Path:
Ausschreibung

Full text: Ausschreibung

Oberstufenzentrum Bautechnik II / Neubau des Oberstufenzentrums Berlin-Weißensee Holztechnik Bautechnik II / Holztechnik
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb

Ausschreibung

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb für Architekten und Landschaftsarchitekten Oberstufenzentrum Bautechnik II / Holztechnik, Berlin-Weißensee Ausschreibung

Berlin, Juni 2004

Herausgeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Behrenstraße 42 10117 Berlin-Mitte

Titelbild und Photos Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Druck Copyhaus

Inhaltsverzeichnis
Anlass und Ziel.........................................................................................6 Teil 1 Verfahren ........................................................................................7
1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 Auslober, Bauherr, Nutzer ...............................................................................7 Art des Verfahrens ...........................................................................................7 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe ................................................7 Wettbewerbsteilnehmer/innen.........................................................................8 Preisgericht und Vorprüfung...........................................................................8 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen...........................................................11 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten.................................................................11 Rückfragen .....................................................................................................12 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen......................................................12 Geforderte Leistungen ...................................................................................12 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung........................................................14 Preise und Ankäufe ........................................................................................14 Weitere Bearbeitung ......................................................................................14 Eigentum und Urheberrecht ..........................................................................15 Verfassererklärung.........................................................................................15 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten .........................15 Haftung und Rückgabe ..................................................................................16 Zusammenfassung der Termine ...................................................................16

Teil 2 Situation und Planungsvorgaben ..............................................17
2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 Historische Entwicklung des Standortes .....................................................17 Städtebauliche Rahmenbedingungen...........................................................17 Das Wettbewerbsgrundstück ........................................................................23 Erschließung und Verkehr.............................................................................27 Planungsrecht ................................................................................................28

Teil 3 Wettbewerbsaufgabe...................................................................30
3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 3.12 Planungsumfang ............................................................................................30 Städtebaulich - architektonische Zielsetzung ..............................................31 Funktionale Anforderungen an das Gebäude ..............................................31 Freiraumgestaltung........................................................................................33 Ökologisches Bauen: Schule als Ökologischer Lernort..............................34 Wirtschaftlichkeit ...........................................................................................35 Baukonstruktion und Gebäudetechnik .........................................................36 Erschließung/Stellplätze ................................................................................36 Barrierefreies Bauen ......................................................................................37 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien ..................................37 Raumprogramm, Funktionsdiagramme ........................................................37 Kriterienkatalog gemäß 5.1.5 GRW ...............................................................38

Teil 4 Anhang..........................................................................................39
4.1 4.2 Quellenangaben .............................................................................................39 Digitale Anlagen .............................................................................................40

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Anlass und Ziel

6

Anlass und Ziel
Gegenstand der Wettbewerbsaufgabe ist der Neubau der Oberstufenzentren Bautechnik II sowie Holztechnik in Berlin-Weißensee mit einer 2 geplanten HNF von ca. 13.500 m für insgesamt 1.300 Schülerplätze. Der Gesamtkostenrahmen beträgt ca. 38.000.000 Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Am Standort Gustav-Adolf-Straße sollen zukünftig die beiden Oberstufenzentren OSZ Bautechnik II und OSZ Holztechnik untergebracht werden. Hiermit soll auf sich zunehmend verändernde generelle Entwicklungstendenzen der ausbildenden Wirtschaft sowie der berufsbildenden Schule eingegangen werden. Durch die Errichtung neuer Raumkapazitäten und flexibel nutzbarer Fachraumarten wird es zukünftig an diesem Standort möglich sein, auf den sich ständig beschleunigenden Prozess der Neuordnungsvorhaben in der Berufsbildung, bei der Modernisierung geltender Ausbildungsordnungen sowie der Schaffung neuer Ausbildungsberufe reagieren zu können. Obwohl beide Oberstufenzentren organisatorisch eigenständige Einheiten bilden werden, soll die benachbarte Anordnung von Bereichen, Fachräumen und Werkstätten eine bei Bedarf flexible Nutzbarkeit ermöglichen, um sich hiermit neuen Bedingungen und Strukturveränderungen anpassen zu können. Ein Um- und Erweiterungsbau ist wegen Mängeln in der Bausubstanz aber auch aus funktionalen Gründen nicht wirtschaftlich, so dass die zur Zeit durch das Oberstufenzentrum Bautechnik II genutzten Gebäude abgerissen werden. Die 2001 umfassend sanierte Sporthalle und die 2001 neu errichtete Abbundhalle im Innenbereich des Grundstücks bleibt erhalten. Die Außenanlagen einschließlich eines Spielfeldes und Außensport-Anlagen sollen neu gestaltet werden. Für die Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe ist die Bildung von Arbeitsgemeinschaften zwischen Architekten und Landschaftsarchitekten erforderlich. Die Maßnahme wird aus Mitteln der EU-Strukturfonds, der Gemeinschaftaufgabe (GA) „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ finanziert.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

7

Teil 1 Verfahren 1.1 Auslober, Bauherr, Nutzer

Auslober, Bauherr Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Hochbau Referat V P I Fehrbelliner Platz 2 10707 Berlin Herrmann-Josef Pohlmann, V P I L Tel.: +49 (030) 9012 6700 Fax: +49 (030) 9012 5998 Bedarfsträger Senatsverwaltung für Bildung, Schule und Sport Beuthstraße 6-8 10117 Berlin Bernd Puhlemann, II D 60 Tel.: +49 (030) 9026 6257 Fax: +49 (030) 9026 6011 Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Behrenstraße 42 10117 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt, II D 14 Tel.: +49 (030) 9020 5539 Fax: +49 (030) 9020 5653 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.verwalt-berlin.de

1.2

Art des Verfahrens

Die Auslobung erfolgt als begrenzt offener einstufiger Realisierungswettbewerb, zu dem insgesamt 30 Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt bzw. ausgelost wurden. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.

1.3

Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe

Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

8

Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der RegistrierNr. B-2004-02 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.a. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können diese Daten auf Wunsch gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.

1.4 Wettbewerbsteilnehmer/innen
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 14.02.2004 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 30 Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt bzw. ausgelost.

