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Bestandsaufnahmen

Full text: Bestandsaufnahmen / Pampel, Jana

Jana Pampel | Carsten Welker

Regionales Übergangsmanagement Berlin

Band 1: Bestandsaufnahmen

Ziele | Planung | Empfehlungen zur Durchführung

Impressum

Herausgeberin

SPI Consult GmbH Bernburger Straße 27 10963 Berlin Fon: 030 | 69 00 85-60 Fax: 030 | 69 00 85-85 Email: info@spiconsult.de www.spiconsult.de www.ruem-berlin.de
Projektteam RÜM Berlin

Jana Pampel (Leitung) | Ralph Döring | Silvana Kathmann | Carsten Welker
Fachlicher Beitrag (Seite 7-10)

Birgit Reißig, Frank Braun | Deutsches Jugendinstitut e.V.
Layout, Satz und Druck

Jana Wolf | amselrehhase | www.amselrehhase.de Thomas Didier | Meta Druck | Berlin Berlin, 2011
Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förder­ instrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der ­Investition in die Humanressourcen. ­

Einleitung................................................................................................................ 5 Herstellung von Transparenz im regionalen Übergangsmanagement ................................................... 7
Perspektive Berufsabschluss.................................................................................... 7 Transparenz als Voraussetzung der Steuerung .......................................................8 Schritte zur Erstellung von Bestandsaufnahmen: Erfahrungen aus der Förderinitiative.......................................................................9 Funktionen der Bestandsaufnahme des Regionalen Übergangsmanagements Berlin.......................................................... 11

Inhalt

Eine Bestandsaufnahme als Projekt im Projekt..........................13
Klärung der Projektziele.......................................................................................... 16 Projektplanung........................................................................................................ 18

Datensammlung und -analyse ............................................................... 25
Erkenntnisinteresse................................................................................................. 25 Planung.................................................................................................................... 25 Durchführung........................................................................................................... 25 Auswertung ............................................................................................................. 26 Zeitplanung und Ressourceneinsatz...................................................................... 27 Weitere Optionen.................................................................................................... 28

Angebotsspektrum......................................................................................... 29
Erkenntnisinteresse ................................................................................................ 29 Planung.................................................................................................................... 29 Durchführung........................................................................................................... 30 Auswertung............................................................................................................. 35 Zeitplanung und Ressourceneinsatz...................................................................... 36 Weitere Optionen.................................................................................................... 39

Informationsmedien.......................................................................................41
Erkenntnisinteresse..................................................................................................41 Planung.....................................................................................................................41 Durchführung............................................................................................................41 Auswertung.............................................................................................................46 Zeitplanung und Ressourceneinsatz......................................................................46 Weitere Optionen.................................................................................................... 47

Gremienlandschaft ........................................................................................49
Erkenntnisinteresse.................................................................................................49 Planung....................................................................................................................49 Durchführung...........................................................................................................50 Auswertung............................................................................................................. 52 Zeitplanung und Ressourceneinsatz...................................................................... 53 Weitere Optionen.................................................................................................... 54

Auswertung......................................................................................................... 57
Weitere Optionen....................................................................................................58

Anhang.................................................................................................................... 61

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Die vorliegende Broschüre ist eine von insgesamt 5 im Rahmen des P ­ rojektes „Regionales Übergangsmanagement Berlin. Modellhafte Umsetzung eines strategischen Konzeptes zur strukturellen Verbesserung der Kooperation der regionalen Akteure im Bereich Übergang Schule-Beruf“ veröffentlichten Transferbroschüren. Das Projektvorhaben wurde innerhalb der Förderinitiative 1 des Programms „Perspektive Berufsabschluss“ aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert, nahm seine Arbeit im März 2008 auf und wird sie im März 2012 beenden. Das Projekt verfolgt folgende Entwicklungsziele: •  Schaffung von Transparenz der vorhandenen Angebote sowohl auf regionaler und bezirklicher Ebene als auch auf der Ebene des Landes Berlin •  Verbindliche Steuerung des regionalen Übergangsmanagements durch ein regionales Kooperationsforum mit den Zielen ·· der Standardisierung der Arbeitsinstrumente, ·· der Gewährleistung der betriebsnahen Ausrichtung, ·· der Gewährleistung der Orientierung am jeweiligen individuellen Bedarf der Jugendlichen, ·· der Entwicklung und Etablierung eines regional abgestimmten Dokumentationssystems, ·· der wirksamen Abstimmung von Politiken, Programmen, Angeboten und Verfahren auf regionaler Ebene, ·· der ressortübergreifenden Konzeptionierung von Maßnahmen und Programmen am Übergang Schule-Beruf. •  Implementierung eines nachhaltig wirksamen, kohärenten berlinweiten Übergangsmanagements auf der Basis einer verbindlichen Vereinbarungskultur aller beteiligten Akteure. Das Projektvorhaben bezieht sich auf den gesamten Prozess des Übergangs von der Schule in den Beruf und die damit verbundenen Unterstützungsleistungen zur Integration in Ausbildung bzw. Arbeit. Diese Perspektive auf das „Übergangsfeld“ bezieht die allgemeinbildende Schule als abgebende Institution ebenso ein wie die berufsschulischen bzw. -qualifizierenden Angebote im Übergang und die Förderstränge bis hin zur Berufsausbildung und die Einmündung in das Erwerbsleben. Gegenstand aller 5 Transferbroschüren sind zentrale Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Projektverlauf, die in dieser Form einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So wird einerseits gewährleistet, dass die entwickelten Produkte und Instrumente nachhaltig in Berlin implementiert werden. Andererseits werden die Ergebnisse für weitere Regionen nutzbar gemacht, die sich ebenfalls Fragen des Übergangs widmen wollen. Die vorliegende Transferbroschüre ist all den Fragestellungen rund um das Thema „Bestandsaufnahme“ gewidmet. Diese bildete das wesentliche Element der ersten Projektphase und diente der Herstellung von Transparenz im Übergang Schule-Beruf. Ausgehend von unseren ­ mfangreichen u

Einleitung

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­Erfahrungen werden in diesem Band die wichtigsten Erkenntnisse zusammengeführt, die für die Planung, Umsetzung und Aufbereitung von Bestandsaufnahmen gewonnen wurden. Einleitend betten Birgit Reißig und Frank Braun das Thema der Erarbeitung von Bestandsaufnahmen in die Arbeit des Regionalen Übergangsmanagements ein.
Bestandsaufnahme: Projekt im Projekt

Anschließend wird die grundlegende Fragestellung aufgeworfen, ­welche Aspekte bei einer Bestandsaufnahme am Übergang Schule-Beruf zu b ­ eachten sind. Dabei wird sich die Darstellung an Fragen orientieren, die auch im Projektmanagement von Belang sind (siehe nächstes Kapitel). In diesem Sinne handelt es sich bei der hier beschriebenen Bestandsauf­ nahme um ein Projekt im Projekt. Maßgeblich für dieses Vorgehen ist die Annahme, dass mögliche andere Anwender/innen eine Bestandsauf­nahme ebenfalls projektförmig organisieren (d.h. mit konkreten Meilensteinen, Stichdaten und einer Verknüpfung mit personellen Ressourcen) und ­solche Analysen nicht immer Teil des Regelablaufs der Arbeit sind. In den folgenden Kapiteln werden die einzelnen Arbeitspakete der Bestandsaufnahme, die im Rahmen von RÜM Berlin umgesetzt wurden, dargestellt. Hierbei erhalten die Leser/innen zum einen Einblicke in wesentliche Aspekte des Arbeitsablaufs wie Erkenntnisinteresse, Planung und Durchführung. Zum anderen werden in diesen Kapiteln die für die jeweiligen Teilschritte eingesetzten Ressourcen und darüber hinausgehend ausgewählte Optionen beschrieben, die weitere Ausgestaltungsmöglich­keiten bieten. Die Arbeitspakete sind im Einzelnen: •  Datensammlung und -analyse •  Angebotsspektrum •  Informationsmedien •  Gremienlandschaft •  Auswertung Bei der Planung und Umsetzung eines solchen Vorhabens besonders zu beachtende Empfehlungen werden am Ende der jeweiligen Kapitel in knapper Form in einem Kasten zusammengefasst. Damit hält diese Transferbroschüre Informationen und Arbeitsmaterialien für eine breite Gruppe von Akteur/innen in Berlin und darüber hinaus bereit. Sie wendet sich ebenso an Akteure der strategischen Ebene sowohl auf Landes- als auch auf regionaler Ebene, welche die Durchführung einer Bestandsaufnahme planen wie an die unmittelbar von der strategischen Ebene beauftragten Projekte, bei denen eine Bestandsaufnahme am Anfang ihrer Arbeit steht. Wir wünschen allen interessierten Leserinnen und Lesern eine anregende Lektüre, Erfolg bei der Anwendung und Umsetzung der hier entwickelten Inhalte und freuen uns auf Rückmeldungen jeglicher Art! Ihr RÜM-Team Berlin

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Herstellung von Transparenz im regionalen Übergangsmanagement
Birgit Reißig und Frank Braun vom Deutschen Jugend­nstitut e.V. haben die Förderinitiative 1 des i Programms Perspektive Berufsabschluss – Regionales Übergangsmanagement – wissenschaftlich begleitet und verfügen daher über einen Überblick über alle Projektstandorte des Programms. In ihrem Beitrag ordnen sie die Durchführung einer Bestandsaufnahme am Übergang Schule-Beruf in den Programmzusammenhang ein und werfen abschließend einen Blick auf RÜM Berlin.

Perspektive Berufsabschluss
Eine abgeschlossene Berufsausbildung stellt in Deutschland die qualifikatorische Grundausstattung für Erwerbsarbeit dar. Für junge Menschen ohne Ausbildung ist die Integration ins Arbeitsleben schwierig. Die Folgen von Ausbildungslosigkeit werden insbesondere auf der Ebene der Kommunen sichtbar: Als Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und soziale Exklusion von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Um die Ausbildungslosigkeit von Jugendlichen zu verhindern, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2008 das Programm Perspektive Berufsabschluss mit den Förderinitiativen Regionales Übergangsmanagement und Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung gestartet. Regionales Übergangsmanagement soll – präventiv – das Entstehen von Ausbildungslosigkeit verhindern, Nachqualifizierung soll - im Sinne einer zweiten Chance - das Nachholen von Ausbildungsabschlüssen ermöglichen. Um Ausbildungslosigkeit zu verhindern, sollen durch regionales Übergangsmanagement die Übergangswege von der Schule in Ausbildung verbessert werden. Dies erfordert eine engere Koordination und Kooperation zwischen den „Akteuren des Übergangssystems“, also den Institutionen, die für die Ausgestaltung dieser Übergangswege an unterschiedlichen Stellen Verantwortung tragen. Die Rolle eines Initiators für den Aufbau von Strukturen und Verfahren des Übergangsmanagements sollten Gebietskörperschaften übernehmen, die in der Förderinitiative als Antragsteller auftraten. Als „Übergangssystem“ versteht die Förderinitiative Regionales Übergangsmanagement die Gesamtheit der Institutionen und Angebote, die die Übergänge von der Schule in Ausbildung vorbereiten, unterstützen, begleiten oder umsetzen:
Definition des Übergangssystems

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•  Zum Übergangssystem gehören die Vorbereitung auf die Übergänge in Ausbildung durch allgemeinbildende Schulen sowie die Leistungen und Institutionen, die allgemeinbildende Schulen bei der Erfüllung dieser Aufgabe unterstützen: z. B. die Berufsberatung, Berufsorientierung in außerschulischen Einrichtungen, Betriebspraktika, Angebote der Jugendhilfe usw. •  Zum Übergangssystem gehören weiterhin Institutionen und Angebote, die auf eine Berufsausbildung vorbereiten (z.B. BvB-Maßnahmen, schulische Berufsvorbeitungsjahre, Einstiegsqualifizierung), diese durchführen (Ausbildungsbetriebe, berufliche Schulen, außerbetriebliche Ausbildungseinrichtungen) oder eine Ausbildung unterstützen (z.B. Berufeinstiegsbegleitung, ausbildungsbegleitende Hilfen). •  Akteure des Übergangssystems sind danach insbesondere: Schulverwaltung und Schulaufsicht, zuständige kommunale Ämter oder Dezernate (Jugend, Bildung, Arbeitsförderung), Arbeitsagenturen, Träger der Grundsicherung, Kammern, Integrationsbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte (Braun / Reißig / Richter 2011: 5). Das Regionale Übergangsmanagement Berlin, umgesetzt im Auftrag des Landes Berlin durch die SPI Consult GmbH, war einer von insgesamt 27 Standorten der im Jahr 2008 gestarteten ersten Kohorte von Vorhaben der Förderinitiative Regionales Übergangsmanagement (eine im Jahr 2010 gestartete zweite Kohorte von Vorhaben umfasst weitere 28 Standorte). Eine Besonderheit des Regionalen Übergangsmanagements Berlin bestand darin, dass es (wie auch ein weiteres Vorhaben in Hamburg) nicht auf der kommunalen Ebene, sondern in einem Stadtstaat angesiedelt war und damit die Landesebene von vornherein an der Umsetzung beteiligt war.

Transparenz als Voraussetzung der Steuerung
Unter den an den Standorten der Förderinitiative Regionales Übergangsmanagement befragten Expertinnen und Experten gab es eine weitgehende Übereinstimmung in der Diagnose, dass es nicht an Angeboten im Übergang Schule–Berufsausbildung mangele, wohl aber an Wissen über das Spektrum von Angeboten, deren Verteilung, deren Zielgruppen und deren Qualität. Das Angebotsspektrum sei selbst für einschlägig tätige Fachkräfte schwer überschaubar und zudem von einer hohen Änderungsdynamik geprägt. Soweit sie Beratungs-aufgaben erfüllten, fehlten Fachkräften häufig die für die Beratung erforderlichen Informationsgrundlagen. Als eine zentrale Ursache für den Mangel an Transparenz wurde die große Vielfalt zeitlich befristeter Programme und Projekte genannt. Durch die Bestandsaufnahmen sollte einerseits ein Überblick über das lokale Spektrum von Akteuren, Institutionen, Angeboten und Maßnahmen gewonnen werden, andererseits war eine Initiierung oder Intensivierung der Kooperation ein wichtiges Ziel, weil die Bestandsaufnahmen, über

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die ­ ereitstellung von Überblicksinformationen hinaus, eine Grundlage B für eine Debatte und Schritte zur Verbesserung der Struktur und Qualität von Angeboten bilden konnten. Eine Anforderung an die Erstellung von Bestandsaufnahmen über Angebote war die Sicherstellung der Qualität und Aktualität der in ihnen enthaltenen Informationen. Hier sind die Vorhaben unterschiedliche Wege gegangen: Teils wurden die Informationen durch die Anbieter selbst zugeliefert und laufend aktualisiert, teils wurden Bestandaufnahmen auf der Basis eines neutralen, externen Blicks erarbeitet. Ein Grundproblem der Erstellung von Bestandsaufnahmen und Überblicken bestand erneut in der Kurzfristigkeit, mit der Programme und Projekte gestartet, umgesetzt und auch wieder beendet wurden. Kaum fertig gestellt, waren Bestandsaufnahmen häufig bereits veraltet. Das erforderte Entscheidungen über die Auswahl der zu erfassenden Informationen und geeignete Verfahren zu ihrer Aktualisierung. Die im Rahmen des regionalen Übergangsmanagements erarbeiteten Bestandsaufnahmen bildeten eine Grundlage für die Entwicklung von Qualitätsstandards. Diese Entwicklung von Qualitätsstandards war wiederholt durch Zuständigkeitsfragen in Frage gestellt: Wer ist befugt, unterschiedlichen Akteuren in einem Handlungsfeld durch Qualitätsstandards Vorgaben zu machen? Um Kontroversen über Zuständigkeiten aus dem Weg zu gehen, wurden Standards in Verfahren eines fachlichen Diskurses von Fachkräften aus unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen entwickelt. Eine große Herausforderung stellte dann allerdings der Weg von der Fachebene zur Entscheidungsebene dar.
Wege der Informationsgewinnung

Schritte zur Erstellung von Bestandsaufnahmen: Erfahrungen aus der Förderinitiative
Die Erarbeitung von Bestandsaufnahmen war fast durchgängig eine der ersten Aufgaben der Projektteams (Braun / Reißig 2011). An Standorten der Förderinitiative, an denen bereits zu deren Beginn Beiräte oder Koordinationsgremien bestanden, wurden diese schon im Vorfeld der Durchführung von Bestandsaufnahmen in deren Planung einbezogen. In diesen Fällen wurde in einem gemeinsamen Abstimmungsprozess festgelegt, welche Zielstellungen die Bestandauf¬nahmen haben, welche Daten erhoben und auf welchem Weg die Datenerhebungen durchgeführt werden sollten. Wo solche Beiräte oder Koordinationsgremien zum Zeitpunkt der Durchführung der Bestandsaufnahmen noch nicht bestanden, musste über deren Zielstellungen, Inhalte und Verfahren in der Regel bilateral mit den verschiedenen Kooperationspartnern verhandelt werden. Das war zeitlich aufwändig, führte aber zu einer hohen Akzeptanz auf Seiten der beteiligten Partner.

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Instrumente der Informationsgewinnung

Die Vorhaben haben unterschiedliche Verfahren eingesetzt, um die Informationen für die Bestandsaufnahmen zu sammeln. Es wurden Fragebögen als schriftlich auszufüllendes Formular per Post oder im Dateiformat per Email verschickt bzw. auf einer Webseite zur Online-Eingabe zur Verfügung gestellt. Auch wurden Mitarbeiter/innen der Anbieter von Maßnahmen telefonisch oder persönlich mit einem Fragebogen befragt. Ergänzend dazu wurden Experteninterviews durchgeführt. Die Entscheidung, mit welchen Instrumenten die Informationen erhoben wurden, hing von den spezifischen Zielsetzungen, von der Art und des Umfangs der zu erfassenden Informationen und den Rahmenbedingungen ab, unter denen die Bestandsaufnahmen realisiert wurden. Eher unaufwändigere Verfahren per Fragebogen oder Online-Erhebung reichten aus, wenn es um eine eher formale Erfassung der Angebote ging. Aufwändigere Abfrageinstrumente waren nötig, wenn eine ausführlichere Beschreibung der Angebote gewünscht war. An einigen Standorten wurden weitergehende Einschätzungen zur Angebotsstruktur und zur Wirkung von Angeboten erhoben. Hier wurden Face-to-Face-Interviews mit Expertinnen und Experten geführt, was insbesondere dann geschah, wenn auch Bewertungsfragen von Interesse waren. Die Entscheidung darüber, in welcher Form Bestandsaufnahmen präsentiert werden sollten, hing von den Adressaten ab, die erreicht werden sollten. Für Lehrkräfte und Berater/innen wurde eher ein Printformat (zum Beispiel in Berlin in Plakatform) gewählt. Der persönliche Kontakt bei der Übergabe dieser Produkte wurde zugleich genutzt, die Kooperationsbeziehungen zu den Partnern zu vertiefen. Vor allem, wenn unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden sollten, wurden Datenbanken aufgebaut. Das ermöglichte eine Untergliederung nach Adressatengruppen. So konnte für Jugendliche eine spezifische Ansprache geschaffen, für Eltern oder professionelle Berater/innen wiederum eine andere Form der Präsentation und Information gewählt werden. Die Erfahrungen der Vorhaben zeigen, dass der Aufwand für die Erstellung aussagekräftiger Angebotsübersichten zumeist höher war als von den Verantwortlichen zunächst erwartet. Es erwies sich auch als schwieriger als angenommen, die gewünschten Informationen zuverlässig zu erheben. Gleichzeitig wurde deutlich, dass das Angebotsspektrum noch unüber¬sichtlicher war als erwartet. Zum Teil über kombinierte Erhebungsverfahren (Fragebogen¬erhebungen, Onlinebefragungen, Experteninterviews) haben die Vorhaben einen relativ vollständigen Überblick über das Angebotsspektrum im Übergangssystem erhalten. So ist es auch in Berlin gelungen, das Angebotsspektrum durch unterschiedliche Erhebungswege zu erfassen und für unterschiedliche Adressatengruppen aufzubereiten – angesichts der Größe des Berliner Übergangssystems eine nicht zu unterschätzende Leistung.

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Wer waren letztlich die Nutzer/innen der gewonnenen Informationen? Als typische Nutzergruppen an den Standorten der Förderinitiative lassen sich identifizieren: •  Fachkräfte mit Beratungsfunktionen: Für diese dienten die Bestandsaufnah¬men einer Verbesserung der Informationsgrundlagen für die Beratung; •  Jugendliche und deren Eltern: Für sie lieferten die Bestandsaufnahmen Informationen über das vorhandene Spektrum von Anschlussmöglichkeiten; •  Anbieter von Maßnahmen: Ihnen dienten die Bestandsaufnahmen als Medium der Selbstdarstellung aber auch der Herstellung von Kooperationsbezügen; •  Koordinationsgremien des regionalen Übergangsmanagements: Für sie schufen die Bestandsaufnahmen Informationsgrundlagen für Abstimmungs¬prozesse. Die Projektteams des regionalen Übergangsmanagements haben mit der Zielstellung, mehr Transparenz in die Angebotsstrukturen vor Ort zu bringen und ausführliche Übersichten zum Ist-Stand zu erstellen, in den meisten Fällen Neuland betreten. Die Ergebnisse der durchge-führten Bestandsaufnahmen wurden von den Kooperationspartnern durch¬gängig positiv bewertet und bildeten eine wichtige Informationsbasis für Multiplikator/ innen und Berater/innen bei ihrer Arbeit mit Jugendlichen. Allerdings war die Vorbereitung und Durch-führung von Bestandsaufnahmen und vor allem auch deren Aktualisieren mit einem hohen Aufwand verbunden sind. Dieser Aufwand ist insbesondere dann gerechtfertigt, wenn die Bestandsaufnahmen in ein Gesamtkonzept der regionalen Berichterstattung zum Übergangs-system eingebunden sind.

Nutzer/innen der Informationsgewinnung

Funktionen der Bestandsaufnahme des Regionalen Übergangsmanagements Berlin
Für das Berliner Regionale Übergangsmanagement stellten die Herstellung von Transparenz zur Angebotsseite und zur Gremienstruktur und darauf aufbauende Schritte zur Entwicklung von Qualitätsstandards für verschiedene Angebotsbereiche einen Schwerpunkt der Arbeit dar. Für die Bestandsaufnahme wurde das Verfahren gewählt, dass über eine ausschließlich auf Selbstdarstellungen beruhende Situationsbeschreibung hinaus auch Informationen erhoben wurden, die auch den Blick auf Defizite und inhaltliche und finanzielle Überschneidungen in der Angebotsstruktur öffneten. Diese Aktivitäten haben weit über den Standort Berlin hinaus Wirkung gehabt: Der in Berlin entwickelte Überblick (Leitsystem „Wohin nach der Schule?“) zu den an die Sekundarstufe I anschließenden Wegealternativen als Informationsgrundlage für eine effektive Beratung an der ersten

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Schwelle hat nicht nur bei den Akteuren des Berliner Übergangssystems große Anerkennung gefunden. Das hier entwickelte Darstellungsformat wurde auch an anderen Standorten der Förderinitiative übernommen und findet inzwischen auch über die Förderinitiative hinaus Verbreitung. Durch die Bestandsaufnahme des Regionalen Übergangsmanagement Berlin wurde das vielfältige Spektrum der Angebots-, Medien- und Akteurslandschaft erstmals in solcher Form untersucht und für zahlreiche unterschiedliche Player verständlich aufbereitet. In der vorliegenden Broschüre werden die Erfahrungen zum Umgang mit den Inhalten der Bestandsaufnahme reflektiert und der interessierten Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt und bieten daher die Gelegenheit, vom umfänglichen Wissen des Berliner Projektteams zu profitieren. Die Bestandsaufnahme konnte damit gleichzeitig eine Grundlage für eine Strategie zur Qualitätsentwicklung bilden, die im weiteren Verlauf einen Schwerpunkt der Arbeit im Regionalen Übergangsmanagements Berlin bildete. Damit konnten Lernprozesse in der Förderinitiative insgesamt angestoßen und damit dazu beigetragen werden, dass die Förderinitiative ihrem Anspruch gerecht wird, regionales Übergangsmanagement in einem gemeinsamen Lernprozess voranzutreiben.

Quellen: Braun, Frank/Reißig, Birgit (Hrsg.) (2011): Regionales Übergangsmanagement Schule – Berufsausbildung: Handlungsfelder und Erfolgsfaktoren. München/Halle: Deutsches Jugendinstitut, Regionales Übergangsmanagement 3 Braun, Frank/Reißig, Birgit/Richter, Ulrike (2011): Regionales Übergangsmanagement Schule – Berufsausbildung: Handlungsempfehlungen der wissenschaftlichen Begleitung. München/Halle: Deutsches Jugendinstitut, Regionales Übergangsmanagement 5

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Ausgangspunkt dieses Kapitels ist die grundlegende Fragestellung, welche Aspekte bei einer Projektplanung zu beachten sind. Dabei wird sich die Darstellung an verschiedenen Fragen orientieren, die auch im allgemeinen Projektmanagement von Belang sind. Der Grund für diese Vorgehensweise ist die Annahme, dass mögliche andere Anwender/innen einer Bestandsaufnahme dies ebenfalls projektförmig organisieren (d.h. mit konkreten Meilensteinen, Stichdaten und einer Verknüpfung mit personellen Ressourcen) und solche Analysen nicht Teil des Regelablaufs der Arbeit sind. Daher wird es im Folgenden vorrangig darum gehen, die für die Projektplanung wesentlichen Aspekte zu beschreiben und diese an verschiedenen Stellen am Beispiel der Bestandsaufnahme, die hier als Projekt im Projekt (nämlich RÜM Berlin) verstanden wird, zu konkretisieren bzw. zu verdeutlichen. Die für diesen Abschnitt verwendete Literatur1 geht daher über den konkreten Untersuchungsgegenstand der Bestandsaufnahme hinaus und zielt auf grundsätzliche Frage­stellungen, die auch unab­hängig vom konkreten Projekt zu beachten sind.

