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Berufswegebegleitung

Full text: Berufswegebegleitung / Döring, Ralph

Ralph Döring | Silvana Kathmann | Jana Pampel

Regionales Übergangsmanagement Berlin

Band 4: Berufswegebegleitung
Transparenz der Angebote und entwickelte Instrumente

Für die Beteiligung an der Diskussion danken wir

Aydin Sevim Arbeit und Leben e.V. (DGB/VHS) | Fred Britz SOS Berufsausbildungszentrum Berlin | Birgit Fechner-Barrère Jugendamt Berlin-Tempelhof-Schöneberg Monika Fricke Jobcenter Berlin Friedrichshain-Kreuzberg | Karin Hämmerling Ausbildungszentrum OTA | Peter Handschuck Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung | Dietmar Jarkow Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales | Rita Klesse Jobcenter Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf | Esther Kramer LernNetz Berlin-Brandenburg | Michael Lüdtke Arbeit und Leben e. V. (DGB/ VHS) | Friedrich Moch Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Angelika Prase-Mansmann Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ­Forschung | Rachida Rami Berufliches Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten in Berlin | Meinolf Rohling Jugendamt Berlin-Pankow | Annette ­Sailer Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V. | Birgit Schalow Agentur für ­Arbeit Berlin-Nord | Peter Schulz Jobcenter Berlin Friedrichshain-Kreuzberg ­Michael Stelte Arbeit und Bildung e.V. | Ulrike Steuk das büro für arbeitundausbildung ­Thorsten Voss GFBM e. V. | Monika Weigand Jugendamt Berlin-Spandau | ­Christian Wittrock Marcel-Breuer-Schule

Impressum

Herausgeberin

SPI Consult GmbH | Bernburger Straße 27 | 10963 Berlin Fon: 030 69 00 85- 60 | Fax: 030 69 00 85- 85 Email: info@spiconsult.de | www.spiconsult.de | www.ruem-berlin.de
Projektteam RÜM Berlin

Jana Pampel (Leitung) | Ralph Döring | Silvana Kathmann | Carsten Welker
Fachlicher Beitrag (Seite 9-11)

Friedrich Moch | Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Meinolf Rohling | Jugendamt Berlin-Pankow
Layout

Jana Wolf | amselrehhase | www.amselrehhase.de
Druck:

Thomas Didier | Meta Druck | Berlin Berlin, 2011
Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förder­ instrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der ­Investition in die Humanressourcen. ­

Einleitung................................................................................................................ 5 Das Projekt RÜM und die Berufswegebegleitung in Berlin.............................................................9 Bestandsaufnahme zur Berufswegebegleitung in Berlin............................................................13
Bestandsaufnahme im Überblick ............................................................................13 Elemente der Bestandsaufnahme...........................................................................14 Umsetzung der Bestandsaufnahme........................................................................15 Ergebnisse der Bestandsaufnahme........................................................................ 16 Handlungsbedarf auf Grund der Bestandsaufnahme ........................................... 20

Inhalt

Das Leitsystem „Wohin nach der Schule“.......................................21
Hintergrund, Ziel und Zielgruppen..........................................................................21 Entwicklung und Umsetzung...................................................................................21 Verbreitung.............................................................................................................. 24

Digitalisierte Angebotsübersicht Berufswegebegleitung................................................................................ 27
Hintergrund, Ziele und Zielgruppen....................................................................... 27 Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung............................................................ 27 Suchfunktionen der Datenbank.............................................................................. 30

Qualifizierter Laufzettel für die Berufswegebegleitung................................................................................ 37
Hintergrund, Ziele und Zielgruppen....................................................................... 37 Entwicklung und Abwägung einer Umsetzung..................................................... 38

Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche.................................................................. 43
Hintergrund, Ziele und Zielgruppen....................................................................... 43 Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung............................................................44

Der Pauker-Point.............................................................................................. 45
Hintergrund, Ziele und Zielgruppe.......................................................................... 45 Elemente des Pauker-Point..................................................................................... 45 Verbreitung und Resonanz......................................................................................46

Abbildungsverzeichnis................................................................................. 47 Anhang....................................................................................................................49

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 3

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 4

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Die vorliegende Broschüre ist eine von insgesamt fünf veröffentlichten Transferbroschüren im Rahmen des Projektes „Regionales Übergangsmanagement Berlin. Modellhafte Umsetzung eines strategischen ­Konzeptes zur strukturellen Verbesserung der Kooperation der regionalen ­ kteure A im Bereich Übergang Schule-Beruf“. Dieses Projekt wurde innerhalb der Förder­nitiative 1 des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ aus i M ­ itteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem ­Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert, nahm seine Arbeit im März 2008 auf und wird diese im März 2012 beenden. Das Projekt verfolgt folgende Entwicklungsziele: •  Schaffung von Transparenz der vorhandenen Angebote sowohl auf ­regionaler und bezirklicher Ebene als auch auf der Ebene des Landes Berlin •  Verbindliche Steuerung des regionalen Übergangsmanagements durch ein regionales Kooperationsforum mit den Unterzielen ·· der Standardisierung der Arbeitsinstrumente, ·· der Gewährleistung der betriebsnahen Ausrichtung, ·· der Gewährleistung der Orientierung am jeweiligen individuellen B ­ edarf der Jugendlichen, ·· der Entwicklung und Etablierung eines regional abgestimmten Dokumentationssystems, ·· der wirksamen Abstimmung von Politiken, Programmen, Angeboten und Verfahren auf regionaler Ebene, ·· der ressortübergreifenden Konzipierung von Maßnahmen und Programmen am Übergang Schule-Beruf. •  Implementierung eines nachhaltig wirksamen, kohärenten berlinweiten Übergangsmanagements auf der Basis einer verbindlichen Vereinbarungskultur aller beteiligten Akteure. Gegenstand der fünf Transferbroschüren sind zentrale Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Projektverlauf, die in dieser Form einer breiten (Fach-) Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So wird einerseits gewähr­ leistet, dass die entwickelten Produkte und Instrumente nachhaltig in die gesamte Berliner Landschaft implementiert werden. Andererseits werden diese Ergebnisse für Regionen nutzbar gemacht, die sich zukünftig Fragen des Übergangs (erstmals) widmen wollen. Im vorliegenden Band steht das Thema Berufswegebegleitung, von der Bestandsaufnahme bis zur Erarbeitung konkreter Produkte und Instrumente, im Mittelpunkt. Unter Berufswegebegleitung wird dabei ein Prozess der individuellen, kontinuierlichen und zielgerichteten Information, Planung, Beratung, Begleitung und Dokumentation für Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Weg von den abgebenden Schulen bis zur Integration ins Arbeitsleben verstanden. Die Definition bildet eine inhaltliche Klammer um alle die Formate, Instrumente und Methoden der Berufswege­ begleitung, die in der folgenden Grafik abgebildet sind.

Einleitung

Ziele des Projekts RÜM Berlin

Ziele der Transferbroschüren

Definition Berufswegebegleitung

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 5

Formate, Instrumente und Methoden der Berufswegebegleitung  | Abbildung 1

Informationsvermittlung
Berufsinformationszentrum Ausbildungsatlanten Leitsystem Wegweiser …

Planung
Berufswegeplanung Förderplanung Qualifizierungsplanung …

Beratung
Berufsberatung Schullaufbahnberatung Jugendberatung Bildungsberatung

Berufs­wege­ begleitung

Dokumentation
Berufswahlpass Projektinterne Datenbanken Förderplan Qualifizierungsplan …

Begleitung
Bildungsbegleitung Sozialpäd. Begleitung Coaching Berufseinstiegsbegleitung Fallmanagement Casemanagement Mentoring Patenschaften …

Adressat/innen der Broschüre

Adressat/innen dieser Broschüre sind in erster Linie die in Berlin pro­ fessionell im Übergangssystem Tätigen, vor allem im engeren Sinne Beratende wie Bildungsbegleiter/innen, Berufsberater/innen, Fallmanager/innen, Schullaufbahnberater/innen, Sozialpädagog/innen, im weiteren ­ inne S aber auch Lehrkräfte allgemein- und berufsbildender Schulen. Darüber hinaus werden ehrenamtlich in Mentoring- und Patenschaftsprojekten A ­ ktive sowie interessierte Eltern aus der Darstellung der neu entwickelten Instrumente für die Praxis der Berufswegebegleitung Gewinn ziehen ­ ­können. Insofern die Problemlagen in der Berufswegebegleitung im Bundesgebiet grundlegend der Berliner Situation gleichen, sind die dargestellten Instrumente sowohl in der Schilderung des Entstehungsprozesses als auch in der Abbildung der Ergebnisse auch für Fachkräfte interessant, die in anderen Regionen oder auf Bundesebene mit der Thematik befasst sind.

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Der Band ist folgendermaßen aufgebaut: Nach der Einleitung ordnen Friedrich Moch und Meinolf Rohling die von RÜM ausgegangenen Impulse in den Berliner Kontext insbesondere der Berufswegebegleitung ein. Im Anschluss werden Ansatz und Ergebnisse der Bestandsaufnahme dargestellt, mit der das Projekt RÜM startete. Das in Berliner Fachkreisen mittlerweile weithin angenommene Leitsystem „Wohin nach der Schule“ ist Gegenstand des dritten Kapitels. Das vierte Kapitel ist der digitalisierten Übersicht zu den Angeboten der Berufswegebegleitung gewidmet, während im fünften Kapitel die Entwicklung des „Qualifizierten Laufzettels für die Berufswegebegleitung“ wiedergegeben wird. Das sechste Kapitel beschreibt mit dem „Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche“ ein weiteres, aus dem Projekt hervorgegangenes Instrument. Zum Abschluss des Bandes wird das von RÜM entwickelte Messestandsformat "Pauker-Point" vorgestellt. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern eine anregende Lektüre, gegebenenfalls viel Erfolg bei der Anwendung der vorgestellten Instrumente und freuen uns auf Rückmeldungen jeglicher Art. Ihr RÜM-Team Berlin

Aufbau des Bandes

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Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 8

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Das Projekt RÜM und die Berufswegebegleitung in Berlin
Friedrich Moch (Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung) und Meinolf Rohling (Jugendamt Berlin-Pankow) waren als Mitglieder sowohl der Lenkungsrunde als auch der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung über die gesamte Laufzeit an RÜM beteiligt. In ihrem hier aufgenommenen Beitrag ordnen sie die von RÜM ausgegangenen Impulse in den Kontext der Berliner Entwicklungen am Übergang Schule-Beruf, insbesondere der Berufswegebegleitung ein.

RÜM - das Kürzel aus drei Buchstaben, war am Anfang genauso wenig eingängig wie das insgesamt anspruchsvolle Thema, am Übergangs­ ystem s strukturierte Entwicklungsarbeit zu leisten - und das nicht durch eine wissen­ chaftliche Garküche oder vom Reißbrett ambitionierter Sozials strategen. Eingeladen waren alle relevanten wie engagierten Akteure der einschlägigen Einrichtungen, Institutionen und Verbände wie auch Verwaltungen mit ihren verschiedensten Ebenen, die sich rechtskreisüber­greifend den Entwicklungszielen des Projektes gestellt haben. Das Projekt hat nicht nur vorzeigbare Ergebnisse erzielt, es hat auch kommunikative Prozesse auf Augenhöhe zwischen den handelnden ­Personen der verschiedenen Institutionen mit ihren mitunter formell gesetzten G ­ renzen in Gang gesetzt, die Ansätze eines gemeinsamen Handelns teilweise erstmalig ermöglichen bzw. befördern. Ein Schwerpunkt ist die Berufswegebegleitung, die richtigerweise schon sehr früh am Ort Schule bzw. am Anfang der Sekundarstufe starten muss und die spätestens mit der erfolgreichen Eingliederung in das Berufsleben durch einen qualifizierten Bildungsabschluss endet. Der Weg dahin ist mitunter nicht nur steinig, er ist auch völlig unübersichtlich durch die parallelen Fördersysteme und -strukturen. Selbst fachkundigen Personen der verschiedenen Professionen gelingt es nicht mehr, hier einen klaren Überblick zu behalten. Deshalb war eine Situationsanalyse und darauf aufbauend eine systematische Einordnung und Abbildung von Angebotsstrukturen, der Lernorte, der Zugangsvoraussetzungen und Förderbedingungen notwendig und folgerichtig. Der Kontext ist komplex und erfordert einen Blick auf die Angebotsstruktur, die mehrdimensionale Datenlage, die genutzten Informationsmedien und die am Prozess beteiligten Gremien.

Strukturierte ­Entwicklungsarbeit

Schwerpunkt ­Berufswegebegleitung

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 9

Leitsystem ­­ „Wohin nach der Schule“

Der erste bemerkenswerte Aufschlag von RÜM ist das mittlerweile gut bekannte Leitsystem „Wohin nach der Schule“, dass nicht nur in zahlreichen Amtsstuben ein Blickfang ist, sondern auch einschlägigen Beratungsstellen und Einrichtungen als Orientierungsplan dient. Es gab allenthalben nur gute Kritiken. Die starke Nachfrage führte zu einer aktualisierten Neuauflage des Leitsystems. Das Thema Berufswegebegleitung hat naturgemäß eine große Nähe zum lebensweltbezogenen und ganzheitlichen Ansatz der Jugendhilfe, also dem Prozess der individuellen, kontinuierlichen wie zielgerichteten Information, Beratung und Begleitung eines jungen Menschen auf seinem Entwicklungsweg in das Erwerbsleben bzw. bei der sozialen Eingliederung schlechthin. Vor diesem Hintergrund waren an die Schnittstellenkonferenz mit diesem Thema große Erwartungen geknüpft. Der Output ist gelungen.

Beispielhafte Produkte

Beispielhaft stehen dafür neben anderen Produkten der Gesprächsleitfaden, der Qualifizierte Laufzettel und die Essentials zur Elternarbeit: •  Der Gesprächsleitfaden zur institutionsübergreifenden Fallarbeit knüpft hierbei an die grundlegenden Verfahren und Vorgaben an, die u.a. aus den geregelten und erprobten Prozessen des Jugendhilfeplanverfahrens sowie dem Methodensetting der Kompetenzagenturen und der Jugendberatungshäuser generiert wurden. Die Verständigung hierüber gehörte zu den leichteren Übungen der Schnittstellenkonferenz. •  Bei dem Qualifizierten Laufzettel (Qlauz) korrespondierten Gestaltungswille und bestehende rechtliche Bedenken nicht durchgängig. Qlauz – gedacht als Arbeitshilfe, als eine mögliche Ergänzung zum Berufswahlpass – mit dem der Entwicklungsprozess des jungen Menschen bei den durchlaufenden Beratungsstationen (Kompetenzermittlungen, verschiedene Beratungen) abgebildet wird, um Schleifen zu vermeiden, stieß nach anfänglicher Euphorie auf Bedenken. Teilweise sind diese aus formaljuristischen Gründen oder wegen noch zu klärender verfahrenstechnischer Aspekte berechtigt, zum Teil bildeten diese Bedenken gerade die Schnittstellenproblematik ab. Der qualifizierte Laufzettel ist ein m. E. geeignetes Instrument, das allenfalls noch zu schärfen wäre. •  Hinweise zur Elternarbeit sind in dieser Transferbroschüre nicht explizit behandelt. Elternarbeit ist von den handelnden Akteuren und Dienstleistern aber als notwendige begleitende Maßnahme hervorgehoben worden, für die bei den etablierten Förderinstrumenten keine Ressourcen vorgesehen werden. In den Schnittstellenkonferenzen hat der interdisziplinäre Prozess zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Institutionen zur nachhaltigen Verständigung untereinander beigetragen. Deutlich sichtbar haben die verordnete Zusammenarbeit am grünen Tisch und die moderierten Arbeitsaufträge in diesen Konferenzen Prozesse des gegenseitigen Verstehens in Gang gesetzt, die sicherlich regional die erwartete Wirkung entfalten werden.

Nachhaltige Verständigung

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RÜM endet nicht mit dem bevorstehenden Abschluss des Projektes bzw. der Transferworkshops. Aktuell wird die Angebotsübersicht der Berufswegebegleitung digitalisiert und im etablierten Internetportal „Wege zum ­Beruf “ eingebunden. Aus der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung beteiligen sich ressortübergreifend die Bereiche Schule wie Jugendhilfe an den Kosten der Programmierung. Nicht alle Hemmnisse sind überwunden. Insbesondere die Zusammenführung der verschiedenen Förderkulissen scheitert nach wie vor an den teilweise engen normativen Vorgaben der jeweils maßgeblichen Rechtskreise. Grundlegende Reformen im ganzen System, d.h. die Ablösung von vertikaler Versäulung durch horizontale Phasen im Bildungsprozess, der radikale Abbau von Schnittstellen, das kann und konnte RÜM nicht l ­eisten. RÜM hat handhabbare Arbeitsmaterialen geliefert. Nicht nur für die Jugend­hilfe sind diese nutzbar. Die Erschließung weiterer Kooperations­ potenziale ist in Sicht. Das gilt für die enge Verzahnung von Jugendhilfe und Arbeits­ örderung bei der beruflichen Eingliederung benachteiligter ­unger f j M ­ enschen wie auch für gestaltete Zusammenarbeit auf Augenhöhe im schulischen Bildungsprozess mit einem erweiterten Bildungsverständnis. In Berlin hat die Jugendhilfe stets für die enge Kooperation an den Schnittstellen und für die rechtskreisübergreifende Etablierung von Förder­wegen geworben. Mit Blick auf die Schule ist dies mittlerweile durchgängige R ­ ealität. Im Kontext der Arbeitsförderung gilt dies zumindest teilweise auf der regionalen und auf der operativen Ebene. RÜM hat an einigen Stellschrauben für die Weiterentwicklung dieses notwendigen Prozesses gedreht und die Schnittstellenkonferenzen haben ihre Beiträge geliefert.
Reformhemmnisse und Kooperationspotenziale

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Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 12

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Bestandsaufnahme zur Berufswegebegleitung in Berlin
Bestandsaufnahme im Überblick
Um einen möglichst differenzierten Überblick hinsichtlich der Ausgangs­ lage im Übergangsfeld zwischen Schule und Beruf in Berlin zu erhalten, wurde zu Beginn des Projektes eine Bestandsaufnahme durchgeführt. Neben der Erlangung eines Überblicks bezüglich des Angebotsspektrums zielte die Bestandsaufnahme darauf, Aussagen über weitere wesentliche Elemente bzw. Unterstützungsstrukturen im Übergangsfeld zu treffen. Damit sollte die Möglichkeit eröffnet werden, Verbesserungspotentiale auf mehreren Ebenen des Übergangsfeldes zu identifizieren. Die Bestandsaufnahme war in erster Linie auf die Darstellung auf Landesebene angelegt, dementsprechend wurden die Ergebnisse in einem Landesbericht niedergelegt. Im Verlauf der Analyse wurden die bezirksspezifischen Informationen als Zusatzschritt in Bezirksberichten veröffentlicht. Die Umsetzung der Bestandsaufnahme soll an dieser Stelle kurz umrissen werden, bevor im zweiten Teil dieses Kapitels deren Ergebnisse in Hinblick auf die Berufsorientierung wiedergegeben werden.

Abbildung 2 |  Elemente der Bestandsaufnahme

Bestandsaufnahme

Angebots­ struktur

Daten / Fakten

Medien

Gremienlandschaft

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 13

Elemente der Bestandsaufnahme
Die Bestandsaufnahme umfasste folgende vier Elemente: Angebots­ struktur, Daten und Fakten, Medien, Gremienlandschaft.
Angebotsstruktur

Dafür wurde in einem analytischen Schritt zum Zwecke einer übersichtlichen Darstellung des Angebotsspektrums das Übergangsfeld in drei S ­ cheiben, d.h. zeitliche Phasen entlang der Chronologie des individuellen Lebenslaufes, wie folgt gegliedert:
•	 Scheibe 1 – Berufsorientierung: Der Scheibe der Berufsorientierung wurden diejenigen Angebote zugeordnet, die sich an Jugendliche bis zum Abschluss der allgemeinbildenden Schule richten und den Übergang Schule-Beruf befördern. •	 Scheibe 2 – Berufsvorbereitung: Zur Scheibe der Berufsvorbereitung gehörten die Angebote, die zwischen dem Erfüllen der allgemeinen Schulpflicht und dem Eintritt in die Berufsausbildung absolviert werden und der Integration in Ausbildung und/oder Arbeit dienen. •	 Scheibe 3 – Berufsausbildung: Der Scheibe der Berufsausbildung umfasste diejenigen Angebote, die auf den Erwerb eines Ausbildungsabschlusses abzielen. Dies kann sowohl die Förderung der Ausbildung an sich als auch externe Unterstützungsleistungen im Rahmen der Ausbildung umfassen.

Die auf Projekt- und Programmebene für die Angebote Verantwortlichen wurden mittels eines standardisierten Fragebogens nach festgelegten Kriterien befragt. Die Befragungsergebnisse wurden in einer ausschließlich für interne Zwecke aufgebauten Datenbank erfasst. Somit wurden die Voraussetzungen sowohl für eine summarische Zusammenfassung aller Angebote einer Scheibe geschaffen als auch für eine vergleichende Betrachtung der Projekte.