1.5

Preisgericht und Vorprüfung
Carola Schäfers Architektin, Berlin Johannes Modersohn Architekt, Berlin Walter A. Noebel Architekt, Berlin Cornelia Müller Landschaftsarchitektin, Berlin

Fachpreisrichter

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

9

Stellvertretende Fachpreisrichter

Michael Kny Architekt, Berlin Ines Alkewitz Landschaftsarchitektin, Wuppertal

Sachpreisrichter

Dr. Hans Stimmann Senatsbaudirektor Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Konrad Zander Leiter der Abteilung Projektvorbereitung und Projektprüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ludger Pieper Leiter der Abteilung Planung und Recht im Schulbereich, Unterrichtsorganisation Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport

Stellvertretende Sachpreisrichter

Gisela Martens Leiterin der Abteilung Baudurchführung Hochbau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Uwe Dechène Referatsleiter Objektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Peter Weiz Leiter des Bereichs Schulträgerschaft Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport

Sachverständige

Holger Sonntag Schulleiter OSZ Holztechnik, Berlin Helmut Hoffmann Schulleiter OSZ Bautechnik II, Berlin Bernd Puhlemann Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Wolfgang Lampe Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

10

Detlev Repke Stadtplanungsamt Bezirk Pankow Albrecht Ohl Stadt- und Freiraumplanung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ulrich Herrmann Koordinierungsstelle für barrierefreies Bauen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Brigitte Reichmann Ökologischer Städtebau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Birgitt Kalthöner Leiterin der Architekturwerkstatt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Marianne Bohn-Decker Bauaufsicht, Bauordnungsrecht Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Herrmann-Josef Pohlmann Referatsleiter Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Gerhard Lutz Objektmanager Hochbau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ulrich Bergner / Annette Wagner Projektvorbereitung und -prüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Peter Ostendorff / Inge Schmidt-Rathert Referat Auswahlverfahren und Wettbewerbe Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Vorprüfung Kostenprüfung Architekturbüro Schönwälder Zimmer Büro Henschel und Partner Beratende Ingenieure Sven Schmedes Architektenkammer Berlin

Gäste

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

11

1.6 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen
Die Wettbewerbsunterlagen werden den Teilnehmern am 16. Juni 2004 zugesandt.

1.7

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten

Die Arbeiten sind am 16. September 2004 von 14.00 bis 17.00 Uhr im Architekturbüro Schönwälder Zimmer, Bülowstraße 66, 10783 Berlin abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst mit der Kennziffer versehen an o. a. Adresse nachzusenden. Das Modell ist in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung abzuliefern. Es ist am 23. September 2004 von 14.00 bis 17.00 an gleicher Stelle oder am selber Tag oder davor liegend per Kurierdienst einzureichen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Realisierungswettbewerb OSZ Bautechnik II/Holztechnik“ einzureichen. Bei Zustellung durch Postoder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 16. September 2004 oder eines davor liegenden Tages trägt. Für die Einlieferung des Modells gilt entsprechend das Datum des 23. September 2004. Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel/Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises fristgemäßer Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mitbeurteilt. Bei Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebeleges in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen, an den Auslober nachzusenden. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

12

1.8

Rückfragen

Rückfragen (GRW 5.3) zur Auslobung können ausschließlich schriftlich per E-Mail gestellt werden und müssen bis zum 5. Juli 2004 unter dem Kennwort „Realisierungswettbewerb OSZ Bautechnik II/Holztechnik“ bei folgender E-Mail-Adresse: osz@szinfo.de eingegangen sein. Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Ausschreibung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Die Rückfragen werden mit dem Preisgericht erörtert. Ein Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern findet nicht statt. Das Preisgericht tritt voraussichtlich am 9. Juli 2004 zur Erörterung der eingegangenen Rückfragen zusammen. Das Ergebnisprotokoll des Rückfragenkolloquiums mit der Zusammenstellung der Fragen und Antworten wird anschließend allen am Verfahren Beteiligten zugesandt. Das Protokoll ist Bestandteil der Ausschreibung.

1.9

Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen

Unterlagen des Wettbewerbs sind: Die vorliegende Ausschreibung, eine Modellgrundplatte mit Bestandsgebäuden und eine CD-ROM mit folgenden Planunterlagen (s. im Teil 4 Anhang/Digitale Anlagen) Informationspläne Bestandszeichnungen als dwg-Datei Lageplan Bestand als dxf-Datei Lageplan Leitungsführung Abwasser Arbeitspläne Lageplan als dxf-Datei Lageplan mit Baufenster als dxf-Datei Modell Modellgrundplatte mit Bestandsgebäuden

M 1:200 M 1:500 M 1:1000

M 1:1000 M 1:500

M 1:500

Hinweis Jeder Teilnehmer des Wettbewerbes verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Wettbewerb zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.

1.10 Geforderte Leistungen
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet:

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

13

1. Städtebauliches Konzept M 1 : 500 mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Freiflächen (einschließlich der Versickerungsanlagen) und der Erschließung 2. Grundrisse aller Geschosse M 1 : 200 (Grundrisswiederholungen identischer Geschosse können in M 1 : 500 dargestellt werden) 3. Ansichten und zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte M 1 : 200 4. Freie Darstellung auf einem Blatt (optional) 5. Einfaches Massenmodell M 1 : 500 mit schematischer Darstellung der Freiflächen 6. Prüfpläne ein Satz der Grundrisse, Schnitte und Ansichten mit Eintragung der Raumbezeichnungen und Angabe der notwendigen Maße (gefaltet) 7. Berechnungen auf Formblättern nachprüfbar und aufgestellt nach DIN 277 (Formblätter im Teil 4 Anhang/Digitale Anlagen) Berechnung der Nutzfläche (HNF und NNF) Berechnung der Bruttogrundrissfläche (BGF) Berechnung des Rauminhalts (BRI) 8. Berechnung der Flächen folgender Bauelemente (Formblätter im Teil 4 Anhang/Digitale Anlagen) DAF Dachflächen HTF Horizontale Trennflächen BAF Basisflächen AWF Außenwandflächen IWF Innenwandflächen BAU Baugrube 9. Erläuterungsbericht mit Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts 10. Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppe 300 und 400) sowie Aussagen zur Wirtschaftlichkeit und zur Einhaltung des Kostenrahmens, ggf. mit Skizzen 11. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 12. Verfassererklärung (Formblatt im Teil 4 Anhang/Digitale Anlagen) Die geforderten Leistungen sind in Papierform und auf CD-Rom einzureichen (Pläne im dwg- oder dxf-Format, Texte und Tabellen im pdfFormat). Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden. Um die Arbeiten jedoch gegebenenfalls bei einer späteren Ausstellung in Wechselrahmen präsentieren zu können, sollte kein größeres Blattformat als 1,195 m x 0,895 m gewählt werden. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gem. GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

14

1.11 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung
Das Beurteilungsverfahren ist unter den Punkten 5.5, 5.6 und 5.7 sowie in den Anlagen II und III der GRW 1995 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges (Beurteilungskriterien gem. GRW 5.1.5) vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Eine zweiphasige Vorprüfung bleibt vorbehalten. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.

1.12 Preise und Ankäufe
Die Wettbewerbssumme (GRW 4.1) ist auf der Basis des § 15 HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 ermittelt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 115.000,00 Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis 4 Ankäufe 37.950,00 Euro 25,300,00 Euro 17.250,00 Euro 11.500,00 Euro à 5.750,00 Euro

Über die Preise und Ankäufe hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise und Ankäufe werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 16 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.

1.13 Weitere Bearbeitung
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren Preisträgern die weitere Bearbeitung der Aufgabe mindestens mit den Leistungen 2 - 5 nach § 15 HOAI übertragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zu Grunde liegende Aufgabe realisiert werden soll (GRW 7.1). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zu Grunde gelegt wird (GRW 7.2).

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

15

Kunst am Bau Gemäß den Ausführungen in der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau) ist beabsichtigt, für diese Baumaßnahme Mittel in Höhe von insgesamt ca. 240.000,00 Euro einschließlich Künstlerhonorare und Mehrwertsteuer für Kunst am Bau Maßnahmen bereitzustellen. Art und Umfang der Maßnahmen sowie das Vergabeverfahren für die Kunst am Bau sind nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens von den zu Beteiligenden, insbesondere Bauherren, Preisträgern sowie dem für Kunst im Stadtraum und am Bau zuständigen Fachbereich der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur zu bestimmen.