Eine Bestandsaufnahme als Projekt im Projekt

Im Fall der Bestandsaufnahme war die Definition der die BestandsaufnahMerkmale eines Projektes me umsetzenden Mitarbeiter/innen relativ einfach, da es sich um das gesamte Team (drei Berater/innen sowie eine studentische Hilfskraft) handelte, welches die Aufgaben gemeinschaftlich wahrnahm. Dementsprechend standen der genaue inhaltliche Zuschnitt sowie die Frage der Dauer im Vordergrund. Dabei galt es, die inMerkmale eines Projektes sind u. a.: haltlichen Ziele mit den zeitlichen •	 Ziele, Inhalt, Dauer und Mitglieder des ProjekRessourcen und den Kompetentes müssen exakt definiert werden •	 ein Projekt ist einmalig und steht im Gegensatz zen und Qualifikationen der Teamzu den laufend im Unternehmen anfallenden mitglieder in Einklang zu bringen „Routineaufgaben“ und die einzelnen Projektschritte •	 die Dauer des Projektes ist begrenzt so gut wie möglich zu definieren. Unabhängig vom Projektzuschnitt können folgende Schritte für einen Projektverlauf als konstitutiv erachtet werden: 1.	 Klärung der Projektziele: Was genau soll mit dem Projekt erreicht ­werden? 2.	 Projektplanung: Welche „Bausteine“ sind im Projekt enthalten? Welche Zwischenziele oder Meilensteine können zur Überprüfung herangezogen werden? Wie werden die Arbeitsschritte gestaltet? Welche personellen Ressourcen (Zeit und Kompetenzen) sind im Projekt verfügbar? Wie werden Aufgaben verteilt? In welcher Form soll die Auswertung geschehen, welche Informationen soll diese enthalten? 3.	 Durchführung des Projektes: Stimmen geplante und tatsächliche Arbeitsschritte überein? Können Meilensteine eingehalten werden? Muss nachgesteuert werden?
1  Im Wesentlichen wurden folgende Publikationen genutzt: Olfert, Klaus (2008): P ­ rojektmanagement; Friedrich Kiel Verlag, 6. Auflage sowie Bundesministerium des Innern (2007): Handbuch für Organisationsentwicklung und Personalbedarfsermittlung.

Schritte des Projektverlaufs

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4.	 Auswertung der Projektergebnisse: In welcher Form werden die Ergebnisse für welche Zielgruppe(n) aufbereitet? 5.	 Evaluierung: Wie effektiv und effizient war die Projektumsetzung? Wurden die anvisierten Ziele erreicht?2 Weiterhin wichtig für den Erfolg eines Projektes sind: •  aktive Förderung und Unterstützung durch die Leitungsebene der Behörde bzw. des Unternehmens; •  Priorisierung des Projektes gegenüber anderen Arbeitsaufgaben; •  Qualität des Untersuchungsauftrages (Klarheit der Zielstellung, Vollmachten); •  ausreichender Zeitraum für die Durchführung; •  Kompetenzen des Projektteams; •  tatsächliche Verfügbarkeit der eingeplanten Ressourcen; •  aktive Mitwirkung untersuchter Personen(-gruppen); •  frühzeitige und offene Kommunikation hinsichtlich der Ziele, der Schwerpunkte und der Dauer der Einbindung externer Partner. Bezogen auf ein Projekt wie die Bestandsaufnahme geht es vor allem um eine Untersuchung der Ausgangslage im Übergang Schule-Beruf. Ganz wesentlich ist daher in diesem Fall die Beantwortung der Frage, welche für die Zielerreichung notwendigen Informationen bereits vorliegen, welche Informationen noch erhoben werden müssen und welche Erhebungsmethoden hierfür am besten geeignet sind. Da die Erfassung von Informationen der Kern des Projektes ist, kann der Umfang der bereits vorliegenden Materialien sowie der selbständig zu erfassenden Informationen enorme Auswirkungen auf den zu leistenden Aufwand haben. Dementsprechend abgewandelt können die Schritte des Projektverlaufs für die Bestandsaufnahme folgendermaßen beschrieben und z.T. beispielhaft näher erläutert werden: 1. Benennung des Erkenntnisinteresses: Nach der Klärung der Zielsetzung des Projektes insgesamt ist das konkrete Erkenntnisinteresse zu benennen, das mit der Untersuchung verbunden ist. Beispiel: Welche berufsorientierenden Angebote werden in Kooperation mit welchen Schulen umgesetzt? 2. Projektplanung – Recherche vorhandener Informationen und Planung weiterer Schritte: Recherche vorhandener und zugänglicher Materialien („desk research“), an welchen Schulen welche Angebote umgesetzt werden. Sofern die Informationen vollständig sind, wäre die Analyse an ­dieser Stelle bereits abgeschlossen. Bei Unvollständigkeit ist zu überlegen, wie die fehlenden Informationen gewonnen werden können und welche Instrumente hierfür geeignet sind.
2  Dieser Aspekt wird, da in der Bestandsaufnahme nicht umgesetzt, in diesem Band nicht erörtert.

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Möglich wäre eine Befragung der Schulen, welche Angebote im Feld der Berufsorientierung umgesetzt werden. Dieses Vorgehen würde z. B. dann Sinn machen, wenn weitergehend nach der Einbettung der Angebote in die Berufsorientierungskonzepte der Schulen gefragt würde. Dies setzt jedoch voraus, dass alle befragten Schulen ein gemeinsames Verständnis besitzen, was berufsorientierende Angebote sind. Sie müssten die genaue Programmbezeichnung berufsorientierender Angebote kennen, wovon u. E. nicht unbedingt ausgegangen werden kann. Im Fall der Bestandsaufnahme im Rahmen von RÜM Berlin ging es lediglich um die grundsätzliche Umsetzung berufsorientierender Angebote an den Schulen. Daher wurden die Programm- und Projektverantwortlichen dieser Angebote nach ihren Schulkooperationen befragt. Ebenso sollte bereits zu diesem Zeitpunkt geplant werden, in welcher Form die Auswertung geschehen soll, um die vorherigen Schritte (z.B. Tiefe der abgefragten Inhalte) auf die Auswertung hin zu planen. Eine solche Befragung setzt die Entwicklung eines Fragebogens voraus. Für die Aufwandschätzung wichtig ist die Frage, ob der Fragebogen (teil-) ­ standardisiert oder offen formuliert werden soll. Dies hängt zumeist davon ab, ob die möglichen Antworten bereits antizipiert werden können. 3. Durchführung – Entwicklung eines Fragebogens und Umsetzung der Befragung: In dem Falle empfehlen sich standardisierte Fragebögen. Ist das Ziel dagegen eine explorative Erkundung des Untersuchungsfeldes, liegt eher eine offene Interviewform nahe. Darüber hinaus ist sehr darauf zu achten, wie viele Befragte erwartet werden, da dies – besonders bei offenen Interviews – Unterschiede im Aufwand ausmacht. Bezogen auf das Beispiel: Hier geht es um die schlichte Abfrage, „An welchen Schulen setzen Sie Ihr Angebot um?“ Möglich wäre ein offenes Antwortfeld, in dem alle Schulen eingetragen werden, oder eine Liste mit Schulen, bei denen die Befragten „ihre“ Schulen ankreuzen. Beides kann, insbesondere bei Angeboten mit vielen Schulkooperationen, relativ aufwändig für die Befragten sein und ein Nachfassen nötig machen, da nicht in jedem Falle von komplett ausgefüllten Fragebögen ausgegangen werden kann. Hier ist es wichtig, für die Befragten den Aufwand so gering wie möglich zu halten. Für die Umsetzung der Befragung gilt es, die Befragten so konkret wie möglich um ihre Mitarbeit zu bitten. Dies setzt z. T. die elektronische und/ oder telefonische Erinnerung voraus. Durch den Anspruch der Bestandsaufnahme auf Vollständigkeit war die mehrmalige Aufforderung zur Beantwortung ein wesentliches, den Aufwand erhöhendes Element. Der Aufwand für die Umsetzung einer Befragung ist u. a. stark abhängig davon, in welcher Form - auf Papier, elektronisch, telefonisch - die Befragung umgesetzt wird. Unabhängig von der Form lohnt es sich, die Fragebögen m ­ öglichst personalisiert, d.h. mit konkreter Ansprache zu versenden, da dies den Rücklauf deutlich erhöht.

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4. Auswertung: Nach der Rücksendung der Fragebögen beginnt die Phase der Auswertung. Bereits bei der Planung der Befragung sollte klar sein, in welcher Form die Befragungsergebnisse ausgewertet und dargestellt werden sollen. Im obigen Beispiel sollte für alle Berliner Schulen (bezirklich gegliedert) dargestellt werden, welche berufsorientierenden Angebote an der jeweiligen Schule existieren (siehe die Transferbroschüre „Berufsorientierung“). Essentiell für den Erfolg eines Projektes ist die Güte der Planung und Vorbereitung und die damit zusammenhängende Auswahl geeigneter Methoden und Techniken. Daher wird in diesem Abschnitt das Hauptaugenmerk auf diese Aspekte gelegt. Die konkreten Umsetzungsschritte werden in den folgenden Kapiteln erläutert.

Klärung der Projektziele
Ganz wesentlich für die Klärung des Projektzieles ist die Beantwortung der Frage, welches (Erkenntnis-) Interesse mit dem Projekt verbunden ist. Im Idealfall hat der/die Auftraggeber/in bereits eine klare Vorstellung von Nutzen und Zielen der bevorstehenden Untersuchung. Ist dies nicht der Fall, müssen die Ziele idealerweise mit dem Auftraggeber gemeinsam formuliert werden. Dabei ist es sinnvoll, die Ziele möglichst konkret zu beschreiben. Dies war bei der Bestandsaufnahme im Übergangsfeld Schule-Beruf, also einem sehr weiten Untersuchungsgegenstand, von besonderer Bedeutung.
Definition von Zielen

Ein Weg zur Definition von Zielen ist die Unterscheidung von Leitzielen, Mittlerzielen und Handlungszielen. Leitziele geben die Grundausrichtung einer Organisation, eines Programms, eines Projekts oder einer Konzeption an und sind längerfristig gültig. Sie sind wegen ihrer Allgemeinheit und ihres übergeordneten Charakters nur schwer bis gar nicht operationalisierbar, sind aber die Voraussetzung dafür, Ziele auf weiteren Ebenen ableiten oder auf Passung prüfen zu können, so dass schließlich operational formulierte Handlungsziele „akzeptabel“ sind. Ein Handlungsziel ist die eindeutige Beschreibung eines spezifischen Zustands, der durch bestimmte Interventionen erreicht werden soll. Es ist konkret, überprüfbar, zeitlich festgelegt und realistisch. Ein Handlungsziel ist operationalisiert. Handlungsziele entsprechen somit den smart-Kriterien (siehe folgenden Textkasten). Ein Mittlerziel verbindet die Ebene der Leitziele und der Handlungs­ziele. Es ist mittelfristig angelegt und vom Leitziel aus gesehen der nächste Schritt der Konkretisierung. Es setzt Schwerpunkte im Bereich des Leitziels und

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beschreibt zum Beispiel Leistungen, die in einem bestimmten Zeitraum für eine Zielgruppe erbracht werden sollen, und spezifiziert Teile des Leitzieles. Im Unterschied zum Leitziel enthält es bereits operationalisierte Elemente. Diese klare Zieldefinition war bei S	 Spezifisch: der Bestandsaufnahme nur be	 Ziele müssen eindeutig definiert sein, d.h. nicht 	 dingt möglich. Dies hängt unter 	 vage, sondern so präzise wie möglich M Messbar: anderem damit zusammen, dass 	 Ziele müssen messbar sein (Messbarkeits­­ -		 diese eingebettet war in ein län	kriterien) gerfristiges Projekt – RÜM Berlin – A 	Ausführbar: und auf der Ebene des Gesamt	 Ziele müssen von den Empfängern akzeptiert 		 projektes die Zielklärung der auf 	werden die Bestandsaufnahme folgenR 	 Realistisch: 	 Ziele müssen erreichbar sein den Schritte in der PlanungsphaT 	 Terminierbar: se nicht genauer definiert werden 	 zu jedem Ziel gehört eine klare Terminvorgabe, 	 ­ konnte. Gleichwohl war die Her	 bis wann das Ziel erreicht sein muss stellung von Transparenz ein Leitziel von RÜM Berlin. Dieses Ziel sollte durch die Bestandsaufnahme erreicht werden. Ganz wesentlich für die Zielformulierung „Herstellung von Transparenz“ war die Erkenntnis, dass angesichts der Größe des Übergangsfeldes und des immensen Themenspektrums eine Auswahl von Untersuchungsaspekten getroffen werden musste. Daher wurden auf der Ebene der Mittlerziele die vier Elemente der Bestandsaufnahme in ihrer Zielstellung beschrieben und mit operationalisierbaren Handlungszielen verknüpft. Folgende Abbildung verdeutlicht schematisch die Vorgehensweise:

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Auswahl von Leit-, Mittler- und Handlungszielen der Bestandsaufnahme  | Abbildung 1 Leitziel
Die Transparenz im Übergangsfeld ist hergestellt

Mittlerziele
Die Angebote im Übergangsfeld sind systematisch in einem Bericht dar­ gestellt

Handlungsziele
Die Befragung der Angebotsumsetzenden erfolgt bis Dezember 2008 mittels eines teilstandardisierten Fragebogens Bis Juli 2009 liegt ein Bericht vor, in dem die Angebote nach den Kriterien XYZ ­ eschrieben b sind

Relevante vorhandene Daten und Fakten zum Übergangsgeschehen liegen vor und sind ausgewertet Vorhandene Informationsmedien sind beschrieben und auf bestimmte Aspekte wie Vollständigkeit oder Korrektheit der Angaben hin überprüft Eine vollständige Übersicht der im Übergangsfeld arbeitenden Gremien liegt vor

...

...

...

Mit der Formulierung der Mittlerziele zu vier Elementen konnte die Planung der Bestandsaufnahme beginnen. Hierbei ist zu betonen, dass es grundsätzlich im Verlaufe der Untersuchung zu Anpassungen kommen kann. Ein möglicher Grund hierfür ist, dass die Menge an Informationen, auf die sich die Zielformulierung stützt, während der Vorbereitungs­phase eines Projektes nicht ausreichend ist. Während der Untersuchung ergeben sich häufig Informationen, die zu anderen Entscheidungen als den ursprüng­ichen führen. Dies macht eine Anpassung der Ziele notwendig. l

Projektplanung
Die Projektplanung ist der erste und sehr wichtige Schritt nach der Zielformulierung. Eine fundierte Planung ist die Basis für eine wirksame Kontrolle und Steuerung des Projektes. Generell ist zu sagen, dass die Projektplanung eine Aufgabe ist, die über die gesamte Projektlaufzeit wahrgenommen wird und immer wieder revidiert werden muss. Der Projektplan ist lebendig und muss ständig analysiert und angepasst werden, ohne dabei den bestehenden Auftrag aus den Augen zu verlieren. Für eine effiziente und effektive Projektplanung empfiehlt sich eine „ ­ rollierende“ Vorgehensweise. Das bedeutet, dass zu Beginn des Projektes eine grobe Planung, abgeleitet aus den Zielen, für das gesamte Projekt vorgenommen wird, welche jeweils für die einzelne Projektphase weiter detailliert wird. Gewisse Vorstellungen über die methodische Umsetzung

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müssen jedoch bereits vorhanden sein. Der Vorteil dieser ­Vorgehensweise liegt darin, dass der Planungsaufwand vertretbar bleibt und im Laufe des Projektes gewonnene Erkenntnisse in die Planung einfließen können. Eine Möglichkeit der Planung ist der Projektstrukturplan (PSP), der eine Übersicht über alle Arbeitspakete hierarchisch strukturiert. Formale Bestandteile des PSP sind: •  Beschreibung der Hauptaufgabe (Bestandsaufnahme); •  Beschreibung der Teilaufgaben, die sich aus der Hauptaufgabe ergeben (siehe Mittlerziele); •  Beschreibung der Arbeitspakete. Diese sollten möglichst detailliert und abgrenzbar zu anderen Aufgaben beschrieben werden. In der Praxis hat es sich als sinnvoll erwiesen, den PSP gemeinsam im Projektteam zu erarbeiten. Ebenfalls auf Grundlage des PSP findet eine Aufwandsschätzung statt, die in Personentagen oder –stunden ausgedrückt wird. Bei der Schätzung des Aufwandes ist zu beachten: •  Der Aufwand muss strikt von der zeitlichen Durchführungsdauer unterschieden werden. Beispielsweise dauert die Erstellung eines Fragebogens 3 Tage (Aufwand), es wird wahrscheinlich aber nicht ununterbrochen am Fragebogen gearbeitet, so dass mit einer Durchführungsdauer von 5 Tagen gerechnet wird. •  Je detaillierter die Arbeitspakete beschrieben wurden, desto genauer ist die Schätzung des Aufwands. •  Schätzungen ohne Erfahrungshintergrund fallen in der Regel zu niedrig aus, deshalb sollte bei Unsicherheit ein Puffer eingeplant werden. •  Der Aufwand für Querschnittsaufgaben wie z. B. Projektmanagement wird häufig nicht eingeplant oder unterbewertet. Vom geschätzten Gesamtaufwand ausgehend können wiederum in Abhängigkeit von den geplanten Ressourcen die Dauer des Projekts bzw. umgekehrt in Abhängigkeit vom notwendigen Endtermin die Ressourcen geplant werden. Sollte nach der Aufwandsschätzung erkennbar sein, dass der Endtermin mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht einzuhalten ist, müssen die Untersuchungsziele entsprechend korrigiert werden. Nach der Schätzung des Aufwandes wird die zeitliche und logische Abfolge der Aktivitäten – die Ablaufplanung – festgelegt. Die Ablaufplanung dient dazu, eine realistische Terminierung der Arbeitspakete vornehmen zu können.
Aufwandsschätzung Projektstrukturplan

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Grundsätzliche Überlegungen zur Erstellung eines Ablauf- und Termin­ planes sind: •  Welche Abhängigkeiten bestehen zwischen den einzelnen Aktivitäten? •  Gibt es Aktivitäten, die parallel ausgeführt werden können? •  Welche Bearbeitungsdauer muss für die einzelnen Aktivitäten angesetzt werden? •  Wer wird die Aktivitäten durchführen? •  Gibt es planbare Ausfallzeiten wie Urlaub oder Fortbildung? •  Sind externe Einflüsse zu beachten, die sich auf den Ablauf auswirken können? Hier handelt es sich um eine relativ formalisierte Beschreibung der Projektplanung. Nicht immer ist eine konkrete schriftliche Fixierung notwendig, z.B. wenn die räumliche Situation eine schnelle und unkomplizierte Kommunikation es zulässt. Gleichwohl empfiehlt es sich, zumindest die wesentlichen Arbeitspakete und die dafür verantwortlichen Personen schriftlich zu dokumentieren, da dies ein wichtiges Instrument der Verlaufs- und Erfolgskontrolle ist. Für die Bestandsaufnahme im Rahmen von RÜM Berlin wurde – wie in ­ bbildung 2 am Beispiel der Vorbereitung und der Umsetzung des A ­Elementes „Erhebung der Angebotsstruktur“ dargestellt – eine ­detaillierte Ablaufplanung im Projektteam vereinbart. Die farblichen Balken signalisieren, welche Person für das jeweilige Arbeitspaket verantwortlich ist. Durch ein M markiert sind die Meilensteine in diesem Teilbereich, die eine Überprüfung des Projektablaufs erlauben.

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Abbildung 2 |  Projektplanung für den Teilaspekt „Erhebung der Angebotsstruktur“

Darstellung der Arbeitsschritte Aufgabe
Mai Jun Jul

2008
Aug Sep Okt Nov Dez Jan

2009
Feb Mrz Apr Mai Jun Jul
Aug

Vorbereitung

Klärung Projektziel-Auftrag Teamorganisation Projektplanung Einführungsgespräche Technische Erstellung ­Projektdatenbank
M

Umsetzung

Quantitative Befragung Auswertung quantitativ Qualitative Befragung Auswertung qualitativ Berichtslegung
M M M

Ganz wesentlich für die Formulierung realistischer Ziele, die Ressourcenplanung und die Projektorganisation ist die differenzierte Nutzung der vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten im Projektteam. Das Team setzt sich dabei zusammen aus der Projektleitung und den Projekt­teammitgliedern.3 Die Aufgaben der Projektleitung bestehen v. a. in der Planung, Steuerung und Kontrolle des Projektes. Sofern notwendig, obliegt der Leitung auch die Aufgabe des Risikomanagements. Die Projektleitung besitzt die fachliche Weisungsbefugnis gegenüber den Projektteammitgliedern und das Verfügungsrecht über das Projektbudget. Es sollte in jedem Fall nur eine Projektleitung pro Projekt geben, da sich geteilte Projektleitungen in der Praxis nicht bewährt haben. Die Kompetenzen müssen demnach klar verteilt sein. Die Aufgaben der Projektteammitglieder sind vor allem durch die Bearbeitung der Arbeitspakete und die Unterstützung bei Planungsaufgaben gekennzeichnet. Die Zeitbudgets der Projektteammitglieder sind entscheidend für die Projektplanung. Haben diese noch andere Aufgaben zu
3  Im Folgenden wird zusammenfassend der Begriff von (Projekt-) Mitarbeiter/innen b ­ enutzt. Damit sind, sofern nicht ausdrücklich anders beschrieben, alle Ebenen des Projekt­teams gemeint.

Projektleitung, Arbeitsteilung und Planung im Team

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bewältigen, die nicht projektgebunden sind, gilt es zu klären, in welchem Umfang die Projektteammitglieder zur Verfügung stehen, und mögliche Überschneidungen zu vermeiden. Dieser Aspekt war bei der Umsetzung der Bestandsaufnahme sehr unproblematisch, da sowohl die Projektleitung als auch die beiden Projektteammitglieder in Vollzeit für das Projekt tätig waren. Hinzu kam eine studen­ tische Hilfskraft, die acht Stunden pro Woche zur Verfügung stand. Neben der quantitativen Abschätzung muss eine qualitative Ressourcenplanung erfolgen: Neben den notwendigen „soft skills“ ist darauf zu achten, dass auch alle fachlichen Qualifikationen vorhanden sind. Sollte dies nicht der Fall sein, ist die Hinzuziehung externer Expertise notwendig. Alternativ können Fortbildungen für die Projektteammitglieder bestehende Lücken schließen. Im vorliegenden Fall war insbesondere Methodenwissen notwendig, z.B. bei der Erstellung von Fragebögen oder der Entwicklung der Projektdatenbank anhand vorher festgelegter Kriterien. Dies war aufgrund der fundierten Kenntnisse sozialwissenschaftlicher Methoden der Projektteammitglieder gewährleistet.
Kostenplanung und Abfolge der Projektschritte

Häufig ist mit dem Projekt auch ein entsprechendes Budget verbunden. Aufgabe der Projektleitung ist es, die Kosten anhand der Aufwandschätzung detailliert zu planen. Grundsätzlich gilt, dass die Kostenplanung umso genauer wird, je detaillierter die Aufgaben beschrieben werden. Für die Bestandsaufnahme war aufgrund der Projektstruktur eine spezifische Kostenplanung nicht notwendig. In den folgenden Kapiteln werden die einzelnen Elemente der Bestandsaufnahme und deren Übersetzung in konkrete Arbeitsschritte dargestellt. Dabei werden entlang der oben beschriebenen Projektschritte das Erkenntnisinteresse der einzelnen Elemente der Bestandsaufnahme, deren Umsetzung und Auswertung dargestellt. Darüber hinaus werde die eingesetzten zeitlichen und personellen Ressourcen sowie weitergehende Optionen thematisiert, die nicht im Rahmen von RÜM umgesetzt wurden, in anderen Kontexten jedoch zusätzliche Verwertungsmöglichkeiten eröffnen. Wie bereits beschrieben, setzt sich die Bestand­ aufnahme aus mehreren s Elementen zusammen:

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Abbildung 3 | 

Elemente der Bestandsaufnahme

Bestandsaufnahme

Angebots­ struktur

Daten / Fakten

Medien

Gremienlandschaft

Zielstellung der Bestandsaufnahme war es, ein möglichst differenziertes Bild des Übergangsgeschehens zu zeichnen und diesen Arbeitsschritt inklusive Berichtslegung bis Sommer 2009 abzuschließen. Dabei wurde im RÜM Berlin ursprünglich von einem Bericht auf Landesebene ausgegangen. Im Laufe der Bestandsaufnahme zeigte sich, dass für die einzelnen Bezirke spezifische Informationen zur Verfügung standen, die nicht sinnvoll in den Landesbericht einzubetten waren. Daher wurde beschlossen, entlang der Struktur des Landesberichts auch zwölf Bezirksberichte zu schreiben. Der damit verbundene erhöhte Ressourceneinsatz musste dementsprechend bei der Projektplanung und -steuerung berücksichtigt werden. In den folgenden Kapiteln wird das Vorgehen bezüglich der einzelnen E ­ lemente detailliert beschrieben.

