im Beteiligungsbericht werden damit die Beteiligungen, die beteiligungsähnlichen Gesellschaften und die Eigenbetriebe des Ostalbkreises zusammengefasst. Hierbei werden das Geschäftsjahr und die wesentlichen Veränderungen der einzelnen Beteiligungen transp arent dargestellt. Der Beteiligungsbericht vermittelt einen Überblick über die Beteiligungen und ermöglicht gleichzeitig eine bessere Einschätzung der dort wahrgenommenen Aufgaben. In komprimierter Form werden Informationen zur Lage der Landkreis-Beteiligungen dem Kreistag und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Im Bereich der Beteiligungen ergaben sich im Jahr 2015 folgende Veränderungen: Am 27. Januar 2015 wurde die Remstal Gartenschau 2019 GmbH gegründet. Am Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von 31.500 € ist der Ostalbkreis mit 1.500 € b eteiligt. Nach der Gründung hat die Gesellschaft zeitnah ihren Geschäftsbetrieb im geplanten Umfang aufgenommen. Die Komm.Pakt.Net (Kommunaler Pakt zum Netzausbau) wurde am 04. November 2015 gegründet. Der Ostalbkreis ist am Stammkapital in Höhe von 636.318,80 € mit 30.820,50 €, was einem Beteiligungsverhältnis von 4,84 % entspricht, beteiligt. Das Existenzgründer und Gewerbezentrum SPRAIT-TECH wurde mit Wirkung zum 01.01.2016 an die Fa. WHS GmbH & Co.KG, Spraitbach, veräußert. Gleichzeitig hat der Kreistag den Austritt des Ostalbkreises aus der SPRAIT-TECH GmbH beschlossen. Laut Gesellschaftsbeschluss vom 13.10.2015 liquidiert die Technologiezentrum Aalen GmbH zum 31.12.2015, sodass eine endgültige Auflösung zum 31.12.2016 angestrebt wird. Diese Beschlussfassung erfolgte vor dem Hintergrund des neuen Innovationszentrums auf dem Hochschulcampus „Burren“. Aalen, Oktober 2016 Klaus Pavel Landrat Inhaltsverzeichnis Seite Vorwort 1. RECHTLICHE GRUNDLAGEN ......................................................................................... 4 2. BETEILIGUNGSÜBERSICHT ............................................................................................ 5 3. ÜBERSICHT ABSCHLUSSPRÜFER .................................................................................... 6 4. KENNZAHLEN ................................................................................................................ 8 5. BETEILIGUNGEN DES OSTALBKREISES ÜBER 25 % ...................................................... 10 5.1 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH .................................. 10 5.2 Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg ........................... 20 5.3 Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation GmbH ............................ 27 5.4 Technologiezentrum Aalen GmbH ......................................................................... 31 5.5 Ostalb-Klinikum Service GmbH ............................................................................. 36 5.6 Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH .............................. 40 5.7 Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH ............................................................... 45 5.8 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH.................................................................... 50 6. BETEILIGUNGEN DES OSTALBKREISES UNTER 25 % ................................................... 58 6.1 P.E.G.A.S.U.S. GmbH & Co. KG ........................................................................... 58 6.2 Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH ........................................ 61 6.3 Aalener Thermal-Mineralbad GmbH & Co. KG ..................................................... 66 6.4 SPRAIT-TECH GmbH.............................................................................................. 68 6.5 Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG ....................................................................... 71 6.6 Baugenossenschaft Ellwangen eG ......................................................................... 75 6.7 AGKAMED Holding GmbH .................................................................................... 78 6.8 Remstal Gartenschau 2019 GmbH........................................................................ 80 6.9 Komm.Pakt.Net ..................................................................................................... 83 7. EIGENBETRIEBE DES OSTALBKREISES .......................................................................... 86 7.1 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen ....... 86 7.2 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd .................................................................... 108 7.3 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen ................................................................... 124 8. BETEILIGUNGSÄHNLICHE GESELLSCHAFTEN ........................................................... 136 8.1 Kreissparkasse Ostalb ......................................................................................... 136 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Beteiligungsübersicht 1. RECHTLICHE GRUNDLAGEN Die Gemeindeordnung gibt in § 105 i. V. m. § 48 LKrO die entsprechenden Grun dsätze für den Beteiligungsbericht vor: „(2) Die Gemeinde hat zur Information des Gemeinderats und ihrer Einwohner jäh rlich einen Bericht über die Unternehmen in einer Rechtsform d es privaten Rechts, an denen sie unmittelbar oder mit mehr als 50 vom Hundert mittelbar beteiligt ist, zu e rstellen. In dem Beteiligungsbericht sind für jedes Unternehmen mindestens darzuste llen: [...] Ist die Gemeinde unmittelbar mit weniger als 25 vom Hundert beteiligt, kann sich die Darstellung auf den Gegenstand des Unternehmens, die Beteiligungsverhältnisse und den Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens beschrä nken. (3) Die Erstellung des Beteiligungsberichts ist ortsüblich bekannt zu geben; Absatz 1 Nr. 2 Buchst. b gilt entsprechend. (4) Die Rechtsaufsichtsbehörde kann verlangen, dass die Gemeinde ihr den Beteil igungsbericht und den Prüfungsbericht mitteilt.“ Darüber hinaus ist der Beteiligungsbericht nach § 105 Abs. 1 Nr. 2 b GemO i. V. m. § 48 LKrO öffentlich bekannt zu geben und an 7 Tagen öffentlich auszul egen. 4 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Beteiligungsübersicht 2. BETEILIGUNGSÜBERSICHT Ostalbkreis 31.12.2015 unmittelbare Beteiligung über 25% unmittelbare Beteiligung unter 25% GOA P.E.G.A.S.U.S. GmbH & Co. KG Stammkapital 2.000 T€ Anteil Landkreis: 980 T€ = 49 % Stammkapital 1.452 T€ Anteil Landkreis: 101,6 T€ = 7,0 % WiRO GmbH Reha Südwest gGmbH Stammkapital 55 T€ Anteil Landkreis: 36,3 T€ = 66 % Stammkapital 51 T€ Anteil Landkreis: 2,5 T€ = 5 % Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation Aalener Thermal-Mineralbad Stammkapital 240,3 T€ Anteil Landkreis: 76,7 T€ = 31,9 % GmbH & Co. KG Stammkapital 7.158 T€ Anteil Landkreis: 256 T€ = 3,57 % Technologiezentrum Aalen GmbH SPRAIT-TECH GmbH Stammkapital 26 T€ Anteil Landkreis: 7,7 T€ = 29,5 % Stammkapital 870 T€ Anteil Landkreis: 25,5 T€ = 2,93 % Ostalb-Klinikum Service GmbH Kreisbaugenossenschaft Ostalb e.G. Stammkapital 25 T€ Anteil Landkreis: 12,7 T€ = 51 % Stammkapital rd. 1,4 Mio. € Anteil Landkreis: 5,25 T€ = 0,36 % Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik mbH Baugenossenschaft Ellwangen eG Stammkapital 25 T€ Anteil Landkreis: 25 T€ = 100 % Stammkapital 2.514 T€ Anteil Landkreis: 2 T€ = 0,08 % Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH AGKAMED GmbH Stammkapital 25 T€ Anteil Landkreis: 25 T€ = 100 % Stammkapital 75 T€ Anteil Landkreis: 0,5 T€ = 0,67 % Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH Remstalgartenschau 2019 GmbH Stammkapital 100 T€ Anteil Landkreis: 100 T€ = 100 % Stammkapital 31,5 T€ Anteil Landkreis: 1,5 T€ = 4,8 % Komm.Pakt.Net Stammkapital 636,3 T€ Anteil Landkreis: 30,8 T€ = 4,8 % 5 Kreissparkasse Ostalb Eigenbetriebe Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Übersicht Abschlussprüfer 3. ÜBERSICHT ABSCHLUSSPRÜFER Beteiligungsunternehmen Abschlussprüfer 2014 Abschlussprüfer 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH MEDICITREU GMBH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Kaufbeurer Straße 15 86825 Bad Wörishofen MEDICITREU GMBH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Kaufbeurer Straße 15 86825 Bad Wörishofen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg Helmer und Partner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft August-Lösch-Straße 26/1 89522 Heidenheim Helmer und Partner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft August-Lösch-Straße 26/1 89522 Heidenheim Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation GmbH Steuerberaterin Elisabeth Hahn Vorderer Berg 32 73527 Schwäbisch Gmünd Steuerberaterin Elisabeth Hahn Vorderer Berg 32 73527 Schwäbisch Gmünd Technologiezentrum Aalen GmbH LIEB GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Friedhofstraße 9 73430 Aalen LIEB GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Friedhofstraße 9 73430 Aalen Ostalb-Klinikum Service GmbH Dr. Fritz Städele Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH Augartenweg 24 87437 Kempten Servicegesellschaft St. AnnaVirngrund-Klinik Ellwangen mbH Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Calwer Straße 7 70173 Stuttgart Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH Dr. Fritz Städele Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH Augartenweg 24 87437 Kempten Dr. Fritz Städele Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH Augartenweg 24 87437 Kempten Dr. Fritz Städele Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH Augartenweg 24 87437 Kempten Dr. Fritz Städele Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH Augartenweg 24 87437 Kempten Dr. Fritz Städele Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH Augartenweg 24 87437 Kempten Helmer und Partner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft August-Lösch-Straße 26/1 89522 Heidenheim Treuhand Südwest GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Beiertheimer Allee 32 76137 Karlsruhe Dr. Fritz Städele Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GmbH Augartenweg 24 87437 Kempten Helmer und Partner Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft August-Lösch-Straße 26/1 89522 Heidenheim Treuhand Südwest GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Beiertheimer Allee 32 76137 Karlsruhe Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH P.E.G.A.S.U.S. GmbH & Co.KG Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH 6 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Übersicht Abschlussprüfer Beteiligungsunternehmen Abschlussprüfer 2014 Abschlussprüfer 2015 Aalener Thermal-Mineralbad GmbH & Co. KG INVRA Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pfeuferstraße 7 81373 München INVRA Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pfeuferstraße 7 81373 München SPRAIT-TECH GmbH ALP Lutz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Eutighofer Str. 120 73525 Schwäbisch Gmünd ALP Lutz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Eutighofer Str. 120 73525 Schwäbisch Gmünd vbw Verband badenwürttembergischer Wohnungsund Immobilienunternehmen e. V. Herdweg 52/54 70174 Stuttgart vbw Verband badenwürttembergischer Wohnungsund Immobilienunternehmen e. V. Herdweg 52/54 70174 Stuttgart vbw Verband badenwürttembergischer Wohnungsund Immobilienunternehmen e. V. Herdweg 52/54 70174 Stuttgart vbw Verband badenwürttembergischer Wohnungsund Immobilienunternehmen e. V. Herdweg 52/54 70174 Stuttgart CURATON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Niederrheinstr. 16/16a 40474 Düsseldorf BW Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hauptstr. 41 70563 Stuttgart Preiss & Kmoch Steuerberater Universitätspark 1/1 73525 Schwäbisch Gmünd Landratsamt Ostalbkreis Rechnungsprüfungsamt Stuttgarter Str. 41 73430 Aalen Landratsamt Ostalbkreis Rechnungsprüfungsamt Stuttgarter Str. 41 73430 Aalen Landratsamt Ostalbkreis Rechnungsprüfungsamt Stuttgarter Str. 41 73430 Aalen Sparkassenverband BadenWürttemberg Prüfungsstelle Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG Baugenossenschaft Ellwangen eG AGKAMED Holding GmbH Remstal Gartenschau 2019 GmbH Komm.Pakt.Net Ostalb-Klinikum Aalen/Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Kreissparkasse Ostalb Landratsamt Ostalbkreis Rechnungsprüfungsamt Stuttgarter Str. 41 73430 Aalen Landratsamt Ostalbkreis Rechnungsprüfungsamt Stuttgarter Str. 41 73430 Aalen Landratsamt Ostalbkreis Rechnungsprüfungsamt Stuttgarter Str. 41 73430 Aalen Sparkassenverband BadenWürttemberg Prüfungsstelle Am Hauptbahnhof 2 70173 Stuttgart 7 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kennzahlen 4. KENNZAHLEN Vermögenslage: Anlagenintensität = Umlaufintensität = Deckungsgrad B = Anlagevermögen x 100 Gesamtvermögen (=Bilanzsumme) Umlaufvermögen x 100 Gesamtvermögen (=Bilanzsumme) (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) x 100 Anlagevermögen Prozentualer Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen. Eine hohe Anlagenintensität ist ein Indiz für einen kostenintensiven (Fixkosten) Betrieb des Unternehmens. Prozentualer Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen. Der Deckungsgrad B gibt darüber Auskunft, inwieweit das Anlagevermögen durch langfristiges Kapital gedeckt ist. Langfristiges Vermögen soll auch langfristig finanziert sein (goldene Bilanzregel)- Deshalb sollte der Deckungsgrad II deutlich über 100% liegen. Finanzlage: Eigenkapitalquote = Fremdkapitalquote = Anlagendeckung I = Liquidität I. Grad = Eigenkapital x 100 Gesamtkapital (=Bilanzsumme) Fremdkapital x 100 Gesamtkapital (=Bilanzsumme) Eigenkapital x 100 Anlagevermögen flüssige Mittel x 100 kurzfristige Verbindlichkeiten 8 Prozentualer Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital. Eine hohe EK-Quote gilt als Indikator für die Bonität eines Unternehmens. Prozentualer Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital. Prozentualer Anteil des Eigenkapitals am Anlagevermögen. Die Anlagendeckung dient der Beurteilung der langfristigen Liquidität (langfristig gebundene Vermögenswerte sollen durch langfristiges Kapital finanziert werden). Dient zur Bewertung der Zahlungsfähigkeit. Beträgt die Liquidität 1. Grades z.B. über 100% können allein mit den liquiden Mitteln alle kurzfristigen Verbindlichkeiten gedeckt werden. Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kennzahlen Liquidität II. Grad = flüssige Mittel + kurzfr. Forderungen x 100 kurzfristige Verbindlichkeiten Die Liquidität 2. Grades gibt an, inwieweit die Forderungen und flüssigen Mittel die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken. Ertragslage: Umsatzrentabilität = Eigenkapitalrentabilität = Gesamtkapitalrentabilität = Kostendeckung = Cash-Flow = Jahresüberschuss x 100 Umsatzerlöse Jahresüberschuss x 100 Eigenkapital (Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen) x 100 Gesamtkapital Umsatzerlöse x 100 Gesamtaufwand Jahresüberschuss + Abschreibung auf Anlagevermögen + Erhöhung der langfr. Rückstellungen ./. Verminderung der langfr. Rückstellungen 9 Prozentualer Anteil des Jahresüberschusses an den Umsatzerlösen. Die Umsatzrentabilität misst den Betriebserfolg an der Umsatztätigkeit. Prozentualer Anteil des Jahresüberschusses am Eigenkapital. Die EK-Rentabilität gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte Eigenkapital im Geschäftsjahr verzinst hat. Prozentualer Anteil des Jahresüberschusses am Gesamtkapital. Die GK-Rentabilität gibt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte (Gesamt-)Kapital im Geschäftsjahr verzinst hat. Prozentualer Anteil der Umsatzerlöse am Gesamtaufwand. Der Kostendeckungsgrad gibt an, in welchem Maße ein Unternehmen seine Aufwendungen am Markt über Umsatzerlöse decken kann. Der Cash-Flow beschreibt den Mittelzufluss des Geschäftsjahres, dem kein unmittelbarer Mittelabfluss gegenübersteht. Er zeigt, in welchem Umfang Finanzmittel für das Folgejahr zur Verfügung stehen. Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH 5. BETEILIGUNGEN DES OSTALBKREISES ÜBER 25 % 5.1 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH 5.1.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Graf-von-Soden-Straße 7 73527 Schwäbisch Gmünd Verwaltungsanschrift: Im Wert 2/1 73563 Mögglingen (seit Dezember 2015) Telefon: Telefax: (0 71 71) 1 80 0 - 0 (0 71 71) 1 80 0 - 111 E-Mail: Internet: goa@goa-online.de www.goa-online.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 17. Oktober 1991 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 02. August 2005 5.1.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist das Einsammeln, Transportieren, die Verwe rtung und Beseitigung von Abfällen zur Erfüllung der Pflichten des Ostalbkreises als öffentlichrechtlicher Entsorgungsträger im Sinne von § 15 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sowie die Rekultivierung, Sanierung und Nachsorge von Deponien. Der Unternehmenszweck umfasst auch den Handel, das Makeln und die Vermarktung von Abfällen, Sekundärrohstoffen und anderen Produkten aus dem Ostalbkreis, das Errichten und Betreiben von Abfall- und Sekundärrohstoffbehandlungsanlagen im Ostalbkreis sowie im Rahmen von § 102 Abs. 7 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg auch eine Betätigung außerhalb des Ostalbkreises. Die GOA ist beauftragter Dritter für die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben des Ostal bkreises auf dem Gebiet der Abfallwirtschaft im Sinne von § 22 KrWG. 10 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH Seit dem 01.01.2008 hat der Ostalbkreis zudem die Entsorgungspflicht für die im Rahmen der Selbstanlieferung überlassenen Abfälle gemäß § 16 Abs. 2 KrW-/AbfG i.V.m. § 72 Abs. 1 KrWG auf die GOA übertragen (ausgenommen Kleinmengen). Die Gesellschaft kann sich auf branchenverwandten Gebieten betätigen und sich insbesondere auch an Unternehmen ihrer Branche und branchenverwandten Unternehmen b eteiligen und die Geschäftsführung solcher Unternehmen übernehmen. 5.1.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 2.000.000 €. Der Ostalbkreis ist Gesellschafter mit 49 % (980.000 €), die Hörger Holding GmbH hält 51 % (1.020.000 €) an der GOA. Zum 31.12.2015 bestehen folgende Beteiligungen der GOA: Beteiligung ME-BW GmbH 400,00 € Kommanditeinlage Logex KG 10.843,67 € Beteiligung NOW Zweckverb. Wasservers. Beteiligung NEO 5.1.4 700,53 € 84.800,00 € Organe der Gesellschaft a) Geschäftsführer: Henry Forster b) Aufsichtsrat: Landrat Klaus Pavel, Aalen, Vorsitzender Richard Arnold, Schwäbisch Gmünd, Cav. Mario Capezzuto, Lorch, Kreisrat Volker Grab, Ellwangen, Kreisrat Bernd Hörger, Sontheim, Hörger Holding Willy Hörger, Sontheim, Kreisrat Hörger Holding, stellv. Vorsitzender Wolfgang Hofer, Essingen, Kreisrat 11 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH Christian Käufer, Schwäbisch Gmünd, Franz-Xaver Ladenburger, Aalen, Rudolf Resch, Sontheim, Martin Siekiera, Ulm, Kreisrat Hörger Holding Hörger Holding Karl Walliser, Gerstetten, Peter Welsch, Sontheim, Hörger Holding Hörger Holding Herbert Witzany, Westhausen, c) Arbeitnehmervertreter Kreisrat Die Gesellschafterversammlung besteht aus der Hörger Holding GmbH und dem Ostalbkreis. 5.1.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Das Jahr 2015 war für die GOA wirtschaftlich sehr erfolgreich. Jedoch war es wieder von den Auseinandersetzungen zwischen kommunaler und privatwirtschaftlicher Entsorgung swirtschaft geprägt. Insbesondere bei den Rahmenbedingungen zum Wertstoffgesetz und zur Novellierung der Gewerbeabfallverordnung hat sich der Ton verschärft. Von der florierenden Wirtschaft profitieren Unternehmen, die sich sehr stark auf den Handel und die Vermarktung großer Mengen von Sekundärrohstoffen fokussiert haben, nicht. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 37.264 T€ (Vj. 35.254 T€) und steigerte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,7%. Diese Umsatzsteigerung konnte beinahe ausschließlich bei den nichtkommunalen Erlösen erzielt werden. Der Umsatzanteil des Ostalbkreises sank demzufolge auf 44,1 % (Vj. 46,2 %). 2015 wurden Investitionen in Höhe von 3.967 T€ vorgenommen. Ein Schwerpunkt der Investitionen bildete der Neubau des Verwaltungsgebäudes in Mögglingen. Daneben wu rde verstärkt in neue Maschinen und Fahrzeuge investiert. Die Finanzierung erfolgte über Bankkredite und über den Cashflow. 5.1.6 Lage des Unternehmens Das Ergebnis 2015 weist einen Gewinn in Höhe von 3.498 T€ (Vorjahr: 3.404 T€) aus. 12 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH 1. Vermögenslage Das Eigenkapital beläuft sich zum 31.12.2015 auf 15.774 T€ (Vorjahr: 14.776 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Jahresüberschuss 2015 in Höhe von 3.498 T€, einer weiteren Gewinnausschüttung in Höhe von 500 T€ für 2014 sowie einer Vorabausschüttung in Höhe von 2.000 T€ für 2015. Die Eigenkapitalquote beträgt 50,1% (Vorjahr: 48,6%). Der Deckungsgrad B (herangezogen wurden alle langfristig abgeschlossenen Da rlehen plus 50 % der Rückstellungen) beläuft sich auf 113,4% (Vorjahr: 109,4%). 2. Finanzlage Die zwischen Gesellschaftern und Geschäftsleitung abgestimmte, langfristige Strategie der anteiligen Gewinnthesaurierung verhilft der GOA zu einer stabilen und nachhaltigen F inanzstruktur. Im November 2015 beschloss die Gesellschafterversammlung eine Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 2,0 Mio.€, auszahlbar im Dezember 2015. Die Liquidität 2. Grades betrug zum Ende des Berichtsjahres 91,8 % (Vorjahr: 67,7%) Für die Berechnung der Liquiditätskennzahlen wurden die kurzfristigen Verbindlichke iten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten sowie 50 % der Rückstellungen herangezogen. Der Cashflow (Gewinn nach Steuern + AfA) beläuft sich auf 7.096 T€ (Vorjahr: 6.950 T€). 3. Ertragslage Das Ergebnis 2015 weist einen Gewinn von 3.498 T€ (Vorjahr: 3.404 T€) aus. Ergebnis des laufenden Betriebs 4.803 T€ Sonstige betriebl. Aufw./Erträge + 432 T€ Finanzergebnis - 344 T€ Steuern vom Einkommen und Ertrag - 1.393 T€ Jahresüberschuss 3.498 13 T€ Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträgen sind folgende größere Posten enthalten: Erträge aus Anlagenverkäufen (saldiert) + 84 T€ Sonstige Nebenerlöse + 121 T€ Betriebs-/periodenfremde Erträge + 97 T€ Erhaltener Schadensersatz + 272 T€ Schadensaufwendungen - 160 T€ Forderungsverluste - 12 T€ 14 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage GOA Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 63.907 Veränderungen in € in % 77.639 -13.732 -17,69 18.507.050 17.265.927 1.241.123 7,19 3.166.797 3.476.416 -309.619 -8,91 5.145.214 5.671.399 -526.185 -9,28 176.090 216.193 -40.103 -18,55 96.744 108.907 -12.163 -11,17 0 0 0 0,00 27.155.803 26.816.481 339.322 1,27 472.486 522.035 -49.549 -9,49 2.718.854 2.619.580 99.274 3,79 0 0 0 0,00 35.836 35.033 803 2,29 47.563 94.022 -46.459 -49,41 1.037.882 302.249 735.633 243,39 4.312.621 3.572.919 739.702 20,70 28.896 45.739 -16.843 -36,82 31.497.319 30.435.139 1.062.180 3,49 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen - Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten - technische Anlagen und Maschinen - andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - geleistete Anzahlungen im Bau Finanzanlagen - Beteiligungen - Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Summe Anlagevermögen Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Forderungen an Gesellschafter - Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - Sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 15 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH Passiva in € 2015 2014 Gezeichnetes Kapital 2.000.000 Gewinnrücklage Bilanzgewinn Veränderungen in € in % 2.000.000 0 0,00 7.168.585 7.168.585 0 0,00 6.605.486 5.607.613 997.873 17,79 15.774.071 14.776.198 997.873 6,75 86.587 184.820 -98.233 -53,15 Sonstige Rückstellungen 1.985.582 1.741.750 243.832 14,00 Summe Rückstellungen 2.072.169 1.926.570 145.599 7,56 10.496.192 11.222.108 -725.916 -6,47 0 0 0 0,00 2.003.830 1.607.417 396.413 24,66 314.154 190.095 124.059 65,26 5.586 7.131 -1.545 -21,67 Sonstige Verbindlichkeiten 820.292 705.620 114.672 16,25 Summe Verbindlichkeiten 13.640.054 13.732.371 -92.317 -0,67 11.025 0 11.025 31.497.319 30.435.139 1.062.180 Eigenkapital Summe Eigenkapital Rückstellungen Steuerrückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 16 3,49 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH GOA Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 37.263.718 Veränderungen in € in % 35.254.432 2.009.286 5,70 2.485 69.036 -66.551 -96,40 Andere aktivierte Eigenleistungen 199.247 268.802 -69.555 -25,88 Sonstige betriebliche Erträge 794.846 1.255.535 -460.689 -36,69 Materialaufwand 11.932.518 11.711.831 220.687 1,88 Personalaufwand 13.003.501 12.106.402 897.099 7,41 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.598.105 3.542.467 55.638 1,57 Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.395.406 4.058.139 337.267 8,31 783 2.401 -1.618 -67,39 0 0 0 0,00 4.160 10.575 -6.415 -60,66 2.070 2.949 -879 -29,81 346.010 384.862 -38.852 -10,10 4.982.659 4.916.059 66.600 1,35 1.393.344 1.409.693 -16.349 -1,16 91.442 102.008 -10.566 -10,36 Jahresüberschuss 3.497.873 3.404.358 93.515 2,75 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.107.613 3.703.255 1.404.358 37,92 Ausschüttung 2.000.000 1.500.000 500.000 33,33 Bilanzgewinn 6.605.486 5.607.613 997.873 17,79 Umsatzerlöse Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen Erträge aus Beteiligungen Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. 17 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH Personal Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Aushilfen und Auszubildende) hat zum Ende des Bericht sjahres 281 (Vorjahr: 278) betragen. