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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal Berlin Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb

Ergebnisprotokoll

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal Berlin Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg Ergebnisprotokoll

Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Mitte Koordination Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Vorprüfung Ulrike Poeverlein Axel Ludolf Eva-Marie Zimmer, X PI E 2 Torsten Nöske, X PI E 21 Jens Kreibich, VI C 3 Joachim Heinrich, VI C 31 Irene Oberländer, VI C 32 Hans-Jürgen Roehl, VI C 33 Henning Icken, I C 112 Mitarbeit bei der Vorprüfung Daniel Müller Lars Brink Björn Steinhagen Digitale Bearbeitung Björn Steinhagen Daniel Müller Modellfotos Hans-Joachim Wuthenow Druck copyhaus, Berlin Berlin, September 2006

Inhaltsverzeichnis

1. Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung am 14.09.2006 ...........7 1.1 Begrüßung/Feststellung der Anwesenheit ......................................7 1.2 Konstituierung des Preisgerichts.....................................................7 1.3 Eröffnung der Preisgerichtssitzung .................................................7 1.4 Bericht der Vorprüfung ....................................................................8 1.5 Informationsrundgang ....................................................................8 1.6 Erster Wertungsrundgang ...............................................................8 1.7 Zweiter Wertungsrundgang ............................................................9 1.8 Engere Wahl..................................................................................10 1.9 Einzelbeurteilungen.......................................................................10 1.10 Festlegung der Rangfolge und Preise...........................................14 1.11 Empfehlung des Preisgerichtes ....................................................14 1.12 Öffnung der Verfasserumschläge..................................................15 1.13 Abschluss der Sitzung...................................................................15 1.14 Protokollfreigabe der Preisrichter ..................................................15 1.15 Anwesenheitsliste .........................................................................16 1.16 Teilnehmer des Wettbewerbs ........................................................20 Preisträger ..................................................................................20 Ankäufe.......................................................................................21 Nachrücker .................................................................................21 2. Rundgang ...............................................................................22 1. Rundgang ...............................................................................24 2. Bericht der Vorprüfung .....................................................................27 2.1 Einlieferung der Arbeiten ...............................................................27 2.2 Anonymisierung ............................................................................27 2.3 Vollständigkeit der Arbeiten ...........................................................28 2.4 Vorprüfung.....................................................................................29 2.5 Übersichtstabelle...........................................................................32 2.6 Einzelberichte der Arbeiten 1441 bis 1465....................................35

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1. Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung am 14.09.2006
Beginn der Sitzung : 10:10 Uhr

1.1 Begrüßung/Feststellung der Anwesenheit
Herr Dr. Stimmann, Senatsbaudirektor, begrüßt die Sitzungsteilnehmer und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste) und die Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.

1.2 Konstituierung des Preisgerichts
Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter wird Herr Prof. Noebel einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Frau Böhm wird einstimmig zur stellvertretenden Vorsitzenden des Preisgerichts gewählt. Stimmberechtigte Fachpreisrichter/-innen Prof. Jan Knippers Beratender Ingenieur, Stuttgart Prof. Walter A. Noebel Architekt, Berlin Ulrike Böhm Landschaftsarchitektin, Berlin Stimmberechtigte Sachpreisrichter/-innen Dr. Hans Stimmann Senatsbaudirektor Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Christiane Lingen Ingenieurbauwerke/Entwurf Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Michael Kühl, Birgit Frank und Marianne Mommsen werden zu ständig anwesenden stellvertretenden Fachpreisrichtern berufen.

1.3 Eröffnung der Preisgerichtssitzung
Der Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung und lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung seit dem Rückfragenkolloquium geführt haben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden,

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- sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständiger bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, - sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden, - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, - sie es unterlassen werden, Vermutungen über die Verfasser anzustellen. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter und Preisrichterinnen gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet darum, die große Leistung aller Teilnehmer durch entsprechend intensive und konzentrierte Bewertung aller vorhandenen Arbeiten zu honorieren. Herr Ostendorff beschreibt die städtebauliche Situation, die Grundzüge der Aufgabenstellung und fasst den Vorlauf des Verfahrens zusammen.

1.4 Bericht der Vorprüfung
Die Vorprüfung stellt dann die Ergebnisse ihrer Arbeit, die in einem vorliegenden schriftlichen Bericht zusammengefasst sind, dar. Die Vorprüfung legt dar, dass die eingereichten Arbeiten nach folgenden Kriterien geprüft wurden: 1. Kontrolle der fristgemäßen Ablieferung der Wettbewerbsarbeiten und Modelle 2. Öffnung der Wettbewerbsarbeiten, Überkleben der Kennzahlen durch Tarnzahlen und Anlegen einer Sammelliste 3. Überprüfung der formalen Anforderungen, Feststellen der Vollständigkeit der geforderten Leistung 4. Quantitative Vorprüfung 5. Qualitative Vorprüfung Das Preisgericht beschließt, alle 25 eingereichten Arbeiten zur weiteren Beurteilung zuzulassen.

1.5 Informationsrundgang
Ab 10:35 Uhr stellen die Vorprüfer/-innen die Arbeiten in der Reihenfolge der Tarnzahlen ohne jede Wertung anhand der Planunterlagen, Modelle und den Erläuterungsberichten vor. Der Informationsrundgang, von einer 15-minütigen Kaffepause unterbrochen, endet um 13:30 Uhr.

1.6 Erster Wertungsrundgang
Der erste Wertungsrundgang beginnt direkt im Anschluss an den Informationsrundgang um 13:30 Uhr. Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang Ar-

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beiten nur einstimmig ausgeschieden werden können. Stimmenthaltungen sind nicht zugelassen. Bereits im Informationsrundgang wurden alle Arbeiten eingehend betrachtet und diskutiert. Wegen gestalterischer und funktionaler Mängel, ohne dass diese durch besondere konzeptionelle Ansätze aufgewogen werden, werden folgende Arbeiten einstimmig im ersten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschieden: Arbeit 1442 Arbeit 1453 Arbeit 1443 Arbeit 1455 Arbeit 1448 Arbeit 1456 Arbeit 1450 Arbeit 1457 Arbeit 1452 Arbeit 1459

Folgende Arbeiten verbleiben im Verfahren: Arbeit 1441 Arbeit 1449 Arbeit 1461 Arbeit 1444 Arbeit 1451 Arbeit 1462 Arbeit 1445 Arbeit 1454 Arbeit 1463 Arbeit 1446 Arbeit 1458 Arbeit 1464 Arbeit 1447 Arbeit 1460 Arbeit 1465

Der erste Wertungsrundgang endet um 13:45 Uhr. Nach einer Mittagspause von 13:45 Uhr bis 14:30 Uhr wird die Sitzung fortgesetzt. Vor dem zweiten Wertungsrundgang stellt Herr Dr. Stimman einen Rückholantrag für die Arbeit 1456. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Die Arbeit 1456 wird somit in den zweiten Wertungsrundgang aufgenommen.

1.7 Zweiter Wertungsrundgang
Im zweiten Wertungsrundgang werden die im Verfahren verbliebenen 16 Wettbewerbsarbeiten weiter vertiefend betrachtet und die besonderen funktionalen und gestalterischen Aspekte der Entwürfe erläutert und diskutiert. Die in Teilen kontroverse Debatte versucht, dem eigentlichen Kern der Aufgabenstellung nahe zu kommen. Insbesondere die Themenbereiche „Angemessenheit und Kohärenz von Konstruktion und tektonischem Ausdruck“, „Schlüssigkeit und Eindeutigkeit der Wegeführung“ und die Formulierung einer Aufenthaltsqualität auf den Brücken und in den Uferräumen werden ausgiebig diskutiert. Danach scheiden folgende 10 Arbeiten im zweiten Wertungsrundgang aus dem weiteren Verfahren aus:

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Stimmenverhältnis Arbeit 1444 Arbeit 1445 Arbeit 1446 Arbeit 1449 Arbeit 1451 Arbeit 1454 Arbeit 1456 Arbeit 1460 Arbeit 1461 Arbeit 1462

(für Verbleib : gegen Verbleib) 0 0 2 1 2 0 0 0 0 0 : : : : : : : : : : 5 5 3 4 3 5 5 5 5 5

Es verbleiben 6 Arbeiten im Verfahren: Arbeit 1441 Arbeit 1463 Arbeit 1447 Arbeit 1464 Arbeit 1458 Arbeit 1465

Der zweite Wertungsrundgang endet um 16:40 Uhr Nach Beendigung des 2. Rundganges stellt Herr Prof. Noebel einen Rückholantrag für die beiden im 2. Wertungsrundgang ausgeschiedenen Arbeiten 1446 und 1451. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Die Arbeiten 1446 und 1451 werden somit in die Engere Wahl miteinbezogen.

1.8 Engere Wahl
Das Preisgericht beschließt, die Arbeiten der engeren Wahl schriftlich nach den Kriterien der Auslobung zu besprechen. Die Arbeiten werden Gruppen aus Fach-, Sachpreisrichtern und Sachverständigen zugeteilt. Ab 17:40 Uhr werden die Einzelbeurteilungen vor den Arbeiten vorgetragen, diskutiert, ergänzt und verabschiedet.

1.9 Einzelbeurteilungen
Arbeit 1441 Die Brücke nimmt die historische Lage des Bahnviadukts auf. Rampenund Treppenanlagen übernehmen an beiden Ufern den Grundriss der historischen Fundamente der Potsdamer Bahn und entwickeln daraus eine monolithische Betonskulptur, die mit einer einfachen Platte über den Kanal spannt. Die Treppenanlagen sind funktional und logisch platziert. Zusätzlich werden am Ufer Verweilbereiche mit Sitzbänken angeboten. Die Lage der Rampen hat jedoch insbesondere an der Flottwellstraße lange Wege zur Folge. Die Rampen sind so ausgeformt, dass eine Einspannung der Brückenplatte realisiert werden und ihre Bauhöhe sehr schlank gehalten werden kann. Die Gestaltung der Brücke ist daher gleichermaßen formal, funktional und konstruktiv einfach und angemessen. Die Herstellung der Betonkonstruktion erfordert jedoch ein Lehrgerüst, was längere Sperrpausen

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für den Schiffverkehr zur Folge hat. Zudem ragen Teile der Rampe in das Schifffahrtsprofil und erfordern zusätzliche bauliche Maßnahmen gegen Schiffsanprall. Arbeit 1446 Auf dem Grundriss und in der Materialität der alten Widerlager erwächst eine Klinkerskulptur in zeitgenössischer Formensprache, die Rampen und Treppen aufnimmt. Die Uferwege nördlich und südlich laufen linear an den Bauwerken entlang, Umwege werden nicht erzwungen. Die landschaftlichen Uferwege und die tektonischen Bauwerke sind klar zu unterscheiden. Die Brücke selbst wird zurückhaltend als einfacher Stahlhohlkasten ausgebildet, Anfang und Ende werden durch markante Lichtstelen betont. Sie sind allerdings nicht angemessen materialisiert. Richtiger Weise sind Brücke und Rampen in der Materialität verschieden. Die aus den historischen Widerlagern abgeleitete Schiefwinkeligkeit der Rampen und Treppen im Grundriss wie in der Ansicht begründet die ebenfalls nicht orthogonale Lage der Brücke über dem Kanal. Südlich münden Treppe und Rampe konsequent am einzig möglichen Übergang, nördlich bieten sich zwei Zugänge nach Osten und Westen. Auf den vier Enden der alten Widerlager laden kleine Podeste zum Aufenthalt ein. Die eigentliche Brücke ist einfach und selbstverständlich, konstruktive Gesten werden vermieden, was der geringen Spannweite angemessen ist. Kostenrahmen wird gut eingehalten. Arbeit 1447 Das Brückenbauwerk legt sich als homogene Figur auf die bestehenden historischen Widerlager und überbrückt den Landwehrkanal orthogonal, auf kürzestem Weg. Rampen und Treppen werden sinnvoll in der Nähe der Überwege und räumlich reizvoll an kleinen Platzaufweitungen angeordnet. Dem Verfasser gelingt eine schlüssige Vereinbarung von Funktion, Konstruktion und Architektur in einer angemessen, zurückhaltenden und zugleich elegant proportionierten Skulptur. Übergangs- und Aufenthaltsbereiche bilden funktional und gestalterisch gleichwertige Komponenten. Aufenthaltsbereiche befinden sich nicht nur auf der Brücke, sondern auch als „Stadtbalkone“ im Bereich der Zugangsbauteile und schaffen so neben unterschiedlichen Ausblicksmöglichkeiten die Verbindung der Elemente Auflager und Brücke. Die Größe dieser Aufenthaltsbereiche sollte hinterfragt werden. Die Steigungsverhältnisse der Rampen müssen überprüft werden. Die Konstruktion des Bauwerks ist der Aufgabe angemessen und klar aus zwei Elementen konzipiert: den monolithischen Auflagern aus Stahlbetontrögen und der dazwischen gespannten Stahlbrücke als Hohlkastenkonstruktion mit schlanken Trägerrostplatten. Die einheitliche Farbwahl der Materialien und ein durchlaufendes Geländer stärken den monolithischen Eindruck des Bauwerks. Die Wahl des dunklen Granits ist im Zusammenhang mit dem historischen Material des Widerlagers und auch im Hinblick auf die Kosteneinhaltung zu überdenken. Die fein gestaltete Untersicht der Brücke ist aus der Konstruktion abge-

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leitet und rundet das Bild der konsequenten und sensibel ausformulierten Arbeit ab. Arbeit 1451 Der Entwurf versucht das Unmögliche, nämlich die Transformation eines historischen Ortes an der Schnittstelle zweier Bewegungsrichtungen und Bedeutungsebenen. An der funktionalen Kreuzung der Nord-Süd gerichteten Fuß- und Radwegen zwischen zwei neuen Parkanlagen und der OstWest-Verkehre auf dem Landwehrkanal und den begleitenden Straßen wird so im Wortsinne keine Brücke, sondern ein neuer großstädtischer Ort über dem Wasser des Kanals gebaut. Die dafür notwendige „Doppelbrückenanlage“ nimmt Bezug auf die historischen, ursprünglich breiteren Eisenbahnbrückenköpfe, die denkmalgerecht saniert werden sollen. Der so entstehende Ort wird nicht wie eine typische Brücke mit Rampen erschlossen, sondern vermittelt eher den Eindruck eines schönen, fast arkadischen Gebäudes. Diese architektonische Idee führt jedoch nicht wie so oft zu dysfunktionalen, verkrampften Erschließungssystemen, sondern zu vier Treppen und einer streng axialen Rampenerschließung. Kritisch sei angemerkt, dass die architektonische Idee auf der Südseite zu einer steilen Rampenneigung und steilen Treppen führt. Die Konstruktion dieses neuen Brückenortes ist mit einfachen Trogbrücken und seitlichen Vierendeelträgern ausgebildet. Über die Angemessenheit der lediglich ornamentalen Form dieser Träger an den Nord- und Südseiten wird in der Jury kontrovers geurteilt. Wenn es gelingt, den Kostenrahmen einzuhalten, entstünde hier ein Brückenhaus mit einer eigenen Note als Ergebnis der Zusammenarbeit von Ingenieuren, Architekten, Gartenarchitekten und Denkmalpflege. Arbeit 1458 Durch die Aufnahme der Parkachse und Wahl des dominierenden Fachwerkträgers wird bewusst der historische Trassenverlauf der Vorgängerbrücken und deren Nutzung als Bahnbrücken dokumentiert. Dies gilt ebenso für die konsequente Thematisierung der alten Widerlagerkonturen durch die Rampenbauwerke. Farbwahl und verwendete Materialien folgen konsequent der Leitidee. Der Aufenthaltsbereich erfüllt mit 2 x 4 m die Anforderungen der Wettbewerbsauslobung. Die Rampen sind mit 2 m Breite zu schmal bemessen und überschreiten die geforderten Neigungen; sie führen zudem zu einem zentralen Eingangspunkt und erfüllen somit nicht den Vernetzungsanspruch eines städtischen Kreuzungsbauwerks. Die Konstruktion ist robust, wenig schwingungsanfällig und lässt einen normalen Unterhaltungsaufwand erwarten. Allerdings ist die Logik der Konstruktion (Kraftfluss und -abtragung) nicht erkennbar. Die Konkurrenz des zentralen Vierendeelträgers zu den Randträgern wird von der Jury kritisch bewertet. Die Montage der Brücke ist mit kurzzeitigen Kanalsperrungen möglich. Arbeit 1463 Die Brücke stellt eine schnelle Verbindung zwischen den beiden Uferbereichen her. Sie bietet mit den zwei getrennten Bereichen die Möglichkeit der schnellen Überquerung, aber auch die des Verweilens. Die Lage der Brücke ist so gewählt, dass kurze Wege entstehen. Im

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Besonderen wird der Zugang von Süden, vom Schöneberger Ufer gelobt. Auf der Nordseite wird die Führung der Fußgänger jedoch bemängelt. Das Herabsteigen auf einer Treppe, um dann wieder aufzusteigen, wird kritisiert. Der Zugang an der Nordseite wird andererseits aufgrund seines Zuganges zur Uferlinie als gut bewertet und die Aufenthaltqualität gewürdigt. Gelobt wird die klare und einfache Konstruktion, die an der Unterseite ablesbar ist. Diese klare Ordnung ist in der Gesamterscheinung der Brücke von oben jedoch nicht durchgehalten worden. Die Gesamterscheinung ist hier eher verwirrend. Insbesondere werden die Beleuchtungsstelen als für eine Brücke unpassend kritisiert. Die Verwendung der unterschiedlichen Belagsmaterialen erscheint nicht schlüssig. Die Konstruktion ist eine Stahlkonstruktion aus Hohlprofilen. Die Konstruktion wird aufgrund der klaren und einfachen Ausführung gelobt und als angemessen gewürdigt. Arbeit 1464 Der Entwurf interpretiert den Tilla-Durieux-Park und den Park auf dem Gleisdreieck als zusammenhängenden Landschaftsraum. Die Brücke mit einem von beiden Parks aus deutlich sichtbarem Dach wird zu einem Gartenpavillon, der einen Aufenthaltsraum über dem Wasser anbietet und gleichzeitig als prägnantes Verbindungselement die beiden Parks nicht nur funktional, sondern auch zeichenhaft miteinander verbindet. Kritisch gesehen wir die Verhältnismäßigkeit der Konstruktion sowie die tatsächliche Qualität der Ausblicke von der Brücke in die beiden Parks, diese scheinen durch die Brüstungen der Rampe verstellt. Fraglich ist auch die Dicke des Holzbelags, die Schwingungsanfälligkeit, die Integration der geforderten Leitungsführung, der Unterhaltungsaufwand der feingliedrigen Konstruktion und die Dachkörperverkleidung mit PTF-Folie. Die Jury würdigt den Ansatz, an dem Ort eine Symbiose aus Architektur, Landschaftsarchitektur und Ingenieurbauwerk zu entwickeln und bedauert die im Detail nicht überzeugende Ausarbeitung. Arbeit 1465 Die Brücke bezieht sich auf die Fluchten des Tilla-Durieux-Parks und setzt dies in Lage und Ausrichtung um. Sie fügt sich so gut in den städtebaulichen Kontext ein. Mit ihren massiven Brückenköpfen aus gelbem Klinker nimmt die Brücke in angemessener Weise Materialität und Dimension der bestehenden Uferlinie auf. Die eigentliche Überspannung des Landwehrkanals ist als Einfeldbrücke mit einem Tragwerk aus Walzträgern belegt mit Holzbohlen vorgesehen und gut ablesbar zwischen die beiden Brückenköpfe eingefügt. Die unaufwändige Konstruktion erscheint in Wahl des Tragwerks und Materials als schlüssig und bildet zusammen mit Brückenköpfen und Rampenbauwerk eine angemessene Intervention am Ort. Weiterhin prägend für den Entwurf sind das recht massiv wirkende Geländer und die vier Leuchtstelen, die Beginn und Ende des frei tragenden Brückenteils markieren. Die Untersicht zeigt offen die Konstruktion und gibt über das Tragwerk Auskunft. Kritisch werden insbesondere die Räume gesehen, die sich zwischen Rampen und Freitreppen ergeben. Gleichfalls werden die Wendepodeste, die als Aussichtsbalkone knapp über den vorhandenen Widerlagern schweben, als ungünstig beurteilt. Sie erscheinen in Ihrer Dominanz und architektonischen Ausformulierung zu bedeutend. Die gewollte handwerkliche Anmutung der Klinkerverblendung ist verbesserungswürdig.

