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Full text: Wilma (Rights reserved) Ausgabe 2023,2 (Rights reserved)

Wilhelmstädter Magazin Nr. 2, Juni 2023 TA N JA SCHN I T Z LER Erscheint viermal im Jahr kostenlos und werbefrei, Herausgeber: Bezirksamt Spandau von Berlin, Stadtentwicklungsamt Seite 3 + 16 Bitte mehr davon! Seite 4 Draußen feiern Seite 5 Machen statt meckern Der BSR-Aktionstag am 13. Mai auf dem Földerichplatz war ein großer Erfolg. Ob Fête de la Musique, Wilhelmstadtfest oder Südparkfest – der Sommer wird bunt! Die Stadtteilvertretung Wilhelmstadt freut sich über Verstärkung und plant eine Veranstaltung ULR I K E S T EGL ICH Sprechzeiten des Geschäftsstraßen­managements: Mi 10–13 Uhr Sprechstunde des KoSP (Gebietsbeauftragte für die Wilhelmstadt): Mittwochs 12–15 Uhr Öffentliche Sitzungen der Stadtteilvertretung: jeden 1. Mittwoch im Monat, 19.15 Uhr Treffen der »Narcotics Anonymous«: (Selbsthilfegruppe für Menschen mit Sucht­erkrankungen): freitags 19.00–20.00 Uhr AG »Geschichte und Geschichten« Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der jüngeren Geschichte der Wilhelmstadt und trifft sich jeden zweiten Montag und jeden letzten Donnerstag im Monat um 17 Uhr im Stadtteilladen. LOGOS Nachhilfe für Schüler (alle Schulfächer): Mi + Do ab 16 Uhr Schachtraining (Anfänger, für Kinder ab 8 Jahren): mittwochs 18.30–20 Uhr, Unterricht auf Deutsch SELAM (Sozialarbeit für Kinder und Jugendliche) Ansprechpartner: Mesut Göre, Kontakt: Tel. 0176-34 93 90 44 Bilderrätsel: Gewinner gesucht! Die meisten unserer Leser kennen die Wilhelmstadt quasi in- und auswendig, Wer weiß, welchen Ort in der Wilhelmstadt unser Foto zeigt, schickt die Lösung – bitte mit genauer Absenderadresse! – an die Redaktion: »Wilma«, c/o Ulrike Steglich, Elisabethkirchstr. 21, 10115 Berlin, oder per Mail an: wilma@ berliner-ecken.com Einsendeschluss ist Montag, der 21. August 2023. Unter den richtigen Einsendungen wird ausgelost, der Gewinner erhält einen 20-Euro-Büchergutschein für die Dorotheenstädtische Buchhandlung. Unser letztes Bilderrätsel zeigte ein Detail an der Fassade der Götelstr. 75. Und wie immer gab es viele richtige Einsendungen. Gewonnen hat Horst Leistikow – herzlichen Glückwunsch! Der Büchergutschein geht Ihnen per Post zu! Weitere Beratungsangebote (u.a. Mieterberatung) im Stadtteilladen: siehe Seite 15 WILMA im Internet Alle bisher erschienenen Ausgaben der WILMA findet man auch im Internet mit sämtlichen Ausgaben als PDF unter: www.wilhelmstadtbewegt.de/was-bewegt-sich/wilma Die nächste WILMA ... ... erscheint voraussichtlich im September 2023. Neues Angebot im Stadtteilladen Seit Mai bietet das »Soziale Schreibbüro agens« im Stadtteilladen kostenlose Hilfe an für alle, die Unterstützung z.B. beim Verfassen von Texten oder Ausfüllen von Formularen suchen. Das vom Jobcenter geförderte Projekt hilft Ihnen beispielsweise beim Verstehen von Texten, der fehlerfreien Erstellung von Bewerbungen, dem Verfassen von Briefen oder Anschreiben oder dem Ausfüllen von Formularen und Anträgen oder Übersetzungen. Das Schreibbüro ist jedoch ausdrücklich keine Beratungsstelle. Es begleitet Sie aber gern auch bei Behördengängen oder vermittelt bei inhaltlichen Fragen an die entsprechenden Beratungsstellen. Das Schreibbüro ist auch telefonisch erreichbar unter (030)89587075. 2 Die Türen des Stadtteilladens in der Adamstraße 39 sind – über die anderen Angebote hinaus – montags, dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Sie können in diesem Zeitraum im Stadtteilladen Infomaterialien erhalten, Bücher tauschen (im Windfang), das WC nutzen oder einen Tee trinken. Kernöffnungszeiten des Stadtteilladens: • Montag 09–18 Uhr • Dienstag 09–13 Uhr • Mittwoch 10–13 Uhr • Donnerstag 09–13 Uhr und 15.30–17 Uhr • Freitag 10:30–13:30 Uhr Impressum HER AUSGEBER IN Bezirksamt Spandau von Berlin, Abt. Bauen, Planen, Umwelt und Naturschutz; Stadtentwicklungsamt REDA K T ION Christof Schaffelder, Ulrike Steglich REDA K T IONS A DRE S SE »Wilma«, c/o Ulrike Steglich, Elisabethkirchstr. 21, 10115 Berlin, Tel.: (030) 283 31 27, Mail: wilma@berliner-ecken.com FOTOREDA K T ION Tanja Schnitzler, fotografie@tanjaschnitzler.de ENT WURF UND GE S TA LTUNG Kai Dieterich, www.morgen-berlin.com DRUCK BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH www.berliner-zeitungsdruck.de V. I . S .D.P. Thorsten Schatz Bitte häufiger! BSR-Kieztag am Földerichplatz Lautes Krachen und Knirschen tönt über den Földerichplatz. Männer und Frauen in oranger Schutzkleidung füttern die Presse eines großen BSR-Müllwagens mit Sperrmüll, der von Anwohnerinnen und Anwohnern herbeigebracht wird. Alle paar Minuten ist der Pressraum voll. Dann setzt sich laut krachend die Presse in Gang und der komprimierte Müll verschwindet im LKW. Wenn in den nichts mehr hinein geht, macht sich das Fahrzeug auf den Weg zum Müllheizkraftwerk Ruhleben im Industriegebiet zwischen der Bahnlinie und der Spree. Der nächste Müllwagen hat auf diesen Moment schon gewartet und fährt jetzt vor. Die Wilhelmstädter mit ihrem Sperrmüll müssen nicht lange warten. Nicht alles, was sie herbei schleppen, verschwindet sofort im Müllfahrzeug. Elektroschrott wird in einem besonderen Transport-LKW gesammelt und später recycelt. Und gut erhaltene und funktionsfähige Dinge werden erst mal beiseitegestellt. Denn das ist der eigentliche Clou des »BSR-Kieztages« an diesem Samstagvormittag: Es wird nicht nur weggeschmissen, sondern auch weitergegeben. Am Stummelende der Straße »Földerichplatz« werden die noch gut erhaltenen Dinge ausgestellt. Vor allem die kleineren Sachen bleiben oft nicht lange: Der Ventilator zum Beispiel steht keine fünf Minuten auf seinem Platz, dann schnappt ihn sich ein junger Mann. Der fast neuwertige Rucksack wird binnen Sekunden von einer Ukrainerin in Obhut genommen, die offenbar genau so ein Utensil dringend braucht. Die Zimmer-Minigolfanlage mit ihrer meterlangen Anstoßbahn aus grünem Filz geht nach etwa zehn Minuten an einen Rentner weg, der gerade mit einer ganzen Kiste voller alter Sachen angekommen ist. Und auch das weltberühmte Schwarz-Weiß-Foto von den New Yorker Bauarbeitern, die in luftiger Höhe aneinandergereiht auf einem Stahlträger sitzen und frühstücken, steht nur kurze Zeit herum. Auch hier freut sich eine Geflüchtete aus der Ukraine über den Fund. Aber auch Teppiche, Stehlampen oder die noch originalverpackte Jalousie finden neue Besitzer. Der riesige Kaninchenstall dagegen wandert am Ende ins Müllfahrzeug. Er war wohl einfach zu sperrig, um ihn heil nach Hause zu bringen. Größere Gegenstände hatten es deutlich schwerer an diesem Tag. Nur wenige Besucherinnen und Besucher waren mit Leiterwagen oder Rollwagen ausgestattet, auf die man solche Sachen hätte draufpacken können. Ob man das nächste Mal mehr solcher Geräte sieht? Die Kieztage der BSR sind eine recht neue Einrichtung. Im vergangenen Jahr gab es sie nur in Form einzelner Pilotversuche an 22 unterschiedlichen Orten Berlins. In diesem Frühjahr ging es zum ersten Mal systematisch los, zunächst einmal sechs Mal im Vierteljahr pro Bezirk. In Spandau finden Ende Juni noch zwei weitere Kieztage statt: am Donnerstag, dem 22. Juni zwischen 13 und 18 Uhr am Kraepelinweg im Falkenhagener Feld und zwei Tage später am Samstag, dem 24. Juni zwischen 8 und 13 Uhr in der Sandstraße in Staaken. Wo es im dritten Quartal weiter geht, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest – wir werden aber die Website der BSR in dieser Hinsicht im Auge behalten, versprochen! Ob der Földerichplatz wieder unter den Spandauer Terminen sein wird? Er bietet