Path:
Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

1

Neubau des Oberstufenzentrums Berlin-Charlottenburg Körperpflege
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb

Ergebnisprotokoll

Herausgeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Behrenstraße 42 10117 Berlin-Mitte Wettbewerbsausschreibung und Vorprüfung Wiechers Beck Architekten Manteuffelstraße 77 10999 Berlin Digitale Bearbeitung Wiechers Beck Architekten Manteuffelstraße 77 10999 Berlin Druck A & W, Berlin

Berlin, April 2005

Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis Ergebnissprotokoll der Preisgerichtssitzung Teilnehmer des Wettbewerbs Anwesenheitslisten Bericht der Vorprüfung Einzelberichte 3 5 16 22 25 37

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

5

Sitzung des Preisgerichts am 7. April 2005

Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit Das Preisgericht tritt am 7. April 2005 um 9.00 Uhr in den Räumen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zusammen. Herr Dr. Stimmann, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung begrüßt in Vertretung des Auslobers die Anwesenden und stellt die Vollzähligkeit des Preisgerichtes fest.

Konstituierung des Preisgerichts Auf Vorschlag wird Herr Prof. Arno Lederer einstimmigzum Vorsitzenden gewählt. Jean-Marc Abcarius und Peter Salomon werden als ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter bestimmt.

Fachpreisrichter Prof. Gisela Glass Architektin Prof. Heike Langenbach Landschaftsarchitektin Prof. Arno Lederer Architekt Prof. Christoph Mäckler Architekt Julia Tophof Architektin

stellvertretende Fachpreisrichter (ohne Stimmrecht) Jean-Marc Abcarius Architekt Peter Salomon Architekt

Sachpreisrichter Ludger Pieper Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Sabine Schmidt Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Dr. Hans Stimmann Staatssekretär, Senatsbaudirektor Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

6

Konrad Zander Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

stellvertretende Sachpreisrichter (ohne Stimmrecht) Gisela Martens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Peter Mibus Schulleiter, OSZ Körperpflege Peter Weiz Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport

Eröffnung der Preisgerichtssitzung Der Vorsitzende übernimmt die Leitung und lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass sie - keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung geführt haben, - während der Dauer des Preisgerichts führen werden, - bis zum Ablieferungstermin keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, - die vertrauliche Behandlung der Beratung des Preisgerichts gewährleisten werden, - die Anonymität gewahrt haben, - es unterlassen werden, sich über vermutete Verfasser zu äußern. Der Vorsitzende erläutert das Verfahren entsprechend der GRW und weist auf das gleiche Gewicht der Fach- und Sachpreisrichter hin. Die Vorprüfung fordert er auf, sich jederzeit mit Vorrang in die Diskussionen einzuschalten, damit die Ergebnisse der Vorprüfung kontinuierlich in den Prozeß der Meinungsbildung einfließen.

Bericht der Vorprüfung Die Vorprüfung hat die Ergebnisse ihrer Arbeit in einem schriftlichen Bericht zusammengefasst. Herr Wiechers (Wiechers Beck Architekten), beauftragt mit Leistungen der Ausschreibung und der Vorprüfung, gibt bekannt, dass von den 25 Teilnahmeberechtigten 23 Arbeiten unter Wahrung der Anonymität abgegeben worden sind. Das Modell der Arbeit 1141 wurde mit Einlieferungsschein vom 23.04.05 am 24.03.05 durch einen Paketdienst abgegeben. das Preisgericht beschließt, das Modell zur Bewertung zuzulassen.

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

7

Das Preisgericht beschließt, alle 23 Arbeiten in das Verfahren aufzunehmen, wobei nachgereichte Pläne (Arbeit 1134) nicht durch das Preisgericht angesehen werden. Herr Wiechers erläutert dann den Aufbau der Vorprüfung, deren Ergebnisse jedem Preisrichter überreicht werden. Anschließend stellt er die Vorprüfer vor: Vorprüfung: Birgit Dietsch Architektin Jutta Kalepky Architektin Björn Merten Architekt Peter Möller Architekt Oliver Clemens (Kostenprüfer) Architekt Klaus Wiechers (Koordination und Kostenprüfer) Architekt Helfer der Vorprüfung: Wolfgang Große-Berg Dipl.-Ing. Lars Krokowski Dipl.-Ing. Martin Loenen cand.arch.

Informationsrundgang Um 9.45 Uhr begibt sich das Preisgericht auf einen Informationsrundgang ohne Wertung, bei welchem die Arbeiten in ihren charakteristischen Grundzügen von den Vorprüfern im Wechsel vorgestellt und Verständnisfragen beantwortet werden. Das Preisgericht setzt sich anschließend zu einer Diskussion über die Eindrücke zusammen, die beim Informationsrundgang gewonnen wurden. Dabei kommen insbesondere folgende Aspekte zur Sprache: - Langfristig soll die räumliche Situation der Grolmanstraße wiederhergestellt werden; das Gebäude hat sich nach diesen städtebaulichen Zielen zu richten. Die Bebauung durch Solitäre wird unter diesem Aspekt als Nachteil empfunden. - Überwiegend wird die Meinung geteilt, dass der Haupteingang - ebenfalls aus städtebaulichen Gründen - sich in der Schillerstraße bzw. an

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

8

der Ecke Schiller-/Grolmanstraße befinden sollte. Günstig wäre eine zweite Zugangsmöglichkeit vom nördlichen Bereich der Turnhalle aus. - In der städtebaulichen Betrachtung spielt ebenfalls die Höhe des Gebäudes eine wesentliche Rolle. Niedrige Bauhöhen werden hier als nachteilig empfunden, da mit ihnen eine räumliche Integration in die umliegende Gebäudestruktur nur schwer zu erreichen ist. - Von Seiten der Nutzer wird nochmals darauf hingewiesen, dass die Schule eine sehr spezifische Ausrichtung hat (Friseure, Kosmetiker etc.). Die Architektur soll auf diese Besonderheit Rücksicht nehmen und sowohl nach aussen wie nach innen diesem Gesichtspunkt Rechnung tragen. Die Schule ist der Meinung, dass ihre Einrichtung durch ihre Schüler und durch ihre Aktivitäten zu einer Bereicherung des städtebaulichen Umfelds beitragen kann. - Aus den Kennwerten ergibt sich, dass von nahezu allen Beiträgen das vorgegebene Ziel des Budgets (24,13 Mio. EUR) im wesentlichen eingehalten werden kann. Die Streuung ist in einem relativ geringen Bereich und liegt bis auf zwei Arbeiten unter 10%. - Bei der weiteren Bearbeitung sind die Grundprinzipien des ökologischenBauens zu beachten und ein ökologisches Gesamtkonzept zu entwickeln. Das Konzept der Regenwasserbewirtschaftung ist unter besonderer Beachtung der Betriebskosten entsprechend der örtlichen Gegebenheiten zu entwickeln und zu bewerten.

Erster Wertungsrundgang Das Preisgericht unterbricht die Sitzung gegen 12:30 Uhr für eine Mittagspause und setzt die Sitzung um 13:00 Uhr mit einem ersten Wertungsrundgang fort, in dem die einzelnen Arbeiten hinsichtlich der zuvor genannten Kriterien diskutiert werden. Die folgenden 7 Arbeiten werden einstimmig ausgeschieden: 1142, 1144, 1145, 1147, 1149, 1150 und 1152. Der Rundgang endet um 14:00 Uhr. Damit verbleiben 16 Arbeiten in der weiteren Bewertung.

Zweiter Wertungsrundgang Nach eingehender Diskussion und unter Würdigung aller in der Auslobung genannten Kriterien werden in einem zweiten Wertungsrundgang die folgenden Arbeiten mit nachstehendem Stimmenverhältnis ausgeschieden (Stimmenverhältnis: für Verbleib : gegen Verbleib im Verfahren): Stimmenverhältnis 1131 1134 1 0 : : 8 9

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

9

1137 1138 1141 1143 1146 1148 1154

1 3 4 3 0 0 3

: : : : : : :

8 6 5 6 9 9 6

Damit verbleiben 7 Arbeiten in der engeren Wahl. Anschließend wird für die Arbeit 1141 ein Antrag auf Wiederaufnahme in die weitere Bewertung gestellt, über den wie folgt abgestimmt wird (Stimmenverhältnis: für Rückholung : gegen Rückholung): Stimmenverhältnis 1141 6 : 3

Damit verbleiben 8 Arbeiten in der engeren Wahl.

Schriftliche Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl Die Beurteilungsentwürfe für die Arbeiten der engeren Wahl werden vor den einzelnen Arbeiten verlesen, diskutiert und in folgender Form verabschiedet:

Arbeit 1132 Die 5-geschossige Bebauung nimmt die Bauflucht der Grolmanstraße auf und reagiert auf die Divergenz der Baufluchten in der Schillerstraße. Die Rücksetzung in der Schillerstraße wird kontrovers diskutiert. Der ruhige Baukörper, dessen Fassade klassisch gegliedert ist in Sockel, Mittelfeld und Abschlußgeschoß, schafft mit der dezenten Betonung inhaltlich begründeter Räume eine Spannung in seiner ruhigen Grundstruktur. Negativ diskutiert wird die 2-geschossig verglaste Ecke, die die Dominanz des Haupteingangs übertönt, obwohl der damit gewünschte Öffentlichkeitsbezug der Schule aus städtebaulicher Sicht am richtigen Ort geschaffen wird. Positiv ist die zentrale Lage des Eingangs in dem langgestreckten Baukörper und die Inszenierung der Abfolge der Gebäudeerschließung, die in einer 5-geschossigen Halle ihren Höhepunkt erfährt. Diese großzügige Halle flankiert mit ihrer Gesamtlänge eine überdachte Freifläche, die in die Außenanlage überleitet. Die interne Erschließung überzeugt durch kurze, zur Halle offene Wege. Positiv ist auch die Anordnung der zentralen Verwaltungsfunktion in Nähe des Haupteingangs. Die effektiven Raumtiefen von 7 m sichern günstige Voraussetzungen für eine natürliche Belichtung und für unterrichtsadäquate Raumorganisationen. Die geschichteten Fassaden, bestehend aus eingefärbten Betonfertigtei-

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

10

len mit gläsernen Brüstungen, dem 2. Fluchtweg in Form von Rettungsbalkonen, die von einer Ganzglasfassade flankiert werden und den dahinterliegenden Stützen als Tragkonstruktion sind - auch hinsichtlich Erstellung und Erhaltung - wirtschaftlich zu hinterfragen, reagieren jedoch mit ihrer Ruhe und ihrer Kraft angemessen auf den Ort. Die 5-Geschossigkeit des Baukörpers wird kritisiert.

Arbeit 1133 Das städtebauliche Konzept überzeugt durch die Orientierung an der Grolman- und Schillerstraße und durch den Versuch, die historischen Baufluchten zu rekonstruieren. Das 4-geschossige Bauvolumen setzt eine Maßstäblichkeit, die von der Jury als angemessen angesehen wird. Durch die Erschließung des Baukörpers von der Ecke aus werden Ansätze zur Belebung des Stadtplatzes aufgezeigt; gleichzeitig eine Raumfolge eröffnet, die logisch über das Atrium in den Pausenhof führt. Tektonik und Materialität der Fassade überzeugen; allerdings wird die Formulierung der Ecke als "Schlitz" (bzw. "Zäsur") als problematisch angesehen; ebenso der tief eingeschnittene Haupteingang. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Arbeit der Erdgeschosszone, in der öffentlichkeitswirksame Einrichtungen (wie z.B. Cafe, Schauräume) untergebracht sind. Die Qualitäten der räumlichen Organisation werden allerdings durch ein eng dimensioniertes Atrium eingeschränkt. Der rückwärtige Freiraum wird als multifunktionaler Pausen- und Sportbereich angelegt, wobei Raumgrenzen durch die Topografie (tiefer gelegter Sportplatz) gesetzt werden. Insofern folgt das Freiflächenkonzept konsequent dem städtebaulichen Leitgedanken. Die Gestaltung des Vorplatzes bleibt in ihrer Aussage allerdings wage. Die Arbeit ist gekennzeichnet durch einen hohen Fassadenanteil zusammen mit einem hohen Anteil an Verglasungen in Hof und Atrium, der in der Umsetzung aufwändig erscheint. Die Jury kommt zu dem Schluss, dass dies nur teilweise kompensiert werden kann. Dem steht allerdings gegenüber, dass altersfähige, hochwertige Materialien eingesetzt werden, die maßgeblich zur insgesamt hohen Raumqualität des Entwurfs beitragen.

Arbeit 1135 Vor die Wahl gestellt, das erweiterte Baugebiet zwischen Grolman- und Schillerstrasse im Sinne der Moderne weiter aufzulösen und es mit Solitären aufzufüllen oder das Grundstück im Sinne der traditionellen europäischen Stadt als geschlossenen Block zu formen, versucht der Verfasser beiden städtebaulichen Prinzipien gerecht zu werden, indem er zwei Solitäre strassenbegleitend auf das Grundstück stellt und den Blockrand an dieser Ecke damit klar definiert. Dabei bildet der Hauptbaukörper an der Schillerstrasse auch gleichzeitig die Ecke zur Grolmanstrasse. Der Hauptzugang liegt an der Schillerstrasse und wird durch tiefe Einschnitte in der Fassade und durch das einzige Horizontalelement, den Aufzugsturm, deutlich formuliert. Im Eingangsbereich befinden sich die gesamte Verwaltung sowie die Lehrerzimmer. Im Anschluss daran hat der Verfasser die Cafeteria sowie die Bibliotheksräume gelegt, so dass alle allgemein genutzten Flächen großzügig und leicht auffindbar im Erdgeschoß untergebracht sind.

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

11

Der Hauptbaukörper zeichnet sich durch eine besondere Klarheit in der Funktionszuordnung der Unterrichtsräume aus. Dabei liegen sich die Räume des allgemeinen Unterrichts und die Fachunterrichtsräume direkt gegenüber. Der lang gestreckte Flur wird durch vier voll verglaste Treppenhäuser räumlich gegliedert. Die Idee der Solitäre setzt der Verfasser konsequent in einer etwas aufwändigen Materialwahl und der konstruktiven Ausbildung des Bauwerks fort. Weniger klar ist das Gelenk zwischen den beiden Baukörpern, die etwas unvermittelt aneinander gesetzt sind. Die Arbeit ist städtebaulich klar definiert und bietet die Möglichkeit, den Block in Zukunft an der Grolmanstrasse zu schließen. Die Arbeit stellt einen interessanten Beitrag dar, der in der Umsetzung aber sehr aufwändig erscheint.

Arbeit 1136 Der vorgeschlagene Baukörper besticht durch seine städtebauliche und funktionale Reduktion. Während die knappe Gebäudefigur sich in das vorhandene städtebauliche Umfeld einpasst, bietet diese gleichzeitig Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Grolmanstraße. Durch einen Gebäuderücksprung entlang der Schillerstraße entsteht ein angemessener Vorraum, der darüber hinaus den Haupteingang inszeniert. Das weitgehende Heranführen des Baukörpers an die Schiller-Oberschule schafft einen städtischen Straßenraum, gleichzeitig wird das Turnhallengebäude folgerichtig in den Hintergrund gerückt. Entsprechend der einfachen Gebäudeform entwickelt sich das Funktionsprogramm innerhalb einer klaren Raumstruktur. Der zentrale Eingang führt in eine großzügige Eingangshalle, die die allgemeinen Funktionen Verwaltung, Cafeteria und die Haupterschließung bündelt. Die klare Erschließung wird in den einzelnen Obergeschossen fortgesetzt. Die Konzentration des städtebaulichen und funktionalen Programms auf den knapp bemessenen Baukörper schafft einen großzügigen, zusammenhängenden Freiraum. Das Potential eines zusätzlichen Freiraumes wird allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Gebäudegrundriss weiterentwickelt. Insbesondere wird die Lage des Sportfeldes vor der sonst großzügigen Cafeteria kritisch bewertet. Die vorgeschlagene Ziegelfassade entspricht einer angemessenen städtischen Haltung an diesem Ort und ist gleichzeitig architektonisch die richtige Antwort für ein öffentliches Schulgebäude. Die geringen bauaufsichtlichen Probleme, wie die fehlende Absturzsicherung vor den Fenstern sowie die Akzeptanz der zentralen Erschließung als Fluchttreppenhaus, würden durch eine Überarbeitung das Konzept der Arbeit im Wesentlichen nicht verändern. Vor dem Hintergrund der knappen Kosten und der geplanten Schnellbaumaßnahme bleibt die Arbeit ein interessanter Beitrag, auch wenn sie durch das ehrgeizige Ziel der Reduktion weniger innenräumliche Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Arbeit 1139 Die kompakte und strenge Figur mit halbrundem Abschluss wird vom Preisgericht gewürdigt. Städtebaulich schließt der Bau die Straßenkante entlang der Schillerstraße. Der Haupteingang mit Erschließung vor Kopf wird kritisiert, da die Auffindbarkeit der Räume durch die Position des Haupteingangs sehr schwierig erscheint. Der Apendix (Café) erscheint

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

12

überflüssig und trägt nicht zur Klarheit der Figur bei. Die innere Erschließung mit ihrer großzügigen Öffnung nach Süden im Erdgeschoß und ihrer abwechslungsreichen und lebendigen Treppenanlage mit Oberlichtern wurde ausdrücklich von der Jury gelobt. Die 100 m Laufbahn auf dem Dach des Gebäudes wurde als interessanter Vorschlag bewertet und diskutiert. Leider ist der Standort für die geforderte Doppelnutzung der Rennbahn organisatorisch nicht praktikabel. Arbeit 1140 Insgesamt positiv beurteilt wird die besondere städtebauliche Formulierung des Baukörpers, die einen öffentlichen Vorplatz zur Schillerstraße und einen geschützten Pausenhof auf der Südseite anbietet. Mit ihrem Kopfbau schafft sie eine besondere Ecksituation im Kontext mit dem Vorplatz. Die Abstandsfläche zur Schiller-Oberschule entspricht nicht dem derzeit gültigen Baurecht. Die Erschließung erfolgt über eine 4-geschossige Eingangshalle, deren Lage städtebaulich zu hinterfragen ist. Positiv ist die großflächig verglaste Erschließung zum Pausenhof. Das vorgeschlagene Fassadensystem inkl. transluzenter Kollektoren scheint jedoch wirtschaftlich aufwendig. Die Grundrisse sind funktional mangelhaft. Die Grundrissorganisation der Cafeteria mit den angrenzenden innen liegenden Wirtschaftsräumen und der Küche ist problematisch. Die Erschließungswege in den Obergeschossen haben in Teilen sehr wenig Raumqualität. Die Zuschnitte der Klassenräume sichern jedoch eine gute Benutzbarkeit. Die Gliederung der Klinkerfassade, bestehend aus stehenden Fensterformaten und tiefer gesetzten Feldern um die Fenster, schafft ein angemessen abwechslungsreiches Fassadenbild. Der Ansatz zur Regenwasserbewirtschaftung wird begrüßt.

Arbeit 1141 Das neue OSZ für Körperpflege besetzt als öffentliches Gebäude selbstbewusst und in klarer Baukörperform die Straßenecke Schillerstraße, Grolmanstraße. Das neue Gebäude erfüllt mit seiner Baukörperform und seiner Fassadenausbildung den Anspruch an ein öffentliches Gebäude im städtischen Kontext. Ebenso kann es auch zum Corperate Identity des Oberstufenzentrums für Körperpflege dienen (Mode, Pflege und Gestaltung des Äußeren). Kritisiert wird jedoch, dass durch die sehr stringente Grundrissform eines gleichschenkligen "Dreiecksolitärs" ein neuer Stadtgrundriss mit öffentlicher Durchwegung impliziert wird. Eine öffentliche Wegeführung ist auf Schulgrundstücken nicht möglich. Der großzügige Eingangsbereich an der Ecke Schillerstraße wird begrüßt, der zweite zusätzliche Eingangsbereich in der Schillerstraße ist jedoch in Frage zu stellen. Die innenräumlichen Qualitäten des großen Hofes mit seinen Glasfassaden werden anerkannt und bieten nebenbei einen zusätzlichen gefassten offenen Raum für Events der Oberschule. Besser wäre, wenn sich die Cafeteria sich auch teilweise zum Innenhof öffnen würde.

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

13

Überarbeitungswert sind die spitzwinkligen Flure in den Eckbereichen, sowie einzelne funktionale räumliche Zuordnungen. So ist z.B. die Verwaltung im 3. OG nicht erwünscht und sollte im EG vorgesehen werden. Neben den behebbaren funktionalen Mängeln ist die "Sensibilität der Ausarbeitung" der Grundrisse und Details hervorzuheben. So enden z.B. die Flure an den Außenfassaden und führen somit zum Licht. Vor den Zugängen in die einzelnen Räume weiten sich die Flure jeweils auf das entsprechende Maß und lassen kleine Vorzonen entstehen. Als schwierig wird die Lage des Sportfeldes an der Schillerstraße angesehen. Positiv wird die Ausgestaltung des südöstlichen Haines zwischen Schiller- und Grolmanstraße bewertet. Insgesamt fasziniert der Gebäudeentwurf durch seine kompakte Lösung, ist jedoch in städtebaulicher Hinsicht in Frage zu stellen.

Arbeit 1151 Die Arbeit formuliert an der Ecke Grolman- / Schillerstraße ein großzügiges Hofgebäude, das an seinen nord-westlichen Rändern dem Straßenverlauf konsequent folgt und damit die Möglichkeit einen späteren Blockschließung an der Grolmanstraße nicht ausschließt. Der Hof öffnet sich nach Süden und Osten zweigeschossig und bindet damit auch die restlichen Außenräume in das Konzept ein. Als schwierig wird die Lage des Sportfeldes an der Schillerstrasse gesehen. Der Baukörper hat eine ruhig gegliederte Gesamtfassade und wird an der Ecke Grolman- / Schillerstrasse erschlossen. Im Erdgeschoss befinden sich neben der Cafeteria im Eingangsbereich vor allem Nebenräume, Archiv- und Technikräume. Lehrerräume und Bibliothek werden über einen Luftraum zum 1. Obergeschoss erschlossen. In den Obergeschossen finden sich sämtliche Unterrichtsräume einhüftig über einen Flur um einen Innenhof angeordnet. Die einzelnen Unterrichtseinheiten haben keine klare Zuordnung und sind über alle Geschosse verteilt. Die Fassade erhält einen Wärmedämmputz, der an den Fenstern und im Sockelbereich mit Betonfertigteilen gegliedert wird. Das Bauwerk hat eine klare organisatorische Haltung, muss in seinen funktionalen Zuordnungen aber überarbeitet werden.

