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Periodical volume

Full text: KEH Report Issue 21.2011

??? | KEH-Report Seite 1

Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité

KEH  REPORT
 21 | Juni 2011

FORSCHUNG UND QUALIFIKATION
Rückblick 2010 und Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011	 Einzigartige Synthese von Therapie und Analytik – 15 Jahre Gefäßchirurgie am KEH	 Tagesklinik Herzbergstraße mit erweitertem Angebot	 »Pflegefachtag intensiv« im KEH	

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KEH-Report | Juni 2011 Seite 2

| Editorial |

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, im April wurde mit Herrn Prof. Dr. med. Heinz-Joachim Meencke ein hoch geschätzter und namhafter Chefarzt aus dem Ärzte-Kollegium des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH) verabschiedet. Als Leiter der Abteilung Epileptologie und Medizinischer Direktor des Epilepsie Zentrums Berlin Brandenburg (EZBB) hat er in den vergangenen fünfzehn Jahren maßgeblich an einer positiven Veränderung der Situation für Epilepsiepatienten in Berlin mitgewirkt. Als von der Bundesregierung anerkanntes und gefördertes Grad IVEpilepsiezentrum gehört das EZBB mit 100 Behandlungsplätzen zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, in der das gesamte Spektrum der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten – einschließlich der Epilepsiechirurgie – angeboten wird. Ich danke an dieser Stelle Herrn Prof. Dr. Meencke für sein Wirken an unserem Haus und wünsche ihm eine erfüllte Ruhestandszeit. Die Qualität in Prozessen und Angeboten unseres Krankenhauses konnte aber nicht nur bei der Therapie von Epilepsien erhöht werden. Die Abteilung Gefäßchirurgie unter der Leitung von PD Dr. med. Hans Scholz kann auf fünfzehn erfolgreiche Jahre in Medizin und Forschung zurückblicken. Gemeinsam mit den ärztlichen

Dr. med. Manfred Lang, Ärztlicher Direktor

und pflegerischen Fachkräften und in enger Zusammenarbeit mit Klinikingenieur Dr. Ulf Krüger wurde hier ein einmaliger Bereich geschaffen, in dem Therapie und praktische Forschung unter einem Dach an der Erweiterung der praktischen Erkenntnisse auf dem Feld der Gefäßchirurgie arbeiten – eine Kombination, die es sonst nur an Universitäten gibt. Von großer Bedeutung ist die immer engere Zusammenarbeit der somatischen und psychiatrisch-psychotherapeutischen Bereiche für den medizinisch ganzheitlichen Ansatz in unserem Krankenhaus. Der neue Chefarzt der Neurologie, Dr. med. Andreas Kauert, wird diesen Prozess in den kommenden Jahren weiter verfolgen. Der quali­ a­ iven Weiterentwicklung diente auch t t die Krankenhauskonferenz im Mai. Gemeinsam werden auf diesen Tagungen die Weichen für zukünftige Entwicklungen gestellt. Dass unser Krankenhaus dabei die richtige Richtung eingeschlagen hat, belegen auch die Ausführungen der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage. Über diese und viele andere Themen können Sie sich in dieser Ausgabe des »KEH-Report« informieren. Ich wünsche Ihnen eine unterhaltsame Lektüre und einen schönen Sommer. Dr. med. Manfred Lang Ärztlicher Direktor

Kurz 	 vorgestellt

»Tag der Lämmer 2011« Am Samstag, dem 16. April 2011, luden die Organisatoren des Landschaftsparks Herzberge ein zum »Tag der Lämmer«. Denn pünktlich vor Ostern hatte sich die Herde Mecklenburg-Vorpommerscher Rauhwollschafe um sage und schreibe 96 Lämmer vergrößert. Grund genug, den Lichtenbergern den Nachwuchs, aber auch die Fortschritte im Landschaftspark-Projekt vor Augen zu führen.

Jahresfest 2011 in Lobetal Am Sonntag, dem 19. Juni 2011, hatte die Hoffnungs­ taler Stiftung Lobetal zum 106. Jahresfest eingeladen und stellte bei einem bunten Rahmenprogramm die hervorragende Arbeit ihrer zahlreichen Einrichtungen vor. Mit dabei war auch die Krankenpflegeschule am KEH, die mit einem Stand über ihre Ausbildungsmöglichkeiten informierte. Das Foto zeigt (v.l.n.r.) Frau Poek, die Leiterin der KPS, die Lehrerin Frau Bergt und die Schülerinnen Sophia Wein und Juliane Kohn aus dem 1. Ausbildungsjahr. 	 	 	 	 	 	 	 Tagesklinik Herzbergstraße mit erweitertem Angebot »Pflegefachtag intensiv« im KEH Galileo – was ist das? Personalia Neues für Mitarbeiter »50 Plus« Abschied von Prof. Dr. med. Heinz-Joachim Meencke D  iakonie-Hospiz Lichtenberg erhält Spende über 20.000 Euro 	 15	 Unverhoffter historischer Fund 	 15	 Aktuelles Baugeschehen 	 16	  ktuelle Termine/Kunstworkshop 8. bis 12. August A 2011 im KEH/Traueranzeigen 11	 12	 13	 14	 14	 14	 14	
Impressum Herausgeber: Ev. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH, Geschäftsführung und Kranken­ ausbetriebsleitung, h Herzbergstr.79, 10365 Berlin Gestaltung/Produktion: Baumgardt Consultants, Gesellschaft für Marketing & Kommunikation bR Bildnachweis: Elbracht (Bethel) S. 1, 2 (o.), 3 (m.), 8 (o.), 9 (o.), 10, 14; Team Guus v.d. Upwich S. 5; J. Lehmann (KEH) S. 2 (u.), 3 (o.), 4, 6f, 8 (u.), 9 (u.), 11f, 13 (u.), 14 (o.), 15f; Privat S. 13 (o./m.), S. 14 (u.). V.i.S.d.P.: Johannes Lehmann Anregungen und Kritik an: j.lehmann@keh-berlin.de Der KEH-Report erscheint viermal jährlich.

	 	 	 	 	 	 	 	 	 	 	

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Inhalt Editorial Kurz vorgestellt R  ückblick 2010 und Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011 Impressionen eines kollegialen Arbeitstreffens »  Der Lotse geht von Bord« – Verabschiedung 	 von Prof. Dr. med. Heinz-Joachim Meencke Lange Nacht der Bilder am 2. Juli 2011 Einzigartige Synthese von Therapie und Analytik 15 Jahre Gefäßchirurgie am KEH Einblicke »Mit weniger mehr erreichen«

Juni 2011 | KEH-Report Seite 3

| Aktuelles |

Rückblick 2010 und Ausblick 	 auf das Geschäftsjahr 2011
Rahmenbedingungen in der Gesundheitswirtschaft ie politischen Vorgaben für den Handlungsrahmen der Kranken­ häuser in Deutschland sind unübersichtlich. Maß­ nahmen zur Entwicklung eines bedarfsgerechten und finanzierbaren Gesundheitswesens sind bislang nur als Entwurf vorhanden. Wachstum wird es wohl in erster Linie auf dem zweiten Gesundheitsmarkt, nicht aber in der Pflicht- und Regelversorgung geben. In den nächsten Jahren wird daher die Zahl der Krankenhäuser in Deutschland bedingt durch Fusionen und Schließungen weiter zurückgehen. Das bedeutet, dass in der Zukunft voraussichtlich eine überschaubare Zahl überregional tätiger Träger nicht nur die Akutversorgung, sondern auch komplementäre Leistungen in unterschiedlichen Versorgungsformen untereinander aufteilen wird. Durch die Einbindung des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in den Verbund der v. Bodelschwinghschen Stiftungen ist das Krankenhaus Teil eines großen ausgewiesenen Trägers von sozialen Hilfeeinrichtungen mit Angeboten an verschiedenen Standorten innerhalb der Bundesrepublik. Strategische Ausrichtung In dieser Situation sieht das KEH seine besondere Verantwortung – neben der Erfüllung seines regionalen Versorgungsauftrages – in der Einrichtung von überregionalen ambulanten und erweiterten stationären Angeboten (Diabetologie, Gefäßmedizin, Geriatrie, Epileptologie, Schmerztherapie, spezielle Angebote für Menschen mit geistiger Behinderung), für die es einen großen, gleichwohl nicht gedeckten Bedarf gibt. Die im Jahr 2007 begonnenen und in den Folgejahren konsequent fortgesetzten Neu- und Umstrukturierungen der Abteilungen zeigen dabei die erwarteten Erfolge. So wird das Krankenhaus sein Leistungsspektrum gezielt erweitern. Die Abteilung für Geriatrie wurde nach Verabschiedung des Landeskrankhausplanes 2010 am 1. März 2011 eingerichtet; ihren endgültigen Platz wird sie nach der Sanierung im Haus 4 erhalten. Weiterhin sind mit der Fortschreibung des Landeskrankenhausplanes für das KEH 29 zusätzliche Behandlungseinheiten in der Allgemeinpsychia­ rie und t 10 Behandlungseinheiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie genehmigt worden.

