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Ausschreibung

Full text: Ausschreibung

Leit- und Informationssystem FHTW Berlin Oberschöneweide
Kooperativer Realisierungswettbewerb für Designer und Gestalter

Ausschreibung

Kooperativer Realisierungswettbewerb für Designer und Gestalter Leit- und Informationssystem FHTW, Berlin Oberschöneweide Ausschreibung

Berlin, Juni 2006

Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstrasse 6 10179 Berlin Wettbewerbsausschreibung Patrick Weiss Digitale Bearbeitung Lars Krokowski Titelbild Jana Prengel Druck Copyhaus, Berlin

Inhaltsverzeichnis
Teil 1 Verfahren ........................................................................................9 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.5 2.6 2.8 2.9 3.1 3.2 3.3 Teil 4 4.1 4.2 4.3 4.4 4.5 4.6 4.7 4.8 4.9 Auslober, Bauherr, Nutzer ...........................................................9 Art des Verfahrens ......................................................................9 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe............................10 Wettbewerbsteilnehmer/innen...................................................10 Preisgericht und Vorprüfung...................................................... 11 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .......................................12 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten.............................................12 Rückfragen und Kolloquium ......................................................13 Geforderte Leistungen ..............................................................14 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................15 Preise und Honorare .................................................................15 Weitere Bearbeitung .................................................................15 Eigentum und Urheberrecht ......................................................16 Verfassererklärung ....................................................................16 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........16 Haftung und Rückgabe .............................................................16 Zusammenfassung der Termine................................................16 Der neue Campus Wilhelminenhof der FHTW..........................17 Historische Entwicklung Oberschöneweides bis 1989..............17 Städtebauliche Rahmenbedingungen .......................................18 Das Wettbewerbsgrundstück ....................................................22 Gebäudebestand und Planung .................................................23 Belegungsplanung ....................................................................25 Außenanlagen...........................................................................27 Erschließung und Verkehr.........................................................29 Leit- und Gestaltungssysteme...................................................29 Allgemeine Zielsetzungen .........................................................35 Leit- und Informationssystem ....................................................35 Kriterien.....................................................................................38 Anhang.....................................................................................39 Historische Entwicklung Oberschöneweides bis 1989..............39 Lageplan (Datei)........................................................................43 Lageplan Freianlagen (Datei)....................................................43 Grundrisse, Ansichten, Schnitte (Datei) ....................................43 Fotodokumentation (Abb. und Datei) ........................................43 Corporate Design der FHTW (Abb. und Datei) .........................48 Stadtteilleitsystem Schöneweide (Datei)...................................50 Abbildungs- und Quellenverzeichnis.........................................50 Verfassererklärung (Formular und Datei)..................................51

Teil 2 Situation und Planungsvorgaben ..............................................17

Teil 3 Wettbewerbsaufgabe ..................................................................35

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Leit- und Informationssystem FHTW / Anlass und Ziel

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Anlass und Ziel
Die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW), mit 10.000 Studenten die größte Fachhochschule in Berlin und den östlichen Bundesländern, ist zur Zeit noch auf fünf Standorte verteilt. Bis zum Wintersemester 2009/2010 soll die FHTW auf zwei Standorte in räumlicher Nähe konzentriert werden. Hierzu wird für 6000 Studierende auf dem historischen AEG- bzw. KWO- Areal in Oberschöneweide der neue Campus Wilhelminenhof geschaffen. Die ersten Gebäude des neuen Campus werden bereits bis Mitte 2006 ausgebaut sein, von Herbst 2006 bis 2009 werden in der Hauptbaumaßnahme weitere bestehende Gebäude und Hallen saniert und ausgebaut sowie durch Neubauten ergänzt. Im Zuge des Bauvorhabens für den Campus Wilhelminenhof soll ein einheitliches Wegeleit- und Informationssystem entwickelt und realisiert werden, das den Nutzern und Besuchern auf dem komplexen Areal und innerhalb der Gebäude Orientierung bietet und sie zielgerichtet zu den gewünschten Einrichtungen führt. Darüber hinaus soll das System auch der Vermittlung allgemeiner Informationen dienen und für die Information über das aktuelle Veranstaltungsprogramm genutzt werden können.

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Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 1 Verfahren

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Teil 1 Verfahren 1.1 Auslober, Bauherr, Nutzer

Auslober und Bauherr Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Hochbau Referat V P I Fehrbelliner Platz 2 10707 Berlin Herrmann-Josef Pohlmann V P I L Tel.: +49 (0)30 9012 6700 Fax: +(0) 30 9012 3120 Bedarfsträger Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brunnenstraße 188-190 10119 Berlin Nutzer Fachhochschule für Technik und Wirtschaft - FHTW Treskowallee 8 10313 Berlin www.fhtw-berlin.de Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Patrick Weiss, II D 2 Tel.: +49 (0)30/ 9025-2016 Fax: +49 (0)30/ 9025 2533 e-mail: patrick.weiss@senstadt.verwalt-berlin.de

1.2

Art des Verfahrens

Die Ausschreibung erfolgt als beschränkter kooperativer Realisierungswettbewerb nach vorgeschaltetem offenen Teilnahmewettbewerb. Das Verfahren ist, abgesehen vom Meinungsaustausch im Zwischenkolloquium, anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch.

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1.3

Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe

Der Wettbewerb wird in Anlehnung an die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995) durchgeführt, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.

1.4

Wettbewerbsteilnehmer/innen

Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren durch ein von externen Fachleuten und Vertretern der Verwaltung gebildetes Auswahlgremium folgende 7 Teilnehmer ausgewählt: • • • • • • • UV2 Urban Visual Design, Berlin Polyform, Berlin wittenberg hübener claussen, Hannover Adler & Schmidt, Berlin eckedesign, Berlin ständige vertretung, Berlin studio spellmeyer, Hannover, Antonio Pace, Frankfurt/M.

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1.5

Preisgericht und Vorprüfung
Prof. Jürgen Huber Designer, FHTW, Berlin Alexandra Martini Designerin, Berlin Prof. Gernot Nalbach Architekt, Berlin

Fachpreisrichter

Stellvertretende Fachpreisrichter

Henrike Meyer Designerin, Berlin Ivan Reimann Architekt, Berlin

Sachpreisrichter

Prof. Hans-Herwig Atzorn Erster Vizepräsident FHTW, Berlin Hermann-Josef Pohlmann Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin

Stellvertretende Sachpreisrichter

Prof. Dr. Klaus Semlinger Vizepräsident FHTW, Berlin Friedrich Wilhelm Hensel, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin

Sachverständige

Prof. Katrin Hinz, Fachbereich Gestaltung, FHTW Irene Jeske Bauabteilung, FHTW Gisela Hüttinger, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit FHTH Gabriele Natschke, Detlef Flammersfeld Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Hochbau Peter Ostendorff Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Wettbewerbe und Auswahlverfahren Claudia Reich-Schilcher Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Architekturwerkstatt

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Vorprüfer

N.N.

Technische Mitarbeit Gäste

Lars Krokowski Prof. Dr. Faist Akademischer Senat der FHTW Prof. Dr. Roski FHTW N.N. AStA der FHTW

1.6

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen

Die Wettbewerbsunterlagen werden am 30.06.2006 an die teilnehmenden Büros versandt.

1.7

Abgabe der Wettbewerbsarbeiten

Die Arbeiten sind am 15.09.2006 von 9:00 bis 17:00 Uhr bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Brückenstraße 6, Raum 4.022 in 10179 Berlin-Mitte abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Postoder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebelegs in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen an den Auslober nachzusenden. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Wettbewerb Leit- und Informationssystem FHTW“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 15.09.2006 oder eines davor liegenden Tages trägt. Der Verfasser selbst ist für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel/Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises zeitgerechter Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mitbeurteilt. Bei Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Aufgabebeleges in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen, an den Auslober nachzusenden. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und

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Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung (siehe 1.15) mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.

1.8

Rückfragen und Kolloquium

Rückfragen (GRW 5.3) zur Auslobung können schriftlich per E-Mail gestellt werden und müssen bis zum Zwischenkolloquium unter dem Kennwort „Wettbewerb Leit- und Informationssystem FHTW“ bei folgender E-Mail-Adresse: patrick.weiss@senstadt.verwalt-berlin.de eingegangen sein. Weitergehende Fragen können auch noch während des Zwischenkolloquiums gestellt werden. Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Ausschreibung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Die Rückfragen werden bei Bedarf mit dem Preisgericht erörtert. Die schriftliche Beantwortung der Rückfragen erfolgt im Ergebnisprotokoll des Zwischenkolloquiums wird anschließend allen am Verfahren Beteiligten per E-Mail zugesandt. Zwischenkolloquium Während der Bearbeitungszeit, am 17.08.2006, wird mit den Teilnehmern, den Preisrichtern und den Sachverständigen ein Kolloquium abgehalten, bei dem ein Meinungsaustausch über die Wettbewerbsaufgabe und mögliche Lösungen stattfindet. Das Programm des Wettbewerbs kann vom Auslober im Laufe des Kolloquiums weiterentwickelt werden. Dabei sind die Teilnehmer verpflichtet, Zwischenergebnisse dem Preisgericht offen zu legen. Zu diesem Zwischenkolloquium werden die teilnehmenden Büros einzeln und zu gleichlangen Vorstellungs- und Diskussionszeiträumen eingeladen. Ein Anspruch auf Reisekostenerstattung besteht nicht. Zum Zwischenkolloquium werden aussagefähige zeichnerische Darstellungen in Papierform erwartet, die es erlauben, den Entwurfsansatz der jeweiligen Verfasser zu erkennen und zu beurteilen. Zu diesem Zeitpunkt ist noch die Darstellung von Varianten möglich. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Zwischenergebnisse anhand einer Powerpoint-Präsentation vorzustellen. Änderungen der Wettbewerbsaufgabe sind bis zur Übersendung der Niederschrift des Zwischenkolloquiums zulässig. Das Protokoll des Zwischenkolloquiums ist Bestandteil der Auslobung.

1.9

Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen

Unterlagen des Wettbewerbs sind: - die vorliegende Ausschreibung, - Das Protokoll des Zwischenkolloquiums - und eine CD-Rom mit digitalen Unterlagen (s. Teil 4 Anhang)

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Hinweis Jeder Teilnehmer des Wettbewerbes verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Wettbewerb zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober (bzw. den Auftraggeber) abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.