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Datensammlung und -analyse
Erkenntnisinteresse
Unabdingbares Element einer Bestandsaufnahme in dem hier geschilderten Themenfeld muss die Beschreibung der quantitativen Ausgangslage sein. Dies ist die Grundvoraussetzung für eine Abschätzung des zukünftigen Ressourcenbedarfs im Übergangsfeld Schule-Beruf, aber auch ganz praktisch für ggf. erforderliche vertiefende Interviews im Anschluss an dieses Arbeitspaket. Zugleich müssen die politischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen in den Blick genommen werden. Daher war es Ziel der Bestandsaufnahme, zum einen bestehende politische und soziodemographische Entwicklungen in Berlin zu beschreiben, zum anderen die Daten unterschiedlicher Akteure im Übergangsfeld bezogen auf die Zielgruppe des Projektvorhabens heranzuziehen und miteinander in Beziehung zu setzen, um damit zu einer Einschätzung der Ausgangslage und daraus abgeleitet des zukünftigen Ressourcenbedarfs zu gelangen.
Beschreibung der Ausgangslage

Planung
Wesentliche Überlegungen bei der Planung waren: •  Nur diejenigen bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen sollten beschrieben werden, die bundes- oder landesweit Gültigkeit hatten. •  Eine Erhebung eigener Daten in diesem Arbeitspaket wurde als nicht notwendig erachtet, d. h. es sollte ausschließlich mit dem verfügbaren Zahlenmaterial gearbeitet und die Daten verschiedener Institutionen zusammengeführt werden.

Durchführung
Die Durchführung umfasste neben der detaillierten Planung, welche Informationen erhoben werden sollten, deren Recherche sowie schließlich die sinnvolle Strukturierung des zu verfassenden Ergebnisberichtes. Zur Beschreibung qualitativer bildungs- und arbeitsmarktpolitischer Rahmenbedingungen wurde v. a. eine Internetrecherche durchgeführt. Hierbei spielten vor allem die damals anstehende Berliner Schulstrukturreform und die damit zusammenhängenden Änderungen (Duales Lernen) sowie die damaligen Veränderungen im Kontext der Arbeitsförderung (stärkere Ausrichtung der Bundesagentur für Arbeit auf Berufsorientierung sowie Reform arbeitsmarktpolitischer Instrumente) eine Rolle. Nach quantitativen Daten wurde sowohl im Internet als auch in einschlägigen Veröffentlichungen recherchiert. Darüber hinaus wurden die entsprechenden Statistikämter bzw. –abteilungen um Zulieferung weiterer
Recherche

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Daten gebeten. Hierfür war ein Unterstützungsschreiben der zuständigen Fachverwaltung notwendig.
Daten und Datenquellen

Folgende Daten wurden genutzt: •  Schulabgangszahlen aus öffentlichen und privaten Schulen nach Schulart und Qualifikation: Bildung für Berlin – Blickpunkt Schuljahr der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung •  Prognostizierte Schulabgangszahlen aus öffentlichen und privaten Schulen: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Statistikabteilung •  Bewerber/innen für Berufsausbildungsstellen und offene Ausbildungsstellen: Bundesagentur für Arbeit: Ausbildungsstellenmarkt Teil 1 und Teil 2 sowie Ausbildungsbörsen der IHK und der HWK Berlin •  Altbewerber/innen für Berufsausbildungsstellen: Bundesagentur für Arbeit: Bewerber und Berufsausbildungsstellen. Land Berlin •  Bestand an Teilnehmer/innen von 15 bis 25 Jahren in ausgewählten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in Berlin, Monatszahlen: Bundesagentur für Arbeit, Statistik-Service Ost •  Bestand an arbeitslosen Personen unter 25 Jahren nach Personenmerkmalen in Berlin und bezirksweise (SGB II und SGB III): Bundesagentur für Arbeit, Statistik-Service Ost Weitere Quellen waren: •  Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (2008): Bildung in Berlin und Brandenburg: Ein indikatorengestützter Bericht zur Bildung im Lebenslauf: Im Auftrag der Senatsveraltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin und des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg •  Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (2008 und 2009): Berufliche Schulen im Land Berlin •  Arbeitsmarktprogramme der JobCenter, soweit öffentlich zugänglich Wesentlich für die eigene Orientierung und für die spätere Strukturierung des Ergebnisberichtes ist die konkrete Zuordnung der Daten zu ihren Quellen, die in diesem Analyseschritt erfolgt. Hierfür ist bereits bei der Planung ein geeignetes Ordnungssystem zu überlegen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn mehr als eine Person mit der Recherche betraut ist.

Auswertung
Berichtslegung

Die Beschreibung der bildungs- und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen sowie der Daten und Fakten wurden als Teil des Landesberichts sowie in den 12 Bezirksberichten aufbereitet. Schwierigkeiten bei der Auswertung ergaben sich unter anderem dann, wenn zu bestimmten Sachverhalten Daten aus verschiedenen Quellen vorlagen, die nicht übereinstimmten und z. T. sogar sehr weit vonein­ nder a

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abwichen (z. B. die Anzahl der unbesetzten Ausbildungsstellen, die durch die Bundesagentur für Arbeit und die IHK ausgewiesen wurden). Eine Zusammen­führung der Daten war nicht möglich, daher mussten die jeweiligen Erhebungsmethoden und die zugrunde liegenden ­ efinitionen in die D Darstellung der Informationen im Bericht einbezogen werden.

Zeitplanung und Ressourceneinsatz
Insgesamt umfasste der Aufwand für die oben genannten Arbeitsschritte ca. 15 Personentage. Davon deutlich zu unterscheiden ist die Durchführungsdauer, die je nach Anzahl der externen Quellen, deren jeweils ganz unterschiedlich generiertes Datenmaterial Datenmaterial herangezogen wird, deutlich darüber liegen kann.4 Sie lässt sich u. a. deshalb schwer ­schätzen. Grob geschätzt wurden für diesen Arbeitsschritt im Rahmen der Bestandsaufnahme eine Durchführungsdauer von ca. 1,5 Monaten veranschlagt, da parallele Arbeitsschritte unternommen wurden. Im Vorfeld der Datenerhebung ist – am besten im gesamten Team, mindestens aber von zwei Personen – zu überlegen, welche Daten für den Zweck der Untersuchung herangezogen werden sollen. Nach dieser Festlegung kann die Beschaffung der Daten durchaus von einer Person geleistet werden. Hierdurch erhöht sich jedoch die Durchführungsdauer. Bei zwei Personen ist für die Datenerhebung je nach Anzahl der Daten und Datenquellen sowie der Liefergeschwindigkeit der Statistikabteilungen mit einer Durchführungsdauer von mindestens 2 Wochen zu rechnen. Die Anforderungen an die von den Statistikabteilungen erwünschten Daten ist so präzise wie möglich zu formulieren, da dies etwaige (notwendige) Rückfragen erspart und die Liefergeschwindigkeit sowie deren anschließende Verwertbarkeit erhöht. Zum Teil ist es möglich, dass bei der Erstellung von Datensätzen Kosten anfallen können. Für die Analyse und Beschreibung der Daten ist es sinnvoll, die Rhythmen der Datenaktualisierungen in den jeweiligen Häusern zu kennen, um für die Berichtslegung das aktuellste Zahlenmaterial zur Verfügung zu haben. Dies kann den Ressourcenaufwand je nach Beschreibungstiefe und Menge der zu aktualisierenden Daten (so wie beispielsweise bei den Berichten für alle 12 Berliner Bezirke) erhöhen.
Bestimmung der Datengrundlage

4  Im vorliegenden Fall ist jedoch zu erwähnen, dass sowohl die Statistikabteilung der Bundesagentur für Arbeit als auch die der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung die erwünschten Statistiken ausgesprochen schnell und präzise bereitstellten.

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Für die Beschreibung der Rahmenbedingungen und die strukturierte Darstellung der Daten kann ca. 1 Woche Durchführungsdauer kalkuliert werden. Dies schließt das Schreiben sowie das notwendige Korrektorat durch eine zweite Person ein.

Weitere Optionen
Die Nutzung weiterer, thematisch angrenzender Quellen, wie z.B. Sozialstruktur-, Konjunktur- oder Wirtschaftsberichte, bietet die Möglichkeit einer noch detaillierteren, beziehungsreicheren Darstellung. Aufgrund der Fokussierung auf teilnehmerbezogene Daten und einer Schwerpunktsetzung in anderen Bereichen der Bestandsaufnahme wurden diese erweiternden Datenquellen nicht für die Berichtslegung verwendet. Die Etablierung einer kontinuierlichen Bildungsberichterstattung geht ebenfalls deutlich über die hier beschriebene Vorgehensweise hinaus. Die für eine Bildungsberichterstattung wesentlichen Aspekte werden im letzten Kapitel beschrieben.

Empfehlungen •	 Definieren Sie genau, welche Daten Sie in welcher Konkretheit benötigen. Bestimmen Sie hierfür den Zweck der Analyse so präzise wie möglich. •	 Beziehen Sie bereits zu Beginn der Planungen die Auswertung mit ein, indem Sie bestimmen, in welcher Form und Konkretheit die D ­ aten für welche Zielgruppe/n aufbereitet werden sollen. •	 Erstellen Sie eine zentrale Liste/Tabelle der Daten, die Sie erheben wollen und legen Sie die für die Recherche der jeweiligen Daten v ­ erantwortlichen Personen fest. •	 Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen den Abarbeitungsgrad der Liste/Tabelle. •	 Planen Sie ausreichend Zeit für die Beantwortung Ihrer Daten­ anfragen an Dritte, z.B. Statistikämter, ein.

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Angebotsspektrum
Erkenntnisinteresse
Das Übergangssystem stellt nicht nur für Laien ein ausgesprochen komplexes Geflecht verschiedener Programme und Projekte mit je ­ igenen e Zielgruppen, inhaltlichen Ausrichtungen, Kapazitäten und Finanzierungsquellen dar. Um Steuerung zu ermöglichen ist es daher notwendig, ­einen Überblick hinsichtlich der Angebote im Übergang Schule-Beruf zu erhalten. Daher sah die Erfassung des Angebotsspektrums die ressort­ übergreifende Erhebung und Darstellung der relevanten Angebote am Übergang Schule-Beruf auf der Ebene des Landes und aller Berliner Be­ zirke vor und zielte dabei auf die Abbildung von Fördersträngen und Förderlogiken. Ziel dieses Analyseschrittes war daher die detaillierte und vollständige Beschreibung des Angebotsspektrums am Übergang Schule-Beruf, die möglichst systematisch aufgebaut sein sollte. Das unmittelbare Ziel der Erfassung des Angebotsspektrums war somit die Herstellung von Transparenz. Dabei sollten nicht nur die Existenz von Angeboten erfasst, sondern auch inhaltliche Aspekte abgebildet werden. Mittelbar leitete sich daraus das Ziel ab, die Grundlage für eine verbesserte, ggf. ressortübergreifende Steuerung der Förderstränge und -logiken zu schaffen. Zielstellung war es, die Erhebung der Angebote (quantitativ und qualitativ) ­ inklusive Berichtslegung bis Juni 2009 abgeschlossen zu haben.
Vollständige Darstellung des Angebotsspektrums

Planung
Wesentliche Überlegungen bei der Planung waren: •  Es musste genau vereinbart werden, welche Angebote beschrieben werden sollten. •  Die Abklärung der Beschreibungstiefe der Angebote sowie damit zusammenhängend die Festlegung der Kriterien sollte im Konsens aller aktiv an der Bestandsaufnahme Beteiligten, also dem RÜM-Team, der RÜM-Lenkungsrunde5 und einem stellvertretenden Teil der Befragten, erfolgen. •  Die Erfassung der Angebote sollte über eine quantitative und eine qualitative Befragung geschehen. Die quantitative Befragung sollte in einem ersten Schritt dazu dienen, Aussagen zu allen Angeboten am Übergang Schule-Beruf hinsichtlich des inhaltlichen Zuschnitts, der Ressourcen und der Förderung des jeweiligen Programms treffen zu können.­

5  Die Lenkungsrunde begleitet das Projektvorhaben und entscheidet über die grundsätzliche Ausrichtung desselben. Den in der Lenkungsrunde beteiligten Institutionen obliegt darüber hinaus die Aufgabe, die in der Runde getroffenen Vereinbarungen in den jeweiligen Häusern zu kommunizieren und umzusetzen. Mitglieder der Lenkungsrunde sind Vertreter/innen auf Landes- und Bezirksebene: Senatsverwaltungen, Kammern, Jobcenter, Agenturen für Arbeit u.a.

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Dieses sollte den Hauptteil des Landesberichts ausmachen. Die qualitative Befragung diente insbesondere der Beschreibung von Praxis in vier Themenbereichen6, die als Ausgangspunkt der Arbeit in den Schnittstellenkonferenzen7 dienten. Die Ergebnisse der vertiefenden Interviews sollten im weiteren Projektverlauf in den Schnittstellenkonferenzen als Beispiele guter Praxis genutzt werden. •  Die jeweiligen Programmverantwortlichen sollten die Zielgruppe der quantitativen Befragung sein. Dementsprechend war der Fragebogen auszugestalten. Für die Identifizierung der jeweiligen Ansprechpartner/innen zur Beantwortung des Fragebogens war ausreichend Zeit einzuplanen. •  Für die Befragung war ein offizielles Unterstützungsschreiben des Auftraggebers erforderlich. Dies war im Falle der Bestandsaufnahme die Lenkungsrunde von RÜM, aus deren Mitte mehrere Institutionen das Unterstützungsschreiben unterschrieben. Durch die Befragung der Angebotsverantwortlichen war kein weiteres Genehmigungsverfahren in die Wege zu leiten. •  Die Befragung der Angebotsverantwortlichen sollte zeitlich so „ ­ getaktet“ werden, dass Ferienzeiten und Stoßzeiten in der Arbeit (z.B. Ausbildungsbeginn) möglichst umgangen werden. •  Für die Beantwortung der Fragebögen und die Terminvereinbarung bezüglich eines Interviews sollte ein genügend großer Zeitraum zur Verfügung stehen (je nach Anzahl unterschiedlich zu planen). •  Die Aufgabe des Projektcontrollings ist bei einer solch umfassenden Recherche mit diversen parallelen Arbeitsschritten besonders wichtig. Hierfür waren entsprechende zeitliche Ressourcen vorzusehen.

Durchführung
Analytische Trennung des Übergangsfeldes

Ausgehend von den oben geschilderten Überlegungen zur Planung war es in einem ersten Schritt wichtig, ein analytisches Grundverständnis der zu erhebenden Angebote zu erlangen. Hierfür wurden teamintern diverse Möglichkeiten diskutiert. Angesichts der späteren Berichtslegung und der dazu benötigten Strukturierung wurde in einem ersten Schritt eine theoretische Trennung des Übergangsfeldes anhand der Chronologie des individuellen Lebenslaufes in drei „Scheiben“ (siehe Kasten) vorgenommen. Die Aufteilung in Scheiben geht oftmals mit einer institutionellen Trennung der Angebote einher.
6  Die Themen waren im Einzelnen: Kompetenzfeststellung; Anforderungen der betrieblichen Praxis, Sicherung von Betriebsnähe und Unterstützungsstrukturen für Unternehmen; Berufswegebegleitung / Begleitung an den Übergängen; Gestaltung von Berufsvorbereitungs- und Qualifizierungskonzepten i. S. der Anrechenbarkeit auf Aus­ bildung / Flexibilisierung 7  Die Schnittstellenkonferenzen verstand sich als institutionen- und ressortübergreifende Arbeitsgremien. Anliegen ist eine übergreifende Diskussion und Abstimmung über die verschiedenen Stationen, Institutionen und Förderkontexte im Übergangsfeld – eben eine Abstimmung an und über die „Schnittstellen“ hinweg.

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Wie sich im Laufe der Bestandsaufnahme herausstellte, war eine eindeutige Zuordnung der Angebote zu den Scheiben nicht in jedem Falle möglich, so dass in diesem Falle diese Angebote als „scheibenübergreifend“ zusammengefasst wurden.

In einer weiteren theoretischen Überlegung wurde definiert, welche Angebote im Rahmen der Bestandsaufnahme erfasst werden. Dem Ziel verpflichtet, Förderstränge und Förderlogiken abzubilden, wurden die Angebote erfasst, die folgende Kriterien erfüllen: Ein Angebot wurde abgebildet, sofern es •  mindestens eine Laufzeit von einem halben Jahr vorsah •  sich zum Zeitpunkt der Befragung8 in Umsetzung befand •  sich an die Zielgruppe richtete, d.h. an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre, die ohne weitere Hilfen nicht den Übergang von der Schule in Ausbildung und den Arbeitsmarkt schaffen. Dazu gehören sowohl Marktbenachteiligte als auch Jugendliche mit besonderem Förderbedarf, d.h. ohne Schulabschluss, noch nicht ausbildungsreife, Un-/ Angelernte, sozial benachteiligte, arbeitslose bzw. von Arbeitslosigkeit bedrohte Jugendliche9 •  seinen thematischen Schwerpunkt in einem Themenfeld des Übergangs (Berufsorientierung, Berufsvorbereitung, Unterstützungsleistungen der Berufsausbildung)10 setzte •  zeitlich auf den Übergang von der Schule bis zur Einmündung in Ausbildung bzw. Arbeit11 zielte und das Angebot mindestens eines der beiden folgenden Kriterien erfüllte •  Angebot sah eine Teilnehmerzahl von mind. 50 Personen vor •  Angebot wurde in mind. 2 Bezirken oder an mind. 3 Schulen umgesetzt12. Die Angebote, die den o. g. Kriterien entsprachen, wurden im Rahmen der Bestandsaufnahme abgebildet.
8  d.h. im Frühjahr 2009. 9  Spezifische Angebote für Jugendliche im Rechtskreis des SGB XII blieben unberücksichtigt, da deren Förderung anderen Regelungen folgt. Dementsprechend wurden Angebote, die sich in erster Linie an Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf bzw. an junge Menschen mit Behinderungen richten, nicht berücksichtigt. 10  Angebote, bei denen Themen des Übergangs einen untergeordneten Aspekt darstellen, bleiben dementsprechend unberücksichtigt (z.B. offene Jugendarbeit, Schulden­ beratung). 11  Angebote der Weiterbildung bleiben dementsprechend unberücksichtigt. 12  Letzteres gilt nur für berufsorientierende Angebote.

•	 Scheibe 1 – Berufsorientierung: Der Scheibe der Berufsorientierung wurden diejenigen Angebote zugeordnet, die sich an Jugendliche bis zum Abschluss der allgemeinbildenden Schule richten und den Übergang Schule-Beruf befördern. •	 Scheibe 2 – Berufsvorbereitung: Zur Scheibe der Berufsvorbereitung gehörten die Angebote, die zwischen dem Erfüllen der allgemeinen Schulpflicht und dem Eintritt in die Berufsausbildung absolviert werden und der Integration in Ausbildung und/oder Arbeit dienen. •	 Scheibe 3 – Berufsausbildung: Der Scheibe der Berufsausbildung umfasste diejenigen Angebote, die auf den Erwerb eines Ausbildungsabschlusses abzielen. Dies kann sowohl die Förderung der Ausbildung an sich als auch externe Unterstützungsleistungen im Rahmen der Ausbildung umfassen.

Kriterien zur Angebotserfassung

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Recherche

Ausgangspunkt des nächsten Arbeitspaketes war nach der Klärung der zu erfassenden Angebote sowie der Einigung hinsichtlich der Struktur der Darstellung der einzelnen Angebote eine ausführliche Recherche derselben. Als Struktur der Recherche wurde eine Sortierung der Angebote nach den einzelnen Scheiben (siehe oben) und in diesen Scheiben nach Ressorts bzw. Institutionen (z.B. Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Jobcenter, Arbeitsagentur) vorgenommen. Dopplungen wurden im Nachgang aussortiert. Angebote, die nicht den obigen Kriterien entsprachen, wurden im ersten Schritt in der Rechercheübersicht belassen. Damit war sichergestellt, dass diese Angebote bereits identifiziert wurden. Im Anschluss hieran galt es die Fragen zu beantworten, ob 1) die recherchierten Angebote die o. g. Kriterien erfüllten und 2) die Kontaktdaten der Programmverantwortlichen ermittelt wurden. Letztere ließen sich relativ leicht recherchieren. Wenn die Angebote den festgelegten Kriterien nicht entsprachen, war das entsprechende Angebot für die Bestandsaufnahme nicht relevant und wurde in der Rechercheübersicht entsprechend markiert. Für eine Beantwortung der Frage war in vielen Fällen der telefonische oder E-Mail-Kontakt notwendig. Um Ansprechpersonen, die für die Umsetzung mehrerer Angebote verantwortlich zeichnen, nicht zu überfordern, wurde dieser Schritt am Ende der Recherche unternommen. Dementsprechend galt es, teamintern den Kontakt zu diesen Personen zu bündeln. Bei der Recherche wurde grundsätzlich vom Allgemeinen zum Spezifischen vorgegangen. Verdeutlicht an einem Beispiel heißt dies, dass in zentralen Dokumenten wie z.B. Förderdatenbanken oder einer Übersicht über Förderprogramme des Bundes im Good-Practice-Center des BiBB nach laufenden Bundesprogrammen gesucht wurde. Anschließend wurden diejenigen Programme ausgewählt, in denen der Übergang Schule-Beruf oder Teile davon im Blickpunkt waren. Hieran anknüpfend wurde recherchiert, ob die Angebote in Berlin umgesetzt wurden. Die Recherche erfolgte im ersten Schritt über das Internet. Fehlten Informationen, so wurden die verantwortlichen Personen, z. B. Programmkoordinator/innen in Bundesministerien, kontaktiert. Die Befragung der Angebotsverantwortlichen bildete den Hauptteil dieses Arbeitspaketes. Dies erfolgte in einem zweistufigen Verfahren, einer quantitativen und qualitativen Befragung . Während sich die quantitative Befragung an die Programm-/Projektverantwortlichen richtete, waren die Adressaten der qualitativen Befragung Umsetzende des jeweiligen Programms. Diese wurden von den Programm-/Projektverantwortlichen benannt.

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Die Befragung der Verantwortlichen auf Programmebene erfolgte nach der Erstellung eines Kriterienrasters. Folgende übergeordneten Aspekte wurden erfasst und anschließend im Fragebogen abgebildet: •  Zielgruppe •  Ziele •  Inhaltliche Schwerpunkte •  Berufsfelder •  Organisationsform •  Kapazitäten •  Laufzeit •  Finanzierung •  Institutionelle Zuständigkeit/Rechtsgrundlage •  Dokumentation •  Verzahnung mit anderen Angeboten •  Durchführungsorte Diese Aspekte wurden, wo nötig, weiter unterteilt. Durch die analytische Trennung des Übergangsfeldes in die drei Scheiben wurden die Aspekte den einzelnen Scheiben angepasst, d.h. es wurden drei Fragebögen entwickelt.13 Die den Kriterien zugeordneten Fragen wurden fast ausschließlich als geschlossene Fragen formuliert, um hinsichtlich der Auswertbarkeit vergleichbare Antworten zu erhalten. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Verständlichkeit der Fragen und die Klarheit und Vollständigkeit der Antwortmöglichkeiten gelegt. Da sich der Inhalt der Befragung auf relativ konkrete zu benennende Sachverhalte (z.B. Institutionen, die Angebote fördern) bezog und keine sozialwissenschaftlich schwierigen Konstrukte (z.B. Einstellungen bei bestimmten Themen) behandelte, konnte die Entwicklung der Fragebögen ohne komplexe Testungen auf Reliabilität und Validität durchgeführt werden. Gleichwohl wurden die Fragebögen im Vorfeld der eigentlichen Befragung realitätsnah getestet und anschließend überarbeitet.14 Für die JobCenter, die mit ihren Angeboten z.T. sehr viele unterschiedliche Ansätze verfolgen, wurde der Fragebogen für die Berufsvorbereitung ergänzend mit Schwerpunkten versehen, die das vorrangige pädagogische Ziel des jeweiligen Angebotes verdeutlichen und eine verallgemeinerte Zusammenführung erleichtern sollte: •  Sammeln berufs- /betriebspraktischer Erfahrungen •  Erwerb sozialer Kompetenzen •  Nachholen des Schulabschlusses

Quantitative Befragung der Angebotsverantwortlichen

Fragebogenentwicklung

13  Zielgruppe in der Berufsorientierung waren z. B. neben Jugendlichen einer bestimmten Klassenstufe auch bestimmte Schulformen. In der Berufsvorbereitung wurde demgegenüber gefragt, ob sich das Angebot an Jugendliche mit einer bestimmten Vorbildung richtet. 14  Jeweils ein Exemplar der Fragebögen befindet sich im Anhang.