1.14 Eigentum und Urheberrecht
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.

1.15 Verfassererklärung
Durch ihre Unterschrift auf der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fachund termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt im Teil 4 Anhang/Digitale Anlagen auf CD-Rom.

1.16 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse (GRW 6.1) sowie unter www.stadtentwicklung-berlin.de/aktuell/ausstellungen bekannt gegeben. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (GRW 6.3).

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 1 Verfahren

16

1.17 Haftung und Rückgabe
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung 4 Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung eingereicht wurden.

1.18 Zusammenfassung der Termine
Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen Rückfragen per E-Mail bis Besichtigung OSZ Bautechnik I, Berlin-Spandau Preisrichterkolloquium /Rückfragenbeantwortung Abgabe der Arbeiten Abgabe des Modells Sitzung des Preisgerichts 16. Juni 2004 5. Juli 2004 30. Juni 2004 9. Juli 2004 16. September 2004 23. September 2004 28. Oktober 2004

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

17

Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1 Historische Entwicklung des Standortes

Bebauungsgeschichte von Weißensee Weißensee wird Anfang des 13. Jahrhunderts als Straßendorf an der von Berlin nach Bernau führenden Handelsstraße gegründet. Das 1540 zum Rittergut erhobene Weißensee erhält Mitte des 18. Jahrhunderts ein schlichtes Gutshaus, das 1859 durch ein schlossähnliches Gebäude ersetzt wird. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts bleibt das Dorf Weißensee in seiner ursprünglichen Gestalt fast unverändert. Die im Jahr 1872 einsetzende Parzellierung des Gutes und in dessen Folge die Bebauung mit Mietskasernen ist der eigentliche Anstoß zur Verstädterung von Weißensee. Eine Voraussetzung dafür ist die gute Verkehrsanbindung nach Berlin. Die erste Pferde-Bahnlinie eröffnet 1876. Um die gleiche Zeit wird das Gutsgelände zu einem Vergnügungspark mit Reitbahn, Karussells, Musikpavillon und Seeterrasse umgestaltet und dadurch zu einem beliebten Ausflugsziel für die Berliner. Eine weitere Attraktion ist die erste Trabrennbahn. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entwickelt sich das 1880 zur Landgemeinde umgewandelte Dorf Weißensee zu einem ausgedehnten Wohn- und Industriegebiet mit städtischer Infrastruktur. 1920 wird Weißensee nach Berlin eingemeindet. In der Weimarer Republik entstehen neben neuen Wohnungsbauten auch weitere Großbetriebe und Brauereien. Sogar einige Filmstudios werden hier vorübergehend eingerichtet. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges wächst die Bevölkerung auf 60.000 Einwohner an. Ab Anfang der sechziger Jahren entstehen zahlreiche neue Wohnungsbauten, anfangs vorwiegend in Großblockbauweise, später als Plattenbauten. Im Zuge der Berliner Verwaltungsreform im Jahr 2001 werden Weißensee, Prenzlauer Berg und Pankow zu einem Bezirk zusammengefasst.

2.2

Städtebauliche Rahmenbedingungen

Lage und stadträumliche Verflechtung Das Wettbewerbsgebiet befindet sich im Nordosten Berlins im Bezirk Pankow, Ortsteil Weißensee. (P 1, P 2). Das städtebauliche Umfeld ist geprägt durch eine sehr heterogene Struktur. Einerseits findet sich in der in der weiteren Umgebung, um den Hamburger Platz herum, Blockrandbebauung, jedoch wegen der Lage außerhalb des S-Bahnringes niedriger als im Stadtzentrum. Trotz der Dichte der Blockrandstruktur hat dieser Bereich vorstädtischen Charakter.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

18

Andererseits herrschen in der unmittelbaren Umgebung des Grundstücks weitläufige Friedhofsanlagen, Kleingartenanlagen, Betriebs- und Gewerbehöfe (F 11, F12) und aufgelassene Gewerbegrundstücke vor. Das Grundstück befindet sich an der Gustav-Adolf- Ecke Amalienstraße und erstreckt sich nach Südosten bis zur Roelkestraße. Dort schließt auf der gegenüberliegenden Straßenseite der städtische Friedhof Weißensee an (F 9). Eingangstor, Verwaltungs- und Wohngebäude und die Friedhofsmauer stehen unter Denkmalschutz. An diesen grenzt nach Südwesten das parkartig angelegte Grundstück der Park-Klinik Weißensee an. Jenseits der Amalienstraße liegt der Friedhof der Segensgemeinde (F 10) mit ebenfalls denkmalgeschütztem Gebäudebestand. Auf dem südwestlich angrenzenden Grundstück befindet sich die Hagenbeck-Oberschule (F 15). Im hinteren Teil grenzt das Wettbewerbsgrundstück an eine Kleingartenkolonie an (F 13). Im weiteren Umfeld, in unmittelbarer Nähe zum Hamburger Platz, wurde nordwestlich der Gustav-Adolf-Straße vor wenigen Jahren das Dienstleistungs- und Gewerbezentrum Weißensee, das DGZ (F 1) und Geschosswohnungsbau (F 2) in Blockrandbebauung errichtet. Daran schließt sich Wohnbebauung in Zeilenbauweise aus den 20ger Jahren an (F 3, F4, F 5). Die Siedlung nach den Entwürfen des Architekten Franz Fedler wurde 1929-31 errichtet und zeigt in ihrer Anlage und Geschlossenheit hohe städtebauliche Qualität. Die Siedlung steht unter Denkmalschutz. Jenseits der Amalienstraße finden sich auf der nordwestlichen Straßenseite vorwiegend Einfamilienhäuser (F 28). Daran schließt sich in der Obersteinstraße eine Bebauung mit Siedlungshäusern an (F 7), die im Rahmen der Reichsnotverordnung von 1931 errichtet wurden. Nordöstlich der Rennbahnstraße liegt die Rad-Rennbahn Weißensee. Auf der südöstlichen Straßenseite der Gustav-Adolf-Straße erstreckt sich der Friedhof der St. Georgen Gemeinde vom Hamburger Platz (F 14) bis zu der dem Wettbewerbsgrundstück benachbarten Kleingartenkolonie Frieden.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

