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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Lichtkonzept Deutsche Oper Berlin Berlin-Charlottenburg
Zweistufiges Verhandlungsverfahren

Ergebnisprotokoll

Zweistufiges Verhandlungsverfahren Lichtkonzept Deutsche Oper Berlin Berlin-Charlottenburg Ergebnisprotokoll

Koordination Inge Schmidt-Rathert, II D 1 Vorprüfung Iris Tegtbur Kostenprüfung Helmut Schmidt Jochen Beer Petra Neumann Mitarbeit bei der Vorprüfung und digitale Bearbeitung Lars Krokowski Druck A&W, Berlin Berlin, Februar 2008

Inhaltsverzeichnis
Ergebnisprotokoll zur Sitzung des Auswahlgremiums am 05.02.2008

1.0 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6

Protokoll der Sitzung des Auswahlgremiums vom 05.02.2008 Konstituierung des Preisgerichts Bericht der Vorprüfung Informationsrundgang Erster Wertungsrundgang Zweiter Wertungsrundgang Engere Wahl, Festlegung der Rangfolge und des ausgewählten Wettbewerbbeitrags

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8 9 9 9 10 11 14 15 15 15 15 16 18 19 28

1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 2.0 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 3.0

Empfehlung des Preisgerichtes Öffnung Verfasserumschläge Abschluss der Sitzung Protokollfreigabe des Auswahlgremiums Anwesenheitsliste Teilnehmer des Wettbewerbs Bericht der Vorprüfung Einlieferung der Arbeiten Anonymisierung Vollständigkeit der Arbeiten Vorprüfung Zusammenstellung der Daten Einzelberichte der Arbeiten 1302 bis 1305 Glossar

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1.0 Protokoll der Sitzung des Auswahlgremiums vom 05.02.2008
Beginn der Sitzung : 14:00 Uhr

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher begrüßt die Sitzungsteilnehmer und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste) und die Vollzähligkeit des Auswahlgremiums fest.

1.1 Konstituierung des Preisgerichts
Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Mitglieder des Auswahlgremiums übernimmt Frau Lüscher den Vorsitz.

Stimmberechtigte Mitglieder des Auswahlgremiums Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Kirsten Harms Intendantin Deutsche Oper Berlin Christine Edmaier Architektin, Berlin Torsten Rullmann Lichtplaner, Berlin

1.2 Bericht der Vorprüfung
Frau Schmidt-Rathert (Koordinatorin des Verfahrens) beschreibt die Grundzüge der Aufgabenstellung, faßt den Vorlauf des Verfahrens zusammen und erläutert die Vorgehensweise der Vorprüfung. Der schriftliche Bericht liegt vor. Die eingereichten Arbeiten wurden nach folgenden Kriterien geprüft: 1. Kontrolle der fristgemäßen Ablieferung der Wettbewerbsarbeiten und Modelle 2. Öffnung der Wettbewerbsarbeiten, Überkleben der Kennzahlen durch Tarnzahlen und Anlegen einer Sammelliste 3. Überprüfung der formalen Anforderungen, Feststellen der Vollständigkeit der geforderten Leistung 4. Quantitative Vorprüfung 5. Qualitative Vorprüfung

1.3 Informationsrundgang
Ab 14:15 Uhr stellt Frau Tegtbur (Vorprüferin) die Arbeiten in der Reihenfolge der Tarnzahlen ohne jede Wertung anhand der Planunterlagen und

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der Erläuterungsberichte vor. Die kostenspezifische und wirtschaftliche Prüfung stellt Herr Schmidt (Kostenprüfer) vor. Der Informationsrundgang endet um 15:30 Uhr.

1.4 Erster Wertungsrundgang
Aufgrund konzeptioneller Mängel wird die Arbeit 1304 einstimmig im ersten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschieden. Nach Auffassung des Auswahlgremiums läßt sich die Grundidee des Entwurfes, den Opernsaal als Herzstück nach außen sichtbar zu zeigen, nicht umsetzen, da sich durch die bestehenden Geschoßdecken und die Farbigkeit der Wände die Idee nicht verwirklichen lässt. Die übrigen 3 Arbeiten verbleiben im Verfahren.

1.5 Zweiter Wertungsrundgang
In diesem Wertungsrundgang werden die im Verfahren verbliebenen 3 Wettbewerbsarbeiten vertiefend betrachtet und die besonderen funktionalen und gestalterischen Aspekte, die Beleuchtungsituation sowie die Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Aspekte der Entwürfe erläutert und diskutiert. Nach der Diskussion scheidet die Arbeit 1302 im zweiten Wertungsrundgang aus. Der Einbau der Lichtdecke im Eingangsbereich und der Lichtvouten im Garderobenbereich wird als unpassend angesehen. Auch werden der Umgang mit der Decke und der Wand im Foyer des 1. OGs, deren Richtungsbetonung durch die farblich akzentuierten Fugen der Stromschienen mit den Leuchtmitteln und der Lichtfuge am Boden, als zu markant angesehen. Der zweite Wertungsrundgang endet um 16:00 Uhr.

1.6 Engere Wahl, Festlegung der Rangfolge und des ausgewählten Wettbewerbbeitrags
Das Preisgericht diskutiert anhand der Planunterlagen die unterschiedlichen Haltungen der beiden noch verbliebenen Lichtkonzepte. Während die Arbeit 1303 sich auf die Architektur des Gebäudes konzentriert bzw. diese inszeniert, rückt die Arbeit 1305 den Besucher in den Mittelpunkt. Außerdem wird anhand der Arbeit 1303 erörtert, ob eine Aufnahme der bauzeitlichen Beleuchtung angemessen ist und ob eine solche Reduktion der eingesetzten Leuchtmittel eine zeitgemäße Beleuchtung ermöglicht. Ein weiterer Diskussionspunkt ist der Außenbereich. Die Verwendung von Downlights bzw. Strahlern im Bereich des Umgangs wird als schwer durchführbar eingestuft, da sich hier eine Sichtbetondecke befindet. Nach einer eingehenden Diskussion im Preisgericht, in der beide Arbeiten

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vergleichend diskutiert werden, wird der Umgang der Arbeit 1303 mit dem Gebäude als angemessen angesehen. Zwar scheint die Erhöhung der Beleuchtungsstärke als notwendig, aber das schwächt nach Meinung des Auswahlgremiums nicht das Konzept. Auch wird diese Erhöhung als im Kostenrahmen umsetzbar erachtet. Somit ergibt sich folgende Platzierung: 1. Rang 2. Rang Arbeit 1303 Arbeit 1305 4:0 4:0