Auf Grundlage dieser Befragungsergebnisse wurde im Anschluss eine qualitative Befragung durchgeführt, die vertiefende Kenntnisse zu den Themen Kompetenzfeststellung, Betriebsnähe, Berufswegebegleitung und Anrechenbarkeit erbringen sollte. Diese vier Themen bildeten zugleich den Ausgangspunkt der Arbeit in den Schnittstellenkonferenzen und waren als Verbindungselemente der drei Scheiben des Übergangsfeldes konzipiert.

Daten und Fakten

Die zweite Säule der Bestandsaufnahme bildeten die für eine Einschätzung der jeweiligen Ausgangssituation im Übergangssystem relevanten statistischen Daten zur potenziellen Teilnehmergruppe. Diese wurden herangezogen, um Entwicklungen hinsichtlich des zu erwartenden Bedarfs zu erkennen und Bedarfseinschätzungen vornehmen zu können. Darunter waren unter anderem: •  Daten zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes der Institutionen der Arbeitsförderung und der Berufskammern; •  statistische Zahlen der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung (z.B. Schulabgängerzahlen unter Berücksichtigung des erlangten Schulabschlusses, des Geschlechts, des Migrationshintergrundes und vorliegende Prognosen); •  statistische Zahlen der Arbeitsagenturen und Jobcenter (z.B. Arbeitslosenzahlen U25, Zahl der unversorgten Ausbildungsplatzsuchenden).

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Die Daten wurden zum Teil speziell für die Bestandsaufnahme von den entsprechenden Stellen zur Verfügung gestellt, zum Teil wurden bestehende Statistiken für die Zwecke der Bestandsaufnahme neu berechnet. Hier wurden auf Landes- bzw. Bezirksebene von unterschiedlichen Institutionen herausgegebene Medien zur Information und Orientierung am Übergang Schule-Beruf in Berlin (z.B. Ausbildungswegweiser, Ausbildungsatlanten) einer Analyse anhand gleicher Kriterien unterzogen und darauf fußend im Überblick dargestellt. Neben der auf Recherche gründenden Übersicht über die in Berlin auf Landes- und Bezirksebene am Übergang Schule-Beruf tätigen Gremien wurden die Mitglieder der Regionalen Ausbildungsverbünde und der Arbeitsgemeinschaften Jugendberufshilfe nach § 78 SGB VIII (AG 78) in den Bezirken nach dem wahrgenommenen Nutzen ihrer Mitarbeit in den genannten Gremien und nach ihrer Mitarbeit in weiteren Gremien befragt. Dies diente einerseits der Schaffung eines Überblicks über bestehende Gremien insgesamt, andererseits konnten auf bezirklicher Ebene personelle Überschneidungen und Vernetzungsstrukturen verdeutlicht werden.
Medien

Gremienlandschaft

Umsetzung der Bestandsaufnahme
Die Bestandsaufnahme erfolgte im Zeitraum von Oktober 2008 bis Juli 2009. Zum eingesetzten Methodenspektrum gehörten sehr umfang­reiche (Daten-) Recherchen, die Entwicklung und der Einsatz von Fragebögen (sowohl für quantitative als auch für qualitative Fragestellungen) sowie die darauf folgende Datenauswertung. Den Abschluss bildete die Berichtslegung auf Landes- und Bezirksebene. Wesentlich für die Umsetzung der Bestandsaufnahme war der aktivierende Ansatz. So wurde in der ersten Phase im Zuge der Projektvorstellung in allen Berliner Bezirken und auf Landesebene bei verschiedenen Institutionen um eine Mitarbeit bzw. die Lieferung von Daten geworben. So konnten im Rahmen der Analyse der Angebotsstruktur auf quantitativer Ebene 134 Angebote identifiziert und anhand bestimmter Kriterien vergleichend beschrieben werden. Die Erhebung qualitativer Daten diente dazu, vertiefende Kenntnis hinsichtlich ausgewählter Aspekte bestimmter Angebote am Übergang Schule-Beruf zu gewinnen. Hier wurden 26 Interviews mit den Projektverantwortlichen geführt. Dadurch konnten unter anderem bestehende Erkenntnisse in eine fortlaufende Diskussion mit verschiedenen Akteuren eingespeist werden, um bereits im Prozess auf Verbesserungspotenziale hinzuweisen. Eine ausführliche Darstellung der Bestandsaufnahme mit Hinweisen zu notwendigen Schritten der Planung, Durchführung und Auswertung finden Sie in der separaten Transferbroschüre "Bestandaufnahme".

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Ergebnisse der Bestandsaufnahme
Die Bestandsaufnahme ergab eine große Vielfalt und Vielgestaltigkeit von Angeboten der Berufswegebegleitung mit ebenso unterschiedlichen Formen der institutionellen Einbindung, Steuerung und Finanzierung. Die folgende Grafik stellt die Begleitangebote nach den Phasen des Berufsweges geordnet dar. Zu unterscheiden sind zunächst einerseits Begleitangebote, die individuell zugänglich sind, und andererseits institutionell gebundene Angebote, die entweder an allgemeinbildenden Schulen oder als ein konzeptionelles Element komplexer Maßnahmen der Berufsvorbereitung und Berufsausbildung umgesetzt werden. Obgleich gerade in der Berufswegebegleitung die Betreuung der Jugendlichen über die Schwellen des Austritts aus der Schule bzw. des Eintritts in Ausbildung hinweg besonders wichtig ist, sind lediglich die individuell zugänglichen Angebote zum großen Teil auf eine schwellenübergreifende Begleitung angelegt. Die institutionell gebundenen Angebote enden bzw. beginnen zumeist an einer der beiden Schwellen bzw. beim Austritt aus dem Angebot. Nur zwei Angebote in diesem Segment, die Berufseinstiegsbegleitungen der Arbeitsagenturen sowie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, sind als Begleitung über Schwellen hinweg angelegt. In Anbetracht der Fülle der Angebote ist davon auszugehen, dass ein Teil der jungen Menschen von mehreren Akteuren parallel, d.h. zum gleichen Zeitpunkt, bzw. in der Chronologie des Lebenslaufes aufeinanderfolgend von mehreren Akteuren ggf. mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Fokussierungen begleitet wird. Die Dokumentation der Berufswegebegleitung erfolgt bei den verschiedenen Anbietern auf unterschiedliche Art und Weise.

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Die Abbildung auf der folgenden Doppelseite gibt einen Überblick über die Angebote der Berufswegebegleitung in Berlin nach ihrer zeitlichen Lage am Berufsweg

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 17

Berufswegebegleitung in Berlin nach zeitlicher Lage am Berufsweg  | Abbildung 3

8. Klasse

Schulaustritt

Patenschaftsmodelle (z.B. Ausbildungsbrücke, Ausbildungsplatzpaten, VerA) Jugendmigrationsdienste Kompetenzagenturen Jugendberatungshäuser Kumulus Jugendberatung der Jugendhilfe Fallmanagement/ Arbeitsvermittlung des Jobcenters Berufsberatung der Arbeitsagenturen

sozialpäd. Begleitung in Ausbildung in Sicht (AiS) sozialpädagogische Begleitung der Jugendhilfe sozialpäd. Begl. und org. Unterstützung der Arbeitsagenturen Begleitung im Rahmen der Angebote der Jobcenter sozialpäd. Begl. im Rahmen berufsvorb. Maßn. (BvB) Bildungsbegl. im Rahmen berufsvorb. Maßnahmen (BvB) Bildung, Begleitung, Beruf (BBB) sozialpädagogische Begleitung im Rahmen von BQL-TZ Schullaufbahnberatung Berufseinstiegsbegleitung der Arbeitsagenturen Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen Schulbezogene Jugendsozialarbeit Berufsorientierung in überbetr. u. a. Berufsbildungsstätten JobCoaches Netzwerk Berufspraxis (NBP) Berliner Netzwerk Ausbildung (BNA) Vertiefte BO an Berliner Schulen

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Eintritt in die Ausbildung

Ausbildungsabschluss

Arbeitswelt

ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) sozialpädagogische Begleitung in der BaE sozialpädagogische Begleitung in BFS-TZ

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Handlungsbedarf auf Grund der Bestandsaufnahme
Aus der Bestandsaufnahme wurden Defizite und daher Handlungsbedarf in vier Richtungen abgeleitet: Die große Vielfalt der Angebote führt zu einem Mangel an Transparenz der Berufswegebegleitangebote und erfordert eine systematische Erschließung. Aus den äußerst unterschiedlichen Folgende Leitfragen, aus der Perspektive einer institutionellen Kontexten und Anpraktizierenden Fachkraft der Berufswegebegleitung formuliert, verdeutlichen noch einmal den bindungen der Begleitangebote soBedarf an Transparenz, institutionsübergreifender wie ihrer partiellen Parallelität erAbstimmung und systematischer Dokumentation: gibt sich ein Optimierungsbedarf •	 Wie erfahre ich von vorausgegangenen Angehinsichtlich der Abstimmung von boten? Angeboten. Zum einen besteht Op•	 Wie erfahre ich von parallelen Angeboten? timierungsbedarf bei Verfahrens•	 Wie bekomme ich Kontakt zu den begleitenden Personen und Institutionen? abstimmungen im Sinne konzepti•	 Wie knüpfe ich an einen vorher gegangenen oneller Kooperation, zum anderen Beratungsprozess an? bei der Sicherstellung des Informa•	 Wie stimme ich meine Beratung mit parallel tionsflusses zwischen verschiede­laufenden Angeboten ab? nen parallelen bzw. im Lebenslauf •	 Wie erfahre ich, welche Angebote nachfolgend der jugendlichen Klient/innen aufeiin Frage kommen? nanderfolgenden Angeboten. Eine Systematisierung und evtl. Standardisierung der Dokumentationsformen und -inhalte wäre hilfreich, um die Prozesse der Berufswegebegleitung in vergleichbarer Form zugänglich und sowohl für jede/n begleitete/n Jugendliche/n selbst als auch für die Begleitenden transparent zu machen. In jedem zweiten der erfassten Angebote ist Elternarbeit ein wichtiges Element. Neben individuellen Gesprächen, die in allen drei Scheiben – wenn auch z.T. vereinzelt – umgesetzt werden, sehen insbesondere Angebote der Berufsorientierung darüber hinaus gehende Formen der Elternarbeit vor. Auf der Basis der Bestandsaufnahme erarbeitete das RÜM-Team zunächst mehrere Vorschläge für konkrete Produkte bzw. Instrumente zum Einsatz am Übergang Schule-Beruf. Nach Abstimmung im Rahmen der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung und der RÜM-Lenkungsrunde wurden vier davon weiterentwickelt, die in der vorliegenden Broschüre in Prozess und Ergebnis dargestellt sind: das Leitsystem „Wohin nach der Schule“ die datenbankgestützte „Angebotsübersicht Berufswegebegleitung in Berlin“, der „Qualifizierte Laufzettel zur Berufswegebegleitung“ sowie der „Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche“. Dazu kam mit dem „Pauker-Point“ ein eigens für den Messeeinsatz entwickeltes Format, Lehrkräfte aktuell mit den für sie wichtigen Informationen zum Übergangssystem zu versorgen.

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Das Leitsystem „Wohin nach der Schule“
Hintergrund, Ziel und Zielgruppen
Wie die Bestandsaufnahme zeigte, existierten in Berlin im Jahr 2009 zwar zahlreiche Informationsmedien zum Übergang Schule-Beruf (vgl. Transferbroschüre Bestandsaufnahme), aber keine Übersicht, die alle verfügbaren Angebote für Jugendliche im Anschluss an die allgemeinbildende Schule auf einen Blick zugänglich und aufgrund einer Beschreibung nach denselben Kriterien vergleichbar macht. Um eben dies zu ermöglichen, wurde das Leitsystem „Wohin nach der Schule? Bildungs- und Qualifizierungswege nach der allgemeinbildenden Schule“ entwickelt. Das Leitsystem richtet sich primär an Beratende am Übergang Schule-Beruf, vor allem Berufsberater/innen, Mitarbeiter/innen der Jobcenter und Jugendämter, Lehrer/innen, Jugendsozialarbeiter/innen, Kompetenzagenturen sowie Jugendberatungshäuser.

Entwicklung und Umsetzung
Am Anfang stand die Idee, die aus der Bestandsaufnahme gewonnenen umfangreichen Informationen zu den Angeboten der Berufsvorbereitung und Ausbildung für die Beratung nutzbar zu machen. Dafür sollten einerseits so viele Details aufgenommen werden wie möglich und andererseits in einem kompakten Format im Überblick wiedergegeben werden. Die Angebote sollten sich ausgehend von den individuellen Voraussetzungen und den Zielsetzungen der Schüler/innen erschließen. In einem ersten Schritt wurden die einheitlichen Zunächst war hier ausschließlich die Förderlandschaft im Bereich der Berufsvorbereitung und -ausbildung im Blickfeld, später wurden studienbefähigende Angebote ergänzt. Die finanzierenden bzw. steuernden Institutionen (Senatsverwaltungen, Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter u. a.) wurden nach einem ersten Entwurf auf Grundlage der durch die Bestandsaufnahme erzielten Erkenntnisse um Ergänzung bzw. Korrektur der vorhandenen, relevanten Informationen zu ihren jeweiligen Angeboten gebeten. Diese wurden redaktionell bearbeitet und in ein spezifisch entwickeltes Schema übertragen. Die Endkorrektur erfolgte in Abstimmung mit den anbietenden Institutionen.
Kriterien entwickelt, nach denen die Angebote dargestellt werden. Dies waren im Einzelnen: •	 Notwendige Voraussetzungen •	 Dauer •	 Zugang/Vermittlung •	 Ergebnis der Teilnahme am Angebot •	 Lernorte •	 Status •	 Finanzielle Ansprüche •	 Weitere Informationen

Einheitliche Kriterien der Angebotsdarstellung

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 21

Wohin nach der Sch
Das Leitsystem „Wohin nach der Schule“  | Abbildung 4

Welche Voraussetzungen, Ziele und Optionen hat die/der Jugendliche?
Die/der Jugendliche hat keinen Schulabschluss und möchte ...

Wohin nach der Schule? Bildungs-Sc Wohin nach der und
AiS
Optionen/Angebote

Welche Voraussetzungen, Ziele und Optionen hat die/der Jugendliche? einen einfachen bzw. erweiterten Hauptschulabschluss bzw. eine diesen AbBQL-VZ schlüssen gleichwertige Schulbildung erwerben Die/der Jugendliche hat keinen Schulabschluss und möchte ...
einen einfachen bzw. erweiterten Hauptschulabschluss bzw. eine diesen AbBQL-VZ schlüssen gleichwertige Schulbildung erwerben sich auf einen Beruf vorbereiten

BvB Angebote Welche Voraussetzungen, Ziele und Optionen hat die/der Jugendliche? des JA

Was zeichnet die einzeln

Notwe Vorauss

des JA Die/der Jugendliche hat keinen Schulabschluss und möchte ...

BvB

Angebote

AiS

BQL-VZ
BvB

BvB

sich auf einen Beruf vorbereiten

eine Ausbildung machen

BQL-VZ einen einfachen bzw. erweiterten Hauptschulabschluss bzw. eine diesen Abschlüssen gleichwertige Schulbildung eineerwerben machen Ausbildung BaE

EQ

BQL-VZ
Angebote des JA Betriebliche Ausbildung

BvB

Angebote des JA

BaE Angebote Betriebsnahe Welche Voraussetzungen, Ziele und Optionen hat die/der Jugend des JA Ausbildung
Betriebsnahe Ausbildung

Angebote des JA Betriebliche Ausbildung EQ

FSJ/FÖJ BFD

Wohin nach der
EQ Angebote des JA
BQL-VZ Berufsqualifizierender Lehrgang im 11. Schuljahr keine

FSJ/FÖJ BFD

AiS

AiS

AiS

OBF I Einjährige Berufsfachschule

mindestens erweiterter H

Die/der Jugendliche hat den einfachen Hauptschulabschluss bzw. die Berufsbildungsreife und möchte ...
einen erweiterten Hauptschulabschluss bzw. eine diesem Abschluss gleichwertige Schulbildung erwerben

sich auf einen Beruf vorbereiten

BQL-VZ

BvB

Die/der hat den einfachen Hauptschulabschluss bzw. die ... Die/der JugendlicheJugendliche hat keinen Schulabschluss und möchteBerufsbildungsreife und möchte ... EQ
BQL-VZ BvB Angebote des JA
AiS

Angebote des JA

Berufsvorbereitung Berufsvorbereitung

BvB Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme

FSJ/FÖJ BFD

Jugendliche/r muss bei d Agentur für Arbeit gemeld Wunsch nach Eingliederu Arbeitsleben bekundet ha AiS

Einstiegsqualifizierung

Jugendliche/r muss bei d Agentur für Arbeit ausbild sein

einen einfachen bzw. erweiterten Haupteinen erweiterten Hauptschulabschluss schulabschluss bzw. eine eine Ausbildung machen bzw. eine diesem Abschluss gleichwertige diesen Ab- BaE BQL-VZ schlüssen gleichwertige Schulbildung Schulbildung erwerben sich auf einen Beruf vorbereiten BQL-VZ BvB erwerben

BQL-VZ BvB Angebote des JA EQ Angebote
des JA

BvBAngebote Betriebliche Angebote AiS Betriebsnahe des Ausbildung AiS JA Ausbildung des JA FSJ/FÖJ
BFD

AiS Weitere Angebote des JobCenters z.B. Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (AGH MAE)
Angebote des Jugendamtes Berufsorientierung und Berufsvorbereitung

Jugendliche/r muss Teil e oder Kundin/Kunde des J II) sein

Jugend(berufs)hilfebedar

eine Ausbildung machen

sich auf einen

Die/der Jugendliche hat den einfachen Hauptschulabschluss bzw. die Berufsbildungsreife und möchte ... EQ Angebote
Mehrjährige BFS sich auf einen Beruf vorbereiten Beruf vorbereiten (einschl. BFS-TZ)1

BQL-VZ

BaE

Angebote BQL-VZ des JA

Betriebliche Ausbildung BvB

Betriebsnahe BvB EQ Ausbildung

Angebote des JA

Freiwilliges Soziales des JA BFD Jahr

FSJ

FSJ/FÖJ

FSJ/FÖJ AiS de FSJ/FÖJ: ab Erfüllung Jahre; viele Organisation BFD

einen erweiterten den erweiterten Hauptschulabschluss bzw. die erweiterte Berufsbildungsreife und möchte ... Die/der Jugendliche hat Hauptschulabschluss bzw. eine diesem Abschluss gleichwertige BQL-VZ Schulbildung erwerben eine Ausbildung machen eine Ausbildung machen den mittleren Mehrjährige BFS
Schulabschluss erwerben

FÖJ Freiwilliges Ökologisches Jahr BFD Bundesfreiwilligendienst

jedoch erst ab 18 Jahren

BvB

OBF I

des JA (einschl. BFS-TZ)1

Angebote

AiS

BaE

BaE

AiS Angebote des JA Angebote Betriebliche Angebote Betriebliche des JAdes JA Ausbildung Ausbildung

BFD: Jugendliche ab Erfü pflicht, keine obere Alters

AiS Betriebsnahe Sicht Betriebsnahe Ausbildung in Ausbildung Ausbildung

Jugendliche/r hat Migratio max. 25 (in Ausnahmefäl

Jugendliche/r ist gegenw an Angeboten des SGB I

sich Beruf vorbereiten sich auf einenauf einen Beruf

BFD Die/der hat den erweiterten Hauptschulabschluss bzw. die bzw. die Berufsbildungsreife und möchte ... Voraussetzungen Die/der JugendlicheJugendliche hat den einfachen HauptschulabschlusserweiterteBerufsbildungsreife und möchte ... zwischenhinsich variieren den A
eine Ausbildung machen

vorbereiten I OBF

BvB

BQL-VZ

EQ

BvB Angebote
des JA

FSJ/FÖJ BFD

EQ

AiS

Angebote des JA

Betriebliche Ausbildung

FSJ/FÖJ

ein ausbildungsberechtig AiS Jugendlichen einen Ausb

Die/der Jugendliche hat den mittleren Schulabschluss und möchte ...