19

P1 Luftbildaufnahme des Wettbewerbsgebietes aus dem Jahr 2002

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

20

P2 Auszug aus der Liegenschaftskarte

M 1:10000

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

21

F1 Gustav-Adolf-Straße: Dienstleistungs- und Gewerbezentrum DGZ

F2 Gustav-Adolf-Straße: Wohnbebauung am DGZ

F3 Wigandstaler Straße: Wohnbebauung von Franz Fedler 1929-1931

F4 Gäbler Straße: Wohnbebauung von Franz Fedler 1929-1931

F5 Wigandstaler Straße: Wohnbebauung von Franz Fedler 1929-1931

F6 Wohnbebauung gegenüber des Segensgemeinde-Friedhofs

F7 Obersteiner Weg: Siedlungsreihenhäuser von 1931

F8 Gustav-Adolf-Straße: Hagenbeck-Oberschule

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

22

F9 Eingangsbauten des Städtischen Friedhofs Weißensee

F10 Friedhof der Segensgemeinde

F11 Gustav-Adolf-Straße: Gewerbehof

F12 Gustav-Adolf-Straße: Betriebshof der GASAG

F13 Gustav-Adolf-Straße: Zugang zur Kolonie Frieden

F14 Gustav-Adolf-Straße: Mauer des St. Georgen-Parochial III Gemeinde-Friedhofs

F15 Gustav-Adolf-Straße: Eingang Hagenbeck-Oberschule

F16 Blick vom Grundstück in Richtung Kolonie Frieden

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

23

2.3 Das Wettbewerbsgrundstück
Grundstück/Größe Das zu bebauende Grundstück Gustaf-Adolf-Straße 66 hat eine Fläche 2 von 35.296 m . Es befindet sich im Flur 265 und 266 und setzt sich aus den Flurstücken 96 und 1046 zusammen. Das Grundstück hat eine leichte Trapez-Form und erstreckt sich von Nordwest nach Südost. Eigentümer ist das Land Berlin. Das Grundstück befindet sich im Fachvermögen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport. Vorhandene Bebauung und Planungsbindungen Bereits angesiedelt am Standort Gustav-Adolf-Straße 66 ist das Oberstufenzentrum Bautechnik II. Die momentan genutzten Unterrichtsgebäude werden jedoch abgerissen. Für die Unterrichtsgebäude (F 17, F 18) wurde der vom Wohnungsbaukombinat 1967 entwickelte Schulbau-Typ SK-Berlin verwendet. Dieser für die allgemeinbildende polytechnische Oberschule mit einheitlichem Raumprogramm entwickelte Gebäude-Typ aus vorgefertigten Bauteilen ist bis zum Mauerfall an mehr als 150 Standorten im Ostteil der Stadt errichtet worden. An der südwestlichen Grundstücksgrenze an der Gustav-Adolf-Straße befindet sich ein Trafo-Häuschen der Bewag und eine Gasübergabestation der GASAG. Die Trafostation soll in den zu errichtenden Neubau integriert werden, während die Gasstation entfernt werden kann. Die 1995 als Behelf aufgestellten Klassencontainer (F23) im südöstlichen Teil des Grundstücks dienen während der Bauzeit weiterhin als Klassenräume und werden nach Abschluss der Baumaßnahme entfernt. Erhalten bleibt die im Jahre 2001 sanierte Sporthalle (F 20) und die 2001 errichtete Abbundhalle (F 19). Die in Skelettbeton-Bauweise errichtete Sporthalle vom Typ GT-Berlin besteht aus einer 18 m auf 36 m großen Halle und einem daran anschließenden zweigeschossigen Gebäudetrakt mit den Geräte- und Umkleideräumen. Die Abbundhalle ist ein Holzrahmen-Bau mit eingeschobenem Massivbaukörper, dessen Räume als Lager dienen. Die beiden in Holzständerbauweise errichteten Pavillons auf dem Pausenhof (F 21) sind in der Planung für den Neubau des OSZ Bautechnik II/Holztechnik nicht zu berücksichtigen. Die vorhandenen Freiflächen umfassen momentan neben einem an der Gustav-Adolf-Straße gelegenen Parkplatz und dem Hausmeistergarten einen von den bestehenden Gebäuden eingefassten, größtenteils versiegelten Pausenhof und im südöstlichen Teil des Grundstücks einen weitläufigen Rasenplatz (F 22, F 24) mit Umlaufbahn als Außensportfläche. Topographie Die Geländekoordinaten auf dem Wettbewerbsgrundstück liegen überwiegend zwischen 50,7 und 51,3 mNN und steigen lediglich an der nordöstlichen Grundstücksgrenze bis auf 52,2 mNN an.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

24

Baugrund Das Wettbewerbsgebiet ist Teil der weichselkaltzeitlich geprägten Barnimoberfläche. Unter Mutterboden und/oder Verfüllung findet sich der weichselkaltzeitlich geprägte Geschiebelehm/-mergelkomplex. Dem Geschiebelehm/-mergel sind bis max. 1,7 m unter Gelände lokale Decksande mit eingelagerten stärker sandigen Partien und Geröll aufgelagert. Unter dem weichselkaltzeitlichen Geschiebemergel und zwischengelagerten pleistozänen Schmelzwassersanden folgt ab einer Tiefe von 8,6 m der Geschiebemergel der Saalekaltzeit. Grundwasser Das Grundwasser des Hauptgrundwasserleiters steht im Untersuchungsgebiet im gespannten Zustand an und stellt sich erst nach Durchbohren mehrerer schwer durchlässiger Geschiebemergelschichten zwischen 38 und 40 mNN ein. Die unterschiedlichen Grundwasserstände zeitlich versetzter Bohrungen lassen auf schwebende Grundwasserhorizonte (Schichtenwasser) schließen. Bei längeren Niederschlägen bzw. in der Tauperiode ist mit sich über dem Geschiebelehm/-mergel aufstauenden Sickerwasser zu rechnen.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