1.7 Empfehlung des Preisgerichtes
Die Jury empfiehlt dem Auslober einstimmig, die ausgewählte Wettbewerbsarbeit 1303 zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen. Folgende Überarbeitungshinweise sind zu berücksichtigen: 1. Die Außenanstrahlung in Bezug auf den Effekt des Grundlichts ist dahingehend zu prüfen, ob die Fassade damit aufgewertet wird. 2. Das Beleuchtungsniveau an den Freitreppen, im Garderobenbereich und im Foyer im 1. OG ist durch mehr Lichtpunkte bzw. eine höhere Beleuchtungsstärke zu erhöhen. 3. Der Kostenrahmen ist einzuhalten. In diesem Zusammenhang wird bezweifelt, dass die Entwicklung einer neuen Lampe der richtige Weg zur Einhaltung der Kosten ist. 4. Die Sicherheits- und Notbeleuchtung muß innerhalb des Kostenrahmens gelöst werden. Diese Hinweise und die Kritik des Auswahlgremiums sind zu berücksichtigen.

1.8 Öffnung Verfasserumschläge
Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der 4 Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen.

1.9 Abschluss der Sitzung
Die Vorsitzende bedankt sich bei der Vorprüfung für die sorgfältige Vorbereitung und bei allen Mitarbeitern für die gute Durchführung des Verfahrens. Sie dankt allen Mitgliedern des Preisgerichtes für die engagierte und konstruktive Mitarbeit und beschließt mit dem Wunsch nach einer guten Verwirklichung des Projektes die Sitzung. Ende der Sitzung Die Sitzung endet um 17:30 Uhr.

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1.10

Protokollfreigabe des Auswahlgremiums

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1.11

Anwesenheitsliste

17:30 Uhr

- entschuldigt -

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Teilnehmer des Wettbewerbs

Ausgewählter Wettbewerbsbeitrag
Arbeit 1303 1. Rang Verfasser: Mitarbeiter: Studio Dinnebier Berlin, Berlin Dinnebier Blieske GbR Jan Blieske Marco Smith Johannes Dinnebier

Engere Wahl
Arbeit 1305 2. Rang Licht Kunst Licht AG Ingenieure Designer Architekten für Beleuchtung, Berlin Dipl.-Ing. Edwin Smida Dipl.-Ing. Stephan Thiele B.A.M.Sc. Deni Sutikna Malte Simon Dipl.-Ing. M.Sc. Stephanie Grosse-Brockhoff Dipl.-Ing. Thomas Kausen

Verfasser:

Mitarbeiter:

2. Rundgang
Arbeit 1302 3. Rang Dinnebier Licht Dinnebier-Licht-GmbH, Wuppertal Dinnebier Licht GmbH Silvia Quintiliani

Verfasser:

1. Rundgang
Arbeit 1304 4. Rang Vogt & Partner Lichtgestaltende Ingenieure, Winterthur Christian Voigt Erich Sturzenegger Janice Hoare

Verfasser: Mitarbeiter:

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2.0 Bericht der Vorprüfung 2.1 Einlieferung der Arbeiten
Der Abgabetermin für die Entwürfe war der 21. Januar 2008. Alle vier Arbeiten gingen bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Brückenstraße 6 ein.

2.2 Anonymisierung
Die eingegangenen Arbeiten sowie die dazugehörigen Verfassererklärungen und alle sonstigen abgegebenen Unterlagen wurden nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1302 bis 1305 gekennzeichnet. Die Reihenfolge des Eingangs ist aus der Reihenfolge der vergebenen Tarnzahlen nicht erkennbar. In einer angelegten Sammelliste ist die Zuordnung zwischen den Kennzahlen der Verfasser und den Tarnzahlen notiert. Eingangsdatum sowie Art und Zustand der Verpackung wurden erfasst und die Verfassererklärungen unter Verschluss genommen.

2.3 Vollständigkeit der Arbeiten
Die Vollständigkeit der Arbeiten wurde gemäß Punkt 1.9 der Aufgabenstellung geprüft. Das Ergebnis wurde in einer Prüftabelle notiert.

1

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Bei Bedarf auch Wandabwicklung zum Aufzeigen der Maßnahme

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7 (mit Begründung des vorgeschlagenen Entwurfkonzepts, Beschreibung Konstruktion/ Materialien, Aussage zur Wirtschaftlichkeit, Beschreibung Eingriffe in die vorhandene Konstruktion, Aussagen über Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung)

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Techn. Nachweis über Einhaltung der Beleuchtungsstärke im Bereich des Foyers und der Treppenanlage

1 Satz Prüfpläne in Papierform inklusive Nachweis der Beleuchtungsstärken

CD-ROM Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

Graphische/ Fotorealistische Darstellung des Konzepts

Maßnahmen anhand der Pläne aufzeigen

2 Ansichten des Foyerbereichs gemäß festgesetzter Punkte laut Anlage Plan

Kostenkalkulation der verwendeten Leuchten inklusive Leuchtmittel und der Beleuchtungssteuerung

1302 1303 1304 1305

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x 1 1 -

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x 1 2

Leistung liegt vor Leistung liegt nicht vor unmaßstäblich Präsentationspläne nur mit farblicher Darstellung der Belichtung ohne Angaben der der Positionen der Beleuchtungskörper

.pdf-Dateien über den Beleuchtungsstärkenachweis x x x x

.pdf-Dateien der Präsentationspläne

.tif-Dateien der Präsentationspläne

Schnittdarstellung im M 1:100

Deckenspiegel im M 1:100

Verfassererklärung

Erläuterungsbericht

Honorarangebot

Größe der Objekte

Tarnzahl

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2.4 Vorprüfung
Verfahren Die Vorprüfung wurde vom 23. Januar 2008 bis zum 01. Februar 2008 im Raum 4.008 der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Brückenstraße 6, durchgeführt. Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch 1 Vorprüferin, 3 KostenprüferInnen und 1 Mitarbeiter der Vorprüfung.

Prüfung der quantitativen Daten Die in der Ausschreibung geforderten quantitativen Nachweise wurden von der Vorprüfung berechnet bzw. anhand der Verfasserangaben auf Plausibilität geprüft. Sofern eine nachweisliche Diskrepanz zwischen Verfasserangaben und geprüften Werten vorhanden war, wurden die ermittelten Werte der Vorprüfung dargestellt. Darstellung der quantitativen Daten Die Ergebnisse der quantitativen Prüfung sind in einer vorangestellten Tabelle und auszugsweise in den Einzelberichten zu den Arbeiten gesondert ausgewiesen.

