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Eine bunte Nummer

Full text: KiTS-Zeitung Issue 53.2015 Eine bunte Nummer

KiTS

Kinder, Jugendliche und Familien
in Tempelhof-Schöneberg
Publikation des Jugendamtes
Tempelhof-Schöneberg
www.kits-zeitung.de

Nr. 53 I 15. Jahrgang

Eine bunte Nummer
Ein bunter Strauß an Möglichkeiten und Angeboten in unserem Bezirk

Winterausgabe 2015

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Liebe Leser_innen,
nein, das Redaktionsteam der KiTS hat sich nicht in der Jahreszeit geirrt!
Seien Sie nicht verwundert, wenn Sie im Titelbild dieser Ausgabe einen Weihnachtsbaum
oder adventliche Stimmung vermissen, dafür aber mit einem frühlingshaft anmutenden
Strauß von bunten Blumen konfrontiert werden.
Mit der vorliegenden 53. Ausgabe der KiTS halten Sie eine „bunte Nummer“ mit einer bunten Auswahl an den vielfältigen Angeboten der Jugendhilfe im Bezirk in den Händen. Die
Themen dieser Ausgabe sind so vielfältig und bunt, genauso wie unser Bezirk. Sie reichen
von Fortbildungen, die in den vergangenen Wochen stattgefunden haben, über Veranstaltungen internationaler Begegnungen bis hin zu Beteiligungsprojekten von und für Kinder
und Jugendliche.
Alle diese Angeboten zeugen davon, wie sich die Jugendarbeit im Bezirk täglich mit den
Wünschen und Bedürfnissen der verschiedensten Besucher_innen und Nutzer_innen auseinander setzt und Angebote für alle Bewohner_innen des Bezirkes entwickelt und durchführt.
Die momentane Situation mit immer neuen Gästen aus den unterschiedlichsten Ländern,
die in unserem Bezirk Schutz suchen, stellt auch das Jugendamt vor neuen Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Herausforderungen, die gemeistert werden können, wenn es gelingt, auch zukünftig bunte und integrierende Angebote gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen.
Gemeinsam wird es uns gelingen, Tempelhof-Schöneberg mehr als noch bislang zu einem
Bezirk der Vielfalt werden zu lassen.
Tempelhof-Schöneberg ist und bleibt bunt!
Im Namen des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg und der KiTS-Redaktion wünsche ich
Ihnen und Ihren Familien ein ruhiges und erholsames Weihnachtsfest und ein gutes und
friedvolles Jahr 2016.
Ihr
Oliver Schworck

Impressum:
KiTS – Kinder, Jugendliche und Familien in Tempelhof-Schöneberg
(initiiert von Hedi Müller † 2005)
Herausgeber: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin,
Abt. Jugend, Ordnung, Bürgerdienste, Bezirksstadtrat Oliver Schworck
Rathaus Friedenau, 12159 Berlin - Telefon: 90277 8701
E-Mail: kits-redaktion@ba-ts.berlin.de – Web: www.kits-zeitung.de
Redaktionsteam: Rainer Schwarz (ViSdPG), Dirk Hupka, Dagmar Jotzo, Thomas Moser, Oliver Schmidt, Juliane Volkmer
Umschlagfotos: Dirk Hupka
Druck: Verwaltungsdruckerei Rathaus Schöneberg
Auflage: 2.500 Exemplare - wird kostenlos abgegeben. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 8. Dezember 2015

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Jugendarbeit

Feste

●

Jugendcafé am Dorfteich Seite 13

●

Marienfelder Tortenträume Seite 14

●

JUGI im Heidepark Soltau Seite 18

●

Lichterfest in der BURG Seite 16

●

6. Marienfelder Sportfest Seite 30

●

Mittelalterfest in der BURG Seite 36

Begegnungen
●

Fachkräfteaustausch Seite 17

●

10. Multi-Kulturenfest Seite 39

●

Spendenübergabe Seite 26

●

4. Generationenlauf Seite 42

●

Delegation aus Kasachstan Seite 48

Kita und Kindertagespflege
●

Fortbildungen am Tempelhofer Forum Seite 20

●

Kindertagespflege beim Spielfest Seite 38

Verschiedenes
●

Vorwort & Impressum Seite 2

●

Ehrenamtsbörse Seite 4

●

Eröffnung Jugendberufsagentur Seite 8

●

5 Jahre Medienpoint Seite 22

●

Zirkus in Marienfelde Seite 27

●

Familiengutschein Seite 28

●

Nachtrag zum Rocktreff Seite 31

●

Sponsorenfrühstück Rocktreff Seite 44

●

Rocktreff und Spielfest 2016 Seite 46

●

Kinder– und Jugendparlament 2016 Seite 53

●

Spende an Familienzentrum Seite 48

●

Weihnachtsmarkt in Marienfelde Seite 51

●

KJP im Bundestag Seite 55

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Der Bereich Kindertagespflege wollte die Chance
Ehrenamt

nutzen, auf der Veranstaltung Menschen zu finden,
die Kinder zu Randzeiten oder am Wochenende er-

Ehrenamtsbörse in
Tempelhof-Schöneberg

gänzend zu der Betreuung in der Kita, der Kindertagespflege oder dem Schulhort betreuen, damit Eltern (insbesondere Alleinerziehende) Familie und

Am 01.10.2015 veranstaltete das Ehrenamtsbüro

Beruf miteinander vereinbaren können.

des Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg ganztägig

Auch wenn es sich bei der ergänzenden Betreuung

eine Ehrenamtsbörse in der Urania. Das Ziel der Ver-

nicht um eine ehrenamtliche Tätigkeit (sondern sich

anstaltung war es, Ehrenamtliche für unterschiedli-

um eine vom Jugendamt finanzierte Jugendhilfeleis-

che Tätigkeiten zu akquirieren und gleichzeitig den

tung handelt), bleibt für die pädagogischen Fachbe-

Menschen, die sich engagieren möchten, die Mög-

rater_innen der Kindertagespflege im Alltag die

lichkeit zu geben, sich über die vielseitigen Angebote

schwierige Herausforderung, Menschen zu finden,

zu informieren. Das Besucherpublikum war so bunt

die diese Aufgabe übernehmen können und möch-

wie die ehrenamtlichen Tätigkeitsfelder selbst:

ten.

Nachbarschaftshilfe, Lese- oder Jobpatenschaften,

Eröffnet wurde die Ehrenamtsbörse durch die Be-

Engagement in der Flüchtlingsarbeit, Übungsleiter,

zirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die die Trä-

Zeitzeugenarbeit, Bibliotheksarbeiten, Telefonseel-

ger und die Besucherinnen und Besucher mit herzli-

sorge, Grünpflege, Hospizdienst und viele weitere.

chen Worten begrüßte. Doch bei den Begrüßungs-

Das Jugendamt war ebenfalls mit einem Stand ver-

worten allein blieb es nicht. Frau Schöttler besuchte

treten:

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jeden einzelnen Stand und informierte sich mit gro-

Was erhoffen Sie sich von der Veranstaltung?

ßem Interesse über die Arbeit der einzelnen Träger.

Ich erhoffe mir für die Aussteller ganz viele neue eh-

Da es ca. 40 Aussteller auf der Ehrenamtsbörse gab,

renamtliche Helfer. Es kommen ganz viele, das sagt

nahm sich Frau Angelika Schöttler mehr als drei Stun-

mir die Erfahrung der Träger der vergangenen Jahre,

den Zeit für die Gespräche und den gemeinsamen

die erst einmal gucken, schnuppern und sich noch

Austausch.

nicht gleich entscheiden können und sagen, okay, ich
habe 3, 4 oder 5 verschiedene Angebote mindestens

Frau Fidancan, die verantwortliche Mitarbeiterin für

gefunden, die mir gefallen, aber richtig ent-scheide

das Ehrenamtsbüro und Organisatorin der Ehren-

ich mich in Ruhe zu Hause. Ich blättere noch einmal

amtsbörse war sehr zufrieden mit dem Verlauf der

alles durch bei einer Tasse Tee und entscheide mich

Veranstaltung. Das spiegelt sich auch in dem folgen-

dann. Und oft ist es auch, dass die Ehrenamtlichen

den Interview deutlich wider:

mitunter ein halbes oder dreiviertel Jahr brauchen
um dann in einer Einrichtung anzukommen, aber

Wie zufrieden sind Sie mit der heutigen Veranstal-

dann wirklich auch anzufangen. Es ist somit echtes

tung?

Interesse das dahinter steckt und nicht nur um Flyer

Sehr. Die Auslastung und die Anmeldung der Ausstel-

mitzunehmen.

ler ist hervorragend. Viele neue Kollegen sind vertreten, aber auch ganz viele, die uns seit 5 Jahren die
Treue halten. Wir hatten ohne größere Probleme Anmeldungen für 50 Stände und noch Interessenten,
die gesagt haben, sie wären gern gekommen, nur der
Tag heute ist für sie ungünstig. Von daher, ich bin
sehr zufrieden.

Beschreiben Sie als Expertin doch für uns einmal den
„Durchschnitts-Ehrenamtlichen“. Wie seht der aus?
Es

gibt

Wenn

keinen

man

in

„Durchschnitts-Ehrenamtlichen“.
den

Freiwilligensurvey

schaut

(repräsentative Befragung zum freiwilligen Engagement in Deutschland, Anm. der Redaktion), der

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inzwischen 5 Jahre alt ist, dann sagt dieser Survey:

spazieren bis hin zur Lehrerin, die sich entscheidet

Der potentielle Ehrenamtliche ist männlich, im Alter

in der Kita vorzulesen oder Bastelangebote zu ma-

von 35 – 65 Jahren und in leitender Position Ich

chen, oder jetzt ganz aktuell einen Deutschkurs für

muss dazu sagen: Das ist nett auf dem Papier be-

Flüchtlinge anzubieten, sich mit den Kindern zu

schrieben, es ist jedoch die reine Theorie. In der Pra-

beschäftigen oder um sich für geflüchtete Frauen

xis ist das Ehrenamt weiblich. Das liegt an den Füh-

einzusetzen. Jedes Angebot hat seine Berechtigung

rungspositionen in den Vereinen und dabei insbe-

und jedes Angebot ist gleich gut.

sondere in den Sportvereinen, in denen das größte
ehrenamtliche Engagement fällt. Da sind eben die

Wie hoch ist im Bezirksamt der Stellenwert der

Männer in den Positionen, während das ganz nor-

Ehrenamtsbörse unabhängig von der heutigen

male Ehrenamt mit viel Herz, mit viel Verstand und

Veranstaltung?

Lebenserfahrung weiblich ist. Und das in jedem Al-

Ich glaube, dass alle inzwischen die Ehrenamtsbör-

ter. Egal ob es die Studentin ist oder die Seniorin,

se sehr zu schätzen wissen. Das sieht man allein

die sagt, ich habe eine tolle Berufsausbildung ge-

daran, dass die einzelnen Abteilungen uns sehr

habt und möchte von daher weitermachen und das

stark unterstützen, egal ob es das Jugendamt ist

Ehrenamt bietet mir diese Möglichkeit. Und das

oder die Volkshochschule, die mit ihrem Informati-

durchweg durch alle Bildungsschichten. Angefangen

onsstand Materialien zur Verfügung gestellt hat

bei der Verkäuferin, die sagt, ich will etwas Gutes

und mit denen wir seit 5 Jahren in Kooperation ein

tun, ich gehe in das Seniorenheim um die Ecke und

wunderbares gemeinsames Fortbildungsprogramm

besuche jemanden und gehe mit ihm im Park

erstellt haben. Einige der Bezirksverordneten haben sich hier umgeschaut.

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Ich habe einige gesehen, die einfach einmal gucken

eingespieltes Team sind und die Kollegen das Rat-

waren. Ich denke das ist ein klares Zeichen. Und

haus alle kennen. Unabhängig davon ist die Urania

insbesondere die Bezirksbürgermeisterin Frau An-

für den heutigen Tag und die heutige Veranstaltung

gelika Schöttler hat sich mehr als drei Stunden Zeit

ein super geeigneter Ort.

genommen, um hier auf der Ehrenamtsbörse alle

Weiterhin erhoffe ich mir, dass wir in 10 Jahren eine

Stände zu begrüßen und jeden Einzelnen wertzu-

Tradition eröffnet haben. Wir sind die größte be-

schätzen. Ich glaube, eine höhere Wertschätzung

zirkliche Börse mit 300 – 400 Besucherinnen und

kann man in dem Bezirk nicht bekommen und spie-

Besuchern. Das ist für ein bezirkliches Angebot sehr

gelt die Anerkennung wieder.

gut und ist so in keinem anderen Bezirk zu finden.
Darin zeigt sich: Tempelhof-Schöneberg ist einmalig.

Perspektivisch betrachtet, wo sehen Sie die Ehren-

Das Ehrenamtsmotto in Tempelhof-Schöneberg lau-

amtsbörse in 10 Jahren?

tet: „Ehrenamt mit Herz“. Dieses Motto findet sich

Ich hoffe natürlich, dass in 10 Jahren der Platz in

auch auf der Ehrenamtsbroschüre wieder, denn das

der Urania nicht mehr ausreichen wird. Ich würde

ist das Wichtigste überhaupt. Es wird in Kürze eine

mir wünschen, dass es viele Aussteller gibt, die wir

Neuauflage der Broschüre geben und wir haben

bisher so noch nicht gesehen haben. Ich hoffe, dass

überlegt, was passend und treffend ist. Und wir ha-

wir dann wieder zurück im Rathaus Schöneberg

ben uns für dieses Motto aus der Realität heraus

sind. Da wo es am Schönsten ist: Nämlich zu Hause.

entschieden, denn wer ein Ehrenamt ausübt, der

Dort klappt die Zusammenarbeit mit den Kollegen

macht dies auch mit ganzem Herzen oder gar nicht.

aus dem Facility Management sehr gut, da wir ein

Artikel und Interview: Anne Weber
Fotos: Dirk Hupka

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1

Chancen

Die ersten vier Berliner Bezirke haben am
15. Oktober 2015 die regionalen Standorte der Jugendberufsagentur (JBA) eingerichtet. Die feierliche
Eröffnung

Großer Bahnhof für eine
große Aufgabe:
Eröffnung der Jugendberufsagentur

fand

zentral

am

Tempelhof-

Schöneberger Standort in der Alarichstr. 12-17
statt. In der Jugendberufsagentur werden vier Institutionen: die Agentur für Arbeit, das Jobcenter mit
seinem U-25 Bereich, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, sowie die bezirkliche Jugendhilfe unter einem Dach kooperativ zusammenarbeiten.

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Ein Novum in Berlin! Die hellen und freundlichen

Barrère, JA-Mitarbeiter Abdelmajid Alkabir;

Räume, direkt am Teltowkanal, bieten einen sehr

2. V.lks.).

ansprechenden Rahmen.

Sie besuchten auch die Räumlichkeiten der sozial-

Viel politische Prominenz ließ es sich nicht nehmen,

pädagogischen Berater_innen des Jugendamtes

bei der Eröffnung dabei zu sein: die Bundesministe-

und vom Beratungszentrum „Check Up“, überreich-

rin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles; (3.v.lks),

ten Blumen und wünschten den Kolleginnen und

der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael

Kollegen bei der Arbeit viel Erfolg.