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Anschließend wurde die Befragung begonnen. Hierzu bekamen die Verantwortlichen – nach telefonischer Vorankündigung, bei der das Anliegen erläutert wurde und auch offene Fragen geklärt werden konnten – ein schreibgeschütztes Word-Dokument mit entsprechenden Formularfeldern für das Ankreuzen der Antwortmöglichkeiten und ggf. ergänzende Erläuterungen elektronisch zugesendet. In die Tabelle der Ansprechpartner/innen wurde der Eingang des ausgefüllten Fragebogens vermerkt. Da die quantitative Befragung zum Ziel hatte, alle den Kriterien erfüllenden Angebote zu erfassen, war ein konsequentes „Nachhaken“ der Projektteammitglieder bei Nichtbeantwortung durch die Programm-/Projektverantwortlichen die Konsequenz. Durch die Trennung der Fragebögen nach Scheiben bedingt, wurden für ausgewählte Angebote, die scheibenübergreifend tätig sind – wie Jugendberatungshäuser und Kompetenzagenturen – ein eigenständiger Fragebogen entwickelt. Dieser wurde nicht in elektronischer Form, sondern in einer Interviewsituation beantwortet. Hier wurden 6 Interviews geführt.
Interne Projektdatenbank

Die Antworten der Verantwortlichen wurden in die parallel zur Befragung erstellten internen Projektdatenbank eingegeben und am Ende ausgewertet. Die Projektdatenbank bildete entlang der im Fragebogen abgebildeten Kriterien die Antworten ab und ließ Auszählungen (z.B. wie viele Angebote der Berufsorientierung gibt es im Bezirk XY) sowie Verknüpfungen ausgewählter Aspekte zu (z.B. in wie vielen der Berufsorientierungsangebote im Bezirk XY werden Kompetenzfeststellungen umgesetzt). Insgesamt wurden 134 Angebote ausgewertet. Daran anschließend wurde die qualitative Phase der Befragung gestartet. Für die Interviews wurde ein Leitfaden entwickelt und nach einem einleitenden Teil mit Fragen zu den vier Schwerpunkten der im Anschluss an die Bestandsaufnahme durchgeführten Schnittstellenkonferenzen versehen. Die Auswahl der Angebote erfolgte zum Teil auf Basis der erreichten Kapazitäten in den Angeboten (z.B. Teilnehmer/innenzahl), zum Teil auf Basis der in der ersten Befragungsphase gewonnenen Ergebnisse. Eine Auswahl der Interviewpartner/innen nach dem Gesichtspunkt der Repräsentativität war nicht angestrebt, da kein qualitativ unterlegtes Abbild der Grundgesamtheit geschaffen werden sollte, sondern die Abbildung von best practice im Vordergrund der zweiten Befragungsphase stand. Die Interviews hatten eine Dauer von 30-45 Minuten und wurden größtenteils in den Räumlichkeiten der Interviewpartner/innen durchgeführt. Die Interviews wurden nicht auf Tonband aufgenommen. Sofern möglich und für den/die Interviewpartner/in in Ordnung, sollte dies jedoch getan werden. Die Inhalte der Interviews wurden in einem ersten Schritt inhaltlich nach den Fragestellungen gegliedert zusammengefasst und anschließend in einer Auswertungstabelle gebündelt. Hierdurch konnte der Ausprägungsgrad bestimmter Aspekte (z.B. wie viele Angebote standardisierte Verfahren der Kompetenzfeststellung einsetzen und welche dies sind) berücksichtigt werden, ohne qualitativen Gesichtspunkte zu vernachlässigen. Insgesamt wurden 26 Interviews geführt.

Qualitative Befragung der Umsetzenden

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Auswertung
Die Ergebnisse dieser Analyse wurden getrennt nach den betrachteten „Scheiben“ im Landesberichts „Angebotsspektrum am Übergang SchuleBeruf in Berlin“ dargestellt. Hierbei stand vor allem die quantitative Auswertung über die interne Projektdatenbank, die als Excel-Tabelle aufbereitet wurde, im Vordergrund des Berichts. Auf dieser Basis wurde außerdem für jeden Bezirk ein eigenständiger Bezirksbericht geschrieben, in dem die Informationen hinsichtlich der Angebote jeweils neu zusammengestellt, z.T. auf einer detaillierteren Ebene als im Landesbericht beschrieben und in Beziehung zum Gesamtberliner „Durchschnitt“ gesetzt wurden. Der Landesbericht sowie die Bezirksberichte wurden auf der Homepage von RÜM Berlin einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Ganz wesentlich für die Auswertung war die Frage der Darstellungsform der vielfältigen Angebote. Diese mussten für die Nutzer/innen des Berichts verwendbar und nachvollziehbar sein. Daher war die analytische Trennung des Übergangsfeldes in die drei Scheiben ein sehr wichtiger Schritt. Insbesondere in der Berufsorientierung wurde ein sehr großes Spektrum an Angeboten recherchiert und befragt. Daher wurde mit einer Art Zwiebelmodell ein Ordnungsvorschlag entwickelt, der die berufsorientierenden Angebote nach Grad der Einbindung in den Schulkontext sowie nach der Fokussierung auf berufsorientierende Inhalte sortiert. Für die Berufsvorbereitung und –ausbildung war eine solche Visualisierungsform nicht notwendig. Ebenfalls als Ergebnis der Angebotsübersicht wurden „Schultapeten“ entwickelt, die Auskunft darüber gaben, an welchen Berliner Oberschulen welche berufsorientierenden Angebote umgesetzt wurden. Diese wurden den bezirklichen Schulaufsichten zur Verfügung gestellt. In einigen Bezirken wurde hierauf aufbauend weitere Schritte unternommen, die eine bessere Koordinierung der Angebote an den einzelnen Schulstandorten zum Ziel hatten.15 Die Ergebnisse wurden für unterschiedliche Gremien mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten i.d.R. in Form von Power Point Präsentationen aufbereitet und vorgestellt. Zunächst wurden die Ergebnisse der Lenkungsrunde, anschließend den AG 78 SGB VIII und den Regionalen Ausbildungsverbünden16, aber auch anderen Fachgremien am Übergang Schule-Beruf auf Landes- und Bezirksebene präsentiert.
Ergebnisdarstellungen

15  Siehe hierzu sowie zur Zwiebel: Transferbroschüre zur Berufsorientierung 16  In den regionalen Ausbildungsverbünden kooperieren Berliner Unternehmen mit Ausbildungspartnern in ihrer Region und organisieren gemeinsam die Durchführung von Ausbildung in den verschiedensten Berufen.

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Zeitplanung und Ressourceneinsatz
Die Erfassung der Angebote stellte wie bereits erwähnt den umfangreichsten Teil der Bestandsaufnahme dar. Insgesamt betrug die Durchführungsdauer der Befragung ca. 9 Monate, wobei das gesamte RÜM-Team (also drei Mitarbeiter/innen und eine studentische Hilfskraft mit 8h/Woche) – wenn auch nicht ausschließlich – mit der Angebotserfassung und der Auswertung und Berichtslegung der Ergebnisse beschäftigt war. Die Recherche umfasste insgesamt mehrere Wochen und wurde nach einer sehr intensiven ausschließlichen Recherchephase auch während der Befragung z.T. fortgesetzt. Eine zeitliche Planung ist aufgrund der Notwendigkeit auch der telefonischen Recherche und damit verbunden der Abhängigkeit von der Erreichbarkeit anderer Personen nur bedingt leistbar. Insgesamt wurde für die erste Phase der Befragung ein Durchführungszeitraum von 2 Monaten anvisiert. Für die zweite Runde der Befragung, die qualitativen Interviews, wurden wiederum 2 Monate als Durchführungszeitraum geplant. Angesichts der Anzahl der Interviews, der Abhängigkeit von freien Terminen der Interviewpartner/innen, einer Woche Schulferien sowie der notwendigen Auswertung ist dies als mindestens einzuplanender Zeitraum anzusehen. Die Eingabe der Fragebögen in die Projektdatenbank konnte im laufenden Arbeitsprozess durch die studentische Mitarbeiterin geleistet werden. Hierdurch traten keine Verzögerungen in der Abfolge der einzelnen Arbeitsschritte auf. Allerdings ist anzumerken, dass ein genügend großer Zeitraum zwischen der Auswertung der ersten und dem Beginn der zweiten Phase einzuplanen ist, um die Auswahl der Angebote für die zweite Phase gründlich vorzubereiten.
Telefonische Vorankündigung

Insgesamt hat sich gezeigt, dass die sehr intensive Recherche und die Bitte um Beantwortung der Fragebogen auch per telefonischer Vorankündigung Zeit gespart haben. So erklärten sich bis auf eine Ausnahme alle angesprochenen Personen zur Beantwortung des Fragebogens bereit. Dies ist als ausgesprochen positives Ergebnis zu würdigen. Bei Untersuchungen, deren Hauptaugenmerk nicht die vollständige Erfassung eines Untersuchungsgegenstandes ist, muss zwischen erhöhter Rücklaufquote und Aufwand abgewogen werden. Die teaminterne Entwicklung eines Kriterienkatalogs war nach ca. 1 Woche abgeschlossen. Hierbei war das gesamte Team beteiligt, um spätere Missverständnisse in der Befragungsumsetzung zu vermeiden. Die anschließende Erarbeitung des Kriterienkataloges wurde sinnvollerweise ebenso im Gesamtteam umgesetzt und dauerte ca. 2 Tage. Hierbei war es wichtig, sich mehrere Stunden am Stück diesem Thema zu widmen. Die aus den Kriterien abgeleitete Entwicklung der Fragebögen kann prinzipiell durch eine Person bewerkstelligt werden. Die Durchführungsdauer ist dabei sehr stark von der Expertise der Person(en) im Feld sozialwissenschaftlicher Methoden abhängig.

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Die Berichtslegung dieses Teils band die Ressourcen in ganz wesentlichem Maße. Hierzu gehörte nicht zuletzt auch die Abstimmung über die Struktur des Berichts. Dies war unter anderem dem Umstand geschuldet, dass der Untersuchungsgegenstand sehr breit war und daher Klarheit über die Strukturierung der Darstellung hergestellt werden musste (siehe oben). Darüber hinaus verfasste jede/r Mitarbeiter/in des RÜM-Teams je 4 Bezirksberichte mit jeweils ca. 10 Seiten Umfang für den spezifischen Angebotsteil im Bezirk. Nach dem abgestimmten Entwurf eines Bezirksberichtes konnten die anderen entlang einer vorgegebenen Struktur geschrieben werden. Die Durchführungsdauer dieser Arbeitsschritte betrug ca. 3 Monate. Hierbei ist allerdings zu erwähnen, dass in dieser Zeit bereits andere wesentliche Arbeitsschritte unternommen wurden und der eigentliche Arbeitsaufwand geringer war. Folgende tabellarische Übersicht fasst die Arbeitsschritte zur Erfassung des Angebotsspektrums zusammen.

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Ablaufplan zur Erfassung des Angebotsspektrums  | Abbildung 4 Aufgabe
Vorrecherche Angebote Entwicklung des Kriterienkatalogs zur Darstellung der Angebote auf Grundlage eines Analyseschemas Fragebogenentwicklung Pretest des Fragebogens (inklusive Recherche der Testpartner/innen) Überarbeitung Kriterien und Fragebogen Technische Erstellung der internen Projektdatenbank Anschreiben an die Akteure inklusive Darstellung der Datenbanklogik Anlegen einer Liste mit Ansprechpartner/innen Verfassen des Anschreibens bzgl. Ausfüllens des Fragebogens und Abstimmung mit Auftraggeber Festlegung, welches Projektteammitglied wen anspricht Finden der Partner, die den Fragebogen ausfüllen (Inklusive Anspracheform und Zeitpunkt der Ansprache) und Vervollständigung der Liste der Ansprechpartner/innen Start der quantitativen Befragung Erinnerungsmail Nachfassen zur Befragung (letzte telefonische Erinnerung) Ende der quantitativen Befragung Entwicklung des Analyserasters für qualitative Interviews Start der qualitativen Befragung Erstellung/Vervollständigung des Leitfadens für vertiefende Interviews Entscheidung, welche Programme/Projekte vertiefende Interviews durchlaufen Durchführung Interviews Auswertung der Interviews Berichtslegung für das Land Berlin (alle Elemente der Bestandsaufnahme) Berichtslegung für die 12 Bezirke

Frist
(Kalenderwoche) 1. KW 2. KW 3. KW 4. KW 5. KW 6. KW 6. KW 6. KW 6. KW 6. KW 7. KW

Wer

7. KW 8. KW 10. KW 13. KW 14. KW 15. KW 15. KW 17. KW 23. KW 25. KW 31. KW 42. KW

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Weitere Optionen
Grundsätzlich sind Alternativen zur oben beschriebenen Vorgehensweise in zweierlei Hinsicht denkbar: •  Eine vertiefende Beschreibung im Sinne von mehr (d.h. veränderten Kriterien) oder detaillierter dargestellten (d.h. mehr Aspekte werden erfasst) Angeboten •  Andere Nutzungsweisen der Abbildung des Angebotsspektrums Im Rahmen der Angebotserfassung wäre es theoretisch möglich gewesen, alle Angebote (z.B. auch kleinteilige Initiativen am Übergang SchuleBeruf) zu erfassen. Dies hätte jedoch, neben dem enormen zusätzlichen Rechercheaufwand, die Zielstellung der Erfassung der Angebote, nämlich eine Darstellung derselben entlang der Förderlogiken, konterkariert. Daher war eine Beschränkung auf Angebote einer gewissen Größenordnung zielführend. Ebenso in diese Richtung würde die Erfassung aller Angebote auf Schulebene zielen, bei der die Schulen nach Kooperationspartnern zu befragen gewesen wären. Dies könnte auf Projektinhalte mit einem anderen Zuschnitt als den der Berufsorientierung abzielen mit der Zielstellung, Fragen der Koordination an den Schulstandorten zu befördern. Dies war nicht Interesse des RÜM-Auftrages, wurde im Nachgang aber auf Grundlage der im RÜM erzielten Ergebnisse von einigen bezirklichen Schulaufsichten vorangetrieben. Die Erfassung von Angeboten kann prinzipiell auch anderen Zwecken als der Beschreibung dienen. So könnte der Aspekt der Bewertung von Angeboten mehr in den Vordergrund gerückt werden. Dies würde eine sehr konkrete Absprache der Bewertungskriterien mit dem Auftraggeber voraussetzen. Darüber hinaus müssten die Konsequenzen der Bewertung bereits im Vorfeld benannt werden, um diese den Befragten kommunizieren zu können. Die Angebotserfassung könnte ebenso als Grundlage einer ständig zu aktualisierenden Datenbank erfolgen. Hierfür müssten entweder die Ausschreibungsperioden der einzelnen Angebote hinterlegt werden, um die Neurecherche zu strukturieren, oder aber die Angebote müssten mit ihrem Beginn zur Meldung an die Datenbank verpflichtet werden. Dies würde ganz wesentlich über die Zielsetzung der Angebotserfassung im Rahmen der Bestandsaufnahme hinausgehen und ein eigenständiges Projekt bilden.

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Empfehlungen •	 Klären Sie möglichst konkret, mit welchem Ziel die Angebote ­erfasst werden. •	 Bestimmen Sie bereits zu Beginn, in Abhängigkeit von der Ziel­ stellung, die Form, in der die Auswertung der Angebote für die Zielgruppen aufbereitet werden soll. •	 Definieren Sie konkret Ihren Untersuchungsgegenstand und die Grenzen dessen, was durch die Untersuchung erfasst wird und was nicht. •	 Entwickeln Sie unter Beteiligung aller an der Erfassung beteiligter Personen Kriterien zur systematischen Einordnung der Ange­ ote. b Die Kriterien sollten der späteren Beschreibung in der Auswertung entsprechen. •	 Erstellen Sie eine zentrale Liste/Tabelle der Informationen, die Sie erheben wollen und legen Sie die für die Recherche der jeweiligen Daten verantwortlichen Personen fest. •	 Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen den Abarbeitungsgrad der Liste/Tabelle. •	 Planen Sie – insbesondere bei vollständig abzubildenden Unter­ suchungsgegenständen – einen Zeitpuffer für den Datenrücklauf ein. So sichern Sie, dass Sie ggf. verzögert eingehende Daten noch in die Auswertung einbeziehen können. •	 Organisieren Sie frühzeitig ein offizielles Unterstützungsschreiben, in dem die Befragten um ihre Mitwirkung gebeten werden. •	 Beachten Sie Ferien- und Urlaubszeiten.

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Informationsmedien
Erkenntnisinteresse
Eine passgenaue Einmündung in Ausbildungs- und Förderangebote am Übergang Schule-Beruf setzt u. a. eine solide Kenntnis der bestehenden Möglichkeiten voraus. Diese muss sowohl für Beratende am Übergang Schule-Beruf als auch für die jungen Menschen selbst gewährleistet sein. Eine Analyse, welche Informationsmedien es am Übergang Schule-Beruf gibt, war daher ebenfalls Bestandteil der Bestandsaufnahme. Die Analyse erfolgte einerseits mit dem Ziel, die Berliner Landschaft der Informationsmedien zum Übergang Schule-Beruf zum damaligen Zeitpunkt abzubilden. Andererseits wurden die Besonderheiten der verschiedenen Medien herausgearbeitet und so auch Anregungen gegeben für geplante, zukünftig neu zu entwickelnde bzw. fortzuschreibende Medien.

Planung
Wesentliche Überlegungen bei der Planung waren: •  Bei der Begutachtung der Medien waren mindestens zwei Personen zu beteiligen, die unabhängig voneinander die Beschreibung vornahmen (4-Augen-Prinzip) •  Die Vergleichbarkeit der Beschreibung musste gewährleistet sein. Dies setzte ein gleiches Verständnis der anzuwendenden Kriterien voraus. •  Die Begutachtung der Medien sollte von allen beteiligten Personen zeitlich gesehen an einem Stück durchgeführt werden, d.h. es musste ein Zeitfenster geschaffen werden für Begutachtung (d.h. Lesen, Bewerten und Niederschrift der Bewertung), gemeinsame Beschreibung und Berichtslegung. Andernfalls hätte die Gefahr bestanden, Einbußen hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Beschreibung hinnehmen zu müssen.

Durchführung
Ausgangspunkt war die Frage, welche Informationsmedien für eine solche vergleichende Beschreibung in Betracht kommen. Diese wurde relativ breit beantwortet in der Form, dass nahezu alle vorhandenen Medien, deren zentrales Anliegen darin besteht, Jugendlichen, Eltern, Lehrer/innen, Beratenden u.a. Interessierten Informationen zum Übergang Schule-Beruf auf regionaler Ebene, d.h. gesamtberliner und bezirklicher Ebene, kostenlos bereit zu stellen, in die Analyse einbezogen wurden. Kostenpflichtige Angebote wurden nicht in die Betrachtung genommen, da diese sich in der Regel nicht an die relevante Zielgruppe richtet und darüber hinaus eine hohe Zugangsschwelle zur Erlangung von Informationen aufbauen.
Auswahl der Medien

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Die Recherche erfolgte zum einen über das Internet, zum anderen konnte über die enge Vernetzung mit den unterschiedlichen Bezirken auf sämtliche damals veröffentlichten Ausbildungswegweiser und -atlanten zurückgegriffen werden. Hinsichtlich der Recherche galt es demnach, in einem ersten Schritt Kriterien zu bestimmen, welche Medien für die Beschreibung in Frage kommen. Anschließend erfolgt die Recherche. Hierbei muss ggf. neben dem Internet auch auf Expertenwissen zurückgegriffen werden, d.h. Experten werden gezielt um Nennung einschlägiger Medien gebeten.
Entwicklung eines Kriterienkatalogs

Ableitend aus der Zielstellung des Untersuchungsschrittes wurden die Kriterien bestimmt, anhand derer die Analyse der Medien erfolgte. Diese wurden im Gesamtteam entwickelt. Die Beschreibungskriterien waren im Einzelnen:

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Abbildung 5 |  Beschreibungskriterien der Informationsmedien

Grundsätzliches zum Medium
Name des Mediums Bezirk Art des Mediums (print, u. a. Broschüre, Taschenwegweiser; digital, u. a. Ausbildungsatlanten) Finanzierungsquelle Höhe der Förderung Aktualität (von wann, Rhythmus der Aktualisierung) Vorgängerpublikationen Kosten beim Erwerb

Auffindbarkeit
Homepage Verteiler (bei Printprodukten) Auflage (bei Printprodukten)

Adressaten (z.B. Jugendliche, Eltern, Fachkräfte, ...)
Auswahl der beschriebenen Angebote (schulische, Jugendamt, Arbeitsagentur, betriebliche) Aufbereitung hinsichtlich der Zielgruppen (z.B. Sprachniveau) Regionalisierung (nur für einen Bezirk oder auch darüber hinaus)

Struktur (Kapitelaufbau)
Am individuellen Bedarf orientiert Am Finanzier / nach Zuständigkeiten orientiert Aufbereitung (Bilder, Übersichtlichkeit, …) Glossar/Begriffserklärungen

Informationsgehalt
Anmeldefristen Ansprechpartner/innen Zugangsvoraussetzungen Abschluss- und Anschlussmöglichkeiten Kooperationen und Netzwerke Querverweise (Verweise zu anderen Institutionen; Informationen)

Sonstiges ( Besonderheiten)

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Gleiches Verständnis der Kriterien

Bei der Festlegung der Kriterien ist auf ein gleiches Verständnis der Bewertenden zu achten. Daher müssen sowohl die Kriterien als auch deren Ausprägungsgrad möglichst ohne oder nur mit geringem Interpretationsspielraum beschrieben werden. Ein Beispiel: Bei der Frage nach der Ausführlichkeit der Darstellung beschriebener Angebote könnte zum einen die Ausführlichkeit anhand einer Skala (von 1 bis 10) oder aber anhand von konkreten Informationen zum Angebot, die entweder vorhanden sind oder nicht (ja/nein), beschrieben werden. Bei der Skala müsste im Vorfeld zwischen allen Untersuchenden geprobt werden, um ein einheitliches Verständnis des Punkteniveaus zu erlangen. Bei der zweiten Möglichkeit (Informationen zum bestimmten Angebot sind vorhanden oder nicht) sind die Interpretationsspielräume bei der Beschreibung geringer. Allerdings sind hier bei der Erarbeitung des Kriterienkatalogs sämtliche Aspekte, die im Rahmen eines Angebots beschrieben werden können und von Interesse für das Erkenntnisziel sind, zu bestimmen. Dementsprechend ausführlicher muss die Erarbeitung der Kriterien geplant werden. Ähnliches gilt für eine Kombination beider Schritte. Bei der Analyse der Medien wurde folgende Herangehensweise gewählt: Die Angebote wurden in einem ersten Schritt nach unterschiedlichen Zuständigkeiten unterteilt (Angebote des Jugendamtes, schulische Angebote, Angebote der Jobcenter, ...). Anschließend wurden diese Gruppen in weitere Unterkategorien unterteilt: Berufsorientierung, Berufsvorbereitung und Berufsausbildung bei institutionalisierten Angeboten; Praktika, Ausbildung und Sonstiges bei betrieblichen Angeboten. Nun war die Frage, ob in einem Medium die Angebote in den Unterkategorien (Berufsorientierung, ...) dargestellt werden, durch ja oder nein zu beantworten. Es war bei der Sichtung der Medien darauf zu achten, dass alle Untersuchenden die Angebote fehlerfrei zuordnen konnten. Dies war aufgrund der Expertise des RÜM-Teams der Fall. Ansonsten hätte eine Liste, auf der die Angebote nach den obigen Kriterien zugeordnet werden, als Unterstützungsmaterial ergänzend erstellt werden müssen. Anschließend wurden die Kriterien in Tabellenform zusammengeführt. Im folgenden Schritt wurden die Medien wiederum in Gruppen gleicher oder ähnlicher Medienformate zusammengefasst, um eine Vergleichbarkeit einzelner Medien zu gewährleisten. Dies war notwendig, da die Medien z.T. unterschiedliche Zielstellungen verfolgten und daher eine vergleichende Analyse ohne vorherige Gruppierung nicht adäquat gewesen wäre. In folgender Form gruppiert und beschrieben wurden: •  vier bezirkliche Ausbildungswegweiser, die in Printform als A4-Broschüren veröffentlicht wurden17

Beschreibung der Medien anhand des Kriterienrasters

17  Wegweiser ins Berufsleben für den Bezirk Berlin-Lichtenberg 2007/08, herausgegeben durch die Arbeitsgemeinschaft „Integration junger Menschen in das Berufs- und A ­ rbeitsleben“ des Bezirks Lichtenberg; Wegweiser Ausbildung für den Bezirk Mitte 2007, veröffentlicht durch die AG Jugendberufshilfe Berlin-Mitte; Wegweiser Ausbildung für den Bezirk Berlin-Pankow 2008/2009 - Ein Leitfaden für Berater/innen, Lehrer/innen

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•  drei bezirkliche Ausbildungswegweiser, die sich als Leporello im Taschenformat vor allem an Jugendliche im Übergang Schule-Beruf wenden18 •  drei bezirkliche Ausbildungsatlanten, die als online über das Internet zugängliche Plattformen zur Verfügung stehen19 •  zwei Broschüren in Printform (A4-Format), die jeweils seitens eines großen „Players“ am Übergang Schule-Beruf, der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, herausgegeben werden und berlinweit Gültigkeit haben20 •  weitere ausgewählte Informationsangebote im Online-Format, die entweder berlinweit oder bundesweit von Relevanz sind (z.B. Stellenbörsen der Kammern, verschiedene bundesweite Internetplattformen der Bundesagentur für Arbeit oder auch weitere landesspezifische OnlineAngebote)21 Insgesamt wurden 20 Informationsangebote beschrieben und analysiert. Während auf bezirklicher und Berliner Ebene alle zum damaligen Zeitpunkt verfügbaren Medien beschrieben wurden, gilt dies für bundesweit zur Verfügung stehende Informationsmaterialien nur in eingeschränktem Maße. So wurde, wie bereits erwähnt, auf die Beschreibung kostenpflichtiger Angebote verzichtet. Vorrangig aus Ressourcengründen wurde eine Auswahl besonders relevanter Online-Angebote getroffen. Die Relevanz der wichtigsten jeweils hausinternen Seiten wurde hierbei durch die finanzierenden Stellen, z.B. die Bundesagentur für Arbeit, im Vorfeld eingeschätzt.
und Bildungsbegleiter/innen, aufgelegt durch die AG Jugendberufshilfe Pankow; Ausbildungswegweiser für den Bezirk Spandau 2008, gemeinschaftlich herausgegeben von der AG Arbeitsweltbezogene Jugendarbeit/Jugendberufshilfe und dem Regionalen Ausbildungsverbund Spandau 18  Taschenwegweiser Berlin-Mitte (AG Jugendberufshilfe Berlin-Mitte); Dein Zukunftswegweiser 2008/2009 (AG Jugendberufshilfe Pankow); Ausbildungswegweiser – Spandau (AG Arbeitsweltbezogene Jugend­ rbeit/Jugendberufshilfe und RAV Spandau) a 19  Ausbildungsatlas Friedrichshain-Kreuzberg ‚'09 (GFBM e.V., JobCenter Friedrichshain-Kreuzberg, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, unterstützt durch die GSW); Ausbildungsatlas Lichtenberg ‚'09 (Bezirksamt Lichtenberg, Bildungsmarkt Vulkan gGmbH, WKHL e.V.); Ausbildungsatlas Neukölln ‚'09 (GFBM e.V.); weitere Ausbildungsatlanten wie z.B. in Marzahn-Hellersdorf, gingen erst nach Redaktionsschluss online und wurden daher nicht im Landesbericht beschrieben. Diese Medien wurden aber in den einschlägigen Bezirksberichten aufgenommen. 20  StartKlar Berlin - Informationen der Berufsberatung für Schülerinnen und Schüler an Haupt-, Real- und Gesamtschulen Ausgabe 2008/2009; Berufliche Bildung in Berlin Schuljahr 2008/2009. Berufliche Bildung. Angebotsübersicht über die Bildungsgänge für Berufsvorbereitung, Berufsausbildung, Berufsausbildung mit Fachhochschulreife, Fachhochschulreife, Allgemeine Hochschulreife an Berufsschulen und Oberstufenzentren. 21  Die Ausbildungsplatzbörse der IHK sowie die Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Berlin; Verschiedene bundesweite Internetplattformen der Bundesagentur für A ­ rbeit: www.planet-beruf.de; www.berufenet.de; www.kursnet.arbeitsagentur.de; j ­obboerse.arbeitsagentur.de; Informationsangebote zum Übergang Schule-Beruf auf Landesebene: www.wege-zum-beruf.de; www.jugendnetz-berlin.de

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Die Beschreibung erfolgte im Anschluss durch zwei Mitarbeiter/innen des RÜM-Teams, die in einem ersten Schritt unabhängig voneinander die Angebote anhand des Kriterienkatalogs beschrieben. Im zweiten Schritt wurden diese Bewertungen zusammengeführt und miteinander verglichen.