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Michael Mielke Kaufmännischer Geschäftsführer

Dr. Johannes Feldmann Theologischer Geschäftsführer

Sowohl in der Somatik als auch in der Psychiatrie konnten die Leistungszahlen deutlich gesteigert werden. Die organisatorischen Optimierungsprozesse haben sich messbar positiv ausgewirkt

E  ntwicklungen im klinischen 	 und im Pflegebereich Die Investition in ein effizientes Aufnahme-, Fall- und Entlassungsmanagement wirkt sich bei der Erlössicherung positiv aus – u. a. ist dies in besonderer Weise dem Patientenmanagement und dem Casemanagement zu danken. Die Leitungsstruktur im Bereich der Krankenpflege wurde neu organisiert und lässt eine schnellere Reaktion bei Personalengpässen und die Reduzierung von Leasingkosten erwarten. 2009 wurde das überarbeitete medizinische Konzept an die Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgungsregion Berlin angepasst. In 2010 konzentrierte sich die Krankenhausleitung im Wesentlichen auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der somatischen Abteilungen. Dazu arbeitete die bereits in 2006 gegründete Projektgruppe intensiv v. a. an Maßnahmen zur strukturellen Verbesserung von Leistungsprozessen im Krankenhaus. Mit Inbetriebnahme der Zentralen Aufnahme und Diagnostik (ZAD) wurden die notwendigen Anpassungen im elektiven Aufnahmemanagement der somatischen Fachabteilungen bearbeitet. Seit Herbst 2010 kann die Umsetzung zentraler Projektziele, wie die Reduzierung präoperativer Liegezeiten, anhand von Kennzahlen sicher gemessen werden. Ab 2011 wird mit dem zentralen Belegungsmanagement aus der ZAD heraus ein weiterer wichtiger Schritt abgeschlossen werden. Mit Hilfe des im KEH bis auf Abteilungsebene eingesetzten Managementinformationssystems »eis.Tik« wird das Kosten- und Leistungsgeschehen hinsichtlich der vereinbarten Mengen und Erlöse regelmäßig überprüft, um ggf. kurzfristig Gegensteuerungsmaßnahmen zu veranlassen. Die mit den Chefärzten fest vereinbarten Budget- und Quartalsgespräche erlauben eine schnelle Reaktion auf ungeplante Abweichungen im Kostenund Leistungsbereich.

KEH-Report | Juni 2011 Seite 4

| Aktuelles |
Die Ertragslage des gemäß Geschäftsbericht 2010 2010 Betriebliche Erträge Betriebliche Aufwendungen Personal Medizinischer Bedarf Übrige Aufwendungen (Summe-Zeile) Betriebsergebnis Investitionsergebnis Investitionskosten Finanzergebnis Neutrales Ergebnis (Summe) Jahresergebnis
Quelle: BDO AG

2009 % 100,0 61,4 18,4 17,6 97,4 2,6 – 0,5 2,0 – 0,5 – 1,1 0,4 TEUR 68.369,8 41.256,3 12.483,2 12.667,4 66.406,9 1.962,9 – 194,5 1.768,4 – 323,2 – 1.281,1 164,1 % 100,0 60,3 18,3 18,5 97,1 2,9 – 0,3 2,6 – 0,5 – 1,9 0,2

TEUR 72.413,5 44.470,6 13.303,9 12.760,2 70.534,6 1.878,9 – 97,0 1.481,9 – 341,8 – 816,9 323,2

Veränderung TEUR + 4.043,7 3.214,3 + 820,6 + 92,8 4.127,7 – 84,0 – 202,5 – 286,5 – 18,6 + 464,2 + 159,1

% + 5,9 + 7,8 + 6,6 + 0,7 + 6,2 – 4,3 – 104,1 – 16,2 – 5,8 + 36,2

Erlöse aus Krankenhausleistungen

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* Anteil der Erlöse aus Krankenhausleistungen

Ergebnisse aus dem Lagebericht 2010 Die Krankenhauserträge des Jahres 2010 sind auf der Grundlage eines »fiktiven Budgets« festgelegt worden. Inzwischen sind die realen Kosten gestiegen. So erhöhte sich z. B. der Materialeinsatz auf 9,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Die Arzneimittelkosten stiegen u.a. wegen der Fallzahlsteigerung um 124.000 Euro. Die Personalkosten mit rund 44,8 Mio. Euro stiegen um fast drei Mio. Euro aufgrund der tariflichen Lohnsteigerung sowie durch die Einführung eines neuen Entgeltsystems für Ärzte im Jahr 2010; die Zahl der durchschnittlichen beschäftigten Vollkräfte erhöhte sich gegenüber 2009 um 21,5 VK. Dabei ergeben sich die höheren Kosten auf der Grundlage von Leistungssteigerungen, das Leistungsspektrum des KEH blieb im Wesentlichen unverändert. Wir erwarten eine Budgetsteigerung für die stationären Krankenhausleis­ ungen gegenüber 2009 von ca. t 1,8 Mio. Euro.

Prognose Das KEH hat einen festen Platz in der medizinischen Versorgung der umliegenden Bezirke. Die wirtschaftliche Situation des Krankenhauses ist stabil, sie beruht auf einer guten Auslastung bei kontinuierlich steigender Fallzahl und sinkenden Verweildauern. Die Fachabteilungen sind adäquat besetzt. In Somatik und Psychiatrie halten wir ein ausgewogenes Leis­ ungsprofil, das durch t die Zentren (Epilepsie Zentrum Berlin Brandenburg, Gefäßzentrum Berlin, Behandlungszentrum für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung sowie MVZ – Ärztehaus für psychische Gesundheit und Epileptologie) abgerundet wird, vor. Für das Jahr 2011 ist der Erwerb des für den Krankenhausbetrieb notwendigen Geländes geplant. Für das KEH sehen wir weiterhin eine gefestigte regionale und überregionale Marktposition. Die Erweiterung sinnvoller Kooperatio­ en mit anderen dia­ n konischen, caritativen aber auch nicht konfessionell gebundenen Einrichtungen wird ein Schwerpunkt der Arbeit der Geschäftsführung sein. Die über Jahre nachgewiesene Leistungssteigerung in der medizinischen und pflegerischen Versorgung bei gleichbleibender sehr guter Qualität – trotz umfangreicher Bauarbeiten und der damit einhergehenden Raumverknappung – wäre ohne das Engagement aller Mitarbeitenden und die damit gezeigte Verbundenheit mit unserem Haus nicht möglich gewesen. Dafür sei allen herzlichen gedankt.
Michael Mielke Kaufmännischer Geschäftsführer Dr. Johannes Feldmann Theologischer Geschäftsführer

Juni 2011 | KEH-Report Seite 5

| Klinikkonferenz |

ie diesjährige KEH-Klinikkonferenz fand am 12. und 13. Mai 2011 im Grand City Hotel Liebenwalde statt. Unter der Moderation des Teams von Guus van der Upwich und der Co-Moderation von Tilmann Seidel trafen sich Teilnehmer verschiedener Leitungsebenen des Krankenhauses, um die Schwerpunkte des Handelns zu beraten. Im Anschluss an eine Andacht und die Begrüßung durch die Geschäftsführung, hielt Herr Guus van der Upwich einen Vortrag zum Thema »Konfliktmanagement«. Nach einer kurzen Pause gab der Herr Wendler, Leiter Controlling, einen Überblick über den Stand der 2010 verabredeten Maßnahmen: »Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich Controlling«, »Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachabteilungen« und »Serviceorientierte Kommunikation«. Die Beratung dazu wurde nach der Mittagspause fortgesetzt. Am Nachmittag ging es mit den Themen »Teamentwicklung im Intensivbereich« und »Interdisziplinäre Zusammenarbeit beim Aufbau der Fachabteilung Geria­ trie« weiter, zu denen Prof. Dr. Thomas den Einstieg gab. Der späte Nachmittag beinhaltete die Auseinandersetzung mit beiden Themen. Auf Grundlage der »Open space«-Methode wurde über neue Formen in der Zusammenarbeit von Abteilungen nachgedacht. Vor dem Abendessen erfolgte die Vorstellung der Ergebnisse, und beim Kaminabend ergab sich Gelegenheit zum besseren Kennenlernen und zum Austausch. Der 13. Mai 2011 begann mit einer Andacht und der Fortsetzung der Arbeit im »Open space«. Zu den Themen: »Führungsgrundsätze«, »Zusammenarbeit, Trans­ arenz p und Kommunikation« und »Entwicklung der Unternehmenskultur« wurden bis zum Mittagessen Veränderungswünsche, Vorschläge und Ideen zusammengetragen und nach der Mittagspause präsentiert. Der Reisesegen vor der

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Bilder eines kollegialen Arbeitstreffens
Heimfahrt schloss die Tagung ab. Als erste Aktionsfelder wurden auf der Konferenz drei Aufgaben vereinbart: Unter der Überschrift »Agenda 2020« und in Verantwortung des Ärztlichen Direktors Dr. Lang soll die strategische Ausrichtung des KEH verbindlich festgeschrieben und auf einer Konferenz zum Ende des Jahres bestätigt werden. Herr Menzel, Leiter Technik/Bau, hat die Aufgabe übernommen, einen »KEH-Stammtisch« zu initiieren, um gute Ideen zu sammeln und sie im Intranet zu publizieren. Der dritte Auftrag zur Neustrukturierung des Intranets wurde in meine Verantwortung übergeben und ist bereits in einem ersten Schritt umgesetzt.

