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Leit- und Informationssystem FHTW BerlinOberschöneweide
Kooperativer Realisierungswettbewerb für Designer und Gestalter Ergebnisprotokoll

Kooperativer Realisierungswettbewerb für Gestalter und Designer Leit- und Informationssystem FHTW Berlin-Oberschöneweide Ergebnisprotokoll

Durchführung des Verfahrens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Wettbewerbskoordination und Leitung der Vorprüfung Patrick Weiss, II D 2 Vorprüfung Andreas Zerr Mitarbeit bei der Vorprüfung Lars Krokowski Digitale Bearbeitung Lars Krokowski Titelbild Entwurf Polyform, 1. Preis Druck A & W, Berlin Berlin, Oktober 2006

Inhaltsverzeichnis

1. Ergebnisprotokoll der Sitzung des Preisgerichts am 28. September 2006...................................................................................7 1.1 Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit ....................................7 1.2 Konstituierung des Preisgerichts.....................................................7 1.3 Eröffnung Sitzung des Preisgerichts ...............................................7 1.4 Bericht der Vorprüfung ....................................................................8 1.5 Informationsrundgang ....................................................................8 1.6 Erster Wertungsrundgang ...............................................................8 1.7 Zweiter Wertungsrundgang .............................................................8 1.8 Engere Wahl....................................................................................9 1.9 Einzelbeurteilungen.........................................................................9 1.10 Festlegung der Rangfolge und Preise........................................... 11 1.11 Empfehlung des Preisgerichtes .................................................... 11 1.12 Öffnung Verfasserumschläge ........................................................ 11 1.13 Abschluss der Sitzung...................................................................12 1.14 Anwesenheitsliste .........................................................................13 1.16 Teilnehmer des Wettbewerbs ........................................................15 2. Bericht der Vorprüfung ....................................................................17 2.1 Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten ..........................................17 2.2 Vollständigkeit der Wettbewerbsarbeiten ......................................17 2.3 Verfahren der Vorprüfung/Kostenprüfung .....................................18 2.4 Sachverständige ...........................................................................19 2.5 Einzelberichte der Arbeiten 1231 bis 1237 ...................................19

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1. Ergebnisprotokoll der Sitzung des Preisgerichts am 28. September 2006
Beginn der Sitzung : 09:40 Uhr

1.1 Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit
Herr Ostendorff begrüßt als Vertreter des Auslobers die Sitzungsteilnehmer und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste) und die Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.

1.2 Konstituierung des Preisgerichts
An Stelle von Herrn Atzorn nimmt Herr Dr. Semlinger als Sachpreisrichter teil. Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter wird Herr Nalbach bei eigener Stimmenthaltung zum Vorsitzenden gewählt. Das Preisgericht setzt sich somit aus folgenden stimmberechtigten Mitgliedern zusammen: Fachpreisrichter: Alexandra Martini Designerin, Berlin Jürgen Huber Designer, FHTW, Berlin Gernot Nalbach (Vorsitz) Architekt, Berlin Sachpreisrichter: Dr. Klaus Semlinger Vizepräsident FHTW, Berlin Hermann-Josef Pohlmann Referatsleiter Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Zum ständig anwesenden stellvertretenden Fachpreisrichter wird Herr Ivan Reimann bestimmt.

1.3 Eröffnung Sitzung des Preisgerichts
Der Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung und lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Teilnehmern über die Aufgabenstellung und deren Lösung seit dem Zwischenkolloquium geführt haben und während der Dauer der Sitzung des Preisgerichts führen werden,

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sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von den Entwürfen erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständiger bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, sie die Beratung des Auswahlgremiums vertraulich behandeln werden, die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, sie es unterlassen werden, Vermutungen über die Verfasser anzustellen.

1.4 Bericht der Vorprüfung
Herr Weiss gibt anschließend einen Überblick über das methodische Vorgehen und die Ergebnisse der Vorprüfung, die dem Preisgericht in einem schriftlichen Bericht vorliegen (siehe ab Seite 17, Punkt 2). Das Preisgericht beschließt, alle 7 eingereichten Arbeiten zur weiteren Beurteilung zuzulassen.

1.5 Informationsrundgang
Ab 10:00 Uhr stellt Herr Zerr als Vorprüfer die Arbeiten in der Reihenfolge der Tarnzahlen ohne jede Wertung vor.

1.6 Erster Wertungsrundgang
Im Anschluss an den Informationsrundgang führt das Preisgericht ab 11:10 Uhr zunächst eine Diskussion über die auf Seite 38 der Auslobung aufgeführten Kriterien. Dabei wird festgestellt, dass auf das Kriterium der Wirtschaftlichkeit besonderes Gewicht zu legen ist. Da der von der Auslobung gesetzte Kostenrahmen sehr knapp bemessen ist und andererseits zahlreiche Entwürfe ein großes Angebotsspektrum umfassen, sollte bei der Beurteilung darauf geachtet werden, welche Arbeiten das Notwendige und Essentielle und das zugleich Bezahlbare bieten. Im Rahmen des Wertungsrundganges werden alle Arbeiten eingehend betrachtet und intensiv diskutiert. Wegen gestalterischer und funktionaler Mängel, ohne dass diese durch besondere konzeptionelle Ansätze aufgewogen werden, werden die Arbeiten 1235 und 1236 einstimmig aus dem Verfahren ausgeschieden

1.7 Zweiter Wertungsrundgang
Im zweiten Wertungsrundgang werden ab 11:40 Uhr die im Verfahren verbliebenen 5 Wettbewerbsarbeiten vertiefend betrachtet und die funktionalen und gestalterischen Aspekte der Entwürfe eingehend erläutert und diskutiert. Die Arbeit 1231 scheidet im zweiten Wertungsrundgang einstimmig aus.

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Die weiteren Arbeiten verbleiben dagegen mit folgendem Abstimmungsergebnis im Verfahren (dafür : dagegen): 1232: 1233: 1234: 1237: 4.1 4:1 3:2 3:2

Diese vier Arbeiten bilden die engere Wahl. Der zweite Wertungsrundgang endet um 12:25 Uhr.

1.8 Engere Wahl
Nach einem Mittagsimbiss setzt das Preisgericht seine Sitzung mit der schriftlichen Beurteilung der Arbeiten der engeren Wahl fort. Die Textentwürfe zu den Arbeiten werden von einzelnen Preisrichtern verfasst. Anschließend werden die Einzelbeurteilungen im Plenum vor den Arbeiten vorgetragen, diskutiert, ergänzt und verabschiedet.

1.9 Einzelbeurteilungen
Arbeit 1232 Der Entwurf schlägt eine Beschilderung aus frei zusammengesetzten Buchstaben und Textfeldern vor, die sich als „Sprechblasen“ artikulieren und in verschiedenen Größen im Areal bzw. an den Gebäuden angebracht werden können. Das durch Alltagskultur und Straßenbeschilderung inspirierte Leitsystem ist sehr robust und flexibel. Zugleich ist es in der Lage, den programmatischen Inhalt, den die Arbeit der Hochschule charakterisieren, an die Öffentlichkeit zu vermitteln. Das vorgeschlagene System ist sehr vollständig und kann außer der Wegeführung und Raumbezeichnung auch spontane und temporäre Informationen integrieren. Die plakative an Comics und an Alltagskultur angelehnte Idee, Typographie und formelle Sprache, verleiht dem Leitsystem seine große Prägnanz, sie ist aber zugleich eine seiner Schwächen. So darf z.B. hinterfragt werden, ob die Fixierung auf „Sprechblasen“ und bestimmte Wörter (Campus) langfristig Bestand haben werden. Insgesamt handelt es sich um eine Vorschlag, der auf eine sehr eigenständige Art nicht nur mit zu vermittelnden Inhalten und funktionalen Gegebenheiten, sondern auch mit dem Charakter des alten Industrieareals umgeht.