Prüfung der qualitativen Daten Die für die Vorprüfung angelegten Prüfkriterien sind aus den in der Auslobung unter 3.7 benannten Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten abgeleitet und durch die Vorprüferin in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen überprüft worden. Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wieder:

Leitidee Gestaltung - Eingangssituation - Weg Parkgarage - Räumliches Konzept, Lichtatmosphäre - Einzelne Räume - Materialwahl (Umgang mit Materialien) - Technische Ausstattung - Aussagen zu verwendeten Leuchtkörpern und Leuchtmitteln - Technische Anlagen, Beleuchtungssteuerung Realisierbarkeit - Programmerfüllung - Nachhaltigkeit - Wirtschaftlichkeit (Betriebskosten) - Einhaltung der Kostenrahmens

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Einbeziehung der Sachverständigen Folgende Sachverständige haben die Arbeiten im Rahmen der Vorprüfung angesehen und gegebenfalls die Vorprüfung beraten: Herr Dr. Thomas Schmidt, Landesdenkmalamt Frau Lohse, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Fachbereich Stadtplanung Herr Dr. Axel Baisch, Geschäftsführender Direktor, Deutsche Oper Berlin Herr Hardo Alschner, Leiter Haus- und Betriebstechnik, Deutsche Oper Berlin

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2.5 Zusammenstellung der Daten

Nummer der Wettbewerbsarbeit Kriterium Auswirkung der geplanten Maßnahmen auf Baukonstruktion und technische Anlagen

1302
Allgemein:

1303

1304

1305

Generell ist aufgrund der Eingriffe von einer Erneuerung der betroffenen, abgehängten Decken auszugehen. Galerie 1. OG u. 4. OG, Deckenunterseite ist eine Stahlbetondecke (keine Zwischendecke) => Einbau-Leuchten problematisch. Im Bereich der Garderobe sind Abschottungen der Installationen gegen darüber liegende Druckkammer erforderlich. Deckenbereiche 3. OG u. 2. OG (Foyer) sind die Kreuzungen der vorgesehenen Einbauten mit den Lüftungsleitungen auf Machbarkeit zu überprüfen keine Auswirkung Zu prüfen: - Wandleuchten Treppenhäuser - LED-Lichtlinie zwischen Boden und Wand - Lichtlinie im Außenbereich technische Angaben zum Kronenleuchter im Eingangshalle fehlen zusätzliche Einbau-Downlights im Umgang Bismarckstraße problematisch, da Stahlbetondecke (Sichtbeton mit Bretterschalungsstruktur Möglichkeit zur Integration in der Normalbeleuchtung

Berücksichtigung der Sicherheitsbeleuchtung

teilw. in Allgemeinbeleuchtung nicht berücksichtigt integriert

Nutzung der Normalbeleuchtung

Kosten der Ausführung Preise allgemein plausibel Beamer-Kosten knapp allgemein plausibel allgemein plausibel allgemein knapp kalkuliert, Kronleuchter scheint zu gering, LED-Außenlicht hoher Anteil 18 T€ Einzelbatterien nicht notwendig vertretbar um ca. 22 % überschritten 300.000,00 € Lichtsteuerung fehlt, 5% UV enthalten vertretbar genau eingehalten 300.000,00 €

Vollständigkeit

Licht- und Beamersteuerung fehlt wirtschaftlich um ca. 3,3 % überschritten

Sicherheitsbeleuchtung fehlt

Wirtschaftlichkeit Kostenrahmen

vertretbar um ca. 16 % überschritten 300.000,00 €

Baubudget netto 300.000,00 € (Kostengruppe 300, 400, 500)

Honorarangebot Grundlagen Phase 2 bis 5 Künstlerische Oberleitung Nebenkosten Anteil an anrechenbaren Kosten für Phase 2 bis 5 Zeitaufwand 16.600 € netto pauschal 700 € pro Tag pauschal 800 € pauschal 4,3 % HOAI Teil IX, Zeitaufwand 40.424 € netto pauschal 6.580 € pauschal 2.350 € pauschal 13,4 % Zeitaufwand 52.000 € netto pauschal keine Angabe 300 € pauschal 12,9 % keine Ermittlung, HOAI Teil IX (33.651 € kostenabhängig) keine Angabe keine Angabe 11, 2 %

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2.6 Einzelberichte der Arbeiten 1302 bis 1305
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf zwei Seiten dargestellt und beinhaltet eine Perspektive des Foyerbereichs im 1. OG mit Blick Richtung FriedrichGötz-Platz sowie den Einzelbericht.

Dinnebier Licht GmbH, Wuppertal | 3. Rang

1302

Perspektive Foyerbereich 1. OG - Blick Richtung Götz-Friedrich-Platz

Leitidee ‚Die geometrischen Vorgaben der Architektur werden in lineare Lichtstrukturen umgesetzt.’ Lichtatmosphäre Im Eingangs- und Garderobenbereich ergibt sich durch die großflächigen Leuchten ein höherer Raumeindruck. Die Beleuchtung ist diffus. Die Foyers im 1. und 3.OG wirken durch die Linearität dynamischer, die Helligkeit ist gleichmäßig. In den Pausenbuffets und Gelenkräumen wird gerichtetes Licht, im Foyer des 4.OG zusätzlich diffuses Licht eingesetzt. Gestaltung • Eingangssituation: Anbau einer auch seitlich abstrahlenden, linearen Lichtdecke. Ergänzende Downlights in den Durchgangszonen und vor den Kassen. Die Waschbetonwände werden nicht beleuchtet. Die Lichtdecke wirft ein diffuses Licht. Entfall der Leuchtpylone. • Garderobe: In der Mittelachse werden drei Leuchten, Ø 90 cm, in einem Deckenversatz positioniert. Im Bereich der Garderoben sind Anbauleuchten mit einer opalen Abdeckung vorgesehen. Zusätzlich gibt es ein gerichtetes Licht auf den Ausgabetresen. Der vorhandene Deckenversprung wird für den Einsatz einer Lichtvoute

genutzt. Vor den Glasfassaden werden Downlights angeordnet, die wesentlich für die Nachtwirkung sind. • Freitreppen: Im Treppenauge werden Richtstrahler positioniert. Die oberen Treppenläufe und Podeste werden über Leuchten in den Deckenfugen des 3.OGs beleuchtet. • Foyer 1.OG: In der Decke werden drei Fugen, farblich akzentuiert, angeordnet, in denen Leuchtenpaare (Halbeinbau) und Stromschienen positioniert sind. Durch unterschiedliche Schaltungsmöglichkeiten der Leuchten lassen sich Lichtzonen und unterschiedliche Beleuchtungsstärken bilden. Der Übergang zwischen Fußboden und Holzwand soll diese durch eine Lichtfuge im Boden trennen. Die Galeriewände werden über lineare Wandfluter gleichmäßig beleuchtet. Die Ballonleuchten werden mit Hochvolthalogenlampen bestückt, um ein warmefarbiges Licht auszustrahlen. • Pausenbuffets 1.OG, Lounge 3.OG, Galerie der Persönlichkeiten: Die Lichtfugen aus den Foyers werden in den Räumen fortgeführt. Die paarweise angeordneten Leuchten werden auf zwei Schaltkreise gelegt, um unterschiedliche Raumhelligkeiten umzusetzen. Die Rückwände werden angestrahlt. Im 3.OG wird das Leuchtenpaar zur Hälfte mit einer NV-Halogenlampe bestückt, um unterschied-