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1.10

Festlegung der Rangfolge und Preise

Nach Verabschiedung der schriftlichen Beurteilungen werden die Arbeiten der engeren Wahl erneut vergleichend diskutiert und bewertet. Herr Prof. Noebel stellt den Antrag, entgegen der in der Auslobung vorgesehen Verteilung von 3 Preisen und 3 Ankäufen, 4 Preise und 2 Ankäufe zu vergeben. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Die Verteilung der Preissummen wird wie folgt festgelegt: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis Ankauf Ankauf 12.000,00 € 7.500,00 € 5.000,00 € 4.000,00 € 2.500,00 € 2.500,00 €

Zunächst wird ein Meinungsbild über die Einteilung der Arbeiten in die Ankauf- und Preisgruppe gemäß der beschlossenen Anzahl von Preisen und Ankäufen erstellt. Zur Rangfolge der verbliebenen 8 Wettbewerbsarbeiten gibt jeder Preisrichter ein Votum ab. Nach eingehender, ausführlicher Diskussion wird über die Rangfolge und die Verteilung der Preise abgestimmt. Es wird folgende Rangfolge festgelegt: für 5 5 3 3 : : : : : gegen 0 0 2 2

1. Rang 2. Rang 3. Rang 4. Rang

Arbeit 1447 Arbeit 1451 Arbeit 1446 Arbeit 1441

Einstimmig werden 2 Arbeiten als gleichwertige Ankäufe ausgezeichnet: Ankauf Ankauf Arbeit 1458 Arbeit 1464

Als Nachrücker werden einstimmig bestimmt: Arbeit 1463 Arbeit 1465

1.11

Empfehlung des Preisgerichtes

Die Jury empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen. Die Hinweise und die Kritik des Preisgerichts, wie sie in der schriftlichen Beurteilung der Arbeit zusammengefasst wurden, sind zu berücksichtigen.

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1.12

Öffnung der Verfasserumschläge

Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der 25 Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen.

1.13

Abschluss der Sitzung

Der Vorsitzende entlastet die Vorprüfung und bedankt sich für die sorgfältige Vorbereitung und bei allen Mitarbeitern für die gute Durchführung des Verfahrens. Er dankt allen Mitgliedern des Preisgerichtes für die engagierte und konstruktive Mitarbeit und gibt mit dem Wunsch nach einer guten Verwirklichung des Projektes den Vorsitz an Herrn Dr. Stimmann zurück. Dieser bedankt sich ebenfalls für die geleistete Arbeit und schließt die Sitzung. Ende der Sitzung Die Sitzung endet um 19:30 Uhr. Das Protokoll wurde von dem Vorsitzenden des Preisgerichts gelesen und genehmigt. Die Wettbewerbsarbeiten werden vorraussichtlich ab Mitte Oktober in den Räumen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Am Köllnischen Park 3, Lichthof, ausgestellt.

1.14

Protokollfreigabe der Preisrichter

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1.15

Anwesenheitsliste

- entschuldigt -

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- entschuldigt -

- entschuldigt -

- entschuldigt -

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vertreten durch Frau Prizkuleit

- entschuldigt -

- entschuldigt -

- anwesend -

vertreten durch Herrn Ostendorf

- anwesend -

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vertreten durch Frau Zimmer

vertreten durch Herrn Kreibich

vertreten durch Herrn Kreibich

vertreten durch Frau Prizkuleit

- entschuldigt -

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1.16

Teilnehmer des Wettbewerbs

Preisträger
1. Preis Arbeit 1447 Tragwerksplaner: Mitarbeit: Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt: Mitarbeit: 2. Preis Arbeit 1451 Tragwerksplaner:

Klähne & Bauchspiess GmbH, Berlin Thomas Klähne Sandra Timmermann, Bernd Löser Max Dudler, Berlin Max Dudler mit Claudia Kruschel Silke Meier zu Evenhausen, Mara Callovi Gruppe F + freiräume, Berlin Dipl. Landschaftsarchitekt BDLA Nikolai Koehler, K. Manke, J. Liehr

Prof. Dr.-Ing. Hilbers Ingenieurgesellschaft mbH, Berlin Dipl.-Ing. Gerald Schulze Hufnagel, Pütz, Rafaelian Architekten, Berlin Harald Fugmann, Berlin Wolfgang Friz, Erik Böker

Architekt: Landschaftsarchitekt: Mitarbeit: 3. Preis Arbeit 1446 Tragwerksplaner:

Konstruktionsgruppe Bauen, Kempten Dipl.-Ing. Nobert Nieder Karl und Probst, München, Dipl.-Ing. (FH) Architekt BDA Ludwig Karl, Carolin Ruckdeschel Werner Franz Landschaftsarchitekten, München, Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt BDLA Werner Franz

Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt:

4. Preis Arbeit 1441 Tragwerksplaner:

Mitarbeit: Architekt:

INGENGNERI PEDRAZZINI sagl, Lugano Dipl. Bau-Ing. ETHZ Andrea Pedrazzini Dipl. Bau-Ing. ETHZ Eugenio Pedrazzini Arch. Dipl. Ladisalo Ricci Dannheimer & Joos Architekten, München, Dipl.-Ing. Architekt Tilmann Joos Dipl.-Ing. Architektin Veronica Dannheimer

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Landschaftsarchitekt:

Keller Landschaftsarchitekten Partnerschaft, München Dipl.-Ing. Franz Damm Prof. Dipl.-Ing. Regine Keller

Ankäufe
Arbeit 1458 Tragwerksplaner: Mitarbeit: Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt: Schmitt Stumpf Frühauf und Partner Ingenieurgesellschaft im Bauwesen mbH, Berlin Dipl.-Ing. Architekt Ommert Architekturbüro Tonon, Berlin Prof. Benedict Tonon, Dipl.-Ing. Architekt Gunnar Wehrhahn Extern Garten- und Landschaftsarchitektur, Berlin Fritz Protzmann, Landschaftsarchitekt

Arbeit 1464 Tragwerksplaner:

Mitarbeit: Architekt:

Ingenieurbüro für Bauwesen Dipl.-Ing. Herbert Fink GmbH, Berlin Dipl.-Ing. Herbert Fink, Dipl.-Ing. Andreas Külich Dipl.-Ing. Andreas Heilig Sauerbruch Hutton GmbH, Berlin Dipl.-Ing. Matthias Sauerbruch Dipl. Ing. Lucas Young Dipl.-Ing. Tian Tian Vogt Landschaftsarchitekten AG, Zürich Günther Vogt, Rita Illien

Mitarbeit: Landschaftsarchitekt:

Nachrücker
Arbeit 1463 Tragwerksplaner: Mitarbeit: Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt: Assmann Beraten + Planen GmbH, Hamburg Dipl.-Ing. Christian Wolff Dipl.-Ing. Henze, Doris Dörschel Architekten Prof. Klaus Sill, Hamburg Prof. Klaus Sill Dipl.-Ing. Jan de Wolff, Dipl.-Ing. Bente Dau Arbos Landschaftsarchitekten, Hamburg Dipl.-Ing. Peter Köster

Arbeit 1465 Tragwerksplaner:

Mitarbeit:

Gregull + Spang Ingenieurgesellschaft für Stahlbau mbH, Berlin Dipl.-Ing. Thomas Gregull, Christian Kaunath, Marion Arnold

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Architekt:

Mitarbeit:

Landschaftsarchitekt: Mitarbeit: Sonderfachleute:

nps tchoban voss GbR architekten BDA A. M. Prasch P. Sigl. S. Tchoban E. Voss, Berlin Dipl.-Ing. Architekt Sergei Tchoban Karsten Waldschmidt, Dirk Hermann, Christoph Mörsdorf, Dorothee Dietz, Hannes Töpper, Valeria Kaschirina Schrickel + Partner, Berlin Dipl.-Ing. Dieter Schrickel, Landschaftsarchitekt Angus Forbes Schlotfeld Licht, Berlin GRI Gesellschaft für Gesamtverkehrsplanung, Regionalisierung und Infrastrukturplanung mbH, Berlin

2. Rundgang
Arbeit 1444 Tragwerksplaner: Planungsgesellschaft Dittrich mbH, München Dipl.-Ing. Werner Dittrich Goldstein Architekten, München Dipl.-Ing. Arch. Hein Goldstein Dipl.-Ing. Arch. Nicole Haas Doris Grabner Landschaftsarchitekten, Freising Dipl.-Ing. Doris Grabner

Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt:

Arbeit 1445 Tragwerksplaner:

IBL Tragwerksplanung, Vaihingen/Enz Prof. Gustl Lachenmann Peter W. Schmidt Architekt BDA, Berlin Dipl.-Ing. Peter W. Schmidt Dipl.-Ing. Kilian Enders, Volker Kunst Karl Bauer Freier Garten- und Landschaftsarchitekt, BDLA, Karlsruhe Dipl.-Ing. Karl Bauer

Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt:

Arbeit 1449 Tragwerksplaner: Mitarbeit: Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt: Mitarbeit:

Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin Dipl.-Ing. Marko Ludwig Martin Strewinski, Anneli Okoroafor, Gunnar Sell, Andrzej Chorazyczewski magma architecture, Berlin Dipl.-Ing. Martin Ostermann Lena Kleinheinz, Dominik Jörg a24_landschaft, Berlin Steffan A. Robel Carole Blessner

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Arbeit 1454 Tragwerksplaner: Mitarbeit: Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt:

INGENIEURGRUPPE BAUEN, Karlsruhe Dipl.-Ing. (FH) Frank Deuchler Dipl.-Ing. Dorothea Rützel M G F Architekten GmbH, Stuttgart Dipl.-Ing. Armin Günster Dipl.-Ing. Jan Kliebe Stötzer ⋅ Neher Landschaftsarchitekten, Sindelfingen Peter Neher, Dipl.-Ing. (FH)

Arbeit 1456 Tragwerksplaner:

Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH Berlin Dr.-Ing. Wolfram Haumer Dipl.-Ing. Gregor Gebert Dipl.-Ing. Architekt (BDA) André Keipke, Rostock

Architekt:

Landschaftsarchitektur: Schirmer-Partner Landschaftsarchitekten BDLA, Berlin Dipl.-Ing. Karsten Krüger Arbeit 1460 Tragwerksplaner: Mitarbeit: Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt:

Fischer + Friedrich Beratende Ingenieure, Stuttgart Jörg Karmaier, Roland Fischer Kaag + Schwarz Architekten BDA, Stuttgart Prof. Werner Kaag, Rudolf Schwarz Markus Brucker stadtlandschaftsarchitektur, Stuttgart Büro Lohrberg

Arbeit 1461 Tragwerksplaner:

Mitarbeit: Architekt: Landschaftsarchitekt: Mitarbeit: Sonderfachleute:

Krebs und Kiefer Beratende Ingenieure für das Bauwesen GmbH , Berlin Dipl.-Ing. Christiane Henning Dipl.-Ing. (FH) Krissan Guske Brigitt Welter Architekten BDA, Berlin Garten- und Landschaftsplanung Hannelore Kossel, Berlin Yves Michelsons-Rolff – 3D Animationen studio dinnebier, Berlin, Mitarbeit MA Daniel Slota (Lichtplanung) Werk 5, Berlin (Modellbau)

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Arbeit 1462 Tragwerksplaner:

Mitarbeit: Architekt:

E.D.IN. s.r.l., Rom Prof. Ing. Fabio Brancaleoni Ing. Marcello Colasanti Ing. Paolo Anfosso, Arch. Flaminia Rossi Francesco Cellini, Rom Prof. Arch. Francesco Cellini, Arch. Jana Kuhnle Extrapaysage, Rom Prof. Arch. Francesco Riccardo Ghio

Landschaftsarchitekt:

1. Rundgang
Arbeit 1442 Tragwerksplaner: Werner Sobeck Ingenieure International GmbH & Co. KG, Stuttgart Prof. Dr. Werner Sobek Prof. Dr. Stephan Engelmann, Dr. Anvar Sadykov Werner Sobek Ingenieure International GmbH & Co. KG, Stuttgart Prof. Dr. Werner Sobek Prof. Dr. Stephan Engelmann, Moritz Heimrath, Lukas Allner WKM Landschaftsarchitekten Weber Klein Maas, Meerbusch Klaus Klein Jan-Hendrik Elter

Mitarbeit: Architekt:

Mitarbeit:

Landschaftsarchitekt:

Mitarbeit: Arbeit 1443 Tragwerksplaner:

Mitarbeit: Architekt:

GSE Ingenieur-Gesellschaft Saar, Enseleit und Partner mbH, Berlin Prof. Dipl.-Ing. Frank Prietz Dipl.-Ing. Sabine Schlosser JTW-Architektur, Berlin Uwe Welp, Christiane Tenbohlen-Welp plancontext Landschaftsarchitektur, Berlin Brzezek, Loderer, Sadtler Kristina Henk

Landschaftsarchitekt: Mitarbeit: Arbeit 1448 Tragwerksplaner:

Eisenloffel . Sattler + Partner, Berlin Prof. Karen Eisenloffel, MSc Henry Ripke Architekten, Berlin Henry Ripke, Dipl.-Ing. Architekt Jörg Strothotte, Christoph Sommer, Marc Heinzel

Architekt: Mitarbeit:

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Landschaftsarchitekt:

LOCODROM Landschaftsarchitekten, Berlin Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt Jörg Michel Thomas Mierzwa, Cottbus (Modellbau)

Sonderfachleute: Arbeit 1450 Tragwerksplaner: Architekt:

Mitarbeit:

Ingenieurbüro für Tragwerksplanung, Rösrath Prof. Dr.-Ing. Ralf Wörzberger Agirbas / Wienstroer Architektur & Stadtplanung, Neuss Ercan Agirbas, Eckehard Wienstroer Frank Eittorf, Nurdan Yakup, Selen Dogan, Undine Schöttelndreyer greenbox, Bochum Hubertus Schäfer 3d Visualisierung Boris Soyka

Landschaftsarchitekt: Sonderfachleute: Arbeit 1452 Tragwerksplaner:

Krone Ingenieurbüro GmbH, Berlin Martin Krone Grüntuch Ernst Architekten, Berlin Almut Ernst, Armand Grüntuch Dominik Wenzel, Olaf Menk, Allessio Fossati Topotek 1 Gesellschaft für Landschaftsarchitekten mbH, Berlin Anna Lundquist, Caroline Liedtke

Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt: Mitarbeit: Arbeit 1453 Tragwerksplaner:

Mitarbeit: Architekt: Mitarbeit: Landschaftsarchitekt: Mitarbeit: Sonderfachleute: Arbeit 1455 Tragwerksplaner:

Ingenieurgemeinschaft Setzpfandt GmbH & Co. KG, Weimar Dr. Setzpafndt Dipl.-Ing. H. Weiß PPL - Planungsgruppe Prof. Laage, Hamburg Prof. Burkhardt Thomas Lange Marcel Adam – Landschaftsarchitekten, Potsdam, Veronika von Bechtolzheim, Katja Schneider hp licht, Weimar, Dipl.-Ing. Hanke (Lichtplanung)

Mitarbeit.

Ingenieurbüro für Bauwesen Prof. Dr. Ing. Polonyi, Köln Stefan Polonyi Mozes Galffy, Rainer Ulm

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Architekt:

Mitarbeit: Landschaftsarchitekt: Mitarbeit: Arbeit 1457 Tragwerksplaner: Mitarbeit:

PASD Feldmeier + Wrede Architekten BDA, Stadtplaner SRL, Hagen Helmut Feldmeier Matthias Schneider, Björn Parge Lill +Sparla Landschaftsarchitekten, Köln Matthias Lill Jutta Wakob, Benjamin Luchterhandt

Architekt: Mitarbeit:

Dr. Schippke + Partner Ingenieure im Bauwesen und Maschinenbau, Hannover Dr.-Ing. Hans-Günther Schippke, Dipl.-Ing. Jens Kögl, Dipl.-Ing. Malte Tosch, Dipl.-Ing. Roland Platzer CPH-Architekten Chlumsky-Peters-HildebrandAss. GmbH, Lübeck Ivan-Peter Chlumsky, Werner Peters, Jürgen Großmann, Jens-Peter Kasbohm Brien-Wessels-Werning Landschaftsarchitekten GmbH, Lübeck Andreas Werning, Anja Starke Edgar Schlaefle, Berlin (Lichtplanung)

Landschaftsarchitekt: Mitarbeit: Sonderfachleute: Arbeit 1459 Tragwerksplaner:

BPR Dr. Bernhard Schäpertöns & Partner, München Dr.-Ing. Bernhard Schapertöns Schultz-Brauns & Reinhart Architekten BDA, München Dipl.-Ing. Otto Schultz-Brauns, Architekt BDA, Dipl.-Ing. Armin Reinhart, Architekt BDA Dipl.-Ing. Georg Stahl, Dipl.-Ing. Ole Mezger, Dipl.-Ing. Christoph Schmidt Adler & Olesch Landschaftsarchitekten BDLA/ SRL und Ingenieure, München Dipl.-Ing. Michael Adler, Landschaftsarchitekt BDLA, Dipl.-Ing. Michael Olesch, Landschaftsarchitekt BDLA Dipl.-Ing. Anja Wetzel, Dipl.-Ing. Stefanie Fiedler, Dipl.-Ing. Bernd Nitschke

Architekt:

Mitarbeit:

Landschaftsarchitekt:

Mitarbeit:

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

27

2. Bericht der Vorprüfung 2.1 Einlieferung der Arbeiten
Abgabetermin Planunterlagen Abgabetermin Modell 22. August 2006 29. August 2006

Es wurden 25 Arbeiten eingereicht. Ein Modell wurde bereits mit den Planunterlagen eingereicht. Die Arbeiten wurden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Brückenstraße 6 entgegengenommen, quittiert und Datum und Uhrzeit sowie Art der Unterlagen in einer Sammelliste notiert. Die Wettbewerbsarbeiten wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, im Flachbau des Finanzamtes Wedding, Osloer Straße 37, transportiert. 24 Wettbewerbsarbeiten gingen in allen Teilen erkennbar termingerecht ein; für eine Arbeit fehlt der Nachweis der fristgerechten Einreichung des Modells.