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr 13 junge Menschen als Bürokaufleute, Fachkräfte für Abfallwirtschaft und Kfz-Mechatroniker ausgebildet. Weitere 61 Mitarbeiter waren im Reinigungsdienst, auf den Wertstoffhöfen und sais onal weitere 48 Mitarbeiter für die Betreuung der Grünabfallcontainer als Aushilfen geringfügig beschäftigt. Die Krankheitsquote im gesamten Unternehmensbereich ist mit 5,51 % im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr (5,05 %) weiter angestiegen. Es haben sich insgesamt 21 Arbeitsunfälle (Vorjahr: 42) ereignet, die zusammen 239 Ausfalltage (Vorjahr: 735) zur Folge hatten. Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer 1) getrennt nach Gruppen - § 285 Nr. 7 HGB - (ohne Geschäftsführer und geringfügig Beschäftigte) 2015 Verwaltung mit Vertrieb vollzeitbeschäftigt 1) teilzeitbeschäftigt Gewerblicher Bereich (Fuhrpark, Deponie) vollzeitbeschäftigt teilzeitbeschäftigt Auszubildende Verwaltung mit Vertrieb Gewerblicher Bereich Insgesamt 1) 38 17 2014 Angestellte vollzeitbeschäftigt teilzeitbeschäftigt 1) Arbeiter 208 18 281 6 7 294 vollzeitbeschäftigt teilzeitbeschäftigt Auszubildende Verwaltung mit Vertrieb Gewerblicher Bereich Insgesamt ohne 4 Mitarbeiter/-innen (Vorjahr: 10), die sich im Erziehungsurlaub befinden 5.1.7 38 16 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 18 207 17 278 6 7 291 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung mbH 5.1.8 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis Der Landkreis hat für nachstehende Darlehen Bürgschaften übernommen: Konto Nr. 604 487 428 604 499 876 606 593 055 4 302 287/21 604 624 336 604 786 077 604 786 069 Summe Aufnahmejahr 1996 1996 1996 1997 1997 1998 1998 Darlehensgeber BW Bank BW Bank BW Bank Commerzbank BW Bank BW Bank BW Bank Stand 31.12.2015 36.314,62 49.135,01 19.173,20 121.662,05 67.122,53 126.544,59 132.554,65 552.506,65 € € € € € € € € Entsprechend der Beteiligungsverhältnisse hat die WRZ Hörger GmbH & Co. KG im U mfang von 51 % der vom Ostalbkreis verbürgten Darlehen eine Rückbürgschaft überno mmen. 19 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg 5.2 Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg 5.2.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Bahnhofplatz 5 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon: Telefax: (0 71 71) 9 27 53 - 0 (0 71 71) 9 27 53 - 33 E-Mail: Internet: wiro@ostwuerttemberg.de www.ostwuerttemberg.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 29. August 1996 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 17. Dezember 1996 5.2.2 Gegenstand des Unternehmens Die Gesellschaft hat das Ziel, Maßnahmen zu fördern, die der Entwicklung und Verbess erung der Wirtschaftsstruktur in der Region Ostwürttemberg dienen, insbesondere durch  Unterstützung der Wirtschaftsförderungsaktivitäten in der Region,  Planung und Durchführung von Standortwerbung für die Region,  Schaffung der notwendigen Datenbasis zur überregionalen Akquisition von Unterne hmen,  Unterstützung der in der Region ansässigen Unternehmen bei der Schaffung zusätzlicher und Sicherung vorhandener Arbeitsplätze und  Entwicklung und Förderung von Initiativen zur Stärkung von weichen Standor tfaktoren der Region. 5.2.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Das Stammkapital der WiRO wurde im Jahr 2009 auf 55.000 Euro erhöht. Unter Beib ehaltung der Anteilstruktur übernahm der Ostalbkreis auf dieses Stammkapital eine Stammeinlage von 36.300 Euro (66 %) und der Landkreis Heidenheim eine Stammeinla ge von 18.700 Euro (34 %). Die Stammeinlagen wurden bar erbracht. Nach Einzahlung des Stammkapitals können von den Gesellschaftern keine weiteren Einzahlungen (Nachschüsse) verlangt werden. 20 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg 5.2.4 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: Dr. oec. Ursula Bilger Aufsichtsrat: Landrat Klaus Pavel, Vorsitzender des Aufsichtsrats Landrat Thomas Reinhardt, stellv. Vorsitzender Vertreter des Kreistags des Ostalbkreises: Mario Capezzuto Gerd Dannenmann Elmar Hägele Jutta Heim-Wenzler Ellen Eva Renz Vertreter des Kreistages des Landkreises Heidenheim: Olaf Bernauer Bernhard Ilg Armin Leber Vertreter der Kreissparkasse Ostalb: Andreas Götz Vertreter der Kreissparkasse Heidenheim: Dieter Steck Vertreter des Regionalverbands Ostwürttemberg: Richard Arnold Selcuk Özer Vertreter der IHK Ostwürttemberg: Klaus Moser Vertreter des DGB Ostwürttemberg: Ralf Willek Vertreter der EnBW/ODR: Frank Hose Vertreter der Volksbanken/Raiffeisenbanken der Region Ostwürttemberg: Karl Magenau Die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden am 22.10.2014 für die Amtszeit der Kreistage des Ostalbkreises und des Landkreises Heidenheim bestellt. Durch Normierung des Aufsichtsrates vom 26. Februar 1997 wurde ein beratender Beirat gebildet. Aufgabe des Beirats ist die Beratung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung in allen den Unterne h- 21 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg mensgegenstand betreffenden Fragen. In der Aufsichtsratssitzung vom 26. Januar 2005 wurde das Ruhen der Funktion des Beirats beschlossen. 5.2.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Das Aufgabengebiet der WiRO ist das Standortmarketing im weiteren Sinne u nd basiert auf den drei Säulen Standortentwicklung, Service für Unternehmen und Kommunen und Standortmarketing und Kommunikation. Über Projekte und Initiativen sind die drei Bereiche eng miteinander verknüpft. Dabei übernimmt die WiRO einerseits eine „Scharnie rfunktion“ zu den Fachministerien, Landesmarketingeinrichtungen oder landesweiten Initiativen und Netzwerken und arbeitet andererseits eng mit den Wirtschaftsförderakteuren auf Landkreis- und kommunaler Ebene zusammen. Die regionale Wirtschaft war in 2015 weiterhin durch eine positive Entwicklung gekennzeichnet. Der Arbeitsmarkt erwies sich im Jahr 2015 als stabil mit einer weiteren Zunahme der Beschäftigten und einem niedrigen Insolvenzrisiko. Die Wirtschaftsleistung und die Arbeitsmarktdaten haben sich im Ostalbkreis weiterhin stärker entwickelt als im Landkreis Heidenheim. Die WiRO konnte in diesem wirtschaftlichen Umfeld ihre Strategiefelder mit der Weiterentwicklung Ostwürttembergs als Kompetenzstandort, Innovationsstandort, Investit ionsund Gründungsstandort und bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs stärken und au sbauen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden mehr als 80 Aktivitäten rund um Branchen- und Netzwerktreffen, Gemeinschaftsmessestände, Fachforen, Betriebsbesuche, Arbeitskreise und Projektsitzungen organisiert oder begleitet. In den Bereichen Automotive, Holz, Energie, Oberflächentechnologie, Photonik, Kreativwirtschaft, Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau, Marketing und Unternehmensnachfolge wurden weitere Unterstützungen fortgeführt bzw. vertieft. Die WiRO ist sogenannter „Cluster-Kontakt“ des Landes Baden-Württemberg für die Region Ostwürttemberg und Koordinierungsstelle für die Clusterstrategie des Landes. Auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München hat die WiRO erstmals mit einer großen regionalen Präsenz mit verschiedenen Immobiliendienstleistern sowie den Städten 22 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd den Regionsstand auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Baden-Württemberg organisiert. Die Region wurde als starker Investitionsstandort präsentiert und die Partner konnten wichtige Kontakte knüpfen. Im Berichtsjahr lag ein Schwerpunkt der Aktivitäten im Fachkräftemarketing und bei der Organisation der Fachkräfteallianz Ostwürttemberg. Konkreter Ansatz der Wirtschaftsförderung im Rahmen der Fachkräfteallianz ist die Umsetzung der Fachkräftekampagne „Erstaunliches Ostwürttemberg“. Mit der Bewerbung der Region als attraktiver Lebens- und Arbeitsraum im Internet, auf Facebook und bei Fachkräftemessen hat die Kampagne we iteren Schwung bekommen. Neben einer aktiven Beteiligung zahlreicher Unternehmen bei Recruitingmessen wurden auch die Stellenangebote von aktuell über 170 Unternehmen, die im Fachkräfteportal Ostwürttemberg gelistet sind, beworben. 5.2.6 Lage des Unternehmens Der Jahresabschluss der WiRO zum 31.12.2015 weist eine Bilanzsumme in Höhe von 236.178,41 € sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einen Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 123.669,50 € (Vorjahresverlust: 50.815,84 €) aus. Bedingt durch die Übernahme des Vorjahresverlustes aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit durch die Gesellschafter ergibt sich für 2015 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 72.853,66 € (Vorjahr 17.558,93 €). Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich um 2 T€ erhöht. Die Veränderung resultiert aus einem Anstieg der Kapitalrücklagen um 75 T€ sowie einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 73 T€. Aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses vom 01.07.2015 wurden die Finanzierungszuschüsse der Gesellschafter in Höhe von 75 T€ (Ostalbkreis 50 T€, Landkreis Heidenheim 25 T€) direkt in die Kapitalrücklage eingestellt. Dies führt im Berichtsjahr zu einem, gegenüber dem Vorjahr um 75 T€ höherem, Jahresfehlbetrag. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 25,99 % (Vorjahr: 26,23 %). Die Finanzierungszuschüsse der Kreissparkassen, diverser Volks- und Raiffeisenbanken aus dem Ostalbkreis und der EnBW beliefen sich auf netto 222 T€. Der Rückgang der Finanzierungszuschüsse im Vergleich zum Vorjahr um 61 T€ resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Gesellschafterzuschüsse in Höhe von 75 T€, da diese direkt in die K a- 23 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg pitalrücklage eingestellt wurden. Bei den Finanzierungszuschüssen der Volks- und Raiffeisenbanken konnte eine Steigerung um 19 T€ erreicht werden. Auf der Basis von Sponsoring-Verträgen erhält die WiRO von den Mitgliedsunternehmen Beiträge für die Fachkräftekampagne. In Vorjahren hat sich ein Überschuss in Höhe von rund 104 T€ ergeben, welcher in eine Projektrückstellung eingestellt wurde. Die WiRO hat im Berichtsjahr Beiträge in Höhe von insgesamt 75 T€ (netto) eingesammelt. Diesen Erträgen stehen in 2015 Aufwendungen in Höhe von insgesamt 100 T€ (netto) gegenüber. Der sich hieraus ergebende Mehraufwand in Höhe von 25 T€ (netto) wird durch eine Entna hme aus der Projektrückstellung gedeckt. Die Betriebsleistung der WiRO reduzierte sich in 2015 um 188 T€ auf 355 T€. Im Wesentlichen ist dies durch den Rückgang der ausgewiesenen Finanzierungsüberschüsse (-61 T€) sowie den Rückgang der sonstigen Erträge im Zusammenhang mit der Fachkräftekampagne (-142 T€) verursacht. Der Anlagendeckungsgrad stieg von 590 % auf 678 %. Das Anlagevermögen wird nach wie vor vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Trotz Jahresfehlbetrag sind die flüssigen Mittel zum Bilanzstichtag leicht gestiegen. Der Liquidität sgrad beträgt unverändert 129 %. 24 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage WiRO Daten der Bilanz Aktiva in € Veränderungen 2015 2014 Immaterielle Vermögensgegenstände 1.481 0 1.481 Sachanlagen 7.573 10.059 -2.486 -24,71 Summe Anlagevermögen 9.054 10.059 -1.005 -9,99 13.033 8.179 4.854 59,35 213.677 207.514 6.163 2,97 226.710 215.693 11.017 5,11 414 69 345 500,00 236.178 225.821 10.357 4,59 2015 2014 Gezeichnetes Kapital 55.000 Kapitalrücklage Gewinnvortrag in € in % Anlagevermögen Umlaufvermögen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 55.000 0 0,00 75.000 0 75.000 4.236 21.795 -17.559 -80,56 Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -72.854 -17.559 -55.295 314,91 Summe Eigenkapital 61.382 59.236 2.146 3,62 Sonstige Rückstellungen 124.915 150.851 -25.936 -17,19 Summe Rückstellungen 124.915 150.851 -25.936 -17,19 10.893 10.430 463 4,44 38.988 5.304 33.684 635,07 49.881 15.734 34.147 217,03 0 0 0 0,00 236.178 225.821 10.357 4,59 Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 25 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Region Ostwürttemberg WiRO Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 Umsatzerlöse 221.569 Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Veränderungen in € in % 282.924 -61.355 -21,69 133.731 259.655 -125.924 -48,50 259.250 243.982 15.268 6,26 3.778 2.508 1.270 50,64 216.013 347.095 -131.082 -37,77 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 83 190 -107 -56,32 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12 0 12 -123.670 -50.816 -72.854 143,37 50.816 33.257 17.559 52,80 -72.854 -17.559 -55.295 314,91 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Erträge aus Verlustübernahme Jahresfehlbetrag Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. Personal Im Geschäftsjahr 2015 waren durchschnittlich 4 Mitarbeiter (Vorjahr: 4) beschäftigt. 5.2.7 Kapitalzuführung und -entnahme durch die Landkreise keine 5.2.8 Bürgschaftsübernahme durch die Landkreise keine 26 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation GmbH 5.3 Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation GmbH 5.3.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Stuttgarter Str. 3 73525 Schwäbisch Gmünd Telefon: Telefax: (0 71 71) 9 32 4 74 (0 71 71) 9 32 4 75 Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 20. Mai 1998 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 31. Okt. 2001 5.3.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Bündelung der in Schwäbisch Gmünd und in der Region vorhandenen Gestaltungspotentiale und Designbüros in einem Zentrum für Gesta ltung. Dies geschieht insbesondere durch Medienarbeit, Projektarbeit, Forschungs- und Entwicklungsprojekte, Veranstaltungen, Aus- und Weiterbildung, Büro-, Labor-, und Werkstattangebote sowie durch Schaffung von Arbeitsplätzen für qualifizierte Hochschulabso lventen. Die Gesellschaft enthält sich jeglicher Einflussnahme auf den Wettbewerb der B üros untereinander und tritt mit diesen nicht in Wettbewerb. 5.3.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Stadt Schwäbisch Gmünd 132.935,89 Euro 55,32 % Ostalbkreis 76.693,78 Euro 31,91 % gmünder gestalter e. V. 30.677,51 Euro 12,77 % 240.307,18 Euro 100,00 % Summe: 5.3.4 Organe der Gesellschaft Zuständige Organe im Jahr 2015 waren der Aufsichtsrat, bestehend aus Oberbürgermeister Richard Arnold der Stadt Schwäbisch Gmünd (Vorsitz), Vertretern des Gemeind erats/der Parteien, Vertretern des Ostalbkreises, Vertretern der regionalen Industrie, V ertretern des gmünder gestalter e. V. und Vertretern der Fachhochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, sowie die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung (Eberhard Steiner). 27 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation GmbH 5.3.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Im Berichtszeitraum war die Gesellschaft in gemieteten Räumen in Schwäbisch Gmünd tätig. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2015 betragen 0 € (VJ: 0 €). Als Aufwendungen sind im wesentlichen Mietaufwendungen zzgl. Nebenkosten angefallen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ergibt einen Jahresfehlbetrag von 88.864,36 € (Vorjahr: -1.430,46 €). Eine Gesellschafterversammlung wurde im Jahr 2015 nicht abgehalten. Aufgrund eines fehlenden Beschlusses der Gesellschafterversammlung wurde der Verlust 2014 auf neue Rechnung vorgetragen. 5.3.6 Lage des Unternehmens Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 Immaterielle Vermögensgegenstände 0 Sachanlagen - andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe Anlagevermögen Veränderungen in € in % 0 0 0,00 1 1 0 0,00 1 1 0 0,00 0 0 0 0,00 416 133 283 212,78 64.926 153.569 -88.643 -57,72 65.342 153.702 -88.360 -57,49 0 0 0 0,00 65.343 153.703 -88.360 -57,49 Anlagevermögen Umlaufvermögen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 28 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation GmbH Passiva in € 2015 2014 Gezeichnetes Kapital 240.307 Verlustvortrag Veränderungen in € in % 240.307 0 0,00 -88.004 -86.574 -1.430 1,65 Jahresüberschuss/ -fehlbetrag -88.864 -1.430 -87.434 6.114,27 Summe Eigenkapital 63.439 152.303 -88.864 -58,35 Sonstige Rückstellungen 1.400 1.400 0 0,00 Summe Rückstellungen 1.400 1.400 0 0,00 504 0 0 0,00 0 0 0 0,00 504 0 0 0,00 0 0 0 0,00 65.343 153.703 -88.360 -57,49 Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 29 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation GmbH Zentrum für Gestaltung und Wirtschaftskommunikation Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 Umsatzerlöse 0 Sonstige betriebliche Erträge Veränderungen in € in % 0 0 0,00 0 0 0 0,00 Personalaufwand 0 0 0 0,00 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0 0 0 0,00 -88.951 -1.626 -87.325 5.370,54 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87 194 -107 -55,15 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0 0 0,00 -88.864 -1.432 -87.432 6.105,59 0 2 -2 -100,00 -88.864 -1.430 -87.434 6.114,27 Sonstige betriebliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresfehlbetrag Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. Personal Die Zahl der Arbeitnehmer i. S. d. § 267 Abs. 5 HGB beträgt 0 Personen (Vorjahr: 0). 5.3.7 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 5.3.8 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis keine 30 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Technologiezentrum Aalen GmbH 5.4 Technologiezentrum Aalen GmbH 5.4.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Gartenstraße 133 73430 Aalen Telefon: Telefax: (0 73 61) 5 60 1 - 0 (0 73 61) 4 51 87 E-Mail: Internet: tzaalen@t-online.de www.tza-aalen.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 30. Januar 1986 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 07. Nov. 2011 mit Berichtigung vom 26.04.2012 5.4.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Technologiezentrums in Aalen. Das Technologiezentrum soll jungen technologieorientierten Unternehmen des produzierenden Gewerbes und des produktionsorientierten Dienstleistungsgewerbes den Aufbau eines am Markt erfolgreichen Unternehmens erleichtern. Dies geschieht insbesondere durch die Bereitstellung von Gemeinschaftseinrichtungen, Büro- und Werkstatträumen, von zentralisierten Verwaltungs- und Bürodienstleistungen sowie durch das Angebot von Beratung sdiensten. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Leistungen gleicher oder ähnlicher Art zu erbringen. Sie darf Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen und vertr eten und sich an solchen Unternehmen beteiligen und wieder aufgeben. 5.4.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft zum 31.12.2015 beträgt 26.010 €. Hieran hält der Ostalbkreis einen Anteil in Höhe von 7.680 € und ist somit nach der Stadt Aalen (41,14 %) größter Gesellschafter mit einem Beteiligungsverhältnis von 29,53 %. Weitere Gesellschafter - Kreissparkasse Ostalb: 16,34 % - Carl-Schneider-Stiftung: 8,27 % 31 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Technologiezentrum Aalen GmbH - Süddeutscher Zeitungsdienst: 1,58 % - Telenot Electronic GmbH: 1,58 % - Wohnungsbau Aalen GmbH: 1,58 % 5.4.4 Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind der Geschäftsführer und die Gesellschafterversammlung. Geschäftsführung: 5.4.5 Herr Robert Ihl Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2015 kann als zufriedenstellend bezeichnet werden und beruht auf der guten Auslastung des Technologiezentrums. Die Grundmieterträge konnten weiter gesteigert werden. 5.4.6 Lage des Unternehmens Die Finanzlage war, wie bereits in den Vorjahren, sehr zufriedenstellend. Die finanziellen Mittel haben sich im Geschäftsjahr 2015 um rund 22 T€ erhöht. Alle Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit erfüllt werden. Der Jahresgewinn in Höhe von 21,2 T€ konnte auf Vorjahresniveau gehalten werden und entspricht weitestgehend den Erwartungen und der Prognose des Wirtschaftsplanes. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bilanzsumme auf 171,1 T€ und somit um rund 22,2 T€ oder 14,9 % erhöht. Das Umlaufvermögen hat sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um rund 23 T€ auf 168,5 T€ verbessert. Hierin, sowie im Eigenkapital, spiegelt sich in erster Linie der Jahresgewinn in Höhe von 21,2 T€ wider. Die Ertragslage bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres. Die Erlöse aus Grundmieten für Gewerberaum stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,9% auf 109 T€. Die Gesamtleistung blieb konstant. Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen geringer aus, da der Verkauf von Getränken an Untermieter zur Jahresmitte 2015 eingestellt wurde. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf Vorjahresniveau. Einsparungen im Bereich Beleuchtung (-1,2 T€) stehen Mehraufwendungen bei den Rechts- und Beratungskosten (+1,6 T€) gegenüber. 32 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Technologiezentrum Aalen GmbH Ausblick: Auf dem Campus der Hochschule Aalen auf dem „Burren“ wurde im Juni 2015 das „Innovationszentrum“ in Betrieb genommen. Dort können sich Studenten der Hochschule für Forschungszwecke oder zur Entwicklung einer Idee mit anschließender Existenzgründung einmieten. Aber auch andere Mieter sollen hier geeignete Räume finden können. Daneben bietet das Wirtschaftszentrum (WiZ) an der Ulmer Straße ebenfalls gute räumliche Möglichkeiten für dienstleistungsorientierte junge Unternehmen. Das Innovationszentrum auf dem Burren und das Wirtschaftszentrum ergänzen sich und werden künftig die bisherigen Aufgaben des Technologiezentrums übernehmen. Damit sollen vor allem auch Doppelstrukturen vermieden werden. Deshalb haben in der Gesellschafterversammlung am 13.10.2015 die Gesellschafter folgenden Beschluss gefasst: - Die Technologiezentrum Aalen GmbH liquidiert zum 31.12.2015, sodass die endgültige Auflösung zum 31.12.2016 angestrebt wird. - Die TZA GmbH bleibt bis zur endgültigen Auflösung Generalmieter, d.h. die bestehenden Verträge der Technologiezentrum Aalen GmbH mit den derzeitigen Untermietern gehen erst ab Auflösung (voraussichtlich 31.12.2016) auf die neuen Eigentümer des Gebäudes über. - Geschäftsführer Robert Ihl wird zum Liquidator bestellt. - Das Restvermögen nach Rückzahlung des Stammkapitals wird auf das Innovationszentrum übertragen. 33 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Technologiezentrum Aalen GmbH Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage TZA - Technologiezentrum Aalen GmbH Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 Sachanlagen 2.608 Summe Anlagevermögen Veränderungen in € in % 3.426 -818 -23,88 2.608 3.426 -818 -23,88 34.875 35.753 -878 -2,46 1.864 102 1.762 1.727,45 Anlagevermögen Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen 131.797 109.655 22.142 20,19 168.536 145.510 23.026 15,82 Bilanzsumme 171.144 148.936 22.208 14,91 2015 2014 Gezeichnetes Kapital 26.010 26.010 0 0,00 Kapitalrücklage Gewinnrücklagen 0 67.155 0 45.250 0 21.905 0,00 48,41 Gewinnvortrag Jahresfehlbetrag 5.062 21.239 5.062 21.904 0 -665 0,00 -3,04 119.466 98.226 21.240 21,62 3.100 3.100 3.200 3.200 -100 -100 -3,13 -3,13 Erhaltene Anzahlungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten 38.130 37.852 278 0,73 4.880 4.205 675 16,05 4.300 3.547 753 21,23 Summe Verbindlichkeiten 47.310 45.604 1.706 3,74 1.268 1.906 -638 -33,47 171.144 148.936 22.208 14,91 Passiva in € Veränderungen in € in % Eigenkapital Summe Eigenkapital Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Summe Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 34 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Technologiezentrum Aalen GmbH TZA - Technologiezentrum Aalen GmbH Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € Umsatzerlöse Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen 2015 2014 157.065 in € in % 155.825 1.240 0,80 -878 346 -1.224 -353,76 155 923 -768 -83,21 16.338 16.108 230 1,43 819 819 0 0,00 113.216 113.535 -319 -0,28 0 2 -2 -100,00 25.969 26.634 -665 -2,50 4.730 4.730 0 0,00 21.239 21.904 -665 -3,04 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Sonstige Steuern Jahresfehlbetrag Veränderungen Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. Personal Im Jahresdurchschnitt 2015 beschäftigte die Gesellschaft 1 Mitarbeiter und 1 Geschäftsführer. 5.4.7 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 5.4.8 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis keine 35 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Service GmbH 5.5 Ostalb-Klinikum Service GmbH 5.5.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Im Kälblesrain 1 73430 Aalen Telefon: Telefax: (0 73 61) 55 30 01 (0 73 61) 55 30 03 E-Mail: Internet: info@ostalb-klinikum.de www.ostalb-klinikum.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 25. Juni 2004 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 24. Juni 2004 5.5.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von patientenfernen Leistu ngen für das Ostalb-Klinikum Aalen, insbesondere in den Bereichen Reinigung, Küchenbetrieb / Catering, Pfortendienst, innerbetrieblicher Transport und Bettenzentrale. Die Gesellschaft kann weitere Serviceleistungen für das Ostalb-Klinikum Aalen übernehmen. 5.5.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000 €. Daran ist der Ostalbkreis mit 51 %, die Klinikdienste Süd GmbH mit 49 % beteiligt. 5.5.4 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: Axel Janischowski Prokura: Ulrich Geiger Aufsichtsrat: Landrat Klaus Pavel, Vorsitzender des Aufsichtsrats Manfred Baldauf, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Karl Kurz, Kreiskämmerer 5.5.