Müller (re.), die Senatorinnen Dilek Kolat (lks; Arbeit, Integration und Frauen sowie Bürgermeisterin) und die Jugend- und Bildungssenatorin Sandra
Scheeres (4.,v.lks.), die Bezirksbürgermeisterin von
Tempelhof Schöneberg, Angelika Schöttler (2.v.re.),
die Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (2.v.lks.;
Spandau) und Stefan Komoß (3.v.re.; MarzahnHellersdorf), sowie die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg

Bürgermeisterin konnte auch auf bewerte Partner

der Bundesagentur für Arbeit Jutta Cordt (4.v.lks) .

zurückgreifen

Neben den genannten Bezirken geht auch noch

Für die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler

Friedrichshain-Kreuzberg an den Start.

ist die zentrale Botschaft: Niemand soll verlorengehen! Dazu erläutert sie auch ihre jahrelangen Aktivitäten im Jugendbereich: „Das meinen wir ernst
und das spornt uns an.“ Weiter führt sie in ihre Begrüßungsrede aus: „Mit der Jugendberufsagentur
wollen wir allen jungen Menschen auf ihrem vielleicht wichtigsten Lebensabschnitt, dem Übergang
von der Schule in den Beruf, begleiten. Keiner soll
verlorengehen. Kurze Wege und gebündeltes Fachwissen werden eingesetzt, um das Eintrittsalter in
die Ausbildung von derzeitig 21 Jahren zu verrin-

Vom Jugendamt Tempelhof-Schöneberg kamen zur

gern sowie die hohe Abbruchquote bei Ausbildun-

Eröffnung Stadtrat Oliver Schworck (Foto Mitte),

gen zu reduzieren. Dieses Ziel vertreten wir alle

Jugendamtsleiter Rainer Schwarz (lks) und der Be-

gemeinsam. Wir in Tempelhof-Schöneberg können

reichsleiter der Jugendförderung Manfred Schulz.

auf ein gut funktionierendes Netzwerk verschiede-

(Weiter auf dem Foto: re. Angelika Schöttler,

ner Partner zurückgreifen und werden diese ge-

daneben Jugendamtsmitarbeiterin Birgit Fechner-

wachsenen Strukturen in das „neue Haus“ gewinnbringend einbringen.

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Wir ziehen mit allen beteiligten Institutionen und

Er betont jedoch auch: „Wir dürfen uns nicht und

Gruppierungen für unsere Jugend an einem Strang

ich werde mich nicht damit abfinden, dass immer

und ich bin sicher, dass wir Erfolge erzielen wer-

noch knapp 190.000 Menschen in unserer Stadt

den.“

ohne Arbeit sind. Es schmerzt mich, dass die Ar-

Auch die Gymnasien sind systematisch in das Netz-

beitslosigkeit der unter 25-jährigen seit Jahren be-

werk der Jugendberufsagentur eingebunden und

sonders hoch ist. Aktuell sind über 14.000 junge

bieten vielfältige Unterstützung und Hilfe an. Freie

Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet.“

Träger werden auch Hilfen bei Verschuldung, psy-

Für Michael Müller ist die Zusammenarbeit der

chosozialen Problemen und Suchterkrankungen

vielen Stellen auch mit den Schulen an der Schnitt-

ermöglichen.

stelle zur Ausbildung sehr wichtig: „Diese Art der
Zusammenarbeit ist neu.“ Michael Müller betont:

Arbeitslosigkeit

schmerzt

mich

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller
konnte in seinem Grußwort von sinkenden Arbeitslosenzahlen berichten.

„Wichtig ist mir die Botschaft: Alle werden gebraucht. Niemand wird zurückgelassen. Jede und
jeder bekommt eine zweite Chance.

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Allerdings: Wir erwarten auch, dass sie genutzt

Abschließend wünschte er den neuen Jugendberufs-

wird!“

agenturen viel Erfolg und auch im laufenden Betrieb

Er begrüßte auch verschiedene Vertreterinnen und

eine gute Zusammenarbeit.

Vertreter der Gewerkschaften, Berufskammern und
Verbände. Weiter führt der Regierende Bürger-

Qualität: Was draufsteht, ist auch drin!

meister aus: „Für einen gelingenden Start in ein

Die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles war

Leben auf eigenen Beinen sind ein Schulabschluss

sichtlich begeistert vom Berliner Weg, zumal hier

und eine abgeschlossene Berufsausbildung ent-

auch das drin ist, was draufsteht. In anderen Kom-

scheidend. Zu viele Jugendliche und junge Erwach-

munen hat sie auch schon erlebt, dass ihr manchmal

sene beenden die Schule noch immer ohne Schul-

nur ein Internetauftritt als Jugendberufsagentur

abschluss, finden keinen Ausbildungsplatz, lösen

„verkauft“ wurde.

ihren Ausbildungsvertrag vorzeitig, brechen ihr Stu-

Ihre Kernbotschaft lautet: „Wo Jugendberufsagentur

dium ab oder sind trotz Berufsabschluss arbeitslos

draufsteht, muss Qualität drin sein!“ Andrea Nahles

gemeldet. Die Ursachen sind vielfältig. Mit der neu-

ist vom Erfolg der Jugendberufsagentur überzeugt

en Jugendberufsagentur setzen wir an einem wich-

„…wenn alle an einem Strang ziehen.“ Sie betont die

tigen Punkt an – der Berufsvorbereitung und dem

Zusammenarbeit vom Bund, Berlin und den Bezir-

Übergang von der Schule ins Berufsleben.“

ken, die hier alle kooperativ eng zusammenarbeiten,

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und wünscht viel Erfolg: „Alles Gute Ihnen für Ihre

wünsche uns allen, dass die Jugendberufsagen-

wichtige Arbeit!“. Die Hilfe aus einer Hand und feste

tur, die wir gemeinsam in den letzen Wochen

Ansprechpartner, die nicht zuerst nach Zuständig-

und Monaten „gebaut“ haben, das hält, was wir

keiten fragen, sind für sie der Schlüssel für sinkende

heute versprechen. Ich bin mir sicher, dass wir

Jugendarbeitslosigkeit. Ihr erklärtes Ziel ist es, dass

alle gemeinsam unser Bestes geben.“ Anschlie-

flächendenkend Jugendberufsagenturen eingerich-

ßend wurde die Eingangsstele gemeinsam ent-

tet werden. Berlin hat sich nun auf den Weg ge-

hüllt.

macht und die anderen Bezirke werden nachziehen.

Dem Festakt schloss sich noch ein größerer
Rundgang an, bei dem sich die Politikerinnen

JBA soll halten, was wir versprechen
Von der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der
Bundesagentur für Arbeit sprach die Vorsitzende
der Geschäftsführung Jutta Cordt: „Zunächst danke
ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die das
Projekt JBA gestemmt haben und die Infrastruktur
geschaffen haben.“ Sie erläuterte, dass die Beratung

und Politiker über die täglichen Erfahrungen der
Beschäftigten informierten. Geöffnet ist Montag
bis Mittwoch jeweils von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag bis 18 Uhr, Freitag bis 12.30 Uhr.
Wir wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendberufsagentur viel Freude und
Erfolg bei der Arbeit!

aus einer Hand für Jugendliche und deren Eltern
sehr wichtig ist. Abschließend sagte Jutta Cordt: „Ich

Text: Thomas Moser
Fotos: Dirk Hupka/Thomas Moser

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Jugendarbeit

Jugendcafé am Dorfteich
baut eine Terrasse
Es war ein richtig feuchter Herbsttag, was den Kindern nicht wirklich viel ausmachte. Die neue kleine
Terrasse vor dem Jugendcafé am Dorfteich in Lichtenrade wurde am 15. Oktober 2015 von Yunis (19)
feierlich eingeweiht. Der Jugendliche durfte das
Band durchschneiden, da er tatkräftig beim Bau der
Holzterrasse geholfen hatte. Yunis ist langjähriger
Besucher der Einrichtung. Mittlerweile ist er der älteste Jugendliche, der sich dem Jugendcafé immer
noch sehr verbunden fühlt.

Er wohnt ganz in der Nähe und schaut öfters mal
in die Jugendfreizeiteinrichtung des Jugendamtes
Tempelhof-Schöneberg. Nach seinem Schulbesuch sucht Yunis jetzt eine Ausbildungsstelle.
Der Bau der Terrasse wurde durch Spenden vom
Lesezirkel Weißgerber ermöglicht, die im Rahmen eines Sponsorenlaufes um den Dorfteich
zusammenkamen. 500 Euro wurden verbaut und
für einen Pavillon ausgegeben.
Schon vor Jahren wurde vom Kinder- und Jugendparlament Tempelhof-Schöneberg eine richtig große Terrasse auf der anderen Seite des
Hauses beantragt, berichtet die Einrichtungsleiterin Rosa Martins Samuel

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Da eine Finanzierung noch nicht möglich war, hat

Die Kinder und Jugendlichen, sowie die Eltern und

sich nun das Jugendcafé, zumindest bis zum Bau

Erzieher bedanken sich bei Familie Weißgerber für

einer größeren Terrasse, erst einmal selbst gehol-

die großzügige Unterstützung. Die Firmeninhaberin

fen.

Ute Weißgerber-Knop konnte an der Eröffnung

Außerdem müssen Spendengelder für die Einrich-

nicht teilnehmen, ließ aber die besten Grüße aus-

tung innerhalb von drei Jahren verbraucht sein. Die

richten.

Jugendlichen, Eltern und Mitarbeiter freuen sich

Im nächsten Sommer wird die Terrasse sicher aus-

jedenfalls jetzt über einen gemütlichen Platz vor

giebig genutzt werden!

dem Haus.
Thomas Moser
Fotos: Jugendcafé und Thomas Moser

Kiez

Beim tatkräftigen Aufbau unterstützten neben Yu-

Marienfelder Tortenträume:
Torten- und Kuchenwettbewerb wieder ein großer Erfolg

nis auch andere ehrenamtliche Helferinnen und

Am Samstag, dem 7. November, fand zum nun-

Helfer die Bauaktion.

mehr vierten Mal der Marienfelder Torten- und

Nach der Einweihung gab es im Haus leckeren Ku-

Kuchenwettbewerb unter Mitwirkung von Stadtrat

chen. Vom Jugendamt sah sich Jugendförderung-

Oliver Schworck (Foto re.; Mitte die Preisträgerin

Bereichsleiter Manfred Schulz die neue Errungen-

im Kinderwettbewerb Ariana Klein; lks. Organisator

schaft an.

Erwin Diener) im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum statt. Dieser Wettbewerb ist inzwischen in
der Großsiedlung Waldsassener Straße ein wichtiges kulturelles und soziales Ereignis.
Essen und Trinken hält nicht nur Leib und Seele
zusammen, sondern in diesem Falle auch die Nachbarschaft. Ohne das vielfältige ehrenamtliche Engagement in der Waldsassener Straße wäre er allerdings undenkbar und daher geht der besondere
Dank an Anastasia Saccaggi und Erwin Diener, die
in diesem Jahr den Wettbewerb organisiert hatten.

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oder die „Papageienhochzeit“.
Zum ersten Mal saßen Kinder in der Jury. Diese
bewerteten die Kinderbeiträge und wurden dabei
von einer Bewohnerin betreut. Für die Preisträger
gab es tolle Sachpreise zu gewinnen und alle Teilnehmer_innen erhielten als Dankeschön Teilnahme-Urkunden.
Hier die Preisträger und ihre leckeren Kunstwerke:
Der 1. Platz in der Kategorie „Torte“ ging punktgleich an Frau Karin Müller und Frau Edinenza
Vilhena Klein. In der Kategorie „Kuchen“ sicherte
sich Herr Thomas Kupke den 1. Platz. Ariana Vilhena Klein gewann mit dem Kuchen „BrasilienDeutschland“ in der Kategorie „Kinder“. Publikumsliebling war bei den Torten die „HaselnussSahne-Torte“ von Frau Tamara Vogler und bei
den Kinderbeiträgen der Schokoladenkuchen
„Berliner Bär“ von Damian Kupke.
Es kamen wieder über 100 Gäste, d. h. kein Platz im
„Alten Waschhaus“ blieb leer. Alle Torten und Kuchen konnten wie immer kostenfrei probiert werden.
22 Bäcker_innen zeigten ihr Können und bereiteten
leckere und liebevoll dekorierte Torten und Kuchen
zu. Erstaunlich, dass auch nach vier Jahren immer
wieder neue Kreationen vorgestellt werden und der
Teilnehmerkreis sich stets verändert. In einer Zeit,
wo das Zubereiten von Speisen und selber backen
durch Alltagsstress und Fertiggerichte ins Hintertreffen geraten, ist es wichtig, diese Fertigkeiten in den
Familien zu beleben oder auch neu zu entdecken.
Mit dem Backen kann man nicht früh genug anfangen. Sechs der zweiundzwanzig Kuchen und Torten
wurden von Kindern hergestellt, darunter fantasievolle Kreationen wie den „Berliner Bärenkuchen“

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Um die Möglichkeit zum Nachbacken dieser tollen

So konnte zum größten Teil unter freiem Himmel

Kreationen zu geben, werden die Torten- und Ku-

gearbeitet werden. Dabei waren über 20 kleine

chenrezepte in Kürze auf der Internetseite des

und große Künstler_innen am Werke und wollten

Quartiersbüros

betreut sein.

W40,

www.waldsassener-

strasse.de nachzulesen sein.

Mit viel Spaß beim Handwerken machten die Teil-

Die Gastgeber -die Mitglieder vom Nachbarschafts-

nehmer dabei den Workshop wieder zum Erfolg

und Selbsthilfezentrum Marienfelde Süd e.V.- ver-

und die vielen kreativen Ideen, die Zeit und die Ge-

kauften im Rahmen des Tortenwettbewerbs Kaf-

duld die sie mitbrachten waren aller Mühen wert.

fee. Die Einnahmen wollen sie den Kinder- und Jugendeinrichtungen in Marienfelde spenden und
überreichten die Spende beim Stadtteilforum am
12. November.
Quartiersbüro W 40, Waldsassener Str. 40, Tel.:
530 85 265, w40@ag-spas.de,
www.waldsassener-strasse.de

Einrichtung

Die Zeit der Lichterfeste
bricht an…
… und im Kinder- und Jugendzentrum Burg wurde
am Sonntag, dem 11. Oktober 2015 der traditionelle Lampion-Workshop unter der künstlerischen
Leitung von Shona Thinius und den Mitarbeiter_innen

der

Burg

in

Kooperation mit

dem

„Förderverein Die Burg e.V.“ veranstaltet.
In der Zeit von 12 Uhr bis 18 Uhr öffnete die „Burg“
also ihre Räumlichkeiten und viele Besucher
_innen, Familien und Nachbarn kamen, um unter
kompetenter Anleitung Weidenzweige und Drachenpapier in unterschiedliche Lampionformen zu
verwandeln. Wunderbarer Weise spielte das Wetter mit und der goldene Oktober erhellte den Burghof.