2.2 Anonymisierung
Die eingegangenen Arbeiten sowie die dazugehörigen Verfassererklärungen und alle sonstigen abgegebenen Unterlagen wurden nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1441 bis 1465 gekennzeichnet. Die Reihenfolge des Eingangs ist aus der Reihenfolge der vergebenen Tarnzahlen nicht erkennbar. In einer angelegten Sammelliste ist die Zuordnung zwischen den Kennzahlen der Verfasser und den Tarnzahlen notiert. Eingangsdatum sowie Art und Zustand der Verpackung wurden erfasst und die Verfassererklärungen unter Verschluss genommen. Beschädigte Modelle wurden, soweit dies möglich war, repariert.

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

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2.3 Vollständigkeit der Arbeiten
Die Vollständigkeit der Arbeiten wurde gemäß Punkt 1.10 der Auslobung geprüft. Das Ergebnis wurde in einer Prüftabelle notiert.

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

Statische Vorberechnung

Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

Detailausschnitt M 1:20

1441 1442 1443 1444 1445 1446 1447 1448 1449 1450 1451 1452 1453 1454 1455 1456 1457 1458 1459 1460 1461 1462 1463 1464 1465 1 2 3 4 5

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x 4 x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x 2 x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x 3 x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x 1 x 1 x x x x x 1 1 x 1/3 x x x x 1 x 1 x x x 1/3 x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x 5

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x x

nicht analog DIN 276 oder nicht vollständig im Prüfplan im Erläuterungsbericht enthalten im Maßstab 1:20 CD kam zerstört an und wurde von den Varfassern anonym nachgereicht

der Präsentationspläne

(Schnitte/Ansichten m. Angabe Material, Farbe, Beleuchtung)

der Leistungen 1 bis 4

Längsschnitt M 1:100

Erläuterungsbericht

Verfassererklärung

(1 Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte)

Grundriss M 1:100

Lageplan M 1:500

mit Nachweis des Schwingungsverhaltens

Baubeschreibung analog DIN 276

Kostenübersicht

Modell M 1:100

.pdf-Dateien

.tif-Dateien

Prüfpläne

CD-ROM

Tarnzahl

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2.4 Vorprüfung
Verfahren Die Vorprüfung wurde vom 24. August 2006 bis zum 6. September 2006 im Flachbau des Finanzamtes Wedding, Osloer Straße 37, durchgeführt. Vorprüfung: - Ulrike Poeverlein, Architektin - Axel Ludolf, Architekt - Eva-Maria Zimmer, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung X, Ingenieurbauwerke - Torsten Nöske, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung X, Ingenieurbauwerke - Jens Kreibich, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung VI, Projektprüfung - Joachim Heinrich, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung VI, Projektprüfung - Irene Oberländer, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung VI, Projektprüfung - Hans-Jürgen Roehl, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung VI, Projektprüfung - Henning Icken, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung I, Projektprüfung Mitarbeiter der Vorprüfung: - Björn Steinhagen, Dipl.-Ing. Architektur - Daniel Müller, Dipl.-Ing. Architektur - Lars Brink, cand. Arch. Koordination: - Nanna Sellin-Eysholdt, Senatsverwalung für Stadtentwicklung, Abteilung II, Wettbewerbe Prüfung der quantitativen Daten Die in der Ausschreibung geforderten Berechnungen wurden von den Teilnehmern nachvollziehbar erbracht. Die Rechenansätze wurden überprüft. Prüfung der qualitativen Daten Die für die Vorprüfung angelegten Prüfkriterien sind aus den in der Auslobung unter 3.8 benannten Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten abgeleitet und durch die Vorprüfer/innen in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen überprüft worden. Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wieder:

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

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Leitidee Städtebau und Gestaltung - Einbindung in das Umfeld - Anbindung an die Straßen- und Uferbereiche - Gestalterische Ausarbeitung - Korrespondenz Material und Konstruktion - Beleuchtungskonzept - Ausstattungsdetails Funktionen - Benutzbarkeit - Aufenthaltsqualität - Zu- und Aufgänge - Behindertengerechtigkeit Konstruktion - Gesamtkonstruktion/Statisches System - Konstruktive Details - Schwingungsverhalten - Temperaturverhalten/Temperaturanfälligkeit - Montage Realisierbarkeit - Einhaltung der technischen Vorgaben - Technische Infrastruktur - Zugänglichkeit der tragenden Bauteile - Korrosionsschutz - Erhaltungsaufwand/Unterhaltung - Baukosten Einbeziehung der Sachverständigen Im Rahmen der Vorprüfung hatten die Sachverständigen die Gelegenheit, die Wettbewerbsarbeiten zu begutachten. Folgende Sachverständige haben die Arbeiten begutachtet: - Heike Meiser, Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin - Helma Pritzkuleit, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Grünflächen- und Freiraumplanung - Bernd Samson, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Amt für Umwelt und Natur - Gabriele Zill, Bezirksamt Mitte, Amt für Planen und Genehmigen - Guido Schmitz, Bezirksamt Mitte, Untere Denkmalschutzbehörde - Siegfried Dittrich, Bezirksamt Mitte, Straßen- und Grünflächenamt - Sabine Menger, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Koordinierungsstelle für barrierefreies Bauen

Berlin, den 12. September 2006

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

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Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

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2.5 Übersichtstabelle

1441

Kostenrahmen wird gut eingehalten

1442

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1443

Kostenrahmen wird eingehalten

1444

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1445

Kostenrahmen wird ausgeschöpft

1446

Kostenrahmen wird gut eingehalten geringes Risiko der Kostenerhöhung

1447

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1448

Kostenrahmen wird ausgeschöpft

1449

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1450

Kostenrahmen wird überschritten

1451

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1452

Kostenrahmen wird ausgeschöpft

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

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1453

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1454

Kostenrahmen wird ausgeschöpft

1455

Kostenrahmen wird eingehalten

1456

Kostenrahmen wird ausgeschöpft

1457

Kostenrahmen wird gut eingehalten

1458

Kostenrahmen wird eingehalten

1459

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1460

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1461

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1462

Kostenrahmen wird ausgeschöpft

1463

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1464

Kostenrahmen wird ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

1465

Kostenrahmen wird weit ausgeschöpft Risiko der Kostenerhöhung

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

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Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

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2.6 Einzelberichte der Arbeiten 1441 bis 1465
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf einer Doppelseite dargestellt. Die Abbildungen auf der linken Seite umfassen Modellfoto, Lageplan, Grundrissplan und Brückenquerschnitt sowie je eine Skizze zur Konstruktion und zur Grundrissfigur. Der Textteil auf der rechten Seite enthält die Ergebnisse der qualitativen Prüfung nach dem oben dargestellten Kriterienkatalog. Die Leitidee der Verfasser wird hier sinngemäß wiedergegeben.

INGEGNERI PEDRAZZINI, Lugano | Dannheimer & Joos, München | Keller Landschaftsarchitekten, München | 4.Preis

1441

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1441

Leitidee Die neue Fuß- und Radwegbrücke nimmt die historische Lage des Bahnviadukts auf und stellt so die optische und bauliche Verbindung zwischen dem Tilla-Durieux-Park und dem künftigen Park am Gleisdreieck auf. Städtebau und Freiraumplanung - Dem Entwurfsgedanken einer klaren und einfachen Struktur folgend spannt die Brücke als gerade Platte zwischen den Erschließungsbauwerken, die als Widerlager dienen. - Der Zugang zur Brücke erfolgt am Schöneberger Ufer im Bereich der Ampelanlage über eine einläufige Treppenanlage. Etwa 25 m östlich des Übergangs erschließt eine zweiläufige Rampenanlage die Brücke. Am Reichpietschufer führt eine einläufige Treppe in Richtung Linkstraße, eine einläufige Rampe Richtung Osten. - Die Uferbereiche werden nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Im Bereich der Rampen weiten sich die Gehwege auf, von den Treppenbzw. Rampenpodesten führen Treppen auf die historischen Brückenfundamente. Gestaltung - Die Brücke versteht sich als solides, robustes Bauwerk. Die Wände der Erschließungsbauwerke und die Untersicht der Brücke werden in Sichtbeton ausgeführt. Für die Treppenstufen werden Sichtbetonfertigteile verwendet. Als Belag für Brücke und Rampen ist Gussasphalt vorgesehen. Die Wege entlang dem Kanal und die Übergänge zu den Rampen werden in Bernburger Mosaik ausgeführt. - Am Schöneberger Ufer erhält das Rampenbauwerk einen großzügigen Ausschnitt, der den Blick auf den Kanal freigibt. - Die Geländer von Brücke und Rampen werden einheitlich aus Flachstahlbändern mit Füllungen aus Vierkantstäben gestaltet. Die Anordnung der Stäbe erzeugt durch Überlagerungen einen „vibrierenden“ Ausdruck. - Die Beleuchtung der Gehwegflächen erfolgt über in die Handläufe integrierte Leuchtdioden-Scheinwerfer, Wände und Untersichten der Rampen und Brücke werden durch Einbauleuchten in Boden bzw. Decke angestrahlt. Funktionen - Im Bereich der historischen Widerlager werden, durch die Rampenbauwerke vor Verkehrslärm geschützte, Verweilbereiche am Wasser mit Sitzbänken angeboten. Die Einrichtung einer Anlege-

stelle für Ausflugsreedereien wäre hier möglich. - Die Treppenanlagen sind funktional und logisch platziert. Die Anordnung der Rampenanlage am Südufer führt zu langen Wegen, die Rampenlängen sind geringfügig unterschritten. Konstruktion - Die Brücke bildet eine schiefwinklige Spannbetonplatte, die am südlichen Widerlager eingespannt und über dem nördlichen schwimmend gelagert wird. - Die Stützweite beträgt ca. 30 m, die Brückenbreite 5,50 m, die Konstruktionshöhe der Spannbetonplatte 45 cm. - Die Rampenkonstruktionen (Tröge und Rahmen) sind aus Stahlbeton mit Wanddicken von 20 cm vorgesehen. - Schwingungen und Temperaturbeanspruchung sind unproblematisch. - Eine Montage der Brücke ist wegen der massiven Spannbetonplatte nicht möglich. Für ein Lehrgerüst sind längere Einschränkungen im Schiffverkehr erforderlich. Realisierbarkeit - Die Podeste der Treppen und Rampen ragen in das Schifffahrtsprofil. - Robuste unterhaltungsarme Konstruktion. Die Stahlbetonkonstruktion der Rampen ist in der Herstellung sehr aufwendig und mit 20 cm Wanddicke zu filigran, um die Bewehrung einstellen zu können - Die Beleuchtung in den Laufflächen und Handläufen ist durch Vandalismus gefährdet. - Der Kostenrahmen wird gut eingehalten. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Werner Sobeck, Stuttgart | Werner Sobeck, Stuttgart | Weber Klein Maas, Meerbusch | 1. Rundgang

1442
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1442

Leitidee Über ein prägnantes Erscheinungsbild werden der Tilla-Durieux-Park und der Park auf dem Gleisdreieck optisch miteinander verbunden. Städtebau und Freiraumplanung - Mit dem Brückentypus einer Schrägseilbrücke wird der Brückenschlag räumlich sichtbar gemacht. Alle Brückenteile werden mit schlanker Ansichtskante vom Ufer abgesetzt. Die Brückenplatte ist aufgeständert und abgehängt. - Die Brückenachse liegt parallel zur Parkachse. Die Erschließungselemente sind geringfügig zur Uferlinie gedreht. - Z-förmige Grundrissfigur, Brückenkörper beschreibt ein Parallelogramm. - Am Schöneberger Ufer befindet die Treppe auf der westlichen Brückenseite. Die Rampe ist zweiläufig ausgebildet mit kurzer Anbindung an den Fußgänger Übergang/Flottwellstraße. Am Reichpietschufer ist die Treppe an der östlichen Brückenseite vorgesehen, die einläufige Rampe ist westlich angedockt, auf halben Weg zur Linkstraße. - Die bestehenden Brückenwiderlager werden nur im Bereich der Pylonablastung genützt. Ansonsten werden als Aussichtsplattform genutzt. - Der gesamte Uferbereich soll in seiner Spontanvegetation erhalten werden als bewusster Gegensatz zu den gestalteten Parkanlagen. - Zum Schutz vor den Uferstraßen werden 1,2 m hohe Weißdornhecken gepflanzt. Gestaltung - Die Brücke besteht aus schwebend angeordneten Brücken- und Rampenplatten. Zwei wechselseitig diagonal versetzten Pylone inszenieren mit ihrer Schrägseilabspannung ein expressives Erscheinungsbild. - Die StB-Brückenplatte ist gelenkig mit den V-förmig aufgeständerten Rampenplatten verbunden. - Die Geländerkonstruktion bestehet aus filigranen Stahlrundrohren, ausgefacht mit gespanntem Maschendraht. - Die Beleuchtung ist in die Pylonköpfe integriert. Die Lichtlinien verlaufen entlang der Schrägseile und betonen sie somit bei Dunkelheit. - Für den Belag wird ein kunststoffmodifizierter Dünnbelag verwendet. Funktionen - Die Brücke ist ca. 5,2 m zwischen den und sieht Aufenthaltsbereiche vor. - Durch die Stellung der Pylone wird ein vom

Durchgangbetrieb ungestörter Bereich entlang der Brückengeländer erzeugt. - Die Rampen weisen keine Zwischenpodeste auf. Die empfohlene Rampenbreite von 3 m ist durch die Trapezform geringfügig unterschritten. Konstruktion - Oben liegendes Tragwerk, Stützweite 30 m, Betonplatte h = 30 cm. - Pylone sind als Stahlhohlkasten mit unterschiedlichen Querschnitten ausgebildet. - Keine Angaben über Fugenkonstruktionen, Stützendetails. - Die Brücke wird über Quergefälle entwässert, im Rampenbereich wird das Wasser über Rinnen gesammelt. - Über Brückenmontage keine Angaben. Für die Herstellung der Betonplatte ist ein Lehrgerüst erforderlich und damit sind Sperrungen des Wasserweges über längere Zeit erforderlich. - Mit 3,7 m lichter Höhe zum BWO ist eine Toleranz für die Verformung der Brücke unter maximaler Verkehrlast bedacht. - Brücke und Rampen sind sehr schwingungsanfällig. Realisierbarkeit - Die geforderten acht Kabelschutzrohre können nicht in die Betonplatten eingebaut werden. - Die Betonplatten haben einen geringen Unterhaltungsaufwand sind aber mit 30 cm zu schlank. - Der Freiraum unter den Rampen führt zu „Schmutzecken“. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Es besteht jedoch ein Kostenrisiko bzgl. statisch bedingter konstruktiver Änderungen insbesondere hinsichtlich der Gründung (Rückverankerung der Pylone) sowie eventuelle Schwingungsprobleme.

Saar, Enseleit und Partner, Berlin | JTW-Architektur, Berlin | plancontext, Berlin | 1. Rundgang

1443
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1443

Leitidee Die Architektur der Brücke will einen Ort in der klassisch-romantischen Berliner Bautradition schaffen. Ihre Lage markiert den Schnittpunkt der Blickachsen und unterstreicht die Zugehörigkeit der Brücke zu den Parkanlagen. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke überspannt als Fachwerkbrücke den Landwehrkanal in der Längsachse des TillaDurieux-Parks. Die Konstruktion ragt etwa 5 m über die Uferkante des Kanals und ist von beiden Parkseiten aus sichtbar. - Am Schöneberger Ufer erschließt eine zweiläufige Rampe westlich des Übergangs an der Ampelanlage Flottwellstraße, östlich wird die Brücke über zwei seitlich angeordnete Treppen erschlossen, am Reichpietschufer führt eine zweiläufige Rampe Richtung Westen, zwei seitlich angeordnete Treppen erschließen den Gehwegbereich. - Die Uferbereiche werden denkmalgerecht wieder hergestellt. Die Baumreihen werden vervollständigt und nur im Bereich der Brücke als „Tor“ unterbrochen. Die Grünanlagen werden vom Wildwuchs befreit und als Wiese gestaltet. Gestaltung - Die Gestaltung der Brücke soll eine Interpretation des Themas Gartenpavillon sein. Das Rahmenwerk des Vierendeel-Trägers ist auch Arkade. Das Pergoladach aus Stahlprofilen unterstreicht das Pavillonthema. - Die Stahlkonstruktion der Brücke wird in einem hellen Ocker-Grau-Ton gestrichen. Die Widerlager stehen als schwere, steinerne Bauwerke im Kontrast zur Architektur der Brücke. Sie werden als Stahlbetonkonstruktionen auf die vorhandenen Fundamente aufgesetzt und mit Klinkermauerwerk verblendet. Die Verblendmauern werden in Farbton und Helligkeit an die bestehenden Klinkermauern angepasst. Die Umwehrungen werden als Klinkermauern mit aufgesetztem Betonwerkstein ausgebildet. - Das Brückengeländer wird als Ballustrade mit kräftigen Vertikalstäben ausgebildet und mit einem Handlauf aus Eichenbohlen versehen. Als Gehwegbelag werden ebenfalls Eichenbohlen vorgeschlagen. - Leuchten beiderseits der Arkade sollen für stimmungsvolles Licht sorgen.