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Durch den enormen Kostendruck im Gesundheits- und Sozialwesen sind Krankenhäuser, wie alle anderen Einrichtungen im Bereich Gesundheit und Soziales g ezwungen, Leistungen möglichst kostengünstig zu erlangen. Dies begünstigt die Entstehung von Servicegesel lschaften, die ihre Beschäftigten in der Regel zu Tarifen außerhalb des TVöD beschäftigen 36 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Service GmbH und zum anderen gegenüber einem reinen Outsourcing den Vorteil der Umsatzsteuere rsparnis im Rahmen einer Organschaft bieten. Der Kostendruck führt zwar auch zu gering eren Gewinnspannen in diesem Umfeld, sichert aber doch die Existenzberechtigung entspr echender Gesellschaften. Die Gesellschaft wurde als Dienstleister für das Ostalb-Klinikum Aalen gegründet. Seit dem Start der Gesellschaft wurden die Kerngebiete über die Jahre laufend erweitert. Heute versteht sich die Gesellschaft als wichtiger Partner für alle gebäuderelevanten Prozesse. Gegenwärtig ist die Servicegesellschaft zuständig für die Bereiche Reinigung, Catering, Empfangsdienste, Bettenaufbereitung sowie Transport- und Logistikdienste. Ausblick Die Gesellschaft ist wesentlich abhängig vom Umfeld im Sozial- und Gesundheitswesen. Sollten sich hier die Rahmenbedingungen ändern, so hat dies direkte Auswirkungen auf die Gesellschaft. Durch den enormen Kostendruck in diesem Bereich bleibt den sozialen Einrichtungen kaum eine andere Möglichkeit, als zu versuchen, möglichst viele Leistungen kostengünstig zu beschaffen und sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentri eren. 5.5.6 Lage des Unternehmens Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein Umsatz von 4.206 T€ erzielt werden und liegt um 267 T€ über dem Vorjahresumsatz. Dieser resultiert im Wesentlichen aus dem geplanten Ausbau der Menüassistenten im Bereich der Speisenversorgung. Für das Jahr 2016 wird mit einer weiteren Umsatzsteigerung gerechnet. Laut Wirtschaftsplan ist ein Umsatz von 4.672 T€ geplant. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Sie liegt bei einer Bilanzsumme von 767 T€ (Vorjahr: 725 T€) bei 54,4 % (Vorjahr: 56,4 %). Die liquiden Mittel beliefen sich zum 31.12.2015 auf 303 T€ und damit auf 39,5 % der Bilanzsumme. Die Bankverbindlichkeiten betragen im Berichtsjahr 24 T€. Die Gesellschaft erzielte einen Gewinn in Höhe von 8 T€. Dieser lag über den Erwartungen. Laut Wirtschaftsplan war ein Gewinn von 5 T€ vorgesehen. Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 9 T€ erforderlich. Für das Jahr 2016 sind Investitionen in Höhe von 9 T€ vorgesehen. 37 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Service GmbH Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ostalb-Klinikum Service GmbH Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 1 Sachanlagen Summe Anlagevermögen Veränderungen in € in % 1 0 0,00 65.802 91.561 -25.759 -28,13 65.803 91.562 -25.759 -28,13 619 509 110 21,61 396.459 309.393 87.066 28,14 302.857 321.715 -18.858 -5,86 699.935 631.617 68.318 10,82 1.489 1.573 -84 -5,34 767.227 724.752 42.475 5,86 2015 2014 25.000 25.000 Gewinnrücklage 135.147 Gewinnvortrag 248.509 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 0 0,00 135.147 0 0,00 244.497 4.012 1,64 8.005 4.012 3.993 99,53 416.661 408.656 8.005 1,96 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Jahresüberschuss Summe Eigenkapital Rückstellungen Sonstige Rückstellungen 43.391 31.152 12.239 39,29 Summe Rückstellungen 43.391 31.152 12.239 39,29 23.446 44.351 -20.905 -47,14 50.203 34.292 15.911 46,40 3.089 0 3.089 30.405 26.672 3.733 14,00 Sonstige Verbindlichkeiten 200.032 179.629 20.403 11,36 Summe Verbindlichkeiten 307.175 284.944 22.231 7,80 Bilanzsumme 767.227 724.752 42.475 5,86 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 38 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Service GmbH Ostalb-Klinikum Service GmbH Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 4.206.254 Veränderungen in € in % 3.938.594 267.660 6,80 5.279 4.560 719 15,77 Materialaufwand 842.907 843.153 -246 -0,03 Personalaufwand 2.780.698 2.546.376 234.322 9,20 35.111 36.270 -1.159 -3,20 Sonstige betriebliche Aufwendungen 540.542 510.136 30.406 5,96 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 958 1.532 -574 -37,47 11.317 5.687 5.630 99,00 3.185 1.548 1.637 105,75 127 127 0 0,00 8.005 4.012 3.993 99,53 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. Personal Die Gesellschaft beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 154 Mitarbeiter, von denen 20 geringfügig und 134 sozialversicherungspflichtig beschäftigt wurden. Im Vorjahr wurden 138 Mitarbeiter beschäftigt. Die Entlohnung erfolgte gemäß dem in 2014 vereinbarten Haustarif. Der Umsatz je Mitarbeiter lag im Jahr 2015 bei 28 T€. 5.5.7 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 5.5.8 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis keine 39 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH 5.6 Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH 5.6.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Dalkinger Straße 8-12 73479 Ellwangen Telefon: Telefax: (0 79 61) 881-10 10 (0 79 61) 881-10 03 E-Mail: Internet: info@klinik-ellwangen.de www.klinik-ellwangen.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 14. Dezember 2009 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 11. Dez. 2009 5.6.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von patientenfernen Leistu ngen für die St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen, insbesondere in den Bereichen Reinigung, Küchenbetrieb / Catering, Wäscherei und Haustechnik, sowie - im Rahmen der Aufgabenstellung des Ostalbkreises - die Bildung eines medizinischen Fortbildungszentrums in Ellwangen und die Förderung von Kooperationen der St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten. Die Gesellschaft kann ihre Serviceleistungen auch für andere Kliniken des Ostal bkreises sowie für andere öffentliche Einrichtungen im Ostalbkreis übernehmen und sich auf branchenverwandten Gebieten betätigen sowie an anderen Unternehmen ihrer Branche und branchenverwandten Unternehmen beteiligen und die Geschäftsführung solcher Unte rnehmen übernehmen. §§ 102, 103 GemO i.V.m. § 48 LKrO sind zu beachten. 5.6.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000 €. Alleiniger Gesellschafter ist der Ostalbkreis (Eigenbetrieb St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen). 5.6.4 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: Thomas Schneider 40 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH Gemäß § 9 des Gesellschaftsvertrags wird die Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH durch einen Geschäftsführer alleine vertreten. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei Geschäftsführer gemeinsam oder ein Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen. Prokura: Alexandra Beitinger (seit 22. Dezember 2015) Aufsichtsrat: Landrat Klaus Pavel, Vorsitzender des Aufsichtsrats Karl Kurz, stellvertretender Vorsitzender Ralf Wagenknecht 5.6.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen lassen auch zukünftig eine dauerhaft angespannte Finanzsituation der Kliniken in Deutschland vermuten und erfordert auch in Zukunft die Nutzung aller strukturellen Optionen. Unter diesen Zielperspektiven war die Gründung der Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH eine zukunftsorientierte, strategisch richtungsweisende Entscheidung für die St. Anna -VirngrundKlinik Ellwangen. Kliniken in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft werden sich im Konkurrenzfeld mit frei-gemeinnützigen und privaten Trägern nur dann behaupten können, wenn es ihnen gelingt, sich zusätzliche Wirtschaftspotentiale und Gestaltungsspielräume zu e rschließen. Auch wenn die weiteren Geschäftsfelder, medizinisches Fortbildungszentrum und Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten, auch im Jahr 2015 noch nicht realisiert werden konnten, ist man davon überzeugt, dass sich mittelfristig hi eraus interessante strategische Handlungsmöglichkeiten für moderne sektorenübergreife nde Versorgungsformen ergeben. Durch eine kontinuierliche Ausweitung der Geschäftsbereiche und der Fokussierung auf eine hohe Qualität der Dienstleistungen, erhofft man sich weitere wirtschaftliche Optionen für die Zukunft. Im Geschäftsjahr 2015 wurden entsprechend der Ziele des Gesellschafts vertrags patientenferne Leistungen für die St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen in den Bereichen Reinigung, Küchenbetrieb/Catering, Wäscherei und Haustechnik erbracht. Auf der Basis des Tarifvertrages für die gewerblich Beschäftigten in der Gebäudereinig-ung wurden im Geschäftsjahr 2015 als einfache Beschäftigungsverhältnisse mit der S ervicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH durchschnittlich 26,95 Vollkräfte (Vorjahr: 24,49) bzw. 42,75 Mitarbeiter/innen (Vorjahr: 36,67 Mitarbeiter/innen) beschäftigt. 41 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH 5.6.6 Lage des Unternehmens Die Servicegesellschaft erwirtschaftete im Jahr 2015 aus den patientenfernen Leistungen Umsatzerlöse in Höhe von 923.534 € (Vorjahr: 762.023 €). Umsatzstärkster Bereich waren die Erträge aus Leistungen der Technik mit 293.251 € (Vorjahr: 200.401 €), gefolgt von den Erträgen aus Reinigungsleistungen mit 282.036 € (Vorjahr: 276.677 €), den Erträgen aus Küchenleistungen/Catering mit 261.346 € (Vorjahr: 228.484 €), den Erträgen aus Wäschereileistungen mit 57.758 € (Vorjahr: 53.533 €) und den Erträgen aus Verwaltungstätigkeiten mit 28.372 €. Die Erträge aus Verwaltungstätigkeiten sind im Jahr 2015 erstmalig geflossen, da durch den Ausbau der Kooperationen mit externen Operateuren und wichtigen strategischen Partnern im Klinikbetrieb eine Zuarbeit durch eine Referente nstelle in Teilzeit notwendig wurde. Diese strategische Weichenstellung hat sich sehr bewährt, so konnte die Belegungssituation der Klinik deutlich verbessert und die OPAuslastung weiter optimiert werden. Die geschäftspolitische Entwicklung der Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH verlief mit einem Jahresüberschuss im Berichtsjahr 2015 in Höhe von 3.215,76 € (Vorjahr: 3.074,52 €) auch im sechsten Jahr nach der Gründung erfolgreich. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 64.883 Veränderungen in € in % 44.183 20.700 46,85 801 0 801 Umlaufvermögen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen 48.289 56.682 -8.393 -14,81 113.973 100.865 13.108 13,00 Bilanzsumme 113.973 100.865 13.108 13,00 42 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH Passiva in € 2015 2014 Gezeichnetes Kapital 25.000 Gewinnvortrag Veränderungen in € in % 25.000 0 0,00 10.216 7.141 3.075 43,06 3.216 3.075 141 4,59 38.432 35.216 3.216 9,13 1.261 2.288 -1.027 -44,89 Sonstige Rückstellungen 34.820 24.220 10.600 43,77 Summe Rückstellungen 36.081 26.508 9.573 36,11 33.871 32.528 1.343 4,13 5.589 6.613 -1.024 -15,48 39.460 39.141 319 0,82 113.973 100.865 13.108 13,00 Eigenkapital Jahresüberschuss Summe Eigenkapital Rückstellungen Steuerrückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 Umsatzerlöse 923.534 Personalaufwand Veränderungen in € in % 762.024 161.510 21,19 851.954 693.758 158.196 22,80 67.103 63.985 3.118 4,87 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.477 4.281 196 4,58 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.261 1.206 55 4,56 Jahresüberschuss 3.216 3.075 141 4,59 Sonstige betriebliche Aufwendungen Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. 43 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Servicegesellschaft St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen mbH Personal Im Jahr 2015 wurde das Stammpersonal in der Servicegesellschaft St. Anna-VirngrundKlinik Ellwangen mbH weiter ausgebaut, um den hohen Nachfragen nach dem qualifizierten Dienstleistungsangebot, vor allem auch im Bereich Technik und Küche nachzuko mmen. Ein großer Teil der befristeten Arbeitsverträge konnte dadurch in unbefristete V erträge umgewandelt werden. Der Tarifabschluss hatte eine lineare Tarifsteigerung von 3,46 % ab 01.01.2015 zur Folge. Personalaufstockungen aufgrund der Erweiterung der Dienstleistungen, der Leistungen aus Verwaltungstätigkeiten und die Tariferhöhung füh rten insgesamt zu einem Anstieg der Personalkosten um ca. 22%, denen eine entspreche nde Umsatzsteigerung gegenübersteht. Die Personalkostenquote liegt bei 92,3%. Infolge der vom Ostalbkreis als Träger vorgegebenen „sozialverträglichen“ Fluktuationsl ösung, d.h. erst beim Ausscheiden von Personal aus der Muttereinrichtung St. AnnaVirngrund-Klinik wird neues Personal in der Servicegesellschaft angestellt, steigt die Beschäftigtenzahl der Servicegesellschaft weiterhin langsam aber stetig . Im Wirtschaftsjahr waren durchschnittlich 43 Personen (Vorjahr: 37) davon 27 Vollkräfte (Vorjahr: 24 Vollkräfte) beschäftigt. 5.6.7 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 5.6.8 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis keine 44 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH 5.7 Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH 5.7.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Wetzgauer Straße 85 73557 Mutlangen Telefon: Telefax: (0 71 71) 7 01-0 (0 71 71) 7 01-10 09 E-Mail: Internet: info@stauferklinikum.de www.stauferklinikum.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 15. Dezember 2010 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 01. März 2011 5.7.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die wirtschaftliche Erbringung von patientenfernen Leistungen für das Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd und eventuell weiteren öffentlichen Einrichtungen des Ostalbkreises, im Wesentlichen in den Bereichen Reinigung, Küchenbetrieb/Catering, Wäscherei und Haustechnik, sowie - im Rahmen der Aufgabenstellung des Ostalbkreises - die Förderung von Kooperationen des Stauferklinikums Schwäbisch Gmünd mit niedergelassenen Ärzten und Therapeuten. Die Gesellschaft kann Serviceleistungen auch für andere Kliniken des Ostalbkreises s owie für andere öffentliche Einrichtungen im Ostalbkreis übernehmen und sich auf branchenverwandten Gebieten betätigen und sich auch an anderen Unternehmen ihrer Branche und branchenverwandten Unternehmen beteiligen und die Geschäftsführung solcher U nternehmen übernehmen. 5.7.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 25.000 €. Alleiniger Gesellschafter ist der Ostalbkreis (Eigenbetrieb Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd). 5.7.4 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: Walter Hees 45 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH Gesamtprokura: Martin Weller Franz Xaver Pretzel Aufsichtsrat: Landrat Klaus Pavel, Vorsitzender des Aufsichtsrats Karl Kurz, stellvertretender Vorsitzender Ralf Wagenknecht 5.7.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Durch den enormen Kostendruck im Gesundheits- und Sozialwesen sind Krankenhäuser, wie alle anderen Einrichtungen im Bereich Gesundheit und Soziales, b ereits seit Jahren gezwungen, Leistungen möglichst kostengünstig zu erlangen. Dies begünstigt die Entst ehung von Servicegesellschaften, die ihre Beschäftigten in der Regel zu Tarifen unterhalb des TVöD beschäftigen und zum anderen gegenüber einem reinen Outsourcing den Vo rteil der Umsatzsteuerersparnis im Rahmen einer Organschaft bieten. Der Kostendruck führt zwar auch zu geringeren Gewinnspannen in diesem Umfeld, sichert aber doch die Existenzberechtigung entsprechender Gesellschaften. Die Gesellschaft wurde im Dezember 2010 als Dienstleister für das Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd gegründet und nahm zum 1.7.2011 ihre Tätigkeit auf. Sie erbringt insbesondere Dienste im Bereich der Unterhaltsreinigung, Bettenaufbereitung, Küche, Wäscherei, Empfang, Transportwesen und Technik. Ausblick Die Gesellschaft ist wesentlich abhängig vom Umfeld im Sozial- und Gesundheitswesen. Sollten sich hier die Rahmenbedingungen ändern, so hat dies direkte Auswirkungen auf die Gesellschaft. Durch den enormen Kostendruck in diesem Bereich bleibt den sozi alen Einrichtungen kaum eine andere Möglichkeit, als zu versuchen, möglichst viele Leistungen kostengünstig zu beschaffen und sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren. 5.7.6 Lage des Unternehmens Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein Umsatz von 1.799 T€ erzielt werden. Dieser liegt über den Erwartungen des Wirtschaftsplans für das Jahr 2015, der mit 1.761 T€ kalkuliert wurde. Die Gesellschaft erzielte einen Jahresüberschuss von 60 T€. Dieser lag über den 46 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH Erwartungen aus dem Wirtschaftsplan, welcher mit einem positiven Ergebnis von 12 T€ abschloss. Die Eigenkapitalquote liegt bei einer Bilanzsumme von 283 T€ bei 36,0 % (Vorjahr: 26,4 %). Kreditaufnahmen waren im Berichtsjahr nicht erforderlich. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 31.12.2015 auf 247 T€ und damit auf 87,3 % der Bilanzsumme. Im Geschäftsjahr wurden wie geplant keine Investitionen getätigt. Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 16.537 Veränderungen in € in % 22.632 -6.095 -26,93 429 706 -277 -39,24 16.966 23.338 -6.372 -27,30 12.817 75.152 -62.335 -82,95 4.602 5.516 -914 -16,57 247.320 53.272 194.048 364,26 264.739 133.940 130.799 97,65 1.428 1.428 0 0,00 283.133 158.706 124.427 78,40 2015 2014 Gezeichnetes Kapital 25.000 Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen Anlagevermögen Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung Summe Anlagevermögen Umlaufvermögen Forderungen gegen verbundene Unternehmen Sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 25.000 0 0,00 12.500 12.500 0 0,00 Gewinnvortrag (Vj. Verlustvortrag) 28.976 12.195 16.781 137,61 Jahresüberschuss 60.020 16.781 43.239 257,67 101.496 41.476 60.020 144,71 73.478 20.911 52.567 251,38 Eigenkapital Summe Eigenkapital Rückstellungen 47 Passiva in € 2015 2014 in € in % Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000 0 0,00 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 12.500 Gewinnvortrag (Vj. Verlustvortrag) 28.976 12.500 0 0,00 Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH 12.195 16.781 137,61 Jahresüberschuss 60.020 16.781 43.239 257,67 101.496 41.476 60.020 144,71 73.478 20.911 52.567 251,38 5.356 3.208 2.148 66,96 Summe Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Sonstige Verbindlichkeiten 256 2.909 -2.653 -91,20 102.547 90.202 12.345 13,69 Summe Verbindlichkeiten 108.159 96.319 11.840 12,29 0 0 0 0,00 283.133 158.706 124.427 78,40 Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 1.799.433 Veränderungen in € in % 1.440.446 358.987 24,92 1.013 2.275 -1.262 -55,47 Materialaufwand 0 0 0 0,00 Personalaufwand 1.623.084 1.356.495 266.589 19,65 6.372 6.601 -229 -3,47 Sonstige betriebliche Aufwendungen 87.729 56.357 31.372 55,67 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 5 -5 -100,00 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 83.261 23.263 59.998 257,91 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.241 6.482 16.759 258,55 Jahresüberschuss 60.020 16.781 43.239 257,67 Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. 48 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Servicegesellschaft Stauferklinikum mbH Personal Die Gesellschaft beschäftigte Ende des Geschäftsjahres 71 Mitarbeiter, von denen 2 geringfügig beschäftigt und 69 sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Im vergangenen Jahr wurden 59 Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2016 wird mit einer Steigerung des Personalstands gerechnet. 5.7.7 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 5.7.8 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis keine 49 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH 5.8 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH 5.8.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Im Kälblesrain 1 73430 Aalen Telefon: Telefax: (0 73 61) 55 - 30 01 (0 73 61) 55 - 30 03 E-Mail: Internet: info@geriatrie-ostalb.de www.geriatrie-ostalb.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 7. Juli 2011 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 7. Juli 2011 mit Nachtrag vom 31. August 2011 5.8.2 Gegenstand des Unternehmens Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb einer Einrichtung zur Erbringung von ambulant en und stationären Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, insbesondere Altersmedizin im Sinne von § 40 SGB V und § 111 SGB V als Einrichtung der Wohlfahrtspflege. Der Sa tzungszweck wird insbesondere durch den Betrieb einer Rehabilitations-Klinik verwirklicht. Die Gesellschaft verfolgt im Rahmen ihrer kommunalen Aufgabenstellung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerb egünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO). 5.8.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 100.000 €. Alleiniger Gesellschafter ist der Ostalbkreis. 5.8.4 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: Axel J.F. Janischowski Prokura: Stephan Schneider Aufsichtsrat: Landrat Klaus Pavel, Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Eberhard Schwerdtner, Kreisrat, stellvertretender Vorsitzender 50 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH Prof. Dr. Ulrich Solzbach, Ärztlicher Direktor und Chefarzt O stalbKlinikum Günter Schneider, Pflegedirektor Ostalb-Klinikum Dr. Gunter Bühler, Kreisrat Sigrid Heusel, Kreisrätin Herbert Witzany, Kreisrat Wolfgang Schurr, Kreisrat Fachbeirat: 5.8.5 derzeit nicht besetzt Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Nach der Schließung der Geriatrischen Rehaklinik in Aalen wurde ein neues med izinisches und wirtschaftlich tragfähiges Konzept für das Geschäftsfeld Geriatrische Rehabilitation am Standort Gesundheitszentrum Ostalb-Klinikum Aalen erforderlich. Um die Versorgungslücke in der wohnortnahen Rehabilitation - insbesondere für die Menschen im Ostalbkreis - zu schließen, wurde die Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH gegründet. Bereits im Herbst 2011 wurden umfangreiche Um- und Neubauarbeiten durchgeführt, um die geriatrische Rehabilitation in den Campus des Ostalb-Klinikums zu integrieren. Die im Versorgungsvertrag vereinbarten 45 Betten sind baulich allerdings nur über zwei Stufen zu erreichen. Anfang Februar 2012 wurden in einer ersten Stufe 24 stationäre geriatrische Rehabilitationsplätze und 12 akutgeriatrische Betten realisiert. Die verble ibenden 21 stationären geriatrischen Betten wurden am 01.04.2014 nach dem Umzug der Frauenklinik und nachfolgenden Umbaumaßnahmen in Betrieb genommen. Die Geriatrische Rehabilitation am Standort Ostalb-Klinikum Aalen ist ein Teil des neuen „Zentrums für Altersmedizin“ mit folgenden Bausteinen: - akutstationäre Krankenhausbehandlung (§ 109 SGB V), inklusive frührehabilitative geriatrische Komplexbehandlung (OPS 8-550) - stationäre Geriatrische Rehabilitation (§ 111, bzw. § 40 SGB V), - tagesklinische bzw. ambulante Geriatrische Rehabilitation (§ 111, bzw. § 40 SGB V) - Heilmittelerbringung Das „Zentrum für Altersmedizin“ wird von der Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH b etrieben. Die akutstationäre Krankenhausbehandlung inklusive frührehabilitative geriatr ische Komplexbehandlung ist Teil des Ostalb-Klinikums Aalen und wird von der Rehabilita- 51 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH tionsmedizin Ostalb GmbH über einen Kooperations- und Dienstleistungsvertrag ärztlich, pflegerisch und therapeutisch abgewickelt. Am 1.2.2012 konnte die Gesellschaft mit der Patientenversorgung in der stationären geriatrischen Rehabilitation beginnen. Im Mai 2012 wurden auch in der Akutgeriatrie die ersten Patienten behandelt. Vom 1.1.2015 bis 31.12.2015 wurden 734 Patienten mit insgesamt 15.833 Berechnungstagen in der stationären geriatrischen Rehabilitation behandelt. Die 45 stationären Planbetten waren im Jahresmittel zu 96,4 % ausgelastet. In der ambulant geriatrischen Rehabilitation wurden 4 Patienten (Vorjahr: 4) mit insgesamt 38 Behandlungstagen (Vorjahr: 67) im Rahmen von Einzelfallgenehmigungen behandelt. Der Gesamtumsatz an geriatrischen Leistungen der Gesellschaft 2015 beträgt 3.101 T€, die Gesamtleistung einschließlich sonstiger Erträge 3.701 T€. Aufgrund der Neueröffnung der zweiten Ausbaustufe wurde 2014 sehr viel investiert. In 2015 war daher nur ein sehr geringes Investitionsvolumen (14 T€) erforderlich . Ausblick Der Schwerpunkt der Gesellschaft liegt aktuell im Bereich der stationären geriatr ischen Rehabilitation. Auch für das Jahr 2015 rechnet die Mehrheit der Träger von stationären geriatrischen Rehabilitationseinrichtungen mit negativen Betriebsergebnissen, da mit den von den Krankenkassen bezahlten Vergütungssätzen keine auskömmliche Finanzi erung der Leistungsangebote zu erreichen war. Die Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH konnte mit den Krankenkassen für 2015 folgende Abschlüsse realisieren:  AOK, LKK: 189,74 € ab 1.1.2015; 195,34 € ab 1.1.2016 bis 31.12.2016  BKK/IKK: 189,74 € ab 1.1.2015; 195,34 € ab 1.1.2016 bis 31.12.2016  vdek: 189,00 € ab 1.1.2014 bis 30.6.2015; 198,00 € ab 1.7.2015 bis 31.12.2016. In 2014 wurde die lange angekündigte Fortschreibung des Geriatrie-Konzepts BadenWürttemberg verabschiedet. Hierin sind sowohl die stationäre als auch ambulante geriat- 52 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH rische Rehabilitation für die Zukunft als wichtige Säulen in der Versorgung von geriatr ischen Patienten benannt. Damit wird auf absehbare Zeit das Leistungsangebot der Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH im Grundsatz gesichert sein. Bezüglich einer auskömmlichen Finanzierung und Personalausstattung hat sich das Land im Geriatrie-Konzept unverbindlich geäußert. Wesentlich ist, dass die Geriatrische Rehabilitation vom Land für die kommenden Jahre als wichtige Säule in der Versorgung benannt wurde. Das Land hat die Selbstverwaltungspartner aufgerufen, verbindliche Grundsätze für die Personalaussta ttung und deren Finanzierung zu vereinbaren. Daneben beobachtet die Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH weiterhin den Rehabilitat ionsmarkt und sucht nach Möglichkeiten der Diversifikation über den Einstieg in weitere rehabilitative Geschäftsfelder außerhalb der stationären geriatrischen Rehabilitation. Die Verzahnung der rehabilitativen Angebote der Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH in der Altersmedizin mit anderen Versorgungsformen in der Altersmedizin, z. B. der Gero ntopsychiatrie ist eine weitere Chance für die Zukunft. Gemeinsam mit dem Zentrum für Psychiatrie Winnenden sowie der Psychosomatischen Klinik des Ostalb-Klinikum Aalen wurde im Jahr 2015 ein integratives Behandlungsmodell für drei Fachdisziplinen (Zentrum für Altersmedizin Aalen) entwickelt und bereits im Sozialministerium Baden-Württemberg vorgestellt. Nachdem die Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH in 2014 den Ausbau der stationären geriatrischen Rehabilitation vollständig bewältigt hat und im Zuge des Umbaus noch fe hlende formale bauliche Voraussetzungen für die ambulante Rehabilitation realisie rt wurden, wird in 2016 der Abschluss eines Versorgungsvertrags mit den Krankenkassen für die ambulante geriatrische Rehabilitation mit Nachdruck betrieben. Darüber hinaus wird die Gesellschaft in 2016 eine Konzeption für die mobile geriatrische Rehabilitation im näheren Einzugsgebiet entwickeln und mit den Kostenträgern diskuti eren. Im vierten Quartal stehen Neuverhandlungen der Pflegesätze in der stationären geriatr ischen Rehabilitation mit den Kostenträgern für das Jahr 2017 an. 53 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH Insgesamt sieht sich die Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH aufgrund gut ausgebildeter und leistungsstarker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einer guten Qualität sowie starken Kooperationspartnern in einer guten Wettbewerbsposition. 