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Arbeit 1233 Der Entwurf besticht durch zwei konzeptionelle und zwei funktionale Elemente. Konzeptionell überzeugt der historische Bezug und die Anregung, Rationalität und Ästhetik zu verbinden, in dem die Elemente nebeneinander gestellt werden bzw. sich brechen (Rationalität: „Schaltpläne“, Schrift, Ästhetik/ Kultur: Poesiepunkte, Leuchtbänder). Funktional besticht der klare, gewissenhafte Umgang mit den informativen Details, insbesondere auch durch Einbezug der Gebäudedurchgänge in das Wegeleitsystem. Als Nachteil ist jedoch zu vermerken, dass diese Gewissenhaftigkeit und Detailgetreue zu Lasten der Klarheit geht: man muss sich im Orientierungssystem orientieren, dann – aber erst dann – bekommt man einen hervorragenden Überblick. Wer sich nicht darauf einlässt, wird mit Information überlastet (in diesem Sinne erfüllt sie eher den Anspruch, den man an „Kunst am Bau“ stellen könnte: Sie gibt Anstöße zur Auseinandersetzung mit dem Standort und mit der Hochschule). Ausschlaggebend für die Skepsis hinsichtlich der Umsetzbarkeit ist aber letztlich der Umstand, dass die Budgetgrenze wohl viele der zentralen Gestaltungselemente kappt. Arbeit 1234 Der Entwurf „Waypoint“ setzt in seiner Wirkung im Außenbereich auf große, kraftvolle Signalflächen, die den Besucher weithin sichtbar über das Gelände leiten. Trotz des kraftvollen Auftritts steht keines der Elemente dem Geschehen auf dem Campus im Wege, da sich die Informationsträger auf die Wände bzw. den Boden zurückziehen. Die Kraft der Außenwirkung erreicht der Entwurf bei der Innenbeschilderung leider nicht. Die dortigen Schilder wirken gegen den Außenbereich allzu konventionell. Inwieweit die Belange des Denkmalsschutzes erfüllt werden und wie das Corporate Design der Hochschule insbesondere mit der Farbigkeit integriert werden kann, bliebe zu prüfen. Arbeit 1237 Bei dieser Arbeit steht die Funktion der Informationsweitergabe im Vordergrund. Positiv ist hervorzuheben: • • • Anhand einer orthogonalen Netzstruktur erhalten Gebäude und Aufgänge neue Prägnanz und eindeutige Bezeichnung (B + Zahl) Auch Etagen- und Raumnummern sind eindeutig bezeichnet Temporäre Informationen der Nutzer sind gesondert anzubringen

Für jede Ebene (Außen, Hauseingang, Etage, Raum) werden dezente Schilder in modularer Bauweise angeboten. Es fällt auf, dass die Informationsinhalte, insbesondere der Hauseingang und die Etagenschilder, ungeordnet und überladen sind: Eine Wegeführung im Sinne eines Leitsystems wird dort nicht angeboten, im Gegenteil: Text und Piktogramme verwirren. Eine gestalterische Idee ist nicht erkennbar.

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1.10 Festlegung der Rangfolge und Preise
Nach Verabschiedung der schriftlichen Beurteilungen werden die Arbeiten der engeren Wahl erneut vergleichend diskutiert und bewertet. In der Diskussion werden zwei konträre Positionen vertreten, in denen sich grundsätzlich unterschiedliche Sichtweisen der Hochschule widerspiegeln, die bereits bei der Einführung des Corporate Design der FHTW als Konflikt deutlich geworden sind. Auf der einen Seite wird der Anspruch erhoben, ein Leitsystem sei wegen seiner Identifikations- und Außenwirkung nur in einer Form kompatibel mit der FHTW, wenn es diese als seriöse Einrichtung vermittle. Auf der anderen Seite wird dagegen die Auffassung vertreten, angemessen sei vielmehr ein eher unkonventionell gestaltetes Leitsystem, das sich in seinem Umfeld mit einer eigenständigen Haltung behaupten könne. An Stelle der Seriosität solle das Leitsystem eher das Junge und Experimentelle als Charakteristika der Hochschule verkörpern und vermitteln. Anschließend wird ein Meinungsbild über die Rangfolge der Arbeiten erstellt. Zur Rangfolge der verbliebenen vier Wettbewerbsarbeiten gibt jeder Preisrichter ein Votum ab. Auf Grundlage dieses Meinungsbildes wird nacheinander über die Rangfolge abgestimmt (dafür : dagegen). Arbeit 1237 auf den 4. Rang: Arbeit 1234 auf den 3. Rang: Arbeit 1233 auf den 2. Rang: Arbeit 1232 auf den 1. Rang: 4:1 4:1 4:1 4:1

Über die Verteilung der Preise gemäß Auslobung wird wie folgt abgestimmt (dafür : dagegen): 1. Preis 2. Preis Arbeit 1232 Arbeit 1233 5.000,- € 3.000,- € 4:1 4:1

1.11 Empfehlung des Preisgerichtes
Das Auswahlgremium empfiehlt dem Auslober mit 4:1 Stimmen, die Verfasser des ersten Preises mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen. Dabei sind die technischen Belange auf Realisierbarkeit zu überprüfen. Auch soll nach Lösungen gesucht werden, auf die Belange der Hochschule einzugehen.

1.12 Öffnung Verfasserumschläge
Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der 7 Teilnehmer werden verlesen.

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1.13 Abschluss der Sitzung
Herr Nalbach entlastet die Vorprüfung und dankt ihr für die sorgfältige Arbeit. Beim Auslober und beim Preisgericht bedankt er sich für das gewährte Vertrauen und gibt den Vorsitz an den Auslober zurück. Herr Ostendorff dankt anschließend allen Beteiligten im Namen des Auslobers für ihre Mitwirkung. Ort und Zeit der Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten werden gesondert bekannt gegeben. Die Sitzung endet um 14:20 Uhr. Das Protokoll wurde vom Vorsitzenden des Preisgerichts gelesen und genehmigt.

Protokoll: Patrick Weiss

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1.14 Anwesenheitsliste

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1.16 Teilnehmer des Wettbewerbs
1. Preis
Arbeit 1232 Polyform Büro für Grafik- und Produktdesign, Berlin Karl Stark Joana Katte Susan Schepe

Verfasser:

Mitarbeiter:

2. Preis
Arbeit 1233 Adler & Schmidt Kommunikations-Design GmbH, Berlin Florian Adler Hans-Peter Schmidt R. Engelkamp, K. Schirmer, A. Hedke, F. Albrecht Dipl.-Ing. Jörg Weise

Verfasser:

Mitarbeiter: Sonderfachleute:

Engere Wahl
Arbeit 1234 Ständige Vertretung Design und Kommunikation GmbH, Berlin Nicholas Kapica Andrew Lawrence Ilka Kapica

Verfasser:

Mitarbeiter:

Arbeit 1237 Verfasser:

Inarea Berlin, Berlin Prof. Gunnar Spellmeyer Antonio Pace

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2. Rundgang
Arbeit 1231 Verfasser: Jackert Lorenz GbR, Berlin Alexander Jackert Daniel Lorenz

1. Rundgang
Arbeit 1235 Verfasser: Mitarbeiter: Sonderfachleute: eckdesign, Berlin Albrecht Ecke Kristina Schubert, Anja Imig Benz & Fischer alulines GmbH Bernd Fischer

Arbeit 1236 Verfasser:

wittenberg hübener claussen, Hannover Prof. Dipl. Des. Torsten Wittenberg Dipl. Des. Jörn Hübener Dipl. Des. Britta Claussen Wittenberg Architekten, Berlin Dipl.-Ing. Normann Wittenberg

Sonderfachleute:

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2. Bericht der Vorprüfung 2.1 Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten
Abgabetermin war der 15.09.2006. Alle 7 aufgeforderten Büros haben ihre Arbeiten anonym abgegeben oder per Post bzw. Kurier eingesendet. Die Arbeiten waren mit einer sechsstelligen Kennziffer versehen. Alle Arbeiten wurden fristgerecht eingereicht, was durch den Eingang am 15.09.2006 oder durch Einlieferungsschein belegt wurde. Nach dem Auspacken wurden die Arbeiten auf Abgabedatum und Vollständigkeit der geforderten Leistungen geprüft und mit den Tarnnummern 1231 bis 1237 gekennzeichnet. Die Verfasserumschläge wurden unter Verschluss genommen. Am 18.09.2006, also nach dem Abgabetermin wurden von den Verfassern der Arbeit 1234 ein zusätzlicher Plansatz abgegeben. Es handelt sich um die Prüfpläne und die Verfasser verweisen darauf, dass die Druckerei nur einen Plansatz verschickt hat. Nach Prüfung und Vergleich der Pläne sind keine zusätzlichen Informationen gegenüber den fristgerecht eingetroffenen Unterlagen enthalten. Die Verfasser bitten das Preisgericht, diese zuzulassen.

