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Protokoll der Sitzung des Entscheidungsgremiums am 24.4.2008

Full text: Protokoll der Sitzung des Entscheidungsgremiums am 24.4.2008

Gutachterverfahren zur Gestaltung der Hortfreifläche der Nürtingen-Grundschule Protokoll der Sitzung des Entscheidungsgremiums am 24.4.2008 Teilnehmer Mitglieder Entscheidungsgremium • Frau Kalepky, Baustadträtin • Frau Sülflow, Schulleiterin (zeitweise) • Frau Haverbeck, SVS • Frau Beyer, UmNat • Herr Grube Schulamt • Frau Rünz, SenStadt • Herr Wettig, Elternvertreter • Frau Sütterlin, ‚Kinderanwältin‘ • Herr Herrmann, Landschaftsarchitekt, Hochc Sachverständige • Frau Krutzsch, SenStadt • Frau Grunert, BASD Gäste • Frau Wagner, Netzwerk Gestaltete Lernumgebung • Herr Marzillier, STATTBAU Gutachter • Büro Hahn von Hantelmann, Frau Hahn • Büro Gruppe F , Herr Bauermeister, Herr Kleyhauer • Büro Kirk + Specht, Frau Kirk, Herr Specht Protokoll • Frau Schuchardt, STATTBAU Frau Messiakh-Müller kann an der Sitzung leider nicht teilnehmen. Konstituierung des Entscheidungsgremiums Nach der Begrüßung der Anwesenden durch Frau Haverbeck konstituiert sich das Entscheidungsgremium mit o.g. Mitgliedern. Jedes Mitglied hat eine Stimme, auf die Benennung einer/eines Vorsitzenden wurde verzichtet.

Verfahren • Frau Schuchardt führt aus, dass alle drei eingeladenen Gutachter die formalen Kriterien erfüllt haben, alle geforderten Leistungen wurden innerhalb des geforderten Zeitraums erbracht, so dass alle Arbeiten berücksichtigt werden können. Eine Überprüfung und Auswertung z.B. im Hinblick der Plausibilität der Kostenansätze oder des Anteils an versiegelter Fläche hat nicht stattgefunden. • Im Vorfeld sind den Mitgliedern des Entscheidungsgremiums und den Sachverständigen die Konzeptbeschreibungen und die überschlägigen Kostenschätzungen der drei Gutachterbüros zugesandt worden.

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Die Arbeiten wurden am 16.4.08 von den Büros in der Schule vorgestellt und waren seitdem in der Schule zur Besichtigung ausgestellt. Die Schulklassen haben ein Votum abgegeben. Im Rahmen des Beteiligungsverfahrens der Hortkinder wurde durch Frau Sütterlin und Frau Wagner eine gesonderte Erörterung und Auswertung der drei Beiträge vorgenommen.

Präsentationen der drei Gutachterbüros Büro Hahn von Hantelmann Frau Hahn stellt die Planung vor. (s. Erläuterungsbericht) Büro Gruppe F Herr Bauermeister und Herr Kleyhauer stellen die Planung vor. (s. Erläuterungsbericht) Büro Kirk + Specht Frau Kirk und Herr Specht stellen die Planung vor. (s. Erläuterungsbericht)

Meinungsbild der Schule und der Hortkinder Frau Sütterlin berichtet, dass die Kinder, die an der Ausarbeitung der Wünsche beteiligt waren und bei der Präsentation der Büros anwesend waren, wie folgt abgestimmt haben: Vorschlag Büro Hahn von Hantelmann: 0 Stimmen Vorschlag Büro Gruppe F: 2 Stimmen Vorschlag Büro Kirk+ Specht: 9 Stimmen Frau Sülflow berichtet, dass in der Schule 237 schriftliche Voten von Schülern, Lehrern und Eltern abgegeben wurden, mit folgender Stimmenverteilung: Vorschlag Büro Hahn von Hantelmann: 22 Stimmen Vorschlag Büro Gruppe F: 138 Stimmen Vorschlag Büro Kirk+ Specht: 75 Stimmen Auf Nachfrage von Herrn Wettig wird mitgeteilt, dass die Erzieher im Hort den Planungsvorschlag der Gruppe F favorisieren.

Diskussion und Erörterung der Entwürfe Grundsätzlich wird von allen Beteiligten positiv bewertet, dass drei unterschiedliche Planungskonzeptionen erarbeitet und zur Auswahl stehen, das Prinzip des konkurrierenden Gutachterverfahrens hat sich in diesem Verfahren bewährt. Für die kompetente fachliche Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung und das bewiesene Engagement wird allen drei Planungsbüros gedankt.

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Meinungsbild Frau Sülflow Sie favorisiert den Entwurf der Gruppe F und verlässt dann aus terminlichen Gründen die Sitzung. Frau Wagner Sie regt als Gast und Mitwirkende am Beteiligungsverfahren die Mitglieder des Entscheidungsgremiums an, die Frage ‚wie viel Brache braucht ein Ort und wie viele kleine Orte‘ als Kriterium in die Entscheidung einfließen zu lassen. Herr Grube Er weist darauf hin, dass für das Schulamt die Unterhaltungs- und Pflegekosten ein wesentliches Entscheidungskriterium ist.