5.8.6 Lage des Unternehmens Die Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH hat im Geschäftsjahr 2015 einen Jahresgewinn von 82.302,97 € abgeschlossen. Im Vorjahr wurde noch ein Fehlbetrag in Höhe von 32.299,72 € ausgewiesen. Der Wirtschaftsplan 2015 weist einen voraussichtlichen Jahresgewinn in Höhe von 45 T€ aus. Das Ergebnis des Vorjahres konnte somit um 114 T€ verbessert werden und auch gegenüber dem Planansatz ist eine Verbesserung um 37 T€ zu verzeichnen. Durch die Jahresfehlbeträge 2011 bis 2014 in Höhe von insgesamt 310.243,67 € hat sich das Eigenkapital von den ursprünglich vom Ostalbkreis eingebrachten 500.000 € (davon Kapitalrücklage: 400.000 €) entsprechend reduziert. Mit dem in 2015 erzielten Jahresüberschuss und einer leicht gesunkenen Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalbasis wieder gestärkt werden. Daher hat sich die Eigenkapitalquote in 2015 wieder erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 27,4 % (Vorjahr: 18,7 %). Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 54 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 14.504 Sachanlagen Summe Anlagevermögen Veränderungen in € in % 28.184 -13.680 -48,54 191.561 226.218 -34.657 -15,32 206.065 254.402 -48.337 -19,00 96.303 88.347 7.956 9,01 351.186 278.466 72.720 26,11 337.979 389.213 -51.234 -13,16 785.468 756.026 29.442 3,89 2.669 5.484 -2.815 -51,33 994.202 1.015.912 -21.710 -2,14 2015 2014 Gezeichnetes Kapital 100.000 Kapitalrücklage Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 100.000 0 0,00 400.000 400.000 0 0,00 -310.244 -277.944 -32.300 11,62 82.303 -32.300 114.603 -354,81 Summe Eigenkapital 272.059 189.756 82.303 43,37 Rückstellungen 155.179 63.233 91.946 145,41 224.578 266.820 -42.242 -15,83 37.670 38.509 -839 -2,18 270.855 416.287 -145.432 -34,94 33.861 40.236 -6.375 -15,84 566.964 761.852 -194.888 -25,58 0 1.071 -1.071 -100,00 994.202 1.015.912 -21.710 -2,14 Eigenkapital Verlustvortrag Jahresfehlbetrag / -überschuss Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 55 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 3.100.663 Veränderungen in € in % 2.574.283 526.380 20,45 7.956 40.665 -32.709 -80,44 Sonstige betriebliche Erträge 592.458 447.987 144.471 32,25 Materialaufwand 500.181 412.242 87.939 21,33 Personalaufwand 2.336.432 1.974.240 362.192 18,35 62.525 53.369 9.156 17,16 712.575 648.952 63.623 9,80 0 15 -15 -100,00 7.061 6.447 614 9,52 82.303 -32.300 114.603 -354,81 0 0 0 0,00 82.303 -32.300 114.603 -354,81 Umsatzerlöse Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. Personal Die Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH hat den im Jahr 2014 stark aufgebauten Mitarbeiterstamm im Jahr 2015 geringfügig vergrößert. Zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft 72 (31.12.2014: 68) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 5.8.7 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 56 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH 5.8.8 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis Die Darlehen der Rehabilitationsmedizin Ostalb GmbH sind durch Ausfallbürgschaften des Ostalbkreises über insgesamt 268.000 € gesichert. Daneben bestehen Ausfallbürgschaften des Ostalbkreises für die über Deutsche Leasing geleasten Gegenstände in Höhe von zusammen 215.087,22 €. Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 20.12.2011 der Übernahme einer Bürgschaft zur Aufnahme von Kassenkrediten und zur Aufnahme von Investitionskrediten in Höhe von 500.000 € zugestimmt. Am 17.12.2013 hat der Kreistag der Übernahme einer weiteren Bürgschaft in Höhe von 80 % für vorgesehene Leasing- und Kreditverträge mit einem Gesamtvolumen von voraussichtlich 314.000 € zugestimmt. 57 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 P.E.G.A.S.U.S. GmbH & Co. KG 6. BETEILIGUNGEN DES OSTALBKREISES UNTER 25 % 6.1 P.E.G.A.S.U.S. GmbH & Co. KG 6.1.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Ludwig-Erhard-Str. 1 89518 Heidenheim Telefon: Telefax: (0 73 21) 3 24 - 183 (0 73 21) 3 24 - 4 183 E-Mail: Internet: schmid@ostwuerttemberg.ihk.de www.pegasus-ostwuerttemberg.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 14. Juli 1997 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 04. Sept. 1997 6.1.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräuß erung von Anteilen oder stillen Beteiligungen an Unternehmen im Bereich der I ndustrie, des Handels und des Dienstleistungsgewerbes insbesondere kleinerer und mittlerer Größe im Bereich der Region Ostwürttemberg. Auf diese Weise soll die Gründung neuer Unternehmen und die Sicherung bestehender Unternehmen durch Verbreiterung der Eigenkapitalbasis g efördert werden. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die Beratung solcher Unternehmen oder deren Unterstützung auf andere Weise. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die Unterstützung von Initiativen und Proje kten zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Ostwürttemberg. Insbesondere können Projekte zur Stärkung der Gründungsdynamik gefördert werden. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder zweckmäßig erscheinen. 58 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 P.E.G.A.S.U.S. GmbH & Co. KG 6.1.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Die P.E.G.A.S.U.S. GmbH & Co. KG verfügt über 33 Kommanditeinlagen in Höhe von 1.452.068,94 €. Hiervon hält der Ostalbkreis einen Anteil von 101.644,83 €. Dies entspricht einem Beteiligungsverhältnis von 7,0 %. Der Komplementär der Gesellschaft, die Firma Ostwürttemberg Beteiligungsfonds P.E.G.A.S.U.S. Verwaltungs-GmbH, mit Sitz in Heidenheim, ist kapitalmäßig nicht beteiligt. Das Haftkapital des Komplementärs beträgt 38.346,89 €. 6.1.4 Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: Zur Geschäftsführung ist allein der persönlich haftende Gesellschafter berechtigt und verpflichtet. Er wird durch seinen Geschäftsführer Markus Schmid vertreten. Beirat: Roland Wendel, Schwäbisch Gmünd -VorsitzenderJosef Kötter, Aalen -stellv. VorsitzenderOberbürgermeister Bernhard Ilg, Heidenheim Oliver Conradi, Heidenheim Landrat Klaus Pavel, Aalen Horst Seeber, Heidenheim Andreas Götz, Aalen Klaus Moser, IHK Ostwürttemberg (ab 18. Mai 2015) Anlageausschuss: Dipl.-Kfm. Joerg Ayßlinger, Weinstadt Dr. Gernot Schauer, Heidenheim Manfred Henne, Heidenheim Dipl.-Kfm. Veit Reinhardt, Aalen Lothar Trips, Aalen 6.1.5 -Vorsitzender-stellv. Vorsitzender- Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Im Berichtsjahr wurde eine stille Beteiligung gezeichnet. Es wird zunehmend schwerer geeignete Beteiligungen zu finden. Die bisher gezeichneten Beteiligungen haben das der Zielgruppe anhaftende Risiko ve rdeutlicht. Gerade bei der Finanzierung von Existenzgründungen und der Förderung von Innovationen ist das latente Ausfallrisiko deutlich höher als bei bereits gefestigten Unte rnehmen. 59 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 P.E.G.A.S.U.S. GmbH & Co. KG Zum 31.12.2015 ist die Gesellschaft an 3 Unternehmen beteiligt (P.E.G.A.S.U.S. GmbH, KW Generator GmbH & Co. KG, Blue Ocean AG). Im Geschäftsjahr 2016 wurde bis Prüfungsende keine neue Beteiligung gezeichnet. 6.1.6 Lage des Unternehmens Vom Anfangskapital wurden ca. 65 % in Finanzanlagen investiert. Die Gesellschaft ist damit bei geeigneten Unternehmen weiter in der Lage, entsprechend dem Förderzweck zu investieren. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 11 T€ (Vorjahr: 16 T€) erzielt. Die Verminderung resultiert vor allem aus dem Wegfall der Erträge der im Vorjahr abgeschriebenen Beteiligung. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresfehlbetrag von 6 T€ (Vorjahr: Jahresfehlbetrag: 82 T€). Das Anlagevermögen des Fonds liegt bei rd. 238.000 €, das Umlaufvermögen bei rd. 752.000 €. Der Fonds verfügt damit über eine gute Mittelausstattung. 60 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH 6.2 Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH 6.2.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Kanalweg 40/42 76149 Karlsruhe Telefon: Telefax: (07 21) 9 81 41 - 0 (07 21) 9 81 41 - 19 E-Mail: Internet: info@reha-suedwest.de www.reha-suedwest.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 18. Januar 1990 Satzung in der Fassung vom 13. Juni 2005 6.2.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand der Gesellschaft ist die ausschließliche und unmittelbare Verfolgung gemei nnütziger und mildtätiger Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünsti gte Zwecke“ der Abgabenordnung, insbesondere:  Direkte Hilfe durch Betreuung, Unterrichtung, Beratung der Bedürftigen selbst, d eren Eltern und sonstigen Pflegepersonen sowie Durchführung von Maßnahmen zur Rehabilitation Behinderter oder anderer Hilfebedürftiger, die auf eine gleiche oder ähnliche Unterstützung wie Behinderte angewiesen sind.  Einflussnahme auf die Errichtung von Spezialbehandlungszentren durch Gebiet skörperschaften, sonstige Behörden oder andere Träger.  Planung, Errichtung und Betrieb von Fördereinrichtungen, Heimen, Rehabilitation szentren und -kliniken für Menschen mit Behinderung und andere Hilfebedürftige wie oben genannt.  Aufklärung der Öffentlichkeit und der zuständigen Behörden über die Situation von Menschen mit Behinderung und Hilfebedürftigen. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen berechtigt, die ihr zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen. 61 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH 6.2.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Am Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von 51.129,19 € ist der Ostalbkreis mit 2.556,46 € beteiligt. Dies entspricht einem Beteiligungsverhältnis von 5,0 %. 6.2.4 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer: Dipl.-Betriebswirt (BA) Tobias David (bis zum 18.09.2015; Tag der Eintragung in das Handelsregister) Dipl.-Kauffrau Marion Reick-Westphal (vom 18.09.2015 - 25.11.2015; Tage der Eintragung in das Handelsregister) Dipl.-Betriebswirt Peter Wolfgang Hafner (ab 25.11.2015; Tag der Eintragung in das Handelsregister) Dipl.-Ökonomin Mirjam Weisserth (ab 25.11.2015; Tag der Eintragung in das Handelsregister) Prokura: keine erteilt Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat, dem im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 elf Mitglieder angehörten. Gesellschafterversammlungen wurden am 26. Februar, 06. Mai, 28. Juli, 10. August, 08. Oktober und 10. Dezember 2015 abgehalten. 6.2.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Die Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH ist eine private, gemeinnützige Gesellschaft, die in Baden-Württemberg insbesondere behinderten Menschen und deren Angehörigen durch ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsprogramm hilft. Die Gesellschaft will durch die Verbindung von ambulanten Diensten und pädagogischen, therapeutischen und versorgenden Einrichtungen Menschen mit Behinderungen aller Altersgruppen individuell und wohnortnah unter Einbeziehung der Angehörigen unterstützen. Die Gesellschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke, sondern ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Die Mittel der Gesellschaft dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. 62 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH Insgesamt ist die Gesellschaft an rd. 20 Standorten in Baden-Württemberg u.a. mit Beratungs-, Frühförderstellen, ambulanten Diensten, Wohnheimen und Kindertagesstätten für Kinder mit und ohne Behinderung tätig. Des Weiteren ist die Reha-Südwest Träger von vier Sonderschulen, davon zwei Heimsonderschulen sowie eine Klinikschule. Im Ostalbkreis ist die Gesellschaft durch die beiden Tochterunternehmen „Reha-Südwest Ostwürttemberg-Hohenlohe gGmbH“ und „Konrad-Biesalski-Schule - Arbeit und Integration - gGmbH“ vertreten. Die Konrad-Biesalski-Schule wird mit allen Einrichtungsteilen als Betrieb der „Reha-Südwest Ostwürttemberg-Hohenlohe gGmbH“ geführt. Als staatlich anerkanntes Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Internat und mehreren inklusiven Kindertagesstätten in der gesamten Region, bezieht sich der Erziehungs- und Bildungsauftrag der Konrad-Biesalski-Schule auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit dem Förderschwerpunkt Motorik und körperliche Entwicklung. Alle Schülerinnen und Schüler haben aufgrund Ihrer individuellen Vorau ssetzungen einen sonderpädagogischen Bildungsanspruch. Die Schule führt die Bildungsgänge Grund- und Hauptschule, Förderschule sowie Schule für Geistigbehinderte in den Altersstufen: Grundstufe, Hauptstufe und Berufsschulstufe. Im Schuljahresinternat mit Kurzzeitaufnahmeangebot werden Kinder und Jugendliche sozialpädagogisch und pflegerisch betreut, im Bedarfsfall auch an Wochenenden und Feiertagen. Mit Außenklassen (kooperativen Organisationsformen) in AA-Unterrombach, AAFachsenfeld, AA-Waldhausen, Ellwangen-Rindelbach und Unterschneidheim wird auch im Ostalbkreis ein wohnortnahes, inklusives Schulkonzept umgesetzt und weiter ausg ebaut. Inklusive Kindergartengruppen für Kinder mit und ohne Behinderung werden aktuell in Wört und Aalen sowie Außenstellen in Ellwangen, Schwäbisch Gmünd-Wustenriet und Bopfingen-Aufhausen angeboten. Darüber hinaus runden eine sonderpädagogische Beratungsstelle mit frühkindlicher Förderung, der sonderpädagogische Dienst in Allgemeinen Schulen, sowie ein 63 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH Ambulanter Dienst mit mehreren ambulant begleiteten Wohngruppen in Aalen, Ellwangen und Wört das Dienstleistungsangebot der Gesellschaft im Ostalbkreis ab. Die Angebote der „Reha-Südwest Ostwürttemberg-Hohenlohe gGmbH“ weisen im Jahr 2015 eine konstante, teilweise leicht steigende Belegung aus und tragen zu einem positiven Unternehmensergebnis der Tochtergesellschaft im Rahmen des Konzernabschlusses der Reha-Südwest gGmbH bei. Die Tochtergesellschaft „Konrad-Biesalski-Schule - Arbeit und Integration - gGmbH“, welche 2008 gegründet wurde, bietet im Jahr 2015 knapp 50 Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt, von denen etwa 50% von Arbeitnehmern mit Behinderung besetzt sind. Als gemeinnütziges Integrationsunternehmen ist der Übergang von Schule in das Berufsleben für Menschen mit Behinderungen wesentlicher Schwerpunkt bei dem Ausbau von Dienstleistungen in der Region. Das Betriebsergebnis lag im vergangenen Jahr im positiven Bereich. 6.2.6 Lage des Unternehmens Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt 68.910.814,51 € (Vorjahr: 67.547.927,97 €). Das Anlagevermögen ist zum Jahresabschluss 2015 mit 44.626 T€ im Vergleich zum Vorjahr mit 45.403 T€ leicht zurückgegangen. Das Gesamtumlaufvermögen ist von 22.145 T€ (2014) auf 24.285 T€ im Jahr 2015 gestiegen. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss des Konzerns 2015 in Höhe von 1.747 T€ (Vorjahr: 272 T€) auf 29.641 T€ erhöht. Gemessen am Gesamtkapital ergibt sich zum Bilanzstichtag ein prozentualer Eigenkapitalanteil von 43,0 % gegenüber 41,3 % zum Bilanzstichtag 31.12.2014. Insbesondere in Ostwürttemberg fiel das Ergebnis äußerst positiv aus. Die Umsatzerlöse sind im Jahr 2015 um 2.634 T€ (+6,5 %) auf 43.171 T€ gestiegen. Die Umsatzsteigerung beruht auf einer höheren Auslastung einzelner Ein richtungen und entsprechend höherer Einnahmen sowie Pflegesatzsteigerungen. In den Konzernjahresabschluss der Rehabilitationszentrum Südwest für Behinder te gGmbH zum 31. Dezember 2015 sind folgende Unternehmen einbezogen: - Kinderklinik Schömberg gGmbH, Schömberg - Regenbogen gGmbH Gesellschaft für Inklusion, Mannheim 64 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Rehabilitationszentrum Südwest für Behinderte gGmbH - IL-KA Integration + Leistung Karlsruhe gGmbH, Karlsruhe - PAR-LE gGmbH, Löffingen - KBS Arbeit + Integration gGmbH, Wört - Reha-Südwest Südbaden gGmbH, Löffingen - Reha-Südwest Ostwürttemberg-Hohenlohe gGmbH, Wört Die Unternehmensstrukturentwicklung konnte durch die Gründung der regionalen B etriebsträgergesellschaften Reha-Südwest Ostwürttemberg-Hohenlohe gGmbH, Reha Südwest Südbaden gGmbH und Reha-Südwest Regenbogen gGmbH weiter vorangebracht werden. Insbesondere in den Regionen Ostwürttemberg-Hohenlohe sowie Mannheim Rhein-Neckar hat die vorgenommene Regionalisierung Chancen zur weiteren Profilierung als regionaler Anbieter von Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung eröffnet. Zukünftige Entwicklung: Die Risiken für die zukünftige Unternehmensentwicklung wurden auch in diesem Betrieb sjahr deutlich. Zum einen sind hier die im Wandel befindlichen Rahmenb edingungen wie Betriebs- und Förderrichtlinien zu nennen, welche etwa im Heimbereich umfangreiche Investitionen notwendig machen. Aufgrund rückläufiger Mittel aus Zuschüssen stellt sich die Finanzierung dieser Investitionen weiter schwierig dar. Die Investitionstätigkeit wird sich in den nächsten Jahren auf ausgewählte Projekte beschränken müssen. Zur Realisierung von Neubauprojekten muss auch verstärkt die Beteiligung von Investoren in Betracht gezogen werden. Zum anderen steigen die gesetzlichen Anforderungen und Voraussetzungen zum B etrieb der Einrichtungen und Dienste in der Behinderten- und Jugendhilfe, wie auch im betrieblichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, dem Brandschutz sowie dem Energiemanagement. In den Wohnheimen enden 2019 die Übergangsregelungen zur Umsetzung der Anford erungen des Landesheimgesetzes. Die Doppelzimmer müssen weitestgehend abgebaut und in gefordertem Maß Sanitäreinrichtungen vorgehalten werden. Dies bedeutet auf der Au sgabenseite höhere Investitionsbelastungen und gleichzeitig reduzierte Einnahmen durch Platzabbau. 65 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Aalener Thermal-Mineralbad GmbH & Co. KG 6.3 Aalener Thermal-Mineralbad GmbH & Co. KG 6.3.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Osterbucher Platz 3 73431 Aalen Telefon: Telefax: (0 73 61) 94 93 - 0 (0 73 61) 94 93 - 30 E-Mail: Internet: info@limes-thermen.de www.limes-thermen.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 01. Oktober 1982 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 24. Juni 2014 6.3.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Bau und Betrieb eines Thermal-Mineralbades in Aalen mit medizinischer Abteilung und anderen das Bad ergänzenden Einrichtungen, die sonstige Verwertung von Mineralwasser und die Beteiligung an Gesellschaften, die solche Einrichtungen betreiben. 6.3.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Am Stammkapital in Höhe von 7.158.086,92 € ist der Ostalbkreis in Form einer Kommanditeinlage mit 255.645,90 € beteiligt. Dies entspricht einem Beteiligungsverhältnis von 3,57 %. Die Stadtwerke Aalen GmbH ist am Gesellschaftskapital mit einer Kommanditeinlage von 4.096.476,74 € (= 57,23 %) beteiligt. 6.3.4 Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsrat sowie die geschäftsführende Thermal-Mineralbad Verwaltungs-GmbH (Komplementär). Geschäftsführung: Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft ist allein die Komplementärin, Thermal-Mineralbad Verwaltungs-GmbH, Aalen berechtigt und verpflichtet. Sie wird durch ihren Geschäftsführer Reinhold Michelberger (ehemaliger Familienname: Schmid) vertreten. 66 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Aalener Thermal-Mineralbad GmbH & Co. KG Aufsichtsrat: Thilo Rentschler, Aufsichtsratsvorsitzender weitere Mitglieder: Heinrich Bickel Karin Boldyreff-Duncker Josef Bühler Sieglinde Bullinger (seit 02.07.2015) Franz-Eugen Fetzer Andreas Götz 6.3.5 Karl Kurz Cord Müller Eduard Newerkla Petra Pachner Peter Peschel Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Die Aalener Thermal-Mineralbad GmbH & Co. KG ist Verpächterin der Limes-Thermen Aalen. Pächter ist die Stadtwerke Aalen GmbH. Am 31.12.2012 lief der bisherige Pachtvertrag ab, wurde aber bis Ende 2011 nicht gekündigt und verlängerte sich damit um weitere fünf Jahre. Die Konditionen des Pachtvertrags wurden am 15.07.2013 neu gefasst und bis zum Ende des Jahres 2017 festgelegt. Für den Zeitraum 2013 bis 2017 beträgt der Pachtzins 500.000 € pro Jahr (bisher 325.000 €). Nenneswerte Erträge werden nur aus der Verpachtung generiert. Weitere Geschäftsfelder gibt es nicht. Der komplette Betrieb, die anfallenden Kosten und die Investitione n des Thermalbades obliegen der Stadtwerke Aalen GmbH. Das Thermalbad ist gut aufgestellt. Die Einrichtungen bieten eine hohe Qualität an Badekultur und Wellness sowie an Gesundheitsvorsorge und Therapie. Um weiterhin die Marktposition ausbauen zu können und den gängigen Kundenwünschen zu entsprechen, ist eine nachhaltige Entwicklung nötig. Entsprechende zukunftssichernde Investitionen sind nun einzuleiten. Im Jahr 2015 konnte eine Besucherzahl von 271.739 (Vorjahr: 281.590) verzeichnet werden. Dies ist ein Rückgang um 3,5%. Im Bereich „Sauna“ nahm die Besucherzahl um 3,4 %, im Bereich „Bad“ um 5,4 % ab. Im Bereich Hotel fiel die Besucherzahl um 0,9 %. Im Bereich „Besucher auf Rezept“ konnte eine Steigerung um 1,2 % erreicht werden. 6.3.6 Lage des Unternehmens Zum Ende des Geschäftsjahres sank der Buchwert des Anlagevermögens durch planmäßige Abschreibung von 5.220.213,00 € auf 4.892.075,00 €. Der Jahresüberschuss ist auf 46.716,40 € (Vorjahr: 40.994,28 €) gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 54,5 % (Vorjahr: 51,2 %) und weist damit eine gute Eigenkapitalausstattung aus. Die Fremdkapitalquote beträgt 45,5 % (Vorjahr: 48,8 %). 67 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 SPRAIT-TECH GmbH 6.4 SPRAIT-TECH GmbH SPRAIT-TECH GmbH Existenzgründer- und Gewerbezentrum Spraitbach 6.4.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Kirchplatz 1 73565 Spraitbach Telefon: Telefax: (0 71 76) 65 63 - 0 (0 71 76) 65 63 - 29 E-Mail: info@spraitbach.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 1999 Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 09. Juli 1999 6.4.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, Betrieb und die Vermarktung des ländl ichen Existenzgründer- und Gewerbezentrums Spraitbach. Ferner sollen Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Struktur des Raumes Spraitbach u. a. durch die Erschließung von Gewerbegebieten für neue Industri eansiedlungen, die Schaffung neuer und Sicherung bestehender Arbeitsplätze ergriffen werden. Darüber hinaus ist die Beteiligung an Unternehmen mit gleichem oder wirtschaftlich nachgelagertem Geschäftszweck zugelassen. 6.4.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Gesellschafter sind die Gemeinde Spraitbach und der Ostalbkreis. Am Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von 870.000 € ist der Ostalbkreis mit 25.500 € beteiligt. Dies entspricht einem Beteiligungsverhältnis von 2,93 %. Für den Ostalbkreis ist im Gesellschaftsvertrag eine Nachschusspflicht ausgeschlossen. 68 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 SPRAIT-TECH GmbH 6.4.4 Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die Gesellschafterversammlung ist das beschließende Organ der Gesellschaft. Geschäftsführer: 6.4.5 Jürgen Bitzer, Spraitbach Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Zweck der Gesellschaft ist das Ergreifen von Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaf tlichen und sozialen Struktur der Gemeinde Spraitbach. Dazu wurde 1999 das Grundstück in der Eugen-Hahn-Straße 35 in Spraitbach erworben, instandgesetzt und an Existenzgründer und Gewerbetreibende vermietet. Nach einer Studie der IHK Ostwürttemberg und des Regionalverbandes Ostwürttemberg ist die Nachfrage nach Gewerbeflächen in der Region innerhalb der letzten 4 Jahre stabil. Zusätzlicher Bedarf wird für hochwertige Industrie- und Logistikflächen beschrieben, die Region gilt insgesamt als attraktiver Unternehmensstandort. Für die SPRAIT-TECH verlief das Geschäftsjahr 2015 planmäßig. Bereits im vierten Jahr in Folge konnte die Vollbelegung gehalten werden. 