(einschl. BFS-TZ)1 des JA Ausbildung einen erweiterten Hauptschulabschluss bzw. eine diesem Abschluss gleichwertige den eine Ausbildung machen mittleren BQL-VZ Mehrjährige BFS BaE OBF I Angebote Schulbildung erwerben Schulabschluss erwerben (einschl. BFS-TZ)1 des JA

Mehrjährige BFS

BaE

Angebote

Betriebliche

Betriebsnahe Ausbildung

BvB

Angebote AngeboteBetriebliche AiS des JA Ausbildung des JA

Betriebsnahe Ausbildung Verbundausbildung im Berliner Ausbildungsplatzprogramm BAPP

Jugendliche/r muss bei d bildungssuchend gemeld Lebensjahr noch nicht vo

AiS

Betriebsnahe Ausbildung

Voraussetzungen hinsich variieren zwischen den A mal jedoch darf der Mittle vorliegen Meldeadresse in Berlin

Ausbildung Ausbildung

seine Noten verbessern OBF I (Übergang Fachoberschule sich auf einen Beruf vorbereiten bzw. gymnasiale Oberstufe) sich auf einen Beruf vorbereiten

BFS-TZ Berufsfachschule in Teilzeitform MDQM: Modulare duale Qualifizierungsmaßnahme

MDQM: mindestens Haup

bildung im BAPP Die/der Jugendliche hat den erweiterten Hauptschulabschluss bzw. die erweiterte Berufsbildungsreife und möchte ... BQL-VZ BvB EQ Angebote FSJ/FÖJ

LOK: Voraussetzungen s

OBF I

BvB

EQ

Angebote des JA

FSJ/FÖJ LOK: Lernortkooperation im des JA BFD Rahmen des BAPP

BFD

AiS

sich auf einen Beruf vorbereiten

OBF I

BvB

EQ

eine Ausbildung machen

den mittleren Schulabschluss erwerben eine Ausbildung machen eine Ausbildung machen Mehrjährige BFS

(einschl. BFS-TZ und Assistentenausbildung)2

Angebote des JA Mehrjährige BFS Mehrjährige BFS BaE BaE Angebote Betriebliche (einschl. BFS-TZ)1 (einschl. BFS-TZ)1
des JA Ausbildung

OBF I

Angebote des JA

FSJ/FÖJ BFD

AiS

2- bzw. 3-jährige BFS6 mehrjährige Berufsfachschule

mindestens Hauptschulab

AiS

Voraussetzungen hinsich variieren zwischen den A

BaEAngebote Betriebsnahe des JA Ausbildung EQ

Angebote Betriebliche des JA Ausbildung

Betriebliche BaE Jugendliche/r muss bei d Betriebsnahe Betriebsnahe ausbild außerbetriebliche Agentur für Arbeit Ausbildung Ausbildung Berufsausbildung sein Ausbildung FSJ/FÖJ BFD
AiS

Die/der Jugendliche möchte eine Studienbefähigung erwerben3

sich auf einen Beruf vorbereiten

OBF I

BvB

Die/der hat den mittleren Schulabschluss und möchte ... Die/der JugendlicheJugendliche hat den erweiterten Hauptschulabschluss bzw. die erweiterte Berufsbildungsreife und möcht
FOS4 BOS BG
FOS VZ Fachoberschule im Praktikantenmodell Tagesunterricht/Vollzeitform

Angebote des JA

erfolgreiche mind. 6-mon Berufsvorbereitung der A berufsbildenden Schule

Sozialpädagogisch begleitete Berufsausbildung (außerbetrieblich oder im Verbund)

Jugend(berufs)hilfebedar

mind. mittlerer Schulabsc

den mittleren eine Ausbildung machen seine Noten verbessern Mehrjährige BFS OBF I OBF I Schulabschluss erwerben Legende (Übergang Fachoberschule (einschl. BFS-TZ)1 1 ggf. Erwerb des mittleren Schulabschlusses bzw. gymnasiale Oberstufe)
Schulische Angebote 2 ggf. Erwerb der Fachhochschulreife Angebote der Agentur für Arbeit/ des JobCenters (AA/JC)

BaE

Angebote Angebote des JA des JA

AiS

Betriebliche Ausbildung

Betriebsnahe Ausbildung

Höchstalter: 21 Jahre (St

Notensumme max. 10 (E

Nachweis einer Praktikan

3 die Zugangsvoraussetzungen und der jeweils mögliche Abschluss variieren

Studienbefähigung Studienbefähigung

FOS VZ Fachoberschule Tagesunterricht/Vollzeitform

a) mittlerer Schulabschlu Berufsausbildung bzw. 5rufstätigkeit Berufstätigkeit FSJ/FÖJ AiS BFD

sich auf einen Beruf vorbereiten sich auf einen Beruf vorbereiten
Angebote des Jugendamtes (JA)

4 es den mittleren FOS Die/der Jugendliche hatgibt unterschiedliche Formen derSchulabschluss und möchte ... OBF I BvB

5 über diese gesetzlich geregelten Freiwilligendienste hinaus gibt es weitere geregelte (EFD, IJFD, weltwärts, kulturweit)

OBF I

BvB

EQ

und privatrechtliche Freiwilligendienste im Ausland, für die unterschiedliche Konditionen gelten für die unterschiedliche Modalitäten gelten

EQ Angebote des JA

Angebote FSJ/FÖJ des JA BFD
FOS AU/TZ Fachoberschule Abendunterricht/Teilzeitform

b) mind. Hauptschulabsc sene Berufsausbildung b

6 darüber hinaus gibt es (z.T. kostenpflichtige) Ausbildungsmöglichkeiten an privaten Berufs(fach)schulen,

seine Noten verbessern OBF I 7 Fachhochschulreife: Voraussetzung für ein Studium an jeder Fachhochschule in jeder Fachrichtung (Übergang Fachoberschule Mehrjährige BFS Ausbildung in Sicht (AiS) Voraussetzung eine Ausbildung 8 fachgebundene Hochschulreife: BFS-TZ für ein Studium an Hochschulen in ausgewählten Fachrichtungen Mehrjährige BFS einebzw. gymnasiale Oberstufe) machen Ausbildung machen (einschl. BaEAngebote Angebote BaE Betriebliche 9 allgemeine Hochschulreife: Voraussetzung für ein Studium an jeder Hochschule in jeder Fachrichtung und Assistenten(einschl. BFS-TZ)1 des JA des JA Ausbildung Duale Ausbildung ausbildung)2 10 Sonderform: doppeltqualifizierende Bildungsgänge: Abitur und Berufsausbildung in ausgewählten Berufen (Dauer 4 Jahre)
gefördert vom

Freiwilligendienste (FSJ/FÖJ/BFD)5

mittlerer Schulabschluss rufsausbildung bzw. 5-jäh Berufstätigkeit

Berufsoberschule rufsausbildung Betriebliche Betriebsnahe Betriebsnahe bzw. 5-jäh tätigkeit, Notendurchschn schlusses nicht Ausbildung Ausbildung schlechte Ausbildung 1. Fremdsprache) oder a

BOS

mittlerer Schulabschluss

der Berufsschule ein Note 2,5

sich auf einen Beruf vorbereiten

OBF I

BvB

EQ

Die/der möchte eine Studienbefähigung erwerben3 Die/der JugendlicheJugendliche hat den mittleren Schulabschluss und möchte ...
Das Programm „Perspektive Berufsabschluss“ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

Angebote des JA

BG Berufliches Gymnasium Gymnasiale Oberstufe an Oberstufenzentren10

FSJ/FÖJ BFD

für Schüler/innen von Gy Sekundarschulen: AiS Verset Oberstufe

seine Noten eine Ausbildung machen verbessern (Übergang Fachoberschule bzw. gymnasiale Oberstufe)

Mehrjährige BFS (einschl. BFS-TZ OBF I BaE FOS4 BOS und Assistentenausbildung)2

Mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

für Schüler/innen von ein len oder mehrjährigen Be lischer Abschlussprüfung zung zum Übergang in di Höchstalter: 20 Jahre

Angebote BG des JA

Betriebliche Ausbildung

Betriebsnahe Ausbildung

Schulische Seite Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Angebote 22

Legende 3 Die/der Jugendliche möchte eine Studienbefähigung erwerbenBvB sich auf einen Beruf vorbereiten OBF I
1 ggf. Erwerb des mittleren Schulabschlusses 2 ggf. Erwerb der Fachhochschulreife

EQ

Angebote des JA

FSJ/FÖJ BFD

Angebote der Agentur für Arbeit/ des JobCenters (AA/JC)

BOS BG 3 die FOS Zugangsvoraussetzungen und der jeweils mögliche Abschluss variieren
4

eine Ausbildung machen

(einschl. BFS-TZ 4 es gibt unterschiedliche Formen der FOSBaE und Assistenten-

Mehrjährige BFS

Angebote des JA

Betriebliche Ausbildung

Betriebsnahe Ausbildung

23

hule?

Bildungs- und Qualifizierungswege nach der allgemei
Was zeichnet die einzelnen Angebote aus?
Optionen/Angebote Notwendige Voraussetzungen Dauer

d Qualifizierungswege nach der allgemeinbildenden Schule chule? Bildungs- und Qualifizierungswege
Zugang/Vermittlung
Dauer

Ergebnis der Teilnahme am Angebot

nach der allgeme

nen Angebote aus?

endige setzungen

?

BQL-VZ Berufsqualifizierender LehrZugang/Vermittlung gang im 11. Schuljahr

allgemeinbildenden Schulen Was zeichnet die einzelnen Angebote aus? direkt online über “Wegeverteilt bzw. zum
Ergebnis der Teilnahme am Angebot Lernorte Status Finanzielle Beruf“ eingestellt Ansprüche

keine

12 Monate

Anmeldeunterlagen werden über die

Schule?
12 Monate

Anmeldeunterlagen werden über die allgemeinbildenden Schulen verteilt bzw. direkt online über “Wege zum Beruf“ eingestellt

Hauptschulabschluss

der Berufsberatung der dungssuchend gemeldet

Berufsvorbereitung Berufsvorbereitung Berufsvorbereitung Berufsvorbereitung

dliche?

der Berufsberatung der det sein und ihren/seinen ung in das Berufs- bzw. aben

Anmeldeunterlagen werden über die Grundbildung in einem der folgenden beruflichen Qualifizierungsschwerpunkte: Berufsbi allgemeinbildenden Schulen verteilt (1) Wirtschaft/Verwaltung, (2) Metalltechnik, (3) Elektrotechnik, (4) SozialweOberstu Anmeldeunterlagen Entscheidung für EIN Berufsfeld Grundbildung in einem der folgenden Berufsbereiche:Chemie, Physik, Bi-Verwerden über die sen, (5) Bautechnik, (6) Holztechnik, (7) Textiltechnik, (8) (1) Wirtschaft und Beru 12 Monate Schüler/in Kindergeld Meldefristen bitte bei den OSZ erfraOberstufenzentrum (Anspruch der allgemeinbildenden Schulen verteilt ologie, (9) Drucktechnik, (10) Farbtechnik, (11) Gesundheit, (12) Körperpflege, waltung, (2) Metalltechnik oder Elektrotechnik oder Drucktechnik, (3) Bautech- eventue Obe www.oberstufenzentrum.de gen bzw.Eltern) online über “Wege zum (13)nik oder Holztechnik oder Metalltechnik oder Farbtechnik und Raumgestaltung, Gebäudepflege, (14) Agrarwirtschaft, (15) Hauswirtschaft (Praktiku direkt eventuell Unternehmen gen (13) Gebäudepflege, (14) Agrarwirtschaft, (15) Hauswirtschaft (Praktikum) Beruf“ eingestellt (4) Textiltechnik und Bekleidung oder Gesundheit oder Körperpflege, (5) Ernähggf. rung und Hauswirtschaft oder Agrarwirtschaft oder Chemie, Physik, Biologie, Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Prüfung) ggf. Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Prüfung) Meldefristen bitte Eignungsanalyse ist verbindlicher Bestandtteil (6) Sozialwesen i.d.R. 10 Monate BvB Mitarbeiter/in der Berufsberatung der Erprobung in mehreren Berufsfeldern bei der Berufsberatung der Bildungsdienstleister UND Teilnehmer/in monatliches Berufsberatung der Jugendliche/r muss i.d.R. 10 Monate Mitarbeiter/in derEntgelt bei den OSZ erfra- Erprobung in mehreren Berufsfeldern Bildungs Agentur für Arbeit weist nach Berufsbildende Schule/ einer BvB- gen ca. 240 € Berufsvorbereitende Prüfung Grundbildung in einem Berufsfeld und betriebliche Praxiserfahrung Agentur für Arbeit gemeldet sein und ihren/seinen Agentur Kindergeld (Anfür Arbeit weist Vermittlung von Qualifizierungsbausteinen nach Prüfung Berufsbi individuelle des Bedarfs zu Oberstufenzentrum UND Maßnahme Berufswegeplanung mit Unterstützung durch ggf. Erwerb einer dem Hauptschulabschluss (HSA) bzw. dem erw. HSA gleich-Oberstu Verlängerung spruch der Bildungsbegleiter/innen Grundbildung in einem Berufsfeld und betriebliche Praxiserfahrung Bildungsmaßnahme Wunsch nach Eingliederung in das Berufs- bzw. Unternehmen (mehrwöchige individuelle des Bedarfs zu Eltern) in begründeten ggf. Erwerb des Hauptschulabschlusses (mit externer Prüfung) Praktika) ggf. Berufsausbilwertigen Schulbildung Arbeitsleben Unterne Fällen möglich dungsbeihilfe (BAB)Zugang/Vermittlung www.kursnet.arbeitsagentur.de Optionen/Angebote bekundet haben Notwendige Verlängerung Dauer Ergebnis der Teilnahme am Angebot in begründeten Erwerb des Hauptschulabschlusses beruflichen Prüfung) Praktika OBF I mindestens erweiterter HauptschulabschlussUnternehmen (Langzeitprak- Teilnehmer/in 12 Monate Anmeldeunterlagen werden über die ggf. Grundbildung in einem der folgenden(mit externerQualifizierungsschwerpunkte: Beru mind. 6 und max. Mitarbeiter/in der Berufsberatung der betriebliche Praxiserfahrung und Grundbildung in einem ausgewählten Beruf Entgelt: Ausbildung erfolgt Voraussetzungen Berufsbildende einer Bildungs- monatlichesHöhe bei Übernahme in eine anschließendeWirtschaft/Verwaltung, (2) Metalltechnik, (3) Elektrotechnik, (4) SozialweFällen möglich 12 Monate Agentur für Arbeit erteilt nach Prüfung tikum) UND bis zu einer Einjährige Berufsfachschule allgemeinbildenden ggf. die Anrechnung der EQ auf die Ausbildungszeit Schulen verteilt (1) Obe 12 Monate Berufsbildende Schule/

OBF I mindestens erweiterter Hauptschulabschluss gen Einjährige Berufsfachschule ggf. Erwerb einer dem Hauptschulabschluss (HSA) bzw. dem erw. HSA gleichwertigen Schulbildung BQL-VZ werden über die keine Anmeldeunterlagen Grundbildung in einem der folgenden beruflichen Qualifizierungsschwerpunkte: allgemeinbildenden Schulen verteilt LehrBerufsqualifizierender (1) Wirtschaft/Verwaltung, (2) Metalltechnik, (3) Elektrotechnik, (4) Sozialwesen, (5) Bautechnik, (6) Holztechnik, (7) Textiltechnik, (8) Chemie, Physik, Bigang bitte bei den OSZ erfraim 11. Schuljahr ologie, (9) Drucktechnik, (10) Farbtechnik, (11) Gesundheit, (12) Körperpflege, Meldefristen

Meldefristen bitte bei den OSZ erfra-

Grundbildung in einem der folgenden Berufsbereiche: (1) Wirtschaft Optionen/Angebote (2) Metalltechnik oder Elektrotechnik oder Drucktechnik, (3)und VerNotwendige Bautechwaltung, nik oder Holztechnik oder Metalltechnik oder Farbtechnik und Raumgestaltung, (4) Textiltechnik und Bekleidung oder Gesundheit oder Körperpflege, (5) ErnähVoraussetzungen rung und Hauswirtschaft oder Agrarwirtschaft oder Chemie, Physik, Biologie, (6) Sozialwesen

Bildungs- und Qualifizierungswege nach der allge
12 Monate

(4) Textiltechnik und Bekleidung oder Gesundheit oder Körperpflege, (5) Ernährung und Hauswirtschaft oder Agrarwirtschaft oder Chemie, Physik, Biologie, Meldefristen bitte bei den OSZ erfra(6) Sozialwesen Berufsbildende Schule/ Schüler/in Kindergeld Entscheidung für EIN gen Zugang/VermittlungBerufsfeld Ergebnis der Teilnahme am Angebot Oberstufenzentrum Dauer (Anspruch der ggf. Erwerb einer dem Hauptschulabschluss (HSA) bzw. dem erw. HSA gleichEltern) www.oberstufenzentrum.de wertigen Schulbildung

nik oder Holztechnik oder Metalltechnik oder Farbtechnik und Raumgestaltung, Weitere Informationen

Grundbildung in einem der folgenden Berufsbereiche: (1) Wirtschaft und Verwaltung, (2) Metalltechnik oder Elektrotechnik oder Drucktechnik, (3) Bautech-

Berufsbi Oberstu

Was zeichnet die einzelnen Angebote aus?

einer Bedarfsgemeinschaft JobCenters (gemäß SGB

rf muss festgestellt sein

er Vollzeitschulpflicht bis 26 nen nehmen Jugendliche n

AiS

üllung der Vollzeitschulsgrenze

onshintergrund und ist llen 27) Jahre alt

gter Betrieb, der mit der/m bildungsvertrag abschließt

htlich der Schulabschlüsse Ausbildungsberufen

der Agentur für Arbeit ausdet sein und darf das 25. ollendet haben

htlich der Schulabschlüsse Ausbildungsberufen, maxiere Schulabschluss (MSA)

ptschulabschluss

siehe betriebsnahe Aus-

AiS

bschluss

htlich der Schulabschlüsse Ausbildungsberufen

je nach Ausbildung max. 3,5 Jahre

der Berufsberatung der dungssuchend gemeldet

je nach Ausbildung max. 3,5 Jahre

natige Teilnahme an einer Arbeitsagentur oder einer je nach Ausbildung max. 3,5 Jahre

te ...

rf muss festgestellt sein

chluss

2 Jahre

Ausbildung Ausbildung Ausbildung Ausbildung

Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Schüler/in Kindergeld Mitarbeiter/in des Jugendamtes muss Berufsausbildung in einem begrenzten Spektrum es gibt verschiedene Angebote mit dem Ziel der Befähigung zu einer selbs des Jugendamtes Jugend(berufs)hilfebedarf muss Berufsbildende Schule/ festgestellt sein 6 - 10 Oberstufenzentrum (Anspruch der von Ausbildungsberufen möglich variieren zwischen den Ausbildungsberufen ist 6 Monate MonateMitarbeiter/inindividuellen Hilfebedarf festgestellt des JobCenters vermitErprobung inständigen Lebensführung mit unterschiedlichen (berufs-)qualifizierenden mehreren Berufsfeldern Bildu Eltern) haben www.oberstufenzentrum.de (in © SPI Consult GmbH; Stand Juni 2009 begründeten telt in das Angebot (erhöhter Unterstützungsbedarf Schwerpunkten: Berufsorientierung, Verbesserung der Beschäftigungs- un Unte Schüler-BaföG Ausbildungsfähigkeit, Erwerb einer beruflichen Fällen bis 12 Mitarbeiter/in der Berufsberatung der Agen- Hilfe) oder offener an sozialpädagogischer Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Grundbildung, Verbesserun Zugang betriebliche Praxiserfahrung Prak Bildungs Jugendliche/r muss bei der Agentur für Arbeit ausje nach Betriebsnahe Ausbildung der Schulbildung und Erwerb von Schulabschlüssen Jugendliche/r ist gegenwärtig kein/e das 25.Bildungsdienstleister UND Monate) Auszubildende/r Ausbildungsvergü- Ausbildung in ausgewählten Berufsbildern Mitarbeiter/in der Berufsberatung der Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf darfTeilnehmer/in Ausbildung tur für Arbeit oder persönliche/r AnsprechUnterne Verbundausbildung im Berliner bildungssuchend gemeldet sein und Agentur für Arbeit oder persönliche/r Berufsbildende Schule/ tung, Kindergeld an Angeboten des vollendet haben VIII max. 3,5 Jahre ggf. Erwerb des (erweiterten) Hauptschulabschlusses bzw. des erteilt nach Berufsbi Lebensjahr nochFSJ/FÖJ: ab Erfüllungoder Vollzeitschulpflicht UND 26 6 - partner/in(Anspruch der nicht SGB II, SGB III der SGB Oberstufenzentrum bis Ausbildungsplatzprogramm Ansprechpartner/in desFSJ JobCenters 18 Monate JobCenters zusätzliche Begleitung Trägerdes mittlerenberufspraktische Erfahrungen in Organisationen und Einrichtungen Bewerbung bei einem durch Sozialpädagog/innen Schulabschlusses der erteilt Förderzusage nach Prüfung Unternehmen (mehrwöchige Eltern), Prüfung des Bedarfs einenund Stützlehrer/innen VermittlungsOberstu BAPP Freiwilliges Jahre; viele Organisationen nehmen Jugendliche (i.d.R. 12 Monate; Freiwilligendienste - des Sozialwesens, des Sports, der Kultur, der Denkmalpflege (FSJ) des Bedarfs und der Fördervorausset- Soziales Jahr Praktika) ggf. Berufsausbilvorschlag, Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse zungen einen Vermittlungsvorschlag dungsbeihilfe (BAB) www.kursnet.arbeitsagentur.de jedoch erst ab 18 Jahren in speziellen - des Natur- und Umweltschutzes (FÖJ) variieren zwischen den Ausbildungsberufen, mit der/m BetrieblicheFÖJ ein ausbildungsberechtigter Betrieb, der maxije nach direkte Bewerbung bei den Betrieben Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Ausb Fällen bis zu 24 Mitarbeiter/in des Jugendamtes muss Befähigung zu einer selbstständigeneinen Ausbildungsvertrag (MSA) Bildungsdienstleister UND Auswahl mal Jugendlichen Lebensführung jedoch Beru Ausbildung Auszubildende/r erfolgt über Bildungsdienstleister ausgewählten Berufsbildern Ausbildung Freiwilliges Ökologisches Jahrdarf der Mittlere Schulabschluss abschließt Monaten) Ausbildungsvergü- Ausbildung erfolgt in individuellen Hilfebedarf festgestellt Berufsbildende Schule/ tung, Kindergeld vorliegen Obe max. 3,5 Jahre und Kooperationsbetrieb zusätzliche individuelle Begleitung durch haben (erhöhter Unterstützungsbedarf Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Oberstufenzentrum UND (Anspruch der an sozialpädagogischer Hilfe) Unternehmen (mehrwöchige Eltern), Sozialpädagog/innen und Stützlehrer/innen Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse BFD BFD: Jugendliche ab Erfüllung der Vollzeitschulbeim BFD alle o. g. Einsatzfelder und zusätzlich Bildung und Integration ggf. BerufsausbilMeldeadresse in pflicht,den Ausbildungsberufen Praktika) Berlin variieren zwischen keine obere Altersgrenze dungsbeihilfe (BAB) www.berlin.de/sen/jugend/jugendsozialarbeit_jugendberufshilfe Bundesfreiwilligendienst
Anmeldung an einem OSZ Angebote

Berufsorientierung undJugendliche/r hat Migrationshintergrund und BerufsAiS Meldefristen bitte bei den OSZ erfraErwerb des mittleren Schulabschlusses (ohne Prüfung) gen Ausbildung in Sicht vorbereitungggf. Erwerb dermax. 25 (in Ausnahmefällen 27) Jahre alt Fachhochschulreife7 (Prüfung) Zusage des jeweiligen OSZ

tichtag: 1. August)

Englisch; Deutsch; Mathe)

ntenstelle

uss und abgeschlossene -jährige einschlägige Be-

a) 1 Jahr

b) 2 Jahre

chluss und abgeschlosbzw. 5-jährige einschlägige

und abgeschlossene Behrige einschlägige

2 Jahre

7

und abgeschlossene Behrige einschlägige Berufsnitt des mittleren Schulaber als 3 (Deutsch, Mathe, auf dem Abschlusszeugnis endurchschnitt von mind.