2.2 Vollständigkeit der Wettbewerbsarbeiten
Die Vollständigkeit der Arbeiten wurde gemäß Punkt 1.10 der Auslobung geprüft. Die geforderten Leistungen wurden im Wesentlichen erbracht, wie die nachfolgende Tabelle zeigt:

Anwendung anhand vorgegebenem Weg (Wilhelminenhofstr. bis Seminarraum FB1)

Organisation des Leit- und Informationssystems

lung vorgeschlagener
(mit Verfasserhonorar bei Beauftra-gung)

Verzeichnis der eingereichten Unterlagen x x x x x x

Elemente (Ansicht) Aussendarstellung M 1:10
(zum Verständnis des Entwurfs)

Verkleinerung aller Abbildungen auf DIN A3

Beispielhafte Darstel-

grobe Kostenkalkulaion

Etagenverteiler M 1:5

Diagramm/ Übersicht

Schnitte und Details

Erläuterungsbericht

1231 1232 1233 1234 1235 1236 1237 x 1 2

x x x x x x x

x x x x x x x

x x x x x x x

x x x x x x x

x x x x x x x

x x x x x x x

x x x x x x x

x x x x x x 1

x x x 2 x x x

x x x x x x -

x x x x

Leistung liegt vor Leistung liegt nicht vor nur auf Präsentationsplan/ Prüfplan zu späte Einlieferung/ identischer Inhalt

Verfassererklärung x x x x x x x

Türschild M 1:1

(max. 4 Seiten)

Hängeplan

Tarnzahl

Prüfplan

(optinal)

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2.3 Verfahren der Vorprüfung/Kostenprüfung
Die Vorprüfung wurde in den Räumen der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) in Oberschöneweide, Wilhelminenhofstr. 76/77, 12459 Berlin, durchgeführt. Vorprüfung: - Andreas Zerr, Architekt Mitarbeiter der Vorprüfung: - Lars Krokowski, Dipl.-Ing. Arch. Koordination: - Patrick Weiss, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Grundlage der Vorprüfung waren die Auslobung, speziell die geforderten Leistungen (Auslobung S. 14) sowie die in Teil 3 aufgeführten räumlichen Bereiche, die funktionalen Anforderungen und die Kriterien (Auslobung S. 35-38). Zusätzlich wurden die Aussagen zu den Rückfragen und zum Zwischenkolloquium berücksichtigt. Die in der Ausschreibung geforderten Berechnungen wurden von den Teilnehmern nicht immer nachvollziehbar erbracht. Die Rechenansätze wurden überprüft. Die Ergebnisse der quantitativen Prüfung sind in den Einzelberichten dargestellt. Die Mengenangaben der Entwürfe weisen eine breite Streuung auf, die auf eine unterschiedliche Interpretation der zur Verfügung gestellten Grundrisse zurück zu führen ist. Bei der Anzahl der Türschilder hat die Vorprüfung deshalb den Bedarf nochmals von den Baudurchführenden der vorgezogenen sowie der Hauptbaumaßnahme ermitteln lassen und auf dieser Basis bei allen Entwürfen einheitlich 1.599 Stück und zusätzlich 1.066 für ein zweites Schild mit Veranstaltungsinformationen bei den Unterrichtsräumen (2/3 der Räume insgesamt) zu Grunde gelegt. Bei den übrigen Elementen wurde von den individuellen entwurfsbedingten Mengenangaben der Wettbewerbsteilnehmer ausgegangen. Die Entwürfe wurden weiterhin im Hinblick auf den Pflege- und Unterhaltungsaufwand und die Realisierbarkeit der vorgeschlagenen technischen Lösungen geprüft. Angesichts der zu erwartenden individuellen Lösungsansätze war kein Katalog mit Einheitspreisen vorgegeben. Die Kosten mussten von der Vorprüfung deshalb unter Heranziehung von Referenzprojekten und -produkten ermittelt werden. Die Entwürfe sind hinsichtlich der Einhaltung des Kostenrahmens von 170.000 € nicht durchgängig vergleichbar, da die meisten Verfasser in unterschiedlichem Umfang vorgeschlagene Entwurfselemente oder Vorleistungen für die Installation solcher nicht darin berücksichtigt haben. Von vornherein waren die Kosten für Beleuchtung und ggf. Multimedia-

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Anwendungen nicht im Kostenrahmen enthalten.

2.4 Sachverständige
Während der Vorprüfung wurde den Sachverständigen die Gelegenheit gegeben, die Wettbewerbsarbeiten einzusehen, um der Vorprüfung bei Bedarf fachliche Fragen zu beantworten bzw. die eigenen Belange abzuprüfen. Eine selbständige Einsicht der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch: - Frau Jeske, Beauftragte der FHTW für Bauplanung - Frau Hüttinger, Öffentlichkeitsarbeit der FHTW - Frau Hinz, FB5 der FHTW

2.5 Einzelberichte der Arbeiten 1231 bis 1237
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf einer Doppelseite dargestellt. Gliederung der Einzelberichte Auf der linken Seite befinden sich zwei Abbildungen, zum Einen eine Abbildung eines für den Entwurf charakteristischen Entwurfselements, zum Anderen der Entwurf für das Türschild. Die textliche Beschreibung der Entwürfe wurde nach folgenden Gliederungspunkten vorgenommen: Leitidee/ Motiv Wegweiser zum Stadtteil Wegweiser auf dem Campus Wegweiser vor/ an den Gebäuden Wegweiser in den Gebäuden Zusätzliche Angebote Bezüge zu CD, Leitsystemen und Bausubstanz Nachhaltigkeit und Veränderbarkeit Wahrnehmbarkeit bei Dunkelheit Einhaltung des Kostenrahmens Technische Realisierbarkeit Zitate der Verfasser wurden im Bericht kursiv kenntlich gemacht.

Jackert Lorenz GbR, Berlin | 2.Rundgang

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Türschildern, die alle detailliert konstruiert sind und denen jeweils eine eigene Funktion zugewiesen ist. Die Verfasser verwenden Dynamik und Flexibilität als Schlagworte. Die vorgesetzten Flächen mit den Informationsinhalten werden als Displayflächen bezeichnet. Wegweiser zum Stadtteil Der Entwurf sieht an den Grundstückszugängen vier Stelen aus Stahlblech mit roter Farbgebung vor. Sie sind an Stahlrohrrahmen befestigt und haben eine aufgesteckte Klammer aus Edelstahl. Wegweiser auf dem Campus Die eigentliche Information zu entfernt liegenden Gebäuden befindet sich an den Gebäudestelen, die ähnliche Information wie die Hauptstelen enthalten und diesen gleichen, aber geringfügig kleiner sind. Sie werden senkrecht zur Fassade gedreht dicht vor der Außenwand aufgestellt. Zusätzliche Richtungshinweise befinden sich auf 2 x 30 x 30 cm Stahlblechen, die über Eck gekantet und vor die Gebäudeecken an den Durchgängen geschraubt sind.

Leitidee/ Motto Die Überlagerung zweier quadratischer Flächen und deren Verbindung. Die Verfasser leiten dieses Motiv aus dem Corporate Design ab und besetzen es mit Vordergrund und Hintergrund, mit Leitung und vertiefender Information, mit räumlicher Wirkung und gestalterischer Klammer. Die Arbeit besteht aus 16 verschiedenen Gestaltungselementen von Fahnenmasten am Hauptzugang bis zu den

