Path:
Volume

Full text: Abfallbilanz ... für das Land Sachsen-Anhalt (Rights reserved) Ausgabe 2009 (Rights reserved)

Abfallbilanz 2009 für das Land Sachsen-Anhalt Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Impressum Herausgeber: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Referat Öffentlichkeitsarbeit Olvenstedter Straße 4 39108 Magdeburg 1. Auflage Bearbeitung: Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt Reideburger Straße 47 06116 Halle (Saale) Fachbereich 2 Abfallwirtschaft, Bodenschutz, Anlagentechnik Wasserwirtschaft Alle Rechte beim Herausgeber! Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung! Titelbild: Drehrohrofenanlage der DOW Olefinverbund GmbH (mit Genehmigung des Herausgebers) Anmerkung zur Verwendung der Abfallbilanz 2009: Diese Schrift darf weder von Parteien noch von Wahlhelfern während eines Wahlkampfes zum Zweck der Wahlwerbung verwendet werden. Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen, an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder Aufkleben politischer Informationen oder Werbemittel. Auch ohne zeitlichen Bezug zu einer bevorstehenden Wahl darf die Schrift nicht in einer Weise verwendet werden, die als Parteinahme der Landesregierung zu Gunsten einzelner Gruppen verstanden werden könnte. Download möglich unter: www.sachsen-anhalt.de - Landesjournal - Politik und Verwaltung - Ministerien - Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Abfallbilanz Vorwort Die vorliegende 18. Abfallbilanz enthält als inhaltliche Fortschreibung der jährlichen Bilanzierung von Abfallwirtschaftsdaten den Überblick über das Aufkommen an Siedlungsabfällen, die den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern überlassen wurden, und an nachweispflichtigen Abfällen, die gemäß Nachweisverordnung bzw. Abfallverbringungsverordnung erfasst worden sind. Die wesentlichen Aspekte der Abfallbilanz sind das Aufkommen an Hausmüll und anderen festen kommunalen Abfällen das Wertstoffaufkommen einschließlich der biologisch abbaubaren Abfälle Trendbetrachtungen zur Aufkommensentwicklung das Aufkommen an gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen die Darstellung von Abfallströmen und der grenzüberschreitenden Verbringung die Ausweisung der Entsorgungsanlagen in Sachsen-Anhalt. Die spezifischen, d. h. einwohnerbezogenen Angaben des Siedlungsabfallaufkommens lassen Vergleiche der einzelnen ÖRE untereinander und die Bewertung der Stellung SachsenAnhalts innerhalb Deutschlands oder des Auslandes zu. Die bevölkerungsunabhängigen nachweispflichtigen Abfälle werden nur mit ihren absoluten Mengen dargestellt. Im Vergleich mit den Bilanzen des Vorjahres können sinkende Hausmüllmengen und insbesondere steigende Aufkommen an biologisch abbaubaren Abfällen positiv hervorgehoben werden. Das Aufkommen an nachweispflichtigen Abfällen ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gesunken. Insbesondere ist die auf produktionsspezifische Abfälle entfallende Menge (ohne die Kapitel 17, 19 und 20) im Berichtsjahr um ca. 22.000 Mg gegenüber 2008 zurückgegangen. Ein weiterer Informationszuwachs wurde durch die Novellierung des Abfallgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt in diesem Jahr erreicht. In der Neufassung gültig ab 13.11.2009 wird im § 9 die Vorlage der Bilanzen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (ÖRE) zum 31.03. eines Kalenderjahres für das vergangene Jahr und die Darstellung der Kosten der Abfallentsorgung gefordert. Diese Daten sollen alle ÖRE bei vergleichenden Betrachtungen unterstützen. Neben der detaillierten Auswertung der jeweiligen Bilanzjahre werden durch statistische Auswertungen über längere Zeiträume die planerischen Aufgaben des Landes unterstützt. In Vorbereitung der Fortschreibung der Abfallwirtschaftspläne gemäß § 16 des AbfG LSA für die Jahre 2011 bis 2015 werden basierend auf den Aufkommen der vergangenen Jahre 2005 bis 2009 aus den Abfallbilanzen Prognosen zur zukünftigen Aufkommensentwicklung bis 2020 vorgenommen. Darüber hinaus geht die Darstellung der erzeugten und entsorgten nachweispflichtigen Abfälle ab dem Jahr 2005 auf der Basis der Auswertung von Begleitscheinen, Nachweislisten sowie der Informationen zur grenzüberschreitenden Abfallverbringung ebenfalls in die Planerarbeitung ein. Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis ..........................................................................................................1 Tabellenverzeichnis ...............................................................................................................2 Teil I Siedlungsabfallbilanz ...................................................................................................4 1 Grundlagen ..........................................................................................................................5 2 Erhebung der Daten ............................................................................................................5 2.1 2.2 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger ........................................................................5 Abfallarten .....................................................................................................................8 Feste kommunale Abfälle ............................................................................................14 Wertstoffe ....................................................................................................................19 Bioabfälle .....................................................................................................................30 Bauabfälle....................................................................................................................35 Problemabfälle und schadstoffbelastete Kleinmengen aus Haushalt und Gewerbe ...39 Abfälle aus öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen .............................................42 Produktionsspezifische Abfälle (Gewerbeabfälle) .......................................................44 Sekundärabfälle...........................................................................................................45 Gesamtübersicht Siedlungsabfälle ..............................................................................47 3 Bilanz des Abfallaufkommens .........................................................................................11 4 Sammelsysteme ................................................................................................................49 5 Gebührensysteme und Kosten der Abfallentsorgung...................................................51 5.1 5.2 Gebührensysteme .......................................................................................................51 Kosten der Abfallentsorgung .......................................................................................51 6 Abfallvermeidung und Abfallverwertung ........................................................................53 7 Aufkommensentwicklung seit 1992.................................................................................55 8 Entsorgungsanlagen.........................................................................................................60 Teil II Bilanz der nachweispflichtigen Abfälle 2009...........................................................68 1 Grundlagen/Datenquellen.................................................................................................69 2 Überblick ............................................................................................................................70 3 Abfallherkunft/-verbleib ....................................................................................................70 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 4.1 4.2 Auf Kapitel der AVV bezogene Herkunft gefährlicher Abfälle......................................72 Auf Abfallschlüssel bezogenes Aufkommen gefährlicher Abfälle ................................74 Aufkommen nicht gefährlicher Abfälle .........................................................................76 Regionale Verteilung ...................................................................................................76 Auf Branchen bezogene Herkunft gefährlicher Abfälle ................................................77 Entsorgungswege gefährlicher Abfälle ........................................................................81 Auf Kapitel bzw. Abfallschlüssel bezogene Entsorgung ..............................................83 4 Bilanz der entsorgten Abfälle...........................................................................................80 Inhaltsverzeichnis 5 Bundesweite Abfallströme ...............................................................................................86 6 Grenzüberschreitende Abfallverbringung ......................................................................88 Quellenverzeichnis...............................................................................................................91 Abkürzungsverzeichnis .......................................................................................................92 Anlagenarten ........................................................................................................................93 Abbildungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger im Land Sachsen-Anhalt ......................6 Abbildung 2: Feste kommunale Abfälle, anteilig nach Abfallarten .........................................14 Abbildung 3: Einwohnerspezifisches Aufkommen an Hausmüll.............................................15 Abbildung 4: Verteilung des spezifischen Aufkommens an festen kommunalen Abfällen im Land Sachsen-Anhalt .............................................................................................................18 Abbildung 5: Spezifische Aufkommen an festen kommunalen Abfällen, Wertstoffen und Bioabfall..................................................................................................................................20 Abbildung 6: Anteil der Wertstoffe und der festen kommunalen Abfälle ................................21 Abbildung 7: Insgesamt erfasste Wertstoffmengen, anteilig nach Abfallarten .......................26 Abbildung 8: Durch die Systeme und ÖRE erfasste ausgewählte Wertstoffmengen .............26 Abbildung 9: Spezifisches Aufkommen an getrennt erfassten Wertstoffen (Systeme) ..........27 Abbildung 10: Spezifisches Aufkommen an getrennt erfassten Wertstoffen (ÖRE) ..............28 Abbildung 11: Zusammensetzung der Wertstoffe laut Mengenstromnachweis .....................29 Abbildung 12: Aufkommen an Bioabfällen, anteilig nach Abfallarten .....................................31 Abbildung 13: Spezifisches Aufkommen an Bioabfällen im Vergleich mit dem Aufkommen aus der Biotonne ....................................................................................................................33 Abbildung 14: Verteilung des spezifischen Aufkommens an Bioabfällen, die über die Biotonne eingesammelt wurden .............................................................................................34 Abbildung 15: Bauabfälle [Mg/a], anteilig nach Abfallarten ....................................................35 Abbildung 16: Aufkommen an Bauabfällen ............................................................................36 Abbildung 17: Entsorgung kommunaler Klärschlämme [Mg TM] ...........................................43 Abbildung 18: Aufkommen an ausgewählten Sekundärabfällen, anteilig nach Abfallarten....45 Abbildung 19: Prozentuale Aufteilung der Kosten der Abfallentsorgung................................53 Abbildung 20: Aufkommens- und Verwertungsmengen 2008 und 2009 ................................55 Abbildung 21: Entwicklung des Aufkommens an festen kommunalen Abfällen .....................56 Abbildung 22: Entwicklung des spezifischen Aufkommens an festen kommunalen Abfällen 56 Abbildung 23: Entwicklung des spezifischen Hausmüllaufkommens .....................................57 Abbildung 24: Entwicklung des Aufkommens an Wertstoffen ................................................58 Abbildung 25: Entwicklung des spezifischen Aufkommens an Glas, Papier/Pappe/ Kartonagen und Leichtverpackungen.....................................................................................58 Abbildung 26: Entwicklung des spezifischen Bioabfallaufkommens, gesamt, und aus der Biotonne .................................................................................................................................59 Abbildung 27: Entwicklung ausgewählter Abfallarten.............................................................59 Abbildung 28: Beleganzahl und erzeugte/entsorgte Menge an gefährlichen Abfällen ...........69 Abbildung 29: Bilanzierte Abfallströme...................................................................................71 Abbildung 30: Entwicklung der erzeugten Menge ausgewählter Abfälle................................76 Abbildung 31: Trend der verwerteten und beseitigten gefährlichen Abfälle ...........................80 Abbildung 32: Entwicklung der Abfallströme bezogen auf die Anlagenart .............................81 Abbildung 33: Verteilung der erzeugten und entsorgten Abfälle ............................................82 Abbildung 34: Bundesweite Abfallströme...............................................................................87 Abbildung 35: Verlauf der grenzüberschreitend verbrachten Abfallmengen ..........................89 1 Tabellenverzeichnis Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Allgemeine Daten zu den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern......................7 Tabelle 2: Bilanzierte Abfallarten und Erhebungsmenge [Mg/a] ..............................................9 Tabelle 3: Gesamtaufkommen und Entsorgung im Land Sachsen-Anhalt.............................12 Tabelle 4: Aufkommen an festen kommunalen Abfällen [Mg] ................................................16 Tabelle 5: Spezifisches Aufkommen an festen kommunalen Abfällen [kg/E*a] .....................17 Tabelle 6: Durch die ÖRE und die Systeme getrennt erfasste Wertstoffmengen ..................19 Tabelle 7: Aufkommen an getrennt erfassten Wertstoffen (ohne Bioabfälle) .........................22 Tabelle 8: Durch die Systeme getrennt erfasste Wertstoffmengen........................................23 Tabelle 9: Durch die ÖRE getrennt erfasste Wertstoffmengen ..............................................24 Tabelle 10: Aufkommen an Wertstoffen in den Landkreisen und Anteil der Dualen Systeme am Gesamtaufkommen laut Mengenstromnachweisen .........................................................29 Tabelle 11: Durch die ÖRE getrennt erfasste Bioabfälle........................................................32 Tabelle 12: Aufkommen und Entsorgung von Bauabfällen ....................................................36 Tabelle 13: Aufkommen an Bauabfällen, anteilig nach Abfallarten ........................................37 Tabelle 14: Spezifisches Aufkommen an Bauabfällen, anteilig nach Abfallarten...................38 Tabelle 15: Aufkommen an Problemabfällen [Mg/a] ..............................................................40 Tabelle 16: Aufkommen an schadstoffbelasteten und sonstigen Kleinmengen .....................41 Tabelle 17: Aufkommen und Entsorgung kommunaler Klärschlämme [Mg TM] ....................42 Tabelle 18: Aufkommen und Entsorgung kommunaler Klärschlämme in den Landkreisen [Mg TM] ..................................................................................................................................43 Tabelle 19: Aufkommen an Abfällen aus öffentlichen Abwasserbeseitigungsanlagen [Mg TM] ...............................................................................................................................................44 Tabelle 20: Aufkommen an produktionsspezifischen Abfällen ...............................................44 Tabelle 21: Aufkommen an Sekundärabfällen .......................................................................46 Tabelle 22: Aufkommen ausgewählter Sekundärabfälle 2002 bis 2009 [Mg] ........................47 Tabelle 23: Vergleich des Siedlungsabfallaufkommens ab 1999...........................................48 Tabelle 24: Behälterverteilung und Behälteranzahl zur Hausmüllerfassung ..........................50 Tabelle 25: Entsorgungskosten..............................................................................................52 Tabelle 26: Aufkommen und Verwertungsquote ....................................................................54 Tabelle 27: Entsorgungsanlagen............................................................................................60 Tabelle 28: Gesamtbilanz 2009..............................................................................................70 Tabelle 29: Bilanz der gefährlichen Abfälle ............................................................................70 Tabelle 30: Bilanz der nicht gefährlichen Abfälle ...................................................................71 Tabelle 31: Herkunft gefährlicher Abfälle ...............................................................................72 Tabelle 32: Aufkommen ausgewählter Abfälle .......................................................................75 Tabelle 33: Aufkommen gefährlicher Abfälle in den Landkreisen/kreisfreien Städten ...........76 Tabelle 34: Zuordnung gefährlicher Abfälle zu Branchen des WZ 2008................................78 Tabelle 35: Vergleich der auf die Anlagenart bezogenen Mengen ........................................82 Tabelle 36: Zuordnung der entsorgten Abfälle zu Kapiteln der AVV......................................83 Tabelle 37: Gegenüberstellung der entsorgten Abfälle (Menge > 30.000 Mg).......................85 Tabelle 38: Aus Sachsen-Anhalt abgegebene Mengen .........................................................87 Tabelle 39: Von Sachsen-Anhalt angenommene Mengen.....................................................88 Tabelle 40: Übersicht über die Abfallverbringung ..................................................................89 2 3 Teil I Siedlungsabfallbilanz Teil I Siedlungsabfallbilanz 2009 4 1 Grundlagen/2 Erhebung der Daten 1 Grundlagen Gemäß § 19 Satz 1 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes /1/ in Verbindung mit § 9 Absatz 1 des Abfallgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt /2/ erstellt jeder öffentlichrechtliche Entsorgungsträger (ÖRE) für sein Gebiet eine Abfallbilanz. Die Abfallbilanz ist der zuständigen Behörde für jedes Kalenderjahr bis zum 31. März des folgenden Jahres unter Verwendung eines vorgegebenen elektronischen Erfassungsprogramms vorzulegen. Die aufgewendeten Kosten der Abfallentsorgung sind darzustellen. Die zuständige Behörde wertet die übermittelten Abfallbilanzen aus und erstellt auf deren Grundlage eine zusammenfassende Bilanz des Landes. Die oberste Abfallbehörde wird ermächtigt, die Form und den Inhalt der Abfallbilanzen durch Verordnung zu regeln. Die Mengenangaben beziehen sich auf den Zeitraum 01.01.2009 - 31.12.2009. Es wurden nur die von den ÖRE bzw. von anderen Systembetreibern eingesammelten Abfälle erfasst. Nicht enthalten sind die von den ÖRE nach § 15 Abs. 3 KrW-/AbfG von der Entsorgung ausgeschlossenen oder von den Abfallerzeugern gemäß § 5 Abs. 2 KrW-/AbfG in eigener Verantwortung verwerteten und beseitigten Abfälle. Die zur Berechnung der einwohnerspezifischen Mengenangaben verwendeten Bevölkerungszahlen entsprechen den vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt zum Stichtag 30.06.2009 in den Landkreisen und kreisfreien Städten gemeldeten Einwohnern. 2 Erhebung der Daten Die Datenerfassung erfolgt durch Eingabe der erforderlichen Angaben in die entsprechende Datei im Umweltinformationssystem (UIS), Fachinformationssystem (FIS) Abfall/Altlasten, über das Landesdatennetz. Die für die geforderte Angabe der Entsorgungswege notwendige Auswahl der Entsorgungsanlagen ist über eine Verknüpfung mit dem Abfallüberwachungssystem ASYS möglich. Die Zusammenführung und Auswertung der Daten der 14 ÖRE zur Erstellung der Abfallbilanz nach Plausibilitätskontrolle erfolgte über ein elektronisches Auswertungssystem durch das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalts. Im Land Sachsen-Anhalt wird nahezu das gesamte Abfallaufkommen durch Wiegen ermittelt. Alle Mengenangaben werden daher in Mg (1 Megagramm entspricht 1 Tonne) ausgewiesen. Die in Stück angegebenen Problemabfälle und schadstoffbelasteten Kleinmengen wurden entsprechend der üblichen Massen mit durchschnittlichen Faktoren umgerechnet. Eine getrennte Erfassung der hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle erfolgt nicht in allen Landkreisen, so dass diese teilweise als ”im Hausmüll enthalten” betrachtet werden müssen. Insgesamt können die in dieser Abfallbilanz enthaltenen Daten als weitgehend vollständig und plausibel betrachtet werden. 