2 Mieterwechsel konnten nahtlos umgesetzt werden, so dass zum 31.12.2015 keine freien Flächen zur Verfügung standen. Zum Jahresende 2015 waren wie im Vorjahr 84,4 % der Gewerbeflächen an produzierende Unternehmen vermietet, die weiteren 15,6 % wurden durch dienstleistungsorientierte Betriebe genutzt. Die 11 eingemieteten Unternehmen beschäftigen konstant ca. 80 Arbeitnehmer und Au szubildende. 6.4.6 Lage des Unternehmens Die Lage ist geprägt vom operativen Geschäft. Während des Jahres musste der zweitgrößte Mieter die Insolvenz anmelden. Das Unternehmen wurde durch den Insolvenzverwalter bis zum 31.01.2016 in den Räumen der SPRAIT-TECH abgewickelt. Das Geschäftsjahr 2015 schließt mit einem Umsatz von 342 T€ (Vorjahr: 349 T€). 69 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 SPRAIT-TECH GmbH Nach vorläufigem Jahresabschluss beträgt der Jahresüberschuss ca. 40.000 €. (Vorjahr: 52.764,06 €) Personal Für die SPRAIT-TECH waren neben der Geschäftsführung durchschnittlich 2 gewerbl iche Mitarbeiter für den Bereich Reinigung und Außenpflege geringfügig beschäft igt. Ergänzend wurden Aufgaben der Haustechnik durch einen ortsansässigen Dienstleistungsun ternehmer ausgeführt. Ausblick Durch Beschluss des Kreistages sowie der Gemeinde Spraitbach wurde das Existenzgrü nder und Gewerbezentrum SPRAIT-TECH mit Wirkung zum 01.01.2016 an die Fa. WHS GmbH & Co.KG, Spraitbach, veräußert. Gleichzeitig hat der Kreistag den Austritt des O stalbkreises aus der SPRAIT-TECH GmbH beschlossen. Dieser wird in 2016 vollzogen. 70 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG 6.5 Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG 6.5.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Maiergasse 13 73433 Aalen Telefon: Telefax: (0 73 61) 97 72 - 0 (0 73 61) 97 72 - 45 E-Mail: Internet: info@kreisbau-ostalb.de www.kreisbau-ostalb.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 10. Oktober 1935 Satzung in der Fassung vom 19. September 2011 6.5.2 Gegenstand des Unternehmens Die Genossenschaft errichtet und bewirtschaftet Immobilien in allen Rechts- und Nutzungsformen. Sie betreut, erwirbt, vermittelt und veräußert Immobilien und Vermögensa nlagen jedweder Rechtsform. Die Genossenschaft kann sich in allen Bereichen der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus, der Infrastruktur und des Bau- und Ausbaugewerbes anfallenden Aufgaben betätigen. Beteiligungen sind zulässig. Die Aufgaben der Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG sind: · Planung, Erstellung und Verkauf von Neubauten · Immobilienvermittlung · Verwaltung von Eigentumswohnungen · Mietverwaltung · Modernisierung · Gebäudemanagement. 6.5.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Der Ostalbkreis ist mit rund 5.250 € am Stammkapital der Kreisbaugenossenschaft in Höhe von rund 1,437 Mio. € beteiligt. Dies entspricht einem Beteiligungsverhältnis von 0,36 %. Der Ostalbkreis besitzt derzeit 21 Geschäftsanteile. 71 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG 6.5.4 Organe der Gesellschaft Vorstand: Georg Ruf, hauptamtlicher Genossenschaftsvorstand Karl Köhnlein, nebenamtlicher Vorstand (bis 28.02.2015) Ottmar Schweizer, nebenamtlicher Vorstand (ab 01.03.2015) Aufsichtsrat: Peter Traub, Vorsitzender des Aufsichtsrats Landrat Klaus Pavel, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Joachim Bläse Dr. Gunter Bühler Nadja Finckh Maximilian Grimminger Andreas Holdenried Carl Trinkl Prof. Dr. Werner Ziegler 6.5.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Zum 31.12.2015 befanden sich im Bestand der Kreisbaugenossenschaft 644 Wohnungen (Vorjahr: 626) und 36 gewerbliche Einheiten (Vorjahr: 35). Die Mietfluktuation im Eigenbestand liegt 2015 bei 11 % und ist mit dem hohen Durchschnittsalter der Mieter sowie der steigenden Mobilität der Gesellschaft, aber auch mit einer etwas höheren Umzugsrate im Zuge der Sanierungen in Oberkochen zu erklären. Der Leerstand konnte im Jahr 2015 erheblich reduziert werden. Somit beläuft sich der aktuelle Gesamtleerstand auf 8 Wohnungen (Vorjahr: 19). Seit dem Jahr 2013 wurden keine Gebäude mehr aus dem Altbestand verkauft. Auch we iterhin ist grundsätzliche keine Veräußerung von Altbeständen mehr geplant. Mit der S anierung von 77 Wohnungen im Quartier Brunnenhaldestraße in Oberkochen und der zwischenzeitlich abgeschlossenen Sanierung von 35 Wohnungen in der HeinzKüppenbender-Straße in Oberkochen wird dieser Unternehmensgrundsatz deutlich unte rstrichen. Im Eigenbestand ist die Modernisierung - insbesondere in Form von vollumfänglichen energetischen Gebäudesanierungen das Ziel. Bereits im Jahr 2012 wurden die Vorbereitungen für den strategischen Einstieg in das neue Geschäftsfeld Facility Management getroffen. Mit der Übernahme der Betreuung des Studentenwohnheims und des Jobcenters in der Hopfengartenstraße wurden erste Schritte unternommen. Als weitere Objekte wurden das Haus der Gesundheit in Schwäbisch Gmünd und das Pflegeheim in Schwäbisch Gmünd-Großdeinbach in die Objektverwal- 72 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG tung aufgenommen. Die Kreisbaugenossenschaft konzentriert sich derzeit auf die Akquise weiterer Objekte. Weiteres Wohnprojekt in 2015 war u.a. das Vorhaben „Wohnen im Park“ in der Spessartstraße in Aalen-Wasseralfingen. Hier sind zwischenzeitlich alle Wohnungen verkauft. Weit vorangeschritten ist auch das Wohnprojekt in der Adolph-Kolping-Straße in Oberkochen. Die Kreisbau errichtet hier insgesamt 15 hochwertige Eigentumswohnungen mit e inem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 3,5 Mio. €. Der Spatenstich fand am 20.05.2015 statt. Um das Ziel, auch den Mittelbereich Schwäbisch Gmünd verstärkt als Geschäftsgebiet zu erschließen, weiter zu verfolgen, wurde in Waldstetten in der Hauptstraße mit den Bauarbeiten für 18 Wohnungen und in der Ortsmitte des Schwäbisch Gmünder Stadtteils Herlikofen in der Gmünder Straße mit dem Bau eines Wohn- und Geschäftshauses begonnen. Des Weiteren werden in der Stadtmitte von Heubach 19 Wohnungen und eine „Ambulant Betreute Wohngemeinschaft“ entstehen. Zum 31.12.2015 hatte die Kreisbaugenossenschaft insgesamt 27 Wohnungen von privaten Eigentümern zu verwalten bzw. zu vermieten. Das Unternehmen bietet hier, insbeso ndere für Kapitalanleger, welche alle Belange ihrer Immobilie auf die Kreisbaugenossenschaft als Dienstleister übertragen, einen entsprechenden Service an. Zum Ende des G eschäftsjahres 2015 verwaltete die Kreisbaugenossenschaft 50 Eigentümergemeinschaften mit insgesamt 479 Wohneinheiten. Hierunter fallen 16 gewerbliche Einheiten sowie 2 Pflegeheime. Der Mitgliederbestand der Genossenschaft betrug am Jahresende 1.424 Mitglieder (Vorjahr: 1.413). Die Mitgliederzahl der Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG ist in den vergangenen Jahren stark gesunken. Hintergrund ist einerseits der Verkauf zahlreicher Bestandsimmobilien, andererseits der hohe Altersdurchschnitt der Mitglieder. 2015 konnte erstmals wieder ein leichter Anstieg der Mitgliederzahlen verzeichnet werden. Ursächlich hierfür sind die Neuvermietungen im Anschluss an die Sanierungsmaßnahmen in Oberkochen sowie die verstärkte Neubautätigkeit. 73 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kreisbaugenossenschaft Ostalb eG 6.5.6 Lage des Unternehmens Die Finanzen der Genossenschaft sind geordnet. Die Eigenkapitalquote liegt bei 22,47 % (Vorjahr: 24,42 %) der Bilanzsumme. Der leichte Rückgang begründet sich im Wesentlichen auf die sehr günstig mit Fremdkapital finanzierten Sanierungsmaßnahmen von Bestandsgebäuden. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen unter teilweiser Inanspruchnahme von Kontokorrentkredit en nachzukommen. Der Jahresüberschuss 2015 beläuft sich auf insgesamt 182.323 €. Ziel der Genossenschaft ist weiterhin, die Ertragslage nachhaltig zu verbessern und ein positives Betriebsergebnis o hne Substanzverkäufe zu erzielen. Wie bereits im Vorjahr fanden 2015 keine klassischen Bestandsverkäufe statt. Aus dem Segment „junge Bestände“ konnte eine Wohneinheit und ein PKW-Stellplatz veräußert werden. Personal: Zum 31.12.2015 waren insgesamt 32 (Vorjahr: 31) Mitarbeiter, einschließlich 4 Teilzeitkräften und 11 Mitarbeiter in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, bei der Kre isbaugenossenschaft beschäftigt. Durch konsequente Förderung der Entwicklung ihrer Mi tarbeiter im Hinblick auf deren ständige Qualifizierung reduziert die Kreisbaugenosse nschaft Ostalb eG das Risiko eines Know-how-Verlustes durch Fluktuation. 74 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Baugenossenschaft Ellwangen eG 6.6 Baugenossenschaft Ellwangen eG 6.6.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Spitalstr. 6 73479 Ellwangen Telefon: Telefax: (0 79 61) 4 01 - 3 (0 79 61) 4 01 - 4 20 E-Mail: Internet: info@bg-ellwangen.de www.bg-ellwangen.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 21. Juni 1921 Satzung in der Fassung vom 16. Juli 2008 6.6.2 Gegenstand des Unternehmens Die Genossenschaft errichtet und bewirtschaftet Wohnungen in allen Rechts- und Nutzungsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen und überlässt diese zu angemessenen Preisen. Zweck der Genossenschaft ist vorrangig eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für die Mitglieder der Genossenschaft. Als Ergänzung der wohnlichen Versorgung ihrer Mitglieder stellt sie Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Geschäftsräume für Gewerbetreibende, soziale, wirtschaftl iche und kulturelle Einrichtungen bereit. Daneben kann sie Wohnbauten errichten sowie die zuvor genannten Bauten bewirtschaften und fremde Wohnungen betreu en. Außerdem kann sie alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben eines Wohnungsunternehmens übernehmen. Die Genossenschaft kann auch Maklertätigkeiten übernehmen. Des Weiteren sind Beteiligungen möglich. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen; Vorstand und Aufsichtsrat beschließen gemäß § 27 der Satzung die Voraussetzungen. Die Baugenossenschaft Ellwangen eG wird heute von ca. 940 Mitgliedern und ca. 10.091 Geschäftsanteilen getragen. 75 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Baugenossenschaft Ellwangen eG 6.6.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Der Ostalbkreis ist am Geschäftsguthaben der Baugenossenschaft Ellwangen eG in Höhe von 2.514.249,33 € mit 2.080 € beteiligt. Dies entspricht einem Beteiligungsverhältnis von 0,08 %. 6.6.4 Organe der Gesellschaft Vorstand: Egon Bertenbreiter, Geschäftsführender Vorstand Oskar Sättele Xaver Stempfle Aufsichtsrat: Manfred Kröll, Vorsitzender des Aufsichtsrats Claus-Peter Grimm Uwe Debler Markus Frei Frank Hose Sabine Seitz 6.6.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allg. Geschäftsverlauf Im Jahr 2015 hatte die Baugenossenschaft ca. 685 Mietwohnungen mit 44.497,72 m² Wohnfläche, 4 Gewerbeeinheiten und 99 Garagen bzw. Stellplätze in eigenem Besitz. Zudem haben 27 Eigentümergemeinschaften die Verwaltung von derzeit 477 Wohnungen, 11 Gewerbeeinheiten und 484 Garagen bzw. Stellplätze auf die Baugenossenschaft übertragen. Von den verwalteten Einheiten befinden sich 1 Wohnungen, 8 Gewerbeeinheiten und 17 Garagen bzw. Stellplätze im eigenen Bestand. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 45 Mieterwechsel bearbeitet. Die Zahl der Wohnungsbewerber betrug im Geschäftsjahr 201 5 ca. 150 Personen. Unter den Mieteinheiten befinden sich 3,60 % Einheiten mit geplantem Verkauf, 13,28 % Einheiten mit geplantem Abbruch, 9,77 % Einheiten mit geplanter Generalsanierung, 73,36 % modernisierte und neugebaute Einheiten. Die Anzahl der vermietungsbedingten Leerstände betrug 22 Wohnungen. 9 Wohnungen standen sanierungsbedingt leer. Da die Nachfrage nach Mietwohnungen weiterhin zufriedenstellend ist, waren keine längeren Leerstandszeiten zu verzeichnen. 76 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Baugenossenschaft Ellwangen eG 6.6.6 Lage des Unternehmens Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 380.033,57 € erzielt werden (Vorjahr: 252.576,89 €). Der Bilanzgewinn für das Jahr 2015 wurde mit 101.533,57 € festgestellt (Vorjahr: 66.576,89 €) und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Eigenkapitalquote ist von 24,26 % auf 26,92 % angestiegen. Die Liquiditätslage erlaubte jederzeit die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen. Um eine nachhaltige Vermietbarkeit zu sichern, wird fortlaufend der Eigenbestand m odernisiert. Neben der Modernisierung ganzer Gebäude wurden im Jahr 2015 insgesamt 5 Wohnungen grundlegend saniert. Die Kosten hierfür beliefen sich auf ca. 62 T€. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung betrugen im Geschäftsjahr 201 5 3.365.211,71 € (Vorjahr: 3.372.306,23 €). Die Umsatzerlöse aus den Sollmieten abzüglich Erlösschmälerungen durch Leerstand betrugen im Geschäftsjahr 201 5 2.631.523,91 € (Vorjahr: 2.633.020,59 €). 77 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 AGKAMED Holding GmbH 6.7 AGKAMED Holding GmbH 6.7.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Ruhrallee 175 45136 Essen Telefon: Telefax: (0201) 1855 - 0 (0201) 1855 - 199 E-Mail: Internet: dispo@agkamed.de www.agkamed.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 20.03.2006 Gesellschaftsvertrag vom 16. Januar 2006 6.7.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteil igungen an Personen- und Kapitalgesellschaften, die im medizinischen und sozialen Bereich tätig sind. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaft szweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen bestimmt sind. Sie kann Zweigniederlassu ngen errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen. 6.7.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Am Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von 75.000 € ist der Ostalbkreis mit 500 € beteiligt. Dies entspricht einem Beteiligungsverhältnis von 0,67 %. 6.7.4 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer: Dr. med. Oliver Gründel (Sprecher der Geschäftsführung) Dr. Volker de Vry (bis 12. Februar 2015) Prokura: Rita Homscheidt Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat, dem im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 acht Mitglieder angehörten. 78 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 AGKAMED Holding GmbH 6.7.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allg. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft ist nicht operativ tätig. Sie nimmt lediglich Geschäftsführungs - und Holdingfunktionen wahr. 6.7.6 Lage des Unternehmens Der Jahresabschluss der AGKAMED Holding GmbH zum 31.12.2015 weist eine Bilanzsumme in Höhe von 267.889,74 € aus. Die Finanzanlagen in Höhe von 25.188,00 € betreffen in voller Höhe eine Beteiligung von 100% an der AGKAMED GmbH. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31.12.2015 auf 169.521,83 €. Darin enthalten ist der Jahresgewinn des Geschäftsjahres in Höhe von 15.218,21 €. Die Eigenkapitalquote b eträgt 63,28 %. 79 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Remstal Gartenschau 2019 GmbH 6.8 Remstal Gartenschau 2019 GmbH 6.8.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Marktplatz 1 73614 Schorndorf Telefon: Telefax: (07 181) 6 02 - 9 95 7 (07 181) 6 02 - 2 59 95 7 E-Mail: Internet: info@remstal2019.de www.remstal2019.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 27. Januar 2015 Gesellschaftsvertrag vom 27. Januar 2015 mit Nachtrag vom 08. Oktober 2015 6.8.2 Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens sind im Rahmen der kommunalrechtlichen Aufgabenstellung die Planung, Vorbereitung und Ausführung von Maßnahmen in Zusammenhang mit der Gartenschau im Remstal im Jahr 2019, deren Durchführung und Abwicklung nach deren Beendigung. Die Gesellschaft erfüllt diese Aufgaben in erster Linie durch die Beratung und Vertretung ihrer Gesellschafter für deren Aufgaben im Zusammenhang mit der Gartenschau im Remstal im Jahr 2019. Planung, Vorbereitung und Durchführung der Gartenschau erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den jeweils zuständigen Dienstste llen der Gesellschafter. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die unmittelbar oder mittelbar dem G egenstand des Unternehmens dienen, diesen fördern oder wirtschaftlich berühren. Insbesondere koordiniert sie alle mit der Vorbereitung, Gestaltung, Durchführung, dem A bschluss und der Abwicklung der Gartenschau im Remstal im Jahr 2019 zusammenhä ngenden Maßnahmen. Sie kann sich an anderen Unternehmen beteiligen. 6.8.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Am Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von 31.500 € ist der Ostalbkreis mit 1.500 € beteiligt. Dies entspricht einem Beteiligungsverhältnis von 4,76 %. 80 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Remstal Gartenschau 2019 GmbH 6.8.4 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer: Thorsten Englert Aufsichtsrat: Matthias Klopfer, Vorsitzender des Aufsichtsrats Thomas Bopp Prof. Hubert Möhrle Richard Arnold Wolfgang Hofer Albrecht Ulrich Andras Hesky Jürgen Oswald Stefan Altenberger Johannes Fuchs Dr. Richard Sigel Marc Calmbach Johannes Schmalzl 6.8.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allg. Geschäftsverlauf Nach der Gründung der Gesellschaft hat diese zeitnah ihren Geschäftsbetrieb im gepla nten Umfang aufgenommen. Inhaltlich stand das Jahr 2015 ganz im Zeichen der internen Organisation und der Erarbeitung der übergreifenden Gesamtkonzeption. Als größtes gemeinsames Projekt des Jahres ist die Erstellung einer übergreifenden Ko nzeption für die Gartenschau zu bewerten. Die Konzeption basiert auf den kommunalen Planungen und wurde im Jahr 2015 in mehreren Projektgesprächen und Workshops weiterentwickelt. Im Bereich Marketing wurde ein Agenturwettbewerb zur Entwicklung eines Corporate D esigns (Logo, Claim) sowie eines Werbe- und Kommunikationskonzeptes durchgeführt. Eine aus Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehende Jury hat die finale Auswahl vorgenommen. Seit November 2015 wirbt die Remstal Gartenschau 2019 mit dem Claim „Unendlich erleben“. Mit der Wanderkonzeption konnte eines der kommunalen Großprojekte maßgeblich we iterentwickelt werden. Ende 2015 wurde ein Planungsbüro mit der Detailplanung der Wanderwege beauftragt. 81 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Remstal Gartenschau 2019 GmbH Beim Verband Region Stuttgart konnte die Geschäftsstelle für die Projekte „Kanuroute Rems von Winterbach nach Waiblingen“, „Wanderkonzeption“ und „Landmarken“ Fördermittel in Höhe von 2 Mio. € akquirieren. Außerdem unterstützte die Geschäftsstelle die Kommunen bei der Einreichung der Förderanträge für die interkommunal ausgerichtete Projekte. 6.8.6 Lage des Unternehmens Die Lage des Unternehmens entspricht den Erwartungen. Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Das Vermögen der Gesellschaft besteht am Bilanzstichtag fast ausschließlich aus täglich fälligem Bankguthaben. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31.12.2015 auf 73.693,57 €. Darin enthalten ist der Jahresgewinn des Geschäftsjahres in Höhe von 42.193,57 €. Die Eigenkapitalquote b eträgt 35,27 %. Zum Jahresende bestehen keine Kreditverbindlichkeiten. 82 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Komm.Pakt.Net 6.9 Komm.Pakt.Net 6.9.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Schillerstr. 30 89077 Ulm Telefon: Telefax: (0 73 1) 1 85 - 1200 (0 73 1) 1 85 - 1236 E-Mail: Internet: info@kommpaktnet.de www.kommpaktnet.de Gründung der Gesellschaft: Rechtliche Grundlage: 04. November 2015 Anstaltssatzung in der Fassung vom 16.06.2016 6.9.2 Gegenstand des Unternehmens Die Aufgaben der Anstalt sind die Versorgung der Bevölkerung im Aufgabengebiet der Beteiligten mit Breitbandtechnologie durch die Errichtung oder Verbesserung eines pass iven Glasfasernetzes. Weitere Aufgaben sind die Planung, Weiterentwicklung, Unterhaltung und Verwaltung der zu errichtenden und bestehenden Breitbandinfrastruktur ei nschließlich der Mittelverwaltung des jeweils Beteiligten zur Umsetzung dieser Aufgaben. Neben der Verwaltung bereits vorhandener Anlagen, errichtet und verwaltet die Anstalt im Ausnahmefall auch geänderte oder künftige Anlagen, sofern die Beteiligten deren Einb eziehung beauftragen. Hierfür übernimmt sie auch die Bauleitung. Die Anstalt ist darüber hinaus, innerhalb der gesetzlichen Grenzen, zu allen Maßnahmen, Aufgaben und Geschäften berechtigt, durch die der Anstaltszweck gefördert wird und mit denen die übertragenen Aufgaben wirtschaftlich zusammenhängen. Hierzu gehören auch die Einrichtung, Erwerb, Pacht und Unterhaltung von Neben- und Hilfsbetrieben und Einrichtungen. Die Anstalt kann Unternehmen gründen oder sich an anderen Unternehmen beteiligen, wenn der öffentliche Zweck der Anstalt dies rechtfertigt. Die Anstalt kann auch Mitgliedschaften in Zweckverbänden, Wasser- und Bodenverbänden sowie in Vereinen begründen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. 83 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Komm.Pakt.Net 6.9.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Der Ostalbkreis ist am Stammkapital der gemeinsamen selbstständigen Kommunalanstalt des öffentlichen Rechts in Höhe von 636.318,80 € mit 30.820,50 € beteiligt. Dies entspricht einem Beteiligungsverhältnis von 4,84 %. 6.9.4 Organe der Gesellschaft Zuständige Organe sind gemäß § 4 der Anstaltssatzung:  der Verwaltungsrat,  der Vorstand. Vorstand: nicht besetzt Verwaltungsrat: Der Verwaltungsrat besteht aus 8 Mitgliedern. Folgende Landkreise entsenden je einen Vertreter: Alb-Donau-Kreis Ostalbkreis Landkreis Biberach Landkreis Freudenstadt Bodenseekreis Landkreis Reutlingen Landkreis Ravensburg Zollernalbkreis 6.9.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allg. Geschäftsverlauf Die gemeinsame selbstständige Kommunalanstalt öffentlichen Rechts wurde am 04.11.2015 gegründet. Bis Ende des Jahres wurden keine weiteren bedeutenden Geschäftsvorgänge durchgeführt. 6.9.6 Lage des Unternehmens Der Jahresabschluss der Komm.pakt.Net zum 31.12.2015 weist eine Bilanzsumme in H öhe von 752.872,14 € aus. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31.12.2015 auf 742.122,14 €. Darin enthalten ist der Jahresgewinn des Geschäftsjahres in Höhe von 105.803,34 €. Die Eigenkapitalquote beträgt 98,57 %. 84 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Komm.Pakt.Net Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 105.803,34 € erwirtschaftet werden. Es wurden Erlöse aus Einnahmen aus Beitragsumlagen laut Beitragsordnung in Höhe von 111.553,34 € erzielt. Demgegenüber standen Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 5.750,00 €. 85 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen 7. EIGENBETRIEBE DES OSTALBKREISES 7.1 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen 7.1.1 Allgemeine Angaben Sitz der Klinik: Im Kälblesrain 1 73430 Aalen Telefon: Telefax: (0 73 61) 55 - 0 (0 73 61) 55 - 30 03 E-Mail: Internet: info@ostalb-klinikum.de www.ostalb-klinikum.de Gründung des Eigenbetriebs: Rechtliche Grundlage: 01. Januar 1995 Betriebssatzung für die Kliniken des Ostalbkreises in der Fassung vom 15. Dezember 2009 7.1.2 Gegenstand des Unternehmens Zweck des Klinik-Eigenbetriebes „Ostalb-Klinikum Aalen/Wachkoma Bopfingen“ ist die bedarfsgerechte zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung im Einzugsgebiet der Klinik auf dem Gebiet des öffentlichen Gesundheitsw esens. Aufgabe des Klinik-Eigenbetriebes „Ostalb-Klinikum Aalen/Wachkoma Bopfingen“ ist der ärztliche, pflegerische, technische und kaufmännische Betrieb der dazugehörenden Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen einschließlich der organisatorisch und wirtschaftlich mit ihnen verbundenen Einrichtungen und Nebenbetriebe, wie z. B. Personalwohnheim, Ausbildungsstätten und Medizinische Dienstleistungszentren. 7.1.3 Organe der Gesellschaft Zuständige Organe sind gemäß § 4 der Betriebssatzung:     der Kreistag der Krankenhausausschuss der Landrat die Betriebsleitung. 86 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Mitglieder des Krankenhausausschusses (Stand 31.12.2015): Kreisrat Richard Arnold Kreisrat Dr. Gunter Bühler Kreisrat Karl Bux Kreisrat Rainer Knecht Kreisrat Dr. Peter Högerle Kreisrat Dr. Stefan Scheffold Kreisrat Dr. Eberhard Schwerdtner Kreisrat Peter Seyfried Kreisrat Thilo Rentschler Kreisrätin Sigrid Heusel Kreisrätin Dr. Carola Merk-Rudolph Kreisrat Dr. Jürgen Wacker Kreisrat Karl Hilsenbek Kreisrat Herbert Witzany Kreisrat Volker Grab Kreisrat Wolfgang Schurr (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) (SPD) (SPD) (SPD) (Freie Wähler) (Freie Wähler) (Freie Wähler) (Bündnis 90/Die Grünen) (Bündnis 90/Die Grünen) Der Krankenhausausschuss hat im Jahr 2015 in sechs ordentlichen Sitzungen und einer Klausurtagung die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufg aben wahrgenommen. Die Betriebsleitung setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Krankenhausdirektor: Stv. Krankenhausdirektor: Axel J. F. Janischowski Johannes-Martin Frank Ärztlicher Direktor: Stv. Ärztlicher Direktor: Chefarzt Prof. Dr. Ulrich Solzbach Prof. Dr. Joachim Freihorst Pflegedirektor: Stv. Pflegedirektorin: Günter Schneider Susanne Müller Die Betriebsleitung ist für die Erreichung der Unternehmensziele sowie die wir tschaftliche Führung des Unternehmens verantwortlich. 