2 Jahre Vollzeit oder bis zu 4 Jahre Teilzeit

8

9

ymnasien und Integrierten tzung in die gymnasiale

3 Jahre

9

AiS

6 Zusage des jeweiligenJugendamtes muss mindestens Hauptschulabschluss je nachMitarbeiter/inAnmeldung an einem OSZ Befähigung zu einer selbstständigen Lebensführung Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf 2- bzw. begleiteteNotensumme max. 10 (Englisch; Deutsch; Mathe) Sozialpädagogisch 3-jährige BFSJugend(berufs)hilfebedarf muss festgestellt sein je nach des OSZ mehrjährige Berufsfachschule Berufsausbildung Ausbildung Ausbildung individuellen Hilfebedarf festgestellt Nachweis einer Praktikantenstelle hinsichtlich der Schulabschlüsse Jahre 3,5 Jahre Voraussetzungen max. haben (erhöhter Unterstützungsbedarf OSZ erfraMeldefristen bitte bei den Erwerb des einem anerkannten Ausbildungsberuf (außerbetrieblich oder max. 3,5 Ausbildungsabschluss inmittleren Schulabschlusses (ohne Prüfung) variieren zwischen den Ausbildungsberufen gen im Verbund) an sozialpädagogischer FOS VZ a) mittlerer Schulabschluss und abgeschlossene a) 1 Jahr Anmeldung an einem OSZ Hilfe) Erwerb der Fachhochschulreife7 ggf. Erwerb der Fachhochschulreife7 (Prüfung) Fachoberschule Berufsausbildung bzw. 5-jährige einschlägige BeZusage OSZ erfraMeldefristen bitte bei dendes jeweiligen OSZ Tagesunterricht/Vollzeitform rufstätigkeit b) 2 Jahre gen BaE Jugendliche/r muss bei der Berufsberatung der je nach Mitarbeiter/in der Berufsberatung der Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf b) mind. Hauptschulabschluss und abgeschlosZusage FOS VZ Erwerb mind. mittlerer Schulabschluss ausbildungssuchend gemeldet 2 Jahre Anmeldung an einemfür außerbetriebliche Agentur für Arbeit Ausbildung des jeweiligen OSZ Arbeit oder persönliche/r der Fachhochschulreife7 Agentur OSZ Fachoberschule im Praktikan- sene Berufsausbildung bzw. 5-jährige einschlägige Berufsausbildung sein max. 3,5 Jahre Ansprechpartner/in des JobCenters Berufstätigkeit Meldefristen bitte bei den OSZ erfra-

Ausbildung ildung

njährigen Berufsfachschuerufsfachschulen mit schug: Erfüllung der Voraussetie gymnasiale Oberstufe

© SPI Consult GmbH www.ruem-berlin.de Stand 08/2011

AiS

BFS-TZ an einem OSZ MDQM: mindestens Hauptschulabschluss je nach MDQM: Anmeldung bei der bbw B. u. A. Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Berufsbi Berufsbildende Schule/ Schüler/in Kindergeld Anmeldung Erwerb der Fachhochschulreife www.oberstufenzentrum.de Berufsfachschule in Teilzeitform bzw. an (Anspruch der Berufsberatung der Agen- Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Oberstu Mitarbeiter/in der Bildu je UND Betriebsnahe Ausbildung Jugendliche/r muss bei derhat Migrationshintergrund undnach aus- Ausbildung AiS Jugendliche/r Agentur für ArbeitOberstufenzentrumist 6 Monate einem OSZ, Meldefristen bitte Mitarbeiter/in des JobCenters vermitErprobung in mehreren Berufsfeldern Meldefristen bitte bei den OSZ erfraBetriebliche Praxiserfahrung Unternehmen (mehrwöchige Eltern) gen Verbundausbildung im Berliner LOK: Voraussetzungen siehe betriebsnahe Aus- 25. max. 3,5 Jahre jeweils für Arbeit telt in das Angebot Bildungs tur erfragen, Zusage des KoopeUnte Ausbildung in Sicht bildungssuchend gemeldet sein und darf dasPraktika) alt Ausbildung (in © SPI Consult GmbH; Stand Juni 2009 Ansprech-ggf. Erwerb des mittleren Schulabschlusses (ohne Prüfung) - abhängig vom max. 25 (in Ausnahmefällen 27) Jahre begründeten oder persönliche/r Schüler-BaföG MDQM: Modulare duale Qualifibildung im BAPP Notendurchschnitt MDQM: Zusage des jeweiligen OSZ partner/in des JobCenters erteilt nach Beru max. 3,5 Jahre rationspartners oder offener Zugang Ausbildungsplatzprogramm Lebensjahr noch nicht vollendet haben Fällen bis 12 betriebliche Praxiserfahrung zierungsmaßnahme Prüfung des Bedarfs einen VermittlungsObe BAPP Jugendliche/r ist gegenwärtig kein/e Teilnehmer/in Monate) LOK: angebotene Plätze werden den abgeschlossener Berufsausbildung oder mit evtl. Unt Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse SGB VIII III oder ggf. Erwerb des (erweiterten) Hauptschulabschlusses bzw. Anmeldung an einem OSZ Schüler/in vorschlag, Kindergeld Bewerber/innen mit Erwerb der Fachhochschulreife an Angeboten des SGB II, SGB Berufsbildende Schule/ LOK: Lernortkooperation im Agenturen für Arbeit gemeldet, die kum) Oberstufenzentrum (Anspruch der mindestens 5-jähriger Berufstätigkeit werden nur in dem Fachvariieren zwischen den Ausbildungsberufen, maxides mittleren Schulabschlusses Meldefristen bitte bei den OSZ erfraEltern) bereich bzw. Schwerpunkt Rahmen des BAPP einen Vermittlungsvorschlag ausstellen aufgenommen, der dem Berufsfeld gen Auswahl erfolgt über Bildungsdienstleister entspricht mal jedoch darf der Mittlere Schulabschluss (MSA) ihrer Ausbildung oder Tätigkeit Schüler-BaföG und Kooperationsbetrieb Zusage des jeweiligen OSZ vorliegen mindestens Hauptschulabschluss je mit der/m Anmeldung an einem OSZhier erworbener Fachhochschulreife Aufnahme in die in einem anerkannten Ausbildungsberuf Ausbildungsabschluss 2- bzw. 3-jährige BFS6 direkte mit Bewerbung bei den Betrieben Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Berufsbi je nach Betriebliche ein ausbildungsberechtigter Betrieb, der nach 2. Jahrgangsstufe der BOS möglich mehrjährige Berufsfachschule Ausbildung Oberstu Ausbildung Jugendlichen einen Ausbildungsvertrag abschließt Ausbildung Meldeadresse in Berlin Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse max. 3,5 Jahre max. 3,5 Jahre bitte bei den OSZ erfraMeldefristen Erwerb des mittleren Schulabschlusses (ohne Prüfung) www.oberstufenzentrum.de variieren zwischen den Ausbildungsberufen gen Anmeldung an einem OSZ Schule/ Schüler/in MDQM: Anmeldung beihier erworbener Fachhochschulreife Aufnahme in die Kindergeld mit der bbw B. u. A. Erwerb der Fachhochschulreife Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse BFS-TZ MDQM: mindestens Hauptschulabschluss Berufsbildendeje nach Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Beru 7 Oberstufenzentrum (Anspruch 2. Jahrgangsstufe der BOS ggf. Erwerb der Fachhochschulreife (Prüfung) variieren zwischen den Ausbildungsberufen Berufsfachschule erfraAusbildung bzw.Eltern) der OSZ, Meldefristen bitte möglich an einem Obe Meldefristen bitte bei den OSZ in Teilzeitform gen www.oberstufenzentrum.de LOK: Voraussetzungen siehe betriebsnahe Ausmax. 3,5 Jahre Zusage deserfragen, Zusage des Koopejeweils jeweiligen OSZ ggf. Erwerb des mittleren Schulabschlusses (ohne Prüfung) - abhängig vom Bildu Schüler-BaföG Zusage des jeweiligen OSZ MDQM: Modulare duale Qualifibildung im BAPP rationspartners Notendurchschnitt MDQ BaE Jugendliche/rHochschulreife der Berufsberatung der Oberstufenzentrum aus- Schüler/in muss bei jeArbeit nach Mitarbeiter/in derMitarbeiter/in der Berufsberatung der möglich (Abendlehrgänge)einem anerkannten Ausbildungsberuf Berufsberatung der auch inAusbildungsabschluss in Bildungs Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Jugendliche/r muss bei der Agentur für je nach Betriebsnahe Ausbildung Anmeldung an einem OSZ Kindergeld Bildungsgänge sind Teilzeitform AgenErwerb der fachgebundenen zierungsmaßnahme außerbetriebliche OSZ erfraAgentur für Arbeit ausbildungssuchend gemeldet und darf das 25. Ausbildung Agentur für Arbeit für Arbeit persönliche/r Berufsbi tur Ausbildung (Anspruch der oderPlätzeoder persönliche/r AnsprechVerbundausbildung im Berliner bildungssuchend gemeldet sein Meldefristen bitte bei den LOK: angebotene werden den evtl. Eltern) Fachhochschulreife und Berufsausbildung Aufnahme in die oder gen Oberstu Berufsausbildung sein max. 3,5 Jahre max. 3,5 Jahre Ansprechpartner/in des mitJahrgangsstufe der BOS möglich JobCenters partner/in des JobCenters erteilt nach Lebensjahr noch nicht vollendet haben Ausbildungsplatzprogramm LOK: Lernortkooperation im Agenturen für Arbeit2.gemeldet, die kum erteilt Förderzusage nach Prüfung einen VermittlungsUnterne Schüler-BaföG Erwerb der allgemeinen Hochschulreife Zusage des jeweiligen BAPP Prüfung des Bedarfs Rahmen desOSZ BAPP einen Vermittlungsvorschlag ausstellen www.oberstufenzentrum.de erfolgreiche mind. 6-monatige Teilnahme an einer Schulabschlüsse des Bedarfs und vorschlag, der FördervoraussetPraktika Voraussetzungen hinsichtlich der Berufsvorbereitung zungen einen Vermittlungsvorschlag variieren zwischen den mindestens Hauptschulabschluss Ausbildungsberufen,nach je Ausbildungsabschluss Beru 2- bzw.einem OSZ BFS6 Erwerb der allgemeinen Hochschulreifeder Arbeitsagentur oder einerOberstufenzentrummaxi- Schüler/in Anmeldung an einem OSZ Anteil an fachtheoretischem und fachpraktischem in einem anerkannten Ausbildungsberuf 3-jährige Anmeldung an Kindergeld wesentlicher Schule Auswahl erfolgt in der jeweiligen Fachrichtung. Zur Auswahl stehen die (Anspruch der Unterricht über Bildungsdienstleister mehrjährige Berufsfachschule berufsbildenden mal jedoch darf der Mittlere Schulabschluss (MSA) Ausbildung Obe Meldefristen bitte bei den OSZ erfraErwerb berufsfeldbezogener Kenntnisse und Fähigkeiten Eltern) Fachrichtungen gen vorliegen Voraussetzungen hinsichtlich der Schulabschlüsse max. 3,5 Jahre Meldefristen und Kooperationsbetrieb Berufliche Informatik, Ernährung/Bio- Schulabschlusses (ohne Prüfung) bitte bei den OSZ Wirtschaft, erfraErwerb Technik technologie, Gesundheit Befähigung des mittleren Sozialpädagogisch begleitete Jugend(berufs)hilfebedarf muss festgestellt sein je nach Mitarbeiter/in des Jugendamtes muss und Soziales sowie zu einer selbstständigen Lebensführung Bildungs Schüler-BaföG variieren zwischen den Ausbildungsberufen gen Zusage des jeweiligen OSZ Berufsausbildung Ausbildung individuellen Hilfebedarfwww.oberstufenzentrum.de festgestellt Berufsbi 7 Meldeadresse in Berlin ggf. Erwerb der Fachhochschulreife (Prüfung) (außerbetrieblich oder max. 3,5 Jahre haben (erhöhter Unterstützungsbedarf Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Oberstu Zusage des jeweiligen OSZ im Verbund) an sozialpädagogischer Hilfe) BFS-TZ MDQM: mindestens Hauptschulabschluss je nach MDQM: Anmeldung bei der bbw B. u. A. Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Unterne Praktika Berufsfachschule in Teilzeitform Ausbildung BaE Jugendliche/r muss bei der Berufsberatung der je nach Mitarbeiter/inbzw. Berufsberatung der der an einem OSZ, Meldefristen bitte Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Bildu LOK: Voraussetzungen siehe betriebsnahe Ausjeweils erfragen, Zusage ggf. Erwerb des mittleren Schulabschlusses (ohne Prüfung) - abhängig vo außerbetriebliche Agentur für Arbeit ausbildungssuchend gemeldet Ausbildung max. 3,5 Jahre für Arbeit oder persönliche/r des KoopeAgentur Beru MDQM: Modulare duale Qualifibildung im BAPP rationspartners Notendurchschnitt Berufsausbildung sein max. 3,5 Jahre Ansprechpartner/in des JobCenters Obe zierungsmaßnahme erteilt Förderzusage nach Prüfung Unte Berufsbi FOS VZ mind. mittlerer Schulabschluss 2 Jahre Anmeldung an einem OSZ Erwerb der Fachhochschulreife7 LOK: angebotene Plätze erfolgreiche mind. 6-monatige Teilnahme an einer des Bedarfs und der Fördervorausset-werden den Prak Oberstu Fachoberschule im PraktikanLOK: Lernortkooperation im Agenturen für erfraBerufsvorbereitung der Arbeitsagentur zungen bitte Vermittlungsvorschlag Betriebliche Meldefristeneinen bei den OSZ Arbeit gemeldet, die Praxiserfahrung Unterne tenmodell Höchstalter: 21 Jahre (Stichtag: 1. August) oder einer gen Rahmen des einen Vermittlungsvorschlag ausstellen Praktika Tagesunterricht/Vollzeitform BAPP berufsbildenden Schule
7 7