2.1 Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger In Abbildung 1 sind die Landkreise und kreisfreien Städte Sachsen-Anhalts zu sehen. Die allgemeinen Daten zu den 14 ÖRE können Tabelle 1 entnommen werden. Im Jahr 2009 wohnten im Land Sachsen-Anhalt 30.793 Einwohner weniger als im vergangenen Jahr, das entspricht ~1,3 %. 5 2 Erhebung der Daten Abbildung 1: Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger im Land Sachsen-Anhalt 6 2 Erhebung der Daten Tabelle 1: Allgemeine Daten zu den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern Fläche des An Biotonne BevölkerungsEntsorgungs- Einwohner- Anschluss an angeschlossene dichte gebietes anzahl Biotonne Einwohner [E/km²] [km²] 245 88.153 Ja 86.363 360 135 231.978 Ja 205.230 1.718 201 229.672 Ja 17.162 1.143 2.292 91.163 Nein 0 40 1.453 180.489 Ja 122.733 124 2.366 181.756 Ja 68.300 77 1.413 197.901 Ja 161.362 140 2.104 236.159 Nein 0 112 1.577 97.662 Ja 58.909 62 1.449 153.904 Ja 30.891 106 1.433 200.155 Ja k. A. 140 1.426 214.112 Ja 72.000 150 2.423 124.549 Ja 74.729 51 1.930 139.901 Ja k. A. 72 20.447 2.367.554 897.679 116 ÖRENr. Bezeichnung des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers Bezeichnung des Landkreises Stadt Dessau-Roßlau Stadt Halle (Saale) Stadt Magdeburg Altmarkkreis Salzwedel Anhalt-Bitterfeld Börde Burgenlandkreis Harz Jerichower Land Mansfeld-Südharz Saalekreis Salzlandkreis Stendal Wittenberg Abkürzung DE HAL MD SAW ABI BK BLK HZ JL MSH SK SLK SDL WB 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 7 2 Erhebung der Daten 2.2 Abfallarten In der Abfallbilanz werden die Abfallbezeichnungen und Abfallschlüssel gemäß Abfallverzeichnisverordnung (AVV) /3/ verwendet. In der Tabelle 2 sind die in diesem Jahr erhobenen Abfallarten denen des vergangenen Jahres in der Reihenfolge der Erhebung gegenübergestellt. Fehlstellen bedeuten, dass im jeweiligen Jahr keine Mengen erfasst wurden. Zur Untergliederung einzelner Abfallarten, für die keine gesonderten Bezeichnungen in der AVV existieren, wurden zusätzliche Kennzeichnungen verwendet. Dies betrifft folgende Abfälle: Gemischte Siedlungsabfälle 20 03 01 HM für Hausmüll 20 03 01 HMG für hausmüllähnliche Gewerbeabfälle 20 03 01 BT für Bioabfälle (Biotonne) Kompostierbare Abfälle 20 02 01 ÖG 20 02 01 PH Bauabfälle 17 01 01 SA 17 01 01 GA Biologisch abbaubare Abfälle aus Garten- und Parkanlagen Biologisch abbaubare Abfälle aus privaten Haushaltungen für Beton aus Straßenaufbruch für Beton aus Gebäudeabriss 8 2 Erhebung der Daten Tabelle 2: Bilanzierte Abfallarten und Erhebungsmenge [Mg/a] Abfallschlüssel Abfallbezeichnung Erhebungs- Erhebungsmenge menge 2008 84.706 57.295 6.232 278 29.088 3.777 5.606 32.648 862 28.780 12.480 2.078 1.297 11.684 12.287 1.173 3 1 11.430 6.439 322 658 2 1.154 1.423 2009 81.395 54.469 12.346 4 32.727 3.215 15.640 754 31.428 80 2.372 800 7.038 4.306 Zunahme/ Abnahme [%] -3,91 -4,93 98,11 -98,56 12,51 -14,88 -52,09 -12,44 9,2 -99,36 14,13 -38,33 -39,76 -64,96 15 01 02, 04, 05, 06 15 01 07/20 01 02 17 01 01 GA 17 01 01 SA 17 01 02 17 01 03 17 01 06* 17 01 07 17 02 01 17 05 04 17 05 06 17 06 05* 17 08 02 17 09 04 19 05 01 19 05 02 19 05 03 19 05 99 19 12 01 19 12 02 19 12 04 19 12 05 19 12 06* 19 12 07 Leichtverpackungen (LVP) gesamt Glas Beton aus Gebäudeabriss Beton aus Straßenaufbruch Ziegel Fliesen, Ziegel und Keramik Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik, die gefährliche Stoffe enthalten Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 01 06* fallen Holz Boden und Steine mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 05 03* fallen Baggergut mit Ausnahme desjenigen, das unter 17 05 05* fällt asbesthaltige Baustoffe Baustoffe auf Gipsbasis mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 08 01* fallen gemischte Bau- und Abbruchabfälle mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 09 01*, 17 09 02* und 17 09 03* fallen andere Bauabfälle nicht kompostierbare Fraktion von Siedlungs- und ähnlichen Abfällen nicht kompostierbare Fraktion von tierischen und pflanzlichen Abfällen nicht spezifikationsgerechter Kompost Abfälle a.n.g. Papier und Pappe Eisenmetalle Kunststoff und Gummi Glas Holz, das gefährliche Stoffe enthält Holz mit Ausnahme desjenigen, das unter 19 12 06* fällt 5.976 132 44 19 972 -7,2 -59,01 -93,31 942,47 -15,77 9 2 Erhebung der Daten Tabelle 2: Bilanzierte Abfallarten und Erhebungsmenge - Fortsetzung Abfallschlüssel Abfallbezeichnung Erhebungs- Erhebungsmenge menge 2008 85.800 20.623 310 29.501 160.044 597 1.064 5.530 207 1.296 36.419 67.031 450 115.765 367.587 51.875 129 8.335 170 77.129 4.146 9.453 60.415 2009 13.813 Zunahme/ Abnahme [%] 19 12 09 19 12 10 19 12 11* 19 12 12 20 01 01/15 01 01 20 01 10/20 01 11 20 01 37* 20 01 38 20 01 39 20 01 40 20 02 01 ÖG 20 02 01 PH 20 02 03 20 03 01 BT 20 03 01 HM 20 03 01 HMG 20 03 02 20 03 03 20 03 04 20 03 07 20 03 99 Mineralien (z.B. Sand und Steine) brennbare Abfälle (Brennstoffe aus Abfällen) sonstige Abfälle (einschl. Materialmischungen) aus der mechanischen Behandlung von Abfällen, die gefährliche Stoffe enthalten sonstige Abfälle (einschl. Materialmischungen) aus der mechanischen Behandlung von Abfällen mit Ausnahme derjenigen, die unter 19 12 11* fallen Papier und Pappe Bekleidung/Textilien Holz, das gefährliche Stoffe enthält Holz mit Ausnahme desjenigen, das unter 20 01 37* fällt Kunststoffe, keine Verpackungen Metalle biologische abbaubare Abfälle aus öffentlichen Garten- und Parkanlagen biologische abbaubare Abfälle aus privaten Haushalten andere nicht biologisch abbaubare Abfälle gemischte Siedlungsabfälle, davon getrennt erfasste Bioabfälle privater Haushalte und des Kleingewerbes (Biotonne) gemischte Siedlungsabfälle (Hausmüll) gemischte Siedlungsabfälle (Hausmüllähnliche Gewerbeabfälle) Marktabfälle Straßenkehricht Fäkalschlamm Sperrmüll Siedlungsabfälle a.n.g. Problemabfälle/ schadstoffbelastete Kleinmengen aus Haushalt und Gewerbe produktionsspezifische Abfälle -33,02 12.143 154.903 611 13.618 141 2.424 16.118 103.297 206 121.063 380.140 41.928 126 8.161 222 72.524 2.701 14.427 12.504 -58,84 -3,21 2,37 146,23 -31,88 87,04 -55,74 54,1 -54,28 4,58 3,41 -19,17 -2,33 -2,09 30,64 -5,97 -34,86 52,62 -79,30 10 3 Bilanz des Abfallaufkommens 3 Bilanz des Abfallaufkommens Eine Übersicht über das gesamte Siedlungsabfallaufkommen im Land Sachsen-Anhalt enthält die Tabelle 3. Es werden darin sowohl die absoluten als auch die spezifischen Aufkommen sowie die Verwertungs- und Beseitigungsmengen dargestellt. Die Zuordnung zu Verwertungs- und/oder Beseitigungswegen wird von den ÖRE gemäß den Anhängen II A und II B des KrW-/AbfG (D- und R-Verfahren) für jeden zu entsorgenden Abfall getroffen. Im Kapitel 6 erfolgt dann die Berechnung der Verwertungsquoten, die den Anteil der tatsächlich verwerteten Abfallmengen darstellen. Das Abfallaufkommen wird untergliedert in die Bereiche: - Feste kommunale Abfälle Wertstoffe Bioabfälle Bauabfälle Problemabfälle und schadstoffbelastete Kleinmengen Produktionsspezifische Abfälle Des Weiteren werden die als „Sekundärabfälle“ bezeichneten, aus Abfallbehandlungsanlagen stammenden Abfälle aufgeführt. Das Aufkommen von Abfällen aus Abwasserbehandlungsanlagen wird seit dem vergangenen Jahr ausschließlich durch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalts im Rahmen der Erhebung über die öffentliche Abwasserbeseitigung ermittelt. Die Ergebnisse dazu werden im Kapitel 3.6 vorgestellt. Erläuterungen zu den Entwicklungen der einzelnen Abfallarten finden sich in den jeweiligen Kapiteln. Für die Mengendarstellungen in Tabellen und Grafiken ist anzumerken, dass Abweichungen in den Summen durch Runden der einzelnen Abfallmengen möglich sind. 11 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 3: Gesamtaufkommen und Entsorgung im Land Sachsen-Anhalt Abfallbezeichnung gemischte Siedlungsabfälle (Hausmüll) gemischte Siedlungsabfälle (Hausmüllähnliche Gewerbeabfälle) Marktabfälle Straßenkehricht Sperrmüll Siedlungsabfälle a.n.g. 1 feste kommunale Abfälle Leichtverpackungen (LVP) gesamt Glas Papier und Pappe Bekleidung/Textilien Holz mit Ausnahme desjenigen, das unter 20 01 37* fällt Kunststoffe, keine Verpackungen Metalle 2 Wertstoffe biologische abbaubare Abfälle aus privaten Haushalten biologische abbaubare Abfälle aus öffentlichen Garten- und Parkanlagen gemischte Siedlungsabfälle, davon getrennt erfasste Bioabfälle privater Haushalte und des Kleingewerbes (Biotonne) 3 Bioabfälle Beton aus Gebäudeabriss Beton aus Straßenaufbruch Ziegel Fliesen, Ziegel und Keramik Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 01 06* fallen Holz Abfallschlüssel 20 03 01 HM 20 03 01 HMG 20 03 02 20 03 03 20 03 07 20 03 99 15 01 02, 04, 05, 06 15 01 07/20 01 02 20 01 01 20 01 10/20 01 11 20 01 38 20 01 39 20 01 40 20 02 01 PH 20 02 01 ÖG 20 03 01 BT Aufkommen [Mg/a] 380.140 41.928 126 8.161 72.524 2.701 505.580 81.395 54.469 154.903 611 13.618 141 2.424 307.561 103.297 16.118 121.063 [kg/E*a] 160,56 17,71 0,05 3,45 30,63 1,14 213,55 34,38 23,01 65,43 0,26 5,75 0,06 1,02 129,91 43,63 6,81 51,13 Verwertung [Mg/a] 123.901 16.963 51 6.887 30.978 1.171 179.951 81.395 54.467 154.903 611 13.618 113 2.424 307.532 103.297 16.118 121.063 [kg/E*a] 52,33 7,16 0,02 2,91 13,08 0,49 76,01 34,38 23,01 65,43 0,26 5,75 0,05 1,02 129,89 43,63 6,81 51,13 Beseitigung [Mg/a] 256.239 24.965 75 1.274 41.547 1.530 325.629 1 [kg/E*a] 108,23 10,54 0,03 0,54 17,55 0,65 137,54 0,0006 28 29 0,01 0,01 17 01 01 GA 17 01 01 SA 17 01 02 17 01 03 17 01 07 17 02 01 240.478 12.346 4 32.727 3.215 15.640 754 101,57 5,21 0,0017 13,82 1,36 6,61 0,32 240.478 12.346 27.966 3.215 14.006 753 101,57 5,21 11,81 1,36 5,92 0,32 4 4.762 1.634 1 0,0017 2,01 0,69 0,0006 12 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 3: Gesamtaufkommen und Entsorgung im Land Sachsen-Anhalt – Fortsetzung Abfallbezeichnung Abfallschlüssel Aufkommen [Mg/a] 31.428 80 2.372 800 7.038 4.306 110.709 13.047 1.380 14.427 1.178.756 12.504 5.976 132 44 19 972 13.813 12.143 [kg/E*a] 13,27 0,03 1,00 0,34 2,97 1,82 46,76 5,51 0,58 6,09 497,88 5,28 2,52 0,06 0,02 0,01 0,41 5,83 5,13 Verwertung [Mg/a] 30.114 80 90 678 5.626 2.546 97.419 13.047 685 13.732 839.112 2.713 5.976 132 [kg/E*a] 12,72 0,03 0,04 0,29 2,38 1,08 41,15 5,51 0,29 5,80 354,42 1,15 2,52 0,06 2.282 122 1.411 1.759 13.289 695 695 339.643 9.791 0,96 0,05 0,60 0,74 5,61 0,29 0,29 143,46 4,14 Beseitigung [Mg/a] 1.314 [kg/E*a] 0,55 Boden und Steine mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 05 03* 17 05 04 fallen Baggergut mit Ausnahme desjenigen, das unter 17 05 05* fällt 17 05 06 asbesthaltige Baustoffe Baustoffe auf Gipsbasis mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 08 01* fallen gemischte Bau- und Abbruchabfälle mit Ausnahme derjenigen, die unter 17 09 01*, 17 09 02* und 17 09 03* fallen andere Bauabfälle 4 Bauabfälle Problemabfälle schadstoffbelastete Kleinmengen 5 schadstoffbelastete Kleinmengen 1...5 Summe feste Siedlungsabfälle 6 Produktionsspezifische Abfälle Papier und Pappe Eisenmetalle Kunststoff und Gummi Glas Holz, das gefährliche Stoffe enthält brennbare Abfälle (Brennstoffe aus Abfällen) sonstige Abfälle (einschl. Materialmischungen) aus der mechanischen Behandlung von Abfällen mit Ausnahme derjenigen, die unter 19 12 11* fallen andere nicht biologisch abbaubare Abfälle 7 Sekundärabfälle 17 06 05* 17 08 02 17 09 04 19 12 01 19 12 02 19 12 04 19 12 05 19 12 06* 19 12 10 19 12 12 44 19 972 13.813 10.748 0,41 5,83 4,54 0,02 0,01 1.394 0,59 20 02 03 206 33.305 0,09 14,07 206 31.847 0,09 13,45 1.458 0,62 13 3 Bilanz des Abfallaufkommens 3.1 Feste kommunale Abfälle Das Aufkommen an festen kommunalen Abfällen beträgt im Jahr 2009 insgesamt 505.580 Mg und ist damit gegenüber dem Vorjahr um ca. 1 % gesunken. Das spezifische Aufkommen an festen kommunalen Abfällen ist von 212 kg/E*a im Vorjahr auf 214 kg/E*a gestiegen. Die in Abbildung 2 dargestellte Zusammensetzung der festen kommunalen Abfälle entspricht im Wesentlichen der des vergangenen Jahres. Der Anteil des Hausmülls am Gesamtaufkommen beträgt etwa 75 % und ist gegenüber dem Vorjahr um 3 % angestiegen. Von 4 ÖRE wurden keine Mengen für hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle angegeben, so dass hierfür ein Anteil am Gesamtaufkommen von ~8 % und ein spezifisches Aufkommen von ~18 kg/E*a gegenüber 22kg/E*a im Jahr 2008 erhoben wurden. Auch das Sperrmüllaufkommen fällt mit 72.524 Mg geringer aus als im Vorjahr und erreicht mit 31 kg/E*a wieder den niedrigen Wert von 2005. (Tabelle 4 und Tabelle 5). Sperrmüll 14,34% Marktabfälle 0,02% Straßenkehricht 1,61% Siedlungsabfälle a.n.g. 1% hausmüll ähnliche Gewerbeabfälle 10,19% Hausmüll 75,19% Abbildung 2: Feste kommunale Abfälle, anteilig nach Abfallarten Die spezifischen Aufkommen sind in den kreisfreien Städten Magdeburg und Halle am höchsten, insbesondere in Halle ist ein Anstieg von ~ 18 kg/E*a zu verzeichnen. Auch im Landkreis Anhalt-Bitterfeld wurden ~41 kg/E*a mehr feste kommunale Abfälle als im Vorjahr ermittelt. Die niedrigen Aufkommen in Wittenberg und Stendal sind wieder bestätigt worden. In Abbildung 4 ist die Verteilung des spezifischen Aufkommens an festen kommunalen Abfällen auf die einzelnen ÖRE dargestellt. 14 3 Bilanz des Abfallaufkommens Spezifisches Aufkommen an Hausmüll [kg/E*a] 223,79 Magdeburg Jerichower Land Halle (Saale) Anhalt-Bitterfeld Dessau-Roßlau Mansfeld-Südharz Salzlandkreis Saalekreis enwi Harz AW SAS Burgenlandkreis Börde Altmarkkreis Salzwedel Wittenberg Stendal 141,60 223,27 208,66 199,10 195,18 192,31 175,24 133,58 131,11 113,12 98,35 91,94 80,67 Sachsen-Anhalt 160,56 Abbildung 3: Einwohnerspezifisches Aufkommen an Hausmüll Das durchschnittliche spezifische Hausmüllaufkommen ist mit 161 kg/E*a gegenüber 153 kg/E*a im Vorjahr um etwa 5 % angestiegen. Hier sind die Aufkommen in Magdeburg und im Jerichower Land am höchsten, gefolgt von Halle und Anhalt-Bitterfeld. In Wittenberg und Stendal liegen die Aufkommen mit 92 bzw. 81 kg/E*a und im Altmarkkreis Salzwedel mit 98 kg/E*a deutlich unter dem Landesdurchschnitt (Abbildung 3). 15 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 4: Aufkommen an festen kommunalen Abfällen [Mg] hausmüllähnliche Gewerbeabfälle 20 03 01 HMG [Mg/a] 5.648 5.250 2.733 3.070 26 12.804 ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Hausmüll 20 03 01 HM [Mg/a] 17.206 48.404 51.399 8.965 35.936 20.560 25.947 31.547 21.805 29.598 28.342 37.520 10.048 12.863 380.140 Sperrmüll 20 03 07 [Mg/a] 2.686 6.643 7.652 3.852 5.496 6.162 5.081 11.096 2.333 4.691 5.673 3.183 2.344 5.634 72.524 Marktabfälle 20 03 02 [Mg/a] 51 Straßenkehricht 20 03 03 [Mg/a] 1.375 2.457 2.766 215 1.293 47 Siedlungsabfälle a.n.g. 20 03 99 [Mg/a] Summe feste kommunale Abfälle [Mg/a] 21.267 63.203 68.238 15.765 45.916 26.769 31.054 55.447 24.280 34.289 34.353 51.808 14.424 18.767 505.580 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 1.171 121 75 68 338 9.764 2.025 270 41.928 1.341 7 126 8.161 2.701 16 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 5: Spezifisches Aufkommen an festen kommunalen Abfällen [kg/E*a] hausmüllähnliche Gewerbeabfälle 20 03 01 HMG kg/E*a 24,35 22,86 29,98 17,01 0,13 54,22 ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Hausmüll 20 03 01 HM kg/E*a 195,18 208,66 223,79 98,35 199,10 113,12 131,11 133,58 223,27 192,31 141,60 175,24 80,67 91,94 160,56 Sperrmüll 20 03 07 kg/E*a 30,47 28,64 33,32 42,25 30,45 33,90 25,67 46,98 23,88 30,48 28,34 14,86 18,82 40,27 30,63 Marktabfälle 20 03 02 kg/E*a 0,22 Straßenkehricht 20 03 03 kg/E*a 15,60 10,59 12,04 2,36 7,16 0,26 Siedlungsabfälle 20 03 99 kg/E*a Summe feste kommunale Abfälle kg/E*a 241,25 272,45 297,11 172,94 254,40 147,28 156,92 234,78 248,61 222,79 171,63 241,97 115,81 134,14 213,55 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 5,10 0,67 0,77 0,70 1,69 45,60 16,26 1,93 17,71 6,26 0,05 0,05 3,45 1,14 17 3 Bilanz des Abfallaufkommens Abbildung 4: Verteilung des spezifischen Aufkommens an festen kommunalen Abfällen im Land Sachsen-Anhalt 18 3 Bilanz des Abfallaufkommens 3.2 Wertstoffe Die Verwertung von Wertstoffen ist ein Beitrag für eine nachhaltige Abfallwirtschaft. Ihre Erfassung erfolgt für Verpackungen durch Systeme im Sinne der Verpackungsverordnung (VerpackV) /4/ sowie durch die ÖRE selbst für Wertstoffe, die keine Verpackungen sind. Auch im Jahr 2009 waren in Sachsen-Anhalt 9 Systeme nach § 6 Abs. 3 Verpackungsverordnung / zugelassen: Duales System Deutschland GmbH ISD Interseroh DienstleistungsGmbH Landbell AG Vfw GmbH BellandVision GmbH EKO-Punkt GmbH ZENTEK GmbH & Co. KG REDUAL GmbH & Co. KG Verlo GmbH & Co. KG Zu den Wertstoffen zählen die Materialfraktionen Papier, Pappe, Karton, Glas, Leichtverpackungen und Kunststoffe, Metalle und Holz, die keine Verpackungen sind, sowie Bekleidung und Textilien. Der Anteil dieser Wertstoffe an den festen Siedlungsabfällen beträgt in diesem Jahr wie auch im Vorjahr 26 %, gemeinsam mit den Bioabfällen beläuft sich der Wertstoffanteil sogar auf ~ 46 % Die Aufteilung der Wertstoffe auf die beiden Erfassungsträger zeigt die Tabelle 6. Tabelle 6: Durch die ÖRE und die Systeme getrennt erfasste Wertstoffmengen Wertstoffe Systeme [Mg/a] Papier, Pappe, Karton Glas Leichtverpackungen Kunststoffe, keine Verpackungen Metalle Holz mit Ausnahme desjenigen, das unter 20 01 37* fällt Bekleidung/Textilien gemischte Siedlungsabfälle, davon getrennt erfasste Bioabfälle privater Haushalte und des Kleingewerbes (Biotonne) biologische abbaubare Abfälle aus privaten Haushalten biologische abbaubare Abfälle aus öffentlichen Garten- und Parkanlagen Summe 29.027 54.467 81.395 ÖRE [Mg/a] 125.877 1 141 2.424 13.618 611 121.063 103.297 16.118 164.889 383.151 Summe Wertstoffe [Mg/a] 154.903 54.469 81.395 141 2.424 13.618 611 121.063 103.297 16.118 548.039 69,65 Systeme [kg/E*a] 12,26 23,01 34,38 ÖRE [kg/E*a] 53,17 0,00 0,06 1,02 5,75 0,26 51,13 43,63 6,81 161,83 Summe spezifische Wertstoffmenge [kg/E*a] 65,43 23,01 34,38 0,06 1,02 5,75 0,26 51,13 43,63 6,81 231,48 Während die Systeme Papier/Pappe/Karton-Verpackungen, Glasverpackungen und Leichtverpackungen erfassen, werden von den ÖRE auch Wertstoffe wie Metalle, Bekleidung und Textilien, Altholz, Kunststoffe, die keine Verpackungen sind, und Papier, Pappe und Karton eingesammelt. Dies wird jedoch in den einzelnen ÖRE unterschiedlich gehandhabt. In den folgenden Ausführungen werden die Wertstoffe ohne die Bioabfälle betrachtet. Das Durchschnittsaufkommen an Wertstoffen im Land Sachsen-Anhalt beträgt wie im vergangenen Jahr ~130 kg/E*a. Das Pro-Kopf-Aufkommen der durch die Systeme eingesammelten Wertstoffe beträgt in diesem Jahr ~70 kg/E*a, hinzu werden weitere 60 kg/E*a durch die ÖRE erfasst. Damit ist eine Verschiebung zu einer höheren Erfassung durch die ÖRE um 4 kg/E*a erfolgt. 