Publication:
2012
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-197873
Path:
LOKALER AKTIONSPLAN

DER STADT SIEGEN
Für das Jahr 2013

„TOLERANZ FÖRDERNKOMPETENZ STÄRKEN“

Fortschreibung für 2013

	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
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   Der	
  Bürgermeister	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

Die Stadt Siegen beteiligt sich seit dem 1. August 2011 an dem Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“. Weitere Informationen und Materialien zum Bundesprogramm finden Sie auf der Website www.toleranz-foerdern-kompetenz-staerken.de. Inform ationen zum Program m in Siegen: www.ideen-siegen.de

Koordinierung des Lokalen Aktionsplans: Interne lokale Koordinierungsstelle Frau Claudia Velten - Raum: 115 Fachbereich 5 - Geschäftsstelle Integrationsrat Bekämpfung Rassismus Weidenauer Straße 211-213 57076 Siegen Telefon: (0271) 404-2211 Telefax: (0271) 40436-2211 E-Mail: c.velten@siegen.de

2	
  

Externe Koordinierungsstelle Frau Gül Ditsch TÜDEV e.V. Vorsitzende Obere Kaiserstraße 6 57078 Siegen Telefon (0176) 32323747 E-Mail: g.ditsch@gmail.com

	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen 2013

INHALT 1	
   FORTSCHREIBUNG	
  DES	
  LOKALEN	
  AKTIONSPLAN	
  DER	
  STADT	
  SIEGEN	
  ................................	
  4	
   1.1	
   PROZESSBESCHREIBUNG	
  .............................................................................................	
  5	
   2	
   ZIELGRUPPEN	
  ......................................................................................................................	
  5	
   3	
   LEITZIELE,	
  MITTLERZIELE,	
  HANDLUNGSZIELE	
  ......................................................................	
  6	
   4	
   QUERSCHNITTSBEREICHE	
  ...................................................................................................	
  7	
   4.1	
   PARTIZIPATION	
  VON	
  KINDERN	
  UND	
  JUGENDLICHEN	
  ...................................................	
  7	
   4.2	
   PARTIZIPATION	
  VON	
  SCHULEN	
  UND	
  (SPORT-­‐)	
  VEREINEN	
   ............................................................	
  8	
   4.3	
   NACHHALTIGKEIT	
  DER	
  PROJEKTE	
  .................................................................................	
  9	
   5	
   AKTIONSFONDS	
  FÜR	
  KLEINPROJEKTE	
  ...............................................................................	
  10	
   6	
   IHALTLICHE	
  SCHWERPUNKTBEREICHE	
  ..............................................................................	
  11	
   6.1	
   THEMENBEREICH	
  „DEMOKRATIE	
  UND	
  TOLERANZERZIEHUNG“	
  ................................	
  11	
   6.2	
   THEMENBEREICH	
  „INTERKULTURELLES/INTERRELIGIÖSES	
  LERNEN“	
  ........................	
  12	
   6.3	
   THEMENBEREICH	
  „BEKÄMPFUNG	
  RECHTSEXTREMISTISCHER	
  BESTREBUNGEN	
  BEI	
   JUNGEN	
  MENSCHEN“	
  ..........................................................................................................	
  13	
   6.4	
   THEMENBEREICH	
  „STÄRKUNG	
  DER	
  DEMOKRATISCHEN	
  BÜRGERGESELLSCHAFT“	
  ....	
  15	
   7	
   GENERELLE	
  ZIELSTELLUNGEN	
  IM	
  RAHMEN	
  DES	
  LOKALEN	
  AKTIONSPLANS	
  DER	
  STADT	
   SIEGEN	
  ....................................................................................................................................	
  16	
   8	
   GENDER	
  MAINSTREAMING	
  ...............................................................................................	
  17	
   9	
   ÖFFENTLICHKEITSWIRKSAME	
  MASSNAHMEN	
  ..................................................................	
  17	
   10	
   ANGABEN	
  ZUM	
  VORGESEHENEN	
  CONTROLLING	
  DER	
  UMSETZUNG	
  DES	
  LOKALEN	
   AKTIONSPLANS	
  .......................................................................................................................	
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Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