7.1.4 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Der Eigenbetrieb Ostalb-Klinikum Aalen betreibt am Standort Aalen das Akutklinikum Ostalb-Klinikum Aalen sowie das Medizinische Dienstleistungszentrum. Am Standort Bopfingen betreibt der Eigenbetrieb das Pflegeheim für Menschen im Wachkoma sowie die Vermögensverwaltung der Immobilie „ehemalige Klinik am Ipf“. Für diese vier Geschäftsb ereiche wird jeweils eine eigene Bilanz und GuV erstellt. 87 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Zum Ostalb-Klinikum gehört auch das Bildungszentrum Gesundheit und Pflege (Aus- und Weiterbildungsstätte für die Bereiche Kinderkrankenpflege, Krankenpflege, Operation stechnische Assistenz sowie Intensivpflege/Anästhesie). Das Ostalb-Klinikum Aalen ist ein Klinikum der Zentralversorgung mit differenzierter Fachabteilungsstruktur. 11 von Chefärzten geleitete bettenführende Fachabteilungen sowie das chefarztgeführte Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie bieten den Patienten der Region Aalen ein breit gefächertes Angebot in der Akutmedizin. Das Ostalb-Klinikum betreibt 375 stationäre Betten, davon 357 in der somatischen Medizin und 18 psychosomatische Betten sowie 18 tagesklinische Plätze in der Psychosom atik. In den vielfältigen Klinikambulanzen werden pro Jahr über 40.000 Patienten behandelt, darunter rund 2.000 Ambulante Operationen. Die Interdisziplinäre Notaufnahme verzeichnet jährlich über 30.000 Patientenkontakte. Im Ostalb-Klinikum gilt für alle Abteilungen mit Ausnahme der Psychosomatik das DRGFallpauschalensystem. Für die Psychosomatik gelten weiterhin die Regelungen der Bundespflegesatzverordnung und daraus folgend Abteilungspflegesätze und Basispflegesatz. Alle anderen vollstationären Patienten werden über DRG-Fallpauschalen abgerechnet. 2015 wurden 19.610 Patienten im DRG-Bereich behandelt, 1.046 (+5,6 %) mehr als im Vorjahr. Schon im Jahr 2014 stieg die Fallzahl gegenüber dem Vorjahr um 5 %. Auf Asylbewerber, die nach dem Asylbewerberleistungsgesetz abgerechnet wurden, entfielen d avon im Jahr 2015 297 Fälle. Die Summe der Effektivgewichte (Case-Mix) stieg ebenfalls deutlich an, von 16.746 im Jahr 2014 auf nunmehr 17.510 (+4,6 %), davon 203 für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Der Case-Mix-Index ist leicht von 0,902 auf 0,893 zurückgegangen. Im Jahr 2015 wurden 101.385 Pflegetage erreicht, 2.622 (2,7 %) mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Verweildauer der stationären Patienten ist im Jahr 2015 nochmals gesunken, von 5,32 Tage auf 5,17 Tage. Die aufgestellten Betten waren im Jahr 2015 zu 84,6 % ausgelastet. Die Fallzahl 2015 lag bei den beiden Medizinischen Kliniken bei 5.461 Fällen und in der Chirurgie I+II bei insgesamt 3.590 Fällen. Die Frauenklinik lag mit 3.650 Fällen leicht 88 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen über dem Niveau des Vorjahres (+36), ebenso die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit 3.036 Patienten (+221). In der Neurologie wurden im Jahr 2015 1.751 Pat ienten stationär behandelt. Weiterhin ansteigend ist dabei die Anzahl der Schlaganfallp atienten. Die Belegabteilung HNO behandelte 91 Patienten und die chefarztgeführte interdiszipl inäre zentrale Notaufnahme 1.778 Patienten. In der vollstationären Krankenversorgung der Psychosomatik wurden 2015 177 Patienten mit einer Verweildauer von durchschnittlich 36,8 Tagen behandelt, 2014 waren es 162 Patienten mit durchschnittlich 39,8 Tagen Verweildauer. Die psychosomatische Tagesklinik behandelte 2015 201 Patienten in durchschnittlich 22,8 Tagen, 2 Patienten mehr als im Vorjahr bei leicht sinkender Verweildauer ( -0,37 Tage). Die stationären Kapazitäten waren zu 99,1 % ausgelastet, die Tagesklinik zu 101,4 %. Die Budget- und Entgeltverhandlung mit den Kostenträgern wurde am 18. Juni 2015 geführt. Wie in den Vorjahren war das Hauptthema der Verhandlungsrunde die Leistungsentwicklung in den unterschiedlichen Teilbereichen. Nach eingehender Diskussion der IstLeistungszahlen und der zu erwartenden Entwicklungen konnten sich die Verhandlung spartner auf ein unstrittiges Leistungsvolumen einigen. Auch im Bereich der Psych osomatik konnten Klinikum und Kostenträger Einvernehmen erzielen. Die Leistungsvereinbarung des Vorjahres wurde fortgeschrieben. Das Ostalb-Klinikum Aalen bietet ca. 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der R egion einen Arbeitsplatz. Auch im Jahr 2015 investierte das Klinikum in zukünftiges Fachpersonal und begrüßte zum Ausbildungsstart im Oktober 41 neue Auszubildende. 89 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Rückblick auf das Jahr 2015:  Chefarztwechsel in der Neurologie Dr. Jan Peters wurde im April 2015 als langjähriger Chefarzt in den Ruhestand vera bschiedet. Er baute die neurologische Klinik auf, die insgesamt über 1.800 stationäre Patienten pro Jahr versorgt. Unter anderem engagierte er sich auch sehr stark für die Einrichtung einer regionalen Schlaganfallhilfe in Aalen, die dann im Jahr 2007 zertif iziert wurde. Die sogenannte Stroke-Unit umfasst inzwischen 8 Betten. Pro Jahr werden ca. 700 Schlaganfallpatienten behandelt. Sein Nachfolger ist Herr Privatdozent Dr. Eric Jüttler, der in den letzten beiden Jahren den Schlaganfallbereich an der neurologischen Klinik der Universität Ulm oberärztlich geleitet hat.  Zertifizierung Endoprothetikzentrum Die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie am Ostalb-Klinikum Aalen hat sich zu einem aufwändigen Zertifizierungsverfahren entschlossen und konnte im Juni 2015 als 1. Klinik in Ost-Württemberg das Zertifikat in Empfang nehmen. So müssen für eine erfolgreiche Zertifizierung unter anderem nachgewiesen bzw. sichergestellt werden, dass Operationen ausschließlich durch erfahrene und routinierte Ärzte durc hgeführt werden. Wie bei zertifizierten Zentren üblich werden die strengen und umfangreichen Vorgaben mindestens einmal im Jahr durch externe Auditoren und Fachexpe rten überprüft.  Die Frauenklinik boomt Die Frauenklinik kann erneut einen Geburtenrekord verbuchen. Im jetzt 5. Jahr in Fo lge ist die Anzahl der geborenen Kinder im Ostalb-Klinikum gestiegen. Von 1.060 Geburten im Jahre 2011 auf den aktuellen Höchststand von 1.372 Säuglingen im ve rgangenen Jahr. Eine beachtliche Zunahme von knapp 30 Prozent. Einen großen Anteil an dieser Entwicklung hat mit Sicherheit die Elternschule, die im September 2015 ihr 25-jähriges Jubiläum feiern konnte. Sie bietet neben einer umfassenden, ganzheitlichen Geburtsvorbereitung, die zur Verwirklichung einer familienor ientierten, individuellen Geburt beiträgt, Kurse für Eltern, Säuglinge und Kleinkinder an. In 2015 belegten über 3.500 Teilnehmer einen der angebotenen Kurse. 90 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen  Auszeichnungen für Pankreaszentrum und Minimal Invasives Zentrum Nach der Zertifizierung nach der sogenannten ISO 9000 vor 2 Jahren wurde im ve rgangenen Jahr dem Pankreaszentrum das Gütesiegel „Mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft“ erteilt. Dieses Gütesiegel ist das derzeit höchstmögliche in Deutsc hland. Es wird erteilt in einer damit verbundenen Überprüfung und Bewertung der B ehandlungsabläufe durch ein unabhängiges Institut (OnkoZert). Damit wurde die hervorragende Arbeit der letzten Jahre bestätigt und ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung konnte Prof. Siech für sein Minimal Invasives Zentrum in Empfang nehmen, welches sich jetzt „Referenzzentrum für minimal invasive Chirurgie“ nennen darf. Der Trend zu weniger belastenden Eingriffen in der Chirurgie ist weiter ungebrochen. Einige Operationen werden heute im Ostalb-Klinikum Aalen fast ausnahmslos über die sogenannten „Schlüssellochtechnik“ minimal invasiv durchgeführt. Die Patienten profitieren von diesen schonenderen Eingriffen mit einer kürzeren Lieg edauer im Krankenhaus und mit einer schnelleren Genesung. Derzeit haben dieses begehrte Zertifikat nur 12 Kliniken von ca. 2.000 in ganz Deutschland und 3 von ca . 300 Krankenhäusern in Baden-Württemberg inne.  Neue Kooperation in der Neurochirurgie Bereits seit Januar 2014 besteht am Ostalb-Klinikum Aalen eine eigene Sektion Neurochirurgie unter dem Dach der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wirbelsäule nchirurgie. Ziel ist es, diesen Bereich unter der Leitung von Oberärztin Frau Dr. N atascha Schmitt weiter auszubauen. Ein wichtiger Schritt wurde Ende des Jahres 2015 mit der Unterzeichnung eines neuen Kooperationsvertrages gemacht. Neuer Kooperationspartner ist die Neurochirurgische Klinik des Klinikums Stuttgart. So ist zukünftig die permanente Präsenz von drei neur ochirurgischen Fachärzten in Aalen geplant, wodurch zukünftig viele Patienten aus dem Ostalbkreis heimatnah versorgt werden können. 7.1.5 Lage des Unternehmens Das Ostalb-Klinikum weist im Jahr 2015 wie bereits im Vorjahr ein negatives Bilanzergebnis aus. Der Bilanzverlust beträgt -1.456.240 €. Gegenüber dem Jahr 2014 mit einem Bilanzverlust von -1.759.856 € hat sich das Ergebnis um 303.616 € verbessert. 91 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Die Ergebnisverbesserung war insbesondere aufgrund der äußerst positiven Leistungsen twicklung des Klinikums verbunden mit einem moderaten Aufbau der Personalkapazitäten möglich. Ohne die gesetzlich vorgegebenen Kostenbremsen „Mehrerlösausgleich“ und „Mehrlei stungsabschlag“ hätte das Ostalb-Klinikum in 2015 lediglich einen Bilanzverlust von rund 160.000 € ausgewiesen. Auf den Mehrerlösausgleich (65 % Rückzahlung des über das vereinbarte Leistungsvolumen hinausgehenden Erlösbetrags an die Kostenträger) entfa llen dabei 720.000 € und auf den Mehrleistungsabschlag (zusätzlich vereinbarte Leistu ngen werden über drei Jahre hinweg nur zu 75 % finanziert) 573.000 €. Die Erlöse aus Krankenhausleistungen erreichten im Jahr 2015 einen Betrag in Höhe von 59.764.559 €, das sind 2.840.642 € mehr als im Jahr 2014. Die Erlöse aus Wahlleistungen (Zimmerzuschläge, Telefongebühren usw.) sanken gegenüber dem Vorjahr um 267.995 € auf insgesamt 612.505 €. Der Erlöseinbruch um 30 % resultierte vor allem aus geringeren Zweibettzimmerzuschlägen. Die Erlöse aus Ambulanten Leistungen des Krankenhauses (Ambulantes Operieren, Notfallbehandlungen, Physikalische Therapie, Ambulante Herzkatheter Untersuchungen für andere Kliniken usw.) liegen bei 1.771.204 €, das sind 35.986 € weniger als im Vorjahr. Die Personalaufwendungen (inklusive Rückstellungen) sind von 47.025.172 € im Jahr 2014 um 1.814.554 € auf 48.839.726 € im Jahr 2015 gestiegen, eine Steigerung um 3,86 %. Die tariflichen Personalkostensteigerungen lagen 2015 über alle Berufsgruppen hinweg bei rund 2,55 %. Über die tariflichen Auswirkungen hinausgehende Personalkostensteigerungen sind durch den gezielten Personalaufbau in bestimmten Leistungsbereichen, vor allem in der chefarztgeführten Zentralen Notaufnahme sowie in der Stroke-Unit bedingt. Die Aufwendungen für Lebensmittel und Getränke sind 2015 von 732.103 € im Jahr 2014 auf 757.677 € gestiegen. Die Aufwendungen für Medizinischen Sachbedarf sind von 12.682.411 € im Jahr 2014 auf 13.180.570 € im Jahr 2015 gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr sind vor allem die Kosten für Arzneimittel sowie Ärztliches und pflegerisches Verbrauchsmaterial gestiegen. Die Gesamtaufwendungen für Wasser und Energie sind 2015 das zweite Jahr in Folge im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 2014 wurden noch 2.049.520 € aufgewendet, 2015 waren es 1.961.228 €. Die Verbesserung in 2015 ist auf bessere Stromkonditionen zurückzuführen. Die Aufwendungen für Wartungen und Instandhaltungen sind von 2.524.274 € im Jahr 2014 auf 2.732.846 € im Jahr 2015 gestiegen (+8 %). Hauptkostentreiber waren steigende Wartungs- und Instandhaltungs- 92 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen kosten aufgrund der weiteren Aufrüstung des Geräteparks in der Medizintechnik, in der IT und bei den Technischen Anlagen. Ausblick Der abrechenbare Landesbasisfallwert für DRG-Leistungen steigt von 3.226,64 € im Jahr 2015 lediglich auf 3.272,21 € im Jahr 2016, effektiv eine Steigerung um nur 1,41 %. Damit bleibt der Zugewinn beim Landesbasisfallwert weit unter der Veränderungsrate von 2,95 %. Aus dem „Hilfspaket“ der Bundesregierung (Versorgungszuschlag, Hygieneförderprogramm) kann das Ostalb-Klinikum im Jahr 2016 wieder mit Zusatzerlösen von rund 530.000 € rechnen. Die Entgelte in der Psychosomatik, die nach der Bundespfleg esatzverordnung abgerechnet werden, steigen um 2,95 %. Aus dem neuen DRG-Katalog für das Jahr 2016 erwartet das Ostalb-Klinikum einen geringen positiven Katalogeffekt von rund 20 Case-Mix-Punkten. Die weiterhin sehr gute Leistungsentwicklung stimmt optimistisch, dass sich auch in 2016 über die Steigerung des Landesbasisfallwertes hinaus Erlöszuwächse erzielen lassen. In den anderen Erlösbereichen wird mit einer leichten Steigerung g egenüber 2015 gerechnet, die sich aber unter 1 % bewegen dürfte. Die bereits feststehenden Kostensteigerungen im Jahr 2016 können selbst bei einer moderat steigenden Leistungsmenge mit der vorgegebenen Steigerung der Entgelte und dem Hilfspaket der Bundesregierung nicht aufgefangen werden. Die Erlös-, Kostenschere verschärft sich weiter. Hinzu kommen noch notwendige Personalaufstockungen durch zusät zliche Anforderungen, zum Beispiel in den Bereichen QM, Hygiene oder IT. Hauptproblem für die Kliniken im Jahr 2016 ist, dass die Personalkosten mit einem Anteil von rund 65 % an den Gesamtkosten um etwa 2,45 % steigen, wohingegen die Preise des mit weitem Abstand größten Erlösbereichs, den DRG-Entgelten, nur um 1,41 % steigen. Weiterhin erodieren Erträge außerhalb des stationären Bereichs (z.B. KVErmächtigungen), die Notfallambulanz ist weiter stark unterfinanziert. In der Prognose ist damit für 2016 trotz weiterer Maßnahmen zur Kostensenkung und Eff izienzsteigerung eine Ergebnisverschlechterung gegenüber 2015 zu erwarten. 93 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ostalb-Klinikum Aalen Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 276.790 Veränderungen in € in % 264.654 12.136 4,59 98.727.083 97.571.193 1.155.890 1,18 512.750 112.750 400.000 354,77 99.516.623 97.948.597 1.568.026 1,60 1.864.218 1.814.119 50.099 2,76 22.105.761 18.536.757 3.569.004 19,25 8.799.076 10.302.617 -1.503.541 -14,59 32.769.055 30.653.493 2.115.562 6,90 3.052.903 3.046.079 6.824 0,22 65.631 57.371 8.260 14,40 135.404.212 131.705.540 3.698.672 2,81 2015 2014 0 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Summe Anlagevermögen Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Ausgleichsposten nach dem KHG Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 0 0 0,00 44.418.001 38.208.260 6.209.741 16,25 12.750 20.079 -7.329 -36,50 -1.456.240 -1.759.856 303.616 -17,25 42.974.511 36.468.483 6.506.028 17,84 40.637.221 41.852.921 -1.215.700 -2,90 0 11.122 -11.122 -100,00 1.485.699 1.556.080 -70.381 -4,52 42.122.920 43.420.123 -1.297.203 -2,99 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn/Bilanzverlust Summe Eigenkapital Sonderposten Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand Sonderposten aus Zuwendungen Dritter Summe Sonderposten 94 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Steuerrückstellungen 101.597 101.597 0 16.350 0 16.350 0,00 Sonstige Rückstellungen 2.511.892 2.847.487 -335.595 -11,79 Summe Rückstellungen 2.629.839 2.949.084 -319.245 -10,83 1.752.586 2.056.884 -304.298 -14,79 3.801.596 3.611.531 190.065 5,26 27.050.000 28.900.000 -1.850.000 -6,40 12.129.916 12.264.077 -134.161 -1,09 15.400 0 15.400 Sonstige Verbindlichkeiten 2.927.140 2.028.769 898.371 44,28 Summe Verbindlichkeiten 47.676.638 48.861.261 -1.184.623 -2,42 0 5.921 -5.921 -100,00 304 668 -364 -54,49 135.404.212 131.705.540 3.698.672 2,81 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. dem Krankenhausträger Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 95 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Ostalb-Klinikum Aalen Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 59.764.559 Veränderungen in € in % 56.923.917 2.840.642 4,99 612.505 880.500 -267.995 -30,44 Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses 1.771.204 1.807.190 -35.986 -1,99 Nutzungsentgelte der Ärzte 2.501.407 2.619.623 -118.216 -4,51 50.099 9.503 40.596 427,19 0 0 0 0,00 Sonstige betriebliche Erträge 13.073.160 11.632.569 1.440.591 12,38 Personalaufwand 48.839.727 47.025.172 1.814.555 3,86 Materialaufwand 20.088.351 19.558.937 529.414 2,71 1.335.254 1.334.263 991 0,07 Erträge aus der Einstellung von Ausgleichsposten aus Darlehensförderung und für Eigenmittelförderung 6.824 11.220 -4.396 -39,18 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 2.280.212 2.629.762 -349.550 -13,29 Erträge aus der Auflösung des Ausgleichspostens aus Darlehensförderung 5.921 16.175 -10.254 -63,39 1.336.106 1.335.620 486 0,04 0 195.774 -195.774 -100,00 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.454.623 3.508.115 -53.492 -1,52 Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.851.514 8.539.486 1.312.028 15,36 3.739 3.832 -93 -2,43 146.915 181.039 -34.124 -18,85 Erlöse aus Krankenhausleistungen Erlöse aus Wahlleistungen Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens Aufwendungen für die nach dem KHG geförderte Nutzung von Anlagegegenständen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen 96 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.312.352 -2.475.589 163.237 100 0 100 4.927 1.044 3.883 371,93 74.996 74.990 6 0,01 -2.392.175 -2.551.623 159.448 -6,25 918.088 770.876 147.212 19,10 0 0 0 0,00 - für Instandhaltung 8.942 11.949 -3.007 -25,17 - für Betriebsmittelzinsen 8.905 8.942 -37 -0,41 -1.456.240 -1.759.856 303.616 -17,25 Außerordentliche Erträge Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresfehlbetrag -6,59 Entnahme aus der Kapitalrücklage - für Abschreibungen - für Leasingfinanzierung Bilanzgewinn/Bilanzverlust Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. Personal Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen - § 285 Nr. 7 HGB 2015 698,35 2014 671,06 Aushilfskräfte (geringfügig Beschäftigte) 3,41 3,13 Anzahl der Auszubildenden 11,5 10,67 Beschäftigte (Angaben in Vollkräfte) (Da der TVöD keine Trennung in Arbeiter und Angestellte mehr vorsieht, hat man sich innerhalb der drei Klin iken auf diese Darstellung geeinigt.) 97 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Medizinisches Dienstleistungszentrum (MDZ) Das Medizinische Dienstleistungszentrum am Ostalb-Klinikum Aalen umfasst diejenigen Bereiche auf dem Campus des Klinikums, die im Rahmen von langfristigen Miet - und Kooperationsverträgen an Ärzte und andere auf dem Gebiet des Gesundheitswesens tätige Personen und Unternehmen entgeltlich zur Leistungserbringung zur Verfügung gestellt werden. Das MDZ wurde im April 2004 in Betrieb genommen. Es umfasst zurzeit über 7.000 m² Nutzfläche. Im MDZ bestand zu Beginn des Jahres 2015 eine Vollvermietung. Allerdings hatte schon im Laufe des Jahres 2014 ein Ankermieter, das Pflegehotel des Deutschen Roten Kreuzes, die Geschäftsführung sowie den Krankenhausträger um eine vorzeitige Auflösung des bis zum 31.03.2019 laufenden Mietverhältnisses gebeten. Der Kranke nhausträger hat sich diesem Wunsch nicht verschlossen. Mit dem DRK wurde eine Abstandszahlung verbunden mit einer Beendigung des Mietverhältnisses zum 31.05.2015 vereinbart. Das Ostalb-Klinikum hat mittlerweile entschieden, dass die freiwerdenden Flächen im MDZ von der psychosomatischen Abteilung belegt werden. Nach kleineren Umbauten ist mit einem Umzug zum Ende des Jahres 2016 zu rechnen. Das MDZ schließt das Jahr 2015 mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 8.726 € (Vorjahr: 83.424 €) ab. Die Rücklage für Instandhaltungen und Unvorhergesehenes (z.B. Mietau sfallwagnis) steht nun bei 384.608 €. Das Ergebnis wurde durch den Mietausfall für die Fläche des ehemaligen Pflegehotels ab Juni 2016 stark belastet. 98 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Ostalb-Klinikum Aalen, Medizinisches Dienstleistungszentrum Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 Sachanlagen 10.182.412 Summe Anlagevermögen Veränderungen in € in % 10.573.703 -391.291 -3,70 10.182.412 10.573.703 -391.291 -3,70 102.823 212.993 -110.170 -51,72 1.321.411 1.017.615 303.796 29,85 1.424.234 1.230.608 193.626 15,73 532 525 7 1,33 11.607.178 11.804.837 -197.659 -1,67 2015 2014 Kapitalrücklage 547.101 568.499 -21.398 -3,76 Gewinnvortrag 375.881 292.458 83.423 28,52 8.726 83.424 -74.698 -89,54 931.708 944.381 -12.673 -1,34 22.671 23.473 -802 -3,42 22.671 23.473 -802 -3,42 Sonstige Rückstellungen 265.000 112.955 152.045 134,61 Summe Rückstellungen 265.000 112.955 152.045 134,61 10.292.949 10.550.001 -257.052 -2,44 63.034 147.238 -84.204 -57,19 26.217 26.789 -572 -2,14 10.382.200 10.724.028 -341.828 -3,19 5.599 0 5.599 11.607.178 11.804.837 -197.659 Anlagevermögen Umlaufvermögen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % Eigenkapital Bilanzgewinn/Bilanzverlust Summe Eigenkapital Sonderposten Sonderposten aus Zuwendungen Dritter Summe Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 99 -1,67 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Ostalb-Klinikum Aalen, Medizinisches Dienstleistungszentrum Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 1.174.711 Veränderungen in € in % 1.237.987 -63.276 -5,11 170.488 183.330 -12.842 -7,00 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 802 803 -1 -0,12 Aufwendungen für die nach dem KHG geförderte Nutzung von Anlagegegenständen 0 0 0 0,00 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 412.386 412.576 -190 -0,05 Sonstige betriebliche Aufwendungen 159.778 124.383 35.395 28,46 2.691 4.091 -1.400 -34,22 441.375 452.016 -10.641 -2,35 -5.823 70.576 -76.399 -108,25 0 2.078 100 -100,00 6.850 6.850 0 0,00 -12.673 61.648 -74.321 -120,56 21.399 21.776 -377 -1,73 - für Instandhaltung 0 0 0 0,00 - für Betriebsmittelzinsen 0 0 0 0,00 8.726 83.424 -74.698 -89,54 Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Außerordentliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuss Entnahme aus der Kapitalrücklage - für Abschreibungen Bilanzgewinn/Bilanzverlust Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. 100 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Personal Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen § 285 Nr. 7 HGB 2015 2014 Beschäftigte 0 0 Aushilfskräfte (geringfügig Beschäftigte) 0 0 Anzahl der Auszubildenden 0 0 (Angaben in Vollkräfte) (Da der TVöD keine Trennung in Arbeiter und Angestellte mehr vorsieht, hat man sich innerhalb d er drei Kliniken auf diese Darstellung geeinigt.) Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Am Standort der ehemaligen Klinik am Ipf in Bopfingen betreibt das Ostalb -Klinikum seit Oktober 2004 ein Spezialpflegeheim für Menschen im Wachkoma mit 18 Plätzen. Im Jahresdurchschnitt 2015 waren 15,88 Plätze belegt, das entspricht einer Auslastung von 88 %. Bis auf die zweite Nachkommastelle wurde damit in 2015 die Belegung des Jahres 2014 wiederholt. Rund 93 % der Bewohner waren 2015 in der Pflegestufe 3 oder sogar in der Pflegestufe 3+ eingestuft. Das Bilanzergebnis 2015 des Pflegeheims für Menschen im Wachkoma beträgt -95.556 €. Gegenüber dem Vorjahr (-35.658 €) hat sich das Ergebnis trotz gleicher Belegung verschlechtert. Ursächlich hierfür waren insbesondere gestiegene Personalaufwe ndungen. Neben den tariflichen Auswirkungen musste in 2015 verstärkt auf Personalle asingkräfte zurückgegriffen werden. Daneben waren in 2015 auch verstärkte Einarbe itungskosten aufgrund von Personalfluktuation verbunden mit zeitweiser Mehrfachbese tzung zu verzeichnen. 101 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 Veränderungen in € in % 0,00 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschl. der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken Einrichtungen und Ausstattungen 0 0 0 23.792 0 23.792 7.969 7.173 796 11,10 Summe Anlagevermögen 31.761 7.173 24.588 342,79 109.239 108.169 1.070 0,99 33.725 72.317 -38.592 -53,37 142.964 180.486 -37.522 -20,79 273 291 -18 -6,18 174.998 187.950 -12.952 -6,89 2015 2014 -95.556 Umlaufvermögen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % -35.659 -59.897 168 1.240 1.444 -204 -14,13 1.240 1.444 -204 -14,13 31.152 21.366 9.786 45,80 0 0 0 0,00 199.186 168.186 31.000 18,43 31.256 28.106 3.150 11,21 Sonstige Verbindlichkeiten 1.825 4.507 -2.682 -59,51 Summe Verbindlichkeiten 232.267 200.799 31.468 16 5.895 0 5.895 174.998 187.950 -12.952 Gewinn/Verlustvortrag Sonderposten Sonderposten aus nicht-öffentlicher Fördermitteln für Investitionen Summe Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 102 -6,89 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 991.170 Veränderungen in € in % 961.536 29.634 3,08 335 491 -156 -31,77 1.526 19.141 -17.615 -92,03 10.554 16.931 -6.377 -37,66 Personalaufwand 867.299 805.197 62.102 7,71 Materialaufwand 120.787 112.099 8.688 7,75 204 2.971 -2.767 -93,13 8.859 4.685 4.174 89,09 102.092 114.962 -12.870 -11,20 0 489 -489 -100,00 36 0 36 -95.284 -35.384 -59.900 169,29 Außerordentliche Erträge 0 0 0 0,00 Außerordentliche Aufwendungen 0 0 0 0,00 275 275 0 0,00 -95.559 -35.659 -59.900 167,98 - für Abschreibungen 0 0 0 0,00 - für Instandhaltung 0 0 0 0,00 - für Betriebsmittelzinsen 4 0 4 -95.555 -35.659 -59.896 Erlöse aus Krankenhausleistungen Erlöse aus Wahlleistungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Erträge aus der Auflösung von Sonderposten Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen Jahresfehlbetrag Entnahme aus der Kapitalrücklage Bilanzgewinn/Bilanzverlust 167,97 Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. 