jedenfalls gute Bedingungen, ist für solche Anlässe eingerichtet, vorn von schwereren Fahrzeugen befahrbar und bietet ausreichend Platz für den Tauschmarkt. Vor allem aber liegt er auch noch direkt neben dem Stadtteilladen Adamstraße. Dort lief an diesem Vormittag ständig die Kaffeemaschine: Brigitte Fuchs vom Verein WISTAWAT? hatte anlässlich des Kieztages nämlich ein »Nachbarschaftscafé« auf dem Földerichplatz organisiert. Dafür musste sie noch nicht einmal Stühle aus dem Laden tragen, die brachten die Nachbarinnen und Nachbarn ganz von selbst herbei. Auch Geschirr wäre eigentlich nicht notwendig gewesen: nur Kaffee und Kuchen hätte gereicht. Brigitte Fuchs hatte aber auch einige mit Handschuhen ausgerüstete Jugendliche von ihrer ehemaligen Arbeitsstelle, dem SJC Wildwuchs, mitgebracht, die den BSRMitarbeiterinnen und Mitarbeitern tatkräftig zur Hand gingen. Schon deshalb sollte sich für die BSR eigentlich die Wiederholung des Kieztages auf dem Földerichplatz anbieten. Wo sonst in Berlin wird sie so freundlich mit Kaffee und Kuchen empfangen sowie mit einer solch freundlich-anpackenden Unterstützung? cs Mehr Impressionen vom BSR-Kieztag finden Sie auf der Rückseite dieser Zeitung. ULR I K E S T EGL ICH TA N JA SCHN I T Z LER Termine im Stadtteilladen Adamstraße 39 3 A NDRE A S W I LK E Fête de la Musique, Wilhelmstadtfest und mehr von Juni bis September Der Sommer nähert sich endlich und damit ist auch die Zeit der Feste und Aktionen draußen gekommen. Davon wird es auch in der Wilhelmstadt in diesem Sommer reichlich geben. Fête de la Musique + »Musik kann jeder« Den Auftakt gibt die Fête de la Musique, die alljährlich in ganz Berlin und vielen anderen Städten Europas stattfindet. Sie findet traditionell am Sommeranfang, also am 21. Juni statt, dann wird an vielen Orten umsonst und draußen musiziert. Der Wilhelmstädter Verein WistaWat? startet an diesem Tag (es ist übrigens ein Mittwoch) um 13 Uhr auf dem Földerichplatz mit der Aktion »Musik kann jeder«. Zur Eröffnung spielt der Posaunenchor der Karl-Moor-Grundschule, danach gilt »Open Mike«: nach dem Karaoke-Prinzip darf jeder, der möchte, drei Minuten lang seinen Lieblingssong singen. Es gibt außerdem einen Rap-Kurs mit Profis, später treten eine Rockband und der »Wartezimmerchor« auf (lauter Frauen, die sich im Wartezimmer kennengelernt haben), und ab 18 Uhr gibt es eine »Challenge« der besonderen Art: mit allen, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Platz sind, wird ein Kanon gesungen, diese Aktion wird auch gefilmt. Weitere Teilnehmer, die etwas darbieten möchten, werden noch gesucht und sind willkommen! Die Ton-Anlage steht bis 22 Uhr auf dem Földerichplatz zur Verfügung. Parallel dazu haben sich einige Gewerbetreibende der Wilhelmstadt zusammengeschlossen und laden zur Fête de la Musique an mehreren Stationen ein: Start ist um 17 Uhr bei »Betty macht Druck« in der Weißenburger Straße, weiter geht es bei der Pizzeria »Zamazingo« am Metzer Platz, danach setzen das indisch-pakistanische Restaurant »Madu« und der Weinladen am Metzer Platz fort, gefolgt vom »Jägereck« (Jäger4 Jährliches Highlight: das Wilhelmstadtfest Genau dort, in der Brüder- und Wilhelmstraße, wird auch in diesem Jahr wieder das sommerliche Wilhelmstadtfest gefeiert – diesmal am ersten Juli-Wochenende, dem 1. und 2. Juli. Es findet nun schon zum 10. Mal statt und ist längst das kulturelle und nachbarschaftliche Highlight im Fördergebiet »Lebendiges Zentrum Wilhelmstadt« geworden: hier wird die Buntheit und Vielfalt der Wilhelmstadt sichtbar, präsentieren sich lokale Gewerbetreibende und Initiativen, hier treffen sich die Wilhelmstädter. Das Fest beginnt am Samstag ab 16 Uhr, bis 22 Uhr gibt es eine Bühne mit musikalischem Programm sowie gastronomische Angebote rund um den Wilhelmplatz. Am Sonntag, dem 2. Juli werden zusätzlich ab 13 Uhr entlang der Brüderstraße wieder viele Stände aufgebaut sein, an denen sich Wilhelmstädter Gewerbetreibende und Kreative sowie lokale Initiativen, Vereine und Organisationen vorstellen. Dabei werden selbstverständlich auch Vertreter des bezirklichen Stadtplanungsamts, des Geschäftsstraßenmanagements und der Stadtteilvertretung präsent sein und für Fragen rund um das Förder- und Sanierungsgebiet zur Verfügung stehen. Auf der Bühne werden unterschiedliche, insbesondere lokale Bands und andere Musiker auftreten. Auch für ein Kinderprogramm wird gesorgt und um das leibliche Wohl kümmern sich wieder die Gastronomen am Platz: das Café Barfly, »Solo Pizza« und andere. Das Wilhelmstadtfest lebt von der Mitwirkung vieler. Interessierte Vereine, Initiativen, Künstler und Gewerbetreibende, die gerne einen Stand machen möchten, können sich gerne direkt bei Torsten Wiemken vom Geschäftsstraßenmanagement Wilhelmstadt melden! Tel. 0178-3523801, Mail: gsm@ wilhelmstadt-bewegt.de »Mit Schwung in die Ferien« So heißt eine weitere Aktion des Vereins WistaWat?, die am 11. Juli ab 13 Uhr auf dem Földerichplatz stattfinden wird. Der 11. Juli ist der Dienstag vor dem Beginn der Sommerferien, und pünktlich zum Ferienanfang geht es um alles, womit sich vor allem Kinder und Jugendliche rollend bewegen können: Fahrräder, Roller, Inliner und vieles mehr. Auch die mobile Fahrradwerkstatt von WistaWat? wird vor Ort sein, um – falls notwendig – Räder wieder flottzumachen, und Gebrauchtes, aber gut Erhaltenes wird an jene kostenlos ausgegeben, die etwas brauchen. Im September wird dann weiter gefeiert: Höhepunkt des Sommerbetriebs in der Freizeitsportanlage Südpark ist das ebenfalls sehr beliebte Südparkfest am 10. September, bei dem sich von 11 bis 17 Uhr Spandauer Sportvereine präsen­ tieren und viele Mitmach- und Bewegungsangebote auf die kleinen und großen Besucher warten. Die Vereine können bis 30. Juni ihre Teilnahme und das vorgesehene Programm anmelden. Weitere Informationen dazu und zum Südpark im Internet unter https://bwurl.de/197y us (Mit)machen statt bloß meckern Die Stadtteilvertretung Wilhelmstadt freut sich über Verstärkung! Die lange Zeit der Pandemie hat sich in vielen Belangen bemerkbar gemacht – auch die Stadtteilvertretung Wilhelmstadt hatte es in dieser Zeit schwer. Öffentliche Treffen waren kaum möglich, die Sitzungen spielten sich vorwiegend online ab, was natürlich die Gewinnung neuer Mitstreiterin­ nen und Mitstreiter deutlich erschwerte und auch die Wirkungsmöglichkeiten nach außen stark ein­ schränkte. Dennoch ist die Stadtteilvertretung nach wie vor ein wichtiges Gremium im Gebiet. Und je mehr Mitstreiterinnen und Mitstreiter sich finden, desto vielfältiger und stärker wird dieses Gremium und desto besser kann es die Inte­ ressen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen im Gebiet vertreten. Deshalb plant die Stadt­teilvertretung nach den Sommerferien, also voraussichtlich im September oder Oktober, eine öffentliche Veranstaltung, um dort über ihre Arbeit zu berichten und neue Mitglieder zu gewinnen. A NDRE A S W I LK E Sommer in der Wilhelmstadt str. 47) und der Musikbar »Zilini“ (Weißenburger Ecke Pichelsdorfer). Nicht zu vergessen das »Barfly« am Bermudadreieck Wilhelmplatz! Schließlich ist das Café schon seit vielen Jahren ein Ort der »Fête«. Was ist eigentlich eine Stadtteilvertretung? Im Grunde geht es um die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an wichtigen Planungen und Entscheidungen. Gerade bei umfangrei­ chen Erneuerungs- und Gestaltungsmaßnah­ men ist das Wissen und die Stimme der Bürgerinnen und Bürger im Gebiet gefragt – schließlich sind sie es, denen die Verbesserungen in ihrem Umfeld zugutekommen sollen, und sie sind es, die ihren Kiez am besten