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Wegweiser vor/ an den Gebäuden siehe vorstehenden Absatz Wegweiser in den Gebäuden Abgestuftes Schildersortiment aus 8 unterschiedlichen Elementen, die das Motiv der Leitidee, die beiden sich überlagernden Quadrate samt deren Verbindung aufgreifen. Zur Anzahl der verwendeten Schilder werden keine Angaben gemacht. Im Innenbereich wird der Rotanteil reduziert und mehr Edelstahl eingesetzt. Zusätzliche Angebote Stadtteilschilder 60 x 30 aus Kunststoff, z.B. am SBahnhof Schöneweide als Hinweis auf die Tram, drei Fahnenmasten, Infobox als Möbel für großzügige Eingangsbereiche; Durchgänge als Informationsschleusen mit jeweils 2 Tafeln 180 x 180 aus gekantetem, verzinktem Stahlblech (insgesamt 8). Eine Tafel steht für tagesaktuelle Informationen zur Verfügung, die zweite für Informationen über die Geschichte der Gebäude (Vergangenheit und Zukunft). Mit Texten versehene Farbbänder befinden sich in den Treppenhäusern. Für das Aufhängen von Printmedien und handgeschriebene Informationen wird eine Seitenfläche auf der Infobox angeboten. Bezüge zu CD, Leitsystemen und Bausubstanz Die Verfasser beschreiben verbal die beabsichtigte Anknüpfung an das Quadrat des CD, sowie die Auswahl von einem passenden Rotton, der sich gut in die Farbgebung des CD einbindet und mit dem warmen Farbspektrum der Umgebung harmoniert. Die Verfasser beziehen den ausgewählten Rotton auch auf die Farbgebung der bestehenden Gebäude. Nachhaltigkeit und Veränderbarkeit Für Türschilder und Informationen, die häufig geändert werden müssen, werden Deckplatten aus Glas in einem C-Profilrahmen vorgeschlagen. Die Information auf einem Papierträger wird zusammen mit dem Glas in den Rahmen eingeschoben. Die Veränderbarkeit der Inhalte wird durch aufgeklebte Folienbeschriftungen auf allen Gestaltungselementen erreicht. Die Verfasser gehen davon aus, dass das Informationssystem im Unterhalt relativ günstig ist, weil die Beschriftungsfolien, wenn das layout einmal vorliegt, relativ leicht ersetzt oder auch geändert werden können. Keine Angaben finden sich zur Entfernung der Folien, die ggf. beim Abziehen Acrylatrückstände hinterlassen. Der Zeitaufwand für

diese Arbeiten und die Machbarkeit bei feuchtem und kaltem Wetter werden angezweifelt. Es muss mit der Beschädigung durch Scratching oder auch mit Beschädigungen durch Fahrzeuge und Vandalismus gerechnet werden. Besonders die mit Abstand vorgesetzten Elemente sind anfällig für mutwillige Beschädigungen. Wahrnehmbarkeit bei Dunkelheit Indirektes Licht hinter den Informationstafeln in den Durchgängen. Einhaltung des Kostenrahmens Die Angaben zu den Kosten werden von den Verfassern sehr grob in 5 Zeilen abgehandelt. Aus den Angaben ergibt sich ein erforderliches Budget von 146.000 € einschließlich Kgr. 700. Es wird angenommen, dass sich diese Zahlen netto verstehen, da sich dann eine Bruttosumme von 169.360,00 € ergäbe. Im Budget ist kein Ansatz für Unvorhergesehenes enthalten. Der Kostenansatz für das Honorar beträgt 20.880 €. Die Herstellungskosten werden gegliedert in Herstellung der Schilder, Malerarbeiten Farbflächen, Folienbeschriftung auf den Gestaltungselementen, Kosten für das Aufstellen und Befestigen der Elemente. Der Ansatz von 5.800 € für die Farbgebung reicht nur für vier Durchgänge á 40 qm und 3 Treppenhäuser á 90 m Bordüre. Die Folienbeschriftung mit Mehrfarbdruck hat einen Ansatz von 11.600 € bei ca. 66 qm Flächen außen. Die Aufstellarbeiten mit 11.600 € für 18 Fundamente und 42 Wandmontagen mit Distanzhaltern allein für Außenelemente erscheinen nicht auskömmlich. Für den Ansatz zur Herstellung der Schilder (119.480 €) fehlen detaillierte Berechnungen; die Kosten sind nicht nachprüfbar. Ohne die zusätzlichen Angebote mit Ausnahme der Farbgestaltung von 4 Durchgängen und 3 Treppenhäusern erscheint der Entwurf innerhalb des Kostenrahmens herstellbar. Technische Realisierbarkeit Im Außenbereich schlägt der Entwurf insgesamt 60 Elemente mit einer Fläche von insgesamt 48 qm vor. Davon sind 18 qm von zwei Seiten lesbar. Die Arbeit geht davon aus, dass sämtliche Schilder vor Ort mit selbstklebenden Folienbeschriftungen versehen werden. Es fehlen Angaben zur Art der Folien, zur Art des Druckes, wie viele Farben, sowie ggf. Angaben zum Einsatz von Anti-Scratching Folien, was aber die Reversibilität beeinträchtigen würde. Es fehlen Angaben zur UV-Beständigkeit der zu verwendenden Folien, was aber technisch durchaus lösbar ist.

Polyform | Büro für Grafik und Produktdesign, Berlin | 1. Preis

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der Sprache der Comics abgeleiteten Sprechblasen sprechen den Betrachter direkt an. Die Sprechblasen stehen für Offenheit, Innovation und Kommunikation als Momente des Selbstverständnisses der FHTW. Den verwendeten Schrifttypen LL Akkurat und Officina Sans werden unterschiedliche Funktionen der Information zugewiesen. Alle Schilder haben die Form von Sprechblasen. Im Außenraum schwarz auf weißem Grund, im Innenraum weiß auf schwarzem Grund. Wegweiser zum Stadtteil Der Entwurf sieht auf den Dächern der Gebäude als Fernhinweis 2 freistehende lackierte Blechschilder mit dem Schriftzug fhtw CAMPUS vor: eines 12 x 3 m zur Wilhelminenstrasse und eines 6 x 1,50 m zur Spree. Zusätzlich werden an den Geländezugängen 3 Blechschilder 2 x 1,33 m auf 2 Masten mit einer Abbildung des Geländes und dem Markierungssystem vorgeschlagen. Wegweiser auf dem Campus Einfaches Blech, angelehnt an Verkehrsschilder. An Masten, wie man sie von Basketballkörben kennt, befinden sich 6 Wegweiser zu den nicht zu sehenden Gebäuden, weitere 6 Wegweiser auf den

Leitidee/ Motto Einen Campus schaffen; Kommunikation und Bubbles. Da die Gebäude aus sich heraus keinen Campus schaffen, verlangt der Ort nach einer Klammer. Der Entwurf setzt ein einprägsames Bild, das den Zusammenhalt stärkt. Die Gebäude werden so umbenannt, dass sich zusammen das Wort CAMPUS ergibt. Zusätzliche Gebäude können mit Sonderzeichen benannt werden. Die aus

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Fassaden sowie 5 größere, übergeordnete Schilder an den Durchgängen. Alle Gebäude erhalten einen Fernhinweis auf dem Dach, mit dem Buchstaben des jeweiligen Gebäudes (M kommt 2 x vor). Wegweiser vor/ an den Gebäuden 4 Haupteingangs- und 10 Nebeneingangsschilder, alle wandmontiert, ca. 50 x 50 cm. Sie enthalten den Buchstaben des Gebäudes und Information zu den Funktionsbereichen. Wegweiser in den Gebäuden Abgestuftes Schildersortiment aus 6 unterschiedlichen Elementen,deren Zahl genau angegeben wird. Die Elemente werden als einfarbiger Siebdruck auf Folienplots direkt auf die Wand aufgezogen. Teilweise Direktbedruckung. Vertiefende Information mit allen Geschossplänen und Etagenübersichten in den Foyers. Etagenkennzeichnung h = 1 m, Wegweiser am Treppenaufgang, an Flurkreuzungen, in Fluren. Raumnummern: Hinweise in Fluren und Türschilder. Zusätzliche Angebote Für aktuelle Veranstaltungen wird ein breites Angebot an änderbaren Medien vorgeschlagen: Digitale Poster, mobile Plakatständer, Schaukästen, Aushänge hinter Glas montiert, Flyerständer, Blackboard mit DINFormat-Modulen, Plakatwände im Außenbereich aus wandmontierten Schaltafeln. Die vorgeschlagenen Elemente der Außenraum-Beschilderung sind sowohl für Fußgänger, als auch für Radfahrer und Kfz-Nutzer leicht verständlich wahrnehmbar. Bezüge zu CD, Leitsystemen und Bausubstanz Der vorgegebene Schriftzug aus dem CD und die Piktogramme für den Servicebereich werden übernommen, die Piktogramme der Studiengänge für die Etagenkennzeichnung eingesetzt. Das Leitsystems bleibt monochrom als funktionales Element des Standortes und als neutrale Plattform für das farbige CD der FHTW. Die CD-Schrift Officina sans wird übernommen. Die Verfasser fügen die Beschilderung des Leitsystems als neutrales und reversibles Element der vorhandenen Bausubstanz im Innenund Außenraum hinzu. Nachhaltigkeit und Veränderbarkeit Die zusätzlichen Angebote der Entwurfsverfasser erlauben eine Veränderbarkeit für tagesaktuelle und auch für spontane Informationen. Für die Türschilder verwenden sie das System Sero flex 01 der Eicher Werkstätten zum einstecken von Laserdruck auf Papier oder Folie.