1 FORTSCHREIBUNG DES LOKALEN AKTIONSPLAN DER STADT SIEGEN
Diese Fortschreibung des Lokalen Aktionsplans (LAP) der Stadt Siegen basiert auf dem ersten lokalen Aktionsplan und versteht sich als inhaltliche Ergänzung bzw. Weiterentwicklung der beschriebenen Projektziele. Um eine nachhaltige Entwicklung lokaler Bündnisse und einen transparenten und beteiligungsoffenen Prozess der Demokratieentwicklung zu initiieren, setzte die Stadt Siegen auf das Instrument und die Entwicklung eines Lokalen Aktionsplans (LAP) im Rahmen des Bundesprogramms „T O L E R A N Z F Ö R D E R N -K O M P E T E N Z S T Ä R K E N “. Mit diesem Ansatz sollen staatliche und zivilgesellschaftliche Bemühungen zur Stärkung des demokratischen Gemeinwesens über ein breites Beteiligungsverfahren miteinander verknüpft werden. In einem ersten Workshop im Jahr 2011 wurde gemeinsam mit verschiedenen Akteuren eine lokale Strategie und entsprechende Handlungsziele formuliert. Hier wurde der fachliche Grundstock für den Lokalen Aktionsplan gelegt. Auf Basis des LAP hat der Begleitausschuss die Projektförderungen für das Jahr 2012 ausgesprochen. Am 30. August 2012 wurde ein Workshop zur Fortschreibung des LAP durchgeführt1. Eingeladen waren Interessierte, Schulen, Kindergärten, Migrantenvereine, Projektträger, Mitglieder des Ämternetzwerks und des Begleitausschusses. Zielsetzung des Workshops war die Entwicklung von Ideen mit der Zielsetzung: • • • • die Partizipation von Jugendlichen an dem Programm zu verbessern die Partizipation von Schulen und Sportvereinen zu verbessern die Nachhaltigkeit der Förderideen in den lokalen Strukturen zu verbessern auf Basis der externen Studie „Rechtsextremismus in Siegen“2

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die Zielsetzungen in Siegen weiterzuentwickeln. Zentrales Kennzeichen der Erstellung, Umsetzung und Fortschreibung des Lokalen Aktionsplans der Stadt Siegen ist eine breit angelegte, ergebnisoffene Beteiligung zivilgesellschaftlicher, sozialer und öffentlicher Institutionen und Gruppen sowie interessierter Bürgerinnen und Bürger. Über die enge Einbindung der lokalen Akteure (u. a. von Schulen, freien Trägern der Jugendhilfe, -Sport, lokaler Wirtschaft, Polizei, Medien, Kirchen, Interessenverbänden, Bürgerinitiativen, kommunale Politik), konnte abgesichert werden, dass das Konzept gesamt Siegen und nicht nur einzelne Quartiere oder Zielgruppen im Blick hat. Diese Vorgehensweise gewährleistet eine weitreichende Akzeptanz der formulierten Zielstellungen und beförderte bereits in der Entwicklung des Lokalen Aktionsplans die Mobilisierung und Generierung von Ressourcen und Kooperationen zwischen Organisationen und Initiativen.

	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
   	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  
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  Die	
  Dokumentation	
  kann	
  unter	
  www.ideen-­‐siegen.de	
  geladen	
  werden.	
   	
  Die	
  Studie	
  kann	
  unter	
  www.ideen-­‐siegen.de	
  geladen	
  werden	
  

	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen 2013

1.1 PROZESSBESCHREIBUNG
Der LAP und auch seine Fortschreibung erfolgt durch die Sozial- und Jugendhilfeplanung, der Geschäftsstelle des Integrationsrates und der Koordinierungsstellen für das Programm. Dadurch und durch die breite Beteiligung von Trägern und Öffentlichkeit ist sichergestellt, dass der Themenkomplex nicht eng geführt wird. Insgesamt wurden in die Erarbeitung und Erstellung des ersten LAP im Rahmen der Auftaktveranstaltung und des Workshops etwa 80 Personen eingebunden. An der fachlichen Weiterentwicklung im Jahr 2012 waren ca. 60 Personen (in dem Workshop, Ämternetzwerk und Begleitausschuss) beteiligt. Dieser Personenkreis rekrutierte sich aus kommunalen Mitarbeiter/innen, aus Vertreter/innen politischer Parteien, aus Vertreter/innen der Wohlfahrtsverbände, aus MitarbeiterInnen der öffentlichen und freien Jugendhilfe und LehrerInnen, aus MigrantInnen und VertreterInnen der Migrantenorganisationen, aus VertreterInnen von Initiativen, Vereinen und engagierten BürgerInnen der Stadt Siegen. Die grundsätzlichen Themenschwerpunkte sind im Rahmen des Bundesprogramms festgelegt. Der Fokus hier in Siegen sollte auch weiterhin auf folgenden Schwerpunkten liegen: • • • • Demokratie und Toleranzerziehung Interkulturelles/interreligiöses Lernen Bekämpfung rechtsextremistischer Bestrebungen Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft

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2 ZIELGRUPPEN
Die unten dargestellten Ziele und die daraus resultierenden Projekte der Träger richten sich im Wesentlichen an MultiplikatorInnen, Kinder und Jugendliche/Schülerinnen und Schüler, Menschen mit Migrationshintergrund sowie Siegener Bürgerinnen und Bürger. Innerhalb der Zielgruppen gibt es selbstverständlich zahlreiche Überschneidungen (z.B. Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund, Schülerinnen und Schüler als MultiplikatorInnen, mit Migrationshintergrund, etc.). Eine eindeutige Zuordnung kann somit in vielen Fällen nur beispielhaft erfolgen. Zielgruppe: M ultiplikatorInnen Die unten benannten Projekte/ Handlungsziele richten sich im Wesentlichen an MultiplikatorInnen. Sie wurden nicht explizit als Projektideen ausformuliert, da sie über die Bildung von Gremien, die Organisation von Arbeitsgruppen und übergreifender Treffen, sowie über organisierte Informationsweitergabe erreicht werden sollen. 	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  

	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

Zielgruppe: Kinder und Jugendliche (Schülerinnen und S chüler) Die formulierten Projekte/ Handlungsziele richten sich zumindest mittelbar an die Zielgruppe Kinder und Jugendliche sowie Schülerinnen und Schüler mit und ohne Migrationshintergrund. Zielgruppe: M enschen m it M igrationshintergrund Die Förderung interkultureller Kontakte und Begegnungen trägt wesentlich zum Abbau von Vorurteilen und damit von Konfliktpotenzial bei. Alle Projekte/ Handlungsziele, die Begegnung und interkulturelles Kennenlernen fördern, richten sich (auch) an Menschen mit Migrationshintergrund. Zielgruppe: Siegener Bürgerinnen und Bürger Projekte/ Handlungsziele zum Abbau von Vorurteilen und die Vermittlung von Kenntnissen über Möglichkeiten zur demokratischen Teilhabe bei Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft richten sich an alle Siegener Bürgerinnen und Bürger. Insbesondere durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit sollen o.g. angesprochen und für das Programmthema sensibilisiert werden. Zielgruppe: Opfer rechtsextrem er Gewalt Ein Faktor des LAP´s bezieht sich darauf, Opfer von rechtsextremer Gewalt mit deren Erlebnissen nicht im Stich zu lassen, sondern gezielt auf die Geschehnisse einzugehen und eine Aufarbeitung des Erlebten anzubieten. Die wesentlichen Maßnahmen unter Punkt 5 richten sich deshalb auch unter anderem an Opfer rechtsextremer Gewalt. Zielgruppe: Ausstiegswillige Wichtiger denn je sollen Menschen, die eine Bereitschaft zeigen aus rechtsextremen Gruppierungen auszutreten, unterstützt und in ihrer Motivation gestärkt werden. Aus diesem Grund sind Maßnahmen, die unter Punkt 5 aufgezählt wurden u.a. auch an Ausstiegswillige der rechten Szene gerichtet.

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3 LEITZIELE, MITTLERZIELE, HANDLUNGSZIELE
Der Lokale Aktionsplan verfolgt verschiedene Ziele auf verschiedenen Ebenen, die in Leit-, M ittler- und Handlungsziele operationalisiert werden. Dabei geben die Leitziele die Grundausrichtung des Lokalen Aktionsplans vor und sind in ihrer Ausrichtung langfristig angelegt. Die Mittlerziele stellen die „Verbindungen“ zu den Leitzielen und den eher projektorientierten Handlungszielen dar. Sie sind mittelfristig angelegt. Aus den Handlungszielen lassen sich Projekte ableiten. Ihre Konkretisierung erfolgt dann in den bewilligten Einzelprojekten. 	
  

	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen 2013

4 QUERSCHNITTSBEREICHE
Ein Arbeitsergebnis des Workshops zur Weiterentwicklung des LAP im August 2012 bestand darin, Ideen zu entwickeln, die im Rahmen der vorgegebenen vier inhaltlichen Themenbereiche die: • • • Partizipation von Kindern und Jugendlichen Partizipation von Schulen und/oder Sportvereinen sowie die Nachhaltigkkeit der Projekte fördern. Auch hierzu wurden für diese Fortschreibung des LAP entsprechende Leit-, Mittler- und Handlungsziele formuliert. Diese Ziele sollen Kriterien bei der Projektbewilligung durch den Begleitausschuss darstellen.