Berufsvorbereitung Berufsvorbereitung

wärtig kein/e Teilnehmer/in II, SGB III oder SGB VIII

sen, (5) Bautechnik, (6) und Grundbildung in einem ausgewählten Beruf Kindergeld www.berlin.ihk24.de Jugendliche/r muss bei der Berufsberatung der (Anzahl der Tage abhängig max. Mitarbeiter/in der Berufsberatung der mind. 6 und betriebliche PraxiserfahrungHolztechnik, (7) Textiltechnik, (8) Chemie, Physik, Bi- Unterne vom Berufsbild) (Anspruch der ologie, (9) Drucktechnik, (10) Farbtechnik, (11) Gesundheit, (12) Körperpflege, tikum) U even Meldefristen bitte beinach OSZ erfraAgentur für Arbeit ausbildungssuchend gemeldet 12 Monate Agentur Eltern) für Arbeit erteilt den Prüfung (13) Gebäudepflege, (14) Agrarwirtschaft, (15) Hauswirtschaft (Pra sein des gen Bedarfs einen Vermittlungsvor- werden über die Schule/O BQL-VZ keine 12 Monate Anmeldeunterlagen Grundbildung in einem der folgenden Berufsbereiche: (1) Wirtschaft und V abhängig vom je- persönliche/r Ansprechpartner/in des es gibt verschiedene Angebote mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkabhängig von der AusrichMaßnahmeZuweisung in die Angebote erfolgt nach individueller Beratung schlag abhängig vom (Anzahl allgemeinbildenden Schulen verteilt Berufsqualifizierender Lehrggf. Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Prüfung) weiligen Angebot JobCenters (Team U 25) weist nach ten z.B. Sammeln von berufs-/betriebspraktischen Erfahrungen, Vorbereitung tung des jeweiligen AngeTeilnehmer/in jeweiligen Angebot durch die/den persönliche/n Ansprechpartner/in des waltung, (2) Metalltechnik oder Elektrotechnik oder Drucktechnik, (3) Baut JobCenters vom Ber Prüfung des Bedarfs zu auf die Aufnahme einer Ausbildung/Beschäftigung, Entwicklung sozialer botes bzw. direkt online über “Wege zum nik oder Holztechnik oder Metalltechnik oder Farbtechnik und Raumgesta gang im 11. Kompetenzen Schuljahr BvB Jugendliche/r muss bei der Berufsberatung der i.d.R. 10 Monate Mitarbeiter/inBeruf“ eingestellt der Berufsberatung der Erprobung in(4) Textiltechnik und Bekleidung oder Gesundheit oder Körperpflege, (5) E mehreren Berufsfeldern Bildu Berufsvorbereitende Agentur für Arbeit gemeldet sein und ihren/seinen Agentur für Arbeit weist nach Prüfung Beru rung und Hauswirtschaft oder Agrarwirtschaft oder Chemie, Physik, Biolog 6 - 10 Mitarbeiter/in des Jugendamtes muss es gibt verschiedene Angebote mit dem Ziel der Befähigung zu einer selbstabhängig von der AusrichMaßnahmeabhängig vom Jugend(berufs)hilfe ist eine individuelle Leistung, die nach Bildungsmaßnahme Wunsch nach Eingliederung in das Berufs- bzw. des jeweiligen Angeindividuelle Teilnehmer/in des Bedarfs zu Grundbildung in Sozialwesen Obe Monate individuellen Hilfebedarf festgestellt ständigen Lebensführung mit unterschiedlichen (berufs-)qualifizierenden tung jeweiligen Angebot individueller gewährt Meldefristen bitte bei denes gibt wird (6) einem Berufsfeld und betriebliche Praxiserfahrung Weitere Angebote des Jugendliche/r muss Teil einer Bedarfsgemeinschaft abhängig vom je- persönliche/r Ansprechpartner/inBedarfsprüfung OSZ erfrades verschiedene Angebote mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkabhängi haben (erhöhter Unterstützungsbedarf Schwerpunkten: Berufsorientierung, Verbesserung der Beschäftigungs- und botes Arbeitsleben bekundet haben Verlängerung Unte gen www.berlin.de/sen/jugend/jugendsozialarbeit_jugendberufshilfe an sozialpädagogischer Hilfe) Ausbildungsfähigkeit, Erwerb einer beruflichen Grundbildung, Verbesserung SGB JobCenters oder Kundin/Kunde des JobCenters (gemäß weiligen Angebot JobCenters (Team U 25) weist nach ten z.B. Sammeln von berufs-/betriebspraktischen Erfahrungen, Vorbereitung tung des in begründeten ggf. Erwerb des Hauptschulabschlusses (mit externer Prüfung) bzw. dem erw. HSA gl Prak der Schulbildung und Erwerb von Schulabschlüssen ggf. Erwerb einer dem Hauptschulabschluss (HSA) z.B. Arbeitsgelegenheit mit II) sein Prüfung des Bedarfs zu auf die Aufnahme einer Ausbildung/Beschäftigung, Entwicklung sozialer botes Fällen Ein- Teilnehmer/in 6 - 18 Monate Bewerbung bei einem Träger der Organisationen, Vereine,möglich Kindergeld (Anpädagogische Begleitung ist sowohl im Inland als auch im Aus- Schulbildung Mehraufwandsentschädigungberufspraktische Erfahrungen in Organisationen und Einrichtungen Kompetenzen wertigen (i.d.R. 12 Monate; Freiwilligendienste - des Sozialwesens, des Sports, der Kultur, der Denkmalpflege (FSJ) richtungen im Inland (FSJ, eines FSJ/FÖJ spruch der Eltern), land sichergestellt (AGH MAE) in speziellen - des Natur- und Umweltschutzes (FÖJ) FÖJ, im EQ Jugendliche/r muss bei der Berufsberatung der BFD) undmind. 6 undbzw. Bundesmax. Mitarbeiter/inAnmeldeunterlagen werden über die der betriebliche Praxiserfahrung und Grundbildung in einem ausgewählten Beruf Unte OBF I mindestens erweiterter HauptschulabschlussAusland 12 Monate Taschengeld und e- Berufsberatung der Grundbildung in einem der folgenden beruflichen Qualifizierungsschwerpu Fällen bis zu 24 (FSJ, Unterkunft / Verpfl www.pro-fsj.de Einstiegsqualifizierung Berufsfachschule für Arbeit ausbildungssuchend gemeldetFÖJ) 12 Monate freiwilligen- Agenturoder Pauschale erteilt nach Prüfung Agentur tikum Einjährige allgemeinbildenden Schulengibt verschiedene Angebote mit dem Ziel der Befähigung zu einer selbst(1) Wirtschaft/Verwaltung, (2) Metalltechnik, (3) Elektrotechnik, (4)abhängi Sozialw Monaten) dienstes gung für Arbeit www.foej.de Angebote des Jugendamtes Jugend(berufs)hilfebedarf muss festgestellt sein 6 - 10 Mitarbeiter/in des Jugendamtes muss es verteilt (abhängig vom www.bundesfreiwilligendienst.de sein des Bedarfs einen VermittlungsvorSchu sen, (5) Bautechnik, (6) Holztechnik, (7) Textiltechnik, (8) Physik, Berufsorientierung und Berufs- BFD alle o. g. Einsatzfelder und zusätzlich Bildung und Integration Monate individuellen Hilfebedarf festgestellt ständigen Lebensführung mit unterschiedlichen (berufs-)qualifizierenden Chemie,tung des beim jeweiligen Angebot) schlag (Anz Meldefristen bitte bei denSchwerpunkten: ologie, (9) Drucktechnik, (10) Farbtechnik, (11) Gesundheit, (12) Körperpfl OSZ erfravorbereitung haben (erhöhter Unterstützungsbedarf Berufsorientierung, Verbesserung der Beschäftigungs- und botes vom gen (13) Erwerb einer beruflichen Grundbildung, Verbesserung an sozialpädagogischer Hilfe) Ausbildungsfähigkeit,Gebäudepflege, (14) Agrarwirtschaft, (15) Hauswirtschaft 6 Monate Mitarbeiter/in des JobCenters vermitErprobung in mehreren Berufsfeldern Bildungsdienstleister UND Teilnehmer/in Kindergeld sozialpädagogische Begleitung der Schulbildung und Erwerb von Schulabschlüssen (in © SPI Consult GmbH; Stand Juni 2009 begründeten telt in das Angebot Unternehmen (mehrwöchige AiS (Anspruch der Sprachförderung ggf. Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Prüfung) Fällen bis 12 oder offener Zugang betriebliche Praxiserfahrung Praktika) Eltern) modularer Aufbau des Angebotes Monate) FSJ FSJ/FÖJ: ab Erfüllung der Vollzeitschulpflicht bis 26 6 - 18 Monate Bewerbung bei einem Träger der berufspraktische Erfahrungen in Organisationen und Einrichtungen Organis BvB Jugendliche/r muss bei der Berufsberatung der i.d.R. persönliche/r Ansprechpartner/in des Erprobung in mehreren Berufsfeldern Weitere Angebote des ggf. Erwerb des (erweiterten) Hauptschulabschlusses bzw. Bedarfsgemeinschaft Jugendliche/r muss Teil einer abhängig vom je- 10 Monate Mitarbeiter/in der Berufsberatung der es gibt verschiedene Angebote mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkabhä www.ausbildung-in-sicht.de Freiwilliges Soziales Jahr Jahre; viele Organisationen nehmen Jugendliche (i.d.R. 12 Monate; Freiwilligendienste - des Sozialwesens, des Sports, der Kultur, der Denkmalpflege (FSJ) richtung des mittleren Agentur 25) weist nach Prüfung JobCenters Berufsvorbereitende Schulabschlusses Agentur für JobCenters (gemäß SGB ihren/seinen Angebot JobCenters (Team U für Arbeit weist nachten z.B. Sammeln von berufs-/betriebspraktischen Erfahrungen, Vorbereitung oder Kundin/Kunde des Arbeit gemeldet sein und weiligen tung jedoch erst ab 18 Jahren in speziellen - des Natur- und Umweltschutzes (FÖJ) FÖJ, BF Bildungsmaßnahme II) seineinem anerkannten Ausbildungsberuf Wunsch nach Eingliederung in das Berufs- bzw. individuelle Ausbildungsvergü- Bedarfs zu zu den Berufsbildern: www.berufenet.de Grundbildung in einem Berufsfeld und betriebliche sozialer z.B. Arbeitsgelegenheit mit Prüfung des des Bedarfs zu auf die Aufnahme einer Ausbildung/Beschäftigung, Entwicklung Praxiserfahrung bote je nach direkte Ausbildungsbetriebbis zu 24Auszubildende/r Informationen FÖJ Bewerbung bei den Betrieben Ausbildungsabschluss in Fällen UND (FSJ, FÖ Arbeitsleben bekundet haben Berufsbildende Schule/ Verlängerung Kindergeld Mehraufwandsentschädigung Kompetenzen Ausbildung tung, Monaten) max. 3,5 Jahre Freiwilliges Ökologisches Jahr Oberstufenzentrum (Anspruch der in begründeten ggf. Erwerb des Hauptschulabschlusses (mit externer Prüfung) (AGH MAE) Eltern), Fällen möglichBerufsausbilggf. BFD Angebote des Jugendamtes BFD: Jugendliche ab Erfüllungmuss festgestellt sein Jugend(berufs)hilfebedarf der Vollzeitschul6 - 10 Mitarbeiter/in (BAB) Jugendamtes muss beim BFD alle o. g. Einsatzfelder und zusätzlich der Befähigung zu einer selbstes gibt verschiedene Angebote mit dem Ziel Bildung und Integration abhä dungsbeihilfe des Bundesfreiwilligendienst Berufs- pflicht, keine obere Altersgrenze EQ der AgenJugendliche/r muss mind. 6individuellen Mitarbeiter/in der Berufsberatung der BildungsdienstundAusbildungsvergü- Ausbildung erfolgt im Verbund zwischen einem Lebensführung mit unterschiedlichen (berufs-)qualifizierenden max. Hilfebedarf festgestellt Berufsorientierung und Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf bei der Berufsberatung der Monate ständigen betriebliche Praxiserfahrung und Grundbildung in einem ausgewählten Be tung Mitarbeiter/in der Berufsberatung Bildungsdienstleister UND Auszubildende/r je nach tur für Arbeit oder persönliche/r AnsprechUnternehmen UND leister Arbeit erteilt nach Prüfung Ausbildung Agentur für Arbeit ausbildungssuchend gemeldet 12 Monate tung, Kindergeld Unterstützungsbedarf Unternehmen Agentur für und dem kooperierenden Schwerpunkten: Berufsorientierung, Verbesserung der Beschäftigungs- und vorbereitung Einstiegsqualifizierung haben (erhöhter bote partner/in des JobCenters erteilt nach Berufsbildende Schule/ (Anspruch der max. 3,5 Jahre sein des Bedarfs einen wird mit demAusbildungsfähigkeit, Erwerb einer beruflichen Grundbildung, Verbesserung an sozialpädagogischer Hilfe) VermittlungsvorAusbildungsvertrag Bildungsdienstleister abgePrüfung des Bedarfs einen VermittlungsOberstufenzentrum Eltern), ggf. BerufsAiS Jugendliche/r hat Migrationshintergrund und ist 6 Monate Mitarbeiter/in des JobCenters vermit- ist jedoch bei Auswahl der/s AuszubildenErprobung in mehreren Berufsfeldern Bildungs vorschlag, ausbildungsbeihilfe schlag schlossen, der Betrieb inhaltlicher Ausgestaltung beteiligt und Erwerb von Schulabschlüssen der Schulbildung den, Finanzierung und Ausbildung in Sicht max. 25 (in Ausnahmefällen 27) Jahre alt (in © SPI Consult GmbH; Stand Juni 2009 begründeten telt in das Angebot Unterne (BAB) Auswahl erfolgt über Bildungsdienstleister Fällen 18 Monate oder offener Zugang betriebliche Praxiserfahrung Praktika FSJ/FÖJ: ab Erfüllung der Vollzeitschulpflicht bis 26 6 - bis 12 Bewerbung bei einem Träger der berufspraktische Erfahrungen in Organisationen und Einrichtungen Orga und FSJ Kooperationsbetrieb Jugendliche/r istOrganisationen nehmen Jugendliche Monate) 12 Monate; Freiwilligendienste Freiwilliges Soziales Jahr Jahre; viele gegenwärtig kein/e Teilnehmer/in (i.d.R. - des Sozialwesens, des Sports, der Kultur, der Denkmalpflege (FSJ) richt an Angeboten des 18 Jahren III oder SGB VIII ggf. -Erwerb des (erweiterten) Hauptschulabschlusses bzw. jedoch erst ab SGB II, SGB in speziellen des Natur- und Umweltschutzes (FÖJ) FÖJ MDQM: Anmeldung bei der bbw B. u. A. je nach Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Berufsbildende Schule/ Schüler/in Kindergeld Berufsausbildung in einem des mittleren Schulabschlusses begrenzten Spektrum Weitere Angebote des Jugendliche/r muss Teil einer Bedarfsgemeinschaft zuabhängig vom je- der persönliche/rbildungsberufen möglich Ansprechpartner/in des es gibt verschiedene Angebote mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerp FÖJ Fällen 24 (FSJ bzw. an einem OSZ, Meldefristen bitte Oberstufenzentrum UNDbis Ausbildung (Anspruch von Aus jeweils erfragen, Zusage des Koopemax. 3,5 Jahre Bildungsdienstleister (bei Eltern) JobCenters Jahr oder Kundin/Kunde des vom ten z.B. Sammeln von berufs-/betriebspraktischen Erfahrungen, Vorbereitu Freiwilliges Ökologischesggf. Erwerb des mittleren Schulabschlusses (ohne Prüfung) - abhängigJobCenters (gemäß SGB Monaten) weiligen Angebot JobCenters (Team U 25) weist nach rationspartners Notendurchschnitt MDQM: bbw B. u. A.) MDQM: z.B. Arbeitsgelegenheit mit II) sein Prüfung des Sozialpädagogische Begleitung Bedarfs auf die Aufnahme einer Ausbildung/Beschäftigung, Entwicklung sozialer Schüler-BaföG direkte Bewerbung bei den Betrieben zu Ausbildungsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf Ausbildu je nach Betriebliche ein ausbildungsberechtigter Betrieb, der mit der/m LOK: angebotene evtl. www.oberstufenzentrum.de Mehraufwandsentschädigung einen AusbildungsvertragVollzeitschul-Unternehmen (PraktiKompetenzen BFD BFD: Jugendliche ab Erfüllung der abschließt beim BFD alle o. g. Einsatzfelder und zusätzlich Bildung und Integration Berufsbi Ausbildung Ausbildung Plätze werden den Jugendlichen Agenturen für Arbeit gemeldet, die kum) www.bbw-bua.de (AGH MAE) Bundesfreiwilligendienst pflicht, keine obere Altersgrenze einen Vermittlungsvorschlag ausstellen max. 3,5 Jahre Oberstu
schlag EQ Einstiegsqualifizierung

des Bedarfs einen Vermittlungsvor-

Schule/Oberstufenzentrum

maßnahme

von 216 €

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igung

Bildu Beru Obe Unte Berufsbi Prak Oberstu

Beru Obe

Teil 1: Voraussetzungen und Zieloptionen der Jugendlichen

Das Leitsystem besteht aus zwei Teilen (siehe Abbildung 4). Im ersten Teil (siehe Tabelle links) werden die schulischen Voraussetzungen (Schulabschluss) mit den möglichen direkten Zieloptionen der Jugendlichen ­ erknüpft: v •  den nächst höheren Schulabschluss machen bzw. die Schulnoten verbessern, •  sich auf einen Beruf vorbereiten, •  eine Ausbildung machen oder •  eine Studienbefähigung erwerben. Abgeleitet aus den Voraussetzungen und Zieloptionen werden die jeweils in Frage kommenden Angebote in Kurzform aufgeführt.

Teil 2: Tabellarische Darstellung der Angebote

Im zweiten Teil (siehe Tabelle rechts im Leitsystem) werden die in Berlin verfügbaren Angebote – geordnet nach Berufsvorbereitung, Berufsausbildung bzw. Erwerb einer Studienbefähigung – anhand der o. g. Kriterien dargestellt. Die Angebote sind in der linken Tabelle mit den für sie geltenden Abkürzungen aufgeführt, während sie in der rechten Tabelle mit der Abkürzung und der vollständigen Bezeichnung aufgeführt sind. Die farbigen Auszeichnungen in beiden Tabellen dienen der Orientierung und verweisen auf übergeordnete Kategorien und institutionelle Kontexte der Angebote. Sie sind in der Legende entsprechend ausgewiesen: schulische Angebote, Angebote der Agenturen für Arbeit bzw. der Jobcenter, Angebote der Jugendämter, die Freiwilligendienste, die duale Ausbildung sowie das Berliner Landesprogramm „Ausbildung in Sicht“. Der Wunsch, sämtliche Informationen auf einen Blick und in ihren Zusammenhängen erfassbar darzustellen, führte zu der Entscheidung, das Leitsystem als Plakat im Format B1 zu gestalten. Darüber hinaus wurde eine digitale Version1 erstellt, in der, ebenfalls von den Voraussetzungen und Zielsetzungen der Schüler/innen ausgehend, die in Frage kommenden Angebote anzuklicken sind. Insoweit entspricht die Darstellung im Internet der linken Tabelle des Plakats. Die Beschreibungen der einzelnen Angebote (rechte Plakattabelle) können in der digitalen Version auf je einer PDFSeite pro Angebot aufgerufen und ausgedruckt werden.

Verbreitung
Die erste Auflage von 1.000 Exemplaren des Plakats erschien zum Beginn des Schul- und Ausbildungsjahres 2009/10 und wurde kostenlos an Schulen, Jugendämter, Beratungsstellen und andere Interessierte ausgereicht. Schon nach kurzer Zeit war die Auflage vergriffen, so dass noch im Herbst 2009 eine zweite Auflage von weiteren 3.000 Exemplaren gedruckt und verbreitet wurde.

1  http://www.ruem-berlin.de /index.php?id=376

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Beworben wurde das Leitsystem auf der Homepage des Projektes, in bezirklichen Ausbildungswegweisern (Lichtenberg, Spandau), durch ­Vorträge bei Fachveranstaltungen und die Beteiligung an verschiedenen Ausbildungsmessen. Zwei spezielle Formate wurden dazu eigens vom RÜMTeam entwickelt bzw. genutzt. Das ist zum einen der „Pauker-Point“, ein Format zum Einsatz auf Bildungsmessen und ähnlichen Veranstaltungen, an dem Lehrkräfte u. a. das Leitsystem als Plakat erhalten und sich im Gespräch mit einer/m Experten/in näher zu einzelnen Angeboten und möglichen Ausbildungs- und Berufswegen informieren können.2 Zum anderen wurde die LehrerLounge im komm auf Tour-Parcours3 unter anderem dazu genutzt, den Lehrkräften das Leitsystem nahe zu bringen bzw. dieses als Einstieg in ein vertiefendes Gespräch zu Perspektiven nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule zu nutzen. Aufgrund einiger Veränderungen in der Förderkulisse wurde zu Beginn des Schul- und Ausbildungsjahres 2011/12 eine aktualisierte Neuauflage von 3.000 Exemplaren gedruckt und verteilt. In der Berliner Institutionenlandschaft am Übergang Schule-Beruf wurde das Leitsystem außerordentlich gut angenommen und ist für viele Jugendund Berufsberater/innen, Lehrkräfte etc. ein nicht mehr weg zu denkendes Instrument. In Berlin wurde das Leitsystem mehrfach als Grundlage für die Strukturierung von Informationsangeboten wie etwa Ausbildungswegweisern genutzt. Auch im Bundesgebiet hat es verschiedene Städte und Kreise zu analogen Produkten zur Herstellung von mehr Transparenz im jeweiligen regionalen Übergangsfeld angeregt, wobei auf die in Berlin bewährte Struktur und Darstellungsform zurückgegriffen wurde.
Aktualisierte Neuauflage August 2011

2  Näheres siehe Kapitel "Pauker-Point" 3  „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ ist ein erlebnispädagogischer Parcours für Schüler/innen der 7. und 8. Klassen aller Schulformen im Land Berlin. Er thematisiert frühzeitig und stärkenorientiert Fragen der Lebensplanung und Berufsorientierung. „komm auf Tour“ ist ein Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Mit der Koordinierung des Projektes im Land Berlin ist die SPI Consult GmbH beauftragt.

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Digitalisierte Angebotsübersicht Berufswegebegleitung
Hintergrund, Ziele und Zielgruppen
Wie das im vorigen Kapitel beschriebene Leitsystem „Wohin nach der ­Schule“, so hat auch die Angebotsübersicht Berufswegebegleitung ihren Ausgangspunkt in der Bestandsaufnahme. Diese hatte ergeben, dass die große Vielfalt der Angebote zu einem Mangel an Transparenz führt und eine systematische Erschließung notwendig macht. Die Angebotsübersicht ­richtet sich Die Ziele der Angebotsübersicht Berufswegebean professionell und ehren­amtlich gleitung sind: Beratende am Übergang Schule-­ •	 als Informationsplattform zur schnelleren Auffindbarkeit von Angeboten mit dem SchwerBeruf in Berlin. Damit sind zum punkt Berufswegebegleitung (Kurzcharakteriseinen Jugendberater/innen, Biltik, Öffnungszeiten etc.) zu dienen, dungs­begleiter/innen, Berufs•	 die Angebote nach einheitlichen Kriterien und berater/innen, Fallmanager/innen, „auf einen Blick“ vergleichbar zu machen, Schullaufbahnberater/innen, So•	 die Kontaktaufnahme durch Nennung von Konzialpädagog/inn/en und andetaktdaten bzw. Verlinkungen zu den bestehenden Homepages der Anbieter zu erleichtern. re Akteure am Übergang Schule-Beruf mit Beratungsaufgaben angesprochen, zum anderen aber auch Lehrer/innen allgemeinbildender S ­ chulen und Berufsschulen/Oberstufenzentren, ehrenamtliche Mentor/ innen, ­ atinnen und Paten sowie interessierte Eltern. P
Ziele und Zielgruppen

Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung
Im Herbst 2010 wurden die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zur Berufswegebegleitung (vgl. Kap. 2, Abbildung 3) von Fachleuten um weitere Angebote ergänzt. Abbildung 5 gibt die Palette der insgesamt in Berlin identifizierten Angebote wieder, die in die Angebotsübersicht aufgenommen wurden. Die Angebote stehen teilweise berlinweit und teilweise regionalisiert zur Verfügung. Die Fachgespräche im Rahmen der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung ergaben die Notwendigkeit, zunächst zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Angeboten zu unterscheiden.