25

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

26

F17 Gustav-Adolf-Straße: Blick auf das OSZ Bautechnik II

F18 Rückwärtige Ansicht des OSZ Bautechnik II

F19 Abbundhalle

F20 Sporthalle

F21 Pausenhof

F22 Blick Über den Sportplatz Richtung Süd-Osten

F23 Mobile Klassenräume

F24 Grundstücksbereich an der Roelkestraße

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

27

2.4

Erschließung und Verkehr

Die Gustav-Adolf Straße (F 25 – F 29, F 31) verläuft von der Rennbahnbzw. die Romain-Rolland-Straße im Nordosten über den Hamburger Platz bis zur Prenzlauer Allee im Südwesten. Die Prenzlauer Allee, später Prenzlauer Promenade, die Bundesstraße 109, ist eine der Haupteinfallstraßen von Norden in das Berliner Zentrum. Die Gustav-Adolf-Straße liegt außerhalb des S-Bahn-Ringes. Der nächstgelegene S-Bahnhof ist der Bahnhof Prenzlauer Allee. Die Schule ist von dort aus erreichbar mit der Buslinie 156, die durch die GustavAdolf-Straße verläuft. Eine Haltestelle befindet sich direkt an der Kreuzung Gustav-Adolf- Ecke Amalienstraße (F 17, F 29). Es ist beabsichtigt, die Taktzeiten dem Schulbetrieb anzupassen. In der Rennbahn- bzw. Romain-Rolland-Straße verläuft die Buslinie X 54. Die Schule ist sowohl über die Gustav-Adolf-Straße wie auch über die Amalienstraße erschlossen. Zurzeit besteht der Hauptzugang zur Schule über die Amalienstraße. Im nördlichen Teil der Amalienstraße (F 30) befindet sich ein Parkstreifen zum Querparken. Technische Infrastruktur Im öffentlichen Straßenland der Gustav-Adolf-Straße befindet sich eine Schmutzwasserleitung DN 200. Die Schmutzwasserleitung in der Amalienstraße mit DN 200 endet im Mittelbereich ca. 140 m nach dem Anschlusspunkt in der Gustav-Adolf-Straße. Im Grundstücksbereich an der Roelkestraße ist die Anbindung ausschließlich quer über die Kreuzung in eine weitere Schmutzwasserleitung DN 200 möglich. Die Mobilen Klassenräume im Südosten des Grundstücks sind nur über ein Provisorium angeschlossen. Für die Entwässerung sind momentan 2 Hauskästen mit einer Durchflussmenge von 16 l bzw. 18 l pro Sekunde installiert. Dies entspricht der Kapazität der Schmutzwasserleitungen. Die Verlegung einer neuen Schmutzwasserleitung ist in den Gesamtkosten nicht kalkuliert und auch nicht beabsichtigt, so dass bei der Planung von den gegenwärtigen eingeschränkten Kapazitäten vor allem in der Amalienstraße ausgegangen werden muss. Regenwasserleitungen liegen in der Gustav-Adolf-Straße mit DN 250 bis DN 350, dann weiterführend mit DN 400, und in der Roelkestraße westwärts führend mit DN 300. Frischwasserleitungen befinden sich in ausreichender Kapazität in beiden Straßen. Das bestehende Oberstufenzentrum Bautechnik II ist an die Gasversorgung angeschlossen. Dies soll für die Neubebauung beibehalten bleiben. Gasleitungen befinden sich sowohl in der Gustav-Adolf-Straße sowie auch in der Amalienstraße.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

28

2.5

Planungsrecht

Für das Wettbewerbsgebiet existiert kein Bebauungsplan. Neubauvorhaben werden nach § 34 BauGB entschieden. Das Vorhaben soll im Zustimmungsverfahren genehmigt werden. Genehmigungsfähig ist entsprechend einer im Vorfeld angefertigten Bebauungsstudie eine maximal viereinhalbgeschossige Bebauung auf den Straßenfluchten. Das im Lageplan eingetragene Baufenster ist bindend.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

29

F25 Gustav-Adolf-Straße: Richtung Osten

F26 Roelckestraße: Richtung Westen

F27 Gustav-Adolf-Straße: Richtung Westen mit Gewerbebauten

F28 Gustav-Adolf-Straße: Blick nach Norden auf die Einfamilienhausbebauung

F29 Gustav-Adolf-Straße: Ecke Amalienstraße

F30 Amalienstraße: Blick auf das OSZ Bautechnik II

F31 Gustav-Adolf-Straße: In Höhe des Segensgemeinde-Friedhofs

F32 Amalienstraße: Jenseits der Roelke Straße Richtung Süden

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

30

Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Planungsumfang

Die Wettbewerbsaufgabe umfasst den Entwurf von Unterrichtsgebäuden und Werkstätten für die Oberstufenzentren Bautechnik II sowie Holztechnik einschließlich der Freiflächengestaltung mit Pausen- und Außensportflächen. Die auf dem Grundstück befindliche 2001 umfassend sanierte Sporthalle des Oberstufenzentrums (F 20) und die 2001 errichtete Abbundhalle (F 19) sind nicht Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe. Für das zurzeit noch in Treptow angesiedelte Oberstufenzentrum Holztechnik ist seit längerem ein Erweiterungsbau vorgesehen. Auch für das bestehende OSZ Bautechnik II ist aus Kapazitätsgründen ein Neubau geplant. Um Synergieeffekte zu nutzen, sollen beide Oberstufenzentren auf dem Grundstück Gustav-Adolf-Straße 66 zusammengefasst werden. Für die Oberstufenzentren Bautechnik II und Holztechnik sind Unterrichts–, Fachpraxis-, Verwaltungs- und Pausenräume (Cafeteria) mit 2 einer Programmfläche von ca. 13.500,00 m HNF neu zu planen. In den Oberstufenzentren Bautechnik II/Holztechnik wird der schulische Teil der Berufsausbildung für das Berufsfeld der Bautechnik sowie der Holztechnik durchgeführt, d.h. für die Berufe: Bautechnik Beton– und Stahlbetonbauer Maurer Zimmerer Bauzeichner Betonfertigteilbauer Fassadenmontierer Gerüstbauer Estrichleger Holztechnik Tischler Parkettleger Bodenleger Glaser
-

Neben den genannten Ausbildungsgängen werden in den Oberstufenzentren Bildungsgänge angeboten, die die Befähigung für ein Studium an der entsprechenden Fachhochschule vermitteln. Außerdem wird für Schüler im 11. Schuljahr, die die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben, aber kein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis beginnen können, Vollzeitunterricht angeboten. Der Unterricht in den Oberstufenzentren erstreckt sich in Abhängigkeit des jeweiligen Bildungsganges über den ganzen Tag. Die hohe Wochenstundenzahl in allen Bildungsgängen – teilweise bis zu 34 Wochenstunden – bedingt bei einer 5-Tage-Woche Nachmittagsunterricht. Im Gegen-

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

31

satz zu den Bildungszentren der Mittelstufe ist eine sozialpädagogische Betreuung in der Freizeit nicht vorgesehen, da auf Grund der obligatorischen Unterrichtsverpflichtung das Freizeitkontingent des einzelnen Schülers einen wesentlich geringeren Umfang hat.

3.2

Städtebaulich - architektonische Zielsetzung

Ziel der Neubebauung ist es, eine deutliche Raumkante innerhalb der umliegenden, sehr heterogenen Bebauung zu schaffen und ordnend auf das städtebauliche Umfeld einzuwirken. Durch die Anordnung der Bebauung an den Straßenfluchten ist die Ausbildung einer Straßenkante beabsichtigt. Die Baumasse sind auf dem nordwestlichen Grundstücksteil zu konzentrieren (s. Baufenster im Lageplan), da auf Grund der unzureichenden technischen Infrastruktur die Bebauung des südöstlichen Grundstückteils nicht möglich ist (S. Teil 2, Punkt 2.4, Absatz 6). Unter Berücksichtigung der umliegenden Bebauung ist ein Baukörper mit maximal vier Geschossen plus Souterrain (s. Teil 3, Punkt 3.3) vorzusehen. Die Gebäude entlang der Amalienstraße sollten niedriger sein, d.h. eine Hierarchie innerhalb beider Straßen sollte auch in der Bebauung ablesbar sein. Das Oberstufenzentrum soll nach außen als öffentliches Gebäude erkennbar sein. Die Auffindbarkeit des Zugangs zum Gebäude ist von besonderer Wichtigkeit. Der gemeinsame Eingangsbereich soll als Empfangszone, aber auch als vermittelndes bauliches Element zwischen beiden Schulen deutlich werden. Erwartet wird ein strukturiertes Gebäude mit einer klaren, konzentrierten Architektursprache, das sich in Höhe und Ausgestaltung der Baukörper in das städtebauliche Umfeld einfügen kann. Über die gemeinsam genutzten Flächen hinaus (s. dazu auch Pkt 3.3.) sollen die beiden Schulen als zwei eigenständige Einheiten erkennbar bleiben. Die Qualität der vorhandenen Sportflächen liegt im „eingebettet-sein“ in das sie umgebende Grün. Auch die geplanten neuen Sportanlagen sollen durch die Art und Weise ihrer Gestaltung in den umliegenden Landschaftsraum überleiten.