Die Klinikkonferenz fand in einer merklich kollegialen Atmosphäre statt. Von Konkurrenzen zwischen den Bereichen war nichts zu spüren. Vielmehr zeigten die Teilnehmer, dass sie gewillt sind, das KEH gemeinsam und positiv nach vorn zu entwickeln. Erwähnenswert sind auch die künstlerischen Einlagen und Moderationen des Schauspielers Pago Balke, die Anlass zum Nachdenken boten und die Beratungen auflockerten.
Reiner Girstl, Referent der Geschäftsführung

KEH-Report | Juni 2011 Seite 6

| Aktuelles |

»Der Lotse geht von Bord«
Verabbschiedung von Prof. Dr. med. Heinz-Joachim Meencke

ünfzehn Jahre hat Prof. Dr. med. HeinzJoachim Meencke als Chefarzt Verantwortung für die Abteilung Epileptologie am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisa­­ beth Herzberge (KEH) und als Leitender Arzt und Geschäftsführer des Instituts für Diagnostik der Epilep­ sien (IDE) am Epilepsie Zentrum Berlin Brandenburg (EZBB), seit 2001 als Medizinischer Direktor, getragen. In dieser Zeit hat er seine Kenntnisse und Erfahrungen in Medizin, Wissenschaft und Forschung in den Dienst an Menschen gestellt, die an Epilepsie erkrankt sind, um mittels umfassender Therapiemethoden Menschen mit Epilepsie ein Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Am 15. April 2011 wurde er mit einem Symposium verabschiedet, zu dem langjährige Wegbegleiter, Kollegen, Freunde und Angehörige gekommen waren. Im wissenschaftlichen Teil des Symposiums wurde unter Moderation von Prof. Dr. med. H.-B. Straub, EZBB Standort Bernau, das gesamte Spektrum der Erforschung und Behandlung von Epilepsien beleuchtet. Prof. Dr. med. Dieter Janz, Lehrer von Prof. Meencke und »Vater der Epileptologie in Deutschland« (so Prof. Andermann), wies auf den sozialen Aspekt der modernen Therapien hin, die den Betroffenen durch umfassende Sorge und Betreuung wieder einen Platz in der normalen Alltagswelt ermöglichten. Prof. Frederick Andermann (MD, PhD) aus Montreal erläuterte, welcher Erkenntniszuwachs durch Einbeziehung von Forschungsergebnissen anderer medizinischer Disziplinen erreicht werden konnte. Zu den Erfolgen prächirurgischer Diagnostik referierte Prof. Dr. med. Hermann Stefan, Erlangen, und Frau Prof. Eva Andermann (MD, PhD) aus Montreal beleuchtete genetische Aspekte in der Epileptologie des 21. Jahrhunderts.

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KEH-Geschäftsführer Michael Mielke (o.l.), Dr. Rainer Norden vom Vorstand Bethel (darunter) und KEH-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Oelkers (re.) sprechen ihren Dank und gute Wünsche aus

Weitere Beiträge befassten sich mit neuropathologischen (Prof. Dr. med. Ingmar Blümcke, Erlangen), neurophysiologischen (Prof. Dr. med. Uwe Heinemann, Charité Berlin), pharmakologischen (Prof. Dr. Wolfgang Löscher, Hannover) und neuropädiatrischen Aspekten (Dr. med. Hans Holthausen, Vogtareuth) der Epilepsiebehandlung. Neue therapeutische Ansätze stellte PD Dr. med. Christian Bien, Bielefeld, vor und Norbert van Kampen vom EZBB warf einen Blick auf die Zukunft der Epilepsie-Selbsthilfe. Im zweiten Teil folgten eine Vielzahl von Gruß- und Dankesworten. KEH-Geschäftsführer Michael Mielke dankte für alle Initiativen, mit denen Prof. Meencke dem Krankenhaus einen hervorragenden Ruf erworben hat. Der Aufsichtsratsvorsitzende des KEH und des IDE, Thomas Oelkers, nannte Prof. Meencke nicht nur

Klaus Göcke (Deutsche Epilepsievereinigung e.V.) dankt Prof. Meencke

Juni 2011 | KEH-Report Seite 7

| Aktuelles |

Lange Nacht der Bilder am 2. Juli 2011 Auch in diesem Jahr beteiligt sich das KEH wieder an der »Langen Nacht der Bilder« im Bezirk Lichtenberg und bietet damit Patienten, Besuchern und Mitarbeitern Anregung und Austausch. Organisiert vom Kulturring e.V., dient die »Lange Nacht der Bilder« der erlebnisorientierten Präsentation von Gegenwartskunst sowie dem Dia­og l zwischen Künstlern und Betrachtern. Neben Gemälden werden auch und »Berlin – da steh ick druff« mit Exponaten des Fotoclubs »Lichtblick« aus Lichtenberg. Beide Ausstellungen sind bis Anfang August zu sehen. Zur langen Nacht am 2. Juli 2011 gibt es dann – passend zu den Ausstellungen – jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr eine Lesung der Autorin Angelika Butter: »Berlin-Brandenburger Spaziergänge. 30 Minuten aus meinem Tagebuch« im Haus 24.

ein wissenschaftliches, sondern auch ein ökonomisches Talent, das immer auf dem Boden der Realitäten gestanden hat. Dr. med. Manfred Lang überbrachte als Ärztlicher Direktor des KEH Dank und Wünsche der Chefarztkollegen. Michael RäßlerWolff, Bezirksstadtrat für Familie, Jugend und Gesundheit, nannte Prof. Meencke einen »Botschafter Lichtenbergs«. Herr Gerd Mallschützke, BEK/GEK, hob hervor, dass es ein Segen für Patienten sei, im EZBB behandelt zu werden, und Prof. Dr. med. Matthias Endres von der Berliner Charité dankte für die verlässliche und exzellente Zusammenarbeit. Nach weiteren Ansprachen von PD Dr. med. ThomasNicolas Lehmann, HELIOS Klinikum Bad Saarow, Prof. Dr. Jürgen Vesper, Berlin, Klaus Göcke, Dr. med. Michael v. Weizsäcker und Dr. Rainer Norden überbrachte Christiane Hüttel die guten Wünsche der Pflegekräfte am EZBB mit dem Goethezitat: »Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.« Schließlich erhielt er aus der Hand von Oberärztin Anja Grimmer im Namen der Ärzte des EZBB den »Lebenswerk-Pokal« überreicht. Für die musikalische Umrahmung des Symposiums mit Werken von Mozart, Haydn und Weber sorgte das Jacques Thibaud Ensemble. Zum Abschluss dankte Herr Prof. Meencke allen Referenten und Gästen, vor allem aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne deren Engagement das EZBB nicht diese Qualität hätte erreichen können. Die Arbeit am Epilepsie Zentrum Berlin Brandenburg habe für die Patienten eine »Entwicklung von wenig Freiheit zu mehr Freiheit« ermöglicht und sei ein Weg »von der Pflicht zur Kür« gewesen. Der anschließende Empfang gab Gelegenheit zum zwanglosen Austausch.

Prof. Meencke (2.v.r.) im Kreis der zahlreichen Referenten

Prof. Meencke freut sich über seinen »LebenswerkPokal«

Plastiken, Graphiken, Fotos – eben Kunst vieler Genres – gezeigt. Mehr als 60 Galerien, Ateliers, Kunst-Werkstätten, Museen, aber auch Kirchen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen öffnen ihre Türen für diese Kunstnacht der besonderen Art, die in diesem Jahr bereits zum vierten Mal stattfindet. Der Eintritt ist überall frei. Bereits im Vorfeld wurden im Haus 24 des KEH (Cafeteria) am 10. Juni 2011 zwei Ausstellungen eröffnet: »Landschaften aus Nah & Fern« mit Aquarellen und Pastellen von Carola Frentrup

Um 19 Uhr wird in der Alten Kapelle (Haus 22) die Ausstellung »Seelenwelten« mit Werken des Bildhauers Alexander Heil eröffnet. Der 1970 in Frankfurt/M. geborene Künstler lebt und arbeitet seit 2005 in Berlin. In seinen figürlichen und abstrakten Holz- und Bronzeplastiken beschäftigt er sich mit dem Spannungsfeld zwischen aktiven und kontemplativen Polen im menschlichen Dasein.  Regina Winkler Foto: Aquarell von	 Carola Frentrup

KEH-Report | Juni 2011 Seite 8

| 15 Jahre Gefäßchirurgie |

Einzigartige Synthese 	 von Therapie und Analytik
15 Jahre Gefäßchirurgie am KEH

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efäßerkrankungen gehören inzwischen nicht nur zu den häufigsten und gefährlichsten, sondern auch zu den am meisten unterschätzten Zivilisationskrankheiten. Dabei sind sie für lebensbedrohliche Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall verantwortlich. Die Abteilung Gefäßchirurgie des KEH ist darauf spezialisiert, Gefäßkrankheiten frühzeitig zu erkennen und effektiv zu behandeln. Darüber hinaus engagieren sich Chefarzt PD Dr. med. Hans Scholz und Klinikingenieur Dr. rer. medic. Ulf Krüger intensiv in der Forschung und Weiterentwicklung von Therapiemethoden. »Als ich das erste Mal auf das Gelände des KEH kam, machte es keinen freundlichen Eindruck«, erinnert sich Dr. Scholz. »Aber mit einem Mal kam die Sonne heraus – und alles war grün.« Es war eine weitsichtige Entscheidung des damaligen Leiters des Krankenhauses, Pastor Thomas Passauer, gleich nach der deutschen Wiedervereinigung eine Erweiterung des Angebots vorzunehmen und damit den Standort zu stärken. Chirurgische Eingriffe nahmen zu, gleichzeitig waren die Liegezeiten rückläufig. So hat er Urologie und Epileptologie ans KEH geholt und den Gefäßchirurgen Dr. Scholz angefragt, der zu dieser Zeit als Leiter der Klinik für Gefäßchirurgie an der Charité tätig war. Weil im KEH ein AngiografieArbeitsplatz vorhanden war und die Nephrologie Bedarf an gefäßchirurgischen Eingriffen bei Dialyse-Patienten hatte, sagte Dr. Scholz zu. Seitens der Senatsverwaltung wurde die neue Abteilung zunächst geduldet. 1995 hatten die Verhandlungen

Dr. Ulf Krüger (l.) und Chefarzt PD Dr. Hans Scholz

Das interdisziplinäre Ge­ fäßzentrum Berlin mit Standorten am KEH und im Sankt Gertrauden Krankenhaus behandelt stationär und ambulant Erkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäße. Als Teil des Gefäßzentrums leistet die Abteilung Gefäßchirurgie einen unverzichtbaren Beitrag zu Diagnostik und Therapie.