kennen und wissen, wo die Defizite und Probleme liegen. Die Wilhelmstadt ist ein Sanierungsgebiet und ein Fördergebiet im Rahmen des BundLänder-Programms »Lebendige Zentren«. Das Baugesetzbuch gibt den Betroffenen das Recht auf Mitwirkung bei der Durchführung des Sanierungsverfahrens und bietet damit die Grundlage, in solchen Gebieten eine offizielle Vertretung der Bürgerinteressen zu gründen. Die Stadtteilvertretung (STV) Wilhelmstadt ist ein demokratisch gewähltes und gesetzlich legitimiertes Gremium und damit ein wichtiger Akteur im Gebiet. Sie versteht sich als offenes Forum für alle, die sich für ihren Stadtteil engagieren wollen. Zugleich fungiert eine STV als wichtiges kommunikatives Bindeglied zwischen Politik bzw. Verwaltung, den Sanierungsbeteiligten und den Bürgern und transportiert aktiv Informationen in beide Richtungen. Sie wird bei Planungsprozessen einbezogen, sie kann dort die Anregungen, An­ liegen, Fragen und Kritik einbringen und andererseits wichtige Informationen zur Gebietsentwicklung wieder an die Bürger weitergeben. Eine Stadtteilvertretung hat zwar keine Entscheidungsrechte, im juristischen Sinn hat sie vor allem eine Beratungsfunktion für Politik und Verwaltung – aber genau die ist sehr wichtig. Außerdem kann sie natürlich eigene Aktivitäten entwickeln und wird dabei unterstützt. Zudem hat eine STV auch Möglichkeiten, die die Verwaltung nicht hat: Sie kann beispielsweise Experten oder Kommunalpolitiker einladen, um sie zu befragen, und Stellungnahmen zu konkreten Themen formulieren. Die Mischung macht’s Um der Vielfalt der Gebietsbevölkerung mit ihren unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden, sollte die Stadtteilvertretung eine möglichst breite Mischung verkörpern: Bewohner, Mieter, Nutzer, Eigentümer, Gewerbetreibende, Vertreter von Bürgerinitiativen, Kirchengemeinden und anderen Institutionen; Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und unterschiedlicher Herkunft. Aktive Bürgerbeteiligung bedeutet auch inhaltliche Arbeit: nicht nur meckern, sondern sich in Themen hineinknien, nachfragen, mitdiskutieren, mit allen Beteiligten Lösungen suchen, Auseinandersetzungen nicht scheuen. Das ist nicht immer einfach oder konfliktfrei. Doch letztlich geht es darum, zwischen unterschiedlichen Interessen im Gebiet zu vermitteln. Die STV hofft, dass sich wieder mehr Wilhelmstädter ermuntert fühlen mitzumachen. Das ist auch perspektivisch wichtig: Denn auch und gerade dann, wenn die Wilhelmstadt in ein paar Jahren kein Sanierungs- und Fördergebiet mehr ist, wird es das ehrenamtliche Engagement vieler für ihren Kiez brauchen. Wer nicht bis nach den Sommerferien warten möchte und schon vorher mal hineinschnuppern will: Die Stadtteilvertretung trifft sich regelmäßig an jedem ersten Mittwoch im Monat um 19.15 Uhr im Stadtteilladen Adamstr. 39. Wer sich engagieren will, ist hier herzlich willkommen! Die Anzahl der STV-Mitglieder ist grundsätzlich nicht begrenzt, eine Stimmberechtigung ergibt sich bei regelmäßiger Teilnahme.  us Bürgerbeteiligung ist inzwischen ein Allerwelts­ wort geworden. Dabei ist sie relativ jung – und wurde in Berlin hart erkämpft. Vor allem im Zuge der Stadtsanierungen nach dem Krieg: Bei den »Kahlschlagsanierungen« der 60er und 70er Jahre in Westberlin wurden die Bewohner noch nicht gefragt, was sie von Abrissen und Neuplanungen für ihre Kieze halten. Erst dank vieler Proteste, einer Hausbesetzerwelle in den späten 70er und 80er Jahren und etlicher engagierter Stadtplaner und -forscher setzte auch in der Politik ein Umdenken ein. Seitdem ist Bürgerbeteiligung ein wichtiger und fester, gesetzlich verankerter Bestandteil der Planungskultur: In Sanierungsgebieten und den »Lebendigen Zentren« werden Stadtteil­ vertretungen demokratisch von den Bürgern im Gebiet gewählt. Seit 2011 gibt es im Gebiet Wilhelmstadt eine Stadtteilvertretung, im Jahr 2017 wurde sie zuletzt neu gewählt. 5 Ein Ende ist in Sicht Der 2. Bauabschnitt der Pichelsdorfer Straße soll Mitte Juli fertiggestellt werden Weißenburger Straße, der im Frühjahr 2024 abgeschlossen sein soll. Dieser umfasst die beidseitige Erneuerung der Gehwege zwischen Weißenburger und Adamstraße sowie einzelne Maßnahmen zwischen Adamstraße und Grimnitzseeweg, u.a. die Verlagerung einer Bus­ haltestelle oder der Bau von Gehwegvorstreckungen, um die Sicherheit von Fußgängern beim Überqueren der Fahrbahn zu erhöhen. Die Verkehrssteuerung erfolgt während der Bauzeit mit Hilfe mobiler Ampeln.  us Die Plan­unterlagen zu allen Teilabschnitten der Pichelsdorfer Straße können auf www.wilhelmstadt-bewegt.de eingesehen werden (https://wilhelmstadt-bewegt.de/strassenbauliche-massnahmen-informationen-desburos-zech-con/) Bei Fragen und Problemen in Verbindung mit der Baustelle Pichelsdorfer Straße melden Sie sich beim Geschäftsstraßenmanagement Wilhelmstadt. Frau Stock steht Ihnen als Ansprechpartnerin unter der Nummer 0162-9461697 sowie per E-Mail an gsm@wilhelmstadt-bewegt.de für Ihre Fragen zur Verfügung. TA N JA SCHN I T Z LER Die unerwartet lange, ungünstige Witterung mit Bodenfrost und vielen Niederschlägen hatte die Bauarbeiten auf der Pichelsdorfer Straße etwas in Verzug gebracht. Mit Einzug des Frühlings konnten die Baumaßnahmen aber wieder zügig fortgesetzt werden. Aktuell werden zwischen der Weißenburger und der Brüderstraße auf der westlichen Straßenseite die Trinkwasserleitungen im Gehwegbereich erneuert. Die Buslinie M 36 wird den Betrieb in der ursprünglichen Linienführung zum 25. August, dem letzten Ferientag, wieder aufnehmen. Eine frühere Rückkehr in die alte Linienführung war nicht möglich, um einen zeitlichen Sicherheitspuffer zwischen der voraussichtlichen Fertigstellung der Fahrbahn und dem Fahrplanwechsel der BVG einzuhalten. Zudem benötigt eine Fahrplanumstellung viel Vorlauf – kurz­fristige Anpassungen sind daher nicht möglich. Die Erneuerung der Fahrbahn- und GehwegOberflächen kann jedoch erst beginnen, wenn die unterirdischen Arbeiten abgeschlossen sind. Das soll voraussichtlich Anfang Juni der Fall sein. Bis dahin hat das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) andere Maßnahmen vorgezogen, wie den Einbau der neuen und barrierefreien Borde für die Bushaltestellen als BusKap. Die Flächen zwischen neuem Bord und vorhandenem Platzbelag wurden provisorisch mit Asphalt aufgefüllt. Der endgültige Belag wird nach Fertigstellung der Pichelsdorfer Straße im Rahmen der Umgestaltung des Metzer Platzes eingebracht (voraussichtlich 2024/25). Nach der Fertigstellung des Wasserleitungsbaus folgen noch Arbeiten des IT-Dienstleis­ tungszentrums Berlin (ITDZ), danach die grundhafte Erneuerung der Gehwege sowie die Deckensanierung und Wiederherstellung der Fahrbahn zwischen Metzer Platz und Weißenburger Straße. Voraussichtlich Mitte Juli soll dann die Vollsperrung aufgehoben und die Fahrbahn freigegeben werden. Ab der zweiten Jahreshälfte beginnen dann die Arbeiten am dritten Bauabschnitt südlich der Brüderstraße, Franzstraße und Weißenburger Straße Modernisierung der Regenentwässerung Wer an der Brüderstraße vorbeigeht, kann es schon sehen: in einer Länge von etwa 50 Metern sind Baustellenbereiche abgetrennt, zwischen der Brüderstraße 16–20 und 31–35. Hier erneuern die Berliner Wasserbetriebe die Regenentwässerung. 