1.10

Geforderte Leistungen

Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: 1. Diagramm / Übersicht zur Organisation des Leit- und Informationssystems. 2. Anwendung des gegliederten Leit- und Informationssystems anhand eines vorgegebenen Weges von der Hauptzufahrt Wilhelminenhofstraße als Quellpunkt über den Weg südöstlich des Gebäudes A2, den Durchgang des Gebäudes A4, die Erschließungsstraße südöstlich des Gebäudes A4 bis zum Zielpunkt Seminarraum FB 1 im Gebäude A 19, 1. OG 018. 3. Je eine beispielhafte Darstellung der vorgeschlagenen Elemente (Schilder, Stelen, Fahnen, Banner, Displays, Beschriftungen o.ä.) für Wegeleitung, Informationssystem und weitere Beschilderungen in den Maßstäben 1:10 (Außendarstellungen), 1:5 (Etagenverteiler) und 1:1 (Türschild), mit Ansichten und zum Verständnis des Entwurfs erforderlichen Schnitten und Details in freier grafischer Darstellung. Materialproben und Modelle sind nicht zugelassen. 4. Grobe Kostenkalkulation einschließlich des Verfasserhonorars bei weiterer Beauftragung (siehe Punkt 3.2.9). 5. Erläuterungsbericht (max. 4 Seiten) mit Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts, Beschreibung der Konstruktion und Materialien sowie Aussagen zur Wirtschaftlichkeit, ggf. mit Skizzen. Erläuterungen des selben Wortlauts sind auf Plänen zusätzlich, aber nicht ausschließlich zugelassen. 6. ein kompletter zweiter Plansatz als Prüfpläne für die Vorprüfung. 7. Verkleinerungen aller Abbildungen auf DIN A3-Seiten s/w-kopierbar für Vorprüfung und Ergebnisprotokoll. 8. Hängeplan (optional). 9. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen. 10. Verfassererklärung (Formblatt siehe Anhang Punkt 4...), ausgefüllt und unterschrieben in undurchsichtigem, verschlossenem Briefumschlag nur mit der Beschriftung Verfassererklärung und Kennzahl. Die geforderten Leistungen sind, soweit nicht anderes angegeben, in Papierform zu erbringen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten werden 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) verwendet. Den Teilnehmen stehen jeweils 2 Tafelflächen zur Verfügung Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gem. GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen so-

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 1 Verfahren

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wie erläuternde Skizzen sind zugelassen.

1.11

Beurteilungsverfahren und Vorprüfung

Das Beurteilungsverfahren ist unter den Punkten 5.5, 5.6 und 5.7 sowie in den Anlagen II und III der GRW 1995 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges (Beurteilungskriterien gem. GRW 5.1.5) vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Eine zweiphasige Vorprüfung bleibt vorbehalten. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten.

1.12

Preise und Honorare

Für Preise und Honorare stehen insgesamt 16.400,- € zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 5.000,- € 3.000 €,-

Über die Preise hinaus wird den Teilnehmern ein Bearbeitungshonorar von 1.200,- € pro Büro bei Abgabe einer prüffähigen Arbeit ausgezahlt. Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 16 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.

1.13

Weitere Bearbeitung

Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die Umsetzung des Wettbewerbsentwurfs und die weitere Beauftragung für das Leit- und Informationssystem ab. Der Auslober wird unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts die weitere Bearbeitung an den ersten Preisträger vergeben, soweit kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zu Grunde liegende Aufgabe realisiert werden soll. Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (GRW 7.2).

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1.14

Eigentum und Urheberrecht

Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.

1.15

Verfassererklärung

Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung (siehe Anhang und Datei) versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind.

1.16

Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten

Das Ergebnis des Wettbewerbs wird den Teilnehmern unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt. Es wird der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben (GRW 6.1) sowie unter www.stadtentwicklungberlin.de/aktuell/ausstellungen angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekanntgegeben (GRW 6.3).

1.17

Haftung und Rückgabe

Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5).

1.18

Zusammenfassung der Termine
30.06.2006 17.08.2006 25.08.2006 15.09.2006 28.09.2006

Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen Zwischenkolloquium Versand Protokoll Zwischenkolloquium bis Abgabe der Arbeiten Sitzung des Preisgerichts Ausstellung

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Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1 Der neue Campus Wilhelminenhof der FHTW

Die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW) University of Applied Sciences - ist Berlins größte und zugleich jüngste Fachhochschule. An ihr lehren und forschen rund 270 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem breiten Spektrum von Arbeitsfeldern. Fast 10.000 Studierende absolvieren an der FHTW eine praxisnahe und zukunftsorientierte Ausbildung in den Bereichen Technik, Informatik, Wirtschaft, Kultur und Gestaltung. Noch ist die FHTW Berlin auf fünf Hochschulstandorte zersplittert. Doch das soll sich ändern. Im September 2005 begannen die Arbeiten in BerlinOberschöneweide, wo in den nächsten vier Jahren ein neuer FHTWCampus entstehen wird. Bis zum Wintersemester 2009/20010 wird die FHTW nur noch zwei Standorte in räumlicher Nähe haben: den Campus Wilhelminenhof in Oberschöneweide mit 6.000 Studierenden und den Campus Treskowallee in Karlshorst mit 4.000 Studierenden. Die übrigen vier Standorte in den Bezirken Kreuzberg-Friedrichshain, Pankow und Lichtenberg werden aufgegeben. Die ersten Gebäude auf dem neuen Campus in Oberschöneweide werden im Zuge der sogenannten vorgezogenen Baumaßnahme bereits bis Juni 2006 ausgebaut sein und die Studierenden und Professoren des Fachbereichs Gestaltung der FHTW, die zur Zeit auf dem Campus Warschauer Platz und dem Campus Blankenburger Pflasterweg verteilt sind, zum Wintersemester 2006/2007 einziehen. Außerdem wird dort eine Cafeteria eröffnet. Baubeginn für die sogenannte Hauptbaumaßnahme soll im Oktober 2006 sein. Dann werden bestehende Gebäude schrittweise saniert und ausgebaut. Die Gebäude A4, A8, die Spreehalle und einige kleinere Hallen werden das neue Domizil für die Fachbereiche Ingenieuerwissenschaften (jetzt Campus Marktstraße und Campus Allee der Kosmonauten), Ingenieurwissenschaften II (jetzt Campus Blankenburger Pflasterweg), die Studiengänge Angewandte Informatik, Internationale Medieninformatik, Wirtschaftskommunikation und Wirtschaf tsingenieurwesen (jetzt Campus Treskowallee). Außerdem wird es Räume für die Fachschaftsräte geben. Umziehen werden auch einschlägige Dienstleister der Hochschule. Auf dem Campus Treskowallee werden die Studienangebote der Wirtsc haftswissenschaften sowie die Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsmathematik verbleiben sowie der Sitz der Zentraleinrichtung Fremdsprachen. Auch das Hochschulrechenzentrum und die Zentralbibliothek behalten hier ihr Domizil, ebenso die Hochschulverwaltung, die Hochschulleitung und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA).

2.2

Historische Entwicklung Oberschöneweides bis 1989

Die Beschreibung der Geschichte des Stadtteils Oberschöneweide und des KWO- Standortes bis zur Wende befindet sich im Anhang unter Punkt 4.1.

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

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2.3

Städtebauliche Rahmenbedingungen

Oberschöneweide

Abb. 1:

Lage in Berlin

M.:1:200.000

Oberschöneweide liegt im Südostraum Berlins an der Spree und ist ein Wohn– und Arbeiterviertel der vorletzten Jahrhundertwende. Der Stadtteil besteht aus bandartigen Strukturen: den zum Teil denkmalgeschützten Industriegebäuden zwischen Spree und Wilhelminenhofstraße, dem Wohngebiet nördlich der Wilhelminenhofstraße mit einer gründerzeitlichen Blockrandbebauung, dem dahinter liegenden Reformwohnungsbau aus den 20er Jahren, den Plattenbauten aus den 50er und 60er Jahren und dem daran angrenzenden Volkspark Wuhlheide. Prägend ist das massive Industrieband entlang der Spree, das die Zugänglichkeit der Uferbereiche vom Wohnquartier aus verwehrt. Der Ortsteil ist wegen fehlender Brückenverbindungen unzureichend vernetzt und sehr stark vom Durchgangsverkehr belastet. Nach der Wende hatte Oberschöneweide mit großen Problemen zu kämpfen. Von ehemals 25.000 Arbeitsplätzen blieben, vor allem wegen des Zusammenbruchs der Großindustrie, weniger als 3.000 übrig. Auch die Situation Oberschöneweides als Wohnstandort war Besorgnis erregend. Die Bevökerungszahl war stark rückläufig, ganze Häuserzeilen, z.B. an der Wilhelminenhofstraße standen leer und die Bausubstanz der Wohnhäuser befand sich großenteils in marodem Zustand. Deshalb erklärte der Senat 1995 wesentliche Teile des Altbaubereichs zum förmlich festgelegten Sanierungsgebiet, um das Gebiet zu stabilisieren und zu revitalisieren. Begleitend zum Sanierungsverfahren wurde Oberschöneweide 1999 in das Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die soziale Stadt“ aufgenommen. Das

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Abb. 3:

Stadterneuerung und Quartiersmanagement

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

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Quartiermanagement soll eine dauerhafte Verbesserung der Situation in Oberschöneweide erreichen und zu einer Stabilisierung beitragen. Dazu vernetzt, fördert und initiiert das Quartiersmanagement Projekte in den Bereichen Wohnen/Wohnumfeld, Bildung/Erziehung, Arbeit/Gewerbe, Zusammenleben/Integration und Bewohnerbeteiligung. Inzwischen ist eine deutliche Verbesserung der Lage zu verzeichnen. Rund 70% des Altbestandes an Wohngebäuden im Sanierungsgebiet wurden bis Ende 2003 instandgesetzt und modernisiert und 200 Wohnungen neu errichtet. Weitere bauliche Schwerpunkte lagen auf zahlreichen Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen und der verkehrlichen Infrastruktur sowie des öffentlichen Raums. Gute Beispiele für die Gewerbe-Neuansiedlung und die Wiederbelebung der alten Industriebauten sind der „Handwerkerund Gewerbehof Wilhelminenhof“, das „Kultur- und Technologiezentrum Rathenau“ und die „Erlebnisfabrik Spreehöfe“. Durch bereits umgesetzte Projekte hat sich das Image Oberschöneweides verbessert. Der Leerstand an Wohnungen konnte von ca. 30% im Jahr 1995 auf ca. 7% im Jahr 2003 gesenkt werden. Entsprechend veränderte sich die Anzahl der Bewohner im Sanierungsgebiet. Gegenüber 1998 stieg die Bewohnerschaft um ca. 27% an. Unter den in den nächsten Jahren anstehenden Maßnahmen sind insbesondere folgende wichtige Projekte zu erwähnen: • Neubau des Kaisersteges als zusätzliche Brückenverbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen Ober- und Niederschöneweide (2007). • Ab Sommer 2007 wird ein Uferweg entlang der Spree eine Fußgängerverbindung vom Stadtplatz und dem Kaisersteg zur Treskowbrücke schaffen. In einem zweiten Abschnitt wird angestrebt, einen auch für Radfahrer nutzbaren Uferweg vom Kaisersteg zur FHTW zu führen. • Noch 2006 beginnt der Bau eines Stadtplatzes am Kaisersteg nach dem Entwurf des Lanschaftsplanungsbüros Ulrike Böhm. Über die

Abb. 3:

Stadtplatz/ Kaisersteg

M.: 1:3.000

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Kranbahnpromenade wird damit von der Wilhelminenhofstraße ein Zugang zur Spree hergestellt. Am Stadtplatz wird ein Bootssteg für Sportboote und ein Schiffsanleger für Fahrgastschiffe errichtet. • Mehrere ehemalige Industriehallen am Stadtplatz werden von privaten Investoren zu einem Zentrum für Gegenwartskunst, den „Schauhallen Berlin” ausgebaut. Baubeginn nach den Plänen des Büros Kahlfeld Architekten ist ebenfalls 2006. • Nicht zuletzt die 2006 beginnende Ansiedlung der FHTW ist als eines der Schlüsselprojekte zur Revitalisierung von Oberschöneweide anzusehen. Direktes Umfeld des FHTW-Campus Westlich des Wettbewerbsgrundstücks befinden sich weitere Gebäude des ehemaligen KWO-Areals, die heute vom Kabelwerk Wilms genutzt werden. Eines dieser Gebäude liegt eingeschoben zwischen dem zur Wilhelminenhofstraße gelegenen FHTW-Gebäudekomplex A2, H 1-4, A4,

Abb. 4:

Aufnahme vom Behrensturm: Rathenau-Villa (Vordergrund), dahinter Gebäude A4

H 5-7 sowie dem spreeseitigen Gebäude A19 und bildet so eine Barriere zwischen diesen beiden Campus-Bereichen. Im Block östlich des Wettbewerbsgebietes befindet sich auf dem Grundstück Wilhelminenhofstraße 75 die 1893 erbaute RathenauVilla: Sie war zeitweiliger Sitz des Präsidenten der AEG und späteren Reichsaußenministers Walter Rathenau. Die Rathenau-Villa wird heute vom Landesinnungsverband der elektrotechnischen Handwerke Berlin / Brandenburg genutzt. An der südwestlichen Blockecke befindet sich der zweigeschossige Neubau einer Einrichtung mit Werkstätten für Behinderte. Der übrige Teil dieses Blocks wird von freien, noch unbebauten Grundstücken eingenommen. Neben dem westlichen Kopf des Gebäudes A8, direkt angebaut, liegt eine Gasag-Station.

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Der größere, östliche Abschnitt der Spreehalle gehört ebenfalls nicht zum FHTW-Campus. Er steht zur Zeit leer.. Es ist vorgesehen, diesen Teil der Halle durch Entfernung einer Gebäudeachse baulich von dem westlichen Abschnitt zu trennen. Durch diese Fuge bietet sich hier eine zusätzlich Wegeverbindung.

2.4

Das Wettbewerbsgrundstück

Lage und Größe Das Baugrundstück liegt an der Wilhelminenhofstraße 76-77 im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick, Ortsteil Oberschöneweide. Es ist Teil des ehemaligen KWO Geländes und besteht aus den Flurstücken 125, 128 und 133, sowie einem kleinen Abschnitt des Flurstücks 7006 (an der Spree in Höhe der geplanten Gebäudefuge der Spreehalle) die aus einer Teilung Ende der 90er Jahre entstanden sind. Das Baugrundstück wird an der Südseite durch das Spreeufer abgeschlossen.
Haupteingang Haupteingang Gebäude Eingang Erdgeschoss Durchwegung
54

53

147

Flurstücksnummer

Wilh

elm

A 2E

Kopfbau H1 H2 H3 A4 BT-1
125

inen

hofs t

raße

143

0

10

20

30

40

50m

A2

H4

A4 BT-2 H6
122

144

147

129 127 148

H5 H7 A4 BT-3
135

128

A8 Erweiterungsbau

132

7005

A8 Neubau

A 19 Spreehalle

133

7006

S P R E E

Abb. 5:

Übersichtsplan/ Eingänge

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Eigentum und Nutzer Bezirksamt Treptow-Köpenick ZGW LV 1 in Trägerschaft für SenFin/ SenWissKult. Nutzer wird die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) sein. Betreiber der Mensa ist das Studentenwerk.

2.5

Gebäudebestand und Planung

Im Zuge der sogenannten vorgezogenen Baumaßnahme werden die Gebäude A2, H1 und 2 sowie der westliche Abschnitt des Kopfbaus für die FHTW hergerichtet. Mit der Generalplanung ist das Büro Müller Reiman Architekten beauftragt. Für die Gebäude A4, den Kopfbau östlicher Abschnitt, den Ersatz- und Erweiterungsbau A8 und die Spreehalle A19 wurde der Generalplaner Nalbach Design und Planung GmbH, Berlin, beauftragt. Hinweis: Es ist davon auzugehen, dass die Gebäudebezeichnungen wie z.B. A4 oder H2 zu einem späteren Zeitpunkt geändert werden. Gebäude A2 Das Gebäude A2/A2E, ein ca. 124m langer Riegel, wurde in zwei Bauabschnitten 1904-1909 errichtet. Der erste Bauabschnitt (A2), ca. 95m lang (Achse 1-19), wurde im Rahmen der Grundsanierung durch das Architekturbüro Augustin in den neunziger Jahren mit einem zweigeschossigen Glastonnendach in Stahlbauweise versehen, der zweite Bauabschnitt (A2E) wurde in seiner Struktur belassen und ausgebaut. Das Gebäude wird über einen innenliegenden Flur erschlossen und ist in drei Brandabschnitte geteilt, in denen je ein abgeschlossenes Treppenhaus liegt. Der Wechsel zwischen den Brandabschnitten ist in jedem Geschoss möglich. Alle drei Eingänge in das Gebäude sind stufenlos über zwei Rampen erreichbar. Hallen H 1 und 2 Die Hallen enthalten ein Galeriegeschoss, das die Hälfte der Grundfläche einnimmt. Beide Hallen sind separat und stufenlos über die westliche Hauptwegeachse erschlossen. Gebäude A4 Das Gebäude A4 wurde in drei Bauabschnitten (Bauteil 1- 3) in den Jahren 1910 - 1915 erbaut. Es liegt ein 6- bis 7-geschossiger Mauerwerksbau mit Unterkellerung (Bauteil 1 nur teilweise unterkellert) vor. Als lastabtragende Elemente sind die Mauerwerkswände der Längsfassaden, der Giebel und der Treppenhäuser sowie die Innenstützen aus Stahl in den zwei Hauptlängsachsen des Gebäudes vorhanden. Die Ausführung der bestehenden Dächer (satteldachartig) unterscheidet sich bauteilbezogen. Das Bauteil 1 besitzt eine Holzdachkonstruktion, welche in den Nachkriegsjahren rekonstruiert wurde. Das Bauteil 2 ist mit einer Betondachkonstruktion (analog Deckensysteme) ausgestattet. Die Stahldachkonstruktion des Bauteils 3 wurde im Zuge einer Sanierung im Jahr 1997 neu geschaffen und überdeckt einen zweigeschossigen Dachraum.

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24

Hallen H5 – H7 Bei den Gebäuden handelt es sich um drei eingeschossige Hallen in Massivbauweise. Die ursprünglich in Mauerwerk errichteten Gebäude wurden in den 90er Jahren saniert und zum Teil neu errichtet. Durch neue Stahlbeton- und Stahlelemente ergibt sich eine Mischbauweise. Es sind Fassaden aus Klinker, Stahlbetonfertigteilelementen sowie ausgefachte Stahlbetonrahmen vorhanden. Es sind Satteldächer in leichter Bauweise (Trapezblech) vorhanden. Die Dachkonstruktionen spannen über die kurze Gebäudeseite der Hallen 5 + 7. Die Halle 6 wurde als offene Kalthalle mit Mittelstützen im Halleninneren konzipiert. Sie wird im Zuge der Umbaumaßnahme als geschlossenes Bauwerk der neuen Nutzung zugeführt. Gebäude A8 (Ersatzbau) Das Bestandsgebäude wird durch einen Neubau ersetzt, der als Stahlbetonskelettbau auf der belassenen Erdgeschosssohle und auf den bestehenden Bohrpfählen entstehen wird. Gebäude A8 (Erweiterungsbau) Es wird nördlich vom Gebäude A8 ein solitärer zweigeschossiger Neubau ohne Unterkellerung in Massivbauweise errichtet. Die Dach- und Deckenebenen werden als (unterzuglose) Flachdeckensysteme geplant. Die Stützenstellung wird dem Raster von 5,40 x 6,67 m angepasst. Hierbei entstehen bereichsweise Spannweiten bis 2 x 5,40 = 10,80 m. In dem oberen Geschossen des A8-Erweiterungsbaues ist eine einhüftige Erschließung vorgesehen, damit die Belichtung zweiseitig zusätzlich über den Gang erfolgen kann. Gebäude A19 (Spreehalle) Das Gebäude wurde in den Jahren 1960 / 61 als Stahlbetonskelettbau mit Unterkellerung errichtet. Das Gebäude setzt sich aus ausgesteiften Rahmen in Gebäudequerrichtung zusammen. Es sind jeweils an den Giebelseiten und in Gebäudemitte aussteifende Treppenhauskerne vorhanden. Das Gebäude besitzt ein Flachdach mit tragender Stahlbetonplatte. Die Decken sind als Stahlbetonträgerdecken konzipiert. Die Deckenfelder spannen über Längen von 5,18 m in Gebäudequerrichtung zwischen Stahlbetonträgern. Es wurden Stahlbetondecken (d= 17 cm) ausgeführt. Im Zuge der bevorstehenden Baumaßnahme werden 3 zusätzliche Deckenebenen aus Stahlbeton in analoger Bauart eingezogen. Die Decken sind zur Aufnahme der Horizontalkräfte als Scheiben ausgebildet. Äußere Gestaltung Die einzelnen Bestandsgebäude geben weitgehend die Fassadenform vor: Sie werden allerdings im Fensterbereich bauphysikalisch ertüchtigt, indem ein außenliegender Sonnenschutz vorgesehen wird. Beim Gebäude A 19 werden auch die Außenwände der Bestandsfassade bauphysikalisch durch eine entsprechende außenliegende Wärmedämmung verbessert. Das ursprüngliche Fassadenkonzept, d.h. die Verteilung der offenen zu den geschlossenen Fenstern bleibt weitgehend erhalten. Der neue außenliegende Sonnenschutz der Fenster wird deutlich sichtbar der Tektonik des Hauses entsprechen.