begonnen. 1996 kam Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Schulte als Leiter der Inneren Medizin ans KEH, und es entstand die Idee von der Einrichtung eines Gefäßzentrums – zusammen mit der Neurologie. Im selben Jahr wurde das Vorhaben offiziell genehmigt, und 1997 konnte das Gefäßzentrum am KEH eröffnet werden. Das bedurfte hoher Investitionen, die notwendigen medizinisch-technischen Geräte mussten angeschafft werden. »Erst kurz vor Arbeitsbeginn wurden für uns Räumlichkeiten unter dem Dach freigemacht«, fährt Dr. Scholz fort. »Begonnen haben wir mit einem Vier-Bett-Zimmer in der Chirurgie, bis dann schrittweise eine Station daraus wurde. Zunächst war nur am Mittwoch der OP-Tag, dann wurde täglich operiert, schließlich musste sogar ein Spätdienst eingeführt werden.«

Einblicke
in die Arbeit der Kinder- und Jugendpsychiatrie Wer in der Osterzeit an der Abteilung für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Haus 7, vorbeikam, konnte einen Reigen der besonderen Art beobachten: im Kreis aufgereiht tanzten große, bunt bemalte Ostereier im Wind. Laut Statistik wurden 2009 in Deutschland 185 817 Ehen geschieden – davon betroffen sind 145 656 minderjährige Kinder. Um die psycho­ ynamischen Auswirkungen während und nach der Trennung d der Eltern zu erörtern, hatte Frau Dr. May am 24. März 2011 zu einer Fortbildung ins KEH eingeladen. Im gefüllten Festsaal referierte die namhafte Dozentin Frau Dr. med. Renate Sannwald zum Thema »Ehescheidung der Eltern und ihre Folgen für die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit«. Chefärztin Dr. Rita May und Frau Dr. Renate Sannwald

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| 15 Jahre Gefäßchirurgie |

Zu den Bedingungen für den Wechsel von der Charité ans KEH gehörte die Einrichtung eines Forschungslabors. »Diese Kombination ist einmalig in Deutschland«, sagt er, »denn auch klinische Forschungseinrichtungen arbeiten eher mit externen Labors zusammen. Aber praktische Chirurgie und Labor unter einem Dach – das ermög­ licht angewandte Forschung.« Mit Dr. Ulf Krüger ist ein Ingenieur ins Klinik-Team integriert, durch den Fragestellungen, die im OP-Saal auftauchen, sofort im Labor bearbeitet werden können. Und wenn Verbesserungen im Labor gefunden werden konnten, lassen sich die Erkenntnisse direkt im OP-Saal anwenden. »Wir erhalten in unserem Labor Messergebnisse unter praktischen klinischen Bedingungen«, erläutert Dr. Krüger. »Die Fragestellungen werden in einem künstlichen Kreislauf im Labor untersucht, und Strömungen in den Gefäßen können am PC dargestellt werden. Dabei sind die Berechnungen sehr aufwändig; manche Vorbereitung auf eine Messung dauert bis zu einem Jahr – die

Gefäßchirurgische Eingriffe sind Operationen, die einen hohen Zeitaufwand erfordern. Um die speziellen Angebote der Abteilung in Anspruch nehmen zu können, melden sich Patienten aus allen Berliner Bezirken und aus anderen Bundesländern.

Messung selber nur wenige Stunden.« So konnte z.B. der Vorteil der Zwei-Nadel-Dialyse gegenüber der vielfach angewandten Ein-Nadel-Dialyse nachgewiesen werden. Ein anderes Ergebnis war der Nachweis, dass der Shunt für die Dialyse die Hand entlastet, wenn er an anderer Stelle des Armes eingesetzt wird anstatt wie üblich in der Nähe des Handgelenks. Damit kann das ggf. praktizierte Durchtrennen von Venen und Anlegen eines umlaufenden Bypasses im Arm entfallen. Und alles ist reine Handarbeit. Dr. Scholz und Dr. Krüger verbringen viele Stunden im Labor, um Gefäßmodelle und Messeinrichtungen herzustellen. Dass sich die Arbeit lohnt, zeigt die patentierte spezielle Gefäßprothese VENAFLO, die hier entwickelt wurde und inzwischen in zweiter Generation in den USA hergestellt und weltweit vertrieben wird. Die zahlreichen Veröffentlichungen von PD Dr. Scholz lesen sich wie ein Gang durch die moderne Forschungsgeschichte der Gefäßchirurgie. Zurzeit arbeitet er intensiv am »Lehrbuch und Atlas der AV-Shunt-Chirurgie«. Als Privatdozent hat er eine Hochschullehrbefugnis und kann Promotionen vergeben. Doktoranden haben damit beste Voraussetzungen für ihre Qualifikation und das Sammeln praktisch-klinischer Erfahrungen. »Nur der Uhrmacher ist in der Lage, eine Uhr richtig kaputt zu machen«, sagt Dr. Scholz. »Das gleiche gilt für den Chirurgen im Blick auf den Menschen. Daher ist größte Hochachtung vor dem menschlichen Körper geboten, und alles muss getan werden, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.« Die Qualität hat sich bewährt. Die Gefäßchirurgie am KEH mit ihren speziellen Angeboten zur Behandlung von Aneurismen im Bereich der Brust- und Bauchschlagader oder für Patienten mit Dialyse-Gefäßanschluss, bei denen es gravierende Komplikationen gab, kommen aus allen Berliner Bezirken und anderen Bundesländern und nehmen sogar Wartezeiten von Wochen in Kauf.

Frau Dr. Sylke Ilg vom Vorstand der BAG (links) im Gespräch mit Frau Dr. May Am 8. April 2011 traf sich die Arbeitsgruppe Instituts­ mbulanzen a der Bun­­ arbeitsgemeinschaft der Leitenden Klinikärzte für des­­ Kinder- und Jugendpsychia­ rie, Psychosomatik und Psychotherapie t e.V. (bag kjpp) im KEH, um sich vor Ort über das Modellprojekt TAN.go zu informieren und über Entgeltrichtlinien für die Psychia­ trischen Institutsambulanzen zu beraten.

Gruppenfoto: Am Montag, dem 20. Juni 2011, wurde mit einer kleinen Feierstunde die Eröffnung eines neuen Kunsttherapieraums im Dachgeschoss von Haus 7 begangen, der aufgrund der Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie dringend benötigt wurde. Die Chefärztin, Frau Dr. May, KEH-Geschäftsführer Michael Mielke und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung freuten sich, mit Frau Weidemann von der »Wilhelm Weidemann Jugendstiftung« (Foto: Mitte) und Frau Senfft von der Spendenabteilung in Bethel (Foto: rechts daneben) die Hauptsponsoren, durch deren Spende der Ausbau finanziert worden war, begrüßen zu können.

KEH-Report | Juni 2011 Seite 10

| Neurologie |

»Mit weniger mehr erreichen«
Dr. med. Andreas Kauert ist neuer Chefarzt der Neurologie roße Fortschritte in der Medizin und der Einsatz modernster diagnostischer und therapeutischer Verfahren haben dazu geführt, dass neurologische Erkrankungen, die lange als schwer oder gar nicht behandelbar galten, bessere Heilungschancen haben. Die Abteilung Neurologie am KEH verfügt über ein hoch qualifiziertes Team, das, mit der entsprechenden technischen Ausstattung sowie in enger Kooperation mit anderen Abteilungen des Hauses, seinen Patienten die optimale Behandlung für ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen bieten kann. Die nach modernsten Maßstäben ausgestattete Stroke Unit kann Patienten mit Schlaganfall aufnehmen und die Akutversorgung sicherstellen. Im März ist Dr. med. Andreas Kauert, der die Abteilung als Oberarzt bereits seit etwa zwei Jahren kommissarisch geleitet hat, zum Chefarzt ernannt worden. Den Hauptteil der Behandlungen in der Neurologie machen neurovaskuläre Erkrankungen (Schlaganfall), Epilepsien, entzündliche Erkrankungen des ZNS (MS), degenerative Hirnerkrankungen (Demenz), akute und chronische Schmerzen, Kopfschmerzerkrankungen und Schwindelsyndrome aus. »Ca. 65 % der Behandlungen sind nicht planbar«, sagt Dr. Kauert. »Schlaganfälle, epileptische Anfälle und Deliren (Verwirrtheit) kommen akut über die zentrale Notaufnahme des KEH und müssen unverzüglich behandelt werden. Daraus resultiert ein enormer Zeitdruck.« Nur die restlichen etwa 35 % der Behandlungen sind elektiv durchführbar wie auch die Therapien der 2010 eröffneten Tagesklinik für chronisch Schmerzkranke. »Die Neurologie ist ein Paradebeispiel für den Wandel in der Medizin«, fährt er fort. »Überall gilt es, mit weniger mehr zu machen.« Nachdem 15 Behandlungsplätze an die neue Abteilung Geriatrie fielen, verfügt die Neurologie noch über eine Station (NE1) mit 26 Betten und vier Behandlungsplätze in der Stroke Unit. »Schneller Patientendurchlauf, multimorbide Patien­ ten, hoher Anspruch an qualifizierte Diagnostik und Behandlung erzeugen gerade durch die Arbeitsverdichtung hohe Arbeitsbelastung beim Personal.« Auf die Fallzahlen soll die Verringerung der Bettenzahl keine wesentlichen Auswirkungen haben. In den vergangen Jahren hat eine massive personelle Umstrukturierung begonnen. Die Arbeit in der Abteilung ist dadurch stärker vom Teamgedanken getragen. Pflegekräfte, Ärzte und alle anderen Berufsgruppen orientieren sich gemeinsam ganz eng am Behandlungsprozess ihrer Patienten und kommunizieren stärker miteinander. Inhaltlich sind die Aufgaben stark gewachsen. Dr. Kauert weiß, dass Lösungen für die Einbeziehung aller, auch der älteren Mitarbeiter, gefunden werden müssen. Nur so lassen sich