Lackierte Blechtafeln im Außenbereich sind dauerhaft und UV-beständig. Die Blechtafeln mit Beschriftung im Außenbereich werden dem Vandalismus ausgesetzt sein. Die Aufstellmasten werden der möglichen Belastung in der Regel standhalten. Die Befestigung, insbesondere der Tafeln für die Geländeorientierung bei OK 2,10 m, wird diese häufig Graffiti und Beschädigungen aussetzen. Die Verwendung von Anti- Graffiti Folien wird empfohlen. Wahrnehmbarkeit bei Dunkelheit Die Dachelemente sollen gezielt beleuchtet werden. Im Außenbreich werden retroreflexive Folien verwendet. Hell ausgeleuchtete Durchgangsbeschriftung. Einhaltung des Kostenrahmens Die Kosten werden sehr detailliert erfasst. Zu allen Positionen werden, abgesehen von den nachfolgend genannten Ausnahmen, realistische Mengen- und Kostenangaben gemacht. Aus den Angaben ergibt sich ein Budget von 153.178 € brutto (132.050 € netto), in denen das Honorar nicht enthalten ist. Im Budget ist kein Ansatz für Unvorhergesehenes enthalten. Der Ansatz für das Honorar beträgt 79.135 € brutto, zusammen 232.313 €. Die zusätzlichen Angebote sind außerhalb des Kostenrahmens. Kostenrisiko Dachbeschilderung siehe unten. Ohne die zusätzlichen Angebote und unter Verzicht auf die Dachschilder erscheint der Entwurf mit geringer Budgetüberschreitung herstellbar. Technische Realisierbarkeit Außen schlägt der Entwurf insgesamt 52 Elemente mit einer Gesamtfläche von 121 qm vor. Alle sind einseitig lesbar. Auf dem Dach montierte großformatige, geschlossene Schrifttafeln bieten große Windangriffsflächen und erzeugen dadurch hohe Lasten, die in die vorhandene Dachkonstruktion eingeleitet werden müssen. Besonders für die vorhandene Glaskonstruktion von Gebäude P (H5 bis 7) kann es zur Überschreitung der möglichen Belastung kommen (Größe 1,88 x 1,80 m). Es sind statische Nachweise erforderlich. Auch für die Abdichtung der Befestigungspunkte an vorhandenen Flachdächern wird es zu zusätzlichen Kosten kommen. Im Einzelfall wird empfohlen, Ausweichmöglichkeiten zur Befestigung an Fassaden zu prüfen. Die freistehenden Wegweiser bergen die Gefahr, dass man sich mit dem Kopf daran stößt. Sie sollten etwas höher angebracht werden. Für den Innenbereich werden besonders glatte Wände zum Aufziehen der Folien vorausgesetzt.

Adler & Schmidt | Kommunikationsdesign GmbH, Berlin | 2. Preis

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Die Verfasser unterscheiden streng systematisch zwischen Quellpunkt, Orientierungspunkt, Leitpunkt, Zielpunkt und Poesieort. Wegweiser zum Stadtteil An 3 Geländeeingängen sind Fahnenmasten zur Zielbestätigung, an 2 Zugängen Torleuchten auf den vorhandenen Zaunpfeilern mit fhtw-Logo als Wiederherstellung von historischen Anlagen vorgesehen. An den 3 Geländezugängen stehen zusätzlich 3 Informationstafeln 4,00 x 2,50 m aus Glas mit einem Index zu allen Fachbereichen und typisierten Geländeplänen mit den Wegen als grüne Linie. Die Pläne werden je nach Standort kartographisch in Blickrichtung gedreht. Beleuchtung optional. Wegweiser auf dem Campus Der Entwurf sieht großformatige Hinweise auf weiß gestrichenen Wänden in den Durchgängen als Direktbedruckung vor. Dort werden die Buchstaben der Gebäude mit Pfeilen und Piktogrammen für die Funktionsbereiche abgebildet. Grüne LED-Tubes an einzelnen Gebäudeecken unterstreichen den möglichen Richtungswechsel. Zusätzlich werden Leuchtschriftzüge 200 x 70 zur Gebäudekennzeichnung vor den Fenstern

Leitidee/ Motto „Der grüne Leitfaden“ wird visualisiert durch grüne Lichtlinien an den Ecken der Durchgänge, die sich inhaltlich auf Kabel und das Thema Elktrizität beziehen. Die Verfasser sprechen bei den vorgeschlagenen Textfragmenten zur Historie des Standorts von Kabel-Lyrik, Die Gebäude werden umbenannt. Die neuen Namen verweisen auf die historischen Nutzungen, A-Werk für Automobilwerkstätten, etc..

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vorgeschlagen und Fensterbeschriftungen Piktogrammen 130 x 130 als Farbfolienplot.

mit

Wegweiser vor/ an den Gebäuden 13 Haupteingangsstelen 40 x 240, optional beleuchtet und 16 Nebeneingangsschilder 40 x 40 als Wandausleger an die Gebäude montiert. Alle Tafeln aus bedrucktem Glas oder Folienbeschriftung. Es werden die Namen der Gebäude, die Piktogramme zu besonderen Raumbereichen und die Namen der Funktionsbereiche abgebildet. Wegweiser in den Gebäuden An den Aufzügen ist die Angabe der Etagenbelegungen. In den Foyers, an den Aufzügen und nach Bedarf in den Fluren geben Etagenkarten Überblick, schematisch in Blickrichtung gedreht. Auch sie zeigen die Wege mit grünen Linien. Die Beschriftungen sollen in Schablonierverfahren direkt auf die glatt verputzte Wand aufgebracht werden. Die Türschilder bestehen aus dem Trägersystem Rio. Zusätzliche Angebote Aktuellen Informationen dient ein Klemmleistensystem, in modularen Abschnitten von 21 cm entsprechend dem DIN-Format an die Wand montierund ggf. beschriftbar. Weitere Angebote bestehen aus Texten aus dem Buch Berlin 1898, Kabel aus Schöneweide von Falko Hennig, die als KabelLyrik auf geeignete weiß gestrichene Wandflächen im Schablonierverfahren mit roter Schrift aufgetragen werden können. Das KWO-Emblem auf A4 wird mit Hilfe einer grünen Leuchtstoffröhre als Korrekturzeichen durchgestrichen. Es werden optional Touchscreen-Monitore in den Informationstafeln an den Geländezugängen vorgeschlagen. Bezüge zu CD, Leitsystemen und Bausubstanz Das CD wird komplett übernommen. Die Glastafeln, Piktogramme und Leutschriften sind als transparenter Layer vor die Gebäude gestellt und ermöglichen den freien Blick auf die historische Bausubstanz. Nachhaltigkeit und Veränderbarkeit Die Beschriftung aus Siebdruck oder Foliendruck auf UV-beständigen Folien auf Glas ist sehr dauerhaft und altert würdevoll. Jedoch ist zu befürchten, dass die Glastafeln, insbesondere die schlanken Stelen durch Lauge, scratching, Gewalt oder bei Unfällen beschädigt werden. Während man Graffitis leicht entfernen kann, können Schäden durch scratching nur teilweise durch Folien verhindert werden und Zerstörungen gar nicht. Daher ist ein hoher Unterhaltungsaufwand zu erwarten.