Weiterer Verlauf Im weiteren Verlauf wird für die Arbeit 1154 ein Antrag auf Wiederaufnahme in die weitere Bewertung der engeren Wahl gestellt, über den wie folgt abgestimmt wird Arbeit 1154 Stimmenverhältnis 2 : 7

Damit bleibt es bei 8 Arbeiten in der engeren Wahl. Da der Auslober nochmals ausdrücklich auf die in der Auslobung vorgegebenen Kostenrahmen hinweist, und Kostenüberschreitungen nicht hingenommen werden können, beschließt das Preisgericht einen weiteren Rundgang, in dem die Wettbewerbsarbeiten der engeren Wahl nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilt werden. Das Preisgericht ist mehrheitlich der Meinung, dass bei einzelnen Entwürfen mögliche erforderliche Einsparungen nur mit erheblichen Eingriffen in den Entwurf und zum

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

14

Teil auf Kosten der Entwurfsidee realisierbar sind. Es beschließt, dass diese Wettbewerbsarbeiten, die teilweise zusätzlich im erheblichen Maße den Kostenrahmen überschreiten, nicht preiswürdig sind. Dies führt zu einer Einordnung der Rangfolge wie folgt:

Festlegung der Rangfolge und Preise Nach intensivem Abwägen der Vor- und Nachteile beschließt das Preisgericht die folgende Rangfolge und die Verteilung der Preise und Ankäufe (Stimmenverhältnis: für Ankauf/Preis : gegen Ankauf/Preis):

Stimmenverhältnis Ankauf (4.000 EUR) für die Arbeiten 1132, 1133, 1135 und 1140

9

:

0

4. Rang (4. Preis - 7.500 EUR) für die Arbeit 1141

8

:

1

3. Rang (3. Preis - 11.000 EUR) für die Arbeit 1139

8

:

1

2. Rang (2. Preis - 16.000 EUR) für die Arbeit 1135

6

:

3

1. Rang (1. Preis - 24.000 EUR) für die Arbeit 1151

6

:

3.

Empfehlung des Preisgerichtes Das Preisgericht empfiehlt einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur Grundlage der weiteren Planung zu nehmen. Dabei sind die in der schriftlichen Beurteilung aufgeführten Mängel auszuräumen. Darüber hinaus wird empfohlen, in der Überarbeitung das zweischalige Wärmedämmputzfassadensystem unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch ein höherwertigeres dreischaliges Fassadensystem zu ersetzen.

Öffnung der Verfasserumschläge Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen.

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

15

Abschluss der Sitzung Der Vorsitzende bedankt sich bei der Vorprüfung für die Darstellung der Entwürfe und bittet die Jury um Entlastung der Vorprüfung. Prof. Arno Lederer bedankt sich beim Auslober dafür, dass ein Wettbewerb für diese wichtige Aufgabe durchgeführt wurde und gibt den Vorsitz an Dr. Stimmann zurück. Dr. Stimmann bedankt sich für die engagierten Diskussionsbeiträge des Preisgerichtes und bringt den besonderen Dank für die Arbeit des Vorsitzenden zum Ausdruck. Er schließt die Sitzung um 21.50 Uhr.

Protokoll: Klaus Wiechers Das Protokoll wurde vom Vorsitzenden des Preisgerichtes durchgesehen und genehmigt.

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

16

Teilnehmer des Wettbewerbs
Preise / Ankäufe

Arbeit 1151 1. Preis Verfasser:

Farwick + Grote, Ahaus Dipl.-Ing. Heiner Farwick, Architekt BDA/Stadtplaner Dipl.-Ing. Dagmar Grote, Architektin Jan-Peter Schründer, Thilo Scheffner Thimo Weitemeier, Alexander Siassi, Frank Könning Ahlemann, Dortmund

Mitarbeiter: weitere Mitarbeiter:

Modellbau:

Arbeit 1136 2. Preis Verfasser: Mitarbeiter:

Prof. Klaus-Theo Brenner, Berlin Prof. Klaus-Theo Brenner Stefan Münch, Katrin Heßbrüggen, Yakut Börekcioglu Katrin Helmboldt Markus Groeteke (3dworks) Regina Poly

Modellbau: 3-D-Bild: Landschaftsarchitektin:

Arbeit 1139 3. Preis Verfasser: Mitarbeiter:

Kahlfeldt Architekten, Berlin Petra und Paul Kahlfeldt Dipl.-Ing. Cornelia Walter, cand.arch. Christel Schmidt Statik: Ingenieurbüro Fink, Berlin Dipl.-Ing. Herbert Fink Monath und Menzel, Herr Axel Monath Kamel Louafi, Berlin Patrick Bairstow

Sonderfachleute: Modellbau: Landschaftsarchitekt: Mitarbeiter:

Arbeit 1141 4. Preis Verfasser: Mitarbeiter: Sonderfachleute:

Hierl Architekten, München Prof. Dr. Rudolf Hierl Carolin Semtner Fassadenplanung: a.t.f., Frankfurt Tragwerksplanung: Hörmann und Bosch, München

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

17

Haustechnik: Teuber und Viel, München Energieberatung: dezentral, Berlin Landschaftsarchitekt: Auböck + Karasz, Wien

Arbeit 1132 Ankauf Verfasser: Mitarbeiter: Sonderfachleute: Landschaftsarchitekt:

Léon Wohlhage Wernik, Berlin Léon Wohlhage Wernik Architekten mit H.J. Lankes P. Köngeter, Ch. Zöllner Haustechnik: Zibell, Willner und Partner, Berlin Thomanek + Duquesnoy, Berlin

Arbeit 1133 Ankauf

Ingrid Hentschel - Prof. Axel Oestreich, Berlin Ingrid Hentschel - Prof. Axel Oestreich Marcus Wichmann, Steffen Braunholz Thomas Miezwa, Cottbus Hanke + Partner, Berlin

Verfasser: Mitarbeiter: Modellbau: Landschaftsarchitekt:

Arbeit 1135 Ankauf Verfasser: Mitarbeiter: Landschaftsarchitekt:

Imke Woelk und Partner, Berlin Dipl.-Ing. Arch. Imke Woelk, Dipl.-Ing. Arch. Martin Cors cand.arch. Heiko Walth Prof. Dr. Martin Prominski, Dipl.-Ing. Angela Prominski, Hannover

Arbeit 1140 Ankauf

Modersohn & Freiesleben, Architekten BDA, Berlin Modersohn & Freiesleben, Architekten BDA Sebastian Treese, Christian Holthaus Tragwerksplanung: Ing.-Büro Dr. Christian Müller Technische Ausrüstung: TEKO, Technik + Kommunikation, Herr Schneider Brandschutz: HHP, Berlin, Frau Ehrlicher Krafft - Wehberg, Berlin

Verfasser: Mitarbeiter: Sonderfachleute:

Landschaftsarchitekt:

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

18

1. Wertungsrundgang Arbeit 1142 Verfasser: Architekturbüro Benedict Tonon, Berlin Prof. Benedict Tonon, Dipl.-Ing. Architekt BDA Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Karl Weißenberger Dipl.-Ing. David Steiner, Dipl.-Ing. Jan Trutz Mahler Günster Fuchs Generalplaner GmbH, Stuttgart Dipl.-Ing. Josef Hämmerl Angelika Engert, Daniel Berger, Anke Reichert Diezinger & Kramer, Architekten BDA, Eichstätt Norbert Diezinger, Gerhard Kramer Kurt Weber, Johannes Schuls-Hess, Jochen Handke, Armand Kuehne Weinmiller Architekten Prof. Gesine Weinmiller / Michael Großmann, Berlin Weinmiller Architekten Prof. Gesine Weinmiller / Michael Großmann Medine Altiok, Roland Unterbusch Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich Günther Vogt, Rita Illien, Sylvia Labitzke Dietrich Bangert Architekten, Berlin Dietrich Bangert, Anette Bangert Wactja Soenario, Gerhard Münster

Sonderfachleute: Arbeit 1144

Verfasser: Sonderfachleute: Arbeit 1145

Verfasser: Mitarbeiter:

Arbeit 1147

Verfasser: Mitarbeiter: Landschaftsarchitekt:

Arbeit 1149 Verfasser: Mitarbeiter:

Arbeit 1150 Verfasser: Mitarbeiter: Sonderfachleute:

Florian Nagler Architekten, München Florian Nagler Martina Raucheder, Almut Schwabe Tragwerksplanung: IB merz kaufmann partnerAT - Dornbirn im Hause

Landschaftsarchitektur

Arbeit 1152 Verfasser: Mitarbeiter:

Hild und K Architekten, München Andreas Hild Carmen Wolf, Nina Großhauser

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

19

2. Wertungsrundgang Arbeit 1131 Verfasser: Mitarbeiter: Sonderfachleute: J. Mayer H., Berlin Jürgen Mayer H. Klaus Kueppers, Hans Schneider, Paul Angelier Tragwerksplanung: Mike Schlaich, Prof. Dr.sc.techn. Schlaich Bergermann u. Partner Energie- und Klimakonzept: Thomas Auer, Transsolar Energietechnik GmbH

Arbeit 1134 Verfasser: Landschaftsarchitekt:

I+m architekten, Pullach Michael Martin, Christian Lechner Kattinger+Kattinger

Arbeit 1137

Thomas Michael Krüger • Wolfram Belz • Architekten, Berlin Wolfram Belz, Dipl.-Ing,. Architekt Dominic Wanders, Oliver Walter Tragwerksplanung: Pichler Ingenieure Versorgungsplanung: Dr.-Ing. Thorsten Löber Bernard:Sattler Büro für Landschaftsarchitektur

Verfasser: Mitarbeiter: Sonderfachleute:

Landschaftsarchitekt:

Arbeit 1138 Verfasser: Mitarbeiter: Landschaftsarchitekt:

Carola Schäfers Architekten BDA, Berlin Carola Schäfers Peter Bamm, David Schulz, Timo Heise Büro Kiefer

Arbeit 1143 Verfasser: Mitarbeiter:

Kühn Malvezzi GmbH, Berlin Johannes Kühn Jan Ulmer, Michael Stoß, Vincent Rahm, Michael Zeeh Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Krone Visualisierung: Thomas Stadler Mauro Hagel

Sonderfachleute:

Landschaftsarchitekt:

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

20

Arbeit 1146 Verfasser: Mitarbeiter:

Deubzer König Architekten, Berlin Deubzer König Architekten Dipl.-Ing. Christian Rudolf, Dipl.-Ing. Friederike Maurer GSE Tragwerksplanung, Dipl.-Ing. Hirschmannn Kirsten Thomas

Sonderfachleute:

Landschaftsarchitekt:

Arbeit 1148

Kleihues + Kleihues, Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin Jan Kleihues Johannes Kressner sowie Roland Block, Babette Braun, Sebastian Leder, Daniela Keratovic Tragwerksplanung: HMI Hartwich / Mertens / Ingenieure Haustechniker: IBD Ing.-Büro Dohrmann Akustik: Ing.-Büro Axel C. Rahn GmbH Lützow 7

Verfasser: Mitarbeiter:

Sonderfachleute:

Landschaftsarchitekt:

Arbeit 1154 Verfasser: Mitarbeiter:

Lieb + Lieb, Architekten BDA, Freudenstadt Dipl.-Ing. Gerhard Lieb David Keppler, Bettina Paucke, Martin Krotz, Maximilian Schlentner Tragwerksplanung: Schneck - Schaal - Braun, Ingenieurgesellschaft Bauen mbH Jetter Landschaftsarchitekten

Sonderfachleute:

Landschaftsarchitekt:

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

21

Protokollfreigabe der Preisrichter

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

22

Anwesenheitslisten

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

23

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

24

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

25

Bericht der Vorprüfung zur Preisgerichtssitzung am 07.04.2005

1

Vorlauf

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgte durch ein Bewerbungsverfahren, zu dem die Bewerber zwei Bilddateien eigener Projekte per Internet einzureichen hatten. Es wurden insgesamt 287 Bewerbungen abgegeben. Das Auswahlgremium, an dem auch zwei freie Architekten beteiligt waren, ermittelte in seiner Sitzung am 15.12.2004 25 Teilnehmer, davon 13 durch Los. Die Sitzung zur Beantwortung der schriftlich eingegangenen Rückfragen fand am 20. Januar 2005 in den Räumen der Friedensburg-Oberschule statt. Neben dem Protokoll der Sitzung mit der Beantwortung der Fragen wurden den Teilnehmern folgende Unterlagen am 25. Januar 2005 zugeschickt: - Lageplan mit Ergänzung der bestehenden Feuerwehrzufahrt - Luftbild - Baumliste - Ansicht Schillertheater.

2

Einlieferung der Arbeiten

Es wurden insgesamt 23 Arbeiten eingereicht. Hiervon wurden 10 Arbeiten persönlich im Büro Wiechers Beck Architekten in der Manteuffelstrasse 77, 10999 Berlin abgegeben. 13 Arbeiten wurden per Post oder Kurierdienst eingereicht. 7 Modelle wurden persönlich, 16 Modelle per Post oder Kurierdienst eingereicht. Die Arbeiten wurden von Wiechers Beck Architekten entgegengenommen, quittiert und Datum und Uhrzeit in einer Sammelliste notiert. Die Wettbewerbsarbeiten wurden in die Räume der Vorprüfung, Alte Kantine der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Str. 6, transportiert. Von den 23 Wettbewerbsarbeiten gingen 17 in allen Teilen erkennbar termingerecht ein. Die Zeichnungen der Arbeiten 1145, 1146 und 1147 sind von einem Botendienst am 16.03.2005 übergeben worden. Auf der Verpackung war der Zeitpunkt der Übergabe an den Botendienst nicht erkennbar. Es wurde auch kein Nachweis über die rechtzeitige Einlieferung nachgesandt. Die Modelle der Arbeiten 1140, 1145, 1146, 1150 und 1152 sind von einem Botendienst nach dem 22.03.2005 übergeben worden. Auf der Verpackung war der Zeitpunkt der Übergabe an den Botendienst nicht er-

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

26

kennbar. Es wurde auch kein Nachweis über die rechtzeitige Einlieferung nachgesandt. Die fristgerechte Einlieferung ist gem. Auslobung nach Abschluss des Verfahrens nachzuweisen. Die Verfasser der Arbeit 1137 haben nach dem Abgabetermin für die Zeichnungen einen weiteren Audruck mit der Bitte eingereicht, ihn durch den ersten fristgerecht eingegangenen Audruck zu ersetzen. Inhaltliche Verändungen wurden durch die Vorprüfung nicht festgestellt. Das Preisgericht wird gebeten, über die Zulassung bzw. Bewertung des zweiten Ausdrucks zu entscheiden. Das Modell der Arbeit 1141 wurde gem. Lieferschein auf der Verpackung am 23.03.2005 einem Botendienst übergeben. Für den Fall, dass der Teilnehmer die fristgerechte Einlieferung nicht nachweisen kann, wird das Preisgericht gebeten, über die Zulassung bzw. Bewertung des Modells zu entscheiden.

3

Anonymisierung

Die eingegangenen Arbeiten sowie die dazugehörigen Verfassererklärungen und alle sonstigen abgegebenen Unterlagen wurden mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1131 bis 1154 gekennzeichnet (Tarnzahl 1153 wurde nicht vergeben). In einer angelegten Sammelliste ist die Zuordnung zwischen den Kennzahlen der Verfasser und den Tarnzahlen notiert. Eingangsdatum sowie Art und Zustand der Verpackung wurden erfasst und die Verfassererklärungen unter Verschluss genommen.

4

Vollständigkeit der Arbeiten

Die Vollständigkeit der Arbeiten wurde gemäß Punkt 1.10 der Auslobung geprüft. Folgende Abweichungen zu den geforderten Leistungen wurden festgestellt: Arbeit 1134 Verfassererklärung Arbeit 1144 Erläuterungsbericht Arbeit 1152 Erläuterungsbericht

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

27

5

Vorprüfung

Verfahren
Die Vorprüfung wurde vom 16. März 2005 bis zum 06. April 2005 in der Alten Kantine der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, durchgeführt. Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch zwei Vorprüferinnen, zwei Vorprüfer und zwei studentische Mitarbeiter. Die Wirtschaftlichkeit der Arbeiten wurde von zwei weiteren Vorprüfern geprüft.

Prüfung der quantitativen Daten
Die in der Auslobung geforderten quantitativen Nachweise wurden von der Vorprüfung berechnet bzw. anhand der Verfasserangaben auf Plausibilität geprüft. Sofern eine nachweisliche Diskrepanz zwischen Verfasserangaben und geprüften Werten festzustellen war, wurden die ermittelten Werte der Vorprüfung dargestellt. Folgende Nachweise wurden berechnet: - Bruttogrundrissfläche BGF A incl. UG - Bruttogrundrissfläche BGF A excl. UG - Bruttorauminnhalt BRI A incl. UG - Hauptnutzfläche HNF - Nebennutzfläche, davon nur Wirtschaftsräume und zusätzl. Räume - Fläche für Technikräume - Verhältnis BGF A / HNF Ist - Verhältnis BGF A / HNF Soll - Verhältnis A / V - Sportflächen - Pausenflächen (incl. Stellplatzflächen) Darstellung der quantitativen Daten Die Ergebnisse der quantitativen Prüfung sind in den Berichten zu den einzelnen Arbeiten unter dem Gliederungspunkt Kenndaten gesondert ausgewiesen. Bei Abweichung dieser Kennwerte von der Norm wird dies unter dem Gliederungspunkt Wirtschaftlichkeit gesondert erwähnt. die den Einzelberichten vorangestellten Balkendiagramme zeigen die Ergebnisse der Berechnungen im vergleichenden Überblick.

Prüfung der qualitativen Daten
Die für die Vorprüfung angelegten Prüfkriterien sind aus den in der Auslobung unter 3.12 benannten Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten abgeleitet und durch die Vorprüferinnnen und Vorprüfer in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen überprüft worden.

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

28

Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wieder:

Leitidee Städtebauliches Konzept Anordnung der Baumassen, Höhenentwicklung, Bezug zum Bestand, Raumbildung, äußere Erschließung, Anlieferung Baukörpergestaltung / Architektur Bauform, Gestaltung, Baukonstruktion, Fassaden, Materialien, ökologische Gesichtspunkte Räumliche Organisation, Raumqualität innere Erschließung, funktionale Zuordnungen, Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung, Außenbezüge Freiraumkonzept Begrenzung zum Stadtraum, Pausenflächen, Sportflächen, PKW-/Fahrrad-Stellplätze, Müllplatz, Vegetation Realisierbarkeit Raumprogramm, funktionale Anforderungen, Bauordnungsrechtliche Vorschriften und Planungsrecht, Behindertengerechtigkeit, Maßnahmen zum Schnellbau Wirtschaftlichkeit Im Bericht der Vorprüfung werden wesentliche Abweichungen von den vorgegebenen Gesamtbaukosten sowie von Gebäudekennwerten erwähnt. Die Gründe der Abweichungen werden aus den Kennwerten hergeleitet und darüber hinaus werden Baukonstruktionen mit erhöhtem baulichen Aufwand aufgezeigt.

Kostenermittlung
Grundlage der Kostenermittlung bildet die DIN 276 in der Fassung von 1993. Die einzelnen Hauptgruppen der DIN 276 werden wie folgt betrachtet: • Kostengruppe 100 Grundstück Hier wird kein Wert eingesetzt, da das Grundstück vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf übertragen wird und mit Erwerbskosten etc. nicht zu rechnen ist. • Kostengruppe 200 Herrichten / Erschließen Grundsätzlich wird unterstellt, dass es für alle Arbeiten einen gleichen Ansatz für die Kostengruppe gibt. In dieser Kostengruppe werden die Ab-

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

29

risskosten für den noch vorhandenen asbestsanierten Schulbaukörper sowie das Freiräumen des Geländes aufgenommen. Es ist deshalb der von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vorgegebene Ansatz für die Kostengruppe 200 übernommen worden. • Kostengruppe 300 Bauwerk / Baukonstruktion Die Kostenermittlung erfolgt nach den folgenden Bauelementen: BAU Baugrube BAF Basisflächen AWF Außenwandflächen IWF Innenwandflächen HTF Horizontale Trennflächen (incl. Treppen) DAF Dachflächen Um eine verhältnismäßig hohe Kostengenauigkeit zu erreichen, werden die einzelnen Bauelemente in Unterelemente gegliedert. Es werden z.B. unterschiedliche Bodenbeläge oder Deckenkonstruktionen berücksichtigt. Die Bauelemente werden bei den Wettbewerbsarbeiten in Abhängigkeit zu deren Konstruktion in unterschiedliche Elemente gegliedert. Die Summe des Gesamtelementes ergibt sich aus den jeweiligen Teilflächen der Unterelemente. Das Ergebnisist Grundlage für den Durchschnittspreis für das jeweilige Bauelement. Zur Preisfindung und Einordnung wurden die Baukostendaten gem. Bauelemente der BKI herangezogen.

In der Kostenermittlung der vorliegenden Wettbewerbsarbeiten können nicht sämtliche individuellen Vorschläge der Entwurfsverfasser im Detail berücksichtigt werden, da dies die Vergleichbarkeit der Arbeiten untereinander beeinträchtigen würde. Folgende Festlegungen wurden für die Kostenermittlung getroffen: Es wird davon ausgegangen, dass bei allen Entwürfen ein gleich hoher baulicher Aufwand für einen Technikkanal im Bereich des Sockels entsteht. Entwurfsabhängig gibt es einen entsprechenden Zuschlag für die jeweiligen WC-Flächen sowie für die jeweiligen Treppenläufe. Für Unterdecken wurde eine Pauschale ermittelt, die in Abhängigkeit zu den Verkehrsflächen des jeweiligen Entwurfs stehen. Die Kostengruppen 370 (Baukonstruktive Einbauten) und 390 (Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktion) werden für alle Wettbewerbsarbeiten mit einem gleich hohen Pauschalwert angenommen. • Kostengruppe 400 Bauwerk / Technische Anlagen Die Kostenermittlung erfolgt pauschal über qm/BGF. In der Ausschreibung ist zur Vermeidung von Be- und entlüftungsanlagen die Raumtiefe auf 8,40 m begrenzt worden, damit Be- und Entlüftungsanlagen nur bei innenliegenden Räumen sowie den WC- und Sanitärbereichen und der Cafeteria zum Ansatz kommen.