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Individuell zugängliche Angebote

Individuell zugängliche Angebote stehen allen jungen Menschen in ­Berlin oder zumindest in einem Bezirk offen. Es handelt sich um Beratungs­ gespräche, Vermittlungsbemühungen und patenschaftliche ­Begleitungen, die für sich allein stehen. Institutionell gebundene Angebote sind entweder als Teil komplexer Maßnahmen einer bestimmten Institution angelegt und nur deren Teilnehmenden zugänglich oder nur für Schüler/innen einer bestimmten Schule vorgesehen. Sie lassen sich nach den drei Phasen im Berufswegeprozess in Untergruppen einteilen. So kategorisiert stellen sich die Angebote der Berufswegebegleitung in Berlin folgendermaßen dar:

Institutionell gebundene Angebote

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Abbildung 5 |  Angebote der Berufswegebegleitung in Berlin

Individuell zugängliche Angebote
Kompetenzagenturen Jugendberatungshäuser Jugendmigrationsdienste Kumulus –  Bildungsberatung und Ausbildungsstellenvermittlung für Jugendliche mit Migrationshintergrund Lernläden Berufsberatung der Arbeitsagenturen BIZ – Berufsinformationszentren der Arbeitsagenturen Schullaufbahnberatung an den Oberstufenzentren Passgenaue Vermittlung (IHK) Jugendberatung der Jugendämter Patenschafts- und Mentoringprojekte

Institutionsgebundene Angebote Berufsorientierung
Berufseinstiegsbegleitung Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen Schulbezogene Jugendsozialarbeit BVBO – Berliner Programm vertiefte Berufsorientierung Bezirksprogramme VBO – Vertiefte Berufsorientierung Netzwerk Berufspraxis BNA – Berliner Netzwerk für Ausbildung Berufsorientierungsprogramm des BIBB BOB – Berufliche Orientierung in Berlin (Handwerkskammer)

Berufsvorbereitung
AiS – Ausbildung in Sicht BvB – Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen nach § 61 SGB III Sozialpädagogisch begleitete Berufsorientierung und Berufsvorbereitung nach § 13 SGB VIII Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen (Oberstufenzentren) Berufseinstiegsbegleitung

Berufsausbildung
abH – ausbildungsbegleitende Hilfen nach § 241 SGB III BaE – Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen nach § 242 SGB III BFS-TZ – Berufsfachschule in Teilzeitform Sozialpädagogisch begleitete Berufsausbildung nach § 13 SGB VIII Berufseinstiegsbegleitung
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Beschreibung anhand einheitlicher Kriterien

Gemeinsam mit den Mitgliedern der Schnittstellenkonferenz Berufs­ wegebegleitung wurde ein tabellarisches Schema mit einheitlichen K ­ riterien für die Beschreibung der einzelnen Angebote entwickelt. Mit den dort versammelten Experten wurden sowohl die Ausführlichkeit der Beschreibungen als auch der Sprachstil anhand von Beispielen diskutiert und verbindlich festgelegt. Die Tabellen wurden später von den jeweils verantwortlichen Anbietern selbst komplettiert und fassen auf je einer A4Seite alle ­relevanten Informationen zu den Angeboten der Berufswegebegleitung zusammen (siehe Abbildung 6). Sie werden als PDF-Dokumente in eine Datenbank eingespeist und sind mit Hilfe der Suchfunktion auf mehreren Pfaden (siehe unten) auffindbar. Sie können herunter geladen und ausgedruckt werden. Mittels Verlinkung zu den Homepages der Anbieter sind nähere Informationen, wie etwa Öffnungszeiten, Anmelde­ risten etc. f und Kontaktdaten zu den einzelnen Angeboten leicht zugänglich.

Suchfunktionen der Datenbank
Für die Suchfunktion der Datenbank wurden zusätzlich zum Standardtool „Volltextsuche“ drei Suchpfade konzipiert, die je nach Ausgangs- und Interessen­ chwerpunkt der Nutzer/innen unterschiedliche Wege zu den s Angeboten eröffnen. Siehe dazu die Abbildungen 7 bis 9 auf den ­ olgenden f Seiten:

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Abbildung 6 |  Schema für die Angebotsbeschreibung am Beispiel der

Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) gemäß § 61 SGB III
Ziele Aufgaben/ Schwerpunkte BvB bereiten (vorrangig) auf eine Ausbildung bzw. die Aufnahme einer ­Beschäftigung vor. BvB umfassen: •  Erprobung hinsichtlich der Fähigkeiten und Fertigkeiten und berufliche Orientierung •  bei Bedarf Vorbereitung auf die Berufsbildungsreife (Hauptschul­ abschluss) •  Betriebspraktika •  Bildungsbegleitung •  Sozialpädagogische Begleitung Die konkrete Ausgestaltung erfolgt in Abhängigkeit vom individuellen B ­ edarf des/der Jugendlichen Junge Menschen – unabhängig von der erreichten Schulbildung –, sofern sie ohne berufliche Erstausbildung sind, ihre allgemeine Schulpflicht erfüllt und in der Regel das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. insbesondere junge Menschen •  ohne die erforderliche Ausbildungsreife oder Berufseignung •  denen die Aufnahme einer Ausbildung wegen fehlender Überein­ stimmung zwischen den Anforderungen des Ausbildungsmarktes und dem persönlichen Bewerberprofil nicht gelungen ist und deren Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen erhöht werden sollen Die Zuweisung erfolgt über die Mitarbeiter/innen der Berufsberatung der Agentur für Arbeit nach Prüfung des Bedarfes. Die Jugendlichen e ­ rhalten ­ inen Vermittlungsvorschlag. Die Teilnahme an dem Angebot ist e V ­ oraussetzung für die Bildungs- und die sozialpädagogische Begleitung. Mit der Umsetzung der BvB beauftragt die Arbeitsagentur verschiedene Bildungs­­­ dienstleister. Informationen zu den Trägern und deren Kontakt­ daten erhalten Sie bei Ihrer örtlichen Agentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de. Eine BvB dauert insgesamt 10 (in begründeten Einzelfällen 18) Monate Die Bildungsbegleitung ist über den gesamten Zeitraum vorgesehen. Die BvB wird in unterschiedlichen Berufsfeldern angeboten und von der Agentur für Arbeit finanziert. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Agentur für Arbeit. Für Menschen mit Behinderung werden BvB-Maßnahmen gemäß § 97 ff SGB III angeboten. Berufsvorbereitung nach SGB VIII, BQL-VZ, EQ und EQ plus Angebot der Berufsvorbereitung

Zielgruppe

Zugang

Orte

Zeitumfang/ Ressourcen Besonderheiten

Vergleichbare Angebote Zeitliche Verortung im Berufswegeprozess

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Verlassen der Schule Institutionsgebundener Zugang*
* Beteiligung der Schule bzw. Vermittlung durch die zuständige Institution ist Voraussetzung.

Eintritt in Ausbildung

Individueller Zugang Berufsorientierung
•  Berufseinstiegsbegleitung •  Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen •  Schulbezogene Jugendsozialarbeit •  BVBO – Berliner Programm vertiefte Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler •  Bezirksprogramme VBO – Vertiefte Berufsorientierung •  Netzwerk Berufspraxis •  BNA – Berliner Netzwerk für Ausbildung •  Berufsorientierungsprogramm des BIBB •  BOB – Berufliche Orientierung in Berlin (Handwerkskammer) •  Patenschafts- und Mentorenprojekte •  AiS - Ausbildung in Sicht •  BvB - Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen nach § 61 SGB III •  Sozialpädagogisch begleitete Berufsorientierung und Berufsvorbereitung nach § 13 SGB VIII •  Jugendsozialarbeit an Berliner Schulen (Oberstufenzentren) •  Berufseinstiegsbegleitung

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Phasenübergreifend

Berufsvorbereitung

Berufsausbildung
•  abH – ausbildungsbegleitende Hilfen nach § 241 SGB III •  BaE – Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen nach § 242 SGB III •  BFS-TZ – Berufsfachschule in Teilzeitform •  Sozialpädagogisch begleitete Berufsausbildung nach § 13 SGB VIII •  Berufseinstiegsbegleitung

Pfad A – Suche nach Angeboten nach der Art ihres Zugangs und der zeitlichen Phase im Übergang Schule-Beruf  | Abbildung 7 

•  Kompetenzagenturen •  Jugendberatungshäuser •  Jugendmigrationsdienste •  Kumulus – Bildungsberatung und Ausbildungsstellenvermittlung für Jugendliche mit Migrationshintergrund •  Lernläden •  Berufsberatung der Arbeitagenturen •  BIZ – Berufsinformationszentren der Arbeitsagenturen •  Schullaufbahnberatung an den Oberstufenzentren •  Passgenaue Vermittlung (IHK) •  Jugendberatung der Jugendämter •  Patenschafts- und Mentorenprojekte

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Abbildung 8 |  Pfad B – Suche nach Angeboten mit individuellem Zugang nach ihren Standorten 

Angebote mit individuellem Zugang
•  Kompetenzagenturen •  Jugendberatungshäuser •  Jugendmigrationsdienste •  Kumulus – Bildungsberatung und Ausbildungsstellenvermittlung für Jugendliche mit Migrationshintergrund •  Lernläden •  Berufsberatung der Arbeitagenturen •  BIZ – Berufsinformationszentren der Arbeitsagenturen •  Schullaufbahnberatung an den Oberstufenzentren •  Passgenaue Vermittlung (IHK) •  Jugendberatung der Jugendämter •  Patenschafts- und Mentorenprojekte

BERLINKARTE mit Bezirksgrenzen

Standorte der Angebote
•  Charlottenburg-Wilmersdorf •  Friedrichshain-Kreuzberg •  Lichtenberg •  Marzahn-Hellersdorf •  Mitte •  Neukölln •  Pankow •  Reinickendorf •  Spandau •  Steglitz-Zehlendorf •  Tempelhof-Schöneberg •  Treptow-Köpenick

Beim Klicken auf ein ­ ngebot A aus der Liste links erscheinen Fähnchen in den Bezirken, in d ­ enen das gewählte Angebot verfügbar ist. Beim Klicken auf einen Bezirk aus der Liste rechts ­ rscheinen e Fähnchen für die in dem g ­ ewählten Bezirk verfügbaren ­Angebote. Beim Klicken auf ein Fähnchen öffnet sich das PDF-Dokument zu dem gewählten Angebot in einem neuen Fenster.

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 33

Pfad C – Suche nach institutionsgebundenen Angeboten nach ihrer Zugehörigkeit zu den drei Rechtskreisen SGB II, SGB III und SGB VIII  | Abbildung 9 SGB II Persönliche Ansprechpartner/innen bzw. Fallmanager/innen des Jobcenters Produkte / Instrumente
•  BvB – Berufsvorbereitende Maßnahmen •  EQ – Einstiegsqualifizierung •  AiS – Ausbildung in Sicht •  Sozialpädagogische Begleitung und organisatorische Unterstützung bei betrieb­ licher Berufsausbildung und berufsvorbereitenden Maßnahmen •  abH – ausbildungsbegleitende Hilfen •  BaE – Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen •  AGH MaE / Entgelt – Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung bzw. Entgeltvariante •  Aktivierungshilfen

SGB III Berufsberatung

SGB VIII Jugendberatung der Jugendämter Produkte / Instrumente
•  Sozialpädagogische Begleitung und Betreuung als ambulantes Angebot im Übergang Schule-Beruf bzw. als Ergänzung einer betrieb­ lichen Berufsvorbereitung oder Berufsausbildung/ Qualifizierung •  Sozialpädagogisch begleitete Berufsorientierung •  Sozialpädagogisch begleitete Berufsvorbereitung •  Sozialpädagogisch begleitete Berufsausbildung

Produkte / Instrumente
•  BvB – Berufsvorbereitende Maßnahmen •  EQ – Einstiegsqualifizierung •  AiS – Ausbildung in Sicht •  Sozialpädagogische Begleitung und organisatorische Unterstützung bei betrieb­ licher Berufsausbildung und berufsvorbereitenden Maßnahmen •  abH – ausbildungsbegleitende Hilfen •  BaE – außerbetriebliche Berufsausbildung

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Sowohl aus finanziellen als auch aus Gründen der Zielgruppenerreichung wurde von Anfang an favorisiert, die Angebotsübersicht BWB an ein b ­ ereits gut eingeführtes und (voraussichtlich) langfristig existierendes Internetportal anzubinden. Mehrere Portale wurden gesichtet und dahin­ gehend begutachtet, ob sie für eine solche Angliederung thematisch und zielgruppen­ pezifisch geeignet sind. Geprüft wurde, welche Schritte in s der Um­setzung und im Hinblick auf den längerfristigen Betrieb not­wendig sind. Das RÜM-Team führte mit den Betreibern der Homepages Sondierungsgespräche, um herauszufinden, welche Möglichkeiten bestehen, die Angebotsübersicht auf die jeweilige Homepage aufzunehmen und auch längerfristig für deren Pflege und Aktualisierung zu sorgen. Parallel dazu entstand die Idee, die Angebotsübersicht als sog. Widget auf möglichst vielen einschlägigen Homepages zu positionieren, um die Zielgruppenerreichung zu verbessern. Im Sommer 2011 beschloss die Lenkungsrunde, die Angebotsübersicht bei www.wege-zum-beruf.de anzugliedern und sie dafür passend programmieren zu lassen. Entscheidend für diese Wahl war, dass hier die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung als Auftraggeberin involviert ist und die längerfristige Betreuung zusagte. Die Finanzierung der Programmierung wurde von der Senatsverwaltung für Bildung und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam übernommen. Die Programmierung als Datenbank mit offenem Content Management System erfolgte im Herbst 2011. Die Datenbank wurde mit einer ­zentralen technischen und fachlichen Administration bei www.wege-zum-beruf.de sowie mit eingeschränkten redaktionellen Schreibrechten für Autor/innen der Angebotsbeschreibungen angelegt. Parallel dazu sorgte das RÜMTeam dafür, dass die Expert/innen der anbietenden bzw. zuständigen Institutionen jeweils „ihre“ Angebotsbeschreibungen erstellten, und überarbeitete diese redaktionell. Um den Jahreswechsel 2011/12 wird die Angebotsübersicht online ­ ehen. g Durch die Einbindung in das Portal www.wege-zum-beruf.de ist ihr B ­ estand und ihre Pflege über das Projektende von RÜM hinaus gesichert. Ä ­ nderungen der Angebotslandschaft werden ab April 2012 periodisch vom Redakteur der Homepage www.wege-zum-beruf.de berücksichtigt.

Anbindung an ein eingeführtes Internetportal

Programmierung als Datenbank mit CMS

Langfristiger Bestand gesichert

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Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 36

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Qualifizierter Laufzettel für die Berufswegebegleitung
Hintergrund, Ziele und Zielgruppen
Die Bestandsaufnahme hatte unter anderem einen Optimierungsbedarf bei der Sicherstellung des Informationsflusses zwischen verschiedenen parallelen bzw. im Lebenslauf der Jugendlichen aufeinanderfolgenden Angeboten im Übergangssystem Schule-Beruf ergeben. Eine Systematisierung und evtl. Standardisierung der Angebotsdokumentation wurde von der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung als hilfreich erachtet, um den Berufsweg samt Begleitung als Prozess für die begleiteten Jugendlichen selbst als auch für die Begleitenden transparent zu machen und somit ein Anknüpfen an vorausgegangene Beratungsprozesse zu ermöglichen. Von hier aus nahm die Idee eines Qualifizierten Laufzettels für die Berufswegebegleitung (Qlauz) ihren Anfang. Auch wenn es aus weiter unten ausgeführten Gründen derzeit nicht zu einer Einführung des Qlauz in Berlin kommen wird, haben wir uns entschlossen, in dieser Broschüre die Grundidee, mögliche Umsetzungsformen und die Argumente für und wider die Realisierung darzustellen. Damit stehen bei einer eventuell zukünftigen Neuaufnahme grundlegende Informationen zur Verfügung, so dass nicht alle Aspekte von Neuem diskutiert werden müssten. In der Grundidee bietet der Qlauz die Möglichkeit einer einfach handhabbaren Dokumentation des individuellen Berufsweges unter Berücksichtigung sowohl aller Begleitangebote im Sinne von „Instrumenten“ (Angebote der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung, Beratungsstellen etc.) als auch der jeweiligen Ansprechpartner/innen bzw. Berufswege­ begleiter/innen. Ziel des Qlauz ist es, mit der kontinuierlichen Erfassung aller Angebote, die ein/e Jugendliche/r in Anspruch nimmt, den individuellen Weg im Übergang Schule-Beruf sichtbar zu machen und professionell Begleitenden auf einfache Weise die gegenseitige Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Wichtige Stationen der Berufswegebegleitung können so nachvollzogen werden. Es kann auf Informationen aus vorausgegangenen Stationen zurückgegriffen werden. Mit den Jugendlichen muss deshalb nicht in verschiedenen Kontexten jeweils „von vorn“ begonnen werden. Der Qlauz sollte für alle Schüler/innen an allgemeinbildenden Schulen ab dem Beginn der Berufsorientierung (ggf. zusammen mit dem Berufswahlpass - siehe weiter unten) eingeführt werden.
Dokumentation des individuellen Berufsweges

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Identifizierung von Angeboten

Wenn alle beteiligten Akteure den Qlauz nutzen, kann das Dokument den professionell Beratenden folgende Fragen beantworten: •  Welche Angebote der Berufswegebegleitung hat der/die Jugendliche bereits im Vorfeld genutzt oder/und nutzt diese noch? ­ •  Wer sind die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die jeweiligen Angebote und auf welchem Wege können die professionell Beratenden erreicht werden? Die Beratenden können an vorausgegangene Beratungsprozesse anknüpfen und die eigene ­ rbeit mit anderen, von Jugendlichen parallel in A A ­ nspruch genommenen Angeboten abstimmen. Um die beschriebenen Ziele zu erreichen, müsste der Qlauz folgende Daten aufnehmen : •  Institution •  Name der/des Beratenden •  Kontaktdaten •  Ziel der Maßnahme/des Angebotes •  Optional: Freifeld für Besonderheiten und ­ emerkungen B

Aufzunehmende Daten

Entwicklung und Abwägung einer Umsetzung
Kontroverse Diskussionen

Diese Grundkonzeption des Qlauz wurde auf den Sitzungen der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung sowie der RÜM-Lenkungsrunde in verschiedener Hinsicht intensiv und z. T. kontrovers bezüglich der Sinnhaftigkeit der Idee und möglichen Wegen ihrer Verwirklichung diskutiert. Zunächst rief die Idee bei allen Expert/innen in der Schnittstellenkonferenz einhellige Zustimmung hervor. Nach eingehender Betrachtung wurde jedoch die Praktikabilität des qualifizierten Laufzettels aufgrund von Erfahrungen mit dem Teilnehmendenkreis angezweifelt. Insbesondere die fehlende Sorgfalt der Jugendlichen im Umgang mit Dokumenten stünde einem sinnvollen Einsatz entgegen. Daher müsste dieses Dokument in eine übergeordnete Struktur eingebettet sein. Daraufhin wurde vorgeschlagen, den Laufzettel in den Berufswahlpass zu integrieren. Durch die Schulstrukturreform und die damit verbundene verbindliche Nutzung des Berufswahlpasses könnte dies ein guter Anknüpfungspunkt für den Laufzettel sein, so die Überlegung. Dieser Vorschlag fand - zumindest temporär - mehrheitlich bei den Mitgliedern der Schnittstellenkonferenz Unterstützung. Ein erheblicher Teil der Diskutant/innen zeigte sich insgesamt zu diesem Zeitpunkt vom Nutzen des Qlauz überzeugt. Im Laufe der weiteren Diskussion seiner möglichen konkreten Ausgestaltung und Umsetzung wurden die Zweifel jedoch immer deutlicher formuliert.

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Ausgehend von der Annahme des Nutzens eines solchen Instrumentes wurden verschiedene Varianten der Ausgestaltung des Qlauz im Printformat erwogen. In Variante 1 wäre der Qlauz eine Sammlung von A4-Blättern, die für jedes Angebot im Berufswegeprozess ausgefüllt würden. Der Vorteil dieser Variante läge darin, dass die jungen Menschen Angebote zu bestimmten Anlässen „aussortieren“ könnten, was jedoch erhebliche Sensibilität und Einschätzungsvermögen der Jugendlichen bezüglich der Relevanz und Verwertbarkeit von Informationen voraussetzen würde. Nachteil dieser Variante ist, dass die Übersicht über alle Angebote nicht garantiert wäre. Diese wäre bei Variante 2 gegeben, bei der alle Angebote in einem Dokument, einer Tabelle zusammengefasst und fortlaufend eingetragen werden würden. Hier können die jungen Menschen nicht entscheiden, ob sie in spezifischen Situationen ihre Teilnahme an bestimmten Angeboten kenntlich machen wollen oder nicht. Diese Beschreibung der Vor- und Nachteile berührt bereits die Argumentationslinien, die nach ausführlicher Diskussion und Abwägung aller Argumente für und wider ein solches Instrument in der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung zu keinem eindeutigen Votum hinsichtlich der Verwirklichung des Qlauz führte. Im Folgenden sind die Argumentationslinien ausführlich dargestellt, so wie sie der RÜM-Lenkungsrunde zur Entscheidung über eine Realisierung des Qlauz vorgelegt wurden. Die Darlegung folgt zwei Argumentationssträngen: •  Grundsätzliche Argumente •  Argumente zur Umsetzung des Qlauz als Element des Berufswahl­ passes. Ein Kernpunkt der Argumentation pro und contra Qlauz ist die Frage, ob die jungen Menschen in der Lage sind zu entscheiden, welche Daten ohne negative Auswirkungen für sie selbst in der jeweiligen Situation weitergegeben werden sollten und welche nicht. Als Beispiel können Bewerbungen genannt werden, bei denen der Berufswahlpass eingesetzt wird. In der Bewerbungssituation könnten aufgeführte Angebote, z.B. Schulverweigerungsprojekte stigmatisierend wirken und zu einer Absage führen. Insbesondere junge Menschen, die einer intensiveren Betreuung bedürfen, wären von einer solchen Stigmatisierungsgefahr häufiger betroffen. Dieser Gefahr könnte begegnet werden, indem potenziell stigmatisierende Angebote nicht in den Qlauz aufgenommen werden. Nach Einschätzung der Mitglieder der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung zählen hierzu Schulverweigerungsprojekte, Drogenberatung, Schuldnerberatung, Jugendgerichtshilfe, Schwangerschafts­ onflikt­ eratung. Dies k b ginge zwar zu Lasten einer vollständigen Information, wurde aber von den Mitgliedern der Schnittstellenkonferenz als ein möglicher Kompromissvorschlag betrachtet.