4.1 PARTIZIPATION VON KINDERN UND JUGENDLICHEN
Leitziel: Kinder und Jugendliche engagieren sich breiter bei der Um setzung des Program m s „T O L E R A N Z F Ö R D E R N - K O M P E T E N Z S T Ä R K E N “

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M ittlerziele: • Die Maßnahmen dienen dazu, Kindern und Jugendlichen in und außerhalb von Schule, unbürokratische Fördermöglichkeiten zu eröffnen. Die Maßnahmen dienen dazu, niederschwellige Projekte zu entwickeln. Die Maßnahmen dienen dazu, die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in und außerhalb von Schule, bei der Projektentwicklung und Durchführung zu verbessern.

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Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

Handlungsziele: • Die Maßnahmen sollen für die verschiedenen Zielgruppen Bedarfsanalysen erstellen. • Die Maßnahmen sollen benachteiligte Kinder und Jugendliche in und außerhalb von Schule, breiter in die Projekte einbinden. Die Maßnahmen sollen verschiedene kulturelle Institutionen vernetzen. Die Maßnahmen sollen Kinder und Jugendliche in und außerhalb von Schule anregen, Projektideen zu entwickeln. Die Maßnahmen dienen engagierten und interessierten Kindern und Jugendlichen in und außerhalb von Schule, zur Beratung hinsichtlich ihrer Projektideen. Die Maßnahmen sollen die Projektideen und Vorstellungen von Kindern und Jugendlichen in und außerhalb von Schule, schon bei der Projektentwicklung aufgreifen und die Kinder bzw. Jugendlichen bei der Projektdurchführung unterstützen. Die Maßnahmen sollen interkulturelle Angebote schaffen. Die Maßnahmen sollen Jugendgruppen mit Hilfe von kulturellen Angeboten zusammenführen. Die Maßnahmen dienen dazu vorausgegangene auszuwerten und als „Ideenbörse“ zu veröffentlichen. Konzepte/Projektideen

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4.2 PARTIZIPATION VON SCHULEN UND (SPORT-) VEREINEN
Leitziel: Schulen und (Sport-) Vereine engagieren sich breiter im Rahm en des Program m s „T O L E R A N Z F Ö R D E R N - K O M P E T E N Z S T Ä R K E N “

M ittlerziele: • Die Maßnahmen dienen dazu, die Informationslage über das Programm und seine Thematik in Schulen und Vereinen zu verbessern. • Die Maßnahmen dienen dazu, unbürokratische Fördermöglichkeiten für bestimmte Zielgruppen und Institutionen zu schaffen. 	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen 2013

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Die Maßnahmen dienen dazu, die Vernetzung zwischen Schulen und (Sport-) Vereinen zu verbessern.

Handlungsziele: • Die Maßnahmen dienen dazu für die verschiedenen Zielgruppen Bedarfsanalysen zu erstellen. • Die Maßnahmen sollen „Gehstrukturen“ entwickeln, um Schulen und (Sport-) Vereine besser zu erreichen. • Die Maßnahmen sollen Tandemprojekte zwischen Schulen und Trägern/(Sport-) Vereinen initiieren. • Die Maßnahmen sollen soziale Einrichtungen dazu bringen, Projekte in die Schulen/(Sport-) Vereine zu tragen. 	
  

4.3 NACHHALTIGKEIT DER PROJEKTE
Leitziel: Die durchgeführten Projekte dienen dazu, die Program m intentionen kom munal nachhaltig zu verankern. M ittlerziele: • • • Die Maßnahmen dienen dazu, aus Einzelprojekten „Traditionen“ zu entwickeln. Die Maßnahmen dienen dazu, die Vernetzung zu verbessern. Die Maßnahmen dienen dazu, die Kooperation zwischen verschiedenen Trägern zu verbessern. Die Maßnahmen dienen dazu, die Kompetenzen der verschiedenen Akteure zu bündeln.

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Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

Handlungsziele: • • • Die Maßnahmen sollen eine breitere Öffentlichkeit schaffen. Die Maßnahmen sollen mit der Zielgruppe gemeinsam entwickelt werden. Die Maßnahmen sollen eine Plattform für die verschiedenen Institutionen mit ähnlicher Zielsetzung schaffen. Die Maßnahmen sollen Ehrenamtlichkeit fördern.

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5 AKTIONSFONDS FÜR KLEINPROJEKTE
Um den bürokratischen Aufwand zur Förderung von Kleinprojekten zu minimieren ist eine Möglichkeit, Fonds einzurichten. Dabei beantragt ein berechtigter Träger die Einrichtung eines Fonds für Kleinprojekte und übernimmt die Abwicklung der Förderung für die Antragsteller. In einigen Kommunen in NRW wurden solche „Fondprojekte“ bereits durchgeführt. Die Höhe des Fonds lag dabei zwischen 5.000 € und 12.500 €, - die Förderhöhe für die Kleinprojekte zwischen 200 € und 1.000 €. Eine Bagatellgrenze von 50 € könnte sinnvoll sein. Aus diesem Fond können Personen und Institutionen Mittel beantragen, die ansonsten von der Förderung ausgeschlossen sind (z.B. Einzelpersonen, Schülervertretungen, Lehrer, Jugendräte, Stadtteilinitiativen, Kulturschaffende usw.). Ziel ist: • • • Den Zugang zur Projektförderung für neue Antragsteller die nur kleine Projekte beantragen möchten, zu erleichtern. Schnell und spontan auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. Maßnahmen kurzfristig umzusetzen zu können.