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

30

• Kostengruppe 500 Außenanlagen Für die befestigten Flächen wird bei der Kostenermittlung pauschal als Mittelwert 4.700 qm angesetzt. Die Sportflächen wurden von der Vorprüfung flächenmäßig erfasst. Die unbefestigten Flächen ergeben sich aus der Differenz von Grundstücksfläche abzüglich der überbauten und der befestigten Flächen sowie der Sportflächen. Die Kostenermittlung der Außenanlagen wird demnach nach befestigten, unbefestigten und Sportflächen differenziert. • Kostengruppe 600 Bauwerk / Ausstattung und Kunstwerke Die Kostenermittlung erfolgt pauschal für alle Arbeiten mit dem von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vorgegebenen Betrag. • Kostengruppe 700 Bauwerk / Baunebenkosten Die ermittelten Gesamtkosten der Kostengruppen 100 bis 600 werden mit einem Zuschlag in Höhe von 19,8 % für die Baunebenkosten versehen. Damit sind auch die sonstigen Baunebenkosten pauschal erfasst.

Die tabellarische Gegenüberstellung der Kosten pro Arbeit zeigt, daß es ein Spektrum von 23.397.000 EUR bis 27.683.000 EUR gibt. Die Obergrenze der Gesamtkosten wurde in der Ausschreibung mit ca. 24,13 Mio. EUR definiert. Dieser Betrag wird von 5 Wettbewerbsarbeiten unterschritten und von 17 Wettbewerbsarbeiten überschritten. Der Mittelwert aus allen Arbeiten liegt bei ca. 25,07 Mio. EUR. Im Vergleich zu den Werten NHK (Normalherstellungskosten) - herausgegeben von BMVBW - liegen die Kgr. 300 + 400 bei ca. 1.285 EUR/qm. Der Vergleichswert BKI bei mittlerem Standard liegt bei 1.240 EUR/qm. Diese Beträge werden von allen Wettbewerbsbeiträgen unterschritten. Die Wirtschaftlichkeit der vorliegenden Wettbewerbsarbeiten wird im wesentlichen durch die folgenden Faktoren bestimmt: - Verhältnis A/V (Außenwandfläche / Volumen) Aus dem Wert ist der bauliche Aufwand für Außenwandflächen ablesbar. Zudem sind bei hohem Außenwandanteil höhere Betriebskosten zu erwarten. - Verhältnis BGF/HNF (Soll) Das Ergebnis zeigt den baulichen Aufwand für Verkehrs- und Konstruktionsflächen sowie für entwurfsbedingte nicht erforderliche Mehrflächen. - Innenliegende Räume haben einen baulichen Aufwand für raumlufttechische Anlagen zur Folge, was sich auch in den Kosten des laufenden Betriebs niederschlägt.

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

31

Einbeziehung der Sachverständigen
Im Rahmen der Vorprüfung hatten die Sachverständigen die Gelegenheit, die Wettbewerbsarbeiten einzusehen. Die verschiedenen inhaltlichen Aspekte wurden von den Vorprüfern in die Einzelberichte aufgenommen. Die folgenden Sachverständigen haben während der Vorprüfungsphase die Entwürfe gesichtet: Marianne Bohn-Decker Bauaufsicht, Bauordnungsrecht Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Edeltraut Gast OSZ Körperpflege Rainer Kriegsmann Projektvorbereitung und -prüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Frau Kowolik Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Albrecht Ohl Freiraumplanung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Brigitte Reichmann Ökologischer Städtebau Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ulrich Bergner Projektprüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

Bei einzelnen Wettbewerbsarbeiten gibt es konkrete Aussagen zur Gebäudetechnik und zu Einsparmöglichkeiten im Betrieb des Gebäudes. Zur Beurteilung dieser gebäudetechnischen Aspekte wurde von der Vorprüfung zusätzlich Herr Zeppa und Herr Feist, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, einbezogen.

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

32

6

Zusammenstellung der Daten
Soll-/Mittel-Wert 1131 11.701 11.701 49.468 6.318,00 387,30 40,20 1,852 1,919 7,830 0,200 1132 10.313 9.768 39.674 6.272,00 429,00 81,30 1,644 1,691 6,326 0,192 1133 13.214 12.471 50.947 6.325,30 629,60 172,80 2,089 2,167 8,0544 0,234 1134 10.462 10.462 39.163 6.126,40 395,50 72,80 1,708 1,715 6,392 0,207 11.761.590 - 6,0% 1.928,54 1.124,25 2.620 5.856 1.317.175 155,42

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (cbm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300+400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittel-Wert % Kgr. 300+400 / HNF Soll (EUR) Kgr. 300+400 / BGF A incl.UG(EUR) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellpl. (qm) Kgr. 500 brutto (EUR) Kgr. 500 / Freiflächen (EUR) Gesamtkosten brutto (EUR) Kgr. 100 - 700 (EUR) Abweichung vom Soll-Wert %

10.839 10.398 42.456 6.098,70 458,00 100,00 1,76 1,7 6,894 0,222 12.510.341

1.155,56 2.344 6.182 1.270.715

12.677.714 12.008.813 14.757.961 - 4,0% + 18,0% + 1,3% 2.078,76 1.969,08 2.419,85 1.116,86 1.083,50 1.164,41 2.335 5.798 1.273.105 156,54 1.815 7.119 1.245.255 139,38 1.820 6.525 1.219.460 146,13

24.128.000

25.245.314 24.416.121 27.683.805 24.171.353 + 4,7% + 1,8% + 14,7% + 0,2% 1143 10.154 9.149 41.073 6.299,90 355,80 20,00 1,612 1,665 6,520 0,239 1144 10.600 10.115 42.321 5.426,50 405,10 49,00 1,953 1,738 7,799 0,242 1145 10.441 9.925 41.547 5.767,20 368,30 100,00 1,810 1,712 7,204 0,268 1146 10.056 9.317 36.537 6.074,60 665,50 157,70 1,655 1,853 6,015 0,232 11.013.860 - 12,0% 1.805,94 1.095,29 3.130 6.291 1.418.395 150,56

Soll-/Mittel-Wert BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (cbm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittel-Wert % Kgr. 300 + 400 / HNF Soll (EUR) Kgr. 300+400 / BGF A incl.UG(EUR) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellpl. (qm) Kgr. 500 brutto (EUR) Kgr. 500 / Freiflächen (EUR) Gesamtkosten brutto (EUR) Kgr. 100 - 700 (EUR) Abweichung vom Soll-Wert % 10.839 10.398 42.456 6.098,70 458,00 100,00 1,76 1,7 6,894 0,222 12.510.341

1.155,56 2.344 6.182 1.270.715 149,04

11.377.807 13.807.091 12.616.646 +0,8 % - 9,1% + 10,4% 2.068,74 2.263,94 1.865,61 1.208,36 1.120,49 1.302,58 1.857 6.003 1.201.710 152,90 1.995 5.477 1.234.005 165,15 1.931 7.182 1.266.650 138,99

24.128.000

23.616.631 26.559.208 25.165.700 23.397.307 - 2,1% + 10,1% + 4,3% -3,0 %

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

33

1135 10.504 10.504 43.158 6.090,70 400,90 0,00 1,725 1,722 7,086 0,251 13.155.021 + 5,2% 2.157,02 1.252,33 4.084 4.409 1.296.660 152,68

1136 11.378 10.609 43.625 6.381,20 485,20 259,70 1,783 1,866 6,836 0,174

1137 11.510 11.510 44.408 6.220,50 358,60 0,00 1,85 1,887 7,139 0,183

1138 10.671 10.671 42.811 6.461,50 459,00 82,10 1,651 1,750 6,625 0,237

1139 11.519 11.026 43.062 6.474,20 544,40 150,00 1,779 1,889 6,651 0,213

1140 11.281 10.557 41.569 6.150,90 397,00 282,00 1,834 1,850 6,758 0,218

1141 10.104 10.104 41.172 6.305,20 338,90 0,00 1,602 1,657 6,530 0,231

1142 10.947 10.334 46.533 6.344,90 575,20 35,00 1,725 1,795 7,334 0,175

11.935.969 12.886.426 12.482.854 13.310.718 12.836.068 12.687.644 13.245.215 + 5,9% - 4,6% + 3,0% + 2,6% + 1,4% -0,2 % + 6,4% 2.171,81 1.957,13 2.104,72 2.080,39 2.112,98 2.046,81 2.182,55 1.209,98 1.049,07 1.119,55 1.137,87 1.255,72 1.169,78 1.155,53 1.815 6.816 1.231.620 142,70 1.805 6.821 1.203.740 139,55 1.959 6.411 1.236.435 147,72 3.157 6.654 1.224.810 124,84 1.815 6.587 1.221.270 145,36 1.991 6.850 1.261.310 142,67 2.648 5.847 1.321.295 155,53

26.025.934 24.315.219 25.425.986 24.975.202 26.169.597 25.383.187 25.878.942 25.973.371 + 0,8% + 5,4% + 3,5% + 8,5% + 5,2% + 7,3% + 7,6% + 7,9% 1147 10.190 10.190 42.050 6.139,60 418,60 64,90 1,660 1,671 4,13 0,203 1148 10.364 10.028 37.693 6.062,00 333,50 140,60 1,710 1,699 3,64 0,256 1149 10.641 10.641 43.474 6.466,10 362,90 45,90 1,646 1,745 4,09 0,233 1150 11.829 10.496 46.778 5.933,60 537,20 509,70 1,994 1,940 3,95 0,184 1151 10.549 10.549 39.893 5.961,70 515,90 146,40 1,769 1,730 3,78 0,301 1152 10.295 8.985 39.219 6.166,40 347,90 0,00
Tarnnummer 1153 nicht vergeben

1154 10.569 10.040 40.305 5.974,70 437,90 135,00 1,769 1,714 3,81 0,204 11.708.912 - 6,4% 1.919,90 1.107,88 2.373 6.359 1.300.335 148,92

1,700 1,688 3,81 0,223 11.174.756 - 10,7% 1.832,32 1.085,47 2.264 5.484 1.277.270 164,84

11.612.873 12.745.639 12.585.002 12.833.240 12.223.978 - 7,2% + 1,9% + 0,6% + 2,6% - 2,3% 1.904,16 2.089,89 2.063,55 2.104,26 2.004,36 1.139,60 1.229,76 1.182,67 1.084,91 1.158,82 1.615 6.905 1.203.625 141,28 2.668 5.126 1.292.005 165,79 3.457 5.490 1.434.670 160,36 2.781 5.559 1.297.615 155,59 1.971 6.626 1.248.030 145,17

23.900.155 25.345.589 25.295.810 25.456.144 24.676.664 23.448.935 + 5,5% + 2,3% - 2,8% - 0,9 % + 5,0% + 4,8%

24.111.920 -0,1 %

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

34

30.000.000

25.000.000

20.000.000

15.000.000

10.000.000

5.000.000

0 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 54

Gesamtkosten (EUR)

0,3

0,25

0,2

0,15

0,1

0,05

0 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 54

Verhältnis A / V

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

35

2,5

2

1,5

1

0,5

0 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 54

Verhältnis BGF A / HNF Soll

1.400

1.200

1.000

800

600

400

200

0 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 54

Kgr. 300+400 / BGF A incl. UG (EUR/qm)

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

36

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

37

Einzelberichte 1131 bis 1154

J. Mayer H., Berlin / 2. Wertungsrundgang

1131

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

11.701 11.701 49.468 6.318 387,30 40,20 1,852 1,919 7,830 0,200 13.155.021 + 5,2 2.157,02 2.335 5.798

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.273.105 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 25.245.314 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 4,7 156,54

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1131 40

“Die Schließung des Blockrands wird
von der Straßenecke aus entwickelt und umgreift mit beiden Gebäudearmen das Schulgelände.” Städtbauliches Konzept - Spitzwinklige, 4-geschossige Blockrandbebauung entlang Schiller- und Grolmanstraße schließt Blockkanten - Abgeschrägte Gebäudeecke wird durch Überhöhung sowie Auskragung im 1. und 3. OG betont - Durch geschossweise Auskragungen an den Gebäudeenden soll ‚ideelle Verlängerung‘ der Blockkanten andeutet werden - ‚Fehlstellen‘ in der Blockrandbebauung der Schillerstraße sowie an der Grolmanstraße bieten Einblicke in das Blockinnere (‚stadträumliche Dialoge‘) - Hauptzugang an Gebäudeecke; Anlieferung von Schillerstraße an überdachtem Freibereich Baukörpergestaltung / Architektur - Einheitlich gestalteter Putzbau mit Lochfassade - Überhöhung der Attika an der Ecke Schiller-/Grolmanstraße sowie den Gebäudeenden - Verdichtung der Fensterflächen (vertikale Fensterformate) und Auskragungen betonen Gebäudeecke - Horizontale Fensterformate der Seitenflügel verlängern sich zu den Gebäudenenden hin - Skulpturale Ausformung der Gebäudeenden durch Auskragungen und Terrassen - Stahlbetonkonstruktion mit Wärmedämmverbundsystem - Horizontal unterteilte Fenster mit feststehendem Mittelteil und oberem und unterem Öffnungsflügel. Edelstahl-Lamellen als außenliegender Sonnenschutz - Decken werden zur Wärmespeicherung herangezogen

Räumliche Organisation / Raumqualität - Hauptzugang an Ecke Schillerstr./ Grolmanstr. - Quer zum Haupteingang angeordnetes, teilweise 2-geschossiges Foyer mit Bereichen für Schüleraufenthalt (abgesenkt) und Cafeteria - Schülervertretung und Hausmeister dem Eingang zugeordnet - Ein Aufzug zentral am mittigen Treppenhaus - Küche im Nordflügel, an Cafeteria anschließend - Verwaltung und Archivflächen im Westflügel - Unterrichtsräume sämtlich in den Obergeschossen: Nordflügel einbündig organisiert mit Räumen nach Süden; Westflügel zweibündig, Räume nach Ost und West orientiert - Bibliothek im 1. OG im Mittelteil (über Haupteingang) im räumlichen Zusammenhang mit Fremdsprachen und den AU-Räumen - AU-Räume überwiegend im 1. OG; weitere AU-Räume im Westflügel des 2. und 3. OG. Raumgruppen teilweise geschossübergreifend angeordnet - Lehrerbereiche am Ende des Westflügels im 1. OG (nur 1 Garderobenraum); Anbindung Lehrerraum/ Stillarbeit nicht vorhanden - Mediothek dem Lehrerbereich benachbart - Friseurtechnik-Räume im 2. OG im Westflügel angeordnet - Fachpraxis-Räume im Mittelteil; interne räumliche Anbindung teilweise fehlend - Kosmetiktechnik und Maskentechnologie im Nordflügel 2. OG einander zugeordnet - Naturwissenschafts-Bereich im Mitteltrakt des 3. OG - Zahntechnik im 3. OG Nordflügel - Datenverarbeitung/Lernbereich im Westflügel des 3. OG (günstige NO-Orientierung für Server), den AU-Räumen zugeordnet - Oberlichter über Flurbereich im 3. OG - HM-Wohnung im EG/Nordflügel separat erschlossen.

Freiraumkonzept - Durch Gebäudestellung Ausbildung eines zusammenhängenden Blockinnenraumes für Pausen- und Sportflächen (27x45 Spielfeld; 100 m-Bahn) (Anlauf/Auslauf zu kurz), Gymnastikwiese (15 x 34 m) - Lineare Abfolge der Außenbereiche - 8 PKW-Stellplätze von Schillerstraße erschlossen - Am überdachten Freibereich an der Schillerstraße Fahrradstellplätze sowie Anlieferung Cafeteria Realisierbarkeit - Räume im Wesentlichen nachgewiesen, allerdings z.T. mit erheblichen Überschreitungen - Kein Müllplatz - Im Mittelbereich Raumzuschnitte teilweise wenig funktional - Raumtiefe im Nordflügel über 9,00 m natürliche Belichtung und Belüftung erschwert - Horizontaler Brandabschnitt fehlt aufgrund Deckenöffnung EG/1. OG - Belange des barrierefreien Bauens im Wesentlichen berücksichtigt - Durch Vorfertigung (Halbfertigteile) schnelle Bauzeiten Wirtschaftlichkeit - um 4,7% erhöhte Gesamtkosten durch erhöhten Flächenfaktor BGF A / HNF Soll und erhöhten Außenflächenanteil - Erhöhte Erstellungs- und Folgekosten aufgrund großer Raumtiefen (9,10 m) - Das Gebäude ist in konventioneller Massivbauweise vorgeschlagen. Die auskragenden Geschosse an den Stirnseiten sind statisch nicht näher beschrieben, die vorgechlagenen freien Auskragungen sind aber sicherlich nicht mit einer frei kragenden Stahlbetonplatte zu erreichen. Ohne nähere Angaben lassen sich hier jkeine Aussagen über die Wirtschaftlichkeit treffen. Anbetracht der Dimensionen ist aber gegenüber der Kalkulation eher mit einer Kostensteigerung zu rechnen. Die Preisvorteile des kostengünstigen WDVS werden z.Teil durch die aufwändigen Fensterlaibungen wieder aufgebraucht.

Léon Wohlhage Wernik, Berlin / Ankauf

1132

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.313 9.768 39.674 6.272,00 429,00 81,30 1,644 1,691 6,326 0,192 12.008.813 -4,0 1.969,08 1.815 7.119

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.245.255 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) 139,38

Kgr. 100 - 700 (EUR) 24.416.121 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 1,8

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1132 41

„... Arrondierung des Stadtraumes ... durch einen kompakten Baukörper. ...verbunden mit der Idee einer Großzügigkeit und Transparenz im Innern....“ Städtebauliches Konzept - Das langgestreckte Atriumgebäude ist von der Schillerstraße abgerückt. Durch den erweiterten Straßenraum bleibt der Blick auf das Kopfgebäude der Schiller Oberschule frei. - Das fünf geschossige Gebäude bildet eine spitz zulaufende Ecke an der Grolman- und Schillerstraße. - Die Freiflächen gliedern sich in den öffentlichen Bereich an der Schillerstraße mit dem Plateau und dem Platz vor der Schule und dem geschützten Bereich nach Süden mit Pausen- und Sportflächen. - Zugang und Anlieferung über das Plateau an der Schillerstraße. Baukörpergestaltung / Architektur - Umlaufende Balkone durch eine Riegel-Stützen Konstruktion aus hellgrauen Betonfertigteilen. - Regelmäßige Glasfassade aus raumhohen Aluminiumfenster, außenliegender Sonnenschutz mit Lichtlenkelementen, Fluchtbalkone mit Glas-Brüstungen. Cafeteria und Bibliothek sind in der Fassade durch die vollflächige Verglasung ablesbar. - Glas gedeckter langgestreckter fünfgeschossiger Innenhof. Öffnet sich im EG nach Süden. In den Luftraum kragenden Balkonen in den Obergeschossen. - Stahlbetonskelettkonstruktion mit Filigrandecken. Teilunterkellerung der Halle. - Im Sommer Be- und Entlüftung durch motorbetätigten Fensterflügel und Nachtkühlungsklappen. Unverkleidete Betondecken dienen als Wärmespeicher. Heizflächen vor der Fassade des Gebäudes - Extensive Dachbegrünung.

Räumliche Organisation / Raumqualität - Über den sich verjüngenden Zugang gelangt man in den Innenhof. Die Obergeschosse werden durch die drei Treppenhäuser und den Fahrstuhl erschlossen. Die Räume sind nach außen, die Flure zum Innenhof orientiert. - An der Ecke Grolman- und Schillerstraße befindet sich im EG und 1.OG Cafeteria und Schüleraufenthalt. Zur Schiller Oberschule orientiert, liegen im EG die Verwaltung, im 1. OG die Lehrerbereiche, im 3.OG und 4.OG die Bibliothek mit der Mediothek. - Unterrichtsräume sind im 1.OG und 2.OG, fachspezifische Räume im 3.OG und 4.OG angeordnet. - Innenliegende Lehrmittel-, Sammlungs- und Sanitärräume. - Zur Grolmanstraße Räume mit ungünstigen Raumzuschnitten. Freiraumkonzept - Zur Grolmanstraße sind die Freiflächen durch eine Mauer abgeschirmt. - Ein Plateau zieht sich um das Schulgebäude bis vor die Sporthalle. Zur Schillerstraße werden Plateau und der auf Straßenhöhe liegende Platz vor der Sporthalle durch zwei versetzte Kolonnade abgegrenzt. Stufen führen zu den Freiflächen im Süden. - Der Sportplatz ist in die wellenartig gestaltete Rasenfläche integriert. Unterschiedliche Plateaus bilden den Übergang zu der 100m an der Grundstücksgrenze zur Friedensburg Oberschule. Hochsprung-, Weitsprunganlage und Gymnastikwiese sind nicht ausgewiesen. - Unter dem im Raster gepflanzten kleinkronigen Baumhain des Platzes vor der Sporthalle sind die Stellplätze für PKW und Fahrräder angeordnet. - Der Müllplatz ist nicht ausgewiesen.

Realisierbarkeit - Raumprogramm ist erfüllt. Überschreitungen der Flächen von über 10% bei der Mediothek. - Abweichungen bei der funktionalen Zuordnung der Räume des Allgemeinen Unterrichts, der Naturwissenschaften, FriseurTechnischen Übungen, der Fachpraxis und der Verwaltung. - Zweiter Rettungsweg über umlaufende Balkone. - Belange des barrierefreien Bauens berücksichtigt. 8m lange Rampe ohne Zwischenpodest. - Keine Aussagen zur Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten. Wirtschaftlichkeit - Gesamtkosten liegen im Bereich der vorgegebenen Kosten (+1,8%) - 5 geschossige Halle - Umlaufender Fluchtbalkon - Raumhohe Verglasung - Die Verfasser bieten eine zweischalige Fassadenkonstruktion an. Vor die raumabschliessende Fassade wird im Abstand von 120cm eine Stüzen - Riegel Konstruktion aus kräftigen StbStützen gestellt, die die Fluchtbalkone aufnehmen. Diese Aufwändige Konstruktion wird durch die kompakte Bauweise und das gute BGF/HNF Verhältnis zum Teil ausgeglichen.