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liche Lichtszenarien zu ermöglichen. In der Galerie der Persönlichkeiten werden auch die Rückwandstrahler mit Halogenlampen bestückt. Foyer 3.OG: Das Foyer im 3.OG erhält ebenfalls drei Fugen, die mit Leuchtenpaaren und Stromschienen bestückt werden. Die Galerierückwand wird angestrahlt. Die Holzwand und die Skulptur erhalten kein besonderes Licht. Oberhalb der Freitreppen wird ein Projektor positioniert, der die Wandscheiben hinter der Treppe temporär bespielen kann. Foyer 4.OG: Die Aufenthaltsqualität soll über die Positionierung runde, scheibenförmige Aufbauleuchten in ‚Japanpapieroptik’, die in einen Deckenversprung gesetzt werden, erhöht werden. Gelenkräume Paarweise angeordnete Leuchten, zur Hälfte mit Metalldampflampen und zur Hälfte mit zuschaltbaren Halogenlampen bestückt, begrenzen die Gelenkräume. Vor den Logeneingängen sind Wandleuchten vorgesehen, die den Zugang betonen. Treppenhäuser: Die Treppenhäuser werden über Wandaufbauleuchten beleuchtet. WC-Anlagen: Die bestehende Beleuchtung wird durch ein Doppeldownlight, Metalldampfhalogen, ergänzt. Flure: Die Flure werden mit Wandaufbauleuchten versehen. Außenbereich: Das auskragende Vordach an der Bismarckstraße wird durch eine Lichtlinie im Boden aufgehellt. Bodeneinbaustrahler an den Stützen des Eingangsbereiches heben diesen hervor. Die Schaukästen an den Bismarckstraße werden durch zusätzliche Deckenleuchten angestrahlt. Der Außenraum entlang der Glasfassaden wird durch ein Streulicht von innen heraus beleuchtet. Die Fassade an der Bismarckstraße wird nicht angestrahlt, um die Spannung zwischen offenen und geschlossenen Flächen zu halten. Der Schriftzug wird hinterleuchtet. Die Skulptur wird über Bodeneinbauleuchten und Strahler an der Dachkante angestrahlt. Der Umgang an der Platzstirnseite bis hin zum Parkhaus wird mit Downlights beleuchtet.

Verwendete Leuchtkörper / Leuchtmittel Mit Ausnahme der Ballonleuchten und WCBeleuchtung werden sämtlich neue Leuchten eingesetzt. Eingesetzt werden Aufbau-, Halbeinbau und Einbauleuchten. Für einige Leuchten sind Deckenversprünge geplant. Eingesetzt werden unterschiedliche Leuchtmittel (Halogen-, Metalldampfund Leuchtstofflampen), um unterschiedliche Lichtstimmungen erzielen zu können. Nachtwirkung Entlang der Glasfassade bleiben Pendel-, Wandleuchten und Downlights geschaltet. Zur Bismarckstraße bleiben nachts die Beleuchtungen der Skulptur, des Schriftzuges und der Schaukästen sichtbar. Umgang mit Oberflächen Die Holzwände in den Foyers und Pausenbuffets werden angestrahlt. Realisierbarkeit Programmerfüllung Alle geforderten Bereiche sind mit Allgemein- / Akzentbeleuchtung geplant. Die lt. DIN erforderlichen Beleuchtungsstärken sind in allen Bereichen nachgewiesen. Die Büsten in der Galerie der Persönlichkeiten sind aus den vorhandenen Leuchtenpositionen nicht ausreichend zu beleuchten. Wirtschaftlichkeit (Betriebskosten) Durch den Einsatz von größtenteils Leuchtstofflampen und Halogen-Metalldampflampen mit hoher Lichtausbeute, langer Lebensdauer und entsprechend langen Wartungsintervallen ist der Entwurf als wirtschaftlich zu bewerten. Einhaltung des Kostenrahmens Der vorgegebene Kostenrahmen in Höhe von 300.000 € wird leicht überschritten (ca. 3,3 %).

Sicherheitsbeleuchtung Die in der Grundbeleuchtung eingesetzten Leuchtstofflampen und die zuschaltbaren Halogenlampen sind als Sicherheitsbeleuchtung vorgesehen. Lichtsteuerung Lichtszenarien werden im Entwurf erwähnt, Steuerungssysteme jedoch nicht weiter benannt.

Studio Dinnebier Berlin, Berlin | 1. Rang

1303

Perspektive Foyerbereich 1. OG - Blick Richtung Götz-Friedrich-Platz

Leitidee ‚Wiederaufnahme des architektonischen Duktus von 1961’ Lichtatmosphäre In dem Entwurf dient das Licht der Hervorhebung der architektonischen Elemente. Es wird gerichtetes Licht eingesetzt. Durch die Konzentration auf die Architekturelemente entsteht ein Spiel zwischen hellen Flächen und dunklen Zonen. Gestaltung • Eingangssituation: Wiederherstellung des Deckenspiegels in der bauzeitlichen Fassung. Helle Zone beim Eintreten in das Gebäude, abnehmende Leuchtdichte zur Raummitte, Raumabschluß durch angestrahlte Wände; Entfall der Leuchtpylone. • Garderobe: Neupositionierung und Verdichtung von Downlights mit bandförmiger Lichtverteilung vor den Tresen. Hinterleuchtung der Acrylablagen zur Verbesserung der Lichtverhältnisse vor den Spiegeln. • Freitreppen: Anstrahlung der Treppenwangen aus der Decke des 3.OGs, Grundbeleuchtung der Treppen über Reflektion der angestrahlten Wand, zusätzliche Anordnung von Leuchten im Treppenauge.