3.3

Funktionale Anforderungen an das Gebäude

Die beiden Oberstufenzentren sind als organisatorisch und räumlich eigenständig anzusehen. Vorgabe des Bedarfsprogramms ist allerdings die räumliche Zusammenfassung der schulübergreifenden Nutzungen wie Cafeteria, Aufenthaltsbereich, Bibliothek und der naturwissenschaftlichen Bereiche und Fremdsprachenfachraum, wobei diese Bereiche als verbindendes Element zwischen den beiden Schulen fungieren sollten. Wegen der Emissionen sollten die Fachpraxisräume (Werkstätten) in einem gesonderten Gebäudeteil untergebracht werden.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

32

Folgende Vorgaben sind bei der Planung zu berücksichtigen:
-

Die Bedarfsprogrammflächen sollen in maximal 4 Vollgeschossen realisiert werden (schulorganisatorische Anforderung, Vermeidung von Aufzügen, die nur für den Transport von Materialien bzw. zur Beförderung der Behinderten zu nutzen sind). Für die zentrale Späne-Absaugung der großen Holzmaschinen sind ausreichende Flächen (Technik) vorzusehen. Die lichte Raumhöhe beträgt bei Aufenthaltsräumen generell 3,00 m mit Ausnahme folgender Bereiche: Frischbetonlabor (Bau II) Labore (HT) Fachpraxiswerkstätten (BAU II und HT) Cafeteria 3,90 m im Lichten

-

-

3,90 m im Lichten

-

Zur Vermeidung mechanischer Lüftungsanlagen ist generell eine maximale Raumtiefe von 8,40 m anzustreben. Das führt in den großen Werkstätten zu langgestreckten Räumen, die in Nutzungszonen aufteilbar sind (z.B. Werkstattzone, Meisteraufsicht-/Aufenthaltszone mit Eingangsbereich, Lagerzone). In Ergänzung der Funktionsdiagramme der beiden Oberstufenzentren ist darauf Wert zu legen, dass vergleichbare Nutzungsbereiche z.B. durch Standardisierung von Unterrichtsräumen so angeordnet werden, dass bei zukünftiger Veränderung der Ausbildung, Bildungsgänge, Schülerplätze die Verlagerung und Mitnutzung benachbarter Räume ermöglicht werden kann. Die vorhandene Sporthalle und die Abbundhalle werden während der Bauzeit weiterhin genutzt. Es sind deshalb Vorschläge zu entwickeln, wie die Zugänglichkeit beider Gebäude gewährleistet werden kann. Wegen der Besonderheiten des Baugrundes ist keine Vollunterkellerung der Gebäude vorgesehen. Das Unterbringen von Technikräumen und Archivflächen in einem Souterraingeschoss ist in Teilbereichen möglich. Zur Zwischenspeicherung des Regenwassers ist auf den Dachflächen eine extensive Dachbegrünung vorzusehen. Bei der Anordnung der Installationskerne ist zu beachten, dass das Abwasser in natürlichem Gefälle in die vorhandenen Hauskästen abgeleitet werden kann. Die Anschlüsse der Hauskästen an den öffentlichen Abwasserkanal befinden sich am Hochpunkt des Entwässerungsnetzes (s. Leitungsplan Abwasser im Teil 4 Anhang/Digitale Anlagen).

-

-

-

-

-

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

33

3.4

Freiraumgestaltung

Im Rahmen des Wettbewerbs sind Vorschläge für die Gestaltung der Pausenflächen, Außenanlagen und die erforderlichen AußenSportflächen zu entwickeln. Nach dem gebilligten Bedarfsprogramm sind insgesamt 6.500 m² (entwurfsabhängig) Pausenflächen vorzusehen. Die zu planenden Außensportanlagen bestehen aus einem 62 m x 94 m großen Spielfeld mit Kunststoffbelag, einer 100 m Laufbahn, einer Leichtathletikanlage mit 660 m² und einer Gymnastikwiese mit 400 m². Des Weiteren sind Lagerflächen für Baustoffe und Freiflächen vorzusehen, die folgenden Werkstätten bzw. Räumen der Fachpraxis zugeordnet werden sollen: OSZ Bautechnik II Steinbau Betonbau Tiefbau OSZ Holztechnik Holz- und Plattenlager 150 m2 150 m2 150 m2 150 m2

Bei der Planung sind zudem ausreichend Flächen für die Aufstellung von Müllcontainern zu vorzusehen. Erwartet wird eine signifikante Freiflächengestaltung mit integrierten Sportanlagen. Regenwasserversickerung Laut Bodengutachten besteht der Baugrund im Versickerungsraum überwiegend aus Geschiebelehm/-mergel. Diese Bodenbeschaffenheit macht besondere Maßnahmen zur Versickerung bzw. zur Ableitung des Regenwassers auf dem Grundstück erforderlich. Die vorgesehenen Maßnahmen wie Errichten einer Zisterne und Planung einer Mulden-RigolenVersickerung haben nicht unerheblichen Einfluss auf die Freiflächengestaltung. Es ist deshalb ein Gesamtkonzept zur verträglichen Einbindung der vorgesehenen Maßnahmen zu entwickeln. Vorgabe ist, dass die über die Außensportanlagen hinaus auf dem Grundstück verbleibenden Grünflächen als Erholungsfläche nutzbar sind. Kernstück der Konzeption zur Versickerung (s. dazu das Gutachten zur Versickerung im Anhang) sind die Zwischenspeicherung der Niederschlagsabflüsse in einer Zisterne und die Versickerung über MuldenRigolen-Elemente mit Überlauf und Drosselabfluss in die Kanalisation. Die Zwischenspeicherung in der Zisterne ist auf Grund der Gefällesituation unumgänglich. Aufgrund der geringen Durchlässigkeit des Untergrundes stellen Mulden-Rigolen-Elemente die bevorzugte Lösung dar. Der Zisterne sind die Niederschlagsabflüsse von den Dach- und Verkehrsflächen und das Wasser aus der Drainage der Sportflächen zuzuführen. Eine Reduzierung und verzögerte Ableitung der Niederschlags-

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

34

zuflüsse von den Dachflächen durch Dachbegrünung und von den Verkehrsflächen durch (teil-)durchlässige Befestigungen ist einzuplanen und liegt auch der Vorbemessung zu Grunde. Die Fassung und Ableitung der Niederschlagszuflüsse bereits am Ort ihrer Entstehung (das heißt im Bereich von Dachentwässerung und Verkehrsflächen) über ein System von Mulden-Rigolen-Elementen ist sinnvoll und führt zu einer weiteren Reduzierung der der Zisterne zuzuführenden Mengen. Der Zulauf zur Zisterne sollte im freien Gefälle gewährleistet sein. Die teilweise Zwangsentleerung der Zisterne muss mittels Pumpen in die Mulden-Rigolen-Elemente erfolgen. Das Mulden-Rigolen-System verfügt über einen Überlauf für einen gedrosselten Abfluss in die Kanalisation. Das Zisternenwasser soll zur Bewässerung der Grünflächen genutzt werden.