Varianten der Ausgestaltung

Grundsätzliche Argumente

Stigmatisierungsgefahr

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Vorurteilsfreie Beratung erschwert?

Ein zweiter Kernpunkt betrifft die Frage, inwieweit die Kenntnis vorhergegangener und paralleler Angebote, die durch einen Qlauz ermöglicht wird, eine neutrale, vorurteilsfreie Beratung geradezu behindern könnte. Insbesondere von Praktikern/innen aus Beratungseinrichtungen wurde zu Bedenken gegeben, dass Beratungsprozesse grundsätzlich mit einem Eingangsgespräch beginnen. Darin würden die vorherigen Stationen des Berufswegeprozesses durch den jungen Menschen selbst genannt. Die dialogische Eingangsphase ermögliche den empathischen Nachvollzug des Berufswegeprozesses aus der Sicht des jungen Menschen und werde so zum Ausgangspunkt der weiteren Beziehungsarbeit zwischen Klient/in und Berater/in. Was in diesem Modell offen bleibt ist, wie Jugendliche die von ihnen absolvierten Angebote der Berufswegebegleitung - insbesondere bei einer gehäuften Inanspruchnahme - vollständig dokumentieren können. Außerdem fehlt hier für die Beratenden die Möglichkeit einer unkomplizierten Kontaktaufnahme zu Ansprechpartner/innen vorheriger oder paralleler Angebote. Aber selbst mit einem Qlauz wäre dies nicht uneingeschränkt möglich, denn durch den häufigen Personalwechsel bei Bildungsdienstleistern müssen die auf dem Qlauz angegebenen Kontaktpersonen nicht in jedem Falle die aktuellen sein. Zudem könnten Kontaktdaten auch im Gespräch beim Jugendlichen selbst erfragt werden. Eine weitere Frage ist, inwieweit junge Menschen - insbesondere aus den beratungsintensiven Zielgruppen - in der Lage sind, Dokumente und Materialien gut und sicher aufzubewahren und ein solches Dokument eigenverantwortlich und kontinuierlich zu führen. Nach Einschätzung der Praktiker/innen aus Beratungseinrichtungen zeigten alle bisherigen Erfahrungen, dass die meisten jungen Menschen große Schwierigkeiten mit dem Umgang mit Dokumenten haben. Dieses Argument berührt die Frage der Anbindung des Qlauz. In der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung wurde ausführlich über eine Einbindung in den Berufswahlpass diskutiert. Chancen der Verknüpfung eines Qlauz mit dem Berufswahlpasses wurden ebenso beleuchtet wie daraus potenziell erwachsende Problematiken. Der Berufswahlpass (BWP) ist in Berlin seit Jahren bekannt und seit der Schulstrukturreform verpflichtend für alle Schüler/innen der Integrierten Sekundarschulen eingeführt. Eine bereits bestehende, individuell durch die Jugendlichen geführte Dokumentensammlung würde somit durch eine Verknüpfung mit dem Instrument Qlauz um einen weiteren Aspekt ergänzt. Ein entscheidender Vorteil des BWP liegt darin, dass dieser Eigentum der Schülerinnen und Schüler ist und sich somit bestimmte Fragen des Datenschutzes nicht stellen. Bei anderen Dokumentationsformen müssten die Jugendlichen bzw. die Erziehungsberechtigten für jedes einzelne Angebot der Berufswegebegleitung eine Einverständniserklärung zur Weitergabe der Daten unterschreiben. Die volle Verfügung über Ihre Daten setzt allerdings voraus, dass die jungen Menschen jederzeit Zugriff auf ihren BWP haben. Dies ist nach einhelliger Erfahrung nicht immer der Fall, da die Ordner in vielen Schulen zentral aufbewahrt werden.

Unkomplizierte Kontaktaufnahme?

Eigenverantwortlicher Umgang?

Der Qlauz als Teil des Berufswahlpasses?

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Eine Implementierung des Qlauz in den Berufswahlpass würde die Zielstellung des BWP, der in erster Linie den Berufsorientierungsprozess mit dem Ziel der Bewerbung abbildet, teilweise verändern. In einem Qlauz würde der Berufswegeprozess im Sinne einer Auflistung von Beratungsangeboten abgebildet werden. Wichtig ist hier, zwischen Beratung und Bewerbung zu trennen. Wird der Berufswahlpass für Bewerbungszwecke genutzt, sollten die Beratungsdokumente entfernt werden. Dies erfordert eine Sensibilisierung und Klarheit der Jugendlichen dahingehend, welche Informationen in welchen Situationen relevant sind und welche sich ggf. nachteilig auf ihren weiteren (beruflichen?) Weg auswirken können. Beides könnte u. a. durch Gebrauchshinweise unterstützt werden, die dann ebenfalls Teil des BWP werden müssten. Fraglich bleibt angesichts der weiter oben ausgeführten Argumentation zur Stigmatisierungsgefahr, ob dies insbesondere genau für die jungen Menschen hinreichend Schutz bieten kann, die ein hohes Maß an Beratung bedürfen. Der Berufswahlpass müsste auch über die allgemeinbildende Schule hinaus als Instrument verbindlich implementiert werden, so dass auch Informationen, die nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule erhoben werden, Eingang finden. Dann würde der Qlauz auch relevant werden, wenn die Jugendlichen erst nach dem Verlassen der allgemeinbildenden Schule in Angeboten der Berufswegebegleitung beraten werden. Eine verpflichtende Weiterarbeit mit dem BWP durch die berufsbildenden Schulen, Jugendberufshilfeträger, die Agenturen für Arbeit, die Jobcenter sowie Jugendberatungseinrichtungen wäre damit vorausgesetzt. Die genannten Institutionen müssten den BWP bei den Jugendlichen einfordern, um auch den Qlauz als Dokumentationsinstrument nutzbar zu machen. Die Auflistung aller wahrgenommenen Stationen im Berufswegeprozess würde einen hohen Aufwand an Kommunikation erfordern, da in jeder einzelnen Institution auf die Nutzung des Dokumentes hingewiesen werden ­müsste. Wege der Kommunikation könnten u. a. sein: •  eine Arbeitsanweisung der Senatsverwaltung für Bildung, in der die Schulen zur Nutzung des Qlauz verpflichtet werden; •  ein Hinweis auf die Verbindlichkeit des Qlauz in der Rahmenvereinbarung zwischen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit und der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung; •  Information zur Nutzung des Qlauz über die ESF-Regiestelle des Landes Berlin.

Trennung zwischen Beratung und Bewerbung

Über die allgemeinbildende Schule hinaus

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In der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung wurde darauf verwiesen, dass aufgrund bestehender Verträge in vielen Fällen nur eine Empfehlung zur Nutzung des Qlauz ausgesprochen werden könnte. Verpflichtungen wären bei laufenden Verträgen nicht möglich. Auch dies gälte es bei einer möglichen Implementierung des Qlauz zu berücksichtigen, da dies Auswirkungen auf seinen Verbindlichkeits- und damit Zielerreichungsgrad hätte. Weiterhin müssten die jungen Menschen selbst dafür Sorge tragen, den BWP in der Übergangszeit von der Schule bis zum Einstieg in eine Ausbildung oder den Arbeitsmarkt selbständig aufzubewahren.
Entscheidung: vorläufig keine Realisierung

Die dargestellten möglichen Nachteile und Unwägbarkeiten einer Einführung des Qlauz führten die RÜM-Lenkungsrunde letztlich zu der Entscheidung zumindest zunächst von seiner Implementierung in Berlin abzusehen. Auf eine eingehende Prüfung des Kosten-Nutzenverhältnis wurde daher zu diesem Zeitpunkt verzichtet. Für den Fall, dass in Zukunft hier oder andernorts eine Einführung des Qlauz oder eines ähnlichen Instruments erwogen werden sollte, seien hier dennoch die dafür u. E. entscheidenden Eckpunkte festgehalten: •  der junge Mensch soll selbst vollständig über seine Daten verfügen können; •  der Berufswegeprozess sollte über alle Phasen (Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Berufsausbildung und -einstieg) hinweg abgebildet werden; •  mit Ausnahme stigmatisierender Angebote sollten möglichst alle wahrgenommenen Stationen aufgenommen werden.

Bleibende Eckpunkte

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Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche
Hintergrund, Ziele und Zielgruppen
Die Bestandsaufnahme hatte die äußerst unterschiedlichen institutionellen Kontexte und Anbindungen der Beratungs- und Begleitangebote am Übergang Schule-Beruf aufgezeigt. Deutlich wurde auch, dass die Teilnehmenden häufig parallele Angebote nutzen. Dadurch ergibt sich ein hoher Abstimmungsbedarf zwischen den Beratenden unterschiedlicher Angebote, die zum gleichen Zeitpunkt von Jugendlichen wahrgenommen werden. Damit sind zum einen Verfahrensabstimmungen im Sinne konzeptioneller Kooperation angesprochen, zum anderen die Sicherstellung des Informationsflusses zwischen parallelen bzw. im Lebenslauf der jugendlichen Klienten aufeinanderfolgenden Angeboten. Die Expertenrunde der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung erachtete es als sinnvoll, dass professionell Beratende am Übergang Schule-Beruf verstärkt institutionsübergreifende Fallgespräche führen. Als Empfehlung in erster Linie an Fachkräfte, die (noch) keine bzw. wenig Erfahrung mit dieser Art von Gesprächen haben, entwickelte das RÜMTeam den Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche, um •  die professionelle Umsetzung von Fallgesprächen zu unterstützen, die auf die Abstimmung von Angeboten und die Abklärung von Teilschritten abzielen; •  Anregungen zu geben, wie solche Gespräche ausgestaltet werden ­können. Der Gesprächsleitfaden geht von folgenden Annahmen aus: 1.	 Es gibt Jugendliche, die zum selben Zeitpunkt am Übergang von der Schule in den Beruf von mehreren Personen/Institutionen gleichzeitig professionell beraten, begleitet bzw. betreut werden. 2.	 Die verschiedenen Begleitangebote verfügen über unterschied­liche Ressourcen und Ziele, wobei es zwischen den Zielen der Angebote Überschneidungen gibt. 3.	 Es kann Situationen geben, in denen die Ressourcen eines einzelnen Projektes nicht ausreichen, um das mit dem Jugendlichen angestrebte Ziel zu erreichen und so auch eine Einbindung bzw. Verzahnung mit Ressourcen anderer Angebote sinnvoll ist. 4.	 Transparenz über Ziele, Methoden, Ressourcen der verschiedenen Begleitangebote ermöglicht es, die verschiedenen Ansätze bzw. Angebote zum Zweck einer besseren Unterstützung der Jugendlichen zu verzahnen.
Empfehlungscharakter

Zu Grunde liegende Annahmen

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 43

Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung
Das RÜM-Team entwickelte den Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche auf der Grundlage einer Sichtung und Analyse existierender Leitfäden für Fallgespräche v. a. in der Hilfeplanung und der kollegialen Fallberatung. Ein erster Entwurf wurde der Schnittstellenkonferenz Berufswegebegleitung vorgestellt, um ihn nach den Rückmeldungen der Expert/innen noch einmal zu überarbeiten. Die zweite Fassung wurde in diesem Gremium verabschiedet, so dass sie im April 2011 veröffentlicht werden konnte. Der Gesprächsleitfaden steht seitdem als PDF-Dokument auf der Homepage von RÜM-Berlin zum Download bereit. Im RÜM-Newsletter sowie im Rahmen von Fachgesprächen und -veranstaltungen wurde auf ihn aufmerksam gemacht. Im Herbst 2011 soll der Gesprächsleitfaden bei einer berlinweiten Schulleitersitzung der beruflichen Schulen (Oberstufenzentren – OSZ) vorgestellt und an einigen OSZ in der Schullaufbahn­ beratung erprobt werden. Sie finden ihn im Anhang dieses Heftes.

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Der Pauker-Point
Hintergrund, Ziele und Zielgruppe
Im Zusammenhang mit der Durchführung von Ausbildungsmessen und ähnlichen Veranstaltungen im Kontext des Netzwerks Regionale Ausbildungsverbünde Berlin (NRAV) entstand die Idee, an einem speziellen Stand insbesondere für Lehrkräfte Informationen zum Übergang Schule-Beruf bereitzustellen. Diese Idee wurde im Rahmen von RÜM Berlin zu einem eigenen Format weiter entwickelt, dem Pauker-Point. Ziel des Pauker-Point ist es, Lehrkräfte von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen, die mit ihren Schüler/innen die jeweilige Ausbildungsmesse besuchen, zu informieren, zu beraten und ihnen gezieltes Informationsmaterial an die Hand zu geben.

Elemente des Pauker-Point
Am Pauker-Point werden Info­ Der Pauker-Point als Konzept eines Informationspakete bereitgehalten, die für die und Beratungsstandes umfasst mehrere ElemenMitnahme durch die Lehrkräfte te, die nachfolgend im Einzelnen beschrieben werden: vorgesehen sind. Diese sind wort•	 ein Infopaket wörtlich als Paket geschnürt und •	 das Leitsystem: „Wohin nach der Schule“4 als bestückt mit folgenden Inhalten: Puzzle •  einer kleinen Methodensamm•	 ein Messequiz5 lung zur Vor-/Nachbereitung •	 eine Methodensammlung5 und Umsetzung des Besuchs des Ausbildungsevents, •  der Broschüre der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung „Berufliche Bildung in Berlin“ zum jeweiligen Jahrgang, •  dem Leitsystem „Wohin nach der Schule?“ als Plakat (inkl. Hinweisen zur Handhabung), •  einer kommentierten Linkliste zum Thema Übergang Schule-Beruf, •  dem Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche (siehe vorangegangenes Kapitel), •  verschiedenen Flyern zu den von der SPI Consult GmbH umgesetzten und koordinierten Projekten und Programmen am Übergang SchuleBeruf. Das Infopaket ist mit einem Beipackzettel mit Erläuterungen zum Inhalt versehen und mit Bezug zur jeweiligen Ausbildungsmesse verpackt. Sofern möglich, wird das Plakat zur Ausbildungsmesse als äußere Hülle verwandt, so dass ein Wiedererkennungseffekt der Öffentlichkeitsarbeit zur Veranstaltung insgesamt erzielt wird.
Infopaket

4  Näheres dazu im Kapitel "Leitsystem" dieses Bandes 5  Siehe Anhang dieser Broschüre

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 45

Alle genannten Inhalte werden am Stand separat als Ansichtsexemplar bereitgehalten, so dass die Lehrkräfte vorab erfahren, was Gegenstand des Infopaketes ist und sich dann gezielt für die Mitnahme eines solchen entscheiden können.
Puzzle „Wohin nach der Schule“

Das Puzzle „Wohin nach der Schule“ besteht aus einem in Puzzleteile geschnittenen Plakat des gleichnamigen Leitsystems, das auf einer magnetischen Folie aufgebracht ist und dadurch auf einer Metalltafel haftet. Die Puzzleteile werden vorab vollkommen willkürlich auf der Magnettafel angeordnet. Die Besucher/innen des Standes werden eingeladen, das Leitsystem komplett zusammen zu setzen. Das Puzzle dient in erster Linie dazu, die Lehrkräfte an den Pauker-Point einzuladen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Kleine Preise können ein zusätzlicher Anreiz zum Puzzeln sein. Um die Lehrkräfte und Schüler/innen der angemeldeten Schulen bei der Vorbereitung auf die Ausbildungsmesse zu unterstützen, können ihnen von den Organisatoren vorab das Messequiz und die Methodensammlung zugesendet werden. Die vier Methoden6 geben Anregungen für die Vorund Nachbereitung der Schüler/innen auf eine Ausbildungsmesse. Insbesondere das Messequiz kann inhaltlich auf die jeweilige Ausbildungsmesse abgestimmt und den Lehrkräften als Kopiervorlage für ihre Schüler/innen zur Verfügung gestellt werden. Der Pauker-Point wird in der Regel durch mindestens eine/n Mitarbeiter/ in des RÜM-Teams betreut. Diese/r steht bereit für: •  Informationen und Erläuterungen zu den Materialien des Infopaketes, •  Informationen und Erläuterungen zu Bildungs- und Qualifizierungswegen für Schüler/innen nach der allgemeinbildenden Schule, •  Anregungen für die Vor- und Nachbereitung sowie Umsetzung des Messebesuchs mit Schüler/innen anhand der beschriebenen Methoden sowie •  Beratung zu allen relevanten Fragen zum Übergang Schule-Beruf.

Messequiz und Methodensammlung

Professionelle Standbetreuung und Beratung

Verbreitung und Resonanz
Der Pauker-Point wurde 2010 und 2011 von RÜM Berlin bei einer Reihe von Ausbildungsmessen und ähnlichen Veranstaltungen eingesetzt. Die Stände wurden von den angesprochenen Lehrkräften rege frequentiert und nach den eingegangenen Rückmeldungen als sehr sinnvolle Ergänzung des Messeangebotes bewertet. Die Infopakete wurden mit großem Interesse entgegengenommen und in ihrer Zusammensetzung vielfach gelobt.

6  entwickelt im Rahmen von RÜM Berlin in Anlehnung an: http://www.kinderpolitik.de/ methodendatenbank/uebersicht.php

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 46

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Abbildung 1

Abbildungsverzeichnis

Formate, Instrumente und Methoden der Berufswegebegleitung...................... 6
Abbildung 2

Elemente der Bestandsaufnahme...........................................................................13
Abbildung 3

Angebote der Berufswegebegleitung in Berlin nach zeitlicher Lage am Berufsweg............................................................................ 18-19
Abbildung 4

Das Leitsystem „Wohin nach der Schule“........................................................ 22-23
Abbildung 5

Angebote der Berufswegebegleitung in Berlin.................................................... 29
Abbildung 6

Schema für die Angebotsbeschreibung am Beispiel der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen..............................31
Abbildung 7

Pfad A – Suche nach Angeboten nach der Art ihres Zugangs und der zeitlichen Phase im Übergang Schule-Beruf................................................... 32
Abbildung 8

Pfad B – Suche nach Angeboten mit individuellem Zugang nach ihren Standorten............................................................................................ 33
Abbildung 9

Pfad C – Suche nach institutionsgebundenen Angeboten nach ihrer Zugehörigkeit zu den drei Rechtskreisen SGB II, SGB III und SGB VIII....... 34

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 47

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 48

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Anhang 1

Anhang

Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche.......................51
Anhang 2

Methodensammlung zur Vor- und Nachbereitung von Ausbildungsmessebesuchen mit Schüler/innen................................................... 55

Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 49

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Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche
Der Gesprächsleitfaden
Der Gesprächsleitfaden für institutionsübergreifende Fallgespräche •  unterstützt die professionelle Umsetzung institutionsübergreifender Fallgespräche, die auf die A ­ bstimmung von Angeboten und die Abklärung von Teilschritten abzielen; •  gibt Anregungen, wie solche Gespräche ausgestaltet werden können; •  richtet sich in erster Linie als Empfehlung an begleitende Personen am Übergang ­ chule-Beruf, S die (noch) keine bzw. wenig Erfahrung mit dieser Art von Gesprächen haben.