In den kreativen Pausen konnten sich Groß und
Klein erholen und Ideen und Kräfte sammeln. Dafür hatte das Burgcafé geöffnet und konnte mit
Kuchen von Kindern der Einrichtung selbstgebacken und warmen, wie auch kalten Getränken aufwarten.
Am Ende des Tages zauberten die selbstgemachten Lampions eine herrlich warme Atmosphäre.

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Aus diesem Grund wurde das Kinder- und Jugendhaus Mariendorf (KiJuM) und das Jugendfreizeithaus Bungalow gebeten ihre Arbeit an einem
Nachmittag vorzustellen.

Am 23.9.2015 wurde die Gruppe herzlich im KiJuM
empfangen. Sie hatten die Möglichkeit sich das
Dabei lassen sich die entstandenen großen und

Haus und die Struktur einer Kinder- und Jugend-

kleinen Leuchtskulpturen als Sinnbild für Lebens-

freizeiteinrichtung anzuschauen.

freude und Heiterkeit im Herbst verstehen, ihr
gedämpftes Licht und die meist phantasievollen
Formen machen ihren Reiz aus und sie können
stimmungsvoll bei vielen Gelegenheiten genutzt
und eingesetzt werden.
Text: Ulrike Schnieders
Fotos: Kinder- und Jugendzentrums Burg

Fachaustausch
Anschließend gingen alle gemeinsam in das Ju-

Besuch junger Fachkräfte
aus der Ukraine im Rahmen des Projektes „Mehr
Bewegung!“

gendfreizeithaus Bungalow und wurden bei Kaffee,
Tee und Kuchen in die Besonderheiten der Mitbestimmung in Mariendorf an Hand einer PowerPoint Präsentation und des Jugendamt Filmes über
CdM42 (Club der Mariendorfer) informiert. Die
Projekte in Mariendorf trafen auf viel Wohlwollen

Ein ukrainischer Fachkräfteaustausch von 25 Per-

und Interesse.

sonen,

Deutsch-

Bei der dann folgenden Besichtigung des Hauses

Russischen Austauschs und eine Dolmetscherin,

waren Vertreter des Kinder- und Jugendparla-

waren in der Woche vom 21.9.2015 bis

ments zugegen und erklärten noch einmal ihre

26.9.2015 zu Besuch in Berlin. Das besondere

Strukturen und Erfolge.

zwei

Mitarbeitern

des

Anliegen dieser Gruppe war es, einen Einblick zu
bekommen, wie offene Kinder- und Jugendarbeit, Beteiligung und Förderung von Kinder- und
Jugendpolitik „U18“ in Berlin umgesetzt werden.

Die ukrainische Gruppe bedankte sich sehr für den
anregenden Nachmittag und bei den Mitarbeitern
des Bungalow´s und des KiJuM´s.

18

Am 29. Juli war es dann endlich so weit und obwohl wir sehr früh am Morgen abgefahren sind
(5:30 Uhr) war die Vorfreude riesig. Nach langen
vier Stunden und dreißig Minuten sowie einem
kleinen Stau, hatten wir unser Ziel dann endlich
erreicht. Gemeinsam mit ein paar Jugendlichen
aus dem Jugendclub Barnetstraße und einigen
Betreuern versammelten wir uns vor dem Haupttor, während Klaudia uns die Tickets holte, mit
Finanziert wurde diese Bildungsreise aus Mitteln

denen wir endlich zu den Attraktionen gelangen

des Auswärtigen Amtes und der Senatsverwaltung

sollten. Obwohl das Wetter nicht ganz so toll war,

für Bildung, Jugend und Wissenschaft.

wie man es sich hätte wünschen können, haben
wir uns unsere gute Laune trotzdem nicht vermie-

Text / Fotos: Petra Steinborn und Dennis Hauke

sen lassen und sind mit vielen der Karussells und
Achterbahnen gefahren. Wir erkundeten den Park

Einrichtung

und seine Attraktionen in mehreren kleineren
Gruppen und alle hatten sehr viel Spaß.

Gigantische Achterbahnen
und rasante Fahrten Unser toller Tag im Heidepark Soltau
Alle Jahre wieder... kommt nicht nur das Christkind, sondern auch ein toller JUGI-Ausflug. Auch in
diesem Jahr haben wir unsere Tradition gepflegt
und alle gemeinsam einen schönen Ausflug unter-

Wir unternahmen zunächst eine wilde Fahrt mit

nommen. Dieses Mal ging es für uns alle in den

dem „Mountain-Rafting“, bei dem man in runden

Heidepark Soltau, einen Freizeitpark, der mit sei-

Booten durch einen reißenden Gebirgsfluss fährt.

nen vielen coolen Attraktionen auf uns wartete.

Bei dieser lustigen Wasserbahnfahrt hatten wir

„Colossos“, „Scream“ und „Krake“ - Schon einige

zwar sehr viel Spaß und haben viel gelacht, sind

Tage vor der Abfahrt haben wir uns ausgemalt, wie

aber leider auch ziemlich nass geworden.

wir die bekanntesten Attraktionen besuchen und

Die nächste Attraktion, die viele aus unserer Grup-

kreischend in den scharfen Kurven der Achterbah-

pe besuchen wollten, war der „Colossos“, eine

nen liegen.

gigantische Holzachterbahn.

19

Obwohl viele unserer Freunde sogleich Feuer und

14 Uhr zum Mittagessen treffen sollten. Nach der

Flamme waren, hat uns die schwindelerregende

Stärkung, gab es für jeden von uns zum Nachtisch

Höhe abgeschreckt und so haben wir dankend auf

sogar noch ein Eis mit zwei Kugeln. Danach hatten

diesen Nervenkitzel verzichtet. Während Manuela

wir wieder genügend Kraft getankt, um den Heide-

und die anderen Mutigen sich also auf die Holzach-

park noch ein weniger unsicher zu machen, bevor

terbahn wagten, haben wir stattdessen mit den

wir wieder nach Hause fahren mussten. So sind

anderen Angsthasen eine rasante Fahrt mit einer

viele von uns mit Klaudia zum „Big Loop“ gegan-

weniger angsteinflößenden Achterbahn unternom-

gen, einer coolen Looping-Achterbahn und an-

men, dem „Grottenblitz“. Daraufhin haben wir un-

schließend zur Bobbahn. Auf dem Weg dorthin

ser Glück noch an den zahlreichen Ständen heraus-

wollten viele von uns zwar mit „Screamie“, dem

gefordert und tatsächlich ein Donut-Kissen gewon-

kleinen Free Fall Simulator fahren, aber leider war

nen! Nachdem wir die mutigen „Colossos“-

der wegen des starken Regens gesperrt. Auch sei-

Bezwinger wieder eingesammelt hatten, gingen wir

ne größere Variante, der „Scream“, bei dem man

alle gemeinsam in Richtung „Wirtshaus des Admi-

aus 71 Metern in die Tiefe rauscht, war wegen Re-

rals“, wo wir uns mit den anderen Gruppen um

paraturen geschlossen.

20

Anschließend machte uns das Wetter leider noch

Wir wünschen ihm einen schönen Ruhestand.

einmal einen Strich durch die Rechnung, da wir

Text: Monique, Jasmin und Jennifer (JUGI Hessenring)

erfuhren, dass auch die Bobbahn wegen der anhaltenden Regengüsse kurzfristig gesperrt war. Aus

Fotos: Manuela Kühnicke

Fortbildung

diesem Grund haben wir uns dann noch bei den
kleineren Fahrgeschäften, wie „Magic“, „Lady
Moon“, „Breakdance“, „El Sol“ und „La Ola“ vergnügt, bis wir gehen mussten. Nach diesem spaßi-

Neues Programm des
Tempelhofer Forums

gem Abschluss, mussten wir uns leider auch schon
auf den Weg zum Ausgang machen, um uns wieder

Der Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskin-

mit den anderen Gruppen zu treffen.

dern in Kindertageseinrichtungen und der Tagespflege ist ein aktuelles Thema. Damit beschäftigt
sich die sozialpädagogische Fortbildungsstätte
„Tempelhofer Forum“ in einem Seminar am 12.
Dezember 2015 und weiteren im kommenden
Jahr.
Soeben ist das neue Seminarprogramm für das
erste Halbjahr 2016 erschienen. Darin werden
über 70 Veranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themen angeboten.
Auf große Resonanz stieß die erstmals in diesem

Obwohl der Tag viel zu kurz erschien und wir alle

Jahr angebotene Ausbildung zum/zur pädagogi-

gerne noch viel länger geblieben wären, machte

schen Märchenerzähler/in. 2016 findet an zehn

sich auf der Rückfahrt doch sehr schnell die Müdig-

Wochenenden eine weitere Ausbildung im Mär-

keit bemerkbar und so schliefen die meisten sehr

chenerzählen statt. Nicht jede/r Erzieher/in weiß,

schnell ein. Gegen 0:00 Uhr kamen wir schließlich

dass ein Erste-Hilfe-Kurs am Kind alle zwei Jahre

wieder in Berlin und am JUGI Hessenring an. Etwas

wiederholt werden muss. Auch um dieses Ange-

schläfrig und erschöpft vom langen Tag machten

bot kümmert sich das Tempelhofer Forum. Die

wir uns alle auf den Weg nach Hause und vor allem

Palette der Angebote des Tempelhofer Forums

ins Bett. So endete schließlich ein toller, spaßiger

ist groß und bunt. „Musik im Alltag“, „Yoga für

und aufregender Tag, an dem wir alle viel erlebt

Kinder“, „Kreativ zum Osterfest“, „Offene Fragen

haben. Letztendlich blieb nur ein Wermutstropfen,

rund um die Erziehung“. Es geht in Projekten

denn dieser Tag, an dem wir unseren wunderbaren

auch um „Meine Gefühle“ und „Meine Sinne“.

Ausflug verbrachten, war auch der letzte Ar-

Die Selbstreflektion ist ein weiteres wichtiges

beitstag von unserem lieben JUGI-Leiter Sigi.

Thema, mit dem sich Pädagogen beschäftigen

21

„Sprache tut nicht weh“, man muss sie aber anwenden können. Kommunikationsseminare sind
im Tempelhofer Forum sehr nachgefragt. Überdies
werden Erzieher/innen zur Elterntrainer/innen
ausgebildet.
Es werden des Weiteren, neben dem Seminar zu
Flüchtlingskindern, andere aktuelle Themen angesprochen, zum Beispiel die Unterschiede zwischen
Islam und Islamismus zu verstehen.

Oft entstehen Konflikte dadurch, dass Wissen zu
schwierigen Sachverhalten fehlt; eine Folge ist,
dass Missverständnisse in der Kommunikation
auftreten und Vorurteile einen fruchtbaren Dialog
verhindern. Der Anspruch dieser Fortbildung ist,
über relevante Sachverhalte zu informieren und
die Teilnehmer/-innen zu Sichtweisen und Stellungnahmen zu bewegen.

Das neue Programm des Tempelhofer Forums ist
ab

dem

15 .

Oktober

o nline

unter

www.tempelhoferforum.de verfügbar – Online
kann man sich auch für alle Seminare anmelden.
Das Seminarprogramm liegt ebenfalls in gedruckter Form vor. Die Broschüre wird kostenlos zugemüssen, aber auch „Körperliche Beschwerden als

sandt – zu bestellen auf folgenden Wegen: per E-

Signale erkennen“, „Aufblühen statt Ausbrennen“

Mail: post@tempelhoferforum.de, per Fax: 705 25

und die „Stärkung der Widerstandskraft“ sind

11, telefonisch: 705 40 14, oder per Post: Tempel-

wichtige Elemente in der Arbeit mit Kindern.

hofer Forum, Postfach 42 40 03, 12082 Berlin.

Ebenso nimmt das Gesundheitsmanagement einen

Je nach Art und Umfang beträgt der Teilnehmer-

breiten Raum im Angebot ein, „Lebensmittel-

beitrag zwischen 33 und 50 Euro für Eintages-

unverträglichkeiten“ oder „Übergewicht bei Kin-

Seminare. An vielen Seminaren können auch inte-

dern vorbeugen“. Die Zusammenarbeit mit Eltern

ressierte Menschen ohne beruflichpädagogischen

steht genauso auf dem Programm wie die uner-

Hintergrund teilnehmen. Die Seminare sind offen

lässliche Kommunikation.

für Interessenten aus ganz Berlin und Umgebung.

22

Das Tempelhofer Forum ist eine vom Jugendamt

Bei Verheirateten nennt man es die „Hölzerne

Tempelhof-Schöneberg in den 1980er Jahren ge-

Hochzeit“, wenn das Fünfjährige gefeiert wird.

gründete und heute noch geförderte Fortbildungs-

Alles andere als Hölzern kommt jedoch der Me-

stätte. Träger ist der Tempelhofer Forum e.V., dem

dienPoint Tempelhof daher. Am 30. Oktober 2015

unter anderem als Mitglieder der Kita-Eigenbetrieb

wurde in der Werderstraße 13 richtig gefeiert und

Berlin Süd-West, das Nachbarschaftsheim Schöne-

der Laden vom Trägerverein „Kulturring Berlin“

berg e.V. und das Nachbarschaftszentrum in der

hatte auch allen Grund dazu.

ufaFabrik e.V. angehören. Der Verein begeht am
28. Oktober sein zehnjähriges Bestehen.

Das Tempelhofer Forum hat seinen Sitz im Nachbarschaftszentrum der ufaFabrik, Viktoriastraße
13, 12105 Berlin, wo auch die meisten Seminare
stattfinden.
Quelle paperpress Nr. 523 D vom 10. Oktober 2015

Engagement
Die Schirmherrin der Veranstaltung, die BVVVorsteherin Petra Dittmeyer, ließ es sich nicht

5 Jahre MedienPoint
Tempelhof
Kieztreffpunkt und Spielfest-Unterstützer

nehmen persönlich dabei zu sein. Sie ist dem MedienPoint und dem Frontmann Henning Hamann
freundschaftlich verbunden und hat schon öfter
mit persönlichem Engagement und privater finanzieller Unterstützung Ausstellungen und Aktionen
gesponsert und bereichert. Weitere bezirkliche
Politikprominenz fördert den MedienPoint. Die
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler musste
sich zwar für das Jubiläum entschuldigen, ist hier
aber öfters Gast, bringt selbst Bücher und Spiele
vorbei und nimmt immer wieder gerne an Kinderaktionen teil. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin Jutta Kaddatz und Stadtrat Oliver Schworck unterstützen mit Kräften den
MedienPoint Tempelhof und sind gerne gesehene
Gäste.