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Krankenstände reduzieren, höhere Fallzahlen und komplexe Therapien mit der notwendigen Effizienzsteigerung bewältigen. »Seit 2009 engagieren wir uns auch im MVZ – Ärzte­ haus für psychische Gesundheit und Epileptologie am KEH in der Herzbergstraße 82«, fügt er hinzu. Bei neurologischen Störungen ist in der Regel auch eine ambulante fachärztliche Weiterbetreuung notwendig. Auf diese müssen Patienten häufig Monate warten. »Seitdem das Zulassungsgebiet der KV in Berlin nicht mehr in einzelne Versorgungsgebiete unterteilt ist, sondern die gesamte Stadt als Zulassungsbezirk zählt, wandern auch Neurologenpraxen aus der Region in lukrativere Gegenden ab. Dies führt zu Engpässen in der neurologischen Versorgung der Patienten in Wohnortnähe. Das Angebot im MVZ soll daher auch einer besseren Patientenversorgung vor Ort dienen.« Als Schwerpunkte der kommenden Zeit sieht Dr. Kauert den Ausbau der interdisziplinären Zusammenarbeit intern und extern und die Verbesserung der Weiterbildung. »Ausbildung ist kein Selbstläufer. Strukturierte Ausbildung, Bindung und Förderung von Nachwuchs mit Begeisterung fürs Fach sind Kernaufgaben insbesondere in Zeiten des Ärztemangels. Und erfolgreich können wir nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern sein.« Darüber hinaus sind gemeinsame Studien mit der Berliner Charité in Vorbereitung.

Dr. med. 	 Andreas Kauert 1966 in Dessau geboren, nahm Dr. Kauert nach Abitur und Ausbildung zum Facharbeiter für Krankenpflege ein Stu­­ dium an der Medizinischen Fakultät der Ernst Moritz Arndt-Universität in Greifswald auf, das er 1992 abschloss. Neben der Facharztausbildung zum Neurologen in den Abteilungen Neurologie, Epileptologie und Psychia­ rie des KEH, spet

zialisierte er sich auf dem Gebiet der neurovaskulären Diagnostik im Ultraschalllabor der Abteilung Neurologie der Berliner Charité und schloss diese Studien 2002 mit der Promotion ab. Seit 2000 leitete er den Bereich Neurosonologie am KEH, den er aufgebaut hatte. Nach der Ernennung zum Oberarzt 2002 konnte er die Spezialsprechstunde für neurovaskuläre Problempatienten mit Ermächtigung durch die KV Berlin einrichten. Am 1. März

2011 wurde Dr. Kauert zum Chefarzt der Abteilung Neurologie berufen. Er hält Vorträge mit dem Schwerpunkt Neurologischer Ultraschall und ist Kursleiter und Referent zum neuropathischen Schmerz (Pain Academy). Seit 2009 bietet er eine zusätzliche KV-Sprechstunde am MVZ in der Herzbergstraße 82– 84 an. Dr. Kauert ist Mitglied in der DGN und DEGUM. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

Juni 2011 | KEH-Report Seite 11

| Tagesklinik |

Tagesklinik Herzbergstraße 	 mit erweitertem Angebot

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ereits seit 1999 gibt es im KEH zwei Tageskliniken (in der Herzbergstraße und in der Boxhagener Straße) mit jeweils 20 Therapieplätzen, so dass 2009 das zehnjährige Bestehen mit einem großen Symposium gefeiert werden konnte. Im letzten Jahr wurde unsere dritte Psychosomatisch-psychiatrische Tagesklinik zusammen mit der erweiterten Tagesklinik für »Spezielle Schmerztherapie« neu eröffnet. Nun gibt es wiederum eine Erweiterung unseres Behandlungsangebotes in der Tagesklinik Herzbergstraße (PSLT, PS 11) zu verkünden. Seit dem 1. April 2011 können wir 30 Behandlungsplätze anbieten und somit das Therapieangebot um 50 % erweitern. In einer von Oberarzt Dr. Schade und Frau Herrmann gut strukturierten Projektarbeit konnten die bereits angekündigten räumlichen, therapeutischen und personellen Veränderungen termingerecht umgesetzt werden. Bessere Versorgung der Patienten Unsere Tagesklinik befindet sich in der Herzbergstraße 82 – 84 kurz vor der Haupteinfahrt in das Klinikgelände des KEH im linken Seitenflügel des Corvushauses hinter einem Torbogen, eingebettet in den neu angelegten Landschaftspark Lichtenberg. Die Räumlichkeiten sind im dritten Stock untergebracht. Im gleichen Gebäude befindet sich im ersten Stock das ambulante Medizinische Versorgungszentrum – Ärztehaus für psychische Gesundheit und Epileptologie am KEH, im zweiten Stock die Tagesstätte der Integrierten Suchtberatung Lichtenberg. Bis März war auch die Institutsambulanz (PIA) auf der gleichen Etage wie die Tagesklinik untergebracht. Durch den Umzug der PIA ins Haus 18 (siehe KEH-Report im März 2011) konnten in der Tagesklinik Herzbergstraße zusätzliche Räume hinzugewonnen, umgestaltet und die Therapieplätze – nach Landeskrankenhausplan – auf 30 erhöht werden. Die Tagesklinikerweiterung mit den Umbauarbeiten fand bei laufendem Betrieb statt, was – Dank guter Vorbereitungsarbeit und der Geduld der Patientinnen und Pa­­ ten der Tagesklinik – ohne große Turbulenzen tien­ vonstatten ging. Besonders hervorzuheben ist dabei die angenehme Zusammenarbeit mit dem Malerbetrieb PEGASUS e.V., der immer bereit war, unsere individuellen Wünsche zu berücksichtigen. So konnte ein Fitnessraum gestaltet werden, in dem zwei Ergometer und ein Crosstrainer genutzt oder auch individuelle Übungen angeboten werden können. Im neu gestalteten Entspannungsraum kann über eine große Lichtwand zusätzlich Lichttherapie wahrgenommen werden.

Tagesklinik Herzbergstraße Herzbergstraße 82 – 84 (3. Etage), 10365 Berlin Telefon 55 49 – 04 25 Telefax 55 49 – 04 27 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 – 16 Uhr Dienstags um 14.30 Uhr können Interessierte unseren Info-Nachmittag zum Kennenlernen nutzen. Weitere Informationen finden sie auf der Homepage des KEH: www. keh-berlin. de und in unserem Flyer.

Moderne Psychiatrie in der Praxis In der Tagesklinik Herzbergstraße bieten wir Erwachsenen mit depressiven/affektiven und psychotischen Krankheitsbildern eine ganztägig strukturierte, multiprofessionelle und intensive Behandlung an, ohne dabei auf die gewohnte Umgebung verzichten zu müssen. Das gewohnte Umfeld unterstützt den Transfer zwischen »Therapie und Alltag«, so dass neues Verhalten und Erleben täglich erprobt und erfahren werden können. Seit der Erweiterung auf 30 Plätze können wir vier Gruppen zur Verfügung stellen. Es gibt zwei Depres­ sions­ ruppen, eine Gruppe für Patienten mit psychog tischen Erkrankungen und neu eine kleinere so genannte Basisgruppe. In der Basisgruppe können sehr belastete Patienten zunächst mit einem deutlich reduzierten Therapieprogramm beginnen, Symptom- und Krankheitsbewältigungsstrategien kennenlernen und sich auf die neue Tagesstruktur und Umgebung einstellen. Die Teilnehmerzahl der drei Hauptgruppen umfasst ca. 8 bis 10 Patienten. Damit entsprechen wir dem großen Bedarf an tagesklinischen/teilstationären Behandlungen und passen uns den Grundsätzen einer modernen Psychiatrie an, die einen Ausbau der ambulanten Behandlungsmöglichkeiten mit intensiver Vernetzung beinhaltet. Durch die Aufstockung wird die Versorgung für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen im Bezirk Lichtenberg deutlich verbessert. Ein tagesklinischer Aufenthalt kann häufig die vollstationäre Behandlung vermeiden bzw. den Übergang von einer vollstationären Behandlung in den Lebensalltag erleichtern. Die enge Zusammenarbeit mit den somatischen Abteilungen unseres Hauses ermöglicht bei Bedarf die konsiliarische Diagnostik und Mitbehandlung zusätzlicher körperlicher Erkrankungen.

Das aktuelle Team der Tagesklinik In unserem multiprofes­ sionellen Team arbeiten unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Diefenbacher aktuell Frau Eva Lackner, Fachärztin für Psychiatrie/Psychotherapie, als Leiterin der Tagesklinik, ein Arzt, ein psychologischer Psychotherapeut (Schwerpunkt Verhaltenstherapie) und vier Fachkrankenschwestern. Zwei Ergotherapeutinnen, ein Sozialarbeiter, zwei Physio­ therapeutinnen, ein Lauftherapeut, eine Tanz- und eine Qi Gong-Therapeutin vervollständigen das Team.