103 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Personal Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen § 285 Nr. 7 HGB 2015 15,0 2014 14,63 Aushilfskräfte (geringfügig Beschäftigte) 0 0 Anzahl der Auszubildenden 0 0 Beschäftigte (Angaben in Vollkräfte) (Da der TVöD keine Trennung in Arbeiter und Angestellte mehr vorsieht, hat man sich innerhalb der drei Klin iken auf diese Darstellung geeinigt.) Verwaltung der Immobilie „ehemalige Klink am Ipf Bopfingen“ Über die Vermögensverwaltung werden die Gebäudebewirtschaftung und Ve rmietungen in der ehemaligen Klinik am Ipf abgewickelt. Die Vermögensverwaltung erzielte 2015 einen Bilanzverlust in Höhe von 18.300 € (Vorjahr: 12.316 €). 104 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Vermögensverwaltung Bopfingen Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 Sachanlagen 1.824.422 Summe Anlagevermögen Veränderungen in € in % 1.882.452 -58.030 -3,08 1.824.422 1.882.452 -58.030 -3,08 5.312 5.312 0 0,00 57.471 31.849 25.622 80,45 0 0 0 0,00 62.783 37.161 25.622 68,95 1.887.205 1.919.613 -32.408 -1,69 2015 2014 Kapitalrücklage 1.148.412 Gewinnrücklage Anlagevermögen Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 1.184.533 -36.121 -3,05 -120.873 -108.557 -12.316 11,35 -18.300 -12.316 -5.984 48,59 1.009.239 1.063.660 -54.421 -5,12 513.586 531.425 -17.839 -3,36 513.586 531.425 -17.839 -3,36 Sonstige Rückstellungen 5.279 5.279 0 0,00 Summe Rückstellungen 5.279 5.279 0 0,00 313.086 272.064 41.022 15,08 43.417 44.587 -1.170 -2,62 1.440 1.440 0 0,00 357.943 318.091 39.852 12,53 1.158 1.158 0 0,00 1.887.205 1.919.613 -32.408 -1,69 Eigenkapital Bilanzgewinn/Bilanzverlust Summe Eigenkapital Sonderposten Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG Summe Sonderposten Rückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 105 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Vermögensverwaltung Bopfingen Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 Sonstige betriebliche Erträge 59.412 Personalaufwand Materialaufwand Veränderungen in € in % 63.517 -4.105 -6,46 14.324 13.939 385 2,76 28.492 29.019 -527 -1,82 0 0 0 0,00 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 17.839 18.094 -255 -1,41 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 60.506 60.706 -200 -0,33 Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.245 15.900 2.345 14,75 0 0 0 0,00 9.716 10.120 -404 -3,99 -54.032 -48.073 -5.959 12,40 431 431 0 0,07 -54.463 -48.504 -5.959 12,29 36.121 36.122 -1 0,00 0 0 0 0,00 42 66 -24 -36,36 -18.300 -12.316 -5.984 48,59 Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresfehlbetrag Entnahme aus der Kapitalrücklage - für Abschreibungen - für Instandhaltung - für Betriebsmittelzinsen Bilanzgewinn/Bilanzverlust Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. 106 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Ostalb-Klinikum Aalen / Pflegeheim für Menschen im Wachkoma Bopfingen Personal Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen § 285 Nr. 7 HGB 2015 0,5 2014 0,5 Aushilfskräfte (geringfügig Beschäftigte) 0 0 Anzahl der Auszubildenden 0 0 Beschäftigte (Angaben in Vollkräfte) (Da der TVöD keine Trennung in Arbeiter und Angestellte mehr vorsieht, hat man sich innerhalb der drei Klin iken auf diese Darstellung geeinigt.) 7.1.6 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 7.1.7 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis keine 107 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd 7.2 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd 7.2.1 Allgemeine Angaben Sitz der Klinik: Wetzgauer Straße 85 73557 Mutlangen Telefon: Telefax: (0 71 71) 701 - 0 (0 71 71) 701 - 10 09 E-Mail: Internet: info@stauferklinikum.de www.stauferklinikum.de Gründung des Eigenbetriebs: Rechtliche Grundlage: 01. Januar 1995 Betriebssatzung für die Kliniken des Ostalbkreises in der Fassung vom 15. Dezember 2009 7.2.2 Gegenstand des Unternehmens Zweck des Klinik-Eigenbetriebes „Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd“ ist die bedarfsgerechte, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung im Einzugsbereich der Klinik auf dem Gebiet des öffentlichen Gesundheitswesens. Aufgabe des Klinik-Eigenbetriebes „Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd“ ist der ärztliche, pflegerische, technische und kaufmännische Betrieb der dazugehörenden Krankenhäuser einschließlich der organisatorisch und wirtschaftlich mit ihnen verbundenen Einrichtungen und Nebenbetriebe, wie z.B. Personalwohnheime und Ausbildungsstätten. 7.2.3 Organe der Gesellschaft Zuständige Organe sind gemäß § 4 der Betriebssatzung:     der Kreistag, der Krankenhausausschuss, der Landrat, die Betriebsleitung. Mitglieder des Krankenhausausschusses (Stand 31.12.2015): Kreisrat Kreisrat Kreisrat Kreisrat Richard Arnold Dr. Gunter Bühler Karl Bux Rainer Knecht (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) 108 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Kreisrat Dr. Peter Högerle Kreisrat Dr. Stefan Scheffold Kreisrat Dr. Eberhard Schwerdtner Kreisrat Peter Seyfried Kreisrat Thilo Rentschler Kreisrätin Sigrid Heusel Kreisrätin Dr. Carola Merk-Rudolph Kreisrat Dr. Jürgen Wacker Kreisrat Karl Hilsenbek Kreisrat Herbert Witzany Kreisrat Volker Grab Kreisrat Wolfgang Schurr (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) (SPD) (SPD) (SPD) (Freie Wähler) (Freie Wähler) (Freie Wähler) (Bündnis 90/Die Grünen) (Bündnis 90/Die Grünen) Der Krankenhausausschuss hat im Jahr 2015 in sechs ordentlichen Sitzungen und einer Klausurtagung die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Betriebsleitung setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Krankenhausdirektor: Stv. Krankenhausdirektor: Stv. Krankenhausdirektor: Walter Hees Martin Weller Alexander Kuhn Ärztlicher Direktor: Stv. Ärztlicher Direktor: Dr. med. Manfred Wiedemann / Prof. Dr. Holger Hebart Dr. med. Erik Schlicht Pflegedirektor: Stv. Pflegedirektorin: Franz Xaver Pretzel Ursula Kurzendörfer Die Betriebsleitung ist für die Erreichung der Unternehmensziele sowie die wir tschaftliche Führung des Unternehmens verantwortlich. 7.2.4 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Das Stauferklinikum ist ein Klinikum der Akutversorgung mit 401 Betten. Es bietet den Patienten in der Raumschaft Schwäbisch Gmünd Behandlungen in den Fachabteilungen Zentrum für Innere Medizin, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäß- und Thoraxchirurgie, Zentrum für Traumatologie und Orthopädische Chirurgie, Wirbelsäulenzentrum, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendmedizin, Intensivmedizin, Anästhesiologie und Radiologie sowie der Zentralen Notaufnahme. Das Stauferklinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm und hält für 23 Medizinstudenten einen Ausbildungsplatz für den letzten Abschnitt des klinischen Studiums vor. 109 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Die an das Stauferklinikum angegliederte Fachschule für Gesundheits- und Krankenpflege bietet eine dreijährige Ausbildung zur/zum Gesundheits- und Krankenpfleger/in an. Für Baumaßnahmen wurden in 2015 Aufwendungen von rund 1.520.000 € getät igt. Es wurde unter anderem die Sanierung eines Teils der Nordseite und der Westseite des alten Funktionsbaus begonnen sowie neue Räumlichkeiten für die Onkologische Ambulanz, Arztzimmer für die Innere Medizin und die Gefäßchirurgie geschaffen. Rückblick auf das Jahr 2015:  Planung Neubau Zentrale Notaufnahme/Onkologische Tagesklinik Großen Zeitaufwand erforderten die Vorbereitungen für den Neubau der Zentralen No taufnahme und der Onkologischen Tagesklinik. Nachdem der Krankenhausausschuss gr ünes Licht für die Intensivierung der Planungen gab, erfolgte eine Vielzahl von Abstimmungsgesprächen zwischen der Verwaltung und den betroffenen medizinischen Abteilu ngen. Die Planung konnte so weit vorangetrieben werden, dass noch im Dezember 2015 die Zusage des Sozialministeriums Baden-Württemberg für die Aufnahme in das Krankenhausbauprogramm 2016 erteilt wurde.  Weiterentwicklung des medizinischen Leistungsspektrums des Stauferklinikums Eine große Herausforderung in der Weiterentwicklung stellte die Zertifizierung a ls Onkologisches Zentrum dar. Üblicherweise kann diese Auszeichnung nur von Kliniken in einer Größenordnung ab ca. 600 Betten erreicht werden, was aufgrund des zielstrebigen Au sbaus innerhalb der letzten 10 Jahre gelang. Diese Auszeichnung ist zugleich Ans porn für weitere Qualifikation in der onkologischen Arbeit und vor allem für eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken des Ostalbkreises im Bereich der Onkol ogie. Der Aufbau der Interventionellen Radiologie stellt einen weiteren wesentlichen Baustein im Bereich unserer diagnostischen und therapeutischen Tätigkeit dar. Insbeso ndere im Hinblick auf den geplanten Aufbau eines Gefäßzentrums ist dies ein unverzichtbarer Lei stungsbestandteil. 110 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Nach langen Jahren der Vorbereitung konnte im Oktober 2015 die Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum erreicht werden. Aufgrund des Ausscheidens von Herrn Dr. Wiedemann wurden die Abteilungen für Orth opädische Chirurgie und Traumatologie sowie das Wirbelsäulenzentrum unter der Leitung von Herrn Dr. Rißel zu einer Abteilung zusammengefasst. Die Aufgabe des Ärztlichen Direktors hat mit Ausscheiden von Dr. Wiedemann der Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin Prof. Dr. Holger Hebart übernommen. Im November 2015 konnte eine teleneurologische und teleradiologische Verbindung zur Neurologischen Abteilung des Universitätsklinikums Freiburg aufgebaut werden. Aufgrund dieser Verbindung kann nun auf telemedizinischem Wege umgehend eine fac hneurologische Begutachtung rund um die Uhr sichergestellt werden. Für die Behandlung von Schlaganfällen stellt dies einen wesentlichen Fortschrit t dar, da jetzt kurzfristig (d.h. innerhalb von Minuten) eine neurologische Begutachtung auf universitärem Niveau sichergestellt ist. Nach langjähriger belegärztlicher Tätigkeit übergab Herr Dr. Wolfgang Sauler seine Praxis an Herrn Dr. Christof Kastner. Herr Dr. Christoph Kastner konnte zum 01.01.2015 als Nachfolger in der urologischen Belegarzttätigkeit gewonnen werden.  Zusätzlicher Notarztstandort in Heubach Um die Situation bei der Einhaltung der Hilfsfristen zu verbessern, musste zum 01.04.2015 ein weiterer Notarztstandort in Heubach eröffnet werden. Als große Herau sforderung stellten sich die 24 Stunden-Ausstattung mit einem Notarzt sowie die räumliche Unterbringung dar. Ausblick:  Personalgewinnung Nach wie vor haben die Krankenhäuser große Schwierigkeiten, ausreichend qualifiziertes ärztliches und pflegerisches Personal zu bekommen. Im ärztlichen Bereich konnten bisher jedoch gute Erfahrungen mit ausländischen Ärzten (insbesondere aus Ungarn) gemacht 111 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd und auch im allgemeinen pflegerischen Dienst konnten die Lücken vielfach mit selbst au sgebildetem Personal geschlossen werden.  Weiterhin aggressives Verhalten des Medizinischen Dienstes der Kassen (MDK) Die deutlich zunehmenden Anfragen des MDK fordern immer mehr Personalressourcen des ärztlichen und pflegerischen Dienstes, vor allem aber der Krankenhausverwaltung. Mehr und mehr ist zu bemerken, dass es den Krankenkassen bei der Einschaltung des MDK immer weniger um qualitative Aspekte der Patientenbehandlung, sondern fast nur noch um fiskalische Aspekte geht. Es wird nun konsequent der Weg der Klageerhebung vor den Sozialgerichten beschritten, welcher große zeitliche Ressourcen erfordert.  Krankenhausstrukturreform Im Rahmen der Diskussionen um das Krankenhausstrukturgesetz zeichneten sich weitere massive Verschlechterungen für die Krankenhäuser ab. Das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI), die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG), der Landkreis- und Städtetag sowie die Gewerkschaft ver.di riefen zu massiven Protesten auf, dessen Höhepunkt im Ostalbkreis bei einer Demonstration einer Vielzahl von Mitarbeitern aus den Kreiskliniken am 24.09.2015 vor dem Aalener Rathaus stattfand. Letztlich haben diese Aktionen lediglich weitere Verschlechterungen verhindert, so dass die Kliniken dieses Problem auch in den nächsten Jahren begleiten wird. Auch das Thema Qualität und Qualitätssicherung nimmt mit dem Krankenhausstrukturg esetz neue und letztlich noch gar nicht absehbare Dimensionen an. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) wurde mit einer Vielfalt von Prüfaufträgen und Gestaltung von Rich tlinien beauftragt, welche die Kliniken in den Folgejahren massiv beeinträchtigen werden. Immer neue Kriterien und Strukturen der Behandlungsqualität stellen gewaltige Herausforderungen an die Kliniken dar. Alle diese zusätzlichen Kriterien werden zusätzliche f inanzielle Ressourcen verschlingen, wobei eine konkrete Gegenfinanzierung so gut wie in keinem Fall ersichtlich ist. 7.2.5 Lage des Unternehmens Nach wie vor sind die finanziellen Rahmenbedingungen, unter welchen die Kliniken in Deutschland arbeiten müssen unzureichend. Dies spiegelt sich im negativen Betriebsergebnis 2015 in Höhe von -1.683.848 € wider. (Vorjahr: +53.760 €). 112 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Die Erlöse aus Allgemeinen Krankenhausleistungen erhöhten sich um 1.153.286 €. Dieses Plus von 1,9 % bleibt unter den Zielen von 2015 zurück. Die Nachfrage nach station ären Leistungen war nicht zufriedenstellend. Insbesondere der Schweregrad der Behan dlung, der direkt die Entgelthöhe beeinflusst, war rückläufig. Die Erlöse aus der Wahlleistung Unterkunft sind etwas zurückgegangen. Nur zum Teil ist die kürzere Verweildauer ursächlich. Vor allem beim Zweibettzimmer gibt es geringere Einnahmen. Die Wahlleistung Telefon schwindet weiter. Nach Jahren des Aufbaus hat die Ambulante Rehabilitation in 2015 ein gutes Niveau e rreicht. Mit einem Umsatz von 442.236 € wurde das Vorjahresergebnis um fast 50 % g esteigert. Weitere Zuwächse hat das Ambulante Operieren und die Behandlung von No tfallpatienten erbracht. Für den Ärztlichen Dienst wurden 731.000 € mehr ausgegeben, für den Pflegedienst 897.000 €, für den Medizinisch-Technischen Dienst 515.000 €, für den Funktionsdienst 526.000 €, den Verwaltungsdienst 446.000 €. Der Anstieg im Verwaltungsdienst ist ganz überwiegend durch die Zentrale IT-Abteilung verursacht. Diese ist für alle Kliniken im Ostalbkreis tätig. Die Stellen waren in 2015 weiter auszubauen. Beim Wirtschafts - und Versorgungsdienst wurden weitere Stellen durch Mitarbeiter der Service-GmbH ersetzt. Die Personalkosten nehmen um 128.000 € ab. Der Verbrauch an Lebensmitteln verursachte Kosten von 719.141 €, das waren 17.500 € mehr oder ein Plus von 2,6 %. Der OP-Bedarf schlägt mit einem Anstieg um 853.000 € und das ärztlich und pflegerische Verbrauchsmaterial mit 207.000 € zu Buche. Die Kostenart mit dem höchsten Umsatz, Arzneimittel, bleibt mit 0,4 % kaum verändert. Andere Kostenarten sind zum Teil rückläufig. Seit Jahren gehen erstmals die Aufwendungen für Strom zurück, dies wird sowohl durch den Verbrauch als auch den Preis verursacht. Der Aufwand für Wärmeenergie bleibt noch unter dem niedrigen Vorjahresergebnis. Insgesamt wurden 121.000 € eingespart. 113 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Auch in 2015 wurde an den Fassaden der alten Bettenhäuser gearbeitet. Das Klinikum trägt einen Teil der Kosten als Instandhaltungsaufwand. Im Heizwerk waren Maßnahmen für 163.000 € erforderlich, im Vorjahr 62.000 €. Insgesamt lag der Aufwand 2015 mit 3.069.000 € wieder etwas höher als 2014. Die Marktsituation lässt den Zinsaufwand um 7.000 € auf unter 60.000 € sinken. Für den nun ganzjährigen Einsatz der externen Wäscherei waren weitere 74.000 € einzusetzen. Die Entgelte an die Service-GmbH erhöhten sich um 359.000 €. Im Verwaltungsbedarf steigt der Anteil des Stauferklinikums für die Zentrale IT um 167.000 €. 114 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 172.378 Veränderungen in € in % 222.987 -50.609 -22,70 72.820.546 75.015.038 -2.194.492 -2,93 0 0 0 0,00 72.992.924 75.238.025 -2.245.101 -2,98 1.314.599 1.914.512 -599.913 -31,34 18.215.087 16.184.238 2.030.849 12,55 2.008.032 3.448.137 -1.440.105 -41,76 21.537.718 21.546.887 -9.169 -0,04 4.392.676 4.366.367 26.309 0,60 14.952 5.226 9.726 186,11 98.938.270 101.156.505 -2.218.235 -2,19 2015 2014 0 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Summe Anlagevermögen Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Ausgleichsposten nach dem KHG Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 0 0 0,00 34.628.253 35.925.202 -1.296.949 -3,61 Gewinnrücklage 0 0 0 0,00 Verlustvortrag 0 0 0 0,00 -1.683.848 53.760 -1.737.608 -3.232,16 Summe Eigenkapital 32.944.405 35.978.962 -3.034.557 -8,43 Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 18.743.624 18.775.187 -31.563 -0,17 6.285.047 6.972.294 -687.247 -9,86 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzverlust/Bilanzgewinn Rückstellungen 115 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. Krankenhausträger Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 253.333 273.333 -20.000 -7,32 1.496.715 1.865.132 -368.417 -19,75 14.217.319 10.958.727 3.258.592 29,74 22.194.594 23.133.024 -938.430 -4,06 55.800 253.675 -197.875 -78,00 Sonstige Verbindlichkeiten 2.710.719 2.861.241 -150.522 -5,26 Summe Verbindlichkeiten 40.928.480 39.345.132 1.583.348 4,02 36.431 80.148 -43.717 -54,55 283 4.782 -4.499 -94,08 98.938.270 101.156.505 -2.218.235 -2,19 Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 63.173.628 Veränderungen in € in % 62.020.342 1.153.286 1,86 847.216 854.667 -7.451 -0,87 Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses 3.277.850 2.797.905 479.945 17,15 Nutzungsentgelte der Ärzte 3.057.441 2.971.950 85.491 2,88 Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen/unfertigen Leistungen -425.416 332.069 -757.485 -228,11 Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand 127.536 141.806 -14.270 -10,06 Sonstige betriebliche Erträge 16.213.635 15.761.069 452.566 2,87 Personalaufwand 52.823.446 49.740.949 3.082.497 6,20 Materialaufwand 24.924.583 23.944.673 979.910 4,09 1.624.527 1.625.460 -933 -0,06 Erlöse aus allgemeinen Krankenhausleistungen Erlöse aus Wahlleistungen Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 116 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Erträge aus der Einstellung von Ausgleichsposten aus Darlehensförderung und für Eigenmittelförderung 26.308 26.311 -3 -0,01 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG 2.534.081 2.057.704 476.377 23,15 Erträge aus der Auflösung des Ausgleichspostens für Darlehensförderung 43.717 43.717 0 0,00 Aufwendungen aus der Zuführung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG 1.733.516 1.628.052 105.464 6,48 Aufwendungen für die nach dem KHG geförderte Nutzung von Anlagegegenständen 0 0 0 0,00 3.539.779 2.907.895 631.884 21,73 11.209.129 11.107.310 101.819 0,92 235.133 17.680 217.453 1.229,94 59.947 67.000 -7.053 -10,53 -3.554.744 -745.199 -2.809.545 377,02 76.155 105.288 -29.133 -27,67 -3.630.899 -850.487 -2.780.412 326,92 821.202 778.428 42.774 5,49 1.105.476 100.000 1.005.476 1.005,48 11.249 16.695 -5.446 -32,62 9.124 9.124 0 0,00 -1.683.848 53.760 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresfehlbetrag Entnahme aus der Kapitalrücklage - für Abschreibungen - für Instandhaltung - für Betriebsmittelzinsen - Anteil Prüfungsamt Bilanzgewinn/Bilanzverlust -1.630.088 -3.032,16 Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. 117 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Personal Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen § 285 Nr. 7 HGB - Beschäftigte 2015 792,48 2014 760,17 5 1 83,18 78,84 Aushilfskräfte (geringfügig Beschäftigte) Anzahl der Auszubildenden (Angaben in Vollkräfte) (Da der TVöD keine Trennung in Arbeiter und Angestellte mehr vorsieht, hat man sich innerhalb der drei Klin iken auf diese Darstellung geeinigt.) 118 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Medi-Center Schwäbisch Gmünd Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 0 Veränderungen in € in % 0 0 0,00 1.882.705 1.949.331 -66.626 -3,42 12.500 12.500 0 0,00 1.895.205 1.961.831 -66.626 -3,40 0 0 0 0,00 3.740 3.537 203 5,74 0 0 0 0,00 0 0 0 0,00 3.740 3.537 203 5,74 0 0 0 0,00 1.898.945 1.965.368 -66.423 -3,38 2015 2014 Gezeichnetes Kapital 0 Kapitalrücklage Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Summe Anlagevermögen Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Wertpapiere des Umlaufvermögens Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 0 0 0,00 0 0 0 0,00 284.596 227.636 56.960 25,02 65.862 56.961 8.901 15,63 350.458 284.597 65.861 23,14 0 0 0 0,00 Eigenkapital Gewinnrücklage Bilanzgewinn/Bilanzverlust Summe Eigenkapital Rückstellungen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen 1.800 2.000 -200 -10,00 Summe Rückstellungen 1.800 2.000 -200 -10,00 1.507.138 1.655.369 -148.231 -8,95 1.327 -71 1.398 -1.969,01 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 119 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. dem Krankenhausträger Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 9.630 9.763 -133 -1,36 0 0 0 0,00 26.237 13.710 12.527 91,37 1.544.332 1.678.771 -134.439 -8,01 2.355 0 2.355 1.898.945 1.965.368 -66.423 -3,38 Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. Medi-Center Schwäbisch Gmünd Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 246.589 Materialaufwand Veränderungen in € in % 242.020 4.569 1,89 19.949 10.909 9.040 82,87 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 66.625 66.625 0 0,00 Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.478 18.076 -598 -3,31 0 72 -72 -100,00 Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75.982 88.846 -12.864 -14,48 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 66.555 57.636 8.919 15,47 693 675 18 2,71 65.862 56.961 8.901 15,63 Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresüberschuss Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. Personal Im Geschäftsjahr 2015 waren keine Angestellten beschäftigt. 120 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Zentralapotheke Mutlangen Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 0 Veränderungen in € in % 0 0 0,00 106.124 110.127 -4.003 -3,63 0 0 0 0,00 106.124 110.127 -4.003 -3,63 2.034.463 1.860.926 173.537 9,33 1.487.932 1.624.065 -136.133 -8,38 0 0 0 0,00 0 0 0 0,00 3.522.395 3.484.991 37.404 1,07 0 0 0 0,00 3.628.519 3.595.118 33.401 0,93 2015 2014 0 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Summe Anlagevermögen Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Wertpapiere des Umlaufvermögens Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 0 0 0,00 236.858 236.858 0 0,00 Gewinnrücklage 0 0 0 0,00 Verlustvortrag 0 0 0 0,00 Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0 0 0 0,00 236.858 236.858 0 0,00 97.871 100.308 -2.437 -2,43 8.253 9.819 -1.566 -15,95 106.124 110.127 -4.003 -3,63 214.000 183.000 31.000 16,94 Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Summe Eigenkapital Sonderposten aus Zuwendungen Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG Sonderposten aus Zuwendungen Dritter Summe Sonderposten aus Zuwendungen Rückstellungen Steuerrückstellungen 121 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Sonstige Rückstellungen 102.391 184.968 -82.577 -44,64 Summe Rückstellungen 316.391 367.968 -51.577 -14,02 1.574.355 1.500.589 73.766 4,92 170.208 160.951 9.257 5,75 2.659 2.659 0 0,00 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. dem Krankenhausträger Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0,00 1.221.924 1.215.716 6.208 0,51 Summe Verbindlichkeiten 2.969.146 2.879.915 89.231 3,10 0 250 -250 -100,00 3.628.519 3.595.118 33.401 0,93 Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. Zentralapotheke Mutlangen Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 0 Veränderungen in € in % 0 0 0,00 Umsatzerlöse Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand Sonstige betriebliche Erträge 2.000 250 1.750 700,00 1.748.994 1.700.855 48.139 2,83 Personalaufwand 1.390.388 1.361.864 28.524 2,09 Materialaufwand 167.112 162.926 4.186 2,57 Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen 17.020 12.860 4.160 32,35 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten 21.023 28.872 -7.849 -27,19 Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten 17.020 15.860 1.160 7,31 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 21.023 28.872 -7.849 -27,19 183.080 160.102 22.978 14,35 22 0 22 10.151 12.886 -2.735 Sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen 122 -21,22 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 285 327 -64 -12,84 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 285 327 -42 -12,84 0 0 0 0,00 Jahresüberschuss Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. Personal Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen § 285 Nr. 7 HGB - Beschäftigte 2015 21,23 2014 21,95 0 0 2,88 2,88 Aushilfskräfte (geringfügig Beschäftigte) Anzahl der Auszubildenden (Angaben in Vollkräfte) (Da der TVöD keine Trennung in Arbeiter und Angestellte mehr vorsieht, hat man sich innerhalb der drei Klin iken auf diese Darstellung geeinigt.) 7.2.6 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 7.2.7 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis keine 123 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen 7.3 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen 7.3.1 Allgemeine Angaben Sitz der Klinik: Dalkinger Straße 8-12 73479 Ellwangen Telefon: Telefax: (0 79 61) 881 - 10 01 (0 79 61) 881 - 10 03 E-Mail: Internet: info@klinik-ellwangen.de www.klinik-ellwangen.de Gründung des Eigenbetriebs: Rechtliche Grundlage: 01. Januar 1995 Betriebssatzung für die Kliniken des Ostalbkreises in der Fassung vom 15. Dezember 2009 7.3.2 Gegenstand des Unternehmens Zweck des Klinik-Eigenbetriebes "St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen" ist die bedarfsgerechte, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung im Einzugsbereich der Klinik auf dem Gebiet des öffentlichen Gesundheitswesens. Aufgabe des Klinik-Eigenbetriebes "St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen" ist der ärztliche, pflegerische, technische und kaufmännische Betrieb des dazugehörenden Krankenhauses einschließlich der organisatorisch und wirtschaftlich mit ihm verbundenen Einrichtungen und Nebenbetriebe, wie z.B. Personalwohnheime und Ausbildungsstätten. 