Funktionen - „Die Architektur des Tragwerks schafft einen Raum mit menschlichem Maßstab und Aufenthaltsqualität.“ - Die Treppen sind funktional und gut auffindbar platziert, die zweiläufige Rampe verspringt im Zwischenpodest in ihrem Verlauf und stört dadurch den Bewegungsfluss. Konstruktion - Die Fachwerkbrücke ist als Vierendeel-Trägerkonstruktion ausgebildet mit einer Stützweite von 24,30 m und einer Brückenbreite von 5 m. Die Bauhöhe des Fachwerks beträgt 5 m, die Bauhöhe der Bodenplatte 40 cm. - Die Fachwerkstäbe sind aus geschweißten Hohlkästen. Die kompakten Stahlgeländer, ebenfalls Vierendeel-Träger, werden zur Aussteifung mit herangezogen. - Die Laufebene wird durch Längsträger im Abstand von 1,25 m und Querträgern im Raster der vertikalen Streben ausgesteift. - Die Lagerung des Fachwerks erfolgt unter den vier vertikalen Eckstreben und verhindert durch seine Verschieblichkeit Zwängungen aus Temperaturbeanspruchung. - Die Konstruktion ist gut durchgebildet und die Tragwirkung statisch nachgewiesen. Der Holzbohlenbelag ist zu schlank und führt zu Verziehungen. Das Geländer ist nur mit 1,0 m Höhe angegeben. Realisierbarkeit - Das Fachwerk ist robust, der Unterhaltungsaufwand erhöht. - Der Kostenrahmen wird eingehalten. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Planungsgesellschaft Dittrich, München | Goldstein Architekten, München | Doris Grabner, Freising | 2. Rundgang

1444

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1444

Leitidee Wie ein Tisch wird der eigentliche Brückenkörper auf die Sicht- und Verbindungsachse der beiden Parkanlagen als verbindendes Element gelegt. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke zeigt sich durch die Stirnseiten des „Tisches“ - Programmatische Aufnahme der Grünachse mit strenger geometrischer Anordnung sämtlicher Brückenteile und Bereiche. - U-Form als Grundrissfigur, der Brückenkörper bildet ein Parallelogramm. - Am Schöneberger Ufer läuft die Treppe parallel zum Ufer auf der Ostseite der Brücke, auf der Westseite anschließend eine zweiläufige Rampe. Am Reichpietschufer ist die Treppenausbildung die gespiegelte Situation der Südseite. Die Rampe ist einläufig in Richtung Linkstraße ausgebildet. - Auf beiden Uferseiten werden die Treppenantritte, bzw. Rampenstartpunkte zu großen Vorplätzen ergänzt. In diese münden die jeweiligen FußRadwege und Grünstreifen. Beide Vorplätze werden mit Bernburger Mosaik belegt. Die Straßenübergänge liegen auf der Grünachse. Aussichtsterrasse am Schönberger Ufer reaktiviert. Gestaltung - Bewusst reduzierte Formensprache und Materialwahl: Beton – Holz – Edelstahl. - Die Anordnung der Rampen- und Treppenanlagen folgt diesem Prinzip. - Für die Brückenbeleuchtung werden Einbauleuchten in den Sitzbänken vorgeschlagen. Eine Effektbeleuchtung (LED) unter der Brücke beleuchtet (in blau) Edelstahlplatten welche die Untersicht kaschieren. - Für die Bodenoberflächen wird im Aufenthaltsbereich, sowie für die Treppen (Trittstufen) und Rampen Eichenbohlen verwendet. Die restliche Bewegungsflächen auf der Brücke und das südliche Zwischenpodest werden (Konstruktionsbeton) sandgestrahlt und mit Hartkorneinstreuungen versehen. - Das Geländer ist eine Pfostenkonstruktion: Handlauf in Edelstahl und ausgefacht durch horizontal gespannte Stahlseile. Funktionen - Auf der südlichen Seite wird der Unterbau für einen Kiosk genutzt. - Es besteht eine hohe Aufenthaltsqualität durch den exakt umrissenen Aufenthaltsbereich (Fußgänger-

und Radwege sind kreuzungsfrei). - Die Rampenanlagen entsprechen den Anforderungen, Zwischenpodeste fehlen. - Bedingte Behindertengerechtigkeit. Konstruktion - Schiefwinklige Einfeldbrücke, die als kompakte Spannbetonplatte mit einer Bauhöhe von 1 m in Längsrichtung beidseitig auskragt. - Die Rampen werden auf den bestehenden Widerlagern als Stahlbetonkonstruktion errichtet. - Es wurden im Entwurf keine Angaben über die Lagerung der Brücken, Fugenkonstruktionen, Widerlageraufbau und Entwässerung gemacht. - Die kurze auskragende Platte hat an den Enden erhebliche vertikale Verformungen, sodass die Fugen nicht dauerhaft dicht sind. - Die Brücke ist vor Ort nur mittels eines Lehrgerüstes zu errichten. Damit sind Einschränkungen im Schiffsverkehr verbunden. Realisierbarkeit - Die bestehende Widerlager- und Uferlinienkonturen werden durch die Lage der Vorplätze und Rampen überschritten. - Die Fremdnutzung des Widerlagers als Kiosk wird von der Unterhaltung als problematisch angesehen und ist vom Auslober nicht erwünscht. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht hinsichtlich erforderlicher statischer und konstruktiver Änderungen.

IBL Tragwerksplanung, Vaihingen/Enz | Peter W. Schmidt, Berlin | Karl Bauer, Karlsruhe | 2. Rundgang

1445
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1445

Leitidee Die beiden linearen Parks werden durch eine geschwungene 180-Grad Kurve verknüpft. „Wie eine Abzweigung trennt sich die Brücke von den historischen Uferwegen und führt den Überquerenden in einer bewusst inszenierenden fließenden Bewegung über den Landwehrkanal. Städtebau und Freiraumplanung - Der Landwehrkanal wird durch einen nach Südosten ansteigenden, symmetrisch zur Kanalachse angeordneten U-Turn überbrückt. Die geschwungene Form der Brücke mit der auskragenden Plattform ragt über die Uferkante des Kanals und ist von beiden Parkseiten aus sichtbar. - Am Südufer startet die Rampe westlich des Übergangs an der Ampelanlage Flottwellstraße, am Reichpietschufer führt die Rampe Richtung Linkstraße. Treppen sind nicht vorgesehen. - Entlang des Reichpietschufers soll eine durchgehende denkmalgerechte Wiederherstellung der Gehwege und Uferbereiche erfolgen. Die vorhandenen Bäume am Schöneberger Ufer werden erhalten und durch sechs Neupflanzungen zur Betonung der Linearität ergänzt. Geh- und Fahrradweg werden bis zur George-C.-MarshallBrücke verlängert. Fuß- und Radwege sollen beidseitig von Bewuchs begleitet werden. Gestaltung - Die Brücke ist eine geschlossene, 50 cm starke Stahlkonstruktion, die nach außen das Bild einer homogenen, auf zwei auskragenden Betonträgern balancierenden Stahlplatte erzeugen soll. - Die Widerlager der neuen Brücke werden als massive, vorgespannte Fertigbetonbauteile mit Kragarmen aus Spannbeton konzipiert, die auf den bestehenden Widerlagern platziert sind. - Als Materialien für die tragenden Elemente der Brücke werden Sichtbeton und anthrazitfarbener Stahl gewählt. Die abgeschrägten Außenkanten der Stahlkonstruktion sorgen für eine filigrane Wirkung. - Der Bodenbelag aus RHD (Reaktionsharzdünnbelag) unterstützt die homogene Wirkung der Brücke und bietet bei geringer Aufbauhöhe gute Rutschfestigkeit. - Am Kehrenende weitet sich die Brücke auf 8,50 m auf. Hier werden Sitzrondelle aus transluzentem, glasfaserverstärktem Kunststoff angeordnet. - Die Brücke erhält unterhalb der Geländer eine lineare Beleuchtung (LEDs oder Neonröhren), die den Schwung der Brücke bei Nacht betonen. Die Eingänge auf die Rampenwege werden

durch Stelen mit beleuchteten Kuben betont. Die Sitzrondelle werden von innen beleuchtet. - Die Brückengeländer werden als Stahlgeländer mit horizontaler Gliederung geplant. Den oberen Abschluss bildet ein Vollholzhandlauf. Funktionen - Zusätzliche Angebote zum Aufenthalt stellen die Sitzrondelle dar. - Die Rampen sind symmetrisch angeordnet, Rampenlängen mit entsprechenden Podesten sind eingehalten. Am Südufer entsteht ein Höhensprung von ca. 50 cm, der im Gehwegbereich verzogen werden muss. Konstruktion - Die Konstruktion besteht aus einem 50 cm hohen Stahlhohlkasten, welcher entlang beider Ufer jeweils durch einen Spannbetonbalken unterstützt wird. Die Verankerung der Konstruktion erfolgt auf jeder Seite durch vier Zuganker, welche über der 10 m tiefer liegenden Bahntrasse eingebracht werden. Die Breite variiert von anfangs 3,60 m bis 8,50 m. - Die Ausführung als „Dehnungsbogen“ erlaubt den Verzicht auf komplizierte Übergangskonstruktionen und Verformungslager. Dafür ist die feste Verbindung zwischen Überbau, Unterstützungsbalken und Rückverankerung durch Zuganker von tragender Bedeutung. - Es ist mit einem ungünstigen Schwingungsverhalten (Wippen des Bogenmittelteils) zu rechnen. Realisierbarkeit - Der nördliche Kragarm ragt in das Schifffahrtsprofil. - Die Qualität der konstruktiven Ausbildung ist von entscheidender Bedeutung für den Unterhaltungsaufwand. - Die im Handlauf integrierte Beleuchtung und die Sitzrondelle sind durch Vandalismus gefährdet. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Konstruktionsgruppe Bauen, Kempten | Karl und Probst, München | Werner Franz, München | 3.Preis

1446
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1446

Leitidee Die Treppen- und Rampenanlagen übernehmen die Material- und Formensprache der Uferbefestigung und werden dadurch zum Teil des Ganzen. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke will mit massiven hochgezogenen Uferbauwerken und vier paarweise gesetzte Lichtstelen stadträumliche Präsenz erzeugen. Sie quert den Kanal orthogonal. - Die Grundrissfigur zeigt eine Z-Kontur, der Brückenkörper bildet ein Parallelogramm. - Am Schöneberger Ufer ist die Treppe auf die Westseite der Brücke gesetzt. Die Vorderkante fluchtet mit der östlich platzierten zweiläufigen Rampe. Dadurch wird eine klare Eingangssituation erzielt. Am Reichpietschufer schließt die Treppe an der Ostseite an, die Rampeverläuft in Richtung Linkstraße. Es entstehen zwei Zugänge. - Die Uferzonen werden in der Vegetation ergänzt, die bestehenden Pflasterungen, wo notendig, erneuert. Gestaltung - Die Erschließungselemente bestimmen das Erscheinungsbild. - Der Brückenkörper ist ein schlanker, zurückhaltend ausgebildeter, ebener Hohlkasten (grau gestrichen) mit glatter Unterseite. - Diesem Prinzip folgen alle weiteren Gestaltungsmerkmale. - Die Rampen- und Treppenwände sind mit rotbraunem Klinker belegt. - Bei der Materialwahl wird auf wenige, robuste und gut alternde Materialien Wert gelegt. - Die vier Lichtstelen beleuchten die Brücke. - Das Mehrfachholmgeländer besteht aus einem Flachstahlquerschnitt für den Handlauf und Rundstäben für die Ausfachung. - Der Belag der Brücke ist ein Beschichtungssystem, die Rampenanlagen werden mit Splitbelag bzw. mit Steinmosaik belegt. Funktionen - Überbreite Zwischenpodeste und ein breiter Brückenkörper von 5 m sollen die Möglichkeit zum Verweilen bieten. - Die Zu- und Abgänge sind auf kürzestem Weg zu den Übergängen platziert. - Die Zwischenpodeste sind nicht alle 6 m gesetzt, dadurch bedingte Behindertengerechtigkeit.

Konstruktion - Das Tragwerk wird von einem luftdicht verschweißten über die ganze Brückenbreite reichenden Hohlkasten gebildet, Konstruktionshöhe: 50 cm - Der Stahlhohlkasten ist einseitig im Widerlager eingespannt und am anderen Ende frei beweglich auf 2 Elastomerlagern abgesetzt. - Die Widerlager und Rampen werden aus Stahlbeton konstruiert, die Zwischenräume verfüllt. - Die Geländerhöhe beträgt nur 1m und ist so nur für Fußgänger ausgelegt. - Eine Übergangskonstruktion, keine Angaben über Entwässerung und Überhöhung der Brücke angegeben. - Durch Einspannung schwingungsarm. - Einfache Montage. Realisierbarkeit - Unterhaltungsarme, einfache und funktionale Konstruktion. - Der Kostenrahmen wird gut eingehalten. Ein geringes Risiko der Kostenerhöhung besteht hinsichtlich der Materialwahl für die Verklinkerung.

Klähne & Bauchspiess, Berlin | Max Dudler, Berlin | Gruppe F + freiräume, Berlin | 1.Preis

1447
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1447

Leitidee Das neue Brückenbauwerk wird aus drei Elementen gebildet: den beiden monolithischen Zugangsbauwerken an Süd- und Nordufer und der dazwischen gespannten Brücke als Verbindungselement. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke überspannt den Landwehrkanal als schlanker Balken auf kürzestem Weg orthogonal zum Wasserlauf. - Das obenliegenden Tragwerk, ein Hohlkastenträger, gliedert die Brücke in zwei Bereiche und dient als Sockel für eine Sitzbank. - Die beiden Zugangsbauwerke werden aus den bestehenden Brückenfundamenten entwickelt und als klar ablesbare, monolithische Baukörper spiegelsymmetrisch zur Brücke angeordnet. - Am Schöneberger Ufer erschließt im Bereich der Ampelanlage an der Flottwellstraße eine einläufige Treppen und weiter östlich eine zweiläufige Rampe die Brücke. Am Reichpietschufer führen Treppen und Rampe Richtung Westen. - Die Zugangsbauwerke markieren den Anfangsund Endpunkt der Brücke. - Die Konzeption der Stadtbalkone auf den alten Widerlagern wird in der Gestaltung der angrenzenden Uferbereiche weitergeführt. Entlang der Ufer wird der Gehweg auf 4 m aufgeweitet und mit Bernburger Mosaik gepflastert. Erhaltenswerte Bäume entlang der Ufer werden durch Neupflanzungen ergänzt. Im Bereich der Brücke sind keine Bäume vorgesehen. Gestaltung - Die Brücke ist als schlanke Stahlkonstruktion mit obenliegendem, mittig angeordnetem Hauptträger aus Hohlkastenprofil geplant. - Die Quer- und Längsrippen bilden in der Untersicht eine „feingliedrige“ Kasettierung. - Es wird ein aufeinander abgestimmtes Farbkonzept vorgeschlagen. Die Stahlkonstruktion der Brücke erhält einen dunklen Eisenglimmerton, als Brückenbelag wird Asphalt vorgesehen. Die beiden Zugangsbauwerke werden betoniert, sichtbare Flächen mit dunklem Granit verkleidet. - Brücke, Treppen und Rampen erhalten ein einheitliches Stahlstaketengeländer als verbindendes Element. - Der Hauptträger in Brückenmitte dient als Sockel für eine hölzerne Sitzbank. Unterhalb der Sitzfläche wird ein zurückgesetztes Lichtband eingelassen.

Die Sitzbänke auf den Aussichtsplattformen der Treppenpodeste und am Ufer erhalten optisch gleiche Sitzelemente. Funktionen - Die Brückenbreite beträgt beiderseits der Sitzbank 2,50 m. - Zusätzliche Angebote stellen die Sitzbänke auf der Brücke, den Podesten und entlang des Ufers dar. - Die Treppen sind funktional und gut auffindbar platziert, die Rampe am Südufer weist eine Neigung von 7,1 % auf, Zwischenpodeste sind nicht vorgesehen. Konstruktion - Das Stahltragwerk wird von einem geschweißten Hohlkasten gebildet, an den beidseitig Trägerrostplatten von 2,50 m Breite angehangen werden, die mit einem Deckblech überzogen sind. Die Stützweite beträgt 18,70 m; die Brückenbreite 5,90 m. Die Brücke ist in die Widerlager eingespannt. - Der Hohlkasten ist 90 cm breit und 65 cm hoch. Die seitlichen Stahlplatten sind längs im Abstand von 60 cm und quer im Abstand von 40 cm ausgesteift. - Die Widerlager in Rampen sind aus Stahlbetontrögen. Die Hohl- und Zwischenräume werden mit Magerbeton verfüllt. Realisierbarkeit - Die Leitungsführung ist sehr aufwendig. - Hoher Unterhaltungsaufwand durch feinteilige Stahlkonstruktion. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein möglicher Unsicherheitsfaktor ist die Materialwahl der Natursteinverkleidung.

Eisenloffel . Sattler + Partner, Berlin | Henry Ripke, Berlin | LOCODROM, Berlin | 1. Rundgang

1448
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1448

Leitidee Zitat: Die Leitidee der Brücke wird bestimmt durch die städtebauliche Geste und die Funktionalität (U-Turn). Städtebau und Freiraumplanung - Die dynamische Keilfigur schiebt sich in die Sichtachse der Parkanlagen. - Der Brückensteg liegt parallel zur Parkachse. Die Grundrissfigur bildet eine U-Kontur. Die U-Schenkel folgen dem Uferverlauf. - Sowohl am Schöneberger Ufer wie am Reichpietschufer wird die Brücke über die Rampen erschlossen. - Die Rampen starten an den geforderten Übergängen der Uferstraßen. - Ehemaliges Brückenauflager der Augusta-Brücke wird zur Aussichtsterrasse umgestaltet. Gestaltung - Das südliche Ende der Erdskulptur vom TillaDurieux-Park wird spiegelverkehrt über den Kanal gelegt. - Monolithische Einheit von Rampen- und Brückenkörper. - Das Hohlkastenprofil, Primärträger der Tragkonstruktion/Brücke, wird als massives Bauteil an der Schenkelinnenseite herum gezogen. - Im Bereich des Brückenstegs kragt die Brückenplatte als konstruktive Einheit aus, im Bereich der Rampen gibt es eine massive, zurückgesetzte Scheibe zur Unterstützung, mit schräger Stirnseite. - Die StB-Hohlkästen wie alle übrigen Betonflächen sind als weißer Sichtbeton ausgeführt. - Die Innenflächen, Gehplatte und aufgehende Wand (Hohlkasten) sind mit farbigem Asphalt beschichtet. - Ebenso die Sitzbank, die sich über den gesamten Stegbereich erstreckt. - LED-Leuchtbänder unterhalb des Handlaufes sowie unmittelbar über der Sitzbankoberkante beleuchten die Brücke umlaufend. - Das Geländer (zur Wasserseite der Hohlkasten selbst) auf der Kante der Kragplatte und im Rampenbereich ist mit Aufsatzpfosten verankert. Dicht an dicht, horizontal geführte Rundstäbe fachen das Geländer aus. Funktionen - Die Aufenthaltsqualität ist durch die lichte Breite von 3,5 m im Brückenbereich und 2,7 m im Rampenbereich eingeschränkt.