Ingrid Hentschel - Prof. Axel Oestreich, Berlin / Ankauf

1133

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

13.214 12.471 50.947 6.325,30 629,60 172,80 2,089 2,167 8,054 0,234 14.757.961 + 18,0 2.419,85 1.820 6.525

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.219.460 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 27.683.805 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 14,7 146,13

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1133 42

"Der heterogenen Bebauung an der Straßenkreuzung wird das Schulhaus als ruhige Großform entgegengesetzt." Städtebauliches Konzept - Orientierung an den historischen Baufluchten der Grolman- und Schillerstraße - 4-geschossiges Bauvolumen an der Blockecke als freistehende Großform - Haupteingang an der Straßenkreuzung, Betonung durch Gebäuderundung und Unterschneidung des Baukörpers - Anlieferung von der Grolmanstraße Baukörpergestaltung / Architektur - straßenbegleitende Bebauung mit zum Blockinnenbereich orientiertem gebogenen Baukörper - Pausenhof als offenes Atrium - strenge Straßenfassade mit Unterbrechung durch die schmale vertikale Zäsur über dem Haupteingang - angeschrägte Pfeiler mit raumhohen Fensterelementen akzentuieren im EG die straßenseitigen Fassaden - Lochfassade in den straßenseitigen Obergeschossen, zweischaliges, hinterlüftetes Mauerwerk - Wandflächen aus längslaufenden, hell-rot bunten Verblendziegeln, gleichformatige Fensterbänder, Betonung durch hellgraue Betonfertigteile - konstruktive Anschlußpunkte für die flexiblen Trennwände befinden sich jeweils an den feststehenden Elementen der Fensterbänder - Hoffassaden mit vorgelagerten, feststehenden Holzlamellen. - Stahlbetonskelettkonstruktion. - Einsatz von alterungsbeständigen und wärmespeicherfähigen Baumaterialien. - Bodenbeläge im EG Werksteinplatten und Holzpflaster, in den Obergeschossen Linoleum in kräftigen Farben. - differenziertes Farbkonzept für

die Innenräume durch klare 'frische' Farben. Räumliche Organisation / Raumqualität - Zylindrisches Haupttreppenhaus als Gelenk des Gebäudes gegenüber dem Haupteingang. - 2 weitere Hauseingänge erschliessen die zum Hofbereich orientierten großflächig verglasten Pausenhallen mit je einem Treppenhaus - alle Flure umlaufend zum Atrium orientiert - Das EG ist Schnittstelle zwischen "Stadtöffentlichkeit" mit Cafè und Schule, einsehbare Friseur-Übungsräume an der Grolmanstraße. - Raumkontinuum mit unterschiedlichen Aufenthaltsqualitäten: - Eingang mit Ausstellungsfoyer, der vom Gebäude umschlossene, Pausenhof mit Durchgang zu den portflächen, im Gebäude liegende Pausenhallen an den beiden zusätzlichen Treppenhäusern sowie Freiflächen im Blockraum - im 1. OG über dem Eingang Verwaltung mit Sekretariat mit direkter Anbindung über die Haupttreppe zum Foyer und Konferenzbereich zu den Sportflächen orientiert. - berufsspezifische Fachräume befinden sich überwiegend ebenfalls im 1. OG - im 2. und 3. OG liegen die Gruppenräume - Das Gebäudekonzept basiert auf dem Thema: Lehrer und Lehrinhalte in Bewegung, flexibel schaltbare Raumfolgen der Unterrichtsräume sind möglich. - Die Technik- und Archivräume befinden sich im teilweise unterkellerten nordöstlichen Bereich. Freiraumkonzept - 2 Hauptelemente bestimmen den Freiraum: - ruhiger Hofbereich mit eingestreuten amorphen Sitzgruppen in Verbindung mit dem geschützten Atrium als Pausenhof,

- aktiver Schulhofbereich: Sportparterre mit dem 28 x 44 m großen Spielfeld auf der um 1m abgesenkten Hoffläche - Einfassung im nördlichen und westlichen Bereich mit Sitzstufen - 100 m Laufbahn und Weit- und Hochsprunganlage im Süden, begrenzt von einer Mauer und dem ergänzten Baumbestand. - PKW-Stellplätze am östlichen Gebäudekopf, - Fahrradständer an der südlichen Seite - Standort Müllcontainer an der Sporthalle - Das zusammenhängende Freiflächenkonzept soll durch den reduzierten Materialeinsatz unterstrichen werden: - großformatige Plattenbeläge, wassergebundene Wegedecken auch für die Sportflächen; - die 'Lounge-Inseln' mit Sitzgelegenheiten erhalten als Besonderheit kräftigfarbige Bodenbeläge - hainartige Baumgruppen aus mehrstämmigen Birken betonen zusätzlich die Sitzgruppen Realisierbarkeit - Ausstellungsfoyer/Galerie und Stuhllager als Zusatzangebote - Die östliche Feuerwehrzufahrt ist von Fahrradständern teilweise verstellt - Reduzierung Planungs- und Bauzeit durch Zusammenfassung von Leistungen, Konstruktion von Fassadenelementen Wirtschaftlichkeit - um 14,7% erhöhte Gesamtkosten - Die Arbeit weist einen hohen Fassadenanteil im Verhältnis zum Gebäudevolumen auf. Zusammen mit dem hohen Verglasungsanteil der Hoffassaden und der Fassaden des Innenhofes ergeben sich hohe Kosten für die Hüllfläche. Die BGF wird deutlich überschritten. - Einsatz alterungsbeständiger und wärmespeicherfähiger Baumaterialien

l + m architekten, Pullach / 2. Wertungsrundgang

1134

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.462 10.462 39.163 6.126,40 395,50 72,80 1,708 1,715 6,392 0,207 11.761.590 - 6,0 1.928,54 2.620 5.856

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.317.175 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 24.171.353 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 0,2 155,42

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1134 43

" Der kompakte Baukörper fügt sich als freistehender Solitär unaufdringlich und maßstäblich in den Stadtraum ein." Städtebauliches Konzept - Das neue Schulgebäude ist ein 4-geschossiger, als Solitär auf der Ecke Grolmanstr./Schillerstr. angeordneter Baukörper mit atriumartigen Innenhof. - Die Straßenecke ist als spitze Ecke, in den Obergeschossen auskragend, zeichenhaft betont. - Raumkanten der alten Straßenflucht werden aufgenommen, im südlichen Bereich der Grolmanstraße durch große, beschnittene Platanen - Zugang zum Schulgebäude indirekt über den an der Schillerstr. liegenden Pausenhof erreichbar. - Durch Anordnung der Baukörper und Aufnahme der Gebäudefluchten der Sporthalle entstehen zwei räumlich gefasste Freiraumbereiche, die als Pausenhof und Sportfläche dienen. - extensive Dachbegrünung Baukörpergestaltung / Architektur - Die Aussenfassade ist als Lochfassade mit großen liegenden Fensterformaten gestaltet, mit einer Vormauerschale aus dunkelrotem Klinker und Holzfenstern. Die Innenhoffassade ist eine „bewachsene, organisch modellierte“ Spritzputzfassade in Sichtqualität mit stehenden, geschossübergreifenden Fensterformaten. - außenliegender, motorisch betriebener Sonnenschutz - Die Betonflächen von Stützen und Decken im Innenbereich sind teilweise in Sichtqualität ausgeführt werden. - Das Gebäude ist eine Stahlbetonkonstruktion mit Flachdekken und nicht unterkellert.

Räumliche Organisation / Raumqualität - Räume einhüftig, in Bereichen zweihüftig, um den Innenhof organisiert, Gebäude wird durch 3 Treppenhäuser erschlossen, von denen eines an der Eingangshalle liegt. - Fahrstuhl im westlichen Gebäudeteil, in dem auch die Räume für Lehrer, Verwaltung und Bibliothek angeordnet sind. Ein mehrgeschossiger Luftraum verbindet diesen Gebäudeteil räumlich. - Cafeteria und Schüleraufenthalt bilden mit der Eingangshalle einen räumlichen Zusammenhang, Orientierung nach Süden und zum Pausenhof. - Die nach Süden ausgerichteten, allgemeinen Unterrichtsräume und die Fachunterrichtsräume befinden sich in den Obergeschossen. - Die Mediothek liegt im 1. Obergeschoss. - Der Raum für Abfall/Leergut bildet mit der Küche/Ausgabe keine Einheit. Die Anlieferung ist nicht näher ausgeführt. Freiraumkonzept - Das Schulgrundstücks wird an der Schillerstrasse mit ca. 2 m hohen Mauern und einer Toranlage eingefasst. - Der nordöstlich an der Schillerstrasse gelegene Außenbereich ist als Pausenhof mit Sitzmöglichkeiten gestaltet. - PKW-Stellplätze, Fahr- u. Motorradstellplätze, Müllcontainer sind an dem nördlichen Hof angeordnet, von der Schillerstr. bzw. von dem östlich gelegenen Erschließungsweg erreichbar. - In dem südwestlich gelegenen Außenbereich sind alle Sportflächen angeordnet, durch Hekken z.T. in Zonen eingefasst. - Die Gymnastikwiese liegt in einem Baumhain, westlich der bestehenden Sporthalle. - 100m - Laufbahn bildet die südliche Grenze des Grundstücks - wasserdurchlässige Bodenbeläge im Freiraum, offene Kiesrinnen, wechselfeuchte Retentionsflächen, Rigolen

Realisierbarkeit - Das Raumprogramm ist erfüllt. - Belange des barrierefreien Bauens: Der Fahrstuhl liegt von der Eingangshalle getrennt im westlichen Gebäudeteil. - Abriss der nördlichen Vorbauten der Sporthalle - Zusätzliche Räume werden im Nebentrakt der Sporthalle vorgeschlagen. - Hausmeisterwohnung in Räumen der Sporthalle geplant. - Technikräume mit ca. 58 m2 auf dem Dach nachgewiesen. - Die Laufbreite der Treppenhäuser ca. 1,35 m. - Abweichung bei der funktionalen Zuordnung: - Fachpraxis, Zahntechnik, Fachräume für Friseure - Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten durch Vorfertigung, Wahl der Konstruktion, Standardisierung der Bauteile. Wirtschaftlichkeit - Gesamtkosten liegen im Bereich der vorgegebenen Kosten (+ 0,2%) - Verwendung von allgemein üblichen Materialien und Industrieprodukten - Vorgefertigte Betonelemente - gutes BGF/HNF Verhälnis - Stahlbetondecken auf tragenden Aussenwänden und Flurwänden ermöglichen wirtschaftliche Spannweiten. Kompakte Erschließungskerne und kurze Flure entlang der Innenhoffassade reduzieren die Verfkehrsflächen. Die äußere vorgehängte Ziegelfassade mit den breiten liegenden Fensterformaten hat geringe Leibungsflächen. Im Innenhof ist eine vorgehängte, auf Putzträger aufgebrachte ormnamentierte Putzfassade vorgesehen, die siich wirtschaftlich realisieren lässt.

Imke Woelk und Partner, Berlin / Ankauf

1135

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.504 10.504 43.158 6.090,70 400,90 0,00 1,725 1,722 7,086 0,251 12.969.770 + 3,7 2.126,65 4.084 4.409

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.296.660 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 26.025.934 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 7,9 152,68

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1135 44

„Das durchgehende Gefüge der Baumasse oder Textur die ihrem Gegenstück, dem geformten Raum Kraft verleiht, bildet Platz und Straße, welche eine ablesbare Gliederung ergeben.“ Städtebauliches Konzept - Gliederung der Baumasse in linearen Hauptbaukörper an der Schillerstraße sowie dreieckigen Flachbau an der Grolmanstraße - Blockkanten des Gesamtblocks sollen dreiseitig wieder hergestellt werden mittels 4-5-geschossigem Baukörper an der Schillerstraße - Grünflächen/Blockinnenbereich soll bis an Grolmanstraße herangezogen werden; 1-geschossiger Flachbau wird durch Nutzung der Dachfläche (Gymnastikwiese) in Freiraumkonzept einbezogen - An Nord-West-Grundstücksecke wird durch ‚Negativecke‘ zusammen mit der westlich gegenüberliegenden Bebauung eine ‚Torsituation‘ ausgebildet werden - Hauptzugang von Schillerstraße; Anlieferung von Grolmanstraße Baukörpergestaltung / Architektur - Stark gegliederter Hauptbaukörper mit 5-geschossigem Band mit Erschließungsfunktion als Rückgrat, an das im Norden 4-geschossiger Baukörper vorgestellt und im Süden 3 Bauteile eingeschoben sind - Erschließungsband großteils verklinkert; Treppenhäuser im Osten und Westen sowie Aufenthaltsbereiche zwischen den Fachräumen großflächig verglast - Nördliches Bauteil symmetrisch gestaltet mit horizontaler Gliederung - Zentraler Hauptzugang an Schillerstraße durch Unterschnitt und zentrales Treppenhaus betont - Gebäudeteile im Süden durch vorgestellte Fassadenelemente

aus Beton (60cm tief) strukturiert (z.T. farbige Glasfelder) - Cafeteria als flächig verglastes Bauteil zwischen Hauptbau und Flachbau eingestellt - Flachbau mit Klinker und horizontalen Öffnungen - StB- Konstruktion; Klinkerfassade als hinterlüftete Vormauerschale; Geschosshohe PfostenRiegel-Konstruktionen (Alu/ Holz) Räumliche Organisation / Raumqualität - Hauptzugang an Schillerstraße über Treppenanlage (Zugang für Mobilitätsbehinderte über Aufzug im zentralen Treppenhaus) - Hausmeister und Schülervertretung am Eingang Großzügiges Foyer (+1,20) öffnet sich zum Pausenbereich im Süden - Beidseits des Foyers einläufige Treppenanlagen durch alle Geschosse; von oben belichtet - Sekretariat und Verwaltung im Ostteil EG; Lehrerbereiche im Westteil zusammengefasst - Cafeteria auf Straßenniveau zu Grolmanstraße bzw. zum Pausendeck orientiert; Küchenbereich an Grolmanstraße - Schüleraufenthalt sowie Fremdsprachen und Bibliothek hinter Küchenbereich angeordnet, ohne Anbindung an AURäume - Klare Gliederung der Allgemeinen- und Fachunterrichtsräume in den Obergeschossen: AU-Räume im ‚Nordband’ gestapelt vom 1.-3. OG in Raumgruppen zusammengefaßt; Fachräume im Süden vom 1.-4. OG mit dazwischenliegenden Aufenthalts-/ Arbeitsbereichen an den Treppen - Datenverarbeitung/Lernbereich (ungünstige Lage des Serverraumes) im 4. OG ohne Anbindung an AU-Räumen - Farbkonzept für die einzelnen Bereiche - HM-Wohnung im Südwesten von Grolmanstraße separat erschlossen

Freiraumkonzept - Blockinnenraum soll bis an Grolmanstraße herangeführt werden; Einbeziehung der Dachflächen durch Anlegen einer Gymnastikwiese - Gliederung der Freiflächen in erhöhtes Holzdeck als Pausenbereich (+1,20m) sowie Sportbereich als Tennenfläche (-0,80m) mit großem Sportfeld (40x60) in Ost-West-Ausrichtung - Einfriedung an Schillerstraße - Sitzstufen/Tribüne an Spielfeld - 100m-Bahn sowie Weitsprung an Südgrenze - Lineare Baumpflanzungen unterschiedlicher Gehölze - 6 PKW-Stellplätze und Fahrradstellplätze an der Schillerstraße - Extensive Dachbegrünung Realisierbarkeit - Raumprogramm ist erfüllt - Müllplatz nicht nachgewiesen - Sämtliche Unterrichtsräume natürlich belichtet und belüftet - In Teilbereichen 5-geschossig - Keine horizontalen Brandabschnitte (Treppen) - Belange des barrierefreien Bauens im Wesentlichen berücksichtigt - Flächen für Technikräume nicht nachgewiesen Wirtschaftlichkeit - um 7,9 % erhöhte Gesamtkosten - mehrschichtige Fassade aus raumhohen Fensterelementen mit vorgeblendeten, durchbrochenen Brüstungselementen aus Klinker - Eine Vorfertigung dieser Elemente ist nach der Einschätzung der Vorprüfung nicht kostengünstig durchführbar. Eine Vermauerung vor Ort erscheint trotz des handwerklichen Aufwandes wirtschaftlicher. Geschlossene Fassadenflächen werden in Klinker ausgeführt. Trotz der relativ kompakten Bauform wird eine große Hüllfläche (10.842 qm) erzeugt.

Prof. Klaus-Theo Brenner, Berlin / 2. Preis

1136

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

11.378 10.609 43.625 6.381,20 485,20 259,70 1,783 1,866 6,836 0,174 11.935.969 -4,6 1.957,13 1.815 6.816

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.231.620 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 24.315.219 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 0,8 142,70

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1136 45

“der einfache, kompakte Baukörper wird gerade soweit geformt, dass er die verschiedenen städtebaulichen Situationen – Zugang, Sporthalle, Eckbetonung, Fassung des Pausenhofes – klar und deutlich artikulieren kann.“ Städtebauliches Konzept - Der vier geschossige Gebäuderiegel, parallel der Schillerstraße, ist bis auf die gebogene Ecke vor der Sporthalle von der Straßenkante abgerückt. - Die Ecke Grolman- und Schillerstraße wird durch eine Kreisförmige Rundung betont. - Der Pausenhof mit den Sportflächen erstreckt sich zwischen der Sporthalle und der kreisförmigen Rundung des Baukörpers. - Der Zugang der Sporthalle von der Schillerstraße bleibt frei. - Eine lange Rampe führt zu dem Haupteingang an der Schillerstraße. Anlieferung der Cafeteria über den Schulhof. Zufahrt über die Schillerstraße. Baukörpergestaltung / Architektur - Die Fassade der Cafeteria springt im EG zurück und bildet zum Pausenhof eine Kollonade aus. - Die hinterlüftete Fassade aus gebrannten Ziegel mit Fensterleibungen und Brüstungen aus Betonwerksteinen wird durch großflächige Aluminium- oder Stahlfenster strukturiert. - Stahlbeton-Fertigteil-Konstruktion mit tragenden Außen- und Flurwänden. - Unterkellerung unter den Wirtschaftsräumen. Versorgungskanal unter der Bodenplatte. - Extensive Dachbegrünung. Räumliche Organisation / Raumqualität - Neben dem Foyer liegt das Halbkreisförmige offene Treppenhaus mit gewendelter Treppe und Fahrstuhl. Ein weiters Treppenhaus mit Fahrstuhl befindet sich am Ende des Mittelganges des zweihüftigen Ge-

bäudes. - Über eine Rampe und Treppen ist die Cafeteria direkt an das um 1m höher gelegene Foyer angebunden. Von der Cafeteria gelangt man ebenerdig auf den Pausenhof. Die Bibliothek liegt neben dem Eingang und ist zur Schillerstraße orientiert. - In der kreisförmige Rundung Ecke Grolman- und Schillerstraße befindet sich im EG die Verwaltung im 1.OG der Lehrerbereich. Wirtschaftsräume und Hausmeisterwohnung sind im EG in der gebogenen Ecke an der Schillerstraße angeordnet. - In den Obergeschossen sind die Unterrichtsräume zum Pausenhof und die fachspezifische Räume zur Straße orientiert. - Der Schüleraufenthalt befindet sich im 1.-3.OG in Ecke vor der Sporthalle. Freiraumkonzept - Entlang der Grolmanstraße soll durch dicht gepflanzte Bäume eine grüne Blockkante entstehen. - Der Pausenhof hat einen wassergebundenen Belag. Der Fußboden vor der Cafeteria ist gepflastert. Einzelne Bäume und rechteckige „Rasenbänke“ sollen die Fläche beleben. - Der Sportplatz liegt in der Pausenfläche neben der Sporthalle. Die 100m Laufbahn an der Grundstücksgrenze zur Friedensburg Oberschule. Hochsprung-, Weitsprunganlage und Gymnastikwiese sind nicht ausgewiesen. - PKW und Fahrrad Stellplätze sind an der Grolmanstraße angeordnet. Der Müllraum im Gebäude. Realisierbarkeit - Raumprogramm ist erfüllt. Überschreitungen der Flächen von über 10% bei der Maskentechnologie, Mediothek, Schüleraufenthalt und Archiv. - Abweichungen bei der funktionalen Zuordnung der Räume der Verwaltung. - Wendeltreppen sind als Ret-

tungswege nicht zulässig. Brüstungshöhe zu niedrig. - Belange des barrierefreien Bauens sind berücksichtigt. Zugang über 22m lange Rampe ohne Zwischenpodest. Rampe der Cafeteria 17m lang. - Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten durch kompakten Baukörper, einfache Konstruktion und Reduktion der Bauelemente. Wirtschaftlichkeit - Gesamtkosten liegen im Bereich der vorgegebenen Kosten (+ 0,8 %) - großflächige Aluminium- oder Stahlfenster - Halbkreisförmige offenes Treppenhaus mit gewendelter Treppe - Überschreitung der HNF um ca. 300 qm - kompakter Baukörper mit Mittelgangerschliessung, dadurch relativ geringe Hüllfläche - Kosten pro qm BGF liegen im Vergleich sehr günstig. - Mehrkosten sind durch Treppenhaus zu erwarten, um den bauaufsichtlichen Anforderungen zu entsprechen.