Wahrnehmbarkeit bei Dunkelheit Es werden zahlreiche Lichtelemente vorgeschlagen, die entweder selbst die Beschriftung bilden oder für deren Direkt- oder Effektbeleuchtung (Glaskantenbeleuchtung mit LED-Stripes) eingesetzt werden. Zusätzliche Lichtelemente dienen der Wegeführung. Einhaltung des Kostenrahmens Die Kosten werden sehr detailliert erfasst. Zu allen Positionen mit Ausnahme der Türschilder werden realistische Mengenangaben gemacht. Aus den Angaben ergibt sich ein Budget von 119.312 € brutto (102.855 € netto). Es ist kein Ansatz für Unvorhergesehenes enthalten. Die Kosten für das Honorar betragen 50.864 € brutto, zusammen 170.175 €. Alle Leuchtschriftzüge zur Gebäudebeschriftung, Fensterbeschriftung mit Piktogrammen, Fahnenmasten, Laternen, Klemmleisten, Kabel-Lyrik-Wände, Laternen Torsäulen und Lichtelemente liegen außerhalb des Kostenrahmens. Die Angaben zu den einzelnen Positionen sind realistisch, abgesehen vom Ansatz für die Stelen vor den Gebäuden, die mit 995 € zu gering kalkuliert erscheinen. Diese Stelen samt Aufstellung und Anpflasterung dürften nicht unter 2.500 bis 3.000 € zu haben sein. Ohne die zusätzlichen Angebote und unter Verzicht auf die großen Glasstelen erscheint der Entwurf mit geringer Budgetüberschreitung herstellbar. Technische Realisierbarkeit Außen sind insgesamt 48 einseitig lesbare Elemente mit einer Gesamtfläche von 95,44 qm vorgesehen. Als zusätzliche Maßnahmen außerhalb des Kostenrahmens werden weitere 124 Elemente vorgeschlagen. Im Innenbereich schlägt der Entwurf 140 Elemente und 1.000 Türschilder vor. Die freistehenden Glaselemente bergen in hohem Maß die Gefahr der Zerstörung und von hohen Kosten für die bauliche Unterhaltung. Die Glasscheiben für die Stelen sind mit 26 mm zweischichtiges Verbundsicherheitsglas (VSG 2 x 13) nicht ausreichend dimensioniert. Schon für weniger schlanke Stelen ähnlicher Bauart wird ein Glasaufbau von 15/ 19/ 15 VSG aus ESG (insgesamt 52 mm) benötigt. Der Aufbau der großen Informationstafeln wird von den Verfassern bei gleicher Dicke als dreischichtig beschrieben. Auch hier muß die Konstruktion überprüft werden. Für den Innenbereich und die Durchgänge werden besonders glatte Wände zum Aufbringen der Schrift im Schablonierverfahren vorausgesetzt. Die Verfasser gehen davon aus, dass dieses Vorbereiten der Wände aus einem anderen Budget finanziert werden.

Ständige Vertretung | Design- und Kommunikation GmbH, Berlin | 3. Rang

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points, Gebäudemarkierungen, Bodenmarkierungen, Index, Orientierungsplan, Etagenverteiler und Türschild bezeichnet, ergänzen sich zu ein- bis dreidimensionalen Strukturen. Die Gebäude werden in alphabetische Reihenfolge umbenannt, von a für A19 bis i für den Kopfbau, wobei i auch für Information steht. Die Verfasser beschreiben Elemente ihres Entwurfs als junge, moderne Typographie. Sie wollen Emotionen und Identifikation mit dem Campus kreieren. Sie kombinieren moderne Form und Typographie mit bewährtem Material. Wegweiser zum Stadtteil Ca. 8 waypoints markieren die Grenzen und Hauptzugänge und werden innerhalb des Campus an wichtigen Sichtachsen platziert. Die genauen Orte werden nicht näher definiert. Die waypoints an den Hauptzugängen werden insbesondere für Lieferanten als „Tor“ bezeichnet. Sie bestehen aus einem Würfel (Kanten 1,80m) aus Stahlgeflecht, der auf einem Sichtbetonsockel befestigt ist. Daran befestigt sind: Richtungsangabe, Index und Orientierungsplan. Die Informationen befinden sich auf 45 x 45 cm großen Emailleschildern im modularen Raster des Würfels. Die Anzahl der Schilder pro Würfel variiert je nach Bedarf, die übrigen Felder bleiben leer.

Leitidee/ Motto Zusammenarbeit von waypoints, Gebäuden und Straßen; Gelbe Würfelsignets. Der Entwurf basiert auf der modularen Kombination des Quadrats, aus dem CD abgeleitet. Die Markierungen werden in Verkehrsgelb RAL 1023 direkt aufgebracht. Auch die Schilder haben diesen Farbton als Grundfarbe. Gelb hat eine gute Signalwirkung und setzt sich vom Bestehenden deutlich ab. Die 6 Elemente, als way-

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Sämtliche Suchbegriffe sollen auf einem Index von der Größe 45 x 45 cm abgebildet, auf einem der Emailleschilder an allen waypoints angebracht werden und ebenfalls auf allen digitalen- und Printmedien der FHTW erscheinen. Auf der Basis des Index kenne jeder Student schon durch seine Einschreibung und Kurswahl die Räume, die er aufsuchen muss mittels Kodierung von Gebäude, Etage und Raumnummer. Wegweiser auf dem Campus Element wie oben mit anderen Richtungsweisern. Wegweiser vor/ an den Gebäuden Es werden gelbe Quadrate 1.80 x 1.80 mit dem ausgesparten Buchstaben des jeweiligen Hauses aufgemalt. Vor den Gebäuden markieren große gelbe, auf die Fahrbahn aufgemalte Quadrate Gebäudeund Eingangsindex. An der Wand sind gelbe Emailleschilder mit gleicher Information angebracht. Wegweiser in den Gebäuden Die Information besteht aus den Elementen Etagenverteiler und Türschild. Als Etagenverteiler werden sowohl die Schilder mit Geschoß, Gebäude und Aufgang (1 a1) bezeichnet, als auch Schilder mit einem Richtungspfeil, Piktogrammen, Raumnummern und Raumbezeichnungen. Türschilder gibt es in den beiden Größen 15 x 15 für Wechselrahmen mit begrenzter Information (1/ 6 der Schilder) und 22,5 x 22,5 cm für Raumnummer und Raumbezeichnung in normaler und in Blindenschrift. Zusätzliche Angebote 10 große Piktogramme in den Gebäuden; Schilder zur Geschichte des Ortes an den waypoints; Glaspaneele mit markiertem Raster als Schwarzes Brett; aktuelle Informationen über Raumänderungen auf 5 Terminals mit 40 Zoll TFT-Displays; 150 Türen mit 10 Zoll TFT-Displays. Der Entwurf geht auf Menschen mit Behinderung ein: Brailleschrift an den Türschildern und an waypoints; Soundinstallationen an waypoints; auf die Straße aufgemalte Schilder; Anbringhöhe der Türschilder 1,35 bis 1,575; Anbringhöhe Orientierungsplan 0,90 bis 1,35. Bezüge zu CD, Leitsystemen und Bausubstanz Das FHTW-Logo wird als 3D- Einprägung auf dem 45 cm hohen, zurückgesetzten Betonsockel der waypoints angebracht. Quadrat und Würfel für Schilder und waypoints werden aus dem CD der FHTW abgeleitet. In ihrer Farb- (RAL 1023), Schrift- (Foundry Sterling) und Piktogrammwahl entscheiden sich die Verfasser für ihr eigenes System. Die Farbe auf den Gebäuden bezeichnen sie als relativ leicht zu entfernen.