Erörterung der Gutachterbeiträge Hahn von Hantelmann: Der Vorschlag dieses Büros zur Fassung der Fläche mit einer Weidenfläche ist sehr überzeugend, allerdings wird diese gestalterische Qualität auf der Fläche nicht beibehalten. Auch besteht Skepsis, ob die Weiden als Rückzugsraum funktionieren, auch scheinen die Fenster zu sehr als Wiederholung. Der Vorschlag des Büros erscheint zu großräumig und bietet zu wenig Möglichkeiten zum abwechslungsreichen Spiel. Das Angebot einer überdachten Bühne ist gut. Es wird ein zu hoher Anteil an Flächen versiegelt, andererseits sind Kunststoffbeläge bei Schulen sehr beliebt und gut haltbar. Bei der Einordnung des Bolzplatzes wird ein Sicherheitsproblem vermutet. Die Spielbereiche sind übersichtlich, allerdings sind die Spielangebote für jüngere Kinder und nicht für die Zielgruppe. Dieser Entwurf ist in seinen Details zuwenig ausgearbeitet und in seiner Pflanzenauswahl nicht ausreichend qualifiziert.

Kirk+Specht An diesem Beitrag hat das Entscheidungsgremium besonders das räumliche Konzept überzeugt. Die Gestaltung der Übergänge von einem Bereich in den anderen mit der Überlagerung von Funktionsräumen hat eine hohe gestalterische Qualität. Gewünscht wird jedoch eine größere Vielfalt und Flexibilität hinsichtlich der Spielmöglichkeiten. Es wird ein vermehrtes Angebot für Bewegungsspiele durch großzügige freie Flächen und auch mit spezifischen Spielangeboten wie z.B. Schaukeln angeregt. Das Entscheidungsgremium regt hierzu an, z.B. die Notwendigkeit der blattförmigen grünen Inseln zu überprüfen. Die Reduzierung der Spielmöblierung, besonders im sonnigen östlichen Bereich wird empfohlen. In diesem Bereich konnte die Verkleinerung des Wasserspielplatzes nicht nachvollzogen werden.

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Es wird eine Überprüfung der Größe der Gartenbeete empfohlen, das Flächenangebot erscheint für diese Nutzung zu groß, da auf dem Schulgelände ein weiterer Schulgarten in Planung ist. Weiterhin bestehen Bedenken, ob im Hinblick auf den Wurzelschutz des Naturdenkmals Kastanie der Einbau der Mosaikinsel vertretbar ist.

Gruppe F An diesem Beitrag hat das Entscheidungsgremium besonders das flexible Spielangebot überzeugt. Ihr Konzept bietet ein vielfältiges Raumangebot für phantasievolle Bewegungsspiele. Das Angebot einer Bewegungsbaustelle greift die Wünsche der Nutzer positiv auf. Gewünscht wird jedoch eine größere Auseinandersetzung mit dem konkreten Raum. Die räumliche Beziehung zwischen dem Hortgebäude und Haus 2 ist besser herauszuarbeiten. (z.B. keine hohe Bepflanzung in diesem Bereich) Es wird eine stärkere Auseinandersetzung mit dem südlichen und südöstlichen Grundstücksrand gewünscht. Der Bereich zum Hortgebäude erscheint im Hinblick auf die Führung des Bewegungsbandes in diesen kontemplativen Bereich nicht schlüssig und bedarf einer gestalterischen Auseinandersetzung. Dabei ist auf die kindgerechte Dimensionierung der Gartenbeete zu achten. Die Erschließung des Bolzplatzes und des Dschungels ist hinsichtlich einer möglichen Barrierewirkung des Forts und einer größeren Transparenz zu überprüfen. (Aufsicht , Einblick Erzieher/innen) Das Verhältnis von Bewegungs- und ruhigen Spielangeboten wird von dem Entscheidungsgremium als nicht ausgeglichen angesehen. Der Flächenbedarf für eine betreute Bewegungsbaustelle ist zu überprüfen. Spielangebote und Freizeitbeschäftigungen für Mädchen sind stärker zu analysieren und einzuarbeiten. Es wird empfohlen, eine ‚Beruhigung‘ des Kletterwaldes einschließlich der Materialwechsel zu überprüfen. Die Formensprache in diesem Bereich schwächt die Wirkung der zentralen Platzgestaltung durch die gewählte Form und Intensität der Ausstattung. Die Dimensionierung der Holz-Häckselfläche sollte unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit und Kosten überdacht werden.

Entscheidung Das Entscheidungsgremium entscheidet sich einstimmig dafür, den Gestaltungsvorschlag des Büros Hahn von Hantelmann nicht für die weitere Bearbeitung vorzusehen. Nach eingehender Diskussion und besonderer Erörterung des Potentials zur Überarbeitung der jeweiligen Schwächen der Gestaltungsvorschläge der Büros

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Gruppe F und Kirk +Specht wurde eine Probeabstimmung durchgeführt, die 5:4 Stimmen für den Gestaltungsvorschlag der Gruppe F ergab. Da die jeweiligen Argumente für und gegen die Entwürfe als gewichtig eingeschätzt wurden, folgt das Entscheidungsgremium dem Vorschlag von Frau Haverbeck die beiden genannten Büros jeweils um eine Überarbeitung zu bitten. Diese Überarbeitung soll mit 1.000 € netto incl. aller Nebenkosten vergütet werden. Eine Überarbeitung des Modells wird für nicht erforderlich gehalten.

Weiteres Verfahren • • • Frau Schuchardt stellt die Überarbeitungshinweise zusammen und stimmt sie mit den Beteiligten ab. (s. oben) Die Büros bekommen eine Überarbeitungszeit bis zum 6.Juni 08. Das Entscheidungsgremium tritt am 12.6.08 zur Entscheidung zusammen.

Frau Haverbeck schließt die Sitzung und dankt allen Beteiligten für die engagierte Diskussion.

22.05.2008 M. Schuchardt

Verteiler Teilnehmer Frau Jüttner, Frau Künzel, Schulamt Herr Peckskamp, Stadtplanungsamt

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