6 Der Hintergrund: Die Regenwasserableitung in Baugebieten kann zusammen mit dem Schmutzwasser (als Mischwassersystem) oder getrennt erfolgen. Die Regenentwässerung im Trennsystem gibt es seit den 1980er Jahren und stellt inzwischen den neuen Standard dar. Da die Wilhelmstadt älter ist, wurden hier noch Mischwasserkanäle eingebaut. Zur Entlastung der Wasserentsorgung besteht jedoch das Ziel, das Regenwasser möglichst getrennt vom Schmutzwasser abzuleiten. Denn bei Mischwassersystemen führt Starkregen leider immer dazu, dass ungeklärtes Wasser in die Flüsse abgeleitet werden muss, da die Wassermengen ansonsten die Kläranlagen überlasten. Wenn das Regenwasser getrennt abgeleitet wird, bleibt die Schutzwassermenge konstant und kann vollständig in den Kläranlagen gereinigt werden. Für die havelseitigen Straßenabschnitte der Brüderstraße, Franzstraße und Weißenburger Straße ist die hydraulische Erweiterung der Regenentwässerung vorgesehen. Zunächst sollen, wie schon jetzt in der Brüderstraße, jeweils etwa 50 Meter umgebaut werden, die restlichen Straßenabschnitte erfolgen später – der Zeitpunkt ist derzeit noch unbekannt.  us Mikrokosmos Pichelsdorfer Zur Ausstellung ist auch eine umfangreiche Begleitbroschüre erschienen Was macht der Kohlenkasten mit der Schaufel daneben im Stadtteilladen? Beide gehören zur Ausstellung »Die Pichelsdorfer – eine Straße im stetigen Wandel der Zeit«, die am 13. Mai, dem »Tag der Städtebauförderung« in der Wilhelmstadt eröffnet wurde. Im Stadtteilladen war sie zwar leider nur zwei Wochen zu sehen, bis Ende Mai – aber es ist eine Begleitbroschüre erschienen, in der es sogar noch ausführlicher als in der Ausstellung selbst um die facettenreiche Geschichte der Pichelsdorfer Straße geht. Doch schon die 13 großen Schautafeln der Ausstellung boten eine Fülle interessanter Geschichten und historischer Fotos. Erarbeitet wurde die Ausstellung von der Wilhelmstädter Arbeitsgruppe »Geschichte & Geschichten« unter Leitung von Andreas Wilke, die sich seit nunmehr zehn Jahren trifft, um Material über die jüngere Historie der Wilhelmstadt zusammenzutragen, zu ordnen, zu archivieren und zu publizieren: Fotos und Dokumente, Alltagsgegenstände, persönliche Erinnerungen, zeitgenössische Berichte, Pläne und vieles mehr. Inzwischen konnte die Gruppe bereits mehrere Broschüren zur Wilhelmstädter Geschichte veröffentlichen, und die nun gezeigte Ausstellung ist – nach der vielbeachteten Schau »Meine Kindheit in der Wilhelmstadt« – ihre zweite große Exposition. »Die Pichelsdorfer Straße«, so schreibt Andreas Wilke im Vorwort der Begleitbroschüre, »ist das Rückgrat der Wilhelmstadt … (…) Man könnte sagen, die Wilhelmstadt ist von der Pichelsdorfer Straße ausgehend gewachsen.« Die Straße sei sowohl Mikrokosmos als auch »mit ihrer Geschichte Spiegel einer ganzen Epoche«. In diesen geschichtsträchtigen Mikrokosmos, der immer mehr war als nur eine Einkaufsstraße, versetzen sowohl Ausstellung als auch die überaus lesenswerte Broschüre: mit vielen Geschichten u.a. über den Pferdemarkt, die noch vorhandenen (aber nicht in jedem Fall von außen erkennbaren) Fachwerkhäuser, die Fiskalischen Häuser und Bauten aus den 1920er Jahren, über den früheren Straßenbahnhof, längst verschwundene Kinos, über den Metzer Dom und natürlich über die vielen kleinen Geschäfte, die damals das Gesicht der Pichelsdorfer prägten und an die sich ältere Wilhelmstädter noch heute erinnern. Für das große Interesse der Wilhelmstädter an der Pichelsdorfer Straße und an ihrer Kiezgeschichte überhaupt sprach die Menge der Besucherinnen und Besucher, die zur Ausstellungseröffnung am Tag der Städtebauförderung gekommen waren. Auch der Bezirksbürgermeister Frank Bewig und seine Vorgängerin und jetzige Stadträtin für Kultur Carola Brückner (und nebenbei: Historikerin) ließen es sich nicht nehmen, zur Eröffnung zu kommen. Das lässt hoffen, dass die Ausstellung vielleicht auch noch einmal im größeren Rahmen zu sehen sein wird. Möglicherweise sogar im Rathaus?  us Die Broschüre »Die Pichelsdorfer« ist im Stadtteilladen in der Adamstr. 39 gegen eine Schutzgebühr von einem Euro erhältlich. ULR I K E S T EGL ICH (3) Nur noch ein paar Wochen, dann können die Anwohner und Gewerbetreibenden der Pichelsdorfer Straße zwischen Metzer Platz und Weißenburger Straße wieder durchatmen: Derzeit rechnet man mit der Fertigstellung des 2. Bauabschnitts der Pichelsdorfer Straße zu Mitte Juli 2023. 7 Die Berliner Wasserbetriebe erneuern weiter die Schmutzwasserleitung in unterirdischer Bauweise, die Straßenbauarbeiten folgen im Nachgang an den Kanalbau. Der Straßenbau kann momentan die kleinflächigen Pflasterarbeiten im Bereich der Nebenfahrbahn fertigstellen. Aufgrund einiger Bewohneranfragen wird eine Fußwegemarkierung an der Nebenfahrbahn realisiert, die für mehr Sicherheit für Fußgänger sorgen soll. In der Betckestraße haben nun im Straßenabschnitt vor der Feuerwehr die Straßenbauarbeiten begonnen. Bei Fragen zu beiden Baustellen wenden Sie sich bitte an das Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement, Nina Buse, Tel. (030) 330028-49, E-Mail: buse@kosp-berlin.de Klimaschutzpatinnen und -paten für Spandau gesucht TA N JA SCHN I T Z LER Erneuerung der Götel- und Betckestraße Berliner Energieagentur und KlimaWerkstatt Spandau unterstützen Kiez-Projekte TA N JA SCHN I T Z LER E-Mail-Newsletter zu Beteiligungsmöglichkeiten bei Spandauer Projekten Umweltbildung online finden Neue Website der Koordinierungsstelle für Umweltbildung Die neu gestaltete Webseite der Koordinierungsstelle für Umweltbildung in Spandau mit zahlreichen Informationen zu Natur­ erlebnissen im Bezirk ist nun online gegangen: Unter der Inter­ netadresse www.umweltbildung-spandau.de präsentiert sich die Koordinierungsstelle für Umweltbildung Spandau im neuen Design. Hier findet man einen Überblick über Aufgaben und Ziele der Einrichtung und erhält einen guten Überblick über die Akteurinnen und Akteure in Sachen Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung sowie deren Veranstaltungen im Bezirk Spandau. Die Seite soll sukzessive erweitert werden und dann zusätzlich Informationen über Materialverleih und die grünen Orte Spandaus erhalten. Das Angebot ist eine Einladung zum Entdecken, Erleben und Austauschen rund um die Themen Nachhaltigkeit, Natur-, Umwelt- und Klimaschutz. Die Koordinierungsstelle Spandau vernetzt auf der Webseite übersichtlich die Umwelt­ bildungsangebote in Spandau und sorgt für einen regen Austausch zwischen Anbietern und Nutzern. Die Koordinierungsstelle wird durch das Umwelt-und Naturschutzamt des Bezirks Spandau unterstützt. Anknüpfungspunkt und Basis für die Arbeit der Koordinierungsstelle bietet die Naturschutzstation Hahneberg vom Landschaftspflegeverband Spandau e.V. Bei Fragen oder Interesse an dem Angebot hilft die Koordinierungsstelle Umweltbildung unter mail@umweltbildung-spandau.de, www.umweltbildung-spandau.de oder (030) 2630 0787 weiter. 