• Foyer 1.OG: Rückkehr zum bauzeitlichen Deckenspiegel; Anstrahlung der Holzwand; homogene Anstrahlung der gegenüberliegenden Wand; Akzentuierung von frei im Raum positionierten Objekten über Stromschienenstrahler; Leuchtenbestückung mit zwei Leuchtmitteln: Metalldampf und Halogen zur Umsetzung unterschiedlicher Lichtszenarien. Profilstrahler für Veranstaltungen sind mittels eines Deckenliftes in der Decke versenkbar. • Pausenbuffets 1.OG, Lounge 3.OG, Galerie der Persönlichkeiten: Ballonleuchten erhalten transparente Kabel und deckenintegrierte Baldachine, ansonsten keine Veränderung. Downlightraster wird an bauzeitliche Planung angepasst. In der Galerie der Persönlichkeiten zusätzlich Anordnung einer Stromschiene im Bereich der Rückwand. Lt. Erläuterungsbericht weitere Leuchten zur Anstrahlung der Büsten, diese sind jedoch im Plan nicht dargestellt. • Foyer 3.OG: Rauminszenierung analog 3.OG; Zusätzlich versetztes Leuchtenraster; im Regelbetrieb Akzentuierung der Skulpturen und Sitzgruppen. Wahlweise Schaltung von Halogen oder Metalldampf-Komponente der Leuchte. • Foyer 4.OG: Neuordnung des Deckenspiegels. Einsatz von Einbau-Richtstrahlern.

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• Gelenkräume: Anstrahlung der Wandscheiben. • Treppenhäuser: Die Bestandsleuchte wird umgerüstet. • WC-Anlagen: Ergänzung der denkmalgeschützten Bestandsleuchten durch Deckeneinbaustrahler • Flure: Einsatz von Halogen-Downlights • Außenbereich: Downlights unter der Auskragung. Streiflicht auf die Waschbetonfassade. Sicherheitsbeleuchtung Zur Sicherheitsbeleuchtung werden keine Aussagen getroffen. Lichtsteuerung Steuerung der Lichtanlage über DMX 512 oder RS232 – Schnittstelle; Phasenabschnittsdimmer für Lasten bis 5kW. Verwendete Leuchtkörper / Leuchtmittel Überwiegend werden Standardleuchten eingesetzt. Es wird vorgeschlagen, auf dem Markt erhältliche Leuchten, die mit Halogen- und Metalldampflampen bestückbar sind, für das Projekt weiterzuentwickeln. Weitestgehend bezieht sich der Entwurf auf die Leuchtenpositionen der Originalplanung. Größtenteils werden Metalldampflampen eingesetzt, in ausgewählten Bereiches auch Halogenlampen. Die Ballonleuchten und die Lichtkästen im Außenbereich werden mit Kompaktleuchtstoff- bzw. Leuchtstofflampen bestückt. Umgang mit Oberflächen Die Arbeit geht auf die unterschiedlichen Oberflächen ein. Die Holz- und Waschbetonwände werden durch einen gezielten Lichteinsatz hervorgehoben. Realisierbarkeit Programmerfüllung Alle geforderten Bereiche sind mit Allgemein- / Akzentbeleuchtung geplant. Durch das Spiel mit hellen und dunklen Flächen wird akzeptiert, dass die Beleuchtung einiger Bereiche die heutigen Anforderungen der Din-Norm an die Beleuchtungsstärken deutlich unterschreitet, im wesentlichen betroffen sind das Foyer im 1.OG und die Freitreppen. Weitere Beleuchtungsstärken wurden nur für den Eingangsbereich nachgewiesen. Die Beleuchtungsstärken an den Garderoben sind aufgrund der Leuchtenpositionen fraglich. Wirtschaftlichkeit (Betriebskosten) Durch den Einsatz von größtenteils Leuchtstofflampen

und Halogen-Metalldampflampen mit hoher Lichtausbeute, langer Lebensdauer und entsprechend langen Wartungsintervallen ist der Entwurf als wirtschaftlich zu bewerten. Die eingesetzten energieintensiveren Halogenglühlampen werden vorwiegend für effektbeleuchtung eingesetzt. Der vorgesehene Anteil an der Gesamtbeleuchtung ist für repräsentativen Charakter der öffentlichen Bereiche vertretbar. Einhaltung des Kostenrahmens Der vorgegebene Kostenrahmen in Höhe von 300.000 € wird um 16 % überschritten. Anmerkung Der Teilnehmer schlägt vor, Bereiche mit geringerer Priorität vorerst nicht in die Baumaßnahme einzubeziehen, um eine ‚angemessene’ Lichtlösung in den Foyers des 1. und 3. OGs umsetzen zu können.

Vogt & Partner Lichtgestaltende Ingenieure, Winterthur | 4. Rang

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Perspektive Foyerbereich 1. OG - Blick Richtung Götz-Friedrich-Platz

Leitidee ‚Herzwand’- Der Opernsaal ist der Mittelpunkt des Gebäudes. Der Saal soll als Körper ein klares und prägnantes Erscheinungsbild erhalten. Lichtatmosphäre In der Arbeit werden unterschiedliche Raumzonen mit eigenen Lichtfarben beleuchtet: Bewegungszonen erhalten eine neutrale Lichtfarbe, die ‚Fest- und Stehzonen’ werden mit warmem Licht beleuchtet. Die Foyers und Pausenbüffets werden überwiegend mit direktem Licht beleuchtet, in den weiteren Räumen ist eine diffuse Lichtatmosphäre geplant. Gestaltung • Eingangssituation: In der Eingangshalle ist anstatt der derzeit runden, abgehängten Decke ein Kronleuchter (Ø ca. 6,50m) vorgesehen. In den angrenzenden Bereichen sind DoppelfokusDownlights vorgesehen, die eine minimale Lichtaustrittsfläche haben. Die Waschbetonwände werden – analog zur Außenfassade – mit einem kalten Streiflicht überzogen. Entfall der Leuchtpylone. • Garderobe: Die Tresen werden mit Downlights, gerichtetes, warmweißes Licht, angestrahlt. Die Garderoben und die Rückwand erhalten ebenfalls