Auswertung
Die Beschreibungen der einzelnen Medien wurden als Teil des Landesberichts zusammengefasst. Dafür wurden die nach den Kriterien geordneten Stichworte ausformuliert. In den Bezirksberichten flossen die nach Redaktionsschluss des Landesberichts neu hinzugekommenen Medien in die Beschreibung ein. Neben der Berichtslegung diente die Analyse der Rückmeldung an die Bezirke für Neukonzipierungen oder Fortschreibungen bestehender Informationsmedien. So konnte bei Neukonzipierungen beispielsweise auf gute Praxis in anderen Medien verwiesen und somit zur Qualitätssteigerung beigetragen werden. Darüber hinaus fließen die Erkenntnisse der Analyseergebnisse in die Konzipierung eines berlinweiten Rahmens zur Darstellung von Ausbildungswegweisern ein.

Zeitplanung und Ressourceneinsatz
Wie bereits bei den Planungsschritten erwähnt, sind mindestens zwei Personen zu beteiligen, um sowohl den Kriterienkatalog als auch die Beschreibung der Angebote zu erstellen. Nur auf diese Weise kann ein Mindestmaß an Objektivität gesichert werden. Die Recherche sowie Berichtslegung können durch eine Person geleistet werden. Insgesamt umfassten die oben geschilderten Arbeitsschritte ca. 8 Arbeitstage. Den Hauptteil davon machten die Erstellung des Kriterienkataloges und die Beschreibung der Angebote anhand der Kriterien aus – dies nicht zuletzt, weil hier zwei Personen beteiligt waren und sich der Ressourcenaufwand dementsprechend erhöht. Für die Recherche war nur ein relativ geringer Zeitumfang nötig. Dies ist – wie bereits geschildert – auf die relativ gute Fachkenntnis des zu recherchierenden Materials (nicht zuletzt durch die Einbettung in die Bestandsaufnahme insgesamt) sowie den Kontakt des RÜM-Teams zu Expert/innen in diesem Feld zurückzuführen. Eine seriöse zeitliche Schätzung des Ressourceneinsatzes bei umfangreicheren Rechercheaufgaben oder geringerer Zugriffsmöglichkeit auf Experten/innen ist nicht möglich. Bei der Beschreibung der Angebote war jede Person ca. 1,5 Tage mit dem Sichten und Bewerten der Analyse anhand der Kriterien in der Tabelle befasst. Durch den z.T. ähnlichen Aufbau der Informationsmedien wurde insbesondere die jeweils bezirkliche Spezifik in den Vordergrund der Beschreibung gerückt. Dementsprechend ist bei einer größeren Ausgestaltungsvielfalt mit einem größeren zeitlichen Volumen zu rechnen.

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Weitere Optionen
Eine tiefer gehende Analyse der Informationsmedien im Sinne einer Inhaltsanalyse oder der Prüfung auf Korrektheit der Angaben erfolgte nicht. Dies ist vor allem dem Erkenntnisinteresse dieses Untersuchungsschrittes zuzuschreiben, der auf eine vergleichende Strukturdarstellung der zum damaligen Zeitpunkt verfügbaren Informationsmedien am Übergang ­Schule-Beruf abzielte. Gleichfalls als Option ist die Bewertung der Angebote im Sinne einer Rangfolge möglich. Dies wäre beispielsweise bei Zuschlagserteilungen oder der Frage der (Weiter-) Förderung von Informationsangeboten vorstellbar. Allerdings handelt es sich hier um ein regelrechtes Prüfverfahren, das sehr dezidiert die jeweilige Bewertung transparent gestalten müsste. Dies hätte, je nach Anzahl der Informationsangebote und deren Unterschiedlichkeit in der Ausgestaltung, einen erheblichen Ressourceneinsatz zur ­Folge.

Empfehlungen •	 Klären Sie möglichst konkret, welchem Ziel die Beschreibung der Informationsmedien dienen soll. •	 Bestimmen Sie bereits zu Beginn, in Abhängigkeit von der Ziel­ stellung, die Form, in der die Auswertung der Ergebnisse für die Zielgruppen aufbereitet werden soll. •	 Definieren Sie konkret Ihren Untersuchungsgegenstand und die Grenzen dessen, was durch die Untersuchung erfasst wird und was nicht. •	 Entwickeln Sie unter Beteiligung aller an der Erfassung beteiligter Personen Kriterien zur systematischen Einordnung der Informations­ medien. Die Kriterien sollten der späteren Beschreibung in der Auswertung entsprechen. •	 Planen Sie eine ausführliche Recherche und daher mehr Zeit ein, wenn Sie den Untersuchungsgegenstand (weitgehend) voll­ständig abbilden wollen. •	 Benennen Sie mindestens zwei Personen, die die Analyse der M ­ edien im ersten Schritt unabhängig voneinander durchführen und im zweiten Schritt die Analyseergebnisse zusammenführen. •	 Beziehen Sie in Ihrer Recherche vielfältige Quellen ein, z.B. 	 Expert/innen, Internet, Berichte.

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Gremienlandschaft
Erkenntnisinteresse
Ganz wesentlich beim Übergang von der Schule in die Berufswelt ist die Vielzahl der in diesem Feld tätigen Akteure bzw. Institutionen. Dies ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass die politische Verantwortlichkeit für dieses Thema nicht eindeutig zugeordnet ist und demnach die Kooperation der teilverantwortlichen Akteure eine wesentliche Erfolgsbedingung bzw. Herausforderung politischer Steuerung darstellt. Diese Kooperation erfolgt oftmals in Gremien und Netzwerken. Diese Gremien können inhaltlich und strategisch unterschiedliche Ausrichtungen haben. Dennoch kommt es zwischen verschiedenen Gremien zu institutionellen und personellen Überschneidungen. Ziel der Bestandsaufnahme in diesem Teilbereich war es daher vorrangig, Transparenz hinsichtlich der am Übergang Schule-Beruf arbeitenden Gremien sowohl auf Landes- als auch auf Bezirksebene zu schaffen. Die Darstellung der Gremien sollte dabei Aspekte wie die inhaltliche Ausrichtung, die institutionelle Anbindung, Mitgliedschaften und Sitzungshäufigkeit abdecken. Dabei sollten persönliche und nicht institutionelle Vernetzungen aufgezeigt werden. Insgesamt sollte die Grundlage für die Abbildung der damals aktuellen Gremienarbeit geschaffen werden und die Vielgestaltigkeit von Gremien am Übergang Schule-Beruf verdeutlichen. Damit konnte den sich an der Befragung teilnehmenden Mitgliedern der Gremien mögliche Optimierungspotentiale aufgezeigt bzw. diese mit ihnen diskutiert werden.
Transparenz als Ziel

Planung
Wesentliche Überlegungen bei der Planung waren: •  Aus Ressourcengründen war eine Befragung aller am Übergang Schule-Beruf tätigen Gremien nicht möglich. Daher wurden die Mitglieder der in allen Bezirken tätigen Regionalen Ausbildungsverbünde (RAV)22 und, sofern vorhanden, die bezirklich arbeitenden Arbeitsgemeinschaften nach § 78 SGB VIII Jugendberufshilfe (AG 78) befragt. •  Eine möglichst vollständige Befragung aller aktiven Mitglieder der o.g. Gremien wurde angestrebt. Daher war eine Nachrecherche einzuplanen. Dies hatte eine Verlängerung des Durchführungszeitraumes zur Folge.

22  Im Netzwerk der Regionalen Ausbildungsverbünde kooperieren Berliner Unternehmen mit kompetenten Partnern in ihrer Region und organisieren gemeinsam die Durchführung von Ausbildung in den verschiedensten Berufen. Neben diesen Partnern zählen weitere Akteure im Ausbildungskontext wie Jobcenter, Agenturen für Arbeit und Kammern zu den Akteuren des Netzwerks. Das Netzwerk arbeitet sowohl auf Landesebene als auch in den 12 Berliner Bezirken, pro Bezirk gibt es ca. 10-15 Mitglieder.

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•  Der Zeitaufwand für die Gremienmitglieder zur Beantwortung des Fragebogens sollte möglichst gering sein, um die Rücklaufquote zu erhöhen. •  Die Darstellung der Gremienstrukturen und der Nutzen der Befragung musste für die Beteiligten, denen die Ergebnisse präsentiert wurden, nachvollziehbar sein.

Durchführung
Recherche und Fragebogenentwicklung

Ausgangspunkt dieses Arbeitspaketes war eine Recherche der in Berlin am Übergang Schule-Beruf tätigen Gremien. Hierzu war anfangs die Definition des zu verwendenden Gremienbegriffs notwendig.

Es ist hervorzuheben, dass die Recherche bezüglich der Gremien nur in geringem Maße via Internet umgeDefinition Gremium Ein Gremium wird verstanden als institutionsüber- setzt werden konnte, da Gremien in der Regel nicht über einen Internetgreifende Zusammenarbeit von Personen in einer auftritt verfügen. Durch die vielfältiGruppe, die sich zum Zweck der Beratung bzw. der Beschlussfassung zum Themenkreis Übergen Kontakte zu Akteuren im Übergang Schule-Beruf über einen längeren Zeitraum gangsfeld sowie den gewählten hinweg bildet. Besondere ThemenschwerpunkProjekteinstieg über die Regionate dieser Gremien sind die Diskussion, Beratung len Ausbildungsverbünde konnten und Klärung konkreter Fragen der Berufsoriendie Koordinator/innen der Gremitierung, der Berufsvorbereitung und/oder der Been bezüglich der inhaltlichen Ausrufsausbildung und deren Ausgestaltung. Gremien in Form von Beiräten und Lenkungsrunden für richtung der jeweiligen Gremien beeinzelne Angebote und Projektvorhaben auf der fragt werden. Zum Teil wurden zur Landes- und Bezirksebene fallen nicht unter diese Informationsbeschaffung bestehenDefinition, da es sich hierbei um angebotsspezifische Strukturen handelt. Demzufolge waren diese de Kontakte zu den Senatsverwal­ tungen genutzt. nicht Gegenstand der ­ etrachtung. B Sofern dies bei einer Befragung nicht möglich ist, muss auf Expertenwissen zurückgegriffen werden. Sinnvoll ist es, neben Expert/innen für besonders relevante Gremien auch solche mit Überblickswissen über die Gremienlandschaft zu befragen. Die genaue Auswahl der Expert/innen leitet sich vom Erkenntnisinteresse ab. Bei den Gremien auf Landesebene erfolgte die Darstellung nur auf Grundlage der Rechercheergebnisse. Bei den Gremien RAV und AG 78 auf Bezirks­ ebene wurde zusätzlich eine schriftliche Befragung der Mitglieder durchgeführt. Inhalt der Befragung war der von den Mitgliedern eingeschätzte Gremiennutzen sowie die personellen Überschneidungen verschiedener einschlägiger Gremien.

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Zur Bestimmung des Nutzens, den die Mitglieder aus der Mitwirkung an den entsprechenden Gremien ziehen, wurde zunächst überlegt, welche Oberkategorien heranzuziehen sind. Hierbei standen folgende Aspekte im Vordergrund: •  Informationsgehalt •  Mitwirkung an gemeinsamen Projekten und/oder ­ eranstaltungen V •  Informeller Austausch •  Vollständigkeit des Gremiums mit allen notwendigen Akteuren •  (Bisherige) Zufriedenheit mit der Arbeitsweise und den Arbeits­ergebnissen Diese Aspekte wurden in Aussagen übersetzt, die die Befragten anhand e ­ iner 4er-Skala von „Stimme voll zu“ bis „Stimme gar nicht zu“ bewerten sollten.23 Es wurde bewusst eine Skala mit einer geraden Anzahl von Antwortmöglichkeiten vorgegeben (also auf einen „mittleren“ Zustimmungsgrad verzichtet), um die Tendenzen der Antworten klarer abbilden zu können. Darüber hinaus wurden die Mitglieder gefragt, in welchen weiteren G ­ remien am Übergang Schule-Beruf sie sowohl auf Landes-, als auch auf Bezirks­ bene aktiv sind. Dies diente der Darstellung der „Gremienland­ e karten“ (siehe unten: Abbildung 6). Zunächst wurde der Fragebogen vorgetestet und durch eine externe P ­ erson auf Plausibilität, Verständlichkeit und Vollständigkeit überprüft. Grundsätzlich ist zu empfehlen, den Fragebogen durch mehrere Personen testen zu lassen, um die Mehrdimensionalität der Befragten auch schon in der Testphase nachzuvollziehen. Anschließend wurden die Mitglieder der Regionalen Ausbildung­sverbünde in allen 12 Berliner Bezirken sowie aller damals existierenden AG 78 Jugend­ berufshilfe in den Bezirken befragt. Die Befragung wurde auf zwei unterschiedlichen Wegen durchgeführt: •  Vor-Ort-Besuch: In den Sitzungen der Gremien wurde das Anliegen geschildert, der Fragebogen ausgeteilt und durch die anwesenden Mitglieder direkt vor Ort beantwortet. Der Vorteil dieses Ansatzes liegt darin, die ausgefüllten Fragebögen sehr schnell zu erhalten. Darüber hinaus kann hierdurch der Kontakt zu den Akteuren/innen im Feld gestärkt werden. Als nachteilig hat sich erwiesen, dass durch diesen einen Besuch die Vollständigkeit der Rückantworten nicht gesichert wurde, da abwesende Mitglieder nicht an der Befragung teilnehmen konnten. Aus diesem Grunde wurden diese Mitglieder im Nachgang der Sitzung per Mail angeschrieben und um Beantwortung des Fragebogens gebeten.

Aspekte der Befragung

Umsetzung der Befragung

Wege der Befragung

23  Der Fragebogen befindet sich im Anhang.

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•  E-Mail: Die Sprecher/innen bzw. Leiter/innen der Gremien wurden gebeten, den Fragebogen an die Mitglieder des jeweiligen Gremiums zu senden. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist die Möglichkeit der umfassenden Rückmeldung aller Mitglieder. Nachteilig ist hierbei die­ z. T. erhebliche Verzögerung, die aufgrund des notwendigen Nach­ ­­ fassens eintritt. Darüber hinaus wurde, wie oben bereits angerissen, auch eine Mischform der geschilderten Vorgehensweise angewendet, d. h. nach dem Vor-OrtBesuch wurden diejenigen Mitglieder per Mail und ggf. telefonisch um Beantwortung des Fragebogens gebeten, die von dem/der Sprecher/in des Gremiums als aktives Mitglied benannt wurden und in der Sitzung nicht anwesend waren. Die Beschreibungen der Gremien auf Landes- und Bezirksebene entlang der oben geschilderten Aspekte wurden als Teil des Landesberichts sowie der 12 Bezirksberichte zusammengefasst. Hierbei wurde zwischen Gremien auf strategischer und auf operativer Ebene (wobei die RAV und die AG 78 den operativen Gremien zugeordnet wurden) unterschieden.

Auswertung
Die Auswertung der Fragebögen wurde, jedoch nicht im Detail, Teil des Landesberichts, da die für die einzelnen Gremien gewonnenen Informationen nicht öffentlich zugänglich gemacht werden sollten. Stattdessen wurden die Ergebnisse jeweils vor Ort, d. h. in den befragten Gremien präsentiert. Insgesamt wurden 184 Fragebögen aus den RAV (107) und den AG 78 (77) mit SPSS ausgewertet. Hierbei wurde die Zustimmung zu den Aussagen sowohl als Durchschnitt24 als auch in der Tendenz dargestellt25.
„Gremienlandkarten“

Darüber hinaus wurden für alle befragten Bezirke „Gremienlandkarten“ entwickelt, die personelle Überschneidungen durch eine Verbindungslinie zwischen den Gremien kennzeichnen. Es wurden bewusst ausschließlich personelle und nicht institutionelle Überschneidungen dargestellt, da es u. a. darum ging, mögliche Informationskanäle darzustellen. Bei rein institutionellen (und nicht personellen) Überschneidungen hätte zusätzlich eine Untersuchung der Kommunikationswege in den jeweiligen Institutionen stattfinden müssen.

24  „Stimme voll zu“ als 1, „stimme gar nicht zu“ als 4, d.h. je niedriger der Durchschnitt, desto höher der Zustimmungsgrad 25  „Stimme voll zu“ und „stimme zu“ wurden als Zustimmung gewertet, „stimme w ­ eniger zu“ und „stimme gar nicht zu“ als Ablehnung

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Abbildung 6 |  Beispielhafte Darstellung einer Gremienlandkarte

Gremium 1 Gremium 9

Gremium 8

Gremium 7 Gremium 2

AG 78

RAV

Gremium 4 Gremium 3 Gremium 5

Gremium 6

Zeitplanung und Ressourceneinsatz
Eine Schätzung des Ressourceneinsatzes in diesem Arbeitsschritt ist nicht ohne Weiteres leistbar. Der Zeitraum der Durchführung (also nicht die aufgewendete Zeit in Personentagen) betrug ca. 5 Monate. Dies ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass eine Vielzahl an Gremien in unterschiedlichen Bezirken befragt wurde und dementsprechend die Befragung von den Sitzungsterminen abhängig war. Darüber hinaus war das RÜM-Team vom Rücklauf der Fragebögen der Gremienmitglieder abhängig und musste z. T. mehrmals an die Beantwortung erinnern. Den Hauptteil der aufgewendeten Zeit als auch der Durchführungsdauer machte demnach die Umsetzung der Befragung aus. Nicht vergessen werden darf die Tatsache, dass die Ergebnisse der Befragung wiederum i. d. R. den Gremien präsentiert wurden, d. h. hier war das RÜM-Team erneut von den Sitzungsterminen abhängig. Die Präsentationen sind zwar nicht unmittelbar der Durchführungsdauer der Befragung zuzurechnen, binden jedoch anschließend Ressourcen. Die Kernaspekte des Fragebogens wurden von zwei Personen an einem halben Tag entwickelt, die anschließende Konstruktion des Fragebogens kann durch eine Person geleistet werden, sollte aber immer durch mindestens eine weitere Person überprüft werden. Inklusive des Pretests und der anschließenden Überarbeitung beanspruchte die Entwicklung des Fragebogens ca. 2,5 Personentage. Hierbei ist allerdings zu betonen, dass es sich um einen relativ kurzen Fragebogen handelt, nur eine Filterfrage formuliert wurde und daher die Anzahl möglicher zusätzlicher Fehlerquellen relativ gering war.
Lange Durchführungsdauer

Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 53

Die Eingabe der Fragebögen mit SPSS konnte während laufender allgemeiner Arbeitsschritte bewerkstelligt werden, d.h. bei offenen Zeitfenstern konnten eingegangene Fragebögen in das Programm eingegeben werden. Es empfiehlt sich, die Eingabe in kleinen Zeitblöcken von 1-2 Stunden durchzuführen, da dies zum einen zu einer Routinisierung führt, zum anderen die Konzentration nicht zu sehr beeinträchtigt wird. Die Eingabe der 184 Fragebögen dauerte insgesamt ca. einen Tag. Für die Auswertungen kann nochmals ein Tag veranschlagt werden, dies ist allerdings abhängig von der Beschreibungstiefe, d. h. ob Aussagen über das Antwortverhalten insgesamt, für einzelne Gremientypen oder für einzelne Gremientypen in den Bezirken getroffen werden. Die Erstellung der Gremienlandkarten nahm ebenfalls ca. einen Personentag in Anspruch. Die Recherche kann prinzipiell von einer Person geleistet werden. Für das Sammeln und Strukturieren der Informationen und die Beschreibung der Gremien im Landesbericht wurden insgesamt ca. 5 Personentage aufgewendet.

Weitere Optionen
Im Rahmen der Gremienbefragung wäre es möglich gewesen, weitere durch die Mitglieder der RAV und der AG 78 benannte Gremien zu befragen, um so ein vollständiges Bild der Gremienlandschaft in den jeweiligen Bezirken sowie auf Landesebene zu erhalten. Hierfür wären verschiedene Voraussetzungen notwendig: •  Eine solche Lösung wäre mit einem enormen Ressourceneinsatz verbunden, da in allen Gremien die Vorstellung des Anliegens der Befragung einen Vorort-Besuch und/oder die elektronische Befragung sowie ein Nachhaken erforderlich gemacht hätte. •  Der Zugang zu den anderen Gremien müsste gesichert sein, z.B. über eine Genehmigung, die für jedes einzelne Gremium eingeholt werden müsste. Darüber hinaus wäre zu bedenken, dass einige Gremien nicht auf einer formalisierten Grundlage arbeiten, d.h. es gibt keine/n Ansprechpartner/in für eine Genehmigung. Demzufolge müsste das Einverständnis aller Mitglieder der Gremien zur Befragung einzeln eingeholt werden. Ebenso möglich und mit einem größeren Ressourcenaufwand verbunden wäre eine tiefer gehende Analyse der befragten Gremien, die beispielsweise auf die Identifizierung „struktureller Löcher“ (d.h. welche Themen werden in den Gremien nicht behandelt) abzielt. Eine solche Untersuchung hätte, neben der Befragung weiterer Gremien, eine stark qualitative Ausrichtung, d.h. mindestens alle Sprecher/innen der Gremien müssten (per leitfadengestütztem Interview) zusätzlich befragt werden. Angesichts des großen Umfangs behandelter Themen im Übergangsfeld auf der einen Seite sowie dem fehlenden sprachlichen Repertoire zur ­ ifferenzierung D

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e ­ inzelner Themen auf der anderen Seite wäre die Identifizierung struktureller Löcher ausgesprochen schwierig gewesen. Darüber hinaus müssten in einem solchen Falle weitere Gremien, ggf. auch einzelne Institutionen befragt werden, ob diese in ihrer Arbeit die strukturellen Löcher thematisch behandeln. Nicht als Vertiefung des bestehenden Ansatzes, sondern als Alternative, wäre eine Bewertung der Gremien, z.B. im Sinne eines Rankings, möglich. Hierfür wäre eine mit den Gremienmitgliedern und/oder Auftraggebern gemeinsam erarbeitete Zieldefinition (Leit-, Mittler- und Handlungsziele, s ­ iehe Kapitel "Eine Bestandsaufnahme als Projekt im Projekt", Seite 16) im Vorfeld notwendig, um darauf aufbauend Indikatoren zu entwickeln, die eine Erfolgsmessung möglich machen. Als weitere Option einer Darstellung der Gremienlandschaft wäre ebenso eine Netzwerkanalyse möglich. Diese Möglichkeit wurde anfangs auch durch das RÜM-Team erwogen, schließlich jedoch aus mehreren Gründen verworfen: •  In einer Netzwerkanalyse werden i.d.R. Relationen/Beziehungen zwischen den Mitgliedern abgebildet. Diese lassen sich hinsichtlich ihres Inhaltes, ihrer Intensität (Häufigkeit, Wichtigkeit für den Akteur) und ihrer Form (Gerichtetheit der Beziehung) unterscheiden. Dies hätte eine Befragung von jeweils zwei Mitgliedern zu mindestens einem dieser Aspekte vorausgesetzt. Bei Gremien mit 10 Mitgliedern hätte dies demnach eine große Anzahl an Beziehungen zur Folge, die erfasst werden müssten. •  In einer Netzwerkanalyse wird häufig ebenfalls die Symmetrie bzw. Asymmetrie der Beziehungen dargestellt: Wer wird bei bestimmten Problemen um Rat gefragt? Gibt es Schlüsselpersonen, die für die Weitergabe einer Information entscheidend sind? Über welches Prestige verfügen die einzelnen Mitglieder, welche Macht auch informeller Art besitzen diese? Dies wäre in erheblichem Maße über das Anliegen der Bestandsaufnahme hinausgegangen. •  Software zur Netzwerkanalyse bieten die gängigen sozialwissenschaftlichen Statistikprogramme nicht. Deshalb wäre es erforderlich gewesen, sich mit besonderer Software zur Netzwerkanalyse vertraut zu machen, wenn komplexere Berechnungen hätten durchgeführt werden sollen.26 Dies hätte, da im RÜM-Team die dafür notwendigen Qualifikationen nicht vorhanden waren und der Erwerb der Software notwendig geworden wäre, zu erheblichen Verzögerungen geführt. •  Nach den Recherchen des RÜM-Teams gaben die vorhandenen Softwarelösungen nicht die Möglichkeit her, eine für die Gremienmitglieder nachvollziehbare Darstellung der Netzwerke bzw. Gremien abzubilden. Die entsprechenden Visualisierungen wurden als für das Anliegen zu komplex eingestuft und daher verworfen.
26  Für Einsteiger/innen wird häufig das Programmpaket UCINET empfohlen. Einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen von Netzwerksoftware gibt es auf der Homepage des International Network of Social Network Analysis (INSNA): http://www.insna.org/software/index.html

Netzwerkanalyse

Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 55

Empfehlungen •	 Klären Sie möglichst konkret, welchem Ziel die Erfassung und Beschreibung der Gremien dienen soll und leiten Sie daraus die notwendige Beschreibungstiefe ab. •	 Bestimmen Sie bereits zu Beginn, in Abhängigkeit von der Ziel­ stellung, die Form, in der die Auswertung für die Zielgruppen aufbereitet werden soll. •	 Definieren Sie konkret Ihren Untersuchungsgegenstand und die Grenzen dessen, was durch die Untersuchung erfasst wird und was nicht. •	 Planen Sie – insbesondere wenn Sie ein alle Mitglieder der ­Gremien erreichen wollen – einen Zeitpuffer für den Datenrücklauf ein. So sichern Sie, dass Sie ggf. verzögert eingehende Daten noch in die Auswertung einbeziehen können.

Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 56

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Wie bereits an verschiedenen Stellen erwähnt, wurden die Inhalte der Bestandsaufnahme auf verschiedenen Wegen aufbereitet und unterschiedlichen Zielgruppen präsentiert. Grundlegend in der Planung der Bestandsaufnahme vorgesehen war der Landesbericht, der die Ergebnisse systematisiert zusammenfasst. Im Landesbericht wurden neben der Darstellung der in den vorherigen Kapiteln dargestellten Aspekte in den Anlagen ausgewählte Statistiken, alle erfassten Angebote in einer Matrix sowie die Gremien und Jugendberatungseinrichtungen in den Berliner Bezirken zusammengeführt. Darüber hinaus wurde den Mitgliedern der RÜM-Lenkungsrunde eine Übersicht hinsichtlich der Kapazitäten der Förderung (Platzzahlen) zur Verfügung gestellt. Damit stand erstmalig ein Bericht zur Verfügung, der in dieser Breite und Tiefe insbesondere das Angebotsspektrum am Übergang ­ chule-Beruf S systematisch abbildete und die unterschiedlichen Förderstränge in der Darstellung zusammenführte. Darüber hinaus wurde auf der Grund­ lage des Berichts das Leitsystem „Wohin nach der Schule? Bildungs- und Quali­ zierungswege nach der allgemeinbildenden Schule“ entwickelt, fi das ausgehend von den schulischen Voraussetzungen und den Zielen der Jugendlichen sämtliche Bildungs- und Qualifizierungswege auf einen Blick zusammenfasst und anhand gleicher Kriterien vergleichbar macht (­ äheres hierzu in der Transferbroschüre „Berufswegebegleitung“). N Neben dem Landesbericht wurden die Informationen zum Angebotsspektrum für alle zwölf Bezirke in jeweils separaten Bezirksberichten niedergelegt. Damit sollten die Akteure in den Bezirken so konkrete und für den jeweiligen Anlass zugeschnittene Informationen wie möglich erhalten. Dieser Auswertungsschritt war nicht zuletzt in dem aktivierenden Verständnis begründet, das der Bestandsaufnahme zugrunde lag und während des Erhebungszeitraums zu einer außergewöhnlich hohen Bereitschaft des zur Verfügung Stellens von Daten führte. Daher wurden neben den Berichten die Ergebnisse ebenfalls in Form von Präsentationen vor Ort vorgestellt. Hierbei wurde mit den Akteuren jeweils abgestimmt, welcher Aspekt im Vordergrund des Vortrags stehen sollte – seien es Fragen zum Angebotsspektrum (manchmal bezogen auf eine konkrete Scheibe) oder Fragen der Steuerung der Angebotsvielfalt in einem bestimmten Bezirk. Durch dieses am jeweiligen Informationsbedarf orientierte Vorgehen war es teilweise notwendig, Präsentationen nur für ein einziges Treffen anzufertigen. Dies ist angesichts der Vielfalt der Akteure, Gremien und Ausschüssen eine nicht zu unterschätzende zeitliche Ressource, die gebunden wurde. Gleichwohl hat sich dieser Aufwand gelohnt, da sich durch die zielgruppenadäquate Vorbereitung die Zufriedenheit auf beiden Seiten erhöhte.

Auswertung

Landesbericht

Bezirksberichte

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Mit den Berichten waren die Voraussetzungen dafür geschaffen, darauf aufbauende Fragen der Steuerung von Angeboten zu beantworten und diese in das Übergangsfeld einzuordnen. Dieser Schritt bildete den Schwerpunkt der Arbeit des RÜM-Teams im darauffolgenden Jahr. In sogenannten Schnittstellenkonferenzen wurde versucht, entlang verschiedener Themenstellungen wie „Kompetenzfeststellung“, „Berufswegebegleitung“, „Anrechenbarkeit“ und „Betriebsnähe“ gemeinsam mit zahlreichen Akteuren Verbesserungsmöglichkeiten im Übergangsfeld zu diskutieren und auf den Weg zu bringen (Näheres hierzu in der Transferbroschüre „Verlauf des Projektes“). Für diesen Arbeitsschritt war eine einleitende Darstellung der Ausgangssituation notwendig, wie sie durch die Bestandsaufnahme realisiert wurde.

Weitere Optionen
Bildungsberichterstattung

Wesentlich über das Anliegen der Bestandsaufnahme im Rahmen von RÜM Berlin hinausgehend wäre die Implementierung einer periodischen Bildungsberichterstattung vorstellbar. In solchen Berichten werden der aktuelle Stand sowie die Entwicklung des gesamten Übergangsgeschehens abgebildet. In Berlin und Brandenburg wird ein solcher Bericht seit 2008 in Zweijahresabständen erarbeitet. In diesem wird das gesamte Bildungsspektrum von der frühkindlichen Bildung bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter behandelt, womit er als regionales Pendant zum nationalen Bildungsbericht betrachtet werden kann. Sollte ein solcher Bericht noch nicht vorliegen, ist die unabdingbare Voraussetzung für die Akzeptanz und Nutzbarkeit eines solchen Berichts der gemeinsam zu erarbeitende Konsens hinsichtlich der Ziele des Berichts und der daraus abzuleitenden Inhalte und der Verfahren (z.B. Konzept zur Zusammenführung, Abstimmung zur Sammlung und Übermittlung von Daten) zur Informationsgewinnung. Es muss entschieden werden, welche Indikatoren zur Abbildung des Übergangsgeschehens eingesetzt werden sollen. Hier können ggf. an anderer Stelle entwickelte Indikatorensysteme zur Bildungsberichterstattung (Nationaler Bildungsbericht, Lernen vor Ort) genutzt werden. Für die Zusammenführung unterschiedlicher Daten muss ein Konzept entwickelt werden, das die Erstellung eines einheitlichen Berichts ermöglicht. Daher sind nach Möglichkeit alle wesentlichen am Übergang Schule-Beruf beteiligten Akteure (z. B. Schulverwaltung, Arbeitsagentur, Träger der Grundsicherung, Kammern, Jugendamt) in die Konsensfindung einzubeziehen. Dies gilt im besonderen Maße für den ersten Bericht. Zu diesem Zeitpunkt sind auch die Datenschutzbeauftragten (mindestens der beteiligten Institutionen) hinzuzuziehen, um die

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Weitergabe und Zusammenführung von Daten rechtssicher zu begleiten.27 Die mit einer Bildungsberichterstattung einhergehenden Aufgaben setzen eine langfristige kontinuierliche Arbeit voraus. Daher werden solche Berichte in der Regel, wie auch in der Berlin und Brandenburg, durch öffentlich-rechtliche Institutionen umgesetzt bzw. koordiniert. Dies erfolgt einerseits durch wiederholt erhobene Informationen (Basisbericht) und andererseits in Ergänzung zu den einzelnen Erhebungswellen, durch spezifische Informationen, die aktuelle Herausforderungen durch Daten hinterlegen.28 Beispielsweise ließe sich neben der Darstellung der Abbruchquoten während der Ausbildung (als Teil des Basisberichts) eine spezifische Untersuchung zu Abbruchquoten bestimmter Teilgruppen (z.B. Personen mit Migrationshintergrund, bestimmte Berufsfelder, weibliche oder männliche Auszubildende) umsetzen.

Empfehlungen •	 Klären Sie möglichst frühzeitig, welchen Zwecken die Auswertung dienen soll. Holen Sie hierfür ggf. einen präzisen Auftrag ein. •	 Klären Sie, welche Schritte auf Grundlage der Auswertung folgen (sollen) und erarbeiten Sie hierfür geeignete Materialien/Dokumente/Formate. •	 Bereiten Sie die Ergebnisse, sofern notwendig, für verschiedene Zielgruppen und Anlässe gesondert auf. Bestimmen Sie hierfür jeweils den Zweck der Aufbereitung/Präsentation und wählen Sie hierfür die geeignete Präsentationsform.

27  Vgl. DJI 2011, Seite 21: Regionales Übergangsmanagement: Handlungsempfehlungen aus der wissenschaftlichen Begleitung einer Förderinitiative des BMBF, unveröffentlichtes Manuskript der wissenschaftlichen Begleitung 28  Vgl. ebda.

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Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 60

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Anhang 1

Anhang

Fragebogen Berufsorientierung............................................................................ 63
Anhang 2

Fragebogen Berufsvorbereitung........................................................................... 73
Anhang 3

Fragebogen Berufsausbildung............................................................................... 83
Anhang 4

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen............................................................ 95
Anhang 5

Interviewleitfaden – Kompetenzagentur/Jugendberatungshaus u.a. Jugendberatungseinrichtungen......................................................................115
Anhang 6

Fragebogen zur Mitwirkung in Gremien mit dem thematischen Fokus: Übergang Schule-Beruf.......................................................................................... 125

Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 61

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Fragebogen Berufsorientierung
	1.	 nennen Sie uns den Namen des Programms/Angebots im Rahmen der Berufsorientierung: Bitte
Definition Berufsorientierung: Im Verständnis dieser Situationsanalyse werden unter dem Begriff der Berufs­ rientierung o d ­ iejenigen Programme / Angebote verstanden, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis zum Abschluss der ­ a ­ llgemeinen Schulpflicht richten.

	2.	Zielt das Programm/Angebot auf einen bestimmten Schultypus? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 7 8 88 99 Nein Ja, Hauptschule Ja, Realschule Ja, verbundene Haupt- und Realschule Ja, Gymnasium Ja, Gesamtschule Ja, Gemeinschaftsschule Ja, Schulen mit sonderpäd. Förderschwerpunkt Weiß nicht Keine Angabe

	3.	Zielt das Programm/Angebot ausschließlich auf Mädchen und junge Frauen, auf Jungen und junge 	 		Männer oder gibt es keine Einschränkung? 1 2 3 8 9 Ausschließlich Mädchen und junge Frauen Ausschließlich Jungen und junge Männer Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsorientierung | Anhang 1 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 63

	4.	Zielt das Programm/Angebot ausschließlich auf Jugendliche mit Migrationshintergrund, auf ­		 		Jugendliche ohne Migrationshintergrund oder gibt es keine Einschränkung?
Definition Migrationshintergrund: Zu Personen mit Migrationshintergrund gehören folgende Personen: ­ •  Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (1., 2. und dritte Generation) •  Deutsche Zuwanderer ohne Einbürgerung (z.B. Aussiedler) •  Eingebürgerte •  Deutsche mit mindestens einem Elternteil, der Zuwanderer, Eingebürgerter oder Ausländer ist

1 2 3 8 9

Ausschließlich Jugendliche mit Migrationshintergrund Ausschließlich Jugendliche ohne Migrationshintergrund Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

	5.	Zielt das Programm/Angebot eine bestimmte Klassenstufe? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 8 9 Ja, früher als Vorabgangsklasse Ja, Vorabgangsklasse Ja, Abgangsklasse Nein Weiß nicht Keine Angabe

	6.	 Welche Ziele verfolgt das Programm/Angebot? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 7 8 88 99 Motivierung Stärkung von Schlüsselkompetenzen Vermittlung von berufskundlichen Informationen Fertigkeiten in der Recherche und Auswertung von berufskundlichen Informationen Kennenlernen eigener Stärken und Neigungen Vermittlung von Fertigkeiten zur Präsentation eigener Stärken und Neigungen Kennenlernen beruflicher Praxis Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsorientierung | Anhang 1 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 64

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	7.	Welche inhaltlichen Schwerpunkte hat das Programm/Angebot? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 7 8 88 99 Kompetenzfeststellung Berufspraktische Erprobungen Berufskundliche Informationen individuelle Beratung/Berufswegeplanung Bewerbungstraining Praktika Patenschaften Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

	8.	 welcher Organisationsform wird das Programm/Angebot dem Konzept nach umgesetzt? In 		 Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 8 9 Klassenweise Kleingruppen Einzeln Weiß nicht Keine Angabe

	9.	Wie hoch ist die Platzzahl im Programm/Angebot insgesamt? Bitte tragen Sie die Zahl ein.

	10.	In vielen Programmen/Angeboten verteilen sich die Teilnehmer/innen über verschiedene Projekte. 		Falls Ihr Angebot ein Programm ist, das verschiedene Projekte beinhaltet, geben Sie bitte an, 		 wieviele Projekte es im Rahmen des Programms gibt. Bitte tragen Sie die Zahl ein.

Fragebogen Berufsorientierung | Anhang 1 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 65

	11.	Über welchen maximalen Zeitraum erstreckt sich das Angebot (vom Eintritt bis zum Austritt) für den 		 		einzelnen Teilnehmer bzw. die einzelne Teilnehmerin?

	12.	Bitte geben Sie den maximal im Konzept vorgesehenen Umfang des Programms / Angebots sowie die 	 		vorgesehene Stundenanzahl pro Teilnehmer/in an. 1 2 8 9 Umfang des Programms/Angebots Vorgesehene Stundenzahl pro Teilnehmer Weiß nicht Keine Angabe

	13.	Bitte geben Sie den Rhythmus des Programms/Angebots an, wie er im Konzept vorgesehen ist. 1 2 8 9 Rhythmus des Angebots (z.B. wöchentlich, zweiwöchentlich, monatlich, ...) Kein Rhythmus vorgegeben Weiß nicht Keine Angabe

	14.	Wird das Programm/Angebot im Rahmen des Unterrichts, ergänzend zum Unterricht oder sowohl im 	 		Rahmen als auch ergänzend zum Unterricht umgesetzt? 1 2 3 8 9 Findet im Rahmen des Unterrichtes statt Findet ergänzend zum Unterricht statt Beides Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsorientierung | Anhang 1 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 66

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	15.	Welche Laufzeit sieht das Programm/Angebot vor? Handelt es sich dabei um ein Regelangebot oder 	 		um ein befristetes Programm? 1 2 Regelangebot Befristet von Befristet bis 8 9 Weiß nicht Keine Angabe

	16.	Was wird durch das Programm/Angebot finanziert (Fördergegenstand)? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 88 99 Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Bezirke JobCenter Arbeitsagentur Bund Europäische Union, z.B. ESF Unternehmen Stiftungen Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

	17.	 Was wird durch das Programm/Angebot finanziert (Fördergegenstand)? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 8 9 Personalkosten Ausstattungskosten, z.B. Ausstattung von Werkstätten Teilnehmerbezogene Ausstattung, z.B. Arbeitskleidung Weitere Sachkosten Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsorientierung | Anhang 1 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 67

	18.	Wie hoch ist das Gesamtvolumen pro Jahr des Programms/Angebots in Euro? 		 tragen Sie den Betrag ein. Bitte

	19.	Welche Institution ist auf der Programmebene für das Programm/Angebot zuständig? 		 geben Sie den Namen der Institution an. Bitte

	20.	Durch welche Institution erfolgt der Zugang / die Zuweisung der Teilnehmer in das Programm/Angebot? 		 Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 8 9 Zuweisung / Zugang offen JobCenter Arbeitsagentur Jugendamt Schulen Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

	21.	Auf welcher Rechtsgrundlage wird das Programm/Angebot durchgeführt? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 8 9 SGB II SGB III SGB VIII Berliner Schulgesetz Auf keiner Rechtsgrundlage Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsorientierung | Anhang 1 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 68

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	22.	Im Rahmen welches Förderprogramms wird das Programm/Angebot umgesetzt (z.B. Jobstarter)?
Bitte tragen Sie den Namen ein. Falls das Programm/Angebot nicht im Rahmen eines Förderprogramm umgesetzt wird, schreiben Sie bitte „keines“.

	23.	Wird der individuelle Verlauf ihrer Teilnehmenden im Rahmen des Programms/Angebotes dokumentiert? 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe

	24.	Wird der Verbleib der Teilnehmenden nach Austritt aus dem Angebot erfasst? 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe

	25.	Ist gewährleistet, dass das Berufsorientierungs-Angebot mit der inhaltlichen Ausrichtung des 	 		Schulkonzeptes abgestimmt ist und dieses sinnvoll ergänzt? 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsorientierung | Anhang 1 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 69

	26.	Ist das Berufsorientierungs-Angebot mit anderen externen Angeboten, die ebenfalls 		Berufs­ rientierung an der jeweiligen Schule umsetzen, abgestimmt? o 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe wenn ja, wie:

	27.	Ist das Berufsorientierungs-Angebot mit anderen externen Angeboten, die ebenfalls 		Berufs­ rientierung an der jeweiligen Schule umsetzen, abgestimmt? o 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 88 99 In allen Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf Friedrichshain-Kreuzberg Lichtenberg Marzahn-Hellersdorf Mitte Neukölln Pankow Reinickendorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Tempelhof-Schöneberg Treptow-Köpenick Weiß nicht Keine Angabe

	28.	An welchen Schulen wird das Angebot umgesetzt? Bitte geben Sie die Schulen ein. 		mehreren Schulen trennen Sie die einzelnen Schulen bitte durch ein Komma voneinander. Bei

Fragebogen Berufsorientierung | Anhang 1 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 70

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	29.	Bei der Beantwortung dieses Fragebogens wird unter anderem auf die jeweils vorhandenen Daten 		 		zurückgegriffen. Bitte nennen Sie uns den Stichtag, auf dessen Grundlage Sie die Fragen beantwortet 	 		 (TT/MM/JJJJ) haben

	30.	Bitte benennen Sie uns einen Ansprechpartner bzw. eine Ansprechpartnerin eines Bildungsträgers, 	 		der oder die uns ggf. für ein vertiefendes Interview hinsichtlich der Umsetzung zur Verfügung steht. 	 		 Firma, E-Mail, Telefonnummer) (Name,

		 Name: 		 Firma:

		 E-Mail:

		 Tel.:

	31.	Gibt es Aspekte, die im Rahmen dieses Fragebogens bisher gar nicht oder nicht ausreichend bedacht 	 		wurden, Ihrer Ansicht nach aber noch erwähnt werden sollten? 		 ja, schreiben Sie bitte Ihre Anmerkungen hier auf. Falls

		Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Fragebogen Berufsorientierung | Anhang 1 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 71

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Fragebogen Berufsvorbereitung
	1.	Bitte nennen Sie uns den Namen des Programms/Angebots im Rahmen der Berufsvorbereitung:
Definition Berufsvorbereitung: Im Verständnis dieser Situationsanalyse werden unter dem Begriff der Berufsvorbereitung diejenigen Programme / Angebote verstanden, die nach dem Erfüllen der allgemeinen Schulpflicht und vor dem Eintritt in die Berufsausbildung umgesetzt werden und der Integration in Ausbildung oder in Arbeit dienen. (sowohl schulisch als auch außerschulisch)

	2.	Über welchen Status müssen Personen verfügen, um Zugang zum Programm/Angebot zu haben 		(vor Beginn des Programms/Angebots)?  Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 8 9 Schüler/innen Ausbildungssuchende im ersten Jahr nach Schulabgang Altbewerber/innen, d.h. ab dem zweiten Jahr nach Schulabgang Arbeitslos / Arbeitssuchend Keine spezifische Zielgruppe Weiß nicht Keine Angabe

	3.	Über welchen Status verfügen die Personen während der Teilnahme am Programm/Angebot? 1 2 3 4 8 9 Schüler/innen Teilnehmer an BvB-Maßnahmen Teilnehmer/innen anderer Maßnahmen Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen| Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 73

	4.	Für Personen mit welcher schulischer Vorbildung ist das Programm / Angebot ausgerichtet? 1 2 3 4 5 8 9 Ohne (Haupt)Schulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem Schulabschluss Mit höherem Abschluss als Mittlerem Schulabschluss Ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

	5.	Zielt das Programm/Angebot ausschließlich auf Mädchen und junge Frauen, auf Jungen und junge 		 		Männer oder gibt es keine Einschränkung? 1 2 3 8 9 Ausschließlich Mädchen und junge Frauen Ausschließlich Jungen und junge Männer Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

	6.	Zielt das Programm/Angebot ausschließlich auf junge Erwachsene mit Kindern, auf junge Erwachsene 	 		ohne Kinder oder gibt es keine Einschränkung? 1 2 3 8 9 Ausschließlich junge Erwachsene mit Kindern Ausschließlich junge Erwachsene ohne Kinder Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 74

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	7.	Zielt das Programm/Angebot ausschließlich auf Jugendliche mit Migrationshintergrund, auf ­		 		Jugendliche ohne Migrationshintergrund oder gibt es keine Einschränkung? 		Definition Migrationshintergrund: Zu Personen mit Migrationshintergrund gehören folgende Personen:
•  Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (1., 2. und dritte Generation) •  Deutsche Zuwanderer ohne Einbürgerung (z.B. Aussiedler/innen) •  Eingebürgerte •  Deutsche mit mindestens einem Elternteil, der Zuwanderer, Eingebürgerter oder Ausländer ist

1 2 3 8 9

Ausschließlich Jugendliche mit Migrationshintergrund Ausschließlich Jugendliche ohne Migrationshintergrund Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

	 	8.	Zielt das Programm/Angebot auf Jugendliche in einem bestimmten Alter?
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3 4 5 6 8 9

Ja, unter 15 Jahre Ja, zwischen 15 und 18 Jahren Ja, zwischen 19 und 21 Jahren Ja, zwischen 22 und 24 Jahren Ja, zwischen 25 und 27 Jahren Nein Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen| Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 75

	9.	Welche Ziele verfolgt das Programm/Angebot? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 88 99 Motivierung Soziale Stabilisierung Erfüllung der Schulpflicht Berufswahlreife und -entscheidung Ausbildungsreife, Berufseignung, Vermittelbarkeit Erwerb des Hauptschulabschlusses Erwerb des Mittleren Schulabschlusses Verbesserung des Schulabschlusses Vermittlung von anrechenbaren Kompetenzen Integration in Arbeit Integration in Ausbildung Einstieg in Ausbildung oder Arbeit stabilisieren Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

	 	10.	Welche inhaltlichen Schwerpunkte sieht das Programm/Angebot vor? Mehrfachnennungen möglich		 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 88 99 Kompetenzfeststellung Sozialpädagogische Begleitung individuelle Berufswegeplanung individuelle Berufswegebegleitung Bewerbungstraining Praktika Stützunterricht Vertiefung des schulischen Allgemeinwissens Vermittlung von beruflicher Grundbildung Vermittlung durch Qualifizierungsbausteine Sprachförderung Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 76

77

	 11.	Sieht das Programm/Angebot eine Qualifizierung in den Berufsfeldern gewerblich-technisch, ­		 		kaufmännisch, Dienstleistung oder Soziale Berufe vor? Berufsfeld 1 2 3 4 Gewerblich-technische Berufe Kaufmännische Berufe Dienstleistungsberufe Soziale Berufe Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe

	12.	In welchem der oben genannten Berufsfelder sieht das Programm/Angebot einen Schwerpunkt 		vor oder gibt es keinen Schwerpunkt in der Gesamtmaßnahme? Mehrfachnennungen möglich
Definition Schwerpunkt: Mindestens 50% der Gesamtkapazität

1 2 3 4 5 8 9

Gewerblich-technische Berufe Kaufmännische Berufe Dienstleistungsberufe Soziale oder sozialpflegerische Berufe Ohne Schwerpunkt Weiß nicht Keine Angabe

	13.	Wie hoch ist die durchschnittliche Platzzahl im Programm/Angebot insgesamt pro Jahr?
Bitte tragen Sie die Zahl ein.

	14.	In vielen Programmen/Angeboten verteilen sich die Teilnehmer/innen über verschiedene Projekte. 		 		Falls Ihr Angebot ein Programm ist, das verschiedene Projekte beinhaltet, geben Sie bitte an, 		wie viele Projekte es im Rahmen des Programms gibt.
Bitte tragen Sie die Zahl ein.