7.3.3 Organe der Gesellschaft Zuständige Organe sind gemäß § 4 der Betriebssatzung:  der Kreistag,  der Krankenhausausschuss,  der Landrat,  die Betriebsleitung. Mitglieder des Krankenhausausschusses (Stand 31.12.2015): Kreisrat Richard Arnold Kreisrat Dr. Gunter Bühler (CDU) (CDU) 124 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Kreisrat Karl Bux Kreisrat Rainer Knecht Kreisrat Dr. Stefan Scheffold Kreisrat Dr. Peter Högerle Kreisrat Dr. Eberhard Schwerdtner Kreisrat Peter Seyfried Kreisrat Thilo Rentschler Kreisrätin Sigrid Heusel Kreisrätin Dr. Carola Merk-Rudolph Kreisrat Dr. Jürgen Wacker Kreisrat Karl Hilsenbek Kreisrat Herbert Witzany Kreisrat Volker Grab Kreisrat Wolfgang Schurr (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) (CDU) (SPD) (SPD) (SPD) (Freie Wähler) (Freie Wähler) (Freie Wähler) (Bündnis 90/Die Grünen) (Bündnis 90/Die Grünen) Der Krankenhausausschuss hat im Jahr 2015 in sechs ordentlichen Sitzungen und einer Klausurtagung die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Betriebsleitung setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Krankenhausdirektor: Stv. Krankenhausdirektor/in: Thomas Schneider Robert Filter (bis 31.07.2015) Alexandra Beitinger (ab 01.08.2015) Ärztlicher Direktor: Stv. Ärztlicher Direktor: Priv. Doz. Dr. med. Andreas Prengel Dr. med. Johannes Zundler Pflegedirektor : Stv. Pflegedirektor: Berthold Vaas Eugen Maile Die Betriebsleitung ist für die Erreichung der Unternehmensziele sowie die wirtschaftliche Führung des Unternehmens verantwortlich. 7.3.4 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Insgesamt können nach einer spürbar rückläufigen Zahl stationärer Patienten im Jahr 2013, für das Jahr 2014 und 2015 sowohl im stationären wie ambulanten Bereich Höchstwerte bei den Patientenzahlen seit Bestehen der Klinik verzeichnet werden. En tscheidend ist, dass durch den konstant positiven Belegungsverlauf in den Jahren 2014 und 2015 eine solide Ausgangsbasis für die weitere stabile Entwicklung vorliegt. 125 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Rückblick auf das Jahr 2015:  Stellvertretende Krankenhausdirektorin Seit August 2015 ist die Stelle der stellvertretenden Krankenhausdirektorin wieder besetzt. Frau Alexandra Beitinger leitet gleichzeitig den Geschäftsbereich Personal und Organisation. Zuvor war sie vier Jahre als Zentrumsmanagerin am Klinikum Augsburg für das Mu tter- Kind-Zentrum und die Frauenklinik mit 190 Betten sowie den OP mit 24 Sälen und insgesamt 600 Mitarbeitern zuständig.  Tagesklinik für Erwachsenenpsychiatrie Im Wirtschaftsjahr 2015 konnte mit der Tagesklinik für Erwachsenenpsychiatrie - die vom Zentrums für Psychiatrie Klinikum Schloss Winnenden betrieben wird - das psychiatrische Versorgungsangebot auf dem Campus der St. Anna-Virngrund-Klinik weiter ausgebaut werden. Die 25 tagesklinischen Plätze stellen Erwachsenen mit psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen, Ängsten oder psychotischen Störungen ein strukturiertes teilstationäres Therapieangebot zur Verfügung.  Neueröffnung der psychiatrischen Institutsambulanz In der Kinder- und Jugendpsychiatrie garantiert die St. Anna-Virngrund-Klinik das gesamte Versorgungsspektrum für die Region Ostwürttemberg. Hier konnte durch die Neueröf fnung der psychiatrischen Institutsambulanz in neuen Räumlichkeiten im Haus der Gesundheit in Schwäbisch Gmünd eine weitere Verbesserung in der stationären Nachsorge erreicht werden. Die Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie ergänzt das Angebot übergangsweise in Ellwangen (mit 6 tagesklinischen Plätzen seit Mai 2015) und ab Oktober 2016 am Standort Hirschbachhaus in Aalen mit 12 tagesklinischen Plätzen.  Weiterentwicklung des Corporate Designs Der Haupteingang der Klinik wurde im Frühjahr 2015 neu gestaltet: So leuchtet seit Sommer 2015 in großen Buchstaben direkt über dem Haupteingang „St. Anna-VirngrundKlinik“ und Fahnen entlang der Dalkinger Straße machen das Hauptportal auch für au swärtige Besucher und Patienten leicht erkennbar. Das Corporate Design wurde für die Pressearbeit und den öffentlichen Markenauftritt neu gestaltet: Wohlfühlatmosphäre, pr ofessionelle Pflege und moderne Medizin sind die zentralen Botschaften des Gesun dheitscampus St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen. 126 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen  Kooperationen Eine Vielzahl gezielter Kooperationen sind bereits realisiert: Enge vertrauensvolle Partnerschaften, Zusammenarbeit und regelmäßiger Austausch bestehen mit ambulanten und stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Altenhilfe sowie über die Ki nder- und Jugendpsychiatrie mit den Einrichtungen der Jugendhilfe und Schulen, aber auch direkt vor Ort mit dem Arzt- und Therapiezentrum. Im Bereich der Urologie operiert seit Januar 2015 Prof. Dr. Burkhard von Heyden seine Patienten einmal pro Monat im Bereich der Inkontinenzchirurgie, endoskopische Chirurgie und Genitalchirurgie in der St. Anna-Virngrund-Klinik.  Bau-Investitionen In der St. Anna-Virngrund-Klinik werden zur energetischen Grundlastversorgung zwei Blockheizkraftwerke-Module (BHKW) eingesetzt. Die Anlagen sind nun veraltet und haben die technische Nutzungsdauer überschritten. Mit dem Austausch im November 2015 ist man auf dem neuesten technischen Stand, kann die energetische Versorgungssicherheit gewährleisten sowie weitere Einsparungen im Bereich der Energiekosten generieren. Nach einer neunmonatigen Bauphase wurde Ende 2015 das Parkhaus an der St. AnnaVirngrund-Klinik eröffnet. Mit seinen 170 Stellplätzen konnte die angespannte Parksituation auf dem Campus spürbar entlastet werden. Das Parkhaus fügt sich durch transpare nte Holz- und Metallverkleidung harmonisch in die bestehende Umgebung ein.  Jahresabschluss Durch die zunehmend restriktiven gesetzlichen Finanzierungsgrundlagen, steigende Kosten und Wettbewerb kann trotz erneut deutlicher Erlöszuwächse kein ausgeglichenes B etriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2015 erreicht werden. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Defizit von -536.051 € im laufenden Geschäftsbetrieb ab. Hinzu kommen als Einmaleffekt Sonderwertberichtigungen für MDK-Abzüge für die Jahre 2011 bis 2013 in Höhe von -2.062.754 €. Sodass letztlich ein Bilanzverlust in Höhe von -2.598.806 € für 2015 auszuweisen ist. 127 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Ausblick Um die dezentrale Krankenhausversorgung in kommunaler Trägerschaft langfristig zu sichern, hat der Kreistag des Ostalbkreises im Sommer 2015 die Entwicklung eines Konzeptes für eine „Klinikstruktur 2020“ beauftragt. In dem nun vorliegenden Memorandum sind die Strukturen beschrieben, um die Kreiskliniken organisatorisch bestmöglich für die aktuellen und kommenden Veränderungen im Gesundheitswesen zu positionieren und weiterhin die hochqualitative medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten im Landkreis sicherzustellen. Bereits in 2014 erfolgte die Zertifizierung der Chirurgie mit dem Unterzertifikat für das Zentrum kolorektale Chirurgie. Die Klinik überzeugte durch ihre besonders guten Ergebnisse im Bereich medizinische Ergebnisqualität, Mitarbeiterfreundlichkeit, Patientensiche rheit, Patienteninformation und Krankenhaushygiene. Diese Qualität soll in den künftigen Jahren gesichert und gesteigert werden. Zertifizierungen von weiteren Fachbereichen sind in Planung bzw. in der Umsetzung: im Februar 2016 wurde das EndoProthetikZENTRUM Ellwangen erfolgreich zertifiziert. Auch künftig bleibt die individuelle medizinische Versorgung und Betreuung der Patienten mit hoher Qualität und Menschlichkeit ein Anspruch der Mitarbeiter der St. Anna Virngrund-Klinik. An diesem Anspruch soll ihre Arbeit gemessen und stets weitere Maßnahmen zur Verbesserung abgeleitet werden. 7.3.5 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 7.3.6 Lage des Unternehmens Die Erlöse aus Allgemeinen Krankenhausleistungen konnten um rund 2.236.600 € (+8,2 %) im Vergleich zum Vorjahr wesentlich gesteigert werden. Grund hierfür ist die sehr gute Leistungsentwicklung der Hauptabteilungen und die Erweiterung von strateg ischen Kooperationen in der Chirurgie und Urologie sowie in der Schmerztherapie. Der Leistungszuwachs schlug sich auch in den Erlösen der Wahlleistungen mit 45.300 € (+15,4 %) nieder. Ebenso konnten die Erlöse im Bereich der ambulanten Leistungen um 350.300 € (+35,2 %) aufgrund einer Fallzahlensteigerung der Psychiatrischen Institut- 128 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen sambulanz und einer Erhöhung des Verrechnungssatzes für diese Leistungen, gesteigert werden. Die Personalkosten stiegen um 1.573.900 € (+6,6 %). Sie sind zum einen auf Tarifsteig erungen im Bereich des TVöD (+2,4 %) und im Bereich des TV-Ärzte (+2,2 %) zurückzuführen. Aufgrund der positiven Belegungsentwicklung und vor allem wegen deutlich steige nder Anforderungen in den Bereichen IT, Hygiene- und Qualitätsmanagement sowie Krankenhausfinanzierung wurden auch strukturelle Maßnahmen bei der Personalentwicklung erforderlich. Außerdem wurde im Bereich des Medizinisch-Technischen Dienstes eine Personalaufstockung aufgrund der Erweiterung der Schmerztherapie des Erlösmanagements sowie der Schaffung struktureller Voraussetzungen zur Eröffnung der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie notwendig. In 2015 konnten Fallzahlensteigerungen im stationären sowie im ambulanten Bereich ve rzeichnet werden. Stationär wurden 9.487 Patienten behandelt (Vorjahr: 8.815). Die a mbulanten Fälle lagen bei 18.337 (Vorjahr: 15.949). 129 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage St. Anna-Virngrund-Klinik Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 183.733 Veränderungen in € in % 173.477 10.256 5,91 88.002.417 85.661.780 2.340.637 2,73 25.000 25.000 0 0,00 88.211.150 85.860.257 2.350.893 2,74 1.591.525 1.611.790 -20.265 -1,26 10.828.208 12.832.417 -2.004.209 -15,62 7.061 7.542 -481 -6,38 12.426.794 14.451.749 -2.024.955 -14,01 1.771.472 1.771.472 0 0,00 20.490 15.709 4.781 30,43 102.429.906 102.099.187 330.719 0,32 2015 2014 Kapitalrücklage 42.031.303 Bilanzgewinn/Bilanzverlust Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Summe Anlagevermögen Umlaufvermögen Vorräte, Unfertige Leistungen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Ausgleichsposten nach dem KHG Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % 39.677.609 2.353.694 5,93 -2.598.806 -489.594 -2.109.212 430,81 39.432.497 39.188.015 244.482 0,62 46.876.472 47.758.983 -882.511 -1,85 0 0 0 0,00 62.767 50.857 11.910 23,42 46.939.239 47.809.840 -870.601 -1,82 4.362.136 2.014.730 2.347.406 116,51 Eigenkapital Summe Eigenkapital Sonderposten Sonderposten aus Fördermitteln nach dem KHG Sonderposten aus Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand Sonderposten aus Zuwendungen Dritter Summe Sonderposten Rückstellungen 130 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. dem Krankenhausträger Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten Ausgleichsposten aus Darlehensförderung Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 8.245.752 9.425.466 -1.179.714 -12,52 1.690.425 1.678.896 11.529 0,69 8.836 8.836 0 0,00 508.404 849.217 -340.813 -40,13 1.239.769 1.122.609 117.160 10,44 11.693.186 13.085.024 -1.391.838 -10,64 0 0 0 0,00 2.848 1.578 1.270 80,48 102.429.906 102.099.187 330.719 0,32 Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 131 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen St. Anna-Virngrund-Klinik Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 29.466.612 Veränderungen in € in % 27.229.978 2.236.634 8,21 339.814 294.506 45.308 15,38 Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses 1.346.889 996.583 350.306 35,15 Nutzungsentgelte der Ärzte 1.147.607 1.077.812 69.795 6,48 -81.204 235.168 -316.372 -134,53 54.277 35.711 -116.915 51,99 7.472.790 6.360.771 1.112.019 17,48 Personalaufwand 25.511.434 23.937.482 1.573.952 6,58 Materialaufwand 8.880.714 7.838.544 1.042.170 13,30 564.831 605.220 -40.389 -6,67 Erträge aus der Einstellung von Ausgleichsposten aus Darlehensförderung und für Eigenmittelförderung 0 0 0 0,00 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 1.729.916 1.583.375 146.541 9,25 Erträge aus der Auflösung des Ausgleichspostens aus Darlehensförderung 0 0 0 0,00 573.530 569.608 3.922 0,69 55.311 30.254 25.057 82,82 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.358.645 2.272.054 86.591 3,81 Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.908.662 4.782.442 3.126.220 65,37 886 340 546 160,59 32.056 57.955 -25.899 -44,69 Erlöse aus Krankenhausleistungen Erlöse aus Wahlleistungen Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand Sonstige betriebliche Erträge Erträge aus Zuwendungen zur Finanzierung von Investitionen Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/Verbindlichkeiten nach dem KHG und auf Grund sonstiger Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens Aufwendungen für die nach dem KHG geförderte Nutzung von Anlagegegenständen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen 132 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.277.934 -1.068.875 -2.209.059 206,67 Außerordentliche Erträge 0 0 0 0,00 Außerordentliche Aufwendungen 0 7.134 -7.134 -100,00 18.729 93.449 -74.720 -79,96 -3.296.663 -1.169.458 -2.127.205 181,90 688.917 667.682 21.235 3,18 0 0 0 0,00 - für Betriebsmittelzinsen 3.707 6.949 -3.242 -46,65 -für Prüfung 5.233 5.233 0 0,00 -2.598.806 -489.594 -2.109.212 430,81 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresfehlbetrag Entnahme aus der Kapitalrücklage - für Abschreibungen - für Instandhaltung Bilanzgewinn/Bilanzverlust inkl. MDK Altlasten 2011-2013 Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. Personal Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen § 285 Nr. 7 HGB 2015 372,91 2014 356,58 Aushilfskräfte (geringfügig Beschäftigte) 0,48 0,48 Anzahl der Auszubildenden 5,40 5,19 Beschäftigte (Angaben in Vollkräfte) (Da der TVöD keine Trennung in Arbeiter und Angestellte mehr vorsieht, hat man sich innerhalb der drei Klin iken auf diese Darstellung geeinigt.) 133 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Arzt- und Therapiezentrum Der Geschäftsbetrieb des Arzt- und Therapiezentrums schließt im Berichtsjahr 2015 mit einem Verlust von -16.397 € ab (Vorjahr: -31.961 €). Arzt- und Therapiezentrum Daten der Bilanz Aktiva in € 2015 2014 Sachanlagen 1.666.704 Summe Anlagevermögen Veränderungen in € in % 1.532.877 133.827 8,73 1.666.704 1.532.877 133.827 8,73 2.217 5.784 -3.567 -61,67 297.469 550.729 -253.260 -45,99 299.686 556.513 -256.827 -46,15 1.966.390 2.089.390 -123.000 -5,89 2015 2014 Verlustvortrag/Gewinnvortrag -97.958 Bilanzgewinn/Bilanzverlust Anlagevermögen Umlaufvermögen Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen Bilanzsumme Passiva in € Veränderungen in € in % -65.997 -31.961 48,43 -16.397 -31.961 15.564 -48,70 -114.355 -97.958 -16.397 16,74 1.996.134 2.025.571 -29.437 -1,45 77.300 156.008 -78.708 -50,45 5.867 5.769 98 1,70 2.079.301 2.187.348 -108.047 -4,94 1.444 0 1.444 1.966.390 2.089.390 -123.000 Eigenkapital Summe Eigenkapital Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Summe Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Hinweis: Die einzelnen Positionen der Bilanz sind jeweils auf volle € gerundet. 134 -5,89 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen Arzt- und Therapiezentrum Daten der GuV Gewinn- und Verlustrechnung in € 2015 2014 191.456 Materialaufwand Veränderungen in € in % 161.605 29.851 18,47 32.138 32.882 -744 -2,26 Abschreibungen immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen/aktivierte Aufwendungen für Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 65.775 50.817 14.958 29,44 Sonstige betriebliche Aufwendungen 22.440 22.139 301 1,36 365 1.409 -1.044 -74,10 87.773 89.047 -1.274 -1,43 -16.305 -31.871 15.566 -48,84 92 90 2 2,70 -16.397 -31.961 15.564 -48,70 Sonstige betriebliche Erträge Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Jahresfehlbetrag Hinweis: Die einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils auf volle € gerundet. 7.3.7 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis keine 135 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kreissparkasse Ostalb 8. BETEILIGUNGSÄHNLICHE GESELLSCHAFTEN 8.1 Kreissparkasse Ostalb 8.1.1 Allgemeine Angaben Sitz der Gesellschaft: Bahnhofstraße 4 73430 Aalen Telefon: Telefax: (0 73 61) 5 08 - 0 (0 73 61) 5 08 - 6 90 E-Mail: Internet: info@ksk-ostalb.de www.ksk-ostalb.de 8.1.2 Gegenstand des Unternehmens Die Kreissparkasse Ostalb ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Aalen und Schwäbisch Gmünd. Sie betreibt grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte, soweit es das Sparkassengesetz von Baden-Württemberg, die aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen oder die Satzung der Kreissparkasse Ostalb vorsehen. Träger der Kreissparkasse Ostalb ist der Ostalbkreis. Als selbstständiges Wirtschaftsunternehmen verfolgt die Kreissparkasse Ostalb das Ziel, auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig in ihrem Geschäftsgebiet, dem Ostalbkreis, den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausre ichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft und der öffentlichen Han d mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen. Die Kreissparkasse ist als Mitglied im Sparkassenstützungsfonds des Sparkasse nverbandes Baden-Württemberg dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassenorganisation ang eschlossen. 8.1.3 Stammkapital und Beteiligungsverhältnis zum 31.12.2015 Am 19. Juli 2005 haben sich die Haftungsgrundlagen von Sparkassen und Landesbanken geändert. Der Wegfall der Anstaltslast und das Auslaufen der Gewährträgerhaftung h aben für die Sparkassen lediglich formale Auswirkungen. Im Hinblick auf die Anstaltslast 136 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kreissparkasse Ostalb bedeutet dies, dass der Ostalbkreis als öffentlicher Träger der Kreissparkasse nur Kapital zur Verfügung stellen darf, wenn sich dies für ihn wirtschaftlich lohnt, also eine Rendite erwartet werden kann. Ein Träger soll wie ein privater Unternehmer handeln, wenn er K apital zur Verfügung stellt. In der Praxis hat die neue Regelung keine Bedeutung, denn die Institute erwirtschaften ihr Kapital selbst im harten Wettb ewerb. Der Wegfall der Gewährträgerhaftung für neue Verbindlichkeiten hat zur Folge, dass ein öffentlicher Träger nicht mehr für diese Verbindlichkeiten des Instituts haftet. Auch dies ist in der Praxis allerdings ohne Bedeutung, denn kein öffentlicher Träger musste in der Ve rgangenheit für Verbindlichkeiten seiner Sparkasse gegenüber Kunden haften. Auch bisher sicherte der Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe die Institute ab. Dieser Haftungsverbund deckt etwaige Stützungsfälle vollständig ab. 8.1.4 Organe der Gesellschaft Organe der Kreissparkasse sind der Verwaltungsrat, der Kreditausschuss und der Vo rstand. Vorstand: Carl Trinkl, Vorsitzender Andreas Götz, stellvertretender Vorsitzender Dr. Christof Morawitz Verwaltungsrat: Landrat Klaus Pavel, Vorsitzender Georg Ruf, 1. stellvertretender Vorsitzender Ulrich Pfeifle, 2. stellvertretender Vorsitzender weitere Mitglieder: Steffen Alt Norbert Barthle Dieter Bauer Dr. Joachim Bläse Philipp Blessing Alfred Grieser Veronika Gromann Sigrid Heusel Karl Hilsenbek Gabriele Hudalla Andreas Kapfer Rosalinde Kottmann Gabriele Maile Ulrich Pfeifle Thilo Rentschler Georg Ruf 137 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kreissparkasse Ostalb Dr. Eberhard Schwerdtner Dr. Rolf Siedler Michael Freiherr v. Thannhausen Simone Vassilakopoulos Der Kreditausschuss der Sparkasse setzt sich aus dem Verwaltungsratsvorsitzenden und vier weiteren Mitgliedern des Verwaltungsrats zusammen. 8.1.5 Stand Erfüllung öffentlicher Zweck und allgemeiner Geschäftsverlauf Die Kreissparkasse Ostalb verfolgt ein partnerschaftliches Geschäftsmodell mit den Menschen in der Region. Als kommunal und regional verankertes Institut mit öffentlichem Au ftrag hat sie im vergangenen Geschäftsjahr sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die heimische Wirtschaft mit einem umfassenden Angebot an geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen versorgt. Um die Region positiv voranzubringen, unterstützte die Kreissparkasse Ostalb im verga ngenen Geschäftsjahr zahlreiche gesellschaftliche Bereiche materiell und ideell. Mit ihren 76 Geschäftsstellen und Selbstbedienungsstandorten bietet die Kreissparkasse Ostalb einen guten Service. Die alltäglichen Geldgeschäfte können schnell und einfach, ortsnah und dennoch bei Bedarf auch mit fachkundiger Unterstützung erledigt werden. Mit den mehr als 1.000 Mitarbeitern, darunter 77 Auszubildenden und Studenten, zählt die Kreissparkasse Ostalb seit vielen Jahren auch zu einem der wichtigsten Arbei tgeber in der Region. Über die Bankenleistungen hinaus ist auch die Übernahme gesellschaftlicher Ver antwortung im Ostalbkreis ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Auftrags der Krei ssparkasse Ostalb. Auch im Jahr 2015 veranstaltete die Kreissparkasse Ostalb wieder Kundenveranstaltungen wie den Sparkassen-Alb-Marathon oder den Businessplan-Wettbewerb und lobte durch die Sparkassenstiftung Ostalb u.a. den Hochschulpreis sowie den größten europäischen Wettbewerb für Jugendliche „Jugend forscht“ aus. 138 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kreissparkasse Ostalb 8.1.6 Lage des Unternehmens Die wirtschaftliche Lage der Kreissparkasse Ostalb im Geschäftsjahr 2015 war gut und lag deutlich über den Erwartungen. Die Bilanzsumme hat sich in 2015 durch den bewussten Abbau des Interbankengeschäfts um 1,6 % auf 4,6 Mrd. Euro reduziert. Der geringere Zuwachs bei den Kundeneinlagen (+0,2 %) steht im Zusammenhang mit der bewussten Rückführung institutioneller Einlagen. Im Ergebnis hat sich die regionale Vermögensbildung deutlich verbessert und die Kreissparkasse Ostalb konnte ihre Position und Stärke in der Region weiter festigen und sogar ausbauen. Seit Jahren zählt die Krei ssparkasse zu den steuerkräftigsten Unternehmen in der Region. Trotz hoher Tilgungsleistungen der Kunden konnte im Bereich der Kundenausleihungen ein kräftiges Plus von 2,4 % verzeichnet werden. Insgesamt betrug das Neugeschäft bei Darlehen rund 650 Mio. Euro. Im Wertpapiergeschäft nutzten die Anleger insbesondere die DEKA-Produkte zur Vermögensoptimierung und erhöhten ihre Wertpapierbestände bei den Verbundpartner um 10,5 % beziehungsweise 36,8 Mio. Euro. Als Mitglied der Sparkassenfinanzgruppe arbeitet die Kreissparkasse Ostalb mit den Verbundpartnern, der Landesbank, Landesbausparkasse, der DEKA-Bank, der Sparkassen-Versicherung und der Deutschen Wertpapier Service-Bank zusammen. So konnte zum Beispiel das Vermittlergeschäft mit der Landesbausparkasse um 0,7 % auf 135 Mio. Euro zulegen. Das Tochterunternehmen, die Sparkassen-Immobilien Ostalb GmbH, konnte im abgelaufenen Jahr 158 Objekte erfolgreich vermitteln. Vermögenslage Mit einer Kernkapitalquote von 14,2 % und einer Gesamtkapitalquote von 18,1 % verfügt die Kreissparkasse Ostalb über eine mehr als solide Eigenkapitalbasis. Diese hohen Kapitalquoten erlauben es der Kreissparkasse Ostalb auch unter den zukün ftigen regulatorischen Anforderungen ihre bisherige Geschäftspolitik auch weiterhin ohne Einschränkung zu verfolgen. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Kreissparkasse Ostalb war im abgelaufenen Geschäftsjahr au fgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge immer gegeben. 139 Beteiligungsbericht des Ostalbkreises 2015 Kreissparkasse Ostalb Ertragslage Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Zinsüberschuss entgegen der Prognose erhöht. Diese Verbesserung resultiert ausschließlich aus einer deutlich erhöhten Ausschüttung für eine Beteiligung am Zentralinstitut, die in dieser Höhe nicht erwartet worden ist. Ohne diesen Sonderfaktor wäre ein leichter Rückgang des Zinsüberschusses zu verzeichnen gewesen. Die Zuführungen zur Risikovorsorge aus dem Kreditgeschäft fielen wesentlich höher aus als im Vorjahr, während sich die Auflösungen auf Vorjahresniveau bewegten. Nach Vornahme aller Bewertungsmaßnahmen führt dies im Gegensatz zum Vorjahr zu einer Nett ozuführung der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft. In der Prognose wurde von einem deutlich höheren Risikovorsorgebedarf im Kundenkreditgeschäft ausgegangen. Mit der geschäftlichen Entwicklung ist die Kreissparkasse unter Berücksichtigung der g esamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklung sehr zufrieden. Der Jahresüberschuss liegt etwas unter dem Vorjahreswert und soll nach Feststellung der Bilanz der Sicherheitsrücklage zugeführt werden. 8.1.7 Kapitalzuführung und -entnahme durch den Landkreis keine 8.1.8 Bürgschaftsübernahme durch den Landkreis Der Ostalbkreis ist entsprechend § 2 der Satzung in Anlehnung an § 8 Sparkasse ngesetz Träger der Kreissparkasse Ostalb (bis 18. Juli 2005 Gewährträger). Eine evtl. Haftung aus Bürgschaftsübernahmen gilt nur noch für sog. „Altfälle“, also Haftungsübernahmen, die bis zum 18.07.2005 eingegangen wurden und deren Laufzeit noch nicht b eendet ist. 140
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.