3.5

Ökologisches Bauen: Schule als Ökologischer Lernort

Wie die allgemeinbildenden Schulen sind auch die Oberstufenzentren dem Prinzip, ökologischer Lernort zu sein, verpflichtet. Die umweltbewusste Gestaltung von Gebäude und Außenraum der Schule ist ein notwendiger Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung. Darüber hinaus wird eine aktive und gezielte Auseinandersetzung mit den der Gestaltung innewohnenden Grundprinzipien sowie deren Vermittlung möglich. Gerade im beruflichen Schulwesen mit seinem dichten Bezug zur Arbeitswelt sollen ökologische Kenntnisse und Umweltbewusstsein weiterentwickelt und eine spezifische, auf das jeweilige Berufsfeld bezogene Ausprägung erhalten. Als wichtigste Forderung an eine entsprechende Planung sind zu nennen: Minimierung des Flächenverbrauchs durch das Gebäude und eine möglichst ökologisch sinnvolle Gestaltung des Außenraums Entwicklung eines schlüssigen und von den Nutzern nachvollziehbaren Gesamtkonzepts von Baukörpergestaltung, Konstruktion und haustechnischen Systemen unter energetischen Gesichtspunkten Wahl von umweltgerechten Baustoffen und daraus resultierenden Bauweisen und Konstruktionen Im Rahmen des ökologischen Gesamtkonzepts werden von den Teilnehmern Aussagen erwartet zum Umgang mit Energie und Wasser, zur Gestaltung der Freiflächen und Gebäudeaußenflächen, zur Abfallentsorgung und zur Materialwahl. Eine wesentliche Einflussgröße für Gestaltung und Konstruktion ist die Wahl der Baustoffe. Besonders ein bau- und holztechnisch orientiertes Oberstufenzentrum ist geeignet, die Bedeutung der Materialwahl in Hinsicht auf Gestaltungsqualität von Architektur und Nachhaltigkeit von Gebäuden zu vermitteln. Der sparsame Umgang mit Ressourcen und die Verwendung von Baustoffen in Abhängigkeit von ihrer Umweltverträglichkeit ist durchgängiges Thema im Oberstufenzentrum.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

35

Eine nach ökologischen Kriterien getroffene Auswahl bevorzugt Baustoffe: deren Herstellung, Transport und Verwendung möglichst wenig Energieaufwand erforderlich macht und frei von gefährlichen Emissionen ist, die eine lange Nutzungsdauer aufweisen und gleichzeitig in gewissem Rahmen bauliche Veränderungen zulassen, deren Verhalten im Brand- und Abrissfall ungefährlich und deren Wiederverwendung im Bauprozess möglich ist.

3.6

Wirtschaftlichkeit

Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf:
-

Baukosten Instandhaltungskosten Kosten des laufenden Betriebs

Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten). Der Auslober geht von einem wirtschaftlich günstigen Verhältnis von Hauptnutzfläche (HNF) zu Bruttogrundrissfläche von 1:1,7 (max.) aus. Der Entwurf hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Als Gesamtkostenrahmen für den Neubau einschließlich der Außenanlagen ist eine Summe von 38.000.000,– EUR (einschließlich Mehrwertsteuer) vorgegeben. Dieser Kostenrahmen ist in jedem Fall einzuhalten. Aufteilung der Gesamtkosten DIN 276 (alt) Kostengruppe DIN 276 alt Vorgabe für Vorplanung mit Unvorhergesehenes 338.183,46 Euro 850.744,80 Euro 23.215.682,57 Euro 425.372,40 Euro 2.782.471,46 Euro 1.407.982,64 Euro 214.084,98 Euro 29.234.522,31 Euro 2.923.452,23 Euro 5.310.932,66 Euro 531.093,27 Euro 38.000.000,47 Euro

1.4 2.0 3.1-3.4 (SBK) 3.5 4.0 5.0 6.0 Summe 1-6 UV 1-6 (gesperrt) 10 % 7.0 UV 7.0 (gesperrt) 10 % Summe (GBK)

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

36

3.7

Baukonstruktion und Gebäudetechnik

Eine wesentliche Fragestellung des Wettbewerbs ist es, welche architektonische und konstruktive Konzeption die Teilnehmer vorschlagen, um das von ihnen dargestellte Entwurfskonzept unter den genannten Kostenund Qualitätsanforderungen zu realisieren. Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, sollen hierzu im Rahmen des Wettbewerbs konkrete Aussagen getroffen werden. Dabei sind nicht nur die Herstellungskosten, sondern auch die künftigen Betriebs-, Wartungs- und Unterhaltungskosten zu berücksichtigen. In diesem Zusammenhang soll die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Dabei wird es darum gehen, die Realisierbarkeit des vorgeschlagenen Entwurfskonzept im vorgegebenen Kostenrahmen aufzuzeigen. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen:
-

Tragsystem Statik Außenhülle (Wand und Dach) Gebäudetechnik / Technische Anlagen

Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppe 300 und 400, s. Teil 1 Verfahren, Punkt 1.10, Absatz 10) gefordert.

3.8

Erschließung/Stellplätze

Für beide Oberstufenzentren ist ein gemeinsamer Haupteingang mit Eingangshalle und Anschluss an die Haupterschließung vorzusehen. Die innere Erschließung des Gebäudes und die Zuordnung der Räume sollte so gestaltet sein, dass in den Pausen ein zügiger Wechsel der Unterrichtsräume für die Schüler möglich ist. Für den außerschulischen Betrieb ist eine Nutzung der Sporthalle und der Außensportanlagen unabhängig von der Schule zu gewährleisten. Auf dem Grundstück sind 9 PKW-Stellplätze für Mobilitätsbehinderte bzw. für 2 Hausmeister gefordert. Entsprechend dem Bedarfsprogamm sind insgesamt 130 Fahrrad bzw. Motorradstellplätze einzuplanen. Die Erschließungswege für die Baustofflieferung müssen für entsprechende Lasten ausgestattet sein. Dabei müssen ausreichende Bewegungsflächen für die Lieferfahrzeuge vorgesehen werden.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

37

3.9

Barrierefreies Bauen

Sämtliche Bereiche des Gebäudes sind gemäß DIN 18024, Teil 2 nutzungs- und funktionsgerecht für Mobilitätsbehinderte anzulegen. Das betrifft sowohl den Baukörper als auch die Außenanlagen. Die Zahl der Aufzüge ist zu minimieren. Vorrangig ist darauf zu achten, dass bei der Erschließung der Gebäude, der horizontalen und vertikalen Erreichbarkeit der jeweiligen Ebenen sowie der sanitären Angebote für ins Besondere mobilitätsbehinderte Personen, diese möglichst direkte Zugänglichkeiten bzw. zentral gelegene Anbindungen erhalten.