23

Das Jubiläum bezieht sich auf den jetzigen Standort.
Den MedienPoint Tempelhof gibt es schon seit 7
Jahren.
MedienPoint – Was ist denn das?
Was ist in diesem eher kleinen und gemütlichen
Ladengeschäft überhaupt los, das in unmittelbarer
Nähe von der ufaFabrik liegt? Gute Frage und auch
gar nicht so einfach zu beantworten.
Der MedienPoint ist Medienumschlagsplatz, Bibliothek, Kaffeetreffpunkt, Kiez-Oase, Galerie der tau-

Das derzeitige MedienPoint-Team: Alicia Zamorska, Olaf Gründel,
Annett Vogt, Dorit Kelsch, Marion Kureshi, Henning Hamann, Christine Junghannß, Ingo Stoik, Christiane Müller, Anne Frühauf und Fotograf Thomas Freimuth (hinter der Kamera/Foto MP)

send Ausstellungen, Sozialladen, Antiquariat und
generationsübergreifende Institution. All das trifft

Der Pressedienst Paperpress schrieb erst kürzlich

irgendwie zu. Aber angestaubt und in die Jahre ge-

treffend vom „Farbtupfer in der eher tristen Wer-

kommen ist der MedienPoint keinesfalls! Der be-

derstraße.“ Und besonders bunt wird es hier im-

liebte Kieztreffpunkt ist zwar als Ruhepunkt für Er-

mer bei den Kinderaktionen, die dann Nikolausi,

wachsene und Kinder ausgezeichnet geeignet, aber

Osterhasi oder Nutella-Jubiläum heißen.

andererseits auch umtriebig, engagiert und ein we-

Bei den MedienPoints vom Kulturring Berlin kön-

nig ruhelos. Immer wieder werden neue interessan-

nen täglich drei Medien (also hauptsächlich Bü-

te Ausstellungen zu den unterschiedlichsten aktuel-

cher, aber auch CDs und Spiele) einfach so mitge-

len Jubiläen initiiert. Ob Beatles oder Rolling Sto-

nommen werden. Ja, die MedienPoints sind zwar

nes, James Last und Udo Jürgens, Harry Potter oder

soziale Einrichtungen mit dem Schwerpunkt für

Tennis in Wimbledon, Tom Jones oder Elvis Presley,

Menschen mit geringem Einkommen, aber sie

Nutella oder Langnese, die Tonband-Kassette oder

stehen jederzeit der gesamten Bevölkerung im

70 Jahre Frieden …. Hier werden viele Jubiläen und

Kiez offen. Hier wird nicht auf das Einkommen

Besonderheiten im Schaufenster und in den Räum-

oder auf die Herkunft geschaut, hier sollen Bü-

lichkeiten des MedienPoints fantasievoll und inte-

cher und Spiele halt ein Stück länger leben kön-

ressant aufbereitet und präsentiert. Fast 90 Aktivi-

nen und Freude schenken.

täten fanden in diesen Jahren statt. Schon manche

Für diesen Medien-Kreislauf ist es wichtig, dass

Sammler haben hier ihre Schätze eine Zeitlang zur

Bücher, die sonst im Keller verstauben würden

Verfügung gestellt.

oder weggeschmissen werden, in den MedienPoint gebracht werden. Hier werden sie in die

Jetzt feiert sich der MedienPoint mal selbst!

Regale einsortiert, damit die Interessenten nicht

Bei all den Aktivitäten sei es den Machern gegönnt,

im Wust des Angebotes die Orientierung verlie-

dass sie sich nach 5 Jahren auch mal selbst feiern.

ren.

24

Für diese ganz alltäglichen Arbeiten im MedienPoint werden vom Jobcenter sogenannte MAEs,
bekannter als „1-Euro-Jober“, und Menschen über
den Bundesfreiwilligendienst beschäftigt. Den Rahmen bietet der Kulturring Berlin. In Tempelhof ist
der ehrenamtliche Turbo-Motor für all die Aktivitäten der ehemalige Radiomann Henning Hamann.
Im MedienPoint in Tempelhof sind die vielfältigsten liebevoll gestalteten Ausstellungen das ITüpfelchen in der Tempelhofer Kulturlandschaft.
Der MedienPoint beteiligte sich auch sehr erfolg-

Die Schirmherrin Petra Dittmeyer betonte die sinn-

reich bei den Spielfesten des Jugendamtes Tempel-

volle Tätigkeit für die hier Beschäftigten und freut

hof-Schöneberg. Seit 2011 erscheinen monatlich

sich besonders über dieses kostenlose Angebot für

kostenlos „Werdi Newsletter“ mit vielen Informati-

die Menschen, die sich sonst nicht einfach mal neue

onen und interessanten Geschichten und Tipps.

Bücher kaufen können. Sie dankt dem Kulturring
Berlin für das Engagement, immer wieder die büro-

Jetzt aber erst mal zur Jubiläumsfeier

kratischen Hürden bei der Beantragung im Jobcen-

Zur Jubiläumsfeier waren viele langjährige Freunde

ter zu meistern und würdigt besonders das

und Unterstützer gekommen.
Kulturring-Geschäftsführer Ingo Knechtel begrüßte
die Gäste, die Schirmherrin Petra Dittmeyer und
besonders den „Ideen-Frachter“ Henning Hamann.
Geschäftsführer

Knechtel

brachte

eine

Ge-

burtstagstorte mit und zeigte seinen Stolz über
diese besondere Kultureinrichtung. Die größte
freudige Botschaft war, dass das Jobcenter auch im
nächsten Jahr die Maßnahme weiter fördert. Die

„Netzwerk Hamann.“ Sie greift das Bild von den drei

Förderung ist keine Selbstverständlichkeit und je-

Freunden von der Tankstelle auf, die vor Jahrzehn-

des Jahr wieder eine kleine Zitterpartie. Bei diesem

ten im Film sangen: „Ein Freund, ein guter Freund,

geförderten Projekt sind die Jobcenter-Mittel gut

das ist das Schönste was es gibt auf der Welt.“ Da-

angelegt. Über 40.000 Besucherinnern und Besu-

mit spielte sie darauf an, dass der MedienPoint

cher, nur in Tempelhof, haben über 170.000 Me-

mehr als nur „Geschäft“ ist, sondern von vielen

dien ausgeliehen beziehungsweise mitgenommen.

freundschaftlichen Verbindungen lebt. Mit ihrem

Eine Rekordzahl für ein kleines Ladengeschäft mit

Geschenk wollte sie einfach nur danke und „merci“

begrenzten Kapazitäten.

sagen.

25

Kiezgrößen versammeln sich im MedienPoint

Ein besonderer Dank geht an die gesamte be-

Mit einigen launigen Ausführungen erzählte Ed Koch

zirkliche Presse, die den MedienPoint Tempel-

(ehemaliger KiTS-Redakteur, jetzt im Ruhestand)

hof sehr gerne und wohlwollend begleitet. So

von seinen ganz persönlichen Bindungen zu Henning

wird nicht nur Gutes getan, sondern die Öffent-

Hamann.

lichkeit erfährt auch davon.

So haben sich beide im Jugendclub Bungalow am
Mariendorfer Damm kennengelernt. Koch war Einrichtungsleiter vom Jugendclub und Hamann legte
als Diskjockey „Smokie I“ Platten bei so manchen
Feten auf. Henning Hamann machte dann als Radiomann beim Sender „Hundert,6“, beim RIAS und der
„Ostseewelle Rostock“ als Moderator Karriere. Henning Hamann und Ed Koch wurden nach langen Jahren vom Lokalreporter der Berliner Woche, HorstDieter Keitel (besser als „HDK“ bekannt), wieder

Aber auch bei den anderen Unterstützern be-

zusammen gebracht.

dankt sich Hamann. Da gibt es beispielsweise

Ed Koch unterstützt nun Henning Hamann an allen

die Kiezgrößen Lothar Nest von der Sportschu-

Ecken und Kanten, zumal die finanzielle Ausstattung

le Nest und den Lichtenrader Volksparkchef

für diese Menge und Qualität der Ausstellungen bei

Wolfgang Spranger, der immer da ist, wenn

Weitem nicht ausreicht. In seinem Jubiläumsartikel

konkrete Hilfe benötigt wird. Auch Juppy von

schreibt Ed Koch von PaperPress: „Auch wenn der

der ufaFabrik ist dem MedienPoint sehr ver-

Begriff abgedroschen klingen mag, der MedienPoint

bunden.

ist eine Erfolgsgeschichte, die im Wesentlichen auf
Henning Hamann basiert, dessen Gesundheit seit

Besonderer Dank geht an Carsten Sikora und

langem angeschlagen ist, den 64-jährigen aber nicht

Thomas Jaeschke von den Nachbarn „Walter

daran hindert, ein Tempo an Aktivitäten vorzulegen,

Confiserie.“ So bringt Geschäftsführer Thomas

in dessen Windkanal so manch Jüngerer straucheln

Jaeschke (Foto links) als besonderen Jubiläums-

würde. So bleibt nur eines zum Jubiläum zu wün-

gruß extra angefertigte Jubiläums-Schokoladen

schen übrig: Gesundheit, Schaffenskraft und Freude

-Taler“ mit einer „5“ vorbei.

am Leben!“ Da kann ich mich nur anschließen!
Ein besonderer Dank und ein dicker BlumenDank an die vielen Unterstützer

strauß gehen an Dr. Ulrike Stutzky (Foto un-

Henning Hamann bedankt sich bei all den vielen Un-

ten), die als Kuratorin der MedienPoint-

terstützern aus der Politik und freut sich sehr über

Ausstellungen tatkräftig Henning Hamann un-

die persönliche Anwesenheit von Petra Dittmeyer.

terstützt.

26

Engagement

Spendenübergabe an das
Übergangswohnheim
Am 21. September hatte der Verein KiT e.V. einen Termin mit der Leiterin vom Übergangswohnheim Marienfelde, Olivia Music, um die
zahlreichen Spenden von den TagespflegekinNicht zuletzt ist es Henning Hamann aber wichtig, sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des MedienPoints zu bedanken. Insgesamt
78 Menschen arbeiteten und arbeiten beim MedienPoint in Tempelhof. Sie haben immer wieder
nur halbjährliche Förderzusagen vom Jobcenter,
was es sicher für Henning Hamann nicht immer
leichtmacht. Etwa acht Mitarbeiter sind hier jeweils zeitgleich beschäftigt.

dern, deren Eltern sowie von den Vereinsmitgliedern zu übergeben. Der VW-Bus war bis oben
mit Spielsachen aller Art vollgeladen. Darunter
befanden sich diverse Bobby Cars, Dreiräder,
Hüpfbälle, Puppenwagen mit Puppen, Kuscheltiere, große Feuerwehrautos, Puzzle und diverse
Spiele. Aber auch Kinderwagen, Schuhe, Kinderkleidung, sogar Verkleidungskostüme für Kinder
und natürlich diverse Windeln, die ganz dringend
benötigt wurden, waren dabei.

Zum heutigen Jubiläum wurde von den Mitarbeitern im Straßenbereich vor dem Laden und im
gesamten MedienPoint liebevoll eine bunte Geburtstagsparty-Atmosphäre gezaubert und viele
leckere Kuchen gebacken. Ein MedienPointGeschenk an die Besucher waren ausgesuchte
Fotos von den vielen Aktionen, die in einer kleinen Zusammenstellung den gemütlichen Teil des
Abends einleiteten.
Wir wünschen dem MedienPoint und besonders
Henning Hamann alles Gute, viel Gesundheit,
Freude und Schaffenskraft.
Thomas Moser (auch Fotos-bis auf MP-Gruppenfoto)

Die Kinder, die gerade mit den großen Dreirädern vom Spielemobil beschäftigt waren, kamen
und wollten uns helfen. Bei einzelnen Sachen
fragten sie die Leiterin Olivia Music, ob sie das
behalten dürften.
Kleinere Sachen wurden erlaubt. Ingrid Pakalski
vom Verein berichtet:

27

„Wir hatten alle Hände voll zu tun, diese vielen Sachen auszuräumen und erst einmal in einen Keller zu
bringen. Wir, die erste Vorsitzende Silvia Bösenberg,
Katja Döring mit Sohn Kilian und ich, wurden dabei
von zwei fleißigen Familienväter und Frau Music tatkräftig unterstützt.“
Dort wird es dann sortiert und nach Bedarf an die
bedürftigen Familien weiter gegeben.
Ingrid Pakalski berichtet weiter: „Beim Rundgang
war es äußerst angenehm zu beobachten, wie

Texte übernommen von KiT/bearbeitet: KiTS/ToM (Fotos KiT e.V.)

Ferienprogramm

Ferienprogramm "Zirkus"
in Marienfelde
Diabolo, Bälle, Flowersticks, Tücher und Keulen fliegen durch die Luft - ein großes Gewusel vor dem
Trampolin - ein Salto in der Luft.

An einer anderen Stelle werden Menschenpyramifreundlich Frau Music und wir von allen gegrüßt wurden. Frau Music sprach viele mit ihren Namen an.
Wenn es nur überall so zugehen würde, wäre es für

den gebaut und Radschläge gemacht. Pois wirbeln
in den schönsten Farben. Kinder hüpfen auf Laufkugeln, Rolabolas und dem Drahtseil herum.

uns alle eine große Erleichterung.“ Im Bericht des
Vereins heißt es weiter: „Es wirkt alles sehr harmonisch, friedlich und gut strukturiert, mit vielen Spielplätzen und auch Bänken, um unter den Bäumen zu
verweilen. Der Vorteil dieser Einrichtung ist, dass die
Familien in einer Wohnung mit eigener Küche, Bad
und WC untergebracht sind. Hiermit möchten wir
uns bei allen Kindern, Eltern und KiT-Mitgliedern für
die erfolgreiche Spendensammlung ganz herzlich

Man hört Tschetschenisch, Deutsch, Arabisch, Spa-

bedanken. Es war eine gute Aktion!“

nisch und Englisch.

Das Wohnheim beherbergt im Moment 700 geflüch-

Und zwischendrin machen die Clowns Faxen.

tete Menschen aus verschiedenen Ländern, davon

35 Kinder fanden sich vom 20. bis 31. Juli im „haus

sind über die Hälfte Kinder und Jugendliche

of fun“ ein, um sich in den unterschiedlichsten

28

Zirkusdisziplinen zu üben, und hatten großen Spaß

Frühe Hilfen

dabei. Die Kooperationspartner für die Durchfüh-

wohnheim Marienfelde.

Familiengutschein
Tempelhof-Schöneberg 40 Euro für junge Familien

Zwischendurch war natürlich auch Zeit, im Pool zu

Seit September 2013 organisiert das Nachbar-

planschen und zu spielen.

schafts- und Selbsthilfezentrum in der ufafabrik

Es bedurfte einiger Übung und Anstrengung, aber

e.V. (NUSZ) in Zusammenarbeit mit dem Nach-

nach den zwei Wochen gab es eine wunderbare

barschaftsheim Schöneberg e.V. (NBHS), dem

Aufführung vor Eltern, Geschwistern und Freun-

Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) und

den.

dem Jugendamt Tempelhof-Schöneberg Im Rah-

Einen großen Applaus für die kleinen Artisten!

men der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ das Pro-

rung waren: haus of fun, LiMa e.V., Circus Cabuwazi,

TSV

Marienfelde,

3D

Medienhaus

(Nachbarschaftszentrum ufafabrik), Übergangs-

jekt Familiengutschein für Familien aus TempelText / Fotos: NUSZ

hof-Schöneberg.