Nachhaltigkeit und Veränderbarkeit Die Emailleschilder sind langlebig und lassen sich einfach von Graffitis reinigen. Der Austausch von zu aktualisierenden Schildern wird von den Verfassern als einfach und preiswert eingeschätzt. Weitere veränderbare Informationen in Displays und 200 veränderbaren Türschildern. Einhaltung des Kostenrahmens Die Kosten werden sehr grob angegeben. Mengenangaben sind vorhanden und teilweise nachvollziehbar und plausibel, wenngleich konkrete Standortangaben nur zu den waypoints gemacht werden. Es ergibt sich ein Budget von 130.000 €, das in zwei Positionen (exterior und interior) aufgeteilt ist. Es ist kein Ansatz für Unvorhergesehenes enthalten, ebenso ist nicht eindeutig, ob die Zahlen netto oder brutto zu verstehen sind. Der Ansatz für das Honorar beträgt 40.000 €, zusammen 170.000 €. Für die zusätzlichen Angebote Blindenschrift, 150 10 Zoll- und 5 x 40 Zoll-Monitore werden Kosten von 237.000 € angegeben. Der Kostenschätzung liegt keine reale Einschätzung von Leistungen, Mengen und Qualitäten zu Grunde. Insbesondere im Bereich der Monitore sind die Kosten unrealistisch und viel zu gering, da der Aufwand für die Installation, für klimatisierte Gehäuse im Außenbereich, für vandalismussichere Taster und Screens nicht erfasst wurde. Das Budget für die Grundelemente außen erscheint zu knapp. Die Elemente innen, insbesondere 1.000 aufwendige, große Türschilder und 160 Emailleschilder sind nicht auskömmlich kalkuliert. Ohne die zusätzlichen Angebote und unter Verzicht auf das Material Emaille, sowie auf die große Dimensionierung der Türschilder, erscheint der Entwurf innerhalb des Budgets herstellbar. Angaben zur technischen Realisierbarkeit Im Außenbereich schlägt der Entwurf insgesamt 120 Farbflächen und 8 Würfel (128 Elemente mit einer Gesamtfläche von 492,5 qm vor. Im Innenbereich sind es 160 Elemente und 1.200 Türschilder. Für die zu verwendenden heutigen Fassadenfarben werden keine präzisen Angaben zur Reversibilität gemacht. Die Angaben zu den zusätzlich angebotenen Monitoren sind technisch nicht durchdacht und im Außenbereich in dieser Größe nicht realisierbar (Helligkeit, Temperaturbeständigkeit, Dauerbetrieb). Das dargestellte Kantenlängenverhältnis entspricht keinem handelsüblichen Monitor.

eckedesign, Berlin | 1. Rundgang

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Wegweiser auf dem Campus 15 Schilder mit sechs Zeilen Beschriftung, 20 Schilder mit zwei Zeilen Beschriftung, alle 35 Schilder werden an 20 Masten befestigt. Teilweise sind die Masten in Fluchten vor den Gebäuden aufgereiht. Wegweiser vor/ an den Gebäuden Wandmontierte Schilder ohne GrößenMaterialangabe. Dieses Schild wird Gebäudeeingangsschild bezeichnet (20 St.).

und als

Leitidee/ Motto Masten und blaue Schilder, ready made, die Farbe blau steht in Beziehung zur industriellen Geschichte des Areals. Wegweiser zum Stadtteil 9 Tafeln 1.50 x 2.00 m an den Grundstückszugängen, bodenstehend zwischen jeweils zwei Masten montiert.

Wegweiser in den Gebäuden Leitsystem aus 5 verschiedenen Elementen: (Tür) Eingang (1.000 St) und 200 WC-Schilder, Postit für Klebezettel, Fluchtweg (+ Info) (600 St.), Etagenverteiler/ -plan (150 St.), Lobbyboard/ Gebäudeeingang (innen) (20 St.) Zusätzliche Angebote Die Verfasser halten ihren Entwurf wegen der gewählten Farbe Blau, wegen Kontrast, Schriftgröße und Schriftlauf für gut lesbar und für den barrierefreien Gebrauch geeignet. Als zusätzliche Elemente schlagen die Verfasser Manschetten im unteren Bereich der Masten vor, an denen Plakate angeklebt werden können und Zusatzmodule zu den Türschildern, die

Leit- und Informationssystem der FHTW / Ergebnisprotokoll

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mit Klebezetteln oder Magnetclips ausgestattet werden können. Die Verfasser halten Farbe, Form und Schrift auch für ein elektronisches Medium geeignet. Bezüge zu CD, Leitsystemen und Bausubstanz Einzelschilder in entsprechender Höhe erlauben einen freien Blick auf die historische Bausubstanz. Die Verfasser sehen in ihrer pragmatischen Sprache eine Parallele zur Industriearchitektur. Der Entwurf verwendet die Schrifttype Profil, weil die Verfasser die Typen des CD für nicht optimal halten und sie postulieren die Farbe Blau, die ab jetzt für Information im Raum steht. Schrift und Farbe halten sie für zur Haltung des CD passend. Nachhaltigkeit und Veränderbarkeit Die Tragemasten der Schilder werden aus handelsüblichen Halbzeugen zusammengeschweißt. Die Maste sind stabil, die Schilder sind mit Hochleistungsfolie beschichtet, die relativ leicht erneuerbar ist. Einhaltung des Kostenrahmens Den Angaben zu den Kosten sind konkrete Mengenangaben zugeordnet. Größenangaben zu den Schildern im Außenbereich sind in den Plänen enthalten. Aus den Angaben ergibt sich ein erforderliches Budget für das Leitsystem von 124.350 €, das in zehn Positionen aufgeteilt ist. Im Budget ist kein Ansatz für Unvorhergesehenes enthalten. Es geht nicht eindeutig daraus hervor, ob sich die Zahlen netto oder brutto verstehen. Der Kostenansatz für das Honorar beträgt 45.000 €, zusammen 169.350 € . Die Kosten sind vom Verfasser eher großzügig gerechnet. Der reale Budgetbedarf wird etwas geringer eingeschätzt. Ohne die zusätzlichen Angebote erscheint der Entwurf innerhalb des Budgets herstellbar. Angaben zur technischen Realisierbarkeit Es werden keine konkreten Angaben zu den einzelnen Aufstellorten gemacht, die meisten sind aber anhand der Fotos identifizierbar. Im Außenbereich schlägt der Entwurf insgesamt 49 Elemente mit einer Gesamtfläche von 43,71 qm vor. Im Innenbereich sind es 770 Elemente und 1.200 Türschilder. Für die zu verwendenden Schilder werden keine präzisen Materialangaben gemacht. Die Beschriftung besteht aus Hochleistungsfolien, die Maste aus Stahlrohr. Die Angaben verzinkt und pulverbeschichtet widersprechen sich. Die Metallmanschetten unten an den Masten erscheinen für das Anbringen von Plakaten ungeeignet.

wittenberg hübener claussen, Hannover | 1. Rundgang

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Sichtachsen machen die Ausdehnung des Geländes und die Wegeführung erfahrbar. Sie bestehen wie alle anderen Elemente aus lackiertem Metall. Sie sind schlicht und monolithisch. Wegweiser auf dem Campus Siehe folgenden Absatz. Wegweiser vor den Gebäuden Dunkelgraue Stelen 0,60 x 0,15 x 1,60 m, frei stehend vor der Fassade mit Information zu den Funktionsbereichen. Wegweiser in den Gebäuden Leitsystem aus verschiedenen Elementen: Etagenübersichten 0,60 x 0,05 x 1,60 m; Etagenverteiler 0,60 x 0,05 x 0,80 m; Türschilder 0,13 x 0,05 m. Die Türschilder können vom Nutzer selbst bestückt werden. Folieneinlage zwischen zwei Acrylscheiben in Stahlklammer. Bezüge zu CD, Leitsystemen und Bausubstanz Die grünen Stelen leiten sich aus dem CD der FHTW ab. Die Stelen konkurrieren nicht mit der Architektur aber haben doch ein eigenes Gesicht.

Leitidee/ Motto Große grüne Stelen und kleinere dunkelgraue Stelen. Alle anderen Elemente des Leitsystems sind ebenfalls dunkelgrau. Insgesamt werden 5 verschiedene Elemente verwendet. Alle Elemente aus lackiertem Metall, Beschriftung auf Hochleistungsfolien Wegweiser zum Stadtteil Grüne Stelen 0,60 x 0,60 x 2,40 m an den Enden der

Leit- und Informationssystem der FHTW / Ergebnisprotokoll

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Einhaltung des Kostenrahmens Den Angaben zu den Kosten sind keine konkrete Mengenangaben zugeordnet. Größenangaben zu den Schildern sind in den Plänen enthalten. Die Arbeit enthält keine Angaben über Stückzahl und Aufstellort der einzelnen Elemente, mit Ausnahme auf der geforderten Wegebeschreibung. Dort befinden sich 4 Stelen. Ein Sortiment eine Stücks von jedem der 5 Elemente kostet entsprechend der Kostenaufstellung 4.650 €, Im Budget ist kein Ansatz für Unvorhergesehenes enthalten. Es geht nicht eindeutig daraus hervor, ob sich die Zahlen netto oder brutto verstehen. Der Kostenansatz für das Honorar beträgt 24.000 €. Die Kosten sind vom Verfasser eher auskömmlich gerechnet, das Türschild wird weit günstiger zu haben sein. Der reale Budgetbedarf kann wegen der fehlenden Mengenangaben nicht eingeschätzt werden. Bei Anbringung der erforderlichen 1.599 Türschilder, sowie weiterer 1.066 für Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen, wird der vorhandene Kostenrahmen allein durch die Türschilder zum Preis von 100 € brutto je Stück ohne weitere Leistungsteile um 57 % überschritten, wenn man die Stückkosten der Verfasser zu Grunde legt. Angaben zur technischen Realisierbarkeit Es werden keine konkreten Angaben zu den einzelnen Aufstellorten gemacht. Für die zu verwendenden Schilder werden keine präzisen Material- und Konstruktionsangaben gemacht. Die Beschriftung besteht aus Hochleistungsfolien.