- An den Eckpunkten entstehen kanzelartige Bereiche mit weiter Aussicht. - Durch fehlende Treppen entstehen weite Wege. Konstruktion - Das Tragwerk bildet ein eingespannter einseitiger Stahlbetonhohlkasten mit Kragplatte. - Stützweite: 27,5 m; Brückenbreite: 4,1 m, Hohlkastenhöhe: 1,3 m. - Keine Lager- und Übergangskonstruktion durch Einspannung. - Die ergänzenden Konstruktionen im Widerlager und Rampenbereich sind ebenfalls aus Stahlbeton. - Die Entwässerung soll über Quer- und Längsgefälle erfolgen. - Der Hohlkastenträger soll vorgefertigt und eingehoben werden. - Die auskragende Platte wird monolithisch vor Ort hergestellt, dies bedeutet längere Sperrung des Schiffverkehrs, sie ist zu filigran entworfen (ZTVIng. nicht eingehalten). Realisierbarkeit - Bei Benutzung der Sitzbank wird der Fußgängerund Radbewegungsraum zusätzlich eingeengt. - Die Sitzbank an der Innenseite des Hohlkastens kann einen Leitereffekt erzeugen. Dies müsste durch geeignete Maßnahmen unterbunden werden. - Die Beleuchtung im Handlauf und über der Sitzbank ist nicht vandalismussicher platziert. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Happold Ingenieurbüro, Berlin | magma architecture, Berlin | a24_landschaft, Berlin | 2. Rundgang

1449
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1449

Leitidee Der Entwurf sieht einen geschlossenen, skulpturalen Körper vor, der mit seiner S-Form prägnant die Bewegung der Benutzer und die versetzte Lage der zu verbindenden Parks signifiziert. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke spannt in einem S-förmigen Schwung über den Landwehrkanal. - Am nördlichen Ufer beginnt der Rampenweg unmittelbar am geplanten Übergang an der Linkstraße. Am südlichen Ufer wird am Ampelübergang Flottwellstraße eine einläufige Treppe in die Konstruktion integriert. Der Rampenweg am Südufer endet ca. 40 m weiter östlich auf Höhe des Parks am Gleisdreieck. Hier wird optional ein Übergang vorgeschlagen. - Die historische Ufermauer ist mit Fragmenten aus verschiedenen Zeiten durchsetzt und spiegelt die jahrzehntelangen Bautätigkeiten und Nutzungsänderungen wider. Mit der neuen Brücke wird ein geschlossener skulpturaler Körper hinzugefügt. Als Kontrast hierzu bleiben die Ufermauern in ihrer Heterogenität erhalten. In Fortsetzung der Brücke werden in Nischen der Ufermauern Plätze am Wasser hinzugefügt. Die Gehwege entlang der Ufer werden mit Bernburger Pflaster wiederhergestellt Die vorhandenen Baumreihen entlang der Ufer werden ergänzt, im Bereich der Brücke wird die Linearität unterbrochen, Solitärbäume betonen die Brücke als Verbindung der beiden Parkanlagen. Gestaltung - Die Brücke ist als Trogbrücke mit einer Aluminiumunterkonstruktion, die mit Aluminiumblechen beplankt wird, ausgeführt. Die Hauptträger bilden die Außenwände des im Querschnitt ovalen Körpers, die gleichzeitig die Absturzsicherung bilden. In den beiden Kurven werden die Wände als Sicht- und Lärmschutz zu den stark befahrenen Uferstraßen hochgezogen. Der skulpturale Charakter des Bauwerks wird durch die einheitliche Materialität gestärkt. - An den Innenseiten der Kurven werden Sitzbuchten ausgebildet, mit Blick nach Nordwesten zum Potsdamer Platz bzw. nach Südosten auf die historischen Brückenbauwerke am Gleisdreieck. - Die Beleuchtung der Brücke erfolgt über eine in die Seitenwände eingelassene Lichtlinie aus LEDStreifen, die den Innenraum der Brücke hell hervortreten lassen und den Übergang zwischen den

beiden Parks weithin sichtbar machen. Von außen wird die Brücke mit zwei an den Ufern platzierten Halogenflutern angestrahlt. Funktionen - Die Breite der Brücke beträgt im Bereich der Anrampungen 3 m und weitet sich zur Brückenmitte auf ca. 6 m auf. - Als zusätzliches Angebot werden Sitzbuchten auf der Brücke und kleine Uferplätze mit Sitzbänken vorgeschlagen. - Die Treppe am Südufer ist funktional und logisch platziert. Das nördliche Ufer ist nur über die Brückenanrampung erschlossen. Die Rampenneigung liegt zwischen 5,2 % auf der Nordseite und 6 % auf der Südseite, Zwischenpodeste sind nicht vorgesehen. Konstruktion - Im Querschnitt stellt das Tragwerk einen Trog mit veränderlichen Maßen dar. Die biegesteifen Querträger werden als Schotten ausgebildet. - Es werden keine näheren Angaben zur Konstruktion selbst gemacht, wie z.B. zu Lagerung, Verbindungsteilen, Fugenkonstruktion, Entwässerung, Bodenbelag. Realisierbarkeit - Der Gehwegbereich in Verlängerung der Brücke am Schöneberger Ufer ragt in das Schifffahrtsprofil. - Aluminium ist im Brückenbau kein zugelassener Baustoff. - Es werden erhebliche Probleme für die Instandsetzung gesehen. - Die LED-Beleuchtung ist in zugänglichen Höhen und damit durch Vandalismus gefährdet. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein erhöhtes Kostenrisiko besteht aufgrund des Aluminiumpreises und der Fertigungstechnik.

Ingenieurbüro für Tragwerksplanung, Rösrath | Agirbas / Wienstroer, Neuss | greenbox, Bochum | 1. Rundgang

1450

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1450

Leitidee Die Benutzbarkeit der Erdskulptur auf dem TillaDurieux-Park, wird als Prinzip für die Brückengestaltung übernommen. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke zeigt sich als Terrassenhügel. - Der Brückenkörper ist parallel zur Grünachse ausgerichtet. - Die Grundrissfigur bildet eine lineare S-Kontur mit den Kantenlängen 22 m und 25 m. - Am Schönberger Ufer wird die Treppe westlich und südlich L-förmig um den Brückenkörper gelegt. Die Rampe startet auf der östlichen Brückenseite und quert einen großen Teil des Hügels. Am Reichpietschufer ist das Erschließungsprinzip der Südseite seitenverkehrt gespiegelt. - Beide Rampen werden bis zum oberen Aussichtsplateau, höher als für die Kanalquerung notwendig, geführt. Um eine bessere Grünverbindung auf der Gleisdreieckseite herzustellen, wird das VIVICO Baufeld bis auf Höhe Bebauung „Am Karlsbad“ zurückgenommen. - Im Bereich der Brücke sind die angrenzenden Treppenanlagen über Vorplätze an das bestehende Wegenetz angebunden. Gestaltung - Der Brückenbaukörper besteht aus pyramidenartig gestaffelten Treppenanlagen und bietet vielfältige Aussichtsmöglichkeiten. - Die gesamte Brückenkonstruktion besteht aus StB mit Sichtbetonoberflächen. - Die Hauptelemente der Konstruktion sind schiefwinklige Platte, Unterzüge, Rampen und Treppen. - Zusätzlich werden durch linsenförmige Öffnungen (mit Panzerglas verschlossen) zum Durchblick auf die Wasseroberfläche angeboten. - Diese Öffnungen werden für eine Effektbeleuchtung nach oben und nach unten genutzt. - Eine weitere Brückenbeleuchtung ist nicht erkennbar. - Die Brücken- und Rampenkanten zum Wasser werden durch eingespannte Glastafeln gesichert. Funktionen - Die Aufenthaltsqualität mit vielen Aussichtsmöglichkeiten ist das zentrale Thema der Brücke. - Die Rampenverbindung über den Kanal ist unnötig hoch auf das oberste Plateau verlegt. Dadurch entstehen lange Wege. - Zwischenpodeste sind nicht ausreichend vorgesehen.

Konstruktion - Als Tragwerk ist ein eingespannter Plattenbalken mit ovalen Öffnungen aus Stahlbeton vorgesehen. - Stützweite 19 m; Brückenbreite 26 m; Konstruktionshöhe 65 cm. - Die Stahlbetonbalken folgen den Hauptspannungslinien und sind nicht gradlinig. - Als Bodenbelag ist ein Dünnschichtbelag vorgesehen, abgesplittet. - Die Rampen und Treppen sind Stahlbetonkonstruk tionen. - Die Geländer sollen aus Sicherheitsglas im Beton eingespannt werden. - Keine Angaben über Fugenkonstruktionen, Entwässerung, Gradiente, Geländerkonstruktion, Beleuchtung. Realisierbarkeit - Weitere notwendige Absturzsicherungen und Handläufe sind nicht dargestellt. - Das Schifffahrtsprofil ist an verschiedenen Stellen eingeschränkt. - Die mit Sicherheitsglas abgedeckten Öffnungen werden als durch Vandalismus gefährdet angesehen. - Die Konstruktion ist unterhaltungsarm. - Der Entwurf überschreitet den Kostenrahmen aufgrund der massiven Abmessungen des Überbaus.

Hilbers Ingenieurgesellschaft, Berlin | Hufnagel, Pütz, Rafaelian, Berlin | Harald Fugmann, Berlin | 2. Preis

1451

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1451

Leitidee Der Entwurf geht von zwei wesentlichen Gedanken aus: einem typologischen Ansatz zur Transformation der historischen Situation längs des Landwehrkanals in Ost-West-Richtung und der Suche nach einer landschaftsräumlichen Kontinuität in Nord-Süd-Richtung. Städtebau und Freiraumplanung - Die Achse des Tilla-Durieux-Parks wird als Spiegelachse für zwei identische, flache Brücken über den Landwehrkanal gewählt, die zusammen mit den Rampenanlagen im Süden und Norden ein über dem Wasser schwebendes Parallelogramm bilden. - Die Zu- und Abgänge der Brücken sind symmetrisch angeordnet. An allen vier Widerlagern befinden sich einläufige Treppen sowie die Startpunkte der Rampenanlagen, die in der Achse des TillaDurieux-Parks ihren Wendepunkt haben. - Der Entwurf „nimmt Bezug auf die spangenartige Form der angrenzenden grünen Stadträume und thematisiert die historische Situation der Ufergestaltung am Kanal“. - Die Uferbereiche werden denkmalgerecht saniert. Fehlende Bäume an den Grünstreifen entlang der Ufer werden ergänzt, im Süden werden im Böschungsbereich vereinzelt Trauerweiden gesetzt. Gestaltung - Das neue Widerlagerbauwerk über den historischen Widerlagern aus gelbem Ziegel ist aus Stahlbeton, die mit Fertigteilwandtafeln aus im Stapelverband verlegten, blaubunten Klinkern in Stahlrahmen verblendet sind. Das Rampenbauwerk wird aus Stahlbetonfertigteilen mit eingelegten blaubunten Klinkern hergestellt. Struktureller Aufbau und Farbigkeit thematisieren die Verblendkonstruktion. An den Widerlagerecken sind ebenfalls verklinkerte Stahlbetonfertigteiltrepp en vorgesehen. Die Stahlkonstruktion der Brücke wird in dunklem Stahlblau gestrichen. - Neben blaubuntem Klinker und gestrichenem Stahl wird als drittes Material Eichenholz für den Belag der Stege und die blockhaften Sitzbänke am Wasser vorgeschlagen. Gehwege und Plätze auf den Brückenköpfen werden mit Bernburger Pflaster ergänzt. - Die Beleuchtung von Brücke und Fußweg ist im Brüstungsträger integriert. Die Sitzbereiche am Wasser werden durch Einbaustrahler in den schützenden Wandbereichen beleuchtet. - Der Trägergurt der Brückenkonstruktion bildet

gleichzeitig die Geländerbrüstungen, als Füllstäbe werden horizontal gespannte Edelstahlseile verwendet. Funktionen - Als zusätzliches Angebot werden entlang der Ufer vier Sitzbereiche angeboten, die mit 1,50 m hohen Wandscheiben zum Verkehr hin geschützt werden. - Die Treppenanlagen sind funktional und logisch platziert. Rampenneigung und Höhe der Treppensteigungen entsprechen auf der Südseite teilweise nicht den Vorgaben. Konstruktion - Der Brückenentwurf besteht aus zwei 5 m breiten, parallelen, schiefwinkligen Stegen, deren Tragwerke mit 22,5 m Stützweite als Trogbrücken ausgebildet werden. Für die seitlichen Längsträger sind Vierendeelträger vorgesehen, die auch gleichzeitig die Absturzsicherung bilden. Der Querverband wird ebenfalls mit Walzträger erstellt. Die Lastabtragung der Brücke an der Vorderkante der alten Fundamente ist problematisch. - Die Brückenkonstruktion soll über Elastomerlager auf vier gewalzten Stahlträgern statisch bestimmt gelagert werden. - Die Rampenkonstruktionen auf den alten Brückenfundamenten werden ebenfalls mit diesen Trägern hergestellt. Die Ausbildung der Rampen als Hohlkörper ist für die Unterhaltung problematisch und nicht gewünscht. - Die Brücke ist auf Grund ihrer weichen Konstruktion für Schwingungen problematisch. Realisierbarkeit - Die vorgesehene Geländerausfachung entspricht nicht den Sicherheitsabständen. - Die dargestellte Leitungsführung ist wegen der Querschnittsschwächung so nicht möglich. - Der Unterhaltungsaufwand ist durch Kleinteiligkeit (Korrosionsschutz, Bohlenbelag) aufwendig. Die Beleuchtung in den Brüstungen ist leicht zugänglich und durch Vandalismus gefährdet. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht aufgrund von erforderlichen konstruktiven Änderungen der Auflager und des Tragwerkes.

Krone Ingenieurbüro, Berlin | Grüntuch Ernst, Berlin | Topotek 1, Berlin | 1. Rundgang

1452
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1452

Leitidee Eine einheitliche Konstruktion von Rampen- und Brückenbauwerk verbindet Überquerung und Aufenthalt zu einer stadträumlichen Geste. Städtebau und Freiraumplanung - Das Brückenbauwerk zeigt sich in Einheitlicher Ansichtgestaltung mit ebenem, liegenden Brückenkörper und Akzentuierung durch zwei Beleuchtungspylon. - Der Brückenkörper liegt parallel zur Grünachse und bildet ein Parallelogramm mit den Seitenlängen 16 m und 24 m. - Am Schöneberger Ufer liegt die Treppe an der Brückenwestseite. Im Sinne eines kontinuierlichen Nord-Süd-Parkverbindung ist der Treppenanfang rückläufig zum Übergang an der Flottwellstraße gelegen. Eine einläufige Rampe an der Brückenostseite angedockt. Die Rampe startet ebenfalls rückläufig. Am Reichpietschufer liegt die Treppe gespiegelt und seitenverkehrt zur Südseite. Eine einläufige Rampe verläuft am westlichen Brückenrand in Richtung Linkstraße. - Eine neue Schiffsanlegestelle als Ersatz der alten Anlage wird als zusätzliche Aufenthaltsterrasse angeboten. - Die Widerlager der ehemaligen Augustabrücke werden als Terrasse genutzt. Gestaltung - Hauptmotiv des Erscheinungsbildes und somit der Seitenansichten ist eine formale Analogie zur Ansicht/Trägerrost der Neuen Nationalgalerie. Damit soll ein stadträumlicher Bezug hergestellt werden. - Ebenso werden die Unterbauten behandelt: Das Material und das Fugenbild des Sockels der NNGalerie werden für die Widerlagerwände und die massiven Rampenunterbauten gewählt. - Der anthrazitfarbenen Stahlbaukörper setzt sich vom Grau der Natursteinunterbauten ab. Unterstützt wird dies durch einen deutlichen Unterschnitt im Bereich der Rampen. - Für die Auflegflächen im Bereich der beiden Längsträger und die Sitzflächen der mittig platzierte Sitzbank (21 m x 1,5 m oder 2 m) wird Holz verwendet. - Außer den für das Erscheinungsbild wichtigen Beleuchtungspylonen werden nach innen gerichtete Lichtlinien unterhalb der Aufliegeflächen/ Längsträger sowie im Sockelbereich der Sitzbank angeordnet.