3.10 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien
Der Planung sind in der jeweils aktuellen Fassung zu Grunde zu legen: Vorschriften Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
-

Ausführungsvorschriften über Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken AV FwFl Technische Baubestimmungen zu DIN 18024, Teil 2, Bauliche Maßnahmen für Behinderte und alte Menschen im öffentlichen Bereich Arbeitsstättenverordnung ArStättV DIN 18035 Unfallverhütungsvorschriften für Schulen, UVV „Schulen“

-

-

-

Richtlinien Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen, Rundschreiben SenBauWohn 07/1998 Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn 1/2002 Verwendungsverbote und Verwendungsbeschränkungen von Baustoffen, Rundschreiben SenBauWohn 10/1998 Ökologische Planungskriterien für Wettbewerbe 08/2001

-

-

-

3.11 Raumprogramm, Funktionsdiagramme
Das Raum- und Freiflächenprogramm sowie die Funktionsdiagramme befinden sich als digitaler Anhang auf der der Ausschreibung beiliegenden CD-Rom.

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

38

3.12 Kriterienkatalog gemäß 5.1.5 GRW
Leitidee Städtebau und Gestaltung Städtebau Freiraum Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit Funktionen Erschließung Eignung für Mobilitätsbehinderte Funktionale Zuordnung Räumliche Qualität Raumzuschnitte, Belichtung Außenraumnutzung
-

Realisierbarkeit Programmerfüllung Planungrecht, Baurecht Nachhaltigkeit Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb
-

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 4 Anhang

39

Teil 4 Anhang 4.1 Quellenangaben

Literatur Bennewitz, Joachim: Die Stadt als Wohnung. Carl James Bühring. Architekt in Berlin und Leipzig. Berlin. Hrsg. Kulturamt Weißensee und das statdtgeschichtliche Museum Weißensee 1994
-

Bennewitz, Joachim: Alles nach Weißensee zum Stern. Vergnügungsstätten in Weißensee. Berlin. Hrsg. Kulturamt Weißensee und das statdtgeschichtliche Museum Weißensee 1997 Berning, Maria: Berliner Wohnquatiere. Ein Führer durch 60 Siedlungen in Ost und West. 2. Auflage. Berlin. D. Reimer 1994 Hrsg.: Bezirksamt Weißensee von Berlin, Abt. Bau- und Wohnungswesen und BQG Bauakademie. Denkmäler in Weißensee. 1. Auflage. Berlin Feustel. Jan: Zwischen Bethanien und St. Joseph. Die Kirchen in Berlin Weißensee. Berlin. Hrsg. Kulturamt Weißensee und das statdtgeschichtliche Museum Weißensee 1997 Glaß, Peter: Vorbei der Feuerbrand... Weißensee 1945. Kriegsende und Neubeginn in einem Berliner Bezirk. Berlin. Hendrik Bäßler Verlag 1995 Hrsg.: OSZ Holztechnik: Informationsbroschüre Oberstufenzentrum Holztechnik, Berlin-Altglienicke Hrsg.: OSZ Bautechnik II: Informationsbroschüre Oberstufenzentrum Bautechnik II, Berlin-Weißensee Rach, Hans-Jürgen: Die Dörfer in Berlin. Ein Handbuch der ehemaligen Landgemeinden im Stadtgebiet von Berlin. Berlin. VEB Verlag für Bauwesen 1988 Scholz, Manfred: Schulbau in der DDR 1949-1989. Hrsg.: Sekretariat der Kultusministerkonferenz, ZNWB Sagebiel, Ulrich; Scholz, Manfred: Planungshilfen für die beruflichen Schulen in den neuen Ländern, V Beispieldokumentation, Berlin (Ost) Baumaßnahmen im Bestand. Hrsg.: Sekretariat der Kultusministerkonferenz, ZNWB. Hof 1993 Scholz, Manfred: Schulentwicklung in Ost- Berlin. In: Berlin und seine Bauten, Teil V, Band C Schulen, Hrsg.: Architekten- und Ingenieur Verein zu Berlin. Berlin. Ernst und Sohn 1991. S. 303- 319 Wörner, Martin: Architekturführer Berlin. 3. Auflage. Berlin. D. Reimer 1991

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 4 Anhang

40

Planunterlagen Auszug aus der Liegenschaftskarte: Bezirksamt Pankow, Abteilung Stadtentwicklung, Vermessungsamt
-

Lageplan: Vermessungsingenieur Dipl.-Ing. Peter Schmidt, 2004 Luftbild: Befliegung 2002, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung V Vermessung

4.2

Digitale Anlagen

Folgende Unterlagen sind Inhalt des digitalen Anhangs auf CD-Rom: 4.2.1 Planunterlagen Luftbild Rundflug 2002
Lb_2002.jpg -

Lageplan Leitungsführung Abwasser
Lp_Abwasser.jpg

Auszug aus der Liegenschaftskarte (M 1:1000)
ALK_1000.dxf und ALK_symbole.dxf

Lageplan (M 1:500)
Lp_500.dxf

Lageplan Baufeld (M 1:500)
Lp_500baufeld.dxf

Grundriss EG Abbundhalle (M 1:50)
AbH_grundrissEG.dwg

Ansichten Abbundhalle (M 1:50)
AbH_ansichten.dwg

Grundrisse EG und OG Sporthalle (M 1:100)
SpH_grundriss EG.dwg und SpH_grundriss OG.dwg

Ansichten Sporthalle (M 1:100)
SpH_ansichten.dwg

4.2.2 Raum- und Funktionsprogramm OSZ Bautechnik II / Holztechnik Raum und Funktionsprogramm
OSZ_raum_funktion.pdf

4.2.3 Gutachten Bodengutachten
BodenGA.pdf -

Konzept zur Versickerung
VersickerungGA.pdf

4.2.4 Vorschriften Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin
http://www.senstadt.verwalt-berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml -

Ausführungsvorschriften über Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken AV FwFl
http://www.senstadt.verwalt-berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml

-

Arbeitsstättenverordnung ArStättV
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbst_ttv/index.html

OSZ Bautechnik II/Holztechnik / Teil 4 Anhang

41

-

Unfallverhütungsvorschriften für Schulen, UVV „Schulen“
http://ukbb.de/index.php?page_name=UVVSchulen

4.2.5 Richtlinien Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen, Rundschreiben SenBauWohn 07/1998
MSchulbauR_Juli-1998.pdf -

Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Rundschreiben SenBauWohn1/2002
WiSt_Allgemein.pdf WiSt_Hochbau.pdf WiSt_TechnischeGebaeudeausruestung.pdf WiSt_Literaturhinweise.pdf

-

Verwendungsverbote und Verwendungsbeschränkungen von Baustoffen, Rundschreiben SenBauWohn 10/1998
Verbote_Baustoffe.pdf

-

Ökologische Planungskriterien für Wettbewerbe, Arbeitspapier SenBauWohn 08/01
http://www.senstadt.verwalt-berlin.de/aktuell/wettbewerbe/grundlagen/

4.2.6 Informationsbroschüren Oberstufenzentrum Holztechnik
OSZ_HT.pdf -

Oberstufenzentrum Bautechnik II
OSZ_BT.pdf

4.2.7 Formblätter Verfassererklärung
Verfassererklärung.pdf -

Formblätter: Flächenberechung (s. Teil 1.10)
Flächenberechnung.xls

Formblätter: Flächenermittlung des Raum- und Funktionsprogramms
Flächenermittlung_raumfunktion.xls
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.