Thomas Michael Krüger - Wolfram Belz - Architekten, Berlin / 2. Wertungsrundgang

1137

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

11.510 11.510 44.408 6.220,50 358,60 0,00 1,850 1,887 7,139 0,183 12.886.426 + 3,0 2.112,98 1.805 6.821

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.203.740 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 25.425.986 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 5,4 139,55

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1137 46

"Der Innenhof ist das Herz desGebäudes - ein Atrium, das als 'Salon' genutzt werden kann." Städtebauliches Konzept - Betonung der alten Achse Grolmanstraße zwischen Kurfürstendamm und Schillertheater mit einem Vorplatz als Adresse. - Freistehendes, rechteckiges Gebäudevolumen mit offenem gepflastertem Innenhof. Die Bauflucht an der Schillerstrasse wird aufgenommen, die Fassade an der Grolmanstrasse schließt rechtwinklig daran an. - Blockrand entlang der Grolmanstraße wird bis zur Goethestraße geschlossen. - Die unbebaute Ecke ist Vorplatz der Schule mit dem Haupteingang und Beginn des 'Erschließungsbandes' zwischen OSZ und Schiller-Oberschule. - Anlieferung von der Grolmanstraße. Baukörpergestaltung / Architektur - überwiegend 4-geschossiger, zweihüftiger Atriumtyp, Längsseite zum Blockinnenraum 3geschossig. - wenige Volumeneinschnitte im EG und im 3. OG unterstreichen die Kompaktheit des Baukörper. - Nord- und Südseite des Erdgeschosses sowie Haupteingang sind großflächig verglast, die dem Pausenhof zugewandte, östliche Gebäudeseite erhält im EG Lichtschotts zum Schutz vor fliegenden Bällen. - umlaufende Lochfassaden in den Obergeschossen. - gleichen Fensterformate sind geschossweise in den Achsen gegeneinander versetzt. - tragende Konstruktion aus Stahlbeton-Fertigteilen mit hinterlüfteter Fassade aus Verblendziegeln in rot-blauem Farbton, raumseitig Sichtbetonqualität. - ein begehbarer Installationsgang als Ringkanal unter Bo-

-

-

-

-

-

-

-

denplatte auf -1,87 m dient der Führung der Versorgungsleitungen. Standort für die technische Infrastruktur bleibt im UG der Sporthalle. Verzicht auf technisch aufwändige Gebäudeausstattung durch Förderung "passiver" Energienutzung konsequente Begrenzung der internen und solaren Wärmelasten durch Reduzierung des Fassaden - Glasanteils. Aufnahme der Wärmelasten durch massive Primärkonstruktion. Luftaustausch und nächtliche Kühlung werden durch die Anordnung der Flure mit großzügigen Fensteröffnungen und Treppenhäuser ermöglicht. Freie und kontrollierte Lüftung durch selbstregulierende Außenwand - Luftdurchlässe. Eine einfache Abluftanlage unterstützt die freie Lüftung je nach Witterung. Zuluftöffnungen im Fensterbereich sind zusätzlich vorgesehen. Die individuelle Lüftung erfolgt durch einen kleinen Fenster-Drehflügel. Die Installationsschächte sind in den Einbauschränken entlang der Flure integriert. Drei von einander unabhängige Abluftanlagen werden jeweils in einem Treppenhaus über Dach geführt.

- der Innenhof ist im Erdgeschoß seitlich flankiert von Cafeteria und Fachräumen für Kosmetik und Maske als Anziehungspunkte für die Öffentlichkeit. - Verwaltung mit Lehrerbereich, Aufenthaltsräume und Bibliothek befinden sich im 1. OG, im 2. OG Ausbildungs- und Gruppenräume, im 3. OG Räume für Fachklassen. Freiraumkonzept - der 580 m2 große Innenhof als Schulhof, - der Pausenhof als parallel zur Schillerstraße verlaufende Erholungszone, - südlich davon die Sportflächen mit 100 m Laufbahn und Weitsprunganlage. - Fahrradständer entlang der Schillerstrasse. - 5 PKW - Stellplätze an der südlichen Gebäudeseite entlang der südlichen Grundstücksgrenze. Realisierbarkeit - Raum für Garten- und Schneeräumgerät fehlt. Wirtschaftlichkeit - um 5,4 % erhöhte Gesamtkosten - Minimierung Ausbau, z.B. Vermeidung von Doppelböden, weitgehender Verzicht auf aufwändige Gebäudetechnik. - 'Passive' Energieeinsparung zur Einsparung von Betriebskosten. - konsequente Begrenzung der internen und solaren Wärmelasten, z.B. durch Begrenzung des Fassaden - Glasanteils auf weniger als 37% - Der kompakte Baukörper ist mit einer Lochfassade aus vorgeblendetem Klinkermauerwerk umhüllt. Die vorgeschlagene Bauweise liegt im Vergleich der anderen Arbeiten preislich im Mittelfeld, jedoch macht sich der ungünstige BGF/HNF Wert (1,9) bemerkbar.

Räumliche Organisation / Raumqualität - Raumabfolge im EG von West nach Ost: Haupteingang mit Foyer und Cafeteria, Haupttreppenhaus mit Anschluß an Innenhof, Pausenhof im Blockinnenbereich mit südlich angelagerter, abgesenkter Sportfläche. - Die Kopfseiten des Gebäudes werden bestimmt durch das große Treppenhaus im nördlichen Gebäudeteil und die offenen Sitzbereiche in den einzelnen Geschossen an der Südseite des Gebäudes. - drei weitere Treppenhäuser verbinden die innenliegenden Flure.

Carola Schäfers Architekten BDA, Berlin / 2. Wertungsrundgang

1138

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.671 10.671 42.811 6.461,50 459,00 82,10 1,651 1,750 6,625 0,237 12.482.854 - 0,2 2.046,81 1.959 6.411

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.236.435 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 24.975.202 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 3,5 147,72

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1138 47

"Der neu geplante viergeschossige Schulbaukörper besetzt als öffentliches Gebäude die Strassenecke und bildet mit der vorhandenen Sporthalle ein Ensemble aus Gebäuden und Freiräumen." Städtebauliches Konzept - Den Baukörper der Schule bildet ein 4-geschossiger, U-förmiger, sich nach Osten öffnender Gebäuderiegel, der auf der Ecke Grolmanstr./Schillerstr. angeordnet ist. - Raumkanten der alten Straßenflucht werden aufgenommen, im südlichen Bereich der Grolmanstraße durch zusätzliche Baukörper - Die Straßenecke ist als 45oEcke ausgebildet, Obergeschosse kragen ca. 2,4 m über zurückspringendes Erdgeschoss aus. - Der südliche Gebäudeflügel des neuen Baukörpers nimmt die Gebäudeflucht der bestehenden Sporthalle auf. - extensive Dachbegrünung - Hauptzugang zum Schulgebäude direkt von der Grolmanstraße Baukörpergestaltung / Architektur - Der Baukörper ist nach Süden und zum Hof teilweise abgestaffelt. Diese Abstaffelung hat am westlichen Gebäuderiegel eine frei gefaltete Form. - Gebäudefassade als Lochfassade mit Vormauerschale aus rotem Klinker, große Fensterbänder aus Holz werden durch geschlossene Flächen rhythmisiert. - Im Bereich Grolmanstr./Schillerstr. und zum Innenhof hat das Erdgeschoss teilweise eine raumhohe Stahl-/Glasfassade. In der Schillerstrasse sind Teile der Erdgeschossfassade mit lichtdurchlässigen Metallpaneelen verkleidet. - Das Gebäude ist eine Mischkonstruktion aus tragenden Mauerwerkswänden, Stahlbetonstützen und Stahlbetonflachdecken. Das Gebäude ist nicht unterkellert.

Räumliche Organisation / Raumqualität - Räume im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss zweihüftig, im 2. und 3. Obergeschoss einhüftig in dem U-förmigen Gebäudegrundriss organisiert. - Gebäude durch 4 Treppenhäuser erschlossen, ein Treppenhaus im Eingangsbereich als großzügige, offene Haupttreppe angeordnet, hier befindet sich auch der Fahrstuhl. - Eingangsbereich, Cafeteria und Schüleraufenthalt bilden räumliche Einheit und Zentrum der Schule, Raum durch unterschiedliche Niveaus gegliedert. - Die Räume der Verwaltung sind im Erdgeschoss angeordnet. Bibliothek, Mediothek und die Räume der Lehrer liegen im 1. Obergeschoss. - Allgemeine Unterrichtsräume und Fachunterrichtsräume befinden sich in den drei Obergeschossen. - Flächenanforderungen mehr als 10% überschritten: Fremdsprachen (FS), Medizintechnik (MT), Daten-/Textverarbeitung (DV/LB), Bibliothek (BI), Medienzentrale (ME), Verwaltung (VW), Freizeit (FZ), Freiraumkonzept - Die nördliche Grenze des Schulgrundstücks an der Schillerstr. ist durch eine Mauer gefasst. In diesem Bereich des Schulhofes sind die Fahrradund Motorradstellplätze vorgesehen. - PKW-Stellplätze sind an dem nördlichen Freiraumbereich angeordnet und von dem östlich gelegenen Erschließungsweg erreichbar. - Ein Außensitzbereich erweitert die Cafeteria im inneren Teil des Hofes, Schulhof durch Baumgruppen oder Baumreihen gegliedert - Vor der nördlichen Fassade der Sporthalle ist die Gymnastikwiese angelegt. Das Spielfeld liegt vor der Westfassade der Sporthalle. - Bodenbelag aus wassergebun-

denen Wegedecken und Steinpflaster. - Die 100m-Laufbahn bildet die südliche Grenze des Grundstücks. - Der Müllplatz ist nicht ausgewiesen. Realisierbarkeit - Das Raumprogramm ist erfüllt. - 1 zusätzlicher Müllraum wird im Erdgeschoss vorgeschlagen. - Hausmeisterwohnung ist im Erdgeschoss geplant. - Technikräume mit ca. 82 m2 sind im Erdgeschoss nachgewiesen. - Belange des barrierefreien Bauens: - Fahrstuhl von der Eingangshalle getrennt im westlichen Gebäudeteil - weit auskragende Geschoße über Eingang EG (ca. 2,8m/u. 2,4m) - Abweichung bei der funktionalen Zuordnung: Friseure (FTÜ), Fachpraxis (FP) - Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten durch Gebäuderaster, Einfachheit Konstruktion, Standardbauteile, Serien- und Vorfertigung. Wirtschaftlichkeit - leicht erhöhte Gesamtkosten (+3,5%) durch erhöhten Hüllflächenanteil (10.140 qm) - Verwendung eines 1,2m/1,2mRasters - keine Sonderteile, dadurch hoher Vorfertigungsgrad - Fensterelemente ebenfalls im Raster (0,6m), dadurch hoher Vorfertigungsgrad - keine Unterkellerung: Baugrube, etc entfällt, - einfache Gründung durch Streifen- u. Punktfundamente

Kahlfeldt Architekten, Berlin / 3. Preis

1139

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

11.519 11.026 43.062 6.474,20 544,40 150,00 1,779 1,889 6,651 0,213 13.310.718 + 6,4 2.182,55 3.157 6.654

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.224.810 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 26.169.597 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 8,5 124,84

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1139 48

„Die Textur aus braungelblichem Klinker differenzierter Brennstufen und die architektonische Wirkung der Anlage stellen Analogien sowohl zum Schulbau als auch zu einem autonomen, zeitlosen Gebäudetypus her.“ Städtebauliches Konzept - Schulgebäude wird gebildet aus 4-geschossigem Hauptbaukörper mit halbrundem Abschluss an der Ecke Schiller-/ Grolmanstraße sowie 1-geschossigem Flachbau an der Grolmanstraße, von deren Straßenflucht leicht zurückgesetzt - Hauptbaukörper schließt Blockrand an der Schillerstraße - Vom Straßenraum leicht angehobenes Plateau für Schulgebäude und Pausenfläche (+ 0,50 m); Zugang über Stufen/ Rampe - 4-geschossiges Rampenbauwerk zwischen Sporthalle und Dachfläche Hauptgebäude - Hauptzugang an Gebäudeschmalseite von der Schillerstraße; Anlieferung von Grolmanstraße Baukörpergestaltung / Architektur - Gliederung des Hauptbaukörpers in Sockel mit Lochfassade, Mittelteil mit Fensterbändern und Attika aus Betonwinkelsteinen - Klinkerfassade wird gegliedert in Primärstruktur (umlaufende Pfeilervorlagen) und Sekundärstruktur (Lisenen und horizontal geschichtete Klinker) - Die beiden östlichen Achsen als reine Lochfassade ausgebildet - Hauptzugang durch 2-geschossigen Unterschnitt und Stützen betont - Großflächig verglaster überdachter Loggiabereich im EG mit Öffnung zum Freiraum - Flachbau als reduzierte Klinkerfassade mit großflächigen Öffnungen gestaltet, über verglasten Windfang angebunden

Räumliche Organisation / Raumqualität - Zugang von Osten an Gebäudeschmalseite - Hausmeister, Schüleraufenthalt sowie Bibliothek (ohne Anbindung an AU-Räume) im Eingangsbereich - Zentraler, freistehender Aufzug am Eingang - Langgestreckte Halle mit einläufigen Treppen (mit zusätzlicher Belichtung über Oberlichter) öffnet sich großflächig zur verglasten Loggia - Cafeteria (mit Küchenbereich) in eigenständigem Gebäude orientiert zu Blockinnenbereich und Grolmanstraße - Verwaltungsbereich im Kopfbau des EG - Lehrerräume im Mittelteil des EG zusammengefasst (nur ein Garderobenraum) - Obergeschosse durchweg zweibündig organisiert - Generell AU-Räume im Mittelteil vom 1.-3. OG übereinander angeordnet; Fachräume an den östlichen und westlichen Gebäudeenden - Raumgruppen AU-Räume ausgebildet; Anbindung Lehrmittelräume erschwert - Kosmetiktechnik und Maskentechnologie am östlichen Gebäudeende des 1. OG einander zugeordnet - Datenverarbeitung (ungünstige Lage Serverraum)/Lernbüro/ Fremdsprachen (in einem Raum zusammengefaßt) im Kopfbau 1. OG den AU-Räumen zugeordnet - Mediothek in einem Raum zusammengefasst - Fachpraxisräume im 2. OG ohne Anbindung an Vorbereitungsräume - NW-Räume auf 2. und 3. OG verteilt (Kopfbau) - Friseurtechnik im 3. OG; Vorbereitungsräume nicht zugeordnet - Zahntechnik im Kopfbau des 3. OG; Vorbereitungsraum räumlich nicht zugeordnet Freiraumkonzept - Freiraum ist gegeliedert in erhöhten Pausenbereich (+ 50

cm) mit Plattenbelag und Tenne sowie Sportflächenbereich mit 27x45-Spielfeld in Ost-West Ausrichtung (Hochsprung integriert) / Gymnastikwiese an Grundstücksgrenze (Zuschnitt wenig praktikabel) sowie einer Weitsprunganlage - Zugang zu Pausenbereich über Treppen sowie eine Rampe an der östlichen Grundstücksgrenze - Ein Rampenbauwerk verbindet Umkleiden in der Sporthalle mit 100-m Bahn (Länge nicht ausreichend) auf dem Dach des Hauptgebäudes - 5 PKW-Stellplätze und Fahrradstellplätze an der Schillerstraße Realisierbarkeit - Raumprogramm ist im Wesentlichen erfüllt. 1 Fachraum NW zuviel; Cafeteria zu klein (20%) - Hausmeisterwohnung in best. Sporthalle; UG in Berechnung ausgewiesen, aber nicht dargestellt - 1-geschossiger Vorbau Sporthalle abgerissen und durch Neubau für diverse Lagerräume ersetzt - Im ‚Kopfbau‘ teilweise ungünstige Raumzuschnitte - Grundstücksgrenze geringfügig überschritten - Notwendige Treppenhäuser nicht ausreichend - Feuerwehrzufahrt durch Müllplatz eingeschränkt - Rampe am östlichen Grundstücksrand Hauptzugang für Mobilitätseingeschränkte - Durch konventionelle Bauweise mit teilweise vorgefertigen Stahlbetonteilen schnelle Bauzeiten Wirtschaftlichkeit - um 8,5 % erhöhte Gesamtkosten durch erhöhten Flächenfaktor (1,9) - kompakter Baukörper mit aufwändig gestalteter Fassade mit Lisenen, Pfeilervorlagen und speziell gefertigtem Sockel und Attikaelementen - erhöhter BGF/HNF Wert und Ausweisung der Sportflächen auf dem Dach sind zusätzlich kostensteigernd.

Modersohn & Freiesleben Architekten BDA, Berlin / Ankauf

1140

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

11.281 10.557 41.569 6.150,90 397,00 282,00 1,834 1,850 6,758 0,218 12.836.068 + 2,6 2.104,72 1.815 6.587

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.221.270 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 25.383.187 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 5,2 145,36

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1140 49

„Leitbild ... ist es, mit der Neuformulierung der Ecksituation ... einen städtisch präsenten und einer öffentlichen Institution entsprechenden Ort zu schaffen.“ Städtebauliches Konzept - Der viergeschossige Baukörper an der Schillerstraße bildet einen dreiseitig umschlossenen Vorplatz mit einem Gebäudekopf an der Ecke zur Grolmanstraße. Der Schulbaukörper faßt zusammen mit der Sporthalle den Pausenhof im Süden. - Pausenbereich und Sportflächen bilden einen zusammenhängenden Freiraum mit den Freiflächen der Friedensburg Oberschule. - Haupteingang über den Vorplatz an der Schillerstraße. Anlieferung der Cafeteria über die Grolmanstraße. Baukörpergestaltung / Architektur - Glas gedeckte viergeschossige Eingangshalle. - Lochfassade mit Vorsatzschale aus rotem Klinker und stehenden Aluminiumfenster. Gliederung der Fassade durch tiefer gesetzte Felder um die Fenster. Fensterbänke, Fußpunkt der Fassade und Attikaabschluß aus Betonfertigteilen. - Großflächige Verglasungen der Flure und Treppenhäuser. Verwendung von transluzenten Kollektoren zur aktiven Nutzung der Solarenergie bei gleichzeitiger Verschattung der nach Süden orientierten Flure - Mauerwerksbau mit Spannbetonhohldecken. Die Halle wird mit Spannbetonträgern stützenfrei überspannt. - Teilunterkellerung unter der Eingangshalle und der angrenzenden Cafeteria. - Extensive Dachbegrünung. Räumliche Organisation / Raumqualität - Die Eingangshalle mit dem angebunden Haupttreppenhaus befindet sich zentral zwischen dem Kopfbau an der Grolman-

-

-

-

-

straße und dem Riegel an der Schillerstraße. Ein weiteres Treppenhaus am Vorplatz erschließt den Kopfbau, ein anderes den Riegel über den Pausenhof. Das Foyer ist gleichzeitig Schüleraufenthalt. Direkt angebunden an das Foyer ist die Cafeteria. Die Cafeteria mit der vorgelagerten Terrasse öffnet sich zu den Freiflächen im Süden. Von dem Foyer gelangt man über eine Rampe/Treppe in das, um ein halbes Geschoß höher gelegenem Gebäudeteil an der Schillerstraße. Hier befinden sich im EG die Verwaltung und der Lehrerbereich. Die Mediothek liegt im 1.OG. Das Kopfgebäude mit Bibliothek und Hausmeisterwohnung ist im EG mit 4m Raumhöhe geplant. Die Unterrichtsräume erstrekken sich über das 1.OG und 2.OG. Fachspezifische Räume über das 2.OG und 3.OG. Foyer ist vom Hausmeisterdienstzimmer nicht einsehbar. Zum Teil Südwest Ausrichtung der Räume für Daten- und Textverarbeitung.

- Versickerung des Oberflächenwassers in Rigolen. In einer Zisterne wird das Regenwasser für die Versorgung der WC-Anlagen mit Grauwasser gesammelt. Realisierbarkeit - Raumprogramm ist erfüllt. Raum für Garten und Schneeraumgerät ist nicht ausgewiesen. - Abweichungen bei der funktionalen Zuordnung der Räume der Naturwissenschaften und Fremdsprachen. - Die Abstandsflächen zur Schiller Oberschule sind nicht eingehalten. - Belange des barrierefreien Bauens sind berücksichtigt. Zugang zur Verwaltung und Lehrerbereich über eine Rampe. - Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten durch Vorfertigung, Wahl der Rohbaukonstruktion, durch die zentrale Anordnung der Technikbereiche im Gebäude und der Erschließung über Haupttrassen, durch Standardisierung der technischen Anlagenkomponenten in Folge des gleichmäßigen Gebäuderasters. Wirtschaftlichkeit - um 5,2 % erhöhte Gesamtkosten - Deckenspannweiten in der Halle von 15 m. - Großflächig verglaste Treppenhäuser und Flure - Verwendung von transluzenten Kollektoren zur aktiven Nutzung der Solarenergie bei gleichzeitiger Verschattung der nach Süden orientierten Flure. - Glas gedeckte viergeschossige Eingangshalle. - Regenwasserzisterne zur Versorgung der WC-Anlagen mit Grauwasser. - Bibliothek, HM-Wohnung haben 4 m Raumhöhe.

Freiraumkonzept - Die Freiflächen vor der Sporthalle und zur Grolmanstraße werden zur Straße hin durch Hecken und Baumreihen abgeschirmt. Einzelne Bäume und Baumgruppen sollen den zusammenhängenden Freiraum betonen. - Von dem gepflasterten Pausenhof führen drei Sitzstufen zum abgesenkten Sportplatz und der Gymnastikwiese. - Sportplatz mit wasserdurchlässigem Kunststoffbelag und die Hochsprungund Weitsprunganlage sind miteinander kombiniert. Die 100m Laufbahn liegt an der Grundstücksgrenze zur Friedensburg Oberschule. - PKW und Fahrrad Stellplätze und Müllflächen sind vor der Sporthalle angeordnet. Weitere Fahrradstellplätze auf dem Vorplatz an der Schillerstraße.