- Gussasphalt wird als Bodenbelag verwendet. Feinmaschige Metallgitterroste prägen die Brückenuntersicht. Funktionen - Eine mittig angeordnete Sitzbank gliedert die Deckfläche in einen Aufenthaltsbereich und die beiden seitlichen Bewegungsflächen mit Möglichkeit zum Verweilen am Brückenrand. - Die Wege der Fußgänger und Radfahrer kreuzen sich jeweils vor den Rampen- und Treppenanlagen sowie dem Aufenthaltsbereich. Konstruktion - Das Tragwerk der Stahlbrücke wird aus zwei seitlichen Längsträgern mit einem dazwischen gespannten Trägerrost gebildet, der wiederum mit einem Deckblech verschweißt wird. - Höhe der Längsträger: 1,7 m; Bauhöhe der Platte: 41 cm - Quer- und Längsträger im Abstand von 3 m bzw. 3,5 m werden aus luftdicht verschweißten Hohlkästen gebildet. - Die seitlichen Längsträger bilden gleichzeitig die Geländerbrüstung. - Die Brücke wird auf vier Lagern so abgesetzt, dass keine Zwängungen entstehen. - Als Geländer wird die gleiche Brüstung wie auf der Brücke verwendet. - Es fehlen Angaben zur Entwässerung, Verformungen, Gradiente und Fugenkonstruktionen. - Schwingungen sind nicht problematisch. Realisierbarkeit - Im Rampenbereich sind die Brüstungen mit Handläufen (behindertengerecht) zu versehen. - Gussasphaltbelag mit 2 cm entspricht nicht den Vorschriften. - Durch anlegende Schiffe wird der lichte Zwischenraum laut WSA eingeschränkt. - Bedingt durch die vielen Stahlteile ergibt sich ein hoher Unterhaltungsaufwand. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Ingenieurgemeinschaft Setzpfandt, Weimar | Planungsgruppe Prof. Laage, Hamburg | Marcel Adam, Potsdan | 1. Rundgang

1453

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1453

Leitidee Als Dreh- und Angelpunkt zwischen den beiden Parkanlagen fokussiert die Brücke den typischen urbanen Gegensatz mit beschaulichen Blickachsen auf die Parkanlagen und das Wasser einerseits und die hektischen Verkehrsströme entlang der Uferstraßen. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke mit fast quadratischem Grundriss liegt als nahezu ebene Platzfläche über dem Landwehrkanal. - Der Zugang zur Brücke erfolgt am Schöneberger Ufer im Bereich der Ampelanlage über eine Treppenanlage mit Aussichtspodest. Eine einläufige Rampenanlage erschließt die Brücke von Osten, etwa 70 m entfernt vom Übergang an der Flottwellstraße. Die Wegeführung über die Brücke verläuft diagonal. Am Reichpietschufer führt eine einläufige Rampe in Richtung Linkstraße, eine seitlich angeordnete, einläufige Treppe führt von der Brücke Richtung Osten. - Die grünen Uferstreifen werden von Wildwuchs befreit, um den Kanal wieder erlebbar zu machen. Die Alleereihen werden im Bereich der blauen Mauern unterbrochen, um den Blick auf die Parkachse freizugeben. Gestaltung - Die Brücke erhält eine diagonale Bewegungszone zur Betonung der Hautbewegungsrichtung und zur Abgrenzung der beiden Aufenthaltsbereiche. - Wegen der räumlich eingegrenzten Situation werden die einzelnen Bauteile, Verkehrsabgrenzung, Rampen und Brücke, in Farbe und Material deutlich unterschieden. Zwei blaue, versetzt zueinander angeordnete Wandscheiben aus rustikal glasierten Klinkern begrenzen die Rampen zu den Straßenräumen. Die gelbe Klinkerverblendung von Treppen und Rampen orientiert sich an den vorhandenen Widerlagern. Die Brücke selbst ist als Stahlrahmenkonstruktion konzipiert. - Das Beleuchtungskonzept unterscheidet zwischen Annäherung (blaues Licht) und Verweilen (warmweißes Licht). In die Brückenunterkonstruktion werden blau strahlende Downlights integriert, die Widerlagerwände werden im Bereich der Stahlrahmen beleuchtet. Entlang der Rampen und Treppen werden in die blauen Wände Langfeldleuchten eingelassen, die das Steinmaß der Verkleidung aufnehmen. Die beiden Verweilbereiche erhalten jeweils über einen Lichtturm ihre Grundbeleuchtung, in die Handläufe eingelassene Langfeldleuchten ermöglichen einen

blendfreien Ausblick. - Die Brückengeländer werden als Stahlgeländer mit horizontalen Füllstäben und einem Handlauf aus Eiche ausgeführt. Die Verweilbereiche erhalten einen Belag aus Eichenbohlen, der diagonale Verkehrsweg Gußasphalt. Funktionen - Der Verweilbereiche erhalten Sitzbänke. Zusätzlich werden „Schönwettertresen“ als aufklappbare Kisten angeboten. Optional kann auf der Südseite eine WC-Anlage errichtet werden. Am Nordufer wird ein Schiffsanleger in die Anlage integriert. - Die Treppenanlagen sind funktional und gut auffindbar platziert. Die Anordnung der Rampenanlage am Südufer führt zu langen Wegen. Konstruktion - Stahltragwerk mit 18,30 m Stützweite und einer Brückenbreite von 21 m. Das Tragwerk besteht aus 5 Stahlrahmen (geschweißte Hohlkästen), die im Abstand von 1,24 m mit Querträgern ausgesteift werden. - Lagerung der Stahlrahmen auf Kipplagern, die auf den alten Widerlagern über eine neue Auflagerbank abgesetzt werden. - Die Rampen werden aus vorgefertigten Stahlbetonplatten hergestellt und auf monolithischen Stützen gelagert, die Konstruktion mit darunter liegenden Freiflächen wird problematisch gesehen durch schlechte Zugänglichkeit und Dreckecken. - Die Montage der Brücke ist durch die Rahmenkonstruktion leicht machbar. Realisierbarkeit - Robuste Brückenkonstruktion mit normalem Unterhaltungsaufwand. Die Lichtsteelen sind durch die geringe Höhe durch Vandalismus gefährdet. Die Dicke des Holzbohlenbelags ist zu gering und führt zu ungewünschten Verformungen. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht aufgrund der Materialwahl für die Verklinkerung und des Beleuchtungskonzeptes.

INGENIEURGRUPPE BAUEN, Karlsruhe | M G F Architekten, Stuttgart | Stötzer • Neher, Sindelfingen | 2.Rundgang

1454

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1454

Leitidee Ein klar durchgeformtes Element landet präzise in der Stadt- und Flusslandschaft. Städtebau und Freiraumplanung - Wie eine Skulptur aus Stahl liegt der Gesamtbaukörper auf vier Auflageflächen über dem Kanal. - Die Brückenachse liegt parallel zur Parkgrünachse. Der Brückenkörper bildet eine Trapezform. - Am Schöneberger Ufer ist die Treppe leicht verdreht zur Uferlinie in Verlängerung des Brückenkörpers positioniert, die zweiläufige Rampe ist an der Ostseite angedockt. Treppenund Rampenantritt liegen gefluchtet und ergeben einen Vorplatz. Dieser liegt auf kurzem Weg zum Fußgängerübergang an der Flottwellstraße. Am Reichpietschufer ist die Treppe analog zur Südseite platziert in Richtung Linkstraße, ebenso die einläufige Rampe. - Hinsichtlich der Ufergestaltung gibt es außer der Erwähnung einer möglichen Umgehbarkeit des Brückenkörpers keine Angaben. Gestaltung - Glatte ebene Flächen aus Stahlplatten bilden Dreieck- und Trapezflächen und fügen sich zu einem plastischen Ganzen. Das Brückenbauwerk ist aus Stahl- Hohlquerschnitten (Brückenkörper, nördliches und südliches Erschließungskörper) zusammengesetzt. - Der Brückenkörper, im Querschnitt ein Trapez, spannt sich wie ein Rahmen über den Kanal. - Die lotrechten, südlichen und nördlichen Wangenflächen haben umgedrehte große V-Einschnitte die vom Ufer und vom Wasser Durchblicke bzw. Durchgehen ermöglichen. - Die verwendeten Materialien bestehen hauptsächlich aus Stahl für das Brückenbauwerk und Glas für die Geländer. - In die Handläufe und in den Sockel einer L-förmigen Sitzbank sind Wand- und Bodenstrahler zur Beleuchtung der Brücke eingebaut. - Das Brückengeländer besteht aus eingespannten geneigten Glastafeln, die mit Glasschwertern ausgesteift sind. - Der Boden ist mit Dünnbelag beschichtet. Funktionen - Der Aufenthaltsbereich ist ausreichend breit und mit einer Sitzbank über die gesamte Brückenlänge ausgestattet. - Es wird die Möglichkeit angeboten, auf den bestehenden Widerlagern durch und um die

Erschließungskörper zu gehen bzw. dort zu verweilen. - Außer dem Zwischenpodest an der Wendestelle sind keine weiteren Zwischenpodeste angegeben. Konstruktion - Die Brücke ist aus Stahlplatten zusammengesetzt. Der Überbau ist ein Rahmen und schwimmend auf Elastomerkissen gelagert. Ausgebildet ist er als 8-14 m breiter und 1 m hoher Hohlkasten mit Querschotts und orthotroper Platte. - Die Gründung ist mit Einzel- und Streifenfundamenten angegeben. Realisierbarkeit - Die variablen Querschnitte mit den äußeren glatten Blechen und spitzen Kanten stellen hohe Ansprüche an die Herstellungsgenauigkeit und die Montage (Passgenauigkeit, Beulen durch Schweißspannungen und Nahtwülste). - Die gezielte Entwässerungsführung auf dem Dünnschichtbelag ist nur aufwendig realisierbar. - Die Stahlkonstruktion neigt bei Temperaturen um 0 °C zu Vereisungen. - Zum Einsatz von eingespannten Glasbrüstungen auf Brücken unter dem Einfluss von Längenänderungen und Durchbiegungen liegen wenige Erfahrungen vor. - Die Leitungsführung im Innern des Hohlkastens kann so nicht revisioniert werden. - Die vorgeschlagene Beleuchtung ist nicht vandalismussicher. - Das Bauwerk wird vor Ort aus Einheiten zusammengesetzt. Abhängig von der Größe der Einheiten und der Passgenauigkeit kann es zu Beeinträchtigungen der Verkehrswege kommen. - Die Brückentragkonstruktion selbst lässt einen durchschnittlichen Unterhaltungsaufwand erwarten. - Durch die geneigte Ausführung sind verstärkt Verschmutzungen zu erwarten. Für den Reparaturfall müssen Teile der Brüstung separat ausgetauscht werden können. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Prof. Dr.-Ing. Polonyi, Köln | PASD Feldmeier + Wrede, Hagen | Lill + Sparla, Köln | 1. Rundgang

1455
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1455

Leitidee Die neue Brücke über den Landwehrkanal soll in dem denkmalgeschützten Bereich ein eigenständiges, zeitgemäßes Ingenieurbauwerk mit hoher Signifikanz darstellen. Die skulpturale Wirkung und das räumliche Erleben der Konstruktion sind wesentliche Bestandteile der Entwurfsidee. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke überspannt den Landwehrkanal in der Längsachse des Tilla-Durieux-Parks. Die Konstruktion besteht aus einer Spannbetonplatte, die von einem fast 13 m hohen Stahlrohrbogen abgehängt wird. - Der Zugang zur Brücke erfolgt am Schöneberger Ufer im Bereich der Ampelanlage über eine einläufige Treppenanlage. Eine einläufige Rampenanlage erschließt die Brücke von Osten, etwa 70 m entfernt vom Übergang an der Flottwellstraße. Am Reichpietschufer führt eine einläufige Rampe in Richtung Linkstraße, eine seitlich angeordnete einläufige Treppe führt von der Brücke Richtung Osten. - Die Uferbereiche werden entsprechend den Vorgaben des Denkmalschutzes wiederhergestellt. Die baumbestandenen Grünstreifen entlang der Ufer werden durch zusätzliche Kastanien ergänzt. Gestaltung - Die Brücke wird in zwei seitliche, 3 m breite Gehund Radwege und einen mittleren 6 m breiten Verweilbereich gegliedert. Der Bogen spannt über die kürzere Seite des Verweilfeldes, das durch die Hängeglieder aus Rundstahl, die an beiden Rändern des Verweilfeldes verankert sind, räumlich definiert wird. Der Verweilbereich erhält einen 40 cm erhöhten Aufbau aus wetterfestem Holz, in den Rampen und Sitzmulden eingeschnitten sind. - Es werden alterungsfähige Baustoffe wie Sichtbeton, Stahl (Corten, Edelstahl), Glas und Eichenholz verwendet. Um die erforderliche Aufstockung von dem denkmalgeschützten Widerlager abzusetzen, ist sie mit vier Lisenen sowie Kopfbalken in grauem Beton vorgesehen. Rampen- und Treppenanlagen werden aus hellgrauem Stahlbeton hergestellt. Nach außen werden die massiven Brückenköpfe sowie die Rampen- und Treppenanlagen mit gelbem Klinker verblendet. Hervorstehende rote Klinker bilden die Lage der Brücke ab und gliedern die Fläche. - Für den Geh- und Radwegbereich auf der Brücke wird ein indirektes, vor Vandalismus geschütztes, Lichtband im Bereich der Sitzstufen vorgesehen. Einbaustrahler im Holzdeck des Verweilbereiches

inszenieren diese räumlich definierte Zone. - Die Brückengeländer werden als gläserne Brüstung mit eingespannter Konstruktion ausgebildet. Die Rampenanlagen erhalten Stahlgeländer mit horizontaler Gliederung. - Die Gehwegbereiche entlang der Ufer werden mit Bernburger Mosaik teilweise neu verlegt. Der Fahrradweg am Schöneberger Ufer wird mit rotem Betonstein neu verlegt und durch einen Natursteinstreifen vom Gehweg abgegrenzt. Funktionen - Der Verweilbereich ist mit Sitzmulden ausgestattet. Der bestehende Schiffsanleger erhält einen neuen Zugang. - Die Treppenanlagen sind funktional und logisch platziert. Die Anordnung der Rampenanlage am Südufer führt zu langen Wegen, die Rampenlängen sind eingehalten.

Konstruktion - Das Tragwerk der Brücke ist ein Stahlbogen aus einem Rohr Ø 40 cm. Die Stützweite beträgt 24,23 m; der Bogenstich 12,60 m, die Brückenbreite 12 m. Die Bauhöhe der abgehängten Bodenplatte beträgt 30 cm. Die Brücke wird aus 4 vorgefertigten 12 m langen Spannbetonplatten zusammengefügt. Der Hängerabstand in Längsrichtung beträgt 3,70 m. Die Stahlhänger haben einen Ø von 40 mm. - Die Lagerung erfolgt über Neoprenlager (zwängungsarm). - Die schlanken, abgehängten und an den Stirnseiten frei beweglichen Spannbetonplatten sind sehr schwingungsempfindlich. Zusätzlich sind über die Hänger Schwingungen anzuregen. Realisierbarkeit - Die geforderte Leitungsführung ist nicht umsetzbar. - Der Bogen mit dem extrem hohen Stich ist für die Stützweite unwirtschaftlich. - Der Kostenrahmen wird eingehalten. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Schüßler-Plan, Berlin | André Keipke, Rostock | Schirmer-Partner, Berlin | 2. Rundgang

1456
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1456

Leitidee Mit geometrischer und architektonischer Strenge wird ein Akzent gesetzt und mit der umgebenden Bebauung ein Wechselspiel aufgebaut. Städtebau und Freiraumplanung - Massive Widerlager erheben sich über die Uferlinie. - Die Brückenachse liegt parallel zur Parkgrünachse auf dem hist. Trassenverlauf der Bahn. - Die Parallelogrammform des Brückenkörpers hat die Seitenlängen 13 m x 25 m, b = 10m. - Am Schöneberger Ufer ist die Treppenlauflinie axial zur Brückenachse angeordnet, mittig platziert. Die zweiläufige Rampe ist an der östlichen Seite angedockt. Treppen- und Rampenantritt liegen auf kurzem Weg zum Fußgängerübergang/ Flottwellstraße. Am Reichpietschufer ist die Treppe und Rampe analog zur Südseite angeordnet. Die zweiläufige Treppe blockiert bewusst die Uferzone. Durch die zweiläufige Anordnung ist der Weg in Richtung Linkstraße entsprechend länger. - Am Nordufer wird zwischen Neubau und Köthener Brücke keine Durchwegung angeboten. Gestaltung - Klare architektonische Gestaltung, differenziert nach ihrer Nutzung. Die Treppenanlage ist mittig platziert zwischen den massiven Widerlagerwänden mit überhöhter, westlicher Eckbetonung. Dagegen werden Rampen und der Überbau mit schlanker Ansichtskante gesetzt. Ein umlaufendes U-Profil dient als Bindeglied. - Der massive Unterbau wird soweit wie möglich aufgelöst. - Die verwendeten Materialien folgen dem gesamten Gestaltungsprinzip: Klinker für die Widerlagerwände, Stahl, Glas, Beton für die übrigen Teile. - Der Brückenkörper ist an den Seiten zusätzlich aufgelöst durch eine auskragende StahlGlaskonstruktion. - Die großen, bewusst massiven Widerlagerpodeste (4 m x 4 m mit rautenförmigem Grundriss) tragen 1,50 m hohe Lichtkuben zur Beleuchtung der Brücke und markantem Punkt im Stadtraum. - Lichtstelen, jeweils auf den Wendepunkten der zweiläufigen Rampen platziert als Gegengewicht zu dem Lichtkuben. - Die 1 m auskragenden Konsolen am seitlichen Brückenrand sind mit satiniertem, begehbarem Glas gedeckt. Von unten mit Spots angestrahlt sollen sie bei Dunkelheit den Brückenkörper betonen.

- Das Mehrfachholmgeländer besteht aus einem hölzernem Handlauf und dicht aneinander horizontal liegenden Rundstäben. - Die Oberflächen sind mit einem Dünnschichtbelag versehen. Die Treppen sind in Beton ausgeführt. Funktionen - Die Brückeplatte bietet zwei Nutzungszonen. Ein westlicher Bereich, markiert durch vier Sitzbänke, wird als Verweilfläche angeboten. Der hölzerne Handlauf wird als Auflegfläche ausgebildet. Die restliche Fläche ist für die Fußgänger und Radfahrer vorgehalten. Kreuzungsfreie Wege sind möglich. - Die Zwischenpodeste bieten durch ihre Form zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten und Ausblicke. - Zwischenpodeste sind durch die richtige Gesamtlänge nachgewiesen, zeichnerisch aber nicht dargestellt. Konstruktion - Der Brückenentwurf beinhaltet eine schiefwinklige Spannbetonkonstruktion als 2-stegiger Plattenbalken (h = 0,5m) mit dazwischen gespannter 20 cm hoher Stahlbetonplatte. - Die Spannbetonträger werden im neu zu erstellenden Widerlager eingespannt und damit eine Rahmenwirkung erzielt. Lager sind nicht erforderlich. - Die Montage ist durch die vorgefertigten Träger einfach. Realisierbarkeit - Die Treppensteigung ist mit 16,1/ 26,4 cm angegeben. Üblicher sind 15/30 cm. - Der Entwurf sieht eine robuste, unterhaltungsarme Konstruktion vor. - Die Freiflächen unter den Rampen sind teilweise nicht zugänglich und somit „Dreckecken“. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Dr. Schippke + Partner, Hannover | CPH-Architekten, Lübeck | Brien-Wessels-Werning, Lübeck | 1. Rundgang

1457

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

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Leitidee Die rote Stahlkonstruktion der Brücke ist eine Hommage an die alten Gitterbrückenkonstruktionen. Städtebau und Freiraumplanung - Die etwa 5 m aufragende Gitterkonstruktion der Brücke als räumliches Fachwerk soll als Signal im Stadtraum wirken. Als einladende Geste zur Überquerung ragt die Brücke in den Gehwegbereich am Reichpietschufer. Die Brücke überspannt den Landwehrkanal orthogonal zum Wasserlauf. - Der Zugang zur Brücke erfolgt am Schöneberger Ufer im Bereich der Ampelanlage über eine westlich angeordnete Treppenanlage und eine zweiläufige Rampe im Osten. Am Reichpietschufer führt eine einläufige Rampe mit zusätzlichem Treppenabgang Richtung Linkstraße, eine seitlich angeordnete einläufige Treppen führt von der Brücke Richtung Osten. - Die uferbegleitenden Grünstreifen werden von Wildwuchs befreit, um Sichtbeziehungen zwischen dem neuen Park am Gleisdreieck und dem TillaDurieux-Park zu schaffen. Das Thema der „gelegentlichen Ausreißer“ entlang des Kanals wird mit einer Gruppe hochstämmiger Bäume fortgesetzt. Gestaltung - Zur Reduzierung derAufbauhöhe und Rampenlänge wird eine obenliegende Gitterkonstruktion aus rot beschichteten Quadratprofilen (180 mm) gewählt. Die bestehenden Brückenauflager werden „mit einer schwebenden, den alten Konturen folgenden Betonplatte überkront.“ Sie nimmt Rampen, Treppen, Sitzblöcke und das eigentliche Brückenauflager auf.“ - Um die Massen zu gliedern, werden die Betonflächen unterschiedlich behandelt. Die äußeren Flächen sind strukturiert, die zurückgesetzten Flächen der Rampen und Podeste sind glatt geschalt. - Aufgrund der relativ hellen, innerstädtischen Lage wird ein dezentes Lichtkonzept vorgeschlagen: Die Zugänge zur Brücke erhalten in den Boden eingelassene LED-Lichtpunkte als Orientierungsleuchten, der Brückenweg wird mit Leuchtstofflampen in Form eines durchgängigen Lichtrohres beleuchtet. Einbauleuchten und Strahler setzen Akzente. Die Brückenauflager erhalten eine indirekte Beleuchtung in Form einer Lichtlinie. „Das Bauwerk bekommt einen schwebenden Charakter und ist für die Schifffahrt sehr markant.“