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25

Die Außenwände bestehen aus Stahlbetonwänden mit thermisch getrennten Metallfenstern. Der Fassadenaufbau wird hergestellt aus mineralischer Wärmedämmung, Hinterlüftung und einer wetterfesten Metallfassade. Denkmalschutz Die Gebäude A2 und A4 unterliegen dem Denkmalschutz. Seitens des Denkmalschutzes ist die Zielsetzung der Erhalt der Fassaden. Die Innenraumnutzung als Lehrgebäude wird durch den Denkmalschutz nicht tangiert.

2.5

Belegungsplanung

Durch die beabsichtigte Konzentration können erstmalig studienübergreifende Organisationsmodelle realisiert werden. Diese bilden die Grundlage für die gemeinsame Nutzung von Seminarräumen, Zentrallaboren und Werkstätten sowie der Verwaltungs- und Servicebereiche. Nahezu alle für den Unterricht und Betrieb notwendigen Flächen des Fachbereichs 5, Gestaltung werden im Zuge der vorgezogenen Baumaßnahme im Gebäude A2/A2E untergebracht, lediglich der große Veranstaltungs- und Präsentationsraum sowie die Bibliothek und die Cafeteria, die als Zwischenlösung zur Versorgung der Studierenden bis zur Vollendung der Hauptmaßnahme notwendig sind, werden in den gegenüberliegenden Hallen H1 und H2 sowie im Kopfbau untergebracht. Mit dem 1. Bauabschnitt der Hauptmaßnahme werden die Fachbereiche (FB) 1, Ingenieurwissenschaften I, FB 2, Ingenieurwissenschaften II, und FB 4, Wirtschaftswissenschaften II (teilweise), in den Gebäuden A4, Spreehalle A19, Gebäude A8 und Hallen 5, 6, 7 untergebracht. Hinzu kommen die Zentralen Einrichtungen (ZE) wie Verwaltung, Mensa, Bibliothek und Werkstätten. Organisation der Nutzungsbereiche Gebäude A2 Am Nordende des Gebäudes liegt in direkter Nähe zur straßenseitigen Erschließung des Areals ein großzügiges Foyer, welches dem Fachbereich 5, Gestaltung die notwendigen Flächen zur Repräsentation und Ausstellung seiner Arbeiten bietet. Der Studiengang Restaurierung/Grabungstechnik benötigt umfangreiche Lagerflächen und Objektdepots im Kellergeschoss, was es sinnfällig macht, die Funktionsräume und Laboratorien des Studienganges erdgeschossig anzuordnen Das 1. OG ist belegt mit Funktionsflächen des Studienganges Bekleidungstechnik und Bekleidungsgestaltung sowie mit dem Dekanat. Im zweiten OG liegen die Funktionsflächen und Projekträume des Studienganges Kommunikationsdesign, vorwiegend Computerarbeitsund Druckräume sowie Photolabore.

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Im dritten OG liegen weitere Arbeitsräume Bekleidungsgestaltung und Bekleidungstechnik.

der

Studiengänge

Das vierte OG ist die untere Ebene des Tonnendaches. Neben weiteren Seminar- und Projekträumen befinden sich hier zwischen Achse 10 und Achse 16 die Professorenbüros. Im Bereich des Tonnendaches befinden sich im Gebäudeteil A2 weitere Studien- und Seminarräume (Achse 1-10) sowie Professorenbüros in den Achsen 10-19. Im Gebäudeteil A2E (Achse 19-26) liegen weitere Arbeits- und Seminarräume. Kopfbau Im Erdgeschoss des westlichen Abschnitts des Kopfbaus besteht bereits eine Cafeteria mit den erforderlichen Sanitärbereichen. Im angeschlossenen Bereich der Achsen 13/14 der Halle 1 bestehen erdgeschossig Lagerund Technikflächen sowie die Küche. Darüber sind bereits die Sozialräume sowie die Technikflächen der Cafeteria eingerichtet. Im östlichen Teil des Kopfbaus werden Zentrale Einrichtungen wie Hausmeister, Telefonzentrale etc. untergebracht Hallen H 1 und 2 Die Hallen sind als Präsentations- und Ausstellungsräume sowie als Bibliothek für die Studierenden des Fachbereichs 5 vorgesehen. Gebäude A4 Bauteil 1, EG: Zentraler Eingang/Foyer, FB 2 Labore Umweltverfahrenstechnik (in den Erdgeschossen der drei Bauteile sind die Labore und Werkstätten vorgesehen, die mit schweren Lasten umzugehen haben und / oder beliefert werden müssen) 1. OG: FB 2 Dekanat und Verwaltung, Professorenräume 2. OG: FB 1 und FB 2 Professorenbüros 3. OG: FB 1 Dekanat und Verwaltung, Professorenbüros 4. OG: FB 1 und FB 4 Seminarräume 5..OG.:FB 1 Professorenbüros, FB 4Dekanat, Verwaltung, Professorenbüros 6. OG: FB 4 Professorenbüros, Besprechungs- und Aufenthaltsräume, Lehrbeauftragte, ZE Administration Sprachlabor Bauteil 2, EG: FB 2 Umweltverfahrenstechnik 1. OG: FB 2 Seminarräume, Verfügungsfläche Professoren 2. OG: FB 2 Seminarräume, Verfügungsfläche Professoren 3. OG: FB 1 Seminarräume, Professorenbüros 4. OG.: FB 4 Seminarräume, Audiovisuelles Labor 5. OG: FB 4 Wirtschaftsingenieurwesen 6. OG: FB 4 Labore Angewandte Informatik Bauteil 3, EG: Zentrale Bereiche Hausverwaltung und Zentrale Werkstätten, FB 2 Labore Umweltverfahrenstechnik 1. OG: FB 2 Labore Biologie, Seminarräume 2. OG: FB 1 Hörsäle, Seminarräume, FB 2 Seminarräume

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3. OG: FB 4 Seminarräume 4. OG FB 1 Werkstoff- Prüf- und Messtechnik, FB 4 Seminarräume 5. OG:FB 1 Physikalische Messtechnik, Physikalische Grundlagen, Werkstoff- Prüf- und Messtechnik Hallen H 5-7 FB 2 Werkstätten, Fahrzeugtechnik

Labore

und

Prüfstände

des

Studiengangs

Neubau A8, Erweiterungsbau Im Erdgeschoss sollen, wie im Gebäude A4, Labore und Werkstätten mit Schwerlastanforderungen und der Anliefernotwendigkeit untergebracht werden und zwar im Neubau für den FB 2 Fertigungstechnik und im Erweiterungsbau für den FB 2 Bauingenieurwesen. 1. OG Neubau: FB 2: Fügetechnik, Messtechnik, IT-Labormaschinenbau 1. OG Erweiterungsbau: FB 2 Bauingenieurwesen 2. OG Neubau: FB 1 Werkstoff-, Prüf- und Messtechnik, Informatik, FB 2 Betriebliche Umweltinformatik, Seminarräume FB 1 und 2 3. OG Neubau: FB 1 Elektrische. Antriebstechnik und Leistungselektrik, Grundlagen Chemie, Labore übergreifend Gebäude A19 EG: ZE Hörsäle, Mensa mit Cafeteria und die funktional damit verbundenen Küchenbereiche. FB1 Seminarräume. Spreeseitig nach Süden sind Sitzterrassen vorgesehen. 1. OG: ZE Bibliothek 2. OG / Zwischengeschoss: ZE Fachschaftsräte 3. OG: FB 1: Labore, Diplomandenräume 4. OG: FB 1: Labore 5. OG: FB 1 Labore 6. OG: FB 1 Labore

2.6

Außenanlagen

Die Außenanlagen der FHTW werden im Zuge der Baumaßnahmen neu gestaltet. Mit der Freianlagenplanung wurde das Büro Lützow 7 Gartenund Landschaftsarchitekten als Subunternehmer der Nalbach Design- und Planung GmbH beauftragt. Die Konzeption sieht als Basisgedanken eine Neustrukturierung des Geländes mit klarer Gliederung in Funktionsbereiche mit Stellplatz- und Müllplatzflächen als auch in Aufenthaltsbereiche mit Grünflächen und Laborfreiflächen vor. Die Aufenthaltsbereiche erhalten eine neue Form unter Aufhebung von Stellplatzflächen, Aufwertung der Platzflächen und Entsiegelungsmaßnahmen zugunsten von Grünflächen. Der Bereich des ehemaligen Japanischen Gartens wird in eine großzügige, leicht geneigte und in den Boden eingesenkte Rasenfläche umgestaltet. Ein schmales wasserbecken begrenzt diese und bildet gleichzeitig den Abschluss zum Platz, der mit schattenspendenden Bäumen versehen ist. Die Flächen vor der Spreehalle werden als Entreesituation vom Uferwanderweg, der nicht Bestandteil der Maßnahme ist, entwickelt und als Mensaterrasse und Laborfreiflächen umgestaltet. Es erfolgen umfangreiche Ergänzungen im Baumbestand. (siehe Lageplan Freiflächenplanung im Anhang Punkt 4.3)