Hierl Architekten, München / 4. Preis

1141

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.104 10.104 41.172 6.305,20 338,90 0,00 1,602 1,657 6,530 0,231 12.687.644 + 1,4 2.080,39 1.991 6.850

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.261.310 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 25.878.942 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 7,3 142,67

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1141 50

Blockrand und Objekt - "ein hybrider Baukörper" - sowohl Solitär als auch Blockrandbebauung. Städtebauliches Konzept - Der historische Stadtgrundriss soll durch Aufnahme der beiden Strassenfluchten stabilisiert werden. Der für öffentliche Gebäude typische solitäre Baukörper wird durch die Freistellung im Osten und Süden erreicht. - Der 4-geschossige Baukörper markiert die westlichen Blockekke. - Die Sportfläche ist der Sporthalle nördlich vorgelagert. Zwischen Neubau und Sportflächen öffnet sich der Aussenraum keilförmig nach Süden. - Der Haupteingang befindet sich unter der spitzwinkligen Gebäudeauskragung an der Ecke Schiller- / Grolmanstrasse, ein weiterer Eingang liegt ebenfalls an der Schillerstraße in Richtung Ernst - Reuter - Platz. - Anlieferung ist von der Schillerstraße über den nördlichen Wintergarten vorgesehen. Baukörpergestaltung / Architektur - dreiseitiges Bauvolumen umschließt den 1.220 qm großen, innenliegenden Hof - Das Erdgeschoss ist mit seinen Eingängen und der Pausenzone mit Aufzug weitgehend verglast - unterschiedlich große Unterschneidungen der drei Gebäudeecken im EG. - Lochfassade ab 1. Obergeschoss zu den Straßen orientiert - Wahl der Fensterformate orientiert sich an den umgebenden öffentlichen Gebäuden wie z. B. Schiller-Theater und SchillerGymnasium. - Die Hoffassaden sind als GlasPaneel-Konstruktion in Leichtbauweise formuliert. - Stahlbetonkonstruktion, Aussenwandaufbau als Sandwichkonstruktion mit Kerndämmung und vorgefertigten Werksteinplatten - Reduzierung der Verglasungs-

-

-

-

anteile der gesamten Fassadenfläche, dadurch Verzicht auf teure Sonnenschutzsysteme Der Energieeintrag auf der Westseite wird reduziert durch farbneutrales Sonnenschutzglas. Die technische Gebäudeversorgung erfolgt von der Sporthalle aus, Führung der Medien von dort in einem Bodenkanal zum Neubau. Außer in Cafeteria und Küche natürliche Be- und Entlüftung Lüftungskulissen im Fensterbankbereich für Zuluft, Abluft über Lüftungsflügel in den Türeingangselementen Die Lüftung soll durch die unterschiedliche Thermik zwischen Strassen - und Hofseite unterstützt werden.

-

-

-

-

-

Räumliche Organisation / Raumqualität - pro Bauteil ein Treppenhaus - einhüftige, hofseitige Ringerschließung zum Hof hin orientiert. - in östlichem Bauteil Standort Cafeteria vom Schulbetrieb unabhängig nutzbar durch direkte Verbindung über Wintergarten zu den Sportflächen - Küchentrakt mit ca. 3,00 m in den Innenhof geschoben - Fachräume Naturwissenschaften im EG im westlichen Bauteil - Ab 1. OG liegen die Räume der Fachklassen pro Geschoß an der Schillerstrasse. - jeweils im westlichen und östlichen Gebäuderiegel sind die Gruppenräume angeordnet - Im 3. OG befinden sich die Verwaltung und Lehreraufenthaltsräume und Datenverarbeitung. - Dachgarten bietet eine zusätzlich nutzbare Freifläche, z.B. als Gymnastikfläche Freiraumkonzept - Der Cafeteria vorgelagert befindet sich eine Terrasse mit Orientierung zu den einzelnen Sportflächen. - Der Sportplatz mit 45 x 27 m einschließlich der Hochsprungfläche ist gefaßt durch eine Efeu - Pergola, eine Mauer an

der Schillerstraße gewährt Sichtschutz und begrenzt das Grundstück. Weitsprungfläche auf der abgesenkten Ausgangsebene der Sporthalle Laufbahn parallel zur Grundstücksgrenze, wird nach Süden durch Hibiskushecken gefaßt Sitz- und Liegeflächen als "Zimmer im Freien" mit Heckenwinkel aus Hainbuche und Hibiskus Standort für Fahrradständer und Müllcontainer befinden sich auf einer befestigten Fläche in der Nähe der Sporthalle. PKW-Stellplätze an der Schillerstraße "Ein Hain aus Vogelkirschen, Linden und schmalblättrigen Eschen überstellt das Areal aus Wegen, Plätzen und Spielfeldern."

Realisierbarkeit - Die geforderte Hausmeister-WE fehlt. - Stützen der westlichen Gebäudeecke befinden sich auf dem öffentlichen Straßenland Wirtschaftlichkeit - um 7,3 % erhöhte Gesamtkosten - standardisierte Bauelemente, Sichtbeton als fertige Oberflächen - Reduzierung der Verglasungsanteile der gesamten Fassadenfläche (39 %) - kompakte Erschließungskerne und kurze Flure entlang der Innenhoffassade reduzieren die Verkehrsflächen - Elementierte Betonfassade erscheint bautechnisch einfach zu realisieren.

Architekturbüro Bendict Tonon, Berlin / 1. Wertungsrundgang

1142

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.947 10.334 46.533 6.334,90 575,20 35,00 1,725 1,795 7,334 0,175 13.245.215 + 5,9 2.171,81 2.648 5.847

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.321.295 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 25.973.371 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 7,6 155,53

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1142 51

" Als Blockrandbebauung gestattet der Schulneubau, einen größtmöglichen parkartigen Schulinnenraum vom öffentlichen Stadtraum abzugrenzen." Städtebauliches Konzept - Der 4-geschossige Baukörper des neuen Schulgebäudes ist ein trapezförmig ausgebildeter, symmetrischer Gebäuderiegel, der auf der Ecke Grolmanstr./ Schillerstr. angeordnet ist. - Der Straßenraum der Grolmanstraße weitet sich durch den neuen Gebäudekörper auf. - Die durch diese Gebäudeform freibleibende nordwestliche Grundstücksecke wird als leicht erhöhter Vorplatz gestaltet, der in Beziehung zum Savignyplatz und Steinplatz gesehen wird. - Raumkanten der alten Straßenflucht werden durch die beiden sich zum Ende verjüngenden Gebäudeflügel aufgenommen, im südlichen Bereich der Grolmanstraße soll diese durch eine Bepflanzung mit Bäumen gebildet werden. - Der Zugang zur Eingangshalle der Schule erfolgt über den Vorplatz, in der Achse der Eckfassade. - Das Gebäude öffnet sich nach Südosten zum parkartig konzipierten Hofbereich. Baukörpergestaltung / Architektur - Die nordwestliche Gebäudeecke ist durch Auskragen der Obergeschosse akzentuiert. Die Gebäudeecke an der Grolmanstraße wird durch eine Abstaffelung hervorgehoben. - Die Aussenfassade aus ockerfarben pigmentiertem Betonwerkstein, gesandstrahlt, ist als gleichmäßig gegliederte Lochfassade mit großformatigen Eichenholzfenstern gestaltet. Die Fassade zum Vorplatz wird durch breitere Fensterachsen hervorgehoben. - Das Gebäude ist eine Mischkonstruktion aus tragenden Mauerwerkswänden, Stahlbetonstützen und Stahlbeton-

deckenplatten. - Das Gebäude ist im Mittelteil unterkellert. Räumliche Organisation / Raumqualität - Räume zweihüftig, mit einem zentralen Haupttreppenhaus, organisiert. Das Gebäude wird von 3 Treppenhäusern erschlossen. - Zwei Fahrstühle sind am Haupttreppenhaus angeordnet. - Eingangshalle, Cafeteria und Schüleraufenthalt bilden im Erdgeschoss eine räumliche Einheit, durch unterschiedliche Raumhöhen gegliedert. - Bibliothek liegt im Erdgeschoss - Mediothek und die Räume für Lehrer befinden sich im 3. Obergeschoss. - Die Verwaltung ist sowohl im Erdgeschoss als auch im 3. Obergeschoss untergebracht. - Allgemeine Unterrichtsräume sind in allen Obergeschossen angeordnet. - Fachunterrichtsräume liegen im 1. und 2. Obergeschoss - Flächenanforderungen mehr als 10% überschritten: Maskentechnologie (MT), Freizeit (FZ) Freiraumkonzept - Das Schulgrundstück wird nach Norden zur Schillerstrasse teilweise durch Mauern eingefasst. - Fahrrad- und Motorradstellplätze liegen im nordöstlichen Hofbereich an der Schillerstraße. - PKW-Stellplätze an der nordöstlichen Ecke der Sporthalle angeordnet, von dem östlichen Erschließungsweg erreichbar. - Die Gymnastikwiese ist vor der Nordfassade der Sporthalle angelegt. - Das Spielfeld liegt diagonal im Schulhofbereich parallel zur Mittelfassade des Gebäudekörpers. Die Maße weichen von den Vorgaben ab. - Die 100m-Laufbahn bildet die südliche Grenze des Grundstücks. Sie liegt im Bereich des östlichen Erschließungsweges - Teile des Hofbereiches sind mit Bäumen oder Baumgruppen

bepflanzt. - Der Müllplatz ist nicht ausgewiesen. Realisierbarkeit - Das Raumprogramm ist eingeschränkt erfüllt. - Es fehlen 2 Räume für Fremdsprache (FS) und eine Teeküche (VW) - 1 zusätzlicher Unterrichtsraum (AU) - 2 Hausmeisterwohnungen (2. OG u. 3.OG). - Technikräume mit ca. 285 m2 (KG, 1. u. 2. OG) nachgewiesen. - Belange des barrierefreien Bauens: kein Fahrstuhl oder Rampe im Bereich Cafeteria / Schüleraufenthalt - Flurbreiten in einigen Bereichen ca. 1,70 m - Große Gebäudetiefen von 20m - 24m. - Konstruktion (Stützen) nicht immer ersichtlich - Abweichung bei der funktionalen Zuordnung innerhalb von Raumgruppen: Friseure (FTÜ) - Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten durch Vorfertigung, geringe Unterkellerung, kompakter Baukörper, Verzicht auf Klimatisierung Wirtschaftlichkeit - um 7,6 % erhöhte Gesamtkosten - Pfeiler, Balken als vorgefertigte Betonelemente, ebenso Betonhohldecken - geringst mögliche Unterkellerung - Verwendung von Standardbauteilen - Baukörper mit relativ hohem Fassadenanteil

Kühn Malvezzi GmbH, Berlin / 2. Wertungsrundgang

1143

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.154 9.149 41.073 6.299,90 355,80 20,00 1,612 1,665 6,520 0,239 11.377.807 - 9,1 1.865,61 1.857 6.003

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.201.710 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 23.616.631 Abweichung vom Soll-Wert (%) - 2,1 152,90

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1143 52

„In dem Baukörper des Schulgebäudes verbindet sich morphologisch und typologisch die maximale Blockrandschließung mit der Ausbildung differenzierter Abfolgen von Außen- und Innenräumen.“ Städtebauliches Konzept - Mehrfach abgewinkelter, 3-geschossiger Baukörper bildet Blockkanten an Schillerstraße und Grolmanstraße aus - Ein kurzer Gebäudeflügel im Süden sowie ein zur bestehenden Sporthalle paralleler Flügel im Osten fassen einen zentralen Innenhof - Hauptzugang an Schillerstraße wird auf der Länge des Innenhofs durch zurückgesetzten, 2geschossigen Bauteil betont - Zurückhaltende Betonung der Grundstücksecke durch abgeschrägte Gebäudeecke - Innenhof im EG zur Freifläche im Osten mittels 1-geschossiger Arkaden geöffnet - Hauptzugang von Schillerstraße; Anlieferung im Südosten über Pausenhof Baukörpergestaltung / Architektur - Einheitliche Fassadengestaltung mit hellen Putzflächen und Lochfassade - Dunkel eloxierte Alufenster mit hellen Kalksteinsimsen - Betonung des Hauptzugangs an der Schillerstraße durch Treppenanlage und Rücksprung - Gebäudeecke mit umlaufenden Fensteröffnungen ohne gestalterische Hervorhebung - ‚Öffentliche‘ Bereiche im EG durch bodentiefe Fensteröffnungen ablesbar - Massivbau mit Wärmedämmverbundsystem; hochwärmegedämmte Fenster aus Alu, eloxiert; außenliegender Sonnenschutz

Räumliche Organisation / Raumqualität - Hauptzugang an Schillerstaße über große Treppenanlage; Zugang für Mobilitätseingeschränkte von Rückseite - An Zugang schließt sich 2-geschossige Halle (+1,10 m) an, die sich zum Innenhof öffnet - Stufen an Schmalseite der Halle führen zur abgesenkten Cafeteria, die sich nach Süden öffnet - Fläche des anschließenden Küchenbereichs auf UG und EG aufgteilt. Anlieferung über Blockinnenbereich - Bibliothek erdgeschossig an Gebäudeecke, dem Lernbereich benachbart; ohne Anbindung an AU-Räume - Datenverarbeitung (getrennt von Lernbüro) und Mediothek (ohne Anbindung an Lehrerbereich oder AU-Räume) im EG des Nordflügels - Verwaltungsbereich und Lehrerbereich im West- und Südflügel untergebracht - Fachräume Zahntechnik an Nordostecke des EG - Sonstige Allgemeine Unterrichtsräume und Fachunterrichtsräume in den Obergeschossen: Nordflügel zweibündig; Ost- und Westflügel einbündig; im südlichen Bereich zweibündig. - Sitznischen an Fenstern und Gängen - Ein AU-Raumbereich im Westflügel des 1. OG, sonstige AURäume im 2. OG. Raumgruppen sind im Wesentlichen ausgebildet - Fachbereich NW im Südflügel 1. OG: Anbindung Sammlungs-/ Übungsräume nicht gegeben - Kosmetiktechnik im Ostflügel mit guten Funktionsabläufen - Maskentechnologie, Friseurtechnik sowie Fachpraxis räumlich zugeordnet im Nordflügel des 1. OG. Zuordnung Sammlung/Übung bei einem Bereich Fachpraxis nicht gegeben - Fremdsprachen im 2. OG den AU-Räumen zugeordnet - Sämtliche Unterrrichtsräume natürlich belichtet und belüftet

- Hausmeisterwohnung an Südost-Ecke im 2. OG über Treppenhaus erschlossen Freiraumkonzept - Differenzierte Raumabfolge vom zentralen Innenhof auf dem Niveau des Foyers, hin zum Sportbereich, der über Stufenanlage in den Arkaden zu erreichen ist - Baumpflanzungen entlang der Blockkanten - Spielfeld 27x45m zwischen Schulgebäude und Sporthalle in Nord-Süd-Richtung (mit Hochsprung) - 100m-Bahn (wegen Weitsprunganlage etwas zu kurz) an der südlichen Grundstücksgrenze - 5 PKW-Stellplätze sowie Fahrradstellplätze an Schillerstraße - Extensives Gründach zur Regenwasserrückhaltung und als thermischer Puffer Realisierbarkeit - Raumprogramm großteils erfüllt; diverse Räume nicht nachgewiesen (HM-Dienstraum, Lehrerpostfächer, Geräteraum); Technikräume nicht ausreichend - Müllplatz nicht nachgewiesen - Teilunterkellerung vorgesehen - Ein Treppenhaus ohne direkten Ausgang ins Freie sowie ein Treppenhaus nicht abgeschlossen - Brandüberschlag nicht eingehalten - Belange Mobilitätseingeschränkter kaum berücksichtigt (Hauptzugang, Cafeteria) - Durch Massivbau mit Vorfertigung (geschosshohe Wandelemente) schnelle Bauzeiten Wirtschaftlichkeit - um 2,1 % reduzierte Gesamtkosten - Trotz des großen Fassadenanteils ist der Entwurf wirtschaftlich durch den Einsatz eines WDVS und durch den günstigen BGF/HNF Wert

Mahler Günster Fuchs Generalplaner Gmbh, Stuttgart / 1. Wertungsrundgang

1144

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.600 10.115 42.321 5.426,50 405,10 49,00 1,953 1,738 7,799 0,242 13.807.091 + 10,4 2.263,94 1.995 5.477

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.234.005 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 26.559.208 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 10,1 165,15

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1144 53

Städtebauliches Konzept - Der dreigeschossige polygonale Baukörper nimmt die Straßenfluchten der Grolman- und Schillerstraße auf und bildet an der Ecke einen Platz aus. - Durch die Ausbildung der Gebäudekante zur Sporthalle öffnet sich der Pausenhof zur Schillerstraße und den Sportflächen der Friedensburg Oberschule. Im Süden nimmt der Baukörper die Gebäudekante der Sporthalle auf. - Der Vorplatz Ecke Grolmanund Schillerstraße geht in den überdachten Eingangsbereich über. Anlieferung des Cafes über die überdeckte Pausenfläche im Südwesten. Baukörpergestaltung / Architektur - Das Innere des Baukörpers wird durch Innenhöfe strukturiert. Angrenzende Verkehrsflächen werden unterschiedlich zoniert. - Mehrschichtiger Fassadenaufbau. Von Innen nach außen: geschoßhohe Fensterelemente, Lamellen als Sonnenschutz und strukturierte geschoßhohe Elemente als verschieblicher Blendschutz auf Kragplatten. - Obergeschosse kragen großflächig über den Eingangsbereich und über die überdeckte Pausenfläche. - Unterkellerung der Cafeteria. - Stahlbetonskelettkonstruktion. Räumliche Organisation / Raumqualität - Zwischen den Höfen liegt die Haupterschließungszone. Über eingehauste Treppen in den Höfen gelangt man in die Obergeschossen. In einem der Höfe befindet sich ein außen liegender Fahrstuhl. - Innenliegende Treppenhäuser ohne direkten Ausgang ins Freie. - Die Cafeteria überlagert sich mit Verkehrsflächen im Eingangsbereich. Die Bibliothek orientiert sich zur Grolmanstraße. Im EG befinden sich auch die Räume der Daten- und Textverarbeitung/Lernbüro, Fremdsprachen und Naturwis-

senschaften. Schülervertretung im Pavillon im Hof. - Die Verwaltungs- und Lehrerbereiche liegen über dem Eingangsbereich Ecke Grolmanund Schillerstraße im 1.OG. Weiterhin sind die fachspezifischen Räume im 1.OG angeordnet. - Die Unterrichtsräume befinden sich im 2.OG. - Einzelne nicht natürlich belichtete und belüftete Räume. Freiraumkonzept - Die baumbestandene Pausenfläche erstreckt sich zwischen dem OSZ Körperpflege und der Sporthalle von der Schillerstraße bis zu den Sportflächen der Friedensburg Oberschule und dient als Retensionsfläche. - Der Sportplatz liegt vor der Sporthalle an der Schillerstraße. Die 100m Laufbahn an der Grundstücksgrenze zur Friedensburg Oberschule. Hochsprung-, Weitsprunganlage und Gymnastikwiese sind nicht ausgewiesen. - PKW und Fahrrad Stellplätze sowie der Müllplatz sind nicht ausgewiesen. - Begrünte Innenhöfe. Realisierbarkeit - Raumprogramm ist eingeschränkt erfüllt. Unterrichtsräume, ein Übungsraum für Friseure, Teeküche Verwaltung, der Hausmeisterdienstraum und die Hausmeisterwohnung sind nicht ausgewiesen. Überschreitungen der Flächen von über 10% bei der Bibliothek und Mediothek. Unterschreitungen der Flächen von über 10% bei den Räumen für den Allgemeinen Unterricht, Fremdsprachen, Friseur technische Übungen, Lehrer, Verwaltung und Freizeit. - Abweichungen bei der funktionalen Zuordnung der Räume der Fachpraxis, Daten- und Textverarbeitung und Verwaltung. - Räume der Daten- und Textverarbeitung im EG angeordnet. - Keine Sanitärraume im EG - Rettungswege sind nicht geklärt. Fehlende Brüstung.

- Belange des barrierefreien Bauens berücksichtigt. - Keine Aussagen zur Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten. Wirtschaftlichkeit - um 10,1 % erhöhte Gesamtkosten - Hoher Verkehrsflächenanteil - Mehrschichtiger Fassadenaufbau - Obergeschosse kragen großflächig über den Eingangsbereich und über die überdeckte Pausenfläche. - Eingehauste außenliegende Treppen - Innenliegende Treppenhäuser - Stb Skelettbau mit vorgehängter Glasfassade - Durch die Schichtung mehrerer Fassadenteile (Fenster, Blendschutz, Sonnenschutz, Brüstung) und der vorgehängten Reinigungsbalkone entstehen relativ hohe Kosten für die Fassade.

Diezinger & Krämer Architekten BDA, Eistätt / 1. Wertungsrundgang

1145

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.441 9.925 41.547 5.767,20 368,30 100,00 1,810 1,712 7,204 0,268 12.616.646 + 0,8 2.068,74 1.931 7.182

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.266.650 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 25.165.700 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 4,3 138,99

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1145 54

„Integration des Neubaus in die typische vorhandene Blockstruktur als Analogie zur verdichteten historischen Hofhausbebauung. Städetbauliches Konzept - 4-geschossige Randbebauung entlang der Straßen, Aufnahme der Bauflucht Schillerstraße - südlich angrenzender 3-geschossiger Riegel über drei Atrien an die Randbebauung angebunden - Eine Blockrandschließung beidseitig der Grolmanstraße bis zur Goethestraße wird vorgeschlagen. - Der Vorplatz nördlich der Sporthalle bleibt unbebaut, ist mittelfristig als Erweiterungsfläche für die Schule nach Osten vorstellbar. - Der Pausenhof der Schule schließt südlich an die Bebauung an. - Die Sportfläche liegt zwischen Neubau und Sporthalle. - Die auskragende markante Gebäudespitze an der westlichen Grundstücksecke akzentuiert die Straßenkreuzung und den Haupteingang als Adresse des OSZ. - Nebeneingang am östlichen Gebäudekopf mit Anlieferung von der Schillerstraße. Baukörpergestaltung / Architektur - Das Bauvolumen wird im Bereich des Haupteingangs und des Foyers an der westlichen Ecke der Schillerstraße durch die Unterschneidung betont. - Das EG der Randbebauung ist teilweise um 90 cm hochgesetzt. - Lochfassade mit eingefärbter Putzoberfläche - Fensterbänder in Holz-/AluAusführung. Die Einheiten bestehen aus drei bzw. sechs stehenden Formaten mit verschiebbaren Fensterflügeln und teils starrem, teils beweglichem Sonnenschutz. - Die Achsen der Fenstereinheiten sind geschoßweise zueinander versetzt.