- Die Rampenbeläge erhalten eine Oberfläche aus gerilltem Beton, der Brückenbelag besteht aus 5 cm starken gerillten Holzbohlen. Im Gehwegbereich wird Bernburger Pflaster „in der Passee“ verlegt. - Die Geländer an Brücke, Treppen und Rampen bestehen aus Flachstahlrahmen mit horizontalen Rundrohren. Die Handläufe sind aus Edelstahl, auf der Brücke bildet eine 8 cm starke Holzbohle den oberen Abschluss. Funktionen - Besondere Angebote stellen in die Rampen integrierte Verweilflächen mit Sitzmöglichkeit dar. Am nordöstlichen Ufer wird ein Betonplateau mit Sitzblock und Sitzstufe angeboten. - Treppenanlagen und Rampen sind funktional und gut auffindbar platziert. Konstruktion - Die Brücke wird durch eine Stahlkonstruktion gebildet, welche sich als unregelmäßiges Gitterfachwerk im Querschnitt rechteckig um den Aufenthaltsbereich formt. Die Widerlager bestehen aus Beton. - Die Spannweite der Brücke beträgt ca. 20 m, die Brückenbreite 5 m. - Durch die in der Entwurfsidee begründete aufwändige Fachwerkkonstruktion wird eine Eigenfrequenz von mehr als 3,7 Hz erreicht. - Das eindeutige, zwängungsarme Lagerungskonzept und die Lage der Brückenzugänge führen zu einem unkritischen Temperatur- und Dehnungsverhalten. . - Bei der vorgesehenen Montage sind die Durchfahrtshöhen zu berücksichtigen. Realisierbarkeit - Die Brückengeländer sind hinsichtlich der Nutzungssicherheit problematisch. - Die geplante Konstruktion besitzt einen normalen Unterhaltungsaufwand. Die vorgesehenen Effektund Markierungsleuchten sind durch Vandalismus gefährdet. - Der Kostenrahmen wird gut eingehalten. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Schmitt Stumpf Frühauf und Partner, Berlin | Architekturbüro Tonon, Berlin | Extern, Berlin | Ankauf

1458
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1458

Leitidee Bewusste Hervorhebung des Brückenkörpers gegenüber den benötigten Erschließungsanlagen. Dabei wird dem ehemaligen Charakter des historischen Ortes, der vielfachen Nebeneinanderlage von Eisenbahnbrücken in Fachwerkkonstruktion Reminiszenz erwiesen. Städtebau und Freiraumplanung - Der oben liegende Fachwerkträger bestimmt das Erscheinungsbild. - Die Brückenachse liegt parallel zur Parkachse auf dem historischen Trassenverlauf der Bahn. - Die Parallelogrammform des Brückenkörpers hat die Seitenlängen 12 m und 24 m, b =10m. - Am Schöneberger Ufer ist keine Treppe vorgesehen, dafür wird eine zweiläufige Rampe angeboten. Die beiden Rampenantritte bilden eine Art Vorplatz, der auf kurzem Weg zum Fußgängerübergang an der Flottwellstraße liegt. Der Zugang am Reichpietschufer wird in analoger Weise wie auf der Südseite gestaltet. Der Weg zur Linkstraße wird so um eine Rampenpärchen verlängert. - Die Uferkonturen werden durch Baumergänzungen verdeutlicht. Im Bereich der Vorplätze werden die Bäume durch Lichtstelen ersetzt. Gestaltung - Die eigentliche Brücke scheinen wichtiger als die Ergänzungsbauten. Sichtbar gemacht wird dies durch den Vierendeelträger als Primärkonstruktion, an dem die StB-Platte der Deckfläche hängt. - Zusätzliche Randträger, ebenfalls oben liegend als Fachwerk aufgelöst, dienen gleichzeitig als Absturzsicherung. - Die massiven Rampenbauwerke sollen durch die exakte Einarbeitung in die bestehenden Widerlager, mit geringfügige Anpassungen an den Kopfenden als Teil der Uferbefestigung, nachrangig wahrgenommen werden. - Die verwendeten Materialien folgen dem Gesamt gestaltungsprinzip: Die Widerlagerwände sind mit einem Verblendmauerwerk an den Bestand angepasst. - Die Fachwerkträger sind mit Eisenglimmer- Grün gestrichen und nehmen zum historischen Bestand der Nachbarschaft Bezug. - Die Brückenbeleuchtung erfolgt über Langfeldleuchten, die an der Unterseite des Obergurtes des mittlern Hauptträgers integriert sind. - Freistehende Lichtstelen an den jeweiligen Rampenanfang- und Endpunkten beleuchten diesen Brückenbereich.

- Die Füllstabgeländer im Bereich der Rampen sind aus Edelstahl. Die offenen Bereiche der Randträger erhalten über einen Spannrahmen ebenfalls Füllstäbe. Die Oberflächen sind mit Asphaltbelag versehen Funktionen - Die Aufenthaltsbereiche ergeben sich über die Brückenbreite: 2 x 4 m zwischen den Trägern. Der Untergurt des Mittelträgers kann als Sitzgelegenheit genutzt werden. - Die Rampen haben eine Breite von 2 m. Zwischenpodeste befinden sich an den Wendepunkten. Die Rampenlänge ist etwas knapper als das rechnerische Maß aus Rampenflächen und Zwischenpodesten. Konstruktion - Das Haupttragwerk bilden drei Stahllängsträger, zwischen die eine 45 cm dicke Stahlbetonplatte gespannt wird, die im Rampenbereich über die Fachwerkträger hinausragt und den Endquerträger bildet. Der mittlere ca. 5 m hohe Vierendeelträger besteht aus geschweißten Hohlkästen, die beiden Randträger gleichen Typs aus gewalzten Stahlprofilen. - Die Lagerung der Brücke wird mittels Betongelenk auf den neu zu errichtenden Widerlagern vorgesehen. Die Rampen werden als Stahlbetonkonstruktion über den alten Widerlagern hergestellt. - Keine Angaben über Fugenkonstruktionen, Gradiente und Einbindung der Stahlträger zur Verbundwirkung. - Schwingungen werden nicht ganz ausgeschlossen, sind aber nicht problematisch. - Die Montage der Brücke ist durch die Betonplatte aufwendig aber möglich, mit kurzzeitigen Kanalsperrungen. Realisierbarkeit - Robuste Konstruktion mit normalem Unterhaltungsaufwand. - Der Kostenrahmen wird eingehalten. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Schäpertöns & Partner, München | Schultz-Brauns & Reinhart, München | Adler & Olesch, München | 1. Rundgang

1459

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1459

Leitidee Die Brücke versteht sich als Platzfläche, die Teil des Grünzugs entlang des Landwehrkanals und Trittstein für die fußläufige Verbindung des TillaDurieux-Parks mit dem Park am Gleisdreieck ist. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke überspannt als ebene Platzfläche den Landwehrkanal orthogonal zum Wasserlauf. Der oben liegende, mittig angeordnete Hauptträger gliedert die Brücke in zwei Bereiche. - Vom Schöneberger Ufer führt der Zugang im Bereich der Ampelanlage über einen kleinen Vorplatz, von dem in Richtung Osten eine zweiläufige Rampenanlage mit integrierter einläufiger Treppe die Brücke erschließt. Auf der Nordseite führt eine einläufige Rampe zum Reichpietschufer Richtung Linkstraße, eine seitlich angeordnete Treppe in westlicher Richtung erschließt Gehwegbereich und Schiffsanleger. - Die uferbegleitenden Grünstreifen bleiben erhalten und werden durch Baumreihen ergänzt, um die lineare Struktur zu verdeutlichen. Gestaltung - Die Brücke ist als Spannbetonplatte mit einem mittig angeordneten Überzug aus Stahl konzipiert, an dem zu beiden Seiten Sitzbänke aus Holz angesetzt werden. Rampen und Widerlager werden aus glatt geschaltem Sichtbeton hergestellt. Die Rampenanlage wird im Bereich der bestehenden Auflager leicht zurückgesetzt angeordnet. - Sowohl die Brücke als auch Treppen und Rampen erhalten Granitbeläge. Für die Gehwegbereiche entlang der Ufer wird Bernburger Mosaik vorgeschlagen. Die äußeren Geländer der Brücke wie auch der Rampen werden als offene Stabgeländer in Stahl ausgeführt. - Das Beleuchtungskonzept sieht zwei Lichtstelen als Auftakt am Brückenanfang und -ende vor. Die Geländerhandläufe werden mit einem linearen Lichtband versehen, Wandeinbauleuchten in den Rampen und Widerlagern setzen punktuelle Akzente. Funktionen - Wege der Fußgänger und Radfahrer kreuzen sich auf engem Raum. - Besondere Angebote sind der Uferplatz mit Sitzmöglichkeit am Schöneberger Ufer, die nach Westen und Osten orientierten Sitzbänke mit Blick auf den Landwehrkanal und der neue Schiffsanleger mit Sitzgelegenheit am Reichpietschufer.

- Treppenanlagen und Rampen sind funktional und gut auffindbar platziert. Konstruktion - Der Brückenentwurf beinhaltet eine orthogonale Spannbetonplatte, die in Brückenmitte durch einen Stahlhohlkasten verstärkt wird. Die Betonplatte ist mit 35 cm Dicke über 19 m Stützweite sehr schlank und soll im Randbereich auf 20 cm reduziert werden. Die Brückenbreite beträgt 8 m. - Die Platte soll auf vier Elastomerlagern gelagert werden und bei einem festen Lager die Längs- und Querverschiebungen ermöglichen. - Konstruktive Details (auskragende Platten im Rampenbereich, Gradiente Übergangskonstruktionen, Fugenausbildung) sind nicht dargestellt. Die Entwässerung erfolgt über Rinnen. - Mit 4 Hz liegt die 1. Eigenfrequenz der Brücke im gefährdeten Randbereich. Realisierbarkeit - Die Rampenanlagen an Nord- und Südufer sowie der neue Schiffsanleger ragen in das Schifffahrtsprofil. - Die Leitungsführung stellt eine zu große Querschnittsschwächung dar. - Die 20 cm Bauhöhe im Randbereich sind zu gering (Mindestabmessungen), dies gilt ebenso für die auskragenden Podeste. - Die gewählten Konstruktionen sind robust und als Betonteile unterhaltungsarm. - Das Beleuchtungskonzept ist aufwendig, die zugänglichen Leuchtkörper sind durch Vandalismus gefährdet. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein erhöhtes Risiko der Kostenerhöhung besteht hinsichtlich der Materialwahl für den Granitbelag und die zu erstellenden zusätzlichen Gründungen für die auskragenden Bauteile.

Fischer + Friedrich, Stuttgart | Kaag + Schwarz, Stuttgart | stadtlandschaftsarchitektur, Stuttgart | 2. Rundgang

1460

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1460

Leitidee Ein besonderer Ort über dem Wasser entsteht durch eine über den Kanal gelegte Plattform, die sich von der Stadt abgrenzt und zum Wasser hin öffnet. Städtebau und Freiraumplanung - Zwei Betonscheiben bestimmen überwiegend das Bild im Stadtraum. - Die Brücke quert den Kanal orthogonal. Die Rampen liegen parallel zum Uferverlauf. - Dierundrissfigur bildet eine lineare S-Kontur mit verkürztem Bereich im Nordosten. Der Brückenkörper ist ein Rechteck. - Am Schöneberger Ufer ist die Treppe an der Westseite angeordnet. Die zweiläufige Rampe startet an der gleichen Stelle wie die Treppe und wird an der Ostseite an den Brückenkörper geführt. Am Reichpietschufer ist keine Treppe vorgesehen. Die einläufige Rampe liegt schließt an der Westseite an und führt in Richtung Linkstraße. - Der Bewegungsstrom der Radfahrer und Fußgänger führt von und zu den Übergängen an der Flottwellstraße und Linkstraße. - Am Schöneberger Ufer ist westlich des Brückenbauwerks unmittelbar an das Ufer heranreichend ein kleiner Vorplatz vorgesehen. Gestaltung - Es entstehen zwei unterschiedliche Eindrücke von der Gesamtanlage. Von der Stadt und den Uferstraßen schirmt sich die Brücke ab. Von der Wasserseite wird das Erscheinungsbild differenzierter. Man kann die Brückenkonstruktion erkennen, die einzelnen Erschließungselement lassen sich übersehen. - Die verwendeten Materialien folgen diesem Prinzip: Die Betonscheiben wirken wie Paravants, nur auf der Südseite liegt der Rampenantritt mit seiner Sandsteinverkleidung vor der Betonscheibe. - Der Brückenkörper ist mit Holzbalken belegt, die Betonplatten der Rampen sind mit einem Dünnschichtbelag und eingestreuten Sandkörnern versehen. - Einbauleuchten in den Betonscheiben beleuchten Rampen und Treppen. - In den Sitzbänken sollen eingebaute Lichtleisten den Brückenkörper ausleuchten. - Die Absturzsicherung erfolgt einerseits über die Betonscheiben selbst. Im Bereich der Brücke, wo der Blick ungestört sein soll, werden die Geländer durch gespannte Stahlnetze ausgefacht. - An den Schnittstellen zum Ufer wird das traditionelle gusseiserne Kanalgeländer komplettiert

Funktionen - Die Einrichtung von Aufenthaltsbereichen ist Hauptbestandteil der Brückenanlage. Die Brückenbreite von 11 m ist 3-fach unterteilt. An den Rändern ist Platz zum Verweilen. In der Mitte ist der Fußgänger und Radfahrerverkehr gebündelt. - Durch die Platzierung von Holzquadern werden diese Bereiche von einander getrennt. - Die Rampen sind mit 3 m auf beiden Seiten zu knapp angelegt. Zum Ausgleich gibt es außer im Wendebereich der zweiläufigen Treppe keine Zwischenpodeste. - Die Begehbarkeit des Widerlagers zur Wasserseite ist nicht vorgesehen. Konstruktion - Die Brücke ist unverschiebbar gelagert. - Sie besteht aus 9 Stahlrahmen, deren Riegel beidseitig auskragen. - Stützweite 19 m, Kragarme 3 m; Brückenbreite 11m, Bauhöhe der Bodenplatte 41,5 cm. - Die Stahlrahmen bestehen aus geschweißten Hohlkästen im Abstand von 1,25 m und werden durch Querrippen à 1,25 m ausgesteift. - Das Stahltragwerk wird mittels Deckblech zu einer orthotropen Platte. - Durch die Kragarme wird es an der Stirnseite der Brücke zu erheblichen Verformungen kommen. Die vorgesehene Fugenbreite von 2cm ist nicht dauerhaft. - Die Rampenwände mit d = 20 cm zu gering für die vorgesehene Höhe. Realisierbarkeit - Die Beplankung der Laufflächen mit Holz ist aufwendig im Unterhalt und führt im Rampenbereich bei Regen und Schnee zu erhöhter Rutschgefahr. - Die Einbauleuchten in den Betonwänden sind problematisch da nicht vandalismussicher. - Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht hinsichtlich des zu verwendenden Sandsteines für die Verkleidung.

Krebs und Kiefer, Berlin | Birgitt Welter, Berlin | Hannelore Kossel, Berlin | 2. Rundgang

1461
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1461

Leitidee Der Weg ist das Ziel. Es soll eine abwechslungsreiche Beziehung über den Landwehrkanal mit vom Verkehr ungestörten Aufenthaltszonen geschaffen werden. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke überspannt den Wasserlauf als Trogbrücke mit einem leichten Bogen orthogonal zum Kanalverlauf. - Der Zugang zur Brücke erfolgt vom Schöneberger Ufer im Bereich der Ampelanlage über eine breite, zentrale Treppenanlage und eine zweiläufige Rampe. Am Reichpietschufer führt eine einläufige Rampe zur Linkstraße, zwei symmetrisch angeordnete Treppen erschließen die Brücke seitlich. Auf der Ostseite wird ein Schiffsanleger vorgeschlagen. - Der städtische Landschaftsraum soll als Teilstück der Lennéschen Schmuck- und Grünzüge wieder klar in Erscheinung treten. Wildwuchs wird beseitigt, entlang des Nordufers werden weiß blühende Kastanien, auf der Südseite Winterlinden gepflanzt. Gestaltung - Die Brücke ist einen mittleren, zwischen den Obergurten der Konstruktion gelegenen Bereich als rasche Verbindung und zwei seitlich auskragende Verweilflächen gegliedert. Die in einem leichten Bogen verlaufenden Obergurte verjüngen sich zur Brückenmitte und sorgen für Dynamik im mittleren Bereich, für die außen liegenden Verweilflächen bildet diese Taillierung eine schützende Wand mit integrierten Sitzbänken aus Holz (Bankirai). - Als „Leitmaterialien“ werden Sandstein und Stahl verwendet. Der Brückenüberbau besteht aus grün beschichtetem Stahl. Die Brückenunterseite wird mit Blech verkleidet. Die Stützwände der Rampen werden 76° angeschrägt und mit Sandstein verkleidet, die Widerlagerwände sind aus hellem Sichtbeton mit im Schnitt dreieckig ausgebildeten Auflagerkonsolen. - Eine Lichtlinie aus LEDs begleitet die Obergurte, regelmäßig angeordnete runde Aussparungen geben Licht nach oben. Dieses Motiv wiederholt sich entlang der Rampenmittelwand und den Treppenwänden am Südufer. Die Fuge im Bereich der Widerlagerwände wird als „magisches“ Lichtband ausgeführt. - Die Rampen und der Mittelbereich der Brücke erhalten einen Kunststoffbelag mit Einstreuungen. Die seitlichen Verweilbereiche werden mit horizon-

tal angeordneten Holzbohlen versehen. - Die kanalbegleitenden Wege werden in Bernburger Mosaik ausgeführt, Treppen erhalten Blockstufen aus Granit. Das historische Ufergeländer wird durchgängig ergänzt, die Rampen erhalten einen einfachen Handlauf aus Holz. Das Stahlgeländer wird als diagonale Rombenkonstruktion mit leicht gewölbter Holzbohle als Abschluss ausgeführt. Funktionen - Die Benutzbarkeit der Brücke ist gegeben. - Besondere Angebote sind die seitlichen Verweilflächen mit Sitzbänken nach Osten und Westen, der Kiosk mit Uferterrasse am Südufer, Aussichtspunkt, Aussichtsbalkon nach Norden. - Treppenanlagen und Rampen sind funktional und logisch platziert, die erforderlichen Rampenlängen sind eingehalten. Konstruktion - Die Stahlkonstruktion bildet einen Trogquerschnitt, bestehend aus zwei gevouteten Hauptträgern, zwischen denen ein Hohlkasten mit gebogenem Deckblech und Kunststoffbeschichtung geplant wurde. Zusätzlich befinden sich seitlich an den Hauptträgern Kragarme. - Zur Aufnahme der Verformungen ist eine schwimmende Lagerung auf Elastomerlagern und der Einsatz von Schleppblechen als Üko vorgesehen. Realisierbarkeit - Uferterrasse und neuer Schiffsanleger ragen in das Schifffahrtsprofil. - Die Kabelführung im luftdicht verschweißten Hohlkasten ist aufwendig. - Die oberhalb der Längsträger installierten LEDStreifen sind durch Vandalismus gefährdet. Für die zugänglichen Stahlflächen sind zusätzliche Antigraffitischutzsysteme vorzusehen. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhörung besteht hinsichtlich der Materialwahl für die Verklinkerung.