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen| Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 77

	15.	Wie hoch ist die maximale Teilnahmedauer in Monaten pro Teilnehmer/in?
Bitte runden Sie ab 0,5 Monaten auf den vollen Monat auf und entsprechend bis 0,49 Monate auf den Monat ab.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 88 99

1 Monat 2 Monate 3 Monate 4 Monate 5 Monate 6 Monate 7 Monate 8 Monate 9 Monate 10 Monate 11 Monate 12 Monate 13 Monate 14 Monate 15 Monate 16 Monate 17 Monate 18 Monate 19 Monate 20 Monate 21 Monate 22 Monate 23 Monate 24 Monate Länger als 24 Monate Weiß nicht Keine Angabe

	 	

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 78

79

16.	 elche Laufzeit sieht das Programm/Angebot vor? W 		Handelt es sich dabei um ein Regelangebot oder um ein befristetes Programm? 1 2 Regelangebot Befristet von Befristet bis 8 9 Weiß nicht Keine Angabe 	

17.	 urch wen wird das Programm finanziert? Bitte geben Sie die Finanzierungsquelle an. D
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 88 99

Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Bezirke JobCenter Arbeitsagentur Bund Europäische Union, z.B. ESF Unternehmen Stiftungen Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

	18.	Was wird durch das Programm/Angebot finanziert (Fördergegenstand)? 
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3 4 8 9

Personalkosten Ausstattungskosten, z.B. Ausstattung von Werkstätten Teilnehmerbezogene Ausstattung, z.B. Arbeitskleidung Weitere Sachkosten, z.B. Miete Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen| Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 79

	19.	Wie hoch ist das Gesamtvolumen pro Jahr des Programms/Angebots in Euro?
Bitte tragen Sie den Betrag ein.

	20.	Durch welche Institution erfolgt die Zuweisung / der Zugang der Teilnehmer in das Programm/Angebot?
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3 4 5 6 8 9

Zugang offen JobCenter Arbeitsagentur Jugendamt Schulen Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

	21.	Auf welcher Rechtsgrundlage wird das Programm/Angebot durchgeführt?
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3 4 5 8 9

SGB II SGB III SGBVIII Berliner Schulgesetz Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

	22.	Im Rahmen welches Förderprogramms wird das Programm/Angebot umgesetzt (z.B. JOBSTARTER)?
Bitte tragen Sie den Namen ein. Falls das Programm/Angebot nicht im Rahmen eines Förderprogramm umgesetzt wird schreiben Sie bitte „keines“.

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 80

81

	23.	Wird der individuelle Verlauf der Teilnehmenden im Rahmen des Programms/Angebotes dokumentiert? 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe

	24.	Wird der Verbleib der Teilnehmenden nach Austritt aus dem Angebot erfasst? 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe

	25.	In welchen Bezirken wird das Programm durchgeführt? 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 88 99 In allen Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf Friedrichshain-Kreuzberg Lichtenberg Marzahn-Hellersdorf Mitte Neukölln Pankow Reinickendorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Tempelhof-Schöneberg Treptow-Köpenick Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen| Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 81

	26.	Bei der Beantwortung dieses Fragebogens wird unter anderem auf die jeweils vorhandenen Daten 		zurückgegriffen. Bitte nennen Sie uns den Stichtag, auf dessen Grundlage Sie die Fragen beantwortet haben.		
		(TT/MM/JJJJ)

	27.	Welche Institution ist Träger des Programms/Angebots? Bitte geben Sie den Namen der Institution an

	28.	Bitte benennen Sie uns einen Ansprechpartner bzw. eine Ansprechpartnerin, der oder die uns ggf. für ein 		vertiefendes Interview hinsichtlich der Umsetzung zur Verfügung steht. (Name, Firma, E-Mail, Telefonnummer)

		 Name: 		 Firma:

		 E-Mail:

		 Tel.:

	29.	Gibt es Aspekte, die im Rahmen dieses Fragebogens bisher gar nicht oder nicht ausreichend bedacht 		wurden, Ihrer Ansicht nach aber noch erwähnt werden sollten? 
Falls ja, schreiben Sie bitte Ihre Anmerkungen hier auf.

	 	

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Fragebogen Berufsvorbereitung | Anhang 2 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 82

83

Fragebogen Berufsausbildung
	1.	Bitte nennen Sie uns den Namen des Programms/Angebots im Rahmen der Berufsausbildung:
Definition Berufsausbildung: Im Verständnis dieser Situationsanalyse werden unter dem Begriff der Berufsausbildung diejenigen Programme / Angebote verstanden, die auf den Erwerb eines Ausbildungsabschlusses abzielen. Dies kann sowohl die Förderung der Ausbildung an sich als auch externe Unterstützungsleistungen im Rahmen der Ausbildung umfassen.

	2.	Über welchen Status müssen Personen verfügen, um Zugang zum Programm/Angebot zu haben 		(vor Beginn des Programms/Angebots)? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 8 9 Schüler/innen Ausbildungssuchende im ersten Jahr nach Schulabgang Altbewerber/innen, d.h. ab dem zweiten Jahr nach Schulabgang Arbeitslos / Arbeitssuchend Auszubildende Keine spezifische Zielgruppe Weiß nicht Keine Angabe

	3.	Über welchen Status verfügen die Personen während der Teilnahme am Programm/Angebot?
Mehrfachnennungen möglich

1 5 6 8 9

Schüler/innen Auszubildende Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 83

	4.	Auf Personen mit welcher schulischen Vorbildung ist das Programm / Angebot ausgerichtet?
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3 4 5 8 9

Ohne (Haupt)Schulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem Schulabschluss Mit höherem Abschluss als Mittlerem Schulabschluss Ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

	5.	Zielt das Programm/Angebot ausschließlich auf Mädchen und junge Frauen, auf Jungen und junge 		 		Männer oder gibt es keine Einschränkung? 1 2 3 8 9 Ausschließlich Mädchen und junge Frauen Ausschließlich Jungen und junge Männer Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

	6.	Zielt das Programm/Angebot ausschließlich auf junge Erwachsene mit Kindern, auf junge Erwachsene 	 		ohne Kinder oder gibt es keine Einschränkung? 1 2 3 8 9 Ausschließlich junge Erwachsene mit Kindern Ausschließlich junge Erwachsene ohne Kinder Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 84

85

	7.	Zielt das Programm/Angebot ausschließlich auf Jugendliche mit Migrationshintergrund, auf 		Jugendliche ohne Migrationshintergrund oder gibt es keine Einschränkung?
Definition Migrationshintergrund: Zu Personen mit Migrationshintergrund gehören folgende Personen: •  Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (1., 2. und dritte Generation) •  Deutsche Zuwanderer ohne Einbürgerung (z.B. Aussiedler/innen) •  Eingebürgerte •  Deutsche mit mindestens einem Elternteil, der Zuwanderer, Eingebürgerter oder Ausländer ist

1 2 3 8 9

Ausschließlich Jugendliche mit Migrationshintergrund Ausschließlich Jugendliche ohne Migrationshintergrund Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

	8.	Zielt das Programm/Angebot auf Jugendliche in einem bestimmten Alter? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 8 9 Ja, unter 15 Jahre Ja, zwischen 15 und 18 Jahren Ja, zwischen 19 und 21 Jahren Ja, zwischen 22 und 24 Jahren Ja, zwischen 25 und 27 Jahren Nein Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 85

	9.	Welche Ziele verfolgt das Programm/Angebot? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Motivierung Soziale Stabilisierung Einstieg in Ausbildung stabilisieren Ausbildungsabbruch vermeiden Ausbildungsabschluss erwerben Integration in Arbeit Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

	10.	Welche inhaltlichen Schwerpunkte hat das Programm/Angebot? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 7 8 9 88 99 Ausbildung (Vermittlung Fachtheorie/Fachpraxis) Sozialpädagogische Begleitung individuelle Berufswegeplanung individuelle Berufswegebegleitung Praktika Stützunterricht Prüfungsvorbereitung Sprachförderung Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

	11.	Sieht das Programm/Angebot Ausbildung/Qualifizierung in den Berufsfeldern gewerblich-technisch, 	 		kaufmännisch, Dienstleistung oder Soziale Berufe vor? Berufsfeld 1 2 3 4 Gewerblich-technische Berufe Kaufmännische Berufe Dienstleistungsberufe Soziale Berufe Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 86

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	12.	In welchem der oben genannten Berufsfelder sieht das Programm/Angebot einen Schwerpunkt vor 	 		oder gibt es gibt es keinen Schwerpunkt im Gesamtprogramm/-angebot? Mehrfachnennungen möglich
Definition Schwerpunkt: Mindestens 50% der Gesamtkapazität

1 2 3 4 5 8 9

Gewerblich-technische Berufe Kaufmännische Berufe Dienstleistungsberufe Soziale oder sozialpflegerische Berufe Ohne Schwerpunkt Weiß nicht Keine Angabe

	13.	In welcher Form wird das Programm/Angebot dem Konzept nach umgesetzt? Mehrfachnennungen möglich 1 2 88 99 In Ergänzung zur Ausbildung Ausbildung Weiß nicht Keine Angabe

	14.	Wie hoch ist die Platzzahl im Programm/Angebot pro Jahr insgesamt?
Bitte tragen Sie die Zahl ein.

	15.	In vielen Programmen/Angeboten verteilen sich die Teilnehmer/innen über verschiedene Projekte. 		Falls Ihr Angebot ein Programm ist, das verschiedene Projekte beinhaltet, geben Sie bitte an, wie 		 Projekte es im Rahmen des Programms gibt. Bitte tragen Sie die Zahl ein. viele

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 87

	16.	Wie hoch ist die maximale Teilnahmedauer in Monaten pro Teilnehmer/in?
Bitte runden Sie ab 0,5 Monaten auf, darunter runden Sie bitte ab.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 88 99

1 Monat 2 Monate 3 Monate 4 Monate 5 Monate 6 Monate 7 Monate 8 Monate 9 Monate 10 Monate 11 Monate 12 Monate 13 Monate 14 Monate 15 Monate 16 Monate 17 Monate 18 Monate 19 Monate 20 Monate 21 Monate 22 Monate 23 Monate 24 Monate Länger als 24 Monate Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 88

89

	17.	Welche Laufzeit sieht das Programm/Angebot vor? Handelt es sich dabei um ein Regelangebot oder 	 		um ein befristetes Programm? 1 2 Regelangebot Befristet von Befristet bis 8 9 Weiß nicht Keine Angabe

	18.	Durch wen wird das Programm/Angebot finanziert? Bitte geben Sie die Finanzierungsquelle an.
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 88 99

Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Bezirke JobCenter Arbeitsagentur Bund Europäische Union, z.B. ESF Unternehmen Stiftungen Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 89

	19.	Was wird durch das Programm/Angebot finanziert (Fördergegenstand)? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 8 9 Personalkosten Ausstattungskosten, z.B. Ausstattung von Werkstätten Teilnehmerbezogene Ausstattung, z.B. Arbeitskleidung Weitere Sachkosten Ausbildungsvergütung Weiß nicht Keine Angabe

20.	 ie hoch ist das Gesamtvolumen pro Jahr des Programms/Angebots in Euro? W
Bitte tragen Sie den Betrag ein.

	21.	Durch welche Institution erfolgt die Zuweisung / der Zugang der Teilnehmer/innen in das Programm / Angebot?
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3 4 5 6 8 9

Zugang offen JobCenter Arbeitsagentur Jugendamt Schulen Sonstiges, und zwar Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 90

91

	22.	Auf welcher Rechtsgrundlage wird das Programm/Angebot durchgeführt? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 8 9 SGB II SGB III SGB VIII Berliner Schulgesetz Sonstiges, und zwar keine Weiß nicht Keine Angabe

	23.	Im Rahmen welches Förderprogramms wird das Programm/Angebot umgesetzt (z.B. JOBSTARTER)?
Bitte tragen Sie den Namen ein. Falls das Programm/Angebot nicht im Rahmen eines Förderprogramms umgesetzt wird, schreiben Sie bitte „keines“.

24.	 ird der individuelle Verlauf der Teilnehmenden im Rahmen des Programms / Angebotes dokumentiert? W 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe

	25.	Wird der Verbleib der Teilnehmenden nach Austritt aus dem Angebot erfasst? 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 91

26.	 n welchen Bezirken wird das Programm/Angebot durchgeführt? I 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 88 99 In allen Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf Friedrichshain-Kreuzberg Lichtenberg Marzahn-Hellersdorf Mitte Neukölln Pankow Reinickendorf Spandau Steglitz-Zehlendorf Tempelhof-Schöneberg Treptow-Köpenick Weiß nicht Keine Angabe

	27.	Bei der Beantwortung dieses Fragebogens wird unter anderem auf die jeweils vorhandenen Daten zurückgegriffen. 		Bitte nennen Sie uns den Stichtag, auf dessen Grundlage Sie die Fragen beantwortet haben. (TT/MM/JJJJ)

	28.	Welche Institution ist für der Umsetzung des Programms/Angebots zuständig?
Bitte geben Sie den Namen der Institution an.

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 92

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	29.	Bitte benennen Sie uns einen Ansprechpartner bzw. eine Ansprechpartnerin, der oder die uns ggf. für 	 		ein vertiefendes Interview zur Verfügung steht. (Name, E-Mail, Telefonnummer)

		 Name: 		 Firma:

		 E-Mail:

		 Tel.:

	30.	Gibt es Aspekte, die im Rahmen dieses Fragebogens bisher gar nicht oder nicht ausreichend bedacht 	 		wurden, Ihrer Ansicht nach aber noch erwähnt werden sollten?
Falls ja, schreiben Sie bitte Ihre Anmerkungen hier auf.

		Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Fragebogen Berufsausbildung | Anhang 3 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 93

95

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen
Berufsorientierung:    Berufsvorbereitung:    Berufsausbildung: 

Name des Angebotes: Name der umsetzenden Institution: Name der Person: Interviewer: Datum:

Allgemeine Einschätzungen
	1.	Bitte erläutern Sie uns kurz ihr Angebot, bezüglich der Zielsetzung, der inhaltlichen Schwerpunkte 		 		und des zeitlichen Umfangs?

bei BO
	BO 1.	 Betreuen Sie Jugendliche einer bestimmten Schulform? 1 2 3 4 5 6 7 8 88 99 Nein Ja, Hauptschule Ja, Realschule Ja, verbundene Haupt- und Realschule Ja, Gymnasium Ja, Gesamtschule Ja, Gemeinschaftsschule Ja, Schulen mit sonderpäd. Förderschwerpunkt Weiß nicht Keine Angabe

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 95

	BO 2.	 Betreuen Sie nur Jugendliche einer bestimmten Klassenstufe? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 8 9 Ja, früher als Vorabgangsklasse Ja, Vorabgangsklasse Ja, Abgangsklasse Nein Weiß nicht Keine Angabe

	BO 3.	 Wird der Verlauf des Berufsorientierungsprozesses dokumentiert? Ja:    Nein:    

	BO 4.	 Wenn ja, in welcher Form: 1 2 BWP Sonstiges

	BO 5.	 Wie ist die Handhabung des Dokumentes geregelt?

	BO 6.	 Ist gewährleistet, dass das Berufsorientierungs-Angebot mit der inhaltlichen Ausrichtung des Schulkonzeptes 	 		 abgestimmt ist und dieses sinnvoll ergänzt? 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe wenn ja, wie:

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 96

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	BO 7.	 Ist das Berufsorientierungs-Angebot mit anderen externen Angeboten, die ebenfalls Berufs		 orientierung an der jeweiligen Schule umsetzen, abgestimmt? 1 2 8 9 Ja Nein Weiß nicht Keine Angabe wenn ja, wie:

bei BVB
	BVB 1.	Haben Sie sich in der Umsetzung auf Personen mit spezifischer schulischer Vorbildung spezialisiert? 		 Für Personen mit welcher schulischer Vorbildung ist das Programm / Angebot ausgerichtet? 1 2 3 4 5 8 9 Ohne (Haupt)Schulabschluss Mit Hauptschulabschluss Mit Mittlerem Schulabschluss Mit höherem Abschluss als Mittlerem Schulabschluss Nein Weiß nicht Keine Angabe

	BVB 2.	Haben Sie einen Fokus auf Mädchen und junge Frauen in der Umsetzung, auf Jungen und junge 		 oder gibt es keine Einschränkung? Männer 1 2 3 8 9 Ausschließlich Mädchen und junge Frauen Ausschließlich Jungen und junge Männer Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 97

	BVB 3.	Haben Sie einen Fokus auf Jugendliche mit Migrationshintergrund, auf Jugendliche ohne Migrations		hintergrund oder gibt es keine Einschränkung?
Definition Migrationshintergrund: Zu Personen mit Migrationshintergrund gehören folgende Personen: •  Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (1., 2. und dritte Generation) •  Deutsche Zuwanderer ohne Einbürgerung (z.B. Aussiedler) •  Eingebürgerte •  Deutsche mit mindestens einem Elternteil, der Zuwanderer, Eingebürgerter oder Ausländer ist

1 2 3 8 9

Ausschließlich Jugendliche mit Migrationshintergrund Ausschließlich Jugendliche ohne Migrationshintergrund Nein, ohne Einschränkung Weiß nicht Keine Angabe

Schwerpunkt Kompetenzfeststellung
	1.	Bitte schildern Sie uns das Kompetenzfeststellungsverfahren, das in Ihrem Angebot vorgesehen ist
(Ziel, Stellenwert, Ablauf, Dauer, ggf. besondere Aspekte).

	

2.	 elche methodischen Bausteine setzen Sie im Rahmen der Kompetenzfeststellung ein? W

1 2 3 4 5 8

Leistungstests Berufspraktische Erprobungen Narrative Interviews Assessment Center Rollenspiele Sonstiges, und zwar

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 98

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	3.	Kompetenzfeststellungen zielen auf verschiedene Prüfungsaspekte, die getestet werden. 		 Sie uns doch bitte, welche Prüfungsaspekte bei dem von Ihnen durchgeführten Angebot im 		 Sagen 		Vordergrund stehen. 1 2 3 4 5 8 9 Neigungen Schulische Basiskenntnisse Psychische Leistungen Physische Merkmale Psychologische Merkmale des Arbeitsverhaltens Berufswahlreife Sonstiges, und zwar

	4.	Handelt es sich bei der Kompetenzfeststellung um ein standardisiertes Verfahren 		(i.S.v. z.B. hamet 2, start etc.?? 1 2 3 Ja, ausschließlich , und zwar Nein Ja, zum Teil, und zwar

	5.	Handelt es sich dabei um ein einmaliges oder ein kontinuierliches (mehrfach wiederkehrend) 		Angebot? (welcher Rhythmus) 1 2 Einmalig, zeitlicher Umfang: Kontinuierlich, Rhytmus und zeitlicher Umfang

	6.	Handelt es sich bei der Kompetenzfeststellung um ein Angebot, das auf freiwilliger Basis stattfindet 	 		oder zu dessen Teilnahme die Jugendlichen im Rahmen Ihres Angebots verpflichtet sind? 1 2 3 Freiwillig Verpflichtend Teilweise verpflichtend

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 99

	7.	Werden die Kompetenzfeststellungen klassenweise, in Kleingruppen oder Individuell durchgeführt?
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3

Klassenweise Kleingruppe, und zwar (TN-Zahl) Individuell

	8.	Welche Professionen sind an der Umsetzung des KF-Verfahrens beteiligt und mit welchen Aufgaben 	 		sind diese betreut? 1 2 3 4 5 6 7 Lehrer/innen Psychologen/innen Ausbilder/innen Studierende Trainer/innen Sozialpädagogen/innen Sonstige, und zwar

	9.	Sind für die Mitwirkung an der KF fachliche Minimalanforderungen formuliert? Wenn ja, welche? 1 2 3 fachlich spezialisiert (geschult, z.B. Beobachterschulung; zertifiziert) mit spezifischer Berufserfahrung (ab 2 Jahre mit Zielgruppe) Sonstiges

	10.	Wurde das Personal gesondert in gender- oder integrationsspezifischen Methodenkenntnissen geschult? 1 2 3 Genderschulung Integrationsschulung Nein

	11.	Ist die gemeinsame Auswertung der Ergebnisse mit dem Jugendlichen (Feed-Back) verbindlicher 		Bestandteil der Kompetenzfeststellung? 1 2 Ja Nein

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 100

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	12.	Werden die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung dokumentiert? 			 1 		 Ja 2 Nein Wenn ja, in welcher Form: 1 2 Berufswahlpass Sonstiges

		 Können Sie uns eventuell ein Exemplar einer Dokumentation überlassen?

	13.	Ist die Weitergabe der Ergebnisse der Kompetenzfeststellung verbindlicher Bestandteil der 		Kompetenzfeststellung?   Ja 1 2 3 4 Jugendliche Eltern Kooperationspartner Andere Institutionen und zwar und zwar Nein

	14.	Ist die Kompetenzfeststellung Grundlage eines individuellen Entwicklungsplans?

1 2

Ja Nein

	15.	Haben Sie Zugriff auf die Ergebnisse von Kompetenzfeststellungen anderer Institutionen?

1 2

Ja Nein

und zwar

	16.	Sind andere Institution zur Weitergabe der Ergebnisse verpflichtet? Mehrfachnennungen möglich

1 2

Ja Nein

und zwar

17.	 aben die Ergebnisse anderer Kompetenzfeststellungsverfahren Auswirkungen auf die inhaltliche H Ausgestaltung Ihres eigenen Verfahrens?

1 2

Ja Nein

und zwar

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 101

Schwerpunkt Berufswegebegleitung
	18.	Bitte schildern Sie, wie die Berufswegebegleitung im Rahmen Ihres Angebotes ausgestaltet ist 		 (Stellenwert, Aufgabe, Organisationsform)

	19.	Worin bestehen die Aufgaben der Berufswegebegleitung in Ihrem Angebot? Aufgaben 1 2 3 4 5 6 7 8 Sozialpädagogische Begleitung Elternarbeit Aufsuchende Beratung Begleitung der Jugendlichen bei Terminen Akquise von Praktikumsbetrieben Unterstützung bei der Vermittlung ins Praktikum Begleitung während des Praktikums Sonstiges Ja Nein

	20.	Bei Elternarbeit: welche Formen sind vorgesehen? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 Informationsmaterialien (z.B. Elternbriefe) Informationsveranstaltungen Individuelle Elterngespräche Elternbesuche Sonstiges und zwar

	21.	Ist die Einbeziehung der Jugendlichen an der Zielfindung und Absprache bezüglich Ihres Werdegangs 	 		verbindlicher Bestandteil der Berufswegebegleitung. Wenn ja, in welcher Form?

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 102

103

	22.	Welche Professionen sind an der Umsetzung der Berufswegebegleitung beteiligt und mit welchen 		 		Aufgaben sind diese betreut? Wie ist das organisiert? 1 2 3 4 5 6 7 Lehrer/innen Psychologen/innen Ausbilder/innen Studierende Trainer/innen Sozialpädagogen/innen Sonstige, und zwar

	23.	Sind für die Umsetzung der Berufswegebegleitung fachliche Minimalanforderungen formuliert? 		(bezieht sich auf den/diejenige der verantwortlich zeichnet) 1 2 3 fachlich spezialisiert (geschult, zertifiziert) mit spezifischer Berufserfahrung (ab 2 Jahre mit Zielgruppe) Sonstiges wenn ja, welche:

	24.	Wurde das Personal gesondert in gender- oder integrationsspezifischen Methodenkenntnissen geschult? 1 2 3 Genderschulung Integrationsschulung Nein

	25.	Wird der Verlauf von Berufswegebegleitung dokumentiert? Wenn ja, in welcher Form 1 2 3 BWP Qualifizierungspläne / Förderpläne Sonstiges

26.	 ürden Sie uns ein Blankodokument überlassen? W

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 103

	27.	Handelt es sich bei der Dokumentationsform um ein selbstentwickeltes Dokument bzw. um eine 		 		standardisierte Vorgabe durch den Auftraggeber? 1 2 3 Selbstentwickeltes Dokument Standardisierte Vorgabe durch den Auftraggeber Sonstiges

	28.	Ist der Erhalt relevanter Informationen von anderen Institutionen verbindlicher Bestandteil? 		Wenn ja, von wem? 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Jugendlichen selbst Schule Bildungsdienstleister Agentur für Arbeit Jobcenter Jugendamt Kompetenzagentur/ Jugendberatungshaus Sonstige, und zwar Nein

	29.	Ist die Weitergabe relevanter Informationen Ihrerseits an andere Institutionen und / oder 		Kooperationspartner verbindlicher Bestandteil? Wenn ja, an wen? 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Jugendliche Schule Bildungsdienstleister Agentur für Arbeit Jobcenter Jugendamt Kompetenzagentur/ Jugendberatungshaus Sonstige, und zwar Nein

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 104

105

	30.	Ist die Begleitung inhaltlich mit anderen externen Beratungs- und / oder Begleitungsangeboten 		abgestimmt?

	31.	Mit wem stimmen Sie sich ab? 1 2 3 4 7 8 9 10 Berufsberatung Kompetenzagentur/ Jugendberatungshaus Jugendamt Jugendgerichtshilfe Schuldnerberatung Suchtberatung Sonstige

	32.	Wie stimmen Sie sich ab hinsichtlich der 1 2 3 Zielrichtung Aufgabenteilung Ressourcen (Räume, Stundenverteilung, methodisches Know-How)

	33.	Ihr Angebot strebt den erfolgreichen Einstieg in Ausbildung oder Arbeit an. Sieht Ihr Angebot eine 		 		Begleitung über die Erreichung dieses Zieles hinaus vor? 		Wenn ja, wie lange (Zeitraum und/oder Ereignis) und in welcher Form?