- Massivbau: Stahlbetonkonstruktion in Ortbeton mit Wärmedämmverbundsystem und eingefärbter Putzoberfläche. Das Farbkonzept soll als Gesamtkomposition von einem Künstler erarbeitet werden. - Innenwände: Mauerwerks- und Stahlbetonwände, sowie leichte Trennwände. Räumliche Organisation / Raumqualität - 4 Treppenhäuser in der Randbebauung - einhüftige Erschließung mit Anbindung an einläufige Treppenanlage über alle Geschosse entlang der Atrien und des Hofes. - Verbindungsstege zwischen nördlicher und südlicher Gebäudespange - Im EG befindet sich im nördlichen Bauteil in der Nähe des Haupteingangs die Verwaltung und die Schüleraufenthaltsbereiche, entlang der Grolmanstraße Lehrer- und Bibliotheksräume - Cafeteria und Küche sind der Verwaltung vorgelagert - wettergeschützte Erweiterungsflächen der Cafeteria befinden sich unter dem auskragenden Baukörper zum Pausenhof orientiert - Gruppenräume sind in allen drei Normalgeschossen auf der Westseite und im 2. OG der Nordbebauung angeordnet, - Fachräume befinden sich im 1. bis 3. OG entlang der Schillerstraße - Technikräume sind im UG des nordöstlichen Bereichs unter der Verwaltung. - Atrien dienen im 1. und 2. OG der Belichtung und Belüftung, Freiraumkonzept - Das Sportfeld mit 27 x 45 m Größe zuzüglich der Weit- und Hochsprungflächen liegt im abgesenkten Bereich westlich der Sporthalle. - Südlichen daran anschließend verläuft die 100m Laufbahn an der Grunstücksgrenze.

- Um den tiefer liegenden Sportplatz sind die anderen Sportflächen angeordnet - 5 PKW-Stellplätze an der östlichen Grundstücksgrenze - Fahrradständer entlang der Schillerstrasse - Standort für die Müllcontainer an der östlichen Grundstücksgrenze Realisierbarkeit - Grundrisse und Ansichten stimmen teilweise nicht überein - Fehlende Aussagen zu horizontalen Brandabschnitten im Bereich einläufige Treppen / Cafeteria Wirtschaftlichkeit - um 4,3 % erhöhte Gesamtkosten - Massivbau mit WDVS - Kosten für die aufwändigen Fensterlaibungen werden durch den Einsatz von WDVS ausgeglichen - wirtschaftlicher Einsatz der elementierten breiten Fensterbändern

Deubzer König Architekten, Berlin / 2. Wertungsrundgang

1146

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.056 9.317 36.537 6.074,60 665,50 157,70 1,655 1,853 6,015 0,232 11.013.860 - 12,0 1.805,94 3.130 6.291

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.418.395 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 23.397.307 Abweichung vom Soll-Wert (%) - 3,0 150,56

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1146 55

" Das neue Gebäude formuliert die eine wichtige Straßenkanteendlich wieder ein erster Schritt zur Rückgewinnung eines stabilen Stadtraumes." Städtebauliches Konzept - Der dreieckige Gebäudegrundriss des neuen Schulgebäudes wird durch einen 6-geschossigen, gewinkelten und einen 4geschossigen Gebäuderiegel gebildet. In den als Solitär konzipierten Baukörper sind amorph geformte Raumkörper und Körperfragmente eingeschlossen. - Die Straßenecke ist als 45oEcke ausgebildet, Betonung durch Auskragung des 5. und 6. OG. - Raumkanten der alten Straßenflucht werden aufgenommen, im südlichen Bereich der Grolmanstraße durch Bepflanzung mit Bäumen. - Das Gebäude hat durch einen passageartigen Raum Zugänge von beiden Straßen. - Durch die Baukörperstellung wird ein in großen Teilen zusammenhängender Freiraum erzeugt. - extensive Dachbegrünung Baukörpergestaltung / Architektur - Die Außenfassade ist eine Lochfassade aus vorgefertigten, grün eingefärbten Betonelementen mit großen liegenden Fensterbändern. - Die Innenhoffassade ist als Metallfassade ausgebildet. - Das Gebäude ist eine Stahlbetonkonstruktion mit FiligranPlatten-Decken und Wänden. Das Gebäude ist teilweise unterkellert. Räumliche Organisation / Raumqualität - Räume prinzipiell einhüftig im Gebäudegrundriss organisiert, vor den Räumen des südöstlichen Querriegels ist innenliegend eine Spange aus Nebenräume angeordnet, diese wersen indirekt belüftet und über

Wandkanäle entraucht. - Fahrstühle von zentraler Eingangshalle erreichbar. - Die verschiedenen, amorphen Raumkörper beherbergen öffentliche Räume der Schule: Eingangshalle, Cafeteria und Schüleraufenthalt im Erdgeschoss und die Bibliothek sowie Mediothek im 1. und 2. Obergeschoss - Die Räume der Verwaltung liegen im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss - Die Räume für Lehrer sind im 2. Obergeschoss vorgesehen. - Gebäude über 4 Treppenhäuser erschlossen, das nordöstliche Treppenhaus führt nicht direkt ins Freie. - Hausmeisterwohnung ist im EG nachgewiesen. - Flächenanforderungen um mehr als 10% überschritten: Kosmetik (KTÜ) Freiraumkonzept - Die Grundstücksgrenzen werden durch Baumreihen hervorgehoben. Vereinzelt sind Bäume vor der südöstlichen Fassade des Gebäudes platziert. - 800 m2 der Pausenfläche sind überdacht. - PKW-Stellplätze und Müllcontainer nordöstlich auf dem Grundstücks angeordnet, von dem Erschließungsweg erreichbar. - Die Fahrrad- und Motorradstellplätze sind nicht näher ausgewiesen. - Das Spielfeld ist vor der Sporthalle angeordnet. Als alternativer Ort für das Spielfeld wird das Dach der Sporthalle vorgeschlagen. - Die 100m-Laufbahn ist diagonal auf dem Grundstücks angeordnet. Sie schneidet das vorgeschlagene Spielfeld. Zu den anderen Sportflächen gibt es keine gesonderten Angaben. - Niederschlagswasserentsorgung über Versickerungsmulden und -gräben.

Realisierbarkeit - Das Raumprogramm ist eingeschränkt erfüllt. - Es fehlen Räume im Verwaltungsbereich. - Zusätzliche Räume werden im Kellergeschoss, 1., 4. und 5. Obergeschoss vorgeschlagen. Außerdem wird ein zusätzlicher Serverraum angeboten. - Technikräume mit ca. 157 m2 werden im Kellergeschoss nachgewiesen - Belange des barrierefreien Bauens: im Erdgeschoss Niveauunterschied nur mit Fahrstuhl zu überwinden. Die zweigeschossige Bibliothek verfügt lediglich über eine interne Treppe. - Die Flurbreiten liegen an einigen Stellen bei 1,40 m. - fehlende Angaben zu tragenden Wänden oder Stützen für Eingangshalle und Flure - Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten durch Vorfertigung/Fertigbauteile, konventionelle Spannweiten (ca. 7,50 m) - Abweichung bei der funktionalen Zuordnung innerhalb von Raumgruppen: Verwaltung, Datenverarbeitung/Lernbüros, Lehrer Wirtschaftlichkeit - Gesamtkosten liegen im Bereich der vorgegebenen Kosten (- 3,0 %) - vorgefertigte Betonelemente: Fertigteildecken, Filigran-Platten-Decken u. Wände, - geringe Unterkellerung - konventionelle Spannweiten (7,5 m) - maßliche Vereinheitlichung der Fassade (Serienfertigung) - relativ geringe BGF und BRI - relativ gutes Verhältnis BGF/ HNF

Weinmiller Architekten, Berlin / 1. Wertungsrundgang

1147

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.190 10.190 42.050 6.139,60 418,60 64,90 1,660 1,671 4,13 0,203 11.612.873 - 7,2 1.904,16 1.615 6.905

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.203.625 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 23.900.155 Abweichung vom Soll-Wert (%) - 0,9 141,28

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1147 56

„Entweder man reparariert partiell,...oder man fügt einen solitären Baustein in den Stadtgrundriss ein, der einerseits für sich selber steht, der aber auch durch seine Stellung Platzräume schließt, Raumkanten hält und einen neuen Ort schafft.“ Städtebauliches Konzept - Rechteckiger, monolithischer 4geschossiger Baukörper mit Innenhof - Blockkanten werden bewusst nicht bzw. nur partiell geschlossen - Mit Schmalseite zur Schillerstraße angeordnet; Längsseite parallel zur Sporthalle - Durch Gebäudestellung L-förmige Freifläche im Blockinnenbereich - Ausbilden eines großen Vorplatzes mit Hauptzugang an der Grundstücksecke - Anlieferung von Südosten über Blockinnenbereich Baukörpergestaltung / Architektur - Gliederung des Baukörpers in Sockel aus Travertin oder Nagelfluh und Obergeschosse mit Ziegelvormauerung - Sockel mit großflächigen, horizontal gegliederten Natursteinformaten - Fassade der Obergeschosse in Tragstruktur aufgelöst mit horizontalen Fensteröffnungen. Klinkerfassade durch Vor- und Rücksprünge ornamental gestaltet - Innenhoffassade mit gleichen Gestaltungsprinzipien, jedoch bodentiefe Öffnungen im EG - Großflächig verglaster, 2-geschossiger Haupteingang leicht zurückgesetzt - Massivbau mit hinterlüftete Natursteinfassade im EG bzw. vorgefertigte Fassadenelemente mit eingelegten Klinkerriemchen - Eloxierte Alu-Fenster, vertikal unterteilt. - Außenliegender Sonnenschutz

Räumliche Organisation / Raumqualität - Haupteingang mündet in 4-geschossige Halle mit Oberlicht - Zentraler Aufzug am Eingangsbereich - Cafeteria im Ostflügel ist räumlich mit Schüleraufenthalt verbunden. Durch großzügige Öffnung zum Innenhof zweiseitig belichtet - Küche an Südost-Ecke zum Innenhof orientiert; Anlieferung über Blockinnenbereich - Durch asymmetrische Lage des Innenhofs ergibt sich einbündige Anordnung im Nord- und Ostflügel sowie zweibündige Anlage von Süd- und Westflügel - Verwaltung im 1. OG nahe Halle und zentralem Treppenhaus - Lehrerbereich und Mediothek im Südflügel 1. OG - Bibliothek an zentraler Halle im 1. OG ohne Anbindung an AURäume - Datenverarbeitung (Serverraum im 3. OG, nach Westen orientiert) und Lernbüro im Nordflügel einander räumlich zugeordnet - NW-Bereich im Ost- bzw. Südflügel des 1. OG - 2. OG ausschließlich für Fachunterrichtsräume Zahntechnik, Friseurtechnik, Fachpraxis sowie Kosmetiktechnik und Maskentechnologie (Verbindung erschwert) - Fremdsprachen im 2. OG ohne Anbindung an AU-Räume - 3. OG für AU-Räumen vorgesehen. (2 Raumgruppen beim Hauptzugang im EG) Keine Anbindung an Fachunterrichtsräume - Lehrmittelräume sämtlich im Westflügel zusammengefaßt - Sämtliche Unterrichtsräume natürlich belichtet und belüftet - Hausmeisterwohnung im Südflügel EG mit Zugang von außen ohne Querlüftung

Freiraumkonzept - Gliederung der Freiflächen in zur Schillerstraße offenen Pausenbereich sowie Sportbereich zwischen Schulgebäude und Sporthalle - Spielfeld 27x45m in Nord-SüdAusrichtung zwischen Schulgebäude und Sporthalle - Baumpflanzungen entlang der Blockkanten sowie an südlicher Grenze; freie Baumgruppierungen auf Pausenfläche - Birkenhain im Innenhof (17x43,5m) - 100m-Bahn an der südlichen Grundstücksgrenze (ohne Anund Auslauf) - 5 PKW-Stellplätze sowie Fahrräderstellplätze (137m² ) an östlicher Grundstücksgrenze - Extensive Dachbegrünung Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt; Schüleraufenthalt zu klein (28%); geringe Fläche Technikräume (69 qm) - Müllplatz nicht nachgewiesen - Verzicht auf Unterkellerung - Rettungswege nicht ausreichend: Nur ein abgeschlossenes Treppenhaus (mit Ausgang in Innenhof) - Brandüberschlag nicht eingehalten - Feuerwehrzufahrt zu bestender Schule eingeschränkt - Belange Mobilitätseingeschränkter berücksichtigt - Schnelle Bauzeiten durch Verwendung von Fertigteilen Wirtschaftlichkeit - Gesamtkosten liegen im Bereich der vorgegebenen Kosten (- 0,9 %) - sehr kompakter Baukörper, konventionelle Massivbauweise mit wirtschaftlichen Spannweiten und einer vorgehängten Fassade.

Kleihues + Kleihues Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin / 2. Wertungsrundgang

1148

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.364 10.028 37.693 6.062,00 333,50 140,60 1,710 1,699 3,64 0,256 12.745.639 + 1,9 2.089,89 2.668 5.126

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.292.005 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 25.345.589 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 5,0 165,79

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1148 57

Dem Baukörper „... der Schule wird eine besondere Rolle im Block zugestanden, ohne den Block an sich in Frage zu stellen.“ Städtebauliches Konzept - Der dreigeschossige Baukörper nimmt die Straßenfluchten der Grolman- und Schillerstraße auf und bildet an der Ecke Grolman- und Schillerstraße ein viergeschossiges Kopfgebäude aus. - Das Gebäude bildet verschiedene Hofräume aus. Einen rechteckigen Hof an der Schillerstraße, einen dreieckigen Hof an der Grolmanstraße und einen dreiseitig umschlossenen Platz, der sich zur Schillerstraße öffnet. - Durch die Gebäudekonfiguration auf dem Grundstück entstehen zwei dreiseitig gefaßte Freiräume. Der Bereich vor der Sporthalle und der Pausenhof mit den Sportplatz und Gymnastikwiese, der in die Freiflächen der Friedensburg Oberschule übergeht. - Über die Treppen- und Rampenanlage des „Cour d`honneurs“ an der Schillerstraße gelangt man in das Schulgebäude. Die Anlieferung der Cafeteria erfolgt über die Zufahrt von der Grolmanstraße. Baukörpergestaltung / Architektur - Die Lochfassade mit stehenden Aluminiumfenster und außen liegenden Lamellen als Sonnenschutz wird durch die Vorund Rücksprünge der ziegelroten Verblendsteine gegliedert. - Durchgehende Pfeiler und niedrige Brüstungen gliedern die Hoffassade. - Mauerwerksbau aus großformatigen Kalksandsteinen mit einer hinterlüfteten Vormauerwerksschale. SpannbetonHohlplatten im Bereich der Unterrichtsräume und der Verwaltung. Filigran-Decken im Bereich der Flure. - Teilunterkellerung im Bereich des Kopfbaues Ecke Grolman-

und Schillerstraße. - Umkehrdach mit extensiver Dachbegrünung. Räumliche Organisation / Raumqualität - Im Schnittpunkt der beiden Gebäudeteile befindet sich die Halle mit der zentralen Treppenanlage. Es gibt drei weitere Fluchttreppenhäuser. Der Aufzug liegt im Kopfbauteil. Alle Räume mit Ausnahme des Schüleraufenthalts sind nach außen orientiert. Die Erschließungsgänge zu den Innenhöfen. - Die Cafeteria mit der vorgelagerten Terrasse öffnet sich ebenerdig zum Pausenhof. Sie ist über Rampen und Treppen direkt an die Halle angebunden. - Im Kopf des Gebäudes befindet sich im EG die Verwaltung. Der Lehrerbereich erstreckt sich entlang der Grolmanstraße. - Die Unterrichtsräume sind über die drei Geschosse des Bauteils an der Schillerstraße organisiert. - Im Gebäudeteil an der Grolmanstraße liegen im 1.OG und 2.OG die Fachspezifischen Räume. - Bibliothek, Mediothek und die Räume der Daten- und Textverarbeitung sind im 3. OG des Gebäudekopfs angeordnet. - Archivräume befinden sich in verschiednen Geschossen, KG, 1.OG und 2.OG des Gebäudes. Freiraumkonzept - Die Freiflächen vor der Sporthalle und zur Grolmanstraße werden zur Straße hin durch Mauern abgeschirmt. - Bis auf die Sportflächen und Pflanzbereiche ist der Pausenhof ist mit Klinker gepflastert. Bäume und Baumreihen gliedern den Pausenhof in unterschiedliche Bereiche. - Die ebenfalls als Pausenflächen genutzten Innenhöfe sollen der Kontemplation dienen. - Der Sportplatz ist zugleich Weitsprung- und Hochsprunganlage. Die Gymnastikwiese liegt direkt an der östlichen Gebäu-

dekante der Sporthalle. Die 100m Laufbahn und liegt an der Grundstücksgrenze zur Friedensburg Oberschule in einem Rasenfeld. - Pkw-, Fahrradstellplätze und Müllsammelbehälter sind auf den mit Heckenbosketts und Bäumen gestalteten Bereich vor der Sporthalle angeordnet. Realisierbarkeit - Raumprogramm ist erfüllt. Überschreitungen der Flächen von über 10% bei der Mediothek. Unterschreitungen der Flächen von über 10% bei den Wirtschaftsräumen. - Abweichungen bei der funktionalen Zuordnung der Räume der Daten- und Textverarbeitung und Verwaltung. - Der Kopf des Gebäudes schiebt sich an der Ecke Grolman- und Schillerstraße über das Wettbewerbsgrundstück hinaus. - Belange des barrierefreien Bauens berücksichtigt. Zugang 0,75m über Straßenniveau. Über Rampen erreichbar. Fahrstuhl im Bereich der Verwaltung und des Lehrerbereichs. - Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten durch einfache statische Systeme – direkter Lastabtrag ohne Abfangungen und hohe Ausnutzung der gewählten Materialien -, wiederholendes Deckensystem, Verzicht auf großflächige Unterkellerung und Anhebung des Erdgeschoßniveaus, geringen Schal- und Bewehrungsarbeiten, hohe Oberflächenqualität der Rohbauteile, gebräuchliche Bauverfahren, Vorfertigung, und durch Medienführung in den Geschossen. Wirtschaftlichkeit - um 5,0 % erhöhte Gesamtkosten - relativ hoher Hüllflächenanteil und plastisch durchgestaltete Fassade führen zu einem hohen Wert für die Aussenwandkosten.

Dietrich Bangert Architekten, Berlin / 1. Wertungsrundgang

1149

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.641 10.641 43.474 6.466,10 362,90 45,90 1,646 1,745 4,09 0,233 12.585.002 + 0,6 2.063,55 3.457 5.490

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.434.670 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 25.295.810 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 4,8 160,36

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1149 58

"Die spitzwinklige Kollision - das Wechselspiel zwischen intaktem Blockrand und fragmentiertem Zustand." Städtebauliches Konzept - Aufnahme der strukturell räumlichen Vorgaben aus dem Blokkinnenraum, der FriedensburgOberschule und den Brüchen der Blockrandbebauung an der Grohlmannstraße und im Bereich der Sporthalle durch 4-geschossige Straßenrandbebauung. - Die Straßenecke bleibt unbebaut. - Der Haupteingang wird durch die geschoßhohe, verglaste Fassade im westlichen Bereich Schillerstraße, Ecke Grolmanstraße betont. - Anlieferung von der Grolmanstraße. Baukörpergestaltung / Architektur - 4-geschossige Bebauung mit weitgehend regelmäßiger Lochfassade, - im Gebäudeknickpunkt befindet sich die Cafeteria als öffentlichkeitswirksamer Ort der Schule, - räumliche Betonung durch 2geschossigen Luftraum mit Dachkonstruktion als Faltwerk - straßenseitige Lochfassaden in Anlehnung an die das Straßenbild prägenden Putzfassaden. - Das kleinteilige Konstruktionsraster von 1,20 m läßt die Anordnung unterschiedlich großer Räume zu. - Differenzierte Fassadengestaltung soll öffentliche und private Bereiche ablesbar machen. Variiert wird die Größe der Fensteröffnungen z.B. im Bereich der Schüleraufenthaltsräume an der Nordfassade/EG und Westseite. - hofseitige Vorhangfassaden als Kontrast zur 'Regularität der Unterrichtsbereiche' - Farbkonzept: helle Farbtöne bei Unterrichts- und Aufenthaltsräumen sowie Fluren und Treppenhäusern. - Die Lüftungszentrale für die Cafeteria liegt im EG an der Grol-

manstraße. - Vortemperierung der Zuluft Cafeteria erfolgt über Bodenkanal unter nordöstlichem Bereich - Versorgung mit technischer Infrastruktur vom UG der Sporthalle. Räumliche Organisation / Raumqualität - Zwei unterschiedlich geformte Treppenhäuser bestimmen die Eingangshalle: ein rundes Treppenhaus an der Westseite der Bebauung mit direkter Verbindung zum Lehrerbereich im 1. OG, ein quadratisches Treppenhaus im Knickpunkt der Baukörper zu allen Geschossen - Etagenfoyers mit Aufzug verbinden die Treppenhäuser miteinander - Zwei weitere notwendige Treppenhäuser sind jeweils an den Kopfenden der Bebauung positioniert. - Der in das Gebäudevolumen eingeschnittene Eingangsbereich mit Foyer führt direkt zur Cafeteria und zu den auf +1,00 m hochgesetzten Verwaltungsräumen im Erdgeschoß. - Die Normalgeschosse in der nördlichen Bebauung sind durch einen Mittelgang erschlossen, Fachübungsräume sind straßenseitig angeordnet, die Gruppenräume zur Hofseite. - Innenliegende Flure erhalten durchlaufende Oberlichtbänder. - Die Bebauung entlang der Grolmanstraße wird mit einem um das Dachfaltwerk der Cafeteria herum führenden Flur erschlossen und durch die Einschnitte des Daches im 2. OG teilweise belichtet. Freiraumkonzept - baumbestandener Vorplatz vor der Sporthalle, - Unter den überkragenden Baukörpern zum Hof befinden sich wettergeschützte Freiflächen im Übergang zum Pausenhof und dem mit Bäumen eingefaßtem Spielfeld. - Der tiefer liegende Sportplatz

mit einer Abmessung von 60 x 40 m wird südlich von Weitsprungfläche und Laufbahn begrenzt. Die Hochsprungfläche verlängert das Sportfeld in Richtung Pausenbereich und Bebauung. - Fahrradständer befinden sich entlang der Schillerstraße auf dem Vorplatz. - Wageneinstellplätze für Behinderte befinden sich an der nördlichen Seite der Sporthalle - Standort für Müllcontainer östlich der Halle. Realisierbarkeit - Zusätzlicher Technikraum von 45,93 qm für Lüftungszentrale Cafeteria im EG/Westseite - Wageneinstellplätze für Behinderte sind weit vom Neubau entfernt. Wirtschaftlichkeit - um 4,8 % erhöhte Gesamtkosten - leicht erhöhter Außenwandanteil - Wirtschaftliche Spannweiten., Filigrandecken, Treppen als Stahlbeton-Fertigteilelemente mit Sichtbetonqualität. - gleiche Fensterelemente - Gebäude ist nicht unterkellert nur Bodenkanal - vormontierte Trägerelemente für das Faltwerk