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Abb. 6:

Geplante Außenanlagen

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29

2.8

Erschließung und Verkehr

Äußere Erschließung Die Verkehrserschließung durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird durch die S-Bahnhöfe Schöneweide und Karlshorst, die eine schnelle Verbindung zum Stadtzentrum bieten, jedoch in einiger Entfernung zum Campus liegen, und durch die in der Wilhelminenhofststraße verlaufenden Straßenbahnlinien gewährleistet. Die Haupterschließung für den PKW-Verkehr auf das Grundstück erfolgt über die schrankengeregelte Zufahrt von der Wilhelminenhofstraße. Weitere Anfahrtsmöglichkeiten bestehen über das Erschließungssystem der östlich des Gebäudes A4. liegenden Planstraßen. Fußgänger finden auf den o.g. Wegen Zugang zum Campus. Darüber hinaus wird es mit der Anlage des Spreeuferweges möglich, im Bereich der Spreehalle A19 die Hochschule auch von Süden aus zu erreichen. Mit dem Neubau des Kaisersteges wird auch eine direktere Fußwegeverbindung mit Niederschöneweide entstehen. Interne Erschließung des Campus, Stellplätze Die innere Erschließung auf dem Grundstück folgt dem vorhandenen Straßen- und Wegenetz. Die Gebäude A2 sowie H1-7 liegen direkt an der 1. Hauptachse, eine 2. Hauptachse bildet die parallel östlich liegende Planstraße zur Erschließung der direkt anliegenden Gebäude A 4, A 19 und des Gebäudes A8. Der Hauptzugang des Gebäudes A 8 erfolgt wie der Erweiterungsbau vom nördlich vorgelagerten Platz. Die Zugänglichkeit für den mobilitätseingeschränkten Personenkreis bis zum Spreeuferbereich ist gegeben. Der „Campusidee“ entsprechend ist eine offene, jederzeit zugängliche Bebauung vorgesehen. Das Funktionskonzept der Freianlagenplanung sieht eine deutliche Reduzierung der Stellplatzanzahl auf dem Gelände vor. Die vorhandenen 311 Stellplätze werden auf 100 Stellplätze reduziert, wobei 25 Stellplätze als Behindertenstellplätze zu kennzeichnen sind. Die Anzahl der Fahrradständer wird auf 500 Stellplätze ausgelegt. Diese werden dezentral auf dem Gelände in der Nähe der Eingangsbereiche angeordnet.

2.9

Leit- und Gestaltungssysteme

Leitsystem für Schöneweide Mit den Instrumenten der Stadterneuerung, der Wirtschaftsförderung und des Quartiersmanagements wurden in den letzten Jahren beträchtliche Erfolge in der Stabilisierung und Aufwertung Oberschöneweides erzielt. Der Prozess soll jetzt durch eine stadtteilbezogene Designstrategie zur Unterstützung der Kommunikationsprozesse ergänzt werden. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Treptow-Köpenick, dem Quartiersmanagement und örtlichen

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30

Abb. 7:

Leitsystem Oberschöneweide

Unternehmen entwickelt die FHTW, Studiengang Kommunikationsdesign (Projektleitung und Koordination) zusammen mit der FH Hannover (Produktdesign) zur Zeit dieses Leitsystem, das neben der Funktion des Ordnens und Informierens für Oberschöneweide Identität stiften und die Unterscheidbarkeit von anderen Stadtteilen erlebbar machen will. Dies soll mit folgenden Mitteln erreicht werden: Orientierung im öffentlich-städtischen Raum durch: - Wegeleitsystem, - Anbindung zu der Stadtteilumgebung, - Informationsplattformen an geografisch/strategisch wichtigen Punkten wie z.B. den Zugängen an der Spree Information über: - Nutzungen (Kennzeichnung wichtiger gesellschaftlicher Orte, Kennzeichnung wichtiger privater Dienstleistungen und Unternehmen) - die Geschichte einzelner Objekte, die Industriegeschichte Verbindung von Information und Stadtmöbeln im öffentlichen Raum Neben der reinen Orientierungshilfe spielen die gesellschaftlichen Bedürfnisse, die sich in den Faktoren Kommunikation, Begegnung und Interaktion ausdrücken, eine wesentliche Rolle. Das Leitsystem Schöneweide soll sich aus folgenden Modulen zusammensetzen:

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

31

-

Orientierungssystem: Stelen, Schilder Kommunikation und Begegnung: Stadtmöbel / Vitrinen / Geschichtstafeln Interaktion: Computerterminals / Web-side über Handy abrufbar / Digitaler Scout.

Bislang erarbeitet sind die Definition der Info-Hierarchien und die Verortung der Quell-, Weg-, Transfer-, Orientierungs- und Zielpunkte, die Namensgebung und Abgrenzung der Viertel, Hallen und Höfe, sowie das Logo und Farbklima für Schöneweide. (siehe Punkt 4... im Anhang) Touristisches Leitsystem Mit Datum vom 20.1.2004 hat der Senat die Installation eines touristischen Informationssystems in Berlin beschlossen. Mit diesem verwaltungsintern entwickelten System werden herausragende touristische Sehenswürdigkeiten ausgewiesen. Die Wegweisung ist als zusätzliche Orientierungshilfe zur Benutzung von Stadtplänen, Reiseführern etc. konzipiert worden. In Form einer Pfeilwegweisung mit Entfernungsangabe soll sie auf kurzen Wegen den Gast vorrangig von verkehrlichen Quellstandorten wie S- und U-Bahnstationen sowie Bushaltestellen abholen und zum Zielpunkt führen. Die Form und Gestalt der Schilder schließt einerseits an die fast 50-jährige Tradition der Berliner Straßennamensbe schilderung an, indem die selben Rahmentypen Verwendung finden und die Anbringung in Kombination mit der Straßennamensbeschilderung erfolgt. Andererseits wird ein eindeutig neues System sichtbar, das sich an der Farbe der Schilder festmachen lässt: weiße Schrift auf saphirblauem Grund ist das charakteristische Erkennungsmerkmal der touristischen Wegweisung. Nach der Erstinstallation im Bezirk Mitte wird das System nun berlinweit

Abb. 8:

Schild Leitsystem

in allen Bezirken eingeführt. Es ist vorgesehen, die Beschilderung durch Infostelen an den verkehrlichen Quellstandorten zu ergänzen. Wassertouristisches Leitsystem Unter Federführung des Bezirksamtes Treptow-Köpenick ist darüber hinaus vom Planungsbüro Süßkow ein wassertouristisches Leitsystem entwickelt worden, das den auswärtigen Wassertouristen die Orientierung auf den Berliner Flüssen, Seen und Kanälen erleichtern soll. Blaue Schilder (RAL 5002) mit weißer Schrift (Arial fett normal) weisen auf Orte und Sehenswürdigkeiten hin, weiße Schilder mit blauer Schrift geben Richtung und Entfernung an. An insgesamt 105 Standorten werden die 120 cm breiten Aluminiumtafeln im Sommer diesen Jahres installiert, 34 davon in Treptow-Köpenick. An der geplanten Anlegestelle am Stadtplatz und Kaisersteg soll ein Schild auf das Denkmalensemble Oberschöneweide

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

32

und unter anderem auf die FHTW hinweisen. Vorhandene Beschilderungen und Embleme An der Grundstückseinfriedung und auf dem Grundstück selbst befindet sich zur Zeit noch eine ungeregelte Vielfalt von Beschilderungen. Diese kann jedoch künftig weitestgehend entfallen, wenn die heute hier ansässigen Firmen das Gelände nicht mehr nutzen und die übrige Beschilderung durch das zu entwickelnde Leit- und Informationssystem für die FHTW ersetzt worden ist.

Abb. 9:

Treppenaufgang

Die direkt in die Bausubstanz eingearbeiteten, aus der Entstehungszeit des Gebäudes A4 stammenden Beschriftungen bleiben erhalten (siehe Abb. 9). Beschilderung der vorgezogenen Baumaßnahme Aufgrund der kurzfristigen Inbetriebnahme der Gebäude A2 und der Hallen H 1-2 noch in diesem Jahr war es nicht zu vermeiden, hierfür eine Beschilderung vorzunehmen, auch wenn eine Entscheidung im vorliegenden Wettbewerb noch nicht gefallen ist. Aus dem System Rio der Firma Moedel werden folgende Elemente verwendet: Türschilder, ca. 148mm x 148mm; Edelstahlträgerplatte mit eingesetzter Plexiglasscheibe und einfach wechselbarer bedruckbarer Papiereinlage; (210 Stck.) WC – Beschilderung; Edelstahl – Piktogramme, d= 6mm, h=60mm; (45 Stck.)

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

33

Abb. 10: Trägersystem

Informationsrahmen, A4 Hochformat; System wie Türschild; für Belegungspläne / Bekanntmachungen an Seminarräumen und Laboren, (70 Stck.) „Lobbyboard“, ca. 800mm x 400mm Hochformat, Edelstahl / Glasrahmen, Edelstahlschrauben, bedruckbare Papiereinlage zwischen den Glasscheiben; für Wegweiser / Orientierung in den EG-Foyers, (3 Stck.) Lobbyboard“, A3 Hochformat; System wie “Lobbyboards” in den EG-Foyers; für Wegweiser / Orientierung in den Foyers der Obergeschosse; (15 Stck.) Schild, A4; System wie Türschild; für Flucht- und Rettungswegeplan, (42 Stck.) Auf die Beschaffung von Hinweisschildern für Raumgruppen in den Foyers wurde zunächst verzichtet. Die jeweils foyerseitig und treppenhausseitig vorgesehene Beschilderung mit Geschossbezeichnungen erfolgt zunächst mit provisorischen Mitteln. Farbkonzept Für die innere Erschließung des Gebäudes A2 wurde von der Farbdesignerin Friederike Tebbe ein Farbkonzept zur vertikalen und horizontalen Strukturierung der Erschließung entwickelt. Das Farbkonzept sieht für die Aufgänge folgende Farbgebung vor: Aufgang 1 Aufgang 2 Aufgang 3 hellgrau mittelgrau anthrazit