KEH-Report | Juni 2011 Seite 12

| Pflege |

»Pflegefachtag intensiv« im KEH
ngesichts der medizinischen Entwicklungen und Fortschritte, besteht auch im Pflegebereich das Ziel und die Aufgabe, die Pflege durch Professionalität im Arbeitsalltag sicherer zu machen. Das wird v. a. durch eine gute intensivmedizinische, interdisziplinäre Allgemeinbildung erreicht. Dazu diente unser Pflegefachtag, der am 6. Mai 2011 im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) stattgefunden hat. Grundgedanke bei der Vorbereitung der Tagung war: »Was andere Häuser können, geht auch bei uns!« Wir fragten uns: Was machen andere Häuser besser, anders, wo können wir von ihren Erfahrungen lernen? Um das herauszufinden, hatten wir Fachleute aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladen, um über aktuelle Themen zu referieren. Den Auftakt machte Kommunikationstrainer Gerhard Lackner aus München mit der Frage: »Was glauben Sie, wie wichtig ist Kommunikation auf der Intensivstation?« Dass Mitarbeitergespräche und Fortbildungen das Klima und die Qualität der Arbeit verbessern und Talente zum Vorschein bringen, ist allseits bekannt. Mitarbeiter sollen sich auf ihr Mitarbeitergespräch freuen und es als Chance sehen, ihre Arbeit und ihr Umfeld aktiv und positiv mit zu verändern – das wurde von Eva Maria Durka aus München ganz unkonventionell dargestellt. Der personelle Notstand auf dem deutschen Fachkräfte-Markt wird immer eklatanter. Markus Schollmeyer, ebenfalls aus München, wusste in seiner Funktion als Rechtsanwalt und Gerechtigkeitsforscher, den Pflegeberuf mit guten Ideen in seiner Attraktivität zu steigern. Nach der Frühstückspause ging es um Spezifika intensivmedizinischer Versorgung. Nicht nur in der Kommunikation werden wir vom Change-Management begleitet. Auch in der Intensivmedizin erfolgen wesentliche Veränderungsprozesse, die Zeit, neue Organisationsformen sowie die Untersetzung mit Strategie und Überzeugungsarbeit benötigen. Ein gezieltes Monitoring von Analgesie, Sedierung und Delir sowie das adäquate therapeutische Management bei kritisch kranken Patienten auf der Intensivstation sind Basismaßnahmen jeder intensivmedizinischen Behandlung. So sieht es auch die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin – und zu ihren S3-Sedierungsleitlinien und zur Umsetzung durch die Pflegekräfte informierte uns unser Stationsarzt Dr. Gründel. Die folgenden Themen waren ebenso spannend: Dirk Brenner aus Essen konnte zur »Katecholamintherapie« einiges mehr berichten als die Vermeidung von Minderperfusion und Überwässerung. Da das Thema »Medikamente« für die Intensivpflegekräfte einen ho-

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Cornelia Heidgen war für die Organisation des Pflegetages zuständig

hen Stellenwert hat, berichtete Oliver Bubritzki aus Rostock von »Medikamenteninkompatibilitäten« und traf den Nerv der Zuhörer. Eine ganz besondere Sichtweise zum »stummen Schmerz« und was dahinter steckt, stellten Jens und Birgit Guhlke aus Eckernförde aus Sicht der Anästhesie und Intensivpflege dar. Unsere Gesellschaft kann immer besser medizinisch versorgt werden; das Krankheitsbild des COPD-Patienten ist unser täglicher Begleiter. Nach der Mittagspause informierte und erklärte Gerhard Hipp aus München die »noninvasive Beatmung«. Schlaganfälle zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen – zu ihrer Behandlung sind vier Betten in die Intensivstation des KEH integriert, so dass auch dieses Thema unumgänglich war. Frau Palaoro vermittelte uns mit ihren Therapiesäulen das »Versorgungskonzept der Stroke Unit«. Sie gab viele praktische Hinweise aus ihrer Erfahrung im zertifizierten Stroke Unit-Bereich des Klinikums München. Die Referenten waren nicht nur »TOP« mit ihren Vorträgen – sie lagen auch genau in der Zeit: so beendete Gerhard Lackner in seiner frischen, anregenden und informativ-beschwingten Art pünktlich den Kongress mit Ausführungen zur »nonverbalen Kommunikation«.

Der »Pflegetag intensiv« war nicht nur eine Anerkennung für die Arbeit der Pflegenden, sondern auch ein Zeichen für Qualitätssicherung im Krankenhaus und auf der Intensivstation – damit richtungweisend für eine gute, intensivmedizinische Betreuung. Ernst Ferstl sagte einmal: »Unser Leben ist ein ununterbrochener Fortbildungskurs«. Und so freue ich mich, dass der Tag dank der Energie, dem positiven Geist der Referenten und aller Teilnehmer nachhaltig inspiriert hat und alle voller Tatendrang in den Alltag zurückkehren konnten.

Pflegedirektor Uwe Kropp (2.v.l.) im Kreis der Referenten freut sich über die gute Resonanz

Kulinarisch wurden wir vom Restaurant »Skipper« aus Hennigsdorf verwöhnt. Und wir hatten den Teilnehmern noch mehr zu bieten: ein wunderschönes Krankenhausgelände, einen fantastischen Festsaal, eine Organisatorin, mit viel Power und einen Pflegedirektor, der tolle Ideen gern unterstützt. Aus diesem Grund wurde der 6. Mai auch ein Riesenerfolg! Es war ein inspirierender Tag, der bei den Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat und gute Ideen und Initiativen hervorbrachte. Im Namen der Klinik bedanke ich mich für all die frische, freundliche und fachmännische Unterstützung.
Cornelia Heidgen

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| Physiotherapie |

Galileo – was ist das?
Physiotherapie in der Gerontopsychiatrie

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hysiotherapeutische Behandlungen nehmen in der Gerontopsychiatrie im Rahmen eines komplexen Therapieangebotes einen großen Stellenwert ein. Neben Gruppentherapien mit kommunikativem Aspekt und Einzelbehandlungen, wie z. B. Atemtherapie, Krankengymnastik, Gangtraining (u. a. im hauseigenen Therapiegarten), allgemeiner Mobilisation, Aromatherapie, Entspannungstherapie im Snoezelraum – um nur die häufigsten zu nennen, nutzen wir seit nunmehr fast drei Jahren ein Galileo-Therapiegerät zur Sturzprophylaxe. Das Galileo-Wippsystem hat sich in der Gerontopsychiatrie bewährt, weil es keiner besonderen intellektuellen Voraussetzung bedarf und keine komplizierten Trainingsprogramme erforderlich sind. Vor allem im fortgeschrittenen Alter ist die Muskelleistung der maßgebliche Faktor zur Vermeidung von Stürzen, welche nicht selten zu Frakturen führen. Mit dem Galileo-Trainingssystem wird die Technik aus der Weltraumforschung auch im Alltag jedermann zugänglich gemacht. Das Vibrations-Trainingsgerät »Galileo« ahmt über eine Wippfunktion den menschlichen Gang nach. Muskeln und Knochen haben das Gefühl zu rennen, ohne das man etwas anderes macht, als auf der Galileo- Plattform zu stehen. Mit Hilfe der wechselseitigen Muskelanregung werden bis zu 80 % der Muskelgruppen im Körper erreicht. Es können zielgerichtet Muskelkraft, Muskelleistung oder auch Balance trainiert werden. Die patentierte Bewegungsform des Galileo-Trainings ist aufgrund der Wippfunktion eine teilweise Kreisbewegung, welche die linke bzw. rechte Körperhälfte abwechselnd und gegenläufig bezüglich der Beugerund Streckermuskulatur trainiert. Die Bewegungsform ist dieselbe wie bei der menschlichen Fortbewegung: rechtes und linkes Bein sowie die Rumpfmuskelpartien werden immer abwechselnd und gegenphasig betätigt. Es werden ständig Dehnreflexe ausgelöst, um die Muskulatur in den Beinen bis hinauf in den Rumpf zu animieren. Die Anzahl der Dehnreflexe wird über die einstellbare Frequenz bestimmt. Durch die Wahl der Frequenzhöhe werden Trainingseffekte von Entspannung bis hin zur Steigerung der Leistungsfähigkeit erzielt. Es kann Rückenschmerzen vorgebeugt, die Durchblutung gefördert und im medizinischen Bereich eine Verbesserung der abgeschwächten Muskelgruppen erreicht werden.

Galileo-Training ist ein ganzheitliches, funktionales Muskeltraining. 	 Technik aus der Weltraumforschung wird dadurch jedermann zugänglich gemacht. Was sagen die Patienten zum Galileo-Therapiegerät: »Das Rütteln ist nichts 	 für mich« »Ich fühle mich locker 	 und groß« »Meine Schmerzen 	 sind weniger geworden«

Galileo kann z. B. bei folgenden Indikationen angewendet werden: •	 eingeschränkte Beweglichkeit aufgrund von Schmerzen •	 Blasenschwäche •	 Osteoporose •	 Kraft- und Leistungsverlust bei Immobilität •	 Balancestörungen •	 Sturzsyndrome und altersassoziierte Gehstörungen •	 Verbesserung der Inter- und intramuskulären Koordination •	 Durchblutungsstörungen der Beine und Füße. Grundvoraussetzung einer jeden Therapie ist eine sorgfältige Anamnese. Nach der ärztlichen Untersuchung und dem Ausschluss von Kontraindikationen (Implantate, akute entzündliche Prozesse, aktive Arthrosen, Epilepsie, frische Frakturen und Tumorleiden) nutzen wir für unsere Patienten verschiedene Testverfahren, um den individuellen körperlichen Status festzustellen. Dazu gehören Balanceprüfungen sowie Kraft- und Geschwindigkeitstests. Nach sechs bis acht Trainingsanwendungen werden diese Tests wiederholt. So konnten wir in einer ersten Untersuchung aufzeigen, dass sich bei vielen Patienten bereits nach so kurzer Zeit die Leistungen im Vergleich zum Ausgangstest verbessert hatten. Bei wenigen Patienten musste die Therapie wegen eingetretener Kontraindikationen (z. B. akute entzündliche Prozesse) beendet werden. Der Vorteil eines Galileo-Therapiegerätes ist die enorme Zeitersparnis. Ein positiv messbarer Trainingseffekt wird schon nach zwei Wochen bei einer zwei- bis dreimal wöchentlichen Anwendung mit einer jeweiligen Behandlungsdauer von drei bis fünf Minuten erreicht und ergänzt damit effektiv alle aktiven Maßnahmen.
Beate Klemens

Vom 9.–13. 5. waren eine Psychologin und zwei Ärzte aus Odessa zu Gast im KEH, um sich über die Arbeit der Abteilung Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und ihre Einbindung in die regionale Versorgung zu informieren und die positiven Impulse für ihre Arbeit in der Ukraine zu nutzen.