29

Foto: v.l.n.r.: Jugendstadtrat Oliver Schworck, Geschäftsführerin des NUSZ, Renate Wilkening, Sozial- und Gesundheitsstadträtin Dr. Sibyll Klotz, Projektkoordinatorin Gudrun Grohmann. Foto: NUSZ

Familien wird der Zugang zu Familienbildungsan-

Die Gutscheine werden ausschließlich von den

geboten erleichtert. Dieses Angebot ist ein Bei-

Mitarbeiter_innen

trag zur Förderung der Erziehungskompetenz von

Schöneberg ausgegeben, meist beim Ersthaus-

Eltern mit Babys und Kleinkindern bis zum

besuch nach der Geburt eines Kindes, aber

3. Lebensjahr.

auch auf Anfrage bei KJGD.

Der Gutschein hat einen Wert von 40 Euro und

Die Gutscheine können zurzeit in Einrichtungen

kann beim Buchen eines Familienbildungs-

folgender Träger eingelöst werden: Nachbar-

Angebotes für Kinder von 0-3 Jahren (z.B. PEKiP-

schafts-und Selbsthilfezentrum in der ufafabrik

Kurs, Babymassage, Eltern-Kind-Turnen) inner-

e.V., Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V.,

halb von sechs Monaten eingelöst werden. Ange-

Nachbarschafts– und Familienzentrum Finch-

sprochen sind Familien, die sich ein solches Ange-

leystraße des AHB-Berlin Leipzig gGmbH, Fami-

bot sonst finanziell nicht leisten können, oder die

lien– und Nachbarschaftszentrum Kiez-Oase

in einer belasteten oder isolierten Situation le-

Schöneberg e.V., Evangelischen Familienbil-

ben.

dung Berlin Tempelhof.

des

KJGD

Tempelhof-

Die Einbindung weiterer Anbieter ist geplant.

30

Der Besuch von Familienbildungskursen trägt

Während die Besucher_innen mit Picknick-Korb

zum einen dazu bei, dass Eltern im Umgang mit

und Wasserwannen für die Kleineren im Schatten

ihrem Baby mehr Sicherheit und Kompetenz

dem Geschehen zusahen, traten die vier Mann-

erlangen und zum anderen, Kontakte zu ande-

schaften vom Stern Marienfelde, des SSC Südwest,

ren Eltern zu knüpfen. Eine Umfrage ergab,

der Kiepert-Grundschule und des Übergangs-

dass über 70 % der teilnehmenden Eltern sich

wohnheimes Marienfelde mit viel Energie und

in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt fühlten.

Fairness gegeneinander an. Für ihren Sportsgeist

Mehr als zwei Drittel der Teilnehmer*innen

wurden sie alle mit Pokalen geehrt. Ein großes

plante, geknüpfte Kontakte auch nach Ablauf

Dankeschön geht an den Stern Marienfelde, der

des Kurses weiter zu führen.

das Turnier begleitete.

Über die Möglichkeit einer Weiterführung des
erfolgreichen Projektes über das laufende Kalenderjahr hinaus wird noch entschieden.

Für Fragen zum Familiengutschein steht Frau
Gudrun Grohmann vom Nachbarschafts- und
Selbsthilfezentrum in der ufafabrik e.V. unter der
Nummer 75503175 zur Verfügung.
Text: NUSZ

Eröffnet wurde das Sportfest von den Stadträten
Oliver Schworck und Daniel Krüger, die Schirmher-

Kiezfest

ren waren und das Turnier mit einem gesponserten Ball unterstützten.

Jung und Alt in Bewegung
beim 6. Marienfelder
Sportfest

Wie immer gab es neben dem Fußballturnier auch
ein schönes Rahmenprogramm. Die Mädchenund Jungen der Tanzgruppe des Übergangswohnheimes brachten mit großem Temperament und
viel Freude Tänze aus aller Welt zum Vortrag.

Die Hitze konnte der guten Laune und dem
Sports- und Teamgeist der Teilnehmerinnen und

Die Aerobic-Gruppe der Kiepert-Grundschule er-

Teilnehmer des 6. Marienfelder Sportfestes

freute die Zuschauer mit einer schönen Choreo-

nichts anhaben. Natürlich ging es bei 37 °C etwas

graphie. Auch die Sportlerinnen der Hockergym-

entspannter und geruhsamer zu als sonst beim

nastik-Gruppe von Frau Battist, allen voran eine

Sportfest.

91-jährige Dame, ließen sich von der Hitze nicht
bremsen und zeigten das Sport in jedem Alter
Spaß macht.

31

Die Verkehrsschule der Polizei brachte den jungen

Die Finanzierung des Festes erfolgte über den

Teilnehmerinnen und Teilnehmern das richtige Ver-

Aktionsfonds, der für die Quartiersentwicklung

halten im Straßenverkehr näher und an der Spiel-

der Großsiedlung rund um die Waldsassener Stra-

straße des TSV Marienfelde gewannen die Kinder

ße von der Senatsverwaltung für Stadtentwick-

bei Geschicklichkeitsspielen kleine Preise. Am Stand

lung und Umwelt für nachbarschaftliche Projekte

des

zur Verfügung steht.

Quartiersbüros W40

wurden die

Besu-

cher_innen über die vielen tollen Projekte und Aktivitäten im Gebiet informiert, die von den Ehren-

Quartiersbüro W40, Beate Miculcy

amtlichen und den Einrichtungen des Gebietes angeboten werden. Unter anderem stellte sich der

Rockfest

Rocktreff –
Ehrenamtliche Profis gestalten eine perfekte Welt
Beim jährlichen Rocktreff in Mariendorf wird
nichts dem Zufall überlassen und alles ist -für den
Garten der Länder vor, der auf einem Grundstück

Besucher kaum merkbar- perfekt organisiert.

der degewo am Tirschenreuther Ring 14 A in die-

2015 fand im Juli die 32. Veranstaltung dieser Art

sem Jahr entstand. Die jungen Gärtner_innen unter

statt.

den Besucher_innen konnten beim Sportfest Kresse
-Köpfe basteln und damit ihren grünen Daumen

Seit vielen Jahren ist der Rocktreff im Fußballsta-

beweisen.

dion im Volkspark Mariendorf beheimatet. Die
Macher und offensichtlich auch die Besucher sind

Die Organisatorin des Festes Janni Dierbach, die

mit dieser Location sehr zufrieden. 2015 war ein

sich seit Jahren dafür stark macht, die Qualität des

sehr gutes Besucherjahr. Über 10.000 Gäste, da-

Bolzplatzes zu verbessern, wollte den Teilneh-

von 4.000 beim Spielfest, bevölkerten die Festi-

mer_innen im Rahmen dieses Festes erstmals auch

valwiese. Am Eingang wurden die Besucher von

die Sportart Basketball näher bringen und damit auf

einem sehr freundlichen Securitydienst empfan-

ihre Idee aufmerksam machen, am Standort des

gen.

Bolzplatzes auch Basketballkörbe zu installieren.

Der vordere Teil des Sportplatzes ist an zwei Ta-

Leider musste eine der geplanten Hauptattraktio-

gen für das Spielfest reserviert. Links ist die Tribü-

nen, die Basketball-Akademie von Alba-Berlin,

ne, die zeitweise auch sehr gut von den Rockfans

krankheitsbedingt entfallen.

angenommen wurde. Im hinteren Teil des

32

Stadions steht die große Bühne und hinter den

Neben den VIP´s, das sind die wichtigen Spon-

verhüllten Zäunen ist eine eigene kleine Welt

soren und Politikerinnen und Politiker meistens

verborgen. Hier beginnt „Backstage“, wie der

aus der Bezirkspolitik, werden hier auch die

Teil hinter der Bühne, der für Zuschauer nicht

Bands und die Standbetreiber vom Spielfest

zugänglich ist, von Veranstaltungsprofis ge-

beköstigt. Hier kann man ungestört Gespräche

nannt wird.

führen und sich vom Rock´n´Roll-Rummel erho-

Der Blick hinter die Bühnen-Geheimnisse

len. Die Nutzer des Backstage-Bereiches akzep-

Andie Kraft ist der Vorsitzende des Trägerver-

tieren die recht strenge Veranstaltungsord-

eins der Veranstaltung CPYE e.V. und findet

nung, die aber in erster Linie aus Sicherheits-

für uns etwas Zeit, um uns in das Hintergrund-

gründen notwendig ist. Es gibt ein abgestimm-

geschehen und die kleinen „Geheimnisse“

tes Sicherheitskonzept.

vom Rocktreff, der jedes Jahr mit dem Spielfest zusammen stattfindet, einzuweihen. Hier

Alles ist markiert und hat seine Ordnung

kommt man nur mit einem der Ausweise rein,

Andie Kraft erläutert und zeigt, dass hier alles

die genau die unterschiedlichen Berechtigun-

genau markiert ist. Dies ist besonders wichtig,

gen festlegen.

weil es sich um Fluchtwege handelt.

33

Zwischen 50 und 80 ehrenamtliche Helferinnen
und Helfer wuseln täglich auf dem Platz rum und
kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf. In
den hinteren Backstage-Bereich dürfen nur die
Menschen mit einem besonderen Ausweis. Sponsoren und Gäste dürfen diese Bereiche nicht betreten, da sich hier auch Privat- und Wertsachen befinden.
Wasser hält die Bühne fest und der Auftritt beginnt
Hinter dem Bühnenzelt befindet sich auch die große Sprunggrube. Dieser Sand wird von den Veranstaltern jährlich gewaschen. Was das bedeutet erläutert Andie Kraft (Foto) mit einem schelmischen
Schmunzeln. Damit die Bühne bei Sturm nicht wegÜber die zweite Einfahrt, nördlich des Tribünenhau-

fliegt, sind an der stabilen Konstruktion 12 große

ses, kommen nur die Bands mit ihren Fahrzeugen

Wassertanks befestigt. Jeder Tank wird mit 1000

rein und sind dann gleich im Bereich hinter der

Liter gefüllt. Da der Rasen ein verdichteter Sportra-

Bühne. Die Bands werden am Eingang vom Bandbe-

sen ist, darf das Wasser nur in diesen nach unten

treuer Schotte begrüßt und es wird gecheckt, ob

offenen Sand abgelassen werden. Dies wird dann

alle angemeldet sind. Dann gibt es die Einfahrtsge-

beim Abbauen nach und nach gemacht.

nehmigung und die Fahrzeuge fahren über die Tartanbahn (die diese Belastung aushält) bis zu den
Zelten, wo sie ihre Instrumente auf Paletten abladen können. Hier, direkt hinter der Bühne, werden
sie von der Bandbetreuerin Laura in Empfang genommen. Andie Kraft erläutert, dass es aus Sicherheitsgründen ein Einbahnstraßensystem gibt. Diese
Regelung ist besonders für den Evakuierungsfall
wichtig. Es wird streng darauf geachtet, dass die
Rasenflächen nicht befahren werden.

Die Bands begeben sich eine halbe Stunde vor dem

Die großen Zelte sind gut sichtbar markiert

Auftritt ins Vorbereitungszelt direkt neben dem

(Technik/Ton, Licht, Bandzelt usw.). Einige Bands

Bühnenaufgang. Hier werden die Gitarren ge-

und die Helfer übernachten im Backstage-Bereich in

stimmt und die Bandmitglieder können sich umzie-

kleinen Zelten.

hen.

34

Wenn die vorherige Band fertig ist, muss alles ganz

Lautstärke und Schall sind wichtige Themen

schnell gehen. Die Instrumente müssen schnell aus-

Zum Thema Lautstärke erläutert Andie, dass man

getauscht werden, lange Wege wären hier kontra-

die großen Lautsprecher genau einpegeln und

produktiv. Eine eigene Crew kümmert sich um den

bestimmen kann, in welchem Winkel sie abstrah-

Auf- und Abbau. Der Gewerkleiter der Crew koordi-

len sollen. Diese gut einmessbaren Lautsprecher

niert die Bühnenmitarbeiter. Die Bandbetreuerin

sind auch in der Miete teurer. Viel von der Laut-

hat ihn als „Übergabepunkt“ und übergibt ihm die

stärke wird auch noch von den Bäumen abgefan-

Band. Dann kann der Auftritt beginnen.

gen. So ist relativ wenig Musik außerhalb des Stadions hörbar. Da man die Monitorboxen nicht einpe-

Die Wege kennen wir im Schlaf

geln kann, ist der gesamte Bühnenhintergrund mit

Auf der Bühne ist alles mit farbigen Streifen mar-

Molton bedeckt, damit auch diese Ausbreitung des

kiert und so wissen alle, wo sie langlaufen dürfen

Schalls deutlich reduziert wird. Ein Beschallungs-

und wo nicht. Andie Kraft: "Die Crew kennt die We-

konzept wird auch regelmäßig dem Umweltamt

ge auf der Bühne im Schlaf. Das ist auch sehr wich-

eingereicht, obwohl es für diese Veranstaltung

tig, damit alles reibungslos funktioniert." Es würde

nicht verpflichtend wäre.

zulange dauern, wenn das die Band selber machen

Der Veranstalter ist sehr darum bemüht, damit die

würde. Etliche Meter vor der Bühne, mit auf dem

Anliegerbeeinträchtigung sich im geringen Rahmen

Platz, ist das Zelt für Ton und Licht. Hier wird alles

hält. „Es ist leiser, als wir es gerne für ein Rockkon-

für das Publikum perfekt zusammengemischt. Di-

zert hätten. Aber wir bleiben immer unter den er-

rekt am Rand der Bühne ist der Monitor-Mixer-

laubten Werten. Dies kontrollieren wir auch."

Platz von Jana. Hier wird der richtige Ton für die
Bands gemischt, damit sie hören, was sie spielen.

Die Lautstärken werden genau protokolliert, um so

Die sogenannten Monitorboxen sind in Richtung

gegen mögliche Beschwerdeführer die genauen

der Musiker aufgestellt. Sonst würden sie ihre eige-

Werte für jede Sekunde belegen zu können. „Wir

ne Musik, die über die großen Boxen zum Publikum

achten auch darauf, dass wir das Gehör des Publi-

hin ausgerichtet ist, nicht hören.

kums nicht übermäßig strapazieren. Wichtig ist uns
der Gehörschutz für Kinder: „Wir bieten kostenlos
Hörschutz; besonders für Kinder gibt es sehr gute
Kopfhörer zum Einkaufspreis bzw. zur Ausleihe.“

Andie Kraft ist selbst Veranstaltungstechniker und
kennt das Geschäft genau. Die Führung geht weiter. Ein Zelt ist mit voller Technik ausgestattet, damit der Rocktreff die ganze Zeit im Internet zu sehen ist.