E.D.IN. s.r.l., Rom | Francesco Cellini, Rom | Extrapaysage, Rom | 2. Rundgang

1462
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1462

Leitidee Die neue Brücke wird in zwei Elemente unterschieden mit jeweils spezifischen Eigenschaften und entsprechend gestaltet: Der Brückenkörper als Ort zum Verweilen, die Erschließungsanlagen als funktional bestimmte Bereiche. Städtebau und Freiraumplanung - Der Brückenkörper wird mit drei kleinwüchsigen Bäumen und 8 Lichtstelen bestückt und damit sichtbar gemacht. Die Ansichten der Treppen und Rampen sind durch Pflanzenbewuchs in die vorhandene Uferbefestigung eingebunden. - Die Brücke wird parallel zur Parkachse über den Landwehrkanal geführt. - Am Schöneberger Ufer startet die Treppe und die zweiläufige Rampe auf der Ostseite. Die Rampe wird an der Westseite auf die Brücke zurückgeführt. Am Reichpietschufer liegt die Treppe an der Ostseite. Die einläufige Rampe liegt an der Westseite in Richtung Linkstraße. - Die Nordseite ist sinnvoll an die Straßenüberquerung angebunden. An der Südseite starten Treppe und Rampe rückläufig in Bezug zur Lage der Straßenüberquerung auf Höhe der Flottwellstraße. - Der vorhandene Baumbestand wird sehr genau differenziert und Ergänzungen umsichtig vorgenommen. Gestaltung - Der Brückenkörper wird in fünf Längsstreifen zoniert und gemäß der jeweiligen Nutzung gestaltet. - Die Rampen und Treppen werden in ihrer Verkleidung dem Bestand angepasst und wiederum sehr differenziert mit Pflanzenbewuchs versehen. - Der in sich eben ausgebildete Brückenkörper wird an der Oberfläche moduliert. - Die Brückenuntersicht ist offen und zeigt das Konstruktionsprinzip. - Verwendete Materialien sind Backstein für die Wände und Oberflächen der Rampen und Treppen, Edelstahl fürs Geländer, Stahl für die Konstruktion, Holzbohlen für den gesamten Brückenkörper. - Über vier Lichtstelen, an der jeweiligen Brückenstirn platziert, leicht nach innen geneigten wird der Brückenkörper beleuchtet. Einbauleuchten sind in den Betonscheiben vorgesehen. Zwischen den Holzbohlen befinden sich Bodenstrahler als zusätzliche Effektbeleuchtung.

- Das Mehrfachholmgeländer besteht aus einem Rohrprofil als Handlauf und aus 3 Lagen Flachstahlprofilen (Ausfachung). - Drei Pflanzkübel sind in das Tragwerk integriert Funktionen - Es werden lange Wege erzeugt. - Die Aufenthaltsbereiche sind das zentrale Thema dieser Arbeit. Drei mittlere Streifen für den sind für den Aufenthalt vorgesehen. Die restlichen zwei dienen der eigentlichen Überquerung. - Jeweils drei Sitzbänke zwischen den Stelen sollen zum Verweilen einladen. - DieTreppen sind geringfügig zu kurz geplant. Konstruktion - Die vier divergierenden Längsträger (Hohlquerschnitt 1000 x 500) und die dazwischen liegenden Querverbindungen schaffen mit den seitlichen Auskragungen vier in Längsrichtung unterschiedlich gewellte Bereiche. - Durch die schiefe Lage der Hauptträger und die höhenmäßig variierenden Nebenträger entsteht ein für die Montage und spätere Unterhaltung höchst aufwändiges Tragsystem, zusätzlich belastet durch die Pflanzkübel. - Aussagen zur Lagerart und Verformung des Überbaus liegen nicht vor. Die Widerlager werden als Stahlbetonplatte ausgebildet. - Gemäß der vorliegenden Schwingungsuntersuchung ist die Brückenkonstruktion mit Eigenfrequenzen von 3,0 und 3,8 Hz am Rande des schwingungsempfindlichen Bereichs. Realisierbarkeit - Die acht Kabelschutzrohre im Inneren der Längsträger sind nicht revisionsfähig. - Bewässerungssystem für die Bepflanzung. - Die Bodeneinbauleuchten sind nicht vandalismussicher. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhöhung besteht nicht.

Assmann Beraten + Planen, Hamburg | Klaus Sill, Hamburg | Arbos Landschaftsarchitekten, Hamburg | Nachrücker

1463

Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1463

Leitidee Die Brücke stellt innerhalb des übergeordneten Nord-Süd-Grünzugs eine schnelle Verbindung zwischen den Ufern dar und bietet gleichzeitig einen Ort der Muße, der die Stadtbewohner einlädt, mit Blick auf den Landwehrkanal als eigenständiges Landschaftselement eine kurze Auszeit zu nehmen. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brücke überspannt als unten liegende Konstruktion den Kanal mit einem leichten Bogen orthogonal zum Wasserlauf. - Der Zugang zur Brücke erfolgt vom Schöneberger Ufer im Bereich der Ampelanlage über eine breite, zentrale Treppenanlage und eine zweiläufige Rampe. Am Reichpietschufer führt eine einläufige Rampe zur Linkstraße, eine einläufige Treppe Richtung Norden führt zum Gehweg, eine weitere Richtung Westen führt zum Ufer mit optionalem Schiffsanleger. - Die Uferbefestigungen und die Linearität der Grünflächen werden durch den Brückenneubau wiederhergestellt, das nördliche Ufer wird durch eine Reihe von Ahornbäumen geprägt, das Südufer als lineares Parkband interpretiert. Gestaltung - Das Brückenbauwerk gliedert sich in zwei Hauptelemente: Massive Rampenbauwerke und filigrane Stahlkonstruktion der Brücke werden in einen bewussten Kontrast gesetzt. Der Radverkehr wird getrennt vom Fußgängerbereich auf einer 3 m breiten Trasse über Rampen und Brücke geführt, Fußgänger erhalten eine direkte L-förmige Verbindung. - Die 11 m breite Brücke erhält ein differenziertes Höhenprofil. Der Fußgängerbereich wird als hölzerne Promenade gestaltet, durch vier Stelenlaternen getrennt, verläuft der asphaltierte Fahrradweg. Die Längsseiten der Brücke erhalten estradenartige Sitzbereiche mit Blick auf den prägnanten Grünraum des Landwehrkanals. Als Absturzsicherung im Brückenbereich werden transparente Stahlgeländer vorgeschlagen. - Es sollen einfache, robuste Materialien, die einen nachhaltigen Betrieb ermöglichen, eingesetzt werden: Brücke als Stahlkonstruktion, Rampenbauwerke aus Stahlbeton mit einer Verkleidung aus dunkel lasierten Klinkern, Rampen und Fahrradweg erhalten einen dunklen Gussasphaltbelag, Fußgänger- und Verweilbereiche einen Belag aus tiefenveredeltem Robinienholz.

Funktionen - Besondere Angebote sind die seitlichen Verweilflächen mit Sitzbänken nach Osten und Westen. - Treppenanlagen und Rampen sind funktional und gut auffindbar platziert. Konstruktion - Die Brücke ist eine Stahlkonstruktion, die aus sechs torsionssteifen Hohlkästen mit veränderlichem Querschnitt (dem Verformungsbestreben entgegenwirkend/Spannungsauslastung) besteht. - Die Spannweite der Träger beträgt 18 m, die Brückenbreite 11 m, die Bauhöhe der Träger in Brückenmitte 65 cm. - In den Drittelpunkten der Längsträger sind Querträger als geschweißte Hohlträger zur Aussteifung angeordnet. - Drei Träger sind durch ein Stahlblech zu einer Platte verbunden und mit Gussasphaltbelag versehen, über die restlichen drei Träger sind 7 cm dicke Holzbohlen als Belag vorgesehen. - Es fehlen Angaben über Fugenkonstruktionen, Entwässerung , Geländerbefestigung. - Die Längsträger werden auf den neu errichteten Stahlbetonwiderlagern mittels Lagern abgesetzt, die Verschiebungen aus Temperaturschwankungen ermöglichen. Realisierbarkeit - Der optionale Schiffsanleger zwischen Nordufer und Rampenbauwerk reduziert das Schifffahrtsprofil. - Längsträgergestaltung ist mit hohem Schweißaufwand verbunden, die Lagerung der Längsträger auf in den Beton eingebauten Stahlkonsolen ist aufwendig und schwächt den Trägerquerschnitt. - Der Unterhaltungsaufwand hält sich durch die nicht zu feingliedrige Stahlkonstruktion im Rahmen. Befestigung der Holzbohlen von unten erschwert das Auswechseln erheblich. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein Risiko der Kostenerhörung besteht hinsichtlich der Materialwahl für die Verklinkerung.

Herbert Fink, Berlin | Sauerbruch Hutton, Berlin | Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich | Ankauf

1464
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1464

Leitidee Die neue Brücke wird mit einem deutlich sichtbaren Dach ausgebildet um in der heterogenen Stadt- und Kanallandschaft als Verbindungsglied beider Parkseiten wahrgenommen zu werden. Städtebau und Freiraumplanung - Die Brückenachse liegt parallel zur Parkgrünachse. - Am Schöneberger Ufer liegen die Treppe und zweiläufige Rampe parallel zur Uferlinie. Beide starten am westlichen Rand, die Rampe dockt am Ostrand an. Am Reichpietschufer sind Treppe und Rampe zur Uferlinie leicht gedreht. Die Treppe liegt an der Ostseite, die Rampe ist zur Westseite Richtung Linkstraße orientiert. - Um die Sichtkegel in den Tilla- Durieux- Park und den Park auf dem Gleisdreieck freizuhalten werden einige Bäume auf der Schöneberger Seite entfernt. - Erhalt und Ergänzung der durchgängigen uferbegleitenden Baumreihe. Wege werden in Bernburger Mosaik ausgebessert und ergänzt. Gestaltung - Die beiden Dachzelte bestimmen den Gesamteindruck. - Über die Diagonale geteilt, liegen die beiden Raumfachwerke, wechselseitig platziert, nebeneinander. Die Sichtkegel bedingen den Grundriss, jedes Fachwerk öffnet sich mit einem steigenden First zu seinem Park. - Die Dachkörper sind gleichzeitig oben liegendes Haupttragwerk, Schutz des Brückenkörpers und Blickfang. - Die verwendeten Materialien sind Stahlprofile für das Tragwerk oben, den Brückenrost unten, Holz für die Beläge und Handläufe sowie Sitzbänke, PTF-Folien für die Dachkörperverkleidung sowie Stahlbleche für die Fassung der massiv ausgeführten Rampen. - Im Dachvolumen sind Leuchten eingebaut zur Brückenausleuchtung. Sie sollen nachts die Dächer zu Leuchtkörpern verwandeln. - Zusätzliche Beleuchtung in den Handläufen. - Für die Brückenflanken werden blickdurchlässige Stahlgeländer mit Streckmetallgittern zur Ausfachung verwendet. - Im Bereich der Rampen ist die Stahlblechfassung brüstungshoch gezogen. Funktionen - Aufenthaltsqualität soll erreicht werden durch die vorgesehenen Brückenbreite, die Überdachung,

die als Wetterschutz fungiert, und zwei Reihen mit vier Holzbänken. Konstruktion - Für die Brücke wurde ein oben liegendes Tragwerk gewählt (räumliches Fachwerk). - Die Fachwerkkonstruktion besteht aus drei Untergurten und zwei Obergurten. Sie wird auf vier mit Beton verfüllten Stahlrohren abgestützt, die in den neu zu erstellenden mit Blech eingefassten Stahlbetonrampen eingespannt werden. - Die Brückenplatte wird über Hängestangen im Abstand von 3 m gehalten. Plattenhöhe 32 cm. Die Brückenplatte wird aus Quadratrohrträgern im Abstand von 1,5 m gebildet, die an den Seitenrändern mit dazwischen gespannten gleichen Trägern ausgesteift werden. - Keine Angabe über Fugenkonstruktion, Gradiente, Einspannung der vier Rohrstützen, Befestigung des mit 4 cm zu dünnen Holzbelages, Anschlüsse der Hänger für die Brückenplatte, Lagerung des Daches auf den Stützen. - Die sehr schlanke abgehangene und nicht längs ausgesteifte Brückenplatte ist schwingungsanfällig, was in den Unterlagen anders ermittelt wurde. Realisierbarkeit - Die geforderte Leitungsführung kann nicht in den Brückenkörper integriert werden. - Durch die Feingliedrigkeit der Konstruktion ist ein hoher Unterhaltungsaufwand erforderlich. - Der Kostenrahmen wird ausgeschöpft. Ein größeres Risiko der Kostenerhöhung besteht hinsichtlich der nicht beschriebenen Gründung der Rampen und des Stahlpreises.

Gregull + Spang, Berlin | nps tchoban voss, Berlin | Schrickel + Partner, Berlin | Nachrücker

1465
Konstruktion

Grundrissfigur

Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal / Ergebnisprotokoll

1465

Leitidee Die bestehenden Fluchten der Neubebauung am Potsdamer Platz werden übernommen (hier TillaDurieux- Park) und die Brücke in ihrer Lage über dem Kanal daran ausgerichtet. Städtebau und Freiraumplanung - Massive Brückenköpfe und Rampenbrüstungen setzen das Bauwerk von der Uferlinie ab. Unterstützt wird dies durch vier Lichtstelen als Positionsbestimmung. - Die Brücke überquert den Kanal parallel zur Parkachse. - Am Schöneberger Ufer ist die Treppe in Verlängerung zur Brückenachse vorgesehen. Die zweiläufige Rampe startet und schließt an die Brücke an der Ostseite an. Am Reichpietschufer sieht man die identische Anordnung wie auf der Südseite, jedoch gespiegelt. - Die vorgegebenen Straßenübergänge sind auf der Südseite direkt angebunden. Auf der Nordseite wird die Rampe nicht als Mittel zur Wegverkürzung genutzt. - Das Bestehende Wegenetz wird aufgenommen, ergänzt und angepasst. Das Auflager der ehemaligen Augusta-Brücke wird als Terrasse umgestaltet und mit Bänken bestückt. Bäume im Uferbereich werden ergänzt, die große Weide am östlichen Ende der Südseite bleibt erhalten, weil das unmittelbar in der Nähe sich befindende Zwischenpodest auskragt. Gestaltung - Die verklinkerten Flächen (Rampe, Brüstungen) bestimmen das Bild der Brücke. Mitbestimmend für den Gesamteindruck sind die Geländer an den Brückenseiten, den mittleren Rampenwangen und den Wendepodeste mit ihren diagonalen Flechtstrukturen. - Die hauptsächlich verwendeten Materialen sind die gelben Klinker und die grau angestrichenen Stahlbauteile. - Die Brücke wird mit Holzbohlen (d = 6.5 cm) belegt, die Rampen mit Granitpflaster. - Die Brückenbeleuchtung erfolgt über die vier Lichtstehlen. Die Rampen und Treppen werden über Einbauleuchten ausgeleuchtet. Funktionen - Die Brücke bietet durch ihre Breite Aufenthaltsbereiche, die mit Sitzbänken ausgestattet sind. Dadurch ist die Trennung der einzelnen Funktionen erreicht.

- Die Wendepodeste werden als Aussichtsplattformen beschrieben. - Rampenlängen und Treppen können nicht geprüft werden (keine Höhenkoten). Konstruktion - Schiefwinklige Einfeldbrücke mit einem Tragwerk aus Walzträgern. Die außen liegenden Hauptträger aus 50 cm hohen Walzträgern werden in ihrer Tragwirkung durch das kompakte aufgesetzte Geländer unterstützt. - Dazwischen sind im Abstand von 2,4 m die 22 cm hohen Querträger (HEB 220) gespannt. Zur Aussteifung werden in Längsrichtung im Abstand von 1,0 m darauf weitere Träger aufgeschweißt. - Weitere Details der Konstruktion, wie Lager, Entwässerung der Rampen, Fugenkonstruktionen, Befestigung der Bohlen sind nicht dargestellt. - Schwingungen der Brücke werden im oberen Grenzbereich für Fußgänger erwartet. - Durch die statisch bestimmte Lagerung keine zusätzlichen Temperaturspannungen. - Montage: das Strahltragwerk kann vorgefertigt und vor Ort eingehoben werden Realisierbarkeit - Die Widerlagerkontur/Bestand ist im nordwestlichen Bereich um cirka 3 m überschritten. - Die geforderte Leitungsführung ist bei den angegebenen Längsversteifungen nicht möglich. - Die Brücke ist durch ihre Vielgliedrigkeit und mit dem Holzbohlenbelag sehr unterhaltungsaufwendig. - Der Kostenrahmen wird weit ausgeschöpft. Ein erhöhtes Risiko der Kostenerhöhung besteht hinsichtlich der Pflasterung der Rampen und der Verklinkerung im Zusammenhang mit der Materialwahl und die Erweiterung des Fundamentes am nördlichen Ufer im Wasserbereich.
        
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