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Dazu ist es notwendig, dass der Fond nicht schon am Anfang des Förderjahrs verplant wird, sondern dass aktiv in Schulen und Vereinen geworben wird um im Jahresverlauf Projekte durchführen zu können. Für den beantragenden Träger wird die Abrechnung, Werbung und Begleitung mit Aufwand verbunden sein, der im Rahmen der Projektförderung refinanzierbar ist. Die Regiestelle kann dazu ein sehr vereinfachtes Antragsverfahren entwickeln.

	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen 2013

6 IHALTLICHE SCHWERPUNKTBEREICHE
6.1 THEMENBEREICH „DEMOKRATIE UND TOLERANZERZIEHUNG“
Leitziel: Das Zusam m enleben in Siegen ist geprägt von Toleranz und Zivilcourage M ittlerziele: • Die Maßnahmen dienen dazu, Ausländerfeindlichkeit abzubauen. • Die Maßnahmen dienen dazu, dass Multiplikatoren ein breites Verständnis für demokratisches und tolerantes Vorgehen entwickeln. Die Maßnahmen dienen dazu, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner mit dem Gemeinwesen identifizieren und die demokratische Kultur aktiv gestalten. Die Maßnahmen dienen dazu, Zivilcourage zu erlernen und zu fördern.

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Handlungsziele: • Die Maßnahmen dienen dazu, die konkreten Begegnungen zwischen verschiedenen Gruppen zu fördern. Die Maßnahmen dienen dazu, Jugendeinrichtungen, Jugendverbände, Schulen und Kindertageseinrichtungen in der Förderung von Toleranz und Partizipation zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, durch kulturelle Projekte Toleranz zu fördern. Die Maßnahmen dienen dazu, durch interkulturelle Veranstaltungen und Festivitäten Toleranz zu fördern. 	
   	
  

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Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

6.2 THEMENBEREICH „INTERKULTURELLES/INTERRELIGIÖSES LERNEN“
Leitziel: Siegen ist eine weltoffene Stadt, in der verschiedene Kulturen und Religionen friedlich m iteinander leben. M ittlerziele: • Die Maßnahmen dienen dazu, die Bevölkerung über eigene und fremde Kulturen, Bräuche und Religionen aufzuklären. Die Maßnahmen dienen dazu, Verständnis über unterschiedliche Lebensweisen zu fördern. Die Maßnahmen dienen dazu, die Integration zu stärken und den interkulturellen Austausch zu fördern.

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Handlungsziele:

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Die Maßnahmen dienen dazu, Jugendeinrichtungen, Jugendverbände, Schulen und Kindertageseinrichtungen im Bereich des interkulturellen / interreligiösen Lernens zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, durch interkulturelle Veranstaltungen und Festivitäten Toleranz zu fördern. Die Maßnahmen dienen dazu, die Begegnung zwischen verschiedenen Gruppen zu fördern. Die Maßnahmen dienen dazu, gemeinsame Wurzeln zu entdecken. Die Maßnahmen dienen dazu, Gemeinsamkeiten zwischen den Religionen darzustellen.

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Lokaler Aktionsplan Siegen 2013

6.3 THEMENBEREICH „BEKÄMPFUNG RECHTSEXTREMISTISCHER BESTREBUNGEN BEI JUNGEN MENSCHEN“
	
   Für diesen Bereich wurden im Workshop zur Weiterentwicklung des LAP die Ziele auf Basis der Studie „Rechtsextremismus in Siegen“ und der bereits durchgeführten Projekte weiterentwickelt. Die neuen Ziele sind Kursiv dargestellt. Leitziel: Siegen ist eine weltoffene Stadt, in der verschiedene Kulturen und Religionen friedlich m iteinander leben. M ittlerziele: •

Die Maßnahmen dienen dazu, Rechtsextremismus aus allen Bereichen in Siegen zu verbannen. Die Maßnahmen dienen dazu, das Verständnis zwischen den Religionen und Kulturen zu verbessern.