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ein warmweißes Licht. Die Korridorzonen werden durch neutralweißes Licht markiert. Buchhandel: Der Buchhandel erhält eine diffuse Grundbeleuchtung. Die Vitrinen erhalten eine gerichtete Beleuchtung aus der Decke heraus (vier Leuchtenpositionen sind angegeben). Freitreppen: Die Treppe soll über das Streulicht der Foyerbeleuchtung beleuchtet werden. Falls nötig, wird vorgeschlagen, eine Led-Beleuchtung in den Handlauf zu integrieren. Foyer 1.OG: Die Holzwand wird durch lineare Einzelleuchten (Leuchtstoff) flächig beleuchtet. Die Grundbeleuchtung erfolgt über Downlights, die gleichmäßig strahlen, und über schwenkbare Einbauspots. Im Bereich der Skulptur sind zusätzliche Strahler angeordnet. Die Galeriewand wird ebenfalls über lineare Einzelleuchten (Leuchtstoff) flächig ausgeleuchtet. Als zusätzliche Veranstal tungsbeleuchtung werden verstellbare, deckenbündige Leuchten eingesetzt. Diese sind in das Leuchtenraster integriert und in Gruppen schaltbar. Zusätzlich ist ein flexibles Montagesystem vorgesehen, welches an der Galerie zu befestigen ist. Pausenbuffets 1.OG, Lounge 3.OG, Galerie der Persönlichkeiten: Downlights bilden die Grundbeleuchtung. Schwenkbare Einbauspots ermögli-

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chen eine Inszenierung der Räume. Die Lampions bleiben erhalten. Die Holzwand wird durch lineare Einbauleuchten flächig ausgeleuchtet. Foyer 3.OG: Die Beleuchtung erfolgt analog 1.OG. Foyer 4.OG: Die Wände werden flächig durch lineare Einzelleuchten angestrahlt. Zusätzlich werden Downlights angeordnet. Gelenkräume: Die Gelenkräume erhalten drei unterschiedliche Leuchtenkomponenten. Die Wände und Türen werden über lineare Einzelleuchten (Leuchtstoff) flächig beleuchtet. Downlights (Metalldampflampen + Filter), mit Linsen versehen, markieren Lichtstreifen auf dem Boden. Weitere Downlights (Kompaktleuchtstoff) beleuchten die Bewegungszone im Raum. Treppenhäuser: Die Treppenhäuser erhalten Deckenaufbauleuchten. WC-Anlagen: Die Leuchtenpositionen bleiben und werden durch neue Leuchten ersetzt. Flure: In den innen liegenden Fluren werden die Deckenaufbauleuchten der Treppenhäuser fortgeführt. In den außen liegenden Fluren werden Downlights (Kompaktleuchtstoff) eingesetzt. Im Foyer-verbindenden Flur im 4.OG wird die Wand flächig mit linearen Einzelleuchten angestrahlt. Außenbereich: Die Fassade erhält ein Streiflicht (Lichtfarbe 5.000 -7.000K – ‚Mondlicht’). Downlights, mit einem Rillenglas zur Aufweitung, zeichnen ein mondfarbenes Lichtband auf den Boden des Umgangs vom Parkhaus zum Haupteingang. Der Schriftzug wird angestrahlt. Die Skulptur wird aus den vorhandenen Positionen angestrahlt.

Realisierbarkeit Programmerfüllung Alle geforderten Bereiche sind mit Allgemein- / Akzentbeleuchtung geplant. Die Beleuchtungs-stärken in Nebenbereichen sind nicht nachgewiesen. Die Büsten in der Galerie der Persönlichkeiten sind aus den vorhandenen Leuchtenpositionen nicht ausreichend zu beleuchten. Wirtschaftlichkeit (Betriebskosten) Durch den Einsatz von größtenteils Leuchtstofflampen und Halogen-Metalldampflampen mit hoher Lichtausbeute, langer Lebensdauer und entsprechend langen Wartungsintervallen ist der Entwurf als wirtschaftlich zu bewerten. Die eingesetzten energieintensiveren Halogenglühlampen werden vorwiegend für effektbeleuchtung eingesetzt. Der vorgesehene Anteil an der Gesamtbeleuchtung ist für repräsentativen Charakter der öffentlichen Bereiche vertretbar. Einhaltung des Kostenrahmens Eine mögliche Led-Beleuchtung des Treppengeländers ist nicht berücksichtigt. Der vorgegebene Kostenrahmen in Höhe von 300.000 € wird um 22 % überschritten. Anmerkung Das Ziel des Entwurfes, den Opernsaal als Herzstück nach außen sichtbar zu zeigen, lässt sich räumlich bedingt nicht umsetzen, da die bestehenden Geschoßdecken sowie die Fächerung und Farbigkeit der Wände nicht dem, vom Teilnehmer, skizzierten Opernsaal entsprechen.

Sicherheitsbeleuchtung Für die Sicherheitsbeleuchtung werden die Leuchten der Allgemeinbeleuchtung genutzt. Die Notbeleuchtung wird erneuert. Lichtsteuerung Die Steuerung erfolgt über DALI-Steuergeräte und Gateway zur Anbindung an ein EIB-Hausbussystem. Verwendete Leuchtkörper / Leuchtmittel Es werden größtenteils Halogen-Metalldampf- und Leuchtstoff- bzw. Kompaktleuchtstofflampen eingesetzt. Halogenlampen sind in den Bereichen, in denen Akzente gesetzt werden, vorgesehen. Umgang mit Oberflächen Die Waschbetonwände im Innen- und Außenraum werden mit einem kalten Streiflicht überzogen, die Holzwände in den Foyers und Pausenbuffets mit einem warmen Licht flächig beleuchtet.

Licht Kunst Licht AG - Ingenieure Designer Architekten für Beleuchtung, Berlin | 2. Rang

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Perspektive Foyerbereich 1. OG - Blick Richtung Götz-Friedrich-Platz

Leitidee ‚Zusammenführung der Anforderungen an eine größtmögliche Authentizität und die Bedürfnisse nach mehr Licht zu einer harmonischen Einheit’ Lichtatmosphäre Insgesamt wird die Grundhelligkeit im Gebäude angehoben. Die Lichtdramaturgie bleibt bestehen. Durch einen fein abgestimmten Einsatz unterschiedlicher Leuchtentypen werden in der Garderobe, den Foyers und den Pausenbuffets durch die Verringerung starker Kontraste vorhandene Lichtatmosphären verbessert. Gestaltung • Eingangssituation: Höhere Grundhelligkeit; weitergeführte und zusätzliche Downlightreihen und Wandfluter. Wandflächen – Holz- und Waschbeton – Ausleuchtung mit Wandfluterdownlights. Auch die Kassen werden von außen mit Wandflutern beleuchtet. Entfall der Pylone, um Durchsicht auf Foyertreppen zu erhalten. • Garderobe: Technische Modifizierung der bestehenden Ringlamellenleuchten; Ergänzung durch Downlights für mehr Helligkeit an Garderoben, Laufzonen und vertikale Leuchtdichte auf Holzmöbelseiten. Durch den Einsatz von Wandflutern