19 3 Bilanz des Abfallaufkommens Die höchsten spezifischen Wertstoffmengen sind mit ~ 148 kg/E*a im Jerichower Land und mit ~ 145 kg/E*a in Stendal erfasst worden, gefolgt von Börde und Salzlandkreis mit jeweils ~143 kg/E*a. Die Städte Halle und Dessau-Roßlau weisen mit 115 und 102 kg/E*a die niedrigsten Wertstoffaufkommen in den Städten auf. Auffällig ist das geringe Wertstoffaufkommen von 96 kg/E*a in Wittenberg, welches auf die geringe Einsammelmenge durch die Dualen Systeme zurückzuführen ist. Die Korrelation der spezifischen Aufkommen an festen kommunalen Abfällen, Wertstoffen und Bioabfällen ist in Abbildung 5 dargestellt. Spezifische Aufkommen an festen kommunalen Abfällen, Wertstoffen und Bioabfällen [kg/E*a] 300,00 250,00 FKA LSA 213,55 200,00 Wert LSA 129,91 150,00 100,00 50,00 0,00 kr ei s Sa ar al kk ek re re is is Sa M lz an w ed sf el el dSü dh ar z en w iH De ar ss z au -R oß Sa la lz u la nd Je kr ric ei ho s w er An La ha nd ltBi tte rfe Ha ld lle (S aa le M ) ag de bu rg St en d en b Bö rd e er g al Bio LSA 101,57 W itt SA S Bu rg en l Abbildung 5: Spezifische Aufkommen an festen kommunalen Abfällen, Wertstoffen und Bioabfall Während in den Städten, in den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Harz, Salzlandkreis, Jerichower Land und Anhalt-Bitterfeld das Aufkommen an festen kommunalen Abfällen das der Wertstoffe deutlich überschreitet, werden in den anderen ÖRE nahezu ebenso viele Wertstoffe wie feste kommunale Abfälle eingesammelt. Wie aus Abbildung 6 ersichtlich, beträgt der Anteil der Wertstoffe im Vergleich zu den festen kommunalen Abfällen in Stendal 56 %, in Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau unter 30 %. Der Landesdurchschnitt von 38 % für die erfassten Wertstoffe wird von 5 ÖRE überschritten. AW Al tm an d 20 3 Bilanz des Abfallaufkommens Anteil der Wertstoffe und der festen kommunalen Abfällen 100% 80% 60% 40% 20% 0% St en W itt dal en S A be S rg B ur B ge ör nl A an de ltm dk ar Sa r ei kk s re al e is Sa kre M is an lz w sf ed el e dSü l dh en arz D w es iH sa ar uz Sa Ro ßl lz a Je la nd u ri ch kr ow ei A s er nh L al t-B and itt er H fe al ld le (S aa M ag le ) de bu rg Wert FKA Abbildung 6: Anteil der Wertstoffe und der festen kommunalen Abfälle Die nachfolgenden Tabelle 7, Tabelle 8 und Tabelle 9 zeigen das absolute und das spezifische Wertstoffaufkommen getrennt nach der Erfassung durch die Systeme und durch die ÖRE. In Abbildung 7 wird das insgesamt erfasste Wertstoffaufkommen nach Abfallarten dargestellt. Abbildung 8 verdeutlicht durch die Systeme bzw. die ÖRE erfasste ausgewählte Abfallarten. Die Abbildung 9 und Abbildung 10 enthalten die durch die Systeme und die ÖRE in den einzelnen Landkreisen erfassten spezifischen Wertstoffmengen. Von den insgesamt 130 kg/E*a an Wertstoffen entfällt mit ~65 kg/E*a die Hälfte auf Papier, Pappe und Karton, die zu 81 % durch die ÖRE erfasst werden. Wie im vorigen Jahr wird das höchste Aufkommen an PPK mit 92 kg/E*a aus dem Jerichower Land, das geringste mit 43 kg/E*a aus Wittenberg gemeldet. Das Aufkommen an Leichtverpackungen ist in Dessau-Roßlau mit 23 kg/E*a am geringsten, im Salzlandkreis wurden 44 kg/E*a erfasst. Die Menge an Verpackungsglas ist im Altmarkkreis Salzwedel mit 32 kg/E*a am höchsten, in Halle und Magdeburg mit ~ 16 bzw. ~ 17 kg/E*a am niedrigsten. In diesem Jahr ist ein geringfügiger Rückgang der Sammelergebnisse bei allen drei Wertstoffarten zu verzeichnen: A W 2006 PPK LVP Glas [kg/E*a] 69 34 26 2007 [kg/E*a] 67 33 23 2008 [kg/E*a] 67 35 24 2009 [kg/E*a] 65 34 23 21 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 7: Aufkommen an getrennt erfassten Wertstoffen (ohne Bioabfälle) Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger ÖRE [Mg/a] Systeme [Mg/a] 4.558 11.802 13.497 7.866 11.774 15.694 13.468 18.942 6.269 9.796 15.265 17.256 9.930 8.773 164.889 Summe Wertstoffe [Mg/a] 9.004 26.792 28.535 12.236 25.394 26.082 26.411 31.770 14.434 18.568 26.092 30.684 18.125 13.434 307.561 ÖRE [kg/E*a] 50,44 64,62 65,48 47,94 75,46 57,15 65,40 54,32 83,60 57,00 54,09 62,71 65,80 33,32 60,26 Systeme [kg/E*a] 51,71 50,88 58,76 86,29 65,23 86,35 68,05 80,21 64,19 63,65 76,27 80,59 79,72 62,71 69,65 Summe spezifische Wertstoffmenge [kg/E*a] 102,14 115,49 124,24 134,23 140,70 143,50 133,46 134,53 147,79 120,65 130,36 143,31 145,52 96,03 129,91 Dessau-Roßlau Halle (Saale) Magdeburg Altmarkkreis Salzwedel Anhalt-Bitterfeld Börde AW SAS Burgenlandkreis enwi Harz Jerichower Land Mansfeld-Südharz Saalekreis Salzlandkreis Stendal Wittenberg Sachsen-Anhalt 4.446 14.990 15.038 4.370 13.620 10.388 12.943 12.829 8.165 8.772 10.827 13.428 8.195 4.661 142.672 22 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 8: Durch die Systeme getrennt erfasste Wertstoffmengen Summe spezifische Wertstoffmenge ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger PPK LVP Glas Summe Wertstoffmenge PPK LVP Glas 15 01 01 [Mg/a] 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 720 1.701 2.170 1.456 1.897 3.456 2.190 5.212 1.086 1.223 1.995 3.150 1.477 1.293 29.027 15 01 02/04/05 [Mg/a] 2.021 6.456 7.469 3.505 5.777 7.632 6.616 7.164 2.921 5.456 8.207 9.511 4.703 3.956 81.395 15 01 07 [Mg/a] 1.817 3.645 3.857 2.905 4.099 4.606 4.662 6.565 2.262 3.117 5.063 4.595 3.750 3.524 54.467 [Mg/a] 4.558 11.802 13.497 7.866 11.774 15.694 13.468 18.942 6.269 9.796 15.265 17.256 9.930 8.773 164.889 15 01 01 [kg/E*a] 8,17 7,33 9,45 15,97 10,51 19,01 11,07 22,07 11,12 7,95 9,97 14,71 11,86 9,24 12,26 15 01 02/04/05 [kg/E*a] 22,93 27,83 32,52 38,45 32,01 41,99 33,43 30,34 29,91 35,45 41,00 44,42 37,76 28,28 34,38 15 01 07 [kg/E*a] 20,61 15,71 16,79 31,87 22,71 25,34 23,56 27,80 23,16 20,25 25,30 21,46 30,11 25,19 23,01 [kg/E*a] 51,71 50,88 58,76 86,29 65,23 86,35 68,05 80,21 64,19 63,65 76,27 80,59 79,72 62,71 69,65 23 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 9: Durch die ÖRE getrennt erfasste Wertstoffmengen Holz, das gefährliche Stoffe enthält 20 01 37* [Mg/a] Kunststoffe (keine Verpackung) 20 01 39 [Mg/a] ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger PPK 20 01 01 [Mg/a] 4.079 10.910 12.005 4.369 13.349 10.368 12.619 12.162 7.983 8.646 8.596 9.451 6.679 4.661 125.877 Glas 20 01 02 [Mg/a] Bekleidung/ Textilien 20 01 10/11 [Mg/a] 293 192 1 Holz 20 01 38 [Mg/a] 3.888 2.421 3 Metalle 20 01 40 [Mg/a] 74 613 Summe Wertstoffe 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 141 127 20 324 667 181 90 252 77 126 2.141 3.725 1.440 1 611 0 13.618 141 2.424 [Mg/a] 4.446 14.990 15.038 4.370 13.620 10.388 12.943 12.829 8.165 8.772 10.827 13.428 8.195 4.661 142.672 24 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 9: Durch die ÖRE getrennt erfasste spezifische Wertstoffmengen – Fortsetzung Holz, das gefährliche Stoffe enthält 20 01 10/11 20 01 37* [kg/E*a] [kg/E*a] 3,33 0,83 Kunststoffe (keine Verpackung) 20 01 39 [kg/E*a] ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger PPK Glas Bekleidung/ Textilien Holz 20 01 38 [kg/E*a] 16,76 10,54 0,02 Metalle 20 01 40 [kg/E*a] 0,84 2,67 Summe Wertstoffe 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 20 01 01 20 01 02 [kg/E*a] [kg/E*a] 46,27 47,03 52,27 47,92 0,02 73,96 57,04 63,76 51,50 81,75 56,18 42,95 44,14 53,63 33,32 0,00 53,17 0,78 0,70 0,11 1,64 2,82 1,86 0,45 1,18 0,61 0,82 10,70 17,40 11,56 0,26 5,75 0,06 1,02 [kg/E*a] 50,44 64,62 65,48 47,94 75,46 57,15 65,40 54,32 83,60 57,00 54,09 62,71 65,80 33,32 60,26 25 3 Bilanz des Abfallaufkommens Leichtverpackungen 26,52% Kunststoffe, keine Verpackungen 0,05% Metalle 0,79% Holz mit Ausnahme desjenigen, das unter 20 01 37* fällt 4,44% Papier, Pappe, Karton 50,47% Glas 17,75% Abbildung 7: Insgesamt erfasste Wertstoffmengen, anteilig nach Abfallarten Spezifisches Aufkommen ausgewählter Wertstoffe, durch die ÖRE bzw, die Systeme erfasst [kg/E*a] 60,00 53,1674 Systeme ÖRE 50,00 40,00 34,38 30,00 23,01 20,00 12,26 10,00 0,0006 0,00 Papier, Pappe, Karton Glas Leichtverpackungen Abbildung 8: Durch die Systeme und ÖRE erfasste ausgewählte Wertstoffmengen 26 3 Bilanz des Abfallaufkommens Spezifisches Wertstoffaufkommen, durch die DS erfasst [kg/E*a] Börde Altmarkkreis Salzwedel Salzlandkreis enwi Harz Stendal Saalekreis Sachsen-Anhalt AW SAS Burgenlandkreis Anhalt-Bitterfeld Jerichower Land Mansfeld-Südharz Wittenberg Magdeburg Dessau-Roßlau Halle (Saale) 86,35 86,29 80,59 80,21 79,72 76,27 69,65 68,05 65,23 64,19 63,65 62,71 58,76 51,71 50,88 Abbildung 9: Spezifisches Aufkommen an getrennt erfassten Wertstoffen (Systeme) 27 3 Bilanz des Abfallaufkommens Spezifisches Wertstoffaufkommen, durch die ÖRE erfasst [kg/E*a] Jerichower Land Anhalt-Bitterfeld Stendal Magdeburg AW SAS Burgenlandkreis Halle (Saale) Salzlandkreis Sachsen-Anhalt Börde Mansfeld-Südharz enwi Harz Saalekreis Dessau-Roßlau Altmarkkreis Salzwedel Wittenberg 33,32 65,80 65,48 65,40 64,62 62,71 60,26 57,15 57,00 54,32 54,09 50,44 47,94 75,46 83,60 Abbildung 10: Spezifisches Aufkommen an getrennt erfassten Wertstoffen (ÖRE) Verwertung nach Mengenstromnachweisen Gemäß den vorgelegten Mengenstromnachweisen wurden von den in Sachsen-Anhalt tätigen Dualen Systemen 282.448 Mg an den Wertstoffen Papier/Pappe/Kartonagen, Leichtverpackungen und Glas erfasst. Verglichen mit den Daten aus der Bilanzerhebung ergibt sich eine geringfügige Differenz von ~3 %. Die Aufteilung der Wertstoffmengen auf die Landkreise und die Anteile der durch die DS eingesammelten Mengen ist aus Tabelle 10 ersichtlich. Auf Grund langfristiger Entsorgungsverträge mit den Landkreisen erfolgt die Berechnung teilweise noch nach der alten Gebietsstruktur. In Abbildung 11 wird die Zusammensetzung der Wertstoffmengen laut Mengenstromnachweis dargestellt. 28 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 10: Aufkommen an Wertstoffen in den Landkreisen und Anteil der Dualen Systeme am Gesamtaufkommen laut Mengenstromnachweisen Landkreis Stadt Dessau Stadt Halle Stadt Magdeburg Altmarkkreis Salzwedel Anhalt-Zerbst Aschersleben-Staßfurt Bernburg Bitterfeld Bördekreis Jerichower Land Köthen Mansfelder Land Merseburg-Querfurt Ohrekreis Saalkreis Sangerhausen Schönebeck Stendal Wittenberg ZAW Sachsen-Anhalt Süd Harz Salzlandkreis Wittenberg Mengenstromnachweise Glas 100% 1.820 3.645 3.862 2.710 1.803 1.914 1.441 1.987 2.069 2.262 1.315 2.156 3.066 2.771 1.949 1.432 1.240 3.750 3.524 4.629 6.565 Glas DS 1.165 2.362 2.485 1.749 1.175 1.236 928 1.341 1.343 1.469 850 1.457 2.062 1.793 1.237 961 788 2.421 2.279 2.981 4.264 PPK 100% 5.560 13.051 14.175 5.825 PPK DS 502 1.604 1.567 836 LVP 100% 2.021 6.456 7.449 3.349 3.341 3.734 2.914 2.629 2.890 2.980 1.677 2.892 5.361 4.747 2.847 2.564 2.857 5.093 3.956 6.616 7.164 LVP DS 1.310 4.182 4.830 2.169 2.171 2.423 1.889 1.705 1.875 1.933 1.087 1.875 3.501 3.077 1.845 1.662 1.853 3.303 2.567 4.287 4.645 1.833 5.942 5.189 4.592 3.754 6.108 7.924 7.994 2.383 3.519 8.157 4.857 11.098 16.943 12.600 1.497 143.001 189 518 780 661 531 556 903 848 437 375 1.103 822 1.227 1.444 1.557 293 16.752 55.910 36.347 83.538 54.187 Zusammensetzung der Wertstoffe LVP 30% Glas 20% PPK 50% Abbildung 11: Zusammensetzung der Wertstoffe laut Mengenstromnachweis 29 3 Bilanz des Abfallaufkommens 3.3 Bioabfälle Bioabfälle setzen sich zusammen aus den über die Biotonne eingesammelten vegetabilen Abfällen sowie Grünschnitt und ähnliche Abfällen aus privaten Haushalten und öffentlichen Garten- und Parkanlagen, die vom Abfallbesitzer an Sammelstellen abgegeben oder über organisierte Sammlungen abgeholt werden. Das absolute Aufkommen ist gegenüber dem vergangenen Jahr um 21.264 Mg auf 240.478 Mg angestiegen und entspricht nunmehr einem spezifischen Aufkommen von ~ 102 kg/E*a. Über die Biotonne wurden in diesem Jahr insgesamt 121.063 Mg vegetabile Abfälle eingesammelt, was einem spezifischen Aufkommen von 51 kg/E*a entspricht und einen Zuwachs von 3 kg/E*a gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Anteil der Bioabfälle aus der Biotonne am Gesamtaufkommen beträgt ~ 50 %. Auch in diesem Jahr werden von zwei ÖRE (Altmarkkreis Salzwedel und enwi Harz) keine Biotonnen bereitgestellt. Das durchschnittliche spezifische Aufkommen an Abfällen aus der Biotonne für die 12 ÖRE, die eine Biotonne eingeführt haben, beträgt ~59 kg/E*a gegenüber 56 kg/E*a im vergangenen Jahr. Bezogen auf die Einwohnerzahl der 12 ÖRE, die eine Biotonne eingeführt haben, beträgt das spezifische Aufkommen aller Bioabfälle 117 kg/E*a gegenüber dem Landesdurchschnitt von 101 kg/E*a. In diesem Jahr wurden insgesamt 119.415 Mg biologisch abbaubare Abfälle aus privaten Haushalten und von öffentlichen Garten- und Parkanlagen erfasst, das entspricht etwa der Menge an den über die Biotonne gesammelten Abfällen. Dieser erfreuliche Anstieg von ~7 kg/E*a ist auf die Anstrengungen vieler ÖRE zurückzuführen, durch Angebote, wie separate Sammlungen oder stationäre Abgabemöglichkeiten, möglichst viele biologisch abbaubare Abfälle zu erfassen. Die Abbildung 12 stellt die prozentualen Anteile der einzelnen Fraktionen dar. 30 3 Bilanz des Abfallaufkommens Biologisch abbaubare Abfälle aus privaten Haushalten 42,96% Biotonne 50,34% Biologisch abbaubare Abfälle aus öffentlichen Garten- und Parkanlagen 6,70% Abbildung 12: Aufkommen an Bioabfällen, anteilig nach Abfallarten In Tabelle 11 werden die absoluten und spezifischen Mengen der durch die ÖRE getrennt erfassten Bioabfälle dargestellt. 31 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 11: Durch die ÖRE getrennt erfasste Bioabfälle ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Biologisch abbaubare Abfälle aus privaten Haushalten 20 02 01 PH [Mg/a] Biologisch abbaubare Abfälle aus öffentlichen Garten- und Parkanlagen 20 02 01 ÖG [Mg/a] Biotonne Summe Bioabfälle Biologisch abbaubare Abfälle aus privaten Haushalten 20 02 01 PH Biologisch abbaubare Abfälle aus öffentlichen Garten- und Parkanlagen 20 02 01 ÖG [kg/E*a] Biotonne Summe Bioabfälle 20 03 01 BT [Mg/a] [Mg/a] 20 03 01 BT [kg/E*a] [kg/E*a] [kg/E*a] 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 50 8.486 14.906 4.306 1.494 11.391 11.530 5.595 453 13.987 18.482 1.392 11.225 103.297 1.137 1.970 12.306 9.380 9.993 14.937 9.241 25.200 8.484 4.917 3.307 5.560 15.698 2.040 121.063 13.011 16.118 13.493 19.836 24.900 4.306 29.442 9.241 36.591 11.530 14.079 5.370 17.294 24.042 17.090 13.265 240.478 0,57 36,58 64,90 47,23 8,28 57,56 48,82 57,29 2,94 69,88 86,32 11,18 80,24 43,63 12,90 8,49 139,60 40,43 43,51 82,76 50,84 127,34 86,87 31,95 16,52 25,97 126,04 14,58 51,13 72,09 6,81 153,06 85,51 108,42 47,23 163,12 50,84 184,90 48,82 144,16 34,89 86,40 112,29 137,21 94,82 101,57 32 3 Bilanz des Abfallaufkommens Spezifisches Aufkommen an Bioabfällen im Vergleich mit Aufkommen aus der Biotonne [kg/E*a] AW SAS Burgenlandkreis Anhalt-Bitterfeld Dessau-Roßlau Jerichower Land Stendal Salzlandkreis Magdeburg Sachsen-Anhalt Wittenberg Saalekreis Halle (Saale) Börde enwi Harz Altmarkkreis Salzwedel Mansfeld-Südharz 14,58 16,52 40,43 50,84 50,84 48,82 47,23 34,89 31,95 25,97 43,51 51,13 94,82 86,40 85,51 86,87 82,76 127,34 163,12 153,06 139,60 144,16 137,21 126,04 112,29 108,42 101,57 184,90 Summe Bioabfälle Biotonne Abbildung 13: Spezifisches Aufkommen an Bioabfällen im Vergleich mit dem Aufkommen aus der Biotonne Abbildung 13 verdeutlicht die Rangfolge der ÖRE bei der spezifischen Aufkommensmenge an Bioabfällen. Auch in diesem Jahr sind im Burgenlandkreis mit ~184 kg/E*a die höchsten Mengen an Bioabfällen insgesamt angefallen. Von den kreisfreien Städten wurde in Dessau-Roßlau mit 153 kg/E*a an Bioabfällen das höchste Bioabfallaufkommen erfasst, gefolgt von Magdeburg mit ~ 108 kg/E*a und Halle mit nur 86 kg/E*a. Vom Landkreis Anhalt-Bitterfeld werden gegenüber dem Vorjahr 67 kg/E*a mehr gemeldet, die insgesamt eingesammelt wurden. Mit 140 kg/E*a an Abfällen aus der Biotonne steht die Stadt Dessau-Roßlau wieder an erster Stelle, gefolgt vom Burgenlandkreis und dem Landkreis Stendal mit 127 bzw. 126 kg/E*a. In den ÖRE, die keine Biotonne bereitgestellt haben, werden wie im Vorjahr ähnlich geringe Mengen an anderen Bioabfällen (LK Salzwedel mit ~47 kg/E*a, Harz mit ~49 kg/E*a) erfasst. 33 3 Bilanz des Abfallaufkommens Die Abbildung 14 verdeutlicht die Verteilung des Pro-Kopf-Aufkommens an Bioabfällen, die über die Biotonne erfasst worden sind, innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt. Abbildung 14: Verteilung des spezifischen Aufkommens an Bioabfällen, die über die Biotonne eingesammelt wurden 34 3 Bilanz des Abfallaufkommens 3.4 Bauabfälle Bauabfälle werden überwiegend außerhalb der kommunalen Entsorgungspflicht entweder direkt oder nach Aufbereitung der Verwertung zugeführt. Die den ÖRE überlassenen Bauabfälle stammen zumeist aus Bauarbeiten der öffentlichen Hand. In dieser Abfallbilanz werden für 12 Abfallarten aus dem Kapitel 17 - Bau- und Abbruchabfälle- der Abfallverzeichnisverordnung Mengen ausgewiesen. Die prozentualen Anteile für ausgewählte Abfälle sind in Abbildung 15 dargestellt. Gemischte Bau- und Abbruchabfälle m.A.dj., die unter 17 09 01 - 17 09 03 fallen 7.038 asbesthaltige Baustoffe 2.372 andere Bauabfälle 4.306 Beton aus Gebäudeabriss 12.346 Ziegel 32.727 Boden und Steine m.A.dj., die unter 17 05 03 fallen 31.428 Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik m.A.dj., die unter 17 01 06 fallen 15.640 Fliesen, Ziegel und Keramik 3.215 Abbildung 15: Bauabfälle [Mg/a], anteilig nach Abfallarten Der Anteil der den ÖRE überlassenen Bau- und Abbruchabfälle ist in den vergangenen Jahren immer geringer geworden. Das durch die ÖRE erfasste Bauabfallaufkommen betrug in diesem Jahr nur 110.709 Mg (Tabelle 12, Tabelle 13, Tabelle 14). Das durchschnittliche spezifische Aufkommen beträgt somit ~47 kg/E*a und damit 14 kg/E*a weniger als im Vorjahr. Am höchsten ist der Anteil an Ziegeln sowie Böden und Steinen mit jeweils ca. 32.000 Mg. Gemische aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik fielen in Höhe ~ von 16.000 Mg und Beton aus Gebäudeabriss von ~ 12.000 Mg an. In der Abbildung 16 sind die Aufkommen der einzelnen ÖRE dargestellt. Die Verwertungsquote liegt bei 88 %. Die ÖRE Saalekreis und Wittenberg haben auch in diesem Jahr keine Mengen angegeben. 35 3 Bilanz des Abfallaufkommens Aufkommen an Bauabfällen [Mg/a] Anhalt-Bitterfeld 47.422 Dessau-Roßlau Halle (Saale) Salzlandkreis Magdeburg AW SAS Burgenlandkreis Altm arkkreis Salzw edel Jerichow er Land Stendal enw i Harz Börde Mansfeld-Südharz Wittenberg Saalekreis 16.835 13.647 12.112 8.737 6.968 3.018 1.106 615 164 82 2 0 0 Abbildung 16: Aufkommen an Bauabfällen Tabelle 12: Aufkommen und Entsorgung von Bauabfällen ÖRENr. 1 2 3 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Dessau-Roßlau Halle (Saale) Magdeburg Altmarkkreis Salzwedel Anhalt-Bitterfeld Börde AW SAS Burgenlandkreis enwi Harz Jerichower Land Mansfeld-Südharz Saalekreis Salzlandkreis Stendal Wittenberg Sachsen-Anhalt Aufkommen [Mg/a] 16.834,71 13.647,00 8.737,38 3.018,03 47.422,01 82,04 6.968,00 164,02 1.106,32 2,28 12.111,90 615,15 110.708,84 Beseitigung [Mg/a] 445,60 340,00 1.219,80 2.393,63 930,68 82,04 6.968,00 164,02 490,00 Verwertung [Mg/a] 16.389,11 13.307,00 7.517,58 624,40 46.491,33 Verwertungsquote [%] 97,35 97,51 86,04 20,69 98,04 0,00 0,00 0,00 55,71 616,32 2,28 11.886,42 584,95 97.419,39 225,48 30,20 13.289,45 98,14 95,09 88,00 36 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 13: Aufkommen an Bauabfällen, anteilig nach Abfallarten Fliesen, Gemische aus Holz Boden und Baggergut asbest- haltige Baustoffe auf Gemischte Bauandere Summe Ziegel Beton, Ziegel, Steine m.A.dj., m.A.dj., das Baustoffe Gipsbasis und Abbruch- Bauabfälle Bauabfälle und Fliesen und die unter 17 05 unter 17 05 05 m.A.dj., die abfälle m.A.dj., Keramik Keramik 03 fallen fällt unter 17 08 01 die unter 17 09 m.A.dj., die fallen 01 - 17 09 03 unter 17 01 06 fallen fallen 17 01 01 GA 17 01 01 SA 17 01 02 17 01 03 17 01 07 17 02 01 17 05 04 17 05 06 17 06 05 17 08 02 17 09 04 [Mg/a] 677 15 31 11.032 4 [Mg/a] [Mg/a] 8.619 120 2.799 1.023 7.496 4.363 15 12 [Mg/a] [Mg/a] 3.607 8.637 325 468 170 53 1.113 558 2 707 461 12.346 4 32.727 3.215 15.640 754 31.428 80 [Mg/a] 292 [Mg/a] 309 1.549 464 500 27.792 1 813 [Mg/a] [Mg/a] 420 123 81 482 377 27 533 79 45 [Mg/a] 203 334 48 [Mg/a] 2.539 2.415 362 394 555 [Mg/a] 168 454 1.547 103 [Mg/a] 16.835 13.647 8.737 3.018 47.422 82 6.968 164 1.106 2 0 12.112 615 0 110.709 Beton aus Gebäudeabriss Beton aus Straßenaufbruch Ziegel ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 3.048 80 1 74 14 438 0 308 25 7.038 68 85 26 591 8.293 155 116 90 2.372 127 1.816 39 4.306 800 37 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 14: Spezifisches Aufkommen an Bauabfällen, anteilig nach Abfallarten Beton aus Gebäudeabriss ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Beton aus Straßenaufbruch Ziegel Fliesen, Gemische Ziegel aus Beton, und Ziegel, Keramik Fliesen und Keramik m.A.dj., die unter 17 01 06 fallen 17 01 07 [kg/E*] 40,92 37,23 1,42 5,13 0,94 0,29 5,62 5,71 0,01 3,30 3,70 5,21 0,00 13,82 1,36 6,61 0,32 13,27 0,03 Holz Baggergut asbest- Baustoffe Boden und m.A.dj., das haltige auf Steine unter 17 05 05 Baustoffe Gipsbasis fällt m.A.dj., m.A.dj., die unter die unter 17 05 03 17 08 01 fallen fallen Gemischte andere Summe Bau- und Bauabfälle Bauabfälle Abbruchabfälle m.A.dj., die unter 17 09 01 - 17 09 03 fallen 17 09 04 [kg/E*] 28,81 10,41 1,58 4,32 3,08 17 01 01 GA 17 01 01 SA 17 01 02 17 01 03 [kg/E*] [kg/E*] [kg/E*] [kg/E*] 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 7,68 0,06 0,13 61,12 0,02 97,78 0,52 12,19 11,22 41,53 22,05 0,15 0,12 17 02 01 17 05 04 [kg/E*] [kg/E*] 3,31 3,51 6,68 2,02 5,48 153,98 0,00 4,11 17 05 06 [kg/E*] 17 06 05 [kg/E*] 4,77 0,53 0,35 5,29 2,09 0,15 2,69 0,33 0,46 17 08 02 [kg/E*] 2,30 1,44 0,52 [kg/E*] 1,90 1,96 6,74 1,13 [kg/E*] 190,97 58,83 38,04 33,11 262,74 0,45 35,21 0,69 11,33 0,01 0,00 56,57 4,94 0,00 46,76 13,27 0,35 0,01 0,37 0,14 4,48 0,00 1,44 0,20 2,97 0,34 0,36 0,26 2,76 38,73 0,72 0,54 0,72 1,00 0,59 8,48 0,32 1,82 0,34 38 3 Bilanz des Abfallaufkommens 3.5 Problemabfälle und schadstoffbelastete Kleinmengen aus Haushalt und Gewerbe Unter Problemabfällen sind alle Elektro- und Elektronikaltgeräte, wie Kühlgeräte, Waschmaschinen, Fernseher und Computer, Leuchtstofflampen, Kleingeräte u. ä. sowie Altfahrzeuge und Altreifen zu verstehen. Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) vom 16. März 2005 führt die geteilte Produktverantwortung zwischen Hersteller und ÖRE ein. Die ÖRE sind seit dem 24.03.2006 verpflichtet, Elektro- und Elektronikaltgeräte (Altgeräte) aus privaten Haushalten an eingerichteten Sammelstellen zu erfassen (Bringsystem). Die Abholung von privaten Haushalten (Holsystem) wird teilweise ebenfalls praktiziert. Die Hersteller übernehmen die Verantwortung für die Wiederverwendung bzw. Verwertung der Altgeräte ab der Übergabe durch die ÖRE. Die Erteilung der Abholanordnung für die von den ÖRE erfassten und in den folgenden 5 Sammelgruppen bereitgestellten Altgeräte erfolgt durch die Stiftung Elektro-AltgeräteRegister (EAR). Gerätegruppe 1 2 3 4 5 Geräteart Haushaltsgroßgeräte Kühlgeräte I/T-Geräte Gasentladungslampen Haushaltskleingeräte Die Erfassung der Mengen erfolgt ausschließlich entsprechend der Sammelgruppen 1 bis 5. Die vorgegebenen Maßeinheiten Mg, kg, Stück, Anzahl Behälter und Anzahl Geräte werden entsprechend der folgende Durchschnittsgewichte umgerechnet: Gruppe 1 2 3 4 5 Altfahrzeuge Reifen kg/Stk. 80 40 30 0,4 1 1.000 7 Behälter 1 2 3 4 5 kg/Behälter 4.500 2.400 4.200 1.000 6.500 In Tabelle 15 werden die folgende Aufkommen an Problemabfällen mit Altfahrzeugen und Altreifen ermittelt: 39 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 15: Aufkommen an Problemabfällen [Mg/a] Abfallart Altreifen aufgegebene Fahrzeuge Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4 Gruppe 5 Summe Problemabfälle Aufkommen 416 36 2.597 2.501 5.790 69 1.639 13.047 Verwertung 416 36 2.597 2.501 5.790 69 1.639 13.047 Das Aufkommen beträgt somit in diesem Jahr insgesamt 13.047 Mg, ohne Altfahrzeuge und Altreifen 12.595 Mg. Bezogen auf die Einwohnerzahlen werden für die Altgeräte in diesem Jahr 5,3 kg/E*a errechnet. Damit wird die im Elektroaltgerätegesetz geforderte Erfassungsmenge von 4 kg/E*a überschritten. Bis auf den Landkreis Wittenberg haben alle ÖRE die erfassten Mengen gemeldet. Zu den so genannten schadstoffbelasteten Kleinmengen gehören alle Abfälle, die über mobile oder stationäre Schadstoffsammelstellen erfasst werden. Es werden auch Abfälle erfasst, die zwar nicht gefährlich sind, jedoch möglichst nicht in die Restmülltonne gelangen sollen, wie alle Arten von Batterien und Gasen in Druckbehältern oder um den Zugriff auf Arzneimittel zu verhindern. Das Aufkommen an schadstoffbelasteten und sonstigen Kleinmengen (Tabelle 16) ist mit 1.380 Mg etwas höher als im vergangenen Jahr. Wiederum wurden überwiegend alte Farben, Druckfarben, Klebstoffe und Kunstharze sowie Lösemittel an den Schadstoffsammelstellen abgegeben. Der Verwertungsanteil bei den schadstoffhaltigen Kleinmengen beträgt 50 %. Da schadstoffbelastete Kleinmengen als gefährliche Abfälle gemäß Nachweisverordnung entsorgt werden müssen, sind diese Abfälle auch in den Aufkommensmengen der Abfallbilanz für nachweispflichtige Abfälle enthalten. 40 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 16: Aufkommen an schadstoffbelasteten und sonstigen Kleinmengen Abfallschlüssel Abfallart Aufkommen Mg/a Verwertung Mg/a 12,58 1,53 0,17 49,91 1,01 10,63 46,10 1,96 3,50 2,40 7,83 27,62 460,57 1,60 2,21 17,84 20,69 16,55 0,04 684,73 Beseitigung Mg/a 9,36 0,51 0,35 22,02 15 01 10* 16 05 04* 16 05 05 16 06 01* 16 06 02* 16 06 04 20 01 13* 20 01 14* 20 01 15* 20 01 17* 20 01 19* 20 01 26* 20 01 27* 20 01 30 20 01 31* 20 01 32 20 01 33* 20 01 34 20 01 99 20 10 29* Verpackungen, die Rückstände gefährlicher Stoffe enhalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind gefährliche Stoffe enthaltende Gase in Druckbehältern (einschl. Halonen) Gase in Druckbehältern mit Ausnahme derjenigen, die unter 16 05 04 fallen Bleibatterien Ni-Cd-Batterien Alkalibatterien Lösemittel Säuren Laugen Photochemikalien Pestizide Öle und Fette mit Ausnahme derjenigen, die unter 20 01 25 fallen Farben, Druckfarben, Klebstoffe und Kunstharze, die gefährliche Stoffe enthalten Reinigungsmittel mit Ausnahme derjenigen, die unter 20 01 29 fallen zytotoxische und zytostatische Arzneimittel Arzneimittel mit Ausnahme derjenigen, die unter 20 01 31* fallen Batterien und Akkumulatoren, die unter 16 06 01, 16 06 02 oder 16 06 03 fallen sowie gemischte Batterien und Akkumulatoren, die solche Batterien enthalten Batterien und Akkumulatoren mit Ausnahme derjenigen, die unter 20 01 33* fallen sonstige Fraktionen a.n.g. Reinigungsmittel, die gefährliche Stoffe enthalten Summe schadstoffbelastete Kleinmengen 21,95 2,03 0,52 71,93 1,01 10,63 129,29 5,41 8,01 4,13 21,26 43,82 962,51 0,55 1,60 6,94 18,09 22,85 42,72 4,62 1.379,85 83,19 3,45 4,51 1,74 13,43 16,20 501,94 0,55 4,72 0,25 2,16 26,17 4,58 695,12 41 3 Bilanz des Abfallaufkommens 3.6 Abfälle aus öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen Zu den Abfällen aus öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen zählen Schlämme aus der Behandlung von kommunalem Abwasser, Sandfangrückstände, Sieb- und Rechenrückstände. Die Erhebung von Daten für diese Abfälle erfolgt jährlich auf der Grundlage einer Vereinbarung mit dem Statistischen Landesamt zur Erfassung, Aufbereitung und Übergabe von Daten. Seit dem Jahr 2006 werden daher die Daten sowohl zum Aufkommen als auch zur Entsorgung und zur Qualität von Klärschlamm aus der kommunalen Abwasserbehandlung im Rahmen der Erhebung über die öffentliche Abwasserbeseitigung durch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt erhoben. Für die Berichtsjahre 2006 bis 2009 wurde für die einzelnen Entsorgungswege die in Tabelle 17 und Abbildung 17 aufgeführte Verteilung ermittelt. Im Jahr 2009 ist im Gegensatz zu den Vorjahren ein Anstieg der direkt in der Landwirtschaft verwerteten Klärschlammmengen zu verzeichnen. Im Gegenzug dazu ist die an die Kompostierungsanlagen abgegebene Menge, deren überwiegender Anteil anschließend im Landschaftsbau verwertet wird, leicht zurückgegangen. Die thermische Entsorgung von kommunalem Klärschlamm ist annähernd gleich geblieben. Fasst man die stofflichen Verwertungswege zusammen, ergibt sich für das Jahr 2009 eine stoffliche Verwertung kommunaler Klärschlämme von ca. 87 % für das Land SachsenAnhalt. In Tabelle 18 werden die Erhebungsergebnisse 2009 für die einzelnen Landkreise dargestellt. Das hohe Klärschlammaufkommen in den Landkreisen Jerichower Land, Burgenland und Salzlandkreis beruht auf den in diesen Landkreisen vorhandenen Abwasserbehandlungsanlagen mit hohen Bemessungskapazitäten. So wird z. B. das in der Stadt Magdeburg anfallende Abwasser in einer Kläranlage im Landkreis Jerichower Land behandelt. Im Stadtgebiet Magdeburg befindet sich keine Kläranlage. Eine Gesamtübersicht der Abfälle aus öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen ist der Tabelle 19 zu entnehmen. Die darin ausgewiesenen Abfallmengen umfassen die Gesamtanfallmengen aller öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen, einschließlich der den ÖRE überlassenen Mengen. Tabelle 17: Aufkommen und Entsorgung kommunaler Klärschlämme [Mg TM] LandKlärschlammLandwirtschaftsbau aufkommen schaft (direkt) (direkt) 60.368 22.449 3.917 54.823 15.701 1.718 60.290 17.692 72 57.504 21.454 0 Kompostierung 22.737 30.335 33.252 26.866 sonstige stoffliche Verwertung 3.859 675 413 1.580 therm. Entsorgung 2.641 2.929 4.186 3.666 Abgabe an andere ABA 2.545 1.385 1.668 1.516 Jahr 2006 2007 2008 2009 Deponie k.A. 221 465 0 ZWL 222 1.876 2.542 2.423 42 3 Bilanz des Abfallaufkommens 60.000 50.000 40.000 t TM 30.000 20.000 10.000 0 LSA 2006 KS-Aufkommen LW LB LSA 2007 Kompost. sonst. Stoffl. Verw. LSA 2008 Deponie therm. Ents. LSA 2009 Abgabe an andere ABA ZWL Abbildung 17: Entsorgung kommunaler Klärschlämme [Mg TM] Tabelle 18: Aufkommen und Entsorgung kommunaler Klärschlämme in den Landkreisen [Mg TM] KlärLandwirtLandschlammschaft schaftsbau aufkommen (direkt) (direkt) 1.383 4.434 2.942 2.260 2.768 6.626 5.641 7.618 3.177 4.318 7.557 3.164 5.616 57.504 2.905 988 1.920 3.290 656 4.180 213 473 2.823 2.583 1.422 21.453 0 sonstige therm. Abgabe an stoffliche Deponie Entsorgung andere ABA Verwertung 654 13 1.553 0,1 Landkreis/ kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau Halle (Saale) Magdeburg Altmarkkreis Salzwedel Anhalt-Bitterfeld Börde Burgenlandkreis Harz Jerichower Land Mansfeld-Südharz Saalekreis Salzlandkreis Stendal Wittenberg Sachsen-Anhalt Kompostierung 1.365 2.227 ZWL 5 34 1.001 652 2.525 3.442 3.434 2.523 3.302 2.911 3.484 26.866 31 21 523 2 22 58 907 94 233 1.580 0 3.665 240 131 124 235 385 299 16 166 126 1.516 3 43 163 414 2 34 186 900 322 351 2.423 894 43 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 19: Aufkommen an Abfällen aus öffentlichen Abwasserbeseitigungsanlagen [Mg TM] Landkreis/ kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau Halle (Saale) Magdeburg Altmarkkreis Salzwedel Anhalt-Bitterfeld Börde Burgenland Harz Jerichower Land Mansfeld-Südharz Saalekreis Salzlandkreis Stendal Wittenberg Sachsen-Anhalt Sieb- und Rechenrückstände 19 08 01 128 170 109 195 212 318 326 502 249 71 331 95 183 2.889 Sandfangrückstände 19 08 02 209 488 156 320 147 151 246 134 223 84 537 139 164 2.998 Schlämme aus der Behandlung von kommunalem Abwasser 19 08 05 1.383 4.434 2.942 2.260 2.768 6.626 5.641 7.618 3.177 4.318 7.557 3.164 5.616 57.504 Summe 1.720 5.092 3.207 2.775 3.127 7.095 6.213 8.255 3.649 4.473 8.425 3.398 5.963 63.391 3.7 Produktionsspezifische Abfälle (Gewerbeabfälle) Die produktionsspezifischen Abfälle, die den ÖRE überlassen wurden, stammen entweder aus Gewerbebetrieben oder sind bei Arbeiten der öffentlichen Hand wie bei der Gewässerunterhaltung oder bei Bauarbeiten angefallen. Die in diesem Jahr erfasste Menge beträgt lediglich 12.504 Mg. Der Hauptanteil der produktionsspezifischen Abfälle stammt aus Magdeburg und besteht überwiegend aus Gießformen und Sanden sowie Abfällen aus Einrichtungen des Gesundheitsdienstes. Wie aus Tabelle 20 ersichtlich, haben 9 ÖRE ihre Daten gemeldet. Die ÖRE Börde, Jerichower Land, Mansfeld-Südharz, Saalekreis und Wittenberg haben auch in diesem Jahr keine Meldungen abgegeben. Tabelle 20: Aufkommen an produktionsspezifischen Abfällen ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Abfallmenge 753 4 6.900 866 2.085 186 1.462 153 94 12.504 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 89 Salzlandkreis 90 Stendal Sachsen-Anhalt 44 3 Bilanz des Abfallaufkommens 3.8 Sekundärabfälle Eine besondere Stellung nehmen die so genannten „Sekundärabfälle“ ein. Diese Abfälle sind bis auf eine Ausnahme (20 02 03 – andere nicht biologisch abbaubare Abfälle) Abfallarten des Kapitels 19 der AVV: Abfälle aus Abfallbehandlungsanlagen, öffentlichen Abwasserreinigungsanlagen sowie der Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch und Wasser für industrielle Zwecke. In der Abfallbilanz sind das insbesondere Abfälle, die bei der mechanischen Behandlung oder Sortierung von Abfällen anfallen können. Dazu gehören Papier/Pappe, Eisenmetalle und Nichteisenmetalle, Kunststoff und Gummi, Glas, Holz, Textilien, Mineralien und brennbare Abfälle. Gemischte Sekundärabfälle wurden dem Abfallschlüssel 19 12 12 „Sonstige Abfälle (einschließlich Materialmischungen) aus der mechanischen Behandlung“ zugeordnet. Weiterhin wurden Abfallarten aus der aeroben und der anaeroben Behandlung von Abfällen unterschieden. Sekundärabfälle werden gesondert betrachtet und gehen nicht in die Gesamtbilanz des Abfallaufkommens ein, da sie ja schon als Primärabfall vor der Behandlung erfasst oder als „Abfallimporte“ zusätzlich im Land entsorgt werden müssen. Von den 14 berichtspflichtigen ÖRE haben in diesem Jahr nur 7 ÖRE insgesamt 33.305 Mg Sekundärabfälle angegeben, das sind 125.983 Mg weniger als im Vorjahr. Vom Landkreis Mansfeld-Südharz wurden die höchsten Mengen an Sekundärabfällen ermittelt, vor allem brennbare Abfälle (Abfälle aus Brennstoffen) und Papier und Pappe. Die Aufkommensmengen in den ÖRE für 2009 sind der Tabelle 21 zu entnehmen. Die prozentuale Zusammensetzung mengenmäßig bedeutsamer Sekundärabfälle ist der Abbildung 18 zu entnehmen. sonstige Abfälle a.d.mechan. Behandlung m.A.dj., die unter 19 12 11 fallen 37% andere nicht biologisch abbaubare Abfälle 1% Papier und Pappe 18% Holz, das gefährliche Stoffe enthält 3% brennbare Abfälle (Brennstoffe aus Abfällen) 41% Abbildung 18: Aufkommen an ausgewählten Sekundärabfällen, anteilig nach Abfallarten 45 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 21: Aufkommen an Sekundärabfällen Holz, das gefährliche Stoffe enthält 19 12 06* [Mg/a] 19 972 brennbare sonstige Abfälle andere nicht Abfälle a.d.mechan. biologisch (Brennstoffe Behandlung m.A.dj., abbaubare aus Abfällen) die unter 19 12 11 Abfälle fallen 19 12 10 19 12 12 20 02 03 [Mg/a] [Mg/a] 449 371 1.668 342 687 [Mg/a] ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Papier und Pappe 19 12 01 [Mg/a] Eisenmetalle 19 12 02 [Mg/a] Kunststoff und Gummi 19 12 04 [Mg/a] Glas Summe 19 12 05 [Mg/a] 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg Sachsen-Anhalt 206 44 [Mg/a] 468 1.343 1.873 342 731 5.976 132 13.813 8.261 28.182 366 5.976 132 44 19 972 13.813 12.143 206 366 33.305 46 3 Bilanz des Abfallaufkommens Bei der Betrachtung des Aufkommens seit 2002 fällt auf, dass Sekundärabfälle inzwischen kaum noch den ÖRE überlassen werden (Tabelle 22). In Ergänzung dieser Zahlen weisen die Daten der amtlichen Statistik dagegen aus, dass im Jahr 2008 ca. 64.000 Mg des AS 19 12 10 und ca. 350.000 Mg des AS 19 12 12 aus dem Output von Sortieranlagen anfielen. Tabelle 22: Aufkommen ausgewählter Sekundärabfälle 2002 bis 2009 [Mg] Sekundärabfälle gesamt darunter 19 05 99 darunter 19 12 09 darunter 19 12 10 darunter 19 12 12 Summe 2002 277.553 503 31.795 230.087 261.882 2003 301.943 28 29.360 249.477 278.837 2004 921.675 152.419 722.978 875.397 2005 404.933 10.019 78.252 281.768 360.020 2006 417.490 109.736 247.024 40.844 287.868 2007 361.872 56.223 255.818 40.225 296.043 2008 159.288 11.430 85.800 20.623 29.501 147.354 2009 33.305 13.813 12.143 25.956 3.9 Gesamtübersicht Siedlungsabfälle Die Entwicklung der absoluten und spezifischen Aufkommensmengen für die erhobenen Siedlungsabfallfraktionen, die produktionsspezifischen Abfälle und die Sekundärabfälle zeigt die Übersicht in Tabelle 23 ab dem Jahr 1999, da seitdem der Europäische Abfallkatalog (EAK) gilt. Mit Einführung der Verordnung über das Europäische Abfallverzeichnis (Abfallverzeichnisverordnung–AVV) ab dem Jahr 2002 gab es nochmals Nomenklaturveränderungen und Ergänzungen, die sich insbesondere auf die Erhebung der Bauabfälle und der Sekundärabfälle auswirkten. In der Summe ergibt sich bei den festen Siedlungsabfällen keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr. In diesem Jahr ist bei den festen kommunalen Abfällen insbesondere das Aufkommen an Hausmüll sowohl absolut als auch spezifisch gestiegen. Trotz Rückgang des Sperrmüllaufkommens wird insgesamt ein geringer Zuwachs um rund 1 kg/E*a registriert. Während das Wertstoffaufkommen nahezu gleich geblieben ist, stieg das Aufkommen an Bioabfällen um erfreuliche 10 kg/E*a an. Das Aufkommen an Problemabfällen hat sich wieder dem Wert von 2006 angenähert, so dass die von der EU-Gesetzgebung vorgegebene Zielvorgabe zum spezifischen Aufkommen an Elektroaltgeräten von 4 kg/E*a wieder erreicht und sogar überschritten wurde. Das Aufkommen an schadstoffbelasteten Kleinmengen entspricht dem des vergangenen Jahres. Das Aufkommen an bei der Entsorgung oder Behandlung von Abfällen entstehenden Sekundärabfällen ist wie auch das Aufkommen an produktionsspezifischen Abfällen gegenüber dem des Vorjahres erheblich gesunken. Diese Abfälle werden außerhalb des Gesamtabfallaufkommens betrachtet. Erläuterungen zu den einzelnen Abfallarten sind unter den entsprechenden Abschnitten zu finden. 47 3 Bilanz des Abfallaufkommens Tabelle 23: Vergleich des Siedlungsabfallaufkommens ab 1999 Sachsen-Anhalt 1999 1 Feste kommunale Abfälle 2 Wertstoffe 3 Bioabfälle 4 Bauabfälle 5 Problemabfälle/ schadstoffbelastete Kleinmengen Summe feste Siedlungsabfälle Summe feste Siedlungsabfälle, ohne Bauabfälle 7 Produktionsspezifische Abfälle 8 Sekundärabfälle Mg kg/E*a Mg kg/E*a Mg kg/E*a Mg kg/E*a Mg kg/E*a Mg kg/E*a Mg kg/E*a Mg kg/E*a Mg kg/E*a 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 875.374 794.320 764.809 724.604 670.160 662.070 600.426 551.675 540.956 509.201 505.580 326,80 300,70 293,62 282,48 264,52 263,96 241,76 224,56 222,75 212,31 213,55 396.874 390.326 381.208 371.299 356.376 338.444 333.409 324.608 314.042 310.740 307.561 148,20 147,76 146,35 144,75 140,67 134,93 134,25 132,13 129,31 129,56 129,91 127.661 144.549 169.939 176.294 160.072 190.779 199.041 217.838 221.364 219.214 240.478 47,70 54,72 65,24 68,73 63,18 76,06 80,14 88,67 91,15 91,40 101,57 1.115.034 973.827 917.376 808.224 1.082.012 1.072.473 724.447 803.980 245.737 147.094 110.709 416,30 368,66 352,19 315,08 427,08 427,58 291,70 327,26 101,19 61,33 46,76 6.454 20.826 3.364 3.029 8.523 5.045 3.450 15.106 9.880 9.452 14.427 2,41 7,88 1,29 1,18 3,36 2,01 1,40 6,15 4,07 3,94 6,09 2.521.399 2.323.848 2.236.696 2.083.450 2.277.143 2.268.811 1.860.773 1.913.207 1.331.979 1.195.701 1.178.756 941,40 879,73 858,69 812,22 898,81 904,54 749,25 778,77 548,47 498,54 497,88 1.406.363 1.350.021 1.319.320 1.275.226 1.195.131 1.196.338 1.136.326 1.109.227 1.086.242 1.048.607 1.068.047 525,11 511,06 506,50 497,14 471,73 476,96 457,55 451,51 447,28 437,21 451,12 288.306 391.586 384.589 220.076 139.333 205.845 107.752 147.787 77.702 60.415 12.504 107,60 148,24 147,65 85,79 55,00 82,07 43,39 60,16 32,00 25,19 5,28 125.723 203.037 193.184 277.553 301.943 921.675 404.933 417.490 361.872 159.288 33.305 46,94 76,86 74,17 108,20 119,18 367,46 163,05 169,94 149,01 66,42 14,07 Abfallbezeichnung Einheit 48 4 Sammelsysteme 4 Sammelsysteme Abfälle und Wertstoffe werden von den Entsorgungspflichtigen selbst oder beauftragten Dritten in genormten, im Entsorgungsgebiet vorgegebenen Behältern regelmäßig gesammelt, transportiert und der weiteren Entsorgung zugeführt. Zur Erfassung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen werden unterschiedliche Sammelsysteme bereitgestellt. Die hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle werden gemeinsam mit Hausmüll über Umleerbehälter oder getrennt vom Hausmüll über Wechselbehälter erfasst. Die verwendeten Behältertypen zur Hausmüllerfassung und die Behälteranzahl sind Tabelle 24 zu entnehmen (MGB – Müllgroßbehälter). Von drei ÖRE wurden gar keine Angaben zu jeglichen Sammelsystemen getroffen. Die am häufigsten verwendeten Behälter sind diejenigen mit 120, 240 und 1.100 l Inhalt. Die Behälterentleerung erfolgt im durchschnittlichen Turnus von 1-2 Wochen. Mit einer Anzahl von 250 678 Behältern wird die 120-Liter-Restmülltonne am häufigsten eingesetzt. Die Sammlung von Sperrmüll erfolgt 1 bis 2 mal pro Jahr in 13 ÖRE auf Abruf und in 3 ÖRE als regelmäßige Straßensammlung. Zwei ÖRE bieten beide Entsorgungsmöglichkeiten an. Insgesamt existieren neben den Schadstoffmobilen 20 stationäre Sammelstellen für Problemabfälle und schadstoffhaltige Kleinmengen. Problemabfälle werden in 12 ÖRE auf Abruf abgeholt, in 2 ÖRE werden auch Kleinmengen auf Abruf abgeholt. Ein wichtiger Punkt ist die Beseitigung verbotswidrig abgelagerter Abfälle. In diesem Jahr mussten 80 verbotswidrig abgelagerte Fahrzeugwracks entsorgt werden. Insgesamt waren 6.277 illegale Ablagerungen von Abfällen und damit 2.428 mehr als im Vorjahr zu beräumen. 49 4 Sammelsysteme Tabelle 24: Behälterverteilung und Behälteranzahl zur Hausmüllerfassung ÖRENr. Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Mülltonne Mülltonne Mülltonne Mülltonne 60 l 7.379 11.885 80 l 120 l 13.029 7.078 14.152 22.553 76.243 56.599 91.139 11.244 13.230 15.414 15.903 240 l 10.940 2.319 1.074 5.082 13.726 17.006 2.234 1.134 924 5.387 1.187 MGB 660 l MGB 770 l 1.167 1.016 47 MGB 1100 l 4.325 1.396 311 3.457 2.740 1.333 1.524 973 879 1.495 860 Müllsack 70 l Mülleimer 40 l MGB verschiedene Volumen 1 Dessau-Roßlau 2 Halle (Saale) 3 Magdeburg 81 Altmarkkreis Salzwedel 82 Anhalt-Bitterfeld 83 Börde 84 AW SAS Burgenlandkreis 85 enwi Harz 86 Jerichower Land 87 Mansfeld-Südharz 88 Saalekreis 89 Salzlandkreis 90 Stendal 91 Wittenberg 1.595 21.097 12.596 1.525 360 25.163 5.233 18.400 34.928 31.862 12.485 5 83.406 2.277 5.960 1.000 8 2.537 102 70 4.495 18.744 50 5 Gebührensysteme und Kosten der Abfallentsorgung 5 Gebührensysteme und Kosten der Abfallentsorgung 5.1 Gebührensysteme Aussagen zu den Gebührensystemen wurden in diesem Jahr von allen ÖRE getroffen. Die Entsorgung von Hausmüll wird pauschal oder leistungsbezogen abgerechnet. Die Berechnung erfolgt haushalts-, personen- oder volumenbezogen. Die Höhe der Gebühren ist abhängig vom jeweiligen Entsorgungssystem und von dem technischen Entsorgungsstandard. Daher sind Vergleiche der unterschiedlichen Entsorgungssysteme nur auf der Basis einer einheitlicher Betrachtungsweise möglich. Die meisten ÖRE wenden ein kombiniertes Abrechnungssystem an, das aus einem Grundtarif und einer leistungsabhängigen Komponente besteht. Die Abrechnung erfolgt überwiegend haushalts- oder personenbezogen, seltener grundstücksbezogen. Eine leistungsbezogene Abrechnung nach Abholrhythmus (Banderole/Wertmarke) wird für Hausmüll in den Landkreisen Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz und Wittenberg angeboten. Angaben zur Entsorgung der hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle machten 10 ÖRE. Die Abrechnung erfolgt überwiegend leistungsbezogen nach Volumen oder Gewicht, in je zwei Fällen wird betriebsbezogen oder bezogen auf die Beschäftigtenzahlen entsorgt. Aussagen zur Abrechnung der Sperrmüllentsorgung trafen 8 ÖRE. Diese erfolgt meistens pauschal und haushalts- oder volumenbezogen. Die Angabe zur Entsorgung der Marktabfälle erfolgte nur von einem ÖRE, leistungsbezogen und nach Gewicht. 5.2 Kosten der Abfallentsorgung Im Abfallgesetz des Landes Sachsen-Anhalt /1/ wird im § 9 darauf verwiesen, dass die aufgewendeten Kosten der Abfallentsorgung darzustellen sind. Wie schon in den vergangenen Jahren werden die ÖRE zu den Kosten für einzelne Entsorgungsbereiche und für die Verwaltung befragt. Zu den Entsorgungsbereichen zählen Einsammlung und Transport, Kompostierung/Vergärung, mechanisch-biologische Abfallbehandlung, thermische Restabfallbehandlung sowie Vorbehandlung/Verwertung. Für den Bereich Einsammlung und Transport wurde nach Abfallarten aus Haushalt und Gewerbe unterschieden. Die Kosten für die Verwaltung beinhalten Abfallberatung, Gebühreneinzug und Öffentlichkeitsarbeit und wurden unterteilt in Personalkosten und Betriebskosten.Erzielte Erlöse werden ebenfalls berücksichtigt. Der Erhebung der Kosten der Abfallentsorgung sind 12 ÖRE nachgekommen. Die ÖRE Altmarkkreis Salzwedel und der Burgenlandkreis haben keine Daten übergeben. Vom Saalekreis und vom Jerichower Land wurden nur Gesamtkosten und vom Landkreis Börde für Einsammlung und Transport sowie thermische Restabfallbehandlung angegeben. Die durchschnittlichen einwohnerbezogenen Kosten ohne Berücksichtigung der ÖRE Altmarkkreis Salzwedel und Burgenlandkreis betragen 61,66 €/Ea 51 5 Gebührensysteme und Kosten der Abfallentsorgung In Tabelle 25 sind die Kosten der Jahre 2007 bis 2009 für die einzelnen Bereiche der Abfallentsorgung dargestellt. Da wegen der unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Ansätze in den Landkreisen die Vergleichbarkeit der Angaben nur schwer möglich ist, werden hier nur die Gesamtkosten dargestellt. Tabelle 25: Entsorgungskosten 2007 Kosten für Einsammlung und Transport Kosten für Wertstoff- und Recyclinghöfe Kosten für Kompostierung/Vergärung Kosten für mechanisch-biologische Restabfallbehandlung Kosten für thermische Restabfallbehandlung Kosten für sonstige Vorbehandlung/ Verwertung Kosten für Deponierung Kosten für Verwaltung 61.015.257,81 € 2.601.370,20 € 4.600.492,48 € 3.916.180,00 € 28.496.583,39 € 3.485.320,77 € 6.837.869,95 € 8.242.459,86 € 2008 43.015.256,92 € 3.336.509,93 € 2.923.716,29 € 4.160.018,60 € 29.743.891,05 € 1.889.112,11 € 4.548.922,71 € 7.502.621,41 € 2009 57.019.587,93 € 4.085.053,18 € 3.849.223,01 € 3.758.653,73 € 35.376.267,19 € 1.830.710,73 € 4.537.552,31 € 10.143.685,08 € Abbildung 19 stellt die prozentualen Anteile der Kosten einzelner Leistungen innerhalb der Abfallentsorgung dar. Da 2 ÖRE keine Kosten gemeldet haben, spiegelt diese Abbildung bezogen auf die Einwohner Sachsen-Anhalts nur die Verteilung von 88 % Gesamtkosten wider. 52 5 Gebührensysteme und Kosten der Abfallentsorgung/ 6 Abfallvermeidung und Abfallverwertung Kosten für sonstige Vorbehandlung/ Verwertung 2% Kosten für Verwaltung 8% Kosten für Deponierung 4% Kosten für Einsammlung und Transport 48% Kosten für thermische Restabfallbehandlung 29% Kosten für mechanischbiologische Restabfallbehandlung 3% Kosten für Kompostierung/ Vergärung 3% Kosten für Wertstoffund Recyclinghöfe 3% Abbildung 19: Prozentuale Aufteilung der Kosten der Abfallentsorgung Die Entsorgungskosten bestehen zu ~ 85 % aus Kosten für das Einsammeln und Transportieren der Siedlungsabfälle, aus Kosten für die thermische Restabfallbehandlung sowie Verwaltungskosten. Da nicht alle ÖRE ihre Kosten aufgeschlüsselt haben, sind Verschiebungen innerhalb der Kostenaufteilung möglich. Insgesamt wurden 1.709.803,47 € an Erlösen gemeldet, die aus dem Verkauf von Kompost, Strom, Wärme, Gas oder Schrott resultieren. Erlöse wurden vor allem in den Bereichen thermische, mechanisch-biologische Restabfallbehandlung, Vorbehandlung/Verwertung und aus Wertstoff- und Recyclinghöfen erzielt. 6 Abfallvermeidung und Abfallverwertung Im Jahr 2008 sind in den ÖRE Sachsen-Anhalts 54 Mitarbeiter der Behörden hauptberuflich oder teilweise als Abfallberaterinnen und Abfallberater tätig gewesen. Neben der mündlichen Beratung zu den verschiedensten „Abfallproblemen“ ist insbesondere eine nicht nachlassende Öffentlichkeitsarbeit, die die Erarbeitung und Bereitstellung von Informationsmaterial für eine effektive Abfallvermeidung, Abfallverwertung und Abfallbeseitigung umfasst, unerlässlich. Zu den Aktivitäten der ÖRE gehören u. a. die Abhaltung von Gratisflohmärkten, der Verkauf von aufgearbeiteten Fahrrädern, Gebrauchtartikelbörsen (auch „Brauchbar“ genannt), Möbelbörsen, die Durchsetzung der Verwendung von Mehrweggeschirr auf Großveranstaltungen sowie die Möglichkeit der Abgabe von Abfallkleinmengen an Wertstoffhöfen, aber auch massive Kontrollen der Abfall- und Wertstoffbehälter, häufige Sammlungen von Grünschnitt und der Gebührennachlass für Eigenkompostierer. In Tabelle 26 werden die Verwertungsquoten für ausgewählte Abfallarten dargestellt. 53 6 Abfallvermeidung und Abfallverwertung Tabelle 26: Aufkommen und Verwertungsquote Abfallbezeichnung 1 Feste kommunale Abfälle 2 Feste kommunale Abfälle 2 Wertstoffe* darunter PPK darunter Glas darunter LVP 3 Bioabfälle* 4 Bauabfälle 5 Problemabfälle/ schadstoffbelastete Kleinmengen Summe 1…5 Aufkommen [Mg/a] 505.580 505.580 307.561 154.903 54.469 81.395 240.478 110.709 14.427 3.153.859 Verwertung [Mg/a] 179.951 94.058 295.389 154.903 54.467 81.395 240.478 97.419 13.732 2.038.763 1.115.096 Beseitigung [Mg/a] 325.629 411.523 12.172 1 Verwertungsquote [%] 36 19 96 100 100 100 100 88 95 65 13.289 695 * Die Sekundärabfälle wurden in die Berechnung der Verwertungsquoten einbezogen. Die Zuordnung zu Verwertung oder Beseitigung wurde entsprechend der Einstufung der ÖRE vorgenommen. Für die Berechnung der Verwertungsquoten der einzelnen Abfallbereiche wurden Verwertungsmengen zum Aufkommen ins Verhältnis gesetzt. Der Verwertungsanteil bei den festen kommunalen Abfällen beträgt 36 %. Dies ist auf die Einordnung der Restabfallverbrennung als Verwertungsverfahren R 01 (Verwendung als Brennstoff) zurückzuführen. Würde stattdessen das Beseitigungsverfahren D10 (Verbrennung an Land) herangezogen werden, ergäbe sich eine Verwertungsquote von lediglich ~19 %. Bei den mit ”*” versehenen Wertstoffen wurde eine Verwertungsquote von 96 % erzielt. Die in diesem Jahr angefallenen 12.143 Mg sonstiger Abfälle aus der mechanischen Behandlung (AS 19 12 12) werden als „beseitigt“ betrachtet, da der überwiegende Entsorgungsweg mit R 01 oder D10 angegeben wurde, hier jedoch eher von einer Verbrennung als Beseitigungsmaßnahme dieser Abfälle auszugehen ist. Die Wertstoffe Papier/Pappe/Karton und Glas werden mit 100 % vollständig verwertet. Die hier angegebenen Verwertungsquoten sind nicht mit den vorgeschriebenen Verwertungsquoten der Verpackungsverordnung identisch, die auf einer anderen Grundlage ermittelt werden. Die Verwertungsquote für die biologisch abbaubaren Bestandteile der Abfälle aus Haushalt und Gewerbe (Bioabfälle) beträgt wiederum nahezu 100 % und entspricht damit dem Vorjahreswert. Der Anteil der den ÖRE überlassenen Abfälle aus öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen, die verwertet wurden, beträgt in diesem Jahr 87 %, berücksichtigt jedoch nicht die unmittelbar im Landschaftsbau und in der Landwirtschaft verwerteten Mengen. Weitere Ausführungen zum Stand der Verwertung kommunaler Klärschlämme befinden sich im Kapitel 3.6. Zu den Problemabfällen gehören zum großen Teil elektronische Geräte, Altreifen, Fahrzeugwracks, Batterien und die schadstoffbelasteten Kleinmengen aus Haushalten. Auch diese Abfälle werden überwiegend der Verwertung zugeführt. Informationen über die bei der Zerlegung entstehenden Sekundärabfälle liegen uns nicht vor. Die hier nicht aufgeführten produktionsspezifischen Abfälle werden zum großen Teil beseitigt. 54 6 Abfallvermeidung und Abfallverwertung/ 7 Aufkommensentwicklung seit 1992 In Abbildung 20 werden die Aufkommensmengen einiger Abfallarten den tatsächlichen Verwertungsmengen gegenübergestellt. Der Verwertungsanteil der darin abgebildeten Abfallarten betrug insgesamt 66 % für das Jahr 2008 und 65 % für das Jahr 2009. Aufkommen und Verwertung 2008 und 2009 [Mg/a] 1.200.000 1.000.000 505.580 179.951 81.395 54.469 154.903 81.395 54.467 154.903 800.000 509.201 169.980 600.000 84.706 57.295 400.000 160.044 200.000 160.044 80.649 57.295 219.214 218.736 240.478 240.478 0 Aufkom m en 2008 Verw ertung 2008 Aufkom m en 2009 Verw ertung 2009 Bioabfälle PPK Glas LVP Feste kommunale Abfälle Abbildung 20: Aufkommens- und Verwertungsmengen 2008 und 2009 7 Aufkommensentwicklung seit 1992 Die Entwicklung des absoluten und spezifischen Aufkommens an festen kommunalen Abfällen zeigen die Abbildung 21 und Abbildung 22. Dem Trend seit 1992 folgend hat sich das Aufkommen wiederum verringert. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Abnahme um 3.621 Mg zu verzeichnen. Das Pro-Kopf-Aufkommen ist dagegen um ~ 2 kg/E*a gestiegen. 55 7 Aufkommensentwicklung seit 1992 1.982.354 Feste kommunale Abfälle 1992 - 2009 [Mg/a] 1.536.921 2.000.000 1.800.000 1.600.000 1.400.000 1.200.000 1.000.000 800.000 600.000 400.000 200.000 0 1.469.653 1.245.932 1.150.494 1.048.293 940.726 875.373 794.319 764.809 724.605 670.160 662.070 600.426 551.675 540.956 509.201 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Abbildung 21: Entwicklung des Aufkommens an festen kommunalen Abfällen Spezifisches Aufkommen an festen kommunalen Abfällen 1992 - 2009 kg/E*a] 705 700 600 500 400 300 200 100 0 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 551 531 453 421 386 350 327 301 294 282 265 264 242 225 223 212 214 Abbildung 22: Entwicklung des spezifischen Aufkommens an festen kommunalen Abfällen Diese Entwicklung ist insbesondere auf ein gestiegenes Hausmüllaufkommen um 8 kg/E*a zurückzuführen, während alle anderen Positionen zurückgegangen sind (Abbildung 23). 505.580 56 7 Aufkommensentwicklung seit 1992 Spezifisches Hausmüllaufkommen 1992 - 2009 [kg/E*a] 450 400 350 300 250 200 150 100 50 0 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 439 344 329 292 275 237 220 194 182 182 178 180 181 167 162 156 153 161 Abbildung 23: Entwicklung des spezifischen Hausmüllaufkommens Das absolute Aufkommen an Wertstoffen insgesamt, die von den ÖRE und den Dualen Systemen erfasst werden, ist gegenüber dem Aufkommen des Vorjahres leicht gesunken, das Pro-Kopf-Aufkommen ist mit 130 kg/E*a leicht angestiegen. Seit dem Jahr 2001 übersteigt das Aufkommen an den Leichtverpackungen das des Glases und erreicht in diesem Jahr 34 kg/E*a. Das Glasaufkommen ist wieder auf einen Wert von 23 kg/E*a gesunken und erreicht damit einen absoluten Tiefstand. Mit ~65 kg/E*a list das Aufkommen an PPK wieder gesunken und befindet sich knapp über dem Wert von 1995. Einzig bei den Wertstoffen Metall und Altholz werden Zuwächse registriert, die für den Anstieg des Gesamtaufkommens an Wertstoffen verantwortlich sind (Abbildung 24 und Abbildung 25). 57 7 Aufkommensentwicklung seit 1992 Spezifisches Wertstoffaufkommen 1992 - 2009, ohne Bioabfälle [kg/E*a] 182 180 179 175 184 180 160 160 140 120 100 80 60 40 20 0 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 148 148 146 145 141 135 134 132 129 129 130 66 Abbildung 24: Entwicklung des Aufkommens an Wertstoffen Spezifisches Wertstoffaufkommen 1997 - 2009 [kg/E*a] 79 83 76 71 PPK Glas LVP 80 70 60 50 40 36 37 49 58 77 79 72 74 71 70 69 67 67 65 65 37 35 35 32 34 34 35 30 30 30 29 31 31 27 29 33 33 23 24 25 27 25 26 23 33 30 20 10 0 2 32 36 35 24 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Abbildung 25: Entwicklung des spezifischen Aufkommens an Glas, Papier/Pappe/ Kartonagen und Leichtverpackungen Die Abbildung 26 verdeutlicht die Entwicklung bei den Bioabfällen. Das Bioabfallaufkommen ist in diesem Jahr auf 102 kg/E*a angestiegen. Davon werden je 50 % aus Haushalten über die Biotonne und über die Sammlung von Grünabfällen aus privaten Haushalten und öffentlichen Garten- und Parkanlagen erfasst. Die Anteile der Bioabfälle aus der Biotonne am Gesamtaufkommen variieren von 15% bis 100 % in den einzelnen ÖRE. 11 16 20 23 34 58 7 Aufkommensentwicklung seit 1992 Spezifisches Bioabfallaufkommen, gesamt, und aus der Biotonne 1992 - 2009 [kg/E*a] 90 Bioabfälle (gesamt) 89 80 76 69 65 55 50 48 44 34 42 43 35 25 27 41 45 46 41 47 63 91 91 102 80 70 60 50 40 Biotonne 52 48 51 43 33 24 16 30 20 27 25 10 10 0 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 3 3 Abbildung 26: Entwicklung des spezifischen Bioabfallaufkommens, gesamt, und aus der Biotonne Die Entwicklung der Abfallarten Hausmüll im Vergleich mit den Wertstoffen und Bioabfällen seit dem Jahr 1993 zeigt Abbildung 27. Inzwischen übersteigt das Aufkommen an Wertstoffen insgesamt bei weitem das Aufkommen an Hausmüll. Entwicklung ausgewählter Abfallarten [kg/E*a] 350,00 300,00 Hausmüll Wertstoffe ohne Bioabfälle Bioabfälle Wertstoffe gesamt 250,00 200,00 150,00 100,00 50,00 0,00 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Abbildung 27: Entwicklung ausgewählter Abfallarten 59 8 Entsorgungsanlagen 8 Entsorgungsanlagen In Sachsen-Anhalt werden wesentlich mehr Entsorgungsanlagen betrieben, als von den ÖRE genutzt werden. An dieser Stelle wird ein Überblick auf in Sachsen-Anhalt vorhandene und derzeit in Betrieb befindliche Entsorgungsanlagen gegeben. Die Entsorgungsanlagen werden unterteilt in Hausmülldeponien (HMD) und die Restabfallbehandlungsanlagen, wie Hausmüllverbrennungsanlagen (HMV), sonstige Anlagen zur thermischen Behandlung und Klärschlammverbrennungsanlagen sowie Kompostierungsanlagen (KA), mechanisch-biologische Anlagen (MBA) und Vergärungsanlagen (VAL). Recycling- und Sortieranlagen sowie Zwischenlager werden in dieser Bilanz nicht einzeln aufgeführt. Einen Überblick über sämtliche Entsorgungsanlagen für Siedlungsabfälle gibt Tabelle 27. Tabelle 27: Entsorgungsanlagen SachsenAnhalt 6 4 111 6 1 81 33 65 161 15 20 35 44 9 9 5 61 37 703 Anlagenart HMD HMV KA VAL MBA SON REC RECA RECB RECE RECH RECS SAL SALB SALD SALS ZWLN ZWLG Gesamt: Anlagenbezeichnung Deponie für Siedlungsabfälle / Hausmülldeponie Verbrennungsanlage für Hausmüll / Siedlungsabfälle Kompostierungsanlage Vergärungsanlagen Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage Sonstige Anlage (A,B,P,T) Recycling-/ Behandlungsanlage Recycling-/ Behandlungsanlage für Altautos Recycling-/ Behandlungsanlage für Bauschutt / Baumischabfälle Recycling-/ Behandlungsanlage für Elektro-/ Elektronikschrott Recycling-/ Behandlungsanlage für Holzabfälle Recycling-/ Behandlungsanlage für Schrott Sortieranlage Sortieranlage für Baumischabfälle Sortieranlage für Abfälle aus dualen Systemen Sortieranlage für gemischte Siedlungsabfälle (incl. Gewerbeabfälle) Zwischenlager für nicht gefährliche Abfälle Zwischenlager für gefährliche Abfälle 60 8 Entsorgungsanlagen Hausmülldeponien (HMD) Entsorgernummer NA0100022 NA0300037 NA8100009 NA8200021 Anlagenbezeichnung Zentrale Mülldeponie 'Kochstedter Kreisstraße' Deponie Hängelsberge (NEU) Hausmülldeponie "Lindenberg" Hausmülldeponie BRIFA I PLZ 06847 39116 39638 06808 Dessau Magdeburg Gardelegen Holzweißig Standort Betreiber Stadt Dessau-Roßlau Landeshauptstadt Magdeburg Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel Anhalt-Bitterfelder Kreiswerke GmbH Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd - AöR (AW SAS) Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd - AöR (AW SAS) PLZ 06844 39104 39638 06803 06618 06618 Ort Dessau-Roßlau Magdeburg Gardelegen Bitterfeld-Wolfen Mertendorf, OT Görschen Mertendorf, OT Görschen Strasse und Hausnummer Zerbster Straße 4 Alter Markt06 Bismarker Straße 81 Salegaster Chaussee10 Südring 08 Südring 08 NA8400015 Deponie Nißma NA8400016 Deponie Freyburg/Zeuchfeld 06724 Elsteraue, OT Nißma 06632 Freyburg/Unstrut 61 8 Entsorgungsanlagen Restabfallbehandlungsanlagen Entsorgernummer Anlagenbezeichnung PLZ 06120 Halle (Saale) 39126 Magdeburg 39638 Gardelegen 06803 Bitterfeld-Wolfen OT Greppin 06682 Deuben 06679 Zorbau 38875 Elbingerode 38889 Elbingerode, OT Rübeland 06317 Amsdorf/Post Röblingen 06295 Lutherstadt Eisleben 06311 Helbra 06242 Braunsbedra 06188 Landsberg 06237 Leuna 06258 Schkopau 39418 Staßfurt 06493 Harzgerode 38350 Helmstedt 45669 Herten Standort Betreiber Universitätsklinikum der Martin- LutherUniversität Halle-Wittenberg (AÖR) Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel GKW-Gemeinschaftsklärwerk BitterfeldWolfen GmbH PLZ 06120 39126 39638 06803 Ort Halle (Saale) Magdeburg Gardelegen Bitterfeld-Wolfen OT Greppin Zeitz Zorbau Goslar Goslar Amsdorf Mücheln (Geiseltal) Helbra Braunsbedra Landsberg Leuna Schkopau Staßfurt Essen Helmstedt Herten Strasse und Hausnummer Ernst-Grube Straße30 Kraftwerk-Privatweg 7 Bismarker Straße 81 Salegaster Chaussee2 Glück-Auf-Straße1 Bayerische Straße 20 Geheimrat-Ebert-Straße12 Geheimrat-Ebert-Straße12 Chaussestraße01 Friedensstraße81a Am Ernst-Schacht8 Grubenweg3 Brehnaer Straße06 An der B91, Tor 12, Bau 1216 Straße B13 Butterwecker Weg 6 Aluminiumallee01 An der B 244 Im Emscherbruch 11 Typ SONT HMV MBA KSV SONT HMV SONT SONT SONT SONT SONT SONT SONT HMV SONT HMV SONT HMV HMV Anlage zur thermischen Behandlung NA0200017 krankenhausspezifischer Abfälle NA0300003 Müllheizkraftwerk - Rothensee GmbH Mechanisch-Biologische AbfallNA8100011 behandlungsanlage Klärschlammtrocknungs- und NA8200018 verbrennungsanlage Mitverbrennung von Klärschlamm im NA8400004 Kraftwerk Deuben Anlage zur Verwertung und Beseitigung von NA8400058 festen u. flüssigen Anlage zum Brennen von Kalk unter Einsatz NA8500025 von Altöl im MAERZ-KalkAnlage zum Brennen von Kalk unter Einsatz NA8500026 von Altöl im MAERZ-KalkEinsatz von Ersatzbrennstoffen im IKW NA8700002 Amsdorf zur energetischen Anlage zur Erzeugung von Dampf durch NA8700020 Einsatz von Altholz Anlage zur Verwertung von Altholz in einer NA8700024 Verbrennungsanlage Heizkraftwerk Braunsbedra Heizhaus DE 5 bis NA8800028 DE 8, Stromerz. Anlage zur Behandlung von krankenNA8800042 hausspezifischen Abfällen Thermische Restabfallverwertungs- und NA8800045 Energieerzeugungsanlage (TREA) NA8800088 Drehrohrofenanlage Schkopau Anlage zur thermischen Abfall- behandlung NA8900120 (Abfallverbrennungsanl.) Produktionsanlage mit 20%-igem Einsatz von Abschaum C1H000000 BKB AG, TRV Buschhaus E56252039 AGR Entsorgung GmbH, RZR Herten Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH 06711 SITA Abfallverwertung GmbH Fels-Werke GmbH Fels-Werke GmbH ROMONTA GmbH DPM Umwelttechnik GbR Holzheizkraftwerk Mansfelder Land GmbH Energie-, Wasser-, Abwassergesell- schaft Geiseltal GmbH (EWAG GmbH) Logmed Technologie GmbH MVV TREA Leuna GmbH Dow Olefinverbund GmbH EVZA Energie- und Verwertungs- zentrale GmbH, Anhalt TRIMET ALUMINIUM AG BKB AG, TRV Buschhaus AGR Entsorgung GmbH, RZR Herten 06679 38640 38640 06314 06268 06311 06242 06188 06237 06258 39418 45356 38350 45669 62 8 Entsorgungsanlagen Kompostierungsanlagen (KA) EntsorgerAnlagenbezeichnung nummer NA0100009 Kompostierungsanlage DRL PLZ 06847 Dessau Standort Betreiber DRL Kompost GmbH Dessau LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH PLZ 06847 Ort Dessau-Roßlau Strasse und Hausnummer Polysiusstraße05 GGK NA0200008 Kompostierungsanlage Mötzlich 06118 Halle (Saale) 04420 NA8100004 Kompostierungsanlage Audorf 38489 Beetzendorf, OT Audorf Kommunalservice Hans Vornkahl GmbH 29413 NA8100026 Kompostieranlage Gerstedt 29413 