8 Seit Mai gibt es die Möglichkeit, Inhalte der Bezirksamt-Web­ seite zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in Spandau als Newsletter per E-Mail zu erhalten. Der Newsletter wird anlassbezogen durch die »Koordinierungsstelle Bürger:innenbetei­ ligung« versandt. Er enthält die Hinweise auf aktuelle Beteiligungsmöglichkeiten und die Ergebnisse abgeschlossener Beteiligungsverfahren. Die Koordinierungsstelle ist Anlaufstelle für Anliegen rund um die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern in Spandau. Beteiligung bedeutet hier, den Bezirk mitzugestalten, indem Bürgerinnen und Bürger Planungen und Entscheidungen zu Vorhaben des Bezirksamts beeinflussen. Zum Newsletter können sie sich unter folgendem Link anmelden: https://www.berlin.de/ba-spandau/aktuelles/buergerbeteiligung/newsletter/ Ansprechpartnerin für das Thema Bürger- und Bürgerinnen­ beteiligung ist Frau Friedrich (Tel. 90279-3865, E-Mail: laura.friedrich@ba-spandau.berlin.de) Saisonstart für »Sport im Park« Die Saison für »Sport im Park« hat begonnen! Von Mai bis Oktober 2023 können alle Spandauer Bürgerinnen und Bürger kostenfrei und ohne Anmeldung an den vielfältigen Bewegungsange­ boten in Spandau, aber auch in anderen Berliner Bezirken, teilnehmen. Das Alter oder das eigene Fitnesslevel spielen hierbei keine Rolle – jeder ist willkommen und kann etwas für sich und seine Gesundheit tun. Die Bewegungsangebote finden alle draußen an der frischen Luft statt. »Sport im Park« ist ein Förderprogramm der Senatssportverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport unter finanzieller Beteiligung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung In diesem Jahr bieten drei sehr engagierte Sportvereine (Sportkinder Berlin e.V., Stadtbewegung e.V., Kiezsport e.V.) die niedrig­ schwelligen und leicht zugänglichen Angebote, u. a. im Koeltzepark, im Südpark oder auf dem Spielplatz am Cosmarweg 58, an. Im Südpark lädt der Verein Stadtbewegung e.V. montags und mittwochs von 13 bis 14 Uhr zu Qi Gong sowie immer dienstags von 13 bis 14 Uhr zu Fitness & Stretching ein. Für Kinder bietet der Verein Sportkinder e.V. ebenfalls im Südpark immer dienstags von 15 bis 16 Uhr und von 16 bis 17 Uhr das Programm »Active Kids« an. Test-WC im Südpark Kostenlos, autark und umweltfreundlich: Neue Toiletten in Parks und Grünanlagen im Modellversuch Während der Pandemie wurde das Defizit noch offensichtlicher als ohnehin schon: Dem öffentlichen Raum fehlt es oft an öffentlichen WCs. Gerade in den Jahren, als Cafés, Restaurants oder soziale und kulturelle Einrichtungen keinen Publikumsbetrieb zuließen und viele auf den öffentlichen Raum angewiesen waren, suchte man bei Spaziergängen oder sonstigen Aufenthalten draußen oft verzweifelt nach einer öffentlichen Toilette – insbesondere Eltern mit kleineren Kindern oder ältere Menschen kennen die Situation gut. Zweites Problem: Nicht immer hat man das passende Kleingeld zur Hand, und auch Testversuche mit Kartenzahlung grenzen immer jene aus, die über keine EC-Karte verfügen. Nun wurden im Rahmen eines berlinweiten Testbetriebs an rund 100 Standorten öffentliche Toiletten zur entgeltfreien Nutzung aufgestellt. In jedem Berliner Bezirk werden ein Jahr lang je ein Modell der Unternehmen »EcoToiletten« und »Finizio« getestet. In Spandau sind es insgesamt zehn öffentliche Toiletten, die probeweise bis Februar 2024 kostenlos genutzt werden können. Sie befinden sich u.a. in der Grünanlage Lindenufer (Stabholzgarten), am Imchenplatz, an der Kleinen Bade­ wiese (Alt-Gatow, Am Wiesenhaus) oder auf dem Rathausplatz Spandau (Carl-Schurz-Straße 4–6) Zwei dieser autarken Toiletten wurden in Park­ anlagen aufgestellt, nämlich im Münsinger Park und im Südpark, am Spielplatz an der Brücke. Die Standorte sind gut gewählt: denn gerade in Parks und in der Nähe von Spielplätzen, aber auch an Badestellen oder Wander­ wegen werden öffentliche WCs oft dringend benötigt, sind aber meist nicht vorhanden – was zur Folge hat, dass sich Menschen dort erleichtern, wo man es eigentlich nicht haben (und riechen) will. Andererseits meiden gerade ältere Menschen oft Spaziergänge in größeren Parks, eben weil es dort keine Toilette gibt. Das Problem war jedoch bislang, dass es an solchen Orten oft nicht die benötigten Wasserund Stromanschlüsse gibt. Die neuen »ÖkoToiletten« haben nun den Vorteil, dass sie nicht nur kostenlos und barrierefrei sind, sondern auch autark funktionieren – sie benötigen weder Strom- noch Wasser- oder Abwasseranschlüsse. Dadurch können sie relativ einfach in öffentlichen Parks und Grünflächen installiert werden. »Gespült« wird in der Trockentoilette mit Strohmehl statt mit Wasser, ein Solarpanel und ein Bewegungsmelder sorgen für die Beleuchtung. Klimafreundlich sind die Toiletten also auch noch. Mit den Projekten wird untersucht, inwieweit die kostenfreien Toiletten im öffentlichen Raum angenommen werden und ob autarke Toilettensysteme den Anforderungen an Standorten, die nicht über Strom sowie Wasser- und Abwasserrohre erschlossen sind, gerecht werden können. Und natürlich wird man sehen, ob ein sorgsamer Umgang mit den Toiletten auch ohne Bezahlschranke funktioniert. Verantwortungsbewusstsein und ein bisschen soziale Kontrolle können helfen, um Vandalismusschäden vorzubeugen. us Das Bezirksamt beteiligt sich mit seiner KlimaWerkstatt Spandau am bundesweiten Projekt »KlikKS – Klimaschutz in kleinen Kommunen und Stadtteilen«. Ziel ist es, ehrenamtliche Klimaschutzpatinnen und -paten in Spandau zu gewinnen, die Lust haben, eigene Klimaschutzprojekte zu entwickeln und konkret zur Minderung der Treibhausgase beizutragen. Alle motivierten Personen können mitmachen. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, nur gute Ideen für Klimaschutz im eigenen Umfeld, im Verein, der Kirchengemeinde oder im Unternehmen! Die KlimaWerkstatt Spandau unterstützt als regionale Anlaufstelle des Bezirks die Klimaschutzpatinnen und -paten mit ihrer Exper­ tise. Die Berliner Energieagentur (BEA) berät im Zuge des Projekts zu möglichen Klimaschutzideen und -vorhaben, unterstützt bei der fachlichen Qualifizierung und Weiterbildung, bietet Beratung zu Fördermitteln an und eine Plattform für Austausch und Vernetzung zwischen allen Klimaschutzpatinnen und -paten. Wofür Sie sich engagieren wollen, entscheiden Sie: Ob Sie Klima-Spaziergänge im Kiez anbieten wollen, eine regelmäßige Tauschbörse etablieren, eine LED-Aktion zum Austausch alter stromfressender Glühbirnen im Vereinsgebäude oder neue eigene Ideen ausprobieren wollen – die KlimaWerkstatt Spandau und die BEA helfen Ihnen bei der Umsetzung. Das Projekt wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Wenn Sie Klimaschutzpatin oder -pate oder Kooperationspartner für ein Klimaprojekt werden wollen, melden Sie sich gern bei Laura Hüneburg, Referentin der KlimaWerkstatt Spandau, per E-Mail: info@klimawerkstatt-spandau.de. Bezirksamt Spandau, Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin, Tel. 90279-0 9 TA N JA SCHN I T Z LER Viertelmillion Einwohner deutlich überschritten Fotowettbewerb »Meine Lieblings-Sandkreation« Gesucht werden die schönsten Sandskulpturen auf Spielplätzen Auch in diesem Jahr führt das Bezirksamt Spandau gemeinsam mit der Florida-Eis Manufaktur GmbH erneut einen Fotowettbewerb durch. Im Rahmen des Projektes »Raum für Kinderträume« sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Diesmal geht es darum, ein Foto von der eigens gestalteten Sandskulptur auf einem Spielplatz aufzunehmen. Ob es eine Sandburg, ein Tier, eine Blume oder ein Fantasiegebilde ist, spielt dabei keine Rolle. Das fertige Foto kann unter dem Stichwort »Sandkreationen-Wettbewerb« und unter Angabe des Namens, der Anschrift und/oder E-Mail-Adresse sowie des Alters hier eingereicht werden: per Post: Bezirksamt Spandau v. Berlin, Abt. Bauen, Planen, Umwelt- und Naturschutz, 13578 Berlin per E-Mail: wettbewerb@raum-fuer-kindertraeume.de persönlich: Florida Eis Café in der Klosterstr. 15, 13581 Berlin Der Einsendeschluss ist der 30. Juli 2023. Eine Jury wird die Sieger küren, die Gewinnerinnen und Gewinner werden bei einer Ehrung jeweils mit einem FloridaEisgutschein belohnt. Auf den Erstplatzierten wartet ein besonderer Preis: Dank der Unterstützung der Florida-Eis Manufaktur darf die Siegerin oder der Sieger eine individuelle Verbesserung auf einem öffentlichen Spielplatz seiner Wahl vornehmen. Die Teilnahme von minderjährigen Kindern ist nur mit schriftlicher Zustimmung der sorgeberechtigten Person/en möglich. Die Teilnahmebedingungen und Hinweise zum Wettbewerb sind zu finden unter: www.raum-fuer-kindertraeume.de Die Einwohnerzahl Spandaus hat im Jahr 2022 die Viertelmillion überschritten. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg verzeichnete Ende des vergangenen Jahres 254.175 gemeldete Einwohner für Spandau, 6.679 mehr als im Vorjahr. Darunter waren 3.693 mehr Personen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft als zu Ende des Vorjahres. Auch ohne den Zustrom der Geflüchteten aus der Ukraine wäre die 250.000-Einwohner-Marke also überschritten worden. Und das liegt ausschließlich an der starken Zuwanderung aus dem Ausland: Spandau wird immer internationaler, und zwar in großen Schritten. Aus dem Inland geht die Zuwanderung nach Berlin nämlich zurück, hier wirkt sich der demographische Knick der frühen 1990er Jahre aus: In Ostdeutschland brachen nach der Wende die Geburtenzahlen drastisch ein, so dass heute die »mobile Generation« der Erwachsenen bis etwa Mitte Dreißig in der Umgebungsregion Berlins kaum noch halb so groß ist wie noch vor zehn Jahren. Zudem sind viele ostdeutsche Städte attraktiver geworden und bieten nicht nur Arbeitsplätze, sondern vor allem wesentlich günstigere Mieten als die Bundeshauptstadt. In vielen Ländern der EU sind darüber hinaus die demografischen Bedingungen ähnlich wie in Ostdeutschland – die Demoskopen hatten daher noch 2016 für die 2020er Jahre ein wesentlich langsameres Wachstum erwartetet: Spandau sollte nach deren alten Prognose erst im Verlauf der 2030er Jahre die Viertelmillion erreichen. Nicht nur die internationalen Fluchtbewegungen (außer der Ukraine vor allem Syrien, Iran und Afghanistan) scheinen jedoch die demographischen Rückgänge in Europa aufzuwiegen. Deutlich stärker geworden ist nämlich auch die Arbeitsmigration aus Ländern wie Indien, das im vergangenen Jahr hinter der Ukraine die zweitgrößte Zuwanderungsgruppe nach Berlin stellte. In Spandau jedenfalls nahm in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Ausländer ohne deutschen Pass um mehr als ein Drittel zu, die der Einwohner mit Migrationshintergrund um etwa ein Viertel. Der Anteil der Deutschen ohne Migrationshintergrund dagegen ging deutlich zurück: von 64,7 % im Jahr 2017 auf nur noch 57,6 % im Jahr 2022. Im Ortsteil Wilhelmstadt beträgt dieser Anteil inzwischen ziemlich genau 60 %, etwa 24 % der Einwohner haben hier keine deutsche Staatsbürgerschaft. cs Neues Lastenfahrrad zum Ausleihen Der Verein casa e.V. hat für die Wilhelmstadt ein neues Lastenrad zum Ausleihen angeschafft. Es heißt »Carla-Cargo«, der Lasten­ anhänger kann bis zu 200 Kilogramm transportieren. Er wurde bereits zum Sperrmüll-Aktionstag der BSR am 13. Mai zur Verfügung gestellt und soll auch an weiteren Aktionstagen eingesetzt werden, um schwerere und sperrigere Objekte zu transportieren. Derzeit ist eine Kooperation mit dem Verein fLotte e.V., der berlinund auch bundesweit Lastenräder verleiht, sowie mit der Spandauer KlimaWerkstatt im Gespräch, um den Verleih zu organisieren. 10 Probieren für das Eis des italienischen Produzenten »Al Teatro«. Hümeyra Sahin: »Ich mag sonst eigentlich kein Erdbeereis. Aber das von Al Teatro hat mich schließlich überzeugt, weil man wirklich Erdbeere schmeckt und nicht nur Aroma.« Und so sind Jans Eisladen und das neue »La Koala« letztlich auch keine Konkurrenz, die sich gegenseitig die Kunden streitig macht, sondern ergänzen sich gegenseitig auf die beste Art und Weise: Bei Jan holen sich Kinder und andere aus der Umgebung ihr Eis, um es auf dem Földerichplatz und unterwegs zu genießen, im »La Koala« können sich auch mehrere Leute zusammen im Café bei Kaffee und Eisbechern hinsetzen. Die Kompositionen sind klassisch gehalten und üppig wie hübsch garniert, sie reichen vom Vanille-Kirsch-Eisbecher mit Kirschsauce bis zum kunterbunten Kinder­ eisbecher. Die Preise sind dabei erschwinglich und unter Berücksichtigung der eher schmalen Wilhelmstädter Haushaltseinkommen kalkuliert. Und mal ehrlich: Der Appetit der Wilhelmstädter auf Eis reicht locker für zwei Läden. TA N JA SCHN I T Z LER Spandau wird internationaler Eis geht immer Im neuen Café »La Koala« in der Pichelsdorfer Straße gibt es aber mehr als nur Eis »Viele haben mir gesagt, dass genau das hier bislang fehlte: ein kleines Café, wo man sich hinsetzen und einen Kaffee trinken kann.« Hümeyra Sahin sieht sich in ihrem frisch renovierten Laden um – ihr Café »La Koala« eröffnete erst im April in der Pichelsdorfer Straße 77. »Vorher befand sich hier eine Corona-Test­ station«, erzählt sie. »Als wir die Ladenräume übernahmen, stellten wir fest, dass wir alles von Grund auf renovieren mussten. Und das haben wir dann getan. Weil wir uns eine teure Ausstattungsfirma nicht leisten konnten, haben wir auch vieles selbst gemacht und diverse kleinere Anbieter beauftragt. Auch die Toiletten sind ganz neu.« In der Tat wirken die Ladenräume jetzt sehr frisch und sauber, die Wände sind in einem freundlichen Lichtgrau getönt, Bilder hängen an der Wand, der Tresen ist blitzblank, und auch die Torten und Kuchen in der Gebäckvitrine sehen verführerisch frisch aus. Doch hier gibt es neben Kaffee und Kuchen noch mehr Leckereien: nämlich Donuts, Bubbletea und – im Sommer sehr wichtig – Eis, in der Waffel auf die Hand oder auch einen klassischen Eisbecher im Café. »Ursprünglich«, erzählt die Cafébetreiberin, »wollten wir einfach einen Donuts-Laden eröffnen. Aber dann dachte ich, dass man davon auch schnell genug hat. Also wollten wir auch Eis anbieten und Bubbletea, weil der wieder sehr beliebt ist.« Das Café hat sie kurzentschlossen zusammen mit einem langjährigen Freund ihrer Familie gegründet. Hümeyra Sahin ist eine freundliche, lebhafte und lebenserfahrene Frau – eine, die man wohl eine »Macherin« nennt: Was die gelernte Arzthelferin anpackt, hat Hand und Fuß. Zudem ist sie eine Kosmopolitin: Ursprünglich kam sie aus München, lebte später mit ihrem Mann, einem Reiseunternehmer, in Polen, in Österreich und schließlich acht Jahre in Madrid, bevor sie vor drei Jahren nach Deutschland zurückkamen und ins Berliner Zentrum in den Wedding zogen. Drei ihrer fünf Kinder sind inzwischen groß und studieren, aber die beiden Jüngeren gehen in der Wilhelmstadt zur Schule – und deshalb wollte sie auch selbst hier arbeiten. Sie hatte bereits eine Umschulung zur Erziehungshelferin absolviert. Doch dann kam der Freund mit seinem Vorschlag, sich mit einem Laden selbständig zu machen. Dabei hat sie vieles genau bedacht. So haben sie lange nach einem wirklich guten Eisproduzenten gesucht, denn sie wollen Qualität anbieten: »Bei uns kommt beispielsweise für die Donuts nur Markenschokolade zum Einsatz.« Natürlich kamen sie bei ihrer Suche auch mit Jan vom Eisladen am Földerichplatz ins Gespräch. Aber gleich um die Ecke dasselbe Eis anzubieten wäre auch langweilig gewesen. So entschieden sie sich schließlich nach vielem Hümeyra Sahin ist es wichtig, dass die Gäste im Café zur Ruhe kommen und sich auch unterhalten können, deshalb stört kein Musikgedudel den Genuss. Draußen auf der Pichelsdorfer ist es ja schon laut genug. Und ihr Konzept geht auf: »Wenn die Sonne scheint, wird es hier ab 16 Uhr richtig voll«, erzählt sie. Doch auch jetzt schon, am frühen Mittag, muss sie immer wieder aufspringen, um vorn an der Straßenverkaufstheke die Wünsche nach Eis zu erfüllen. Durchdacht ist nicht zuletzt auch der Umgang mit Lebensmitteln: Zweimal pro Woche holen ehrenamtliche »Essenretter« den übrigge­ bliebenen Kuchen ab. »Wichtig ist, dass kein Essen in den Müll geht, sondern an jene verteilt wird, die es sich sonst vielleicht nicht leisten können«, sagt Hümeyra Sahin. Sie hatte auch überlegt, den Kuchen selbst zu backen, aber dafür bleibt einfach keine Zeit – sie hat schon alle Hände voll zu tun mit dem Zubereiten der Donuts und des Bubble-Teas sowie dem Verkauf. Und woher kommt der für ein Eiscafé eher ungewöhnliche Name »La Koala«? »Das war letztlich die Idee meines Sohnes«, sagt sie und lächelt. »Der findet Koalas niedlich. Und der Artikel ›La‹ davor erinnert an Italienisch und Spanisch. Zusammen klang beides einfach gut.