wird eine Verringerung der Leuchtdichten / Kontraste im Bereich der Spiegel erzielt. • Freitreppen: An den Stirnseiten der Treppenaugen sind Lichtprofile mit schwenkbaren Leuchteneinsätzen vorgesehen. Ergänzende Beleuchtung der Podeste von der Decke des 3.OGs aus. • Foyer 1.OG: Einsatz eines Leuchtensystems mit modularen Lichteinsätzen. Richtstrahler, Downlights oder Wandfluter in unterschiedlichen Bestückungen sind nach Bedarf einsetzbar. Die Holzwand wird dezent, gleichmäßig angestrahlt. Die Galerierückwand wird mit Wandflutern belichtet, ein harmonisches Zusammenspiel der Wände ist gewünscht. Der Erhalt oder Entfall der vorhandenen Stromschienen für Veranstaltungen wird offen gehalten. Die Ballonleuchten werden in ihrer Leuchtdichte reduziert, um ein ausgewogenes Bild der Helligkeitseindrücke zu erlangen. Die weißen Kabel der Leuchten als originärer Gestaltungsteil bleiben erhalten. Wechselnde Lichtstimmungen über unterschiedliche Schaltgruppen. • Pausenbuffets 1.OG, Lounge 3.OG, Galerie der Persönlichkeiten: Der bestehende Deckenspiegel wird weitergeführt. Die Leuchtdichte der Ballonleuchten wird reduziert. Die Holzwand wird gleichmäßig ausgeleuchtet. Die Galerie der Persönlichkeiten erhält zusätzlich 5 Richtstrahler,

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die mit einem Rillenglas zur ellipsoiden Aufweitung versehen sind, zum Einsatz. Die Leuchten werden in der Erstplanung aus energetischen Gründen mit Metalldampflampen bestückt. Foyer 3.OG: Beleuchtung analog des Foyers im 1.OG. Foyer 4.OG: Versetztes Leuchtenraster, Bestükkung mit Metalldampflampen. Gelenkräume: Austausch der vorhandenen Leuchten durch neue Downlights, bestückt mit Metalldampflampen. Treppenhäuser: Austausch der vorhandenen Leuchten durch neue lineare Leuchten, bestückt mit T16-Leuchtstofflampen WC-Anlagen: Anbauleuchten, bestückt mit KompaktLeuchtstofflampen. Flure: Bestehende Leuchten (Ringlamellen) werden lichttechnisch ertüchtigt. Außenbereich: Dezente Anstrahlung der Fassade durch Konturenstrahler an den vorhandenen Standorten auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Hinterleuchtung des Schriftzuges durch LedTechnik. Anstrahlung der Skulptur mit Streiflicht aus Bodeneinbauleuchten (bestehende Positionen). Anstrahlung des Umgangs durch Downlights.

Umgang mit Oberflächen Die besonderen Oberflächen – Holz und Waschbeton - werden durch die Beleuchtung betont. Realisierbarkeit Programmerfüllung Alle geforderten Bereiche sind mit Allgemein- / Akzentbeleuchtung geplant. Die Beleuchtungs-stärken nach DIN sind im Wesentlichen nachgewiesen. Im Eingangsbereich werden die Kassen von außen mit Wandflutern beleuchtet. Die Auswirkung auf die Arbeitsplätze ist zu prüfen. Wirtschaftlichkeit (Betriebskosten) Durch den Einsatz von größtenteils Leuchtstofflampen und Halogen-Metalldampflampen mit hoher Lichtausbeute, langer Lebensdauer und entsprechend langen Wartungsintervallen ist der Entwurf als wirtschaftlich zu bewerten. Die eingesetzten energieintensiveren Halogenglühlampen werden vorwiegend für effektbeleuchtung eingesetzt. Der vorgesehene Anteil an der Gesamtbeleuchtung ist für repräsentativen Charakter der öffentlichen Bereiche vertretbar. Einhaltung des Kostenrahmens Der vorgegebene Kostenrahmen in Höhe von 300.000 € wird eingehalten. Anmerkung In einigen Bereichen wird zur endgültigen Lösungsfindung auf notwendige Nutzerabstimmungen hingewiesen. In der Arbeit sind jedoch Lösungen vorgeschlagen (z.B. Erhalt oder Entfall der Stromschienen im Foyer des 1.OGs, Sicherheitsbeleuchtung, Flexibilität und Typ der Leuchteneinsätze in den Foyers des 1. und 3.OGs).

Sicherheitsbeleuchtung Die Sicherheitsbeleuchtung kann durch zusätzliche Leuchtmittel in den HIT-Leuchten und / oder über Umschaltung der mit Leuchtstoff- bzw. Kompaktleuchtstoff bestückten Leuchten erfolgen. Lichtsteuerung Im Foyer werden unterschiedliche Schaltszenarien vorgeschlagen. Zur Art der Lichtsteuerung werden keine weiteren Aussagen getroffen. Verwendete Leuchtkörper / Leuchtmittel Es werden weitestgehend Einbauleuchten eingesetzt. Wenn es sinnvoll erscheint, werden Bestandsleuchten lichttechnisch umgerüstet. Überwiegend sind die Leuchten mit HalogenMetalldampflampen bestückt. Die Bestückung variiert von 20 – 70W und 150W zur Anstrahlung der Fassade. In Nebenbereichen kommen auch Leuchtstoff- / Kompaktleuchtstofflampen zum Einsatz. Nachtwirkung Ansteuerung einzelner Lichtkomponenten durch eine zeit- / tageslichtabhängige Steuerung. Eine Auswahl der Komponenten soll mit dem Nutzer abgestimmt werden.