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| Personalia |

Wir begrüßen als neue Mitarbeiterinnen und Mit­ rbeiter im KEH a ■	 Seit März 2011 Agnes Baj Assistenzärztin Innere Klinik Purnima Das Assistenzärztin Epileptologie Ina Klann Mitarbeiterin Empfang/Telefonzentrale Julia Martin Assistenzärztin Psychiatrie/Psychotherapie Benjamin Thiele Mitarbeiter Hol- und Bringedienst Robert Thiemig Mitarbeiter Interner Krankentransport Claudia Thränhardt Gesundheits-/Krankenpflegerin Station IN 1 Niklas Trempler Assistenzarzt Psychiatrie/Psychotherapie Heidelore Vitz Sekretärin/Stations­ assisten­ in, Geriatrie t Dr. Ulrike Weyrauch Neuropsychologin Geriatrie ■	 Seit April 2011 Dr. Michael Braun Oberarzt Geriatrie Angela Budack Arzthelferin Psych. Institutsambulanz Nina Sophia Eifert Ärztin Geriatrie Swen Grähn Mitarbeiter Hol- und Bringedienst Simone Haase Logopädin Neurologie Olga Herber Physiotherapeutin Geriatrie Inken Hukemann Diplom Psychologin Psychiatrie/Psychotherapie Christl JanacekHerschel Ergotherapeutin Geriatrie Yvonne Lachmann Arzthelferin ZAD Tabea Lehmann Krankenschwester Station IN 1 Janine Müller Gesundheits-/Krankenpflegerin Station UR 1 Nils Olms Arzt Innere Klinik Deborah Parupski Physiotherapeutin Geriatrie Christopher Perner OTA Chirurgie OP Alexander Reichardt Psychologe Psych. Institutsambulanz Hartmut Römer Betriebshandwerker/ Anlagentechniker Werkstätten/Technik Melanie Spillner Gesundheits-/Krankenpflegerin Station IN 2 Ute Worthmann Sozialarbeiterin Soziale Dienste ■	 Seit Mai 2011 Carsten Bundt Präsenzkraft Station P 8 Sandra Kietsch Ergotherapeutin Geriatrie Ute Johanna Klein Logopädin Geriatrie Maria Lototchi Ergotherapeutin Beschäftigungstherapie Torsten Radue Pflegehelfer Station UR 1 Ivan Rashid Assistenzarzt Neurologie Kirstin Sachs Krankenschwester Station IN 4 Tom Säuberlich Mitarbeiter Interner Krankentransport Anka Zimmer Diplompsychologin Psychosomat. Tagesklinik ■	 Im Juni 2011 Lisa Denger Diplompsychologin Projekt »TAN.go« Loni Maria Heinze Assistenzärztin Psychiatrie/Psychotherapie Birgit Juhle Altenpflegerin für Psychiatrie Station GE 01 Tobias Miklody Arzt Innere Klinik Angela Praetorius Gesundheits-/Krankenpflegerin Station NE 1 Dr. Rudolf Sylla Oberarzt Psychiatrie/Psychotherapie Katharina TrömelSöyler Krankenschwester Station GE 01

Das KEH haben/ werden verlassen ■	 Im März 2011 Selma Boyraz Fachärztin Notfallambulanz/ Notaufnahme Alina Jackisch med. Hilfskraft Chirurgie OP Ilona Kümmel Chefarztsekretärin Anästhesie Christian Lorenz Hilfskraft ITS_1 Jenny Raue Krankenschwester Station IN 4 ■	 Im April 2011 Gisela Gräfe Krankenschwester Station IN 2 Svenja Kriener Assistenzärztin Psychiatrie/Psychotherapie Aline Schmidt Mitarbeiterin Versorgungswirtschaft Juliane Wagner Fachärztin Chirurgie ■	 Im Mai 2011 Andreas Honert Krankenpfleger ITS_1 Andreas Liebeck Krankenpfleger ITS_1 Dr. Kristina Schuricht Ärztin Schmerzambulanz Dr. Henriette Weible Assistenzärztin Psychiatrie/Psychotherapie ■	 Im Juni 2011 Dr. Brian Barrett Facharzt Psychiatrie/Psychotherapie Friedemann Krispin Gesundheits-/Kranken­ pfleger, Station P 1 Brigitte Lohmeyer HEP, Station EP 1 Dr. Timm StrotmannTack Oberarzt Psychiatrie/Psychotherapie Nora Takacs Ärztin, Innere Klinik Maria Winkler Freiw. Soziales Jahr Station P 2

Neues für Mitarbeiter »50 Plus«

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er betriebsärztliche Dienst beabsichtigt im Rahmen des »Betrieblichen Gesundheitsmanagements« und mit Blick auf das steigende Renteneintrittsalter unserer Beschäftigten eine intensivierte Begleitung und ggf. spezielle Beratung dieser Mitarbeitergruppe ins Leben zu rufen (über ein Drittel unserer Mitarbeiter zählt zu den über 50-Jährigen!). Zur Vorbereitung dieses Projektes teilen Sie uns bitte deshalb Ihre persönlichen Fragen und Probleme an Ihrem Arbeitsplatz mit, damit wir Ihre Hinweise und Anregungen – beispielsweise in einer speziellen Sprechstunde – aufgreifen können. Diese Ihre Mitteilungen unterliegen selbstverständlich der ärztlichen Schweigepflicht wie auch die Inhalte sonstiger Konsultationen beim Betriebsarzt. Bitte schreiben Sie mir dazu an die E-Mail-Adresse: e.schmidt@keh-berlin.de oder auch per Hauspost.  OA Dr. E. Schmidt, BÄD

Abschied von Prof. Dr. med. Heinz-Joachim Meencke 1945 in Lübeck-Travemünde geboren, war Prof. Dr. med. Heinz-Joachim Meencke nach dem Studium der Humanmedizin und So­­ ziologie 1967–73 in Berlin und Heidelberg als Wis­­­ schaftlicher Assistent an sen­­ verschiedenen Instituten der Freien Universität Berlin tätig. 1981 kam er als Assistenzarzt an die Psychiatrische Klinik, später die EEG-Abteilung der  von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Biele­ eld. f Nach einer Zeit als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Institut für Neuro­­ pathologie kehrte er 1985 als Wissen­ chaftlicher s Assistent an die Neurologische Klinik des Klinikums Char­­ lottenburg der Freien Universität nach Berlin zurück. Als Station für präoperatives Epilepsie-Monitoring beteiligt. 1991 erfolgte der Ruf auf eine C3-Professur für Neurologie  an das Virchow-Klinikum der Freien Universität Berlin.  1996 wurde er Chefarzt der Abteilung Epileptologie und Leitender Arzt sowie Geschäftsführer des Instituts für Diagnostik der Epilepsien am Epilepsie-Zentrum Berlin des KEH. Seit 2001 war er Medizinischer Direktor des Epilepsie Zentrums Berlin Brandenburg im Verbund der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Am 15. April 2011 wurde  Prof. Dr. med. Heinz-Joachim Meencke mit einem Sympo­ sium in den Ruhestand verabschiedet.

Oberarzt und Leiter der Poliklinik (1986) erhielt er 1987 seine Habilitation und wurde im selben Jahr mit dem Friedrich von Bodelschwingh-Preis geehrt. Es folgten Forschungsaufenthalte in Montreal/Kanada und in Cleveland, Ohio/ USA. Als Leitender Arzt der Abteilung II der Klinik Mara der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, war er federführend am Aufbau der

Diakonie-Hospiz Lichtenberg 	 erhält Spende über 20.000 Euro Im Rahmen eines festlichen Beisammenseins zum 6-Jährigen Bestehen des Diakonie-Hospizes Lichtenberg überreichte Herr Dr. Herbert Lebahn für den Förderverein für Hospizwesen Friedrichshain-Kreuzberg e.V. einen Scheck in Höhe von 20.000 Euro. Laut Auskunft des Vereinsvorsitzenden möchte der Förderverein mit dieser Spende die Arbeit des Hospizes würdigen.

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| Baugeschehen | Aktuelles |

Unverhoffter historischer Fund
in großes Gelände und viele Gebäude mit noch viel mehr Räumen und Kellern lassen manchmal überraschende Entdeckungen machen. Nach einem Wasserrohrbruch im Keller des Haupthauses (Haus 22), der sich vor einiger Zeit ereignet hatte, mussten viele Unterlagen und Materialien rasch in andere Räume verlagert werden. Dabei fiel auf, dass der Stahlschrank im Kellerraum schon seit Jahren nicht mehr geöffnet worden war, weil der Schlüssel als verschollen galt. Im Februar schließlich tauchte ein unbeschrifteter Schlüssel auf, der tatsächlich passte. Als der Schrank geöffnet worden war, staunten die Beteiligten nicht schlecht: Neben einer Fülle von Akten wurden wertvolle alte Bücher und Abendmahlsgefäße aus der Anfangszeit der Diakonissen-Schwesternschaft gefunden – Dokumente aus der Geschichte des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth: fünf historische Bibeln der Schwesternschaft aus den Jahren 1852, 1860, 1868, 1884 und 1892 – darunter eine mit einer Widmung der preußischen Königin Elisabeth und zwei mit einer Widmung von Kaiserin Auguste Victoria. Drei theologische Werke, darunter der Zweitdruck von Predigten Martin Luthers aus dem Jahr 1561 und eine exegetische Schrift von 1722, sowie die »Agende für die Evangelische Kirche der alt preußischen Union«. Das aufgefundene silberne Abendmahlsgerät bestand aus zwei Abendmahlskelchen, einer Weinkanne, einer Hostiendose sowie einer Patene. Es war der Schwesternschaft zum 50. Geburtstag des KEH am 13. April 1893 geschenkt worden und ist mit einer Widmung der Kaiserin Auguste Victoria beschriftet. Insbesondere die historischen Bibeln hatten durch Wassereinwirkung stark gelitten und waren von Schimmel