« Passend dazu hängt im Laden ein Koala-Bild an der Wand. us »La Koala«, Pichelsdorfer Str. 77, geöffnet täglich 11–20 Uhr, Tel.: 01573 - 875 14 45 Bestellungen zum Mitnehmen möglich, Lieferung ins Haus über Lieferando 11 CHR I S T EL SCHOR I E S ?????????? Diverse Feierlichkeiten und Jubiläen in Wilhelmstadt & Alt-Pichelsdorf Es ist viel los in Spandau! So soll im Spätsommer die Keramik-Verkehrs-Säule in Alt-Pichelsdorf nach historischem Vorbild wieder aufgestellt werden. Dort, genauer gesagt, an der Pichelsdorfer Ecke Heerstraße stand das Original schon einmal: von seiner Einweihung im Jahr 1937 bis zu ihrem Abriss 1958, also vor genau 65 Jahren. Die sechseckige, mit verzierten Keramikkacheln geschmückte Säule war von einer Kugel gekrönt, die die Erdkugel symbolisierte. Die 18 farbi­ gen und plastischen Kacheln waren mit Motiven aus dem Havelland und der Geschichte Spandaus verziert. Die historische »Verkehrssäule« hatte aber für den Verkehr keinerlei Funktion – vielmehr diente sie als Symbol des Eingangs zur Christel Schories ist Mitglied der Wilhelmstädter Arbeitsgruppe »Geschichte und Geschichten«. Gemeinsam tafeln! Lange Tafel Wilhelmstadt am 16. Juni Zum zweiten Mal findet die »Lange Tafel« in der Wilhelmstadt statt – diesmal auf der Terrasse von St. Wilhelm in der Weißenburger Straße 9–11. Alle Nachbarinnen und Nachbarn sind herzlich dazu eingeladen, an der Langen Tafel Platz zu nehmen, zu essen und trinken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Organisatoren freuen sich auf einen bunten Austausch untereinander! Diese Aktion lebt von den unterschiedlichen Initiativen des Kiezes. Mit dabei sind: Stadtteilarbeit und Stadtteilkoordination Wilhelmstadt, KoSP, Sauberer Kiez Spandau, Jugendwohnen im Kiez uvm. Frei nach dem Motto »Gemeinsam ist besser« können Sie sich gerne engagieren und etwas Leckeres zum Buffet beitragen oder etwas für »Laib und Seele Wilhelmstadt« spenden. Lange Tafel am 16. Juni, 15–18 Uhr, auf der Terrasse St. Wilhelm, Weißenburger Str. 9-10, 13595 Berlin (bei schlechtem Wetter indoor) Kontakt: Stadtteilladen Wilhelmstadt, Adamstr. 39, 13595 Berlin, Tel. 030 - 89 58 70 75 bzw. 0176 - 467 554 48 E-Mail: stadtteilarbeitwilhelmstadt@casa-ev.de Webseite: https://casa-ev.de/sozial-kulturelle-arbeit/ stadtteilarbeit-wilhelmstadt/ 12 Raus ins Grüne: Naturbegleiter* Spazier­ gänge für Familien in der Wilhelmstadt In Kooperation mit dem Projekt »die naturbegleiter*« der Stiftung Naturschutz wird alle zwei Wochen bis zu den Sommerferien ein entspannter Sonntag für Groß und Klein in der Natur angeboten. »die naturbegleiter*« laden dazu ein, in die Natur zu gehen und den Kiez und die Stadtnatur zu erkunden, gemeinsam zu spielen und etwas über die kleinen Wunder im Grünen zu erfahren: Tiere beobachten, Spuren entdecken, Pusteblumen pusten. Teil des Angebots sind Entspannung, Achtsamkeit, Bewegung, Pflanzen, Tiere uvm. Nächste Termine: 4. Juni, 25. Juni, 9. Juli jeweils 10:00-12:00 Uhr Info zum Treffpunkt bei Anmeldung. Teilnahme kostenlos. Weitere Gruppe jeden 1. Sonntag im Monat (14-16 Uhr) für Erwachsene 50+ im Falkenhagener Feld. Infos & Anmeldung: Mail an mobile-stadtteilarbeit@casa-ev.de, Tel.: 0176 - 467 554 48 Leserpost Mach doch, was Du willst – und finde Dein Ehrenamt Betr.: Komische Oper in der Wilhelmstadt, wilma 1/2023 10. Juni: Ehrenamtsbörse im Rathaus Spandau Liebe wilma-Redaktion, das war mal ein Veranstaltungstipp der Extraklasse. Was ein kleines Team der Komischen Oper im, Untergeschoss in der Weißenburger Straße präsentierte hat, war echt super. Noch nie war ich den Künstlern so nah, das Ambiente eher schräg, die Sänger/innen großartig und das Trio auf höchstem Niveau. Insbesondere die türkischen Lieder zeigten das emotionale Dilemma vieler Migranten. Eine sehr schöne Stunde. Vielen Dank an die Organisatoren! Peter Wiese Um die ehrenamtliche Arbeit zu würdigen, bürger­ schaftliches Engagement sichtbar zu machen und ehrenamtlichen Projekten, Initiativen, Trägern etc. eine Bühne zu bieten, findet in diesem Jahr die vierte Spandauer Ehrenamtsbörse statt. Sie dient der Präsentation, dem Austausch und im besten Fall dazu, Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern. Betr.: Südpark Liebes Wilma-Team, ich schicke euch ein paar Fotos vom Südpark. Dieser Frühling ist so schön im Südpark! Was für ein kleines Naturparadies direkt vor der Haustür in unserem Kiez. Liebe Grüße, Mireia Medina M I RE I A MEDI N A (4) Runde Sachen Wilhelmstadt und als Tourismuswerbeobjekt an der damaligen Stadtgrenze von Berlin. Sie wurde nun auf Initiative einiger engagierter Wilhelmstädter nachgebaut, seit 2018 kümmerte sich der Verein »Wilhelmstadt und Pichelsdorf Förderverein e.V.« um den Wiederaufbau. Am Jahresende 2023 feiert zudem die Marina-Lanke-Werft an der Scharfen Lanke ihren 125. Geburtstag. Die ursprüngliche Werft, die später als »Naglo-Werft« bekannt wurde, war Ende des 19. Jahrhunderts in Zeuthen gegründet worden, im Jahr 1918 zog sie an die Scharfe Lanke um. Seit ca. 1940 oder 1941 trägt sie den Namen Marina Lanke. Heute werden dort keine Yachten mehr gebaut, dafür kann man dort Boote mieten, Segeln lernen oder das eigene Boot lagern. Die Boote zum Vermieten sind Motor,- Segel- oder auch Hausboote. Und wenn man mal nicht auf dem Wasser sein will: Nur am Wasser sitzen können Sie dort auch gut und gerne: Auf dem Gelände der Marina Lanke können Sie vom Lokal Adda Café und Restaurant aus das Treiben auf der Havel beobachten. Damit aber nicht genug, auch im Jahr 2024 gehen die Feierlichkeiten weiter: So feiert die Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V. im nächsten Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Wer Interesse an der Spandauer Geschichte hat, kann dort aktiv mitwirken. Die Treffen finden immer dienstags ab 10:00 Uhr auf der Insel Eiswerder, Haus 129, Eiswerderstr. 18 statt. Und nicht zu vergessen: die Gruppe »Geschichte und Geschichten« in der Wilhelmstadt feiert in diesem Jahr schon ihr 10-jähriges Bestehen. Die Gruppe trifft sich immer jeden zweiten Montag und jeden letzten Donnerstag im Monat um 17:00 Uhr im Stadtteilladen Wilhelmstadt, Adamstraße 39. Kommen Sie doch einfach mal vorbei, wenn sie sich für die Wilhelmstädter Kiezgeschichte(n) interessieren! Auch jüngere Leute sind gerne gesehen. Es ist also einiges los im schönen Spandau. Freuen Sie sich darauf! Christel Schories »Teilhabe, soziales Engagement und Unterstützung im Ehrenamt sind auch in unserem Bezirk unerlässliche Grundpfeiler für den sozialen Zusammenhalt. Das wollen wir pflegen, ausbauen und vor allem fördern. Mit der Ehrenamtsbörse Menschen aller Altersklassen für ehrenamtliche Tätigkeiten zu begeistern und vielfältige Betätigungsfelder aufzuzeigen, ist daher eine großartige Möglichkeit, sich mit diesem Thema zu beschäftigen,« führt Bezirksbürgermeister Frank Bewig aus. Alle Spandauerinnen und Spandauer sind herzlich eingeladen, sich am Samstag, dem 10. Juni zwischen 12 und 16 Uhr, im Bürgersaal des Rathaus Spandau (Carl-Schurz-Str. 2-76, 13597 Berlin 2.OG) einzufinden, um sich dem Thema zu nähern, sich auszutauschen und womöglich ihr eigenes Ehrenamt zu finden. Aus