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben

34

Für die Flure ist eine Farbgebung beabsichtigt, die in der Intensität von den unteren zu den oberen Etagen sukzessive zunimmt (Stand 16.05.2006). EG 1. OG 2. OG 3. OG 4. OG 5. OG weimargrün hell blaugrau hellgrün blau gelbgrün hellblau NCS S 1020 – G20Y Tibet 13 (Caparol) Amazonas 16 (Caparol) Iris 13 (Caparol) Tundra 120 Scala 66.09.12 (Brilux)

Ein Farbkonzept für die restlichen Gebäude liegt noch nicht vor. Es ist jedoch von einer im wesentlichen nicht farbigen Gestaltung mit weißen Wänden und grauen Böden auszugehen Corporate Design der FHTW Für die FHTW ist gerade ein Corporate Design erarbeitet worden, das zurzeit schrittweise an der Hochschule eingeführt wird. Neben einem übergreifenden Logo bietet es eine Vielzahl an Piktogrammen für die verschiedenen Studienfächer und für weitere Funktionen. Das Farbklima basiert auf der Farbe Grün und wird ergänzt durch die Farbe Blau für Serviceeinrichtungen und Orange für infrastrukturelle Angebote. Mit dem CD gibt es nun verbindliche und einheitliche Vorgaben für die Gestaltung von Broschüren und Briefen. Die Website wurde genau so überarbeitet wie eine Fülle von Formularen. Bestandteil des Designmanuals sind auch Personalanzeigen, Presseinformationen und eine PowerPointPräsentation: Weitergehende Informationen befinden sich im Anhang unter 4.6 sowie im Internet unter www.fhtw-berlin.de/service/oeffentlichkeit/ externe_info. Für das neue CD zeichnet das Büro Adler & Schmidt Kommunikationsdesign verantwortlich. In das Projekt waren auch Studierende der FHTW einbezogen.

Abb. 11: FHTW-Logo

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

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Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Allgemeine Zielsetzungen

Mit der künftigen Konzentration der FHTW auf nur noch zwei Standorte entsteht auf dem neuen Campus Wilhelminenhof in Oberschöneweide ein Hochschulquartier, dessen Struktur aufgrund seiner Größe und der Vielzahl der Funktionen und Einrichtungen nicht mehr ohne weiteres nachvollzogen werden kann. Dies um so weniger, als die Ansiedlung auf einem ehemaligen Industrieareal stattfindet, das in seiner räumlichen Ordnung und seinem Erschließungssystem unübersichtlich ist und dessen umgenutzte Gebäude ihre neue Zweckbestimmung als Hochschuleinrichtungen nur bedingt nach außen widerspiegeln können. Im Zuge des Bauvorhabens soll deshalb ein einheitliches Wegeleitund Informationssystem entwickelt und realisiert werden, das den Nutzern und Besuchern auf dem komplexen Areal und innerhalb der Gebäude Orientierung bietet und sie zielgerichtet zu den gewünschten Einrichtungen führt. Darüber hinaus soll das System auch der Vermittlung allgemeiner Informationen dienen und für die Information über das aktuelle Veranstaltungsprogramm genutzt werden können. Neben seinen rein funktionalen Aspekten ist das Leit- und Informationssystem auch wesentlicher Baustein des Erscheinungsbildes der FHTW. Hochschulweite Befragungen zur Identität der FHTW spiegeln jenes Bild wider, das die Mitglieder von der Institution haben: offen, rational, innovativ, vielfältig, engagiert. So wird die FHTW wahrgenommen, so will und soll sie künftig auch nach innen und nach außen auftreten. In diesem Sinne erhält das zu entwickelnde Leit- und Informationssystem auch eine Bedeutung als identitätsstiftendes Instrument nach innen und zur Profilierung nach außen.

3.2

Leit- und Informationssystem

3.2.1 Räumliche Bereiche des Leit- und Informationssystems Es ist ein gegliedertes Leit- und Informationssystem zu entwickeln, das folgende räumliche Bereiche umfasst: Grundstücksgrenze An den Haupteingangsbereichen, der Zufahrt an der Wilhelminenhofstraße sowie an der öffentlichen Spreeuferpromenade sind als Schnittstelle des Campus zum Stadtteil übergeordnete Informationsangebote vorzusehen. Von den Wettbewerbsteilnehmern ist zu prüfen, ob noch an weiteren Standorten solche übergeordneten Informationsangebote für Besucher, die den Campus über die westlich gelegenen Straßen erreichen, angeordnet werden sollten. Auf dem Campus Wegeleitung und Information an Punkten des grundstücksinternen Erschließungssystems, an denen Wegealternativen bestehen und an spezifischen Funktionsbereichen im Außenraum.

36

Vor bzw. an den Gebäuden Wegeleitung und Information im Außenraum vor den Gebäudeeingängen bzw. am Gebäude. Gebäudeintern Wegeleitung und Information in den Aufgängen, Etagen, Fluren und Foyers, Raumbeschilderung bzw. Raumbeschriftung. Die Wegeleitung und Informationsvermittlung kann darüber hinaus bereits auf der Internet-Homepage der FHTW beginnen und auf der anderen Seite durch Print-Medien wie z.B. Flyer ergänzt werden. Dies ist bei der Konzeption des Leit- und Informationssystems mit zu bedenken, jedoch nicht direkter Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe. 3.2.2 Funktionales Spektrum des Leit- und Informationssystems Die zentrale Aufgabe des Leit- und Informationssystems besteht darin, den Besucher von den Eingängen des Campus bis zu seinem gewünschten Zielpunkt in den Gebäuden oder im Außenraum zu leiten und ihm an den verschiedenen Punkten des Systems Orientierung über seinen Standpunkt (wobinich?) zu bieten. Die Wettbewerbsteilnehmer sollen hierfür ein nach der Distanz zwischen Start- und Zielpunkt gegliedertes Beschilderungssystem entwickeln, das von der Übersicht an den Haupteingängen bis hin zum Türschild reicht. Dies umfasst auch die allgemeine Gebäudebeschilderung mit Geschossbezeichnungen, WCBeschilderung, Flucht- und Rettungswegeplänen etc. Daneben soll das System auch der Vermittlung allgemeiner Informationen dienen. Dies kann zum einen in dauerhafter Form erfolgen, z.B. als Kurzinformation über die Hochschule insgesamt oder einzelne Einrichtungen, die Geschichte des Standortes oder einzelner Gebäude. Zum anderen ist ein flexibles Informationsangebot zu ermöglichen, z.B. für semester- bis tagesaktuelle Informationen über Veranstaltungen der Hochschule, Raumbelegungen, und ggf. weitergehende Hochschulnachrichten. Dieses flexible Informationsangebot kann mittels manuell zu bestückender Informationsträger bedient werden (siehe Beschilderung vorgezogene Baumaßnahme), aber auch mit digitalen Medien. Von den Wettbewerbsteilnehmern ist darüber hinaus zu prüfen, ob „Schwarze-Brett“-Funktionen oder Flächen zum Plakatieren, die in Hochschulen meist in ungeregelten Erscheinungsformen auftreten, in das Informationssystem gestalterisch mit eingebunden werden können. 3.2.3 Zielgruppen Es wird ein Konzept erwartet, dass sowohl den differenzierten Orientierungs- und Informationsbedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen wie Studenten, Hochschulbeschäftigte, Besucher und Lieferanten gerecht wird als auch auf die unterschiedliche Nutzung von Verkehrsmitteln (Fußgänger, Radfahrer, KFZ-Nutzer) eingeht. 3.2.4 Vorgaben aus dem Corporate Design der FHTW Bei Bedarf ist für das Leit- und Informationssystem das im Rahmen des Corporate Design Konzepts entwickelte und beschlossene Hochschul-

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

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Logo der FHTW zu verwenden. 3.2.5 Bezug zu äußeren Leit- und Informationssystemen Das neue Leit- und Informationssystem für den Campus Wilhelminenhof bildet die Schnittstelle zu den außerhalb vorhandenen Systemen und zahlreichen unregulierten Einzelbeschilderungen sowie dem zurzeit in der Entwicklung befindlichen Orientierungs- und Leitsystem für Oberschöneweide. Das Leit- und Informationssystem soll mit den äußeren Informationsangeboten synergetisch zusammenwirken, indem es sich, wo sinnvoll, auf sie bezieht und die vorhandenen äußeren, auf das Grundstück der FHTW bezogenen Informationen ersetzt. Vor allem soll es sich in der vorhanden Informationsvielfalt hinsichtlich Wahrnehmbarkeit und Gestaltqualität behaupten und für die FHTW wirksam und der Bedeutung der Hochschule angemessen nach außen adressenbildend wirken. 3.2.6 Vorgaben aus der Baumaßnahme, Denkmalschutz Die neuen Elemente sollen sich in die denkmalgeschützte Bausubstanz einordnen, jedoch als funktionsbestimmte, reversible Ergänzungen erkennbar bleiben. Die für die vorgezogene Baumaßnahme bereits beschafften Beschilderungssysteme (Trägerplatten und Rahmen mit gestaltbarer Einlage sowie WC-Piktogramme, siehe Punkt 2.8 der Auslobung) müssen für den entwurf nicht verwendet werden. Es wird jedoch die Verwendung von Trägersystemen empfohlen, die von der Hochschule selbst mit einfachen Mitteln (z.B. Computerausdruck) bestückt und an sich ändernde Nutzungen angepaßt werden können. 3.2.7. Beleuchtung Für die Beschilderung im Außenbereich ist eine Beleuchtung vorzusehen, sofern die Wahrnehmbarkeit bei Dunkelheit durch externe Lichtquellen nicht gegeben ist. 3.2.8 Nachhaltigkeit Insbesondere für den Außenbereich werden besondere Anforderungen an Material und Ausführung v.a. hinsichtlich Wetter- und Lichtbeständigkeit, der Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit, der Verkehrssicherheit und Widerstandsfähigkeit gegen Vandalismus gestellt. 3.2.9 Barrierefreiheit Der Auslober erwartet von den Teilnehmern Lösungsvorschläge, die die Interessen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen respektieren und wahren. 3.2.10 Kosten und Wirtschaftlichkeit, Realisierung Für die weitere Planung des Leit- und Informationssystems nach Abschluss des Wettbewerbs und für die Realisierung stehen im Rahmen der Gesamtmaßnahme brutto 170.000 € zur Verfügung. Gleichwohl ist eine Beleuchtung von Außenraumelementen im erforderlichen Umfang im Entwurf zu berücksichtigen. Nicht darin enthalten sind Kosten für eine Beleuchtung des Systems. Auch ist davon auszugehen, dass Multimedia-Anwendungen in diesem Kostenrahmen nicht realisiert werden können und eine zusätzliche

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe

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Finanzierung erfordern. Entsprechende Angebote sind daher so zu konzipieren, dass das Leit- und Informationssystem zunächst auch ohne diese hergestellt und genutzt werden kann. Es wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Kosten für die Unterhaltung und ggf. erforderliche Anpassungen gering gehalten werden.