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befallen. Die Abendmahlsgefäße wiesen starke Gebrauchsspuren auf und waren verschmutzt. Die Akten hatten die Feuchtigkeit unbeschadet überstanden. Ende Februar wurden daher die Bücher zum Restaurator und die Abendmahlsgeräte zum Goldschmied gebracht, der sie fachgerecht säuberte. Inzwischen sind die Abendmahlsgefäße wieder in alter Pracht ins KEH zurückgekehrt. Wir werden sie zwar nicht wieder beim Gottesdienst verwenden, aber als historischen Schatz in unserem Diakonissenzimmer ausstellen.
Ina Herbell/Winfried Böttler

Aktuelles Baugeschehen Zur »Restsanierung« des KEH Gemäß Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) werden notwendige Inves­ titionskosten der Kliniken, die im Landeskrankenhausplan erfasst sind, durch öffentliche Fördergelder bestritten, um eine hohe Versorgungsqualität für Patienten zu sichern und einen Substanzverlust der baulichen und medizinischtechnischen Infrastruktur zu vermeiden. Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz und die Berliner Krankenhausgesellschaft

(BKG) haben gemeinsam den Investitionsbedarf Berliner Plankrankenhäuser analysiert. Dabei wurde ein durchschnittlicher jährlicher Investitionsbedarf von mehr als 250 Mio. Euro ermittelt – ein Betrag, der gegenwärtig im Etat des Landes Berlin nicht vorhanden ist. In den Jahren von 2008 bis 2010 konnten durch ein Sonderprogramm in Höhe von 40 Mio. Euro und durch das Konjunkturpaket II weitere 54 Mio. Euro als zusätzliche Investitionsmittel für die Krankenhäuser bereitgestellt werden. Wir sind sehr froh, dass daraus

durch ein Schreiben der Senatsverwaltung im März insgesamt 20 Mio. Euro zugesagt worden sind, bevor ab 2013 die Investitionsförderung grundsätzlich auf eine Pauschalförderung umgestellt werden soll. Die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des KEH wurde bereits in den 1990er Jahren begonnen und konnte mit Fördermitteln und Eigeninvestitionen in wesentlichen Teilen abgeschlossen werden. Mit der in diesem Jahr beginnenden Sanierung der Häuser 2 und 4 sowie der

technischen Infrastruktur im Gelände werden die letzten Sanierungsarbeiten in Angriff genommen und voraussichtlich bis 2014 andauern. Die Häuser 2 und 4 werden saniert, um Pflege- und Funktionsbereiche der Epileptologie für Erwachsene und Kinder mit insgesamt 71 Betten sowie zwei Stationen für die Geriatrie mit 30 Betten – einschließlich Physiotherapie – unterzubringen. In den bislang noch nicht sanierten Teilen des Außenbereichs wird die technische Infrastruktur erneuert. Dazu gehören u.a. Elektroenergie-, Fernwär-

me- und Trinkwasserversorgung, die Schmutz- und Regenwasserentsorgung sowie die Versorgung mit medizinischen Gasen. Die Restsanierung beginnt am 15. Juli 2011 mit der Infrastruktur und den Bau begleitenden Einrichtungen wie Baustelleneinrichtung, Verkehrsführung und Baumschutz. Die Abteilung Technik/Bau wird im Intranet eine baubegleitende Seite zur Restsanierung einrichten, in der über die anstehenden Leistungen berichtet und informiert wird. Mario Menzel Leiter Technik/Bau

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| Veranstaltungen | Aktuelles | 

Vernissage Mittwoch, 29. Juni 2011 19 Uhr, Museum Kesselhaus, Haus 29 Die Gemeinschaftsausstellung mit Werken von Tatiana BurghennArsénie (Malerei), Maja-Helen Feustel/Martha Pflug (Druckgrafik) und Constance Schrall (Enkaustik) ist bis zum 12. Juli 2011 zu sehen.

•	 Ausstellung »Seelenwelten« 	 Skulpturen von Alexander Heil 	 Vernissage, 19 Uhr, Alte Kapelle Haus 22 	 Musikalische Begleitung durch die isländische Opernsängerin Drifa Hansen und Prof. Roland Bader (Orgel). 	  ie Ausstellung ist vom 2. Juli bis D zum 7. August 2011 Mo – Fr von 9.30 bis 17 Uhr und So von 9.30 bis 12 Uhr zu sehen. (Während des Gottesdienstes von 10 – 11 Uhr keine Besichtigung). Orgelkonzert an der historischen Turley-Orgel Dienstag, 5. Juli 2011 16 Uhr, Alte Kapelle, Haus 22 Es spielt Joachim Thoms. Eintritt frei. Vernissage Freitag, 15. Juli 2011 19 Uhr, Museum Kesselhaus, Haus 29

Die Ausstellung »Photosynthese« mit Werken von Helga Schönfeld ist bis zum 28. August 2011 geöffnet.´ Vernissage Donnerstag, 21. Juli 2011 17 Uhr, Museum Kesselhaus, Haus 29 Die Ausstellung »Sternennebel« mit Seidenmalerei von Christa Mucke ist bis zum 8. September 2011 zu sehen. Orgelkonzert an der historischen Turley-Orgel Dienstag, 2. August 2011 16 Uhr, Alte Kapelle, Haus 22 Es spielt Daniel Clark. Eintritt frei. Lange Nacht der Museen Samstag, 27. August 2011 Das Museum Kesselhaus ist von 18 – 2 Uhr geöffnet. Musik: Burkhard Schmidt (Saxophon) und das Ensemble »Loopin Live«

Orgelkonzert an der historischen Turley-Orgel Dienstag, 6. September 2011 16 Uhr, Alte Kapelle, Haus 22 Es spielt Daniel Pienkny. Eintritt frei. Tag des offenen Denkmals Sonntag, 11. September 2011 Das Museum Kesselhaus ist geöffnet von 10 – 17 Uhr. Führungen um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr. Vernissage Donnerstag, 15. September 2011 15 Uhr, Museum Kesselhaus, Haus 29 Die Ausstellung »Unter freiem Himmel« mit Werken aus dem Kunstworkshop 2011 des KEH ist bis zum 25. Oktober 2011 zu sehen.

Lange Nacht der Bilder Sonnabend, 2. Juli 2011 •	 Lesung Angelika Butter: »Berlin-Brandenburger Spaziergänge« 	 Uhr und 16 Uhr, Cafeteria, 15 Haus 29

Kunstworkshop 8. bis 12. August 2011 im KEH »Unter freiem Himmel – unterwegs«… …so lautet das Motto für ein neues Kunstprojekt der Abteilung Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im KEH, das in diesem Jahr in Kooperation mit dem Künstlerhaus LYDDA der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel stattfinden wird. Vom 8. bis 12. August 2011 werden kreative Menschen mit und ohne Psychiatrieerfahrung aus Berlin und Bethel gemeinsam auf eine künstlerische »Reise« gehen. Das Thema »Unter freiem Himmel – unterwegs« verweist auf den Ort: Maler und Bildhauer (in einer Gruppe mit jeweils 8 – 10 Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern) werden unter künstlerischer Anleitung unter freiem Himmel arbeiten. »Unterwegs« sind die Mitwirkenden auch im Wortsinn, denn Teilnehmer werden aus Bethel nach Berlin reisen. Auch die Bilder werden unterwegs sein, denn anschließend ist eine Wanderausstellung geplant. 	 Vorher werden die Ergebnisse am 	

Prof. Dr. Peter Hagemann verstorben Am 25. April 2011 ist der langjährige Ärztliche Direktor Prof. Dr. Peter Hagemann (geb. 5. Mai 1920), der von 1966 bis 1985 das Fach­ rankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Berlin-Lichtenk berg geleitet hat, gestorben. Die Trauerfeier und Urnenbeisetzung fand am 17. Mai 2011 auf dem Friedhof Am Bürgerpark 24 in Berlin-Pankow statt. Geschäftsführung und Krankenhausleitung gedenken eines verdienstvollen Mediziners.

12. August 2011 in einer Werkschau präsentiert und in einer Dokumentation festgehalten. Vom 15. September bis 25. Okto­ er 2011 werden ausgewählte b Arbeiten in einer Ausstellung im Museum Kesselhaus gezeigt. Im nächsten Jahr soll es einen zweiten Workshop im Künstlerhaus Lydda in Bielefeld geben. Die Teilnahme ist am gesamten Workshop (Mo- Fr), aber auch zu einzelnen Tagen möglich. Anmeldeschluss ist der 1. Juli 2011. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: Rosemarie Camatta (Kunsttherapeutin im KEH), Telefon: (030) 5472 – 4914, Email: r.camatta@keh-berlin.de. Regina Winkler, Johanna Gernentz

Abschied von Andrea Kindler Am 17. Mai 2011 nahmen Geschäftsführung und Krankenhausbetriebsleitung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Gedenkstunde Abschied von Heilerziehungspflegerin Andrea Kindler, die im Alter von 50 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben war. Frau Kindler war seit 2005 im Behandlungszentrum für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung auf der Station P 08 tätig. Als Praxisanleiterin engagierte hatte sie sich mit hoher Einsatzbereitschaft der Förderung von Auszubildenden gewidmet und aktiv an der Entwicklung des BHZ beteiligt. Die Beisetzung fand 7. Juni 2011 auf dem Friedhof Kaulsdorf, Dorfstraße 24, statt.
        
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