allen Bereichen, von der Jugendarbeit bis zum Gratulationsdienst für ältere Menschen, wird sich Spandau hier in seiner ehrenamtlichen Vielfältigkeit mit ca. 50 Ständen präsentieren. Vereine, Träger und Institutionen stellen sich vor, vernetzen und berichten gerne aus ihrem Erfahrungsschatz, vom Naturschutz, über Lesepatenschaften bis zum Begleitprogramm. Planung und Organisation gehen auf die Spandauer Freiwilligenagentur zurück, die sich seit 2021 um die Vermittlung, Beratung und das Thema Ehrenamt im Bezirk Spandau kümmert. Für Infos über die Ehrenamtsbörse hinaus: »Die Spandauer Freiwilligenagentur«, Carl-Schurz-Str. 53, 13597 Berlin, Tel. 030 - 235 911 777 Mail: team@die-spandauer.de Web: www.die-spandauer.de Instagram: diespandauer 13 Dreisatz Feiern I In der Jägerstraße unweit des Metzer Platzes müht sich eine ältere Dame mit ihrem Rollator am Bordstein. Das mit Einkäufen beladene Gefährt will sich nicht so recht auf den Gehweg bugsieren lassen. Wir eilen dazu, um zu helfen, aber da hat sie es schon mit einem kleinen Ruck geschafft. Aus der Einkaufstasche im Körbchen lugt der Kopf einer Sektflasche, Rotkäppchen. »‘N bisschen Freude muss ja auch sein im Leben«, sagt die alte Dame und lächelt uns freundlich an. Feiern II Die Bertolt-Brecht-Oberschule an der Wilhelmstraße hat bereits in der Woche vor Himmelfahrt ihr 50-jähriges Bestehen groß gefeiert: Mit einem Festakt, Ehemaligentreffen, Party, Jazz und, last but not least, mit einer üppigen Torte. Die 1973 gegründete Schule (damals hieß sie noch schlicht »3. Oberschule«) hat eine im Wortsinn bewegte Geschichte, schließlich musste sie mehrfach ihren Standort wechseln. Dass der 50. Geburtstag nun in dem bekannten Bau an der Wilhelmstraße gefeiert wurde, war eigentlich nicht geplant – denn der 1990 in Windeseile errichtete Neubau (Ersatz für den asbestbelasteten damaligen Standort) war ursprünglich nur als Provisorium für 8 bis 12 Jahre gedacht … Immerhin: Diesmal konnte in einer modernen neuen, erst 2015 eingeweihten Aula gefeiert werden: Sie war eines der ersten Bauvorhaben im »Lebendigen Zentrum Wilhelmstadt«, das mit Städtebaufördermitteln realisiert wurde. Feiern III Der 50. Geburtstag steht dem Kinderladen in der Weißenburger Straße noch bevor: ebenfalls im Jahr 1973 von engagierten Eltern gegründet, wird hier am 26. August das Jubiläum gefeiert. Sicher werden an diesem Tag die Türen für viele Gratulanten, »Ehemalige« und Neugierige weit offenstehen. Inzwischen dürften es schon Kinder der zweiten und dritten Generation mancher Familien sein, die den Kinderladen besuchen: Manche, die selbst als Kinder hier waren, bringen heute ihre eigenen Kinder her oder arbeiten selbst als Betreuer in der Eltern-Initiativ-Kita. Die Adresse blieb dabei seit 50 Jahren immer die gleiche: Weißenburger Straße 55, das Erdgeschoss eines schlichten Altbaus … us 14 Seit 2007 rückt die Stiftung Naturschutz Berlin einmal im Jahr den Artenreichtum Berlins in den Fokus. Binnen 28 Stunden gibt es 400 bis 500 Veranstaltungen an 130 bis 160 Orten. An der Seite von zahlreichen Expertinnen und Experten aus Verbänden, Verwaltungen und Vereinen erfahren die Besucher an diesem Tag nicht nur, welche tierischen Bewohner direkt vor ihrer Haustür leben, sondern lernen auch Naturräume kennen, die sonst unzugänglich sind – vom wild-grünen Hinterhof bis zum Naturschutzgebiet. Viele nicht-alltägliche Führungen und Mitmachaktionen machen das Erleben von Flora und Fauna in Berlin zu einem Ereignis. Die Begeis­ terung für den »Langen Tag der StadtNatur« hat inzwischen auch andere Städte erfasst – ob Hamburg, Bremen, Bochum, Kiel, Dessau-Roßlau, Erlangen, Augsburg, Görlitz, Dresden oder Nürnberg. Wer in Berlin teilnehmen möchte, sollte sich allerdings beeilen: Denn für viele Veranstaltungen braucht es eine Voranmeldung, und manche sind bereits ausgebucht.  us Das ausführliche Programm mit den jeweiligen Anmeldungsmöglichkeiten finden Sie im Internet unter www.langertagderstadtnatur.de/ TA N JA SCHN I T Z LER O-Ton Wilhelmstadt Am zweiten Juni-Wochenende, also am 10. und 11. Juni, lädt die Stiftung Naturschutz Berlin stadtweit zu Entdeckungen in der (Stadt)Natur ein. Und Stadtnatur gibt es gerade in Spandau reichlich. Wie wäre es also mit der familienfreundlichen »Fahrradtour Dreiwasser«, die ca. 20 Kilometer entlang der malerischen Kuhlake durch den Spandauer Forst, weiter an der Skaterstrecke am Kanal und schließlich an der Havel führt, inklusive Besuch der Wildgatter? Oder einer LandArtEntdeckungstour für Kinder und Familien mit Nemo im Schanzenwald? Andere Touren führen beispielsweise zum Gatower Gemeinschaftsacker oder auch zum Hahneberg, um dort Insekten zu beobachten. Zudem kann man sich mit BAT-Detektoren auf die Suche nach Fledermäusen machen, die es übrigens auch auf der Zitadelle zu entdecken gibt: Dort wird es Führungen zu deren Schlafplätzen im Gewölbe geben … Und wer es praktisch mag, interessiert sich vielleicht für den Bau von Nistkästen oder auch für den Workshop zum Einsatz von »Kraut und Unkraut in Garten und Küche« … TA N JA SCHN I T Z LER Langer Tag der StadtNatur Adressen Prozesssteuerung und Sanierungsbeauftragter Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement (KoSP) Schwedter Straße 34A, 10435 Berlin www.kosp-berlin.de wilhelmstadt@kosp-berlin.de Sprechstunde: Mi 12–15 Uhr, Stadtteilladen Geschäftsstraßenmanagement Ulrike Stock / Torsten Wiemken, Tel. 030 - 30 12 46 97 bzw. 0178 - 352 38 01 gsm@ wilhelmstadt-bewegt.de Öffnungszeiten Büro Adamstraße 39 (Stadtteilladen) Di und Mi 10–13 Uhr die raumplaner / LOKATION:S Kaiser-Friedrich-Straße 90, 10585 Berlin www.die-raumplaner.de Stadtteilvertretung Wilhelmstadt Sprecher: Michael Henkel, Markus Ritter Öffentliche Sitzung: jeder 1. Mittwoch im Monat, 19 Uhr Stadtteilladen Adamstraße 39 www.stv-wilhelmstadt.de Bezirksstadtrat für Bauen, Planen, Umwelt- und Naturschutz Thorsten Schatz Bezirksamt Spandau von Berlin Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin Tel. 030 - 90 279 - 22 60 baustadtrat@ba-spandau.berlin.de Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung Carl-Schurz-Straße 2/6, 13597 Berlin Sprechzeiten: dienstags und freitags 9–12 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung Amtsleiter: Markus Schulte, Tel. 030 - 90 279 - 35 72 markus.schulte@ba-spandau.berlin.de Gruppenleitung Städtebauförderung: Nadine Deiwick, Tel. 030 - 90279 - 2526 nadine.deiwick@ba-spandau.berlin.de Förderprogramm »Lebendige Zentren Berlin«: Jörg Rinke, Tel. 030 - 90 279 - 3568 joerg.rinke@ba-spandau.berlin.de Katharina Lange, Tel. 030 - 90 279 - 2280 katharina.lange@ba-spandau.berlin.de Beratung im Stadtteilladen Adamstr. 39 Stadtteilkoordination und Stadtteilarbeit Wilhelmstadt Sozial-kulturelle Netzwerke casa e.V. Margit Beutler, Tel. 0176 - 444 70 818 stadtteilkoordination-whs@casa-ev.de Clarissa Bremer, Tel. 0176 - 467 55 448 stadtteilarbeit.wilhelmstadt@casa-ev.de Mo 11 - 16:00 Uhr sowie nach Vereinbarung Allgemeine Unabhängige Sozialberatung Immanuel Beratung, Tel. 030 331 30 21 beratung.spandau@immanuel.de Di 9–11 Uhr Kostenlose Mieterberatung Alternativer Mieter- und Verbraucher­ schutzbund, info@mieter-verbraucherschutz.berlin Fr 10:30–13:30 Uhr Offene Mieterberatung Milieuschutz Jeden 1., 3. und 5. Di, 15 -17:00 Uhr, sowie telefonisch: Tel. 030 - 443381 - 108 team-spandau@mieterberatungpb.de Sanierungsverfahren Spandau-Wilhelmstadt: Kerstin Schröder, Tel. 030 - 90 279 - 35 73 kerstin.schroeder@ba-spandau.berlin.de 15 ULR I K E S T EGL ICH (6) Eindrücke vom BSR-Kieztag am Földerichplatz 16
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