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Die Maßnahmen dienen dazu, alle Formen von Rechtsextremismus (z.B. auch die nicht deutschen extremistischen Tendenzen) zu bekämpfen.

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Die Maßnahmen dienen dazu, Toleranz für Rechtsextremismus zu bekämpfen. Die Maßnahmen dienen dazu, rechtsradikale Netzwerke - auch über die Stadtgrenze hinaus - in den Fokus von Aktivitäten zu rücken.

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Die Maßnahmen dienen dazu, Aufklärungsarbeit auf allen Ebenen und in allen Zielgruppen zu betreiben.

	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  

	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

Handlungsziele: •

Die Maßnahmen dienen dazu, die Präventionsarbeit in Jugendeinrichtungen zu fördern. Die Maßnahmen dienen dazu, Lehrer bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, Eltern von Kindern mit rechtsextremem Gedankengut in der Bekämpfung dieses Gedankenguts zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, die Kommunikation mit rechtsorientierten Menschen zu suchen, um einen ersten Zugang zu ihnen zu finden. Die Maßnahmen dienen dazu, Zeitzeugen der NS-Vergangenheit berichten zu lassen.
Die Maßnahmen dienen dazu, Jugendeinrichtungen, Jugendverbände, Schulen und Kindertageseinrichtungen im Kampf gegen Rechtsextremismus zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, Beratungsangebote oder Anlaufstellen zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, Ausstiegswillige aktiv zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, Aufklärungsmaterialien zu erarbeiten. Die Maßnahmen dienen dazu, Argumentationshilfen und Gegenargumente zu entwickeln. Die Maßnahmen dienen dazu, Fortbildungsangebote für Multiplikatoren zu entwickeln. Die Maßnahmen dienen dazu, Öffentlichkeitsarbeit gegen Rechtsextremismus zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, die Geschichte Siegens und des 3. Reichs aufzuarbeiten. Die Maßnahmen dienen dem Opferschutz.

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Lokaler Aktionsplan Siegen 2013

6.4 THEMENBEREICH „STÄRKUNG DER DEMOKRATISCHEN BÜRGERGESELLSCHAFT“
Leitziel: Eine steigende Zahl von Siegener Bürger/innen aller Generationen setzt sich für ihre Belange ein und wirkt aktiv an dem okratischen Prozessen m it. M ittlerziel: • Die Maßnahmen erweitern die Möglichkeiten der aktiven Beteiligung an demokratischen Prozessen aller in einer Region lebenden Menschen. Die Maßnahmen dienen dazu, Kinder und Jugendliche an konkreten politischen Prozessen zu beteiligen. Die Maßnahmen dienen dazu, Demokratie auf allen Ebenen zu fördern.

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Handlungsziel: • Die Maßnahmen dienen dazu, Menschen für Ehrenämter oder freiwillige Arbeit zu sensibilisieren. Die Maßnahmen dienen dazu, die Menschen für Beteiligungsmöglichkeiten zu interessieren. Die Maßnahmen dienen dazu, die Beteiligungsmöglichkeiten für MigrantInnen zu erweitern. Die Maßnahmen dienen dazu, lokale Vernetzungsstrukturen als Grundlage für Beteiligungsprozesse aufzubauen. Die Maßnahmen dienen dazu, lokale Begegnungsstätten in ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, das Schüler- und Jugendparlament und andere Kinder- und Jugendprojekte in der Arbeit zu unterstützen. Die Maßnahmen dienen dazu, Möglichkeiten der Begegnung für spezifische Zielgruppen (z.B. Senioren, Frauen) zu fördern.

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Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