Der Gesprächsleitfaden geht von folgenden Annahmen aus
1.	 Es gibt Jugendliche, die zu einem Zeitpunkt am Übergang von der Schule in den Beruf von mehreren Personen/Institutionen gleichzeitig professionell begleitet, beraten bzw. betreut werden. 2.	 Die verschiedenen Begleitangebote am Übergang Schule-Beruf verfügen über unterschied­iche l Ressourcen und Ziele, wobei es zwischen den Zielen der Angebote Schnittmengen gibt. 3.	 Es kann Situationen geben, in denen die Ressourcen eines einzelnen Projektes nicht a ­ usreichen, um das mit dem Jugendlichen angestrebte Ziel zu erreichen und so auch eine Einbindung bzw. Verzahnung mit Ressourcen anderer Angebote sinnvoll ist. 4.	 Transparenz über Ziele, Methoden, Ressourcen der verschiedenen Begleitangebote ermöglicht ein Bündeln/Verzahnen der verschiedenen Ansätze zum Zweck einer besseren Unterstützung der Jugendlichen am Übergang in Ausbildung

Vor dem Fallgespräch
Die Initiative für das Gespräch geht in der Regel von Ihnen als Berater/in aus, wenn Sie ­ enntnis K darüber erlangt haben, dass der/die von Ihnen begleitete Jugendliche außerdem in ­ eiteren w Angeboten der Berufswegebegleitung betreut wird und Sie mit diesen in Kontakt treten möchten. ­ Zunächst müssen Sie als die/der das Gespräch Initiierende eine Zielklärung vornehmen. Ihr Anliegen könnte z.B. sein: •  alle Beteiligten kennenzulernen und in den Erfahrungsaustausch mit den Kolleg/innen der a ­ nderen Angebote zu treten •  Transparenz über die verschiedenen Angebote (Ziele, Methoden, Ressourcen) zu erlangen •  eine Verzahnung der verschiedenen Ansätze (Ziele, Methoden, Teilschritte) zu gewährleisten In Abhängigkeit von Ihrem jeweils angestrebten Ziel variiert auch die konkrete Ausgestaltung des Gesprächs. In einem nächsten Schritt ist es notwendig, dass Sie alle für die Erreichung dieses Zieles notwendig zu Beteiligenden identifizieren. Dies können in Abhängigkeit von der Zielstellung sein: •  aktuell beratende/begleitende Personen (Fokus Übergang ­­ Schule–Beruf) •  die/der Jugendliche •  die Eltern

Gesprächsleitfaden | Anhang 1 aus dem Band Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 51

Es ist ratsam, an der Recherche auch die/den Jugendliche/n zu beteiligen. Das Einverständnis des ­Jugendlichen ist Voraussetzung jeder weiteren Planung. Wichtig ist dabei, dass Sie neben den ­Namen auch die Kontaktdaten für die spätere Einladung ermitteln. Soweit möglich, ist es sinnvoll im Vorfeld abzuklären, welche Dokumentationsinstrumente und -formen (Förderpläne, Zielvereinbarungen usw.) in den jeweiligen Angeboten genutzt werden. Fordern Sie in diesem Fall die Akteure auf, diese zum Fallgespräch mitzubringen. Setzen Sie einen für das Gespräch geeigneten Rahmen: •  Planen Sie für das Gespräch ca. 2 Stunden ein •  Wählen Sie einen in Größe, Ausstattung und Atmosphäre angemessenen Besprechungsraum •  Da die Strukturen der Berufswegebegleitung nicht immer auf den ersten Blick durchschaubar sind, entscheiden Sie sich im Vorfeld für eine geeignete Visualisierungsform und halten Sie die dafür notwendigen Materialien bereit Versenden Sie als Gesprächsinitiator/in rechtzeitig vor dem Termin (mind. 2 Wochen vorab) die Einladung zum Gespräch. Ggf. ist eine telefonische Vorabstimmung des Gesprächstermins sinnvoll. ­ Aus Ihrer schriftlichen Einladung sollte hervorgehen: •  Informationen über den/die Einladende/n und Anlass und Ziel des Gesprächs •  Termin und Ort •  eingeladenen Personenkreis (Name; Institution), •  Bitte um Rückmeldung über die Teilnahme am Gespräch (mit Frist­ etzung) s •  Aufforderung zum Mitbringen der Dokumentationsinstrumente zur Sitzung

Während des Fallgesprächs
Ein solches übergreifendes Fallgespräch kann nur dann etwas Positives ergeben, wenn alle ­ eteiligten sich offen begegnen und das Ziel dieses Gesprächs transparent ist. B Das wird ­ esentlich von Ihnen als Initiator/in und somit Moderator/in abhängen. w Eröffnen Sie das Gespräch in konstruktiver Atmosphäre und stecken Sie den Rahmen: •  Erläutern Sie Ihr Ziel und den für das Gespräch vorgesehenen Zeitrahmen. •  Geben Sie allen Anwesenden eine Möglichkeit, sich in kurzer Form vorzustellen und ggf. ­ igene e Ziele zu benennen. •  Nutzen Sie die Gelegenheit, um dabei die Kontaktdaten abzugleichen. Bereiten Sie dafür eine L ­ iste (Name, Vorname, Institution, Anschrift, Telefonnummer, Emailadresse) mit den Ihnen v ­ orliegenden Daten vor und lassen Sie diese durch die Anwesenden ggf. ergänzen. Legen Sie gleich zu Beginn gemeinsam die Protokollform des Gesprächs, die Verantwortlichkeit dafür während sowie den Versand nach dem Gespräch fest. Ein Ergebnis­ protokoll mit einer Liste der Kontaktdaten als Anlage ist zu empfehlen. Laden Sie danach alle Anwesenden ein, Aussagen zu ihren jeweiligen Bezügen zu der/dem von Ihnen betreuten Jugendlichen zu machen. Es ist zu empfehlen, mit eigenem Beispiel voranzugehen. Somit geben Sie ein Muster für die Darstellungsart, ­ den Umfang und die ­ isualisierungsform. Beziehen Sie folgende Aspekte ein: V

Gesprächsleitfaden | Anhang 1 aus dem Band Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 52

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•  Was mache ich mit der/dem Jugendlichen? Welche Themen habe ich mit dem Jugendlichen derzeit? •  Was ist mein Ziel (mein Auftrag)? •  Über welche Ressourcen (z.B. Betreuungszeit, Turnus der Treffen) verfüge ich? Wenn sich alle Anwesenden zu den benannten Fragen ­ eäußert g haben, identifizieren Sie ­ chnittmengen hinsichtlich S •  der Zielstellung (die Vereinbarung eines gemeinsamen Ziels ist die Voraussetzung für die ­Beteiligung aller), •  der Arbeitsweise, •  der Ressourcen. Nehmen Sie dann gemeinsam mit den Gesprächspartner/innen eine Bewertung der Situation vor. Dafür sind folgende Fragestellungen maßgeblich: •  Welche Möglichkeiten (Grenzen) der Zusammenarbeit werden von allen Beteiligten gesehen? •  Ist eine Abstimmung der Ziele der verschiedenen Angebote möglich und notwendig? •  Wenn ja, wie kann diese Abstimmung gelingen? Welche Schritte sind dafür notwendig? •  Was kann im Rahmen dieses Gesprächs geleistet werden? Treffen Sie klare Vereinbarungen darüber, ob und wie die fallbezogene Kooperation in der Zukunft aussehen wird. Verständigen Sie sich dabei insbesondere bezüglich •  der Zusammensetzung der Runde (ggf. macht eine Weiterarbeit in einer kleineren Runde mehr Sinn); •  der konkreten Arbeitsweise (Termin für das nächste Treffen, Rhythmus für Folgetreffen, A ­ ustausch von Materialien/Informationen, Dokumentationsform, weitere Festlegungen); •  des abgestimmten Agieren in Bezug auf den Jugendlichen (Aufgaben, Zeitleiste, Verantwortlichkeiten). Für die Fortsetzung der Kooperation ist es wichtig, dass alle Beteiligten einen Mehrwert daraus ziehen, Verantwortlichkeiten angemessen verteilt und verwirklicht werden.

Nach dem Fallgespräch
Sorgen Sie dafür, dass das Ergebnisprotokoll verabredungsgemäß verfasst und an alle Teilnehmenden des ersten Gesprächs versandt wird. In Abhängigkeit von der konkreten Zielstellung und der Vereinbarung zur weiteren Zusammen­ rbeit sind nun alle Beteiligten aufgefordert, die ­ bsprachen a A in die Tat umzusetzen und ihren jeweiligen Aufgaben nachzukommen. Vorausgesetzt, die Kooperation dauert über einen längeren Zeitraum an, ist ­ egelmäßig r Z ­ wischenbilanz zu ziehen und dabei abzuklären, ob das angestrebte, gemeinsame ­ Ziel noch im Fokus steht und inwiefern ggf. eine Feinjustierung vorzunehmen ist.

Gesprächsleitfaden | Anhang 1 aus dem Band Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 53

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Methodensammlung zur Vor- und Nachbereitung von Ausbildungsmessebesuchen mit Schüler/innen
Als Möglichkeiten zur Vor- und Nachbereitung des Besuchs von Ausbildungsmessen und ä ­ hnlichen Veranstaltungen mit Schüler/innen sind u. a. folgende Methoden zu empfehlen, die im Projekt RÜM Berlin in Anlehnung an http://www.kinderpolitik.de/methodendatenbank/­ uebersicht.php entwickelt wurden.

Methode 1: Brief an mich
In Vorbereitung (Variante I) oder direkt nach dem Besuch (Variante II) schreiben die Schüler/innen einen Brief an sich selbst, in dem sie festhalten, (Variante I) was sie sich von dem Besuch erhoffen, welche Informationen sie recherchieren möchten usw.oder (Variante II) was sie von dem Ausbildungsevent mitnehmen und wie sie die gesammelten Informationen für ihren Weg zur Ausbildung nutzen können. Der Brief wird adressiert und frankiert. Nach Ablauf eines festgelegten Zeitraums versendet der/die Lehrer/in die Briefe. Alternativ: Um den Postversand zu umgehen, können die Briefe auch eingesammelt und aufbewahrt werden und (Variante I) zur Nach­ bereitung des Messebesuchs bzw. (Variante II) zur individuellen Nachbereitung in einem Beratungs­ espräch zur Fragen der Berufswahl/Berufsorientierung genutzt werden. g

Ziel Vorbereitung/ Material Durchführung

Bilanz ziehen, Veranstaltung am Ende auswerten, Bezug zur individuellen Situation herstellen (Variante II) für jede/n Schüler/in: Briefpapier, ein Umschlag, ggf. Briefmarken, Stifte Die/der Lehrer/in verteilt Briefbögen, Umschläge, Briefmarken und ggf. Stifte an alle Schüler/innen und erklärt den Verlauf und das Ziel. Die Teilnehmenden schreiben nun einen Brief an sich selbst, in dem sie Variante I ihre Erwartungen an die Veranstaltung niederschreiben Variante II von der Veranstaltung berichten, schreiben, was sie mitnehmen, welche Informationen sie recherchiert haben, was sie in Zukunft umsetzen wollen usw. Die Teilnehmenden stecken die Briefe in die Umschläge, adressieren sie an sich selbst und frankieren sie. Die/der Lehrer/in sammelt die Briefe ein und verschickt sie nach Ablauf einer verabredeten Zeit (zum Beispiel vier Wochen) an die Schüler/innen (siehe auch Alternative oben). Es ist empfehlenswert, während des Schreibens eine entspannte Atmosphäre durch z.B. eine ruhige Hintergrundmusik zu schaffen. Es gibt verschiedene Varianten bezüglich des Inhalts: a. Der Inhalt kann durch jede/n Schüler/in völlig frei gestaltet werden. Diese Variante wird oft mit der Begründung gewählt, dass es sich bei einem Brief um etwas Persönliches handelt und Vorgaben einen Eingriff in die Privatsphäre darstellen. b. Vor dem Beginn einigt sich die Gesamtgruppe auf die Briefstruktur. c. Die Briefstruktur kann durch die/den Lehrer/in vorgeben werden. Bezüglich des Termins für den Versand kann vereinbart werden, dass jede/r Teilnehmende in einer Ecke des Briefumschlages sein Wunschdatum notiert. Allerdings sollte der/die Moderator/in den Mehraufwand bedenken.

Besonders zu beachten

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Methode 2: Blitzlicht
Mit dieser Methode werden Stimmungen in einer Momentaufnahme festgehalten. Reihum erhält jede/r Schüler/in die Möglichkeit, eine Minute lang oder mit einem Satz, die eigene Zufriedenheit oder die eigene Befindlichkeit nach dem Besuch (bzw. während des Besuchs) des Ausbildungs­ vents wiederzugeben. Die Äußerungen werden nicht kommentiert. e

Ziel Vorbereitung/ Material Durchführung

Rückmeldung geben (Zwischen-Feedback), Rückmeldung geben/ Feedback (allgemein) ggf. ein „Sprechstein“ Die Schüler/innen sitzen in einem Stuhlkreis (alternativ: stehen in einem Kreis, falls diese Methode als Zwischenfeedback vor Ort genutzt werden soll). Die/der Lehrer/in gibt die Regeln bekannt, z.B.: •  Jede/r hat die Möglichkeit sich zu äußern. •  Keiner ist gezwungen sich zu äußern! •  Jede/r sagt nur einen Satz! Oder: Jede/r hat nur eine Minute Zeit •  Die Beiträge werden nicht kommentiert und diskutiert. Nun äußern die Schüler/innen sich reihum zu einer Impulsfrage: •  Wie fühle ich mich momentan auf der Ausbildungsmesse? •  Wie zufrieden bin ich mit dem, was ich bisher erfahren habe? •  Was nehme ich nach der Veranstaltung mit? •  Was war besonders wichtig? Variante: Jede/r Schüler/in äußert einen negativen und einen positiven Aspekt. Der/die Lehrer/in muss strikt darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden. Die Reihenfolge der Äußerungen der Schüler/innen kann ggf. beliebig sein. Dann aber sollte ein Sprechstein verwendet werden, der an den/die jeweils Sprechende/n weitergegeben wird... Das Wissen darum, dass die eigenen Äußerungen nicht kommentiert werden, verleiht den Schüler/inne/n Sicherheit. Jede Äußerung hat ihren Bestand und ihre ­Geltung.

Besonders zu beachten

Methodensammlung | Anhang 2 aus dem Band Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 56

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Methode 3: Materialcollage „Mein Tag beim Ausbildungsevent XXX“
Mit dieser Methode werden während des Besuchs des Ausbildungsevents gemachte Erfahrungen im Nachgang in kreativer Form abgebildet und so eine Reflexion ermöglicht. Dies gelingt über das Einbringen unterschied­licher Materialien und das Einfügen derer in ein „Bild“.

Ziel Vorbereitung/ Material Durchführung

Reflexion der gesammelten Erfahrungen Diese Methode erfordert die Erteilung eines Arbeitsauftrages an alle Schüler/innen zum Sammeln und Mitbringen verschiedener Materialien vorab. Je Schüler/in ein Papierbogen in A3. Stifte, ggf. Malfarben, Schere, Klebe etc. Die/der Lehrer/in fordert die Schüler/innen auf, aus ihren während des Ausbil­ dungsevents gesammelten Materialien die auszuwählen, die die wichtigsten Stationen des Besuchs abbilden. Diese Materialien sollen nun auf einem Papierbogen angeordnet werden. Was die künstlerische Gestaltung anbelangt, unterliegen die Collagen keinen Vorschriften. Wichtig ist, die zentralen Eindrücke und Erlebnisse wiederzugeben. Die Schüler/innen finden sich zusammen und kommen über ihre Collagen miteinander ins Gespräch. Zielführend können dabei vom/von der Lehrer/in gestellte Leitfragen sein wie z.B. •  Was war Dein schönstes Erlebnis beim XXX? •  Welche Ausbildungsberufe hast Du kennengelernt? •  Was hast Du beim XXX noch gefunden? Variante: Von einem verpflichtenden Gruppengespräch kann auch abgesehen werden. Stattdessen werden in einem für die Schüler/innen zugänglichen Raum die Collagen „ausgestellt“. So besteht die Möglichkeit, dass individuelle Gespräche zwischen den Schüler/innen entstehen. Wichtig ist dabei jedoch vorab das Vereinbaren von Regeln im Umgang mit den Collagen anderer (z.B. „Alles bleibt unversehrt. Nichts wird von den Collagen anderer entfernt“). Variante: Es können auch „bleibende“ Collagen angefertigt werden. Um dabei zu gewährleisten, dass die Gegenstände/Materialien aufklebbar sind, müssen jedoch einige Einschränkungen bei der Auswahl in Kauf genommen werden. Bei der Aufgabenstellung zum Sammeln der Materialien sollte dies entsprechend Berücksichtigung finden.

Besonders zu beachten

Methodensammlung | Anhang 2 aus dem Band Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 57

Methode 4: Messe-Quiz
Mit dieser Methode werden die Schüler/innen mit konkreten Recherche­ ufgaben a betraut, die sie nur während des Besuchs des Ausbildungsevents lösen können. Sie erproben Suchstrategien, gehen gezielt mit Aussteller/innen ins Gespräch und setzen sich sowohl mit allgemeinen Fakten rund um das Thema Sport und Ausbildung als auch mit Fragen der eigenen Berufs­ ahl auseinander. w

Ziel

Erproben von Suchstrategien Erproben von Gesprächssituationen Auseinandersetzung mit Fragen der eigenen Berufswahl für jede/n Schüler/in ein Quizbogen (siehe Anlage) Diese Methode erfordert die Erteilung eines Arbeitsauftrages an alle Schüler/innen vorab in Form des Quiz-Bogens. Alle müssen wissen, wann dieser ausgefüllt mitzubringen ist und das Auswertungsgespräch in der Klasse stattfindet. Zum Ausfüllen des Bogens sollte dieser selbst, sowie mind. ein Stift zum Event XXX mitgebracht werden. Die/der Lehrer/in fordert die Schüler/innen auf, die Fragen vorab genau zu lesen und ggf. Unklares zu hinterfragen. Dann erhält jede/r die Aufgabe, während des Besuchs des Ausbildungsevents alle Fragen schriftlich zu beantworten. Ggf. kann dafür eine Zeitbegrenzung vorgenommen werden. Für das Auswertungsgespräch in der Klasse können verschiedene Varianten gewählt werden: paarweise, in Kleingruppen oder in der gesamten Klasse. Ggf. können die Antworten auf die verschiedenen Fragen über ein Tafelbild visualisiert werden. Bei fast allen Fragen gibt es nicht DIE eine richtige Lösung. Vielmehr ist es Ziel, über die Fragestellungen eigene Interessen zu reflektieren und ggf. mit denen der Mitschüler/innen zu vergleichen. Deshalb sollten im Auswertungsgespräch je Frage mehrere Antworten vorgestellt werden.

Vorbereitung/ Material

Durchführung

Besonders zu beachten

Methodensammlung | Anhang 2 aus dem Band Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 58

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Messe-Quiz zur Ausbildungsmesse XXX
Name, Vorname:

	1.	Auf der Ausbildungsmesse XXX präsentieren sich verschiedene Unternehmen, die in unterschiedlichen Berufen ausbilden. Einige der Unternehmen bilden in mehreren Berufen aus. Finde das Unternehmen, das von den hier vertretenen in den meisten Ausbildungsberufen ausbildet. Schreibe den Namen des Unternehmens auf, ebenso die dort vertretenen Ausbildungsberufe.

	2.	Wähle zwei deiner Wunschberufe, die du später vielleicht einmal erlernen möchtest. Finde auf der ­ esse jeweils ein Unternehmen, das eine Ausbildung in diesem Beruf anbietet. M Schreibe die beiden Wunschberufe und das jeweils ausbildende Unternehmen auf. Finde heraus, welchen Schulabschluss man dafür benötigt. 1.

2.

	3.	Schreibe die Berufe auf, die du hier auf der Messe neu kennengelernt hast.

Methodensammlung | Anhang 2 aus dem Band Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 59

	4.	Du gehst in Deiner Freizeit mindestens einem Hobby bzw. einer Lieblingstätigkeit nach. Finde auf der Messe einen Ausbildungsberuf, der am ehesten zu diesem Hobby passt. Schreibe dein Hobby und den dazu passenden Ausbildungsberuf auf.

	5.	Auf der Messe werden sehr unterschiedliche Ausbildungsberufe präsentiert. Schreibe den der hier präsentierten Ausbildungsberufe auf, der für dich überhaupt nicht in Frage kommt und begründe kurz deine Wahl. ­

	6.	Auf der Messe werden die verschiedenen Unternehmen durch fachkundige Standbetreuerinnen und Standbetreuer präsentiert. Finde den Stand, an dem die meisten männlichen und die meisten weiblichen Personen ihr Unternehmen präsentieren. Schreibe die Unternehmen und die Anzahl der Männer bzw. Frauen auf, die du dort gesehen hast.

	7.	Du besuchst heute die Ausbildungsmesse XXX. Was ist / war heute dein größter Fang?

Methodensammlung | Anhang 2 aus dem Band Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 60

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	8.	Du möchtest deinen Freund/innen von deinem Besuch bei der Ausbildungsmesse XXX erzählen. Vervollständige dafür bitte den folgenden Satzanfang: Auf der Messe XXX fand ich toll, dass

	9.	Versetze dich gedanklich in das Jahr 2050. Welcher Beruf wird dann wohl zu den angesagtesten ­Berufen gehören? Schreibe diesen Beruf auf und begründe kurz deine Wahl.

	10.	Was hat dich am heutigen Tag auf der Ausbildungsmesse XXX überrascht? Schreibe dies in kurzen Stichpunkten auf.

Viel Spaß!

Methodensammlung | Anhang 2 aus dem Band Berufswegebegleitung | Band 4 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 61
        
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