Inarea, Berlin | 4. Rang

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starken Systematik zum Opfer fallen kann. Es wird eine Gebäudeneubezeichnung vorgeschlagen. Das Gelände ist von W nach O in 4 Planquadrate (A, B, C, D) aufgeteilt. Die Buchstaben werden ergänzt durch die Numerierung der Eingänge von N nach S (1, 2, 3, ff.) Richtung Spree. In den Raumnummern finden sich die Chiffren für Planquadrat, Aufgang (hochgestellt), Etage und zweistelliger Zimmernummer im Uhrzeigersinn numeriert. Wegweiser zum Stadtteil Der Entwurf übernimmt für die Wegweiser und Übersichtstafeln im Außenbereich konstruktiv das identische Prinzip vom Leitsystem Schöneweide. Die FHTW zeigt sich am neuen Campus eigenständig und integriert. Die Information zu entfernt liegenden Gebäuden befindet sich auf einem Infoplan und auf Übersichtstafeln, die einzelnen oder verkettet an LProfilen auf Fußplatten aufgestellt werden. Wegweiser auf dem Campus Es werden Maste mit 1-6 Richtungstafeln aufgestellt. Die genauen Aufstellorte werden nicht angegeben, aber Einbausituationen beispielhaft dargestellt. Die Elemente bestehen aus gewinkelten Stahlprofilen, mit Eisenglimmer grau beschichtet. Die weiß beschichte-

Leitidee/ Motto Analog.Dialog. Schilder als anloge Orientierungsquelle: Schilder leiten still und informieren übersichtlich. Dialog als Möglichkeit der Verortung und Wegfindung: Campusleben entsteht und dem akademischen Diskurs wird der Weg geebnet. Die Verfasser sehen ihren Entwurf im Konfliktfeld zwischen stiller, non-verbaler Kommunikation, die zum Dialog anregt und der Gefahr, dass die Individualität einer zu

Leit- und Informationssystem der FHTW / Ergebnisprotokoll

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ten Tafeln sind aus 4 mm Alu-Blech gefertigt. Wegweiser vor/ an den Gebäuden Hier befindet sich ein breites Spektrum mit Hinweisschildern verschiedener Information: als Wegweiser, zur Kennzeichnung, zur Info, einzeln oder mehrere verkettet in den Maßen 450 x 450 bis 135,6 x 127,7 cm. In Durchgängen werden zahlreiche quadratische Tafeln mit allen Raumbereichen vorgeschlagen. Insgesamt sind außen folgende Informationsangebote vorgesehen: 1. Infoplan groß, 6 St., einzeln, (ohne Maße) als Geländeübersicht; 2. Infoplan groß, 7 St. verkettet, (ohne Maße) für die Belegung der Fachbereiche (2 St.) 3. Wegweiser einzeln oder mehrere kombiniert, 8 Stk.; 4. Wandtafeln ca. 135 x 128 cm, 10 St.; 5. Wandtafeln ca. 45 x 97 cm, 15 St.; 6. Wandtafeln ca. 45 x 42 cm, 35 St. Wegweiser in den Gebäude Abgestuftes Sortiment aus Modulen gleicher Bauart. Grundidee für alle Schilder innen ist eine AluStegplatte, die mit Klettband an der Wand befestigt ist und die sich nur mit Werkzeug (Spachtel) wieder lösen lässt. Unterschieden wird zwischen statischen Inhalten, die farbig auf transparentem Papier aufgedruckt sind und dynamischen Inhalten, die austauschbar, schwarz auf weißem Grund gedruckt sind. Die Schilder erhalten eine Abdeckscheibe aus Makrolon, aufgesteckt auf der Grundplatte. Unterhalb des eigentlichen Türschilds wird vorgeschlagen, als Standardvariante einen leeren Stegplattenbereich für spontane, (ebenfalls aufgesteckte) Nachrichten vorzuhalten (1 x 1,5 Modul für drei Informationsebenen: statisch, dynamisch und temporär). Die vorhandenen Schilder aus dem System Rio sollen ebenfalls mit diesem Zusatzmodul erweitert werden. Für weiteren Informationen soll die Alu-Stegplatte erweitert werden. Die größte Einheit für Lobbyboards ist 3 x 7 Module groß, also 450 x 967 mm. Insgesamt sind vorgesehen (diverse boards mit Fahne): 1. Textile Fahne 105 x 160 cm zur Kennzeichnung der Ebenen; 2. Etagenbelegungsplan 45 x 45 cm; 3. Schematische Raumverteilung 45 x 45 cm; 4. Piktogramme 6 St. 15 x 15 cm; 5. Hinweise zu Raumgruppen und einzelnen Räumen in unterschiedlichen Maßen und Türschilder. Zusätzliche Angebote Als Schwarzes Brett 7 Alu-Module maximaler Größe. Plakate werden hieran mit Gummilitzen befestigt. Beleuchtung für die Übersichtstafeln außen ist möglich. Das Aufstellsystem ist in seiner Konstruktion kohärent zum neuen Leitsystem Schöneweides. Elemente können auch auf T-shirts, Ansteckschildchen und auf

Printmedien verwenden werden. Der Barrierefreiheit dienen deutliche Kontrastwerte, helle Untergründe, schwarze Schrift. Die Verfasser regen einen Dialog an, diese Aspekte zu vertiefen. Bezüge zu CD, Leitsystemen und Bausubstanz Farben, Schriften und modulare Ordnung des neuen CD werden angewandt. Die Schilder geben dem CD eine eigenständige Basis. Der Entwurf ordnet sich der historischen Bausubstanz unter, ohne dabei Eigenständigkeit zu verlieren. Nachhaltigkeit und Veränderbarkeit Die Türschilder und Informationen, die häufig geändert werden müssen, haben Deckplatten aus Glas in einem C-Profilrahmen. Die Information auf einem Papierträger wird zusammen mit dem Glas in den Rahmen eingeschoben. Der Entwurf für den Innenbereich bietet ein hohes Maß an durch den Nutzer einfach veränderbaren Inhalten. Wahrnehmbarkeit bei Dunkelheit In die L-Profile der Aufstellkonstruktionen kann Beleuchtung integriert werden. Einhaltung des Kostenrahmen Die Kosten sind sehr grob in 8 Zeilen abgehandelt. Es ergibt sich ein Budget von 106.350 € netto/ 123.366 € brutto, in dem kein Ansatz für Unvorhergesehenes enthalten ist. Das Honorar beträgt 35.000 € netto/ 40.600 € brutto, zusammen 163.966 € brutto. Die Kostenangaben zu den einzelnen Schildertypen erscheinen auskömmlich. Eine genaue Nachprüfung ist wegen fehlender Konstruktionsangaben nicht möglich. Die Honorare gliedern sich in Stufe 1. (30.000 € netto) für die grafische Gestaltung und Stufe 2. (5.000 €) für die Implementierung. Während die Nutzungsrechte in Stufe 1 enthalten sind, begrenzt die Stufe 2 diese auf ein Jahr.Die Mengenanpassung bei den Türschildern verteuert den Entwurf um 21.625 €. Ohne die zusätzlichen Angebote erscheint der Entwurf mit geringer Budgetüberschreitung herstellbar. Technische Realisierbarkeit Innen 600 Lobbyboards und 1.800 Türschilder. Außen 76 Elemente mit einer Fläche von 72 qm. Bei den weißen Alu-Blechen fehlen Angaben zur Beschichtung, zum Druck, zu den Farben sowie ggf. zu Folien (Anti-Scratching, UV-Beständigkeit). Die Alu-Tafeln mit Abmessungen ab ca. 70 cm benötigen rückseitig Aussteifungsrippen oder müssen aus Mehrschichtplatten gefertigt werden.
        
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