Osterwohle, OT Gerstedt Kommunalservice Hans Vornkahl GmbH 29413 NA8100041 Kompostieranlage Wieblitz NA8200005 Kompostierungsanlage/ Holzweißig-Brifa NA8200006 Kompostierungsanlage Greppin 29416 Wieblitz 06766 Wolfen 06803 Greppin Kommunalservice Hans Vornkahl GmbH Wolfener Recycling GmbH Wolfener Recycling GmbH LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH Verwertungszentrum Flötz GmbH & Co. KG Tönsmeier Entsorgung Köthen GmbH EBA-Bodo Plaschnick Verwertungs- und Entsorgungsgesell- schaft Huber GmbH Verwertungs- und Entsorgungsgesell- schaft Huber GmbH Landhandel, Baustoffe & Dienst- leistungen Lutz Knoop LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH BLOCK Kompostierung GmbH Hegewald GmbH & Co. KG 29413 06766 06766 Markranstädt WieblitzEversdorf,OTKlein Wieblitz WieblitzEversdorf,OTKlein Wieblitz WieblitzEversdorf,OTKlein Wieblitz Bitterfeld-Wolfen Bitterfeld-Wolfen Nordstraße15 Dorfstraße05 Dorfstraße05 x Dorfstraße05 Hugo-Preuß-Straße1 Hugo-Preuß-Straße1 x x NA8200034 Kompostierungsanlage Brehna NA8200039 Kompostierungsanlage Flötz NA8200044 Kompostierungsanlage Köthen NA8200048 Kompostierungsanlage Löbnitz an der Linde NA8200052 Kompostanlage Kleinwülknitz NA8200052 Herstellung von Bodensubstraten NA8200056 Kompostierungsanlage Pißdorf 06796 Brehna 39264 Gödnitz, OT Flötz 06366 Köthen 06366 Köthen (Anhalt) 06369 Köthen (Anhalt), OT Wülknitz 06369 Köthen (Anhalt), OT Wülknitz 06386 Osternienburg, OT Pißdorf 04420 39264 06366 06366 93345 93345 06847 Markranstädt Gödnitz, OT Flötz Köthen (Anhalt) Köthen (Anhalt) Hausen Hausen Dessau-Roßlau Nordstraße15 Güterglücker Straße01 Pfriemsdorfer Weg10 Friedrich-Ebert-Straße39a Sippenau1 Sippenau1 Blumenauerstraße8b NA8200078 Kompostierungsanlage 06780 Zörbig 04420 Markranstädt Nordstraße15 NA8200079 Kompostierungsanlage Rottegrad 2 NA8300007 Kompostierungsanlage Domersleben NA8300011 Kompostierungsanlage Anlage zur Kompostierung und zur NA8300017 zeitweiligen Lagerung und sonstigen NA8300028 Kompostierungsanlage Groß Rodens- leben NA8300035 Kompostierungsanlage NA8300036 Kompostieranlage Hohendodeleben NA8300037 Kompostierungsanlage Hohendodeleben 06780 Zörbig, OT Löberitz 39164 Domersleben 39365 Druxberge 04420 39164 56588 39343 Erxleben Wanzleben-Börde,OT Groß 39164 Rodensleben 39365 Harbke 39167 Hohendodeleben 39167 Hohendodeleben Kommunalservice Hans Vornkahl GmbH WIR-Entsorgungs-GmbH Olaf Nodorf - Containerdienst Schrott & Metalle BLOCK Kompostierung GmbH BIOMA Kompostierung GmbH 29413 39164 39365 39164 39164 Markranstädt Domersleben Waldbreitbach WieblitzEversdorf,OTKlein Wieblitz Wanzleben-Börde Harbke Domersleben Domersleben Nordstraße15 Wanzlebener Straße9a Schloß Walburg1 Dorfstraße05 Kummerberg15 Friedhofsweg3 Wanzlebener Straße9a Wanzlebener Straße9a x 63 8 Entsorgungsanlagen Kompostierungsanlagen (KA) Entsorgernummer Anlagenbezeichnung PLZ Standort Betreiber S.U.K. Sortier und Kompost Betriebs GmbH BLOCK Kompostierung GmbH BLOCK Kompostierung GmbH KRD GmbH WISIMA GbR WISIMA GbR Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd - AöR (AW SAS) LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH NBB Naumburger Bodenverwertungs- und Baustoffrecycling GmbH LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH MW-Mayer GmbH Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd - AöR (AW SAS) Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd - AöR (AW SAS) PLZ 39326 39164 39164 39418 39393 39393 06618 Ort Wolmirstedt Domersleben Domersleben Staßfurt, OT Atzendorf Hötensleben, OT Wackersleben Hötensleben, OT Wackersleben Mertendorf, OT Görschen Strasse und Hausnummer Meitzendorfer Straße02 Wanzlebener Straße9a Wanzlebener Straße9a Industriestraße7 Gartenstraße11 Gartenstraße11 Südring08 GGK Anlage zur Kompostierung und zur Herstellung NA8300039 v.Gemischen Komp./Boden 39356 Hörsingen NA8300041 Kompostierungsanlage Klein Rodensleben 39167 Klein Rodensleben Niedere Börde, OT NA8300050 Kompostierungsanlage Dahlenwars- leben 39326 Dahlenwarsleben NA8300064 Kompostieranlage "Meta" NA8300067 Kompostieranlage "Bruchberg" NA8300069 Kompostieranlage "Hamerslebener Straße" NA8400009 Kompostierungsanlage auf der HMD Nißma 39443 Sülzetal, OT Bahrendorf 39993 Wackersleben 39993 Wackersleben 06724 Elsteraue, OT Nißma NA8400028 Kompostierungsanlage Lützen/Meuchen NA8400035 Kompostierungsanlage Eulau 06686 Lützen, OT Meuchen 06618 Eulau 04420 06618 Markranstädt Naumburg Nordstraße15 Weimarer Straße29 NA8400038 Kompostierungsanlage Poserna NA8400047 Kompostierungsanlage Tagewerben Anlage zur biologischen Behandlung von NA8400050 nicht gefährlichen Abfällen NA8400056 Kompostplatz Zeuchfeld 06686 Poserna 06667 Tagewerben 06667 Weißenfels 06632 Zeuchfeld 04420 64319 06618 06618 NA8500004 Kompostanlage Veltheim NA8500007 Kompostieranlage "Zilly" 38835 Aue-Fallstein, OT Veltheim 38835 Aue-Fallstein, OT Zilly Kommunalservice Hans Vornkahl GmbH Harz-Humus Recycling GmbH 29413 06484 NA8500008 Kompostanlage Hessen Anlage zur Erzeugung von Kompost NA8500009 Rohrsheim NA8500015 Kompostierungsanlage Badeborn NA8500017 Kompostieranlage "Berßel" NA8500020 Kompostieranlage "Danstedt" NA8500054 Kompostierungsanlage Hausneindorf NA8500055 Kompostierungsanlage NA8500061 Kompostierungsanlage Heudeber NA8500064 Kompostanlage Schlanstedt 38835 Aue-Fallstein, OT Hessen 38836 06493 38835 38855 06458 38855 38855 Aue-Fallstein, OT Rohrsheim Ballenstedt, OT Badeborn Berßel Danstedt Hausneindorf Heudeber Heudeber Kommunalservice Hans Vornkahl GmbH Harz-Humus Recycling GmbH Harz-Humus Recycling GmbH Agrar-Transport-GmbH (ATG) Harz-Humus Recycling GmbH Harz-Humus Recycling GmbH Recycling-Park Wernigerode OHG Harz-Humus Recycling GmbH Agrarhandel Walter Volker HandelKompostierung-Verwertung organische Rohstoffe 29413 06484 06484 38229 06484 06484 38855 06484 39393 Markranstädt Pfungstadt Mertendorf, OT Görschen Mertendorf, OT Görschen WieblitzEversdorf,OTKlein Wieblitz Quedlinburg WieblitzEversdorf,OTKlein Wieblitz Quedlinburg Quedlinburg Salzgitter Quedlinburg Quedlinburg Heudeber Quedlinburg Nordstraße15 Werner-von-Siemens-Straße02 Südring08 Südring08 Dorfstraße05 Blasiistraße25 Dorfstraße05 Blasiistraße25 Blasiistraße25 Heerter Straße55 Blasiistraße25 Blasiistraße25 Harzstraße02 Blasiistraße25 x 38838 Huy, OT Schlanstedt Völpke, OT Badeleben Bahnhofstraße09 64 8 Entsorgungsanlagen Kompostierungsanlagen (KA) Entsorgernummer NA8500070 NA8500079 NA8500089 NA8500090 NA8500091 Anlagenbezeichnung Kompostierungsanlage Heidberg Kompostierungsanlage Rieder Kompostieranlage Wedderstedt Kompostieranlage Wegeleben Kompostieranlage Rodersdorf- Speckberg PLZ 06484 06507 06458 38828 38828 Standort Quedlinburg, OT Heidberg Rieder Wedderstedt Gemarkung Wegeleben Wegeleben, OT Rodersdorf Betreiber Harz-Humus Recycling GmbH Harz-Humus Recycling GmbH Harz-Humus Recycling GmbH Harz-Humus Recycling GmbH Harz-Humus Recycling GmbH PLZ 06484 06484 06484 06484 06484 Ort Quedlinburg Quedlinburg Quedlinburg Quedlinburg Quedlinburg WieblitzEversdorf,OTKlein Wieblitz Genthin Strasse und Hausnummer Blasiistraße25 Blasiistraße25 Blasiistraße25 Blasiistraße25 Blasiistraße25 GGK NA8500098 Kompostanlage Wülperode Kompostierungsanlage an der Deponie NA8600013 Werderberg NA8600035 Kompostieranlage Göbel NA8600040 Kompostierungsanlage (KA) NA8600045 Kompostieranlage Lostau NA8600049 Kompostierungsanlage Ziepel NA8600054 Kompstierungsanlage Möckern NA8600056 Kompostierungsanlage Büden NA8600067 Anlage zur Erzeugung von Kompost Wallwitz NA8600071 Kompostierungsanlage "Regina" Ladeburg NA8700001 Kompostieranlage Allstedt Kompostierungsanlage i.V.m. einer Anlage zur NA8700006 Lagerung von nicht NA8700013 Kompostieranlage Edersleben NA8700015 Kompostieranlage Deponie Edersleben NA8700031 Kompostieranlage Niederröblingen NA8700034 Mattenkompostieranlage Rottleberode NA8700041 Kompostieranlage Tilleda Kompostierungsanlage Bad NA8800001 Dürrenberg/Lennewitz Kompostierungsanlage Substratherstellung NA8800002 Goddula 38835 Wülperode 39317 Elbe-Parey, OT Berzow 39279 Göbel 39175 Körbelitz 39291 Lostau 39291 Möckern, OT Ziepel 39291 Möckern 39291 Möckern, OT Kampf 06785 Brandhorst 39279 Gommern, OT Ladeburg 06542 Allstedt 06308 06528 06528 06542 06548 06528 Augsdorf Edersleben Edersleben Niederröblingen Rottleberode Tilleda Kommunalservice Hans Vornkahl GmbH 29413 Abfallwirtschaftsgesellschaft Jerichower Land mbH 39307 KRD GmbH EDR Erdbau-Deponie-Recycling GmbH MAS - Maschinenvermietung und Agrarservice GmbH Abfallwirtschaftsgesellschaft Jerichower Land mbH MAS - Maschinenvermietung und Agrarservice GmbH MAS - Maschinenvermietung und Agrarservice GmbH G. Schönemann Verwertungsgesell- schaft mbH KRD GmbH Verwaltungsgemeinschaft AllstedtKaltenborn BauRec Baustoffrecycling Eisleben GmbH Kompost GmbH Hackpfüffel Kompost GmbH Hackpfüffel Kompostieranlage Reinhold Hock BST Mansfeld GmbH & Co. KG Kompost GmbH Hackpfüffel LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH Resat - Betriebsgesellschaft mbH Resat - Betriebsgesellschaft mbH 39418 39175 39175 39307 39175 39175 06842 39418 06542 06295 06528 06528 06542 06542 06528 Dorfstraße05 Am Mühlenfeld16 Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Körbelitz Burgenser Weg100 Körbelitz Genthin Körbelitz Körbelitz Dessau-Roßlau Burgenser Weg100 Am Mühlenfeld16 Burgenser Weg100 Burgenser Weg100 Daheimstraße5 x x x x Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Allstedt Lutherstadt Eisleben Hackpfüffel Hackpfüffel Niederröblingen Niederröblingen Hackpfüffel Forststraße9 Hans-Seidel-Schacht01 Töpfersberg71 Töpfersberg71 Allstedter Straße121 Einsinger Landstraße Töpfersberg71 x x x 06231 Bad Dürrenberg-Lennewitz 04420 Markranstädt Nordstraße15 06231 Bad Dürrenberg, OT Goddula 04420 Markranstädt Nordstraße15 NA8800004 Anlage zur Erzeugung von Kompost NA8800013 Kompostierungsanlage NA8800019 Kompostierungsanlage Krumpa 06198 Beesenstedt 06217 Beuna 06242 Krumpa 04420 06246 06246 Markranstädt Bad Lauchstädt, OT Klobikau Bad Lauchstädt, OT Klobikau Nordstraße15 Ernst-Thälmann-Straße91 Ernst-Thälmann-Straße91 x x 65 8 Entsorgungsanlagen Kompostierungsanlagen (KA) Entsorgernummer Anlagenbezeichnung PLZ Standort Betreiber MUEG Mitteldeutsche Umwelt und Entsorgung GmbH LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH Resat - Betriebsgesellschaft mbH Kompostwerk Merbitz GmbH Resat - Betriebsgesellschaft mbH LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH LAV Landwirtschaftliches Verarbeitungszentrum Markranstädt GmbH USUM Abfallentsorgungs- und Recyclinggesellschaft mbH Voigt Entsorgung Consulting GmbH (VEC) Voigt Entsorgung Consulting GmbH (VEC) Voigt Entsorgung Consulting GmbH (VEC) KRD GmbH KRD GmbH KRD GmbH KRD GmbH KRD GmbH Industrieanlagen Golzen GmbH & Co. KG KRD GmbH Containerdienst Schaaf Fa. Gerlinde Huber ARES GmbH Abfallwirtschaftsbetrieb des Salzlandkreises KRD GmbH KRD GmbH ALBA Altmark GmbH & Co. KG Osterburg-Lüchow-Dannenberg e.G. PLZ 06242 Ort Braunsbedra Strasse und Hausnummer Geiseltalstraße01 GGK NA8800030 Kompostierungsanlage Asendorf 06179 Dornstedt, OT Asendorf NA8800033 Kompostierungsanlage Dieskau 06184 Kabelsketal, OT Dieskau 04420 06246 06193 06246 NA8800046 Kompostierungsanlage Hochhalde Leuna BT1 06236 Leuna NA8800058 Kompostierungsanlage Merbitz NA8800067 Kompostierungsanlage Schmon Kompostierungsanlage NA8800072 Salzmünde/Benkendorf 06193 Nauendorf 06268 Querfurt, OT Schmon Markranstädt Bad Lauchstädt, OT Klobikau Nauendorf, OT Merbitz Bad Lauchstädt, OT Klobikau Nordstraße15 Ernst-Thälmann-Straße91 Im Institut Ernst-Thälmann-Straße91 x x 06198 Salzmünde 04420 Markranstädt Nordstraße15 NA8800099 Kompostierungsanlage Raßnitz Anlage zur Kompostierung sowie zur NA8800108 Herstellung von Bodensubstrat NA8900003 Kompostieranlage Hoym NA8900004 Kompostieranlage Aschersleben NA8900010 Kompostierungsanlage Freckleben NA8900039 Kompostierungsanlage "Jutta" NA8900041 Kompostieranlage "Hilda" NA8900044 Kompostieranlage "Andrea" NA8900045 Kompostieranlage "Bettina" NA8900046 Kompostieranlage "Christina" NA8900053 Kompostieranlage Gröna NA8900056 Kompostieranlage "Dorothea" NA8900058 Kompostierungsanlage Hecklingen Kompostierungsanlage Strenznaundorf mit NA8900062 Durchsatzleistung <0,75 t/h NA8900063 Kompostierungsanlage Könnern NA8900072 Kompostieranlage NA8900100 Kompostieranlage "Ina" NA8900104 Kompostieranlage "Linda" NA9000007 Kompostierungsanlage Demker- Elversdorf NA9000012 Kompostierungsanlage 06184 Schkopau, OT Raßnitz 06638 06449 06449 06449 Karsdorf Aschersleben Aschersleben Aschersleben 04420 06636 06449 06449 06449 39418 39418 39418 39418 39418 93483 39418 39418 93345 06420 06449 39418 39418 39579 39596 Markranstädt Laucha Aschersleben Aschersleben Aschersleben Nordstraße15 Nebraer Straße19a Dr.Wilhelm-Feit-Straße30 Dr.Wilhelm-Feit-Straße30 Dr.Wilhelm-Feit-Straße30 39443 Förderstedt, OT Löbnitz 39443 Förderstedt, OT Atzendorf 39443 Förderstedt, OT Atzendorf 39443 Förderstedt 39443 Förderstedt, OT Atzendorf 06484 Gröna 39448 Hakeborn 39444 Hecklingen 06425 Könnern, OT Strenznaundorf 06420 Könnern 39218 Schönebeck (Elbe) 39446 Staßfurt, OT Löderburg 39435 Unseburg 39579 Demker 39596 Goldbeck Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Pösing Seign06 Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Staßfurt Von-der-Heydt-Straße04 Hausen Gerlebogk Aschersleben Sippenau1 Lindenstraße5 Heinrichstraße29 x Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Staßfurt, OT Atzendorf Industriestraße7 Demker Am Bahnhof01 Goldbeck Möllendorfer Chaussee x x 66 8 Entsorgungsanlagen Kompostierungsanlagen (KA) Entsorgernummer Anlagenbezeichnung PLZ Standort Betreiber PLZ Ort Bad Lauchstädt, OT Klobikau Volgfelde Jessen (Elster), OT Schweinitz Vockerode Vockerode Vockerode Lauchhammer Sonnewalde Weißenfels Markrtanstädt Weißenfels Strasse und Hausnummer Ernst-Thälmann-Straße91 Schäferstraße4 Großkorgaer Straße4 Dessauer Straße40 Dessauer Straße40 Dessauer Straße40 Wolfsberge Am Flugplatz 1 J-Reis-Straße 21 x GGK x NA9000025 Kompostieranlage Polte NA9000030 Kompostierungsanlage "Staats" NA9100020 Kompostanlage Klossa NA9100032 Kompostierungsanlage Oranienbaum NA9100041 Kompostieranlage Vockerode NA9100049 Kompostanlage Seegrehna Rubin Städtereinigung GmbH, PA5000012 Kompostieranlage am Standort Wolfsberge Galle GmbH Kompostierung und PA5000171 Landschaftsbau Kompostierungsanlage Nißma KELL -Kommunalentsorgung Leipzig Land Kompostplatz Hohenmölsen 39517 Ringfurth, OT Polte 39524 Staats 06928 Jessen (Elster), OT Klossa 06785 Oranienbaum 06786 Vockerode Lutherstadt Wittenberg,OT 06786 Seegrehna 01979 Lauchhammer 03249 06724 04420 06679 Sonnewalde Nißma Markranstädt Hohenmölsen Resat - Betriebsgesellschaft mbH 06246 ERD Entsorgungs-, Recycling- und Düngestoff- GmbH 39599 Kommunal- und Industrieentsorgung Jessen GmbH 06928 ALBA Anhalt GmbH 06786 ALBA Anhalt GmbH 06786 ALBA Anhalt GmbH Rubin Städtereinigung GmbH Galle GmbH Kompostierung und Landschaftsbau Bio-Komp SAS GmbH KELL- Kommunalentsorgung Leipzig -Land Bio-Komp-SAS GmbH 06786 01979 03249 06667 04420 06667 x x Mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA) Mechanisch-Biologische AbfallNA8100011 behandlungsanlage Entsorgernummer Anlagenbezeichnung PLZ 39638 Gardelegen Standort Betreiber Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel PLZ 39638 Ort Gardelegen Strasse und Hausnummer Bismarker Straße 81 Vergärungsanlagen (VAL) EntsorgerAnlagenbezeichnung nummer NA8200041 Speicher-Biogasanlage NA8300051 NA8600046 NA8800060 NA8900055 NA9000021 PLZ Standort Betreiber Landwirtschaftsbetrieb Weigt ABO Wind Biogas Samswegen GmbH & Co KG BBM Betreibergesellschaft Biogasanlage Möckern GmbH Agrarunternehmen Barnstädt e.G. Schradenbiogas GmbH & Co. KG Aufwind Schmack Betriebs-GmbH & Co Meßdorf Biogas KG PLZ Ort Strasse und Hausnummer 06773 Gossau, OT Schmerz Niedere Börde, OT 39326 Samswegen 06773 Gossa Hauptstraße51 Niedere Börde, OT 39326 Samswegen Am Sportplatz 04 39291 Möckern Nemsdorf06268 Göhrendorf 04932 Gröden 93059 Regensburg Pabsdorfer Weg09 Dorfstraße39 Gröden-Nord02 Schwandorfer Straße12 Biogasanlage Samswegen Anlage zur biologischen Behandlung von 39291 Möckern nicht gefährlichen Abfällen Biogasanlage Obhausen (Nebenanlage der 06268 Obhausen Ferkelaufzuchtanlage) Anlage zur Aufbereitung von organischen 39221 Großmühlingen Abfällen (Vergärungsanlage) Biogasanlage 39624 Meßdorf 67 Teil II Bilanz der nachweispflichtigen Abfälle 2009 Teil II Bilanz der nachweispflichtigen Abfälle 2009 Teil II Bilanz der nachweispflichtigen Abfälle 2009 68 1 Grundlagen/Datenquellen 1 Grundlagen/Datenquellen Die Abfallbilanz wird seit 1992 vom Landesamt für Umweltschutz für die in Sachsen-Anhalt erzeugten bzw. entsorgten Abfälle erstellt. Die nachfolgende Auswertung basiert auf den gemäß Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) /1/, Verordnung über die Nachweisführung bei der Entsorgung von Abfällen (Nachweisverordnung - NachwV) /4/ und Verordnung (EG) Nr. 1013/2006 über die Verbringung von Abfällen (VVA) /5/ von den Verpflichteten den zuständigen Behörden vorzulegenden Unterlagen für den Berichtszeitraum 01.01.-31.12.2009. Für alle auf Abfallschlüssel, Kapitel und Gruppen bezogenen Auswertungen bildet die Verordnung zur Umsetzung des europäischen Abfallverzeichnisses - Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) /3/ die Rechtsgrundlage. Neben der Darstellung der Entsorgungssituation im Land, unterstützt diese Bilanz auch verschiedene, gesetzlich geforderte Berichterstattungen an Landes- und Bundesbehörden. Insgesamt basiert die Bilanz auf: Belegart Begleitscheine (gem. NachwV) Nachweislisten (freiwillige Rücknahme, Anordnungen) Begleitformulare (gemäß VVA) Anzahl 127.452 143 10.561 Damit nimmt die Anzahl der Begleitscheine gegenüber dem Vorjahr etwas ab (135.860), die Begleitformulare (10.459) und die Nachweislisten (126) steigen geringfügig an. Den Verlauf der in die Bilanz einbezogenen Unterlagen und der erzeugten und entsorgten Mengen an gefährlichen Abfällen zeigt die Abbildung 28. Menge [Mg] 2.500.000 Anzahl 140.000 2.000.000 120.000 100.000 1.500.000 80.000 1.000.000 60.000 40.000 500.000 20.000 0 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 0 Anzahl Begleitscheine entsorgte Menge (Mg) erzeugte Menge (Mg) Abbildung 28: Beleganzahl und erzeugte/entsorgte Menge an gefährlichen Abfällen Abweichend vom Trend der letzten Jahre, bei dem ein Mengenanstieg zu verzeichnen war, ist im Berichtsjahr ein deutlicher Mengenrückgang, der in Korrelation zur Anzahl der Begleitscheine steht, festzustellen. 69 2 Überblick / 3 Abfallherkunft/-verbleib 2 Überblick Die im Jahr 2009 im Land Sachsen-Anhalt (LSA) erzeugte Abfallmenge beträgt 1.199.219 Mg. Damit sinkt das Aufkommen gegenüber dem Vorjahr um ca. 229.000 Mg. In der Tabelle 28 sind die Auswertungsergebnisse des Berichtsjahres im Vergleich mit dem Vorjahr zusammengestellt. Der Anteil an gefährlichen Abfällen liegt bei 1.181.951 Mg (98,6 % des Gesamtaufkommens). Die geringe Menge nicht gefährlicher Abfälle ist darin begründet, dass nur in Ausnahmefällen eine Nachweispflicht angeordnet wurde. Tabelle 28: Gesamtbilanz 2009 In Sachsen-Anhalt erzeugte bzw. entsorgte Abfälle [Mg] erzeugte Abfälle davon nicht gefährliche Abfälle davon gefährliche Abfälle entsorgte Abfälle davon nicht gefährliche Abfälle davon gefährliche Abfälle Menge 2008 [Mg] 1.428.710 24.125 1.404.585 2.143.992 152.860 1.991.132 Menge 2009 [Mg] 1.199.219 17.268 1.181.951 1.877.627 119.704 1.757.923 Die im LSA entsorgte Abfallmenge liegt bei 1.877.627 Mg und verringert sich damit gegenüber dem Vorjahr um ca. 266.000 Mg. Der vergleichsweise hohe Anteil nicht gefährlicher Abfälle kommt zum überwiegenden Teil aus der Verbringung von Abfällen gemäß VVA. 3 Abfallherkunft/-verbleib Der Tabelle 29 ist eine detaillierte Aufstellung des Aufkommens und der Entsorgungswege der gefährlichen Abfälle zu entnehmen. Von der erzeugten Menge werden 50,8 % in Sachsen-Anhalt entsorgt und 49,2 % in andere Bundesländer und das Ausland verbracht. Aus anderen Bundesländern und dem Ausland kommen 65,8 % der im Land insgesamt entsorgten Menge. Tabelle 29: Bilanz der gefährlichen Abfälle lfd. Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Gefährliche Abfälle Im LSA erzeugt davon im LSA entsorgt von außerhalb im LSA entsorgt Summe im LSA entsorgt aus 2 im LSA beseitigt aus 2 im LSA verwertet aus 3 im LSA beseitigt aus 3 im LSA verwertet Summe im LSA beseitigt Summe im LSA verwertet aus 1 außerhalb vom LSA entsorgt Menge 2008 [Mg] 1.404.585 870.627 1.120.504 1.991.132 129.632 740.995 210.237 910.267 339.870 1.651.262 533.957 % Menge 2009 [Mg] 1.181.951 600.407 1.157.516 1.757.923 94.111 506.295 156.322 1.001.194 250.434 1.507.489 581.544 % 62,0 56,3 14,9 85,1 18,8 81,2 17,1 82,9 38,0 50,8 65,8 15,7 84,3 13,5 86,5 14,2 85,8 49,2 Der Anteil der im Land verwerteten Abfälle steigt mit 85,8 % der insgesamt entsorgten Menge geringfügig an und die Verwertungsquote für die von außerhalb angenommenen Abfälle steigt um 5,3 %. Die von außerhalb in Sachsen-Anhalt entsorgte Menge hat sich um 70 3 Abfallherkunft/-verbleib ca. 37.000 Mg im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Insgesamt überschreitet die im Berichtsjahr von Sachsen-Anhalt angenommene Menge gefährlicher Abfälle die abgegebene um ca. 576.000 Mg. Die Übersicht über die nicht gefährlichen nachweispflichtigen Abfälle enthält die Tabelle 30. Verglichen mit dem Jahr 2008 ist sowohl bei der erzeugten als auch bei der entsorgten Menge ein Rückgang festzustellen. Bei den aus dem Ausland importierten Abfällen reduziert sich die Menge um ca. 32.000 Mg und bei den im Land erzeugten Abfällen um ca. 6.800 Mg. Tabelle 30: Bilanz der nicht gefährlichen Abfälle lfd. Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Nicht gefährliche Abfälle Im LSA erzeugt davon im LSA entsorgt von außerhalb im LSA entsorgt Summe im LSA entsorgt aus 2 im LSA beseitigt aus 2 im LSA verwertet aus 3 im LSA beseitigt aus 3 im LSA verwertet Summe im LSA beseitigt Summe im LSA verwertet aus 1 außerhalb vom LSA entsorgt Menge 2008 [Mg] 24.125 3.328 149.531 152.860 156 3.172 18.503 131.028 18.659 134.201 20.797 % Menge 2009 [Mg] 17.268 1.765 117.939 119.704 144 1.621 11.613 106.326 11.757 107.947 15.503 % 13,8 97,8 4,7 95,3 12,4 87,6 12,2 87,8 86,2 10,2 98,5 8,2 91,8 9,8 90,2 9,8 90,2 89,8 Die Abbildung 29 untersetzt die Abfallströme der von und nach Sachsen-Anhalt verbrachten Mengen und die Verteilung der im Land entsorgten Abfälle auf Beseitigung/Verwertung. Abbildung 29: Bilanzierte Abfallströme 71 3 Abfallherkunft/-verbleib 3.1 Auf Kapitel der AVV bezogene Herkunft gefährlicher Abfälle Die in Sachsen-Anhalt erzeugten gefährlichen Abfälle verteilen sich auf 19 von 22 Kapiteln der AVV (Tabelle 31). Mit einem Anteil von 46 % dominiert das Kapitel 19 – ABFÄLLE AUS ABFALLBEHANDLUNGSANLAGEN, ÖFFENTLICHEN ABWASSERBEHANDLUNGSANLAGEN – das Gesamtaufkommen. Verglichen mit 2008 ergibt sich eine Verringerung um ca. 77.000 Mg. Es folgt das Kapitel 17 – BAU- UND ABBRUCHABFÄLLE – mit einem Anteil von 27 % des Gesamtaufkommens, wobei der Mengenrückgang gegenüber 2008 mit ca. 124.000 Mg noch gravierender ausfällt. Auf alle verbleibenden Kapitel entfallen jeweils weniger als 10 % und überwiegend weniger als 5 % des Aufkommens. Tabelle 31: Herkunft gefährlicher Abfälle AVVKapitel Bezeichnung Menge 2008 [Mg] Anteil Menge 2009 [Mg] Anteil Trend Erzeugte Menge 2009 [Mg] * (1) 1.181.951 [%] Davon Entsorgt [Mg] Im LSA In BL Im Ausland 640 [%] ∑ 600.407 580.904 01 02 05 06 07 08 09 ABFÄLLE, DIE BEIM AUFSUCHEN, AUSBEUTEN UND GEWINNENSOWIE BEI DER PHYSIKALISCHEN UND CHEMISCHEN BEHANDLUNGVON BODENSCHÄTZEN ENTSTEHEN ABFÄLLE AUS LANDWIRTSCHAFT, GARTENBAU, TEICHWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, JAGD UND FISCHEREI SOWIE DER HERSTELLUNG UND VERARBEITUNG VON NAHRUNGSMITTELN ABFÄLLE AUS DER ERDÖLRAFFINATION, ERDGASREINIGUNG UND KOHLEPYROLYSE ABFÄLLE AUS ANORGANISCHCHEMISCHEN PROZESSEN ABFÄLLE AUS ORGANISCH-CHEMISCHEN PROZESSEN ABFÄLLE AUS HZVA VON BESCHICHTUNGEN (FARBEN, LACKE, EMAIL), KLEBSTOFFEN, DICHTMASSEN UND DRUCKFARBEN ABFÄLLE AUS DER FOTOGRAFISCHEN INDUSTRIE 49.827 3,5 38.795 3,3  30.527 8.268 34 < 0,1 26 < 0,1 - 15 11 9.906 0,7 6.416 7,3  4.224 2.191 85.693 6,1 85.693 7,3 - 46.955 38.738 24 49.155 6.439 3,5 0,5 42.161 6.118 3,6 0,5  - 21.566 3.438 20.595 2.680 7 665 < 0,1 762 0,1 - 143 619 72 3 Abfallherkunft/-verbleib AVVKapitel Bezeichnung Menge 2008 [Mg] Anteil Menge 2009 [Mg] Anteil Trend Erzeugte Menge 2009 [Mg] * (1) Davon Entsorgt [Mg] [%] Im LSA In BL Im Ausland [%] 10 11 12 13 14 15 16 17 18 ABFÄLLE AUS THERMISCHEN PROZESSEN ABFÄLLE AUS DER CHEMISCHEN OBERFLÄCHENBEARBEITUNG UND BESCHICHTUNG VON METALLEN UND ANDEREN WERKSTOFFEN; NICHTEISENHYDROMETALLURGIE ABFÄLLE AUS PROZESSEN DER MECHANISCHEN FORMGEBUNG SOWIE DER PHYSIKALISCHEN UND MECHANISCHEN OBERFLÄCHENBEARBEITUNG VON METALLEN UND KUNSTSTOFFEN ÖLABFÄLLE UND ABFÄLLE AUS FLÜSSIGEN BRENNSTOFFEN (AUSSER SPEISEÖLE UND ÖLABFÄLLE, DIE UNTER DIE KAPITEL 05, 12 UND 19 FALLEN) ABFÄLLE AUS ORGANISCHEN LÖSEMITTELN, KÜHLMITTELN UND TREIBGASEN (AUSSER 07 UND 08) VERPACKUNGSABFALL, AUFSAUGMASSEN, WISCHTÜCHER, FILTERMATERIALIEN UND SCHUTZKLEIDUNG (a. n. g.) ABFÄLLE, DIE NICHT ANDERSWO IM VERZEICHNIS AUFGEFÜHRT SIND BAU- UND ABBRUCHABFÄLLE (EINSCHLIESSLICH AUSHUB VON VERUNREINIGTEN STANDORTEN) ABFÄLLE AUS DER HUMANMEDIZINISCHEN ODER TIERÄRZTLICHEN VERSORGUNG UND FORSCHUNG (OHNE KÜCHEN- UND RESTAURANTABFÄLLE, DIE NICHT AUS DER UNMITTELBAREN KRANKENPFLEGE STAMMEN) 25.775 16.005 1,8 1,1 29.032 17.478 2,5 1,5   8.498 11.870 20.534 5.608 48 24.220 1,7 22.824 1,9  17.499 5.325 41.329 2,9 38.283 3,2  18.711 19.572 2.159 0,2 2.352 0,2 - 665 1.687 13.354 1,0 12.504 1,1 - 9.992 2.512 8 20.126 1,4 20.571 1,7 - 6.280 14.290 438.386 31,2 314.181 26,6  132.954 181.227 553 414 < 0,1 426 < 0,1 - 72 354 73 3 Abfallherkunft/-verbleib AVVKapitel Bezeichnung Menge 2008 [Mg] Anteil Menge 2009 [Mg] Anteil Trend Erzeugte Menge 2009 [Mg] * (1) Davon Entsorgt [Mg] [%] Im LSA In BL Im Ausland [%] 19 20 ABFÄLLE AUS ABFALLBEHANDLUNGSANLAGEN, ÖFFENTLICHEN ABWASSERBEHANDLUNGSANLAGEN SOWIE DER AUFBEREITUNG VON WASSER FÜR DEN MENSCHLICHEN GEBRAUCH UND WASSER FÜR INDUSTRIELLE ZWECKE SIEDLUNGSABFÄLLE (HAUSHALTSABFÄLLE UND ÄHNLICHE GEWERBLICHE UND INDUSTRIELLE ABFÄLLE SOWIE ABFÄLLE AUS EINRICHTUNGEN), EINSCHLIESSLICH GETRENNT GESAMMELTER FRAKTIONEN 619.409 44,1 542.288 45,9  285.462 256.826 1.688 0,1 2.041 0,2 - 1.536 506 *(1)  /  - Abweichung zum Vorjahr > 100.000 Mg  /  - Abweichung zum Vorjahr > 50.000Mg  /  - Abweichung zum Vorjahr > 10.000 Mg  /  - Abweichung zum Vorjahr > 1.000Mg Ein wichtiges Kriterium (u. a. speziell für Bewertungen bei der Aufstellung des Abfallwirtschaftsplans des Landes) stellt die auf produktionsspezifische Abfälle entfallende Menge dar. Zu diesem Zweck werden die Kapitel 17, 19, und 20 aus der Gesamtmenge herausgerechnet. Danach ergibt sich im Berichtsjahr eine auf die verbleibenden Abfälle entfallende Menge von ca. 323.000 Mg (27,4 % des Gesamtaufkommens) und damit ein Rückgang um ca. 22.000 Mg gegenüber 2008. 3.2 Auf Abfallschlüssel bezogenes Aufkommen gefährlicher Abfälle Im Berichtsjahr wurde zu insgesamt 239 Abfallschlüsseln (AS) ein Aufkommen ermittelt, wovon bei 23 Abfallarten die Menge über 10.000 Mg liegt (Tabelle 32) und diese in der Summe mit rund 1.011.662 Mg ca. 85,6 % des Gesamtaufkommens ausmachen. Das Aufkommen wird wie im Vorjahr vom AS 17 05 03* (Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten) bestimmt. Verglichen mit dem Vorjahr sinkt die Menge um ca. 102.000 Mg. Es folgen die AS 19 03 06* (als gefährlich eingestufte verfestigte Abfälle) mit einem Mengenrückgang von ca. 20.000 Mg, 19 01 07* (feste Abfälle aus der Abgasbehandlung) mit einem Mengenrückgang von ca. 7.000 Mg und 19 02 04* (vorgemischte Abfälle, die wenigstens einen gefährlichen Abfall enthalten) mit einem Mengenrückgang von ca. 72.000 Mg. 74 3 Abfallherkunft/-verbleib Tabelle 32: Aufkommen ausgewählter Abfälle AbfallBezeichnung schlüssel 01 05 05* 06 01 01* 06 02 04* 06 05 02* 07 01 01* 10 03 08* 12 01 09* 13 02 05* 13 05 02* 15 02 02* 17 01 06* 17 02 04* 17 03 01* 17 03 03* 17 05 03* 17 05 05* 17 05 07* 17 06 05* 19 01 07* 19 01 11* 19 02 04* 19 03 06* 19 12 06* ölhaltige Bohrschlämme und -abfälle Schwefelsäure und schweflige Säure Natrium- und Kaliumhydroxid Schlämme aus der betriebseigenen Abwasserbehandlung, die gefährliche Stoffe enthalten wässrige Waschflüssigkeiten und Mutterlaugen Salzschlacken aus der Zweitschmelze halogenfreie Bearbeitungsemulsionen und -lösungen nichtchlorierte Maschinen-, Getriebe- und Schmieröle auf Mineralölbasis Schlämme aus Öl-/Wasserabscheidern Aufsaug- und Filtermaterialien (einschließlich Ölfilter a. n. g.), Wischtücher und Schutzkleidung, die durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind Gemische aus oder getrennte Fraktionen von Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik, die gefährliche Stoffe enthalten Glas, Kunststoff und Holz, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind kohlenteerhaltige Bitumengemische Kohlenteer und teerhaltige Produkte Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten Baggergut, das gefährliche Stoffe enthält Gleisschotter, der gefährliche Stoffe enthält asbesthaltige Baustoffe feste Abfälle aus der Abgasbehandlung Rost- und Kesselaschen sowie Schlacken, die gefährliche Stoffe enthalten vorgemischte Abfälle, die wenigstens einen gefährlichen Abfall enthalten als gefährlich eingestufte verfestigte Abfälle Holz, das gefährliche Stoffe enthält Menge Menge 2008 2009 [Mg] [Mg] 49.827 38.795 26.837 29.712 33.341 39.072 722 10.941 10.108 24.289 21.606 9.788 11.711 10.649 59.727 17.574 12.515 25.638 19.485 10.806 10.341 10.165 43.317 14.701 21.828 15.310 14.230 11.704 288.994 186.812 5.321 13.197 11.843 12.951 11.770 11.657 126.523 119.815 130 23.301 191.112 118.726 192.421 172.885 59.417 59.817 Prinzipiell ist der Tabelle zu entnehmen, dass der überwiegende Teil der aufgelisteten Abfälle verglichen mit dem Vorjahr mengenmäßig abnimmt. Bei den Abfallschlüsseln mit einem Anstieg der Menge ragt der AS 19 01 11* (Rost- und Kesselaschen sowie Schlacken, die gefährliche Stoffe enthalten) mit ca. 20.000 Mg heraus. Den Trend der 15 das Aufkommen bestimmenden Abfälle in den letzten 5 Jahren zeigt Abbildung 30. Es wird deutlich, dass hauptsächlich bei den Abfällen aus dem Kapitel 19, die maßgebend das Gesamtaufkommen bestimmen, erhebliche Schwankungen auftreten. Aus dem Kapitel 17 gilt diese Feststellung für die AS 17 01 06* und 17 05 03*. 75 3 Abfallherkunft/-verbleib Menge [Mg] 350.000 2009 300.000 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 01 05 05* 06 01 01* 2008 2007 2006 2005 Abbildung 30: Entwicklung der erzeugten Menge ausgewählter Abfälle Für den zuletzt genannten AS lässt sich der Mengenrückgang von 2008 nach 2009 durch erhebliche Aufkommensdifferenzen hauptsächlich bei 4 Erzeugern erklären. Der Anhang A enthält die mengenbezogene Gesamtübersicht aller im Jahr 2009 erzeugten Abfälle. 3.3 Aufkommen nicht gefährlicher Abfälle Das Aufkommen der nicht gefährlichen, nachweispflichtigen Abfälle aus Sachsen-Anhalt (17.268 Mg) macht nur etwa 1,4 % des Gesamtaufkommens aus und verteilt sich auf 11 Kapitel der AVV. Die Menge wird bestimmt durch die AS 19 12 10 (brennbare Abfälle (Brennstoffe aus Abfällen)) mit ca. 7.500 Mg und AS 17 04 02 (Aluminium) mit 2.800 Mg. 3.4 Regionale Verteilung Die Verteilung der gefährlichen Abfälle auf die Landkreise und kreisfreien Städte kann der Tabelle 33 entnommen werden. Der deutliche Rückgang der erzeugten Gesamtmenge konzentriert sich hauptsächlich auf die zwei Landkreise, die das Aufkommen 2009 bestimmen. Tabelle 33: Aufkommen gefährlicher Abfälle in den Landkreisen/kreisfreien Städten KreisNr. 88 89 82 86 03 81 85 84 Landkreis/kreisfreie Menge 2008 Stadt [Mg] Saalekreis 484.579 Salzlandkreis 324.032 Anhalt-Bitterfeld 111.939 Jerichower Land 50.443 Magdeburg 106.562 Altmarkkreis Salzwedel 57.970 Harz 58.191 Burgenlandkreis 40.578 Anteil [%] 33,9 22,7 7,8 3,5 7,5 4,1 4,1 2,8 Menge 2009 [Mg] 336.900 241.744 162.035 77.523 73.629 56.446 50.413 42.439 Anteil [%] 28,5 20,5 13,7 6,6 6,2 4,8 4,3 3,6 06 02 04* 10 03 08* 12 01 09* 17 01 06* 17 02 04* 17 03 01* 17 03 03* 17 05 03* 19 01 07* 19 02 04* 19 03 06* 19 07 02* 19 12 06* 76 3 Abfallherkunft/-verbleib KreisNr. 87 02 83 91 90 01 Landkreis/kreisfreie Stadt Mansfeld-Südharz Halle (Saale) Börde Wittenberg Stendal Dessau-Roßlau Menge 2008 [Mg] 21.152 10.489 24.845 9.975 18.197 30.344 Anteil [%] 1,5 0,7 1,7 0,7 1,3 2,1 Menge 2009 [Mg] 23.788 20.047 18.219 9.977 7.098 7.032 Anteil [%] 2,0 1,7 1,5 0,8 0,6 0,6 Im Saalekreis und im Salzlandkreis ist das Aufkommen gegenüber 2008 mit ca. 148.000 Mg bzw. 82.000 Mg extrem gesunken. Im Gegenzug sind die Mengen in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld (ca. 50.000 Mg) und Jerichower Land (ca. 27.000 Mg) gestiegen. Hinter dem Gesamtaufkommen stehen insgesamt 813 Erzeuger (9 mit ausschließlich nicht gefährlichen Abfällen), wobei die größte Zahl auf den Landkreis Harz und den Saalekreis mit 92 bzw. 90 Erzeugern sowie den Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit 88 Erzeugern entfällt. Die Erzeuger der größten Mengen an gefährlichen Abfällen befinden sich im Salzlandkreis (1 Erzeuger mit ca. 169.000 Mg) und im Saalekreis (2 Erzeuger mit über 70.000 Mg). Bei 23 Erzeugern sind im Berichtsjahr jeweils mehr als 10.000 Mg angefallen. Entscheidenden Einfluss auf den Mengenrückgang gegenüber 2008 hat die Tatsache, dass 2009 bei 8 Firmen, die in 2008 ein Aufkommen über 10.000 Mg hatten, ein Mengenrückgang von in Summe rund 261.000 Mg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist, während bei nur 3 Firmen ein Mengenanstieg um insgesamt rund 88.000 Mg festgestellt werden konnte. Die genaue Analyse der Erzeugerfirmen - mit dem Ziel der Plausibilisierung der Entwicklung des Gesamtaufkommens im Vergleich mit 2008 - zeigt, dass im Berichtsjahr bei 269 Firmen ein Abfallaufkommen (insgesamt rund 83.000 Mg) zu verzeichnen ist, die 2008 keine Abfälle hatten. Dem entgegen stehen 224 Firmen, die im Jahr 2008 mit in Summe ca. 71.500 Mg in die Statistik eingegangen sind und die im Berichtsjahr kein Abfallaufkommen haben. Für die nicht gefährlichen Abfälle ergibt sich, dass von der insgesamt im Berichtsjahr erzeugten Menge die größten Anteile auf den Saalekreis (9.200 Mg) und die Stadt Magdeburg (4.600 Mg) entfallen. Das Gesamtaufkommen wird von einem Erzeuger aus dem Saalekreis mit ca. 9.000 Mg bestimmt. 3.5 Auf Branchen bezogene Herkunft gefährlicher Abfälle Das auf Branchen bezogene Abfallaufkommen wird anhand der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) des Statistischen Bundesamtes abgebildet. Die Tabelle 34 dokumentiert die Verteilung des Aufkommens der gefährlichen Abfälle auf die Abteilungen (2-stelliger WZ-Schlüssel). Die Tabelle zeigt, dass die 6 Branchen mit den größten Mengen im Berichtsjahr genau den Branchen entsprechen, die im Vorjahr die Menge bestimmt haben. 77 3 Abfallherkunft/-verbleib Tabelle 34: Zuordnung gefährlicher Abfälle zu Branchen des WZ 2008 Abteilung 38 35 49 20 52 42 84 33 19 27 23 86 46 41 25 68 24 74 81 26 29 91 70 78 32 36 28 43 Bezeichnung der Branche (Abteilung) Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen, Rückgewinnung Energieversorgung Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen Herstellung von chemischen Erzeugnissen Lagerei sowie Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Verkehr Tiefbau Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen Kokerei und Mineralölverarbeitung Herstellung von elektrischen Ausrüstungen Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden Gesundheitswesen Großhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) Hochbau Herstellung von Metallerzeugnissen Grundstücks- und Wohnungswesen Metallerzeugung und -bearbeitung Sonstige freiberufliche, wissenschaftliche und technische Tätigkeiten Gebäudebetreuung, Garten- und Landschaftsbau Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen Bibliotheken, Archive, Museen, botanische und zoologische Gärten Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben, Unternehmensberatung Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften Herstellung von sonstigen Waren Wasserversorgung Maschinenbau Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe Menge 2008 [Mg] 785.307 67.144 80.667 121.384 52.487 53.325 45.305 39.905 30.242 23.146 1.868 383 1.860 5.375 9.653 6.369 8.036 1.955 29.707 7.820 3.750 4.500 4.358 79 1.026 500 945 3.941 Anteil [%] 55,9 4,8 5,7 8,6 3,7 3,8 3,2 2,8 2,2 1,6 0,1 0,1 0,4 0,7 0,5 0,6 0,1 2,1 0,6 0,3 0,3 0,3 0,1 0,1 0,3 Menge 2009 [Mg] 655.155 84.273 77.108 54.728 51.214 42.088 41.641 35.494 30.676 23.637 14.556 11.431 10.931 9.871 8.225 6.385 5.846 5.370 5.133 3.576 2.911 2.011 1.972 1.957 1.810 1.528 1.436 1.338 Anteil [%] 54,6 7,0 6,4 4,6 4,3 3,5 3,5 3,0 2,6 2,0 1,2 1,0 0,9 0,8 0,7 0,5 0,5 0,4 0,4 0,3 0,2 0,2 0,2 0,2 0,2 0,1 0,1 0,1 78 3 Abfallherkunft/-verbleib Abteilung 72 30 10 09 87 01 88 17 95 71 18 45 08 96 47 77 06 58 16 82 11 22 85 37 64 94 Bezeichnung der Branche (Abteilung) Forschung und Entwicklung Sonstiger Fahrzeugbau Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln Erbringung von Dienstleistungen für den Bergbau und für die Gewinnung von Steinen und Erden Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime) Landwirtschaft, Jagd und damit verbundene Tätigkeiten Sozialwesen (ohne Heime) Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus Reparatur von Datenverarbeitungsgeräten und Gebrauchsgütern Architektur- und Ingenieurbüros, technische, physikalische und chemische Untersuchung Herstellung von Druckerzeugnissen, Vervielfältigung von bespielten Ton-, Bild- und Datenträgern Handel mit Kraftfahrzeugen, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen Gewinnung von Steinen und Erden, sonstiger Bergbau Erbringung von sonstigen überwiegend persönlichen Dienstleistungen Einzelhandel (ohne Handel mit Kraftfahrzeugen) Vermietung von beweglichen Sachen Gewinnung von Erdöl und Erdgas Verlagswesen Herstellung von Holz-, Flecht-, Korbund Korkwaren (ohne Möbel) Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen a. n. g. Getränkeherstellung Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren Erziehung und Unterricht Abwasserentsorgung Erbringung von Finanzdienstleistungen Interessenvertretungen sowie kirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen (ohne Sozialwesen und Sport) Menge 2008 [Mg] 1.167 1.797 309 449 330 237 377 75 2.055 199 242 609 160 664 199 158 65 3.141 96 182 167 872 Anteil [%] 0,1 0,1 0,1 0,2 0,1 Menge 2009 [Mg] 1.177 1.047 593 567 563 532 341 284 272 272 216 <0,4 214 207 179 139 128 45 44 35 26 25 10 3 Anteil [%] 0,1 0,1 79 3 Abfallherkunft/-verbleib / 4 Bilanz der entsorgten Abfälle Bei 10 Branchen überschreitet das Jahresaufkommen 2009 die Menge von 20.000 Mg. In der Summe entfallen darauf rund 1.096.014 Mg und damit ca. 91 % des Gesamtaufkommens. Innerhalb der das Aufkommen bestimmenden Branche 38 entfallen rund 81 % der Menge auf 14 Erzeuger. Die Hauptmenge der in dieser Branche erzeugten Abfälle wird durch die AS 19 03 06* (als gefährlich eingestufte verfestigte Abfälle) mit ca. 167.000 Mg und 19 02 04* (vorgemischte Abfälle, die wenigstens einen gefährlichen Abfall enthalten) mit ca. 74.000 Mg bestimmt. Das Aufkommen an nicht gefährlichen Abfällen verteilt sich auf 9 Branchen, wobei die größte Menge ebenfalls auf die Branche 38 mit rund 12.884 Mg (75 % des Gesamtaufkommens) entfällt. 4 Bilanz der entsorgten Abfälle Im Jahr 2009 wurden in Sachsen-Anhalt 1.757.923 Mg gefährliche Abfälle und 119.704 Mg nicht gefährliche, nachweispflichtige Abfälle entsorgt. Die Abbildung 31 stellt die Entwicklung der Verwertung und Beseitigung der gefährlichen Abfälle in den letzten 10 Jahren dar. Seit 2001 nimmt die im Land insgesamt beseitigte Menge ab, wobei das Jahr 2008 etwas abweicht. Menge [Mg] 1.200.000 1.000.000 800.000 600.000 400.000 200.000 0 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Gesamtmenge beseitigt Menge erzeugt und verwertet Menge importiert und verwertet Menge importiert und beseitigt Abbildung 31: Trend der verwerteten und beseitigten gefährlichen Abfälle Für die in Sachsen-Anhalt erzeugten und verwerteten Abfälle zeigt die Entwicklung bis 2008 (mit Abweichung in 2004) eine ständige Zunahme. Im Jahr 2009 ist jedoch, dem Trend der insgesamt entsorgten Menge folgend, ein erheblicher Mengenrückgang um rund 235.000 Mg zu verzeichnen. Prozentual gesehen, hat sich der 2009 in Sachsen-Anhalt einer Verwertung zugeführte Anteil auf ca. 86 % (2008 ca. 83 %) erhöht. Darüber hinaus ist bei der aus anderen Bundesländern und dem Ausland im Land verwerteten Menge ein weiterer Anstieg zu verzeichnen, während für den Beseitigungsanteil kein eindeutiger Trend festgestellt werden kann. 80 4 Bilanz der entsorgten Abfälle 4.1 Entsorgungswege gefährlicher Abfälle Zum Verlauf der auf Anlagenarten bezogenen Abfallströme (Abbildung 32) ist festzuhalten, dass sich bis zum Jahr 2004 die Entsorgung hauptsächlich auf sonstige Anlagen (SON), Deponien (DEP) und Bodenbehandlungsanlagen (BB) konzentrierte. Danach nehmen bis 2008 auch die chemisch-physikalischen Abfallbehandlungsanlagen (CPB) und der Untertageversatz (UTV) eine wichtige Entsorgerrolle ein. Vom Vorjahr zum Berichtsjahr ist eine deutliche Verschiebung von Behandlungsanlagen, Deponien und sonstigen Anlagen hin zu Recyclinganlagen (REC) und zum weiter angestiegenen Untertageversatz (UTV) zu verzeichnen. Menge [Mg] 450.000 400.000 350.000 300.000 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Bodenbehandlungsanlagen - BB Sonstige Anlagen - SON Verbrennungsanlagen - VBr Deponien - DEP Zwischenlager - ZWL Recyclinganlagen - REC Untertageversatz - UTV Chemisch-physikalische Behandlungsanlagen - CPB Untertagedeponie - UTD Abbildung 32: Entwicklung der Abfallströme bezogen auf die Anlagenart Im Berichtsjahr werden ca. 21 % der insgesamt entsorgten Menge dem UTV und ca. 18 % den Recyclinganlagen zugeführt. Über die dargestellte Zeitschiene ergibt sich für die Recyclinganlagen und Untertageversatzanlagen ein fortschreitender Anstieg der entsorgten Menge. Die in Verbrennungsanlagen und in der Untertagedeponie entsorgten Mengen bleiben i.d.R. im Bereich von unter 50.000 Mg und in den letzten Jahren recht konstant – die letzte Aussage gilt auch für die Zwischenlager. Die in den verbleibenden Anlagenarten entsorgten Mengen unterliegen großen Schwankungen. In der Tabelle 35 werden die 2009 entsorgten Mengen denen des Vorjahres gegenübergestellt. Insgesamt beträgt der Mengenrückgang für die Bodenbehandlungsanlagen, chemischphysikalischen Abfallbehandlungsanlagen und Deponien zwischen 102.000 Mg – 126.000 Mg und für die sonstigen Anlagen ca. 77.000 Mg. Der dagegen zu verzeichnende Mengenanstieg bei Recyclinganlagen mit über 121.000 Mg, bei Untertageversatzanlagen mit ca. 31.000 Mg und bei der Untertagedeponie mit ca. 27.000 Mg beläuft sich nur auf rund 50 % des gesamten Mengenrückgangs. 