Florian Nagler Architekten, München / 1. Wertungsrundgang

1150

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

11.829 10.496 46.778 5.933,60 537,20 509,70 1,994 1,940 3,95 0,184 12.833.240 + 2,6 2.104,26 2.781 5.559

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.297.615 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 25.456.144 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 5,5 155,59

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1150 59

"Selbstbewußt besetzt das Schulgebäude die Ecke Grolman-/ Schillerstr. .... Der Neubau greift die Fluchten der umliegenden Gebäude auf und bindet die Sporthalle in das Gesamtkonzept ein." Städtebauliches Konzept - Das Schulgebäude wird durch einen 4-geschossigen, gefalteten Gebäuderiegel mit dreieckigem Grundriss gebildet. Der Hauptbaukörper wird durch Innenhof und Lichthöfe belichtet. o - Die 45 -ausgebildete Straßenecke wird durch eine geschlossen gehaltene Fassade und einen tiefen Einschnitt als Haupteingang zur Schule inszeniert. - Raumkanten der alten Straßenflucht werden aufgenommen, im südlichen Bereich der Grolmanstraße wird diese nicht näher dargestellt. - Ein 2. Zugang ergibt sich über den an der Schillerstrasse liegenden Teil der Pausenfläche. - Durch die Aufnahme von Gebäudefluchten der Sporthalle entstehen zwei räumlich gefasste Freiraumbereiche. - Anlieferung über den nordöstlichen Pausenhof Baukörpergestaltung / Architektur - Die äußere Gebäudehülle besteht aus vorgehängten Fassadenelementen aus weißen Betonfertigteilen, die in einem kleinteiligen geometrischen Muster perforiert sind. Breite Öffnungen in liegendem Format gewährleisten direkte Sichtverbindung nach Außen. Die innere Lochfassade ist geputzt und mit großen Fenstern versehen, um die notwendige Belichtung zu sichern. - Der Zwischenraum von Vorhangelement und Fensterfassade dient als Fluchtbalkon - Die Innenhoffassade ist eine vorgehängte Glasfassade. - Das Gebäude ist eine Mauerwerkskonstruktion aus vorgefertigten Mauerwerkselementen mit vorgespannten Betonfertig-

teildecken. - Das Gebäude ist in großen Teilen unterkellert. Räumliche Organisation / Raumqualität - Räume ein- und zweihüftig organisiert, im dreieckigen Hauptbaukörper dreihüftige Grundrissorganisation durch innenliegende Nebenräume. - Gebäude durch 4 Treppenhäuser erschlossen, ein Treppenhaus liegt mit Fahrstuhl im Eingangsbereich - Eingangsbereich und Schüleraufenthalt bilden einen räumlichen Zusammenhang, Eingangshalle wird durch Lichthöfe belichtet, die Cafeteria liegt an der Schillerstr. - Räume der Verwaltung im EG und 1. OG angeordnet. - Bibliothek, Mediothek und Räume der Lehrer liegen im 1. Obergeschoss. - Allgemeine Unterrichtsräume befinden sich in den drei Obergeschossen, Fachunterrichtsräume im 2. und 3. Obergeschoss - Flächenanforderungen um mehr als 10% unterschritten: Freizeit (FZ) - Flächenanforderungen um mehr als 10% überschritten: Wirtschaftsräume (WR) Freiraumkonzept - Der nordöstlich liegende Freiraum dient als Pausenhof. Er wird durch Bäume und Baumgruppen gegliedert. Der südwestliche liegende Freiraum ist durch eine Pergola zwischen Schule und Sporthalle in zwei Bereiche geteilt. Ein Bereich ist Pausenhof, der südlichere Sportfläche. - Westlich der Sporthalle ist die Gymnastikwiese angelegt, daneben die Spielfläche angeordnet. - Ein überdeckter Außensitzbereich erweitert die Cafeteria zum Hof. - Weitsprungbahn und 100mLaufbahn bilden die südliche Grenze des Grundstücks, diese

grenzt an den östlichen Erschließungsweg. - PKW-Stellplätze sind an der südwestlichen Grenze des Grundstücks vorgesehen. - Fahrradstellplätze liegen unter der Pergola, Motorradstellplätze nicht spezifisch nachgewiesen. - Der Müllplatz ist nicht ausgewiesen. Realisierbarkeit - Das Raumprogramm ist erfüllt. - Es werden zusätzliche Nebenräume (EUV/DV-Server) in den Obergeschossen vorgeschlagen. - Hausmeisterwohnung im Erdgeschoss geplant. - Technikräume mit ca. 500 m2 im Kellergeschoss nachgewiesen. - Stichflurtiefe im nordöstlichen Gebäudeflügel > 10m - Die Geschosshöhe ist mit 2,80m angegeben. - Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten: Verwendung von Mauerwerksfertigelementen, Fertigteildecken aus Spannbeton, einfache Details - Abweichung bei der funktionalen Zuordnung: Zahntechnik (ZT), Verwaltung (VW) Wirtschaftlichkeit - um 5,5 % erhöhte Gesamtkosten - Konventioneller Massivbau mit vorgehängten Fluchtbalkonen mit durchbrochenen Betonfertig-Elementen als äussere, halbtransparente Hülle. Die Bauweise des geschlossenen Körpers ist wirtschaftlich (Massivaussenwände mit WDVS) und Einzelfenstern. - Über die vorgeblendeten Elemente lassen sich keine Aussagen bezüglich Preise treffen. Angenommen wurde ein Wert für eine hochwertige vorgehängte Fassade.

Farwick + Grote, Ahaus / 1. Preis

1151

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.549 10.549 39.893 5.961,70 515,90 146,40 1,769 1,730 3,78 0,301 12.223.978 - 2,3 2.004,36 1.971 6.626

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.248.030 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 24.676.664 Abweichung vom Soll-Wert (%) + 2,3 145,17

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1151 60

„... wird der Baukörper so platziert, dass er der Aufweitung der Kreuzungssituation...räumlich Kontur gibt und ...die Baufluchten ...wieder geschlossen werden“ Städtebauliches Konzept - 4-seitig geschlossener Baukörper entlang der Straßenfluchten von Schillerstraße und Grolmanstraße definiert deren Kreuzungsbereich - Gebäudeflügel im Blockinnern nehmen Ausrichtung und südliche Bauflucht der Sporthalle auf und formen annähernd quadratischen Innenhof - Durchgängig 4-geschossiges Gebäude, jedoch im Blockinnern in den unteren Geschossen als 2-geschossige Arkaden ausgebildet - Straßenseitige Gebäudeflügel springen im Innenbereich in den obersten beiden Geschosssen zurück - Hauptzugang vom Vorplatz Grolmanstraße; Anlieferung von Grolmanstraße Baukörpergestaltung / Architektur - Großflächig verglaster, 2-geschossiger Haupteingang durch Gebäudeunterschnitt betont - Einheitlicher Putzflächen mit monochromer Farbgebung und differenzierten Fensterformaten - Sockel, Attika und Fenstergewände aus Sichtbeton - Straßenseitige Fassaden in Sockel mit Lochfassade und Obergeschosse mit Fensterbändern gegliedert - Fassaden im Blockinnenbereich mit 2-geschossigen offenen Arkaden und darüberliegender Lochfassade gestaltet - Massive Bauweise aus Stahlbeton mit Wärmedämmverbundsystem - Holz/Alu-Fenster; außenliegender Sonnenschutz - Decken werden als thermischer Puffer genutzt

Räumliche Organisation / Raumqualität - Haupteingang führt zu 2-geschossiger Eingangshalle mit Oberlichtern, an der abgesenkte Cafeteria und Schüleraufenthalt angeordnet sind - Bibliothek im 1. OG über Freitreppe in der Halle erschlossen, den AU-Bereichen zugeordnet - Küche südlich der Cafeteria ohne direkte Anlieferung - Nord- und Westflügel im EG und 1. OG wegen größerer Gebäudetiefe zweibündig ausgebildet; im 3. und 4. OG generell einbündige Anlage aller Flügel mit zum Innenhof orientiertem, umlaufenden Flur - Verwaltung im Westflügel des 1. OG zusammengefaßt - Lehrerbereich und Mediothek im Westflügel des 1. OG; Mediothek nur innenliegende Räume - Datenverarbeitung und Lernbüro im Nordflügel des 2. OG - AU-Räume vom EG bis 3. OG angeordnet; Raumgruppen zum Teil geschossübergreifend - Fachunterrichtsräume verteilt auf 2. und 3. OG: - Fremdsprachen an NordwestEcke sowie Friseurtechnik im Nordflügel des 2. OG - Fachunterrichtsräume der Bereiche Zahntechnik und Fachpraxis im Nordosten bzw. im Ostflügel des 3.OG - Kosmetiktechnik und Maskentechnologie im 3. OG räumlich einander zugeordnet - NW-Bereich im Süd- bzw. Westflügel des 3. OG - Unterrichtsräume großteils natürlich belichtet und belüftet - Hausmeisterwohnung im 1. OG des freistehenden Süd-OstTreppenhauses über eigene Treppe zugänglich Freiraumkonzept - Klare Gliederung zwischen Pausen- und Sportbereich - Abgesenkter Pausenbereich im Innenhof auf Niveau der Cafeteria; Arkadengänge beidseits mit Stufenausbildung - Sportbereich nördlich der bestehenden Halle (Teilabriss).

-

-

Spielfeld 27x43 m in Ost-WestAusrichtung 100m-Bahn und Weistprung an der südlichen Grundstücksgrenze Einfriedung an Schillerstraße und Grolmanstraße Baumpflanzungen entlang der Grundstücksgrenze 5 PKW-Stellplätze und Fahrradstellplätze von Schillerstraße erschlossen, zwischen Schule und Sporthalle angeordnet Kein Müllplatz

Realisierbarkeit - Raumprogramm erfüllt; Küche zu klein (20%); Hausmeisterwohnung zu groß (14%); zusätzliche Räume insgesamt 60 m² - Technikräume ausreichend (146m² ) - Teilabriss der Sporthalle - Leichte Überschreitung der Baugrenze - Treppenraumausgänge und -abschlüsse unklar - Brandüberschlag nicht eingehalten - Rettungsflure teilweise mit unzulässiger Nutzung - Bestehende Feuerwehrzufahrt eingeschränkt - Belange Mobilitätseingeschränkter bedingt erfüllt - Verkürzte Bauzeit durch vorgefertigte Elemente Wirtschaftlichkeit - Gesamtkosten liegen im Bereich der vorgegebenen Kosten (+ 2,3 %) - Der Baukörper weisst einen grossen Anteil überdeckter Flächen auf und die über 2 Geschosse offenen Bereiche unter dem Gebäude erhöhen den Aussenflächenanteil, die den Kostenvorteil des WDVS aufheben.

Hild und K Architekten, München / 1. Wertungsrundgang

1152

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.295 8.985 39.219 6.166,40 347,90 0,00 1,700 1,688 3,81 0,223 11.174.756 - 10,7 1.832,23 2.264 5.484

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.277.270 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 23.448.935 Abweichung vom Soll-Wert (%) - 2,8 164,84

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1152 61

„Das Schulgebäude vermittelt zwischen der städtischen Blockstruktur und der heterogenen Bebauung.“ Städtebauliches Konzept - Das dreigeschossige Hofgebäude nimmt die Straßenflucht der Grolman- und Schillerstraße auf und bildet zur Kreuzung hin eine geschlossene Fassade aus. - Parallel zur Schillerstraße verläuft von der Grolmanstraße eine „Schulpromenade“ als Erschließungsachse und verbindet Schulgebäude und Sporthalle miteinander. Zur Schillerstraße erweitert sich die „Schulpromenade“ vor der Sporthalle zu einem Platz. - Der in das Gebäude eingeschnittene Haupteingang liegt an der Grolmanstraße. Anlieferung Cafeteria von Süden über die Grolmanstraße. Baukörpergestaltung / Architektur - Über der „Schulpromenade“ ist das Gebäude nur im 1.OG durchgehend verbunden. Der Hof öffnet sich zur Sporthalle/ Schilleroberschule im EG und 2.OG, zu den Grün- und Sportflächen im Süden im EG. - Lochfassade aus „KlinkerStahlbeton-Sandwichelementen“ gegliedert durch Kastenfenster mit vorgesetzter Einfachverglasung. - Ecke Grolman- und Schillerstraße kragen die Kastenfenster in den Straßenraum. - Stahlbeton-Konstruktion. - Erdkanal unter Bodenplatte zur Be- und Entlüftung der Küche und innen liegenden Sanitärräume. - Extensive Dachbegrünung. Dachfenster über den Verkehrsflächen Räumliche Organisation / Raumqualität - Über das Foyer gelangt man über eine Treppe/Fahrstuhl in das um ein halbes Geschoß höher gelegene Gebäudeteil an

-

-

-

der Schillerstraße. Über Öffnungen in den Geschoßdecken sind die Obergeschosse mit dem Foyer verbunden. Das Foyer ist gleichzeitig Schüleraufenthalt. Direkt angebunden an das Foyer ist die Cafeteria. Die Cafeteria öffnet sich zum Platz an der Grolmanstraße und dem Hof. Die Räume für Fremdsprachen und Daten- und Textverarbeitung werden über den Hof erschlossen. Interne Anbindung an die anderen Bereiche über das 1.OG. Raumhöhe 4m. Im Flurbereich an der Grolmanstraße befinden sich im 1. OG die Räume der Verwaltung im 2. OG die Räume des Lehrerbereichs. Die fachspezifische Räume und Unterrichtsräume sind in den Obergeschossen entlang eines Mittelganges sowohl zum Hof als auch nach außen hin gerichtet. Innenliegende Treppenhäuser in den Gebäudeecken zum Hof Dachfenster über den Verkehrsflächen

- Der Müllplatz ist nicht ausgewiesen. Realisierbarkeit - Raumprogramm ist erfüllt. Wirtschaftsräume sind nicht nachprüfbar (Grundriß KG nicht vorhanden). - Abweichungen bei der funktionalen Zuordnung der Räume der Verwaltung. Räume der Daten- und Textverarbeitung im EG angeordnet. Ausrichtung nach Süden und Osten. - Langgestreckte Räume für Verwaltung und Lehrerbereich. - Belange des barrierefreien Bauens berücksichtigt. Zusätzliche Fahrstuhlhaltestelle durch Höhenversprung zwischen Foyer und EG. - Keine Aussagen zur Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten. Wirtschaftlichkeit - Gesamtkosten liegen im Bereich der vorgegebenen Kosten (- 2,8 %) - Hoher Anteil an Außenfläche durch Unterschnitt im EG und Einschnitt im 2.OG - Konventioneller Massivbau mit vorgehängter Klinkerriemchenfassade, wirtschaftliche Konstruktion, kompakte Gebäudeerschliessung durch zweihüftige Anlage - Für die Halle im Foyer ist eine Rauchabzugsanlage erforderlich. Durch die Öffnungen in den Geschoßdecken werden brandschutztechnische Anforderungen an Wände und Türen der angrenzenden Aufenthaltsräume gestellt. Dadurch ist ein höherer baulicher Aufwand zu erwarten.

Freiraumkonzept - Eine 3m hohe Mauer nimmt die Gebäudekante auf und schirmt die Hoch- und Weitsprunganlage gegen die Schillerstraße und den Platz vor der Sporthalle ab. Eine Baumreihe grenzt die Hoch- und Weitsprunganlage von der „Schulpromenade“ ab. - An der Grolmanstraße werden die Freiflächen im Süden des Schulgebäudes durch eine Baumreihe gefaßt. - „Schulpromenade“ und Hof dienen als Pausenfläche. - Der Sportplatz ist zwischen dem OSZ Körperpflege und der Sporthalle angeordnet. Neben dem Sportplatz befindet sich im Süden des Schulgebäudes die Gymnastikwiese. Die 100m Laufbahn liegt an der Grundstücksgrenze zur Friedensburg Oberschule. - An dem baumbestandenen Platz vor der Sporthalle sind die Fahrrad- und PKW Stellplätze angeordnet sind.

Lieb + Lieb Architekten BDA, Freudenstadt / 2. Wertungsrundgang

1154

BGF A incl. UG (qm) BGF A ohne UG (qm) BRI A incl. UG (qm) HNF Ist (qm) NNF Ist (Nutzfläche) (qm) Fläche für Technikräume (qm) BGF A / HNF Ist BGF A / HNF Soll BRI A / HNF Ist A/V Kgr. 300 + 400 brutto (EUR) Abweichung vom Mittelwert (%) Kgr. 300 + 400 / HNFSoll (EUR/qm) Sportflächen (qm) Pausenflächen incl. Stellplätze (qm)

10.569 10.040 40.305 5.974,70 437,90 135,00 1,769 1,714 3,81 0,204 11.708.912 - 6,4 1.919,90 2.373 6.359

Kgr. 500 brutto (EUR) 1.300.335 Kgr. 500 / Freiflächen (EUR/qm) Gesamtkosten brutto Kgr. 100 - 700 (EUR) 24.111.920 Abweichung vom Soll-Wert (%) - 0,1 148,92

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege / Ergebnisprotokoll

1154 62

" Die vorgeschlagene Form für das neue Oberstufenzentrum wird durch die Polarität der geknickten, äußeren Blockrandfigur und dem orthogonal strukturierten Blockinneren definiert." Städtebauliches Konzept - Das Schulgebäude wird durch einen 4-geschossigen, gefalteten Gebäuderiegel gebildet. Ein dreieckiger Baukörper mit einem langen, schmalen Gebäudeflügel fasst raumgreifendend den Außenraum, durch Aufnahme der Gebäudefluchten werden die Baukörper zu einer Einheit zusammengefasst - Die Straßenecke ist als 45oEcke ausgebildet. - Raumkanten der alten Straßenflucht werden aufgenommen, im südlichen Bereich der Grolmanstraße durch Bäume im Straßenraum angedeutet. - Der Haupteingang wird durch eine zurückgesetzte, große, verglaste Öffnung an der Grolmanstr. gebildet. Die Eingangshalle hat auf der Hofseite einen 2. Zugang, der in der gleichen Weise wie auf der Staßenseite ausgeführt ist. - Anlieferung südwestlich angeordnet, über die Grolmanstr. erschlossen Baukörpergestaltung / Architektur - Gebäude allseitig durch eine Hülle aus farbigen Betonfertigteilen zu einem einheitlichen Gesamtkörper zusammengefasst, durch große Öffnungen der Eingangshalle akzentuiert. - Vorgehängte Lochfassade mit umlaufenden Fensterbändern und versetzt angeordneten Fensteröffnungen. - Durch ein in der Bodenfläche einheitlich gestaltetes Band werden Eingangshalle, Freiraum und Sporthalle räumlich verbunden. - Das Gebäude ist eine Betonskelettkonstruktion mit vorgefertigten Betonstützen, Ortbetondecken, sowie aussteifenden Stahlbetonwänden

- Das Gebäude ist teilweise unterkellert. Räumliche Organisation / Raumqualität - Gebäudegrundriss ist einhüftig und zweihüftig organisiert. - Gebäude wird über 4 Treppenhäuser erschlossen, davon liegt eines in der Eingangshalle als großzügiges Haupttreppenhaus, der Luftraum des Haupttreppenhauses verbindet ebenso Obergeschosse an zentraler Stelle. - Ein Fahrstuhl ist von der Eingangshalle erreichbar. - Cafeteria und Schüleraufenthalt liegen neben der Eingangshalle im Erdgeschoss. Die Cafeteria öffnet sich zum Pausenhof. - Bibliothek und Mediothek befinden sich im 1. Obergeschoss - Die Räume für Lehrer liegen im Erdgeschoss, ebenso die Räume der Verwaltung, die teilweise auch im 2. und 3. Obergeschoss untergebracht sind. - Allgemeine Unterrichtsräume und Fachunterrichtsräume befinden sich in den drei Obergeschossen. - Flächenanforderungen um mehr als 10% überschritten: Mediothek (ME) Freiraumkonzept - Durch die Anordnung der Baukörper entstehen ein großer und ein kleiner Außenraum. Beide sind durch eine einheitlich gestaltete Bodenfläche verbunden. - Der nordöstlich gelegene kleinere Hof dient als Pausenhof. In dem sich nach Süden öffnenden, großen Außenraum liegen Pausenflächen und Sportflächen. Außerdem ist vor der Cafeteria eine Terrasse und eine als Baumhain konzipierte Liegewiese vorgesehen. Die Größe der Liegewiese erlaubt auch die Nutzung als Gymnastikwiese. - Die PKW-, Fahrrad und Motorradstellplätze sind auf dem nordöstlichen, kleineren Pausenhof angeordnet.

- Westlich der Sporthalle ist die Hochsprunganlage angeordnet. Daneben liegt die Spielfläche. - Die Weitsprungbahn und die 100m-Laufbahn bilden die südliche Grenze des Grundstücks. - Der Müllplatz ist nicht ausgewiesen. Realisierbarkeit - Das Raumprogramm ist erfüllt. - zusätzliche Nebenräume im EG und im KG - Hausmeisterwohnung im 3. OG nachgewiesen. - Technikräume mit ca. 135 m2 im Kellergeschoss nachgewiesen. - Laufbreite der 3 Nebentreppenhäuser ist ca. 1,3m. - Abweichung bei der funktionalen Zuordnung: Verwaltung - Einhaltung der kurzen Planungs- und Bauzeiten: Pfahlgündung in Ortbeton, Skelettkonstruktion, vorgefertigte Betonstützen, konv. Ortbetondecken, aussteifende Treppenhauswände, Innenwände im Trockenbau, vorgehängte Fassade aus großformatigen Betonfertigteilen Wirtschaftlichkeit - Gesamtkosten liegen im Bereich der vorgegebenen Kosten (- 0,1 %) - Vorgehängte Fassade aus großformatigen Betonfertigteilen - Stb Skelettbau mit vorgehängter Fassade. Die windlastabtragenden Elemente sind aussen angeordnet, innenseitig gedämmt, dadurch Ersparnis der "Tragschale", wie bei konventionellen Sandwichelementen üblich. Thermische Trennung der Aufhängung nicht dargestellt. Für die thermische Trennung wurde ein Zuschlag mit einkalkuliert.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.