7 GENERELLE ZIELSTELLUNGEN IM RAHMEN LOKALEN AKTIONSPLANS DER STADT SIEGEN
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Die bereits gut ausgebauten Vernetzungsstrukturen sollen weiter gefestigt werden und für eine kontinuierliche Abstimmung und Information der Beteiligten sorgen. Der Informationsfluss zwischen allen Beteiligten soll weiter gestärkt werden. Dazu besteht die Internetplattform www.ideen-siegen.de. Es soll regelmäßig auf Stadtteilkonferenzen und sozialen Runden über den Projektverlauf berichtet werden. Im Zuge der weiteren Projektlaufzeit soll ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, die Sensibilisierung in den Ämtern zu verbessern (Ämternetzwerk). In der Stadt Siegen soll eine Anerkennungskultur (weiter-) entwickelt werden, die Engagement und Initiative für Demokratie und Toleranz entsprechend würdigt und anerkennt. Die Schwerpunkte sollen zukünftig noch breiter angelegt werden. Hier soll auch die „Erwachsenenwelt“ und somit auch die Bereiche Wirtschaft und Freizeit mehr Beachtung finden. Die Verwaltung soll Planungs- und Entscheidungsprozesse noch stärker unter dem Blickwinkel einer möglichen Beteiligung von Betroffenengruppen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern prüfen, um demokratische Mitbestimmung und Beteiligung zu stärken. Die Aktivitäten im Bereich „Schule gegen Rassismus“ sollen unterstützt werden. Jährlich soll eine Fachtagung bzw. Workshop zu dem Themenbereich „TOLERANZ FÖRDERN-KOMPETENZ STÄRKEN“ durchgeführt werden. Die Lokale Koordinierungsstelle soll sich weiterhin mit Initiativen, Vereinen und Einzelpersonen in Verbindung setzen und den Akteuren beratend zur Seite stehen. Rechtsextremistische Äußerungen und Bekenntnisse müssen auf allen Ebenen klar geächtet werden. Die Programmintentionen sollen auch nach dem Ende der Förderung nachhaltig in den Strukturen verankert werden. Nach Projektabwicklung sollen die Träger mithilfe eines Fragebogens nach der Nachhaltigkeit ihres Projektes befragt werden. Die Ergebnisse sollen kategorisiert werden und auf der Web-site: www.ideen-siegen.de veröffentlicht werden.

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Lokaler Aktionsplan Siegen 2013

8 GENDER MAINSTREAMING
Bei der Durchführung aller Projekte wird dem Gender-Mainstreaming-Aspekt besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Es wird berücksichtigt, dass Gewalt und Rassismus sowie Armut und Ausgrenzung nicht männlich oder weiblich sind, sich aber sowohl bei den Ausübenden als auch bei den Betroffenen entsprechend unterschiedlich gestalten. Bei der Bewilligung von Projektanträgen wird der Begleitausschuss demzufolge bei seinen Entscheidungen auch über die Einhaltung geschlechterdifferenzierter Ansätze befinden. Während der in der Entwicklungsphase geleisteten Arbeit wurden insbesondere folgende Punkte berücksichtigt, die ebenso bei der Projektierung und Umsetzung des LAP berücksichtigt werden sollen • • geschlechterdifferenzierte (Bedarfs-)Analyse; keine Dominanz einer Geschlechtergruppe bei den Lenkungs-, Kooperations- und Netzwerkstrukturen; Entwicklung von differenzierten, zielgruppengenauen Angeboten, auch im Hinblick auf die Geschlechter; Überprüfung der Angebote auf spezifische Zugangschancen oder -Barrieren für Mädchen und Jungen; Überprüfung aller Angebote daraufhin, ob sie die normierten Geschlechterrollen eher bestätigen oder erweitern.

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9 ÖFFENTLICHKEITSWIRKSAME MASSNAHMEN
a) M aßnahm en zur Ansprache der potenziellen Einzelprojektträger Alle Beteiligten der Auftakt- und Folgeveranstaltung der Entwicklungsphase wurden in einer nunmehr umfangreichen Adress- und E-Mail-Liste erfasst (ca. 60 Personen). Ein Großteil der in Siegen relevanten Akteure kann somit direkt über Rundmails oder Rundschreiben kontaktiert bzw. informiert werden. eit dem Bekanntwerden der Entscheidung über die Förderung des Lokalen Aktionsplans für Siegen leitet die Koordinierungsstelle diese Information über o.g. Weg allen Akteuren zu. Alle weiteren relevanten Informationen können auf diesem Weg kurzfristig den Akteuren bekannt gemacht werden. 	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  	
  

	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

Ein Leitziel des Lokalen Aktionsplans besteht in der Schaffung eines umfangreichen Netzwerks. Desweiteren werden entsprechende Informationsmaterialien erarbeitet: • • • • Flyer Plakate Karten Web-Seite