35

„Erstens haben wir hier gutes Material, zweitens
wissen wir durch viele Veranstaltungen, wie man
es nicht macht. Wir planen es alles ehrenamtlich
das ganze Jahr über. Wir haben hier relativ viel
Zeit. Wir haben am Dienstag mit dem Aufbau begonnen. 3 bis 4 Tage dauert es dann. Sonst baust
du solche Veranstaltungen in circa einem Tag auf.
Hier können wir auf jede Kleinigkeit achten. Wir
sperren zum Beispiel aus Unfallgründen die DurchAlleine hierfür ist eine Person zuständig. Die chine-

gänge zwischen den Zelten.“

sische Winke-Katze zeigt an, dass die Kameras
auch dann funktionieren, wenn während der Ruhe-

Hier wird nicht gerannt… und nach dem Rocktreff

phasen auf dem Platz wenig Bewegung ist. Ein gan-

ist vor dem Rocktreff!

zes Zelt ist mit den Verstärkern ausgestattet und in

Dieses Jahr wurde erstmalig ein sogenanntes Pro-

einem anderen Zelt kommt der Strom an. Jedes

duktionszelt eingerichtet. Hier befindet sich das

Zelt ist natürlich mit Feuerlöschern ausgestattet.

organisatorische Kernstück; neben einer Wand mit

Ein extra Stromaggregat läuft den ganzen Abend

Bildern aller Verantwortlichen, gibt es eine Tafel

und die Nacht, damit im Notfall immer sofort eine

mit den Funkkanälen. Eine andere Tafel zeigt noch

Sicherheitsbeleuchtung den richtigen Weg weist.

notwendige Arbeiten an und die Zeiten für die

Eine Organisation, die sich hinter keinem Festival

Briefings der kompletten Crew sind hier vermerkt.

im professionellen Rahmen verstecken muss!

Die Produktionsleitung trifft sich noch extra für die
Vor- und Nachbereitung.

Wie fing alles an?

Obwohl hinter der Bühne immer Aktivität ist, wird

Angefangen hat es 1984, als einige Jugendliche in

hier eine professionelle Ruhe ausgestrahlt. Für An-

der Mariendorfer evangelischen Gemeinde gesagt

die Kraft ist dies auch wichtig: „Hier darf auch kei-

haben, dass sie nicht nur Musik im Übungsraum

ner Rennen. Dann werde ich schon mal laut. Es

machen wollen. Ganz klein fing alles an. Am An-

besteht Stolpergefahr und Rennen signalisiert im-

fang war das Fest von Musikern für Musiker. Andie

mer Panik. Das können wir hier gar nicht gebrau-

Kraft ist Anfang der 90er Jahre dazu gestoßen, weil

chen.“

er Konfirmandenunterricht hatte. Irgendwann
stand er dann hinter dem Mischpult und war beim

Dann wird Andie über das Walkie-Talkies gerufen.

Rocktreff auf dem benachbarten Hockeyfeld dabei.

Die nächste Band, von insgesamt 16 ausgesuchten

Viele Helfer haben auch was mit Veranstaltungs-

Bands, wartet auf ihre Ansage. Sie haben es von

technik zu tun. „Hier können wir uns so richtig aus-

über 240 Bands geschafft, zu diesem mittlerweile

toben“ meint Andie.

sehr beliebten Rocktreff eingeladen zu werden.

36

Alles ohne Gage, versteht sich. „Nach dem Rock-

Feste

treff ist vor dem Rocktreff,“ erläutert Andie noch
schnell.
Ich kann nur staunen, wie perfekt diese Welt hinter der Bühne organisiert ist.

Mittelalterfest im Kinderund Jugendzentrum Burg
Am Sonntag, dem 27. Juni 2015, hatte das Kinder-

Verantwortung und Schirme

und Jugendzentrum „Burg“ wieder zur traditionel-

Es handelt sich um eine Veranstaltung des Jugend-

len „Zeitreise“ ins mittelalterliche Markttreiben

amtes, das auch einen Teil finanziert. Aber ohne

eingeladen. Mit dabei: Kinder und Jugendliche,

die vielen Spender, Sponsoren und ehrenamtlichen

ihre Eltern, sowie Anwohnern aus der näheren und

Helfern wäre die Veranstaltung undenkbar. Neben

weiteren Umgebung der Region Friedenaus. Um

Jugendstadtrat Oliver Schworck ist Philipp Mengel

sich für einige Stunden bei bestem Wetter von der

für das Jugendamt der Veranstaltungsleiter. Die

ungebrochenen Faszination mittelalterlich anmu-

Schirmherrin

BVV-

tenden Marktreibens begeistern zu lassen, wurden

Vorsteherin Petra Dittmeyer. Das Spielfest stand

die jungen Akteure mit einer Laufkarte ausgerüs-

erneut unter dem schützenden Schirm der Bezirks-

tet, konnten Ritterspiele bestreiten und sich im

bürgermeisterin Angelika Schöttler.

Brotbacken versuchen.

des

Rocktreffs

ist

die

An verschiedenen Ständen konnten die Kinder IrDie Veranstalter freuen sich im Jahr 2016 wieder

denes aus Ton herstellen, mittelalterliche Ausrüs-

auf einen Rocktreff und ein Spielfest für die Bevöl-

tungsgegenstände basteln und sich fantasievoll

kerung aus Tempelhof-Schöneberg. Es wird garan-

schminken lassen.

tiert wieder perfekt organisiert sein.

Als Wegzehrung und Stärkung gab es selbstgebackenen Kuchen zu probieren und „Kindermet“, um
sich die trockenen Kehlen zu befeuchten, bevor es
dann auf zu weiteren Abenteuern ging.
Um auch die Erwachsenen unterwegs bei Kräften
zu halten, wurden sie durch ein mittelalterliches
Catering - ehrenamtlich von den Mitgliedern des
Burgvereins durchgeführt - versorgt. Viele Kinder
und Jugendliche, die das Kinder- und Jugendzentrum Burg regelmäßig besuchen, traten dabei als

Text / Fotos: Thomas Moser

Helfer_innen auf und engagierten sich bei den verschiedensten Aktionen; genauso wie die Mitglieder
des regelmäßig in der Burg agierenden Vereins
„Nexus“, die ehrenamtlich zur Unterstützung angetreten waren.

37

Ein wahres Abenteuer und ein „Hingucker“ war

„Amalie Furiosa“ und „Liam Karfunkel Justustribi

auch in diesem Jahr wieder das Programm:

el Gigante“, zwei Künstler von der Gruppe „Multus

Da gab es Unterweisungen in den mittelalterlichen

Tumultus“, erschienen auf dem Burghof und unter-

Kampfkünsten: Die kühnen Ritter der Gruppe

hielten Groß und Klein mit Klängen aus vergange-

„Jacamart“

führten historische Schwertkämpfe

nen Zeiten. Die mitreißenden Lieder und ausge-

nach Fechtbüchern aus dem 13. bis 17. Jahrhun-

fuchsten Rhythmen steckten das Publikum so an,

dert auf. Zur Freude der vielen Zuschauer konnte

dass schließlich auf dem Platz zusammen ein Rei-

anhand theatralischer Szenen deutlich werden,

gen getanzt wurde.

was die mittelalterlichen Kampftechniken aus-

Und dann kam er, der unvergleichliche „Bruno der

machten. Für manch kleinen Ritter war schon al-

Bär“, mit seinem Dompteur und „Daisy“, einer

lein das Halten eines echten Schwertes eine Her-

charmanten

ausforderung und die Mutigsten konnten sich so-

Marktgetümmel waren sie plötzlich da und schlu-

gar den ritterlichen Recken stellen und ihre Kräfte

gen sofort alle Anwesenden in ihren Bann. „Bruno

mit ihnen messen.

der Bär“, wurde von seinem Dompteur durch die

Und wer nun schon viel gesehen hatte bekam es

Zuschauermenge geleitet und machte dabei alles

dann auf die Ohren: Das Duett der gigantischen

was er nicht sollte: spielende Kinder und Erwachse-

Sackpfeife mit einer entsprechend großen Trom-

ne erschrecken, auf Tische und Bänke klettern, den

mel war schon von Weitem zu hören.

Mülleimer untersuchen und vieles mehr. Sein Be-

Marionettenspielerin.

Mitten

im

sitzer musste immer wieder die Kinder um Hilfe
bitten, um „Bruno“ von seien Vorhaben und

38

schlechten Manieren abzuhalten, was diese natürlich liebend gerne taten und nur wer großen Mut
bewies konnte dann auf „Bruno“ reiten und sich
über den Markt führen lassen.

Feiern im Kiez

Kindertagespflege beim
Spielfest
Am diesjährigen Spielfest 2015 haben auch drei Kindertagespflegestellen aus Mariendorf mit einem
gemeinsamen

Stand

teilgenommen:

Das

„Kinderstübchen“, die „Kolibris“ und die „Kleinen
Sonnenblumen“.

Aber es gab auch die ruhigen poetischen Momente, wenn „Daisy“ die Marionetten spielen ließ und
„Bruno“ ganz gespannt den Bewegungen folgte.
Schlussendlich taten sich die Musiker von „Multus
Tumultus“ mit „Bruno“, seinem Dompteur und
den Zuschauern zu einer gemeinsamen Abschlussnummer zusammen: In großer Runde wurde getanzt und rhythmisch geklatscht und viele Besucher ließen sich am Ende gemeinsam mit ihren Kindern und den Künstlern zu einem Erinnerungsfoto
nieder.
Beseelte und glückliche Kindergesichter sprachen
für sich: Das mittelalterliche Markttreiben mit seinem ausgewöhnlichen Programm war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg und wird sicher
auch nächstes Jahr wieder eine Veranstaltung der

Der Stand der Tagespflegestellen wurde von den

Burg sein. Ob „Bruno“ dann wieder die Stadt unsi-

Besuchern des Festes mit Freude angenommen.

cher macht, bleibt zu hoffen.

Neben den leckeren Waffeln konnten sich große
und kleine Gäste auch mit bunten Tattoos verschö-

Text: Andreas Fuchs, Mitglied im Förderverein die Burg e.V. und
Ulrike Schnieders, Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendzentrums
Burg

nern lassen. Die Pflegestellen hatten es sich an die-

Fotos: Achim Layh, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Burg

dem Kiez bzw. die Besucher des Festes über die Kin-

sem Tag zur Aufgabe gemacht, die Menschen aus

dertagespflege zu informieren:

39

Es wurden Flyer und Broschüren verteilt und in

sieht man an der Beteiligung der Bezirkspromi-

zahlreichen Gesprächen auf das gute Betreuungs-

nenz, den immer wieder aktiv teilnehmenden

angebot der Kindertagespflege hingewiesen. Die

Gruppen und an der noch immer zunehmenden

Eltern waren u.a. sehr positiv von der Vernetzung

Besucherzahl, darunter auch einige Flüchtlingsfa-

und Zusammenarbeit angetan.

milien.
Bei der Veranstaltung geht es nicht nur um Spiel

Die Einnahmen aus dem Waffelverkauf und den

und Spaß, sondern auch um die Ehrung von enga-

Kindertattoos kommen den Tagespflegekindern

gierten

zugute, mit denen ein gemeinsamer Tagesausflug

Streitschlichter und Buddy`s an den Mariendorfer

geplant ist.

Grundschulen tätig sind.

Kindern,

die

als

Konfliktlotsen/

Im Großen und Ganzen war die Teilnahme am
Spielfest 2015 für die beteiligten Tagespflegen ein
voller Erfolg mit vielseitigen Eindrücken, so dass
die Teilnahme für das nächste Spielfest schon geplant wird.
Hoffentlich wird das Wetter dann genauso schön
wie beim Spielfest 2015!!!
Text: G. Cakovic

Feiern im Kiez

Jugendstadtrat Oliver Schworck begrüßte im großen Saal der Jugendeinrichtung die mit Urkunden
bedachten Kinder. Die Moderation übernahmen

Jubiläum:
10. Multi-Kulturenfest in
Mariendorf
Es war nicht vorherzusehen, dass nach den regnerischen Tagen das 10. Multi-Kulturenfest auf dem
Gelände des Jugendfreizeithauses Bungalow am
Mariendorfer Damm vom angenehmen Wetter
überrascht wurde. Am Sonntag, den 21. Juni, regnete es nicht und kurz vor dem Ende ließ sich sogar
die Sonne blicken. Die Wertschätzung, die das nun
zum zehnten Male stattfindende Fest genießt,

dieses Mal Cindy und Yasemin, die schon lange eng
mit CdM42 verbunden sind und auch schon für den
Weltmädchentag am 9.10.2015 „gebucht“ sind.

40

Hans-Ulrich Schulz, Sozialraumkoordinator des

Neben der Hüpfburg gab es eine ganze Reihe von

Jugendamtes für die Region Mariendorf, hatte

Angeboten wie Schminken, Reifenrollen, Jonglie-

insgesamt 92 Urkunden vorbereitet und die Akti-

ren, Balancieren, Frisbee-Golf, Torwand schießen,

vitäten im Saal, gemeinsam mit Outreach, bes-

Basketball, Schatzsuche und Märchenerzählen im

tens organisiert.

Saal durch den Nachbarschaftstreff Britzer Straße
und Outreach. Der VBU bot unter anderem Tipp-

Es gab, neben anderen Auftritten (Eckener-

Kick an und Femia diverse orientalische Köstlichkei-

Gymnasium, Dt.-Tamilische-Gesellschaft, ein Solo

ten. Im Zelt von Outreach konnte man sich wieder

eines Tanzmädchens), auch wieder eine tolle En-

in kunstvollen arabischen Schriftzeichen seinen Na-

tertainment-Tanzeinlage von Romeo und seinem

men schreiben lassen und es wurde stimmungsvoll

Schüler Andre von Samuels Dance Hall e. V., der

getrommelt. Die Präventionsbeauftragte des Poli-

alle geehrten Kinder mit einem wertvollen Tanz-

zeiabschnitts 44, Frau Fäller, war zur Ehrung vor Ort

kursgutschein beschenkte. Gleich zwei Schulleiter

und ihr Kollege führte einen Parcours als Angebot

und verschiedene Lehrer der Mariendorfer

durch. Die DLRG ließ die Besucher wieder Kisten

Grundschulen beglückwünschten und freuten

erklettern, Leben Lernen hatte ein Glücksrad mit

sich mit ihren Schülerinnen und Schülern über

immer wieder spannenden Fragen rund um das

diese öffentliche Anerkennung.

Thema „Liebe“ mitgebracht.

41

Zusätzlich gab es Kaffee, selbstgemachten Kuchen,

als Mitbestimmungs- und Beteiligungsprojekt ent-

Würstchen und Popcorn.

standen.
Seitdem ist so einiges geschehen: Die Kinder und

Alle Angebote, bis auf das Essen, waren wieder

Jugendlichen organisieren mit pädagogischer Un-

kostenlos, viele von CdM42 Kids betreut, und die

terstützung der beteiligten Einrichtungen in Ma-

wahrgenommenen Aktivitäten wurden auf einer

riendorf die Feten für 9 bis 15 jährige Schülerin-

Spielkarte abgestrichen. Am Ende gab es dann für

nen und Schüler, haben im November 2007 und

jeden Teilnehmer einen Preis.

2009 mit selbst gestalteten Workshops weitere

Wieder war dieses Fest ein voller Erfolg und so-

Kinder- und Jugendversammlungen durchgeführt

wohl Teilnehmer als auch Besucher gingen froh

und Pläne für einen Spielplatz entworfen, der im

und zufrieden nach Hause, im Ohr das Grußwort

Mai 2008 in der Ringstraße eingeweiht werden

vom Jugendstadtrat Oliver Schwork, der sich eine

konnte.

Fortsetzung dieses Familienfestes noch für viele
Jahre

wünscht.