3.3

Kriterien

Die Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten erfolgt nach der gestalterischen und funktionalen Qualität der Entwürfe hinsichtlich: - Ästhetische Wirkung - Klarheit - Verständlichkeit - Informationswert - Berücksichtigung der historischen Bausubstanz - Zusammenwirken mit dem Corporate Design der FHTW - Zusammenwirken mit benachbarten Leit- und Informationssystemen - Darstellbarkeit in anderen Medien (Internet, Print-Medien) - Barrierefreiheit - Wirtschaftlichkeit in Hinblick auf Herstellungs- und Folgekosten

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 4 Anhang

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Teil 4 Anhang 4.1 Historische Entwicklung Oberschöneweides bis 1989

Das Gebiet wurde in einer ersten amtlichen Erwähnung 1763 als „Die Krüge auf der schönen Weide“ bezeichnet. Im 17. und 18. Jh. siedelten sich in dieser Zeit auf den überwiegend landwirtschaftlich genutzten „Weiden“ einige Färber und Wäscher an. Das erste erwähnte Gehöft mit Bierausschank, der ‘Quappenkrug’, wurde 1674 - ungefähr in der Verlängerung der heutigen Reinbeckstraße - errichtet. 1682 wurde der Bierausschank vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. dem Amt Köpenick unterstellt und seit 1717 verpachtet. Nach 1750 erwirbt der Kriegsrat Pfeifer das gewachsene Anwesen. Auf Weisung des Königs legte er hier Maulbeerplantagen an, die der Zucht einheimischer Seidenraupen dienen sollten. Der Versuch endete im Konkurs. 1814 gelangte das Gut in den Besitz des Oberfinanzrates Reinbeck, der es ausbauen ließ und ihm den neuen Namen ‘Wilhelminenhof’ gab. 1840 wurde der gesamte Bereich zum ‘Gutsbezirk Wilhelminenhof’ vereinigt, in dem 87 Einwohner lebten. Zu dieser Zeit reichte der Wald der Wuhlheide zwischen den vereinzelt stehenden Gebäuden bis an die Ufer der Spree. 1889 wurde das ganze Terrain, bis auf den Gutshof selbst an die Staatliche Grundrentenanstalt verkauft, welche die Flächen dann weiter vermarktete. Unter dem Namen Wilhelminenhof war der Gutshof den Berlinern als Ausflugsziel auch noch während der intensiven Industrialisierung bis etwa 1920 ein Begriff. Das ausgedehnte Gartenlokal inmitten der Industrieanlagen wurde um die Jahrhundertwende täglich von Ausflugsdampfern der Sternlinie angefahren. In der Nähe der Gemarkungsgrenze Köpenick siedelten sich an der Spree 1860 eine Dampf-Waschanstalt sowie das Gasthaus „Sadowa“ an. Im Westen ließen sich 1871 zwei Fabrikanten nieder, die Woll- und Baumwollgarnfärberei „Nalepa“ im Bereich der heutigen Stubenrauchbrücke und die Weißbierbrauerei „Tabbert“ mit dem Ausflugslokal ‘Wald-schlößchen’ und einer Anlegestelle an der Spree. Beide Betriebe finden sich in den aktuellen Straßennamen wieder. Trotz dieser ersten Gewerbeansiedlungen entwickelte sich Oberschöneweide - wie es seit 1871 zur Unterscheidung vom südlich der Spree gelegenen Niederschöneweide bezeichnet wurde - zum Ausflugsgebiet für das nahe Berlin. So wurde das Gasthaus Sadowa 1869 mit einem großen Saal, Kegelbahn und geschmackvollen Anlagen am Ufer ausgebaut. Die Gründung einer Villenkolonie 1871 im Bereich Ostend- und Waldowstraße blieb ein Versuch und wurde nie vollendet. Dies lag vor allem an den unzureichenden Verkehrsverbindungen nach Berlin bzw. Köpenick. Der Gutsbezirk Wilhelminenhof war bis 1877 lediglich durch den Reitweg „Eichgestell“, welcher durch die heutige Wuhlheide die Schlösser Köpenick und Berlin verband, sowie über die Spree erreichbar. Personen konnten den Fluss am Wilhelminenhof auf einer Ruderfähre überqueren, Spreebrücken gab es in diesem Bereich nicht.

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1842 eröffnet die erste Eisenbahnlinie der Region, die „Niederschlesische“, den Betrieb zwischen Frankfurt/Oder und Berlin mit Halt in Köpenick. 1877 richtet dieselbe Gesellschaft den Haltepunkt „Sadowa“ ein (heute S-Bahnhof Wuhlheide). Auf der anderen Spreeseite nimmt 1867 die „Görlitzer Eisenbahn“ den Betrieb auf und richtet 1880 den Haltepunkt „Johannisthal“ ein (heute S-Bahnhof Schöneweide). Später wird diese Gesellschaft die Güterbahn in die Wilhelminenhofstraße legen. Zur Zeit all dieser Streckenplanungen war Oberschöneweide ein unbedeutender Flecken mit 120 Bewohnern, der für eine Bahnanbindung zu unbedeutend war.

Um 1875 formt sich die Grenze des heutigen Stadtgebietes Oberschöneweide, indem an der Wuhlheide der teils befestigte Fahr- und Reitweg „Rummelsburger Chaussee“ (heute Straße an der Wuhlheide) angelegt wird. 1889 kauft die „Staatliche Grundrentenanstalt“ das gesamte Terrain des Gutsbezirkes und bereitet die Grundlage für die Strukturveränderung der kommenden Jahre vor. Die expandierende Industrie führte aufgrund knapper und durch Spekulation verteuerter Grund- und Bodensituation in der
Abb. 12: Plan 1903

Innenstadt zur 2. industriellen Randwanderung. Oberschöneweide bot sich durch seine Nähe zu den billigen Wasserwegen sowie durch seine von Besiedlung fast freie Gelände für flächenintensive Produktionszweige an. Parallel dazu vollzog sich auf dem gegenüberliegenden Ufer in Niederschöneweide eine ähnliche Entwicklung, so dass in kürzester Zeit an der Oberspree ein großer industrieller Ballungsraum entstand. Mit der Entwicklung des Industriestandortes wurden gleichzeitig Wohnsiedlungen gebaut. So liegen die eigentlichen Geburtsjahre des heutigen Oberschöneweide zwischen 1889 und 1914. In dieser Zeit formt sich im Wesentlichen die städtebauliche Grundsubstanz des Stadtteiles. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges ist fast der ganze Industriekomplex und immerhin ein Drittel der gesamten heutigen Wohngebäude entstanden. Der Stadtteil wurde, der neuen Bedeutung als Entwicklungszentrum entsprechend, im Jahre 1898 zur „Landgemeinde Oberschöneweide“ im Kreis Niederbarnim erklärt. Inzwischen arbeiteten bereits 18.000 Arbeiter in den Fabriken. Die Bevölkerung stieg rasant von 625 im Jahre 1895 auf 14.100 im Jahre 1905 und auf über 21.000 im Jahre 1910. 1920 wurde die Landgemeinde Oberschöneweide mit nunmehr ca. 26.000 Einwohnern in die neue Stadtgemeinde Berlin eingegliedert und bildete zunächst einen Ortsteil des Verwaltungsbezirks Treptow. 1938

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wurde Schöneweide verwaltungsmäßig getrennt, indem die Spree zur Verwaltungsgrenze wurde: Oberschöneweide wurde Köpenick und Niederschöneweide Treptow zugeordnet. Oberschöneweide wird zum Standort der „Allgemeine Elektrizitätsgesells chaft“ (AEG), die 1895 als großes Drehstromwerk eine Überlandzentrale das spätere Kabelwerk Oberspree - anlegt. 1896 kauft der Generaldirektor Emil Rathenau für die AEG insgesamt 92.000 qm, d.h. fast die Hälfte des von der Grundrentenanstalt erschlossenen Terrains. Schon 1897 konnte in dem fünf Gebäude umfassenden Kupferwalz- und Gummiwerk mit der Produktion begonnen werden. Unter der Leitung des Architekten Paul Tropp entstand ab 1897 der Bau des „Kabelwerkes Oberspree“ (KWO). Im August 1898 wurde das erste drehstromgetriebene Walzwerk Deutschlands in Betrieb genommen; hergestellt werden Kabel und Stromleitschienen. 1899 baut die „Deutsche Niles Werke AG“ einen Teil des Ensembles des heutigen AEG Transformatorenwerkes. Das Verwaltungsgebäude an der Wihelminenhofstraße und die dahinterliegende Werkhalle wurde von amerikanischen Architekten zwischen 1899-1900 fertiggestellt. Die Großtransformatorenhalle Ecke Edisonstraße wurde 1915 errichtet. Nach dem 1. Weltkrieg geht das Areal in den Besitz der AEG über. Im gleichen Zeitraum nimmt die „VARTA“ auf dem heutigen BAE Gelände die Produktion von Akkumulatoren auf. In den letzten zehn Jahren vor der Jahrhundertwende wurde demnach schon der größte Teil der Industrieanlagen in ihren Kernen errichtet. Lediglich die Anlage der „Nationalen Automobil AG (NAG)“ an der Ostendstraße, einer AEG Tochter, gegründet 1901, wurde während des Krieges fertiggestellt. Das Hauptgebäude der NAG an der Gabelung Wilhelminenhof- und Ostendstraße, das mit seinem markanten Turm die Sichtachse der östlichen Wilhelminenhofstraße auch heute noch beherrscht, wurde 1915/1916 nach Entwürfen von Peter Behrens errichtet. Parallel zur Entwicklung der Industrieanlagen entsteht - von den Fabrikanlagen nur durch die Wilhelminenhofstraße getrennt - eine gründerzeitliches Wohngebiet mit Mietshäusern in viergeschossiger Bauweise

Abb. 13: Historische Teilansicht des KWO-Geländes von der Spree, 1937

1897 lässt die AEG den sog. „Kaisersteg“, eine Fußgängerbrücke, vom Hasselwerder an die Laufener Straße über den Fluss bauen. Die stählerne Hängekonstruktion prägte die Flusslandschaft. Sie wurde im April 1945 zerstört.