81 4 Bilanz der entsorgten Abfälle Tabelle 35: Vergleich der auf die Anlagenart bezogenen Mengen Kurzbezeichnung BB CPB REC DEP SON UTD UTV ZWL VBr Anlagen Menge 2008 [Mg] 350.312 315.853 192.916 312.741 306.740 20.210 339.917 130.998 21.444 Anteil [%] 17,6 15,9 9,7 15,7 15,4 1,0 17,1 6,6 1,1 Menge 2009 [Mg] 224.198 206.308 314.402 209.747 229.500 47.692 371.418 128.476 26.136 Anteil [%] 12,8 11,7 17,9 11,9 13,1 2,7 21,1 7,3 1,5 Bodenbehandlungsanlagen Chemisch-physikalische Abfallbehandlungsanlagen Recyclinganlagen Deponien Sonstige Anlagen Untertagedeponie Untertageversatzanlagen Zwischenlager Verbrennungsanlagen Die genaue Verteilung der Abfallmengen ist der Abbildung 33 zu entnehmen. Die im Land erzeugten Abfälle gehen hauptsächlich in Untertageversatzanlagen und sonstige Anlagen, während die aus anderen Bundesländern und dem Ausland angenommenen Abfälle vorrangig in sonstigen Anlagen und Recyclinganlagen einer Entsorgung zugeführt werden. AUFKOMMEN UND VERBLEIB GEFÄHRLICHER ABFÄLLE Sachsen-Anhalt andere Bundesländer Ausland 1.181.951 Mg 80.621 Mg 1.016.898 Mg 131.592 Mg 140.618 Mg Bodenbehandlung 11.985 Mg 51.447 Mg 125.714 Mg BB Chem.- phys. Behandlung 76.770 Mg CPB 29.147 Mg 190.606 Mg Recycling 47.026 Mg 59.564 Mg 135.580 Mg REC DEP Deponie 14.603 Mg 1.875 Mg 45.478 Mg UTD Untertagedeponie 339 Mg 198.611 Mg 149.168 Mg 23.639 Mg 12.758 Mg 12.651 Mg UTV Untertageversatz VBr Verbrennung 728 Mg 118.761 Mg 226.109 Mg SON Sonstige 13.105 Mg 0% 20% 40% 60% 80% 100% Aus Sachsen-Anhalt Aus Bundesländern EU-Import andere Bundesländer Ausland Sachsen-Anhalt 580.904 Mg 640 Mg 1.757.923 Mg Abbildung 33: Verteilung der erzeugten und entsorgten Abfälle 82 4 Bilanz der entsorgten Abfälle Der Vergleich der prozentualen Verteilung zeigt, das die in der UTD entsorgte Menge zu 95 % aus anderen Bundesländern stammt. Der Zustrom zu Deponien, sonstigen Anlagen, Recyclinganlagen und chemisch-physikalischen Abfallbehandlungsanlagen wird mit jeweils über 60 % ebenfalls aus den Bundesländern bestimmt. 4.2 Auf Kapitel bzw. Abfallschlüssel bezogene Entsorgung Die entsorgte Menge verteilt sich auf 18 von 22 Kapiteln der AVV (Tabelle 36). Dabei entfallen rund 69 % der Gesamtmenge auf die Kapitel 19 und 17. Verglichen mit dem Jahr 2008 ist im Kapitel 17 ein extremer Mengenrückgang um ca. 254.000 Mg zu verzeichnen, während im Kapitel 19 die Menge um rund 18.000 Mg ansteigt. Tabelle 36: Zuordnung der entsorgten Abfälle zu Kapiteln der AVV AVV- Bezeichnung Kapitel Menge 2008 [Mg] Anteil Menge 2009 [Mg] Anteil Trend Menge 2009 * (1) 1.757.923 [Mg] [%] Davon erzeugt Im LSA ∑ 600.407 [%] Im Bund 1.016.898 Im Ausland 140.618 01 02 05 06 07 08 09 ABFÄLLE, DIE BEIM AUFSUCHEN, AUSBEUTEN UND GEWINNENSOWIE BEI DER PHYSIKALISCHEN UND CHEMISCHEN BEHANDLUNGVON BODENSCHÄTZEN ENTSTEHEN ABFÄLLE AUS LANDWIRTSCHAFT, GARTENBAU, TEICHWIRTSCHAFT, FORSTWIRTSCHAFT, JAGD UND FISCHEREI SOWIE DER HERSTELLUNG UND VERARBEITUNG VON NAHRUNGSMITTELN ABFÄLLE AUS DER ERDÖLRAFFINATION, ERDGASREINIGUNG UND KOHLEPYROLYSE ABFÄLLE AUS ANORGANISCHCHEMISCHEN PROZESSEN ABFÄLLE AUS ORGANISCH-CHEMISCHEN PROZESSEN ABFÄLLE AUS HZVA VON BESCHICHTUNGEN (FARBEN, LACKE, EMAIL), KLEBSTOFFEN, DICHTMASSEN UND DRUCKFARBEN ABFÄLLE AUS DER FOTOGRAFISCHEN INDUSTRIE 50.133 2,5 30.590 1,7  30.527 63 19 < 0,1 16 < 0,1 - 15 1 15.465 0,8 10.087 0,6  4.224 1.036 4.826 57.010 2,9 109.765 6,2  46.955 62.491 318 70.146 5.379 3,5 0,3 58.483 5.408 3,3 0,3  - 21.566 3.438 31.825 1.844 5.093 127 2.602 0,1 2.064 0,1 - 143 1.920 83 4 Bilanz der entsorgten Abfälle AVV- Bezeichnung Kapitel Menge 2008 [Mg] Anteil Menge 2009 [Mg] Anteil Trend Menge 2009 [Mg] * (1) Davon erzeugt [%] Im LSA Im Bund 23.826 14.469 Im Ausland 6.726 21 [%] 10 11 12 13 14 15 16 17 18 ABFÄLLE AUS THERMISCHEN PROZESSEN ABFÄLLE AUS DER CHEMISCHEN OBERFLÄCHENBEARBEITUNG UND BESCHICHTUNG VON METALLEN UND ANDEREN WERKSTOFFEN; NICHTEISENHYDROMETALLURGIE ABFÄLLE AUS PROZESSEN DER MECHANISCHEN FORMGEBUNG SOWIE DER PHYSIKALISCHEN UND MECHANISCHEN OBERFLÄCHENBEARBEITUNG VON METALLEN UND KUNSTSTOFFEN ÖLABFÄLLE UND ABFÄLLE AUS FLÜSSIGEN BRENNSTOFFEN (AUSSER SPEISEÖLE UND ÖLABFÄLLE, DIE UNTER DIE KAPITEL 05, 12 UND 19 FALLEN) ABFÄLLE AUS ORGANISCHEN LÖSEMITTELN, KÜHLMITTELN UND TREIBGASEN (AUSSER 07 UND 08) VERPACKUNGSABFALL, AUFSAUGMASSEN, WISCHTÜCHER, FILTERMATERIALIEN UND SCHUTZKLEIDUNG (a. n. g.) ABFÄLLE, DIE NICHT ANDERSWO IM VERZEICHNIS AUFGEFÜHRT SIND BAU- UND ABBRUCHABFÄLLE (EINSCHLIESSLICH AUSHUB VON VERUNREINIGTEN STANDORTEN) ABFÄLLE AUS DER HUMANMEDIZINISCHEN ODER TIERÄRZTLICHEN VERSORGUNG UND FORSCHUNG (OHNE KÜCHEN- UND RESTAURANTABFÄLLE, DIE NICHT AUS DER UNMITTELBAREN KRANKENPFLEGE STAMMEN) 54.376 20.438 2,7 1,0 39.050 26.360 2,2 1,5   8.498 11.870 34.490 1,7 27.278 1,6  17.499 9.779 147.410 7,4 169.051 9,6  18.711 123.020 27.319 11.066 0,6 6.732 0,4  665 6.067 13.592 0,7 17.088 1,0  9.992 7.097 58.624 2,9 40.801 2,3  6.280 32.255 2.265 589.993 29,6 336.091 19,1  132.954 194.599 8.538 62 < 0,1 155 < 0,1 - 72 62 21 84 4 Bilanz der entsorgten Abfälle AVV- Bezeichnung Kapitel Menge 2008 [Mg] Anteil Menge 2009 [Mg] Anteil Trend Menge 2009 [Mg] * (1) Davon erzeugt [%] Im LSA Im Bund Im Ausland 84.590 [%] 19 20 ABFÄLLE AUS ABFALLBEHANDLUNGSANLAGEN, ÖFFENTLICHEN ABWASSERBEHANDLUNGSANLAGEN SOWIE DER AUFBEREITUNG VON WASSER FÜR DEN MENSCHLICHEN GEBRAUCH UND WASSER FÜR INDUSTRIELLE ZWECKE SIEDLUNGSABFÄLLE (HAUSHALTSABFÄLLE UND ÄHNLICHE GEWERBLICHE UND INDUSTRIELLE ABFÄLLE SOWIE ABFÄLLE AUS EINRICHTUNGEN), EINSCHLIESSLICH GETRENNT GESAMMELTER FRAKTIONEN 857.963 43,1 875.739 49,8  285.462 505.687 2.364 0,1 3.165 0,2 - 1.536 855 775 *(1)  /  - Abweichung zum Vorjahr > 100.000 Mg  /  - Abweichung zum Vorjahr > 50.000 Mg  /  - Abweichung zum Vorjahr > 10.000 Mg  /  - Abweichung zum Vorjahr > 1.000 Mg Betrachtet man die Kapitel mit den größten entsorgten Anteilen ergibt sich, dass beim Kapitel 17 rund 60 % der Menge und beim Kapitel 19 rund 67 % der Menge aus anderen Bundesländern und dem Ausland kommen. Im Kapitel 13 zeigt die Analyse, dass sogar rund 89 % der Menge nicht aus Sachsen-Anhalt kommt. Der Hauptanteil an der Entsorgung konzentriert sich auf 15 Abfallschlüssel (AS) mit in Summe rund 1.198.800 Mg, was etwa 69 % der insgesamt entsorgten Menge entspricht (Tabelle 37). Tabelle 37: Gegenüberstellung der entsorgten Abfälle (Menge > 30.000 Mg) Abfallschlüssel 19 03 06* 17 05 03* 13 02 05* 19 01 07* 19 12 11* 06 05 02* 19 02 04* 19 01 13* Bezeichnung als gefährlich eingestufte verfestigte Abfälle Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten nichtchlorierte Maschinen-, Getriebe- und Schmieröle auf Mineralölbasis feste Abfälle aus der Abgasbehandlung sonstige Abfälle (einschließlich Materialmischungen) aus der mechanischen Behandlung von Abfällen, die gefährliche Stoffe enthalten Schlämme aus der betriebseigenen Abwasserbehandlung, die gefährliche Stoffe enthalten vorgemischte Abfälle, die wenigstens einen gefährlichen Abfall enthalten Filterstaub, der gefährliche Stoffe enthält Menge 2008 [Mg] 298.567 313.369 92.527 97.670 59.065 11.784 117.413 51.853 Menge 2009 [Mg] 247.537 161.920 125.689 125.283 80.374 66.561 57.312 54.685 85 4 Bilanz der entsorgten Abfälle / 5 Bundesweite Abfallströme Abfallschlüssel 19 01 11* 19 03 04* 17 01 06* 19 12 06* 17 03 01* 06 02 04* 01 05 05* Bezeichnung Rost- und Kesselaschen sowie Schlacken, die gefährliche Stoffe enthalten als gefährlich eingestufte teilweise stabilisierte (5) Abfälle Gemische aus oder getrennte Fraktionen von Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik, die gefährliche Stoffe enthalten Holz, das gefährliche Stoffe enthält kohlenteerhaltige Bitumengemische Natrium- und Kaliumhydroxid ölhaltige Bohrschlämme und -abfälle Menge 2008 [Mg] 8.443 20.179 74.272 41.058 73.088 25.517 50.133 Menge 2009 [Mg] 50.315 47.773 46.220 39.870 33.389 31.356 30.590 Entsprechend der zuvor dargestellten Mengenverteilung auf die Kapitel entfallen die größten Mengen auf die AS 19 03 06* (als gefährlich eingestufte verfestigte Abfälle) und 17 05 03* (Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten). Bei beiden Abfällen sind erhebliche Mengenrückgänge gegenüber 2008 zu verzeichnen. Der Anhang B enthält die Gesamtliste der im Jahr 2009 entsorgten Abfälle. Im Anhang C sind die im Berichtsjahr in den Entsorgungsanlagen entsorgten Mengen aufgelistet. Die im Land entsorgten nicht gefährlichen, nachweispflichtigen Abfälle kommen zu 98 % aus dem Ausland und anderen Bundesländern. Diese Abfälle werden hauptsächlich in sonstigen Anlagen, Untertageversatzanlagen und Hausmüllverbrennungsanlagen entsorgt. Den größten Anteil nehmen dabei die AS 19 12 07 (Holz mit Ausnahme desjenigen, das unter 19 12 06 fällt) mit ca. 46.000 Mg und 19 08 05 (Schlämme aus der Behandlung von kommunalem Abwasser) mit ca. 18.000 Mg ein. 5 Bundesweite Abfallströme Entgegen des grundsätzlich festgestellten Rückgangs der insgesamt im Land erzeugten und entsorgten Menge ergibt sich bei den im Berichtsjahr zwischen dem Land und anderen Bundesländern verbrachten Mengen gefährlicher Abfälle im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg bei der von Sachsen-Anhalt angenommenen Menge um ca. 52.000 Mg. Dem steht ein fast ebenso hoher Anstieg der an die Bundesländer abgegebenen Menge um ca. 47.000 Mg gegenüber. In Abbildung 34 werden die von und nach Sachsen-Anhalt verbrachten Mengen gegenübergestellt. 86 5 Bundesweite Abfallströme Thüringen Schleswig-Holstein Sachsen Saarland Rheinland-Pfalz Nordrhein-Westfalen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Hessen Hamburg Bremen Brandenburg Berlin Bayern Baden-Württemberg Entsorgt im Bundesland Entsorgt im LSA 0 50.000 100.000 150.000 200.000 250.000 Menge [Mg] Abbildung 34: Bundesweite Abfallströme Die Hauptimporteure von Abfällen aus Sachsen-Anhalt sind Sachsen (rund 201.000 Mg), Brandenburg (rund 138.000 Mg) und Thüringen (rund 116.000 Mg). Verglichen mit 2008 ist ein erheblicher Anstieg der nach Sachsen (rund 21.000 Mg) und Brandenburg (rund 18.000 Mg) abgegebenen Mengen festzustellen (Tabelle 38). Tabelle 38: Aus Sachsen-Anhalt abgegebene Mengen Bundesland Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Schleswig-Holstein Thüringen Menge 2008 [Mg] 4.093 2.569 7.123 119.425 2.237 4.827 1.230 1.209 46.366 37.251 333 34 180.102 1.140 125.681 Menge 2009 [Mg] 1.524 9.185 5.445 137.825 741 6.342 1.266 1.396 51.400 36.082 299 21 201.603 11.812 115.960 Änderung [Mg] -2.569 6.616 -1.677 18.400 -1.496 1.515 36 187 5.034 -1.169 -34 -13 21.501 10.672 -9.721 In diesen Bundesländern wurden hauptsächlich die AS 19 02 04* (vorgemischte Abfälle, die wenigstens einen gefährlichen Abfall enthalten) mit rund 88.000 Mg und 17 05 03* (Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten) mit rund 63.000 Mg entsorgt. 87 5 Bundesweite Abfallströme / 6 Grenzüberschreitende Abfallverbringung Die Tabelle 39 stellt die aus anderen Bundesländern nach Sachsen-Anhalt verbrachten Abfallmengen zusammen. Insbesondere Sachsen (rund 247.000 Mg), Nordrhein-Westfalen (rund 179.000 Mg) und Niedersachsen (ca. 151.000 Mg) stellen hierbei die größten Anteile. Gegenüber 2008 ist ein erheblicher Anstieg der aus Sachsen (rund 46.000 Mg), Berlin (rund 37.000 Mg) und Nordrhein-Westfalen (rund 29.000 Mg) angelieferten Mengen festzustellen. Tabelle 39: Von Sachsen-Anhalt angenommene Mengen Bundesland Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland Sachsen Schleswig-Holstein Thüringen Menge 2008 [Mg] 26.739 79.404 22.562 66.500 10.691 14.937 25.507 4.176 149.053 150.495 18.214 2.021 200.326 6.656 187.767 Menge 2009 [Mg] 19.771 75.059 59.426 59.514 5.865 12.598 28.222 5.960 150.950 179.113 14.161 1.835 246.506 5.381 152.536 Änderung [Mg] -6.969 -4.345 36.865 -6.986 -4.826 -2.338 2.715 1.783 1.897 28.618 -4.053 -186 46.180 -1.275 -35.231 Aus den Ländern wurden hauptsächlich die AS 19 03 06* (als gefährlich eingestufte verfestigte Abfälle) mit rund 80.000 Mg, 17 05 03* (Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten) mit rund 69.000 Mg und 19 12 11* (sonstige Abfälle (einschließlich Materialmischungen) aus der mechanischen Behandlung von Abfällen, die gefährliche Stoffe enthalten) mit rund 58.000 Mg angenommen. 6 Grenzüberschreitende Abfallverbringung Die Statistik der Verbringung der notifizierungspflichtigen Abfälle gemäß Abfallverbringungsverordnung zeigt, dass die Mengen im Trend großen Schwankungen unterliegen. In den letzten 3 Jahren nimmt die importierte und auch die exportierte Menge ständig ab. Die Abbildung 35 zeigt den Verlauf der exportierten und importierten Abfälle seit dem Jahr 2000. Im Berichtsjahr wurden 243.304 Mg (davon 140.618 Mg gefährlich) von Sachsen-Anhalt importiert und 15.766 Mg (davon 640 Mg gefährlich) vom Land exportiert. Damit haben sich die Importe um ca. 27.600 Mg und die Exporte um ca. 4.600 Mg verringert. 88 6 Grenzüberschreitende Abfallverbringung Menge [Mg] 500.000 450.000 400.000 350.000 300.000 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Import Export Abbildung 35: Verlauf der grenzüberschreitend verbrachten Abfallmengen Rund 89 % der importierten Menge werden einer Verwertung zugeführt. Die Tabelle 40 verdeutlicht im Vergleich der letzten beiden Berichtsjahre und der beteiligten Staaten den Trend bei den Verbringungen. Tabelle 40: Übersicht über die Abfallverbringung Staat Menge 2008 exportiert [Mg] 5.435 Menge 2008 importiert [Mg] 9.829 20.186 23 2.029 7.285 588 102.034 118 20 4.127 46.487 45.451 1.599 3.519 9.001 17.543 853 246 Menge 2009 exportiert [Mg] 73 Menge 2009 importiert [Mg] 9.276 48 25.735 2.184 14.520 6.167 110.026 54 215 1.652 31.756 26.073 3.116 3.077 8.345 1.062 73 Belgien Bulgarien Dänemark Estland Finnland Frankreich Großbritannien Italien Kroatien Lettland Luxemburg Niederlande Österreich Polen Schweden Schweiz Slowenien Tschechien Ungarn 8 14.602 307 8 15.126 553 7 Die Verringerung der insgesamt angenommenen Menge ist hauptsächlich auf die Änderungen bei Österreich mit rund 19.000 Mg, bei den Niederlanden mit rund 15.000 Mg und auf den Wegfall der Importe aus Slowenien zurück zu führen. Die zu verzeichnenden Mengenanstiege zwischen 5.000 – 7.000 Mg bei Italien, Frankreich, Dänemark und Großbritannien können diese Rückgänge nicht ausgleichen. 89 6 Grenzüberschreitende Abfallverbringung Aus Italien kommen hauptsächlich die AS 19 03 04* (als gefährlich eingestufte teilweise stabilisierte Abfälle) und 19 01 05* (Filterkuchen aus der Abgasbehandlung) mit jeweils rund 17.000 Mg. Die Importe aus Österreich konzentrieren sich auf den AS 19 08 05 (Schlämme aus der Behandlung von kommunalem Abwasser) mit rund 8.000 Mg und die aus den Niederlanden auf 19 12 07 (Holz mit Ausnahme desjenigen, das unter 19 12 06 fällt) mit rund 16.000 Mg. Der Rückgang im Export betrifft hauptsächlich die nach Belgien verbrachte Menge. 90 Quellenverzeichnis Quellenverzeichnis /1/ Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen (Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz - KrW-/AbfG) vom 27. September 1994 (BGBl. I S. 2705), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 11. August 2010 (BGBl. I S. 1163) /2/ Abfallgesetz des Landes Sachsen-Anhalt vom 1. Februar 2010 (GVBl.LSA Nr. 3 vom 12.02.2010, S. 44) /3/ Verordnung zur Umsetzung des europäischen Abfallverzeichnisses vom 10. Dezember 2001 (BGBl. I, S. 3379), zuletzt geändert am 15. Juli 2006 durch Artikel 7 des Gesetzes zur Vereinfachung der abfallrechtlichen Überwachung (BGBl. I, S. 1619) /4/ Verordnung über die Nachweisführung bei der Entsorgung von Abfällen (Nachweisverordnung - NachwV) vom 20. Oktober 2006 (BGBl. I, S. 2298), zuletzt geändert am 19. Juli 2007 durch Artikel 2 des Gesetzes zur Ablösung des Abfallverbringungsgesetzes und zur Änderung weiterer Rechtsvorschriften vom 19. Juli 2007 (BGBl. I S. 1462) /5/ Verordnung (EG) Nr. 1013/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Juni 2006 über die Verbringung von Abfällen, (ABl. Nr. L 190, S. 1) sowie Berichtigung vom 28. November 2008 91 Abkürzungsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis ABA AbfG LSA a.n.g. AöR AS AV AVV AZV BB BL BT Cd DS DV EAK EBS EG EVZA FCKW Fe GA GGK HM HMG IKW k.A. kg/E*a l/E*Wo LK LSA LVP m.A.dj. MA Mg MGB m.s.V. NE Ni ÖG ÖRE PH PLZ PPK SA SM Stck. TREA TS WZ 2003 ZAW Abwasserbehandlungsanlage Abfallgesetz des Landes Sachsen-Anhalt anders nicht genannt Anstalt öffentlichen Rechts Abfallschlüssel Abfallverwertung Abfallverzeichnisverordnung Abfallzweckverband Biologische Behandlung Bundesländer Biotonne Cadmium Duale Systeme Datenverarbeitung Europäischer Abfallkatalog Ersatzbrennstoff Europäische Gemeinschaft Energie- und Verwertungszentrale Anhalt Fluor-, Chlorkohlenwasserstoffe Eisen Gebäudeabriss Gütegemeinschaft Kompost Hausmüll hausmüllähnliche Gewerbeabfälle Industriekraftwerk keine Angaben Kilogramm pro Einwohner und Jahr Liter pro Einwohner und Woche Landkreis Land Sachsen-Anhalt Leichtverpackung mit Ausnahme der/desjenigen Mechanische Aufbereitung Megagramm (Tonne) Müllgroßbehälter mit schädlichen Verunreinigungen Nichteisen Nickel Öffentliche Garten- und Parkanlagen Öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger Private Haushaltungen Postleitzahl Papier, Pappe, Karton Straßenaufbruch Sperrmüll Stück Thermische Restabfallbehandlungsanlage Trockensubstanz Wirtschaftszweigverzeichnis des Statistischen Bundesamtes Zweckverband Abfallwirtschaft 92 Anlagenarten Anlagenarten Typ BBB BBCP BBH BBT BSD CPB HMD HMV IAL IAD KA/KAL KSV MBA REC RECA RECB RECE RECH RECS SAD SAL SALB SALD SALS SAV SON SONA SONB SONP SONT UTD UTV VAL ZWLG ZWLN Bezeichnung Biologische Bodenbehandlungsanlage Chemisch-physikalische Bodenbehandlungsanlage Biologische Behandlungsanlage Thermische Bodenbehandlungsanlage Deponie für Bauschutt / mineralische Abfälle Chemisch-physikalische, biologische Abfallbehandlungsanlage Deponie für Siedlungsabfälle / Hausmülldeponie Verbrennungsanlage für Hausmüll / Siedlungsabfälle Immobilisierungsanlage Industrielle Abfalldeponie Kompostierungsanlage Klärschalmmverbrennungsanlage Mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage Recycling-/Behandlungsanlage Recycling-/Behandlungsanlage für Altautos Recycling-/Behandlungsanlage für Bauschutt / Baumischabfälle Recycling-/Behandlungsanlage für Elektro-/ Elektronikschrott Recycling-/Behandlungsanlage für Holzabfälle Recycling-/Behandlungsanlage für Schrott Deponie für gefährliche Abfälle Sortieranlage Sortieranlage für Baumischabfälle Sortieranlage für Abfälle aus dualen Systemen Sortieranlage für gemischte Siedlungsabfälle (incl. Gewerbeabfälle) Verbrennungsanlage für gefährliche Abfälle Sonstige Anlage Sonstige Anlagen zur Ablagerung Sonstige Anlagen zur Entsorgung von Bauabfällen Produktionsanlagen, die auch Abfälle annehmen Sonstige Anlagen zur thermischen Behandlung Untertagedeponie für gefährliche Abfälle Anlage zum Untertageversatz Vergärungsanlage Zwischenlager für gefährliche Abfälle Zwischenlager für nicht gefährliche Abfälle 93
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.