Veranstalter

des

Multi-

Kulturenfestes ist die Kinder- und Jugendversammlung Mariendorf CdM42 - Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf in Kooperation mit dem
Jugendamt und den Einrichtungen Bungalow, KiJuM, Sonnetreff, sowie Outreach Mariendorf und
dem Schülerclub „Villa“ der Rudolf- HildebrandGrundschule.
Darüber hinaus haben sie erfolgreich Seminare zu
den

Themen

"Toleranz

und

Akzeptanz",

"Demokratie und Mitbestimmung" sowie diverse
Teamtage durchgeführt und beteiligen sich maßgeblich an der U18-Wahl im Bezirk.

In den letzten Jahren fanden diverse Projekte zur
historischen Spurensuche statt (Hörspiel über Mariendorf, sowie erfolgreiche Ausstellungen zum
Thema "Mariendorfer Kinder und Jugendliche in
Zur Geschichte der Kinder -und Jugendversamm-

der NS- und Nachkriegszeit", „Verfolgung von Kin-

lung Mariendorf CdM42 (Club der Mariendorfer):

dern und Jugendlichen im Nationalsozialismus“,

Diese Gruppe ist aus der 1. Kinder- und Jugendver-

„Schicksale junger Menschen im KZ Ravensbrück“,

sammlung Mariendorf heraus im November 2005

Film über Ravensbrück, Teilnahme und Aktionen

42

anlässlich der 70. Jahr-Feier zur Befreiung des KZ

In diesem Jahr leiteten Taiko-Trommler der Solling-

Ravensbrück).

Oberschule das Fest imposant ein, anschließend

Text: Petra Steinborn
Fotos: Dennis Hauke und TM-KiTS-Redaktion

eröffnete als Schirmherr Jörn Oltmann das Fest.

Um 12.30 Uhr war es dann soweit: Zahlreiche
Kleinkinder versammelten sich auf der Laufstrecke,
Feiern im Kiez

4. Marienfelder
Generationenlauf
Bei sommerlichem Wetter trafen sich zahlreiche
Menschen unterschiedlichen Alters am Samstag,
den 14. Juni zum 4. Marienfelder Generationenlauf. Organisiert vom W40 aus Projektmitteln
gefördert vom TSV Marienfelde 1890 e.V. in Kooperation mit dem FC Stern Marienfelde. Dieses
Jahr fand der Generationenlauf an einem neuen
Standort statt und zwar an der „Festwiese“ hinter dem Nachbarschafts- und. Der neue Standort
kam sehr gut an. Mit ca. 500 Besucher_innen war
das Fest noch besser besucht, als im Jahr zuvor.

um am Lauf für Kinder bis 6 Jahre teilzunehmen.
Gespannt warteten sie auf das Startsignal von Stefan Behrendt, dem Organisator des Generationenlaufs. Er zählte den Countdown hinunter und los
ging es. Unter lautem Anfeuern der Zuschauer_innen, darunter viele Eltern, Großeltern und
Verwandte, liefen die Kinder los und erreichten
alle das Ziel. Genauso erfolgreich ging es für die
Kinder ab 6 Jahre weiter. Diese hatten eine deutlich längere Strecke zu bewältigen und mussten
ihre Kräfte gut einteilen, was allen gut gelungen
ist. Wie bei allen Läufen des Generationenlaufes
ging es nicht um Sieger und Platzierungen, sondern
um die Teilnahme und die Freude an der Bewegung.

Der Generationenlauf ist nicht nur ein sportliches, sondern auch ein wichtiges kulturelles Ereignis im Gebiet. Hier haben unterschiedlichen
Projekte und Aktive Gelegenheit, ihr Können und

Jede_r Läufer_in wurde im Ziel beglückwünscht

ihr Projekt auf einer Bühne zu präsentieren.

und erhielt eine Medaille sowie eine Urkunde.

43

Zwischen den Läufen gaben unterschiedliche Kin-

für Bildung und Forschung und wird vom Jugend-

dertanzgruppen wie die Aerobic-Gruppe der Kie-

amt Tempelhof-Schöneberg und den lokalen

pert-Grundschule, die Skygirls vom AHB und die

Bündnispartnern L.i.Ma. e.V., der Kiepert-Schule

Teenie-Tanzgruppe des Familienzentrums Marien-

Marienfelde sowie dem W40 Quartiersentwick-

felde der Kita Vier Jahreszeiten auf der Bühne ihr

lung Waldsassener Straße unterstützt. Da es der

Bestes. In selbst genähten farbenfrohen Kostümen

erste Auftritt der Zirkusgruppe vor Publikum war,

sang die russische Gesangsgruppe von Frau Suda-

waren die Kinder zu Beginn nervös. Doch die Ner-

ruschki mehrere russische und deutsche Volkslie-

vosität war vollkommen unbegründet. Gekonnt

der und auch die Line-Dancer des Nachbarschafts-

jonglierten sie, liefen auf Stelzen, balancierten

und Selbsthilfezentrum e.V Marienfelde waren

auf der Laufkugel, tanzten synchron mit Tüchern

wieder mit von der Partie.

und bauten akrobatische Pyramiden. Das Publikum schaute gebannt zu und war begeistert. Der
erste Auftritt - ein voller Erfolg!

Leider musste aufgrund des plötzlich aufziehenden Gewitters das Fest um 15.30 Uhr abgebrochen werden, so dass der Lauf der Senioren_innen und der Fun-Lauf nicht mehr stattfinden konnten. Auch ein Teil des Bühnenprogrammes fiel somit im wahrsten Sinne des Wortes ins
Wasser. Die Bläserklasse der Gustav-HeinemannOberschule, die schon im letzten Jahr tapfer dem
Regen trotzten sowie eine Geschichtenerzählerin
mussten unverrichteter Dinge gehen.
Trotz des Unwetters erlebten die ca. 100 Organisatoren und Mitwirkenden und die zahlreichen
Besucher_innen bis dahin ein schönes Fest. Die
zwei Kinderläufe waren mit 130 Teilnehmer/
innen sehr gut angenommen und die BewohAls besonderes Highlight in diesem Jahr hieß es
dann „Manege frei“ für die Kinder vom 3D-Zirkus

ner_innen konnten sich im Rahmen des Festes
treffen und untereinander austauschen.

des 3D-Medienhauses. Dieses Projekt wird gefördert durch "Zirkus macht stark" im Rahmen des

Text/Foto´s: W40/Quartiersbüro AG SPAS - Fr. Miculcy, Fr. Wie-

Programms "Kultur macht stark" des Ministeriums

mann / jo

44

Rock– und Spielfest
Der Rocktreff ist DIE Traditionsveranstaltung des

Sponsorenfrühstück

Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg. Tradition
klingt immer ziemlich verstaubt und altbacken,

Zu Beginn der heißen Vorbereitungsphase tref-

das trifft auf den Rocktreff natürlich nicht zu,

fen sich traditionell Veranstalter, Schirmherrin-

ganz im Gegenteil. In über 30 Jahren hat sich die

nen und Sponsoren zu einem Frühstück im Café

Musik enorm verändert und mit ihr oder durch

im Wasserturm auf dem EUREF-Campus am Ga-

sie diejenigen, die den Rock ’n’ Roll auf die Büh-

someter.

ne bringen.

Foto v.l.n.r.: 1.Reihe: Jugendstadtrat Oliver Schworck, Jürgen Siegismund (Stromnetz Berlin), Horst-Dieter Keitel (Berliner Woche),Ronny Graikowski-Bauer
(SchreiBerlin), 2.Reihe: Sarah Geiger (Vattenfall), Andrea Seerig (Stromnetz Berlin), Regina Körper, Rocktreff-Schirmherrin Petra Dittmeyer
(BVVVorsteherin), Spielfest-Präsentatorin Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin), Jutta Kaddatz (stv. Bezirksbürgermeisterin), Andie Kraft (CPYE e.V.),
3. Reihe: EUREF-Vorstand Benjamin Melcher, Ed Koch (MitSpielene.V.), Philipp Mengel Veranstaltungsleiter Jugendamt), Thomas Biersack (PSDBank), Anna
Brandt (GeWoSüd), Torsten Schreiber (SchreiBerlin), 4. Reihe: Rainer Schwarz (Jugendamtsdirektor), Uli Schulz (Jugendamt), Emily Westphal (Radio Möller),
Tobias Kellermann und Carsten Siebke (stilbrand), Dirk Büscher (GeWoSüd), Sabine Schmiedel (Möbel Kraft), Rob Pagel (Rock-Ini), Oliver Theel (Abt. Jugend,
Ordnung, Bürgerdienste).
Nicht auf dem Foto; sie standen im Stau und kamen etwas später: Philipp Seifert (FACES Veranstaltungstechnik) und Rainer Tepasse (DEGAS).

45

In den ersten zwei Jahrzehnten war Rockmusik

Möglich ist der Rocktreff seit je her ausschließ-

eine Domäne der Boy-Groups, auch wenn man

lich durch Sponsorengelder und einer Zuwen-

diese anfangs nicht so nannte. Im Laufe der letz-

dung des Jugendamtes. Träger des Rocktreffs ist

ten Jahre haben immer mehr junge Frauen die

der gemeinnützige Verein CPYE e.V., Kooperati-

Bühne erobert. Nicht nur als Sängerin ganz vorn

onspartner sind die Rock-Ini Tempelhof und die

am Bühnengraben, sondern an allen Instrumen-

Catering Company.

ten, auch dem wohl kräftezehrendsten, dem
Schlagzeug.

Aus über 200 Bewerbungen wurden in diesem
Jahr 16 Bands ausgewählt, die an den drei Veranstaltungstagen spielen werden. Alle Bands treten
ohne Gage beim Rocktreff auf. Der Rocktreff ist
ein großer musikalischer Spaß mit vielen sehr
begabten jungen Künstlern, die ihr Publikum
mehr als nur gut unterhalten. Überzeugen Sie

Quelle/Text: paperpress
Fotos: Thomas Moser

sich selbst, beim 32sten Rocktreff 2015. Der Eintritt ist natürlich frei. Gegründet wurde der Rocktreff 1984 von der Rock-Ini der Ev. Jugend Tempelhof. Ihr damaliger Frontmann ist heute Chef
der gynäkologischen Abteilung des Tempelhofer
St. Joseph- Krankenhauses, Prof. Dr. Michael
Abou Dakn.

Der Rocktreff ist keine Veranstaltung „nur“ für
junge Leute. Das Publikum ist altersmäßig sehr
gemischt. Und die Bewohner des nahe gelegenen Seniorenheims gehören auch zu den Stammgästen der Veranstaltung. Somit verbindet der
Rocktreff Jung und Alt. Auch bei den ehrenamtlichen Helfern sind neben den „alten Hasen“ viele
Jugendliche dabei, die im Rahmen der Veranstaltung

in

die

unterschiedlichsten

Bereiche

(Technik, Organisation, etc.) einer Großveranstaltung hinein schnuppern können.

KiTS

46

Aussichten

Unterstützung für
Rocktreff und Spielfest
Die Traditionsveranstaltungen des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg, Rocktreff und
Spielfest, können auch 2016 mit einer breiten
Unterstützung von Sponsoren rechnen. Die
gute Nachricht ist, dass schon rund 25.000
Euro akquiriert werden konnten. Allerdings
fehlen noch weitere 15.000 Euro.

Philipp Seifert (links), Chef von FACES Veranstaltungstechnik hat ebenfalls für das kommende Jahr
die Unterstützung seines Unternehmens zugesagt.
Den allergrößten Teil der Bühnentechnik stellt Philipp Seifert für den Rocktreff zur Verfügung. Und
ein Blick in die Bühne verrät, dass das sehr viel ist.

Treuer Unterstützer des Rocktreffs ist seit vielen
Jahren auch die PSD-Bank Berlin-Brandenburg.
Die Bankvorstände Bernhard Soeken und Grit Westermann sicherten dem Jugendamt TempelhofBevor sich der Sponsoring-beauftragte des
Jugendamtes Philipp Mengel (links) auf den
Weg machte, weitere Mittel einzusammeln,
konnte er erst einmal der Unterzeichnung des
Vertrages zwischen dem Träger der Veranstaltungen, dem CPYE e.V., vertreten durch deren
Vorsitzenden Andie Kraft (rechts) und dem
Chef der Catering Company Henry Arzig beiwohnen. Auch 2016 unterstützt die Catering
Company das Rockfestival und das Familienfest.

Schöneberg auch für 2016 ihre Unterstützung zu.

47

Am Rande des Oktoberfestes sagten Möbel Kraft

Der Rocktreff findet 2016 am Wochenende 8., 9. und

Vorstand Günter Loose (Mitte) und der kommissari-

10. Juli wieder im Fußballstadion des Volksparks Ma-

sche Leiter des Möbelhauses am Sachsen-damm,

riendorf statt. Das Spielfest lädt am Samstag, dem 9,.

Thorben Woelke, BVV-Vorsteherin Petra Dittmeyer

und Sonntag, dem 10. Juli, von jeweils 12 bis 18 Uhr

zu, auch im nächsten Jahr wieder das Spielfest als

in das Stadion ein. Der Eintritt ist frei.

Präsentator und Hauptsponsor zu unterstützen.

In diesem Jahr wurden über 10.000 Besucher im Fußballstadion gezählt, davon rund 6.000 beim Rocktreff
und 4.000 beim Spielfest. Die Vorbereitungen für
den 33sten Rocktreff und das Spielfest 2016 haben
längst begonnen.

Neben dem Jugendamt als Veranstalter und dem
CPYE e. V. als Träger der Veranstaltung sind als Kooperationspartner die Rock-Ini Tempelhof und der
Förderverein MitSpielen e.V. auch 2016 dabei.
Die Bandbewerbungen laufen seit dem 11. NovemSeit diesem Jahr kann sich das Spielfest über einen
weiteren Unterstützer freuen, nämlich die Stromnetz Berlin GmbH. Jürgen Siegismund (links) teilte
dem Veranstalter des Rocktreffs und Spielfestes,
Jugendstadtrat Oliver Schworck, die freudige Nachricht an diesem Wochenende mit.

ber 2015 unter www.rocktreff.de – Wer beim Spielfest mitmachen möchte, informiere sich bitte unter
www.spielfest-mariendorf.de
Fotos: paperpress (4) – stilbrand (1) – Chris Landmann (1)
Quelle: paperpress

48

Engagement

Begegnungen

Voradventliche Freude im
Familientreffpunkt für Geschenke ist es nie zu
früh

Delegation aus Kasachstan
besucht das Jugendamt
Eine Delegationsreise für Vertreterinnen und Vertreter aus Kasachstan führte Ende September 2015
auch in das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg.

Am Abend des 18. November 2015 übergaben
Jutta Rausch, Ann Seidel und Gabriele Küpper,

Nach welchen grundsätzlichen Prinzipien arbeitet

Vorstand des Patchwork-Treff Berlin-Brandenburg

ein Jugendamt, wie organisiert sich das Jugendamt

e.V., der Geschäftsführerin des Nachbarschafts-

im Tempelhof-Schöneberg, was ist überhaupt Ju-

zentrums ufafabrik, Renate Wilkening (2.v.lks) ei-

gendhilfe und welche Maßnahmen ermöglicht das

ne Geldspende in Höhe von 360 Euro.