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1904 wird eine zweite große Spreebrücke, die Treskowbrücke, errichtet, die ebenfalls gegen Kriegsende zerstört und in den 60er Jahren neu aufgebaut wird. Die Stubenrauchbrücke, als dritte Spreeüberquerung, wird 1908 in einer neuen Eisenkonstruktion von Karl Bernhard neu gebaut, die das hölzerne Brückenbauwerk ersetzt. Sie existiert heute noch als einziges Zeugnis gründerzeitlichen Brückenbaus in Oberschöneweide. Um die Jahrhundertwende wird Oberschöneweide an die „Elektrische“ angeschlossen; 1901 entsteht an der Nalepastraße der heute noch in Betrieb befindliche Straßenbahnbetriebshof. Ende der 20er Jahre setzte im Zuge des Reformwohnungsbaus eine zweite Periode des Wohnungsbaus ein. Auf dem vorgegebenen Straßenraster entstanden die Wohnbebauungen im Bereich der Griechischen Allee und Goethestraße sowie südlich und nördlich der Zeppelinstraße mit den typischen Merkmalen ihrer Zeit, zum überwiegenden Teil 3-4geschossig als straßenbegleitende Blockrandbebauung mit großzügigen Innenhöfen, Gemeinschaftsflächen und einzelnen Mietergärten. Herausragende Beispiele dieser Bauperiode sind die AEG-Werkssiedlung von Peter Behrens im Block 35, der angrenzende Block 36 und ein Teil des Blockes 35 von Jean Krämer (1922 und 1929), die Blöcke 30 und 44, Teilblöcke 42, 20,18 von Willy Mühlau (1928-29). In den Jahren des Nationalsozialismus werden nur einige Wohngebäude an der Zeppelinstraße errichtet, die sich städtebaulich an dem umgebenden Bestand orientieren. Die Bautätigkeit im Industriebereich ist nur noch gering. Ernst Ziesel erweitert im Auftrag der AEG 1928/29 die Hallen der Niles Werke entlang der Edisonstraße durch eine Montage- und Großtransformatorenhalle in bemerkenswerter Stahlkonstruktion. Der 2. Weltkrieg führt zu einer erheblichen Zerstörung der industriellen Bausubstanz. Die Bedeutung Oberschöneweides als Industriestandort wird nach 1945 unvermindert bestätigt und gefördert. Der 2. Fünfjahresplan der DDR schreibt den Bezirk Köpenick als Wohnungsbauschwerpunkt fest. Der Bezirk Köpenick muss, bedingt durch Kriegszerstörung und Flächensanierungen der Innenstadt, Zuzüge aufnehmen. So beginnt ab 1958 die dritte Bauperiode mit der Errichtung der Zeilenbebauung (Bautyp Q3A) im Westen (Blöcke 14, 15) und im Nordosten (Blöcke 47, 48, 60, 62, 64). Beide Neubaugebiete negieren teilweise den historischen Straßenverlauf und geben die historische Blockrandbebauung zugunsten einer offenen Bauweise auf. Den Wohngebieten werden Kaufhallensolitäre zugeordnet. Am Produktionsprofil der Industrie ändert sich wenig. Das AEG Werk wandelt sich zum VEB Transformatorenwerk „Karl Liebknecht“, die alte KWO wird zum „VEB Kabelwerk Oberspree Wilhelm Pieck“ und die Varta (Accumulatoren AG) zum „VEB Berliner Akkumulatoren- und Elementefabrik - BAE“. 1957 wird auf dem Gelände der ehemaligen NAG der Grundstein für die wichtigste Neugründung der Nachkriegszeit, das neue VEB Werk für

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Fernsehelektronik gelegt. Die älteren NAG-Gebäude von Behrens werden in den Betrieb integriert. 1959 wird die Produktion aufgenommen. Anfang der Achtziger Jahre wird dieses Werk um eine Farbröhrenproduktion erweitert, deren Gebäude die Ostendstraße heute entscheidend prägen.

4.2 4.3 4.4 4.5

Lageplan (Datei) Lageplan Freianlagen (Datei) Grundrisse, Ansichten, Schnitte (Datei) Fotodokumentation (Abb. und Datei)

F1

Kopfbau an der Wilhelminenhofstraße/ Blickrichtung Behrensturm

F2

Ansicht von der Wilhelminenhofstraße

F3

Ansicht von der Wilheminenhofstraße/ Kopfbau

F4

Ansicht von der Wilhelimenhofstraße/ Kopfbau mit anschließenden Hallen 1-4

F5

Ansicht Wilhelminenhofstraße/ Kopfbau mit Durchgang

F6

Haupteingang/ Kopfbau mit Gebäude A2

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44

F 7

Ansicht Gebäude A2 von der Wilhelminenhofstrasse

F 8

Gebäude A2/ Aufgang 3

F 9

Teilansicht Gebäude A2 vom Innenhof

F 10

Ansicht Gebäude A2 Blickrichtung Wilhelminenhofstrasse

F 11

Gebäude A2 und Hallen 5 und 6

F 12

Hallen 1-4/ Blick Richtung Wilhelminenhofstraße

F 13

Ansicht Hallen 1-4 vom Innenhof

F 14

Hofansicht Halle 3

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F 15

Ansicht Kopfbau vom Innenhof

F 16

Durchgang Kopfbau Richtung Wilhelminenhofstraße

F 17

Ansicht Halle 5 und 6

F 18

Ansicht Halle 5 und 6

F 19

Ansicht Halle 7

F 20

Halle 7 mit Durchgang in den Innenhof

F 21

Ansicht Gebäude A4 vom Innenhof

F 22

Ansicht Gebäude A4 vom Innenhof

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F23 F

Ansicht Gebäude A4 vom Innenhof/ Durchgang

F 24

Durchgang Gebäude A4

F 25

Ansicht Durchgang Gebäude A4 zum Innenhof von Südosten

F 26

Eingang am Gebäude A4

F 27

Gebäude A4 mit Blick auf die Spreehallen

F 28

Südostansicht Gebäude A4/ Aufgang 2

F 29

Gebäude A4

F 30

Gebäude A4/ Durchgang zur Halle 7

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47

53

F 31

Baufeld für den Erweiterungsbau A8
54

F 32

Spreehalle

03

04

02
06
H1 H2 H 3 14 Kopfbau

07
A 2E

05 01

12

Wilh

26

elm inen

hofs

21 16

traß

e

15
A4 28 BT-1
143

A2

12 31

H4

125

08
17
122

13 22 09
H6

23

24
A4 BT-2

25 27

144

147

129 127

10
18 11 H 5
H7 A4 BT-3

29

148

19

20

31
A8 Erweiterungsbau

135

128

132

700

A8 Neubau

A 19 Spreehalle

133

32

7006

S P R E E
Abb. 8: Standpunkte der Fotoaufnahmen

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 4 Anhang

48

4.6

Corporate Design der FHTW (Abb. und Datei)

Faltblatt Corporate Design der FHTW, Seite 1

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 4 Anhang

49

Faltblatt Corporate Design der FHTW, Seite 2

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 4 Anhang

50

4.7 4.8

Stadtteilleitsystem Schöneweide (Datei) Abbildungs- und Quellenverzeichnis

Abbildungen: Abbildung 1: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abbildung 2: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Stattbau GmbH Abbildung 3: Büro Böhm Abbildung 4: Quartiersmanagement Oberschöneweide Abbildung 5: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abbildung 6: Büro Lützow 7 Abbildung 7: FHTW Berlin Abbildung 8: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abbildung 9: Jana Prengel Abbildung 10: Fa. Moedel Abbildung 11: FHTW Berlin Abbildung 12: Heimatmuseum Oberschöneweide Abbildung 13: Heimatmuseum Oberschöneweide Fotodokumentation: Jana Prengel, Müller Reimann Gesellschaft von Architekten Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Stattbau GmbH: 10 Jahre Stadterneuerung in Oberschöneweide, Berlin 2005 FHTW Berlin: Das grafische Erscheinungsbild (Faltblatt), 2006 FHTW Berlin: Materialien zum Stadtteilleitsystem Oberschöneweide Müller Reimann Gesellschaft von Architekten, Berlin: Unterlagen vorgezogene Baumaßnahme Nalbach Design- und Hauptbaumaßnahme Planungsgesellschaft, Berlin: Unterlagen

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Ausschreibung Gutachterverfahren „Stadtplatz am Kaisersteg, Oberschöneweide“, Berlin 2004 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung: Rundschreiben SenStadt I Nr.1 / 2004, Touristisches Informationssystem – Vorgaben zu einem einheitlichen Schildersystem www.stadtentwicklung.berlin.de www.fhtw-berlin.de

Weiterführende Literatur: Philipp Meuser, Daniela Pogade: Raumzeichen. Architektur Kommunikations-Design; DOM publishers, Berlin 2005

und

Leit- und Informationssystem FHTW / Teil 4 Anhang

51

4.9 Verfassererklärung (Formular und Datei) Verfassererklärung
Leit- und Informationssystem FHTW, Berlin - Oberschöneweide Art und Name des Wettbewerbs
Kennzahl: Verfasser: Mitarbeiter: Büroname: _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ Straße, Hausnummer: _______________________________________ PLZ, Ort: Land: Tel: Fax: E-Mail-Adresse: Internetadresse: _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________

Sonderfachleute/ Berater Fachgebiet/Büroname/ _______________________________________ Ort/ggf. Mitarbeiter: _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ _______________________________________ Erklärung Ich / wir erkläre/n mit meiner/unserer Unterschrift, dass ich / wir der / die geistige/n Urheber der Arbeit mit der oben genannten Kennzahl bin / sind und mit den Verfahrensbedingungen gemäß Teil 1 der Ausschreibung einverstanden bin / sind.

______________________ Ort, Datum

_________________________________ Unterschrift (Verfasser)

_________________________ bevollmächtigter Vertreter*

* bei Juristischen Personen, Partnerschaften und Arbeitsgemeinschaften
        
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