	34.	Was geschieht, sofern Jugendliche dieses Ziel nicht erreichen, d.h. die Maßnahme beenden, ohne 		dass der Einstieg in Ausbildung oder Arbeit gelang? Sieht Ihr Angebot auch in diesem Falle eine 		weitere Begleitung vor? Wenn ja, wie lange und in welcher Form? Mit welchem Ziel?

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 105

	35.	Erheben Sie den Verbleib der Teilnehmenden zum Zeitpunkt des Austritts aus dem Angebot? 1 2 Ja Nein

	36.	Erheben Sie den Verbleib der Teilnehmenden nach Austritt aus dem Angebot? Wenn ja, wann? 1 2 3 4 Nein Bis zu 3 Monate nach Austritt aus dem Angebot Zwischen 3 und 6 Monaten nach Austritt aus dem Angebot Sonstiges und zwar und zwar und zwar und zwar

	

	Wenn ja, wie erheben Sie den Verbleib der Jugendlichen? (bspw. telefonisch nachfassen)

		 Schwerpunkt Betriebsnähe / praktische Ausbildung
	37.	Bitte schildern Sie, wie, in welcher Form und mit welchem Ziel der Betrieb als Lernort in Ihr Angebot 	 		eingebunden ist.

	38.	Ist der zeitliche Umfang des Praktikums verbindlich vereinbart? 		 		Wenn ja, in welchem Umfang? 		 		Wenn nein, wie ist die Zeitspanne?

	39.	Handelt es sich beim Praktikum um ein freiwilliges oder ein verpflichtendes Angebot? 1 2 Freiwillig Verpflichtend

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 106

107

	40.	An welchem Lernort findet das Praktikum statt? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 In Unternehmen (freie Wirtschaft) Lehrwerkstatt Sonstiges

	41.	Welche Ziele verfolgt das Praktikum im Rahmen des Angebotes? (Nach Prioritäten fragen) 1 2 3 4 5 6 7 Erleben betriebspraktischer Abläufe vor Ort Erwerben beruflicher Grundfertigkeiten Anwenden beruflicher Grundfertigkeiten Erlernen von Arbeitstugenden Kennenlernen und auswählen pot. Azubis Feststellung der Eignung für das Berufsfeld und Berufsbild Sonstiges

	42.	Findet eine Vorbereitung des Jugendlichen auf das Praktikum statt? 1 2 Ja Nein

		 ja, durch wen und in welcher Form? (Inhalte, Größe der Gruppe und Form der Ansprache) Wenn

	43.	Findet eine Vorbereitung des Betriebes auf das Praktikum statt? (Inhalte, Form der Ansprache) 1 2 Ja Nein

		 ja, durch wen und in welcher Form? Wenn

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 107

	44.	Ist im Angebot ein/e feste/r Ansprechpartner/in für die Betriebe vorgesehen?

	45.	Ist sichergestellt, dass im Praktikum berufstypische Tätigkeiten ausgeübt werden? 1 2 	 Ja Nein

	Wenn ja, wie?

	46.	Ist der Jugendliche an der Auswahl des Betriebes beteiligt? 1 2 Ja Nein

		Wie läuft das Matching konkret?

	47.	Wird der Jugendliche während des Praktikums begleitet? Wenn ja, durch wen und in welcher Form? 	 		(Zeitumfang und Rhythmus ) 1 2 Ansprechpartner/in im Betrieb (intern) Ansprechpartner/in vom Träger, Schule etc (extern)

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 108

109

	48.	Wird das Praktikum mit dem Jugendlichen (am Ende des Praktikum oder danach) nachbereitet? 		 		Wenn ja, durch wen (und in welcher Form)? 1 2 Ansprechpartner/in im Betrieb (intern) Ansprechpartner/in vom Träger, Schule etc (extern)

	49.	Findet eine Dokumentation des Praktikumsverlaufs durch den Jugendlichen statt? 		Wenn ja, in welcher Form? 1 2 3 4 Wochenberichte Durch ein Berichtsheft Zusammenfassende Berichte Sonstiges

	50.	Wird das Ergebnis des Praktikums (Praktikumsbescheinigung) dokumentiert? Wenn ja, wie? 1 2 3 Selbstentwickeltes Dokument Standardisierte Vorgabe durch den Auftraggeber Sonstiges

	51.	Durch wen wird das Ergebnis (Praktikumsbescheinigung) des Praktikums dokumentiert?
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3 4

Betrieb Externer Praktikumsbetreuer/in Jugendliche Sonstige

	52.	Welche Informationen sind Teil der Praktikumsbescheinigung? 1 2 3 4 	 Dauer Aufgaben Bewertung (z.B. berufliche Eignung, Schlüsselqualifikationen) Sonstige

	Würden Sie uns ein Blankodokument überlassen?

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 109

	53.	Ist die Weitergabe der Praktikumsbescheinigung an die Jugendlichen verbindlich? 1 2 Ja Nein

	54.	Ist die Weitergabe Praktikumsbescheinigung an andere Institutionen und Akteure verbindlich? 1 2 Ja Nein

		 ja, an wen? Wenn 1 2 3 4 5 6 7 Schule Bildungsdienstleister Agentur für Arbeit Jobcenter Jugendamt Kompetenzagentur/Jugendberatungshaus Sonstige, und zwar

		 Anrechenbarkeit
	55.	Können in Ihrem Angebot anrechenbare Teilqualifikationen erworben werden? 1 2 Ja Nein

	56.	Welche Formen standardisierter Formen des Erwerb beruflicher Teilqualifikationen hält Ihr Angebot bereit? 1 2 3 4 5 6 7 Qualibausteine gemäß BBiG Bausteine im Rahmen der EQ Ausbildungsbausteine Module (z.B. MDQM...) Andere (PC Führerschein, Gabelstaplerführerschein keine Sonstige 	

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 110

111

57.	 ind diese Bausteine zertifiziert? S 1 2 Ja Nein durch wen

	58.	Auf welcher Ebene sind diese zertifiziert? 1 2 3 4 Bundesebene (ZWH) Landesebene (Kammern / Innungen) Schule andere

	59.	Ist der Erwerb von Bausteinen verpflichtend? 1 2 Ja Nein

	60.	Welche Lernorte sind verbindlich in die Vermittlung der Bausteine eingebunden? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 Schule Bildungsdienstleister Betriebe andere und zwar

	61.	Wer entscheidet über den erfolgreichen Erwerb eines Bausteins? (Mehrfachnennungen mgl.) 1 2 3 4 Betrieb Bildungsdienstleister Schule andere und zwar

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 111

	62.	In welcher Form wird der erfolgreiche Erwerb eines Bausteins abgeprüft? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 6 Praktische Übungen Prüfungsgespräche Schriftlicher Test Kontinuierliche Leistungsbewertung Sonstiges Gar nicht und zwar

	63.	Haben Sie Kenntnis von Fällen in denen die erworbenen Bausteine zu einer Anrechnung auf die 		Ausbildungszeit führten? 1 2 Ja Nein

	64.	Welchen Nutzen sehen Sie außerdem in der Vermittlung von Grundfertigkeiten in Form von Bausteinen?

		 Allgemeines
	65.	Gibt es Aspekte der bisher angesprochenen Themen, die bisher noch nicht behandelt wurden, Ihrer 	 		Meinung nach aber für das Übergangssystem vonnöten sind?

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 112

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	66.	Nennen Sie uns bitte die aus Ihrer Sicht drei wichtigsten Qualitätsstandards in Bezug auf Kompetenz-	 		feststellung, Berufswegebegleitung und Sicherung der Betriebsnähe.

	67.	Wenn Sie sich etwas für das noch bessere Gelingen Ihres Angebotes wünschen könnten, was wäre das?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Interviewleitfaden – Querschnittsthemen | Anhang 4 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 113

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 114

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Interviewleitfaden – Kompetenzagentur/ Jugendberatungshaus u.a. Jugendberatungseinrichtungen
Teil A  Zielgruppen und eigene Ausstattung
	1.	Über welche Wege erreichen Sie Ihre Zielgruppe?
•  Arbeitsagentur •  Jobcenter •  Jugendamt •  Freizeiteinrichtungen •  Jugendberatungshaus / andere beratende Einrichtungen •  Schulen (wenn ja, welche)

	

	In welcher Form läuft der Zugang?

	2.	Gibt es Unterschiede im Zugang durch die einzelnen Institutionen? Wenn ja, welche?

	3.	Wie viele Teilnehmer/innen erreichen Sie / wollen Sie erreichen (pro Jahr)?

	4.	Nehmen Sie eine Differenzierung Ihrer Kundengruppen vor? 1 2 Ja Nein

		Wenn ja, nach welchen Kriterien?

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 115

	5.	Wie verteilen sich die einzelnen Gruppen quantitativ?

	6.	Welchen Anteil nehmen Migrant/innen in Ihrer Zielgruppe ein?

	7.	Wie ist die Geschlechterverteilung bei den Jugendlichen insgesamt?

	8.	Liegt der Fokus auf einer „besonderen“ Zielgruppe? Wenn ja, welche Merkmale weist diese auf?

	9.	Über welche personellen Ressourcen verfügen Sie?

	10.	Welchen Professionen gehören die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an?

	11.	An welchen Orten bieten Sie regelmäßig Beratung (i.S.v. Sprechzeiten) an?

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 116

117

Teil B  Instrumente/Angebote
	12.	Welche Angebote unterbreiten Sie den Jugendlichen? •  Casemanagement •  Kompetenzfeststellung (siehe Fragebögen – auch für Berufswegebegleitung) •  Elternarbeit •  Informationsveranstaltungen (klassenweise? In welcher Struktur?) •  Bewerbungstrainings •  Sonstiges 	12a.	Bei Elternarbeit: welche Formen sind vorgesehen? Mehrfachnennungen möglich 1 2 3 4 5 Informationsmaterialien (z.B. Elternbriefe) Informationsveranstaltungen Individuelle Elterngespräche Elternbesuche Sonstiges, und zwar

	13.	Wann und womit ist der Beratungsprozess beendet?

	14.	Wie gehen Sie mit Abbrüchen um? Über welche Methoden versuchen Sie, den Jugendlichen 		wiederzugewinnen?

	15.	Wie lange können/dürfen Sie Jugendliche begleiten?

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 117

Teil C  Schwerpunkt Kompetenzfeststellung
	16.	Welche methodischen Bausteine setzen Sie im Rahmen der Kompetenzfeststellung um? 1 2 3 4 5 6 Leistungstests Berufspraktische Erprobungen Narrative Interviews Assessment Center Rollenspiele Sonstiges, und zwar

	17.	Welche Kompetenzaspekte werden durch die methodischen Bausteine abgebildet? 		Dabei orientieren wir uns am Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife. 1 2 3 4 5 6 7 Neigungen Schulische Basiskenntnisse Psychische Leistungen Physische Merkmale Psychologische Merkmale des Arbeitsverhaltens Berufswahlreife Sonstiges, und zwar

	18.	Handelt es sich bei der Kompetenzfeststellung um ein standardisiertes Verfahren? 1 2 3 Ja, ausschließlich Nein Ja, zum Teil und zwar und zwar

	19.	Handelt es sich dabei um ein einmaliges oder ein kontinuierliches (mehrfach wiederkehrend) Angebot? 1 2 Einmalig Kontinuierlich zeitlicher Umfang Rhythmus und zeitlicher Umfang

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 118

119

	20.	Handelt es sich bei der Kompetenzfeststellung um ein Angebot, das auf freiwilliger Basis stattfindet 	 		oder zu dessen Teilnahme die Jugendlichen im Rahmen Ihres Angebots verpflichtet sind? 1 2 3 Freiwillig Verpflichtend Teilweise verpflichtend

	21.	Werden die Kompetenzfeststellungen klassenweise, in Kleingruppen oder Individuell durchgeführt?
Mehrfachnennungen möglich

1 2 3

Klassenweise Kleingruppe Individuell und zwar

	22.	Ist die gemeinsame Auswertung der Ergebnisse mit dem Jugendlichen (Feed-Back) verbindlicher 		Bestandteil der Kompetenzfeststellung? 1 2 Ja Nein

	23.	Werden die Ergebnisse der Kompetenzfeststellung dokumentiert? 1 2 	 Ja Nein

	Können Sie uns eventuell ein Exemplar einer Dokumentation überlassen?

	24.	Ist die Weitergabe der Ergebnisse der Kompetenzfeststellung verbindlicher Bestandteil der 		Kompetenzfeststellung? Ja 1 2 3 4 5 Weitergabe an Jugendliche Eltern Andere Institutionen Kooperationspartner und zwar und zwar Nein 	

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 119

25.	 st die Kompetenzfeststellung Grundlage eines individuellen Entwicklungsplans? I 1 2 Ja Nein

	26.	Haben Sie Zugriff auf die Ergebnisse von Kompetenzfeststellungen anderer Institutionen? 1 2 Ja Nein und zwar

	27.	Ist die andere Institution bzw. der Kooperationspartner zur Weitergabe der Ergebnisse verpflichtet? 1 2 Ja Nein und zwar

	28.	Haben die Ergebnisse anderer Kompetenzfeststellungsverfahren Auswirkungen auf die inhaltliche 		 		Ausgestaltung Ihres eigenen Verfahrens? 1 2 Ja Nein und zwar

		 ja, wie Wenn

Teil D  Schwerpunkt Berufswegebegleitung
	29.	Wird der Verlauf von Berufswegebegleitung dokumentiert? Wenn ja, in welcher Form? 1 2 3 Berufswahlpass Qualifizierungspläne / Förderpläne Sonstiges

		Würden Sie uns ein Blankodokument überlassen?

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 120

121

	30.	Handelt es sich bei der Dokumentationsform um ein selbstentwickeltes Dokument bzw. um eine 		 		standardisierte Vorgabe durch den Auftraggeber? 1 2 3 Selbstentwickeltes Dokument Standardisierte Vorgabe durch den Auftraggeber Sonstiges

	31.	Ist der Erhalt relevanter Informationen von anderen Institutionen und /oder Kooperationspartnern 	 		verbindlicher Bestandteil? Wenn ja, von wem? 1 2 3 4 5 6 7 8 Jugendlichen selbst Schule Bildungsdienstleister Agentur Jobcenter Jugendamt Sonstige, und zwar nein

	32.	Ist die Weitergabe relevanter Informationen Ihrerseits an andere Institutionen und / oder 		Kooperationspartner verbindlicher Bestandteil? Wenn ja, an wen? 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Jugendliche Schule Bildungsdienstleister Agentur Jobcenter Jugendamt Jugendberatungshaus Sonstige, und zwar nein

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 121

	33.	Ist die Begleitung inhaltlich mit anderen externen Beratungs- und / oder Begleitungsangeboten abgestimmt? 1 2 Ja Nein

	33a.	Wenn ja, mit wem ist die Begleitung abgestimmt?

	33b.	Wie stimmen Sie sich ab hinsichtlich der •  Zielrichtung •  Aufgabenteilung •  Ressourcen (Räume, Stundenverteilung, methodisches Know-How)

	34.	Erheben Sie den Verbleib der Teilnehmern zum Zeitpunkt der Beendigung des Begleitprozesses? 1 2 Ja Nein

	35.	Erheben Sie den Verbleib der Teilnehmern nach Beendigung des Begleitprozesses? Wenn ja, wann? 1 2 3 4 Nein Bis zu 3 Monate nach Austritt aus dem Angebot Zwischen 3 und 6 Monaten nach Austritt aus dem Angebot Sonstiges, und zwar

	35a.	Wenn ja, wie erheben Sie den Verbleib der Jugendlichen? (bspw. telefonisch nachfassen)

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 122

123

Teil E  Zusammenarbeit/Kooperation/Vernetzung
	36.	Mit wem kooperieren Sie im Bezirk im Hinblick auf den individuellen Förderverlauf der Jugendlichen? •  Agentur für Arbeit •  Jobcenter •  Jugendamt •  Jugendmigrationsdienst •  Quartiersmanagement •  Freizeiteinrichtungen •  Jugendberatungshaus / andere beratende Einrichtungen •  Schulen (wenn ja, welche)

	37.	Mit wem kooperieren Sie im Bezirk im Hinblick auf die inhaltliche Ausrichtung Ihres Angebotes insgesamt?

	38.	In welchen Formen ist dies niedergelegt? (schriftliche Kooperationsvereinbarungen?)

	39.	In welchen Gremien ist Ihre Kompetenzagentur / Jugendberatungseinrichtung vertreten?

	40.	Gibt es eine Lenkungsrunde/Beirat etc?

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 123

	41.	Verstehen Sie sich als „steuernde Instanz“ in Bezug auf das Individuum und hinsichtlich der Begleitung 		 		der Jugendlichen?

	42.	Verstehen Sie sich als „steuernde Instanz“ in Bezug auf die bezirkliche Angebotsstruktur und 		Abstimmungsprozesse / Verzahnung von Angeboten?

	43.	Wo sehen Sie Entwicklungspotential für eine bessere Vernetzung der Kompetenzagentur im Bezirk?

	44.	Was sind aus Ihrer Sicht die größten Baustellen im Übergang Schule-Beruf in Ihrem Bezirk, die in der 		 		Zukunft an Bedeutung gewinn

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Interviewleitfaden – Jugendberatungseinrichtungen | Anhang 5 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 124

125

Fragebogen zur Mitwirkung in Gremien mit dem thematischen Fokus: Übergang Schule-Beruf
Gremium: XY Bezirk: Z Datum:

!!! HINWEIS: Bitte füllen Sie den folgenden Fragebogen lediglich für Ihre Mitarbeit im Rahmen des Gremiums XY aus, auch wenn Sie noch in anderen Gremien tätig sind !!!

Die Situationsanalyse im Rahmen von RÜM hat zum Ziel, neben der Angebotspalette im Übergang Schule-Beruf auch die Vernetzungsstrukturen der (bezirklichen) Gremien am Übergang Schule-Beruf abzubilden. Dies verfolgt folgende Ziele: •  Abbildung der relevanten Gremien auf bezirklicher Ebene und Schaffung von Transparenz bezüglich der Zusammensetzung •  Analyse des durch die Teilnehmer/innen eingeschätzten Nutzens der Arbeit in den jeweiligen Gremien, ggf. unter Bezugnahme zur Zusammensetzung •  ergleichende Beschreibung der bestehenden Vernetzungsstrukturen auf der Ebene der Bezirke Mit diesem Fragebogen werden die Mitglieder der bezirklichen RAV’s, der AG JBH/AG 78 und – sofern vorhanden - die der „strategische AG’s“ auf Bezirksebene befragt. Selbstverständlich sichert die SPI Consult GmbH Ihnen den sachgemäßen Umgang mit den erhobenen Daten zu.

Handhabung
In der Anlage erhalten Sie einen Fragebogen als Word-Formular. Dabei handelt es sich um eine schreibgeschützte Version, bei der Sie nur in den grau unterlegten Kästchen oder Feldern Eintragungen v ­ ornehmen können. Durch das Anklicken der jeweiligen Felder können Sie die vorgegebenen Antwort­ kategorien einfach und bequem wählen. Wir bitten Sie, den Fragebogen bis zum 31.02.1999 auszufüllen und uns am besten per E-Mail zurück­ zusenden. Alternativ ist eine Rücksendung per Post oder per Fax möglich. Sofern Sie Rückfragen haben, können Sie Sich selbstverständlich jederzeit an Frau Mustermann aus dem Team des Regionalen Übergangsmanagements wenden: Frau Mustermann; f.mustermann@spiconsult.de; Tel.: 030 | 12 34 5-67 Wir danken Ihnen bereits jetzt sehr herzlich für Ihre Hilfe. Mit freundlichen Grüßen Das Team des Regionalen Übergangsmanagements

Fragebogen Gremien | Anhang 6 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 125

Wie sehr stimmen Sie den folgenden Aussagen in Bezug auf Ihre Mitwirkung im jeweiligen Gremium zu?
Nr. Aussage: Stimme ...
voll zu zu weniger zu gar nicht zu

1

Ich erhalte Informationen (z.B. über gesetzliche Neuerungen, bundesweite Ausschreibungen u.a. Veröffentlichungen), die für meine tägliche Arbeit von Nutzen sind.

2

Ich erhalte Informationen über aktuelle Entwicklungen im Bezirk (z.B. Vergabe von Projektförderungen im Rahmen von PEB, Umsetzung des APP-Programms, Vergabe von Maßnahmen wie BaE und BvB durch JC und Arbeits­ agenturen, Belange der Jugendhilfe), die für meine tägliche Arbeit von Nutzen sind.

3

Ich beteilige mich an der Planung und Umsetzung gemeinsamer Veranstaltungen (z.B. Ausbildungsmessen, Fachgespräche). Wenn ja, bitte nennen Sie bis zu 3 Beispielen:

4

Ich beteilige mich an der Planung und Umsetzung von gemeinsamen Projektvorhaben (alles außer der unter 3. abgebildeten). Wenn ja, bitte nennen Sie bis zu 3 Beispielen:

5

Das Gremium gibt mir die Möglichkeit eines informellen Austausches.

6

Ich bringe eigene Themen in das Gremium ein.

7

Es sind alle notwendigen Institutionen im Gremium vertreten.

Fragebogen Gremien | Anhang 6 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 126

127

Nr.

Aussage: Stimme ...

voll zu

zu

weniger zu

gar nicht zu

8

Falls Sie Frage 7 nicht zustimmen konnten, geben Sie bitte an, welche Institution/en Sie vermissen:

Bildungsdienstleister / Träger Jugendamt Agentur für Arbeit Jobcenter Unternehmen nnungen HWK IHK Schulaufsicht Schule (Lehrer und Lehrerinnen) Volkshochschule Wirtschaftsförderung Bezirksamt, sonstige Ressorts Sonstiges, und zwar

9

Mit den Arbeitsergebnissen dieses Gremiums bin ich zufrieden.

10

Sollten Sie einen weiteren Nutzen aus Ihrer Arbeit in dem Gremium ziehen, der unter 1-9 nicht benannt ist, so nennen Sie diesen bitte:

In welchen weiteren Gremien sind Sie außerdem auf bezirklicher und/oder Landesebene aktiv, die ebenfalls den Übergang Schule-Beruf als Thema im Fokus haben? Bitte nennen Sie uns diese: auf Landesebene:

auf Bezirksebene:

Fragebogen Gremien | Anhang 6 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 127

Abschließend einige Fragen zu Ihnen:
In welcher Institution sind Sie hauptberuflich tätig? 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Bildungsdienstleister / Träger Jugendamt Arbeitsagentur Jobcenter Unternehmen Innungen HWK IHK Schulverwaltung Schule (Lehrer und Lehrerinnen) Volkshochschule Wirtschaftsförderung Bezirksamt, sonstige Ressorts Sonstiges

Für eine zielführende Arbeit ist ein sinnvolles Hand-in-Hand-Gehen von grundsätzlichen strategischen Entscheidungen, der Planung der einzelnen Schritte zur Umsetzung dieser strategischen Entscheidungen und die operative Umsetzung der geplanten Schritte innerhalb einer Institution notwendig. Wie ist es bei Ihnen: Sind Sie innerhalb Ihrer Institution am ehesten auf der strategischen Ebene, auf der planerischen Ebene oder auf der operativen Ebene tätig? 1 Strategische Ebene, d.h. ich wirke an der Festlegung der langfristigen Rahmenkonzeption für die strategischen Geschäftsfelder (z.B. generelle inhaltliche Ausrichtung, Ressourcenplanung) meiner Institution mit. Planerische Ebene, d.h. ich plane und konzipiere gemäß der Strategie und vorhandenen Ressourcen Maßnahmen oder/und Aktivitäten. Operative Ebene, d.h. ich setze in meinem Arbeitsalltag die Vorgaben der strategischen und der planerischen Ebene in die Realität um. Keine Angabe

2 3 4

Fragebogen Gremien | Anhang 6 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 128

129

An wie vielen Sitzungen dieses Gremiums nehmen Sie teil? 1 2 3 4 5 an jeder an mind. 2 von 3 Sitzungen an jeder 2. Sitzung gelegentlich Keine Angabe

Ist im Falle Ihrer Abwesenheit eine Vertretung durch eine andere Person aus Ihrer Institution gewährleistet? 1 2 3 4 ja, immer ja, manchmal nein Keine Angabe

Die Auswertung der Fragebögen zur Vernetzungsstruktur im Bezirk wird selbstverständlich anonymisiert ablaufen. Dennoch würden wir ggf. nochmals auf Sie zukommen, um einige Detailfragen hinsichtlich der inhaltlichen Ausrichtung der Gremien zu stellen. Dies erhöht die Qualität der Darstellung deutlich. Bitte teilen Sie uns deshalb Ihre Kontaktdaten mit. Dies bedeutet eine große Hilfe für unser Projektvorhaben.

Name: Firma:

E-Mail:

Tel.:

Herzlichen Dank für die Beantwortung und Mitarbeit!

Fragebogen Gremien | Anhang 6 aus dem Band Bestandsaufnahmen | Band 1 / 5 | RÜM Berlin 2011 | Seite 129
        
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