Jugendhilfesystem? Das waren nur einige inhaltliche
Ansätze und Fragen, die bei dem Informationsbesuch von kasachischen Entscheidungsträgern erörtert wurden. Die Delegation bestand aus Entscheidungsträgern aus Kasachstan, die sich aus den Bereichen Justiz, der Innenverwaltung, der Polizei, des
Erziehungswesens und der Zivilgesellschaft zusammensetzte. Konkret waren zum Beispiel ein Richter
des Obersten Gerichtes, ein Verwaltungsleiter aus

Im Laufe des Jahres haben die Mitglieder verschie-

dem Bildungsdepartements, eine Oberstaatsanwäl-

dene Kissen genäht und auf der Patchwork-

tin und eine Leiterin der Verwaltung für Vormund-

Ausstellung während des „ufaboulevards“ ver-

schaften, Pflegschaften und Kinderrechte dabei.

kauft. Des Weiteren gab es zahlreiche Teilnehmerspenden am Kurswochenende. Der komplette Erlös wurde nun an den Familientreffpunkt gespendet, der das Geld für den Ausbau der Kinderspielecke verwenden wird. Das Nachbarschaftszentrum bedankt sich ganz herzlich bei allen Mitgliedern des Patchwork-Treffs Berlin- Brandenburg für
diese wundervolle Unterstützung.

Text/Fotos: NUSZ

49

Die Informationsreise wurde im Auftrage der

Leitthemen der Informationsveranstaltung waren

Friedrich-Ebert-Stiftung, des obersten Ge-

das Jugendstrafrecht, Rechtsgrundlagen und Pra-

richtshofes Kasachstans und der UNICEF von

xis in Deutschland, aber auch die Aufgaben, Zu-

Herrn Dr. Gerd Wehling organisiert. Dr. Weh-

ständigkeiten und die praktische Arbeit der ver-

ling, der als Richter und Professor tätig war,

schiedenen Fachbereiche eines Jugendamtes.

kooperierte in der Vorbereitung und Durch-

Jugendamtsleiter Rainer Schwarz, der die Delega-

führung eng mit der Büroleiterin der Friedrich

tion begrüßte, gab einen leicht verständlichen

-Ebert-Stiftung in Astana/Kasachstan, Frau

und detaillierten Überblick über die Aufgaben

Zauresh Shutova.

und die Struktur des Jugendamtes.

Die mehrstündige sehr intensive Veranstal-

Ein gewünschter Schwerpunkt waren Fragen des

tung fand im „Goldene Saal“ im Rathaus Schö-

Jugendstrafrechts. Der Koordinator für die Ju-

neberg statt. Die Präsentationen, kleinen Vor-

gendgerichtshilfe im Jugendamt, Christian Wolff,

träge und Fragen wurden von zwei Dolmet-

berichtete über die Rolle und die Aufgaben der

scherinnen übersetzt.

Jugendhilfe im Strafverfahren in Deutschland, in
Berlin und im Bezirk.

50

Grundlagen der Arbeit berichtet und die Auf-

Dazu

wurde

Oliver

Jacob,

Mitarbeiter

der

gaben der Sozialarbeiter_innen in der Ju-

„Integrations Hilfe“ des Evangelischen Jugend- und

gendhilfe im Strafverfahren in der Zusam-

Fürsorgewerks eingeladen, der über die Arbeit mit

menarbeit mit dem Klientel, der Polizei, der

delinquenten Kindern, Jugendlichen und Heranwach-

Justiz und den freien Trägern beschrieben.

senden im Rahmen der ambulanten jugendrichterli-

Christian Wolff fasst seine Kernaussage noch

chen Maßnahme und des Täter-Opfer-Ausgleichs be-

zusammen: „Die Jugendhilfe im Strafverfah-

richtete. Man interessierte auch dafür, wie der Träger

ren spielt eine wichtige Rolle bei der Präven-

zum Beispiel mit Personal, Technik und Möbeln aus-

tion von Jugenddelinquenz, aber auch bei der

gestattet ist und wie dies finanziert wird.

Durchführung von Strafverfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende.
Sie begleitet jugendliche und heranwachsende Straftäter durch das Strafverfahren und
bringt die erzieherischen, sozialen und fürsorgerischen Gesichtspunkte vor den Jugendgerichten zur Geltung. Sie werden bei der
Prävention und der Umsetzung von ambulanten Maßnahmen von freien Trägern der Jugendhilfe intensiv unterstützt.“
Die Bereichsleiterin „Hilfen für Familien“ des Jugendamtes, Beate Mannkopf, berichtete über die geschlossene Unterbringung von gefährdeten Kindern
und Jugendlichen, über das familiengerichtliche Verfahren und die Mitwirkung des Jugendamtes. Aus
dem Bereich Jugend- und Familienförderung erläuterte der Bereichsleiter Manfred Schulz besonders die
Ansätze und Aspekt der Jugendförderung. Ihm war es
wichtig auf die präventiven Möglichkeiten und NotEs wurden Aspekte der Betreuung von straf-

wendigkeiten im Vorfeld von Straffälligkeit hinzuwei-

fälligen Kindern, deren Unterbringung und

sen.

Erziehung erörtert.
Text / Fotos: Thomas Moser

Die Delegation bat darum, dass sie eine Nicht
-Regierungsorganisation, die in diesem Bereich arbeitet, kennenlernt.

51

Kiez

Weihnachtsgeschichten vor, es gab leckere
Waffeln und Kakao zur Stärkung und im Quar-

Alle Jahre wieder….

tiersbüro konnten die Kinder Kerzen nach eigenen Vorstellungen dekorieren. Eine Kindergruppe aus dem Übergangswohnheim Marienfelde war zu Besuch und hatte zusammen mit
den Kindern von hier viel Spaß bei den tollen
Angeboten.

Das Besondere an diesem nicht kommerziell
ausgerichteten Weihnachtsmarkt ist, dass die
Stände ausschließlich von den Bewohner/
innen gestaltet wurden und ihnen die Gelegenheit bot Selbstgemachtes wie Adventsgestecke, Weihnachtsschmuck, Taschen, Patchwork-Deko, Marmeladen, Kekse, Gestricktes
und vieles mehr zu präsentierten und zu verkaufen.
… kommt der Weihnachtsmann zu den Kindern in
der Großsiedlung rund um die Waldsassener
Straße. Staunende, glückliche Kindergesichter
strahlten um die Wette mit der festlichen Weihnachtsbeleuchtung, als der Weihnachtsmann sie
mit Süßigkeiten und Obst beschenkte.

So beim diesjährigen Weihnachtsmarkt am 25.

Alles war zum Selbstkostenpreis zu erwerben.

November 2015, der aus Mitteln der Quartiers-

Es herrschte eine entspannte und gemütliche

entwicklung Waldsassener Straße gefördert wur-

Atmosphäre. Bei Grillwurst, türkischer Pizza

de. Als die Kinder zudem auf einem der beiden

oder Kartoffelpuffern entspann sich so man-

Ponys kostenlose Runden über den Marktplatz

ches nette Gespräch unter Nachbarn, dieses

drehen durften, war das Kinderglück perfekt.

war eines der zentralen Ziele der Veranstaltung.

Doch damit nicht genug der Angebote für die
Kleinsten: Eine Geschichtenerzählerin las

52

Zu verdanken ist der Weihnachtsmarkt dem Enga-

Weitere Informationen:

gement der vielen fleißigen ehrenamtlichen Be-

Quartiersbüro W40

wohnerinnen und Bewohner, den auf diesem We-

Waldsassener Straße 40

ge herzlich gedankt sei.

12279 Berlin
Tel: 530 85 265

Die Adventzeit lässt uns auch an all jene denken,

W40@ag-spas.de, www.waldsassener-strasse.de

die Weihnachten nicht in der Heimat verbringen
können.

Öffnungszeiten:
Mo, Mi, Do von 10.00 bis 15.00 Uhr

So war es den Organisatoren und dem Quartiers-

Di von 10.00 bis 17.00 Uhr

büro ein Anliegen, auf das Schicksal der Flüchtlin-

und nach Vereinbarung

ge aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Gebraucht werden Kinderkleidung, Spielsachen und Bastelmaterial sowie Werkzeuge zur
Einrichtung einer Werkstatt. Gerne können Spenden noch bis zum 14. Dezember 2015 im Quartiersbüro W40 abgegeben werden.

Text und Fotos: Quartiersbüro W40

53

Beteiligung
Christian Schleicher, der stellvertretende Leiter

Kinder können das!

der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung,

Plenarsitzung des Kinder- und Jugendparlaments
Tempelhof-Schöneberg

hieß die Parlamentarierinnen und Parlamenta-

Am 09.11.2015 fand die Plenarsitzung des Kinder-

men. Mit den Worten „Tretet den Erwachsenen

und Jugendparlaments Tempelhof-Schöneberg statt.

auf die Füße!“ motivierte er die Kinder und Ju-

In der Konrad-Adenauer-Stiftung fanden sich Kinder

gendlichen auf Ihre Rechte, Wünsche und Be-

und Jugendliche aus unterschiedlichen Schulen und

dürfnisse zu beharren und sich für diese einzu-

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen zusammen.

setzen.

Die Plenarsitzung begann um 9:30 Uhr und endete

Nach der Begrüßung von Herrn Schleicher, ka-

um 13:00 Uhr. Mitglieder sowie Gäste des Kinder

men zwei wichtige Ansprechpartner des Kinder-

und Jugendparlaments wurden ab 9 Uhr herzlichst

und Jugendparlaments zu Wort: Der Bezirks-

empfangen, konnten sich anmelden und erhielten

stadtrat Oliver Schwork und der Jugendamtsdi-

Informationen zum Ablauf der Plenarsitzung sowie

rektor Rainer Schwarz. Beide lobten das Enga-

zum Kinder- und Jugendparlament. Informationen

gement der Kinder und Jugendlichen und moti-

zum Ablauf der Plenarsitzung sowie zum Kinder- und

vierten sie zur weiteren politischen Beteiligung.

Jugendparlament.

Eröffnet und moderiert wurde

Nach der Begrüßung durch die Gäste wurde den

das Plenum durch den Vorstandsvorsitzenden Cédric

Parlamentarierinnen und Parlamentarier zwei

Kekes. Nach einer offiziellen und herzlichen Begrü-

Filme zur Arbeit im Kinder und Jugendparla-

ßung durch den Vorstand, kamen die Gäste zu Wort.

ment (KJP) gezeigt und somit ein Gefühl dafür

rier in den Räumlichkeiten herzlich willkom-

54

vermittelt, welche Möglichkeiten die Kinder und

In ihrer Regionalen Arbeitsgemeinschaften lernten

Jugendlichen im KJP haben und welche Ziele sie

sie sich besser kennen, besprachen zukünftige Ter-

erreichen können.

mine und formulierten Ziele, die sie gemeinsam in

(Die Filme sind zu finden unter: www.kjp-ts.de).

dieser Wahlperiode erreichen möchten.

Verab-

schiedet wurden die Kinder- und Jugendlichen um
Um 10 Uhr fanden sich die Parlamentarierinnen

13:00 Uhr.

und Parlamentarier in Kleingruppen zusammen
und informierten sich, an unterschiedlichen Statio-

Mitglieder der Kinder- und Jugendparlamentes (Text & Fotos)

nen, zur Struktur und Arbeit des KJP‘s.
Nach einer Mittagspause, einem Small Talk und
einem gemeinsamen Foto, versammelten sich die
Kinder und Jugendlichen in ihren Regionalgruppen
(Schöneberg-Friedenau, Lichtenrade-Marienfelde,
Tempelhof-Schöneberg).

Leider hat auch mal die schönste KiTS-Ausgabe eine (fast) letzte Seite.
2016 warten viele neue Seiten auf Sie.
Wir freuen uns auf Ihre Artikel und Anregungen.
Ihre KiTS-Redaktion

55

KJP

KJP zu Gast im Bundestag
Im Gespräch mit Renate Künast

Bevor alle Fragen zur Diskussion kamen, haben die
jungen Parlamentarier_innen der Bundestagsabgeordneten Frau Künast etwas über ihre Arbeit im
Kinder- und Jugendparlament erzählt. Im Anschluss
daran, hatten sie die Gelegenheit, ihre Fragen zu

Ein wenig aufgeregt waren sie schon, die Vor-

stellen.

standsmitglieder des Kinder- und Jugendparla-

So ging es beispielsweise um die immer weniger

ments Tempelhof-Schöneberg, als sie sich am 9.

vorhandene Freizeit von Kindern und Jugendlichen.

November 2015 zum Gespräch mit der Bundes-

Da die Schüler_innen ihren Alltag durch den Ganz-

tagsabgeordneten Renate Künast getroffen haben.

tagsbetrieb inzwischen fast ausschließlich in der

Zwischen zehn und siebzehn Jahre sind sie alt und

Schule verbringen, bleibt immer weniger Zeit, sich

kommen aus allen Regionen des Bezirks.

politisch und ehrenamtlich zu engagieren oder
aber anderen Hobbys nachzugehen. Umso erfreu-

Sie hatten sich auf den Termin gut vorbereitet und

ter war Frau Künast, dass sich im Bezirk Tempelhof

einen ganzen Katalog an Fragen zusammengestellt.

-Schöneberg so viele junge Menschen für die Interessen anderer einsetzen.

56

Auch das Thema Mobbing war den Vertre-

Sie hofft, dass die Unterstützung nicht nachlässt,

ter_innen des KJP wichtig. An einigen Schulen

denn diese Herausforderung wird noch eine gan-

wird nach Ansicht der Jugendlichen dagegen zu

ze Weile bestehen bleiben. Auch die Kinder und

wenig unternommen. Übereinstimmend stellten

Jugendlichen konnten von eigenen Erfahrungen

sie und Frau Künast fest, dass dem von allen Sei-

berichten.

ten, also von Schüler_innen und Lehrer_innen

An einigen Schulen werde schon sehr viel für ju-

gemeinsam begegnet werden muss.

gendliche Flüchtlinge getan. Und auch das eine
oder andere gemeinsame Projekt wurde bereits

Das Hauptthema war allerdings, wie man die vie-

durchgeführt.

len tausend Flüchtlinge gut und schnell integrie-

Man hätte noch viel länger diskutieren können,

ren kann. Klar war, dass es am wichtigsten ist,

aber die Bundestagsabgeordnete musste nach

Sprachbarrieren abzubauen und mit den Schutz-

spannenden und interessanten 60 Minuten noch

suchenden ins Gespräch zu kommen und etwas

zu einem anderen Termin.

gemeinsam zu unternehmen. Frau Künast berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen mit

Es war ein anregender und informativer Aus-

Flüchtlingen und Helfenden. „Die Bereitschaft der

tausch! Es ist immer wieder toll, wenn man mit

Bevölkerung, Hilfe zu leisten ist beeindruckend.“,

den Politiker_innen persönlich ins Gespräch kom-

sagte die Bundestagsabgeordnete.

men kann.
Mitglieder des KJP (Fotos & Text)
Mehr Informationen: www.kjp-ts.de

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Auch die Berliner Kultur hat Fehler. Finden Sie 6 davon heraus.

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60

Wir wünschen allen Leser_innen ein friedvolles Weihnachtsfest und ein glückliches Jahr 2016.
        
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