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3.0 Glossar
Akzentbeleuchtung dient der Betonung von Raumbereichen oder einzelner Objekte. Gut zur Geltung kommen sehr helle Akzente: Das Niveau der Akzentbeleuchtung liegt über dem Niveau der Allgemeinbeleuchtung. Die Allgemeinbeleuchtung (auch: Grundbeleuchtung) ist die einheitliche Beleuchtung eines Raumes ohne Berücksichtigung spezieller Sehaufgaben an einzelnen Plätzen oder Raumzonen. Die Allgemeinbeleuchtung stellt sicher, dass die Architektur, die Objekte und Menschen im Raum sichtbar sind. Sie gibt Übersicht und ermöglicht Orientierung. Ergänzend können einzelne Plätze beleuchtet werden (Platzbeleuchtung, auch: Akzentbeleuchtung). Die Beleuchtungsstärke (Kurzzeichen: E) gibt in der Maßeinheit Lux (lx) den Lichtstrom an, der von einer Lichtquelle auf eine bestimmte Fläche trifft. Sie beträgt 1 Lux, wenn der Lichtstrom von 1 Lumen 1 Quadratmeter Fläche gleichmäßig ausleuchtet. Die Beleuchtungsstärke wird mit einem Luxmeter auf horizontalen und vertikalen Flächen gemessen. Bei gleicher Beleuchtungsstärke erscheint ein weißer Raum heller als ein dunkler (siehe dazu Reflexionsgrad). Blendung kann direkt von Leuchten oder anderen Flächen mit zu hoher Leuchtdichte wie zum Beispiel Fenstern ausgehen (Direktblendung) oder indirekt von Reflexen durch Spiegelung auf glänzenden Oberflächen (Reflexblendung). Blendung vermindert die Sehleistung (physiologische Blendung) und den Sehkomfort (psychologische Blendung). Direkt ist die Beleuchtung, wenn Leuchten ihr Licht direkt in den Raum und auf Ebenen oder Plätze lenken, wo Licht gebraucht wird. Downlight hat sich als Bezeichnung für meist runde, mit Reflektoren und anderen optischen Elementen ausgestattete Deckenleuchten etabliert. Downlights, auch schwenkbare, sind für den Deckeneinbau (Einbau-Downlights) oder für den Deckenanbau (Anbau-Downlights) vorgesehen. Downlights eignen sich auch für die Innenbeleuchtung von Schränken oder Vitrinen. Gängige Ausführungen sind Downlights für Niedervolt-Halogenlampen, Hochvolt-Halogenlampen, Kompaktleuchtstofflampen und Halogen-Metalldampflampen. Gleichmäßige Beleuchtung: Um die Sehaufgabe erbringen zu können, ist außer dem notwendigen Beleuchtungsniveau in vielen Fällen die gleichmäßige Verteilung der Helligkeit wichtig: die Gleichmäßigkeit der Leuchtdichte oder die Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke. Halogenlampen sind in Aufbau und Wirkungsweise mit Allgebrauchsglühlampen vergleichbar. Daneben enthalten sie aber im Füllgas geringe Zusätze von Halogenen bzw. deren Verbindungen. Mit Hilfe dieser Zusätze ist es möglich, innerhalb einer bestimmten Temperaturspanne die Kolbenschwärzung (bedingt durch abdampfende Wolframatome) und die mit ihr einhergehende Lichtstromabnahme praktisch zu unterbinden. Gegenüber der konventionellen Allgebrauchsglühlampe kann so die Lichtausbeute erhöht und die Lebensdauer verlängert werden. Durch die sehr viel geringeren Abmessungen des Brenners und der Wendel ist eine präzise Lichtlenkung möglich. Halogen-Metalldampflampen sind Leuchtmittel aus der Gruppe der Gasentladungslampen, die u. a. Halogene und außer Quecksilber weitere Metalle als

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Füllung enthalten. Die Halogen-Metalldampflampe erreicht eine hohe Lichtausbeute und hat eine lange Lebensdauer. Sie benötigt einige Minuten zum Zünden und Wiederzünden, ist in verschiedenen Farbtemperaturen erhältlich und eignet sich besonders für Langzeitbetrieb in Scheinwerfern. Trotz der Namensähnlichkeit unterscheidet sich deren Lichterzeugung und Aufbau prinzipiell von den HalogenGlühlampen, mit denen sie manchmal verwechselt werden. Indirekte Beleuchtung: Wenn das Licht von Leuchten ausschließlich an Decken oder Wandflächen strahlt und von diesen in den Raum reflektiert wird, wirkt es indirekt. Die Lampe ist gegen den Betrachter abgeschirmt, vor Blendung schützt der Lichtaustritt über Augenhöhe. Die indirekte Beleuchtung wird meist in Kombination mit direkter Beleuchtung eingesetzt. Ausschließlich indirektes Licht kann zu diffusem Raumeindruck und schattenarmer Lichtsituation führen. Der Reflexionsgrad der Raumbegrenzungsflächen sollte bei dieser Beleuchtungsart nicht zu gering sein, da ansonsten in vielen Fällen ein Einsatz aus energetischen Gründen nicht mehr sinnvoll wäre. Kompakt- / Leuchtstofflampen sind Entladungslampen. In einem mit Leuchtstoff beschichteten Glasrohr werden Quecksilberatome durch Elektronenstöße angeregt. Die erzeugte UV-Strahlung trifft auf den Leuchtstoff und wird in sichtbare Strahlung umgewandelt. Leuchtstofflampen gibt es in unterschiedlichen Lichtfarben. Die Lampen haben eine lange Lebensdauer. Das abgestrahlte Licht ist diffus. Die Leuchtdichte (Kurzzeichen: L) ist das Maß für den Helligkeitseindruck, den das Auge von einer leuchtenden oder beleuchteten Fläche hat. Gemessen wird die Leuchtdichte in Candela pro Flächeneinheit (cd/m2). Lichtfarbe beschreibt das farbliche Aussehen des Lichts einer Lampe. Die Lichtfarbe wird charakterisiert durch die Farbtemperatur in Kelvin (K): warmweiß (ww) < 3.300 K neutralweiß (nw) 3.300 K bis 5.300 K tageslichtweiß (tw) > 5.300 K Das Licht von Lampen gleicher Lichtfarbe kann unterschiedliche Farbwiedergabeeigenschaften haben. Die Lichtfarben beeinflussen die Raumatmosphäre: Warmweißes Licht wird als gemütlich und behaglich empfunden, neutralweißes Licht erzeugt eine eher sachliche Stimmung. Eine Beleuchtungsanlage bietet Sehkomfort, wenn sie für alle lichttechnischen Gütemerkmale mindestens die normierten Anforderungen erfüllt und raumgestaltend wirkt. Eine höhere Beleuchtungsqualität, beispielsweise durch den Einsatz von Elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) für Leuchtstofflampen, steigert den Sehkomfort. Steuer- und Regelsysteme erhöhen den Beleuchtungskomfort und sparen Energie - zum Beispiel bei Berücksichtigung des einfallenden Tageslichts. Je nachdem, ob die Einstellungen des Systems auf Grund äußerer Einflüsse (z.B. per Tastendruck oder durch einen außerhalb des Einflussbereichs der Beleuchtungsanlage angebrachten Lichtsensor) oder im Soll-Ist-Abgleich (durch einen innerhalb des Bereichs der Beleuchtungsanlage angebrachten Sensor) vorgenommen werden, handelt es sich um eine Steuerung oder eine Regelung. Strahler sind Leuchten für vorwiegend stark gerichtetes Licht. Strahler sind häufig dreh- und schwenkbar. (Quelle: www.licht.de - Fördergemeinschaft gutes Licht, 2008 / www.wikipedia.de)
        
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