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Die Koordinierungsstellen und Mitglieder des Begleitausschusses beteiligen sich an traditionellen und regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen wie dem Freundschaftsfest des Integrationsrates, dem Gedenktag zum 16.12., initiiert vom Bündnis für Demokratie, sowie dem lokal von der Stadt Siegen koordinierten Internationalen Tag gegen Rassismus, der jährlich am 21.März stattfindet. Durch die erstellten Informationsmaterialien, sowie mit öffentlichkeitswirksamen Materialen, die von der Regiestelle zur Verfügung gestellt werden, wird bei diesen Anlässen eine umfangreiche Bekanntmachung des Bundesprogramms bei der Bevölkerung ermöglicht. Über die lokale Programmseite www.ideen-siegen.de können sich interessierte Bürger/innen, Projektträger, die Mitglieder des Ämternetzwerkes und des Begleitausschusses, über aktuelle Veranstaltungen zum Bundesprogramm informieren. Zudem finden interessierte Projektträger ausführliche Hinweise zum Antrags – und Abwicklungsverfahren mit den erforderlichen Formularen zur Antragstellung. Die Seite wird regelmäßig durch die Materialien der Projektträger aktualisiert um so eine umfassende Informationsquelle zu den einzelnen Projekten entstehen zu lassen. Darüber hinaus ist auf der Stadt-Siegen Homepage (www.siegen.de) auch eine Website zum Bundesprogramm errichtet worden (www.ideen-siegen.de), die alle nötigen Informationen bis hin zum vollständigen Antragsformular für Projektideen beinhaltet. Eine Auftaktveranstaltung für die neue Förderperiode 2012 wurde im Januar 2012 durchgeführt. Ebenso wie bei der Auftaktveranstaltung wurden auch bei dem zweiten Workshop, der am 30.08.2012 stattfand, sämtliche Medien für eine breitgestreute Öffentlichkeitsarbeit genutzt und auf die Beteiligungsmöglichkeiten hinzuweisen. b) M aßnahm en zur Bekanntm achung von Zielen und Zwischenergebnissen des LAP gegenüber einer breiten Öffentlichkeit Entsprechend der Projekt-Ziele wird regelmäßig über alle durchgeführten Projekte in der örtlichen Presse berichtet. Zudem werden alle beteiligten Akteure regelmäßig über Zwischenergebnisse informiert und können diese als MultiplikatorInnen innerhalb ihrer Handlungsfelder weiterleiten. Neben Auftaktveranstaltungen und Workshops bietet die lokale Koordinierungsstelle weitere Veranstaltungen um alle Interessierten über die Grundlagen des lokalen Aktionsplans zu informieren. Am 8 Mai 2012 hielt PD Dr. Oliver Decker einen wissenschaftlichen Vortrag und stellte seine von der Koordinierungsstelle in Auftrag gegebene Situations- und Ressourcenanalyse vor, in dem er auf den Strukturwandel und die Vernetzung der rechten Szene in Sie	
  

Lokaler Aktionsplan Siegen 2013

gen einging. Die Situations – und Ressourcenanalyse stellt einen wichtigen Bestandteil des LAP für die Ermittlung grundlegender Handlungsempfehlungen dar. c) M aßnahm en zur Einbindung politischer Entscheidungsträger Das Bundesprogramm wurde im Sozialausschuss, Jugendhilfeausschuss, Integrationsrat, Seniorenbeirat, Jugendparlament vorgestellt und ist dabei auf eine breite Zustimmung gestoßen. Die endgültige Konstituierung des Begleitausschusses wurde durch den Jugendhilfeausschuss beschlossen. d) Dokum entation der Ergebnisse Neben der angestrebten Presseberichterstattung zielen einige Projektideen auf die Erstellung von Situationsanalysen, Ausstellungen, Broschüren, Dokumentationen und von alternativen Stadtplänen ab. Daneben werden die beteiligten Gremien auf den regelmäßig stattfindenden Sitzungen, wie im Handlungskonzept dargestellt, über den jeweiligen Zwischenstand informiert.

1 0 ANGABEN ZUM VORGESEHENEN CONTROLLING DER UMSETZUNG DES LOKALEN AKTIONSPLANS
Ein Controlling der Umsetzung des LAP Siegen ist durch den Austausch unter den Netzwerken vorgesehen, auf denen regelmäßig über den aktuellen Stand berichtet und über mögliche Veränderungen/Korrekturen beraten wird. Der Begleitausschuss wacht dabei über die Einhaltung der Zielvorgaben und sonstiger Kriterien (z.B. Umsetzung Gender-Mainstreaming, Unterstützung des Netzwerkgedankens usw.). Das Steuerungsteam (interne- und externe Koordinierungsstelle) prüft insbesondere ob „Kurskorrekturen“ im Prozess der Durchführung des Programms sinnhaft oder notwendig sind. Auf einer weiteren Ebene werden die Ergebnisse zur Umsetzung des lokalen Aktionsplans durch die Regiestelle des Bundesprogramms evaluiert. Die lokale Koordinierungsstelle ist zur regelmäßigen Einreichung von Sach – und Ergebnisberichten zum Nachweis der erreichten Zielvorgaben verpflichtet. Die Ergebnisse der Einzelprojekte werden zudem durch das Deutsche Jugendinstitut erfasst, das durch entsprechende Begleitbögen jeweils die Durchführenden sowie auch die Projektteilnehmer befragt. Die Teilnahme an der Befragung geschieht auf freiwilliger Basis.

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Lokaler Aktionsplan Siegen Fortschreibung 2013

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